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R.I.P. Carlo Rambaldi (1925 - 2012)

In Italien ist der Tricktechniker Carlo Rambaldi gestorben, der unter anderem E.T., King Kong (den von Dino de Laurentiis) und die Sandwürmer von Arrakis zum Leben erweckt hatte.

Vor drei Jahren hatte ich die Ehre, ihn für Ausgabe 6 des Magazins Phase X zu interviewen. Dabei stellte sich heraus, daß er jahrelang nur ein paar Kilometer vom Haus meiner Schwiegereltern entfernt gewohnt hat. Persönlich begegnet sind wir uns aber leider nie. Eingefügtes Bild

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Die drei Musketiere (2011)

"Die drei Musketiere" (1993) war der erste Film, den ich mit meiner Frau damals im Kino gesehen habe wub.gif , und die Filme von Richard Lester habe ich als Kind immer gerne im Nachmittagsprogramm geguckt. Klar, daß ich auch an der Neuverfilmung von Paul W. S. Anderson nicht vorbei gekommen bin. Wichtigste Lektion: Paris liegt mitten in Bayern. rofl1.gif

The Good:
Die Hauptdarsteller sind gut besetzt und fühlen sich in ihren Rollen sichtlich wohl. Schön, Ray Stevenson mal in einer tragenden Rolle in einem Big-Budget-Film zu sehen (in "Rome" hatte er mir als Legionär Pullo gut gefallen). Youngster Logan Lerman mit Michael-York-Gedächtnisperücke. Die 3D-Darstellungen sind sauber gemacht und kommen fast gänzlich ohne angeberische Guck-mal-ich-bin-ein-3D-Effekt-Anbiederungen aus. Paul Haslinger (ehemals bei Tangerine Dream) liefert einen ordentlichen Soundtrack ab, der stellenweise dreist Anleihen bei Hans Zimmer & Co nimmt. Die komplette Sequenz mit D'Artagnans Ankunft in Paris, der Begegnung mit den drei Musketieren usw. ist - so weit ich mich erinnere - noch ziemlich nah an der Vorlage, die Venedig-Sequenz hingegen scheint von Computerspielen wie "Assassin's Creed" inspiriert worden zu sein... aber spätestens mit der Ankunft des Herzogs von Buckingham mit seiner
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dreht der Film dann völlig ab. dry.gif Richtig cool ist dann eigentlich erst wieder
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die auf eine
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hindeutet, bei der
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The Bad:
Weniger wäre mehr gewesen. Das gilt für die zum Teil bizarren Frisuren und Kostüme, aber auch für den Versuch, eine Actionkomödie mit mehr "comic relief"-Elementen aufzuhübschen, als ihr gut tut. Müssen wir wirklich
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, während doch schon unsere Helden ständig markige Sprüche klopfen und die Herren Schweiger und Waltz den Begriff "over-acting" neu definieren? Das wirkt dann zuweilen doch recht albern. Außerdem werde ich mit den diversen
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nicht so richtig warm...

And The Ugly:
Planchet auf dem Balkon. Bäh. Das wäre nicht nötig gewesen. Genau so überflüssig wie die sabbelnden Teenie-Tussies zwei Reihen hinter mir, die zwischendurch immer mal meinten, die Geschehnisse auf der Leinwand kommentieren zu müssen - eine Unart, die irgendwie immer weiter um sich greift und mir in den letzten Jahren den Kinobesuch immer mehr verleidet hat. Wo sind meine Ninja-Wurfsterne, wenn ich sie mal brauche?


