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Gallaghers Sieg - die verschollene Seite

... und natürlich hatte auch "Gallaghers Sieg" ein Vorwort.

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Das letzte Osterei für heute ist der Text von damals:

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Mit "Gallaghers Sieg" – oder "Die Bulsia-Rochade", wie das Manuskript in einer früheren Version hieß – endet die erste Trilogie um den Weltraumsöldner Clou Gallagher und sein intelligentes Raumschiff Trigger. Zu Beginn der Geschichte hat Clou endlich erreicht, was er sich schon am Ende von "Gallaghers Sturm" vorgenommen hatte – er arbeitet als Kundschafter für die Raumflotte der Republik Terra. Unversehens findet er sich inmitten einer brisanten politischen Situation wieder, als die Regierung der Erde und der Kaiser von Symirus sich anschicken, zwei Planeten gegeneinander zu tauschen und dabei eine massive Verschiebung des interstellaren Grenzverlaufs in Kauf zu nehmen.

Der Abschluss einer Trilogie bietet eine gute Gelegenheit, noch ein paar Fragen zu klären, die bisher unbeantwortet geblieben sind. Das Aussehen der Charaktere beispielsweise ist ein solches Themengebiet. Ich habe es mir angewöhnt, mir beim Schreiben eine "Idealbesetzung" zusammen zu stellen und jeder Figur gedanklich einen Schauspieler oder einen Popstar zuzuordnen. Diese Vorgehensweise vereinfacht das Anfertigen von Personenbeschreibungen und stellt auch sicher, dass eine gewisse Kontinuität bei der Schilderung von äußerlichen Merkmalen von Buch zu Buch gegeben ist.

Wie sehen also Clou Gallagher und Raymon Alejandro Cartier aus? Für Clou hatte ich anfangs jemanden wie Rutger Hauer oder Billy Idol vorgesehen, inzwischen habe ich mich aber auf Sean Bean festgelegt. Klaus Löwitsch wäre die ideale Besetzung für Raymon Cartier gewesen, aber Michael Ironside wäre auch eine gute Alternative.

Und die Damen? Für die Rolle der Tonya Delanne schwebte mir damals Michelle Pfeiffer oder Sharon Stone vor. Von den heute angesagten Schauspielerinnen kämen Cameron Diaz oder Charlize Theron dafür in Frage. Bezüglich Debi Branigunn wiederum habe ich die Qual der Wahl zwischen Angelina Jolie und Catherine Zeta-Jones.

Trigger schließlich, der ursprünglich nach dem Pferd von Leinwand-Cowboy Roy Rogers benannt wurde, stelle ich mir wie eine Mischung aus einem Space Shuttle und einem Apache-Kampfhubschrauber vor, nur eben blau und ein wenig verbeult.

Was bringt die Zukunft für Clou Gallagher? Nun, hier ist der Hinweis auf die Bücher "Gallaghers Rückkehr", "Gallaghers Rache" und "Gallaghers Ruhm" angebracht, welche bereits im Basilisk-Verlag erschienen sind und einige Jahre nach den Ereignissen von "Gallaghers Sieg" spielen. Darüber hinaus existieren bisher nur eineinhalb Manuskripte und ein paar Ideen für eine dritte Trilogie, in der Clou mehr und mehr in den Hintergrund treten und einer neuen Generation von Protagonisten das Rampenlicht überlassen wird. Aber ob und wann ich jemals dazu komme, diese drei Bände zu Ende zu schreiben, wissen allein die Sterne.


Nun, "Gallaghers Rückkehr", "Gallaghers Rache" und "Gallaghers Ruhm" sind inzwischen ebenfalls als Sammelband "Gallaghers Krieg erschienen", und von der damals angedachten dritten Trilogie existieren immerhin schon "Gallaghers Tochter" und "Gallaghers Tod". Was ich eigentlich erzählen wollte - und so kam ich überhaupt darauf - ich wälze seit einigen Tagen Ideen, die der neunte und letzte Band der Serie aussehen könnte. Mir schwebt da eine Geschichte vor, die einen würdigen Abschluß unter die Geschehnisse setzten dürfte. Ich halte euch - wie üblich - auf dem Laufenden...

