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Thilo Corzilius: Der Herr der Laternen

"Der Herr der Laternen" von Thilo Corzilius ist der Auftakt zu einer zehnteiligen Novellenreihe im Ulrich-Burger-Verlag. Wie der Untertitel bereits verrät, erzählt das Büchlein "Die traurige Geschichte vom glücklichsten Mann der Welt".
Es ist begrüßenswert, dass die schöne alte und oft totgesagte Novelle in jüngster Zeit wieder auflebt. Nach der gelungenen Reihe "Weltenwanderer" im Arcanum-Verlag widmet sich nun also ein weiterer Kleinverlag der zauberhaften kleinen Literaturgattung, und der Auftaktband ist durchaus vielversprechend. Das schmale Taschenbuch im handlichen Hosentaschenformat ist ansprechend gestaltet und hat ein beeindruckend schlichtes und doch pfiffiges Cover: Ein bleicher Vollmond steigt aus einem aufgeschlagenen Buch auf, Rauch oder Zaubernebel umgeben ihn, der Rest des Bildes ist nachtschwarz, da möchte man doch sofort zugreifen und losträumen.
Der Titelheld, der Herr der Laternen, ist eine Art übernatürliches Wesen, dessen Aufgabe es ist, auf der Erde für "Ordnung" zu sorgen, wobei Ordnung in diesem Falle bedeutet: darauf aufpassen, dass keine der "Laternen" zu hell strahlt. So gerät Malcolm Delaware ins Visier des Laternenherrschers: Der Mann hat seit Jahren und Jahrzehnten unwahrscheinlich viel Glück. Er braucht nur einen Lottoschein auszufüllen, und schon fallen seine Zahlen. Er gewinnt bei jedem Preisausschreiben, seine Aktien steigen unaufhaltbar, und ein Spielfilm, der von Malcolm Delaware finanziert wird, avanciert garantiert zum Blockbuster. So betrachtet, ist er wirklich der "glücklichste Mann der Welt". Bis die bezaubernde Eve in sein Leben tritt. Sie ist Agentin des Herrn der Laternen. Ihr Auftrag: Das Gleichgewicht wiederherstellen und das zu hell leuchtende Glückslicht Malcolms herunterzudimmen ...
"Der Herr der Laternen" ist eine sehr poetische und musikalische Geschichte. Die Sprache des Autors lässt sich leicht und angenehm lesen. Ein kleines Büchlein, das als Reisebegleiter im Zug für eine unbeschwerte Lesestunde zum Ausflug ins Märchenhafte einlädt. Vielleicht hätte man etwas deutlicher unterscheiden sollen zwischen "Glück haben" und "glücklich sein", denn der Untertitel ist in dieser Hinsicht etwas irreführend. Sehr gefallen hat mir der Gedanke, den Herrn der Laternen trotz seiner hochtrabenden Reden nicht als weitblickende Schicksalsgottheit, sondern als bornierte, engstirnige Beamtenseele darzustellen, die keine Ausnahmen dulden kann und nicht über den "Ermessensspielraum" der höheren Instanzen und den Blick für das große Ganze verfügt.

Fazit: Eine traumhafte, sehr musikalische Geschichte, die Lust auf mehr macht. Ein gelungener Auftakt für die Novellenreihe.

Thilo Corzilius: Der Herr der Laternen. Die traurige Geschichte vom glücklichsten Mann der Welt. Homburg/Saar: UlrichBurger-Verlag, 2012. 149 S., Euro 7,50.

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Eoin Colfer: Artemis Fowl - Das magische Tor

Zum letzten Mal: Artemis Fowl und seine Elfenfreunde retten die Welt. Mit dem Roman "Das magische Tor" legt Eoin Colfer den Abschlussband seiner Artemis-Fowl-Reihe vor. Endlich, möchte man sagen.
Artemis ist vom Atlantis-Komplex geheilt, und alles sieht so aus, als könnte endlich Frieden bei Oberirdischen und Unteridischen einziehen. Doch die schurkische Wichtelin Opal Koboi hat ihren letzten Trumpf noch nicht ausgespielt. Ein kühner Ausbruchsplan - der unter anderem die Ermordung einer jüngeren Opal-Version, die jüngst aus dem Zeitstrom heraussprang, einschließt - ist nur der Auftakt zu einem noch skrupelloseren Griff nach der Weltherrschaft: Ein magisches Tor, das ausgerechnet auf dem Fowlschen Anwesen liegt, soll geöffnet werden. Was die Auslöschung der Menschheit zur Folge hätte ... Artemis, sein Leibwächter Butler und die Elfe Holly Short müssen mal wieder die Welt retten. Und zum Glück ist auch der furzende und spuckende Zwerg Mulch Diggums wieder an ihrer Seite, dessen altbekannte Waffen - Zwergengas und leuchtender Speichel - Freunde und Gegner gleichermaßen das Grauen lehren.
Das letzte Abenteuer. Als alter Fan der Serie kann man nur sagen: Gut, dass es vorbei ist. Denn Eoin Colfer hat nach dem großartigen Auftaktband und dem genialen dritten Teil nie wieder zur alten Höhe zurückgefunden. Was jetzt an müden Witzchen und ewig neu recycleten Bausteinen vor die Leser geworfen wird, ist einfach nur traurig. Der schurkische Plan Opals - ein schwacher Aufguss des schon hundertmal wiederholten Schemas. Nur noch ideenloser, banaler. Selbst ihr kleiner Nebenplan, Foalys Geliebte Caballine zu erledigen, ist so harmlos, als habe ein Fünfjähriger mit Fischertechnik gebastelt. Ein normalbegabter Fünfjähriger, wohlgemerkt. Und ihre grandiose Armee der wiedererweckten Berserker, die an Körpern eben nehmen müssen, was sie kriegen können, wirkt eben als das, was sie ist: Eine schwache Armee von Zombiekaninchen, die Mulch Diggums nur ein müdes Arschrunzeln kostet. Artemis' heroischer Abgang - nun gut, er sei ihm gegönnt. Dass Foaly dann doch noch ... Es bleibt zu hoffen, dass der Autor der Versuchung widersteht und sein selbstgebasteltes Hintertürchen nicht doch noch zur Fortsetzung der Serie nutzt.
Schade. Aber gut, dass es vorbei ist. Du warst einmal grandios, kleiner Meisterverbrecher. Ruhe in Frieden, Artemis Fowl.


Eoin Colfer: Artemis Fowl - Das magische Tor. Berlin: List, 2012. 331 S., Euro 19,99.


Weitere Bücher von Eoin Colfer
Der Atlantis-Komplex
Und übrigens noch was ...

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Andrea Tillmanns: Das magische Trio - Geister im alten Gemäuer

"Das magische Trio" heißt eine neue Jugendfantasy-Serie von Andrea Tillmanns. Band 1 trägt den Titel "Geister im alten Gemäuer" und ist soeben im Südpol-Verlag erschienen.
Es handelt sich um eine klassische Internatsgeschichte mit einem Schuss Phantastik: Drei toughe Mädchen stellen fest, dass sie übersinnliche Fähigkeiten haben. Und diese Gaben werden auch bitter benötigt, denn einem alten Gewölbe entsteigen Geister, die dem Internat und seinen Bewohnern nicht gerade wohlgesonnen sind.
Judith wird gegen ihren Willen von ihren Eltern in das Internat gesteckt. Zunächst hält sie sich für ein normales Mädchen wie alle anderen auch. Doch als sie Zeuge wird, wie die Archäologie-AG der Schule ein altes Gewölbe öffnet, sieht sie etwas, das außer er ihr offenbar niemand sehen kann: Eine geisterhafte Erscheinung entsteigt dem Abgrund. Zum Glück hat Judith in Sarah und Marie zwei wirklich gute Freundinnen gefunden, die sie nicht sofort für verrückt erklären. Immerhin verbindet die drei Mädchen eine Gemeinsamkeit: Alle drei wurden in der Walpurgisnacht geboren. Geheimnisvolle Unterlagen deuten darauf hin, dass die Mädchen und ihre Kräfte gebraucht werden, um die Schule zu retten. Getarnt als Latein-AG nehmen sie den Kampf auf.
"Geister im alten Gemäuer" ist ein Buch, das weniger auf Horror und Action setzt als vielmehr auf Intelligenz und Humor. Auch wenn eine der drei Heldinnen eine perfekte Kampfsportlerin ist, gibt es so gut wie nie körperliche Auseinandersetzungen, vielmehr sind Kombinationsgabe und Empathie gefragt, wenn es zur Konfrontation mit dem Übersinnlichen kommt. Ausgesprochen liebenswert sind der kleine Kobold Felix und die manchmal etwas strenge doch sehr freundliche Lehrerin Frau Schwingel gezeichnet, die als Mentorin des Trios fungiert.
Sehr schön ist die Ausstattung des Buches. Der Hardcovereinband, auf dem man die Mädchen und Felix am Rande eines geheimnisvoll grün leuchtenden Kraters sieht, ist ein echter Hingucker, und auch Kapitelüberschriften und unteren Seitenränder sind durch Wiesen- und Schriftrollenmotive sehr anregend gestaltet.

