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Rübezahl-Sagen aus dem Riesengebirge

Wer kennt ihn nicht, den launischen, unberechenbaren, aber im Grunde doch gutmütigen Herrn der Berge, den man besser nicht bei seinem Spottnamen "Rübezahl" rufen sollte? Der Verlag Saphir im Stahl hat nun die alten Sagen um den Berggeist des Riesengebirges neu aufgelegt. Herausgekommen ist ein dickes Taschenbuch voller Sagen, Schwänke und Abenteuer, an dem nicht nur Heimatvertriebene aus dem Riesengebirge ihre Freude haben werden.
Erzählt wird in unzähligen Episoden, wie der Bergfürst, der eines Tages aus den Tiefen der Berge ans Licht des Tages gestiegen war, die Menschen kennen lernt, neugierig auf diese seltsamen Wesen wird und immer wieder überprüft, wie es sich nun mit diesen verhält. Oft genug findet er sie böse und schlecht, und entsprechende Strafen lassen nicht auf sich warten. Doch manchmal, guten und redlichen Menschen gegenüber, erweist sich der Berggeist auch als freundlicher und mächtiger Beschützer, der am Ende die Dinge doch noch zum Guten wendet.
Weltbekannt und namensgebend wurde die Geschichte der Prinzessin Emma, in die der Bergfürst sich verliebte. Er entführte sie, und als sie traurig wurde, zeigte er ihr, wie sie aus Rüben alle Menschen und Tiere zaubern könnte, die sie nur wollte. So wurde die Hochzeit beschlossen. Als Hochzeitsgäste sollten die Rüben fungieren. Da bat die listige Prinzessin den Berggeist, er möge doch, damit sie wüsste, für wieviele Personen sie die Hochzeitstafel vorbereiten solle, alle in seinem Reiche vorhandenen Rüben zählen, und er solle es ja nicht wagen, ihr etwa eine falsche Zahl zu nennen. Mit Feuereifer machte sich der arme, mir sehr sympathische Dyskalkulist an die Arbeit, verzählte sich aber immer wieder und war so lange mit dem Rübenzählen beschäftigt, bis Prinzessin Emma mit ihrem Geliebten geflüchtet war.
Interessant ist, wie die sonst nur einzeln in Sagenbüchern abgedruckten Geschichten hier einen größeren Zusammenhang ergeben, aufeinander aufbauen und gewissermaßen die Lebensgeschichte eines manchmal etwas unberechenbaren und oft sehr zornigen Naturgeistes nachzeichnen, der aber im Grunde nur recht naiv auf die Menschen schaut und unter seiner rauen Schale durchaus ein gutes Herz verbirgt. Immer aber wird deutlich, dass sich in diesem Wesen eine gewaltige Macht verbirgt, die man nicht leichtfertig anrufen oder gar herausfordern sollte.
So entsteht ein sehr spannendes, trotz der altertümlichen Ausdrucksweise und Rechtschreibung gut lesbares Büchlein, das jedem an alten Volkssagen Interessierten ans Herz gelegt sei.

Fazit: Uralte Sagen, als ansprechendes Taschenbuch neu herausgebracht. Eine spannende Zeitreise ins Riesengebirge, lesens- und empfehlenswert.


Rübezahl-Sagen aus dem Riesengebirge. Hrsg. v. Erik Schreiber. Bickenbach: Saphir im Stahl, 2014. 276 S., Euro 9,95.

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Sabine Kosubek: Unter dem Delphinmond

Mit einer Delphintherapie (die Autorin bevorzugt sympathischerweise die Ph-Schreibweise) der besonderen Art befasst sich Sabine Kosubek in ihrem Jugendbuch "Unter dem Delphinmond". Auf einer Insel im Mittelmeer soll die elfjährige Babsi geheilt werden. Was Ärzte und Psychologen nicht vermögen, liegt nun in den Flossen der klugen Delphindame Destiny.
Seit einem Verkehrsunfall, bei dem ihre Eltern starben, spricht Babsi nicht mehr. Die damals Fünfjährige hatte den Unfall zwar körperlich unbeschadet überlebt, doch seitdem kann sie sich nur noch schriftlich oder durch Zeichensprache verständigen. Ihre Adoptivfamilie - die Paten Doro und Andy sowie deren Sohn Micha - lassen nichts unversucht, doch inzwischen scheint klar, dass Babsis Stummheit endgültig ist. Da taucht plötzlich eine geheimnisvolle eMail auf, in der die Familie auf eine Insel im Mittelmeer aufmerksam gemacht wird. Billig ist die Sache nicht, doch der Versuch ist auch die letzten Ersparnisse wert. Als die Sommerferien beginnen, sitzen die vier im Flieger nach Pearl's Island.
Die Geschichte beginnt "eigentlich" wie ein realistisches Jugend-Abenteuer, das im Hier und Jetzt spielt. Erst nach fast der Hälfte des Buches wird klar, dass dieses Pearl's Island "nicht von dieser Welt" ist und dass es mit der Insel eine ganz eigene, magisch-mythologische Bewandtnis hat. Ein Jahrtausende alter Fluch und Najaden, die so ganz anders sind als die freundlichen Meerjungfrauen, die man sonst mit dem Mittelmeer in Verbindung bringt, spielen eine große Rolle, und im Hintergrund zieht Delphinin Destiny die Fäden, die ihrem Namen "Schicksal" alle Ehre macht.
Wer sich auf dieses phantastische Element einlassen mag und nicht stattdessen eine detailgenaue Beschreibung einer Delphintherapie lesen möchte, erhält ein spannendes Jugendabenteuer mit einer besonderen Heldin und einer gehörigen Portion urzeitlichen Mythenzaubers. Ein Abenteuer, das sich gut am Mittelmeerstrand auf sonnigen Inseln lesen lässt, oder ersatzweise auch für Daheimgebliebene ein wenig Urlaubsstimmung aufkommen lässt.

Fazit: Spannend, phantastisch und flüssig geschrieben. Wenig Therapie, dafür gibt es böse Najaden und eine magische Perle. Lesenswert.


Sabine Kosubek: Unter dem Delphinmond. Leipzig: Merquana-Verlag, 2013. 150 S., Euro 12,95.

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Mia Salberg: Gegen die Gezeiten

Seewind, Möwenschreie, die gruseligen Figuren eines Inselkünstlers und ein düsteres Geheimnis: "Gegen die Gezeiten" von Mia Salberg hat alles, was ein maritimer Mystery-Roman braucht, um Lesern Meeresstimmung und Gänsehaut gleichermaßen zu bescheren.
Ella, die jugendliche Heldin des Buches, wird wegen ihres Asthmas auf die schottische Insel Burron "verbannt". Von dort stammt ihre verstorbene Mutter, und ihr Vater hielt es für eine gute Idee, die Tochter endlich auch einmal mit diesem Teil der Familie bekannt zu machen. Allerdings fühlt sich Ella alles andere als willkommen. Liegt es nur daran, dass ihre Mutter die Insel verlassen hat, um auf dem Festland Karriere als Sängerin zu machen? Oder hat sie noch einen wesentlich schlimmeren Verrat begangen? Und wieso kann sie im Inselmuseum plötzlich Inschriften sehen, wo andere Touristen einfach nur wirre Linien erkenne können?
Ella stößt auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung. Vor allem fürchtet sie sich vor dem verrückten Marius, einem Künstler, der aus Wrackholz und angespültem Müll grauenhafte Figuren erschafft. Ihr einziger Lichtblick ist der junge Luke, der mit seinem Boot ihre einzige Verbindung zum Festland darstellt und sie mehr als einmal aus brenzligen Situationen rettet. Aber auch Luke verschweigt etwas vor ihr ...
Der Roman lebt vor allem durch seine düstere Atmosphäre und die gut gelungene Darstellung einer schroffen Felseninsel, die Wind und Wetter trotzt und ein Geheimnis hütet. Sehr sorgfältig und mit viel Liebe zum Detail sind die einzelnen Charaktere gezeichnet. Ob das Ella selbst ist, mit ihrer Angst und ihrem Trotz und ihrem sehr gut nachvollziehbaren Frust, ausgerechnet auf diese Insel am Arm der Welt verbannt zu sein, während ihre Mitschülerinnen sich in Ferienparadiesen aalen. Oder auch der freundliche und zuverlässige Seemann Luke, der nicht so recht weiß, ob er nun mit dieser Ella Kontakt haben sollte, und zwischen Freundschaft, Hilfsbereitschaft und schroffer Ablehnung hin und her schwankt. Oder die verschiedenen skurrilen Inselbewohner, vom tragischen Marius über die biedere und sehr bestimmte Tante Ellas bis hin zur hochherrschaftlichen Großmutter.
Sehr stimmungsvoll und faszinierend sind auch die eingestreuten Sagen und Legenden aus der Urzeit der Insel. Man kann sich den unter diesen Bedingungen herangewachsenen Menschenschlag und seine Denkweise sehr gut verstellen.

Fazit: Ein spannender, sehr atmosphärischer Roman, wie geschaffen als Begleiter für einen stürmischen Nordseeurlaub. Bitte mehr davon.

Mia Salberg: Gegen die Gezeiten. Berlin: Ueberreuter, 2014. 34 S., Euro 14,95

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Goldene Märchen aus dem Schloss

"Goldene Märchen aus dem Schloss" heißt eine Märchensammlung, die von Evangelista Sie und Nadine Muriel herausgegeben wurde. Das schmale, aber gehaltreiche Büchlein ist jetzt im Verlag p.machinery erschienen.
Es handelt sich um eine Anthologie, deren Erzählungen durch eine Rahmenhandlung miteinander verbunden sind. Die Herausgeberinnen erzählen darin die Geschichte eines "Scheusals", das sich in einem Schloss niederlässt. Wer auch immer sich vor das Schlosstor verirrt, wird vor die Wahl gestellt: Entweder er wird sofort gefressen, oder er erzählt ein Märchen und kann, sofern seine Geschichte das Scheusal begeistert hat, frei und reich beschenkt weiterziehen. Nacheinander finden sich mehrere Gruppen von Menschen unterschiedlicher Herkunft im Schloss ein. Fabrikherren, Seefahrerinnen, Soldaten, Fabrikarbeiter und Herrscher aus der Fremde geraten in die Gewalt des Scheusals und müssen sich durch Erzählen loskaufen.