Was aber geil war - und hier muß ich der Kinokette meines Vertrauens mal zur Abwechslung ein Lob aussprechen - sind die sogenannten D-Box-Sitze. Kostet zwar noch mal ein paar Euronen mehr als der Aufschlag für einen 3D-Film, aber es lohnt sich. Es handelt sich hierbei um sogenannte "Motion Seats", deren Bewegungen bei mehr oder weniger sanften Vibrationen (etwa zu den Bässen der Filmmusik) beginnen und sich bei Schlachtszenen zu heftigem Ruckeln steigern können. Am eindrucksvollsten war der Effekt bei ausgedehnten Kamerafahrten über Städte, Landschaften oder Landkarten, wenn man wirklich das Gefühl hat, mit der Kamera ins Bild zu fliegen. thumb.gif Wie kann ich mein Sofa zu Hause damit nachrüsten?

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Che bella giornata

Wenn deutsche Komiker einen Kinofilm drehen, kommt meistens gequirlte Kacke dabei heraus. Andere Länder haben mit ihren Humoristen da mehr Glück: Checcho Zalone liefert mit "Che bella giornata" eine flotte Komödie ab, in der sowohl die katholische Kirche, islamistische Terroristen, der typische Süditaliener und die Carabinieri ihr Fett weg kriegen.




Der sypathische Verlierertyp Checco träumt davon, seinem Vater (einem Armeeoffizier) und seinem Onkel (einem Carabiniere) nachzueifern. Nachdem ihn die Carabinieri aber auch beim dritten Vorstellungsgespräch wieder herauskomplimentieren, kommt er über Umwege und Beziehungen an den Job als Security-Mann beim Kardinal von Mailand. Natürlich nimmt er seinen Job viel zu ernst, stellt allerlei Unheil an - und verliebt sich in die junge Architekturstudentin Farah. Er ahnt nicht, daß diese von ihrem Bruder auf ihn angesetzt wurde, um ein Sprengstoffattentat auf den Mailänder Dom vorzubereiten...

Einen Trailer gibt es hier. Die italienische DVD hat u.a. auch englische Untertitel sowie ein sehr klares, detailreiches Bild und einen klaren Sound. Die Gagdichte ist recht hoch und lebt von Culture-Clash-Situationskomik (allein schon das Abendessen mit Checcos Vater und den arabischen Terroristen ist ein Brüller) und Dialogwitz. Unbedingt kaufen! thumb.gif


PS: in Italien war der Film sehr erfolgreich - erfolgreicher sogar als Roberto Benignis "La Vita è bella" (Quelle)

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Jumper [Blu-ray]

In dem Stapel Blu-rays vom Flohmarkt, von dem ich kürzlich sprach, war auch der Film "Jumper". Meiner Kurzkritik von damals habe ich kaum was hinzuzufügen (außer, daß der Film diesmal nicht - wie damals im Kino - gerissen ist). Ach ja, Natalie Cox und Kristen Stewart habe ich in winzigen Nebenrollen erspäht - und bei den Sprüngen rund um den Globus und durch die verschiedenen Zeitzonen gibt es einige Ungereimtheiten. huh.gif

Trotzdem ein spaßiger kleiner Film. rolleyes.gif

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Der unglaubliche Hulk

Wie ich neulich schon erwähnte, bin ich seinerzeit mit "Hulk" von Ang Lee (2003) nicht so richtig warm geworden. Warum, weiß ich schon gar nicht mehr... an die alte TV-Serie hatte ich halbwegs nostalgische Erinnerungen (obwohl ich davon auch nur eine Handvoll Folgen gesehen habe), aber weder mit der Umsetzung des Stoffes auf der großen Leinwand noch mit der Figur des Hulk als solcher konnte ich irgendwie viel anfangen.

Von daher bin ich ohne große Erwartungen an die Neuverfilmung des Stoffes von 2008 heran gegangen. Ein Remake nach gerade mal 5 Jahren?! huh.gif Da aber diese Version zu dem derzeit laufenden "Avengers"-Zyklus gehört, mußte ich den wohl oder übel auch noch zur Vorbereitung auf das große Finale gucken - und wurde ähnlich positiv überrascht wie bei den "Iron Man"-Filmen.

