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Ulrich Wißmann: Wer die Geister stört

Frank Begay ist wieder da: Der Navaho-Cop ermittelt in Ulrich Wißmanns Thriller "Wer die Geister stört" im Apachen-Reservat am Mount Graham. Nach "Skalpjagd" ist es bereits der zweite Mordfall, den der Angehörige der Navaho-Stammespolizei aufzuklären hat.
Ein Geologe wird am heiligen Berg der Apachen tot aufgefunden. Der Mann stand in Diensten eines internationalen Konsortiums, das auf dem Mount Graham eine Teleskopanlage zur Erforschung des Weltraums betreibt. Sehr zum Ärger der traditionellen Apachen, für die der Berg ein Zentrum ihrer Religion ist. Zumal die Anlage ausgerechnet vom Vatikan mitfinanziert wird, der sich davon offenbar die endgültige Zerstörung der Apachenreligion verspricht.

Wer hat Interesse am Tod des Geologen?

Unklar ist allerdings, wer ein Interesse am Tod des Geologen hatte. Die Gegner der Anlage, auf deren Lohnliste er stand? Oder doch die Betreiber selbst, weil der Mann unbequem wurde? Die Ermittlungen Frank Begays und des weißen Sheriffs Lawson ergeben, dass der Tote anscheinend etwas über den Mount Graham wusste, was Teleskop-Befürwortern oder -Gegnern im Kampf um den heiligen Berg nützlich sein könnte.

Frank Begay ist ein überzeugender Charakter

Der spirituell und traditionell geprägte indianische Ermittler Begay ist ein überzeugender, authentisch wirkender Charakter. Sein Ermittlungsstil, der von Respekt gegenüber seinen Gesprächspartnern und von seinem großen ethnologischen Fachwissen geprägt ist, hebt sich wohltuend vom Auftreten mancher anderer Krimi-Cops ab. Wie bereits im ersten Fall erweist sich der Navaho als glaubwürdiger und sympathischer Handlungsträger, an desen Seite man gern mitermittelt.

Ulrich Wißmann schildert einprägsam die Welt der Apachen

Auch ist positiv hervorzuheben, dass der Autor Ulrich Wissmann sich seit dem ersten Begay-Krimi sehr stark weiterentwickelt hat. Die Dialoge wirken weniger steif, sind insgesamt lebendiger ausgefallen und klingen nicht mehr nach Ethnologie-Referaten. Sehr einprägsam wird das Apachen-Milieu vor dem Auge des Lesers lebendig, und man kann zusammen mit Begay eintauchen in eine fremde, anschauliche Welt. Dabei scheinen sich Begay und sein Autor in der Welt der Apachen deutlich mehr zu Hause zu fühlen als zuvor in der Lakota-Reservation. Das hier ausgebreitete Fachwissen wirkt deutlich weniger angelesen als in "Skalpjagd".

Spurensuche und Kulturverständnis

Als "Thriller" sollte man den Roman eher nicht bezeichnen. Trotz des Showdowns mit Schießerei und Kampf auf Leben und Tod ist die Handlung doch zuvor über weite Strecken eher ruhig und gemächlich (nicht langweilig!). Es geht um Spurensuche, um das Verstehen einer Kultur und das Nachvollziehen der Geschichte des Apachenvolkes; das ist nicht unbedigt thrillerhaft. Auch als Krimi sollte man das Buch nicht lesen, dazu ist die spirituelle, sich detektivischer Logik entziehende Ebene zu stark und zu wichtig für die schließliche Rettung des Helden. Aber ein spannender und kluger Roman ist es allemal.

Fazit: Gelungener Roman über das Zusammentreffen von Navaho- und Apache-Kultur mit einigen Seitenhieben auf die katholische Kirche und ihren Umgang mit Naturreligionen. Sachkundig und spannend geschrieben. Lesenswert.


Ulrich Wißmann: Wer die Geister stört. Mord am heiligen Berg der Apachen. Hohenthann: TraumFänger Verlag, 2012. 200 S., Euro 16,50.


Weiterer Roman von Ulrich Wißmann:
Skalpjagd

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Guy Boothby: Das Experiment des Doctor Nikola

Ewiges Leben, ewige Jugend: Doctor Nikola ist auf der Spur eines der größten Rätsel der Menschheit. In "Das Experiment des Doctor Nikola" lässt der Autor Guy Boothby seinen sinistren Wissenschaftler einen riskanten Versuch unternehmen. Ein 98-Jähriger ist sein Versuchskaninchen ...
Das neue Abenteuer Nikolas wird erzählt aus der Perspektive eines ausgebildeten Arztes. Ähnlich wie Wilfred Bruce, der Begleiter Nikolas im chinesischen Abenteuer "Die Expedition des Doctor Nikola", ist dieser Douglas Ingleby eine gestrandete Existenz, qualifiziert, gebildet und mit ausgezeichneten Kenntnissen auf seinem Gebiet, ähnlich wie Bruce auch ein Mensch in existenzbedrohender finanzieller Not. Aber dieser Mediziner hat nichts von dem Format des zupackenden Weltenbummlers Bruce, der sich zusammen mit Nikola als nahezu gleichberechtigter Partner in die Gefahren einer Expedition stürzt und den Naturgewalten und den chinesischen Mördern, Banditen und Mönchen trotzen kann. Er hat auch wenig gemein mit dem schlichten aber redlichen Australier Hatteras, der zum unfreiwilligen Gegenspieler Nikolas im ersten Teil, "Die Rache des Doctor Nikola", wurde. Ingleby ist eine relativ schwache Persönlichkeit, ein befristet Angestellter, der Nikola mit einer gewissen Ergebenheit folgt, weil er für den Assistentenjob bezahlt wird. Einen Kinnhaken oder gar eine richtige Schlägerei mit Nikolas Feinden würde man diesem Mediziner sicher nicht abkaufen. Aber dazu ist er auch nicht gemacht.

Doctor Nikola auf der Suche nach der ewigen Jugend

Die Ereignisse des dritten Nikola-Romans setzen dort an, wo der zweite Band endete: Nikola hat sich in den Besitz gewisser Geheimnisse eines chinesischen Klosters gesetzt, besitzt nun einen Großteil des Wissens, dessen man bedarf, um einen steinalten Menschen zu verjüngen, und möchte nun die Probe aufs Exempel machen. Es ist nicht sein erster Versuch. Berichtet wird von einigen fehlgeschlagenen Experimenten, vermutlich verschuldet von ungeeigneten Helfern des Wissenschaftlers.
Nun soll Ingleby den Part des Assistenten übernehmen. Er steht einer jungen, hübschen Frau bei der Überführung ihres 98-jährigen Großvaters zu Nikolas Schloss bei, begleitet beide auf einer Seereise und assistiert Nikola bei seiner mehrere Wochen währenden Behandlung. Aber auch Ingleby erweist sich nicht unbedingt als ein Muster an Zuverlässigkeit, gleich zweimal missachtet er die Anweisungen Nikolas, verpasst dem Patienten eine Überdosis an Medikamenten, kostbare Mittelchen, die er sich später sogar stehlen lässt, versäumt einmal gar die Überwachung der Instrumente und gefährdet das gesamte Experiment. Dennoch ist es am Ende nicht Inglebys Schuld, dass Nikolas Behandlung auf entsetzliche Weise fehlschlägt.

Zwischen chinesischer Tradition und Apparatemedizin

Dabei beschreibt Boothby Nikolas Vorgehen nicht unbedingt als der "traditionellen chinesischen Medizin" verwandt, eher schildert er die Behandlung als hochwissenschaftlich und technikorientiert und auf der Höhe seiner Zeit: Zwar benutzt er uralte Geheimnisse aus einem uralten Lamakloster, doch spielt auch die Elektrizität eine sehr wichtige Rolle, und die Maschinen, die am Bett des Patienten stehen und Strom durch den Körper des alten Mannes fließen lassen, lassen den Leser einen Blick in die Frühzeit der Apparatemedizin tun.

Chinesischer Killer schleicht ums Schloss

Ein geheimnisvoller chinesischer Killer, der ums Schloss schleicht und auf die Gelegenheit zum Zuschlagen wartet, die Kulisse des Schlosses am Meer, die seltsame Menagerie aus Behinderten, die Nikola dort hält (Versuchskaninchen? Gescheiterte Experimente?), und die wunderschöne Enkelin des Patienten, die für die schrillen Angstschreie und die nötige Romantik gebraucht wird, geben dem Roman eine typische Gruselroman-Atmosphäre im "victorianischen" Ambiente.
Erneut zieht Boothby alle Register seiner Erzähkunst und hält den Leser über rund 130 Seiten in Atem. Die Geschichte ist schnell und spannend erzählt und lässt sich nicht wieder aus der Hand legen, bis das letzte Kapitel zu Ende ist. Vielleicht keine ganz große Literatur, aber gute Unterhaltung und Spannung für ein paar Stunden, auf jeden Fall ein Roman, der an keiner Stelle langweilig ist und den Leser nicht wieder loslässt.

