Mel Gibson hat sich rar gemacht in den letzten Jahren. Zuletzt war der zweifache Oscar-Gewinner („Braveheart“) im Jahr 2003 in „The Singing Detective“ zu sehen. Umso beeindruckender fällt jetzt sein Comeback aus: In „Auftrag Rache“, das auf einer TV-Miniserie namens „Am Rande der Finsternis“ aus dem Jahr 1985 basiert, spielt er einen alleinstehenden Vater, dessen eigene Tochter vor seinen Augen ermordet wird. Regie führt wie schon bei der ursprünglichen BBC-Fernsehserie Martin Campbell („James Bond – Casino Royale“). Das Ergebnis ist gelungen und vor allem extrem spannend.
Polizist Thomas Craven (Mel Gibson) erhält Besuch von seiner Tochter Emma (Bojana Novakovic). Das Glück dauert nicht lange: Vor der Haustür wird Emma erschossen. Die Polizei geht zunächst davon aus, dass der Angriff ihrem Kollegen galt, doch der wird bald misstrauisch. Über Emmas Freund David Burnham (Shawn Roberts), der vor lauter Angst kaum zu Auskünften bereit ist, führt die Spur – es wird festgestellt, dass Emmas Leichnam stark radioaktiv belastet ist – zu ihrem Arbeitgeber, einer Atomforschungseinrichtung namens Northmoor. Deren Chef Jack Bennett (Danny Huston) hat einiges zu verbergen, da ist sich Craven sicher. Welche Rolle der mysteriöse Darius Jedburgh (Ray Winstone) spielt, der plötzlich bei ihm auftaucht, kann er zwar nicht enträtseln, doch seine Ermittlungen offenbaren rasch, dass er in ein Wespennest aus bis in höchste Kreise reichenden Verwicklungen gestochen hat.
Als trauernder Vater wirkt Mel Gibson nicht hundertprozentig überzeugend – störend sind vor allem die Szenen, in denen er die Stimme seiner Tochter zu hören meint, weil sie einerseits nicht zur Figur Thomas Craven passen wollen, andererseits für den Film auch nicht wirklich notwendig sind. Als kaltblütiger Racheengel reißt Gibson den Zuschauer dann aber schon mit. Der Weg, den er bei seinen Ermittlungen nimmt, ist konsequent und bleibt immer spannend, da sich das ganze Ausmaß der Verschwörung erst nach und nach entpuppt. Dabei schafft es Regisseur Campbell glücklicherweise, auf allzu große Brutalität zu verzichten – Craven vollzieht seine Rache relativ ruhig, beinahe gelassen. Gelegentliche Action-Einsprengsel fügen sich in diese fast unterkühlte Machart prächtig ein, da sie eine umso größere Wirkung entfalten. Erst zum Finale hin wird das Geschehen dann vergleichsweise blutrünstig; auch das ist aber durch die Logik der Handlung gut motiviert.
Auftrag Rache
Eingetragen von Armin, Gestern, 20:09 in ALLGEMEINEin Jahr
Eingetragen von Armin, Gestern, 19:56 in ALLGEMEIN
Ich hab's vermutlich mal irgendwann erwähnt, dass ich aufgehört habe zu rauchen. Das ist heute ganz genau ein Jahr her. Erstaunlich. Zumal ich echt standhaft bin. Gestern Abend wurden beispielsweise auf einer Veranstaltung Frei-Zigarren gereicht ... Nicht mal das konnte mich locken. Wahrscheinlich bin ich über den Berg.
Männer die auf Ziegen starren
Eingetragen von Armin, 07.03.2010, 21:43 in FILM
Was soll man davon halten? Das angebliche Sachbuch „The Men who stare at Goats“ berichtet über Programme des US-amerikanischen Militärs, die sich unter anderem mit übersinnlichen Fähigkeiten beschäftigen. Eine hervorragende Reaktion kommt von Regie-Debütant Grant Heslov: Der legt den sehr amüsanten Film „Männer die auf Ziegen starren“ vor, der sehr lose auf der Vorlage basiert, dank einer ganzen Reihe bizarrer Einfälle und gleich mehrerer hervorragender Darsteller bestens unterhält.
Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) wurde von seiner Frau verlassen und will sich jetzt beweisen: als Kriegsberichterstatter im Irak. Dort trifft er auf Lyn Cassady (George Clooney), der in geheimer Mission unterwegs ist. Einst war er Mitglied einer obskuren Militäreinheit, die sich unter der Leitung des Hippies Bill Django (Jeff Bridges) vor allem mit der Erforschung übersinnlicher Fähigkeiten beschäftigt hat. Cassady bezeichnet sich als „Jedi-Krieger“ und „Supersoldat“, Wilton wittert eine Story und begleitet ihn auf dem Weg durch die Wüste. Unterwegs erfährt er Cassadys Geschichte, der erzählt, wie Brigadegeneral Hopgood (Stephen Lang) die Abteilung „New Earth Army“ ins Leben gerufen hat und wie schließlich Larry Hooper (Kevin Spacey) dafür gesorgt hat, dass sie wieder aufgelöst wurde. Und nach allerlei skurrilen Ereignissen kommt Wilton so langsam darauf, was Cassady wirklich will.
Wer den Werbe-Trailer für „Männer die auf Ziegen starren“ gesehen hat, sollte nicht erwarten, dass der komplette Film ähnlich turbulent ist. Zwischen den vielen, vielen wirklich urkomischen Szenen schleicht sich immer mal wieder Leerlauf ein. Das ist bedauerlich, wird dann aber durch den nächsten großartigen Einfall und vor allem die glänzend aufgelegten Schauspieler kompensiert. Erst gegen Ende geht dem Film etwas die Puste aus: War zuvor die Handlung eher Nebensache, muss nun doch plötzlich noch ein halbwegs sinnvolles Ende her, so der Eindruck. Das ist eher weniger gelungen, der Film insgesamt aber trotzdem ein riesiges Vergnügen.
Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) wurde von seiner Frau verlassen und will sich jetzt beweisen: als Kriegsberichterstatter im Irak. Dort trifft er auf Lyn Cassady (George Clooney), der in geheimer Mission unterwegs ist. Einst war er Mitglied einer obskuren Militäreinheit, die sich unter der Leitung des Hippies Bill Django (Jeff Bridges) vor allem mit der Erforschung übersinnlicher Fähigkeiten beschäftigt hat. Cassady bezeichnet sich als „Jedi-Krieger“ und „Supersoldat“, Wilton wittert eine Story und begleitet ihn auf dem Weg durch die Wüste. Unterwegs erfährt er Cassadys Geschichte, der erzählt, wie Brigadegeneral Hopgood (Stephen Lang) die Abteilung „New Earth Army“ ins Leben gerufen hat und wie schließlich Larry Hooper (Kevin Spacey) dafür gesorgt hat, dass sie wieder aufgelöst wurde. Und nach allerlei skurrilen Ereignissen kommt Wilton so langsam darauf, was Cassady wirklich will.
Wer den Werbe-Trailer für „Männer die auf Ziegen starren“ gesehen hat, sollte nicht erwarten, dass der komplette Film ähnlich turbulent ist. Zwischen den vielen, vielen wirklich urkomischen Szenen schleicht sich immer mal wieder Leerlauf ein. Das ist bedauerlich, wird dann aber durch den nächsten großartigen Einfall und vor allem die glänzend aufgelegten Schauspieler kompensiert. Erst gegen Ende geht dem Film etwas die Puste aus: War zuvor die Handlung eher Nebensache, muss nun doch plötzlich noch ein halbwegs sinnvolles Ende her, so der Eindruck. Das ist eher weniger gelungen, der Film insgesamt aber trotzdem ein riesiges Vergnügen.
Serie futsch
Eingetragen von Armin, 07.03.2010, 21:24 in FUßBALL
Eins noch, dann schieb ich das Thema Fußball bis zum nächsten Spiel beiseite: Die schöne Serie ist natürlich jetzt auch futsch. 24 Spiele ungeschlagen vom Saisonstart weg - das wird wohl eine ganze Weile in den Geschichtsbüchern stehen bleiben. Schade, dass jetzt trotzdem unterm Strich erst mal nur noch Platz drei steht. Bei allem Gemecker, das ich hier produziere, war die Niederlage übrigens verdient: Das sah ja anfangs noch halbwegs nett aus, war aber lange (bis zum 1:3) nicht zwingend. Und einige Spieler waren heute leider ganz schwach: Toni Kroos, bei dem Herrn Rummenigges Ankündigung, dass er definitiv wieder nach München auf die Ersatzbank muss, wohl die gewünschte Wirkung gezeigt hat; aber auch Manuel Friedrich, der eigentlich bisher ebenfalls eine gute Saison gespielt hat, heute aber einige heftige Aussetzer drin hatte; und auch Michael Kadlec hat schon bessere Spiele gemacht.