Fazit: Ein bezauberndes Jugendbuch voller Phantasie und Magie. Hoffentlich gibt es bald den zweiten Teil.

Andrea Tillmanns: Das magische Trio - Geister im alten Gemäuer. Grevenbroich: Südpol-Verlag, 2013. 200 S., Euro 12,90.



Weitere Bücher von Andrea Tillmanns:
Lena lernt zaubern
Mimis Krimis

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Der Basilikumdrache - Phantastische Geschichten aus dem Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet als Ort der Phantastik: Anthologien mit lokalen Inhalten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch "Der Basilikumdrache" ist eine solche Sammlung von Kurzgeschichten mit viel Lokalkolorit, das Buch bietet Geschichten aus dem Bereich der phantastischen Literatur, die zwischen Zechen, Schaufelradbaggern und dem Rhein-Herne-Kanal spielen.
Das stabile Hardcover-Bändchen, das mit nur 110 Seiten sehr schmal aber edel daherkommt, enthält elf Geschichten von teilweise bekannten Fantasy- oder Science-Fiction-Autoren. Viele drehen sich um die Themen Bergbau und Grubenunglücke oder um sonderbare Begegnungen mit Wesen, die den Schächten entsteigen. So trifft zum Beispiel der Protagonist in der von Regina Schleheck verfassten Titelgeschichte auf einen Basilisken, ein furchteinflößendes Fabelwesen mit versteinerndem Blick, und entgeht nur dank seiner Schweißerbrille einem furchtbaren Schicksal. Ein polnischer Bergarbeiter aus alten Zeiten taucht plötzlich am alten Malakow-Turm auf und will vor einem drohenden Unglück warnen. Neureiche Besitzer einer Villa am Baldeneysee erleben ihr blaues Wunder, als auf einer Party plötzlich die Geister der Vergangenheit als Gäste erscheinen. Ein Heimkehrer aus Napoleons Russlandfeldzug taucht 200 Jahre später in Gevelsberg auf, um Rache zu nehmen.
Besonders gut hat mir die Geschichte "Das Knöllchen" gefallen, in der Jutta Kieber von einem gruseligen Foto aus einer Radarfalle erzählt: Eine junge Frau ist sicher, dass sie allein im Wagen war, doch hinter ihr ist eindeutig eine männliche Person auf dem Rücksitz zu erkennen. Ist es Otto, der ihr versprochen hatte, sie nach seinem Tode als Geist zu besuchen?
Insgesamt bietet die Sammlung viel Abwechslung und einen sehr vielseitigen Blick auf das Ruhrgebiet und seine Geschichten. Auf ihre Art gelungen sind alle Storys, sodass eine sehr schöne, lesenswerte Anthologie entstand. Schade nur, dass sie nicht noch etwas dicker ausgefallen ist.

Fazit: Gute bis sehr gute Geschichten mit viel Lokalkolorit in einer gediegenen Aufmachung. Lesenswert.

Der Basilikumdrache. Phantastische Geschichten aus dem Ruhrgebiet. Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Oberhausen: Verlag Nicole Schmenk, 2011. 110 S.

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Andrea Tillmanns: Der kleine dicke Pinguin

Ein Pinguin, der etwas pummelig ist, dafür aber ausgezeichnet Eisschollen schubsen kann. Ein Fisch, der das Schwimmen lernen muss. Ein Flupf, ein Nepf und jede Menge Spaß: In Andrea Tillmanns' Geschichtenbuch "Der kleine dicke Pinguin" trifft man auf die merkwürdigsten, alltäglichsten und liebenswertesten Wesen. Allein gemeinsam ist: Kinder werden sie in ihr Herz schließn.
Das Buch enthält 35 Geschichten und Gedichte, die sich sehr gut zum Vorlesen auf der Bettkante eignen. Andrea Tillmanns erzählt von Marienkäfern, die unterschiedliche Punktzahlen haben und Hilfe von einer guten Fee bekommen. Von einem Chaos-Monster, das durch seine Schulprüfungen rasselt, weil es versehentlich aufräumt. Oder von einem Teddybären, der nach einem Abenteuer geflickt werden muss.
Kaum eine der Erzählungen ist länger als zwei bis drei Seiten, und alle werfen einen freundlichen, augenzwinkernden Blick auf die Tierwelt und berichten von Außenseitern, Freundschaft und Entdeckungen. Dabei kommt es der Autorin nicht auf Action an, und sie schafft es, ohne Bösewichte und Gewalt auszukommen. Es sind bemerkenswert friedliche Geschichten, in denen die Freude am Entdecken und an ersten Bewährungsproben kleiner Tierkinder im Vordergrund steht. Auch von aufgesetzter Komik und einem von Erwachsenen oft gebrauchten "Kindchentonfall" in Büchern für die Jüngsten ist dieses Buch frei. Das einzige Problem: Das Aufhören, nachdem man eine Geschichte fertig gelesen hat, ist schwer, und die Kleinen werden vom Vorleser lauthals fordern: "Noch eine!"

Fazit: Liebenswürdige und kindgerechte Lese- und Vorlesegeschichten, gerade richtig für die Bettkante. Schlechte Träume wird es nach dieser Lektüre bestimmt nicht geben.


Andrea Tillmanns: Der kleine dicke Pinguin und andere Geschichten zum Vor- und Selberlesen. Potsdam: Iatros-Verlag, 2012. 110 S., Euro 9.


Weitere Rezensionen zu Andrea Tillmanns
Lena lernt zaubern
Mimis Krimis #1

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Ulrike und Michael Stegemann: Weihnachtsmann auf Diät

"Weihnachtsmann auf Diät", so nennen Ulrike und Michael Stegemann ihr Weihnachtsbuch, das jetzt bei Books on Demand erschienen ist. Das Buch enthält acht humorvolle Weihnachtsgeschichten, zahlreiche Illustrationen und Cartoons und jede Menge Vorfreude auf Heiligabend.
In der Titelgeschichte leidet der Leser mit dem Weihnachtsmann unter dem harten Regiment der Weihnachtsfrau, die nicht nur den bärtigen alten Herrn, sondern auch noch die vollgefressenen Rentiere auf strenge Diät setzt. Außerdem begleiten wir den armen, geplagten Herbert beim Lamettakauf und auf seiner Suche nach einem heißen Kaffee. Alte Bekannte wie Weihnachtsengel, Elfen und der Osterhase sorgen für unvergessliche Christfeste, und sogar die Feuerwehr muss anrücken, als ein Weihnachtsbaum in Brand gerät. "Denn was wäre Weihnachten ohne Katstrophe?", heißt es sehr zutreffend im Klappentext.
Die Texte stammen aus der Feder von Ulrike Stegemann und wurden von ihrem Vater Michael mit liebenswürdig spitzer Feder illustriert. Sehr gelungen ist das Coverbild, das einen zum Strichmännchen abgemagerten Weihnachtsmann mit um die Hüfte gelegtem Maßband zeigt.
Das Buch ist ein humorvoller Begleiter durch die Vorweihnachtszeit und wird kleine und große Kinder gleichermaßen zum Schmunzeln bringen. Die Geschichten sind sehr gut und leicht lesbar, sodass man sehr schnell an den Punkt kommt, an dem man sagt: "Schon zu Ende? Wie schade."

