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Peter Hohmann: Weißblatt

Der Roman "Weißblatt" von Peter Hohmann ist eine Fantasy-Geschichte der besonderen Art. Es geht um eine junge Novizin im Dienst einer Göttin, um Kämpfe, Intrigen und Schatten aus der Vergangenheit.

"Weißblatt" ist der Gewinnerroman einer Ausschreibung des Arcanum Verlags und setzte sich gegen rund 180 Konkurrenten durch. Die schlanke Fantasy-Novelle erschien daraufhin als Taschenbuch und macht sowohl inhaltlich als auch optisch einen sehr guten Eindruck. Ein Roman-Debüt, das auf jeden Fal Appetit auf mehr macht.
Amelia, die Wirtstochter eine kleinen Dorfes, will kurz vor ihrer Hochzeit dem Brauch gemäß den Segen der Göttin erflehen. Doch als sie den Tempel betritt geschieht etwas Unfassbares: Auf ihrer Stirn erscheint ein weißes Symbol in Form eines Blattes - das Zeichen, dass die Göttin sie als ihre Dienerin auswählte. Amelia ist nun eine "Weißblatt" und muss in die Hauptstadt gebracht werden, die Hochzeit kann sie vergessen.
Als aber Truppen aus der Stadt die junge Frau fast gewaltsam entführen und fortschaffen, ruft dies den alternden Krieger Akbar auf den Plan. Er verspricht, Amelia zu befreien und zurückzubringen. Allerdings muss er sich dazu nicht nur seinem Rheuma stellen, sondern auch den Schatten der Vergangenheit. Und die derzeitigen Herrscher haben mit Akbar und seinen Kampfgenossen noch eine Rechnung offen ...
Der Roman besticht durch seine angenehme Sprache und die geradlinige, aber doch überraschende Handlung. Er ist gut und zügig lesbar und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Sehr gelungen sind die Charakterzeichnung Akbars und seiner Genossen, und auch die überraschende Wendung am Schluss macht das Büchlein zu einem sehr schönen Stück Literatur. Auf jeden Fall ist die Geschichte dieser "Weißblatt" und ihres Retters ein würdiger Sieger der Ausschreibung. Vom Autor ist sicher noch einiges zu erwarten.

Fazit: Ungewöhnliche Fantasy-Novelle mit Tiefgang. Bitte mehr davon.



Peter Hohmann: Weißblatt. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 87 S., Euro 7,95.

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Lesungspartner VII: Lilith Kirchner

Lilith Kirchner ist die Dritte im Bunde bei unserer Lesung auf dem BuchmesseCon. Wie Esther S. Schmidt und ich hat sie einen Roman zu der Reihe "Weltenwanderer" im Arcanum-Verlag beigetragen und will am Sonnabend aus ihrem Werk vorlesen.
Für Lilith wird es die erste Lesung sein. Und ein bisschen von ihrem Premierenfieber wird hoffentlich auch auf uns überschwappen. Ihr Debüt-Roman "Kinder der Dunkelheit" hat mich auf jeden Fall begeistert, und ich bin gespannt darauf, wie sich der Text mit ihrer Stimme anhört.
Persönlich kennen gelernt haben wir uns noch nicht, aber wir hatten schon einen sehr netten Mailwechsel und haben uns über Facebook ausgetauscht.

Weltenwanderin aus Waldbröl

Lilith Kircher wurde 1981 in Waldbröl geboren. Laut ihrer Kurzvita ist sie wie ich "in einem verschlafenen Dorf inmitten von Wäldern und Wiesen" aufgewachsen. Nach dem Abitur begann sie zu studieren. Nach einigen experimentellen Einblicken in verschiedene Studienfächer blieb sie beim Lehramtsstudium für die Fächer Biologie und Geschichte. Zurzeit lebt sie in Bonn und arbeitet als Referendarin an einer Integrierten Gesamtschule.

Lilith Kirchner stellt "Kinder der Dunkelheit" vor

Ihr Kopf ist ein ständiger Tummelplatz von Bildern und Fragmenten von Geschichten, die sich mal mehr mal weniger gut schriftlich fixieren lassen wollen. Wenn die Sprache sie nicht weiterbringt, greift sie auch gerne zu Zeichenstift, Farbe und Pinsel. Inspiriert wird sie in erster Linie durch Mythologien, aber auch durch Gedankenspiele der Physik. Ihr erstes längeres und vor allem vollendetes Werk ist der 2010 im Arcanum Fantasy Verlag erschienene Kurzroman "Kinder der Dunkelheit".
Derzeit schreibt sie an ihrem zweiten Roman "Der Traum des Raben". Zum Inhalt verrät sie folgendes: "Samuel, auf der Flucht vor den Komplikationen seines Lebens, sucht eine Auszeit in einer kleinen, abgelegenen Pension und erfährt Wundersames. Die Vorstellungen, die er von den Gesetzmäßigkeiten der Welt hatte, werden jäh zerrissen und müssen der verwirrenden und für ihn verstörenden Vielfalt der Wirklichkeit weichen. In Frau Weis findet er eine Lehrerin, die ihn in den Traum der Raben einweiht und in Ricarda die Frau, mit der er zusammen die Herausforderung annimmt, über die Grenzen der eigenen Wahrnehmung hinauszugehen."
Außerdem ließ sie verlauten, bei ihren Recherchen zum Roman habe es sie in die Quantenphysik verschlagen ...
Mehr Infos zur Autorin gibt es auf ihrer Homepage: www.lilithkirchner.de

Wer Lilith, Esther und mich lesen hören möchte, findet uns ab 12 Uhr auf dem Hangardeck beim BuchmesseCon. Die Lesung dauert eine Stunde. Danach stehen wir am Signiertisch gern für Fragen und Unterschriften zur Verfügung.

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Lesungs-Partner VI: Esther S. Schmidt

Premiere für ein neues Lesungs-Trio: Am Samstag lese ich auf dem BuchmesseCon zusammen mit Lilith Kirchner und Esther S. Schmidt. Es sind zwei Autorinnen, die ich durch die Weltenwanderer-Reihe des Arcanum-Verlags kennen gelernt habe. Und die Novellen der beiden kann ich jedem nur ans Herz legen.
Als Vorschau möchte ich euch zunächst Esther vorstellen: Ich habe sie über Xing aufgestöbert, als ich für eine Rezension auf Literra.info ihre Kurzbio erstellen wollte. "Live" getroffen haben wir uns erstmals auf dem BuchmesseCon letztes Jahr. Esther war bei meiner Lesung aus dem "Fels der schwarzen Götter" Zuhörer und hat mir Technikmuffel erstmal das Mikrofon richtig eingestellt.
Als es galt, für dieses Jahr den Programmplatz des Arcanum-Verlags zu füllen, hat sie sofort die Initiative ergriffen und begonnen, eine Weltenwanderer-Lesung zu organisieren.

Von der Sesamstraße zum Steuerrecht

Esther Schmidt ist 1970 in Frankfurt am Main geboren und sagt von sich selbst, sie hätte Lesen und Schreiben noch vor dem Schulbeginn durch die "Sesamstraße" gelernt. (Komisch, abgesehen vom Geburtsort klingt das fast wie der Beginn meiner eigenen Biographie ...) Der Traum vom Schriftstellerberuf erschien ihr (erstmal?) als zu großes Wagnis, darum lernte sie etwas „Ordentliches“ und arbeitet seit dem Jahr 1996 im Bereich des Steuerrechts. Zur eigenen Unterhaltung hat sie immer wieder auch umfangreichere Texte verfasst, aber erst seit 2005 befasst sie sich ernsthafter mit dem Schreiben und ist seitdem in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien vertreten.

Debüt mit "Der Trollring"

Im Juni 2010 erschien ihr erster Kurzroman "Der Trollring" im Arcanum-Fantasy-Verlag. Die Geschichte handelt von einem entlaufenen Arenasklaven und einer Elfe, die sich als ungleiche Partner in der Wildnis durchschlagen müssen. Ein Buch, das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Kauft diesen Roman. Und wenn ihr noch unschlüssig seid, kommt doch einfach zu unserer Lesung am Sonnabend, 15. Oktober, 12 Uhr auf dem BuchmesseCon.