Kurzgeschichte von Guy Newell Boothby als Beigabe

Etwas schwach dagegen wirkt die Beigabe am Ende des Buches: Die Kurzgeschichte "Eine Geschichte in Ägypten", die dem recht kurzen Nikola-Abenteuer vermutlich als Füller angehängt ist, ist sicher keiner Sternstunde in Boothbys Erzählunst entsprungen. Die Story handelt von einer jungen Engländerin in Ägypten, die sich als die Wiedergeburt einer antiken Ägypterin entpuppt. Die Geschichte ist ein klassischer Novellenstoff, doch auf eine eher pennälerhafte Weise erzählt, sie hat einen unbeholfenen, geschraubten Satzbau voller Realtivsätze, eine nicht eben originelle Pointe und einen übermotivierten auktorialen Erzähler, der sich in Schwafeleien und überflüssigen Erklärungen ergeht, anstatt Handlung zu bringen.

Vorwort mit Infos zu "The Lust of Hate"

Sehr gelungen und informativ dagegen ist das kurze Vorwort des Übersetzers Michael Böhnhardt, der ein wenig zum Hintergrund der Serie erzählt und vor allem darüber aufklärt, was in dem "fünften Doctor Nikola-Band" passiert: "The Lust of Hate" ist nicht Teil der im Wurdack Verlag erscheinenden Nikola-Reihe, da Nikola hier nur eine Nebenrolle spielt. Böhnhardt verrät, was in dem Roman vor sich geht und warum der Nikola-Leser auf diesen Band durchaus verzichten kann. Vielleicht wäre es für das Buch besser gewesen, die Kurzgeschichte wegzulassen und stattdessen ein etwas umfangreicheres Vorwort oder weitere Informationen zu Boothby und seinem Werk zu bringen.


Fazit: Ein spannender Abenteuerroman mit einem Schuss Grusel, schnell, gut erzählt und ausgesprochen eingängig. Lesenswert.

Guy Newell Boothby: Das Experiment des Doctor Nikola. Nittendorf: Wurdack Verlag, 2011. 158 S., Euro 11,95.

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Markus Brause: Die Wassertropfen Methode

Wasser - ein ganz besonderer Stoff steht im Mittelpunkt eines ungewöhnlichen Romans von Markus Brause. "Die Wassertropfen Methode" ist ein philosophisch-physikalisches, politisch-soziologisches Stück Literatur, irgendwo auf der Grenze zwischen Science Ficition, Krimi und einer Generalabrechnung darüber, was alles mit der Menschheit schief läuft.
Der Journalist Samuel Baxter ist davon überzeugt, dass Wasser eine faszinierende Angelegenheit ist. Doch als seine Freundin Sandra und ihr Arbeitgeber, der Forscher Professor Tati Weresim, ihn in ihr Geheimprojekt einweihen, kann er kaum glauben, was er erlebt. "Gravimetrisches Wasser" soll der Menschheit die Fähigkeit verleihen, sich ohne Zeitverlust von einem Punkt zum anderen zu bewegen. Es ist nicht direkt Teleportation, eher die Methode, mit der sich Lachse einen Wasserfall aufwärts bewegen, eine Ausnutzung der physikalischen Eigenschaften eines Wassertropfens, wie Weresim erläutert. Er lädt Baxter auf eine Reise durch die Welt ein. Ob auf Cocaplantagen in den Anden oder auf chinesischen Reisfeldern, ob in Tokyo, an der Wallstreet, auf der Akropolis oder in finnischen und deutschen Klassenzimmern, überall lernt Baxter Lektionen über Macht und Ohnmacht, Freiheit, Informationshoheit und Quellenfälschung, über den Wert des Lebens und die Art, wie Menschen miteinander umgehen.

Die Wassertropfen Methode - eine Herausforderung für BKA und BND

Viel Elend könnte die Wassertropfen Methode lindern, viel Aufklärung schaffen, doch in den falschen Händen sei seine Erfindung eine gefährliche Sache, begründet Weresim seine Informationsreisen mit dem gravimetrischen Wasser. Und Vorsicht ist tatsächlich geboten. Denn schon hat sich eine kleine Beamtin des Umweltministeriums an die Fersen des Trios geheftet, die mit der Entdeckung der gefährlichen Waffe ihrer Karriere endlich den nötigen Auftrieb verschaffen möchte. Und Lisa Filth ist selbst nicht ganz waffenlos: Ihr Anblick bringt den Hormonspiegel aller Männer zum Überkochen, sodass Innenministerium, BKA, BND und ein CIA-Satellitenfachmann sich auf die Jagd nach dem Professor machen. Beschattungsteams, Rasterfahndung und Satellitenbilder auf der einen Seite, ein kleiner blauer Wassertropfen auf der anderen, die Waffen sind denkbar ungleich verteilt ...

Ein spannendes und zugleich kluges Buch

"Die Wassertropfen Methode" ist ein sehr spannendes und zugleich sehr kluges Buch. Der Verfasser versteht es zu schreiben und hat einen scharfen Blick für Zusammenhänge, politische und wirtschaftliche Fehler, für die Machtpolitik großer Konzerne, für Gier, menschliches Elend und seine Ursachen. Das Buch zeigt ein buntes, kaleidoskopartiges Bild der Welt mit den Schattenseiten der armen und der reichen Länder gleichermaßen. Durch die eingeschobenen Kapitel aus Sicht der "Verfolger" bleibt das Buch spannend, sodass der Leser nicht nur die "gutmenschlichen" Belehrungen Weresims an Baxter, sondern auch eine detailreiche Großfahndung nach den ahnungslosen Reisenden miterlebt. Die Zeichnung der Personen fiel vielleicht nicht allzu intensiv aus: ein gütiger, weiser Professor, eine durchtriebene Karrierefrau, die ihre Reize zur beinahe tödlichen Waffe macht, ein paar hochqualifizierte und dennoch ihren Trieben hilflos ausgelieferte Männer. Und der junge Journalist mit seiner guten und klugen Freundin. Doch dies ist nicht unbedingt ein Nachteil, da im Vordergrund eindeutig die Weltprobleme und auf Seiten der Verfolger die Kriminaltechnik stehen.

Markus Brause will zu viel auf einmal

Einziges Manko des Buches, das von seinem hohen Tempo, den raschen Schnitten und den kurzen Kapiteln mit vielen Ortswechseln lebt: Der Verfasser will zu viel auf einmal. Vielleicht wäre die Botschaft noch etwas intensiver herübergekommen, wenn er sich auf die Hälfte der Schauplätze beschränkt und dafür die jeweilige Situation ausführlicher, mit mehr Hintergrund-Informationen und mehr Identifikations-Potential geschildert hätte. So geht vieles von diesen durchaus zu längerem Nachdenken anregenden Informationen im schnellen Durchrauschen des Reisefilms verloren.

Fazit: Ein spannender und engagierter Roman, einfallsreich und mit hohem Tempo geschrieben und sehr gut lesbar. Lesenswert.

Markus Brause: Die Wassertropfen Methode. Roman. Berlin: Zlotopol Verlag, 2010. 302 S., Euro 9,80.

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Frank Lauenroth: Boston Run

42 Kilometer laufen, ohne auch nur aus der Puste zu kommen: Für Marathonläufer Brian Harding kein Problem dank eines rafinierten Dopingmittels - doch der amerikanische Geheimdienst ist hinter ihm her und will die Formel. "Boston Run" von Frank Lauenroth hat alles, was ein Marathon-Thriller braucht: Tempo, Action und eine perfekt komponierte Verfolgungsjagd ...

Mit einer Superdroge zum Boston-Marathon

"Boston Run" ist die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Helden: Christopher Johnson, ursprünglich patriotisches Genie in den Diensten des US-Geheimdienstes NSA, von seinen Vorgesetzten enttäuscht und von der Erinnerung an seine verstorbene Frau gequält. Und Brian Harding, ein Sportler, der auch ohne das Superserum begeisterter Marathonsportler ist, aber nie mehr als durchschnittliche Leistungen bringen wird, nicht dumm, aber doch ein williges Werkzeug in den Händen Christophers, dummerweise völlig unfähig, sich unter dem Einfluss des Dopingmittels selbst zu kontrollieren. Die Droge lässt nur noch einen einzigen Gedanken in seinem Gehirn zu: "Laufen, laufen, laufen."

