Linda Budinger erzählt in ihrem Fantasy-Roman von zwei Mädchen, die Ritterinnen werden wollen. Doch die Ritter des Königs sind eine Elitetruppe und reiten stolze Greifen.
Sie heißen Blauschwinge und Donnerkeil, Leuenblut, Sonnenfeder oder Sturmfänger, und sie sind der ganze Stolz des Königreichs Alnor: Die Greifen, auf denen die tapferen Greifenritter der Festung Alnoris zu Kampf und Abenteuer ausziehen, um im Reich für Recht, Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Auch die Dorfmädchen Daphne und Rinia träumen davon, als Greifenritter auf den geflügelten Löwenadlern aufzusteigen. Als beide zur Ausbildung in die Festung Alnoris aufgenommen werden, scheint ein Traum für die beiden in Erfüllung zu gehen. Doch es ist ein harter Weg, sich die Sporen zu verdienen, und den Anwärterinnen wird nichts geschenkt ...
Von Aventurien nach Alnoris
Mit „Die Nebelburg“, die jetzt im Berliner Spreeside-Verlag erschienen ist, legt Linda Budinger ihren ersten Jugend-Fantasy-Roman vor. Das Buch trägt als Untertitel die Bezeichnung: „Die Greifenritter von Alnoris 1“, was darauf schließen lässt, dass die beiden Heldinnen noch weitere Abenteuer zu bestehen haben.
Budinger wurde bekannt durch ihre Fantasy-Romane aus der Welt des Rollenspiels „Das schwarze Auge“, in der zuletzt ihr Roman „Eiswolf“ erschien. Mit der Nebelburg verlässt sie nun Aventurien und schafft ihr eigenes Königreich Alnor, dennoch erinnert einiges an die DSA-Welt, vor allem die konsequente Gleichberechtigung der Geschlechter im Ausbildungsplan der Greifenritter: Zur Ausbildung werden im jährlichen Wechsel entweder nur Jungen oder nur Mädchen zugelassen, sodass Daphne und Rinia in einer reinen Mädchenklasse ihre Ausbildung durchlaufen. Dabei lernen sie den kompletten Lehrstoff der Ritterlichkeit, vom Pagendienst im Speisesaal, über Reiten, Bogenschießen und Fechten, bis hin zum Stalldienst in den Höhlen der nicht ganz ungefährlichen Reittiere.
Doch auch der stolze Augenblick, als sie erstmals nach langem Arbeiten und Lernen im Sattel eines Greifen aufsteigen dürfen, kann die furchtbare Bedrohung nicht vergessen machen, die über dem Land schwebt. Denn der furchtbare Zauberer Scalmac, der im Herzen des Landes seinen bösen Zauberwald wachsen lässt, hat sich den derzeit herrschenden Waffenstillstand mit dem Königspaar teuer bezahlen lassen. Ein Geschäft, das sich nur schwer mit der Ritterehre vereinbaren lässt.
Zwischen Mädcheninternat und Ritterkämpfen
Linda Budinger schuf mit ihren „Greifenrittern“ einen spannenden und überzeugenden Jugendroman, der ein „Mädcheninternats-Setting“ gekonnt mit Kämpfen und Abenteuern verknüpft. Besonders gelungen sind die Schilderungen der Greifen, die als Heldenreittier in der Fantasy-Literatur bislang eher eine unbedeutende Rolle gespielt haben. Das oft fröhliche und humorvolle Buch spart aber auch nicht an ernsten und traurigen Tönen, und im Kampf gegen den grausamen Zauberer scheut die Autorin auch nicht davor zurück, ihre Heldinnen mit Tod und Folter zu konfrontieren.
Fazit: Ein spannendes, lesenswertes Jugendbuch, nicht nur für starke Mädchen, das Lust auf mehr macht. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert.
Linda Budinger. Die Greifenritter von Alnoris 1: Die Nebelburg. Spreeside-Verlag, 2009. Hardcover, 416 Seiten. Euro 14,99.