Mehr Infos zu Esther: http://www.Esther-Schmidt.com

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Astrid Pabst: Der Drachensucher

Drachen, Feuer und Magie - darum geht es in "Der Drachensucher" von Astrid Pabst. Der Kurzroman erschien in der Reihe "Weltenwanderer" des Arcanum-Verlags und erzählt die uralte und immer wieder neue Geschichte vom jungen Zauberschüler und seinem alten Meister, von geheimnisvollen Fähigkeiten und der Suche nach sich selbst.
Jaro, der Held der Geschichte, ist magisch begabt, er lernt an einer Akademie wie viele andere Zauberschüler. Doch in ihm wirkt eine Magie, mit der die dortigen Meister nichts anfangen können: Die Feuermagie. Kein ungefährliches Talent, immerhin ist bisher nur einmal ein Mensch bekannt geworden, in dem diese Energie wirkte - und der wurde nicht alt. Nur Drachen kennen sich mit Feuermagie aus, weiß Jaros Lehrer. Also macht sich der junge Mann auf die gefährliche Suche. Am "Rückgrat der Welt", auf einer schroffen Felseninsel jenseits des Meeres, findet er schließlich einen alten Einsiedler, der sich bereit erklärt, sein neuer Lehrer zu werden. Doch der mürrische Tom, dessen Lehrmethoden Jaro nicht gerade begeistern, hat noch eine andere, dunkle Seite ...
"Der Drachensucher" bietet thematisch nicht viel Neues. Das klassische Thema vom Zauberschüler, der sich der ihm ihm innewohnenden Magie zu bedienen lernt, der alte, manchmal etwas harte Lehrmeister oder die Weisheit des Drachenvolks, das jenseits menschlicher Gefühle und unberührt von den Sorgen der Eintagswesen in einer abgelegenen Gegend lebt, sind altbekannt und gehören zum Standardrepertoire der Fantasy. Dennoch schafft es Astrid Pabst, aus dem bekannten Plot eine sehr dichte, gut komponierte Erzählung zu weben. Die Entwicklung Jaros und sein erwachendes Verständnis der Feuermagie sind nachvollziehbar und schlüssig gestaltet, und die Autorin führt das Geschehen zu einer bitteren, aber konsequenten Pointe, die wenig gemein hat mit den üblichen "netten" Drachen-und-Zauberschüler-Geschichten. Insgesamt ist es ein sehr ruhiger, nicht auf billige Showeffekte setzender Kurzroman in ansprechendem Schreibstil, der sich sehr flüssig liest.

Fazit: Klassisches Thema, schön aufbereitet mit einem kleinen Spritzer Bitterkeit. Lesenswert.


Astrid Pabst: Der Drachensucher. Weltenwanderer XVIII. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 74 S., Euro 4,95.


Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
Sina Geiß: Engelsgesang
Petra Hartmann: Darthula
Perrudja: Joie de la Curt
Nathalie Gnann: Einhornblut
Tanja Rast: Stadt im Schnee
Wolfgang Tanke: Bund der Schatten
Esther S. Schmidt: Der Trollring
Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion
Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit
Margareta Simari: Spiralmond
Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis
Barbara Schinko: Rabenfeder
Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin
Andrea Sondermann: Königin der verbotenen Stadt
Susanne Nort: Zwischen den Toren
Paul Wimmer: Der Weg der Macht
Stefan Wernert: Chimaerenrache

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Stefan Wernert: Chimaerenrache

"Chimaerenrache" von Stefan Wernert ist der 17. Band der Kurzromanreihe "Weltenwanderer". Diesmal geht es um einen jungen Magier, der ein Verbrechen aufklären will, und um ein furchtbares Flussungeheuer auf der Jagd nach den Menschen, die ihm und seinesgleichen Schreckliches angetan haben.
Meriwan ist Jungzauberer an einer Akademie, hat einen magischen Grad erworben und gehört somit zu denen, die eine harte Auslese hinter sich haben. Gleich zu Beginn des Romans wird gezeigt, dass ein Zögling der Akademie auch ein anderes Schicksal haben kann: Meriwan ist Zeuge, als die Zelle eines jungen Magierschülers ausgeräumt wird, der sich offenbar selbst umgebracht hat. Kein Einzelschicksal in der Akademie. Doch kurz darauf erlebt Meriwan auf einem Ball, wie sich eine junge Adlige von einem Balkon stürzt, und plötzlich ist der junge Magus mittendrin in den Ermittlungen zu einem brisanten Kriminalfall. Es geht um Sklavenhandel und verbotene Experimente mit Menschen. Und offenbar ist einer der mächtigsten Zauberer der Akademie darin verstrickt.
Idee und Handlung sind interessant, fantasievoll und haben Potential. Die Verknüpfung von Magie- und Krimi-Story - wegen der völlig unterschiedlichen Logik beider Genres nicht ganz unproblematisch - ist gelungen und wirkt überzeugend. Konstruktion und Handlungsführung sind schlüssig. Allerdings ist die Erzählweise an einigen Stellen etwas ungelenk und hätte noch einiger Überarbeitungen bedurft. Trockene Inhaltsreferate darüber, was die Helden bei ihren Recherchen erfahren haben, wirken störend. Es wäre viel spannender gewesen, wenn der Leser bei der Suche "live" mit dabei gewesen wäre.
Unpassend erscheinen auch ausgedehnte Beschreibungen in Relativsatzhäufungen wie zum Beispiel diese während eines Überfalls durch Merians Augen gesehene Einzelheit:
"Tassilo hatte einen schneidigen Degen gezogen, dessen Heft mit verschnörkelten Motiven verziert war, die an Dornen- oder Efeuranken erinnerten." (S. 35).
Meriwan und seine Freunde werden gerade angegriffen, befinden sich mitten in einem Kampf auf Leben und Tod, und Meriwan hat nichts besseres zu tun, als die Schnörkel auf dem Degen seines Freundes zu betrachten? Die Beschreibung hätte, wenn der Autor denn soviel Wert darauf legt, viel besser beim ersten Auftreten des jungen Mannes erfolgen können. Dort hätte sie auch sehr schön zur Charakterisierung des etwas eitlen, gutaussehenden Tassilo dienen können.
Und ein tödlicher Schrecken, der plötzlich über eine Menschengruppe herfällt, kann kaum umständlicher und entschleunigender beschrieben werden als so:
"Nachdem Morebu einen Stich gegen den Oberschenkel erlitten hatte und sich nur noch mühsam auf den Beinen halten konnte, erschreckten sich sowohl Freund als auch Feind, dass ihnen beinahe die Herzen stehen blieben, als eine fürchterliche Kreatur aus dem Wasser schnellte und auf den Planken zu stehen kam." (S. 37)
Das ist beamtig und kann durchaus zwischen zwei Aktendeckeln als korrekter, juristisch wasserdichter Bericht abgelegt werden. Eine Kampfschilderung, die den Leser mit in das Geschehen hineinreißt, ist es nicht.
Was hätte sich alles aus der verunglückten Geisterbeschwörung und den dadurch auf den Helden einstürmenden Poltergeistern herausholen lassen! Immerhin sollte es ja ein Fluch sein, den Meriwan sein Leben lang nie wieder los wird. Warum lässt der Autor die Quälgeister dann nur noch in zwei kleinen Szenen - und viel zu zurückhaltend - auftauchen? Verschenkt.
So ist das Buch eher ein Steinbruch, in dem sehr gute Ideen und fesselnde Szenen wie etwa die Eingangsszene oder die Geisterbeschwörung zu finden sind. Eine erste Version, aus der ein nicht zu sparsam geschwungener Rotstift eine dichte, fesselnde Novelle machen sollte.

Fazit: Ein interessanter Stoff und eine einfallsreiche Geschichte mit viel Potential, der man einen brutaleren Lektor gewünscht hätte. Es wäre schön, den Roman in zehn Jahren noch einmal in überarbeiteter Form zu sehen.