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Gallaghers Schlacht - die verschollene Seite

Auch "Gallaghers Schlacht" hatte in der 2007er Ausgabe ein Vorwort. Für diejenigen von euch, die das Buch nicht haben (eine Schande eigentlich, bei dem schönen Cover!), hier der Text zum Nachlesen:

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"Gallaghers Schlacht" ist die vorerst letzte Inkarnation eines Manuskripts, das beinahe ebenso viele Überarbeitungen hinter sich hat wie der erste Band der Serie.
In der allerersten Fassung des Stoffes hatte sich der Söldner Clou Gallagher den Raumstreitkräften der Erde angeschlossen. Als sich auf einem kleinen Planeten eine Revolution gegen die Zentralregierung auf der Erde zusammenbraute, musste Clou als Undercover-Agent dort eingeschleust werden, um die Lage zu sondieren, einige Unruhestifter diskret zu beseitigen und letztlich die Landung eines größeren Kampfverbandes vorzubereiten, der Recht und Ordnung wieder herstellen sollte. Bei der Infiltration musste Clou sein Haupthaar lassen, da seine Tarnidentität die eines Priesters war. Und gerade als ich das erste Drittel des Romans fertig hatte und bei der Stelle mit dem kahlgeschorenen Clou angelangt war, kam "Alien 3" in die Kinos – und ich fand die Idee mit dem rasierten Schädel plötzlich gar nicht mehr so originell. Aus der irrationalen Befürchtung heraus, dass man denken könnte, ich hätte die Idee dort geklaut, löschte ich frustriert die ganze Datei. Nur ein einziger Ausdruck davon hat überlebt und dient mir bis heute als Steinbruch; ab und zu tauchen Namen und Orte aus diesem Fragment in anderen Romanen wieder auf, so zum Beispiel in "Gallaghers Rache".
Bei der Suche nach neuen Ideen für das nächste Buch mit Clou Gallagher wurde ich schließlich bei dem alten Piratenschinken "Gegen alle Flaggen" von George Sherman fündig, in dem ein britischer Offizier (gespielt von Errol Flynn) eine Seeräuberfestung infiltriert, zwischen rivalisierende Freibeuter (Anthony Quinn und Maureen O'Hara) gerät und die Verteidigungsanlagen der Piratenhochburg vor dem Eintreffen der königlichen Flotte sabotieren muss...
Nun, John Sturges hatte Akira Kurosawas "Die sieben Samurai" in den Wilden Westen verlegt – was hinderte mich daran, "Gegen alle Flaggen" ins Weltall zu verlegen?
Das Ergebnis halten Sie in der Hand. Gute Unterhaltung!


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Gallaghers Sturm - die verschollene Seite

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Die 2007 im Atlantis-Verlag erschienene Paperback-Version des Romans "Gallaghers Sturm" enthielt seinerzeit ein Vorwort, welches es leider nicht in den späteren Sammelband "Gallaghers Mission" geschafft hat. Da "Gallaghers Sturm" inzwischen vergriffen ist, dürfte es wohl keinen stören (und vielleicht sogar den einen oder anderen interessieren), wenn ich diesen kleinen Aufsatz hier poste:

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Ich schreibe, seitdem ich lesen kann. Das Erzählen einer spannenden Geschichte, mit der ich meine Leser unterhalten darf, ist mir dabei das Wichtigste. Vorworte liegen mir eigentlich weniger, daher möchte ich mich kurz fassen. Versprochen!
Wie ich zur Science Fiction kam? Ganz einfach. Als 1977 ein Film namens "Star Wars" Premiere hatte, war ich sechs Jahre alt. Und da es zu dem Film auch gleich noch das passende Spielzeug gab, hatte ich gleich zwei neue Hobbys, die mich bis heute nicht losgelassen haben: Abenteuer auf fremden Welten – und das Sammeln von Star-Wars-Memorabilia. Meine ersten selbsterfundenen Science-Fiction-Geschichten entstanden dann auch in Landschaften aus Kissen und Decken mit Hilfe von kleinen Figürchen und Raumschiffen aus Kunststoff. Vermutlich zapft mein Unterbewusstsein bis heute längst verschüttete Erinnerungen an diese Zeit an, wenn ich schreibe.
Die ersten Versuche, ein eigenständiges SF-Epos zustande zu bringen, datieren noch aus den siebziger Jahren. Die meisten dieser Geschichten sind leider (oder vielleicht Gott sei Dank) verloren gegangen. In den achtziger Jahren unternahm ich erneut mehrere Anläufe, die Abenteuer eines Weltraum-Scouts namens "Clou P. Gallagher" (in ersten Entwürfen hieß er noch "Ron Ronalds" bzw. "Deri Bostom") und seiner Crew – einer Art "A-Team" im Weltall – in Worte zu fassen. Auch dieses Unternehmen kam über einige Seiten und ein paar Skizzen nicht hinaus.
Von 1990 bis 1991 schließlich schrieb ich den ersten richtigen Roman um Clou Gallagher ("Clou Gallagher und der Schatz von Kerian") im Büro, und zwar in den Mittagspausen und nach Feierabend. Die Urfassung enthielt so ziemlich alle Fehler, die ein Anfänger nur machen kann: abrupte Perspektivenwechsel mitten im Absatz, ein unausgegorener Handlungsbogen und ähnliche Makel. Das ursprüngliche Manuskript hat seitdem unzählige Revisionen erfahren.
Hundertprozentig zufrieden war ich mit all diesen Versionen allerdings noch immer nicht. Und auch die Kritiker stellten fest, dass die Story an sich zwar durchaus zu unterhalten vermochte, die Charaktere aber nicht genug Tiefgang hatten und die Erzählweise stellenweise noch nicht flüssig genug war.
Nachdem ich inzwischen mehr als tausend Seiten der "Gallagher-Chroniken" verfasst habe, sehe ich das, was ich vor fünfzehn Jahren geschrieben habe, heute auch mit anderen Augen. Ich habe daher beschlossen, zurück zu den Ursprüngen zu gehen und den Anfang mit anderen Worten neu zu schreiben – sozusagen eine Nacherzählung des ursprünglichen Stoffes, bereinigt um die stilistischen und inhaltlichen Anfängerfehler von damals. Sie halten das Resultat in der Hand, den "Director's Cut", sozusagen. Ich wünsche Ihnen damit gute Unterhaltung!


Das Buch ist wie gesagt vergriffen und - wenn überhaupt - dann nur antiquarisch erhältlich. Wer den Roman noch nicht kennt, findet ihn ganz vorne in dem Sammelband "Gallaghers Mission" (entweder als eBook bei Amazon oder als Hardcover direkt beim Verlag)

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Dubai Diaries - Episode 98

Was für ein hartes Urteil: die Leitung der Verkehrspolizei Dubai sagt wörtlich: "80 per cent of Dubai pedestrians don’t have enough education for crossing the roads" (Quelle), also zu deutsch "80 % der Fußgänger in Dubai sind zu ungebildet, um über die Straßen zu gehen".Eingefügtes Bild Oder, platter ausgedrückt und frei nach dem großen Poeten Mike Krüger: zu dumm, für aus'm Bus zu gucken. Eingefügtes Bild

Es ist ja nicht so, daß man seitens der Polizei nicht versuchen würde, dieser Unsitte Einhalt zu gebieten. Es gibt hohe Zäune, es gibt an strategisch wichtigen Punkten Fußgängerbrücken, und all das hat man sich viel Geld kosten lassen. Dennoch gibt es immer wieder Leute, die davon unbeeindruckt versuchen, die Schnellstraßen und Autobahnen zu Fuß zu überqueren (erwähnte ich schon, daß die Autobahnen hier zwei- bis dreimal so viele Spuren haben wie in Deutschland? Ja? Gut). Warum? Weil sie das zu Hause in Bangladesh auch so machen, ganz einfach... und sie übersehen dabei den klitzekleinen Unterschied, daß sich die Autos hier auf einer asphaltierten siebenspurigen Straße deutlich schneller fortbewegen als auf einer schlaglochübersäten Dschungelpiste. Diese Typen sind einfach nicht in der Lage, die Geschwindigkeit des näherkommenden SUVs und die damit einhergehende Gefahr richtig einzuschätzen. Wenn der Groschen dann doch fällt, ist es meistens schon zu spät, und die immerhin sehr steile Lernkurve endet abrupt mit dem plötzlichen Ableben des Delinquenten. Eingefügtes Bild

Im ersten Quartal gab es über 24.000 registrierte Fälle (die Dunkelziffer dürfte ein Vielfaches davon betragen), und es waren leider auch schon 11 Todesopfer dabei zu beklagen. Wollen wir mal hoffen, daß sich dieser Trend - im allgemeinen Interesse! - bald mal umkehrt.

