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Ursula Schmid-Spreer, Kerstin Lange (Hrsg.): Schreibaffären

"Schreibaffären" - das ist ein Buch, das eine ganz besondere Huldigung an die Stadt Nürnberg und speziell an das jährliche Nürnberger Autorentreffen darstellt. Seit zehn Jahren trifft sich dort, meist am Himmelfahrtstag, eine Schar von Autoren und Leuten, die es werden wollen, hört Vorträge, diskutiert, schmaust köstlich und vor allem: pflegt den Austausch der Schreibenden untereinander. So ging das Jahrzehnt ins Land, und zum Jahrestag erschien nun die Anthologie "Schreibaffären".
Die Schreibaufgabe erinnert an die aus dem Deutschunterricht hinlänglich bekannte Methode der "Reizwortgeschichte". Vorkommen mussten in jeder Geschichte die Stadt Nürnberg, die Zahl 10, der Frühling und ein Autor (je nach Story auch Poet, Schriftsteller, Stadtschreiber, Chronist o.ä.). So entstand das nun vorliegende Buch, das 35 Geschichten und Gedichte in sich vereinigt.
Die Variationsbreite der Beiträge ist trotz des eng gesteckten Rahmens erstaunlich. Neben dem klassischen Nürnberg-Personal - Treffen mit Hans Sachs und Albrecht Dürer waren geradezu vorprogrammiert - kann einem dort schon einmal ein Buchliebhaber aus der Zukunft über den Weg laufen oder ein Mörder aus der Gegenwart. Der Leser begegnet einem geheimnisvollen antiken Kästchen, in dem ein zauberhaftes Gedicht liegt, man findet reisende Autoren, die zum jährlichen Treffen unterwegs sind, und erfährt ganz nebenbei noch das Rezept für Nürnberger Schneebälle. Enttäuschte Ehefrauen verlassen ihre Männer, Geschäftsreisende begegnen einem Bettler, dessen Gedichte ihnen die Augen öffnen, und dann ist da noch die Erinnerung an den "rauchenden Adler" - so der Name des ersten Zuges, der 1835 in Nürnberg seinen Dienst aufnahm. Und immer wieder das Autorentreffen. Ja, überhaupt, das Autorentreffen ... Also, dass es dort einen Mord gegeben haben soll, weil eine neidische Autorin ihre Kollegin aus dem Weg räumen musste, das ist mir, zugegebenermaßen, bei meinem letzten Besuch gar nicht aufgefallen.
Das Buch ist leicht zu lesen und liegt außerordentlich angenehm in der Hand. Es hat eine ganz eigene Haptik, etwas stumpf, an Seife oder Moosgummi erinnernd, sodass es sich von gewöhnlichen glatten Hochglanz-Taschenbuch deutlich abhebt.
Langeweile kommt nicht auf, und sollte einem die eine oder andere Geschichte nicht zusagen, so wird man dank der Kürze der Texte (nicht über vier Seiten) schnell eine neue, lesenswerte finden. Zahlreiche Fotos runden die Komposition ab. Ein echtes Schmuckstück also.
Bleibt die Frage, ob das Buch auch für Außenstehende genießbar ist ...? Denn seine Entstehung ist schließlich sehr eng mit dem Autorentreffen verknüpft, und der Verdacht liegt nahe, dass die Anthologie nur für die jeweils rund 80 Teilnehmer der jährlichen Zusammenkunft interessant ist. Doch dieser Verdacht bestätigt sich nicht. Herausgekommen ist ein schickes Nürnberg-Buch, das jedem Besucher der Stadt als Begleiter ans Herz gelegt werden kann. Dass die Herausgeberinnen dies im Blick hatten, darf auch vermutet werden, denn ein Vorwort, in dem auf das Treffen oder die Schreibaufgabe eingegangen wird, fehlt dem Buch, dafür wird sehr deutlich der Nürnberg-Aspekt des Büchleins betont, und auf dem Cover werden die Nürnberger Lokalmatadoren herausgestellt. So dürften die "Schreibaffären" sicher im Regal "Lokale Literatur" der Nürnbergischen Buchhandlungen neben den Lokalkrimis unterkommen. Zu wünschen wäre es ihnen.