Goldene Märchen von Nixen, Prinzen und Prinzessinnen

Dabei ist allerdings auffällig, dass die meisten Märchen wenig mit der eigentlichen Tätigkeit ihrer Erzähler zu tun haben. So werden die beiden Nixenmärchen zum Beispiel gerade nicht von den Seefahrerinnen erzählt, sondern von Soldaten, in deren Märchen erstaunlicherweise nie vom Krieg die Rede ist. In den Märchen der Fabrikherren geht es um Prinzen und Prinzessinnen, und die Herrscher aus der Fremde wissen sehr viel von Glück und Glückseligkeit zu berichten. Sehr interessant ist die Entwicklung, die das Scheusal im Laufe der Rahmengeschichte durchmacht. Ist es zunächst nur darauf aus, die unerwarteten Besucher zu fressen, erwacht mehr und mehr die Lust an den Märchen und die Gier nach immer neuen, unerhörten Berichten und Geschichten. Am Ende verlässt das Scheusal das Schloss, um die Welt selbst kennen zu lernen und eigene Abenteuer zu erleben.

19 Autoren variieren klassische Märchenmotive

Das Buch enthält insgesamt 19 Märchen von 19 Autoren. Bedient werden darin klassische Märchenmotive wie Brautsuche, Suche nach dem Glück oder der wahren Bestimmung, Reichtum und Armut, Liebe, das Schicksal des dritten Sohnes, Krieg und Frieden und die Begegnung mit magischen Wesen.
Doch enthält fast jede der Geschichten eine überraschende Pointe oder einen kleinen modernen Einschlag, der die altbekannten Motive auf pfiffige Art in etwas Neues verwandelt. Da hat ein Prinz plötzlich nur einen Arm und setzt seine goldene Prothese auf wahrhaft geniale und menschenfreundliche Weise ein. Ein frecher Zwerg betätigt sich als Exhibitionist und erschreckt ein braves Mädchen, bis es sich zur Wehr setzt. Zwei homosexuelle Amseln wünschen sich von einer Sternschnuppe ein Kind und sind glücklich, als sie ein Kuckucksei im Nest finden. Eine Elfenprinzessin wird als Bucklige von ihrem Volk ausgestoßen und findet bei den Menschen eine neue Heimat. Der Leser wird Zeuge einer Geschlechtsumwandlung, erlebt die Liebe eines schwarzen zu einem weißen Schwan und begegnet einem eisernen Schmetterling. Bei alledem verfliegt niemals der Märchentonfall, sodass die Märchen trotz ihres manchmal parodistischen oder modernen Inhalts stets magisch und bezaubernd bleiben.

Fein durchkomponierte Märchensammlung

"Goldene Märchen aus dem Schloss" ist eine sehr fein durchkomponierte Märchensammlung mit außerordentlich liebenswerten, oft überraschenden und nie langweiligen Geschichten. Alle 19 Beiträge sind gelungen und machen einfach Spaß. Eine der liebenswürdigsten Anthologien, die ich seit langem gelesen habe, und trotz ihres geringen Umfangs außerordentlich gehaltvoll. Ein Muss für die Freunde neuer Märchen.

Fazit: Modern und trotzdem märchenhaft, ein Buch voller Humor, Magie und Erzählkunst. Unbedingt empfehlenswert.

Evangelista Sie & Nadine Muriel (Hrsg.): Goldene Märchen aus dem Schloss. Murnau am Staffelsee: p.machinery, 2014. 146 S., Euro 6,90.

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Andrea Tillmanns: Der kleine Troll kehrt heim

Mit "Der kleine Troll kehrt heim" legt Andrea Tillmanns ihren inzwischen dritten Kinder-Roman im Iatros-Verlag vor. Es handelt sich um eine phantastische Abenteuerreise mit kindgerechter Spanung und lustigen, manchmal auch unangenehmen Begegnungen.
Als die beiden Geschwister Nele und Nils in einem Wanderzirkus ein Einhorn entdecken, beschließen sie, es zu befreien. Doch überraschenderweise will das edle Tier überhaupt nicht gerettet weden. Der Käfig steht offen, aber die gute Altersversorgung und die tägliche Ration Vanillepudding sind dem Fabelwesen viel zu wichtig, um sie einfach aufzugeben und in die Wäder davonzulaufen - und dort womöglich auch noch Gras fressen zu müssen wie ein gewöhnliches Pferd. Auch die anderen Fabeltiere im Zirkus reagieren leicht amüsiert, als die Kinder sie "retten" wollen. "Wenn ihr unbedingt jemanden retten wollt, dann rettet doch den Troll", heißt es schließlich einstimmig. Denn den Troll mag hier niemand leiden, und ihn loszuwerden, ist offenbar das einzige, was die Zirkustiere wirklich zu schätzen wüssten. Nils und Nele nehmen sich des kleinen Trolls an - und haben plötzlich jede Menge Probleme und Ärger. Der Großvater ordnet schließlich an, dass sie den Troll in seine Heimat zurükbringen sollen. Nicht ganz einfach, wenn man nur eine Trollkarte aus einem zerbrochenen Glücksstein als Orientierungshilfe hat. Aber Nele, Nils und der Troll Hoglund machen sich hoffnungsvoll auf die Suche.
"Der kleine Troll kehrt heim" ist ein freundliches Kinderbuch, das weniger auf Action und harte Gruselszenen setzt als vielmehr auf Humor und liebenswerte Figuren. Vor allem Hoglunds ständiger Hunger und das vollkommen untypische Verhalten einiger Fabelwesen sorgen für gute Laune. Es gibt unerwartete Begegnungen, etwas Gefahr und ein paar nur mit Phantasie und Mut zu meisternde Abenteuer. Blut und Gewalt wird man in diesem Buch vergebens suchen, ebenso wie plumpe vermeintlich kindgemäße Albernheiten. Dieses Buch ist ein heller, freundlicher Begleiter durch die Kinderwelt, der sich sehr gut vorlesen lässt und sicher auch Eltern gefallen wird.

Fazit: Humorvolles, trolliges Abenteuer für die jüngsten Leser. Gewaltfrei und liebenswert, ein guter Freund im Kinderzimmer.

Andrea Tillmanns: Der kleine Troll kehrt heim. Fantastik-Roman. Sonnefeld: Iatros-Verlag, 2014. 99 S., Euro 9.