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Dubai Diaries - Episode 97

Es hat das Potenzial, ein Running Gag zu werden: in der letzten Zeit habe ich massive Probleme damit, meine persönliche Terminplanung mit dem Tourkalender der Pet Shop Boys in Einklang zu bringen. Soll heißen: Neil Tennant und Chris Lowe sind in der Stadt... und ich nicht!

Im letzten Sommer war es schon einmal so. Am 1. Juli 2013 hatte ich meinen ersten Arbeitstag in Dubai... und die Pet Shop Boys einen Auftritt bei der Dortmunder Musik Week. Knapp verpaßt, denn von Essen aus wäre ich ja in ein paar Minuten dort gewesen. Und jetzt das gleiche in grün: heute wurden die Künstler bekannt gegeben, die am 9. Mai auf dem hiesigen Sandance Festival auftreten werden. Darunter eben auch die Pet Shop Boys. Und wer ist an dem Tag auf Dienstreise in Deutschland? Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 96

Heute war ein richtig schöner Tag. Wir haben mit einigen Freunden einen Ausflug in die omanische Provinz Musandam gemacht. Nach knapp dreistündiger Fahrt durch Wüste und Nachbar-Emirate (und natürlich den bereits sattsam bekannten Formalitäten bei der Ausreise aus den UAE und der Einreise in den Oman) kamen wir in der Hafenstadt Khasab an. Von dort aus ging es mit einem Schiff in einen nahegelegenen Khor, der - genau wie ein norwegischer Fjord - einen tiefen (in diesem Fall: 20 km lang) Einschnitt in die Küstenlinie darstellt. Während Norwegen die Form seiner Küste aber hauptsächlich den Gletschern der letzten Eiszeit zu verdanken hat, wurde die Küste Omans hier an der Straße von Hormuz durch Plattentektonik geformt.

Das Resultat ist ein bizarres Relief von kreuz und quer verlaufenden Gesteinsschichten, die allem Anschein nach vor einigen Jahrmillionen Jahren noch waagerecht verlaufende Sedimentschichten am Meeresboden gewesen sein müssen. Die gleichen Kräfte, die auf der iranischen Seite der Meerenge immer wieder mal für Erdbeben sorgen, haben hier den Meeresgrund ziehharmonikaförmig aufgefaltet - und das bis zu siebenhundert Meter hoch! Das Resultat sieht dann beispielsweise so aus:

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In dieser Einöde kommt man sich vor wie auf einem anderen Planeten. Und doch ist der Khor nicht unbewohnt. Zum einen sind da die vielen Delphine, die die Gewässer bevölkern und sich immer wieder mal neugierig dem Boot genähert haben (wenn nicht gerade die Skipper der diversen Ausflugsboote sich darin zu übertrumpfen versuchten, die Touristen so nahe wie möglich zu den Tieren zu bringen), zum anderen Zigtausende Kormorane, die es sich in der Steilküste gemütlich gemacht haben. Und dann gibt es tatsächlich drei Fischerdörfer. Den Bewohnern fehlt es dank staatlicher Versorgung mit Strom, Gas und Wasser an nichts (na gut, die Anreise zu Schule und Arzt ist ein wenig mühsam, zugegeben). Trotzdem ist das Leben dort hart - nicht zuletzt deshalb, weil die Dorfbewohner alle miteinander verwandt sind und solche Konstellationen im Allgemeinen gar nicht gut für den Familienfrieden und den Genpool sind. Straßen gibt es natürlich auch nicht, stattdessen hat jeder ein Boot, mit dem er rüber nach Khasab fahren kann, wo er seinen Geländewagen geparkt hat, mit dem er dann seine Besorgungen machen fährt. Das erklärt möglicherweise die mangelnde Fahrpraxis und das exzentrische Verhalten einiger omanischer Verkehrsteilnehmer. Nicht umsonst haben die Omanis auch gelbe Nummernschilder mit schwarzer Schrift... das kann kein Zufall sein.

