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World War Z

„World War Z“ ist kein Zombiefilm wie jeder andere. Es ist eigentlich ein Katastrophenfilm aus der gleichen Schublade wie „Outbreak“, der sich allerdings der Bildsprache der Zombiefilme bedient, wie man sie seit Romeros „Dawn of the Dead“ kennt. Hier sind es auch keine wiederauferstandenen Toten, denen es nach Menschenhirn gelüstet und die stumpf vor sich hin schlurfen – die Zombies hier tragen diesen Begriff bestenfalls als Spitznamen, dabei sind sie eher die Opfer eines Variante des Tollwut-Erregers.

Was der Film gut macht, sind die beeindruckenden Kameraschwenks über (computergenerierte) Menschenmassen, die wie Ameisen durcheinanderwuseln. Was weniger gut gemacht wird: die Charaktere (selbst Hauptfiguren) werden so gut wie nicht vorgestellt und sind einfach da (oder auch mal wieder weg, so wie es gerade in die Story passt). Brad Pitt guckt oft betroffen und mit Dackelblick in die Kamera, aber so richtig konnte ich mit ihm nicht mitfiebern.

Dass die Entstehungsphase des Films mit einigen Schwierigkeiten verbunden war, merkt man spätestens bei der Ankunft der Protagonisten in Irland. Hier gibt es plötzlich eine derartige Kehrtwendung im Erzählstil, dass man meinen könnte, es hätten mittendrin der Drehbuchschreiber und der Regisseur gewechselt. Und auf einmal schlurfen die Zombies auch wieder stumpf durch die Gegend, was sie den ganzen Film über nicht getan hatten – nur, weil es dramaturgisch gerade so in den Kram passte? Das ist nicht nur seltsam, sondern stellenweise auch unfreiwillig komisch…

Ich las inzwischen im Internet, dass der Film auch eigentlich ganz anders hätte enden sollen. Vermutlich werden wir dann – falls schon was davon gefilmt wurde – auf der DVD ein alternatives Ende präsentiert bekommen, oder zumindest umfangreiche Deleted Scenes. Werde ich den Film aber kaufen? Wohl kaum.

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Man of Steel

Von allen Superhelden ist Superman für mich der Langweiligste. Wenn einer schon per Definition super ist, alles kann und obendrein noch unkaputtbar – andere Superhelden haben ja oft nur eine oder zwei besondere Fähigkeiten, wenn überhaupt – wie soll so einer eine glaubwürdige Figur sein, und welche plausiblen Gefahren sollen dem denn schon blühen?

Die bisherigen Verfilmungen haben dann auch nicht dazu beigetragen, mir Superman bzw. Clark Kent näher zu bringen. Miese Spezialeffekte und Over-Acting haben mir sowohl die Filme mit Christopher Reeve als auch die „Lois & Clark“-TV-Serie verleidet, und „Smallville“ habe ich dann schon gar nicht mehr eingeschaltet. Die Comics habe ich sowieso nie gelesen, trotzdem bin ich natürlich mit den Grundzügen der Story um Kryptons Sohn vertraut – und ich war sehr neugierig, was Zack Snyder und Christopher Nolan der Sache an neuen Facetten würden abgewinnen können.

Ich wurde nicht enttäuscht. Der Film hat das Potenzial, der Grundstein für eine neue Serie zu werden (und vielleicht sogar der Nukleus für das oft andiskutierte und dann wieder abgeblasene Justice-League-Project zu sein). Ich fühlte mich im Großen und Ganzen gut unterhalten – bis auf die Klopperei in den Straßen von Smallville, da fühlte ich mich dann doch sehr an gewisse Szenen in „Thor“ erinnert. Und das Finale hätte man auch etwas straffen können, aber abgesehen davon fand ich es sehr gelungen. Die Fortsetzung darf kommen, und die 3D-Blu-Ray kommt mir auch ins Haus.

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Benvenuto Presidente!