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Gesänge aus dunklen Zeiten

Den düsteren und phantastischen Seiten des Mittelalters widmet sich die Anthologie "Gesänge aus dunklen Zeiten". In 15 Kurzgeschichten erzählen die Autoren von historischen Begebenheiten und magischen Wesen, aber sie entwerfen auch Alternativ-Historien, in denen nur ein kleines Detail anders ist als in der tatsächlichen Geschichte - mit schwerwiegenden Folgen.
Der Titel lässt es schon vermuten, dass die Anthologie eher die dunklen Seiten des Mittelalters beleuchten wird. So spielen Kirchen- und Klostermauern eine große Rolle, und sehr oft ist es die geistliche Macht, die ihre Rolle als politische Kraft behaupten will.
Ein sehr eindrucksvolles Beispiel einer historischen Alternativwelt bildet die Auftaktgeschichte: "Basilissa" von Alexander Schmidt spielt mit dem Gedanken, was passiert wäre, wenn die Kirche des Ostens sich nach der Kaiserkrönung Karls des Großen gegen diesen Affront wirkungsvoll zur Wehr gesetzt hätte. In dieser Geschichte zeigt sich Irene, die Kaiserin Ostroms, als starke Herrscherin, die sich nicht von einem westlichen Emporkömmling ins Bockshorn jagen lässt. Sofort nach der Kaiserkrönung setzt sie ihre Truppen in Bewegung, lässt den Papst einkerkern und vereinigt Ost- und West-Christentum zu einem Reich unter ihrer Flagge. Ein sehr interessantes Gedankenspiel, das Stoff zu einem größeren Roman geben könnte.
Hinter Klostermauern spielen die Geschichten "Der Denkzettel" von Barbara Siwik und "Die Träne der Novizin" von Stefanie Bender. Während Stefanie Bender in ihrer sehr gelungenen Geschichte sehr zart und zerbrechlich daherkommt und einen Traum von Freiheit und Phantasie schildert, geträumt von einer jungen Klosterschülerin, die hinter düsteren Klostermauern gefangen sitzt, wird es bei Barbara Siwik handfest: Ein Heiliger taucht in dem ihm gewidmeten Kloster auf und versetzt der Äbtissin, die sich nicht an die strengen Klosterregeln hält, sondern in Saus und Braus lebt, eine schallende Ohrfeige. Siwik variiert in diesem Beitrag eine Legende über Uda (Jutta), die Äbbtissin eines Benediktinerklosters in Kaufungen. Eine sehr pfiffige Verwendung der Vorlage und eine Geschichte, die Spaß macht.
Der Leser trifft auf historische Gestalten wie Johanna von Orleans in "Für Frankreich" von Anne Habedank, eine sehr nachdenkliche Geschichte, in der die Bedrohung durch Kirche und Scheiterhaufen deutlich wird, unter der die Heilige während ihres Feldzugs stand. In "Der verhüllte Mann" von Dominik Gaida wird das Ende der Rosenkriege erzählt, in der ein Henker mit unheimlichen Fähigkeiten das letzte Wort spricht.
In "Nur ein Hauch" erzählt Sabine Frambach von der Pest, die in dieser Geschichte von einer jungen, blassen Frau verbreitet wird. Ob es sich dabei um eine Kranke oder bereits Verstorbene handelt, die als Geist durch die Lande zieht und einach nur menschliche Nähe sucht, oder um eine Personifikation der Krankheit beziehungsweise eine Pestdämonin, bleibt offen, und gerade in dieser Zweideutigkeit ist das blasse, überwirkliche Mädchen ausgesprochen anrührend. Eine sehr stimmungsvolle Geschichte. Gänsehaut.
Einige Autoren berichten von klassischen Gruselgestalten und übernatürlichen Wesen. So erzählt Timo Fremberg in "Umbra" von einem Vampir, der sich die totale Sonnenfinsternis von 1433 zunutze macht, um in eine Kölner Kirche zu gelangen. Von hier aus will er die Stadt übernehmen. "Die Bestie von Ullesthorpe" von Susanne Haberland handelt von einem Geistwolf (offenbar etwas ähnliches wie ein Werwolf), der in einem Dorf für Angst und Schrecken sorgt. In "Fackelträger" erzählt Michael Edelbrock, wie die Elfen die Welt verließen.
Berühmte Künstler inspirierten Detlef Klewer ("... und erlöse uns von dem Bösen") und Claudia Speer ("Madonna") zu ihren Geschichten. Ersterer lässt den Minnesänger Walther von der Vogelweide als Geisterbanner auftreten, letztere erzählt von Leonardo da Vinci, der als Hofmaler eines Wikingerkönigs ein überwältigendes Deckenfresco, den germanischen Weltuntergang Ragnarök darstellend, und ein Porträt einer geheimnisvollen Frau schafft.
Gleich zwei Autoren haben sich mit den Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems auseinander gesetzt. Unter dem Titel "Granadas rote Sonne" erzählt Sabrina Zelezný vom Fall der Alhambra. Ein zauberhaftes Geisterwesen, gebannt in ein rotes Amulett, beschützt die Stadt. Doch dessen Besitzer, Emir Boabdil, erscheint schwach und unentschlossen, ganze so, als sei er unfähig, die Macht, die die rote Geisterfrau besitzt, in diesem Krieg einzusetzen. Sein Vertrauter Tahir entschließt sich schweren Herzens, das Amulett zu stehlen und es zum Kampf gegen die Christen zu benutzen. Zu spät erkennt er, dass er einen schweren Fehler begeht.
Auch die zweite Geschichte über Christen und Moslems, "Fürst der Gläubigen" von Atir Kerroum, erzählt vom Krieg. Wie auch "Basilissa" handelt es sich hier um eine Alternativhistorie. Die Geschichte kommt vollkommen ohne phantastische Elemente aus und geht der Frage nach: Was wäre wenn ... Karl Martell die Sarazenen bei Tours und Poitiers nicht besiegt hätte? Das Reich der Sarazenen reicht in dieser Geschichte weit nach Norden, die Stadt Mainz dient dem gallischen Kalifen als Residenz. Frankenkönig Lothar leistet zwar noch Widerstand, doch dann fällt sein Sohn in die Gefangenschaft des Kalifen. Die Geschichte transportiert die alte Botschaft, dass ein Ritter in jeder Situation ritterlich handeln soll und dass ein Verrat auf den Verräter zurückfällt. Sehr moralisch und nicht neu, aber gut erzählt.
Zwei Autoren wählten sich Motive aus der Artussage zum Thema. Da ist zum einen "Dunkelster Zauber" von Sabine Gothan, eine Geschichte über Cwyllogm, eine junge Schülerin auf der Insel Avalon, die die Priesterweihe nicht erhalten kann, weil in ihr die Fähigkeit zu einem dunklen Zauber wohnt. Zweimal webt sie ihre unheilige Magie - einmal in Diensten Arthurs, einmal voll Hass gegen den König gerichtet, um ihn auszulöschen, ein für allemal. Die zweite Geschichte, in der Artus und das Schwert Excalibur auftauchen ist "Das Werschwert". Der Autor, Michael Vogl, lässt uns einen Blick in eine Jenseitswelt werfen, in der Artus und seine Helden ein wild gewordenes Schwert einzufangen versuchen. Die Waffe war von einem Werwolf gebissen worden, nun sprießen ihr die Haare, und die Klinge fliegt in Mordlust durch die Luft. Auch der Versuch, das Schwert in einen Stein zu stecken und es mit Ketten dort festzhalten, ist zum Scheitern verurteilt. Eine turbulente, schnell erzählte Geschichte, die bei dem Ernst und der Düsterkeit der übrigen Beiträge eichfach einmal Raum zum Lachen bietet. Eine sehr schöne, absurde Idee.

Fazit: Eine sehr gelungene, vorwiegend düstere Anthologie aus dem finsteren Mittelalter mit guten bis sehr guten Geschichten. Kein einziger Totalausfall. Lesenswert.


Isabella Benz, Michèle-Christin Jehs und Jana Hoffhenke (Hrsg.): Gesänge aus dunklen Zeiten. Phantastische Geschichten des Mittelalters. Bremen: Burgenwelt Verlag, 2013. 231 S., Euro 14,90.

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Fabienne Siegmund: Goldstaub

Warum nur sind alle Geschichten über Clowns so traurig? Fabienne Siegmund hat mit "Goldstaub" eine zauberhafte Geschichte geschaffen, märchenhaft, schön, aber eben auch sehr traurig. Sie erzählt von dem Clown Pipp und seiner geliebten Frau, die vor Jahren starb.
Pipp irrt durch die Straßen, einzig begleitet von einem Raben. Was er nicht weiß: In diesem Raben lebt die verstorbene Angela, die geliebte Seiltänzerin, weiter. Eines Tages entdeckt Pipp auf einer Brücke ein Mädchen, das im Begriff ist, sich hinunterzustürzen. Ein goldschimmernder Schmetterling umflattert sie, ein Seelenfalter. Pipp rettet sie vor dem Tod. Doch die Dame Tod lässt sich nicht betrügen. Und Rabe Angela muss erkennen, dass sie ihren Pipp nicht ungestraft auf die Brücke geführt hat. Eine Irrfahrt durch die Welt der Seelenschmetterlinge und des goldenen Flügelstaubs beginnt, auf der Pipp seinen Raben sucht - und seine Vergangenheit.
Die Geschichte lebt vor allem von der magischen, beinahe lyrischen Sprache Fabienne Siegmunds. Abwechselnd aus Pipps und Angelas Perspektive erzählt sie von der Suche und dem Zueinander-Finden, von Trauer und Verlust und von einer Liebe, die stärker ist als der Tod. Auch wenn dieser am Ende sein Recht erhält.
"Goldstaub" ist ein zauberhaftes, nachdenkliches Märchen, für das sich der Leser etwas Zeit nehmen sollte. Raum zum Innehalten und Nachdenken bieten auf jeden Fall die sehr gelungenen Illustrationen von Tatjana Kirsten, die sich sehr schön in die Geschichte einfügen. Wer knallig bunter Geschichten mit Liebe, Lachen und Happy End haben möchte, mag von diesem Büchlein die Finger lassen. Doch wer sich auf die eigenwillige Sprache der Autorin und den schwermütigen Zauber der Seelenschmetterlinge einlassen kann, den erwartet eine zauberhafte, poetische Welt, die er bestimmt nicht wieder vergessen wird.

Fazit: Zauberhafte, traurige Märchenerzählung jenseits des Mainstreams. Wunderschön geschrieben. Für Leser mit Sinn für das Besondere.

Fabienne Siegmund: Goldstaub. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 177 S., Euro 8,90.

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Lilach Mer: Seacrest House

"Seacrest House" ist die dritte Novelle der zehnteiligen Novellenreihe im UlrichBurger Verlag. Lilach Mer erzählt darin von einem geheimnisvollen Haus, einer auf tragische Weise umgekommenen Familie und einem Obdachlosen und Kriegsveteranen, der an einer Straßenbahnhaltestelle eine seltsame Begegnung erlebt.

Joseph Nash, genannt Joss, der Held dieser Geschichte, hat schon viel, wohl zu viel erlebt. Geboren in Kansas, Farmerssohn, dann Soldat, nun Kriegsheimkehrer, der es nur bis ins englische Städtchen Blackpool geschafft hat. Er lebt auf der Straße, zieht mit seinem alten Armeerucksack durch die Lande, schläft auf Parkbänken. Da ist die Möglichkeit, als Handwerker für Kost und Logis in der heruntergekommenen Pension "Seacrest House" bleiben zu dürfen beinahe ein Geschenk des Himmels. Doch die Pension hat nicht zu unrecht so selten Gäste. Unheimliche Ereignisse, seltsame Stimmen und Geräusche sorgen dafür, dass jeder Bewohner schnellstens die Flucht ergreift. Und auch die freundliche Mrs. Isherwood, Nashs Arbeitgeberin, kann einem Menschen schon unheimlich erscheinen, wenn sie zum Beispiel in ihrer katzenhaften Lautlosigkeit hinter dem Rezeptionstresen auftaucht, wo doch vor wenigen Sekunden noch niemand zu sehen war. Da ist die traurige weibliche Gestalt, die Nacht für Nacht an der Straßenbahnhaltestelle auf jemanden zu warten scheint, da ist die merkwürdige Katze, die den Veteranen offenbar für dieses Haus ausgesucht hat, da ist die tragische Geschichte vom Tod sämtlicher Familienmitglieder durch vergiftete Blaubeeren. Türen, die niemals geschlossen werden dürfen. Seltsame Spulen und Rollen, auf denen Fäden durchs Haus laufen. Und eine Nachbarin, der Mrs. Isherwood zum Verwechseln ähnlich sieht, die aber auf Nashs Anrede äußert irritiert reagiert.
Die Atmosphäre des Büchleins ist stellenweise düster und unheimlich, doch scheint an allen Stellen der stabile Pragmatismus des Helden Joseph Nash hindurch. Lilach Mer ist es gelungen, mit Joss einen ausgesprochen überzeugenden Charakter zu schaffen. Ein vom Schicksal gebeutelter, trotzdem freundlicher Held, realistisch und doch nicht phantasielos oder platt, ein Mensch, der viel erlebt hat, ohne zynisch zu werden. "Guten Morgen, Blackpool (...). Da bin ich wieder. Sollen wir's nochmal miteinander versuchen?", ist sein erster Gedanke beim Start in den neuen Tag, und der neue Versuch wird - mal wieder - mit dem nötigen Enst angegangen. Warum dieser Joseh Nash allerdings in der Lage ist, mit Geistern zu sprechen und sie zu sehen ... das stellt sich erst am Ende der Geschichte heraus. Und ist sehr passend.