Fazit: Abwechslungsreiche Kurzgeschichtensammlung mit viel Nürnberg-Kolorit und interessanten Beobachtungen aus dem Autorenleben. Lesenswert.

Ursula Schmid-Spreer und Kerstin Lange (Hrsg.): Schreibaffären. Nürnberg: art & words - verlag für kunst und literatur, 2013. 178 S., Euro 10,80.

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Autorentreffen in Nürnberg

Himmelfahrt in Nürnberg - eine Tradition, eine Institution. Eine Sucht? Gut möglich. Das Nürnberger Autorentreffen, organisiert von Ursula Schmid-Spreer, ging in die achte Runde. Für mich war es das fünfte Mal. Und voraussichtlich nicht das letzte.
Grausam früh muss man freilich aufbrechen, wenn man vom Nabel der Welt (Sillium) aus anreist. Immerhin, so hatte ich im Zug noch einmal Gelegenheit, mein Manuskript für die abendliche Lesung zu studieren. Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt - Abfahrt 5.24 Uhr - noch immer nicht entschieden, ob ich den Kollegen nach dem Seminar den Anfang von "Falkenfrühling" vortragen wollte oder lieber ein tragisches Gedicht, das meine Mutter ausgesprochen schockiert hat ...
Als ich gegen 8.30 Uhr in Nürnberg anlandete, hatte ich allerdings dann doch die Zugfahrt größtenteils mit Schlafen verbracht und die Entscheidung auf den Abend vertagt.

Autorentreffen mit Mördern, Kopfschmerztabletten und sauren Zipfeln

Geboten wurden drei Vorträge, kulinarische Vollverpflegung mit Bildungsanspruch - wir lernten, was "Schäufele" und "Saure Zipfel" sind - sowie nette Gespräche mit Gleichgesinnten, außerdem Ursulas Komplettbetreuung, zu der auch das Rundum-Sorglos-Paket mit Heftpflaster, Kopfschmerztabletten, Alleskleber und Reservestrumpfhosen gehörte.
Die Seminarthemen waren "Die Kunst des Whodunit-Krimis" ("Wer hat's getan?", also Ermittlungskrimi), "Selbstvermarktung vor und nach dem ersten Buch" und "Grundlagen des Prosaschreibens". Außer dem Stamm-Referenten Titus Müller waren der Krimi-Experte Oliver Buslau (TextArt, Remigius Rott-Krimis) und André Hille (Textmanufaktur) eingeladen.

Oliver Buslau stellt den "Whodunit"-Krimi vor

Faszinierend war für mich vor allem der Vortrag von Oliver Buslau, hier habe ich am meisten dazugelernt, da ich auf dem kriminologischem Gebiet bisher vollkommen ahnungslos war (Enid Blytons "Geheimnis um ..."-Serie und gelegentliches Totalversagen beim Miträtseln im abendlichen "Tatort" einmal abgerechnet). Der Krimi-Autor machte uns vor allem klar, dass man beim Schreiben nicht mit dem Entwerfen eines ganz tollen, unvergesslichen Ermittlers beginnen sollte. Er riet stattdessen, den Mörder ins Zentrum zu stellen. Wenn erstmal geklärt ist, wie dieser Mensch sich entwickelt hat, welche Wendepunkte es in seiner Biographie gegeben hat, um ihn zum Mörder werden zu lassen, und wie die Tat schließlich geplant und ausgeführt wurde - wenn das alles klar ist, dann ist es wesentlich einfacher, den Detektiv nach und nach die Puzzlesteine finden zu lassen, die am Ende zur Aufklärung und Festnahme führen.

Von Mordmotiven und positiven Werten

Einen besonderen Schwerpunkt legte Buslau auf die Psychologie und Motivation des Mörders. "Der Täter vertritt eigentlich einen positiven Wert", stellte er heraus. Ein Irrer oder auch einfach nur "böser" Täter tauge selten dazu, einen Krimi spannend zu machen und den Leser oder Zuschauer zu fesseln. Eher kämen Personen infrage, die eigentlich etwas suchten, was alle anderen Menschen auch suchen - Glück, Gerechtigkeit, Sicherheit -, aber dabei ins Extrem abgleiten. Ich musste spontan an Michael Kohlhaas denken, der aus Liebe zur Gerechtigkeit zum Mörder und Landesverwüster wird. Ein weiteres Beispiel wäre E. T. A. Hoffmans Novelle "Das Fräulein von Scuderi": Der Mörder ist ein Goldschmied, der es nicht ertragen kann, seine Kunstwerke in fremden Händen zu wissen. So wird ein eigentlich sehr edler Zug, die Liebe zur Kunst und die Hingabe des Künstlers an das eigene Werk, zum Mordmotiv.