Stefan Wernert: Chimaerenrache. Weltenwanderer XVII. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 76 S., Euro 4,95.


Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
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Andrea Sondermann: Königin der verbotenen Stadt
Susanne Nort: Zwischen den Toren
Paul Wimmer: Der Weg der Macht

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Paul Wimmer: Der Weg der Macht

Ein Mann ohne Gedächtnis. Magier, Helden, alte Feinde, die ihm nach dem Leben trachten. Und eine dunkle Vergangenheit, die wieder erwacht. In seinem Roman "Der Weg der Macht" legt Paul Wimmer ein klassisches Motiv zugrunde. Der 16. Band der Reihe "Weltenwanderer" erzählt von Macht und Erinnerung und von der Suche nach einem eigenen Weg.
Agand, der Protagonist des Buches, ist Fischer. Jedenfalls ist das die Beschäftigung, die er seit einiger Zeit ausübt. Was davor war, ist aus seinem Gedächtnis verschwunden. Doch dann verunglückt er mit seinem Boot, ertrinkt beinahe und wird mit gebrochenem Bein an die Küste geworfen. Ein reicher Mann erblickt ihn und erkennt seinen alten Feind. Aus unerfindlichen Gründen geht er dem ersten Impuls, ihn zu töten, nicht nach. Doch weitere Gegner Agands tauchen auf. Langsam hebt sich der Schleier des Vergessens. Der vermeintliche Fischer war offenbar früher einer der mächtigsten Magier, und keiner von der guten Sorte ...
Die Geschichte vom Mann ohne Gedächtnis, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, ist nicht neu, und die Begegnungen Agands mit diversen alten Feinden bieten wenig an äußerer Spannung. Action und dramatische Kampfszenen wird der Leser selbst in der Schlussbegegnung vergebens suchen. Der Roman lebt vielmehr von der märchenhaft-lyrischen Nachdenklichkeit und von der flüssigen, sehr gut lesbaren Sprache des Erzählers. An einigen Stellen wirken die Rückblenden etwas eckig und bringen den Erzählfluss zum Stocken; dass sowohl die Geschichte als auch die langsam Gestalt annehmende Vorgeschichte im Imperfekt steht, ist manchmal etwas verwirrend, vielleicht wären für die Übergänge ein oder zwei Plusquamperfektsätze angemessen gewesen. Doch im Ganzen ist "Der Weg der Macht" ein gut gestaltetes kleines Stück Literatur, das den Leser mit auf eine Reise zu Agands neuem Selbst mitnimmt, ohne in die pseudo-tiefsinnigen Betrachtungen von Selbstfindungsliteratur abzudriften. Mit knapp 50 Seiten hat die Erzählung für den Inhalt genau die richtige Länge und lässt sich ohne weiteres in einem Zuge durchlesen. Langeweile kommt an keiner Stelle des Romans auf.

Fazit: Flüssig geschriebener und leicht lesbarer Kurzroman. Eine schöne Lektüre für zwischendurch. Lesenswert.

Paul Wimmer: Der Weg der Macht. Weltenwanderer XVI. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 54 S., Euro 4,95.

Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
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Esther S. Schmidt: Der Trollring
Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion
Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit
Margareta Simari: Spiralmond
Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis
Barbara Schinko: Rabenfeder
Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin
Andrea Sondermann: Königin der verbotenen Stadt
Susanne Nort: Zwischen den Toren
Stefan Wernert: Chimaerenrache

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Andrea Sondermann: Königin der verlorenen Stadt

Eine goldene Stadt unter der Erde, kleine, goldene Zierteiche mit goldenen Seerosen und goldenen, wasserspeienden Fischen, golden, tot und einsam - einzig bewohnt von einer einsamen Göttin ohne Diener, ohne Gesprächspartner und ohne Gefühle. Andrea Sondermanns Roman "Königin der verlorenen Stadt" entführt den Leser in eine beeindruckende, fremde Welt und erzählt die Geschichte einer Unsterblichen, die eines Tages eine überraschende Entdeckung macht ...
"Königin der verlorenen Stadt" ist der 15. Kurzroman der Reihe "Weltenwanderer". Die Autorin erzählt die Geschichte einer Göttin und ihres goldnen Heims, in das überraschend eine Gruppe neugieriger Menschen vordringt. Prinz Sharyad und seine Begleiter staunen nicht schlecht, als sie das unterirdische Labyrinth entdecken, und noch mehr verblüfft sind sie, als sie ein junges hübsches Mädchen vorfinden, das sich als letzte verbliebene Dienerin der Dämonenkönigin ausgibt. Neugierig folgt die Herrscherin Phyllicida den Fremden in deren Stadt hoch oben in den Bergen. Eine zarte Liebe beginnt zu keimen, doch die Zweisamkeit endet jäh, als der Schattenherrscher Gorm gegen die Bergstadt Sharyads marshiert und unter den Verteidigern seine alte Gegnerin erkennt ...
Die Novelle um die Dämonenkönigin und ihre Stadt ist meisterhaft erzählt und ist neben "Joie de la Curt" die beste Geschichte, die ich in den "Weltenwanderern" bisher gelesen habe. Ihre schlichte, fast karge Sprache und Linienführung ist frei von Schwulst und überkünstelten Metaphern. Das Büchlein ist sehr schön komponiert und ausbalanciert und lässt sich gut und leicht lesen. Dennoch gehört "Königin der verlorenen Stadt" nicht zu den schnell konsumierten und ebenso schnell vergessenen Verbrauchsbüchern, es ist eine Geschichte, die das gute Gefühl hinterlässt, dass es noch immer Leute gibt, die hervorragend schreiben können.

Fazit: Ein beeindruckendes kleines Meisterwerk einer großen Erzählkünstlerin. Herzlichen Dank dafür.

Andrea Sondermann: Königin der verlorenen Stadt. Weltenwanderer XV. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 72 S., Euro 4,95.



Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
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Susanne Nort: Zwischen den Toren
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Susanne Nort: Zwischen den Toren

"Zwischen den Toren" lässt Susanne Nort ihre Heldin Alana operieren - in jenem Bereich zwischen dem Ende des Lebens und dem Augenblick, in dem die Seele durch das Tor des Todes davonschwebt. In ihrem Kurzroman der Reihe "Weltenwanderer stellt die Autorin eine unheimliche Welt vor und erzählt eine dramatische Geschichte von Leben, Tod und dem Dazwischen.

Alana ist eine "Tochter der Tore". Sie kann sich in das Reich vor dem Todestor versetzen und Seelen vor dem letzten Schritt zurückrufen. Eine Ausbildung in den Diensten der Todesgöttin machte sie mit ihren Aufgaben vertraut: Vor allem das Hinübergeleiten von Seelen zum Todestor gehört dazu. Denn zwischen den Toren lauert der Verlorene, der nicht sterben kann, auf seine Chance zur Rückkehr. Und jede Seele, der er Energie entziehen kann, stärkt seine Macht. Als Alana den tödlich verwundeten Kriegslord Jarell zurückholen soll, während sie ihren sterbenden Vater ins Jenseits geleiten will, begeht die überforderte "Tochter der Tore" einen schweren Fehler, und der Verlorene kommt frei ...
Susanne Nort hat mit ihrem Kurzroman eine sehr ungewöhnliche Erzählung geschaffen, eine eigenständige Welt jenseits des phantastischen Mainstreams nimmt den Leser auf und lässt ihn so schnell nicht wieder los. Die Geschichte der "Töchter der Tore" fasziniert und beweist, dass Fantasy etwas mehr zu bieten hat als Heldenquesten durch abenteuerliche Landschaften. Die sehr klare, einfache Sprache unterstreicht den mythischen Anstrich der Story noch und macht es dem Leser leicht, Alana durch die Torwelt zu begleiten. Eine leise, nachdenkliche Geschichte, gut geeignet für die dunkle Jahreszeit.
Sehr überzeugend und dabei eindrucksvoll schlicht gestaltet ist das Titelbild, das den klassischen Torbogen der "Weltenwanderer"-Hefte in kleinerer Ausgabe ein zweites Mal zeigt. Ein sehr hübscher Einfall, der sich sehr schön in die gelungenen Cover der Reihe einfügt.