Dopingmittel verschwindet am Ziel

Eigentlich hätte Chris die Droge, die einen Agenten zum Superathleten macht, vor Jahren für die NSA entwickeln sollen. Doch erst jetzt, Jahre nach seinem Bruch mit der Organisation, ist die Formel perfekt. Das Dopingmittel baut sich während des Laufes im Körper ab und ist nach Brians Zieleinlauf nicht mehr nachzuweisen. Für die ehrgeizige Rachel Parker und das ihr unterstellte NSA-Team gibt es nur eine Chance: Der Läufer mit der Nummer 368 muss gestoppt werden - und für eine Blutprobe von ihm, das merken die Agenten bald, wird ihre Chefin notfalls über Leichen gehen.

Temporeicher Thriller mit Journalisten und Scharfschützen

"Boston Run" ist ein ausgesprochen temporeich geschriebener Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, bis die letzte Seite erreicht ist. Frank Lauenroth schafft es, den Leser in genau die Atemlosigkeit zu versetzen, die Brian dank der Droge nicht kennt. Angriffe während des Laufes, Attacken von als Kamerateam getarnten Geheimdienstlern, Scharfschützen, die Jagd auf seinen Partner Chris, der den ehemaligen Kollegen dann doch eine Nasenlänge voraus ist, und die nur schwer zu bezähmende Laufwut, die jedes rationale Einteilen der geliehenen Kräfte unmöglich macht, lassen an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Auch die Moderation des Journalistenduos von Channel Five sorgt für zusätzliches Tempo und verleiht dem Roman das authentische Sprachcolorit eines medialen Großereignisses.
Gelungen sind auch die Detailschilderungen von Besonderheiten der Strecke, etwa des "berühmt-berüchtigten Screech-Tunnels" am Wellesley-College oder des "Heartbreak Hill". Man spürt, dass hier ein Autor schreibt, der sich mit dem Marathonlaufen auskennt und sich über den Lauf in Boston zumindest theoretisch gut informiert hat.
Einziges Manko ist die lange monologische Erklärung einer der Hauptfiguren am Schluss, dass dann doch alles ganz anders war, als es den Anschein hatte, und dass - Hokuspokus - ein guter Plan aufging. Ein Ärgernis, das der Thriller aber mit vielen Werken dieses Genres teilt, und viele Leser werden es wohl mögen. Zumindest ist die Überraschung gelungen und die Auflösung unerwartet.

Fazit: Gut gemachter Thriller voller Action in einer ungewöhnlichen Umgebung. Eine faszinierende Idee, die nicht nur Sportfans fesselt. Lesenswert.


Frank Lauenroth: Boston Run. Der Marathon-Thriller. Betzenstein: Sportwelt Verlag, 2010. 224 S., Euro 8,95.

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Killer, Köter, Kleinstadtpaten

"Killer, Köter, Kleinstadtpaten" ist eine Krimi-Anthologie, die es in sich hat. Das Buch ist bereits der zweite Streich des "SEK Mordlust", des kriminellen Zweigs der Autorengruppe "Geschichtenweber". Das SEK hatte bereits 2008 mit der Krimisammlung "Mord in jeder Beziehung" die literarische Landschaft unsicher gemacht.

Morde, Subventionsbetrug und Hunde-Napping

Das vorliegende Buch enthält acht Krimis von jeweils rund 20 Seiten Umfang. Darunter sind hauptsächlich Morde, doch geht es - nebenbei - auch um Straftaten wie Subventionsbetrug, Ordnungswidrigkeiten wie das Betreiben von Raucher-Clubkneipen ohne Kontrolle der Mitgliedschaft, um Drogenhandel und um Hunde-Napping. Dem Leser begegnen Komissare und Killer im "hard-boiled"-Stil, ungeschickte Möchtegern-Detektive, Karrieristen aus Polizei und Staatsanwaltschaft und mehr oder minder erfolgreiche Krimischriftsteller. Da finden sich Leichen im Badesee, polnische Taucher, die Linedance üben, und junge Wissenschaftler, die Zigaretten ohne Rauch entwickeln wollen. Es gibt Infos über aerobe Filtersysteme, die Arbeit der Gerichtsmediziner und darüber, welche strafrechtlichen Vorteile ein Hundentführer gegenüber einem Menschenentführer hat.

Autor Severin Erasmus Krieger verfasst Bestseller "Mordlust"

Verbindendes Element der acht Geschichten ist der Autor "Severin Erasmus Krieger", seines Zeichens Bestsellerautor und Verfasser unter anderem eines Krimis namens "Mordlust", eine Nebenfigur, die in jedem Krimi an irgend einer Stelle kurz in einem Absatz eingeflochten ist. Einmal taucht er gar "live" auf, als er in Flensburg eine Lesung hat, alles in allem scheint er jedoch kein besonders liebenswerter Zeitgenosse zu sein.

Ideenreiche Mordgeschichten mit Augenzwinkern ...

Die Kurzkrimis sind alle gekonnt geschrieben, erfreuen durch Ideenreichtum und Humor und lassen sich sehr gut lesen. Trotz des Genres sind es weniger reißerische Mordgeschichten, sondern eher kleine Kunstwerke, die sich auf interessante Personenkonstellationen und ungewöhnliche Details fokussieren und den Leser mit einem Augenzwinkern verabschieden. Da gibt es kenntnisreiche Schilderungen aus dem Alltag eines Hundefriseurs oder über die Funktionsweise eines Wasserfilters, und man erlebt mit, was passiert, wenn ein überarbeiteter Inspektor an seinem freien Wochenende zu einem Tatort gerufen wird und seinen Sohn mitbringen muss.

... aber keine Lokalkrimis

Das einzige Manko der Sammlung ist nicht der literarischen Qualität als vielmehr der Selbst-Vermarktung der Autorengruppe geschuldet: Das Buch bemüht sich demonstrativ, auf dem Erfolgsticket des Lokalkrimis zu fahren - ein Fahrschein, der dieser Anthologie jedoch beim besten Willen nicht ausgestellt werden kann.
Zwar heißt es im Klappentext: "Frei nach dem Motto 'Warum in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah?' haben sich acht Krimiautorinnen und -autoren in ihren Heimatstädten auf die Suche nach dem Verbrechen begeben", zwar ist im Untertitel jeder Geschichte die Stadt angegeben, in der sich der Fall angeblich ereignen soll - doch letztlich bleiben alle Tatorte austauschbar.
Einzig Torsten Scheib, der in seinem Ludwigshafen-Krimi "Trophäensammler" einen Auftragskiller auf der Fahrt vom Flughafen Mannheim zu einer Villa in Ludwigshafen schildert, nimmt sich eine Seite Platz und nennt ein paar Ortsangaben, während sich sein Killer vom Navigationssystem durch die Stadt lotsen lässt, oder schildert die Ludwigshafener Pegeluhr.
Abgesehen davon ist ausgerechnet der Ginsberg-Krimi von Andreas Zwengel die Story, die am meisten den Anschein von Lokalkolorit erweckt - aber Ginsberg, ein Dorf im Mittelhessischen, ist der einzige fiktive Ort des ganzen Sammlung.
Es reicht nicht, dass in "Tod im Badesee" ein paarmal gesagt wird, es handele sich um einen See in der Nähe von Wien - die Geschichte hätte genau so gut am Salzgittersee oder am Steinhuder Meer spielen können. Die Leute hätten doch zumindest ein wenig Dialekt reden können ...! Der "Berlin-Krimi" hat zwar etwas Filmstudio-Milieu als Hintergrund - aber es hätten auch gut die Bavaria Filmstudios sein können und nicht die Babelsberger, in denen der Filmstar-Hund arbeitet.
Und der Flensburg-Krimi könnte im Prinzip in jeder Stadt beheimatet sein, in der man Büros mieten kann. Wenigstens werden hier die Straßennamen einer Haltestelle und zweier Buchhandlungen genannt. Aber warum muss die Heldin ihren neuen Job denn in einem simplen "Tageblatt" finden, wenn man das Kind auch beim Namen nennen kann, nämlich "Flensburger Tageblatt"? Verschenkt. Und schade um das wirklich schöne Buch, das gut und gerne ohne das Lokal-Etikett lebensfähig und liebenswürdig ist.

Fazit: Gelungene Kurzkrimis mit einem Augenzwinkern. Genau das richtige für den kleinen Mordlust-Anfall zwischendurch.