Na ja. Mal sehen, was nächste Woche passiert: Schalke darf am Freitag gegen Stuttgart ran (bitte, VfB ...), beim Heimspiel der Bayern gegen Freiburg am Samstag muss ich mir wohl keine Hoffnungen machen, am Sonntag spielt dann schließlich Leverkusen gegen den HSV. Nach jetzt drei Spielen ohne Sieg (so schnell fängt die nächste Serie an) wäre es ganz gut, ausgerechnet gegen Herrn Labbadia mal wieder drei Punkte einzufahren.
Na ja. Mal sehen, was nächste Woche passiert: Schalke darf am Freitag gegen Stuttgart ran (bitte, VfB ...), beim Heimspiel der Bayern gegen Freiburg am Samstag muss ich mir wohl keine Hoffnungen machen, am Sonntag spielt dann schließlich Leverkusen gegen den HSV. Nach jetzt drei Spielen ohne Sieg (so schnell fängt die nächste Serie an) wäre es ganz gut, ausgerechnet gegen Herrn Labbadia mal wieder drei Punkte einzufahren.
Auch sehr lustig
Eingetragen von Armin, 07.03.2010, 20:50 in FUßBALL
Ich kriege mich heute ja gar nicht mehr ein nach dieser blöden Niederlage meiner Leverkusener in Nürnberg. Deshalb habe ich mir zur Aufmunterung noch eine nette Statistik herausgesucht: Das letzte Mal, als Bayer in der Bundesliga 0:3 in Rückstand gelegen hat, war am 8. April 2007. Endergebnis: ein 1:4 zuhause gegen Bochum. Es geht also noch schlimmer. Ein paar Tage zuvor gab's damals im UEFA-Cup ein 0:3 auf eigenem Platz gegen Osasuna. Da war ich sogar im Stadion (wie ärgerlich), heute immerhin aber nicht. Das baut mich doch fast auf. Ich hoffe nur, dass jetzt keine ähnliche Serie hoher Niederlagen folgt ...
Es hat alles schon mal gegeben ...
Eingetragen von Armin, 07.03.2010, 17:39 in FUßBALL
Blicken wir doch mal aus aktuellem Anlass in die Fußball-Historie, nämlich auf ein Spiel der WM 1966, am 23. Juli in Liverpool:
Portugal – Nordkorea 5:3 (2:3)
Tore:
0:1 Pak Seung-Zin (1.)
0:2 Lee Dong-Woon (22.)
0:3 Yang (24.)
1:3 Eusébio (27.)
2:3 Eusébio (43.), Elfmeter
3:3 Eusébio (56.)
4:3 Eusébio (59.), Elfmeter
5:3 José Augusto (79.)
Wir sehen: Es hat alles schon mal gegeben. Heute leider nicht.
Was lernen wir daraus? Leverkusen ist nicht Portugal. Das wiederum ist tröstlich: Denn bekanntermaßen haben die Portugiesen noch nie einen Titel gewonnen ...
Portugal – Nordkorea 5:3 (2:3)
Tore:
0:1 Pak Seung-Zin (1.)
0:2 Lee Dong-Woon (22.)
0:3 Yang (24.)
1:3 Eusébio (27.)
2:3 Eusébio (43.), Elfmeter
3:3 Eusébio (56.)
4:3 Eusébio (59.), Elfmeter
5:3 José Augusto (79.)
Wir sehen: Es hat alles schon mal gegeben. Heute leider nicht.
Was lernen wir daraus? Leverkusen ist nicht Portugal. Das wiederum ist tröstlich: Denn bekanntermaßen haben die Portugiesen noch nie einen Titel gewonnen ...
Duplizität der Ereignisse
Eingetragen von Armin, 06.03.2010, 21:33 in FUßBALL
Ich komm ja zu nichts, aber ein Ergebnis der Regionalliga West vom Dienstag oder so muss ich doch noch nachtragen:
1. FC Köln II - Bayer Leverkusen II 0:0
Tja, was soll ich da noch sagen? Höchstens, dass das Duell der zweiten Mannschaften in der Regionalliga unter umgekehrten Vorzeichen stattfand. Da stehen die Kölner etwas weiter oben in der Tabelle, während Leverkusen (übrigens unter Trainer Ulf Kirsten) dem Abstieg entgegentaumelt.
1. FC Köln II - Bayer Leverkusen II 0:0
Tja, was soll ich da noch sagen? Höchstens, dass das Duell der zweiten Mannschaften in der Regionalliga unter umgekehrten Vorzeichen stattfand. Da stehen die Kölner etwas weiter oben in der Tabelle, während Leverkusen (übrigens unter Trainer Ulf Kirsten) dem Abstieg entgegentaumelt.
Tabellenführung futsch
Eingetragen von Armin, 01.03.2010, 22:02 in FUßBALL
Am Wochenende haben mir die Worte gefehlt: Die Enttäuschung über das schwache 0:0 gegen Köln war schon groß (wenngleich Sami Hyypiäs natürlich eindeutig hinter der Linie war, das nur nebenbei ...). Und dann haben gestern die Bayern doch tatsächlich zwölf Minuten vor Schluss noch den Siegtreffer erzielt. Ich hatte den Live-Ticker bei Minute 75 weggeklickt, um mich auf etwas anderes konzentrieren zu können, und war dann später doch etwas konsterniert ...
Damit ist natürlich noch nichts verloren: Nächste Woche wird es zwar kaum einen neuerlichen Wechsel an der Tabellenspitze geben, da ich mal vermute, dass die Kölschen Jecken sich für den Rest der Saison verausgabt haben dürften und von den Bayern dann wieder fünf oder mehr kassieren - aber danach gibt's ja auch noch ein paar Spiele. Leverkusens großes Plus: Man hat noch Heimspiele gegen Bayern und gegen Schalke. Zwei Siege und alles ist in Butter. Zwei Niederlagen - dann hätte auch ein Sieg gegen Köln nichts gebracht. Wir bleiben also locker.
Damit ist natürlich noch nichts verloren: Nächste Woche wird es zwar kaum einen neuerlichen Wechsel an der Tabellenspitze geben, da ich mal vermute, dass die Kölschen Jecken sich für den Rest der Saison verausgabt haben dürften und von den Bayern dann wieder fünf oder mehr kassieren - aber danach gibt's ja auch noch ein paar Spiele. Leverkusens großes Plus: Man hat noch Heimspiele gegen Bayern und gegen Schalke. Zwei Siege und alles ist in Butter. Zwei Niederlagen - dann hätte auch ein Sieg gegen Köln nichts gebracht. Wir bleiben also locker.
Shutter Island
Eingetragen von Armin, 28.02.2010, 17:30 in FILM
Mit „Departed – Unter Feinden“ ist Martin Scorsese vor vier Jahren noch einmal zum Genre des Gangsterfilms zurückgekehrt, mit dem man den Namen des großen Regisseurs ganz besonders verbindet. Dafür gab es den ersten Oscar in der langen Karriere Scorseses. Nach der Rolling-Stones-Dokumentation „Shine a Light“ (2008) legt der Regisseur jetzt einen düsteren Psycho-Thriller vor. Zum vierten Mal in Folge (seit „Gangs of New York“) besetzt er die Hauptrolle mit Leonardo DiCaprio. Das Ergebnis ist hochspannend und sehenswert, allerdings mit einigen kleineren Stolpersteinen.
Shutter Island ist eine kleine Insel vor der amerikanischen Ostküste, auf der eine Anstalt für geistesgestörte Gewaltverbrecher untergebracht ist. US-Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und sein neuer Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) sollen dort das unerklärliche Verschwinden einer Patientin aufklären. Der leitende Arzt Dr. Cawley (Ben Kingsley) ist den Ermittlern allerdings keine große Hilfe, da er sie nur widerwillig unterstützt. Als ein Hurrikan über der Insel tobt, bricht die Verbindung zum Festland ab und eine Rückkehr wird vorerst unmöglich. Daniels wird zudem von weiteren Problemen geplagt: Am Ende des Zweiten Weltkriegs war er als amerikanischer Soldat an der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau beteiligt – ein Erlebnis, das ihn bis heute verfolgt. Außerdem erscheint ihm seine Frau Dolores (Michelle Williams), die bei einem Brand ums Leben gekommen ist, in seinen Träumen. Daniels gesteht seinem Partner die Vermutung, dass sich der Brandstifter ebenfalls auf Shutter Island befindet.