Weitere Bücher von Linda Budinger
Eiswolf
Unter dem Vollmond
Sie heißen Blauschwinge und Donnerkeil, Leuenblut, Sonnenfeder oder Sturmfänger, und sie sind der ganze Stolz des Königreichs Alnor: Die Greifen, auf denen die tapferen Greifenritter der Festung Alnoris zu Kampf und Abenteuer ausziehen, um im Reich für Recht, Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Auch die Dorfmädchen Daphne und Rinia träumen davon, als Greifenritter auf den geflügelten Löwenadlern aufzusteigen. Als beide zur Ausbildung in die Festung Alnoris aufgenommen werden, scheint ein Traum für die beiden in Erfüllung zu gehen. Doch es ist ein harter Weg, sich die Sporen zu verdienen, und den Anwärterinnen wird nichts geschenkt ...
Von Aventurien nach Alnoris
Mit „Die Nebelburg“, die jetzt im Berliner Spreeside-Verlag erschienen ist, legt Linda Budinger ihren ersten Jugend-Fantasy-Roman vor. Das Buch trägt als Untertitel die Bezeichnung: „Die Greifenritter von Alnoris 1“, was darauf schließen lässt, dass die beiden Heldinnen noch weitere Abenteuer zu bestehen haben.
Budinger wurde bekannt durch ihre Fantasy-Romane aus der Welt des Rollenspiels „Das schwarze Auge“, in der zuletzt ihr Roman „Eiswolf“ erschien. Mit der Nebelburg verlässt sie nun Aventurien und schafft ihr eigenes Königreich Alnor, dennoch erinnert einiges an die DSA-Welt, vor allem die konsequente Gleichberechtigung der Geschlechter im Ausbildungsplan der Greifenritter: Zur Ausbildung werden im jährlichen Wechsel entweder nur Jungen oder nur Mädchen zugelassen, sodass Daphne und Rinia in einer reinen Mädchenklasse ihre Ausbildung durchlaufen. Dabei lernen sie den kompletten Lehrstoff der Ritterlichkeit, vom Pagendienst im Speisesaal, über Reiten, Bogenschießen und Fechten, bis hin zum Stalldienst in den Höhlen der nicht ganz ungefährlichen Reittiere.
Doch auch der stolze Augenblick, als sie erstmals nach langem Arbeiten und Lernen im Sattel eines Greifen aufsteigen dürfen, kann die furchtbare Bedrohung nicht vergessen machen, die über dem Land schwebt. Denn der furchtbare Zauberer Scalmac, der im Herzen des Landes seinen bösen Zauberwald wachsen lässt, hat sich den derzeit herrschenden Waffenstillstand mit dem Königspaar teuer bezahlen lassen. Ein Geschäft, das sich nur schwer mit der Ritterehre vereinbaren lässt.
Zwischen Mädcheninternat und Ritterkämpfen
Linda Budinger schuf mit ihren „Greifenrittern“ einen spannenden und überzeugenden Jugendroman, der ein „Mädcheninternats-Setting“ gekonnt mit Kämpfen und Abenteuern verknüpft. Besonders gelungen sind die Schilderungen der Greifen, die als Heldenreittier in der Fantasy-Literatur bislang eher eine unbedeutende Rolle gespielt haben. Das oft fröhliche und humorvolle Buch spart aber auch nicht an ernsten und traurigen Tönen, und im Kampf gegen den grausamen Zauberer scheut die Autorin auch nicht davor zurück, ihre Heldinnen mit Tod und Folter zu konfrontieren.
Fazit: Ein spannendes, lesenswertes Jugendbuch, nicht nur für starke Mädchen, das Lust auf mehr macht. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert.
Linda Budinger. Die Greifenritter von Alnoris 1: Die Nebelburg. Spreeside-Verlag, 2009. Hardcover, 416 Seiten. Euro 14,99.
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