Der Plot ist ebenso haarsträubend wie genial: als die nächsten italienischen Präsidentschaftswahlen anstehen, kommen die Vertreter aller großen Parteien unabhängig voneinander auf die Idee, symbolisch den großen Nationalhelden Giuseppe Garibaldi (1807 - 1882) zum Staatspräsidenten zu wählen, um den anderen eins auszuwischen. Und so kommt es, daß tatsächlich Giuseppe Garibaldi gewählt wird - und diese Wahl ist auch noch gültig, denn es gibt tatsächlich einen lebenden Italiener, der auch noch über 50 ist und somit ausreichend qualifiziert! Giuseppe Garibaldi ("Beppe" für seine Freunde) lebt in einem kleinen Dorf in den Bergen und glaubt erst, man wollte ihm einen Streich spielen, als plötzlich ein Konvoi schwarzer Limousinen anrollt und ihn unversehens mit nach Rom nimmt. Doch was nun? Das Naheliegendste wäre natürlich, den Irrtum aufzuklären und die Wahl einfach nicht anzunehmen. Doch als Beppe mitbekommt, wie sich die etablierten Politiker über ihn, den vermeintlichen Dorfdeppen lustig machen und schon die Sektkorken für die nächste - vermutlich ebenso verkorkste - Wahl knallen lassen wollen, nimmt er die Wahl zur allgemeinen Überraschung doch an.



Natürlich geht ab sofort alles drunter und drüber. Einerseits läßt ihm die ständige Nähe zu seiner Assistentin Janis keine ruhige Minute, dann zetteln seine politischen Widersacher eine Schlammschlacht gegen ihn an, und zu allem Überfluß ist da auch noch der Sohnemann, der in die feierliche Zeremonie der Amtseinführung hineinplatzt:



Trotz aller Bauernschläue, politischer Faux-Pas und kometenhaft steigenden Umfragewerten muß Beppe sich letztlich aber dann doch der Frage stellen, ob er sich verbiegen und anpassen oder lieber er selbst bleiben will. So ist "Benvenuto Presidente!" eine unterhaltsame politische Komödie geworden, die zwischen den Slapstick-Einlagen auch tollen Wortwitz bietet, kluge Fragen stellt und immer wieder den Finger in die Wunde legt. Und nein, der Film ist nicht eine Reaktion auf die jüngsten politischen Verhältnisse in Italien - der Streifen war dem Vernehmen nach schon seit geraumer Zeit in der Mache.

Die DVD ist schon so gut wie gekauft.

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Bye-bye, Star Wars in 3D!

Wie Lucasfilm Ltd. gestern vermeldete, liegen ab sofort alle Arbeiten an der 3D-Konvertierung der bisherigen Star-Wars-Filme auf Eis. Man will sich, wie es heißt, zu 100 % auf die Herstellung von Episode VII konzentrieren.

Ein bißchen wundert mich das ja schon. Eingefügtes Bild Erstens, weil das Einspielergebnis für die 3D-aufgehübschte Episode I im letzten Jahr immerhin noch mal über 43 Millionen Dollar in die Kassen gespült hatte (gar nicht so schlecht für einen Film, der allgemein als der schwächste der Serie gilt, der schon über zehn Jahre alt ist und schon in verschiedenen Formaten fürs Heimkino ausgewertet wurde). Zweitens, weil die 3D-Postkonvertierung doch sowieso nicht von Lucasfilm durchgeführt, sondern an einen Dienstleister ausgesourced wurde. Warum also dieser Schritt?

Ich schätze mal, Disney mag einfach nicht teilen. Wenn die alten Filme jetzt noch mal ins Kino kämen, würde 20th Century Fox natürlich auch noch mal die Hand aufhalten. Wenn man einfach noch ein paar Jahre wartet, bis die Verleih-Verträge mit 20th Century Fox auslaufen, kann man die Filme immer noch in 3D (oder was auch immer zu dem Zeitpunkt gerade in Mode ist) umwandeln und das Geld alleine einsacken. Einerseits verständlich - andererseits schade, da ein Re-Release im Kino gerade jetzt im Vorfeld der Entstehung von Episode VII bestimmt enorm zum Hype um den nächsten Film beigetragen hätte. Bedenkt bitte, daß inzwischen schon wieder eine ganze Generation von Fans in den Startlöchern steht, die mit "The Clone Wars" aufgewachsen ist und die noch nie einen Star-Wars-Film auf der großen Leinwand im Kino gesehen hat... wenn die alle ins Kino strömen, wird's voll...Eingefügtes Bild

Egal. Ein anständiger Fernseher (wie meiner) konvertiert eh auf Knopfdruck ein 2D-Signal in 3D. Das ist zwar auch nur ein Behelf, aber so gut wie die 3D-Fassung von "The Phantom Menace" damals ist das allemal... Eingefügtes Bild