Regisseur Scorsese und sein Kameramann Robert Richardson schaffen auf der Insel eine beklemmende Atmosphäre, die dem Zuschauer von der ersten Sekunde an signalisiert, dass er hier mit ungewöhnlichen Ereignissen zu rechnen hat. Etwas zu übertrieben dramatisch kommt dagegen die Musik daher, die weniger aufdringlich sicher eine größere Wirkung entfaltet hätte. Leonardo DiCaprio füllt seine Rolle vorzüglich aus, mit Ben Kingsley hat er einen adäquaten Gegenspieler. Die Handlung sorgt für ordentlich Spannung und hat auch eine überraschende Wendung anzubieten, mit der so nicht zu rechnen war. Wermutstropfen sind die Rückblenden in Teddy Daniels’ Vergangenheit, mit denen es Scorsese einfach übertreibt: Sie bremsen in ihrer Häufigkeit den Erzählfluss und schaden dem Film so eher, als dass sie ihm gut tun. So ist „Shutter Island“ sicher kein Meisterwerk, wie man es sich vielleicht wieder einmal von Martin Scorsese erhofft hätte, ein sehenswerter Film aber allemal.
Shutter Island ist eine kleine Insel vor der amerikanischen Ostküste, auf der eine Anstalt für geistesgestörte Gewaltverbrecher untergebracht ist. US-Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und sein neuer Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) sollen dort das unerklärliche Verschwinden einer Patientin aufklären. Der leitende Arzt Dr. Cawley (Ben Kingsley) ist den Ermittlern allerdings keine große Hilfe, da er sie nur widerwillig unterstützt. Als ein Hurrikan über der Insel tobt, bricht die Verbindung zum Festland ab und eine Rückkehr wird vorerst unmöglich. Daniels wird zudem von weiteren Problemen geplagt: Am Ende des Zweiten Weltkriegs war er als amerikanischer Soldat an der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau beteiligt – ein Erlebnis, das ihn bis heute verfolgt. Außerdem erscheint ihm seine Frau Dolores (Michelle Williams), die bei einem Brand ums Leben gekommen ist, in seinen Träumen. Daniels gesteht seinem Partner die Vermutung, dass sich der Brandstifter ebenfalls auf Shutter Island befindet.
Regisseur Scorsese und sein Kameramann Robert Richardson schaffen auf der Insel eine beklemmende Atmosphäre, die dem Zuschauer von der ersten Sekunde an signalisiert, dass er hier mit ungewöhnlichen Ereignissen zu rechnen hat. Etwas zu übertrieben dramatisch kommt dagegen die Musik daher, die weniger aufdringlich sicher eine größere Wirkung entfaltet hätte. Leonardo DiCaprio füllt seine Rolle vorzüglich aus, mit Ben Kingsley hat er einen adäquaten Gegenspieler. Die Handlung sorgt für ordentlich Spannung und hat auch eine überraschende Wendung anzubieten, mit der so nicht zu rechnen war. Wermutstropfen sind die Rückblenden in Teddy Daniels’ Vergangenheit, mit denen es Scorsese einfach übertreibt: Sie bremsen in ihrer Häufigkeit den Erzählfluss und schaden dem Film so eher, als dass sie ihm gut tun. So ist „Shutter Island“ sicher kein Meisterwerk, wie man es sich vielleicht wieder einmal von Martin Scorsese erhofft hätte, ein sehenswerter Film aber allemal.
Ernst-Nachträge
Eingetragen von Armin, 26.02.2010, 22:13 in VERÖFFENTLICHUNGEN
Zwei Sachen muss ich zum Buch Das ist unser Ernst nachtragen:
- im Blog von Petra Hartmann gibt es ein Interview mit Verlegerin Simone Edelberg zu lesen, in dem es ganz besonders um die Anthologie geht.
- auf den Seiten des Geisterspiegels ist bereits eine Rezension zum Buch online gegangen. Wolfgang Brandt schreibt als Fazit:
»Das ist unser Ernst!« ist ein exzellenter Phantastik-Genremix, der zu keiner Zeit übertrieben oder langweilig erscheint und so manches Lächeln hervorruft. Die Kurzgeschichtensammlung ist eine Verbeugung all jener Autoren gegenüber den Leistungen des Verlegers Ernst Wurdack. Prädikat: Besonders empfehlenswert und reif für den DPP.
- im Blog von Petra Hartmann gibt es ein Interview mit Verlegerin Simone Edelberg zu lesen, in dem es ganz besonders um die Anthologie geht.
- auf den Seiten des Geisterspiegels ist bereits eine Rezension zum Buch online gegangen. Wolfgang Brandt schreibt als Fazit:
»Das ist unser Ernst!« ist ein exzellenter Phantastik-Genremix, der zu keiner Zeit übertrieben oder langweilig erscheint und so manches Lächeln hervorruft. Die Kurzgeschichtensammlung ist eine Verbeugung all jener Autoren gegenüber den Leistungen des Verlegers Ernst Wurdack. Prädikat: Besonders empfehlenswert und reif für den DPP.
Das ist unser Ernst
Eingetragen von Armin, 26.02.2010, 08:52 in VERÖFFENTLICHUNGEN
Mit ein bisschen Verspätung darf ich vermelden, dass das Buch "Das ist unser Ernst" inzwischen im Wortkuss Verlag erschienen ist (und meine Exemplare endlich eingetrudelt sind). Ursprünglich war die Anthologie mal als ein reines Dankeschön an Ernst Wurdack gedacht, der sich zehn Jahre lang um die Story-Olympiade gekümmert und so einer ganzen Reihe von Autoren zu ihren ersten oder ersten ernsthaften Veröffentlichungen verholfen hat. Irgendwann wurde dann entschieden, auch die Öffentlichkeit an diesem Spaß teilhaben zu lassen. Viele dieser Autoren haben sich nämlich zusammengetan und Ernst in diesem Buch nicht immer ganz ernst gemeinte Geschichten gejagt, was jede Menge Anlass zum Schmunzeln bieten sollte. Meine eigene Geschichte spielt im Argona-Universum, trägt den sinnigen Titel Was Ernst schon immer über Argonomen und Meurg wissen wollte und schickt Ernst an Bord der Heim, wo er dem Argonomen Aulden entscheidend zu Hilfe eilen darf ...
Martin Witzgall (Hrsg.)
Das ist unser Ernst!
WortKuss Verlag
128 Seiten
ISBN-13: 978-3-942026-02-4 (Softcover), 978-3-942026-03-1 (Hardcover)
Preis: 12,90 Euro (Softcover), 24,90 Euro (Hardcover)

Der Klappentext:
Bücher sind sein Leben! Doch als der Verleger Ernst Wurdack bei einer Preisverleihung im wahrsten Sinne des Wortes in einem Buch versinkt, beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise durch zauberhafte und unglaubliche Geschichten. Und merkwürdig, jede der Erzählungen kommt ihm auffällig bekannt vor …
Die Glückwunschanthologie der Story-Olympioniken ist nicht nur ein Dankeschön an den engagierten Verleger Ernst Wurdack, sondern auch ein rundum fesselndes, phantastisches Lesevergnügen!
Die Autoren und ihre Geschichten:
Henry Bienek: Der Empfang
Michael Mühlehner: Lord Wurdag
Maike Schneider: Isabellas erster Versuch
Tatjana Stöckler: Das Monster im Apfelbaum
Petra Vennekohl: Fast ein Shakespeare
Frank Lauenroth: State of mind
Jörg Olbrich: Der digitale Er(n)sthelfer
Luigi Bleifuß: Der Griff nach dem Arsch
Armin Rößler: Was Ernst immer schon über Argonomen und Meurg wissen wollte
Heidrun Jänchen: Von Socken und Suppen
Nadine Muriel: Medusenzauber
Anja Labussek: Danse macabre reloaded
Olaf Trint: Baby Pan und die Vampire
Petra Hartmann: Pfefferkuchen
Susanne Schnitzler: Dornröschen im Trog
Dieter Schmitt: Der Berghammer
Andrea Tillmanns: Von Zwergen und Menschen
Claudia Hornung: Wurdagg unterirdisch
Melanie Metzenthin: Der bärtige Drache
Timo Bader: Die Formel des Schreibens
Oliver Hohlstein: Ernst in Pampelmusien
Martin Witzgall: Ende in Sicht
Henry Bienek: Was lange gärt wird endlich Bier oder: Ein Ende für Ernst
Zur Verlags-Seite des Wortkuss Verlags geht's hier entlang.