Fazit: Ein liebenswertes und lesenswertes Weihnachtsbuch. Sehr gut geeignet als kleines Mitbringsel und Vorlesebuch. Gehört als Reiselektüre in jeden Rentierschlitten.

Weihnachtsmann auf Diät. Heiteres zur Weihnachtszeit. Texte von Ulrike Stegemann, Illustrationen von Michael Stegemann. Norderstedt: BoD, 2012. 60 S., Euro 4,50.

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Gunnar Kunz: Schnatzelschnapf

Was um alles in der Welt ist ein "Schnatzelschnapf"? Krümel, der kleine Bär aus dem Dreiwünschewald, hat in diesem eigenwilligen Nachdenk-Buch von Gunnar Kunz einige rätselhafte Begegnungen, und die Frage nach dem seltsamen Wort ist nur der Auftakt dazu. Wer bin ich? Warum sprechen wir verschiedene Sprachen? Und wohin geht einer, wenn er weggeht? Das sind mitunter große Grübelaufgaben für den kleinen Krümel, doch mit Phantasie, Freundschaft und viel Liebe lassen sich fast auf alles Antworten finden. Bei aller Schwere der Themen - auch der Tod ist kein Fremder im Dreiwünschewald - bleibt doch eine gewisse Leichtigkeit über das Buch ausgegossen, und Krümel kann am Ende staunend auf ein großes Jahr voller Entdeckungen zurückblicken.
"Schnatzelschnapf!" ist ein Philosophiebuch für die ganz Kleinen. Vom Verlag empfohlen ist es für Kinder von 5 bis 9 Jahren. Man darf hinzufügen: Auch für vorlesende und mitlesende Eltern ist es eine wundervolle Reise in die Welt der Gedanken. Das Ganze mutet an wie eine Begegnung zwischen Winnie dem Pu und Sophies Welt. Und wenn der liebenswürdige Bär mit dem geringen Verstand aus dem Hundertmorgenwald wie damals Sophie gefragt worden wäre: "Wer bist du?", dann hätte er vielleicht ähnlich verwundert geschaut wie Krümel, als ihn Käpt'n Lebertran fragte, ob er denn wirklich Krümel sei - und woher er das wisse.
Da ist die Frage nach der Bedeutung der Wörter, nach Traum und Wirklichkeit oder nach dem Verlauf der Zeit. Krümel muss sich auch dem schlimmsten aller Wörter stellen: dem Wort "tot". Da ist es gut, wenn man Eltern hat, die liebevoll und geduldig zuhörern, und einen Freund, der ein großes Gespür für Worte hat.
Sehr liebenswert geschildert ist Krümels bester Freund Hopsa. Ein Wesen, das in den Illustrationen, die vom Autor selbst angefertigt wurden, ein wenig an einen Außerirdischen erinnert. Hopsa ist ein großer Nachdenker und Mit-Denker, ein Wortesammler und -finder, der vor allem gut zuhören kann. Hopsa geht mit Worten achtsam um und bewegt die Dinge lange in seinem Gehirn, bevor er eine vorläufige Antwort formuliert. Ein Freund, mit dem man gut schweigen kann und dessen Stillsein sich anfühlt wie ein Gespräch.
Es ist eine zauberhafte, liebenswürdige Welt, die Gunnar Kunz mit diesem Dreiwünschewald entwirft. Da begegnet man einem Nasenwurf oder ungezogenen Rüpelfanten, da wohnen ein Herr Purzelbaum, der Konservendosenetiketten sammelt, und Onkel Giggel und Tante Ziep, die das Jahr in Flaschen abfüllen. Man schließt Neenee, den kleinen blauen geflügelten Elefanten ins Herz, begegnet der herumziehenden Schneeflocke und ihrer fremden Sprache oder schaut mit Krümel und Hopsa in die Wolken und fragt sich, woher man eigentlich weiß, dass man dieses Leben und seine Begegnungen wirklich erlebt und nicht träumt.
"Schnatzelschnapf!" ist ein bezauberndes Buch und ein freundlicher erster Begleiter durch die Welt des Fragens und Denkens. Vor allem Kinder, die ein wenig stiller und nachdenklicher sind, werden es lieben. Auch wenn vermutlich viele der niedlichen Details erst auf ältere Leser, wie zum Beispiel die mitlesenden Eltern, wirken werden. Man fragt sich zum Beispiel, ob ein Wort wie "Schnatzelschnapf" von einem Fünfjährigen schon problemlos ausgesprochen werden kann. Auf jeden Fall ist es ein Buch, das mitwächst und sicher von den jungen Erstlesern auch später noch hervorgeholt werden wird.

Fazit: Ein erstaunliches, liebenswürdiges Buch für junge und ältere Leser, die noch über das Leben staunen können. Kindgerecht und trotzdem erwachsenentauglich und ein guter Begleiter durch die Welt des Denkens. Lesenswert, liebenswert und absolut empfehlenswert.

Gunnar Kunz: Schnatzelschnapf! oder: Wie kommt die Welt in meinen Kopf?. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 143 S., Euro 16,90.

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Rona Walter: Kaltgeschminkt

"Kaltgeschminkt", das Romandebüt von Rona Walter, ist eine düstere Hommage an das Bestatterhandwerk. Die Autorin erzählt vom Tod und dem Danach, von der Arbeit an unschön zugerichteten Leichen und von einem Pakt mit drei Wesenheiten, die mit den Seelen der Verstorbenen ihr grausames Spiel spielen.
Harris McLiod - Bestatter, Selbstmörder und Schotte - ist der Ich-Erzähler dieses düster-morbiden Stücks Literatur und eine sehr eindringliche, unverwechselbare Erzählstimme. Die eigentümliche, von desillusioniertem Sarkasmus, Whiskeylogik und Lakonismen geprägte Sprache verleiht dem Buch einen Tonfall, den man nach dem Lesen noch lange im Ohr hat. Mag die Handlung an einigen Stellen haken oder den Leser ratlos zurücklassen, Harris' Stimme ist tragfähig und klingt weiter, auch wenn der Buchdeckel schon geschlossen ist.
Harris McLiod will eigentlich nur Selbstmord begehen. Eine gescheiterte Beziehung, die im Buch immer wieder für bittere Erinnerungen sorgt, mag daran eine Teilschuld haben, eine sehr schwarze Weltsicht und zynische Grundhaltung spielen aber wohl auch mit hinein, als er eine Gruppe krimineller Kartenspieler so sehr provoziert, bis er zusammengeschlagen wird. Mit Todesfolge. Pech nur, dass nach dem Tod eben nicht alles aus ist. Die drei düsteren Todesherrscher, die mit den Seelen ihre nicht eben menschenfreundlichen Spielchen treiben, stellen ihn vor die Wahl: Entweder er erlebt seine schrecklichste Hölle - oder er stellt sich als ihr persönlicher Bestatter zur Verfügung und kehrt auf die Erde zurück.
Allerdings ist da noch Bestatter James Beastly, der diesen Job für das furchtbare Dreigestirn bisher erledigt hat, der Leichen von offenbar hingerichteten Schwerverbrechern, Wirtschaftskriminellen und Pädophilen zugestellt bekam und optisch wieder einigermaßen aufbereiten musste. Jetzt ist Beastly in Not: Eine seiner Leichen lässt sich beim besten Willen nicht herrichten. So oft er dem Toten die Mordwaffe aus der Brust zieht und ihm das Gesicht schminkt - am nächsten Morgen liegt der Mann wieder mit verzerrten Zügen und übel zugerichtet im Sarg wie zuvor. Beastly und McLiod machen sich gemeinsam an die Arbeit. Es stellt sich heraus, dass Beastlys Zeit im Dienste der Todesherrscher abgelaufen ist. McLiods Aufgabe wäre nun, ihn zu töten. Ein eigenwilliges Zusammenleben zweier sehr ähnlicher Männer beginnt ...
Rona Walters Roman lebt von der düsteren Atmosphäre und dem schmutzig-bitteren Erzählton McLiods. Es ist ein Buch, das seinen Leser schnell gefangen nimmt und ihn in eine andere Welt eintauchen lässt. An vielen Stellen hätte man sich gewünscht, dass diese Welt und die ihr zugrundeliegende Logik noch etwas weiter und tiefer ausgeführt wird, man hätte sich "mehr" von der Bestatterarbeit, "mehr" von der Philosophie und Denkweise der Todesherrscher, "mehr" Selbstmordversuche McLiods oder Hintergrundinfos zu den Blutelfen gewünscht. So bleibt vieles angedeutet, mit leichter Feder skizziert und lässt dem Leser viel Raum, sich die Zwischenräume selbst zu ergänzen.