Fazit: Phantastische Erzählung über Leben, Tod und das Dazwischen. Eine lesenswerte Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.

Susanne Nort: Zwischen den Toren. Weltenwanderer XIV. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 60 S., Euro 4,95.

Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
Sina Geiß: Engelsgesang
Petra Hartmann: Darthula
Perrudja: Joie de la Curt
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Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit
Margareta Simari: Spiralmond
Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis
Barbara Schinko: Rabenfeder
Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin
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Paul Wimmer: Der Weg der Macht
Stefan Wernert: Chimaerenrache

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Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin

Mit "Kun - Im Auftrag der Göttin" legt Sascha Menghin einen fantastischen Roman über Magie, Chaos und Wüstengötter vor. Der 13. Band der Reihe "Weltenwanderer" schildert die Ausbildung eines jungen Schamanen, den uralten Kampf um die Macht und einen Dämonenangriff, der die Welt zu vernichten droht.

Kun ist Angehöriger eines Wüstenstammes und verfügt über ein zunächst noch unbestimmtes magisches Potential. Zusammen mit seiner Reit-Echse Zora begibt sich der 17-Jährige in die Stadt, um sich im Tempel der Göttin Idana zum Schamanen ausbilden zu lassen. Doch die Ausbildungszeit ist früher als erwartet zu Ende. Adad, der ehemalige Geliebte der Göttin, hat große Teile der Chaos-Macht an sich gerissen und will nun Idana vom Thron stürzen. In einem Traum erhält Kun von der Chaosgöttin einen Auftrag, der den Untergang Adads besiegeln soll. Doch der zornige Gott Adad ist ein furchtbarer Gegner.
Sascha Menghin ist ein ausgesprochen klarer, strukturierter Roman gelungen. Der Erzähler schafft es ohne große sprachliche Schnörkel und überbordende Metaphern, die Wüstenwelt Kuns zum Leben zu erwecken, und schildert plastisch und gut verständlich die widersprüchliche, unzähmbare Chaosmagie, die das Wesen Idanas ausmacht. Die Geschichte läuft zielstrebig auf ihren Höhepunkt zu und besticht durch ein überraschendes, nachdenkenswert-philosophischees Ende. Mit seinen 68 Seiten ist dieses Abenteuer einer der längeren "Weltenwanderer"-Romane, doch ist der Umfang gerade richtig für die Geschichte, und dem Leser wird an keiner Stelle langweilig. Vielleicht hätte man die Drachen-Episode des letzten Drittels im Vorfeld etwas mehr vorbereiten können, und schön wäre es auch gewesen, wenn der diebische Klorg aus dem ersten Kapitel noch enttarnt worden wäre. Doch dass diese beiden losen Fäden nicht weiter vernäht worden sind, schadet dem Gesamtgewebe nicht weiter.

Fazit: Ein sehr schöner, lesenswerter Roman mit fantastischen Landschaften, viel Spannung und faszinierenden Gedanken. Empfehlenswert.


Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin. Weltenwanderer XIII. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 68 S. Euro 4,95.


Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
Sina Geiß: Engelsgesang
Petra Hartmann: Darthula
Perrudja: Joie de la Curt
Nathalie Gnann: Einhornblut
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Wolfgang Tanke: Bund der Schatten
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Margareta Simari: Spiralmond
Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis
Barbara Schinko: Rabenfeder
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Paul Wimmer: Der Weg der Macht
Stefan Wernert: Chimaerenrache

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Barbara Schinko: Rabenfeder

"Rabenfeder" heißt der zwölfte Kurzroman der Weltenwanderer-Reihe. Es handelt sich um eine fantastische Novelle aus der Feder von Barbara Schinko, eine Geschichte über Schatten, Künstler und verzwickte Familienverhältnisse.

Maradita, die Heldin des Romans, ist ein Mädchen beziehungsweise eine junge Frau, die von zu Hause fortläuft und mit einem Schausteller durch die Lande zieht. Schon ihr Name, der übersetzt soviel wie "Rabenfeder" bedeutet, scheint sie für das Leben mit den fahrenden Gauklern bestimmt zu haben, denn der Rabe ist in dieser Welt so etwas wie der Schutzpatron dieser Leute. "Rabe" (im Roman oft ohne Artikel, also als Eigenname verwandt) beschützt Maradita tatsächlich in einigen unangenehmen Situationen - und das ist auch bitter nötig, denn die Bedrohung für die Fahrenden wird immer drängender: Ein geheimnisvoller Fremder frisst ihre Schatten auf und saugt damit die Lebenskraft aus ihnen heraus. Ist es eine böse Fee, die selbst keinen Schatten besitzt? Und wie soll ausgerechnet der Schattenspieler Calvin mit seinem angefressenen Schatten weiter auf den Jahrmärkten auftreten?
Barbara Schinko gelingt es mit wenigen Federstrichen, die Welt der Gaukler vor dem Auge des Lesers erstehen zu lassen. Sehr gelungen und zauberhaft sind die Szenen, in denen Maradita im Schattenspiel selbst zum Raben wird und die Gestalt des schwarzen Vogels auf die Leinwand wirft, oder die Gedanken Calvins über eine neue Art von Laterne. Der aufgefundene Tote, dessen Hand keinen Schatten wirft, der Stelzenwettlauf im Gauklerlager oder die verknoteten Mäuseschwänze der Zauberin Juwel, all dies ist detailreich, atmosphärisch dicht und mit viel Schöpferfreude geschildert, sodass ein sehr gelungener Kurzroman entsteht. Sehr schön auch die eingewobenen Sagen- und Märchenstoffe, durch die ein mythisch-zauberhafter Märchentonfall in die Geschichte hineinkommt. Schade nur, dass Maradita und Calvin nicht noch mehr von ihrer Schattenspielerkunst zeigen, ein Schattenrabe im Schlusskampf wäre ein schöner Effekt gewesen.

Fazit: Eine bezaubernde Gaukler-Novelle mit Sagen- und märchenhaften Zügen. Schöner Lesestoff für die dunkle Jahreszeit.


Barbara Schinko: Rabenfeder. Weltenwanderer XII. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 64 S., Euro 4,95.


Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
Sina Geiß: Engelsgesang
Petra Hartmann: Darthula
Perrudja: Joie de la Curt
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Tanja Rast: Stadt im Schnee
Wolfgang Tanke: Bund der Schatten
Esther S. Schmidt: Der Trollring
Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion
Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit
Margareta Simari: Spiralmond
Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis
Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin
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Paul Wimmer: Der Weg der Macht
Stefan Wernert: Chimaerenrache

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Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis

Eine junge Frau, die sich nicht unterkriegen lassen will, sich keinem Mann unterwirft, die von Freiheit und selbstbestimmtem Handeln träumt: Für moderne Zeitgenossinnen seit Jahrzehnten ein Thema - aber was passiert, wenn der Wille zur Freiheit in einer Haremsfrau lodert, die dem Pharao gehört?
Isabella Benz schildert in "Freiheit - um jeden Preis" das Schicksal der jungen Karomara, die an einen reichen Minenbesitzer verheiratet wird, flüchtet, gefasst, brutal zusammengeschlagen wird, beinahe einen Mord begeht. Als Lustsklavin an den Pharao verkauft, setzt sie sich so heftig zur Wehr, dass der verletzte Herrscher sie zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Doch da ist noch Amun, der mächtigste Magier im Reich, der eine ihm selbst unerklärliche Schwäche für den unzähmbaren Wildfang entwickelt ...
Der Kurzroman, der den elften Band der Reihe "Weltenwanderer" bildet, stellt dem Leser eine faszinierende Persönlichkeit vor. Vor dem Hintergrund einer nur leicht skizzierten ägypten-artigen Welt wird das Charakterbild einer unbeugsamen Frau entworfen, die mit Wut und Freiheitsliebe gegen von Männern verhängte Vorschriften und Verbote ankämpft, die immer wieder gesagt bekommt, sie sei ohnehin "wertlos", und die nur zu oft Schläge, Demütigungen und Schlimmeres einstecken muss.
"Freiheit - um jeden Preis" ist ein fesselnder, spannend geschriebener Roman, reich an innerlicher und äußerer Handlung. Vielleicht sind die Gedanken von Freiheit, Demokratie, Emanzipation und Selbstbestimmung etwas zu modern für eine Frau aus dem historischen Pharaonenreich, doch bleibt Karomaras Denkweise in sich schlüssig, ihre Ideen und Handlungen entwickeln sich konsequent aus dem zornig-freiheitsstrebenden Wesen der Heldin heraus und ergeben so eine Charakterstudie ohne Brüche. Auch der eingängige Schreibstil und das mitreißende Erzähltempo tragen dazu bei, die Novelle zu einem sehr schönen Leseerlebnis zu machen.
Hervorzuheben ist auch das gelungene Covermotiv, das eine Frau beim Erklettern einer Leiter zeigt: Die spannende, energiegeladene Perspektive gibt dem Leser bereits einen Vorgeschmack auf das, was ihn erwartet.

Fazit: Ein gelungener Roman, spannend und mitreißend. Und die Schilderung einer unbeugsamen Kämpferin, der man ein Happy End wünscht.

Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis. Weltenwanderer XI. Fantasy-Kurzroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 64 S., Euro 4,95.

Die Autorin
Isabella Benz ist das Pseudonym einer zwanzigjährigen Theologiestudentin. 1990 in Baden-Württemberg geboren begeisterte sie sich früh für phantastische Romane und mystische Kreaturen, bereits im zarten Alter von neun Jahren verschlang sie Wälzer wie Tolkiens „Herr der Ringe“, „Die Herrin der Stürme“ von Marion Zimmer-Bradley oder Michael Endes „Die unendliche Geschichte“. Kaum ein Jahr später beschloss die junge Schülerin, selbst einen Roman schreiben zu wollen.
Dem bislang unveröffentlichten Erstlings-Werk folgten Kurzgeschichten, mit denen sie das Handwerk übte und in die Verlagswelt hineinschnupperte. Mit 16 folgten die ersten Veröffentlichungen in Anthologien, mit 18 schrieb sie gemeinsam mit einer Co-Autorin ein Hörspielskript, das der Hörplanet vertonte und zwei Jahre später folgte ihr Debütwerk: der Kurzroman „Freiheit – um jeden Preis“, ein Heft der Reihe „Weltenwanderer“ des Arcanum-Verlages.


Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
Sina Geiß: Engelsgesang
Petra Hartmann: Darthula
Perrudja: Joie de la Curt
Nathalie Gnann: Einhornblut
Tanja Rast: Stadt im Schnee
Wolfgang Tanke: Bund der Schatten
Esther S. Schmidt: Der Trollring
Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion
Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit
Margareta Simari: Spiralmond
Barbara Schinko: Rabenfeder
Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin
Susanne Nort: Zwischen den Toren
Andrea Sondermann: Königin der verbotenen Stadt
Paul Wimmer: Der Weg der Macht
Stefan Wernert: Chimaerenrache

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Margareta Simari: Spiralmond

Eine ungewöhnliche astronomische Konstellation steht bevor: Sieben spiralförmig um den Mond laufende Sterne sollen die Wiederkehr des Propheten Schneenase verkünden. Das Volk der Hatti hofft auf einen Krieger, der es in den Kampf gegen die verhassten Stadtbewohner, die Hurtantes, führt.
Mit ihrem Kurzroman "Spiralmond" entführt Margareta Simari ihre Leser ins anatolische Hochland des dritten vorchistlichen Jahrtausends. Der historische Stamm der Hatti, die geheimnisvolle Stadt Hattuscha und der Mythos vom Felsdämon Ullikummi vermischen sich mit der fantastischen Fähigkeit von Simaris Protagonisten, sich zur Zeit des Vollmonds in Schneetiger zu verwandeln.
Der Held der Geschichte ist Uwanna Pat, ein junger Hatti, der zur Zeit der Begeisterung für den neuen Propheten und den Krieg gegen die Stadtbewohner einen seltsamen Traum, beziehungsweise eine Vision hat: Eine Stimme fordert ihn auf, sich zum "Rauchzahn" - so bezeichnet sein Volk die Stadt der Feinde - zu begeben. Uwanna Pat lernt die völlig andere Kultur der Hurtantes kennen, tritt in die Dienste eines Professors und erfährt hier aus alten Schriften, dass der angebliche Prophet zur Vernichtung der Stadt ein schlimmes Bündnis eingegangen ist: Die alten, bösen Götter aus den Tiefen der See drohen zurückzukehren und Hatti wie Hurtantes gleichermaßen zu verschlingen.
Der Roman schildert eine faszinierende, versunkene Welt und Zeit, über die nur wenig bekannt ist, und der Autorin gelingt es, eine spannende Handlung mit interessanten Schilderungen über das Leben der beiden verfeindeten Völker zu verbinden. Sehr gelungen sind die Zeichnung der jungen Hurtanza Leliwanza, die unbedingt Kriegerin werden will und trotz der Kriegsgefahr nicht ins Heer aufgenommen wird, und die naiven Blicke Uwannas auf das irritierende Leben und Treiben der Stadtleute.
An einigen Stellen wirkt die Ausdrucksweise der Helden unangemessen modern, zum Beispiel als im Kriegsrat die junge Sumiri feststellt: "So wie ich das verstanden habe (...), haben wir nur zwei Optionen". Ohne die genaue Redeweise der historischen Hatti und ihrer Gegner zu kennen, steht doch zu vermuten, dass sie nicht unbedingt das "Managersprech" des 21. Jahrhunderts im Munde führten. Auch Professor Hadanza, der in alten Tontafeln wühlt und sich an Übersetzungen versucht, wirkt eher wie ein angestaubter, redlicher Altphilologe an einem humanistischen Gymnasium. Doch sind dies Kleinigkeiten, die den Lesegenuss nicht schmälern. Der Autorin gelang ein spannender, hochinteressanter Roman in einer ganz eigenen Welt.

Fazit: Ein eigenwilliger Blick auf eine versunkene Epoche. Lesenswert.

Margareta Simari: Spiralmond. Weltenwanderer X. Fantasy-Kurzroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 68 S., Euro 4.95.

Infos zur Autorin:
Margareta Simari wurde 1988 in Wien, Österreich, geboren und hat 2006 einen Monat in einer Bäckerei gearbeitet, woraufhin sie sich als Schöngeist outete. Ihre sorgfältig ausgearbeitete Arroganz wurde in ihrer Heimatstadt wohlwollend aufgenommen; es wird geplant, sie im ganzen Land einzuführen. Margareta Simari lebt mit großem Wohlbehagen und einem Haufen Kellerasseln in Wien. Bisher ist ein Buch von ihr im Arcanum Fantasy Verlag, Dortmund, erschienen.