Ich muss noch zwei andere Bücher beenden, dann freue ich mich ganz besonders darauf, endlich mal wieder eine neue Geschichte von Dieter Schmitt lesen zu dürfen. Auf den Rest aber natürlich auch.
Martin Witzgall (Hrsg.)
Das ist unser Ernst!
WortKuss Verlag
128 Seiten
ISBN-13: 978-3-942026-02-4 (Softcover), 978-3-942026-03-1 (Hardcover)
Preis: 12,90 Euro (Softcover), 24,90 Euro (Hardcover)

Der Klappentext:
Bücher sind sein Leben! Doch als der Verleger Ernst Wurdack bei einer Preisverleihung im wahrsten Sinne des Wortes in einem Buch versinkt, beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise durch zauberhafte und unglaubliche Geschichten. Und merkwürdig, jede der Erzählungen kommt ihm auffällig bekannt vor …
Die Glückwunschanthologie der Story-Olympioniken ist nicht nur ein Dankeschön an den engagierten Verleger Ernst Wurdack, sondern auch ein rundum fesselndes, phantastisches Lesevergnügen!
Die Autoren und ihre Geschichten:
Henry Bienek: Der Empfang
Michael Mühlehner: Lord Wurdag
Maike Schneider: Isabellas erster Versuch
Tatjana Stöckler: Das Monster im Apfelbaum
Petra Vennekohl: Fast ein Shakespeare
Frank Lauenroth: State of mind
Jörg Olbrich: Der digitale Er(n)sthelfer
Luigi Bleifuß: Der Griff nach dem Arsch
Armin Rößler: Was Ernst immer schon über Argonomen und Meurg wissen wollte
Heidrun Jänchen: Von Socken und Suppen
Nadine Muriel: Medusenzauber
Anja Labussek: Danse macabre reloaded
Olaf Trint: Baby Pan und die Vampire
Petra Hartmann: Pfefferkuchen
Susanne Schnitzler: Dornröschen im Trog
Dieter Schmitt: Der Berghammer
Andrea Tillmanns: Von Zwergen und Menschen
Claudia Hornung: Wurdagg unterirdisch
Melanie Metzenthin: Der bärtige Drache
Timo Bader: Die Formel des Schreibens
Oliver Hohlstein: Ernst in Pampelmusien
Martin Witzgall: Ende in Sicht
Henry Bienek: Was lange gärt wird endlich Bier oder: Ein Ende für Ernst
Zur Verlags-Seite des Wortkuss Verlags geht's hier entlang.
Ich muss noch zwei andere Bücher beenden, dann freue ich mich ganz besonders darauf, endlich mal wieder eine neue Geschichte von Dieter Schmitt lesen zu dürfen. Auf den Rest aber natürlich auch.
Weltraumkrieger: Rezension bei phantastik-news.de
Eingetragen von Armin, 25.02.2010, 21:39 in VERÖFFENTLICHUNGEN
Bei phantastik-news.de ist eine Rezension von Carsten Kuhr zur Anthologie Weltraumkrieger (Atlantis Verlag), in der ja auch meine Story Entscheidung schwarz enthalten ist, online gegangen.
Der Rezensent schreibt:
Military SF, was verbindet der unbedarfte Leser mit diesem Begriff? Explodierende Planeten, gigantische Raumschlachten, Kommissköpfe, blutige Auseinandersetzungen und faschistoide Tendenzen. Dass es auch anders geht, beweist vorliegende Zusammenstellung. Die beiden Herausgeber haben sich bemüht, Geschichten zu finden, die eben gerade nicht den üblichen Klischees entsprechen. Stories, die das Thema auf ganz eigene Art und Weise aufgreifen, die beweisen, dass auch und gerade Weltraumkrieger nicht die tumben Schlagetots sind, als die wir sie so oft portraitiert bekommen, sondern Menschen mit Moral. Sie versuchen zu differenzieren, aufzuzeigen, dass auch in den Armeen der Zukunft Menschen an den Schalthebeln der Macht sitzen. Menschen, die fehlen, aber auch Menschen, die bereit sind für Andere, für das Allgemeinwohl oder aus eigennützigen Motiven Opfer zu bringen. Schon die Liste der Autoren zeigt, dass sich die Herausgeber Gedanken darüber gemacht haben, wen sie zum Beitragen einladen.
Zu meiner Story gibt es den Kommentar:
Armin Rößler hat mit seiner „Argona“-Reihe im Wurdack Verlag bereits bewiesen, dass er Space Opera zu schreiben weiß. Vorliegend wird ein gemischtes Team eines Menschen und eines Alien über einem Planeten abgeschossen. In Gefangenschaft geraten beweist das Alien, dass sein Wertesystem ganz anders ausgeprägt ist, als das der Menschen.
Und schließlich schreibt Carsten Kuhr noch von einem ambitionierten und qualitativ sehr hochwertigen Projekt, ist also offensichtlich mit der Lektüre zufrieden. Die komplette Rezension gibt es hier.
Der Rezensent schreibt:
Military SF, was verbindet der unbedarfte Leser mit diesem Begriff? Explodierende Planeten, gigantische Raumschlachten, Kommissköpfe, blutige Auseinandersetzungen und faschistoide Tendenzen. Dass es auch anders geht, beweist vorliegende Zusammenstellung. Die beiden Herausgeber haben sich bemüht, Geschichten zu finden, die eben gerade nicht den üblichen Klischees entsprechen. Stories, die das Thema auf ganz eigene Art und Weise aufgreifen, die beweisen, dass auch und gerade Weltraumkrieger nicht die tumben Schlagetots sind, als die wir sie so oft portraitiert bekommen, sondern Menschen mit Moral. Sie versuchen zu differenzieren, aufzuzeigen, dass auch in den Armeen der Zukunft Menschen an den Schalthebeln der Macht sitzen. Menschen, die fehlen, aber auch Menschen, die bereit sind für Andere, für das Allgemeinwohl oder aus eigennützigen Motiven Opfer zu bringen. Schon die Liste der Autoren zeigt, dass sich die Herausgeber Gedanken darüber gemacht haben, wen sie zum Beitragen einladen.
Zu meiner Story gibt es den Kommentar:
Armin Rößler hat mit seiner „Argona“-Reihe im Wurdack Verlag bereits bewiesen, dass er Space Opera zu schreiben weiß. Vorliegend wird ein gemischtes Team eines Menschen und eines Alien über einem Planeten abgeschossen. In Gefangenschaft geraten beweist das Alien, dass sein Wertesystem ganz anders ausgeprägt ist, als das der Menschen.
Und schließlich schreibt Carsten Kuhr noch von einem ambitionierten und qualitativ sehr hochwertigen Projekt, ist also offensichtlich mit der Lektüre zufrieden. Die komplette Rezension gibt es hier.
Sätze für die Nachwelt (CXXVII)
Eingetragen von Armin, 16.02.2010, 14:28 in ALLGEMEIN
Papa, du hast es gut mit deinem Bartwuchs. Da kommt das Frieren nicht so durch.
(Meline, 5, auf 1990 Meter bei minus 13 Grad.)
(Meline, 5, auf 1990 Meter bei minus 13 Grad.)