Fazit: Rabenschwarzes Romandebüt mit eindringlicher Erzählstimme. Düster, zynisch, lesenswert.


Rona Walter: Kaltgeschminkt. Ahlen: Luzifer-Verlag, 2012. 239 S., Euro 14,50.

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Fabienne Siegmund (Hrsg.): Die Einhörner

Das Einhorn, eines der zauberhaftesten Geschöpfe des Märchenwaldes, hat die Phantasie der Fantasy-Autoren immer wieder herausgefordert. Jetzt hat Fabienne Siegmund die Frage aufgeworfen: Was wurde eigentlich aus all den Einhörnern, die damals von Amalthea und Lir befreit wurden ..? 190 Autoren folgten dem Schreibaufruf, 17 Beiträge fanden Aufnahme in die Anthologie, nun liegt das Buch vor: Es heißt "Die Einhörner" und erschien im Verlag Torsten Low.
Zugegeben: Ein wenig Skepsis gegenüber dem Thema hatte ich schon. Einhörner sind doch beinahe von Natur aus kitschig, so kitschig wie Delfine ... Und obendrein: Peter S. Beagle ist nicht zu toppen. Wer's nicht glaubt, hat ohnehin keine Ahnung von Einhörnern.
Wer das aber weiß (und beim Lesen immer mal wieder die Melodie von "America" vor sich hin summt), der findet sich sehr schnell im Einverständnis mit der Herausgeberin und den Autoren. Das Vorwort Fabienne Siegmunds stimmt den Leser denn auch sehr gut ein auf eine Hommage an das letzte Einhorn und auf die Suche nach den verschwundenen Wundertieren, die womöglich heute noch leben, unerkannt, unentdeckt, gar verzaubert ...
Die Anthologie ist sehr prominent besetzt, als besonderes Bonbon findet sich darin sogar ein Gedicht von Peter S. Beagle himself, ein Lied Amaltheas an Lir unter dem Titel "Im tiefen Wald". Auch sonst hat die Sammlung einige Überraschungen zu bieten. So lässt Linda Budinger in der Geschichte "Seelenjäger" ein Qilin, die chinesische Variante des Fabeltieres, auf einen Leprachaun und den Affenkönig Sun Wukong treffen und gegen einen Wechselbalg kämpfen. In Gestalt eines Meeresbewohners begegnet dem Leser das Einhorn/Qilin in "Die Jäger des Kagan" von Susanne Wolff. Aber auch in Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten zwischen detonierenden Bomben, brennenden Ruinen und Maschinengewehrfeuer taucht das Zauberwesen auf, wie es Christoph Marzi in seiner berührenden Geschichte "Sand und Stille" erzählt.
Nicht jede Geschichte ist unbedingt herausragend, und jeder Leser wird in dem Buch vermutlich seine eigenen Höhepunkte und Schwachpunkte finden. Meine drei Lieblingsstorys waren:

"Fräulein Ludmillas Einhorn" von Barbara Hagen: Eine zauberhafte, etwas bittere Geschichte um eine pensionierte Lehrerin, die in ihrer Jugend einmal ein Einhorn gesehen hat und nun im Ruhestand eine ungewöhnliche Begegnung hat.

"Die weiße Nacht" von Nicole Gift: Eine junge Frau gerät bei einem Unfall in das Reich zwischen Leben und Tod - und böse, hasserfüllte Einhörner blasen zur Jagd und zur Rache an den Sterblichen.

"Das Taubenmädchen" von Fabienne Siegmund: Ein modernes Märchen um eine ungewöhnliche Frau im Central Park, die ein wenig an die Vogelfutter-Händlerin aus "Mary Poppins" erinnert. Zauberhaft und in der unvergleichlichen Sprache und Logik Fabienne Siegmunds erzählt - was will man mehr?

Illustriert wurde das Buch von Elke Brandt, die für jede der Geschichten ein stimmungsvolles Bild zum Einstieg schuf. Von ihr stammt auch das Cover, das durch die schlichte Schwarzweiß-Gestaltung ausgesprochen minimalistisch daherkommt. Ein Bild, das durchaus einen zweiten oder dritten Blick braucht und nicht unbedingt zum sofortigen Zugreifen zwingt. Wer es jedoch längere Zeit auf dem Schreibtisch liegen hat, wird merken, dass es durchaus seinen Zauber hat.

Fazit: Eine sehr schöne Sammlung, geschrieben mit sehr viel Herzblut, in der es eine Menge zu entdecken und einige Perlen zu finden gibt. Lesenswert.


Fabienne Siegmund (Hrsg.): Die Einhörner. Anthologie mit Illustrationen von Elke Brandt. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2012. 320 S., Euro 13,95.

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Charlotte Engmann: Die Rechnung wird mit Blut bezahlt

Michail Vladescu ist wieder da. "Die Rechnung wird mit Blut bezahlt" heißt das neue Buch über Draculas jüngeren Bruder, der Altfans noch aus dem Vampir-Fanzine "Tobal - Tales of Blood and Love" bekannt ist. Autorin Charlotte Engmann schaffte es, innerhalb der Serie "Ranulf O'Hale" bei Harypro eine eigene Unter-Reihe zu etablieren. Unter dem Titel "In Nomine Sanguinis" lässt sie ihren Vampir Abenteuer an der Seite O'Hales erleben, aber es finden sich auch Storys, in denen Michail völlig unabhängig von dem Exorzisten agiert.
Nach "Für eine Handvoll Seele" liegt damit der zweite Michail-Band bei Harypro vor. Erneut ist es ein Sammelband mit kürzeren und längeren Erzählungen aus dem rund fünfhundertjährigem Unleben des Vampirs. Diesmal aber zusammengehalten durch eine Rahmenhandlung, in der Michail und O'Hale gemeinsam gegen eine Striga in den Kampf ziehen, eine besonders bösartige Art Hexe, die unter anderem kleinen Kindern die Haut abzieht, um deren Gestalt annehmen zu können.
Die ungewöhnliche Partnerschaft zwischen Kirchenmann und Vampir muss sich bereits im ersten Kapitel bewähren, als O'Hale von der Striga in eine Falle gelockt wird und sich in einem Käfig wiederfindet, den der Hexe zufolge "keine lebende Seele zu öffnen vermag". Da ist es praktisch, dass der Exorzist in seinem Smartphone nicht nur die Nummer seines Kardinals gespeichert hat, sondern auch die eines gewisen seelenlosen Vampirs.
Die so eingeleitete Rahmenhandlung des Buches, die Suche nach der Striga und schließlich der Kampf gegen sie, wird zum Leitfaden, an dem aufgereiht in mehreren Rückblenden Episoden aus Michails Leben erzählt werden. So erinnert sich Michail an einen Mordfall in New York, den er vor einigen Jahren an der Seite einer jungen Polizistin aufgeklärt hat und in den ebenfalls eine Art von schwarzer Magie eine Rolle spielte. Oder er denkt zurück an seine furchtbare Begegnung mit dem Aachener Bahkauv, dem er kurz nach Ende des Dreißigjährigen Krieges in einem Kampf auf Leben und Tod gegenüberstand. Der Leser erfährt auch, dass Michail am Tod Mozarts Schuld war, und begleitet den staunenden O'Hale auf seinem Gang durch Michails prächtige "Ahnen"-Galerie. Da ein Vampir ja kein Spiegelbild besitzt, musste Michail auf andere Art sein Gesicht betrachten und ließ sich über die Jahrhunderte hinweg immer wieder von berühmten und weniger berühmten Malern porträtieren. Eine sehr interessante Geschichte ist auch die Begegnung mit einer russischen Baba Jaga in ihrem hühnerbeinigen Haus, denn zu dieser älteren Dame knüpfte Michail eine ganz besondere Beziehung ...
Die Abenteuer sind sehr kurzweilig, spannend und oft mit einem eigenen bissigen Humor geschrieben. Da freut es doppelt, dass im Anhang bereits der dritte Michail-Band unter dem Titel "Spiel mir das Lied vom Untod" angekündigt wird. Diesmal hat Charlotte Engmann Verstärkung bekommen und präsentiert Geschichten, die ihre Autorenkollegen Bernard Craw, Christel Scheja, Torsten Scheib, Daniel Alles, Sigrid Juckel und Daniela Scheele über den Vampir geschrieben haben.