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The Expendables 2

Eigentlich könnte ich jetzt mit Copy & Paste große Teile meiner Kurzzusammenfassung von "The Expendables" von vor zwei Jahren hier einfügen. Der Film ist ein altmodischer - geradezu nostalgisch angehauchter - Actionkracher, und das ist ganz und gar nicht negativ gemeint. Die Bösen sind richtig böse, die Guten sind etwas weniger böse, es werden fröhlich Filmzitate und dumme schlaue Sprüche gedroschen, und Stallone mit Bärtchen sieht immer noch aus wie der ältere Bruder von Robert Downey Junior im Kostüm von G.I. Joe. Eingefügtes Bild

Die Action war wieder völlig überdreht und nicht von dieser Welt. Gewaltverherrlichend? Vielleicht. Gewaltverharmlosend? Bestimmt. Die Schießereien, Prügeleien usw. sind zum Teil so haarsträubend übertrieben wie die Kloppereien bei den Filmen von Bud Spencer und Terrence Hill. Der gleiche absurde Humor, aber diesmal mit großkalibrigen Waffen - und mit dem Unterschied, daß hier im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen fliegen. Definitiv nichts für die Unter-18-Fraktion. Mehr so wie "A-Team" für Erwachsene.

Statt Mickey Rourke war diesmal Chuck Norris mit von der Partie, und Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis hatten etwas mehr zu tun als im ersten Film (wobei sich der Running Gag mit "I'll be back" irgendwann abzunutzen begann).

Worum ging's eigentlich? Ach so, ja: da war irgendwas mit einem geheimen Plan, der zu einem geheimen Lager von waffenfähigen Plutonium aus Beständen der guten alten UdSSR führte. Die Guten mußten dafür sorgen, daß das Zeugs nicht in falsche Hände fällt und deshalb gegen Jean-Claude van Damme antreten, mit dem sie noch eine sehr persönliche Rechnung aus einer früheren Begegnung zu offen hatten. Klingt simpel, ist es auch. Aber die Art und Weise, wie hier mit wenigen Pinselstrichen interessante Figuren geschaffen werden, von denen man nach wenigen Minuten glaubt, sie schon seit Jahren zu kennen, hat schon was. Eingefügtes Bild Ach ja: die Lala von Brian Tyler ist auch diesmal wieder eine Bereicherung für den Film. Den Herrn muß ich mir merken...

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The Art of John Carter

Ein traumhaft schönes Buch, das ich da bei Ebay ersteigert habe:



Leider inzwischen nur noch antiquarisch erhältlich. Ich rechne nicht mit einer Neuauflage...

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Ach ja - im Internet ist eine interessante "Deleted Scene" aus dem besagten Kinofilm aufgetaucht; ein alternativer Beginn des Films:



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Lachsfischen im Jemen

Ein jemenitischer Scheich möchte den Angelsport, den er in seinem Zweitwohnsitz in Schottland kennen- und liebengelernt hat, in seinem Heimatland populär machen und damit auch sein großangelegtes Bewässerungsprojekt bewerben. Den undankbaren Job, diese unmöglich scheinende Wahnvorstellung in die Realität umzusetzen, bekommen die quirlige Anlageberaterin Harriet (Emily Blunt) und der introvertierte Biologe Alfred (Ewan McGregor). Und obwohl Alfred zunächst nichts als Spott für die Idee des Scheichs übrig hat, weicht seine Überheblichkeit allmählich einer Besessenheit, das Unmögliche möglich machen zu wollen...

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Paul Torday ist nett. Mehr nicht, leider. Das großartige Ensemble (Emily Blunt, Ewan McGregor, Kristin Scott Thomas und nicht zuletzt Amr Waked) ist zwar gut aufgelegt und liefert sich einige wirklich witzige Wortgefechte, aber die überfrachtete Handlung schlingert irgendwie unentschlossen zwischen Screwball-Comedy, kitschiger Romanze, Attentats-Krimi und Selbstfindungs-Blabla auf dem Niveau von Glückskeks-Sprüchlein hin und her. Tolle Bilder, tolle Schauspieler, tolle Dialoge und eine irre Idee, die aber leider unterwegs ebenso versandet wie ein jemenitischer Wadi.