Entscheidung schwarz: Feedback
Eingetragen von Armin, 31.01.2010, 22:07 in VERÖFFENTLICHUNGEN
Bekanntermaßen ist meine Story Entscheidung schwarz in der Military-SF-Anthologie Weltraumkrieger, herausgegeben von Dirk van den Boom und Oliver Naujoks, Anfang des Jahres im Atlantis Verlag erschienen. Inzwischen gibt es das erste Feedback, das ich gerne mal zitiere; ausdrücklich mit Spoilern übrigens. Wer erst noch das Buch lesen möchte, sollte jetzt hier aufhören:
Im SF-Netzwerk-Thread ist zu lesen:
und ich hab auch schon eine geschichte gelesen, nämlich armins
hat mir auch bis auf das ende gut gefallen und das ende werd ich auch nochmal lesen, viell. gefällt mir die pointe dann doch noch ... oder ich hab ne nuance doch nicht genau mitbekommen
(The Fallen Angel)
Und ergänzend:
zu armins geschichte nochmal, der schluß gefällt mir immer noch nicht - und ich bin da echt immer noch am grübeln um da nen zugangsweg zu finden, für mich ... aber da bin ich nicht der einzige, der mit dem schluß so seine probs hat, wie ich im 'anderen' forum gelesen habe
(The Fallen Angel)
Hier im Blog gab's auch schon eine erste Meinungsäußerung:
Gratulation zu "Entscheidung schwarz"!
Das ist mal wieder ein echter Rößler.
Corusek und seine Zweithaut - das ist ein Außerirdischer ganz nach meinem Geschmack!
(Shock Wave Rider)
Jetzt aber mal rüber zu SF-Fan.de und dem dortigen Lesezirkel (der unter anderem das alte Ärgernis bereithält, dass einige Leute wie Namen wie Armin, Achim, Arnim usw. auf Kriegsfuß stehen):
Ach Armin, Deine Geschichte ist schon prima (und war ehrlich gesagt diejenige, bei der ich am wenigsten zu korrigieren hatte) …
(Pirandot)
Ich bin etwas verärgert über diesen Einstieg, denn der Name »Wolfgang Hohlbein« mag werbewirksam sein, aber diese Geschichte ist es nicht: weder in Ausführung, noch im Inhalt (das zeigt ganz besonders der Vergleich mit Armin Rößlers Werk).
(Breitsameter)
Mir hat die Geschichte gut gefallen. Der Leser wird, wie die beiden Hauptfiguren, mitten ins Geschehen geworfen. Obwohl Corusek etwas spät darauf kommt, dass etwas faul ist.
Die Geschehnisse auf dem Planeten sind spannend und anschaulich beschrieben. Da hatte ich das Gefühl, dabei zu sein.
Einzig das Ende wirkte mir etwas zu konstruiert. Kurz, nachdem Corusek in Bedlams Gedächtnis war, und die Szene mit dem bösen Offizier gesehen hat, taucht dieser doch tatsächlich im Gefangenenlager auf. Das war zu vorhersehbar. Was für die »Entscheidung Schwarz« aber nicht gilt, und Achim, damit das Ruder zu einem guten Ende rumreißt.
(Pogopuschel)
"Entscheidung Schwarz": Hat mir gut gefallen. Setting und Figuren wurden schnell plastisch, die Handlung ist rasant. Wo ich sonst bei Armin und seinen Kreaturen immer ein bisschen Probleme habe, mit seinen Kreaturen mitzufühlen, die immer so völlig anders funktionieren, was mich meist etwas distanziert beobachten läßt, da konnte ich hier gut mit der Hauptfigur mitgehen.
(Christian Günther)
Diese Distanziertheit ist mir auch aufgefallen – man ist einen Tick von der Hauptfigur »entfernt«, und irgendwie nicht mitten und direkt an der Action (besonders auffällig bei den Kampfszenen). Aber der Geschichte tut das keinen Abbruch, und nach der sprachlichen Trivialität der Hohlbein-Geschichte war das doch sehr erfrischend und sehr schön zu lesen.
Und auch inhaltlich interessant: die »Entscheidung Schwarz« ist zuerst ein Schock, dann aber durchaus logisch und konsequent.
(Breitsameter)
Entscheidung Schwarz von Armin Rößler ist flott geschrieben und entsprechend gut liest sie sich. Allerdings erschliesst sich mir am Ende nicht ganz, warum Corusek zu dieser Entscheidung kommt. Habe ich da was überlesen?
(achimh)
"Entscheidung Schwarz": Nette Geschichte, leider hat sie mich aber nicht so recht überzeugt.
(Crashlander)
"Entscheidung schwarz": ansprechend geschrieben und über weite Strecken spannend. Armins Stärken liegen auch hier in der anschaulichen Beschreibung fremdartiger Lebensformen, nur das Ende läßt mich ein wenig ratlos zurück: Freundschaft vs. Ehre?
(frankh)
Armins "Entscheidung schwarz" überzeugt mit Corusek, einem typischen Rößler-Alien mit interessanten Fähigkeiten, einem spannungsreichen Setting und mit Figuren, deren Vergangenheit sie wieder einholt. Zwischendurch fand ich den Plot etwas verfahren (erst der stark beschriebene Absturz, dann das Zusammentreffen mit den zwei Soldaten, bei denen man nicht so recht weiß, was sie wollen bzw. was sie antreibt, dann die Gefangennahme ?!), aber das Ende vernäht die meisten offenen Fäden zu einem logischen Abschluss. Eine rundum gute Story!
(Shock Wave Rider)
Das ist doch schon jetzt ein ganz schönes Bündel unterschiedlichster Meinungen, oder? Ich fürchte nur, irgendwann in den nächsten Tagen muss ich wohl doch mal noch ein paar Sätze zu meinem Schluss schreiben ...
Im SF-Netzwerk-Thread ist zu lesen:
und ich hab auch schon eine geschichte gelesen, nämlich armins
hat mir auch bis auf das ende gut gefallen und das ende werd ich auch nochmal lesen, viell. gefällt mir die pointe dann doch noch ... oder ich hab ne nuance doch nicht genau mitbekommen
(The Fallen Angel)
Und ergänzend:
zu armins geschichte nochmal, der schluß gefällt mir immer noch nicht - und ich bin da echt immer noch am grübeln um da nen zugangsweg zu finden, für mich ... aber da bin ich nicht der einzige, der mit dem schluß so seine probs hat, wie ich im 'anderen' forum gelesen habe
(The Fallen Angel)
Hier im Blog gab's auch schon eine erste Meinungsäußerung:
Gratulation zu "Entscheidung schwarz"!
Das ist mal wieder ein echter Rößler.
Corusek und seine Zweithaut - das ist ein Außerirdischer ganz nach meinem Geschmack!
(Shock Wave Rider)
Jetzt aber mal rüber zu SF-Fan.de und dem dortigen Lesezirkel (der unter anderem das alte Ärgernis bereithält, dass einige Leute wie Namen wie Armin, Achim, Arnim usw. auf Kriegsfuß stehen):
Ach Armin, Deine Geschichte ist schon prima (und war ehrlich gesagt diejenige, bei der ich am wenigsten zu korrigieren hatte) …
(Pirandot)
Ich bin etwas verärgert über diesen Einstieg, denn der Name »Wolfgang Hohlbein« mag werbewirksam sein, aber diese Geschichte ist es nicht: weder in Ausführung, noch im Inhalt (das zeigt ganz besonders der Vergleich mit Armin Rößlers Werk).
(Breitsameter)
Mir hat die Geschichte gut gefallen. Der Leser wird, wie die beiden Hauptfiguren, mitten ins Geschehen geworfen. Obwohl Corusek etwas spät darauf kommt, dass etwas faul ist.
Die Geschehnisse auf dem Planeten sind spannend und anschaulich beschrieben. Da hatte ich das Gefühl, dabei zu sein.
Einzig das Ende wirkte mir etwas zu konstruiert. Kurz, nachdem Corusek in Bedlams Gedächtnis war, und die Szene mit dem bösen Offizier gesehen hat, taucht dieser doch tatsächlich im Gefangenenlager auf. Das war zu vorhersehbar. Was für die »Entscheidung Schwarz« aber nicht gilt, und Achim, damit das Ruder zu einem guten Ende rumreißt.
(Pogopuschel)
"Entscheidung Schwarz": Hat mir gut gefallen. Setting und Figuren wurden schnell plastisch, die Handlung ist rasant. Wo ich sonst bei Armin und seinen Kreaturen immer ein bisschen Probleme habe, mit seinen Kreaturen mitzufühlen, die immer so völlig anders funktionieren, was mich meist etwas distanziert beobachten läßt, da konnte ich hier gut mit der Hauptfigur mitgehen.
(Christian Günther)
Diese Distanziertheit ist mir auch aufgefallen – man ist einen Tick von der Hauptfigur »entfernt«, und irgendwie nicht mitten und direkt an der Action (besonders auffällig bei den Kampfszenen). Aber der Geschichte tut das keinen Abbruch, und nach der sprachlichen Trivialität der Hohlbein-Geschichte war das doch sehr erfrischend und sehr schön zu lesen.