Checkliste für Mörder

Eine Checkliste für den Mörder hatte Buslau ebenfalls parat. Vier Dinge sollte der Täter unbedingt klären, bevor er sein Opfer ins Jenseits befördert:

1) Er sollte darauf achten, dass ihn niemand verraten kann. Das heißt zum Beispiel, dass er auf Komplizen verzichten sollte oder, sollte dies nicht möglich sein, zumindest dafür sorgen sollte, dass der andere nur Nebenaufgaben erledigt und vom "großen Ganzen" so wenig wie möglich weiß.

2) Er darf nicht bei der Tat gesehen werden, bzw. sollte es zumindest anstreben. (Unerwartete Zeugen sind dagegen möglich und gehören zum Standardrepertoire der Krimiliteratur.)

3) Er darf keine Spuren hinterlassen bzw. sollte sich zumindest darum bemühen.

4) Er darf möglichst gar nicht in den Kreis der Verdächtigen geraten.


Das Kardinalindiz führt zur Aufklärung

Als seine eigene Erfindung präsentierte der Referent augenzwinkernd das "Buslausche Kardinalindiz". Diese Wortschöpfung bezeichnet das Puzzleteil, das kurz vor Schluss des Krimis die gesamte Ermittlungsarbeit "umkippt" und plötzlich alle bisher entdeckten Indizien in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt. In einem "Aha"-Erlebnis begreift der Ermittler etwa, dass der Gesuchte kein Mann, sondern eine Frau ist, dass ein Alibi nicht stimmen kann oder ähnliches, und daraufhin fallen alle anderen Puzzleteile an die richtigen Stellen.
Ein typischer Krimi-Aufbau sieht demnach etwa folgendermaßen aus:

1. Akt: Der Held kommt an den Fall.

2. Akt: Der Ermittler beginnt zu ermitteln und scheitert granatenmäßig, verliert seine Reputation, wird degradiert. Verzweiflung, Zusammenbruch, Absturz, Alkoholexzess oder ähnliches.

3. Akt: Selbstfindung, Wiederauferstehung. Der Held erinnert sich an seine Vergangenheit, vielleicht baut ihn eine gute Freundin wieder auf, er besinnt sich auf seine Stärken und nimmt die Arbeit mit neuer Entschlossenheit wieder auf.

4. Akt: Das Kardinalindiz bringt die Erleuchtung, der Held findet den Täter, die Handschellen klicken.

5. Akt: Alle losen Enden werden vernäht, Reputation des Helden wiederhergestellt, Degradierung aufgehoben, Freundin wieder da usw.


Todsicher den Mörder im "Tatort" finden

Übrigens werde ich dank dieses Referats nie wieder wie der Ochs vorm Berge stehen, wenn es gilt, beim "Tatort" mitzuraten. "Ihr erkennt den Mörder immer daran: Wenn eine Nebenfigur am Anfang von einem sehr prominenten Schauspieler gespielt wird, dann ist das der Täter", verriet Oliver Buslau. "Ein weniger guter Schauspieler kriegt nämlich den Zusammenbruch am Ende beim Geständnis nicht hin." Das klingt logisch. Ich probier's demnächst mal aus.

Titus Müller gibt Tipps zur Verlagssuche

Titus Müller widmete sich anschließend in der ihm eigenen Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit dem Thema der Selbstvermarktung als Autor. Als wichtigste Punkte auf der Verlagssuche nannte er:

1) Kenne dein Genre.
Nichts schreckt einen Verleger mehr ab als ein Autor, der sein Werk mit den Worten anpreist: "Dieses Buch passt in kein Genre." Beim Verlag kommt dann als Botschaft an: "Es wird schwer, das Buch zu verkaufen. Der Autor ist schwierig." Absolut tödlich. Titus Müller: "Wenn ihr felsenfest überzeugt seid, ihr habt das neue Genre gefunden - sagt's nicht."