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Sascha Menghin: Kun - Im Auftrag der Göttin
Susanne Nort: Zwischen den Toren
Andrea Sondermann: Königin der verbotenen Stadt
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Stefan Wernert: Chimaerenrache

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Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit

Man nennt sie "Kinder der Dunkelheit": Kinder mit ungewöhnlichen, beängstigenden Begabungen, die im Heim der ebenfalls begabten Frau Agháida Zuflucht finden. Im neunten Kurzroman der Weltenwanderer-Reihe geht es um Licht und Schatten, um die Angst vor dem Zerbrechen der alten Ordnung und um den Kampf um Macht und Einfluss. Religöser Eifer trifft auf kindliche Unschuld, Überzeugungstäter und Intriganten werden gleichermaßen zur Bedrohung für Agháidas Schützlinge.
Lilith Kirchner erzählt von dem Jungen Fhirn, der von seinen überforderten, verängstigten Eltern im Heim abgeliefert wird. Den Neunjährigen plagen schwere Träume: Ein Mann will ihn ermorden. Und die Bedrohung durch den Fremden, der sich in seine Träume stiehlt, ist nicht der Phantasie entsprungen, sondern durchaus real. Denn der fromme Pater Athray, der in einer Vision den Untergang seines Ordens sah, begreift das Kind als den "Propheten der Dunkelheit", der für das Ende der religiösen Vereinigung verantwortlich sein wird.
Mit "Kinder der Dunkelheit" gelang Lilith Kirchner ein ungewöhnlicher, eingängiger Roman. Die Autorin schildert einfühlsam und doch in herben, schlichten Tönen das Leben eines Kindes, das nur durch seine Existenz die herrschende Macht bedroht. Der Roman, der in zwei Erzählsträngen von Fhirns Heimaufenthalt und Flucht und von Vater Athrays Kampf gegen den gefürchteten Propheten berichtet, ist geradlinig erzählt und schafft es trotz seines geringen Umfangs, die Welt des Ordens und des Heims vor dem inneren Auge des Leser plastisch erstehen zu lassen.
Sehr gelungen ist auch die Ausstattung des Büchleins: Das Titelbild, das sich mit seinem kirchenartigen Mauerwerk sehr schön in das gotische Spitzbogenfenster des Reihen-Designs einfügt, wird im Innenteil ergänzt durch drei Porträtzeichnungen der handelnden Personen.

Fazit: Ein berührender Roman, den man nicht wieder aus der Hand legen kann. Ein kleines Juwel der Erzählkunst. Und ein sehr weises Buch, das dem Leser ins Gedächtnis ruft, dass Licht nicht ohne Schatten existieren kann und dass kein Zweck die Mittel heiligt.

Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit. Weltenwanderer IX. Fantasy-Kurzroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 60 S., Euro 4,95.


Die Autorin
Lilith Kirchner wurde 1981 in Waldbröl geboren und wuchs in einem verschlafenen Dorf inmitten von Wäldern und Wiesen auf. Nach dem Abitur begann sie zu studieren. Nach einigen experimentellen Einblicken in verschiedene Studienfächer blieb sie beim Lehramtsstudium für die Fächer Biologie und Geschichte. Zurzeit lebt sie in Bonn und arbeitet als Referendarin an einer Integrierten Gesamtschule.
Ihr Kopf ist ein ständiger Tummelplatz von Bildern und Fragmenten von Geschichten, die sich mal mehr mal weniger gut schriftlich fixieren lassen wollen. Wenn die Sprache sie nicht weiterbringt, greift sie auch gerne zu Zeichenstift, Farbe und Pinsel. Inspiriert wird sie in erster Linie durch Mythologien, aber auch durch Gedankenspiele der Physik. Ihr erstes längeres und vor allem vollendetes Werk ist der 2010 im Arcanum Fantasy Verlag erschienene Kurzroman "Kinder der Dunkelheit".


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Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion

Ein Wettstreit der Magier steht im Zentrum des achten Weltenwanderer-Heftes: "Das Turnier von Eskendrion" handelt von der Ausbildung eines Jungen aus einfachen Verhältnissen zum Gestaltwandler und von seiner großen Bewährungsprobe.

Auf dem Weg zum "Turnier von Eskendrion"

Der junge Cormac kehrt zusammen mit seinem kleinen Bruder von einem Bad im See zurück, als ihnen im nebligen Wald ein seltsamer Fremder begegnet: Es ist einer der besten und bekanntesten Magier des Landes, der sich auf dem Weg zum sagenhaften Wettstreit der Gestaltwandler befindet. Das Zusammentreffen hat Folgen: Nach dem Turnier, bei dem er den dritten Platz erringt, taucht der alte Magier Calydrios auf dem Hof von Cormacs Eltern auf und will Cormac als Schüler annehmen. Die Bedingung: Der Junge muss sofort mitkommen und muss seine Familie aufgeben. Es folgt eine lange, für Cormac oft frustrierende Ausbildungszeit, an dessen Ende er zum ersten Mal selbst an dem Turnier teilnehmen darf.

Einfühlsame Annäherung an einen Steinadler

Der Roman ist ein sehr gelungenes Jugend-Fantasy-Abenteuer über die Ausbildung eines jungen Helden zum Magier. Besonders gelungen sind die Beschreibungen, in denen Cormac die Tiere kennen lernt, in die er sich später verwandeln soll. Denn ein Magier kann erst dann die Gestalt eines Wesens annehmen, wenn er nicht nur dessen Bewegungsabläufe und ihr Wesen begriffen hat, sondern auch so weit sein Vertrauen erwarb, dass es sich freiwillig von ihm berühren lässt. Sehr eindrucksvoll gelang die Schilderung von Cormacs Aufenthalt bei einem Falkner und seine Annäherung an die stolze Steinadlerdame Ina. Sehr schön geschildert sind auch die Konflikte zwischen dem alten, verbitterten Magier Calydrios mit seinen starren Grundsätzen und dem jungen Cormac, der gern etwas Neues ausprobieren möchte.

Fazit: Ein gelungener Jugendroman um ein klassisches Thema, ein Erlebnis für Tierfreunde und Fantasyfans. Lesenswert.

Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion. Weltenwanderer VIII. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 64 S. Euro 4,95.

Der Autor:
Steffen Gaiser erblickte im Jahre 1983 in Freudenstadt (Baden-Württemberg) das Licht der Welt. Dort, inmitten des Schwarzwaldes, schlug er im Laufe der Zeit ebenfalls eigene Wurzeln.
In der 12. Klasse entdeckte er unvermittelt seine Leidenschaft für das Schreiben und Geschichtenerzählen. Nachfolgend packte ihn diese neu erwachte Passion immer wieder und ließ ihn letzten Endes nicht mehr los. Schnell konzentrierte er sich dabei auf das Genre Fantasy, welches ihn seit seiner Jugendzeit in den Bann geschlagen hat. Seitdem tritt er an Verlage heran und wirbt aktiv mit seinen verfassten Werken.
Wenn er nicht gerade an einer neuen Geschichte schreibt, arbeitet er in einem mittelständischen Unternehmen. Dort ist er im IT-Bereich (Prozessoptimierung, Business Reengineering) tätig.

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Hirsch greift Jäger an - und mir fällt ein Stein vom Herzen

Eine der kniffligsten Stellen im Darthula-Roman war die Eingangsszene. Darthula ist auf der Jagd, schießt, und plötzlich wird der angeschossene Hirsch wütend und geht auf sie los. Ich hatte einiges an Bauchschmerzen mit dieser Szene. Ein Hirsch, der den Spieß umdreht und auf seinen Jäger losgeht? Biologisch totaler Blödsinn, dachte ich. Und macht man sich nun lächerlich, wenn man sowas schreibt?
Vielleicht hätte ich sie lieber auf die Wildschweinjagd gehen lassen sollen. Aber im Original verglich sie nun mal ihren bösen Nachbarn Cairbar mit einem Hirsch und versicherte mit Stolz, sie hätte schließlich gelernt, solche Tiere zu jagen.
Zum Glück gibt es das Internet. Und niemand ist so verrückt, dass er dort nicht jemanden findet, der ihm recht gibt.
Dieses hübsche Fundstück hat mich von meinen Skrupeln befreit.

Na dann: Waidmansheil!

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Esther S. Schmidt: Der Trollring

Eine Elfe und ein verurteilter Mörder, der als Arenasklave nur noch lebt um zu töten – die beiden Helden von Esther S. Schmidts Roman „Der Trollring“ hätten unterschiedlicher nicht sein können. Als Schicksalsgemeinschaft müssen sich die ungleichen Partner nach einem Überfall auf ihre Reisegruppe durchschlagen, um die nächste Stadt zu erreichen. Doch ihr Weg führt mitten durchs Gebiet der Ghule.