Und auch inhaltlich interessant: die »Entscheidung Schwarz« ist zuerst ein Schock, dann aber durchaus logisch und konsequent.
(Breitsameter)
Entscheidung Schwarz von Armin Rößler ist flott geschrieben und entsprechend gut liest sie sich. Allerdings erschliesst sich mir am Ende nicht ganz, warum Corusek zu dieser Entscheidung kommt. Habe ich da was überlesen?
(achimh)
"Entscheidung Schwarz": Nette Geschichte, leider hat sie mich aber nicht so recht überzeugt.
(Crashlander)
"Entscheidung schwarz": ansprechend geschrieben und über weite Strecken spannend. Armins Stärken liegen auch hier in der anschaulichen Beschreibung fremdartiger Lebensformen, nur das Ende läßt mich ein wenig ratlos zurück: Freundschaft vs. Ehre?
(frankh)
Armins "Entscheidung schwarz" überzeugt mit Corusek, einem typischen Rößler-Alien mit interessanten Fähigkeiten, einem spannungsreichen Setting und mit Figuren, deren Vergangenheit sie wieder einholt. Zwischendurch fand ich den Plot etwas verfahren (erst der stark beschriebene Absturz, dann das Zusammentreffen mit den zwei Soldaten, bei denen man nicht so recht weiß, was sie wollen bzw. was sie antreibt, dann die Gefangennahme ?!), aber das Ende vernäht die meisten offenen Fäden zu einem logischen Abschluss. Eine rundum gute Story!
(Shock Wave Rider)
Das ist doch schon jetzt ein ganz schönes Bündel unterschiedlichster Meinungen, oder? Ich fürchte nur, irgendwann in den nächsten Tagen muss ich wohl doch mal noch ein paar Sätze zu meinem Schluss schreiben ...
Nachgelegt
Eingetragen von Armin, 31.01.2010, 21:38 in FUßBALL
Ich habe wenig sehen können vom heutigen Spiel meiner Leverkusener, bin aber schon allein wegen des Ergebnisses beeindruckt: Zum dritten Mal durften die Bayern vorlegen, zum dritten Mal hat Bayer nachgelegt. Ein Schelm, wer dem Rückrunden-Spielplan-Macher ob dieser Konstellation Böses unterstellt ... Da aber auch diese merkwürdige Art der Unterstützung den Bayern nichts bringt, beschleicht mich so langsam das Gefühl, dass es dieses Jahr wirklich etwas werden könnte. Selbst ihre kleinen Aussetzer steckt die Mannschaft diese Saison ohne Punktverluste weg: Letzte Woche in Sinsheim war die Überlegenheit schon in der ersten Hälfte so absurd, dass die Herren Adler und Friedrich offensichtlich Mitleid bekamen und die Hoffenheimer zum Ausgleich einluden (was Ralf Rangnick gestern zu der irrigen Ansicht verleitete, 1899 hätte eine Chance gehabt). Im zweiten Durchgang hat es dann ohne Gegner aber auch keinen rechten Spaß mehr gemacht ...
Heute gegen Freiburg wurden ja nach dem 3:0 auch noch einige Chancen versemmelt und schließlich durch kollektive Passivität der Gegner eingeladen, den Anschlusstreffer zu erzielen. Letzte Saison wäre Bayer in so einem Moment auf die Verliererstraße geraten - das passiert dieses Jahr nicht. Osram als Meistermacher? Nie bin ich mit meiner Saisonprognose mehr daneben gelegen als dieses Mal. Das steht jetzt schon fest.
Mal gucken, wie es gegen die stärkeren Gegner läuft. Und wie sich die Bayern verkaufen, wenn die Champions League wieder anfängt.
Heute gegen Freiburg wurden ja nach dem 3:0 auch noch einige Chancen versemmelt und schließlich durch kollektive Passivität der Gegner eingeladen, den Anschlusstreffer zu erzielen. Letzte Saison wäre Bayer in so einem Moment auf die Verliererstraße geraten - das passiert dieses Jahr nicht. Osram als Meistermacher? Nie bin ich mit meiner Saisonprognose mehr daneben gelegen als dieses Mal. Das steht jetzt schon fest.
Mal gucken, wie es gegen die stärkeren Gegner läuft. Und wie sich die Bayern verkaufen, wenn die Champions League wieder anfängt.
Neues von der Audienz
Eingetragen von Armin, 29.01.2010, 20:38 in VERÖFFENTLICHUNGEN
Obwohl "Die Audienz", der nächste Band der Wurdack-SF-Reihe, schon ein Weilchen angekündigt ist, haben wir jetzt kurz vor Toresschluss doch noch einmal etwas geändert. Durch die Aufnahme einer zusätzlichen Geschichte hat sich der Umfang auf 224 Seiten erhöht, der Preis bleibt bei aber 11,95 Euro.
Die allerwichtigsten Daten:
Die Audienz
herausgegeben von Armin Rößler und Heidrun Jänchen
Wurdack Science Fiction Band 16
ISBN 978-3-938065-62-4
224 Seiten
11,95 Euro
Vorbestellbar im Verlagsshop
Das Cover stammt von Jacek Kaczyński (sein Debüt in der Wurdack-SF-Reihe):
Enthalten sind folgende Autoren und Geschichten:
Frank W. Haubold – Die Audienz
Bruna Phlox – Hör auf die Wahrsagerin, Nishka
Bernhard Schneider – Sarah
Regina Schleheck – Ein Schiff wird kommen
Christian Weis – Ausgespielt
Nadine Boos – Finja-Danielas Totenwache
Christian Günther – Der geborgte Himmel
Karla Schmidt – Lebenslichter
Armin Rößler – Phönix
Arnold H. Bucher – Der Erste Roboter
Andreas Flögel – Lod, Lad, Chine
Kai Riedemann – Ich töte dich nach meinem Tod
Heidrun Jänchen – Kamele, Kuckucksuhren und Bienen
Jakob Schmidt – Auslese
Andrea Tillmanns – Hitze
Karsten Kruschel – Ende der Jagdsaison auf Orange
Die allerwichtigsten Daten:
Die Audienz
herausgegeben von Armin Rößler und Heidrun Jänchen
Wurdack Science Fiction Band 16
ISBN 978-3-938065-62-4
224 Seiten
11,95 Euro
Vorbestellbar im Verlagsshop
Das Cover stammt von Jacek Kaczyński (sein Debüt in der Wurdack-SF-Reihe):
Enthalten sind folgende Autoren und Geschichten:
Frank W. Haubold – Die Audienz
Bruna Phlox – Hör auf die Wahrsagerin, Nishka
Bernhard Schneider – Sarah
Regina Schleheck – Ein Schiff wird kommen
Christian Weis – Ausgespielt
Nadine Boos – Finja-Danielas Totenwache
Christian Günther – Der geborgte Himmel
Karla Schmidt – Lebenslichter
Armin Rößler – Phönix
Arnold H. Bucher – Der Erste Roboter
Andreas Flögel – Lod, Lad, Chine
Kai Riedemann – Ich töte dich nach meinem Tod
Heidrun Jänchen – Kamele, Kuckucksuhren und Bienen
Jakob Schmidt – Auslese
Andrea Tillmanns – Hitze
Karsten Kruschel – Ende der Jagdsaison auf Orange
Surrogates – Mein zweites Ich
Eingetragen von Armin, 27.01.2010, 20:51 in FILM
Wie schade: Natürlich ist die Idee nicht wirklich neu, die dem Film „Surrogates – Mein zweites Ich“ zugrundeliegt. Und auch die Art und Weise, wie der Hintergrund der Filmwelt und die Motivation für die Handlung konstruiert sind, darf man guten Gewissens als wenig originell bezeichnen. Und dennoch steckt in einem Film, in dem sich die Menschen nicht mehr vor die Türe trauen, sondern stattdessen fast rund um die Uhr Roboter-Stellvertreter für sich agieren lassen, deutlich mehr Potenzial, als es „Surrogates“ offenbart. So ist das Ergebnis des Films von Regisseur Jonathan Mostow („Terminator 3“), der auf der gleichnamigen fünfteiligen Graphic Novel von Robert Venditti und Brett Weldele basiert, erschreckend unbefriedigend.