2) Verschweige dein höheres Anliegen.
Es ist zwar nicht verboten, mit seinen Büchern die Welt verbessern zu wollen - nur sollte man das dem Verleger nicht unbedingt auf die Nase binden. Der Verlag will etwas zum Verkaufen haben. Keinen Idealisten mit wirren Zielen und schwerverkäuflichen Thesen.

3) Suche dir Wegbegleiter. Dies können Autoren sein, die ungefähr den gleichen Entwicklungsstand haben wie man selbst und mit denen man sich über das Schreiben und die Verlagssuche austauschen kann.

4) Sei bereit, dein Buch in drei Sätzen zu pitchen.
"Pitchen" ist Neudeutsch und bedeutet soviel wie: Inhalt und Verkaufsargument in Kurzfassung an den Mann bringen. Als Autor sollte man immer darauf vorbereitet sein, von einem Lektor nach einem neuen Buch gefragt zu werden. Dann muss der "Pitch" sitzen. Wir haben das gleich mal geübt und unseren Sitznachbarn von unseren aktuellen Projekten erzählt. Ich versuchte mich an einer Kurzfassung von "Nestis und die verschwundene Seepocke" (Sollte ein Lektor hier mitlesen: Es handelt sich um einen humorvollen Meermädchenroman für ca. Zehnjährige. Darin geht es um eine Nixe, die ihre kleine Schwester aus einer Aquariums-Show befreien muss.)

5) Nimm dich ernst.
Raus aus der Bittsteller-Haltung: "Du bist ein Geschäftsmann, der einen Geschäftsvorschlag zu machen hat." Merke ich mir.

6) Die ersten Seiten müssen sitzen.

7) Betone deine Stärken.

8) Zeige, dass du ein Teamplayer bist.
Zum Beispiel dadurch, dass man Verhandlungsbereitschaft beim Titel signalisiert oder den Lektor um Vorschläge bittet.

9) Wie geht es nach diesem Buch weiter?
Verlage sind eher interessiert an Autoren, die sich langfristig als "Marke" aufbauen lassen. Abschreckend wirken daher Antworten wie: "Ach, wenn das Buch draußen ist, habe ich eigentlich alles gesagt ..." Oder: "Naja, als nächstes möchte ich mich an einem Fantasy-Roman versuchen, und dann kommt ein Piratenroman, ich würde auch gern mal einen Krimi schreiben."

10) Lass dich nicht entmutigen.
20 bis 30 Absagen sind noch okay, so die Einschätzung des Referenten.


Umgang mit der Presse

Anschließend gab Titus Müller Tipps zum Umgang mit der Presse. Als langjährige Lokalredakteurin konnte ich vieles davon "abnicken". Etwa den Ratschlag: "Knüpfe lokal an". Man kann es gar nicht oft genug sagen: Die einzige Botschaft, die mich als Lokajournalistin zum Aufhorchen bringt, ist die Information über den Ort, an dem etwas spielt. Die Botschaft muss also nicht lauten: "Petra Hartmann veröffentlicht Buch", sondern: "Petra Hartmann aus Sillium veröffentlicht Buch."
Festhalten sollte man auch den Leitsatz "Menschen interessieren sich für Menschen." Nicht zufällig explodierten die Verkaufszahlen der "Harry Potter"-Bücher genau zu dem Zeitpunkt, als die Geschichte von J. K. Rowling als alleinerziehender Mutter mit Sozialhilfe aufkam.
Interessant fand ich Titus' Idee, seinen Roman "Die Brillenmacherin" in Optikerfachzeitschriften vorzustellen. Was hieße das für mich? "Der Fels der schwarzen Götter" in einer Steinmetz-Fachzeitschrift oder der "Falkenfrühling" in einem ornithologischen Magazin? Schwierig, aber bedenkenswert.