Fazit: Eine gelungene Erzählung. Unheimlich, doch nicht zu sehr. Nachdenklich und trotzdem leicht. Traurig und doch nicht ohne Humor. Sehr schön!


Lilach Mer: Seacrest House. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 143 S., Euro 7,50.

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Alisha Bionda (Hrsg.): Sherlock Holmes und der verwunschene Schädel

Sherlock Holmes, der Mann mit dem glasklaren Verstand, trifft auf das Übersinnliche: In der Anthologie "Sherlock Holmes und der verwunschene Schädel", herausgegeben von Alisha Bionda, lassen zehn Autoren den Detektiv auf Wesen und Phänomene treffen, die sich naturwissenschaftlichen Erklärungen entziehen.
Ein so rational denkender Geist wie Holmes und dazu Gespenster, Werwölfe, Vampire - ja geht denn das überhaupt?, mag sich mancher fragen. Es geht, wie Christian Endres in seinem einleitenden Essay "Sherlock Holmes und das Unmögliche" herausarbeitet. Gerade Holmes' kühle, logische Grundhaltung mache ihn in solchen Geschichten zu einem "Anker der Realität". Holmes könne man allenfalls für einen kurzen Augenblick verunsichern durch eine Konfrontation mit unheimlichen "Wesen der Nacht", doch würde er sehr schnell die Fassung zurückgewinnen: "Das macht den Detektiv zu einer universell einsetzbaren Figur in jeder noch so abenteuerlichen und jeder noch so fantastischen Geschichte - zu einem Helden, der sich auf jedem literarischen Terrain behauptet und unterm Strich in jedem Setting funktioniert. Eben auch in der Phantastik. Oder ganz besonders."
"Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als sich unsere Schulweisheit träumen lässt", wusste schon Shakespeare, und so wird es auch von Holmes' Freund Dr. Watson gelegentlich zitiert. Holmes Leitspruch in diesen Fällen: "Wenn alle wahrscheinlichen Lösungen eines Problems erschöpft sind, dann ist eben die unwahrscheinlichste die tatsächliche Lösung." Das ist eine Haltung gegenüber dem Übersinnlichen, mit der Holmes' Vater Arthur Conan Doyle wohl hätte leben können.
Tatsächlich bleibt Holmes in den meisten der Geschichten ausgesprochen gelassen, auf wie unterschiedliche Art die Autoren ihn auch an die Genzen zum Phantastischen führen mögen - oder sogar darüber hinaus. So legt er mit der größten Selbstverständlichkeit in der Story "Sherlock Homes und der verschwundene Fakir" (Erik Hauser) eine Lösung seines Falles vor, die zwar offenbar korrekt ist, aber aller Naturwissenschaft Hohn spricht.
In "Der verwunschene Schädel" (Oliver Plascka) akzeptiert er nicht nur Voodoo als Realität, sondern stellt bei einem Ritual mit einer gewissen Selbstverständlichkeit seinen Körper als vorübergehenden Aufenthaltsort einer Gottheit zur Verfügung.
In "Das Geheimnis der Unsterblichkeit" (Klaus-Peter Walter) verbindet er große medizinische Kenntnisse mit ebenso großem Wissen über die Familiengeschichte eines Vampirs - er kann dem Dasein als Blutsauger sogar Verständnis abgewinnen und sieht einigen praktischen Vorteil in der Unsterblichkeit. Sehr schöne Schlusspointe, die durchaus Möglichkeiten für eine umfangreichere Fortsetzung eröffnet.
Tanya Carpenter lässt Holmes in "Die Eisprinzessin" dagegen doch etwas länger auf seinem rationalen Standpunkt beharren. "Reißen Sie sich zusammen, Watson. (...) Sie werden doch nicht an dieses Gruselmärchen glauben, wegen dem unser werter Duke mit diesem Medium Séancen abhält", weist er den Freund bei einem Gang durchs unheimliche, neblige Moor zurecht, in dem bereits mehrere zu Eisklumpen erstarrte Leichen aufgefunden wurden. Die Autorin bedient sich eines nicht ungeschickten Kniffs und nutzt Holmes Drogenkonsum aus, um den Meisterdetektiv auf eine "höhere Bewusstseinsebene" zu führen, auf der er sehr vernünftig mit der geisterhaften Lady Valerie sprechen kann.
Dabei sind die - für mich - faszinierendsten Geschichten gerade die beiden letzten, in denen Homes vollkommen auf dem Boden der "Schulweisheit" bleibt - wenn auch in beiden Geschichten auf gegensätzliche Weise: In "Der Kephalophagus" begegnet Holmes einem Wesen, das "gleichsam das Innere des Kopfes mitsamt seinen Gedanken verzehrt." Es geht um Halluzinationen, aber auch um sehr reale physische Bedrohung, als es zwischen Holmes und diesem Elementarwesen zum Showdown kommt. Die Autorin Barbara Büchner zieht alle Register, lässt Holmes einen Angriff auf seine Psyche erleiden und verwandelt eine abgelegene Hütte in ein flammendes Inferno. Doch am Ende, als die Existenz des Dämons mehr als erwiesen ist, kehrt Holmes zurück zur naturwissenschaftlichen Gelassenheit. Die Definition, ein Kephalophagus sei "ein bösartiges Elementarwesen, welches (...) aus einer Mischung verderblicher Stoffe entsteht und durch seine giftige Natur die Gedanken jener verseucht, von denen es Besitz ergreift. Es wird zerstört durch die ihm entgegengesetzten Elemente, ist es aus Feuer, so durch Wasser, ist es aus Erde, durch Feuer", fasst Holmes zuletzt lächelnd zusammen als: "Mit anderen Worten (...) eine einfache chemische Reaktion."
In der letzten Story dieser Sammlung schildert Guido Krain einen Fall, der das genaue Gegenteil der bisher dargestellten Abenteuer ist: "Der Gesichtslose" handelt von einer Mordserie, der etwas Übernatürliches anzuhaften scheint. Holmes, gewohnt scharfsinnig, erliegt im Gegensatz zu den anderen Beteiligten nicht der Furcht vor Geister und Dämonen, ermittelt den Schuldigen, der sich als Mensch von Fleisch und Blut entpuppt, und bringt alles zu einem zufriedenstellenden Abschluss. Doch gerade in dieser Geschichte wird er - angesichts einer bezaubernden Verdächtigen - veranlasst, etwas Überirdisches in ganz anderem Sinne anzuerkennen: "Wir haben etwas sehr Wichtiges gelernt: Es leben tatsächlich Wesen unter uns, die nicht von dieser Welt sind", gesteht er augenzwinkernd.
Die Gestaltung des Buches ist sehr aufwändig und ansprechend. Der geschmackvoll gestaltete Klappenbroschur-Band enthält zu jeder Geschichte eine Illustration von Crossvalley Smith, es gibt ausführliche biographische Informationen zu Herausgeberin, Autoren und Illustrator sowie die schon erwähnte informative Einleitung zum Verhältnis von Holmes zur Phantastik. Im Vorwort erzählt die Herausgeberin etwas zur Absicht und Entstehung der Sammlung, im Nachwort macht sie auf den "Schwesternband" mit dem Titel "Das ungelöste Rätsel" neugierig.

Fazit: Alles in allem eine hochinteressante, ungewöhnliche Sammlung mit gelungenen Texten. Für Fans des Mannes aus der Bakerstreet ein Muss.

Alisha Bionda (Hrsg.): Sherlock Holmes - Der verwunschene Schädel. Möllersdorf: Voodoo Press, 2011. 254 S., Euro 13,95.

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Bartholomäus Figatowski (Hrsg.): Wovon träumt der Dom?

Lokale Krimis boomen und werden von Buchhändlern gern ins Sortiment genommen. Jede Stadt, die etwas auf sich hält, hat inzwischen ihre eigenen Mörder und Ermittler. Noch nicht ganz so bekannt wie die Verwandtschaft aus dem kriminellen Genre, aber inzwischen längst mehr als ein zartes, aufblühendes Pflänzchen, ist die Lokal-Phantastik, die inzwischen schon in einigen beachtlichen Anthologien an die Öffentlichkeit getreten ist. Als einer der ersten Herausgeber hat sich Bartholomäus Figatowski der vor der eigenen Haustür spielenden phantastischen Geschichten angenommen. Mit Sammlungen wie "Wenn die Biiken brennen" (Schleswig Holstein) oder "Der Basilikumdrache" (Ruhrgebiet) hat er schon mehreren charakteristischen Gegenden der Bundesrepublik zu literarisch-phantastischen Ehren verholfen. Seine neueste Anthologie heißt "Wovon träumt der Dom?" und zeigt die Stadt Köln von ihrer überwirklichen Seite.
Das Buch enthält zwölf Geschichten von zwölf sehr unterschiedlichen Autoren. Mal märchenhaft, mal mit Fantasy- oder Horror-Elementen erzählen sie von einer Stadt, die mit ihrem reichen Sagenschatz, ihren uralten Wurzeln und mit den Originalen, die man heute noch in ihr antreffen kann, geradezu prädestiniert ist als Schauplatz für Erzählungen jenseits der platten Realität. Narnianische Löwen, Tasmanische Tiger und columbianische Kaimangöttinnen durchstreifen die Stadt. Vieles lebt vom Dialekt, es erscheinen Geister aus dem Mittelalter, aus der Römerzeit. Natürlich der Karneval. Aber es gibt auch Einblicke in eine düstere Zeit, in der das tolerante "Jeder Jeck ist anders" noch keine Gültigkeit hatte.
Den Auftakt der Sammlung macht Nina Sträter mit "Wichtelkölsch und Heinzelbräu", einer der besten Storys in dem Band. Sie vereinigt die alte Heinzelmännchensage und die Kölner Bierbrautradition mit Elementen modernster Technik, sportlichem Wettstreit und den leider auch im realen Sport manchmal anzutreffenden schlechten Verlierern zu einem fröhlichen und leicht absurden Mix, der sehr viel Spaß macht.
Der zweite Höhepunkt ist "Bis zur letzten Seite" von Bettina Forbrich. Vier Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist unter den Trümmern noch immer jemand am Suchen. Es geht um ein uraltes Manuskript, das Seite für Seite zusammengetragen wird. Eine Geschichte die unter die Haut geht. Sehr kurz, und gerade dadurch sehr eindringlich.
Sehr gefallen hat mir auch "Wer hätt es jewoss" von Regina Schleheck. Die Autorin verbindet die alte Sage von Griet und Jan und deren Darstellung am Severinstor mit der Geschichte eines aus Afghanistan heimkehrenden Soldaten, der im Gedränge der Feiernden seine Exfreudin wiedertrifft. Nicht lustig. Aber treffend.
Schlicht und doch eingängig, an alte Heiligendlegenden und Wundergeschichten erinnernd, kommt "Selbdritt" von Jörg Weigand daher. Es geht um einen "Herrgottschnitzer", der Heiligenbilder verfertigt. Ein Auftrag eines Privatmannes soll dem Mann 500 Taler bescheren - eine ungeheure Summe. Der Haken: Es soll eine nicht unwesentliche Abweichung von der gewöhnlichen christlichen Darstellung geben.
Auch die anderen Beiträge sind gut gelungen, einen erzählerischen Totalausfall gab es nicht.
Sehr gediegen ist die Aufmachung des Buches. Ein schmales, doch großformatiges Hardcoverbuch mit einer Cover-Illustration zur Auftaktgeschichte und sehr gutem Papier. Dazu gibt es ein Nachwort des Herausgebers zur Absicht des Buches sowie die Biographien der Autoren.

