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Dubai Diaries - Episode 83

Es gibt so ein paar Sachen, an die ich mich echt wieder gewöhnen muß, wenn ich dieser Tage auf Dienstreise in Deutschland bin.

Erstens: das sind wirklich nur zwei, maximal drei Fahrspuren auf der Autobahn. Standstreifen mitzählen gilt nicht.
Zweitens: rechts überholen tut man nicht.
Drittens: beim Tanken muß man selbst aussteigen, die Zapfsäule bedienen und anschließend zum Bezahlen reingehen. Egal, wie lange man im Wagen wartet - hier kommt keiner, um dich zu bedienen.
Viertens: das Auto hat drei Pedale, nicht zwei. Unten links ist das, welches das Schalten in den nächsten Gang erleichtert. (unglaublich, wie schnell man sich an Automatik gewöhnen kann!)
Fünftens: Rückfahr- und Rundumkameras haben die wenigsten Leihwagen. Hier kann man schon froh sein, wenn die Karre Abstandssensoren hat.
Sechstens: erfreulich wenige Fußgänger und Fahrradfahrer auf der Autobahn unterwegs.
Siebtens: die Tante im Navigationsgerät spricht deutsch!



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Dubai Diaries - Episode 82

Was ich noch erzählen wollte: mir ist in dieser Woche in Riyadh was Seltsames passiert. Ein Arbeitskollege und ich waren separat angereist, im gleichen Hotel abgestiegen und hatten verabredet, uns am nächsten Morgen beim Frühstücksbuffet zu treffen. Beim Frühstück war der Kollege aber weit und breit nicht zu sehen. Es folgte der SMS-Dialog:

- Bin schon mal beim Frühstück.
- Ich auch! Wo bist du?
- Beim Frühstück. Ich sehe dich nicht.
- Ich dich auch nicht.

Wir kamen achselzuckend zu der Erkenntnis, daß es wohl zwei separate Restaurants geben mußte, in dem Frühstück angeboten wurde. Daß wir mit dieser Vermutung auf der richtigen Spur waren - und was wirklich passiert war - wurde uns aber erst später klar. Wenn man nämlich auf GoogleMaps die Koordinaten 24.787728,46.713468 eintippt und das dazugehörige Satellitenbild aufruft, sieht man Erstaunliches: das Holiday Inn Izdihar gibt es sozusagen zweimal. Es gibt einen Ost- und einen Westflügel, jeweils einen Trakt auf einer Straßenseite, spiegelbildlich angeordnet. Zwei identische Empfangshallen, zwei identisch eingerichtete Restaurants, zwei Swimming Pools, zwei Parkplätze, zwei Tennisplätze. Und bei der Buchung hat man offenbar seitens der Hotelleitung versucht, die Zimmerkapazitäten gleichmäßig auszulasten, daher waren wir in zwei verschiedenen Häusern untergebracht worden.

Wieder was gelernt...

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Dubai Diaries - Episode 81

Heute mal wieder eine neue Folge aus der beliebten Reihe "ulkige Begebenheiten, die Big G bei der Einreise in exotische Länder widerfahren sind".

Ich habe einen neuen Pass. Ich habe ein neues 180-Tage-Visum für Saudi-Arabien. Und damit war klar, dass ich wieder als First-Time-Visitor gelten würde... Und was das wiederum heißen kann, ist in Dubai Diaries Episode 55 nachzulesen.

Mit weichen Knien verließ ich also nach der Landung heute Abend den Flieger. Ich ging hinunter in die Schalterhalle der Einwanderungsbehörde... Und fand selbige völlig menschenleer vor. Am Schalter für die First-Time-Visitors stand exakt ein anderer Passagier, der aber auch gerade abgefertigt wurde. Ich kam dran und war in weniger als fünf Minuten fertig. Unglaublich!

Was habe ich da gerade erlebt?! Habe ich diesmal einfach nur unfassbares Glück - oder beim letzten Mal einfach nur unglaubliches Pech gehabt? Der gleiche Flieger, die gleiche Uhrzeit, und dennoch zwei völlig unterschiedliche Erlebnisse. Verrückt.

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Dubai Diaries - Episode 80

Ich habe ja schon mehrfach von der üppigen Tierwelt in unserem Garten hier in Dubai erzählt. Waren es anfangs nur ein paar streunende Katzen, die mir allabendlich Gesellschaft geleistet haben, sind nach und nach auch Geckos und Fledermäuse hinzu gekommen.