Was man als Autor auf Lesungen beachten sollte

Bei den anschließenden Lesungstipps habe ich mir später den Satz: "Trinke kein Wasser mit Sprudel" dreimal unterstrichen. Ehrlich wahr, ich hatte bisher noch nie Probleme mit so etwas, aber als ich am Abend, mein Manuskript in der Hand, darauf wartete, dass ich ans Lesepult vortreten durfte, hatte sich mein Magen in einen Kohlensäurevulkan verwandelt. Der halbe Liter Cola zum Sauerbraten machte mir nachdrücklich klar, was Titus gemeint hatte ...

LesungsTipps:

1) Sprich mit dem Publikum, nicht mit dem Buch.

2) Sei persönlich und offen.

3) Sprich frei.

4) Wechsele Lesen und Interaktion ab.

5) Bring die Leute zum Lachen.

6) Markiere Besonderheiten im Text.

7) Sei nicht geheimnistuerisch, sondern erzähle die Geschichte.

8) Lasse eine entscheidende Frage offen.

9) Lies im Stehen.

10) Vermeide Barrieren (Pult, Tisch).

11) Prüfe die Beleuchtung.

12) Trinke kein Wasser mit Sprudel.

13) Wünsche dir einen festen Tisch. (Bei 80 Prozent aller Lesungen wackelt der Tisch.)

14) Notiere dir hinterher, wie es war.

15) Sei freundlich zum Buchhändler.


Die Tücken der Prosa

André Hille widmete sich schließlich den Grundlagen des Prosaschreibens. Er ging auf Thema und Semantik eines Textes ein, auf Figuren und Story, auf Perspektive, Sprache und die Rolle des Autors.
Einen Satz, den man sich eigentlich einrahmen und bei der Figurengestaltung immer wieder anschauen sollte, habe ich mir auf jeden Fall hinter die Ohren geschrieben: "Etwas ist lebendig, insofern es den Widerspruch in sich enthält." (Hegel)
Der Vortrag ging auf Grundlagen wie die unterschiedlichen Arten von Konflikten ein (Äußerer Konflikt, Personaler Antagonist, Innerer Konflikt). Außerdem erfuhren wir etwas über Klischees und Kitsch, über Adjektive (am besten alle killen) und Verben. Der Vortrag war sehr gehaltvoll, allerdings auch zur fortgeschrittenen Stunde ziemlich harter Toback. Da war ich froh, den Text zum "Schwarz-auf-Weiß-getrost-nach-Hause-Tragen" im Begleitbuch des Autorentreffens zu finden.

Lesung aus "Falkenfrühling"

Nach dem sehr gehaltvollen Essen im "Barfüßer" und dem bereits erwähnten halben Liter Cola begann die Lesungsrunde. Den Auftakt machten Elvira Lauscher und Jörg Neugebauer mit einem Auszug aus ihrem "Wortkunstlauf"-Programm: Einfach köstlich, die beiden. Wenn ich mal nach Ulm komme, schaue ich mir mal ein volles Programm an. Es folgten Prosatexte über eine Schachpartie, Geschlechtsverkehr, Mord, ein Treffen zweier Leute, die sich in einer Internet-Partnerbörse kennen gelernt haben, lustige und nachdenkliche Gedichte ... Da Ursula rigoros darauf achtete, dass die Autoren höchstens sieben Minuten lang lasen, warf ich kurzentschlossen mein langes Gedicht über Bord. Ich unterdrückte die Kohlensäureexplosionen, schnappte mir das Mikrofon und missachtete bewusst Titus' guten Rat, auf Barrieren wie Pulte zu verzichten: Ein mehrseitiges DIN A 4-Manuskript ist ohne Ablagefläche nicht zu bändigen, wenn man in der anderen Hand das Mikro hält. Das Umblättern hätte dann doch zu unbeholfen ausgesehen.
Das erste Kapitel von "Fakenfrühling" kam übrigens ziemlich gut an. Oliver Buslau hatte mich im Verdacht, dass ich aus einem Taschenbuch von Bastei-Lübbe vorlese ... Jedenfalls hatten die Zuhörer, die sonst nicht mit Verbesserungsvorschlägen geizten, am Text gar nichts auszusetzten. Gut. Hätte mich auch geärgert, da ich das eBook jetzt nicht mehr zurückholen kann.