Fazit: Gute bis sehr gute Geschichten, vereint in einer lesenswerten Anthologie. Empfehlenswert nicht nur für Kölner.

Bartholomäus Figatowski (Hrsg.): Wovon träumt der Dom? Phantastische Geschichten aus Köln. Oberhausen: Verlag Nicole Schmenk, 2013. 96 S., Euro 10,90.

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Sabrina Železný: Kondorkinder - Der Fluch des Spiegelbuchs

"Der Fluch des Spiegelbuchs" ist der zweite Band des Zweiteilers "Kondorkinder", in dem Sabrina Železný vom Schicksal eines außergewöhnlichen Buches erzählt - und von den Menschen, die bestimmt sind, dieses Buch zu hüten. Es ist das Buch, das die Geschichten des Andenvolks erzählt, ein Buch, das zerstört und neu geschaffen wurde, das mit Geschichten gefüllt wird, das verloren ging und wieder entdeckt wurde und das für seinen auserwählten Hüter alles andere als eine leichte Bürde sein kann ...
Im zweiten Teil taucht das verschollene Buch in einer deutschen Universitätsbibliothek auf. Matteo, der eigentlich nur eine Menge Bücher zurückgeben wollte, wird von einem geheimnisvollen Fremden aufgefordert, ihm ein Buch zu holen, er weigert sich erst, fasst das Spiegelbuch dann doch an und steckt es vollkommen gegen seinen Willen ein. Fortan liegt ein Fluch auf ihn, der ihn sein Leben kosten kann. Zusammen mit Malinka, die in Peru studiert hat und fließend Quechua spricht, macht sich Matteo auf in die Anden, ins Reich der "apus", der Berggeister, um den Fluch zu lösen. Das Buch leitet sie durch die Berge, sie finden die Spur Yawars und seiner Geliebten wieder, die das Buch einst hüteten und von denen im ersten Teil berichtet wird.

Spiegelbuch führt durch die Anden

Es wird eine gefährliche Reise, denn Mismi, der apu des gleichnamigen Berges, ist alles andere als ein Freund der Europäer. Und es zeigt sich, dass über Malinkas Vergangenheit ebenfalls ein Schatten schwebt - sie hat Kräfte herausgefordert, die sie nicht vergessen haben. Und die Gabe des Geschichtenerzählens ist etwas, das man nicht leichtfertig wegwirft ...

Sabrina Železný zeigt große Liebe zu Peru

Sabrina Železný kennt Land und Leute sehr gut und vermittelt ein lebendiges Bild von Peru. Vor allem verleiht sie ihrer Liebe zu diesem Land auf jeder Seite des Buches Ausdruck. Alte Sagen, moderne Geschichten und die eigenen Phantasie der Autorin gehen eine sehr gelungene, nahezu bruchlose Verbindung ein und verschmelzen zu einem literarische Myhos.

"Kondorkinder" - ein zauberhafter Zweiteiler

Erneut ist Sabrina Železný ein zauberhafter Roman über die Anden und ihre Götter und Geschichten gelungen. Man will immer mehr über das geheimnisvolle Spiegelbuch lesen und verschlingt die Seiten förmlich. So ist die Geschichte trotz des Umfang des Romans sehr schnell zu Ende, und man möchte am liebsten sofort mit Band eins wieder starten. Dass das Buch ausgerechnet immer wieder Europäer zu seinen Hütern bestimmt, scheint daher irgendwie konsequent. Etwas schade ist nur, dass man zwar die Abenteuer der Hüter miterlebt, nicht aber die Geschichten selbst lesen kann, sondern meist nur Inhaltsangaben bekommt. ES wäre schön, wenn man Malinkas oder Isabels Aufzeichnungen selbst lesen könnte. Vielleicht gibt es ja einmal einen dritten Band mit Märchen und Novellen unter dem Titel: "Die Geschichten des Spiegelbuchs"?

Fazit: Ein zauberhaftes, spannend erzähltes Märchen über die Macht der Geschichten, eine Liebeserklärung an die Anden und an das Erzählen. Gelungene Fortsetzung und stimmiger Abschluss des Zweiteilers. Lesenswert.



Sabrina Železný: Kondorkinder - Der Fluch des Spiegelbuchs. Wien: Verlag Mondwolf, 2013. 466 S., Euro 19,99.

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Sabrina Železný: Kondorkinder - Die Suche nach den verlorenen Geschichten

"Kondorkinder" ist ein Zweiteiler von Sabrina Železný, der im peruanischen Hochland spielt. Es geht um ein magisches Buch, in dem die alten Geschichten und Erinnerungen der Andenbewohner aufgezeichnet sind. Teil eins, "Die Suche nach den verlorenen Geschichten" erzählt von Yawar, einem Jungen, der zum neuen Hüter des "Spiegelbuchs" bestimmt ist.
Dunkelheit. Blitz und Donner zerreißen die Nacht. Regenschauer prasseln auf die ärmliche Hütte ein, in der Yawr und seine Mutter leben. In dieser Nacht ändert sich Yawars Leben, als ein schwer verletzter Kondor vor der Tür der Hütte abstürzt. Der Geier ist mehr, als er auf den ersten Blick zu sein scheint: Er entpuppt sich als Bote der Berggötter. Seine Botschaft: Yawar ist zum neuen Hüter des Spiegelbuchs bestimmt worden. Es ist seine Aufgabe, die Geschichten seines Volkes zu sammeln und zu erzählen. Doch bereits sein Vater war Hüter des Buchs und bezahlte seine Berufung mit dem Leben. Yawars Mutter fackelt nicht lange. Sie wirft das Geschichtenbuch kurzerhand ins Feuer - und ruft damit den Fluch der Berggötter auf sich und ihren Sohn herab. Nur wenn Yawar ein neues Spiegelbuch schaffen und die verlorenen Geschichten wiederfinden kann, wird Mismi, der Gott des gleichnamigen Berges, den Fluch wieder aufheben.

"Kondorkinder" ist eine zauberhafte Reise durch die Anden

Die Geschichte der verlorenen Geschichten ist eine zauberhafte Reise durch die Anden und ein Abenteuer, würdig selbst im Spiegelbuch verewigt zu werden. Yawars Reise führt ihn durch eine Welt alter Legenden, aber auch neuer Geschichten aus dem moderne Peru, "Kondorkinder" erzählt von alten Inkagöttern, von Rebellenbewegungen und Freiheitskampf der Urbevölkerung, aber auch vom Zauber der europäschen Buchbinderkunst, die sogar die alten Berggötter für sich einnahm. Faszinierend auch die zahreichen Namen und Begriffe aus dem alten Quechua. Auch ohne die korrekte Aussprache zu kennen, gewinnt der Leser einen Eindruck vom Wohlklang dieser Sprache und möchte unbedingt mehr davon hören.

"Spiegelbuch" vereinigt alte und moderne Erzähltraditionen

Sabrina Železný ist mit ihrem Buch eine wunderbare Vereinigung alter und moderner Erzähltraditionen gelungen. Man spürt auf jeder Seite ihre Liebe zu diesem Land. Ein Buch, das geradezu von Kondorschwingen durchrauscht wird. Hier werden nicht einfach alte Inkamärchen nacherzählt, sondern hier wird eine neue Welt aus alten Motiven erschaffen.

Fazit: Eine poetische Liebeserklärung an die Anden. Zauberhaft, sachkundig und spannend. Herzlichen Glückwunsch.

Sabrina Železný: Kondorkinder - Die Suche nach den verlorenen Geschichten. Wien: Verlag Mondwolf, 2013. 371 S., Euro 18,99.