Fazit: Eine lesenswerte Sammlung, die für Altfans viele Erinnerungen bereit hält, aber für Neueinsteiger ebenfalls eine ganze Menge zu bieten hat. Spannende, hintergründige und humorvolle Vampirabenteuer vom Feinsten.


Charlotte Engmann: Die Rechnung wurd mit Blut bezahlt. Zweibrücken: Hary-Productions, 2012. ISSN 1861-6054. 240 S., Euro 12,95.



Weitere Bücher von Charlotte Engmann
Elf Sonnenflecke
Zwölf Zauberzeichen
Dreizehn Blutstropfen
Die Gralsdenerin
Dämonen über Luxemburg

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Fabienne Siegmund: Sternenasche

Wahrhaftig, diese Autorin kann zaubern: Mit "Sternenasche" legt Fabienne Siegmund einen märchenhaften, melancholischen Fantasyroman vor, dessen ungewöhnliche, poetische Sprache den Leser mitnimmt in eine Welt der Trauer, der verlorenen Liebe und des Märchens.
Alexander, der Held des Romans, hat seine große Liebe verloren. Sein Himmel zerfällt buchstäblich zu Asche, seine Sterne verlöschen, als seine Freundin ihn verlässt. Überzeugt, dass es für ihn nie wieder eine neue Liebe geben wird, geht er auf den Friedhof, um dort, umgeben von Schweigen und Trauer, das Glasmännlein zu rufen und sich von ihm ein steinernes Herz zu wünschen. Nie wieder, so sein verzweifelter Wunsch, möchte er so verletzt werden. Doch: "Wünsche es dir nicht allzu sehr", erklingt plötzlich eine Stimme aus einer der Grüfte. Hier lebt Luise, die vor einer Ewigkeit den gleichen Wunsch äußerte und ein Herz aus Malachit erhielt. Luise hat nur noch einen Wunsch: Sie möchte ihr menschliches Herz zurückerhalten, auch wenn dies für sie Schmerz, Leid und Tod bedeutet.
Fabienne Siegmund haucht dem klassischen Märchenmotiv vom steinernen Herzen ein neues, eigenwilliges und poetisches Leben ein. Ihre ungewöhnliche, oft lyrische Sprache, der eingängige, den Leser sofort mitziehende Satzrhythmus und die eigentümliche, melancholisch-märchenhafte Atmosphäre des kurzen Romans machen "Sternenasche" zu einem Buch, das man nicht wieder aus der Hand legen kann. Die einfühlsamen, zauberhaften Illustrationen von Tatjana Kirsten fügen sich gut in die Geschichte ein, sodass ein kleines Zauberbuch entsteht, zierlich, unaufdringlich und doch voller Märchenzauber.

Fazit: Märchenhaft, poetisch, magisch - unfassbar, dass es so etwas noch gibt. Wer dieses Buch liest und nicht berührt ist, tut mir leid.

Fabienne Siegmund: Sternenasche. Fantasyroman. Mit Illustrationen von Tatjana Kirsten. Homburg: UlrichBurger-Verlag, 2011. 177 S., Euro 8,90.

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Andrea Tillmanns: Lena lernt zaubern

Ein zauberhaftes Buch über ein Zauberbuch: "Lena lernt zaubern", der neue Kinderroman von Andrea Tillmanns, erzählt von einem Mädchen, das ein altes Zauberbuch findet und daraus sehr ungewöhnliche aber nützliche Tricks lernt.
Lena ist unglücklich. Im tiefsten Winter muss sie zusammen mit Mutter und Bruder umziehen in eine fremde Stadt und in ein Haus, dessen Garten sie vorerst nicht betreten darf: Irgendwo unter dem Schnee soll ein alter Brunnen liegen, und ihre Mutter hat Angst, dass Lena versehentlich hineinstürzt. Das hindert das Mädchen jedoch nicht daran, sich mit dem schwarzen Kater Felix anzufreunden, der durch den Garten streift und die Stelle kennt, an der die Vorbesitzerein des Hauses, eine Hexe, ihr Zauberbuch versteckt hat. Lena versucht, das Zaubern zu erlernen. Allerdings ist hat das Zauberbuch durchaus seinen eigenen Kopf und gibt nur die Sprüche frei, für die Lena schon reif ist. Und während Lena verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, die bösen Träume und Geister aus dem geheimnisvollen Brunnen zu bannen, muss sie Sprüche lernen, die das Gras schneller wachsen lassen oder dabei helfen, dass ein Kuchen perfekt gelingt. Aber vielleicht ist es gar nicht so unnütz, wenn man etwas bombenfest zusammenkleben kann oder weiß, wie man perfekt seine Socken stopft?
"Lena lernt zaubern" ist ein liebenswertes Kinderbuch und für Kinder ab sieben Jahren geeignet. Aber auch mitlesende Eltern werden an Lena und ihren Zauberversuchen ihre Freude haben, vor allem wegen der ungewöhnlichen Einfälle und Kombinationen der Autorin. Andrea Tillmanns benötigt keine Monster und Zombies, um eine spannende Geschichte zu erzählen. Statt auf plumpe Action setzt sie auf einfühlsame Schilderungen und kindgerechte Phantasie und nimmt ihre kleinen und großen Leser mit auf eine zauberhafte Reise.

Fazit: Ein liebenswertes Kinderbuch voller Zauber und Sprachmagie. Lesenswert.


Andrea Tillmanns: Lena lernt zaubern. Potsdam: Iatros-Verlag, 2011. 81 S., Euro 9.

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Emilia Jones: Teufelskuss & Engelszunge

"Teufelskuss & Engelszunge" heißt der neue Roman von Emilia Jones. Und wer glaubt, dass diese Autorin nur über Vampire schreiben kann, hat sich gründlich getäuscht. Diesmal geht es um Engel, Teufel, Feen und eine flüchtige Seele ...
Beelzebub staunt nicht schlecht, als er in der Hölle einem waschechten Engel begegnet. Die überwältigend schöne Marafella ist auf der Suche nach einer Seele, die von Rechts wegen dem Himmel gehört. Dummerweise hat ein niederer Teufel eher zugegriffen. Das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde ist in Gefahr, wenn die Seele nicht schleunigst dorthin gebracht wird, wohin sie gehört. Doch inzwischen hat sie Gefallen an der ungewohnten Freiheit gefunden und schlägt ihren Häschern immer wieder ein Schnippchen. Für Beelzebub und Marafella beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Doch das Problem ist nicht ausschließlich die widerspenstige Seele. Denn auf Erden agieren Teufel und Engel in menschlicher Gestalt - und Marafella entwickelt angesichts des gutaussehenden Beelzebub Gelüste, die gar nicht zu einem himmlischen Wesen passen ...

Erotik zwischen Himmel und Hölle

Bei dem Buch handelt es sich um einen erotischen Roman. Und wer Emilia Jones kennt, weiß, dass es bei ihr richtig zur Sache gehen kann. Doch liegt der Fokus durchaus auch auf dem Erzählerischen, der Handlung und der Entwicklung der Personen und der zwischen-"wesen"-lichen Beziehungen. Die Autorin lässt sich Zeit, ihre Geschichte zu entwickeln. Dann aber, als die Lust in Marafella erwacht, ist nicht einmal Beelzebub vor dem Engel sicher, der immer mehr von dieser seltsamen Sache "Sex" haben möchte.