"Der Trollring" - ein Höhepunkt der Weltenwanderer-Serie

Der Autorin gelang mit diesem Fantasy-Kurzroman ein ausgesprochen einfallsreiches, ungewöhnliches Stück Literatur, das man auf jeden Fall zu den Höhepunkten der Weltenwanderer-Reihe rechnen muss. Das Aufeinandertreffen des verbitterten, zynischen Elfenhassers Daric mit der jungen, ätherischen und recht naiven Elfe Aroanida ist eine Charakterstudie mit zum Teil verblüffenden, zum Teil sogar ausgesprochen humorvollen Wendungen und Missverständnissen.
Dass Daric die Elfen hasst, wird im Laufe des Romans immer verständlicher. Ihre Arroganz, ihr unschuldiges Äußeres, ihr Unwillen, sich klar zu äußern und sich festzulegen – all dies verkörpert seine junge unfreiwillige Begleiterin in Reinkultur. Darics Hass ist vor allem dadurch begründet, dass er unschuldig als Mörder verurteilt wurde, nur weil die Elfen, die seine Unschuld hätten bezeugen können, sich prinzipiell nicht in Menschendinge mischen und sich daher weigerten, für ihn auszusagen.
Auch Aroanida bringt einiges an Vorurteilen und Widerwillen mit in die Partnerschaft ein. Es dauert lange, bis aus Hass und Misstrauen gegenseitiges Verständnis erwächst.

Esther S. Schmidt gelingt eine einfühlsame und zugleich spannende Charakterstudie

Der Roman ist flüssig und spannend geschrieben, er ist frei von Längen, und es macht Spaß, ihn zu lesen. Der Autorin gelingt es sehr gut, die beiden Helden vor dem inneren Auge des Lesers erstehen zu lassen. Die Charaktere sind einfühlsam und glaubwürdig geschildert, die Handlung verläuft zielstrebig und ohne Brüche oder Ungereimtheiten. Und auch Freunde eines Happy Ends kommen auf ihre Kosten.

Fazit: Ein bezauberndes, zynisches, philosophisches und spannendes Literatur-Kleinod. Überraschend und einfach gut.

Esther S. Schmidt: Der Trollring. Weltenwanderer VII, Fantasy-Kurzroman. Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 74 S., Euro 4,95.

Infos zur Autorin:
Geboren 1970 in Frankfurt am Main lernte sie lesen und schreiben noch vor dem ersten Schultag durch die „Sesamstraße“. Seitdem hat sie das Schreiben nicht mehr losgelassen.
Dem Wagnis der Vollzeit-Schriftstellerei nicht trauend musste sie etwas „Ordentliches“ lernen und arbeitet seit dem Jahr 1996 im Bereich des Steuerrechts. Zur eigenen Unterhaltung hat sie immer wieder auch umfangreichere Texte verfasst, aber erst seit 2005 befasst sie sich ernsthafter mit dem Schreiben und ist seitdem in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien vertreten. Im Juni 2010 erschien ihr erster Kurzroman "Der Trollring" im Arcanum-Fantasy-Verlag. Homepage: http://www.Esther-Schmidt.com


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Wolfgang Tanke: Bund der Schatten

„Bund der Schatten“, der 6. Band der Reihe „Weltenwanderer“, entführt die Leser in die Welt Vanthala. Der Autor, Wolfgang Tanke, erzählt in seinem Debütroman von einem grausamen Nekromanten, der mit einer Armee aus Untoten das Land mit Krieg überzieht, und von einem Bündnis aus Menschen, Elfen und Zwergen, das sich dem Bösen entgegenstellt.

3000 Jahre gebannt - und dann vergessen

Albanazar, der gefürchtete Totenbeschwörer, war dreitausend Jahre lang gebannt, doch niemand dachte daran, nach Ablauf der Frist den Bann zu erneuern. Er erwacht in der Totenstadt Rabenfels zu neuem Leben und erweckt sofort ein mächtiges Heer von toten Kriegern zu seinen Diensten. Nichts scheint ihn aufhalten zu können, einzig der „Bund der Schatten“ leistet noch Widerstand. Nur das Schwert eines Gottes, so lautet eine Prophezeiung, könnte Albanazar stoppen. Die Schatten werden nach und nach aufgerieben. Schließlich befiehlt Wolgaron, der Burgherr der Verborgenen Zitadelle und neuer Anführer des Bundes, einen verzweifelten letzten Angriff.

Wolfgang Tanke erzählt von Orks und Elfen

Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um einen klassischen High-Fantasy-Roman in der Nachfolge Tolkiens. Wolfgang Tanke erzählt detailliert und facettenreich. Die Sprache ist angenehm schlicht, die Sätze kurz und wenig gestelzt.
Der Geschichte liegt eine sehr komplexe und mit viel Liebe zum Detail ausgedachte Welt zugrunde. Der Leser erfährt einiges über die Gottheiten Vanthalas, über verschiedene Elfenvölker und ihre Lebensweise oder von den Orks, die als unfreiwillige Gefolgsleute des Nekromanten auftreten. Das ist eine Stärke, aber zugleich auch eine Schwäche des Romans. Denn das dünne Heftchen wurde mit Einzelheiten und Hintergrundinformationen so voll gestopft, dass die Welt den Rahmen des Kurzromans zu sprengen droht.

"Bund der Schatten" stellt 26 Personen auf knapp 70 Seiten vor

Der Roman umfasst nur knapp 70 Seiten, weist aber ein Glossar von 26 Personen auf, von denen die meisten dem Leser bei ihrem ersten Auftreten auch mit Vorgeschichte oder Verwandtschaftsbeziehungen vorgestellt werden, sodass die Story etwas „info-dump“-lastig wird. Es kommen Menschen, zwei Elfenvölker, Zwerge, Orks, Riesenkatzen, Hexen, Schwarzmagier, untote Assassinen, Götter, eine Banshee, eine Hydra, Raben und kleine geflügelte Kobolde namens Aemyls vor. Der Leser lernt den Mitternachtswald, die verborgene Zitadelle, die Dörfer Rhynd und Rebenhain, den Ort Elbenfurt, die Stadt Sturmwacht, den Götterhain in Quenthalis, Burg Schwarzenstein und die Nekropole Rabenfels kennen.

Weltenwanderer-Heft bietet Stoff für Trilogie

Eigentlich ist diese Geschichte der Stoff zu einem mindestens 300-seitigen Roman, wenn nicht sogar zu einer Fantasy-Trilogie. Das dünne Heft ist kaum ausreichend, diese Fülle zu fassen. Vielleicht legt der Autor ja bald eine umfangreichere Veröffentlichung über die Welt Vanthala vor?

Fazit: Ein flüssig geschriebenes Roman-Debüt mit Potential zum Weltenroman. Man darf gespannt sein, wie es mit dem Autor weitergeht.

Wolfgang Tanke: Bund der Schatten. Weltenwanderer VI. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 75 S., Euro 4,95.

Infos zum Autor:
Wolfgang Tanke, geboren 1965 in Mönchengladbach-Rheydt, ist staatlich geprüfter Betriebswirt und Leiter der Finanzbuchhaltung eines mittelständischen Unternehmens in Mönchengladbach. Er schreibt seit 2006 phantastische Erzählungen.
Seine literarischen Vorbilder sind Raymond Feist, Terry Brooks, George R.R. Martin und Brian Lumley. Er wurde 2008 Mitglied der „Wortweber – Autorengruppe Niederrhein“. In jenem Jahr veröffentlichte er auch seine erste Kurzgeschichte.
Anfang 2009 übernahm er die Leitung und Organisation der Autorengruppe „Wortweber“.
Er nahm an einer Seminarreihe zum Thema „Romane erfolgreich schreiben“ im Literaturhotel Franzosenhohl in Iserlohn teil.
Der Debütroman von Wolfgang Tanke, „Bund der Schatten“, erschien im Mai 2010 im Arcanum Fantasy Verlag. Homepage: http://www.wolfgangtanke.de/


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Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit
Margareta Simari: Spiralmond
Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis
Barbara Schinko: Rabenfeder
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Andrea Sondermann: Königin der verbotenen Stadt
Paul Wimmer: Der Weg der Macht
Stefan Wernert: Chimaerenrache

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"Darthula" zu gewinnen

Mein Roman "Darthula" ist heute der Lesetipp auf "Lady's Lit" und wird als Urlaubslektüre empfohlen. Wer bei der Verlosung Glück hat, kann auch ein signiertes Exemplar gewinnen.