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Monica Davis: Nick aus der Flasche

Ein echter Flaschengeist - und dazu noch einer, der großartig aussieht, Charme hat und nahezu perfekte Manieren: Dieser "Nick aus der Flasche" ist in jeder Hinsicht ein Traumtyp, und seine neue Besitzerin merkt schnell, dass Nick für sie mehr ist als nur ein freundlicher Wunscherfüller ...
"Nick aus der Flasche" von Monica Davis erzählt die Geschichte von Julie, die von ihrem Freund verlassen wird und plötzlich eine orientalisch wirkende Flasche geschenkt bekommt. Die junge Frau ist ziemlich schockiert, als plötzlich blauer Rauch hervorquillt und ein echter Dschinn vor ihr niederkniet. Nick, der vor etwa 50 Jahren von einem bösen Zauberer in dieses Gefängnis gebannt worden war, kann zaubern und hat die Macht, ihr drei besondere Wünsche zu erfüllen. Allerdings beginnt es zwischen Julie und Nick sehr bald zu knistern, und beide wünschen sich nichts mehr, als dass Nick wieder ein normaler Junge wird. Zumal Nick sich für Naturwissenschaften begeistert und gern wieder zur Schule gehen würde.
"Nick aus der Flasche" hat alles, was ein Liebesroman für Jugendliche braucht: Liebe, Romantik, Teenagerprobleme, einen guten Schuss Magie, aber auch eine dunkle Bedrohung, die über dem jungen Glück schwebt und dem zauberhaften Dschinn beinahe zum Verhängnis wird. Vor allem erklärt Monica Davis etwas, das bei Aladin und anderen Flaschengeist-Geschichten meist völlig außer acht gelassen wird: Sie erzählt von Nicks Vergangenheit, von einem Waisenjungen, der mit der Aussicht auf einen guten Job ins Haus eines Zauberers gelockt und dann mit schwarzer Magie in seine neue Daseinsform umgewandelt wurde. Und dann ist da auch noch Emma, Nicks Jugendliebe. Der Flaschengeist begibt sich auf die Suche nach seiner Freundin aus dem Heim und macht eine erstaunliche Entdeckung.
Magische Experimente Nicks, klassische Eifersuchtsszenen und Auseinandersetzungen mit Julies Ex, dem gewalttätigen Star des Basketball-Teams, eine Prise Humor und der "Old School"-Charme des in den 1960ern und 70ern aufgewachsenen Flaschengeists ergeben eine zauberhafte Mischung und machen den Roman zu einem Leseerlebnis nicht nur für Jugendliche.
Auch das Cover und überhaupt die Gestaltung des Buchs können sich sehen lassen. Ein schönes optisches Element ist die orientalische Zauberflasche, die sich auch zu Beginn jedes Kapitels wiederfindet.
Alles zusammen: Ein zauberhaftes Buch, einfach schön. Lesenswert.

Monica Davis: Nick aus der Flasche. Gelsenkirchen: Elysion Books, 2013. 334 S., Euro 12,90.

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Felix Woitkowski: Kollaboratives und literarisches Schreiben im Internet

"Kollaboratives und literarisches Schreiben im Internet" - das war das Thema, das Felix Woitkowski in seiner Master-Arbeit bewegte. Im Forum der Autorengruppe "Geschichtenweber" rief er dazu ein hochinteressantes Projekt ins Leben und ließ elf Autoren "unter Laborbedingungen" phantastische Geschichten schreiben. Das Ergebnis seiner Beobachtungen stellt er nun in einer im Lit Verlag Dr. Hopf erschienenen Fallstudie vor,
Kollaboratives Schreiben, also das Schreiben mehrerer Personen an einem Text, ist im Internet durchaus erlebbar. Prominentestes Beispiel dürfte die Wikipedia sein, in der zahllose, zumeist untereinander überhaupt nicht bekannte, Autoren an einem Artikel arbeiten und dort meist gute, oft sehr gute Ergebnisse produzieren. Schwieriger sieht es aus mit dem literarischen Schreiben. Hier steht immer noch die Vorstellung von einem kreativen Individuum, das in einem sehr persönlichen einsamen Vorgang sein Werk verfasst, im Vordergrund.

Elf Autoren schreiben zehn Texte

Woitkowski suchte seine Autoren durch einen Schreibaufruf, der über mehrere Forem im Internet verbreitet wurde. Als "Versuchskaninchen" ausgewählt wurden schließlich elf Autoren von recht unterschiedlicher Schreiberfahrung. Die Aufgabe: Das Erstellen einer Anthologie mit Geschichten, die in einer gemeinsamen Welt spielen und inhaltlich aufeinander bezogen sind. Geschrieben werden sollten nur zehn Geschichten, eine weniger als Autoren vorhanden waren, um die Autoren zur Zusammenarbeit zu "zwingen". Zunächst musste jedoch die gemeinsame Welt ausgearbeitet werden. Den Autoren stand hierzu ein für Außenstehende unzugänglicher Bereich des Geschichtenweber-Forums zur Verfügung, außerdem wurde per Mail, manchmal auch telefonisch über das Projekt und die Storys kommuniziert.

"Vesika" - eine sterbende Stadt

Die Autoren einigten sich auf das Szenario einer sterbenden Stadt (einer der drei Vorschläge, die der Initiator gemacht hatte). Etwas länger dauerte es, bis sich hererauskristallisierte, von welcher Art diese Stadt sein sollte. Schließlich wurde "Vesika" geboren: eine im Meer treibende Blase von Knorpel, Gallert und Korallen-Substanz, in der sich eine eigenartige Zivilisation gebildet hatte. Es gibt eine Gruppe von Aussteigern, die außerhalb der Stadt in einem weniger zugänglichen Bereich der Blase leben, es gibt verschiedene Berufsgruppen, zum Beispiel die Lichtsänger, die Teile der Knorpelsubstanz zum Leuchten bringen und so für die Straßenbeleuchtung sorgen, der Leser begleitet einen Volkszähler bei der Arbeit und lernt kriminelle Schattenhändler und Perlenfälscher kennen. Also tatsächlich ein phantastisches Setting und eine faszinierende Welt.
Woitkowskis Rolle war die eines stummen Beobachters, der nur ab und zu auf die Einhaltung des Terminplans aufmerksam machte. Außerdem versandte er jeweils nach Abschluss der einzelnen Projektphasen Fragebögen an die Autoren und fragte nach ihrer Einschätzung des Projektverlaufs und ihrer Arbeitszufriedenheit.

Ausufernde Diskussionen im Geschichtenweber-Forum

Es war eine ungeheure Menge an Texten und Diskussionsbeiträgen zu sichten. Allein in der ersten Projektphase (zweieinhalb Monate) entstanden 36 Threads mit 1019 Beiträgen im Forum. Langsam nahm die Welt Gestalt an. Woitkowski schildert den Fortgang der Diskussion, hält Knackpunkte fest und beobachtet das unterschiedliche Diskussionsverhalten der Teilnehmer. Einige sind wahre Plauderkanonen, andere eher still, halten sich beinahe ganz heraus aus der Diskussion und haben das Gefühl, dass ihre Beiträge ohnehin nicht beachtet werden. An einigen Stellen gibt es Knatsch. Einige Teilnehmer steigen schließlich ganz aus. Die Quantitäten der Beiträge und die Bezüge untereinander sind in Tabellen übersichtlich dargestellt - eine wahre Fleißarbeit.

Die Grenzen des kollaborativen Schreibens

Im letzten Teil schließlich stellt Woitkowski drei ausgewählte Geschichten vor und beschreibt den Entstehungsprozess von der ersten Idee über Absprachen zur Anpassung an andere Geschichten bis hin zum Schreibprozess und zu Diskussion und Lektorat. Auffallend ist, dass trotz der Vorgabe des "kollaborativen" Schreibens nur eine einzige Geschichte tatsächlich von zwei Autorinnen gemeinsam verfasst wurde. Bei den anderen gab es jeweils einen "Schreiber", der dann auch die Verantwortung und emotionale Zuständigkeit für die Geschichte innehatte. Das "kollaborative" Schreiben, so kristallisierte sich heraus, blieb also zumeist auf den Prozess vor dem Schreiben (Weltgestaltung, Übernahme von Personen aus anderen Geschichten, Absprache über Position innerhalb der Anthologie, Diskussion über den Plot) und die anschließende gemeinsame Betrachtung der Geschichte (Lob und Tadel, Diskussion um Anpassungen an andere Storys, Lektorat und Korrektorat) beschränkt. Insofern stellt die Arbeit auch sehr klar die Grenzen des kollaborativen Schreibens dar. Der kreative Akt des Zu-Papier-Bringens oder In-die-Tastatur-Hämmerns blieb weitgehend der klassische altvertraute Schreibprozess des einsam schaffenden Literaten.

Übertragbare Ergebnisse?

Die Arbeit ist eine sehr interessante Beschreibung eines Schreibprojekts und eine Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Gegensatz von schöpferischem Einzelindividuum und Kreativität einer Gruppe. Ihre Stärke und zugleich ihre Schwäche liegt in der sehr konkreten Versuchsanordnung, die sich, wie der Autor selbst anmerkt, kaum so wiederholen lässt und in einem anderen Rahmen mit anderen Autoren wohl anders ausfallen und andere Ergebnisse bringen würde. Dennoch sind vermutlich einige der dargestellten gruppendynamischen Prozesse allgemeingültig und würden sich in anderen "Kollektiven" ähnlich abspielen. So wird es immer stillere und dominierende Diskussionsteilnehmer geben, und auch dass Mitglieder die Gruppe verlassen, dürfte kein Einzelfall sein.

Quo vadis, Vesika?

Wirklich schade ist es, dass die Arbeit nur die Beschreibung und Analyse, nicht aber die in der Gruppe entstandenen Texte selbst enthält. Zumindest die drei detailliert besprochenen Geschichten hätte man gern im Anhang gelesen. Im Nachwort deutet der Verfasser an, dass sich die Gruppe auch nach dem offiziellen Ende des Projekts, das ja durch den universitären Zeitplan und den Abgabetermin der Master-Arbeit begrenzt war, weiter mit der Welt befasste und sich noch mit dem Gedanken an eine Überarbeitung des Gesamtmanuskripts bis zur Veröffentlichungsreife trug. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall, wenn die Autoren die Geschichten aus ihrer sterbenden Welt nicht sterben ließen. Vielleicht gibt es ja irgendwann die Chance, alle Vesika-Geschichten im Zusammenhang zu lesen?

Felix Woitkowski: Kollaboratives und literarisches Schreiben im Internet. Berlin: Lit Verlag Dr. W. Hopf, 2012. 151 S., Euro 19,95.