Emilia Jones erählt von Engeln, Teufeln, Hexen und Feen

Emilia Jones lässt ihre Helden zum Teil in der realen Welt agieren - London mit dem berühmten Riesenrad und der Themse - aber auch in Himmel und Hölle und der geheimnisvollen Zwischenwelt, in der die Götter Justitia und Aequitas residieren. Die beiden ungleichen Partner begegnen Seher-Engeln und Hexen, Feen und himmlischen Putzkolonnen, sie nutzen magische Hilfsmittel wie goldene Klappspiegel oder Seelenfänger-Sanduhren - und sie lieben sich bald bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit. Eine Beziehung, die keine Zukunft hat. Oder doch ...?

Verführerisches Cover von Ulrike Kleinert

Der Roman ist spannend geschrieben, lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen, hat das gewisse Prickeln, das einen erotischen Roman ausmacht, und überrascht immer wieder durch ungewöhnliche Figuren und Begegnungen. Ein ganz dickes Lob gebürt dem von Ulrike Kleinert gestalteten Cover. Die Engelssilhouette in Schwarz und Brombeerfarben, die in jugendstilartig verschlungene Feder-, Haar und Pflanzenornamente übergeht, ist ein bezaubernder, verführerischer Hingucker.

Fazit: Liebe, Erotik, Sex, ungewöhnliche Begegnungen zwischen Himmel und Hölle und ein Traumpaar, das keines sein darf - lesenswert.

Emilia Jones: Teufelskuss & Engelszunge. Erotischer Roman. Gelsenkirchen: Elysion Books, 2012. 208 S., Euro 12,90.


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Sinnesrauschen I - Ginas Bar
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Geschmeidig
The Black Club, London

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Der Fluch des Colorado River

Phantastik aus dem Wilden Westen: Mit "Der Fluch des Colorado River" legt die Autorengruppe "Geschichtenweber" eine interessante Kurzgeschichten-Anthologie vor, in der Western, Horror und oft auch eine gute Portion Humor vereint sind.

Goldgier und Dummheit sind Schuld, als ein Goldgräber trotz eindringlicher Warnungen der Ute-Indianer einen unterirdischen See anbohrt. Ein kapitaler Fehler, denn in ausgerechnet diesen See haben die Ute seit Jahrhunderten ihre bösen Geister gebannt. Eine wahre Flut von bösartigen Wesen wird freigesetzt und ergießt sich in den Colorado River, um Tod und Verderben über die nichtsahnenden Menschen zu bringen ...

Von Geisterkutschen, Pokerspielern und Medizinmännern

19 Autoren haben sich des Themas auf sehr unterschiedliche Weise angenommen. Da taucht eine Geisterkutsche auf, deren Insassen niemals wieder frei werden, da werden magische Tränensteine beschworen, um das Unheil abzuwenden, da stellt ein Ute-Medizinmann eine Elitetruppe von Geisterjägern zusammen, um die ausgebrochenen Unwesen wieder einzufangen. Dämonen helfen Betrügern beim Pokerspiel, Untote liefern sich mit Wyatt Earp und Doc Holliday eine Schießerei, und indianische Totengeister greifen eine Gruppe von Bankräubern an, die sich auf ihrem heiligen Platz verschanzt haben.

Revolverhelden und Greenhorns treffen auf Ute-Geister

Am besten gefallen haben mir die Geschichten "Chili con Sangre" (Sabrina Železný) über eine Revolverheldin mit einer besonderen Liebe zu einem furchtbar scharfen Gewürz und "Das Greenhorn von Harte's Pocket" (Susanne Haberland), in der ein ziemlich dummer Durchreisender an Flussdämonen gerät - der schlimmste Schock seines Lebens steht ihm jedoch noch bevor ...

Insgesamt ist es eine sehr gelungene, kurzweilige Sammlung mit spannenden und humorvollen Geschichten. Gewünscht hätte ich mir lediglich ein abrundendes Schlusskapitel, das die Fäden wieder zusammenführt, den im Intro eröffneten Rahmen wieder geschlossen und vielleicht eine Lösung des Geisterproblems gezeigt hätte. So bleibt die Sammlung offen und hat keinen rechten Schlusspunkt. Doch dies ist eine Kleinigkeit und trübt den Lesegenuss nicht. Und vielleicht gibt es ja eines Tages eine weitere Sammlung mit Neuigkeiten von den Ute-Geistern ...


Der Fluch des Colorado River. Eine Anthologie der Geschichtenweber. Hrsg. v. Stefan Cernohuby und Wolfgang Schroeder. Meitlingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2011. 312 S., Euro 13,90.

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Peter Hohmann: Weißblatt

Der Roman "Weißblatt" von Peter Hohmann ist eine Fantasy-Geschichte der besonderen Art. Es geht um eine junge Novizin im Dienst einer Göttin, um Kämpfe, Intrigen und Schatten aus der Vergangenheit.

"Weißblatt" ist der Gewinnerroman einer Ausschreibung des Arcanum Verlags und setzte sich gegen rund 180 Konkurrenten durch. Die schlanke Fantasy-Novelle erschien daraufhin als Taschenbuch und macht sowohl inhaltlich als auch optisch einen sehr guten Eindruck. Ein Roman-Debüt, das auf jeden Fal Appetit auf mehr macht.
Amelia, die Wirtstochter eine kleinen Dorfes, will kurz vor ihrer Hochzeit dem Brauch gemäß den Segen der Göttin erflehen. Doch als sie den Tempel betritt geschieht etwas Unfassbares: Auf ihrer Stirn erscheint ein weißes Symbol in Form eines Blattes - das Zeichen, dass die Göttin sie als ihre Dienerin auswählte. Amelia ist nun eine "Weißblatt" und muss in die Hauptstadt gebracht werden, die Hochzeit kann sie vergessen.
Als aber Truppen aus der Stadt die junge Frau fast gewaltsam entführen und fortschaffen, ruft dies den alternden Krieger Akbar auf den Plan. Er verspricht, Amelia zu befreien und zurückzubringen. Allerdings muss er sich dazu nicht nur seinem Rheuma stellen, sondern auch den Schatten der Vergangenheit. Und die derzeitigen Herrscher haben mit Akbar und seinen Kampfgenossen noch eine Rechnung offen ...
Der Roman besticht durch seine angenehme Sprache und die geradlinige, aber doch überraschende Handlung. Er ist gut und zügig lesbar und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Sehr gelungen sind die Charakterzeichnung Akbars und seiner Genossen, und auch die überraschende Wendung am Schluss macht das Büchlein zu einem sehr schönen Stück Literatur. Auf jeden Fall ist die Geschichte dieser "Weißblatt" und ihres Retters ein würdiger Sieger der Ausschreibung. Vom Autor ist sicher noch einiges zu erwarten.

Fazit: Ungewöhnliche Fantasy-Novelle mit Tiefgang. Bitte mehr davon.



Peter Hohmann: Weißblatt. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 87 S., Euro 7,95.

