"Schwertboot", der 33. Band der Fantasy-Comireihe "Thorgal", führt den Titelhelden ins Packeis und in eine arktische Küstensiedlung. Zeichner Grzegorz Rosinski und Texter Yves Sente schildern eine abenteuerliche Reise mit Schiff und Schlittenhundgespann, auf der sich der Held bewähren muss.
Anders als auf den Vorgängerbänden, die ganz im Zeichen seines Sohnes Jolan standen, steht diesmal wieder Thorgal selbst im Mittelpunkt des Interesses. Von Jolan und seinen jugendlichen Verbündeten wird lediglich zu Anfang erzählt, dass ihnen ihr geheimnisvoller Ausbilder Informationen über die große Ruhmestat gibt, die er ihnen versprochen hat. Anscheinend werden sie es in den nächsten Alben mit Menschen zu tun bekommen, die nur einen einzigen Gott verehren.
Mit dem Schwertboot ins Packeis
Thorgal selbst dagegen ist vollauf beschäftigt mit der Suche nach seinem jüngsten Sohn Aniel. Um die Entführer zu finden, hat er auf einem Handelschschiff angeheuert, das nach Norden fährt und ihn zum Schutz gegen Überfälle benötigt. Keine grundlose Sorge, wie sich schnell herausstellt. Denn schon beim Passieren eines engen Flussabschnitts geraten sie in einen Hinterhalt, bei dem Thorgal nicht nur seine überragenden Schießkünste unter Beweis stellen kann, sondern auch ein ausgezeichnetes Verständnis für die Zusammenhänge von Geschwindigkeit und Schlagkraft zeigt. Ferner lernt er die Funktionsweise eines wikingerzeitlichen Eisbrechers kennen: Das Schwertboot ist im Bugbereich mit einer Eiszertrümmerungs-Maschinerie ausgestattet und kann sich selbst eine schmale Fahrrinne freischlagen. Der Haken bei der Sache ist, dass das Schff niemals zum Stehen kommen darf. Auf dieser Fahrt gilt es allerdings, eine abgelegene Siedlung mit Waren zu versorgen. Daher wird Thorgal mit einem Schlittenhundgespann abgesetzt und soll einige Tage später an einem verabredeten Treffpunkt wieder an Bord kommen. Dummerweise ist die Siedlung inzwischen in der Hand äußerst brutaler Seekrieger, die einen verlorenen Schatz suchen ...
Überwältigende arktische Bilder von Grzegorz Rosinski
Das Abenteuer besticht erneut durch die großartigen Bilder und die atemberaubende Darstellung der weißen Welt, durch die Thorgal reist. Voranpreschende Schlittenhunde, angreifende Orcas, Schneetiger und eine überwältigende Landschaft - das Ganze kann mit Bilderbänden aus der Aktis durchaus mithalten.
Thorgal lehnt Sklaverei ab
Die Handlung ist nicht herausragend, aber ganz ordentlich gemacht. Thorgal erweist sich erneut als kämpferisch, intellektuell und ethisch überlegener Held, der seinen Prinzipien treu bleibt. Er lehnt wieder einmal das Töten von Menschen ab, lässt nicht einmal einen verletzten Schlittenhund zurück und macht deutlich, dass er von Sklaverei nichts hält. Dass er an Bord des Schiffes zufällig seine alte Bekannte Lehla wiedertrifft, die ihm nach ihrer Befreiung auch noch mit Informationen über den Verbleib Aniels weiterhelfen kann, ist allerdings ein Zusammentreffen, das ausgesprochen konstruiert wirkt.
Fazit: Opulente Wikingersaga in einer faszinierenden Welt. Ein spannendes Abenteuer, kampfbetont und mit viel Liebe zum Detail. Nicht origniell, aber durchaus lesenswert - und sehenswert allemal.
Thorgal 33: Schwertboot. Bielefeld: Splitter, 2012. 48 S., Euro 13,80.
Weitere Thorgal-Bände:
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!
Anders als auf den Vorgängerbänden, die ganz im Zeichen seines Sohnes Jolan standen, steht diesmal wieder Thorgal selbst im Mittelpunkt des Interesses. Von Jolan und seinen jugendlichen Verbündeten wird lediglich zu Anfang erzählt, dass ihnen ihr geheimnisvoller Ausbilder Informationen über die große Ruhmestat gibt, die er ihnen versprochen hat. Anscheinend werden sie es in den nächsten Alben mit Menschen zu tun bekommen, die nur einen einzigen Gott verehren.
Mit dem Schwertboot ins Packeis
Thorgal selbst dagegen ist vollauf beschäftigt mit der Suche nach seinem jüngsten Sohn Aniel. Um die Entführer zu finden, hat er auf einem Handelschschiff angeheuert, das nach Norden fährt und ihn zum Schutz gegen Überfälle benötigt. Keine grundlose Sorge, wie sich schnell herausstellt. Denn schon beim Passieren eines engen Flussabschnitts geraten sie in einen Hinterhalt, bei dem Thorgal nicht nur seine überragenden Schießkünste unter Beweis stellen kann, sondern auch ein ausgezeichnetes Verständnis für die Zusammenhänge von Geschwindigkeit und Schlagkraft zeigt. Ferner lernt er die Funktionsweise eines wikingerzeitlichen Eisbrechers kennen: Das Schwertboot ist im Bugbereich mit einer Eiszertrümmerungs-Maschinerie ausgestattet und kann sich selbst eine schmale Fahrrinne freischlagen. Der Haken bei der Sache ist, dass das Schff niemals zum Stehen kommen darf. Auf dieser Fahrt gilt es allerdings, eine abgelegene Siedlung mit Waren zu versorgen. Daher wird Thorgal mit einem Schlittenhundgespann abgesetzt und soll einige Tage später an einem verabredeten Treffpunkt wieder an Bord kommen. Dummerweise ist die Siedlung inzwischen in der Hand äußerst brutaler Seekrieger, die einen verlorenen Schatz suchen ...
Überwältigende arktische Bilder von Grzegorz Rosinski
Das Abenteuer besticht erneut durch die großartigen Bilder und die atemberaubende Darstellung der weißen Welt, durch die Thorgal reist. Voranpreschende Schlittenhunde, angreifende Orcas, Schneetiger und eine überwältigende Landschaft - das Ganze kann mit Bilderbänden aus der Aktis durchaus mithalten.
Thorgal lehnt Sklaverei ab
Die Handlung ist nicht herausragend, aber ganz ordentlich gemacht. Thorgal erweist sich erneut als kämpferisch, intellektuell und ethisch überlegener Held, der seinen Prinzipien treu bleibt. Er lehnt wieder einmal das Töten von Menschen ab, lässt nicht einmal einen verletzten Schlittenhund zurück und macht deutlich, dass er von Sklaverei nichts hält. Dass er an Bord des Schiffes zufällig seine alte Bekannte Lehla wiedertrifft, die ihm nach ihrer Befreiung auch noch mit Informationen über den Verbleib Aniels weiterhelfen kann, ist allerdings ein Zusammentreffen, das ausgesprochen konstruiert wirkt.
Fazit: Opulente Wikingersaga in einer faszinierenden Welt. Ein spannendes Abenteuer, kampfbetont und mit viel Liebe zum Detail. Nicht origniell, aber durchaus lesenswert - und sehenswert allemal.
Thorgal 33: Schwertboot. Bielefeld: Splitter, 2012. 48 S., Euro 13,80.
Weitere Thorgal-Bände:
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!