Im Moment hat eine Familie persischer Nachtigallen - sogenannte Weißwangenbülbüls - aber die Lufthoheit erobert. Es handelt sich nach aktueller Zählung um bis zu vier Tiere, wobei ich die Verwandschaftsverhältnisse aber noch nicht so ganz verstanden habe. Ich tippe mal auf zwei Jungtiere und ihre Mutter, wobei der Vater nur ab und zu mit von der Partie ist. Die Bülbüls sind äußerst neugierig und haben relativ wenig Angst vor uns Menschen. Außerdem können sie bei ihren gezwitscherten Unterhaltungen ziemlich laut werden. Mal gucken, wie lange uns diese Nachbarn erhalten bleiben...

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Dubai Diaries - Episode 79

Während die meisten Europäer in diesen Tagen nervös in Richtung Rußland blicken und an Gandalfs Worte "The veiling shadow that glowers in the East takes shape" denken müßte, spielt die Krim-Krise hier in den Medien kaum eine Rolle. Hier gibt es gerade wichtigere Themen, beispielsweise den Knatsch zwischen Qatar und den anderen Mitgliedern des Golfkooperationsrates (kurz GCC = Gulf Cooperation Council).

Die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Bahrain haben in dieser Woche ihre Botschafter aus Doha zurückbeordert. Warum? Weil Qatar unbeirrt seine eigene Außenpolitik fährt, die unter anderem die Unterstützung der Muslimbruderschaft und syrischer Islamisten beinhaltet.

Zitat

Qatar’s Al Raya ran a front-page editorial with the headline: “We don’t follow anyone ... This is Qatar” (Quelle)


Bei dem letzten Satz mußte ich unwillkürlich an diesen einen Sandalenfilm von Zack Snyder denken... Da gab's doch ein Filmzitat, das ganz ähnlich klang... Wie war das noch mal... egal.

Über diese Sturheit wiederum können die GCC-Partnerstaaten gar nicht lachen, und so wird angeblich schon darüber nachgedacht, Qatar mit Sanktionen zum Einlenken zu bringen. Eine mögliche Sanktion ist die Unterbrechung der Flugverbindungen zwischen Qatar und den restlichen GCC-Staaten. Und jetzt ratet mal, wer in der kommenden Woche von Riyadh (Saudi-Arabien) via Doha (Qatar) zurück nach Dubai (U.A.E.) fliegen soll. Na? Wer wohl? Eingefügtes Bild

Ich erzähle euch dann hinterher, ob's geklappt hat oder ob ich unterwegs irgendwo gestrandet bin...Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 78

Die Mercedes-Benz "G"-Klasse gibt es schon seit 1979, als man den Begriff "SUV" noch nicht kannte. Das "G" steht schlicht und einfach für "Geländewagen", und die ursprüngliche Zielgruppe waren wohl auch mehr Leute, die so ein Gefährt für ihre Arbeit an der frischen Luft brauchten. Soldaten, Landwirte, Förster, usw. Bis heute hat sich das Design dieser klobigen Kisten so gut wie nicht verändert. Die Zielgruppe schon.

Hier in Dubai sieht man diese Kolosse alle paar Minuten irgendwo im Straßenverkehr an sich vorbeirollen, manchmal auch abseits der Straße in der Wüste oder neben der Rennstrecke beim Kamelrennen. Gerne auch in der AMG-Ausführung mit V12-Motor und sechs Liter Hubraum, die dann incl 19% MWSt nur 266.322,00 EUR kostet. Und wenn man genau hinguckt, kann man sogar erahnen, wem der Nobelhobel gehört: je kleiner die fortlaufende Nummer auf dem Nummernschild, desto prominenter der Fahrer und Eigentümer (diese Faustregel gilt für alle Autos, nicht nur für G-Klasse-Mercedes). Die königliche Familie hat dem Vernehmen nach ein- und zweistellige Nummern. Neulich parkte vor dem Restaurant, in dem ich war, ein solches Gefährt mit der Nummer "2". Unser Regent Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum hat natürlich die "1". "Dubai 1". Das ist doch mal ein cooles Nummernschild. Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 77

Ich hatte euch ja schon vom Dragon Mart erzählt. Jetzt waren wir trotz aller Beteuerungen dann doch noch mal dort, weil wir hofften, in diesem 150.000 Quadratmeter großen Ein-Euro-Shop preisgünstige Vorhänge für unsere Wohnzimmerfenster zu finden.