Zurück zum Fjord, äh, Khor: nach zwei Schwimmpausen (eine davon neben der berühmt-berüchtigten Telegraph Island), Mittagessen an Bord und mehrmaligem Delphin-Gucken ging es wieder gen Heimat (nicht, ohne die obligatorischen Formalitäten bei der Ausreise... schade eigentlich, daß es dieses T-Shirt nicht in 3XL gibt). Was bleibt, sind bleibende Eindrücke von einer gewaltigen Naturkulisse gleich hier um die Ecke... sollte man bei Gelegenheit wiederholen. Für diejenigen von euch, für die der Oman ein bißchen weiter weg ist, gibt es in meinem Twitter-Account eine kleine Auswahl an Fotos.

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Dubai Diaries - Episode 95

Ich war heute auf einen plötzlichen Impuls hin auf dem Heimweg doch noch mal bei Shop'n'Park in Jumeirah, um ein paar Extra-Würfel für mein X-Wing-Spiel zu kaufen (kann man ja nie genug haben)... und Glück gehabt, da hing doch tatsächlich ein einsamer (er hatte noch nicht mal ein Preisschild, das ihm Gesellschaft leistete) TIE-Bomber in einem ansonsten leeren Regal. Jetzt hat der kleine Brummer ein neues Zuhause. Für 55 AED kann man nicht meckern... für das Geld kriege ich den nicht via Amazon importiert!

Meine Flotte wächst allmählich... Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 94

Das hier ist wieder so'ne Story, bei der man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll:
9-month-old appears in court accused of attempted murder in Pakistan

und
Pakistani baby taken into hiding after attempted murder charge


Nein, das ist nicht aus dem Pan-Arabia Enquirer, sondern aus der seriösen Gulf News. Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 93

Na, super. Jetzt brenne ich darauf, mir eine kleine bis mittelgroße Flotte von Schiffen für das X-Wing-Strategiespiel, von dem ich neulich sprach, zusammenzuklauben - da muß ich feststellen, daß es gar nicht so leicht ist, die gewünschten Sachen in Dubai zu bekommen. Also doch in Übersee bei Amazon bestellen und weiter von vollen Spieltischen wie diesen träumen:



Zwar habe ich durch Zufall entdeckt, daß der unscheinbare Supermarkt "Park n Shop" an der Al Wasl Road sogar Figürchen und Zubehör für Warhammer und so verkauft, aber das, was ich suche, hatte er leider auch nicht vorrätig. Also weitersuchen oder online kaufen...

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Dubai Diaries - Episode 92

Nachdem der gestrige Tag auf dem Middle East Film & Comic Con ja stellenweise in Streß ausartete, haben wir es heute etwas ruhiger angehen lassen. In Ruhe mit den Homies abhängen...


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... anschließend noch mal die Stände der lokalen Zeichentalente nach tollen Bildern abgrasen (eines davon muß ich euch bei Gelegenheit unbedingt mal zeigen: ein Crossover aus einem Clonetrooper und WarMachine aus den Marvel-Comics... der Hammer!!!) und anschließend in einen Workshop mit einem Knetgummispezialisten aus den Studios von Aardman Animation. Ich hatte ja gehofft, sie würden da ein wenig über ihre Stop-Motion-Animationen erzählen. Das war leider nicht der Fall. Statt dessen bekam jeder Teilnehmer jeweils einen Klumpen weißer und schwarzer Knete zugeteilt, und dann sollten wir Shaun das Schaf modellieren lernen.

Vorher:

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Nachher:

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Es war schon lustig: jeder hatte die gleichen Materialien bekommen, aber während einige Kursteilnehmer aus der schwarzen und der weißen Knete in Windeseile graue Knete geformt hatten und einige andere sich sehr abmühten, etwas annähernd Schafartiges zu Stande zu bringen, hatten manche den Dreh sofort raus und modellierten einen Shaun, der echter aussah als der echte. Mit meiner Tochter und mir war der Coach zufrieden; ich selbst haderte bis zuletzt mit den Proportionen. Leider haben wir unsere Schafe zurücklassen müssen... schade, aber ich hätte den kleinen Kerl nicht heil nach Hause bekommen.