Ursprünglich entwickelt, um Behinderte und Kranke mit neuen Körpern auszustatten, haben sich die „Surrogates“ längst überall verbreitet: Von einigen wenigen Uneinsichtigen abgesehen, hat weltweit fast jeder Mensch einen solchen Ersatz-Körper, den man bequem von zu Hause aus steuern kann. Angenehmer Nebeneffekt: Es gibt fast keine Kriminalität mehr. Daher denken auch die FBI-Agenten Tom Greer (Bruce Willis) und Jennifer Peters (Radha Mitchell) zunächst an einen Routinefall, als vor einem Nachtclub zwei zerstörte Roboter-Körper gefunden werden – bis sich herausstellt, dass auch die Menschen, die sie gesteuert haben, tot sind. Einer der beiden ist ausgerechnet der Sohn von Dr. Lionel Canter (James Cromwell), dem Erfinder der Surrogates, dem der Angriff eigentlich galt. Greer ermittelt weiter, bis auch sein Ersatzkörper zerstört wird und er plötzlich leibhaftig eingreifen muss – was er seit vielen, vielen Jahren nicht mehr getan hat.
Die sterile Optik der bunten Plastikwelt, in der sich die maskenhaft starren Traumkörper bewegen, ist ein erster Stolperstein für den Film. Das wirkt mehr wie ein Hochglanz-Marionettentheater, als dass es die gewünschte Atmosphäre schafft. Sobald Bruce Willis erst einmal seinen Surrogate (und damit auch die grausam schreckliche Frisur) los ist, kommt wenigstens ein bisschen mehr Leben in die Handlung, zumal der Action-Held keine drei Szenen braucht, um so auszusehen wie in „Stirb langsam“ eins bis vier. Das reicht aber immer noch nicht für einen guten Film: Dafür müssten die Handlung weniger durchsichtig, die Logiklöcher nicht ganz so groß und die Figuren weit weniger schablonenhaft gezeichnet sein. Typisch amerikanische Einfälle – schon sieben Jahre nach der Erfindung der „Surrogates“ haben sich 98 Prozent der Weltbevölkerung (!) einen zugelegt – sind da leider nur die Spitze eines Eisbergs, den man besser schnell ins Vergessen versenkt.
Ursprünglich entwickelt, um Behinderte und Kranke mit neuen Körpern auszustatten, haben sich die „Surrogates“ längst überall verbreitet: Von einigen wenigen Uneinsichtigen abgesehen, hat weltweit fast jeder Mensch einen solchen Ersatz-Körper, den man bequem von zu Hause aus steuern kann. Angenehmer Nebeneffekt: Es gibt fast keine Kriminalität mehr. Daher denken auch die FBI-Agenten Tom Greer (Bruce Willis) und Jennifer Peters (Radha Mitchell) zunächst an einen Routinefall, als vor einem Nachtclub zwei zerstörte Roboter-Körper gefunden werden – bis sich herausstellt, dass auch die Menschen, die sie gesteuert haben, tot sind. Einer der beiden ist ausgerechnet der Sohn von Dr. Lionel Canter (James Cromwell), dem Erfinder der Surrogates, dem der Angriff eigentlich galt. Greer ermittelt weiter, bis auch sein Ersatzkörper zerstört wird und er plötzlich leibhaftig eingreifen muss – was er seit vielen, vielen Jahren nicht mehr getan hat.
Die sterile Optik der bunten Plastikwelt, in der sich die maskenhaft starren Traumkörper bewegen, ist ein erster Stolperstein für den Film. Das wirkt mehr wie ein Hochglanz-Marionettentheater, als dass es die gewünschte Atmosphäre schafft. Sobald Bruce Willis erst einmal seinen Surrogate (und damit auch die grausam schreckliche Frisur) los ist, kommt wenigstens ein bisschen mehr Leben in die Handlung, zumal der Action-Held keine drei Szenen braucht, um so auszusehen wie in „Stirb langsam“ eins bis vier. Das reicht aber immer noch nicht für einen guten Film: Dafür müssten die Handlung weniger durchsichtig, die Logiklöcher nicht ganz so groß und die Figuren weit weniger schablonenhaft gezeichnet sein. Typisch amerikanische Einfälle – schon sieben Jahre nach der Erfindung der „Surrogates“ haben sich 98 Prozent der Weltbevölkerung (!) einen zugelegt – sind da leider nur die Spitze eines Eisbergs, den man besser schnell ins Vergessen versenkt.
Hoffe statt Hammill
Eingetragen von Armin, 24.01.2010, 08:37 in FUßBALL
Eigentlich wäre ich ja sehr gerne heute Abend zum Peter-Hammill-Konzert nach Frankfurt gegangen. Das hatte ich beispielsweise hier auch schon euphorisch angekündigt. Inzwischen musste ich aber feststellen, dass das Bundesligaspiel zwischen 1899 Hoffenheim und meinen Leverkusenern auch heute stattfindet - Anpfiff in Sinsheim ist um 17.30 Uhr, deshalb wird's hinterher nicht mehr reichen, um noch nach Frankfurt zu düsen. Schade, aber da die Karten fürs Fußballspiel schon ewig hier liegen, hat das logischerweise Priorität.
Ein Sieg ist Pflicht, nachdem es gestern die dussligen Bremer nicht wenigstens geschafft haben, den Bayern ein Remis abzutrotzen. Gut, dass immerhin Bochum den Schalkern den Sieg vermasselt hat. Hoffenheim hätte zwar auch die Punkte nötig, aber darauf können wir leider keine Rücksicht nehmen, wenn wir an der Tabellenspitze bleiben wollen. Die aktuelle Form spricht ohnehin ebenso für Bayer wie der Blick in die Statistik: Letzte Saison gab's ein 5:2 zuhause und einen 4:1-Auswärtssieg in Sinsheim, diese Saison (zur Einweihung der umgebauten BayArena) ein 1:0. Da kann also nichts schiefgehen (dieses peinliche DFB-Pokal vor einigen Jahren habe ich erfolgreich verdrängt).
Jetzt muss ich los - auf den Sportplatz der TuS Mingolsheim. Dort ist zwischen 10 und 12 Uhr das Abschlusstraining meiner Leverkusener angesetzt. Das schaue ich mir jetzt an.
Nachtrag: Nichts war mit Training, leider. "Die Mannschaftsleitung hat sich stattdessen für einen Spaziergang entschieden", war zu hören. Im Kurpark, wo das stattfinden sollte, war außer den Enten aber auch niemand ... Ich drücke mir die Daumen, dass die Jungs wenigstens Lust haben, nachher im Stadion aufzukreuzen.
Ein Sieg ist Pflicht, nachdem es gestern die dussligen Bremer nicht wenigstens geschafft haben, den Bayern ein Remis abzutrotzen. Gut, dass immerhin Bochum den Schalkern den Sieg vermasselt hat. Hoffenheim hätte zwar auch die Punkte nötig, aber darauf können wir leider keine Rücksicht nehmen, wenn wir an der Tabellenspitze bleiben wollen. Die aktuelle Form spricht ohnehin ebenso für Bayer wie der Blick in die Statistik: Letzte Saison gab's ein 5:2 zuhause und einen 4:1-Auswärtssieg in Sinsheim, diese Saison (zur Einweihung der umgebauten BayArena) ein 1:0. Da kann also nichts schiefgehen (dieses peinliche DFB-Pokal vor einigen Jahren habe ich erfolgreich verdrängt).
Jetzt muss ich los - auf den Sportplatz der TuS Mingolsheim. Dort ist zwischen 10 und 12 Uhr das Abschlusstraining meiner Leverkusener angesetzt. Das schaue ich mir jetzt an.
Nachtrag: Nichts war mit Training, leider. "Die Mannschaftsleitung hat sich stattdessen für einen Spaziergang entschieden", war zu hören. Im Kurpark, wo das stattfinden sollte, war außer den Enten aber auch niemand ... Ich drücke mir die Daumen, dass die Jungs wenigstens Lust haben, nachher im Stadion aufzukreuzen.
Die Weltraumkrieger sind da
Eingetragen von Armin, 23.01.2010, 13:57 in VERÖFFENTLICHUNGEN
Die Post hat mich nicht völlig ignoriert: Heute ist die Military-SF-Anthologie Weltraumkrieger, herausgegeben von Dirk van den Boom und Oliver Naujoks, die im Atlantis Verlag erschienen ist, dann endlich auch bei mir eingetroffen. Enthalten ist unter anderem meine Story Entscheidung schwarz. Nachdem ich es jetzt in Händen halte, kann ich bestätigen, dass das Buch so aussieht:

Die wichtigsten Infos:
"Weltraumkrieger"
Dirk van den Boom & Oliver Naujoks (Hrsg.)