Edward Norton ist perfekt als der schmächtige, unscheinbare Bruce Banner. Tim Roth und William Hurt chargieren ein wenig übertrieben, aber das gehört bei den Gegenspielern in Comicverfilmungen wohl mit zur Stellenbeschreibung. Liv Tyler schadet dem Film auch nicht gerade - eine große Schauspielerin ist sie zwar nicht, aber hier gefiel sie mir besser als in manch anderem Film. Unterm Strich eine gute Mischung aus je einem Drittel "Die Schöne und das Biest", "Dr. Jeckyll & Mr. Hyde" und drolliger Monsterkloppe. laugh.gif

PS: irgendwie habe ich nicht so ganz verstanden, woher sich "Mr Blue" und "Mr Green" kannten. huh.gif Da muß es doch zwangsläufig irgendwann mal einen Erstkontakt gegeben haben, sonst hätten die doch nicht so ein ausgeklügeltes Nachrichtensystem aufbauen können. Kann mir das vielleicht bei Gelegenheit jemand erklären?


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Terminator Double Feature

Auf dem Flohmarkt habe ich heute zu einem unverschämt günstigen Preis eine Handvoll Blu-rays erwerben können und bei dieser Gelegenheit ein paar Lücken in der Sammlung aufgefüllt. Von den Terminator-Filmen beispielsweise hatte ich bislang nur die ersten beiden auf DVD, den dritten bisher nur im Kino und den vierten noch gar nicht gesehen. Nun konnte ich diese Bildungslücke schließen, indem ich "Terminator 3: Rise of the Machines" und "Terminator Salvation" gekauft und gleich hintereinander weg geguckt habe. Und siehe da, im direkten Vergleich schneidet "Terminator 3" bei mir besser ab als "Salvation". Meine Eindrücke in Kürze:

"Terminator 3: Rise of the Machines"

Okay, sagen wir es gleich vorneweg: Johnathan Mostow ist nicht James Cameron. Irgendwie fehlt bei der gesamten Inszenierung noch das gewisse Etwas, aber insgesamt gesehen macht das Ensemble seine Sache nicht schlecht. Nick Stahl gibt einen nicht unsympathischen John Connor ab, Clare Danes scheint sich - ebenso wie ihre Figur Kate Brewster - irgendwie in einen Actionfilm verirrt zu haben (ist jetzt nicht negativ gemeint), und Kristanna Loken ist eine originelle Alternative zu den bisherigen Terminator-Modellen. Tja, und Arnie ist einfach Arnie.

Überhaupt ist das Bestreben, originelle Alternativen bieten zu wollen, quasi mit Händen greifbar. Daß er "T2" einfach nicht übertreffen konnte (ganz zu schweigen vom Original), schien Mostow von vornherein gewußt zu haben, also konzentrierte er sich darauf, die aus den Vorgängerfilmen bekannten Agendapunkte wie das splitternackte Erscheinen der Zeitreisenden und die möglichst schnelle und pragmatische Akquisition von Klamotten, Fahrzeugen und Waffen usw. um möglichst unerwartete Variationen zu bereichern. Und es funktioniert erstaunlich gut, ist unterhaltsam und stellenweise sogar an der Grenze zur Persiflage. Talk to the hand. rofl1.gif

Meine persönlichen Highlights waren der Gastauftritt des Polizeipsychologen Dr. Silberman sowie die Verfolgungsjagd mit dem Kranwagen. thumb.gif


"Terminator Salvation"

"Salvation" war der erste Film, der gänzlich ohne Zeitreisenden auskam, was in den ersten drei Filmen ja ein zentrales Handlungselement war. Nun sind wir also in der Zukunft angekommen, die Maschinen haben die Welt übernommen, und ein Staraufgebot an Schauspielern kämpfen unter der Leitung von Starregisseur McG gegen die bösen Maschinen. Es kracht und rummst an allen Ecken, was der Subwoofer hergibt, und obwohl die Schauwerte ganz ordentlich sind und teuer aussehen, springt der Funke bei mir irgendwie nicht über.