Was dann noch war: ich bin mit dem Star Wars X-Wing Miniature Game angefixt worden - und mußte dann auch gleich das Spiel sowie die Millennium-Falcon-Erweiterung kaufen. Das Spiel macht echt Spaß... vor allem, weil ich mein Probespiel auch glatt gewonnen habe, yeah!!! Von den anderen Spielerweiterungen habe ich schon die Slave 1 und den TIE Interceptor im Fadenkreuz... Ich fürchte, das ist der Beginn einer langen Freundschaft. Der Vorteil bei diesem Spiel ist halt, daß die Modelle schon fix und fertig bemalt kommen... was mich bei den meisten Tabletop-Spielen neben den Kosten und dem Zeitaufwand bisher immer abgeschreckt hat, ist die Tatsache, daß man die ganzen Figürchen und Landschaften alle selber basten und bemalen muß. Das ist nichts für feinmotorisch Benachteiligte, die - wie ich - zwei linke Hände und überdies zehn Daumen haben.

Ich hätte auch noch mehr einkaufen können. Eine Erstausgabe des allerersten Avengers-Heftes, signiert von Stan Lee? Kein Problem, für eine Viertelmillion Dirham. Ein wenig gezögert habe ich bei der Erstausgabe von Marvel's John Carter of Mars #1... aber das Geld gebe ich jetzt lieber für neue X-Wing Miniaturen aus. Ich habe ja schon den Sammelband, das muß reichen.

Alles in allem war dieser MEFCC eine gelungene Veranstaltung. Es ist aber wirklich von Vorteil, seine Aktivitäten auf zwei Tage zu verteilen und nicht krampfhaft alle Programmpunkte an einem Tag durchknüppeln zu wollen. Wir werden wohl aller Voraussicht nach nächstes Jahr wieder dort sein. Nach dem Con ist vor dem Con. Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 91

Dieses komplette Wochenende ist bei mir hemmungslose Heldenverehrung angesagt. Zur Einstimmung ging es gestern in das größte Imax-Theater des nahen Ostens (welches zufällig hier in der Stadt und nur 20 Autominuten weit weg ist), wo "Captain America: The Winter Soldier" startete. Toller Film, Action satt, auch ein paar stille Charakter-Momente und einige mehr oder weniger unerwartete Wendungen. Doof nur, daß hinter mir eine Familie mit einem Blag (nein, ich sage jetzt absichtlich nicht Kind) saß, welches ganz eindeutig noch nicht zur zugelassenen Zielgruppe des Films gezählt werden konnte und seine mangelnde Reife durch (leider vernehmliche) Verständnisfragen wie "Was ist da jetzt passiert?", "Ist der tot?" und "Ist das seine Mama?" eindrucksvoll unter Beweis stellte. Das waren dann so Situationen, in denen ich mir die Hydra-Kanonen aus dem Film herbeiwünschte. BUFF! Fire & forget.Eingefügtes Bild

Weiter ging es dann heute mit dem - ich erwähnte es neulich schon - Middle East Film & Comic Con, kurz MEFCC.



Der Tag dort bestand zum großen Teil aus Schlangestehen. Die erste Schlange war die am Einlaß. Bis meine Tochter und ich unsere Tickets gegen schmucke Armbändchen getauscht hatten, war schon mal die erste halbe Stunde rum. Die zweite Schlange gab es an dem Schalter, an dem man die Gutscheine für die Autogrammstunden kaufen mußte. Ich beschränkte mich auf Seth Green und Taylor Kitsch und verkniff mir Sylvester McCoy. Die dritte Schlange gab es dann bei der Autogrammstunde mit Seth Green und die vierte - ihr ahnt es vermutlich bereits - bei der von Taylor Kitsch.