Anfangs sah auch alles recht vielversprechend aus: wir fanden einen Laden, der exakt die Stoffmuster vorrätig hatte, nach denen wir gesucht hatten. Preislich wurden wir uns schnell einig. Da wir unseren eigenen Vermessungskünsten aber nicht so recht trauten, fragten wir die Ladeninhaberin, ob wir nicht mit einem ihrer Mitarbeiter einen Termin zum Ausmessen machen könnten.

- Zum Ausmessen?
- Ja.
- Bei Ihnen zu Hause?
- Ja.
- Hmm.

Das war wohl ein unübliches Ansinnen. Kurz darauf war ein Kollege herbeitelefoniert worden, der bereit war, mit uns nach Hause zu kommen - und zwar sofort! - um die Maße aufzunehmen. Nachdem wir uns nochmals vergewissert hatten, daß die Vorhänge bzw. Jalousien nicht nur maßgeschneidert, sondern auch angeliefert und bei uns montiert würden, leisteten wir brav eine Anzahlung, setzten den jungen Mann auf den Rücksitz und fuhren los.

Wir waren soeben aus der Parklücke raus (nach welcher wir zuvor fast eine halbe Stunde gesucht hatten... Parken ist echt eine Seuche am Dragon Mart!), als das Telefon klingelte. Ob wir noch mal eben zurück in den Laden kommen könnten?

Fünf Minuten später die Ernüchterung: ausgerechnet der Stoff, den wir ausgesucht hatten und der als einziger in Frage gekommen war, war nicht lieferbar. Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Na gut, in einer Art bin ich froh, daß die Dame uns sofort angerufen hatte. So haben wir immerhin nur einen Nachmittag sinnlos verballert und nicht noch anschließend noch mehr Ärger gehabt. Man stelle sich vor, die hätten einfach alles in einem falschen Stoff oder einer anderen Farbe gemacht... Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 76

Endlich wird das Wetter besser und der Himmel blauer, so daß es sich auch mal wieder lohnt, sich den Kamera-Rucksack umzuschnallen und ein wenig vor die Tür zu gehen. Abonauten meines Twitter-Feeds haben bestimmt schon die Bilder entdeckt, die wir gestern im Safa Park (die "grüne Lunge" der Stadt, ähnlich dem Central Park in New York) und im Dubai International Finance Center (einem der Drehorte des letzten "Mission Impossible") gemacht haben.

Besonders gefällt mir persönlich das Bild des Wiedehopfs, welcher gerade mit einem Insekt im Schnabel in seiner Nisthöhle verschwindet. Ich denke, es hat sich gelohnt, das große Teleobjektiv mit zu schleppen...

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Dubai Diaries - Episode 75

Mit Episode 75 feiern wir sozusagen ein kleines Jubiläum Eingefügtes Bild , und da dachte ich mir, wir machen heute mal was Besonderes. Statt euch wie bisher einfach nur skurrile Schlagzeilen aus dem Mittleren Osten (oder dem Wilden Westen) vorzustellen, lasse ich euch heute zur Abwechslung mal ein wenig knobeln: sind die Schlagzeilen, die ihr hier lest, wirklich wahr oder doch nur erfunden? Mit von der Partie sind das Nachrichtenmagazin "Gulf News", das Verbraucherblättchen "7 Days" und das Online-Satiremagazin "The Pan-Arabia Enquirer". Los geht's:
  • "Saudisches Gericht verurteilt Mutter-Schläger zu fünf Jahren Gefängnis und 2.400 Peitschenhieben" - wahr oder erfunden
  • "Prince Charles erfreut Publikum bei öffentlicher Hinirichtung in Saudi-Arabien" - wahr oder erfunden
  • "Ehemann in Abu Dhabi bittet Richter, seiner Frau zu verbieten, ihn zu hauen" - wahr oder erfunden
  • "Mann für 13 Monate in der Dubai Mall verschollen" - wahr oder erfunden
  • "Indien unterstützt Qatar, nennt Todesrate 'normal'" - wahr oder erfunden
  • "Mann wird versehentlich bei Hochzeitsfeier erschossen" - wahr oder erfunden
  • "Goldklasse-Fahrspur auf der Autobahn Dubai - Abu Dhabi geplant" - wahr oder erfunden
  • "Hochgeschwindigkeits-Autobahn wird benötigt" - wahr oder erfunden
  • "Flugbegleiterin fällt nach Kollision mit LKW aus Flugzeug; Fahrer verhaftet" - wahr oder erfunden
  • "Der Mittlere Osten bittet Apple, die kommende iWatch mit Diamanten anzubieten" - wahr oder erfunden
  • "Qatar will Amnesty International kaufen" - wahr oder erfunden
  • "Emiratische Medizinforscher warnen: brünftige Kamele sind gefährlich" - wahr oder erfunden
  • "Bestes Fußballteam Palästinas: alles Mitglieder einer Familie" - wahr oder erfunden
Der richtige Link verweist auf den jeweiligen Artikel (ernst oder parodistisch, je nachdem). Viel Spaß beim Mitraten! Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 74