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The Avengers

Was ich noch gesagt haben wollte... ich habe inzwischen auch das Superheldenspektakel "The Avengers" gesehen und fand den Streifen im Großen und Ganzen sehr gut. Bevor die ganze Welle von Marvel-Filmen anrollte, kannte ich - ehrlich gesagt - so gut wie keinen der Avengers. In den letzten Jahren hat man sich aber reichlich Mühe gegeben, mir und anderen Comic-Ignoranten den Marvel-Kosmos in den diversen Verfilmungen näher zu bringen, und so fand ich mich in dem Film dann doch zurecht. Meine Eindrücke in Kürze:

The Good:
  • die spritzigen Dialoge; insbesondere Tony Stark und Bruce Banner als die beiden Wissenschaftler im Team haben mir gut gefallen
  • obwohl die bisherigen Filme sich zum Teil stilistisch doch unterschieden haben, ist es Joss Whedon gelungen, alles auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen
  • Handlungsfäden und Figuren aus allen Filmen wurden stimmig zusammengeführt
  • der Hulk sah noch nie so "echt" aus wie diesmal (Motion Capture ist schon was Tolles...)
  • dafür, daß der Film nachträglich in 3D konvertiert wurde, war die Bildqualität erstaunlich gut. Da habe ich schon Schlimmeres gesehen.
The Bad:
  • dem Vernehmen nach wurden etliche Szenen geschnitten, die zeigen,
    Spoiler
    . Hätte ich sehr gerne gesehen... Nun ja, dafür gibt es schließlich Blu-Rays.
  • ich habe mich gewundert, wie viel von dem Film auf dem HeliCarrier spielt - und wie kurz dann die anschließende Schlacht mit Lokis Armeen war
  • die Zerstörung einer amerikanischen Großstadt durch außerirdische Invasoren hatten wir ja schon etliche Male - aber hier waren mir die Ähnlichkeiten zu der finalen Schlacht in "Transformers: Dark of the Moon" dann doch ein wenig zu offensichtlich
And The Ugly:
  • der Tod von
    Spoiler
    . Schade. Den mochte ich. Eingefügtes Bild

Tja, wie geht es jetzt weiter? IMDB listet für 2013 "Iron Man 3" und "Thor 2" auf, sowie "Captain America 2" für 2014. Irgendwann dazwischen soll auch noch ein Nick-Fury-Film kommen. Ich würde ja wahnsinnig gerne eine filmische Umsetzung der "Civil War"-Storyline sehen und glaube auch, in einer der letzten Szenen von "The Avengers" bei der Berichterstattung durch die Presse einen Hinweis gehört zu haben, daß die Geschichte sich in diese Richtung entwickeln könnte...

Abwarten. Die Blu-Ray ist jedenfalls schon mal vorbestellt. Eingefügtes Bild

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John Carter

Ich komme gerade aus dem Kino; meine Eindrücke zu "John Carter" in aller Kürze nach dem bewährten Schema:


THE GOOD
  • Es ist erfreulich viel von der Romanvorlage erhalten worden. Natürlich keine buchstabengetreue Verfilmung, aber ich hatte da schon Angst, eine noch viel... äh... freiere Bearbeitung des Stoffes vorgesetzt zu bekommen.
  • die Verwendung der originalen Barsoomianischen Sprache. Danke dafür! Als Tars Tarkas John Carter mit dem klassischen Gruß "Kaor!" begrüßt, hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Mit so netten Details holt man Fans der Buchvorlage ab.
  • Die Typisierung der Tharks war sehr gelungen. Tars Tarkas, Sola, die fiese Sarkoja und der Usurpator Tal Hajus kamen genau so auf der Leinwand rüber, wie ich sie aus dem Roman in Erinnerung habe. Das Gleiche gilt für die Beschreibung der Brutpflege bei den Tharks.
  • Woola! Einfach knuffig. Auch wieder exakt so, wie im Roman beschrieben. Die Visual Effects à la Roadrunner waren ein netter Scherz am Rande
  • so ziemlich die halbe Besetzung der TV-Serie "Rom" ist an Bord. Die müssen am Set eine Wiedersehensparty gefeiert haben...
  • die Idee, den Kampf gegen die Warhoons mit dem Flashback in den Bürgerkrieg zu montieren, ist genial. Die Musik rundet die Szene ab. Instant Classic. Gänsehaut.
  • Dejah Thoris... Eingefügtes Bild"
  • Der Running Gag mit "Virginia"
  • einige Abweichungen zur Vorlage haben dem Stoff gut getan. So gibt es nun endlich eine... nun ja... halbwegs plausible Erklärung für die Reise zum Mars (besser jedenfalls als die sogenannte Begründung im Roman), und das Ende gefällt mir auch besser
THE BAD
  • ich frage mich, ob die Therns, die eigentlich erst im zweiten Band vorkommen (ebenso wie die Reise auf dem Fluß Iss), hier nicht schon zu früh und/oder zu mächtig ins Spiel gebracht wurden.
  • Kantos Kan kam definitiv zu kurz.
  • der Kampf gegen Tal Hajus war entschieden zu kurz (längere Version in der Special Extended Edition, bitte)
  • "My Body Is A Cage" von Peter Gabriel, mit dem ich mich monatelang beim Trailer-Gucken auf den Film vorgefreut hatte, war nicht mal als Abspannmusik dabei Eingefügtes Bild
  • eine weitere Änderung gegenüber der Vorlage: John Carter erscheint mit Kleidung auf dem Mars. Edgar Rice Burroughs schien hingegen auf FKK zu stehen, immerhin ließ er seine Helden am liebsten nackig kämpfen. Hätte vielleicht auch ein paar Frauen am Weltfrauentag ins Kino gelockt. Eingefügtes Bild

AND THE UGLY
  • das Würzburger Kinopublikum. Wieder nur so dauerquasselnde Asis um mich herum. Oder, um es mit einem anderen Filmzitat zu sagen: "I'm surrounded by assholes". Eingefügtes Bild Ich war jedenfalls kurz davor, die Schlacht gegen die Warhoons im Kino 2 des Würzburgers Cinemaxx live nachzuspielen... Eingefügtes Bild

Quelle: John Carter (Bundesstart: 8.3.2012)


Ist das nun das "nächste große Ding" nach der "Herr der Ringe"-Trilogie? Wohl eher nicht. Aber mit ein bißchen Glück die nächste Disney-Franchise, die "Pirates of the Caribbean" ablöst. Zwei oder drei Filme von der Sorte könnte ich wohl noch gucken...

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Hugo Cabret

Heute in der Lichtburg gesehen: die mit 11 Oscar-Nominierungen belohnte Georges-Méliès-Hommage "Hugo Cabret" von Martin Scorcese: Waisenjunge Hugo, der im Pariser Bahnhof haust und den Tag damit verbringt, die Bahnhofsuhren aufzuziehen (und vor dem Bahnhofsvorsteher zu flüchten, der ihn ins Waisenhaus stecken will), entdeckt durch Zufall, daß der griesgrämige Besitzer eines kleinen Spielzeugladens in Wahrheit der legendäre Filmpionier Georges Méliès ist. Zusammen mit dessen Nichte Isabelle geht er auf Entdeckungsreise. Dabei hilft ihm ein mysteriöser Automat, der einst Méliès gehörte und der nun von Hugo restauriert worden ist...

The Good:
Liebevoll gemachte Hommage an die Anfangsjahre des Kinos. Viele prominente Schauspieler auch in kleinen Rollen. Schöne 3D-Kameraführung. Tolle Kostüme. Eingefügtes Bild

The Bad:
Bißchen kitschig. Bißchen vorhersehbar. Und wie sie es geschafft haben, vom Uhrturm des Bahnhofs Montparnasse auf den über 300 Meter hohen Eiffelturm hinab (!) zu blicken, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben - erschien mir aber unfreiwillig komisch. Das hat man davon, wenn Paris komplett aus dem Computer kommt. Eingefügtes Bild

And The Ugly:
Die beiden Tantchen hinter mir, die die ganze Zeit über miteinander quasselten und mich damit zu einem spektakulären Ausbruch von Koprolalie provoziert haben. Eingefügtes Bild Herrgott noch mal, das Kino war alles andere als gut gefüllt... warum muß dieses Gesocks ausgerechnet hinter mir sitzen und Dauergespräche führen?! Ich habe für drei Logentickets 45,- EUR bezahlt und will den Film sehen, nicht irgendwelchen Omas dabei zuhören, wie sie sich darüber unterhalten. Eingefügtes Bild Ich weiß schon, warum ich nicht mehr so gerne ins Kino gehe wie früher. Da gebe ich das Geld künftig lieber für Blu-Rays aus, fahre den 55-Zoll-Bildschirm hoch und setze mich auf die Couch. Außerdem sind die 3D-Brillen von Sony sowieso besser als die Dinger, die sie in der Lichtburg haben.Eingefügtes Bild