Von Seth Green und seinem Kollegen Tom Root habe ich mir meine britische Limited Edition von "Robot Chicken: Star Wars II" signieren lassen und noch ein wenig mit denen herumgealbert. Taylor Kitsch war so freundlich, mir ein Autogramm in mein Buch "The Art of John Carter" zu geben. Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Zwischendurch kam noch ein Mitarbeiter von Seth Green hinter mir her gerannt und fragte mich, ob ich die DVD, welche Seth signiert hatte, etwa hier in Dubai auf dem Con gekauft hätte und wenn ja, wo. Leider mußte ich den guten Mann enttäuschen, die DVD stammte ja aus meiner Schatzkammer. Eingefügtes Bild

Der Con selbst ist riesig, das Angebot auch. Ich hätte meine kleine Sammlung an Sideshow-Figuren mühelos mit einem Schlag vervollständigen können. Besonders beeindruckend war auch auch das Display der diversen Iron-Man-Rüstungen, wie man es aus dem Bastelkeller von Tony Stark kennt... in Lebensgröße, versteht sich. Das sah dann ungefähr so aus:

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Noch mehr Fotos (u.a. Großaufnahmen aller Rüstungen) gibt es in meinem Twitter-Feed.

Außerdem haben wir noch den Marvel-Stand inspiziert (wo es einige Giveaways zum neuen Captain-America-Film gab) und am Stand daneben unseren neuen Nachbarn - dem im Bau befindlichen "World of Adventures" Vergnügungspark - Hallo gesagt. Dieser wird, wenn er denn fertig ist (was Ende des Jahres der Fall sein soll, wie man uns heute versicherte), weniger als zehn Minuten von unserer Haustür sein. Ich erwähnte ja schon, daß ich täglich an der Baustelle vorbeifahre und mich über jeden noch so kleinen Baufortschritt freue. Hinterher soll das dann so aussehen:

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Weiträumig umschifft haben wir heute die Halle für Tabletop-Spieler und Konsolenzocker. Statt dessen haben wir uns lieber noch bei ein lokalen Künstlern umgesehen und die durch den Kauf von Kunstdruckpostkarten und dergleichen unterstützt.

Das war's für heute. Morgen geht der Wahnsinn weiter Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 90

Kein Aprilscherz: heute morgen - pünktlich zum Start in den Berufsverkehr - zog eine Gewitterfront über ein Dubai hinweg. Erfreulicherweise blieb es bei einem kurzen Schauer. In der letzten Woche sah das hier noch ganz anders aus:



Es hatte den ganzen Tag nicht aufgehört zu regnen, was dann zu über 700 Verkehrsunfällen an einem Tag geführt hat. Meistens nur Blechschäden - Gott sei Dank - aber dennoch äußerst ärgerlich.


Es würde ja schon helfen, wenn man den Leuten hier beim Erwerb des Führerscheins mal erklären könnte, was genau mit "Sicherheitsabstand" gemeint ist, und was sich hinter dem mysteriösen Begriff "Aquaplaning" verbirgt. Einige Autofahrer(innen) haben auch nicht begriffen, daß es nichts bringt, bei schlechter Sicht mit eingeschalteter Warnblinkanlage mit 100 km/h über die Autobahn zu düsen, weil man dann auch nicht mehr den Fahrspurwechsel durch Betätigen des Blinkers anzeigen kann (nicht, daß selbiges hier unter normalen Bedingungen an der Tagesordnung wäre - "warum soll ich denn blinken? Ich weiß doch, wo ich hin will!"). Abrupter Fahrbahnwechsel (in Tateinheit mit zu geringem Abstand) ist dann auch eine der häufigsten Unfallursachen in Dubai, Regen hin oder her.

Aber ich beschwere mich ja gar nicht. Nachdem ich den Verkehr in fünfmal größeren Städten wie Kairo, Riyadh oder Teheran (üb)erlebt habe, werde ich über die paar Deppen auf den Straßen hier nicht meckern. Wie sagte schon mein Fahrlehrer damals? Immer mit der Dummheit der Mitmenschen rechnen. Und wenn doch mal einer überraschend vor mir ausschert, kriegt er eben Lichthupe, dass ihm noch drei Tage später bunte Flecken auf der Netzhaut tanzen. Eingefügtes Bild So!