Außerdem gibt es in dem Blog eine Rezension von Emilia Jones zu dem Buch. Darin heißt es: "Petra Hartmann hat sich schon immer darauf verstanden, den Leser in ihre fantastischen Welten zu entführen. Sie erzählt von Helden und Bösewichten und von einer Frau, die nicht nur tatenlos daneben steht, sondern selbst in den Kampf eingreift. Auch wenn die Geschichte etwas tragisch daher kommt, überzeugt sie durch den hervorragenden Schreibstil der Autorin."

Zu den literarischen Ladys geht es hier lang.

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Weltenwanderer V: Stadt im Schnee

Klirrende Kälte, Berge unter Eis und Schnee, gefährliche Riesenkatzen und kampfbereite Nomadenstämme, die die fremden Besatzer aus dem Kaiserreich angreifen, wo sie nur können - aber die größte Bedrohung der neu gebauten Bergfestung lauert in der Tiefe und stammt aus einer Zeit, von der selbst die Nomaden nur aus grausigen Legenden wissen ...
"Stadt im Schnee" von Tanja Rast ist der fünfte Kurzroman der Reihe Weltenwanderer. Die Autorin entführt den Leser in eine Welt, die ein wenig an den Himalaja erinnert. Die Nomaden leben unter anderem von dem, was Yaks ihnen liefern, doch ihre wichtigsten Haustiere sind die gezähmten Riesenkatzen, auf denen sie zu ihren Überfällen ausreiten. Ihr Ziel: die Karawanen, die die Stadt der Besatzer versorgen sollen. Die Partisanentaktik zeigt Erfolg. Hunger ist allgegenwärtig in der Stadt. Da fällt den Angreifern bei einem ihrer Überfälle eine wertvolle Geisel in die Hände: Das kleine Mädchen Ilya ist die Tochter einer Generalin des Kaiserreichs.
Tanja Rast schildert eine faszinierende Welt und lässt lebendige, glaubwürdige Charaktere aufeinandertreffen. Sehr gelungen und humorvoll sind die Szenen, in denen die junge Ilya ihren Bewacher zur Verzweiflung treibt und seine gefährliche Großkatze mit Keksen füttern will. Die Erzählung ist eine gelungene Mischung aus Kampf-, Liebes- und Fantasy-Abenteuer, in dem sich die Helden einer Bedrohung stellen müssen, die älter ist als ihre beiden Völker.

Fazit: Ein kleines Juwel aus dem Himalaja und ein besonderes Leseerlebnis. Unbedingt empfehlenswert.

Tanja Rast: Stadt im Schnee. Weltenwanderer V. Kurzroman. Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 70 S., Euro 4,95.

Infos zur Autorin:
Geboren 1968 als "echte Kieler Sprotte" im nördlichsten Bundesland, wohnt Tanja Rast mit vielen Tieren auf dem Land. Katzen, Hunde und Pferde beeinflussen Leben, Alltag und das Schreiben. Nach zahlreichen Romanen, die sie rückblickend als Versuche, das Schreiben zu lernen, bezeichnet, erschien 2010 ihr Erstling "Stadt im Schnee" im Arcanum Fantasy Verlag.
Die Autorin schreibt Urban Fantasy mit Richtung Mystery, Romance und Adventure. Nordeuropäische Sagen und Mythen fließen dabei in ihre Geschichten ein.

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Weltenwanderer IV: Einhornblut

"Einhornblut", der Debütroman von Nathalie Gnann, ist der vierte Titel der Reihe "Weltenwanderer". Im Zentrum der Geschichte steht das Lieblingstier der Fantasy: Es geht um Einhörner, die in einem Wald fernab der Menschen ihr friedliches Leben führen. Bis zu dem Tag, an dem eine Jagdgesellschaft sich aufmacht, ein ganz besonderes Wild zur Strecke zu bringen ...
Die Einhörner in Nathalie Gnanns Zauberwald sind nicht einfach nur pferdeartige Wesen mit einem Horn auf der Stirn. Vielmehr handelt es sich um "Einhornmenschen", die sich durch einen Trank aus einer bestimmten Quelle oder einem See in Einhörner verwandeln. Als die junge Einhorn-Frau Nienna von Jägern fast getötet wird, ist dies nur der Vorbote einer noch schlimmeren Nachricht: Ihr Bruder verschwindet, und die Waldbewohner vermuten, dass er von den Menschen gefangen und verschleppt wurde. Zusammen mit einem Häuptlingssohn vom Stamm der Wolfsmenschen macht sich Nienna auf, ihren Bruder zu befreien - oder notfalls zu rächen.
Die Geschichte ist sehr einfühlsam, stellenweise fast poetisch erzählt, die Autorin legt einen besonderen Fokus auf die sich entwickelnde Beziehung zwischen Einhorn und Wolfsmensch, die von anfänglicher Angst über Misstrauen bis hin zu Verständnis, Freundschaft und Vertrauen wächst. Nathalie Gnann erzählt von Freundschaft, Zusammenhalten und der dummen Angst der Menschen vor allem, was anders ist. Das Büchlein ist mit seiner jungen Heldin und den Anklängen an Mädchen-und-Einhorn-Romantik sehr gut für jugendliche Leserinnen geeignet. Vor allem die Szene, als Nienna in ihrem See schwimmt und sich, eins mit der Natur geworden, in ein Einhorn verwandelt, hat etwas Traumhaftes und trifft sich mit den Sehnsüchten vieler Leser.

Fazit: Ein überzeugendes Debüt voller Einhornzauber und Wolfsmagie. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.


Nathalie Gnann: Einhornblut. Weltenwanderer IV. Heftroman. Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 72 S., Euro 4,95.

Infos zur Autorin:
Nathalie Gnann wurde am 18. Juli 1989 in Rottweil geboren. Da sie schon früh gerne in fantastische Welten aller Art abtauchte, fiel der Schritt, selbst zu schreiben, nicht schwer. Erste Veröffentlichungen in Anthologien gaben den Auftrieb zum Weitermachen, bis 2010 ihr erster Heftroman „Einhornblut“ im Arcanum Fantasy Verlag erschienen ist.
Nach ihrem Abitur studiert sie seit 2009 Germanistik und Musikwissenschaft in Bonn.

Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
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Petra Hartmann: Darthula
Perrudja: Joie de la Curt
Tanja Rast: Stadt im Schnee
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Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion
Lilith Kirchner: Kinder der Dunkelheit
Margareta Simari: Spiralmond
Isabella Benz: Freiheit - um jeden Preis
Barbara Schinko: Rabenfeder
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Susanne Nort: Zwischen den Toren
Andrea Sondermann: Königin der verbotenen Stadt
Paul Wimmer: Der Weg der Macht
Stefan Wernert: Chimaerenrache


Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Vorschau: Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Erhältlich als EPUB oder für den Amazon-Kindle

Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Nächste Lesungen / Termine

Mittwoch, 30. Juli: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Montag, 11. August: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke". Ferienpassaktion des Fördervereins Rudolf von Bennigsen. RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen (Springe). 16 bis 18 Uhr.

Dienstag, 19. August: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 2. September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.

Donnerstag, 25.September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 3. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 22. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 5. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 28. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 30. Dezember: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

Seite der Nestis-Serie:
www.nestis.net

Termine der Hildesheimlichen Autoren

Juli

Mittwoch, 30. Juli: Altje Hornburg und Petra Hartmann lesen in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Beginn: 19 Uhr.


August

Dienstag, 12. August: Mitgliederversammlung, Gewölbekeller des Knochenhauer Amtshauses. Beginn: 18 Uhr
Samstag, 16. August: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.


September

Dienstag, 2. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.
Samstag, 20. September: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.
Donnerstag, 25. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, voraussichtlich 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.


Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

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