Vielleicht liegt es daran, daß ich mir John Connors Zukunft anhand der winzigen Szenen in den früheren Filmen anders vorgestellt hatte. Da fand der Widerstand irgendwie hauptsächlich nachts statt, und es schien nur eine Handvoll Rebellen zu geben. Hier nun verfügt der weltweit vernetzte Widerstand über U-Boote, mehrere A-10, noch mehr Hubschrauber und so weiter. Dazu dann noch die Sekundärhandlung mit der für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragenen Selbstfindung eines Androiden-Prototyps... Vielleicht ist es das völlige Fehlen von Humor - T2 und T3 waren immerhin für den einen oder anderen flotten Spruch gut - das mich irgendwie emotional auf Distanz hält. Nee, irgendwie wird das nicht mein Favorit in der Serie. unsure.gif

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Red Tails

George Lucas kommt endlich mal in die Puschen, was sein Steckenpferd "Red Tails" betrifft, mit dem er schon seit einigen Jahren zugange ist. Der Film, der auf den realen Erlebnissen der afro-amerikanischen Weltkrieg-II-Piloten der Tuskeegee Airmen basiert, soll Anfang 2012 in die Kinos kommen. Der Trailer sieht schon mal recht ordentlich aus... thumb.gif

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Creature from the Black Lagoon

Es ist zwar jetzt schon wieder eineinhalb Jahre her, daß ich die DVD gekauft habe, aber jetzt habe ich meinen Stapel ungeguckter Filme endlich so weit abgearbeitet, daß ich dazu gekommen bin, mir "Creature from the Black Lagoon" anzugucken.


Der Film ist trotz seines Alters immer noch fesselnd und hat einige sehr schöne Szenen: das Synchronschwimmen zwischen Kay und der Kreatur zum Beispiel (bei 1 min 23 sec kurz im Trailer zu sehen) ist sehr stimmungsvoll. Das Tauch-Equipment und die Tropenausrüstung der Expeditionsteilnehmer sehen ein wenig nach meinem alten Big-Jim-Zubehör aus, und es ist auch viel unfreiwillige Komik dabei (wer steigt schon bitte halbnackt zum Schwimmen und Tauchen in einen Seitenarm des Amazonas, in dem es vermutlich vor Piranhas, Alligatoren und/oder Blutegeln nur so wimmelt?! huh.gif ), aber trotzdem habe ich den Film gerne mal wieder gesehen. Nennt es Nostalgie...

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Captain America - The First Avenger

Bisher war ich von meisten Comic-Verfilmungen aus dem Hause Marvel ganz angetan: von Spider-Man über die X-Men-Filme bis hin zu Iron Man, alles sehr unterhaltsame Filme, zum Teil sogar mit überraschend viel Tiefgang. Etwas enttaeuscht war ich bislang lediglich von dem Hulk-Film von Ang Lee, aber mit der Figur des Hulk konnte ich eh noch nie etwas anfangen.

Ich gehe auch sehr unvorbelastet an die Filme heran. Ich weiss in etwa, wer die Helden und. Die dazugehörigen Bösewichter sind, aber ich habe die Comics nie gesammelt und habe keine Ahnung, wie werkgetreu die Verfilmungen im Einzelnen sind. Nach dem, was mir mein in diesen Dingen sehr belesene Freund Uwe geschildert hat, werden die Comics mehr oder weniger als Steinbrüche für die Drehbücher verwendet. Was nicht unbedingt was Schlechtes sein muss.