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Charlotte Engmann (Hrsg.): Spiel mir das Lied vom Untod

Charlotte Engmanns Vampir Michail Vladescu steht im Mittelpunkt der Anthologie "Spiel mir das Lied vom Untod". In zwölf mehr oder weniger blutigen Geschichten erzählen die Herausgeberin und sechs weitere Autoren von Draculas kleinem Bruder und gewinnen dem Transsilvanier zahlreiche neue Facetten ab.
Charlotte Engmann hat es zweifellos geschafft, einen literarischen Charakter zu schaffen, der so viel Leben besitzt, dass sich auch andere Autoren auf ihn einlassen und Fan-Geschichten zu seiner Biographie beisteuern. Michails Karriere begann in der 1990er Jahren in einem knallroten Vampirfanzine mit dem Titel "ToBaL" - "Tales of Blood and Love" und setzte sich nach der Jahrtausendwende im Verlag Hary Productions fort. Zunächst erschienen Michail-Kurzgeschichten aus Engmanns Feder innerhalb der Serie Ranulf O'Hale, in der der Vampir gelegentlich als Mitstreiter des Exorzisten auftrat. Später etablierte sich Michail als Held einer eigenen Reihe mit dem Titel "In Nomine Sanguinis", als deren dritter Teil - nach "Für eine Handvoll Seele" und "Die Rechnung wird mit Blut bezahlt" - sich nun der Michail-Sammelband "Spiel mir das Lied vom Untod" anschließt.
Die Geschichten sind sowohl im Tonfall als auch vom Setting her, sehr unterschiedlich. So gibt es aus Engmanns Feder eine kurze, nur anderthalb Seiten lange Episode, in der Michail Martin Luther beim legendären Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg hilft, eine längere Erzählung aus Michails Jugend, als er und sein Bruder noch Sterbliche waren, oder eine umfangreichere Geschichte, in der Michail auf einem Schlachtfeld einem Nazigeneral und einer Armee von Untoten entgegentreten muss.
Daniela Scheele steuerte mit "Meisterwerk" eine Story über einen Maler bei, der Michail porträtieren soll. Die Porträts, mit deren Hilfe sich der spiegelbildlose Michail im Laufe der Jahrhunderte immer wieder seines Aussehens versichert, spielten bereits im zweiten Teil der Serie eine Rolle.
In "Projekt Helios" von Torsten Scheib erleben wir Michail Seite an Seite mit einem britischen Soldaten in den österreichischen Alpen, wo er im Auftrag Churchills ein geheimes Labor der Nazis ausheben soll.
"Enter the Dragon" von Daniel Alles zeigt Michail als Todesboten auf dem Ball eines französischen Geschäftsmannes - in klassischer schwarzer Lederkombi und mit ständig klickendem Sturmfeuerzeug.
Bernward Craw steuerte die Geschichte "Frisches Blut" bei, in der Michail in der Stadt Münster unterwegs ist und ein Schwert bergen will, das er vor langer Zeit dort versteckt hatte. Eine Story, die deutlich von dem Vampir-Rollenspiel "Vampire. Die Maskerade" inspiriert worden ist.
In "Wer suchet, der findet" von Sigrid Juckel und Charlotte Engmann" findet Michail seinen totgeglaubten kleinen Bruder Radu wieder und lernt den vampirischen Einbruchsspezialisten Jean LeCatres kennen. Und Christel Scheja erzählt in "Plakataktion", was sich Vampire beim Anblick von Blutspende-Werbepostern des Roten Kreuzes denken.

Fazit: Eine vielschichtige und ideenreiche Sammlung, die für Michail-Fans einfach ein Muss ist. Für Leser, die schon etwas länger dabei sind, eine schöne Erinnerung an die ToBaL-Zeit. Gut, dass man die Michail-Abenteuer nun im Zusammenhang zu lesen bekommt.


Charlotte Engmann (Hrsg.): Spiel mir das Lied vom Untod. Zweibrücken: Hary-Production, 2013.


Weitere Bücher von Charlotte Engmann
Elf Sonnenflecke
Zwölf Zauberzeichen
Dreizehn Blutstropfen
Die Gralsdenerin
Dämonen über Luxemburg
Die Rechnung wird mit Blut bezahlt

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Stephan R. Bellem: Die Ballade von Tarlin

Mit dem Titel "Die Ballade von Tarlin" setzt der UlrichBurger-Verlag seine Novellenreihe fort. Die von Stephan R. Bellem verfasste Geschichte überrascht durch ein ungewöhnliches Setting: Die "Ballade" spielt in einer Art Westernwelt, bei der Elfen den Part der weißen Eroberer übernehmen, Orks werden als Urbevölkerung ihres Landes und ihrer heiligen Stätten beraubt, und Menschen werden als Arbeitssklaven gehalten und müssen in den Bergwerken nach magischen Edelsteinen graben.
Tarlin ist ein Elf und verritt als Sheriff Recht und Ordnung. Das heißt: Eigentlich wäre das seine Aufgabe, würde er nicht bereits zu Beginn der Handlung von seinen ehemaligen Vertrauten brutal zusammengeschlagen und - beinahe tot - in der Einöde ausgesetzt. Schwerverwundet und mit Gedächtnisverlust schleppt sich Tarlin durch die Wildnis, angetrieben allein vom Gedanken an Rache. Ein Ork-Schamane rettet ihn vor dem sicheren Tod. Und eine magische Tätowierung, die tödliche Energie aus Tarlins Revolver sprühen lässt, scheint das perfekte Werkzeug zu sein, um Rache zu nehmen und die Gerechtigkeit wieder herzustellen. Wenn der Sheriff nur sein Gedächtnis wiederfinden würde ...
"Die Ballade von Tarlin" steht in der Tradition klassischer Western. Ein rauhbeiniger Held, allein im Kampf gegen eine Bande von Verrätern, harte Schläge, schnelle Schüsse, heroische Duell-Forderungen, und im Hintergrund spielt eine einsame Mundharmonika das Lied vom Tod ... Zugleich verleiht der Austausch des Personals durch Elfen-Sheriffs und Ork-Medizinmänner der Story ihren ganz eigenen Kick. Dass am Ende Zauber und dunkle Magie den Ton angeben, scheint nur logisch, wenn man sich erst einmal auf die Figuren eingelassen hat.
Die Geschichte hat einen sehr anderen Zungenschlag als die erste Novelle der Reihe, "Der Herr der Laternen", in der zarte Zauber-Zwischentöne und Vollmondlicht überwogen. Dennoch oder gerade deswegen ist auch diese "Ballade" ein Volltreffer. Einfach etwas anderes, ein kleines überraschendes Stück Literatur für Zwischendurch, das aufhorchen lässt.
Bemängeln könnten allenfalls Runenkundige den Stern auf dem Titelbild, bzw. das drittletzte Zeichen der Aufschrift. Dort steht "Marswal", was vermutlich keinen Meeressäuger vom roten Planeten meint, sondern Sheriff Tarlin als "Marshal" ausweisen soll (auch wenn er im Buch diesen Titel nicht führt). Aber das tut der Qualität der Story keinen Abbruch.

Fazit: Interessante Begegnung der Genres Fantasy und Western, variiert das Thema vom einsamen Rächer und Mann ohne Gedächtnis. Spannend, gut geschrieben und ausgesprochen lesenswert. Macht Lust auf mehr.

Stehan R. Bellem: Die Ballade von Tarlin. Homburg/Saar: UlrichBurger-Verlag, 2013. 147 S., Euro 7,50.

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Thilo Corzilius: Der Herr der Laternen

"Der Herr der Laternen" von Thilo Corzilius ist der Auftakt zu einer zehnteiligen Novellenreihe im Ulrich-Burger-Verlag. Wie der Untertitel bereits verrät, erzählt das Büchlein "Die traurige Geschichte vom glücklichsten Mann der Welt".
Es ist begrüßenswert, dass die schöne alte und oft totgesagte Novelle in jüngster Zeit wieder auflebt. Nach der gelungenen Reihe "Weltenwanderer" im Arcanum-Verlag widmet sich nun also ein weiterer Kleinverlag der zauberhaften kleinen Literaturgattung, und der Auftaktband ist durchaus vielversprechend. Das schmale Taschenbuch im handlichen Hosentaschenformat ist ansprechend gestaltet und hat ein beeindruckend schlichtes und doch pfiffiges Cover: Ein bleicher Vollmond steigt aus einem aufgeschlagenen Buch auf, Rauch oder Zaubernebel umgeben ihn, der Rest des Bildes ist nachtschwarz, da möchte man doch sofort zugreifen und losträumen.
Der Titelheld, der Herr der Laternen, ist eine Art übernatürliches Wesen, dessen Aufgabe es ist, auf der Erde für "Ordnung" zu sorgen, wobei Ordnung in diesem Falle bedeutet: darauf aufpassen, dass keine der "Laternen" zu hell strahlt. So gerät Malcolm Delaware ins Visier des Laternenherrschers: Der Mann hat seit Jahren und Jahrzehnten unwahrscheinlich viel Glück. Er braucht nur einen Lottoschein auszufüllen, und schon fallen seine Zahlen. Er gewinnt bei jedem Preisausschreiben, seine Aktien steigen unaufhaltbar, und ein Spielfilm, der von Malcolm Delaware finanziert wird, avanciert garantiert zum Blockbuster. So betrachtet, ist er wirklich der "glücklichste Mann der Welt". Bis die bezaubernde Eve in sein Leben tritt. Sie ist Agentin des Herrn der Laternen. Ihr Auftrag: Das Gleichgewicht wiederherstellen und das zu hell leuchtende Glückslicht Malcolms herunterzudimmen ...
"Der Herr der Laternen" ist eine sehr poetische und musikalische Geschichte. Die Sprache des Autors lässt sich leicht und angenehm lesen. Ein kleines Büchlein, das als Reisebegleiter im Zug für eine unbeschwerte Lesestunde zum Ausflug ins Märchenhafte einlädt. Vielleicht hätte man etwas deutlicher unterscheiden sollen zwischen "Glück haben" und "glücklich sein", denn der Untertitel ist in dieser Hinsicht etwas irreführend. Sehr gefallen hat mir der Gedanke, den Herrn der Laternen trotz seiner hochtrabenden Reden nicht als weitblickende Schicksalsgottheit, sondern als bornierte, engstirnige Beamtenseele darzustellen, die keine Ausnahmen dulden kann und nicht über den "Ermessensspielraum" der höheren Instanzen und den Blick für das große Ganze verfügt.

Fazit: Eine traumhafte, sehr musikalische Geschichte, die Lust auf mehr macht. Ein gelungener Auftakt für die Novellenreihe.