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John Carter (Movie Novelization)

In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, ehe es mit dem stufenweisen Ausbau des Heimkinos richtig rund ging, waren Hörspiele und Bücher mit dem Sticker "Das Buch zum Film" der einzige Weg, sich ein Stückchen Hollywood nach Hause zu holen (wenn man keinen Super-8-Projektor besaß, jedenfalls). "Das Buch zum Film" war oft eilig heruntergeschrieben und noch eiliger übersetzt, um rechtzeitig zur Kinopremiere in den Buchhandlungen zu liegen. Dabei lagen dem Autoren bisweilen nur sehr frühe Drehbuchentwürfe vor, so daß er zu dem Zeitpunkt, wo er das Buch schrieb, sich nicht sicher sein konnte, daß das, was er da tippte, hinterher auch so auf der Leinwand zu sehen war (ich denke da an die Bücher zu den ersten beiden "RoboCop"-Filmen oder zu "Highlander").

Ich habe damals eine Menge von diesen Werken verschlungen; insofern hatte ich ein geradezu nostalgisches Gefühl dabei, "John Carter: The Movie Novelization" aufzuschlagen. Das Buch beinhaltet sowohl die Nacherzählung des Drehbuchs durch Stuart Moore als auch die Romanvorlage "A Princess of Mars" von Edgar Rice Burroughs, so daß der geneigte Leser sich selbst einen Eindruck davon verschaffen kann, welche Handlungselemente beibehalten und wo vom Original abgewichen wurde. Wer keine Spoiler mag, sollte jetzt besser nicht weiterlesen...

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Spoiler


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Star Wars: Episode I (3D)

Nachdem wir gestern noch mal zur Einstimmung "Fanboys" gesehen haben (meiner Filmkritik von damals habe ich auch heute nichts hinzu zu fügen), habe ich dann heute mit meiner Juniorchefin "Die dunkle Bedrohung" in 3D geguckt.

Sagen wir es gleich vorweg: der Film wird durch die 3D-Effekte nicht besser. "Episode I" hat, wie schon andernorts gesagt, eine ganze Reihe von Stärken (das Podrennen, die Lichtschwertkämpfe, die Raumschlachten, das Set Design, die Musik, die Kostüme), aber auch etliche Schwächen (die hölzernen Dialoge, die holprige Story, gewisse Nebenfiguren usw.). Die 3D-Konvertierung ist eher unaufdringlich und wird eigentlich nur bei den Gefechten im Weltraum, beim Podrennen und den Stadtansichten von Coruscant richtig ausgereizt, ansonsten ist es halt ein sehr schönes und plastisches Bild, fertig. Was hingegen richtig geil ist: das Cinemaxx in Mülheim an der Ruhr ist das erste und einzige Kino in Deutschland, bei dem dieser Film mit sogenannten D-Box-Sitzen genossen werden kann, welche sich passend zur Filmhandlung in sechs Richtungen (auf, ab, links, rechts, vor, zurück) bewegen. Das Podrennen hat noch nie so viel Spaß gemacht!!! Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

Die Matinee war längst nicht ausverkauft, aber als wir den Saal verließen, wartete im Foyer bereits eine unübersehbare Schlange auf den Einlaß. Altersstruktur: meistens 6- bis 10jährige mit mindestens einem Erziehungsberechtigten im Schlepptau. Die Rechnung scheint aufzugehen: es wächst eine neue Generation von Fans heran, die "Star Wars" nur als TV-Serie kennen und die im letzten Herbst bei der Veröffentlichung der Blu-Ray-Box erst gemerkt haben, daß es zu dem Thema auch Filme mit echten Schauspielern gibt! Eingefügtes Bild Und das sind jetzt diejenigen, die ins Kino strömen, um ihre Helden zum allerersten Mal auf der großen Leinwand zu sehen. Und dann noch in 3D...Eingefügtes Bild

