"Planetaktion Z" heißt der 25. Band der Science-Fiction-Serie Mark Brandis. Das "Z" steht für "Zigeuner", und die "Planetaktion" besteht im Zusammentreiben und Abtransportieren dieser Bevölkerungsgruppe. Im Jahr 2086 ist der Vielvölkerstaat EAAU noch immer zu Progromen bereit, die an die Verbrechen des Nazireichs erinnern. Nur, dass diesmal modernste Computertechnik mit im Spiel ist.
In der Europäisch-Amerikanisch-Afrikanischen Union wird ein Anschlag auf den Präsidenten verübt. Als Attentäter wird von einem neuartigen Fahndungscomputer ein Angehöriger der Volksgruppe der "Zigeuner" ermittelt. Ähnlich wie im Roman "Salomon 76", als ein Supercomputer des Gerichtswesen übernehmen sollte, löst der neue Fahndungscomuter eine gewaltige Serie von Verhaftungen aus. Allerdings ist es diesmal eindeutig menschliches Versagen des Herstellers, der die drei Buchstaben "ZIG", die der Computer ausspuckt, voreilig interpretiert und dann den Fehler nicht zugeben will. Eine Katatstrophenmeldung jagt die nächste. "Zigeuner" seien Schuld an der Vergiftung der Brunnen, heißt es. Progromstimmung breitet sich aus, Rassenhass und Gewaltbereitschaft wachsen. Menschen werden wie Vieh zusammengetrieben und in ein Lager abtransportiert - ein Lager auf demm Mars.
Grischa Romen im Fadenkreuz der Rassisten
Auch Grischa Romen, Pilot der Unabhängigen Gesellschaft zur Rettung Raumschiffbrüchiger und Freund von Mark Brandis, soll verhaftet werden. Anfangs kann Brandis dank der Sonderstellung seiner Gesellschaft, seinen Piloten noch schützen. Doch das Netz zieht sich enger zusammen, und auch innerhalb der Gesellschaft gibt es Rassisten und Karrieristen, die Romen ans Messer liefern wollen.
Mark Brandis zwischen Blauäugigkeit und Gewissen
Der Roman ist spannend und in bewährter Brandis-Qualität beschrieben. Allerdings ist die nahezu grenzenlose Blauäugigkeit, mit der Brandis auf Anordnungen der Regierung reagiert, oder seine resignative "Ich kann ja doch nichts tun"-Haltung für den Leser manchmal auch etwas nervend. Wer im Geschichtsunterricht auch nur halbwegs bei Bewusstsein war, erkennt schon auf den ersten Seiten, was sich hier anbahnt. Immerhin hat Brandis' Frau Ruth schon sehr viel früher und klarer durchgeblickt und Position bezogen. Positiv ist zu vermerken, dass so eine sehr ausgearbeitete Charakterstudie eines Mannes entstand, der eben kein Superheld ist, sondern ein normaler Mensch mit Ängsten und Schwächen - und trotzdem mit Gewissen und Idealen.
Fazit: Spannender Roman über Computergläubigkeit, Rassenhass und Bürokratie. Nicht brillant, aber ganz ordentlich und lesenswert.
Mark Brandis: Planetaktion Z. Nittendorf: Wurdackverlag, 2012. 192 S., Euro 12.
Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton-Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne
In der Europäisch-Amerikanisch-Afrikanischen Union wird ein Anschlag auf den Präsidenten verübt. Als Attentäter wird von einem neuartigen Fahndungscomputer ein Angehöriger der Volksgruppe der "Zigeuner" ermittelt. Ähnlich wie im Roman "Salomon 76", als ein Supercomputer des Gerichtswesen übernehmen sollte, löst der neue Fahndungscomuter eine gewaltige Serie von Verhaftungen aus. Allerdings ist es diesmal eindeutig menschliches Versagen des Herstellers, der die drei Buchstaben "ZIG", die der Computer ausspuckt, voreilig interpretiert und dann den Fehler nicht zugeben will. Eine Katatstrophenmeldung jagt die nächste. "Zigeuner" seien Schuld an der Vergiftung der Brunnen, heißt es. Progromstimmung breitet sich aus, Rassenhass und Gewaltbereitschaft wachsen. Menschen werden wie Vieh zusammengetrieben und in ein Lager abtransportiert - ein Lager auf demm Mars.
Grischa Romen im Fadenkreuz der Rassisten
Auch Grischa Romen, Pilot der Unabhängigen Gesellschaft zur Rettung Raumschiffbrüchiger und Freund von Mark Brandis, soll verhaftet werden. Anfangs kann Brandis dank der Sonderstellung seiner Gesellschaft, seinen Piloten noch schützen. Doch das Netz zieht sich enger zusammen, und auch innerhalb der Gesellschaft gibt es Rassisten und Karrieristen, die Romen ans Messer liefern wollen.
Mark Brandis zwischen Blauäugigkeit und Gewissen
Der Roman ist spannend und in bewährter Brandis-Qualität beschrieben. Allerdings ist die nahezu grenzenlose Blauäugigkeit, mit der Brandis auf Anordnungen der Regierung reagiert, oder seine resignative "Ich kann ja doch nichts tun"-Haltung für den Leser manchmal auch etwas nervend. Wer im Geschichtsunterricht auch nur halbwegs bei Bewusstsein war, erkennt schon auf den ersten Seiten, was sich hier anbahnt. Immerhin hat Brandis' Frau Ruth schon sehr viel früher und klarer durchgeblickt und Position bezogen. Positiv ist zu vermerken, dass so eine sehr ausgearbeitete Charakterstudie eines Mannes entstand, der eben kein Superheld ist, sondern ein normaler Mensch mit Ängsten und Schwächen - und trotzdem mit Gewissen und Idealen.
Fazit: Spannender Roman über Computergläubigkeit, Rassenhass und Bürokratie. Nicht brillant, aber ganz ordentlich und lesenswert.
Mark Brandis: Planetaktion Z. Nittendorf: Wurdackverlag, 2012. 192 S., Euro 12.
Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton-Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne






