Thilo Corzilius: Der Herr der Laternen. Die traurige Geschichte vom glücklichsten Mann der Welt. Homburg/Saar: UlrichBurger-Verlag, 2012. 149 S., Euro 7,50.

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Eoin Colfer: Artemis Fowl - Das magische Tor

Zum letzten Mal: Artemis Fowl und seine Elfenfreunde retten die Welt. Mit dem Roman "Das magische Tor" legt Eoin Colfer den Abschlussband seiner Artemis-Fowl-Reihe vor. Endlich, möchte man sagen.
Artemis ist vom Atlantis-Komplex geheilt, und alles sieht so aus, als könnte endlich Frieden bei Oberirdischen und Unteridischen einziehen. Doch die schurkische Wichtelin Opal Koboi hat ihren letzten Trumpf noch nicht ausgespielt. Ein kühner Ausbruchsplan - der unter anderem die Ermordung einer jüngeren Opal-Version, die jüngst aus dem Zeitstrom heraussprang, einschließt - ist nur der Auftakt zu einem noch skrupelloseren Griff nach der Weltherrschaft: Ein magisches Tor, das ausgerechnet auf dem Fowlschen Anwesen liegt, soll geöffnet werden. Was die Auslöschung der Menschheit zur Folge hätte ... Artemis, sein Leibwächter Butler und die Elfe Holly Short müssen mal wieder die Welt retten. Und zum Glück ist auch der furzende und spuckende Zwerg Mulch Diggums wieder an ihrer Seite, dessen altbekannte Waffen - Zwergengas und leuchtender Speichel - Freunde und Gegner gleichermaßen das Grauen lehren.
Das letzte Abenteuer. Als alter Fan der Serie kann man nur sagen: Gut, dass es vorbei ist. Denn Eoin Colfer hat nach dem großartigen Auftaktband und dem genialen dritten Teil nie wieder zur alten Höhe zurückgefunden. Was jetzt an müden Witzchen und ewig neu recycleten Bausteinen vor die Leser geworfen wird, ist einfach nur traurig. Der schurkische Plan Opals - ein schwacher Aufguss des schon hundertmal wiederholten Schemas. Nur noch ideenloser, banaler. Selbst ihr kleiner Nebenplan, Foalys Geliebte Caballine zu erledigen, ist so harmlos, als habe ein Fünfjähriger mit Fischertechnik gebastelt. Ein normalbegabter Fünfjähriger, wohlgemerkt. Und ihre grandiose Armee der wiedererweckten Berserker, die an Körpern eben nehmen müssen, was sie kriegen können, wirkt eben als das, was sie ist: Eine schwache Armee von Zombiekaninchen, die Mulch Diggums nur ein müdes Arschrunzeln kostet. Artemis' heroischer Abgang - nun gut, er sei ihm gegönnt. Dass Foaly dann doch noch ... Es bleibt zu hoffen, dass der Autor der Versuchung widersteht und sein selbstgebasteltes Hintertürchen nicht doch noch zur Fortsetzung der Serie nutzt.
Schade. Aber gut, dass es vorbei ist. Du warst einmal grandios, kleiner Meisterverbrecher. Ruhe in Frieden, Artemis Fowl.


Eoin Colfer: Artemis Fowl - Das magische Tor. Berlin: List, 2012. 331 S., Euro 19,99.


Weitere Bücher von Eoin Colfer
Der Atlantis-Komplex
Und übrigens noch was ...

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Andrea Tillmanns: Das magische Trio - Geister im alten Gemäuer

"Das magische Trio" heißt eine neue Jugendfantasy-Serie von Andrea Tillmanns. Band 1 trägt den Titel "Geister im alten Gemäuer" und ist soeben im Südpol-Verlag erschienen.
Es handelt sich um eine klassische Internatsgeschichte mit einem Schuss Phantastik: Drei toughe Mädchen stellen fest, dass sie übersinnliche Fähigkeiten haben. Und diese Gaben werden auch bitter benötigt, denn einem alten Gewölbe entsteigen Geister, die dem Internat und seinen Bewohnern nicht gerade wohlgesonnen sind.
Judith wird gegen ihren Willen von ihren Eltern in das Internat gesteckt. Zunächst hält sie sich für ein normales Mädchen wie alle anderen auch. Doch als sie Zeuge wird, wie die Archäologie-AG der Schule ein altes Gewölbe öffnet, sieht sie etwas, das außer er ihr offenbar niemand sehen kann: Eine geisterhafte Erscheinung entsteigt dem Abgrund. Zum Glück hat Judith in Sarah und Marie zwei wirklich gute Freundinnen gefunden, die sie nicht sofort für verrückt erklären. Immerhin verbindet die drei Mädchen eine Gemeinsamkeit: Alle drei wurden in der Walpurgisnacht geboren. Geheimnisvolle Unterlagen deuten darauf hin, dass die Mädchen und ihre Kräfte gebraucht werden, um die Schule zu retten. Getarnt als Latein-AG nehmen sie den Kampf auf.
"Geister im alten Gemäuer" ist ein Buch, das weniger auf Horror und Action setzt als vielmehr auf Intelligenz und Humor. Auch wenn eine der drei Heldinnen eine perfekte Kampfsportlerin ist, gibt es so gut wie nie körperliche Auseinandersetzungen, vielmehr sind Kombinationsgabe und Empathie gefragt, wenn es zur Konfrontation mit dem Übersinnlichen kommt. Ausgesprochen liebenswert sind der kleine Kobold Felix und die manchmal etwas strenge doch sehr freundliche Lehrerin Frau Schwingel gezeichnet, die als Mentorin des Trios fungiert.
Sehr schön ist die Ausstattung des Buches. Der Hardcovereinband, auf dem man die Mädchen und Felix am Rande eines geheimnisvoll grün leuchtenden Kraters sieht, ist ein echter Hingucker, und auch Kapitelüberschriften und unteren Seitenränder sind durch Wiesen- und Schriftrollenmotive sehr anregend gestaltet.

Fazit: Ein bezauberndes Jugendbuch voller Phantasie und Magie. Hoffentlich gibt es bald den zweiten Teil.

Andrea Tillmanns: Das magische Trio - Geister im alten Gemäuer. Grevenbroich: Südpol-Verlag, 2013. 200 S., Euro 12,90.



Weitere Bücher von Andrea Tillmanns:
Lena lernt zaubern
Mimis Krimis

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Der Basilikumdrache - Phantastische Geschichten aus dem Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet als Ort der Phantastik: Anthologien mit lokalen Inhalten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch "Der Basilikumdrache" ist eine solche Sammlung von Kurzgeschichten mit viel Lokalkolorit, das Buch bietet Geschichten aus dem Bereich der phantastischen Literatur, die zwischen Zechen, Schaufelradbaggern und dem Rhein-Herne-Kanal spielen.
Das stabile Hardcover-Bändchen, das mit nur 110 Seiten sehr schmal aber edel daherkommt, enthält elf Geschichten von teilweise bekannten Fantasy- oder Science-Fiction-Autoren. Viele drehen sich um die Themen Bergbau und Grubenunglücke oder um sonderbare Begegnungen mit Wesen, die den Schächten entsteigen. So trifft zum Beispiel der Protagonist in der von Regina Schleheck verfassten Titelgeschichte auf einen Basilisken, ein furchteinflößendes Fabelwesen mit versteinerndem Blick, und entgeht nur dank seiner Schweißerbrille einem furchtbaren Schicksal. Ein polnischer Bergarbeiter aus alten Zeiten taucht plötzlich am alten Malakow-Turm auf und will vor einem drohenden Unglück warnen. Neureiche Besitzer einer Villa am Baldeneysee erleben ihr blaues Wunder, als auf einer Party plötzlich die Geister der Vergangenheit als Gäste erscheinen. Ein Heimkehrer aus Napoleons Russlandfeldzug taucht 200 Jahre später in Gevelsberg auf, um Rache zu nehmen.
Besonders gut hat mir die Geschichte "Das Knöllchen" gefallen, in der Jutta Kieber von einem gruseligen Foto aus einer Radarfalle erzählt: Eine junge Frau ist sicher, dass sie allein im Wagen war, doch hinter ihr ist eindeutig eine männliche Person auf dem Rücksitz zu erkennen. Ist es Otto, der ihr versprochen hatte, sie nach seinem Tode als Geist zu besuchen?
Insgesamt bietet die Sammlung viel Abwechslung und einen sehr vielseitigen Blick auf das Ruhrgebiet und seine Geschichten. Auf ihre Art gelungen sind alle Storys, sodass eine sehr schöne, lesenswerte Anthologie entstand. Schade nur, dass sie nicht noch etwas dicker ausgefallen ist.

Fazit: Gute bis sehr gute Geschichten mit viel Lokalkolorit in einer gediegenen Aufmachung. Lesenswert.

Der Basilikumdrache. Phantastische Geschichten aus dem Ruhrgebiet. Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Oberhausen: Verlag Nicole Schmenk, 2011. 110 S.


Beim Vorderhuf meines Pferdes, 22.7.2014

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Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Vorschau: Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Erhältlich als EPUB oder für den Amazon-Kindle

Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Nächste Lesungen / Termine

Donnerstag, 25.September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 3. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Samstag, 11. Oktober: Lesung auf dem Buchmessecon in Dreieich, Holodeck. Beginn: 18 Uhr.

Mittwoch, 22. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 5. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 28. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 30. Dezember: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.



Messen / Büchertische / Veranstaltungen

Samstag, 11. Oktober: Buchmessecon in Dreieich, 10-20 Uhr.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

Seite der Nestis-Serie:
www.nestis.net

Termine der Hildesheimlichen Autoren

September

Samstag, 20. September: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.
Donnerstag, 25. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.


Oktober

Dienstag, 21. Oktober: "Albertus Magnus und der Dominikanerorden". Mit Uta Jakobi, Marlene Wieland, Eckehard Haase und Peter Hereld. Im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.
Dienstag, 14. Oktober: Mitgliederversammlung im Gewölbe des Knochenhaueramtshauses, Markt 7, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.


November

Dienstag, 4. November: Elviera Kensche und Sonja Klima lesen aus "So'n Schiet aber auch". Im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, voraussichtlich 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.


Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

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