Von Captain America wusste ich genau so viel bzw. wenig wie zuvor von Iron Man. Ich hatte vor 20 Jahren mal die Verfilmung mit Matt Salinger aus der Videothek ausgeliehen, das war es auch schon mit den Vorkenntnissen. Gestern konnte ich die Neuverfilmung in Augenschein nehmen - zwar nur in 2D und auf italienisch, aber dafür in einem hypermodernen und fast völlig leeren Kino. Ueber die Story werde ich nicht viele Worte verlieren, darueber findet ihr alles auf den einschlaegigen Websites. Nur kurz ein paar Eindruecke: die Hauptrollen sind durch die Bank gut besetzt, der 40er-Jahre-Look ist prima designt, und die Dialoge und die Situationskomik stimmen auch. Für aufmerksame Zuschauer gibt es als Ostereier den Wilhelm-Schrei, ein Cameo von Stan Lee als General und - am Ende der Credits - einen Vorgeschmack auf den kommenden Avengers-Film zu entdecken.

Es war gewiss ein Wagnis, den Grossteil des Films im 2. Weltkrieg spielen zu lassen. Die ganze Geschichte um Hydra und Red Skull klingt schon fast nach alternativer Geschichtsschreibung a la "Inglourious Basterds", stellenweise fühlt sich der Kampf gegen die Nazis an wie bei Indiana Jones, aber trotzdem macht der Film einen Heidenspass. Vor allem, weil er auch damit kokettiert, dass "Captain America" ursprünglich als eine Propagandafigur mit ziemlich infantilem Hurrapatriotismus konzipiert war rolleyes.gif

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Gullivers Reisen

"Da kommt was Grosses auf uns zu" heisst es auf dem Cover der Blu-ray reißerisch. Stimmt genau, ein grosser Haufen Kacke naemlich... rolleyes.gif Der Film lebt hauptsächlich von aeusserst infantilen Gags und z.T. derbem Faekalhumor. Die wenigen wirklich guten Gags verpuffen innerhalb von Sekunden, waren schon im Trailer zu sehen und/oder finden sich unverstaendlicherweise in den Deleted Scenes. Schade - da die falschen Szenen gekürzt bzw. entfernt wurden, entfaltet sich der Running Gag mit den ständigen Entführungen von Prinzessinnen und den daraus folgenden Nachbarschaftskriegen gar nicht richtig.

Alles in allem eine verpasste Chance, den Klassiker mal richtig gelungen zu verfilmen. An der Tricktechnik hat es diesmal nicht gelegen, an der gibt es naemlich nichts zu beanstanden. Aber alles in allem fehlt das gewisse Etwas. Daneben wirkt der viel gescholtene "Transformers 3" wie ein anspruchsvoller Autorenfilm für Intellektuelle.

Da helfen auch die Anspielungen auf "Star Wars" nicht mehr... unsure.gif

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Er ist da!

Ein Film, auf den ich seit über 20 Jahren warte, scheint nun endlich fertig zu sein. Fast fertig jedenfalls. Zumindest gibt es einen ersten Trailer, der gar nicht so übel aussieht - hier klicken und staunen. "John Carter of Mars" ist die erste offizielle Filmadaption (dieses Rip-Off mal nicht mitgezählt) des Romans "A Princess of Mars", der bereits 1912 vorab als "Under the Moons of Mars" erschien. Ich kann es kaum erwarten!!!

Ein anderer Trailer, der Lust auf mehr macht, ist der von "Sherlock Holmes: A Game of Shadows". Ich wollte ja bis Weihnachten die ganzen Kurzgeschichten von Arthur Conan Doyle lesen - bis zum Start des Films bin ich dann auf dem Laufenden. rolleyes.gif

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Mehr Meer!