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Dubai Diaries - Episode 89

Wie sagte schon Qui-Gon Jinn so treffend: "Your focus determines your reality". Was er damit gemeint haben könnte, habe ich neulich erst wieder gemerkt, als ich in Deutschland in einem gemieteten Ford Focus unterwegs war und vor mir ein - wie es aus meiner Perspektive schien - riesiger Geländewagen von Mitsubishi fuhr.

Ein Blick auf den Schriftzug mit der Typenbezeichnung machte mich stutzig. ASX?! Das gleiche Modell, das wir in Dubai als Zweitwagen fahren?! Und tatsächlich: was auf deutschen Straßen recht groß wirkt, geht hier in Dubai gerade mal als kleiner Cityflitzer durch. Neben all den Nissan Patrols und Mercedes G-Klasse-Geländewagen wirkt der ASX wie ein Zwerg, dabei ist er auch nicht viel kleiner als der Ford Focus C-Max, den wir zuletzt in Deutschland hatten.

Es kommt halt letztendlich immer auf den Referenzrahmen an, d.h. was man womit vergleicht.

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Dubai Diaries - Episode 88

Zum Abschluß des Wochenendes (bzw. zum Start in die neue Woche) mal wieder ein Blick in die Lokalpresse: "Ehemann reicht Scheidung von übergewichtiger Frau ein" und "Ehefrau aus Kuwait reicht Scheidung wegen mangelhafter Tischmanieren ein" . Soweit ich sehen kann, sind das zwei verschiedene Ehepaare. Beide Geschichten scheinen wahr zu sein. Zumindest stand nichts dergleichen im Pan-Arabian Enquirer...

Das Satiremagazin brilliert derweil mit Schlagzeilen wie "Assassin's Creed 5 wird zur Zeit des Arabischen Frühlings spielen", "Hamas befürwortet Schwulen-Ehe, so lange einer der beiden eine Sturmmaske trägt" und "Karambolage mit 14 Pferden beim Dubai World Cup, als während der 'Earth Hour' die Lichter ausgeschaltet werden". Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 87

In der letzten Woche hat das Magazin Time Out Dubai die besten Restaurants der Stadt gekürt. Gewinner in gleich zwei Kategorien - "Bestes japanisches Restaurant" und "Restaurant des Jahres" - wurde das Etablissement Zuma. Omedetou gozaimasu!

Ein paar Wochen zuvor sind wir im Zuma gewesen. Eigentlich wollten wir nur unter Mittag auf die Schnelle ein paar Häppchen Sushi einwerfen, aber als wir dann da waren, machte man uns darauf aufmerksam, daß es ausschließlich ein All-You-Can-Eat-Buffett gab. Natürlich, es war ja Freitag.

Was man wissen muß: es ist ein beliebter Zeitvertreib in Dubai, den Freitag damit zu verplempern, sich in ein Restaurant zu setzen und ein sogenanntes Brunch zu sich zu nehmen. Während "Brunch" aber laut Wikipedia eigentlich eine Kombination aus Breakfast (=Frühstück) und Lunch (=Mittagessen) ist, geht der Fraß Spaß hier meistens erst gegen Mittag los und zieht sich bis in den späten Nachmittag. Oder später. Je nachdem. Das darf dann auch schon mal gerne vier- bis fünfhundert Dirham (knapp 100,- EUR) pro Person kosten... klingt teuer, dafür ist das Angebot aber auch qualitativ sehr gut, extrem vielseitig und schier grenzenlos. Mehr über diese kulturelle Besonderheit gibt es hier zu lesen.

So ganz sind wir in der Brunch-Szene noch nicht angekommen. Irgendwie ist am Wochenende immer zu viel zu erledigen. Die Juniorchefin muß lernen, ich kompensiere mein Schlafdefizit, einkaufen müssen wir auch irgendwann, und da wir noch immer längst nicht alles gesehen haben, sind auch immer wieder mal kleinere Ausflüge und Fotosafaris auf dem Programm. Da bleibt wenig Gelegenheit, einfach mal 'nen Tag drinnen zu hocken und nur zu fressen. Vielleicht im Sommer, wenn die Temperaturen draußen unerträglich sind...? Mal gucken.


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Achim Hiltrop