Titelbild: Timo Kümmel
A5 Paperback
200 Seiten
12,90 EUR
ISBN 978-3-941258-20-4
Das Universum ist ein gefährlicher Ort.
Und Military SF erzählt davon.
Deutsche und internationale Autorinnen und Autoren präsentieren Science Fiction, deren Helden in galaktischen Konflikten kämpfen, mal als Akteure, mal als Spielball anderer Mächte. Es geht um persönliche Entscheidungen, um Mut, Ehre, Furcht, Fatalismus und Verzweiflung, Sieg und Niederlage. Spannende, anrührende, satirische, aufregende und nachdenkliche Kurzgeschichten von Wolfgang Hohlbein, Michael McCollum, Sharon Lee & Steve Miller, Thomas R. P. Mielke, Frank W. Haubold, Armin Rößler, Achim Hiltrop, Uwe Post und Sylke Brandt präsentiert in der ersten deutschen Military-SF-Anthologie.
Enthaltene Geschichten:
"Erstkontakt" von Wolfgang Hohlbein
"Entscheidung schwarz" von Armin Rößler
"Grünes Feuer" von Sylke Brandt
"Reelle Chance" von Sharon Lee & Steve Miller
"Die Gänse des Kapitols" von Frank W. Haubold
"Grenzpatrouille" von Achim Hiltrop
"Der längste Weg der Welt" von Thomas R. P. Mielke
"Ashkar Vier, Schlamm" von Uwe Post
"Pflicht, Ehre, Mutter Erde" von Michael McCollum
Extra: "Aliens in Schützengräben. Zur Einordnung und Bewertung von Military SF" von Dirk van den Boom(ergänzte und überarbeitete Fassung eines Artikels, der vor einiger Zeit bereits im SF-Magazin "phantastisch!" erschienen ist)
Erste Meinungen zum Buch (nicht jeder wird von der Post so stiefmütterlich behandelt wie ich) finden sich im SF-Netzwerk-Thread (ab Seite 5) sowie im Lesezirkel bei sf-fan.de.

Die wichtigsten Infos:
"Weltraumkrieger"
Dirk van den Boom & Oliver Naujoks (Hrsg.)
Titelbild: Timo Kümmel
A5 Paperback
200 Seiten
12,90 EUR
ISBN 978-3-941258-20-4
Das Universum ist ein gefährlicher Ort.
Und Military SF erzählt davon.
Deutsche und internationale Autorinnen und Autoren präsentieren Science Fiction, deren Helden in galaktischen Konflikten kämpfen, mal als Akteure, mal als Spielball anderer Mächte. Es geht um persönliche Entscheidungen, um Mut, Ehre, Furcht, Fatalismus und Verzweiflung, Sieg und Niederlage. Spannende, anrührende, satirische, aufregende und nachdenkliche Kurzgeschichten von Wolfgang Hohlbein, Michael McCollum, Sharon Lee & Steve Miller, Thomas R. P. Mielke, Frank W. Haubold, Armin Rößler, Achim Hiltrop, Uwe Post und Sylke Brandt präsentiert in der ersten deutschen Military-SF-Anthologie.
Enthaltene Geschichten:
"Erstkontakt" von Wolfgang Hohlbein
"Entscheidung schwarz" von Armin Rößler
"Grünes Feuer" von Sylke Brandt
"Reelle Chance" von Sharon Lee & Steve Miller
"Die Gänse des Kapitols" von Frank W. Haubold
"Grenzpatrouille" von Achim Hiltrop
"Der längste Weg der Welt" von Thomas R. P. Mielke
"Ashkar Vier, Schlamm" von Uwe Post
"Pflicht, Ehre, Mutter Erde" von Michael McCollum
Extra: "Aliens in Schützengräben. Zur Einordnung und Bewertung von Military SF" von Dirk van den Boom(ergänzte und überarbeitete Fassung eines Artikels, der vor einiger Zeit bereits im SF-Magazin "phantastisch!" erschienen ist)
Erste Meinungen zum Buch (nicht jeder wird von der Post so stiefmütterlich behandelt wie ich) finden sich im SF-Netzwerk-Thread (ab Seite 5) sowie im Lesezirkel bei sf-fan.de.
Wenn Liebe so einfach wäre
Eingetragen von Armin, 23.01.2010, 13:47 in FILM
Nancy Meyers weiß, „Was Frauen wollen“. Nach dem gleichnamigen Erfolgsfilm im Jahr 2000 hat die Regisseurin und Drehbuchautorin ihr Genre gefunden und schickt inzwischen verstärkt reiferes, aber sehr prominentes Personal ins Rennen um die große Liebe: Jack Nicholson und Diane Keaton wurden in „Was das Herz begehrt“ auf ihre alten Tage ein Paar, Ähnliches versuchen jetzt in „Wenn Liebe so einfach wäre“ auch Meryl Streep und Alec Baldwin – mit einem kleinen Unterschied: Sie mimen ein geschiedenes Pärchen, das nach zehn Jahren unverhofft wieder zueinander findet und damit allerlei Komplikationen für sich selbst und sein Umfeld auslöst.
Jane Adler (Meryl Streep) ist beruflich erfolgreich, die drei Kinder sind aus dem Haus – nur mit dem Liebesleben klappt es gar nicht. Nach einem feucht-fröhlichen Abend landet sie ausgerechnet mit ihrem Ex-Mann Jack (Alec Baldwin) im Bett. Der ist in seiner Ehe mit der deutlich jüngeren Agness (Lake Bell) alles andere als glücklich und würde am liebsten zu Jane zurückkehren. Die wird aber prompt auch noch von ihrem Architekten Adam Schaffer (Steve Martin) umgarnt.
Es funktioniert nicht so recht: Das mag an der bemüht-konstruiert wirkenden Handlung liegen, die am Ende dann auch noch völlig ins Leere läuft, aber sicher auch daran, dass die Regisseurin oft nicht den richtigen Ton trifft: Erwartet man den großen romantischen Moment wird es plötzlich unnötig albern und umgekehrt. Auch auf der Darsteller-Seite wird das Potenzial bei Weitem nicht ausgereizt: Meryl Streep hat noch unlängst in „Julie & Julia“ geglänzt, hier bleibt sie in einer ähnlichen Rolle vergleichsweise blass. Schlimmer, weil gänzlich unlustig und leidenschaftslos, ist das, was Steve Martin abliefert. Als Lichtblick taugt einzig und allein Alec Baldwin, der aus seiner ambivalenten Figur einiges herausholt. Das reicht aber nicht, um den Film auch in der Summe zu einer interessanten Angelegenheit zu machen.
Jane Adler (Meryl Streep) ist beruflich erfolgreich, die drei Kinder sind aus dem Haus – nur mit dem Liebesleben klappt es gar nicht. Nach einem feucht-fröhlichen Abend landet sie ausgerechnet mit ihrem Ex-Mann Jack (Alec Baldwin) im Bett. Der ist in seiner Ehe mit der deutlich jüngeren Agness (Lake Bell) alles andere als glücklich und würde am liebsten zu Jane zurückkehren. Die wird aber prompt auch noch von ihrem Architekten Adam Schaffer (Steve Martin) umgarnt.
Es funktioniert nicht so recht: Das mag an der bemüht-konstruiert wirkenden Handlung liegen, die am Ende dann auch noch völlig ins Leere läuft, aber sicher auch daran, dass die Regisseurin oft nicht den richtigen Ton trifft: Erwartet man den großen romantischen Moment wird es plötzlich unnötig albern und umgekehrt. Auch auf der Darsteller-Seite wird das Potenzial bei Weitem nicht ausgereizt: Meryl Streep hat noch unlängst in „Julie & Julia“ geglänzt, hier bleibt sie in einer ähnlichen Rolle vergleichsweise blass. Schlimmer, weil gänzlich unlustig und leidenschaftslos, ist das, was Steve Martin abliefert. Als Lichtblick taugt einzig und allein Alec Baldwin, der aus seiner ambivalenten Figur einiges herausholt. Das reicht aber nicht, um den Film auch in der Summe zu einer interessanten Angelegenheit zu machen.











am Es hat alles schon mal gegeben ...