SEK Mordlust: Killer, Köter, Kleinstadtpaten. Nittendorf: Wurdack Verlag, 2010. 176 S. Euro 12,95.

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Guy Boothby: Die Expedition des Doctor Nikola

Doctor Nikolas zweiter Streich: Nach dem Kampf um das geheimnisvolle China-Stäbchen in "Die Rache des Doctor Nikola" macht sich das Verbrechergenie auf nach China und Tibet. Es winkt nichts Geringeres als das Geheimnis des ewigen Lebens.
Der Abenteuerroman von Guy Newell Boothby ist erneut aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschrieben. Diesmal ist es jedoch nicht ein Gegner Nikolas, der versehentlich die Pläne des Superschurken durchkreuzt, sondern ein von Nikola selbst angeheuerter Abenteurer, der die Geschichte erzählt, eine gestrandete Existenz mit einem leeren Geldbeutel, aber sehr guten Kenntnissen über China. So ist dieser Erzähler auch wesentlich besser informiert als der Australier Hatteras, der über weite Strecken völlig im Dunkeln tappte und immer nur auf Nikolas nächsten Schritt reagieren konnte.

Ein gestrandeter Abenteurer als Partner des Doctor Nikola

Wilfred Bruce wird von verschiedenen guten Freunden gewarnt, in Nikolas Dienste zu treten. Doch die drohende Zimmerrechnung und die nicht eben zimperlichen Methoden der Behörden in Schanghai lassen ihn schnell auf das Angebot eingehen. Verkleidet als Chinesen machen sich die beiden Männer auf den Weg ins chinesische Inland, Nikolas Stäbchen dient ihnen dabei als Ausweis, das sie ihnen schließlich auch Zutritt verschafft zum abgelegenen Tempel einer geheimnisumwitterten und gefährlichen Sekte ...

Superschurke als verlässlicher Partner

Nikola macht gegenüber dem ersten Band eine erstaunliche Wandlung durch, bzw. er offenbart völlig neue Seiten seiner Persönlichkeit: War er zuvor über weite Strecken der Geschichte nur ein unheimlicher, mächtiger Drahtzieher im Hintergrund mit einem weltumspannenden Netz an Gehilfen, so tritt er jetzt als eine der beiden Hauptfiguren auf. Mehr noch: In der Partnerschaft mit Wilfred Bruce erleben wir ihn nicht mehr als den eiskalten Verbrecher, der über Leichen geht und seine Handlanger sofort fallenlässt, wenn sie ihm nicht mehr von Nutzen sind. Im Gegenteil, Nikola und Bruce verhalten sich untereinander wie Gentlemen auf einer Abenteuerreise, die sich gegenseitig das Leben retten und sich auch in brenzligen Situationen nicht im Stich lassen. So wird Bruce zum nahezu gleichberechtigten Partner, zwar vielleicht nicht umbedingt wie ein Blutsbruder an der Seite Old Shatterhands, aber deutlich mehr als ein Anhängsel des Helden, das aus der Doktor-Watson-Perspektive von dem Abenteuer berichtet.

Guy Newell Boothby schreibt spannend und zieht den Leser in seinen Bann

Der Roman ist durchgehend spannend geschrieben, lässt sich flüssig lesen und hält den Leser in seinem Bann bis zur letzten Seite. Ein guter alter Abenteuerroman aus der Zeit, als man Land und Leute noch nicht über Wikipedia, sondern durch Reiseschriftsteller kennen lernte.

Fazit: Noch spannender als der erste Teil. Unbedingt lesenswert.


Guy Newell Boothby: Die Expedition des Doctor Nikola. Nittendorf: Wurdack Verlag, 2010. 214 S., Euro 13,95.

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Die drei ? ? ?: Die geheime Treppe

Eine Entführung, ein geheimer Orden, ein Schatz und eine Universität mit einem verborgenen Raum: Der 138. Fall der drei Detektive widmet sich der Erforschung einer freimaurer-ähnlichen Organisation und ihrer Geheimschrift.

Justus, Bob und Peter entdecken am Strand ein Brett mit einer Landschaftsskizze und einem Hilferuf. Davy Swann, der an einer Doktorarbeit über den Orden der Löwenritter schreibt, wurde entführt. Den drei Detektiven gelingt es, Davy in einem Haus am Meer ausfindig zu machen und ihn zu befreien. Doch der Grund der Entführung bleibt unklar.
Justus vermutet, dass es mit Davys Forschungsarbeit zu tun hat: Der junge Wissenschaftler hat geheime Dokumente der Löwenritter entdeckt, einer jahrhundertealten Geheimgesellschaft, die vermutlich eine gewisse Ähnlichkeit mit den Freimaurern hat. Erschwert wird Davys Arbeit dadurch, dass alle Dokumente in der legendenumwobenen Geheimschrift der Löwenritter abgefasst sind, die bis dahin noch kein Wissenschaftler entschlüsseln konnte. Aber die Löwenritter haben natürlich nicht mit dem ersten Detektiv gerechnet ...

Spannende Erzählung um eine alte Geheimschrift

Die Geschichte um Entführungen und Entzifferungen, alte Dokumente und freiheitliche Ideale ist spannend erzählt und zieht den Hörer sofort in ihren Bann. Mit dem geheimnisvollen Universitätsgebäude und der verborgenen Treppe zum Schatz der Löwenritter hat sie genau den richtigen Schauplatz, der einem Drei-Fragezeichen-Abenteuer die richtige Würze gibt.

Löwenritter, Freimaurer und ein genialer Justus Jonas

Etwas unglaubwürdig erscheint allerdings, dass es erst eines Justus Jonas und eines Schurken bedurfte um herauszufinden, dass es sich bei der bislang nicht zu entziffernden Löwenritterschrift um exakt die gleichen Zeichen handelt, die als Geheimschrift der Freimaurer schon längst in Büchern publiziert waren. Mit was für Scheuklappen muss die Löwenritterforschung durch die Bibliotheken gewandelt sein, wenn sie nicht einmal einen Blick auf die Geheimschriften benachbarter Vereinigungen geworfen hat. Für Davys wissenschaftliche Qualifikation ist dies ein Armutszeugnis, auch wenn er sich am Ende als verantwortungsvoll und seiner verschworenen Idole würdig erweist.
Doch wer über solche Kleinigkeiten die Freude an der inneren Drei-Fragezeichen-Logik verliert, ist selber schuld.

Fazit: Spannend, geheimnisvoll, gerecht und solide gearbeitet. Eine empfehlenswerte Folge.


Die drei ? ? ? Folge 138: Die geheime Treppe. Europa/Sony Music, 2010. CD/MC Euro 6,99 Euro.

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Die drei ? ? ? - Pfad der Angst

Ein "Hörendes Auge" - diesen faszinierenden Namen trägt die Erfindung, um die der 137. Fall der drei Fragezeichen kreist. Das Hörspiel ist spannend, lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen und ist insgesamt handwerklich gut gemacht.

Justus, Peter und Bob erhalten einen Anruf von einem typischen verschrobenen Wissenschaftler. Sie sollen eine Erfindung "wiederbeschaffen", die dem Mann angeblich gestohlen wurde, und wer der Täter ist, weiß ihr Auftraggeber bereits mit absoluter Sicherheit zu sagen. Es geht um einen kleinen Metallkasten, ein "Oculus audiens", was soviel bedeutet wie "hörendes Auge". Es handelt sich um ein neuartiges Gerät zur Vorhersage von Erdbeben. Allerdings sind weder der verwirrte Klient noch dessen barscher Bruder bei den Ermittlungen sehr hilfreich. Ersterer redet stotternd, fahrig und verworren, letzterer reagiert übellaunig und aggressiv, und beide schlagen ziemlich schnell einen schier unerträglichen Kommandoton an. Trotzdem nehmen die drei Jungen den Fall an.

Oh wie klug ist Justus Jonas

Beeindruckend ist erneut die herausragende Allgemeinbildung und der Scharfsinn des Ersten Detektivs. Justus spricht immerhin nicht nur fließend Latein und kann jederzeit einen brillanten Kurzvortrag über Julius Caesar als Vater der Kryptographie aus dem Ärmel schütteln, sondern er erkennt auf den ersten Blick, dass das, was zwei Männer in einem dunklen Keller vergraben, ein Flugschreiber ist - und nicht etwa ein toter Mensch, wie Bob und Peter vermuten. Bravo.
Nicht minder beeindruckend ist auch die Gedächtnisleistung des Stadtbibliothekars, der seinen Büchertempel gar nicht aufschließen muss, sondern sogleich aus dem Gedächtnis alle Einzelheiten eines 15 Jahre zurückliegenden Flugzeugabsturzes berichten kann. Inklusive der Namen der beiden Piloten und des Details, dass der Flugschreiber nie gefunden wurde. Doppelt Bravo.