Heimwärts mit einem Zug voller Harleys

Abends saß ich noch eine Weile mit dem "harten Kern" zusammen und gönnte mir eine weitere Cola - jetzt durfte ich ja wieder. Weit nach Mitternacht konnte ich dann in meinen Zug klettern, staunte noch eine Weile über den daran hängenden Autotransporter voller chromblitzender Harley Davidsons, doch dann hatte ich keine Kraft mehr zum Träumen, ich schob die Rückenlehne zurück und fiel in tiefen, tiefen Schlaf.


Hier geht's zum Bericht vom Nürnberger Autorentreffen 2010

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Nürnberger Autorentreffen 2010

80 Autoren und Leute, die es werden wollen, drei Referenten, kulinarische Überraschungen für Nicht-Süddeutsche, dazu Lesungen aus Fantasy-Romanen, Kurzgeschichten und der eigenen Lyrik-Produktion, vor allem aber viele Gespräche mit alten und neuen Freunden - das Nürnberger Autorentreffen ist inzwischen eine Tradition, und die meisten Teilnehmer sind überzeugte "Wiederholungstäter".
Für Organisatorin Ursula Schmid-Spreer, die die Zusammenkunft ins Leben gerufen hatte, war es das achte, für mich immerhin das vierte Mal, und für uns beide bestimmt nicht das letzte. Jedenfalls haben wir uns für den nächsten Himmelfahrtstag schon zum neuen Treffen in Nürnberg verabredet.

5 Kilo Kaffee halten die Autoren-Hirne wach

Ein paar Zahlen vom Vorjahrestreffen, die Ursula der Runde zur Einstimmung präsentierte: 2009 verbrauchten die Gäste 40 Liter Apfelsaft, 50 Liter Wasser und 20 Liter diverse andere Säfte, 5 Kilo Kaffee, 102 Teebeutel und 7 Liter Milch. Komisch, ich hatte die Tage niemals als Autorenbesäufnisse wahrgenommen. Diesmal aber gab es sogar ein Gläschen Sekt. Die verbrauchten Liter-Mengen konnte Ursula am Tagesende zwar noch nicht angeben, aber festhalten kann man schon, dass ihr Mann Heinz - Verirrte-Autoren-Finder, Graue Eminenz des Treffens und bester Kaffeekocher der Welt - die Besucher nicht auf dem Trockenen sitzen ließ.

Oliver Pautsch erklärt das Drehbuch-Schreiben für's Bügelfernsehen

Als Referenten waren Oliver Pautsch, Titus Müller und Klaus N. Frick geladen. Am meisten neue Informationen und Entdeckungen hielt für mich naturgemäß der Vortrag von Oliver Pautsch bereit, denn mit seinem Metier, dem Drehbuchschreiben, habe ich bisher noch nichts zu tun gehabt. Gelernt habe ich unter anderem, was "Bügelfernsehen" ist: Fernsehserien für Leute, die nebenher ihre Hausarbeit erledigen. Die Dialoge müssen dabei so geschrieben werden, dass die Zuschauer nichts verpassen, auch wenn sie gerade ihre Wäsche bügeln und nicht auf den Bildschirm gucken können:
"Was bügelst du denn da gerade?"
"Ich bügele meinen blauen Pullover."
Das vielzitierte Gesetz "Show, don't tell" gilt für das Bügelfernsehen also gerade nicht.