Meine Twitter-Follower wissen es schon: wir haben einen Kurzurlaub im benachbarten Sultanat Oman gemacht. Die Hauptstadt Muscat (bzw. Maskat, wie die eingedeutschte Schreibweise lautet) liegt nur rund viereinhalb Autostunden von Dubai entfernt, und so stachen wir am Mittwoch nach dem Frühstück in die Straße.

Auf dem Hinweg fuhren wir an der kleinen Stadt Hatta vorbei. Die liegt zwar auf emiratischem Territorium, die Straße dorthin führt aufgrund des mäandernden Grenzverlaufs jedoch schon über omanisches Staatsgebiet. Das waren die ersten beiden Male, an denen wir unsere Pässe zeigen mußten. Hinter Hatta kam dann nun die eigentliche Einreise in den Oman. Dafür mußte man zuerst an einem emiratischen Polizeihäuschen rechts ranfahren und sich einen Ausreisestempel in den Pass geben lassen. Ein paar Kilometer weiter stand dann ein großes Gebäude der omanischen Zoll- und Einwanderungsbehörden, in dem man erst mal ein Formular ausfüllen und ein paar omanische Riyals bezahlen mußte, um dann einen Visumsstempel in den Pass zu bekommen. Außerdem bekam man ein kleines weißes Zettelchen, von dem ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wußte, was es damit auf sich hatte. Draußen vor dem Haus saß ein omanischer Beamter in einer Kabine an einem Schlagbaum, der aber weder die Pässe noch das Zettelchen sehen wollte, sondern nur fragte, ob wir bei seinen Kollegen drinnen gewesen seien. Ja, waren wir. Danke, weiterfahren, tschüß. Zweihundert Meter stand wieder ein kleines Häuschen neben einem - offenen! - Schlagbaum. Da wir ja nun wohl alle Kontrollposten hinter uns hatten, wollte ich gerade wieder auf Reisegeschwindigkeit beschleunigen - als ich aus den Augenwinkeln bemerkte, daß auch in diesem Häuschen jemand saß und mich mit großen Augen vorbeifahren sah.Eingefügtes Bild

Vollbremsung.

Es stellte sich heraus, daß dieser Beamte nun der Adressat des eingangs erwähnten kleinen weißen Zettelchens war. Warum er den Schlagbaum hoch ließ, wenn er doch erwartete, daß Leute bei ihm anhielten, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wir erreichten Muscat also am frühen Nachmittag und hatten Zeit, uns mit den Annehmlichkeiten des Intercontinental vertraut zu machen (ein etwas in die Jahre gekommener Kasten, aber sehr gepflegt, mit guten Restaurantangeboten und sehr zuvorkommendem Personal). Anschließend drehten wir eine Runde durch den Souq im benachbarten Stadtteil Matrah und flanierten ein wenig die Strandpromenade entlang, über der sich im Laufe des Abends dann riesige Gewitterwolken auftürmten.

Am Donnerstag ergossen sich dann sintflutartige Regenfälle über Muscat. Selbst auf den Autobahnen bildeten sich knöcheltiefe Seen von mehreren hundert Quadratmetern, was zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen führte. Wir mußten unser Tagesprogramm entsprechend anpassen und guckten uns zunächst überdachte Sehenswürdigkeiten an, darunter das traumhaft schöne königliche Opernhaus und die Große Sultan-Qa'boos-Moschee.

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Nachdem es im Laufe des Nachmittags etwas aufklarte, konnten wir dann noch im Regierungsviertel den Al-Alam-Palast sehen (leider nur von außen) und das Museum Bait Al Zubair besuchen, das sowohl über eine beeindruckende Ausstellung in Sachen traditioneller omanischer KIeidung, Waffen und Lebensweise verfügt als auch eine große Sammlung antiker und moderner Briefmarken und Münzen sein Eigen nennt.