Lieber Erdbeben als Tornados

Sehr nett geriet der Dialog über die häufigen Erdbeben in Californien: "Warum können diese blöden Erdbeben nicht in Kansas sein?" - "Weil wir dann die Tornados hätten." Ein kleines Stück Oz mitten im Erdbebengebiet. Und man muss ja nicht nur über Plattentektonik fachsimpeln, wenn der Boden wackelt.

"Tu's nicht, Bob!"

Insgesamt ist es eine Folge, die den Hörer sehr stark mit in die Handlung hineinzieht. "Tu's nicht, Bob!", möchte man wie in guten alten Kasperltheaterzeiten rufen, als die drei sich wider alle Vernunft zu einem Einbruchdiebstahl hinreißen lassen. Und schon vorher möchte man den Jungs einfach mal ihre Karte wegnehmen und den unseligen Leitspruch "Wir übernehmen jeden Fall" durchstreichen. So muss man den Detektiven als Zuschauer, der es besser weiß, hilflos zusehen, wie sie sich auf Dinge einlassen, die gar nicht koscher sein können. Ein geschickter Schachzug, der das Blut des Hörers ganz schön in Wallung bringt.

Dämlicher Titel

Einzig ärgerlich ist der wirklich saudämliche Titel. Da hatte man gedacht, nach der herausragenden Folge "Das versunkene Dorf", in der wirklich ein in einem Stausee liegendes Dorf die zentrale Rolle spielte, hätten es die Macher der ??? endlich gelernt und wären zu ehrlichen und dem Inhalt angemessenen Titeln zurückgekehrt. "Pfad der Angst" dagegen? Im ganzen Hörspiel kommt kein einziger Pfad vor, die drei Detektive können sich - abgesehen von einem Zwischenfall - von Bob ganz bequem zu ihren Ermittlungsorten chauffieren lassen. Und Angst? Gut, im letzten Viertel haben die drei Jungs an zwei Stellen etwas Angst, aber garantiert nicht mehr als in ihren 136 vorherigen Fällen, es reicht nicht mal für eine von Peters hysterischen Panikattacken. Warum um alles in der Welt ist niemand auf die Idee gekommen, das Stück "Das hörende Auge" zu nennen? Ein Titel, der geradezu auf dem Silbertablett serviert wird. Oder meinethalben etwas reißerischer: "Die Erde bebt". So aber fühlt man sich nicht nur leicht verarmt, man wird auch in zwei Jahren Probleme haben, die wirklich wieder-hörenswerte Folge mit dem Erdbeben im Regal wiederzufinden, weil man den Titel nicht zuordnen kann.

Fazit: Ein spannender, solider Krimi mit viel Action, nur wenig Kombinationsarbeit und schneller Handlungsführung. Eine der besseren ???-Folgen.

Die drei ??? Folge 137: Pfad der Angst. Hörspiel. Sony Music / Europa, 2010. CD / MC / MP3-Download. 77 Minuten.


Folge 138 heißt: Die geheime Treppe

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Der erste Superschurke: Doctor Nikola ist wieder da

Doctor Nikola, das ist ein Superschurke und Verbrechergenie ganz eigenen Zuschnitts. Der Bösewicht aus der Feder des Australiers Guy Newell Boothby und Ahnherr eines Dr. Mabuse oder Dr. No erblickte das Licht der literarischen Welt im Jahr 1895 und trieb in insgesamt fünf Romanen sein kriminelles Unwesen. Jetzt legt der Wurdackverlag vier der Nikola-Verbrechen in neuer Übersetzung vor.

Die Welt ist gerade groß genug ...

Den Reigen eröffnet der soeben erschienene Band „Die Rache des Doctor Nikola“. Ein Abenteuer mit weitgespanntem Handlungsbogen, der mit einer Unterredung in London beginnt, über weite Teile in Australien, auf Ozeandampfern, in England und Italien spielt und mit Nikolas Aufbruch nach China zum nächsten Abenteuer, „Die Expedition des Doctor Nikola“ (Herbst 2010) überleitet. Nikola verfügt also über einen äußerst großzügigen Aktionsradius, und die Welt scheint gerade noch groß genug für seine Pläne zu sein. Bereits in der Eingangsszene wird deutlich, wie umfangreich das Netzwerk und wie komplex seine Planungen sind: Er bestellt vier seiner Helfershelfer aus den entferntesten Weltgegenden zu einem Dinner und verteilt Aufträge, die erst im weiteren Verlauf der Handlung einen Zusammenhang ergeben.

Redlicher Australier gerät Nikola in die Quere

Interessanterweise verschwindet die Person Nikolas danach aus dem Focus des Erzählers, und die eigentliche Geschichte wird daraufhin von einem Ich-Erzähler namens Hatteras erzählt, einem braven, wohlhabenden und doch abenteuerlustigen Australier, der sich England, die Heimat seines Vaters, anschauen möchte, eine junge Dame vor Straßenräubern beschützt und dadurch ungewollt das ausgeklügelte Maschenwerk Nikolas zu stören droht.
Es handelt sich um einen Abenteuerroman, in dem Spannung und das Rätseln um Nikolas wahre Pläne im Vordergrund stehen. Die Geschichte ist getragen vom Hinterherhasten hinter einem Schurken, der seinem Verfolger immer einen Schritt voraus ist, der Leser findet klassische Motive wie Seenot, Überfälle, Gefangenschaft und scharfsinniges Kombinieren vor. Das Ganze wird zusammengehalten von der charismatischen und einschüchternden Gestalt des Doctors, der offenbar Gedanken lesen und seine Mitmenschen hypnotisieren kann, aber auch mit Giftmischereien, Drohungen und Kidnapping seinen Willen durchsetzt. Unklar bleibt allerdings das Motiv der im Titel angedeuteten "Rache". Denn letzten Endes geht es weniger um eine "Vendetta", wie der Originaltitel versprach, als vielmehr um den Besitz eines Gegenstandes, den Nikola für sein nächstes Abenteuer benötigt. Rache war allenfalls ein Nebenmotiv des Schurken und konnte daher von ihm ohne Probleme als verzichtbar fallengelassen werden.

"Atemlose Sensationsliteratur" - aus der guten, alten, betulichen Zeit

Die im Klappentext zitierte „Times“ von 1905 charakterisiert die Nikola-Gechichten als „klassische, atemlose, temporeiche und Grauen erregende Victorianische Thriller“ und als „Sensationsliteratur, die Grenzen auslotet“. Das klingt etwas reißerisch, zumal der Roman auf einen Leser unserer schneller gewordenen Zeit doch etwas betulich und entschleunigt wirkt. Immerhin: Als Verkehrsmittel dienen Ozeandampfer, Segler und Züge ... Es ist eine Sensationsliteratur aus der guten alten Urgroßelternzeit. Wer philosophische Tiefgründigkeit erwartet, ist hier fehl am Platz, doch ist der Roman durchweg spannend geschrieben, an keiner Stelle langweilig und hat durchaus einen Platz im Abenteuerregal neben Karl May und Sherlock Holmes verdient.

Fazit: Ein Klassiker ohne Staub auf dem Buchdeckel. Spannend bis zur letzten Seite und für Freunde des Genres ein Muss.

Guy Newell Boothby: Die Rache des Doctor Nikola. Übersetzung: Michael Böhnhardt. Nittendorf: Wurdackverlag, 2010. 232 S., Euro 13.95.

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Die drei ? ? ? und das versunkene Dorf

Ein geisterhaftes Licht, das nächtens den See von Ridgelake erglühen lässt – da ruft der junge Darren lieber jemanden an, der sich mit sowas auskennt: Die drei Detektive fahren rund 700 Meilen, um sich das seltsame Schauspiel anzusehen ...

Mystisches Tauchabenteuer wie aus alter Sagenzeit

Das 136. Hörspiel um die drei Junior-Detektive aus Rocky Beach ist etwas ganz Besonderes. Ein mystisch angehauchtes Tauchabenteuer, in dem ein Stausee und ein versunkenes Dorf mit seiner unheimlichen Atmosphäre den stimmungsvollen Hintergrund bilden. Wie in alten, dunklen Sagen ragt nur noch die Kirchturmspitze aus dem Wasser hervor und bezeichnet den Ort, an dem vor 50 Jahren ein furchtbares Verbrechen geschah. Das gelungene Cover von Silvia Christoph, das in geheimnisvollen Grüntönen das Dorf am Seegrund und die hindurchziehenden Fischschwärme zeigt, ist bereits eine sehr gute Einstimmung auf die düstere Welt, in die sich die Fragezeichen vorwagen.