Ein Kasten Bier von der guten Fee

Pautsch brachte eine Kurzgeschichte mit und zeigte uns einen Kurzfilm, der daraus entstanden ist: Der Film "Ein einfacher Auftrag", der mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet wurde, erzählt von einer Fee, die einem Bauarbeiter drei Wünsche erfüllen soll, und von seinem schlichten Herzenswunsch nach einem Kasten Bier ... Wenn man erst die Geschichte mit ihren detaillierten Beschreibungen gehört hat, fällt beim Betrachten des Filmes vor allem die fast unendlich lange Stille auf: Eine Fee landet, sie schaut sich um, ein Blick auf das Haus, das versiffte Innere, der Garten, der Weg, ein langsam heranwankender Mann mit Zementeimer, tiefe Schlucke aus der Bierflasche - bis die beiden Akteure zu reden beginnen, vergeht eine halbe Ewigkeit.
Was mir noch im Ohr geblieben ist:
- "Wenn Sie als Autor arbeiten wollen, dürfen Sie sich für nichts zu schade sein." Pautsch schrieb zum Beispiel auch Quizfragen und Soaps ("Schlimm ist: Man muss sie sich auch anschauen.")
- "... dass von zehn Stoffen nur einer gemacht wird." Und bis gedreht wird, dauert es drei bis fünf Jahre.
- Wichtig (wie auch in anderen Gebieten): Aufbau und Pflege eines Netzwerks
- Die Wertschätzung, die ein Autor beim Film erhält, ist offenbar nicht allzu hoch. Pautsch: "Man ist nichts anderes als eine lebende Schreibmaschine."
- Was der Autor als (erstes) Drehbuch abliefert, bleibt garantiert nicht so: "Viele Autoren sagen, nicht das Schreiben ist der wichtigste Teil, sondern das Ändern."
- Der Tipp: Wer Filmstoffe unterbringen möchte, findet an den Filmhochschulen unter den angehenden Absolventen dankbare Abnehmer.

Titus Müller über Szenen - die Bausteine des Romans

Titus Müller, der gewissermaßen zum "lebenden Inventar" des Autorentreffens gehört, sprach über das Thema "Szenen im Roman". Er riet den Autoren zum "Eintauchen in die Szene" und erzählte über seine Sammlung von Alltagsbeobachtungen, die er regelmäßig notiert, eine umfangreiche Stoffsammlung für Romanszenen. Ich glaube, die Luft wurde etwas dünner im Raum, als Titus die Frage aufwarf: "Wie fühlen sich eigentlich Zahnschmerzen an?" Unvergesslich wird den meisten Teilnehmern der Blutegelzüchter sein, den er als Beispiel für einen ungewöhnlichen Protagonisten vorstellte (ein Auszug aus einem Beitrag eines seiner Seminarteilnehmer).
Für jede Szene müsse sich der Autor drei Fragen stellen:
- Wer will was?
- Was passiert, wenn er es nicht bekommt?
- Warum jetzt?

Der Cliffhanger vor der Werbepause

Cliffhanger sind ein weiterer wichtiger Bestandteil von Szenen. "Wenn der Henker sein Beil hebt - dann kann ich mir Zeit lassen." (Bah, watt hat so'n Autor für 'ne fiese Charakter.) Wer wissen will, wie ein Cliffhanger funktioniert, sollte einfach mal ins bereits vorgestellte "Bügelfernsehen" schauen: "Vor der Werbepause wird garantiert irgendeine Frage aufgeworfen, die der Zuschauer unbedingt beantwortet haben will."
Und noch ein Ratschlag: Der Held sollte aktiv sein. Ein Protagonist, dem nur sehr viel Unheil zustößt, ist kaum geeignet, den Leser zu fesseln. "Wenn der Held zu viel denkt und zu viel weint, überlegt nochmal, ob der Plot gut ist."

Klaus N. Frick stellt das Genre Fantasy vor

Klaus N. Frick sprach über das Thema Fantasy. Er gab zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte der phantastischen Literatur und die Sub-Genres der Fantasy. Anschließend berichtete er von der Fantasy-Serie "Elfenzeit" und von der schwierigen Suche nach guten Autoren.
Sehr hilfreich und ausführlich ist seine kommentierte Liste der Verlage, die Fantasy herausbringen. Die werde ich wohl mal abarbeiten.
Weitere Tipps für Autoren:
- Networking (s.o.)
- "Sammeln Sie Erfahrungen in kleineren Verlagen. Machen Sie sich einen Namen."
- Finger weg von Druckkostenzuschuss-Verlagen.
- "Fantasy-Leser haben es gern dick. Wenn Sie als Fantasy-Autor Geld verdienen möchten, schreiben Sie alles - aber nicht unter einer Million Anschläge."
- "Schreiben Sie Ihr eigenes Ding." (Jau.)