Mein indischer Arbeitskollege, der mit seiner Familie selbst sechs Jahre in Muscat gelebt hat, ehe er nach Dubai umgezogen ist, hat den Unterschied zwischen Dubai und Muscat mit dem zwischen Deutschland und Holland verglichen. Auf den ersten Blick recht ähnlich, aber wenn man ein wenig genauer hinsieht, fallen einem dann doch kleine Unterschiede in der Architektur, der Kleidung, dem Stadtbild, der Küche usw. auf. Ähnlich, ja - aber eben nicht gleich.

Bedingt durch das schlechte Wetter konnten wir leider keine Bootsfahrt zu den Delphinen vor der Küste unternehmen, so daß wir wohl noch einmal wiederkommen müssen. Wir haben ja in der Kürze der Zeit noch längst nicht alles gesehen, und die Stadt ist überraschend groß - vor allem zieht sie sich über etliche Kilometer die Küste entlang, unterbrochen von etlichen Berggipfeln und durchzogen von Schluchten. Ein bißchen wie Wuppertal, nur mit mehr Palmen. Eingefügtes Bild

Die Rückfahrt führte diesmal über Al Ain. Drollig wurde es, als wir - trotz der in unseren Pässen unzweifelvorhaft vorhandenen Resident Visa für die Vereinigten Arabischen Emirate - unbedingt noch mal zurück zu einem anderen Schalter sollten, an dem wir einen Visumsstempel (!) für die Vereinigten Arabischen Emirate bekamen. Eingefügtes Bild Abgesehen davon: keine besonderen Vorkommnisse. Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 73

Bevor jetzt einer fragt: nein, ich habe nicht vor, eine Live-Berichterstattung zu DEM sportlichen Großereignis des Monats zu bringen - der Dubai Tour. Heute und an den folgenden drei Tagen strampelt ein Tross Medikamentensüchtiger Athleten durch die Straßen unserer Stadt, was natürlich für die Normalsterblichen in der Bevölkerung bedeutet, daß diverse größere und kleinere Hauptverkehrsadern stundenweise gesperrt werden.



Was seltsam ist: die Route, die in dem hier verlinkten offiziellen Video und in den Illustrationen bei GulfNews dargestellt ist, weicht stellenweise von der beiliegenden Beschreibung ab. So stellt die Website dubaifaqs.com beispielsweise fest:

Zitat

Confusing information supplied about whether E311 (Sheikh MBZ Rd) or E611 (Emirates Rd) closed - map shows E611 closed but road name used is Sheikh Mohammed Bin Zayed Rd which is the E311. It looks to us like the E611 is closed, and the E311 is open to normal traffic. Expect increased congestion and traffic jams on it though.


Enorm hilfreich, zumal ich entweder über die E311 oder die E611 vom Büro nach Hause fahren kann. Mal gucken, welche von den beiden dann morgen Nachmittag im beginnenden Feierabend- und Wochenendverkehr tatsächlich gesperrt wird.

31 Schulen haben auch schon angekündigt, morgen zu schließen, weil die Schulbusse nicht mehr durchkommen werden. Die Deutsche Internationale Schule hält aber tapfer durch. Immerhin gibt's morgen Halbjahreszeugnisse.

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Dubai Diaries - Episode 72

Jetzt drehen wir den Spieß mal um. Nachdem ich euch in den letzten Wochen und Monaten immer wieder mal skurrile Schlagzeilen aus der hiesigen Klatschpresse geliefert habe, zeige ich euch heute mal, was mir in der letzten Woche beim Blick in deutsche Zeitungen so an Merkwürdigkeiten aufgefallen ist. Nein, ich meine jetzt nicht das Dschungelcamp - es gab da auch andere Sachen, die mich am Verstand meiner bisherigen Mitbürger haben zweifeln lassen. Als da wäre:
Ts, ts, ts... man kann euch echt nicht mal 'n halbes Jahr alleine lassen...Von "draußen" betrachtet sehen diese Zeitungsmeldungen noch merkwürdiger aus - vor allem die Sachen mit dem Bier und die mit der abgesagten Renovierung des Messegeländes. Eingefügtes Bild Auf so einen Schwachsinn käme hier gewiß niemand.

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Dubai Diaries - Episode 71

Normalerweise ist es ja das Auswärtige Amt, das Reisewarnungen ausspricht. Denen ist aber offenbar das Hotel Arcadia in Hanau durchgerutscht, also muß ich wohl einspringen.