An diesem Wochenende ging es gleich zweimal ans Meer bzw. ins Kino - in zwei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten: "Fremde Gezeiten" führte uns gestern in die Karibik (auch, wenn Teile des Films auf Hawaii gedreht wurden, das bekanntlich nicht gerade in der Karibik liegt). Der Film selbst folgte der Formel "more of the same", d.h. Captain Jack Sparrow durfte sich mit noch verschlageneren Piratenkapitänen bzw. königlichen Flottenkommandanten um ein Artefakt mit übernatürlichen Kräften balgen. Unterwegs begegnete man wieder Zombies, Voodoo-Kram und Fabelwesen, kämpfte mit Degen und Säbel auf wackligem Boden und in luftiger Höhe, begleitet von der schon bekannten Musik von Klaus Badelt und Hans Zimmer, welche ebenfalls nur geringfügig variiert wurde. Eine zweite Liebesgeschichte - neben der von Johnny Depp und Penelope Cruz - schien irgendwie mit der heißen Nadel ins Drehbuch mit hineingeschrieben worden zu sein (so erfuhr man erst kurz vor Ende des Films, wie der gutaussehende junge Mann eigentlich hieß, in den sich die Nixe da verguckt hatte). Alles in allem noch recht kurzweilig, aber vorhersehbar - und allmählich sollte es auch gut sein. Ansonsten habe ich die Befürchtung, daß sich die Reihe irgendwann so totläuft wie damals "Police Academy". Unter dem generischen Label "Pirates of the Caribbean" kann man ja theoretisch jede x-beliebige Crew in See stechen lassen, wenn Johnny Depp und Geoffrey Rush mal irgendwann keinen Bock mehr haben. Vielleicht erben dann Jim Carrey und George Clooney ihre Rollen... laugh.gif

Ganz was anderes: heute ging es dann an die Nordsee. "Die Nordsee von oben" (oder, wenn man bedenkt, in welcher Loge wir saßen, "Die Nordsee von links oben") ist ein Dokumentarfilm, der das Kunststück fertiggebracht hat, alle 1.250 Sitzplätze in Deutschlands größtem Filmpalast - der altehrwürdigen Lichtburg in Essen - voll zu kriegen. Die Produzenten Silke Schranz und Christian Wüstenberg waren höchstselbst angereist, um ihren Film vorzustellen und ein paar Fragen zu beantworten. Geboten werden 90 Minuten atemberaubende Luftbildaufnahmen und ungewöhnliche Perspektiven einer erstaunlichen Landschaft, die gleich vor der eigenen Haustür liegt und die man doch eigentlich mehr oder weniger zu kennen glaubt. Wer Filme in der Machart von "Unsere Erde" und dergleichen mag (oder einfach gerne an der See ist), sollte den Film unbedingt auf der großen Leinwand sehen. Leider läuft er nicht überall und nicht besonders oft. Den Trailer gibt es hier, eine Liste der Kinos und Vorstellungen hier.

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Drück aufs Knöpfchen, Max!

Eigentlich wollte ich jetzt an dieser Stelle davon erzählen, daß in Hiltrops Heimkino die Tony-Curtis-Festspielwochen heute damit weitergingen, daß wir nach "Das große Rennen rund um die Welt" und "Die Zwei" mal die neue Blu-ray von "Manche mögen's heiß" in die PS3 geworfen haben, in dem ebenfalls Tony Curtis und Jack Lemmon die Hauptrollen spielen - da platzt die Nachricht vom Ableben von Peter Falk dazwischen. Peter Falk, Jack Lemmons Assistent "Max" aus dem besagten "Das große Rennen rund um die Welt". Und natürlich Peter Falk alias Inspektor Columbo. flenn.gif Schnüff...

Aber eins muß ich loswerden: die oben erwähnte Blu-ray ist klasse!








So viel dazu...

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Mutantenstadl

Schon drollig: auf der Website der Kinokette Cinemaxx wird der neue X-Men-Film "Erste Entscheidung" als "Reboot" bezeichnet. Ausgerechnet die sollten es doch besser wissen. dry.gif "Erste Entscheidung" ist kein Reboot (in dem Sinne, daß die gesamte Franchise wieder auf Null gesetzt und alles bisher Dagewesene ignoriert wird, wie etwa bei "Batman Begins" oder "Casino Royale"), sondern soll ein Prequel sein, also die Vorgeschichte der bisherigen Filme.