Zwischen Werbetrailern und dem eigentlichen Film wurde das geneigte Publikum übrigens auch noch genötigt, einen Fanfilm anzugucken, der sich vor allem durch beeindruckende Akrobatik und... wie soll ich sagen... bisweilen unfreiwillige Komik auszeichnete. Diesen hier nämlich. Eingefügtes Bild

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Ziemlich beste Freunde

Buddy Movies sind, ehrlich gesagt, nicht so mein Ding. Meistens geht es um zwei Polizisten, von denen der eine superkorrekt und der andere ein Gammler ist, die durch einen Kriminalfall zu einem tollen Duo zusammengeschweißt werden und die anschließend unzertrennlich sind. Die französische Komödie "Intouchables" (deutsch: "Ziemlich beste Freunde") fällt in eine andere Kategorie: hier sind es zwei Männer, die vom Schicksal gezeichnet sind und die... nun ja... zu einem tollen Duo zusammengeschweißt werden und die anschließend unzertrennlich sind.

Als der arbeitslose Kleinkriminelle Driss (Omar Sy) zu einem Bewerbungsgespräch bei dem schwerreichen Witwer Philippe erscheint, rechnet er eigentlich fest damit, sofort abgewiesen zu werden und somit weiterhin Arbeitslosengeld beziehen zu können. Doch Philippe, der seit einem Unfall vom Hals an abwärts gelähmt ist, lehnt alle anderen Kandidaten ab und entscheidet sich dafür, Driss als Pfleger zu engagieren. Dieser wiederum sieht in seiner zerbröselnden Familie und der trostlosen Ghetto-Szene in der Hochhausvorstadt keine Zukunft mehr und ergreift die Chance, die Philippe ihm bietet. Von nun an muß er Philippe nicht nur die Arme und Beine ersetzen, sondern auch noch dessen aufmüpfige Adoptivtochter bändigen und Philippes Liebesleben wieder in Schwung bringen...

Das alles wird mit einer Leichtigkeit und mit einem rabenschwarzen Humor serviert, die "Intouchables" in Frankreich zum erfolgreichsten Film des Jahres 2011 machten. Die Musik des italienischen Komponisten Ludovico Einaudi (und die Songs von Earth, Wind & Fire) unterstreicht die Stimmung des Films perfekt.

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John Carter: Trailer #2

Inzwischen ist der zweite Trailer für "John Carter" online. Ich kann mir nicht helfen - ich finde die ersten Bilder wirklich klasse. Die filmische Umsetzung von Marshund Woola ist sehr nah an der Romanvorlage, und auch mit der Darstellung der Tharks und Tars Tarkas kann ich leben. Auch die Darstellung der großen weißen Affen ist perfekt - all das hat große Ähnlichkeit mit den alten Titelbildillustrationen von Michael Whelan. Sehr schön.

Die Szene in der Arena hat übrigens frappierende Ähnlichkeit mit einer ähnlichen Sequenz im Finale von "Attack of the Clones". Egal. George Lucas hat immerhin zuerst bei Edgar Rice Burroughs geklaut, da ist es nur gerecht, wenn sich Pixar nun ein wenig was bei Star Wars abguckt. Eingefügtes Bild

Kommen wir nun zur schlechten Nachricht. Ich habe den Verdacht, daß man sich stellenweise doch arg von der Vorlage entfernt hat. Zum einen kommen in beiden Trailern Szenen vor, an die ich mich im Buch beim besten Willen nicht erinnern kann - und dann heißt es auf der offiziellen Website auch noch Tars gives Carter the Thark name Dotar Sojat, which translates to, "my right arms". Tja. So, wie ich ich mich an die Geschichte erinnere, stammt der Name Dotar Sojat von den ersten beiden marsianischen Kriegern, die Carter im Kampf besiegt hat. Und wenn diese Gegebenheit schon fehlt, dürfte der Rest der Story auch etwas anders verlaufen, denn dieses Ereignis war weichenstellend...

Am Ende erwartet mich noch "John Carter Neo". Eingefügtes Bild Ich bin weiterhin gespannt.

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Trailer-Dauerschleife

Im Moment gibt es ein paar Trailer, an denen könnte ich mich den ganzen Tag lang besoffen gucken. Filme, auf die ich mich derzeit freue - und die unterschiedlicher wohl kaum sein könnten:

Ach ja, und Star Wars natürlich. Eingefügtes Bild

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