Ich will mich gar nicht groß über die papierdünnen Wände auslassen, die in Verbindung mit rücksichtslos lärmenden Zimmernachbarn und lauter Musik mitten in der Nacht nicht wirklich zu einer erholsamen Nachtruhe beigetragen haben. Und das der Zimmerservice einem schmutziges Bettzeug und fleckige Handtücher hinlegt, das kann ja mal passieren (soll beispielsweise schon mal in Kuala Lumpur oder im Südsudan vorgekommen sein, habe ich gehört). Billiger Plastikduschvorhang, der bei jeder Bewegung am Pöppes kleben bleibt... Auch egal.

Nein, eigentlich hatte das Hotel schon beim Einchecken am Sonntag bei mir verschissen. Ich habe geschlagene fünf Minuten mutterseelenallein an der Rezeption gestanden, das Rezeptionistenglöckchen geläutet und gerufen... Vergeblich. Irgendwann kam die Empfangsdame dann von draußen (!) herein, wo sie vermutlich eine ausgedehnte Zigarettenpause gemacht hatte, während drinnen mein Frust anschwoll. Und wer jetzt denkt, ich hätte ein "Entschuldigung" oder wenigstens ein "Herzlich willkommen" zu hören bekommen... Fehlanzeige. Natürlich. Servicewüste Deutschland.

(Hassknecht-Modus ein) Da wurde ich ja im Irak besser bedient!!! (Hassknecht-Modus aus)

Ausklammern möchte ich von meinem vernichtenden Urteil über dieses ganz und gar nicht empfehlenswerte Etablissement ausdrücklich den jungen Mann, der morgens für das Frühstück zuständig war. Das Essen war gut, und der Kollege war sehr zuvorkommend. Rettet die Spelunke aber auch nicht.

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Dubai Diaries - Episode 70

Am vergangenen Freitag war ich übrigens bei der Veranstaltung "Street Night Art". Ein ganzer Straßenzug im Industriegebiet Al Quoz war abgesperrt und zu einer großen Open-Air-Galerie umfunktioniert worden, auf der Kunstwerke ge- und verkauft wurden... oder "live" entstanden.

Ich muß gestehen, viel davon hat mir nicht gefallen. Mit Graffiti-Kunst und so was habe ich nicht so viel am Hut. Im Vorbeigehen fiel mir aber die kleine Ausstellung von einem Künstler auf, dessen Bilder ich wirklich faszinierend fand. Schaut euch mal eine Auswahl seiner Werke auf behance.net/elycaluag an, dann versteht ihr vielleicht, was ich meine.

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Dubai Diaries - Episode 69

Heute mal wieder eine neue Folge aus der beliebten Reihe "ulkige Begebenheiten, die Big G bei der Einreise in exotische Länder widerfahren sind". Diesmal: Deutschland.

Bei meiner Ankunft am Frankfurter Flughafen marschierte ich mit Koffer, Laptoptasche und Duty-Free-Shop-Tüten gerade durch den Ausgang mit dem Schild "Nichts zu verzollen", als einem (über)eifrigen Zollbeamten, dem meine Gangstervisage wohl nicht gefiel, auf die brillante Idee kam, mich einer Stichprobenkontrolle zu unterziehen.

Artig öffnete ich mein Gepäck zur Inspektion. Und sofort fand der Zöllner etwas, das sein Misstrauen erregte:

- Die Lederjacke da. Ist die neu?
- Nein, die ist schon älter, wie Sie an den Gebrauchsspuren unschwer erkennen können. Aber ich habe sie in den Koffer getan, weil ich sie daheim in Dubai noch nicht tragen wollte. Da ist es deutlich wärmer als hier.

Enttäuscht wühlte er weiter. Ergebnislos. Dann erspähte er die neue Tissot an meinem Handgelenk.

- Die Uhr, die Sie tragen... Wo haben Sie die gekauft?
- In Dubai natürlich...
- (triumphierend auf mich zeigend) Ha-HAA!!!
- ... wo sonst, schließlich wohne ich da.
- (enttäuscht) Hmpf. Dann würde ich gerne mal Ihren Paß sehen.
- Sagen Sie das doch gleich.

Mal gucken, ob ich den bei der Ausreise wieder treffe... Das wird ein Spaß!


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Verantwortwortlich für die Beiträge in dem Blog "Gallaghers Chronik" ist

Achim Hiltrop