Ein Dorf voller Greise unter einem Fluch

Schon bei ihrem Eintreffen am See erleben Justus, Bob und Peter die gefährliche Sogwirkung des Sees hautnah, als sie einen alten Mann, der wie geistesabwesend in die Fluten hineinschlurft, gerade noch rechtzeitig vor dem Ertrinken retten können. Der verwirrte Alte lallt nur noch etwas von einem gewissen „Charlie“ vor sich hin – Charlie, von dem im Dorf offenbar niemand spricht, außer in seiner Todesstunde, wie die junge Ärztin Dr. Holloway in ihrer kurzen Zeit im Ort bereits bemerkt hat. Richlake, das ist ein sterbendes Dorf. Nur noch Greise wohnen hier und warten auf den Tod, die Nachkommen sind längst fortgezogen, und Darren, der umzugsbedingt kurzfrstig bei seinem Onkel einquartiert wurde, ist der einzige Jugendliche dort. Erst das geheimnisvolle silberne Kästchen der verstorbenen Cassandra, das am Grund des Sees ruht, bringt Licht ins Dunkel. Das Geheimnis um den Fluch, der hier zu herrschen scheint, liegt in einem Verbrechen, das vor 50 Jahren geschah ...

Autofahrt mit einer 50 Jahre alten Straßenkarte?

Wer Fehler suchen will – und dies macht ja, zugegeben, bei den ??? besonders Spaß –, der wird sich bestimmt an den 50 Jahren stören, die in der Handlung für einige Ungereimtheiten sorgen. Dass der Stausee nicht in der Straßenkarte verzeichnet ist, mit der die Detektive unterwegs sind, ist schlicht und ergreifend Quatsch. Wer besitzt schon eine Straßenkarte, die älter als 50 Jahre ist? Und dass die Zwillinge Carl und Joan mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben, hört man weder ihren jugendlichen Stimmen an, noch wirken sie in ihrem Handeln derart betagt. Doch das sind Kleinigkeiten, die dem Hörspiel nicht abträglich sind.

Eine nachdenkliche Geschichte über Schuld und den Fluch der schlechten Tat

Insgesamt ist es eine nachdenkliche, an düstere Küstensagen angelehnte Folge, die sich wohltuend vom Einheitsbrei der Fragezeichenkrimis abhebt. Es geht weniger um Detektivarbeit, um scharfsinnige Kombinationen eines Justus Jonas oder ein „Drei Fragezeichen, auf ihn!“-Ende mit Überwältigung des Gegners, sondern eher um die Frage nach Schuld dem Fluch der schlechten Tat. Daher gibt es auch keinen Jubel-Schluss mit Hurrageschrei und wütendem Täter, sondern ein sehr besonnenes Auseinandergehen.

Noch einmal: Diese Folge ist etwas Besonderes. Oder besser: Einmaliges. Dieser Zauber wirkt.

Die drei ??? - Folge 136: Die drei ??? und das versunkene Dorf. Hörspiel. Sony Music / Europa, 2010. CD Euro 5,98. MC Euro 6,99. MP3-Download Euro 5,98.

Folge 137 heißt: "Pfad der Angst"

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Die drei ? ? ? – Hörspiel: "Fluch des Piraten"

Die drei Detektive auf der Suche nach goldenen Tieren: Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews lösen einen Fall, der 30 Jahre zurückliegt, und retten ihre Kollegin Althena. Eine schwache Folge mit vorhersehbarem Schluss.

„Fluch des Piraten“ heißt die 135. Folge der Hörspielreihe über die Abenteuer des jugendlichen Detektivtrios „Die drei ???“ aus Rocky Beach - doch dieser Titel ist irreführend: Es geht weder um einen Fluch noch um Piraten bei diesem Fall, sondern um verschwundene goldene Tierfiguren, um 23 Tierpaare genauer gesagt, darunter ein Elefantenpärchen, zwei Giraffen und ähnliches. Mit einem „Fluch des Piraten“ hat die Geschichte nur insofern etwas zu tun, als ein Regisseur darin verwickelt ist, der 30 Jahre zuvor einen gleichnamigen Seeräuberfilm gedreht hat, zu dem es nun ein Remake geben soll.

Justus Jonas erhält geheimnisvolle Fotos

Die Geschichte beginnt recht actionreich, als Jungdetektivin Althena, eine Kollegin der Fragezeichen, auf dem Schrottplatz von Titus Jonas auftaucht, von einem mit einer Pistole bewaffneten Mann verfolgt wird, Justus rasch eine Digitalkamera zusteckt und dann spurlos verschwindet. Die Bilder bringen die drei Detektive auf die Spur eines Diebstahls, der sich vor drei Jahrzehnten ereignet hat. Ein Brief enthält den Hinweis, die Beute sei auf der Insel „Free Island“ versteckt, wo einst der besagte Piratenfilm gedreht worden war. Justus, Bob und Peter machen sich auf der Suche. Doch sie sind nicht allein auf der Insel – ihr „Mitbewohner“ ist bewaffnet und beobachtet jeden ihrer Schritte.

Folge 135 ist ein schwächeres Abenteuer der drei ???

Leider ist die Folge allenfalls schwacher Durchschnitt. Dass ein Brief Hinweise auf ein Schatzversteck liefert, ist nicht neu, wurde aber in älteren Folgen wesentlich eleganter umgesetzt. Man denke nur an die Schreiben aus dem „sprechenden Totenkopf“ und dem „Fluch des Rubins“, um nur einige Klassiker zu nennen. Hier sind es lediglich zwei Anagramme und ein sehr durchschaubarer Satz von Zaunpfahl-Qualität.

Gegner der drei Detektive agiert kindisch

Dass der unheimliche Gegner den Fragezeichen die Handys klaut, um sie einzuschüchtern, erinnert eher an eine kindische Racheaktion im Sandkasten als an einen Krimi. Welcher Kriminelle würde sich schon die Mühe machen, eine Karte herauszumontieren und das Mobiltelefon danach wieder an seine alte Stelle zu legen? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Jungen, die zu einem plötzlichen Brand laufen, ihre Handys nicht in der Hosentasche haben, sondern sie beide gleichzeitig im Zelt liegen lassen? Wozu überhaupt solche unheimlichen Spielchen, wenn der Täter die Detektive doch heimlich beobachten und den Schatz finden lassen will?

Peter Shaw mal wieder hysterisch

Klar, dass Peter mal wieder völlig hysterisch reagiert und eine seiner berühmten Panikattacken bekommt. Klar, dass Justus vorgesorgt hat, als sie überfallen werden. Und dass der Verbrecher dümmer ist, als die Polizei erlaubt, bescheinigt ihm am Ende seine Partnerin völlig zurecht. Dass zuletzt die Jungen die Pistole an sich bringen und zwei Verbrecher damit einschüchtern können ... nun ja.

"Das Geheimnis der Gold-Arche" statt "Fluch des Piraten"

Dabei hatte Peters Abenteuer am See durchaus Effekt, doch das schockierende Moment blieb Episode, ohne Folgen und ohne Einbettung in die Geschichte, einfach nur als Spannungsmoment hineingeklebt. Man hätte auch gern mehr über die 23 goldenen Tierpärchen erfahren. Waren es möglicherweise die Passagiere einer besonders kostbaren Arche Noah, das Spielzeug eines uralten Adelsgeschlechts, ein Kirchenschatz? Hier hätte man gut die mythische Dimension einbauen können, die der Folge offenbar der etikettenschwindlerische „Piratenfluch“-Titel verleihen sollte. Aber Piraten und Piratenflüche verkaufen sich vermutlich besser ...

Fazit: Eine schwache Folge. Die drei ??? können mehr.

Die drei ??? Folge 135: Fluch des Piraten. Hörspiel. Europa, 2009. Ca. 70 Minuten. CD oder MC: Euro 5,95. MP3-Download: Euro 4,99.


Folge 136 heißt: "Die drei ??? und das versunkene Dorf".

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Die drei ? ? ? - Hörspiel: "Der tote Mönch"

Ein chinesischer Gärtner kurz vor dem Nervenzusammenbruch: Angeblich geht der Geist eines toten Mönchs um. Ein Krimi, der alles mitbringt, was Fans der drei ??? erwarten.