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Nathalie Gnann: Das Erbe Yggdrasils

Mit dem Titel "Das Erbe Yggdrasils" setzt der Arcanum-Verlag die Heftroman-Serie "Aegirs Flotte" fort. Nathalie Gnann wählte für den vierten Teil den Mythos der Weltesche zum Thema.
Die Autorin erzählt von der jungen Frau Arfa und ihrem Bruder Digur, denen nach dem Weltuntergang Ragnarök eine wichtige Aufgabe zuteil wird: Im Auftrag der Norne Skuld sollen sie den letzten Samen des zerstörten Weltenbaums nach Westen bringen und ihn dort einpflanzen. Bewusst suchte die Schicksalsgöttin die beiden Menschenkinder und nicht einen großen Helden als Hüter des Samens aus. Denn Digur, der von frühester Jugend an lieber mit Pflanzen umging als mit Waffen, hat offenbar das, was man einen "grünen Daumen" nennt. Eben erst hat der Junge es geschafft, Pflanzen innerhalb des Hauses trotz des schweren Fimbulwinters keimen und wachsen zu lassen. Eine Qualifikation, die keiner der heldenhaften Schwertschwinger vorzuweisen hat.
Der Roman zeigt sehr deutlich die Entwicklung der jungen Autorin, die im vergangenen Jahr mit dem Kurzroman "Einhornblut" debütiert hat. Obwohl auch hier die Protagonisten sehr jung sind, hat der Roman doch einen etwas "erwachseneren" Tonfall, und die Welt ist auch nicht mehr die kleine Zauberwelt der Einhörner. Besonders die atmosphärische Eingangsszene, in der die Norne Verdandi vom verwüsteten Midgard ins verfallende Götterreich Asgard aufsteigt und ihrer Schwester Skuld begegnet, ist gut gelungen und hat etwas Magisches.
Etwas weniger gelungen ist der Spannungsbogen des Questen-Plots. Hier werden der Reihe nach Angriffe erlitten und Gegner überwunden, jeweils wie gleichberechtigte Perlen auf einer Schnur, aber ohne strukturelle Verknüpfung.

Wiederholungen und Widersprüche innerhalb der Serie

Ein Manko, das der Autorin nicht angelastet werden kann, ist das Konzept der Serie, das für eine gewisse Monotonie sorgt: In der Ausschreibung für die Autoren war vom Verlag vorgegeben: Ein Held oder eine Heldengruppe soll sich nach dem Götterkampf durch das zerstörte Land Midgard hindurchkämpfen und am Ende das Ziel, nämlich die Flotte Aegirs, erreichen. Nach "Lokis Fluch" (Thomas Vaucher), "Odins Waisen" (Tanja Rast) und "Die letzte Falkin" (Petra Hartmann) ist dies also die vierte Reise von A (zerstörte Heimat) nach B (Aegirs Flotte).
Ebenfalls nicht auf das Konto der Autorin geht ein gewisses inhaltliches Spannungsverhältnis zum Vorgängerband "Die letzte Falkin". Hier war geschildert worden, wie aus der verbrannten Weltesche ein neuer Schößling hervorgewachsen war, aus dem ein neuer Weltenbaum wachsen sollte. Wenn Arfas und Digurs Mission Erfolg hat, gibt es offenbar zwei neue Yggdrasils in der neuen Welt ... Ebenfalls verwirrend ist das Auftauchen des Drachen Nidhöggr, der bereits im dritten Teil getötet worden war. Immerhin überlebt das Tier den Kampf und flüchtet. Es hätte nicht viel gefehlt, und der Leichendrache wäre innerhalb der Serie zweimal umgekommen. Vielleicht wäre es günstiger gewesen, die Reihenfolge der beiden Romane zu tauschen.

Fazit: Ein Roman, der besser als Einzel-Geschichte gelesen werden sollte. Wer die Vorgängerbände "ausblendet", kann sich an einigen magischen Szenen und einem schnell lesbaren, zielstrebigen Abenteuer erfreuen.


Nathalie Gnann: Das Erbe Yggdrasils. Drei Welten - ein Feind. Aegirs Flotte IV. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. 50 S., Euro 4,95.




Weitere Besprechungen zu "Aegirs Flotte"
Thomas Vaucher: Lokis Fluch
Tanja Rast: Odins Waisen

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Diana Stanislawski: Flora. Die Geschichte einer Fee

"Flora. Die Geschichte einer Fee" ist der Debütroman der Autorin Diana Stanislawski. Es handelt sich um ein Kinderbuch mit sehr aufwändiger Gestaltung, in dem außer Feen auch zahlreiche andere phantastische Wesen wie Elfen, Nymphen und Trolle vorkommen. Bei der Story geht es um eine klassische Queste, in der die Auserwählte, eben die junge Titelheldin, sich auf den Weg macht, um die Welt, bzw. in diesem Falle den Wald zu retten.
Flora erwacht in ihrer Heimatstadt Fenia und stellt fest, dass alles verändert ist: Ihre Eltern, Familie, alle Feen sind verschwunden, die Stadt wurde offenbar angegriffen, Blutspuren und Spuren der Zerstörung sind sichtbar. Ein Brief verrät, dass die Überlebenden zu den Elfen geflohen sind. Flora selbst hatte, wie sie im Verlauf der Erzählung herausfindet, in einem dreijährigen Zauberschlaf gelegen. Die junge Fee macht sich auf, um ihre Familie zu suchen. Und als sie nach langer Reise endlich die Elfenstadt erreicht, erfährt sie, dass noch größere Aufgaben auf sie warten. Sie ist dazu bestimmt, die Waldgöttin selbst zu retten, die offenbar von bösen Trollen gefangen gehalten wird. Etwas Böses geht im Wald vor. Und die Trolle gehen in ihrem Zerstörungswerk gar nicht so freiwillig und mordlustig vor, wie Flora zunächst vermutet hat.
"Flora. Die Geschichte einer Fee" ist eine Geschichte vom in der Fantasy weit verbreiteten Typ der Abenteuerreise. Flora begegnet unterwegs mehr oder weniger fantastischen Helfern, Freunden und Feinden, sie erhält magische Hilfsmittel, stellt sich, obwohl jung und schwach, der Herausforderung und kann schließlich ihre Welt retten. Das ist für den erwachsenen Fantasy-Fan mit entsprechender Erfahrung nichts Neues. Als Kinderbuch für eine entsprechend junge Leserschaft ist es aber eine schöne Geschichte mit vielen Gelegenheiten, phantastische Wesen kennen zu lernen und zu erfahren, was es mit den vier Elementen auf sich hat. Es ist ein nettes, freundliches Buch mit einem Hauch von Abenteuer und Magie.
Besonders beeindruckend ist die Ausstattung, mit der der noch junge Verlag Pia Bächtold das Büchlein auf die Reise schickt. Es handelt sich um einen aufwändigen Hardcover-Band mit Vierfarbcover von Gaby Hylla und Lesebändchen, innen ist das Motiv noch einmal in bunt als Vorsatz zu der Geschichte eingedruckt, während die gesamte Erzählung auf einer Art "Briefpapier" gedruckt ist, das das Covermotiv in Hellgrau als Hintergrund verwendet. Hinten findet sich eine Kurzbiographie der Autorin, ebenfalls mit Vierfarb-Bild.

Fazit: Ein nettes, freundliches Kinderbuch mit einem klassischen Plot und sehr schöner Aufmachung.


Diana Stanislawski: Flora. Die Geschichte einer Fee. Wangen: Pia Bächtold, 2010. 186 S., Euro 15.

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Eoin Colfer: Artemis Fowl - Der Atlantis-Komplex

Artemis Fowl schlägt wieder zu: "Der Atlantis-Komplex" heißt das siebte Abenteuer des jugendlichen, geläuterten Verbrechergenies und seiner Freunde aus dem Elfenreich. Ein actionreiches Jugendbuch, allerdings scheinen dem Autor inzwischen die Einfälle auszugehen, sodass Leser der ersten sechs Bände ziemlich viele bekannte Versatzstücke wiedererkennen werden.

Artemis Fowl leidet am "Atlantis-Komplex"

Artemis, der geniale und schwerreiche jugendliche Spross einer irischen Verbrecherdynastie, hatte schon während seiner kriminellen Karriere ein ausgeprägtes ökologisches Bewusstsein an den Tag gelegt. Nun hat er sein gesamtes Vermögen in eine neue Erfindung gesteckt, die das Abtauen der Pole und die Klimakatastrophe verhindern soll. Elfentechnologie soll ihm dabei helfen. Allerdings läuft bei der Vorstellung des Prototyps seiner Maschine einiges schief: Artemis hat es mit zwei äußerst gefährlichen Gegnern zu tun. Der eine ist ein alter Feind aus dem Elfenreich, der gerade an seinem Ausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis arbeitet. Der zweite ist seine eigene Psyche: Artemis wird, begünstigt durch seine Dimensions- und Zeitreisen in den beiden vorangegangenen Büchern, vom "Atlantis-Komplex" geplagt, einer schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung magisch-psychischer Natur, geboren aus einem Schuldkomplex wegen seiner Verbrecherlaufbahn. Die Symptome: Ein gesteigerter Verfolgungswahn, schlimmer als der des genialen Zentauren Foaly, und eine panische Angst vor allem, was mit der Zahl vier zu tun hat. Artemis ist fast ständig mit dem Zählen beschäftigt, versucht sogar, in Fünf-Wort-Sätzen zu sprechen, und ist seines Verstandes kaum mehr mächtig. Keine gute Ausgangssituation, um seinem alten Elfenfeind zu begegnen.