Lesung aus Movenna - und ein mitreißender Wortkunstlauf

Nach dem Abendessen im "O'Sheas" trafen sich die besonders hartgesottenen Teilnehmer zur letzten Runde: Wer mochte, hatte jetzt die Gelegenheit, aus eigenen Texten vorzulesen und sich sachkundige Kritik abzuholen.
Ich habe lange geschwankt, ob ich aus der "Darthula" oder aus dem dritten Movenna-Buch vorlesen sollte. Geraten hatten mir alle zur bereits erschienenen Darthula, aber schließlich warf ich doch lieber den Anfang von "Der Fels der schwarzen Götter" in die Runde. Es hat sich auch gelohnt, immerhin kann ich die Macken, die meine Zuhörer gefunden haben, jetzt noch vor dem Druck rausnehmen.
Besonders beeindruckend fand ich die abschließende Darbietung von Elvira Lauscher und Jörg Neugebauer. Das Ulmer/Neu-Ulmer Duo mit dem Namen "Wortkunstlauf" kannte ich schon von zwei CDs, die mir Elvira geschickt hatte, aber live sind die beiden noch toller.

So klingt die Liebe zum FC Nürnberg

Die letzten Mohikaner saßen noch bis gegen 23 Uhr im Literaturcafé zusammen. Mit einer großen Portion Neid auf alle, die noch ein Hotelzimmer bekommen hatten, schlurfte ich danach zum Bahnhof, krabbelte in den ICE nach Hannover, rollte mich zwischen ein paar Polizisten zum Schlafen zusammen und lernte wenig später den FC Nürnberg hassen. Offenbar waren die vielen Uniformierten nicht ohne Grund in den Bahnhof eingefallen.
Die Fußballfans waren jedoch nicht auf Randale aus, im Gegenteil, nach dem gewonnenen Spiel plauderten sie aufgeräumt mit zwei hübschen Polizistinnen - und kamen dann auf die geniale Idee, den Ladys etwas vorzusingen. Dabei beließen sie es nicht bei gesungenen Liebeserklärungen an ihren Verein, sie sangen vom Edelweiß und hohen Tannen und verstiegen sich in herzzerreißende Klagen um die verlorene Heimat im wunderschönen Riesengebirge.
Das Lied vom Rübezahl hat mich noch im Schlaf verfolgt, als die Sänger schon längst ausgestiegen waren. Ob die Polizistinnen den Gesang oder mein bald danach einsetzendes, allseits gefürchtetes Schnarchen mehr genossen haben, darüber mag ich nicht spekulieren. Doch als ich um 6.20 Uhr steifgefroren aus dem Zug kletterte (ich hätte die Bahn wegen der abgestellten Heizung eigentlich bei den Polizistinnen anzeigen sollen, das war fahrlässige Körperverletzung), spukte mir der alte Rübezahl noch immer im Kopf herum, und noch während ich dies hier tippe, singe ich immer wieder laut und falsch mit entzündetem Husten-Hals vom Rübezahl und seinen Zwär-her-gen.
Ich habe viel gelernt in Nürnberg.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Vorschau: Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
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eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
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Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Erhältlich als EPUB oder für den Amazon-Kindle

Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Nächste Lesungen / Termine

Mittwoch, 30. Juli: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Montag, 11. August: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke". Ferienpassaktion des Fördervereins Rudolf von Bennigsen. RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen (Springe). 16 bis 18 Uhr.

Dienstag, 19. August: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 2. September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.

Donnerstag, 25.September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 3. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 22. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 5. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 28. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 30. Dezember: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

Seite der Nestis-Serie:
www.nestis.net

Termine der Hildesheimlichen Autoren

Juli

Mittwoch, 30. Juli: Altje Hornburg und Petra Hartmann lesen in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Beginn: 19 Uhr.


August

Dienstag, 12. August: Mitgliederversammlung, Gewölbekeller des Knochenhauer Amtshauses. Beginn: 18 Uhr
Samstag, 16. August: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.


September

Dienstag, 2. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.
Samstag, 20. September: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.
Donnerstag, 25. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.


Oktober

Dienstag, 21. Oktober: "Albertus Magnus und der Dominikanerorden". Mit Uta Jakobi, Marlene Wieland, Eckehard Haase und Peter Hereld. Im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.


November

Dienstag, 4. November: Elviera Kensche und Sonja Klima lesen aus "So'n Schiet aber auch". Im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, voraussichtlich 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.


Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

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