Zum Krimi-Cocktail, der für den 134. Fall der Junior-Detektive aus Rocky Beach gemixt wurde, gehören ein toter Mönch, dunkle Geheimgänge, nächtliche Erkundungstouren im Wald und ein guter Schuss Humor. Das Ergebnis: ein atmosphärischer Jugendkrimi aus bewährten Elementen, der zwar wenig Überraschungen bereithält, aber doch für rund 70 Minuten gute Unterhaltung bietet.

Ein toter Mönch spukt in alten Missions-Tunneln

Diesmal müssen Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews der Frage auf den Grund gehen, warum der chinesische Gärtner Lo Wang sich innerhalb kürzester Zeit in ein Nervenbündel verwandelt hat. Der Mann bekommt Angstausbrüche, die auch dem zweiten Detektiv gut zu Gesicht stehen würden, verbrennt Kräuter und versucht, mit Feuerwerk böse Geister zu verscheuchen. Angeblich soll sich auf dem Grundstück seiner Arbeitgeberin Christine Harkinson der Geist eines toten Mönchs herumtreiben und Rache suchen – an wem und für was ist jedoch nicht klar. Das Haus und das traumhaft am Waldrand gelegene Stück Land, wie auch die Nachbargrundstücke, liegen nämlich auf den Überresten einer alten Missionsstation. Und das Tunnelsystem der einstigen Mönche ist offenbar nun nicht mehr nur für Kuttenträger interessant.

Folge 134 mit klassischen ???-Motiven

Die 134. Folge der Hörspielreihe variiert ein Motiv, das den Fans der Serie bereits aus vielen Fällen vertraut ist: Ein unterirdischer Gang, zufällig beim nächtlichen Erkundungsgang auf den Land eines Klienten durch plötzlichen Absturz eines der drei Fragezeichen entdeckt, dazu dunkler Wald und eine Geistererscheinung, hinter der natürlich ein findiger Krimineller steckt. Die Geschichte verläuft etwas vorhersehbar, trotzdem ist dieser Fall nicht langweilig. Er erfreut den Hörer sogar durch sehr humorvolle Einlagen: Köstlich der eitle Bauamtsmitarbeiter, der sich die Schmeicheleien der drei Detektive so gern gefallen lässt. Hübsch auch die Schilderungen des Ordnungsfimmels, mit dem der Täter seine gesamte Umgebung in eine kleine aufgeräumte und wohlsortierte Idylle aus akkuraten Rasenkanten, sauber bestückten Regalen und auf lorioteske Art geradegerückten Bildern verwandelt.

Langer Schlussmonlog von Justus Jonas

Einzig Justus' aufklärender Vortrag am Schluss des Falles trübt das Bild der bis dahin geradling und temporeich erzählten Geschichte: Hier steppt der Erklärbär, und der erste Detektiv muss all das erzählen, was man eigentlich besser als dialogische Szene hätte vorführen sollen. Es wäre schöner gewesen, das Klicken der Handschellen live mitzuerleben.

Fazit: Eine solide gemachte, spannende Folge, die Fans genau das bietet, was sie von den Fragezeichen erwarten. Nicht überwältigend, aber in Ordnung.


Die drei ???: Der tote Mönch. Hörspiel. Europa, 2009. ca. 67 Minuten. CD/MP3-Download Euro 5,98. MC Euro 5,95.

Die 135. Folge heißt: "Fluch des Piraten".

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Die drei ? ? ? - Hörspiel: "Fels der Dämonen"

Ein spannendes, temporeich erzähltes Abenteuer um eine brutale Gangsterbande, die mit einem Mini-U-Boot operiert ...

Eine Höhle am Meer, ein U-Boot und eine Gangsterbande, der ein Schimpanse angehört – das sind die Zutaten, aus denen der 133. Fall der drei Fragezeichen gemixt ist. Für Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw, die eigentlich nur einen Surfurlaub in einer einsamen Bucht verbringen wollen, beginnt ein spannendes Abenteuer, das ihnen kaum Zeit zum Atemholen lässt.

Statt Denksport - voller Körpereinsatz

Dieses Mal bestehen die Ermittlungsarbeiten weniger aus Knobeleien, detektivischen Schlüssen und Recherchearbeit, vielmehr ist die gesamte Folge über Körpereinsatz – sprich: Anschleichen, Suchen, Flüchten und Klettern – angesagt. Die drei Junior-Detektive aus Rocky Beach sind fast ständig in Bewegung und laufen Gefahr, von Kriminellen gefasst und sogar getötet zu werden. Einen ersten Vorgeschmack von der Gewaltbereitschaft der Täter erlebt Bobs Auto, das vollständig demoliert wird, später wird der dritte Detektiv gar auf hoher See über Bord geworfen und soll als Haifischfutter dienen.

Kleiner Junge auf der Flucht vor "schwarzem Zwerg"

Die drei ??? stoßen auf die unheimlichen Vorgänge am Felsen durch einen Jungen, der ihnen in seiner panischen Flucht direkt vors Auto läuft. Der kleine Eddy Reardon bekam es mit der Angst zu tun, als er einen „schwarzen Zwerg“ zwischen den Klippen herumlaufen sah. Keine Frage, dass Justus, Bob und Peter sofort in der Bucht ihr Zelt aufschlagen und die Nachforschungen aufnehmen. Schnell entdecken sie einen verborgenen Höhleneingang und den unterirdischen See, in dem das U-Boot vor Anker liegt. Als Bob in das Unterwasser-Fahrzeug einsteigt, kehrt die Bande wider Erwarten zurück, und der Rechercheur der drei Fragezeichen kann sich gerade noch rechtzeitig in einem Spind verstecken. Kein sehr heimeliges Versteck allerdings, denn er findet in dem Schrank einen alten Knochen, der Schlimmes ahnen lässt und belauscht auch noch Gespräche, in denen von einem Deutschen, der es nicht überlebt hat, und von einem Holländer, dem ein Finger fehlt, die Rede ist.
Die Idee vom U-Boot, das mit zwielichtiger Besatzung in unterirdischen Gängen unterwegs ist, ist nicht neu und ist Altfans zum Beispiel aus dem Fall „Der unheimliche Drache“ vertraut. Dennoch ist diese Folge völlig eigenständig und überzeugt durch ihr Erzähltempo und ihren Action-Reichtum.

Titel ist purer Etikettenschwindel

Ärgerlich ist allenfalls der Titel: Die Bezeichnung „Fels der Dämonen“ ist völlig an den Haaren herbeigezogen und kann schon fast als arglistige Täuschung gewertet werden. Dämonen kommen im Hörspiel nicht vor, werden nicht einmal erwähnt. Und das Wort Fels hätte auch besser durch „Höhle“ ersetzt werden sollen.

Fazit: Ein spannendes Abenteuer-Hörspiel, in dem weniger logische Schlussfolgerungen als vielmehr Augen, Ohren und Muskeln gefragt sind. Die Geschichte zieht den Hörer vom ersten Augenblick an in ihren Bann und ist keine Sekunde langweilig.

Die drei ??? Folge 133: Fels der Dämonen. Hörspiel, ca. 57 min. Sony Music, Europa, 2009. CD Euro 6,90. MC Euro 4,90, MP3_Download Euro 5,98.

Folge 134 heißt: "Der tote Mönch".

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Die drei ? ? ? - Hörspiel: "Spuk im Netz"

Ein ???-Hörspiel über den Uranus-Entdecker Herschel und geraubte Sterngranate

Das 132. Abenteuer der drei ??? zerfällt in zwei Teile: eine sehr spannende, übernatürlich angehauchte Exposition samt der anschließenden Ermittlungsarbeit der Juniordetektive – und eine sehr platte Auflösung einschließlich unglaubwürdiger Rettung der Helden. Dass der Titel „Spuk im Netz“ nur einen recht unwesentlichen Randaspekt der Geschichte benennt, ist gleichfalls schade, zumal sich das Astronomie/Astrologie-Thema durchaus für einen stimmungsvollen, magischen Titel angeboten hätte.

Miss Bennet, die Tippgeberin für Bob Andrews, verschwindet

Die 132. Folge gibt einer Person Raum, die sonst meist nur als Tippgeberin für Bob Andrews bei seinen Recherchen in Erscheinung tritt: Miss Bennet, die Leiterin der Bücherei von Rocky Beach ist verschwunden, und die drei Detektive gehen von einem Verbrechen aus. Dabei entdecken sie, dass die Bibliothekarin ein eigenwilliges Hobby hat. Sie befasst sich mit Sternenkunde und benutzt in ihren Kreisen den Decknamen „Andromeda“.