Zu Beginn der Geschichte - gegen Ende des 2. Weltkriegs - sind Charles Xavier und Erik Lehnsherr noch zwei kleine Jungs mit besonderen Fähigkeiten: Charles ist ein Telepath, Erik kann metallische Gegenstände telekinetisch beeinflussen. Aber während der kleine Charles in einer wohlhabenden Familie in den USA aufwächst, findet sich der jüdischstämmige Erik unversehens in einem KZ wieder, wo der sadistische Lagerarzt ganz besondere Pläne mit ihm hat...

Jahre später ist Erik auf der Suche nach seinen Peinigern von früher, von denen sich einige nach Südamerika gerettet haben. Sein Erzfeind, der frühere Dr. Schmidt, nennt sich inzwischen Sebastian Shaw und spinnt eine Intrige zwischen amerikanischen und sowjetischen Militärs, die eine Eskalation des Kalten Krieges heraufbeschwören könnte. Erik erwischt Shaw beim Zündeln, und bei dem nachfolgenden Kampf begegnet er zum ersten Mal dem Telepathen Charles.

Erik, Charles und dessen beste Freundin Raven (eine Gestaltwandlerin) finden eine neue Heimat beim CIA, die ebenfalls ein Auge auf die Machenschaften von Shaw und seinen Mitverschwörern geworfen haben. In einer denkwürdigen Szenenmontage, die mich stark an die Zusammenstellung der "Glorreichen Sieben" erinnert hat (und in der als besonderes Bonbon ACHTUNG!!! SPOILER!!!
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enthalten ist), suchen sie weitere Mutanten für ihre Truppe. Letztlich läuft alles auf eine schicksalhafte Begegnung zwischen Amerikanern, Sowjets sowie "guten" und "bösen" Mutanten vor der Küste Kubas im Herbst 1962 hinaus, die über den dritten Weltkrieg und das Schicksal von Erik Lehnsherr und Charles Xavier entscheidet...



Ja, der Film hat seine Schwächen, und es gibt eine Reihe Kontinuitätsprobleme mit den anderen Filmen der Serie. Wenn man aber darüber hinweg sieht, funktioniert der Streifen eigentlich recht gut. Die Andersartigkeit und das Selbstverständnis von Mutanten wird wieder sehr schön thematisiert. Magneto ist nicht einfach nur "der Böse" - seine Motivation ist durchaus plausibel und menschlich nachvollziehbar. Sein - wenn man so will - "Übertritt zur Dunklen Seite" ist jedenfalls äußerst gelungen aufgebaut und in Szene gesetzt. Neben Michael Fassbender als Erik Lehnsherr wirkt James McAvoy vergleichsweise blass; man muß sich schon ein wenig anstrengen, um in ihm einen jungen Patrick Stewart zu sehen. Jennifer Lawrence als junge Mystique ist eine echte Entdeckung, und die Gastauftritte von Genre-Veteranen wie Michael Ironside, Ray Wise und Oliver Platt waren nett anzusehen.

Und ein paar neue Runden "Six Degrees of Kevin Bacon" können wir jetzt auch wieder spielen... rofl1.gif




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Die Zwei

Unsere Tochter mag alte Fernsehserien, die schon ihre Eltern toll fanden. Nach dem "Raumschiff Enterprise"-Marathon neulich und dem Komplettdurchlauf von "Die Spezialisten unterwegs" werden gerade parallel die DVD-Boxen von "Fame" (mit Mama) und "Die Zwei" (alle zusammen) gescreent. Bei "Die Zwei" haben wir jetzt die ersten drei von 24 Folgen gesehen. Hach, was waren noch Zeiten: diese Klamotten! Diese Autos! Diese Frisuren! Und diese völlig bescheuerte Synchronisation!

Zwei nett gemachte (aber leider nicht sonderlich gepflegte) Fan-Websites mit Fotos, Infos und vor allem Filmzitaten aus der Serie habe ich hier und dort im Internet gefunden.


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Achim Hiltrop