Ausnahmsweise mal eine absichtliche Verspätung. Die um einiges längere Fassung der folgenden Kritik gibt's nämlich seit ein paar Tagen im Corona Magazine 265. Und hier jetzt die Kurzfassung:
Der amerikanische Schriftsteller Edgar Rice Burroughs (1875-1950) hat vor genau 100 Jahren nicht nur Tarzan erfunden, die berühmte Hauptfigur zahlreicher Bücher und Filme, sondern damals auch seine erste Geschichte über John Carter veröffentlicht, der seine Abenteuer auf dem Mars erlebt. Während Dschungelheld Tarzan für unzählige Filmadaptionen herhalten musste, schafft es Carter, über den Burroughs immerhin 15 Erzählungen veröffentlichte, nun zum allerersten Mal auf die Leinwand. Der Film von Animationsspezialist Andrew Stanton („Findet Nemo“, „Wall-E“) setzt die Romanvorlage sehr adäquat um, mit all ihren Stärken und Schwächen: Den Zuschauer erwartet ein farbenprächtiges Abenteuer mit vielen beeindruckenden Bildern (es lohnt sich auf jeden Fall, die 3D-Variante zu besuchen), in Verbindung mit einer recht simplen, geradlinigen Geschichte und eher stereotypen Figuren.
John Carter (Taylor Kitsch) wird aus dem Arizona des Jahres 1881 auf den Mars versetzt. Dank der niedrigeren Schwerkraft ist er den Einheimischen körperlich deutlich überlegen – und wird trotzdem von den grünhäutigen Tharks gefangen genommen, deren Anführer Tars Tarkas (Willem Dafoe) es aber gut mit ihm meint. Carter gerät in einen Konflikt um die Vorherrschaft auf Barsoom, wie der Mars von seinen Bewohnern genannt wird: Zodangan-Anführer Sab Than (Dominic West) möchte Dejah Thoris (Lynn Collins), Prinzessin der Stadt Helium, heiraten, um seinen Triumph in der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den beiden Völkern vollkommen zu machen. Unterstützt wird er von den geheimnisvollen Therns, denen Carter auch seine Reise zum Mars zu „verdanken“ hat. Der wiederum schlägt sich auf die Seite der Prinzessin, in die er sich verliebt hat.
Burroughs’ Geschichten sind keine hohe Literatur, sondern pure Unterhaltung. Genauso verhält es sich mit dem Film, der dank seiner Schauwerte und flotter Action richtig Spaß macht. Abstriche muss man in Sachen Handlung in Kauf nehmen, deren vermeintliche Wendungen nicht wirklich überraschend daher kommen, und leider auch bei den Schauspielern: Schon die beiden Hauptdarsteller zählen nicht unbedingt zur allerersten Garnitur, mäßig besetzt sind aber vor allem die Nebenrollen – so mancher Figur hätte deutlich mehr Leben und Wiedererkennungswert eingehaucht werden müssen. Das hätte dem Film sicher nicht geschadet.
Der amerikanische Schriftsteller Edgar Rice Burroughs (1875-1950) hat vor genau 100 Jahren nicht nur Tarzan erfunden, die berühmte Hauptfigur zahlreicher Bücher und Filme, sondern damals auch seine erste Geschichte über John Carter veröffentlicht, der seine Abenteuer auf dem Mars erlebt. Während Dschungelheld Tarzan für unzählige Filmadaptionen herhalten musste, schafft es Carter, über den Burroughs immerhin 15 Erzählungen veröffentlichte, nun zum allerersten Mal auf die Leinwand. Der Film von Animationsspezialist Andrew Stanton („Findet Nemo“, „Wall-E“) setzt die Romanvorlage sehr adäquat um, mit all ihren Stärken und Schwächen: Den Zuschauer erwartet ein farbenprächtiges Abenteuer mit vielen beeindruckenden Bildern (es lohnt sich auf jeden Fall, die 3D-Variante zu besuchen), in Verbindung mit einer recht simplen, geradlinigen Geschichte und eher stereotypen Figuren.
John Carter (Taylor Kitsch) wird aus dem Arizona des Jahres 1881 auf den Mars versetzt. Dank der niedrigeren Schwerkraft ist er den Einheimischen körperlich deutlich überlegen – und wird trotzdem von den grünhäutigen Tharks gefangen genommen, deren Anführer Tars Tarkas (Willem Dafoe) es aber gut mit ihm meint. Carter gerät in einen Konflikt um die Vorherrschaft auf Barsoom, wie der Mars von seinen Bewohnern genannt wird: Zodangan-Anführer Sab Than (Dominic West) möchte Dejah Thoris (Lynn Collins), Prinzessin der Stadt Helium, heiraten, um seinen Triumph in der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den beiden Völkern vollkommen zu machen. Unterstützt wird er von den geheimnisvollen Therns, denen Carter auch seine Reise zum Mars zu „verdanken“ hat. Der wiederum schlägt sich auf die Seite der Prinzessin, in die er sich verliebt hat.
Burroughs’ Geschichten sind keine hohe Literatur, sondern pure Unterhaltung. Genauso verhält es sich mit dem Film, der dank seiner Schauwerte und flotter Action richtig Spaß macht. Abstriche muss man in Sachen Handlung in Kauf nehmen, deren vermeintliche Wendungen nicht wirklich überraschend daher kommen, und leider auch bei den Schauspielern: Schon die beiden Hauptdarsteller zählen nicht unbedingt zur allerersten Garnitur, mäßig besetzt sind aber vor allem die Nebenrollen – so mancher Figur hätte deutlich mehr Leben und Wiedererkennungswert eingehaucht werden müssen. Das hätte dem Film sicher nicht geschadet.
