Mixtur aus Astronomie, Astrologie, Sternsagen und Internet-Fake

Etwas verwirrend ist, dass in dieser Geschichte Dinge miteinander vermischt werden, die wenig bis gar nicht zusammenpassen. So scheint es zunächst um Astronomie zu gehen, dann um Astrologie und Horoskopdeutung, schließlich um Sternensagen, eben um die Legende der Andromeda, der Tochter von Königin Kassiopeia und König Kepheus, die von Perseus vor einem Seeungeheuer gerettet wurde, woraufhin die Götter alle beteiligten Personen einschließlich des „Walfischs“ als Sternbilder an den Himmel versetzten. Hat man dies erstmal zusammengebracht, stellt sich heraus, dass „Andromeda“ durch Fotos im Internet, einer Fotomontage, auf der eine „Geistererscheinung“ zu sehen ist, mit dem Versprechen angelockt wurde, die „weiße Frau im Haus des Kepheus“ würde ihr zeigen, wonach sie sucht.

Hinterließ Wilhelm Herschel, der Entdecker des Uranus, ein Tagebuch?

In diesem Augenblick schwenkt die Geschichte von Astronomie, Astrologie, Sternsagen und Internet-Geisterseite um auf das Thema Astronomie-Geschichte, und es stellt sich heraus, dass Miss Bennet eigentlich auf der Suche nach dem verschollenen Tagebuch des historischen Astronomen Wilhelm Herschel ist. Herschel wurde bekannt dadurch, dass er den Planeten Uranus entdeckte. Außerdem fand er im Sternbild Kepheus den roten „Granatstern“, womit wir wieder beim Andromeda-Mythos wären. Dass Miss Bennet bei ihren Nachforschungen nach dem Wort "Granatstern" einer Bande in die Quere kam, die „Sterngranate“ geklaut hat, ist bedingt durch einen dummen sprachlichen Zufall und einen ziemlich unwahrscheinlichen und missverstandenen Zufallstreffer im Internet. Ab hier beginnt die Story, unbefriedigend zu werden.

Die drei Fragezeichen im "Haus des Kepheus"

Sehr gut gelungen ist das Zusammentreffen der drei Fragezeichen mit dem Mädchen Felicia und ihrer Mutter im „Haus des Kepheus“, das dreiste Eindringen der Jungdetektive mit dem Appell an die kalifornische Gastfreundschaft, aber auch die Winkelzüge der Gastgeberin, um die drei Jungen kaltzustellen. Die anschließende Begegnung mit dem Verbrecher, der plötzlich gegenüber den ertappten Jungen die Andromeda-Metaphorik übernimmt und ihnen erklärt, er wolle sie, wie bereits Andromeda, seinem „Seeungeheuer“ vorwerfen, wirkt ebenfalls befremdlich. Es mag ja durchaus auch humanistisch gebildete Kriminelle geben, doch sein sonstiges Auftreten passt überhaupt nicht dazu. Wenn schließlich die im Sumpf ausgesetzten Jungen mitsamt ihrer Hütte zu versinken drohen und Morton, der bis weit nach vier Uhr nachts treu und brav mit seinem Rolls Royce auf die Ermittler gewartet hat, als rettender Engel auftaucht, ist die Situation zwar gerettet, die Geschichte aber nur unbefriedigend beendet.

Fazit: Eine Geschichte, die fesselnd beginnt und enttäuschend endet. Wer sich mit der platten Auflösung arrangieren kann, erhält ein spannendes, stimmungsvolles Hörspiel.

Die drei ??? Folge 132: Spuk im Netz. Hörspiel, ca. 63 Minuten. Europa, 2009. CD Euro 6,97. MC Euro 5,95. MP3-Download Euro 5,98.

Folge 133 heißt: "Fels der Dämonen".

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Regina Schleheck: "Klappe zu - Balg tot"

Bitterböse Geschichten, beängstigend nah an der Normalität: Regina Schleheck lässt ihre Leser in den Abgrund blicken - einen Abgrund, der sich im Nachbarhaus auftun könnte oder im eigenen Wohnzimmer. Diese Storys vergisst niemand.

„Bitterböse Geschichten“ nennt Regina Schleheck ihre im Wurdackverlag erschienene Kurzgeschichtensamlung. Doch der Untertitel ist eine starke Untertreibung. Diese Geschichten sind so furchtbar, grausam und bitter-bitterböse, dass selbst das Wort „rabenschwarz“ noch eine Verharmlosung bedeuten würde. Und das wirklich böseste an dem ganzen Buch: Diese Geschichten sind so beängstigend „normal“, dass sie sich jederzeit in der eigenen Nachbarschaft abspielen könnten.

Regina Schleheck beschwört das Grauen des Alltags

Regina Schleheck braucht keinen wahnsinnigen Serienkiller, keinen Amoklauf in der Schule, keine kriminelle Jugendbande: Eine einsame, schwangere Frau, ein LKW-Fahrer in der Innenstadt, ein Alzheimer-Patient oder die dominante Schwägerin, die die Frau ihres Bruders auf alle nur erdenkliche Weise kleinhält und ausbootet – das ist alles, was die Autorin benötigt, um das Grauen des Alltags heraufzubeschwören und die Geschichte ihre denkbar schlimmste Wendung nehmen zu lassen.

Mehr als zehn Morde und tragische Unfälle

In dem schmalen Bändchen von nur 120 Seiten kommen mehr als zehn Personen ums Leben. Manches sind einfach nur tragische Unfälle. So erfriert in der Titelgeschichte ein Säugling, der von seiner überforderten Mutter in einer Winternacht vor einer zugefrorenen Babyklappe abgelegt wird. Oder ein behindertes Kind kommt ums Leben, weil seine Mutter sich nach Jahren endlich einmal wieder mit einem Liebhaber treffen möchte und ihm darum ausnahmsweise die doppelte Dosis Schlafmittel verabreicht. Aber es gibt auch die ewig unterdrückte Ehefrau, die ihrer Schwägerin auf deren Geburtstagsfeier den Stuhl wegtritt und dadurch ihren Genickbruch verursacht, oder den großspurigen Frauenhelden, der nach vollzogenem Geschlechtsakt im Gebirge einfach einmal im Vollgefühl seiner Männlichkeit in eine Schlucht pinkeln muss – und unerwartet einen Tritt ins Kreuz erhält.

Herbe, detailgenaue Berichte von Vergewaltigungen und Verkehrstoten

Da ist von Vergewaltigungen die Rede, von gealterten Todesschützen an der Berliner Mauer, von Menschen, die ihre schwer behinderten Angehörigen pflegen – und das alles leidenschaftslos und in trockenem, herbem Tonfall minutiös aufgezeichnet. Der Tod eines von einem Lastwagen überfahrenen Kindes wird ebenso detailgenau analysiert wie der Vorgang des Eindringens einer Samenzelle oder das leise Knirschen, das entsteht, wenn eine stahlblaue Kontaktlinse genussvoll zertreten wird.

Fazit: Diese Anthologie ist nichts für schwache Nerven, obwohl – oder gerade weil – die Autorin auf Gewalt-Exzesse, blutige Gemetzel und klassische Horror-Elemente verzichtet. Das Grauen, das diesen 24 Kurzgeschichten entsteigt, erfasst den Leser gerade wegen der alltäglichen Situationen, in denen es Gestalt gewinnt. Ein Buch, das unter die Haut geht und das niemand so leicht vergessen wird.


Regina Schleheck: Klappe zu – Balg tot. Bitterböse Geschchten. Wurdackverlag, 2009. Paperback, 122 Seiten. Euro 9,95.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Vorschau: Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
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Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Erhältlich als EPUB oder für den Amazon-Kindle

Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Nächste Lesungen / Termine

Mittwoch, 30. Juli: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Montag, 11. August: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke". Ferienpassaktion des Fördervereins Rudolf von Bennigsen. RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen (Springe). 16 bis 18 Uhr.

Dienstag, 19. August: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 2. September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.

Donnerstag, 25.September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 3. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 22. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 5. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 28. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 30. Dezember: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

Seite der Nestis-Serie:
www.nestis.net

Termine der Hildesheimlichen Autoren

Juli

Mittwoch, 30. Juli: Altje Hornburg und Petra Hartmann lesen in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Beginn: 19 Uhr.


August

Dienstag, 12. August: Mitgliederversammlung, Gewölbekeller des Knochenhauer Amtshauses. Beginn: 18 Uhr
Samstag, 16. August: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.


September

Dienstag, 2. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.
Samstag, 20. September: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.
Donnerstag, 25. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, voraussichtlich 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.


Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

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