Eoin Colfer wiederholt sich

Der Komplex und die dadurch verursachte Persönlichkeitsspaltung des Titelhelden sind ein interessantes und neues Detail in der Reihe. Aber das ist leider auch das einzige, was an diesem Buch neu ist. Ansonsten arbeitet Colfer mit bereits sattsam bekannten Motiven. Wieder einmal ein Ausbruch aus einem todsicheren Elfengefängnis. Wieder einmal ein Vorgesetzter Holly Shorts, der das Zeitliche segnet. Wieder einmal ist Mulch Diggums, der kleptomanische und flatulierende Zwerg, als Retter zur Stelle. Das wäre noch zu verzeihen, wenn man nicht wüsste, dass Colfer es eigentlich besser kann und auch schon mehrfach besser gemacht hat. Wo ist die scharfgeschliffene Logik geblieben, die die Konstruktion von "Artemis Fowl I" oder "Der Geheimcode" auszeichnete? Hier kopiert sich der Autor nur noch selbst und obendrein lustlos. Außerdem ist Turnball Root als Drahtzieher alles andere als glaubwürdig: Der in den ersten Bänden als leicht zu beeinflussender ZUP-Offizier dargestellte Feenmann, der durch seine Eitelkeit und seine Beziehung zur intriganten, genialen Wichtelin Opal Koboi auf die schiefe Bahn geriet, soll nun also bereits während seiner Zeit bei der Zentralen Untergrund-Polizei ein Doppelleben geführt haben und Kopf einer Verbrecherorganisation gewesen sein? Schwer vorstellbar bei einem solchen Simpel, wie ihn uns Colfer in den ersten Büchern immer wieder vorstellte.

Zu viele Zufälle

Unfassbar auch, welch große Rolle der Zufall in diesem Buch spielt. Turnball genießt es während seines Ausbruchs tatsächlich, zufällig eine Gelegenheit zur Rache an Buttler zu nutzen, der sich gerade in Südamerika aufhält und zusammen mit seiner Schwester beinahe von hypnotisierten Catch-Fans getötet werden. Zeitgleich erlaubt er dem gekaperten Plasmaraumschiff, das ihn befreien soll, als kleinen positiven Nebeneffekt einen Abstecher nach Island, wo mehrere Elite-Elfen getötet werden und Artemis nun knapp entkommt. Ein weiterer Anschlag auf Buttler wird nur verhindert, weil Mulch Diggums zufällig in einer zwielichtigen Zwergenkneipe hört, wie ein Mörder engagiert wird, und sich selbst in das Mordkommando einschleust. Es ist schade, was aus einer so brillant-bösen und bezaubernd anderen Fantasy-Serie geworden ist.

Colfer versteht es zu schreiben

Positiv bleibt festzuhalten: Der Mann versteht zu schreiben. Das Buch hat ein ungeheures Tempo, lässt sich leicht und flüssig lesen und ist durchaus spannend erzählt. Für jemanden, der die Vorgänger-Bände nicht kennt, ist es sicherlich ein brillantes Abenteuer. Schade nur, dass man das alles schon kennt. Vielleicht sollte Artemis, allen Verkaufserfolgen zum Trotz, einmal eine Pause einlegen und seine Batterien wieder aufladen.


Eoin Colfer: Artemis Fowl - Der Atlantis-Komplex. Berlin: List, 2011. 336 S., Euro 19,99.


Weitere Besprechung zu Eoin Colfer:
"Und übrigens noch was ..."

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Rena Larf: Der Sternenprinz

"Der Sternenprinz" nennt Rena Larf ihre Märchensammlung. Das jetzt als BoD-Veröffentlichung herausgekommene Buch der Autorin und Literaturinterpretin enthält 15 Geschichten, zum Teil klassische Märchen, zum Teil eher in den Bereich der Fantasy gehörende Storys und märchenhafte Alltagsbeobachtungen.
Besonders beeindruckend fand ich das Märchen "Augenstirnchen", das den Auftakt zu dieser Sammlung macht. Augenstirnchen, die Titelheldin, ist eine junge Frau, die mit einem Auge auf der Handfläche geboren wird. Wann immer sie dieses dritte Auge an die Stirn führt, kann sie in die Vergangenheit blicken. Doch die Gabe fordert ihren Preis, und jedesmal, wenn Augenstirnchen von ihr Gebrauch macht, wird die junge Frau schwächer und schwächer. Eines Tages versucht sie, mit dem magischen Auge in die Zukunft zu blicken ...
Rena Larf erzählt von Elfen und Engeln, von bösen Eroberern, die friedliche Wunderländer unterjochen, von schönen Prinzessinnen, herzensguten "Mägdelein" (für das Wort gibt es einen halben Punkt Abzug), tapferen Rittern und immer wieder von der Macht der Liebe, die auch den finstersten Zauber besiegen kann. Einen großen Raum nehmen weihnachtliche Geschichten ein. So ist der Leser Zeuge eines Wettstreits unter Elfen, wer dieses Jahr das Weihnachtslicht hüten darf, er begegnet einem pflichtvergessenen Weihnachtskobold, lernt ein Marzipanbrot kennen, das sich auf dem Weihnachtsteller in eine zauberhafte Zuckerstange verliebt, und begleitet den Sternenprinzen Karejo auf seiner Reise vom Himmel zur Erde auf der Suche nach dem Weihnachtsfest.
Rena Larf, die gleichzeitig mit dem "Sternenprinzen" eine Anthologie mit Märchen Wilhelm Buschs unter dem Titel "Krasse Märchen" herausgab, liefert mit ihrem eigenen Märchenband das Kontrastprogramm zum oft bitterbösartigen, schwarzhumorigen Märchenstil Buschs. Bei Rena Larf ist nichts "krass", sie zeigt - trotz mancher traurigen Stellen - immer wieder die hellen, freundlichen, "netten" Seiten des Märchens und gönnt selbst dem Marzipanbrot, das den Weg aller Süßigkeiten geht, am Ende die Wiedervereinigung mit seiner geliebten Zuckerstange.
Das Buch ist ein kleines, leicht zu lesendes und hervorragend als Geschenk geeignetes Stück Literatur. Sehr schön ist auch die Gestaltung mit den zahlreichen historischen märchenhaften Illustrationen von John William Waterhouse.

Fazit: Ein märchenhaftes kleines Stück heile Welt. Zierlich, lieblich, freundlich und sehr schön gestaltet.


Rena Larf: Der Sternenprinz und andere FantasyMärchen. Norderstedt: Book on Demand, 2011. 104 Seiten, Euro 8,95.

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Wilhelm Busch: "Krasse Märchen"

"Ut oler Welt" nannte Wilhelm Busch einst seine Märchensammlung, die er allerdings zu Lebzeiten nicht mehr veröffentlichen konnte. Die 1911 herausgekommenen Märchen sind heute fast vergessen und stehen im Schatten der berühmten Bildergeschichten des Maler-Dichters. Jetzt hat sich Rena Larf, bekannt unter anderem durch ihre Märchensendungen im Hamburger Literaturradio, der Sache angenommen.
"Krasse Märchen" nennt die Herausgeberin ihre Auswahl aus Buschs Märchenschatz. Das mag angehen. Zwar ist Busch nicht gerade ein Vertreter der "ey, voll krass konkret, Allda"-Generation, aber der manchmal etwas herbe, misanthropische Humor des niedersächsischen Dichters mag auf Menschen, die mit weichgespülten Heile-Welt-Märchen und Alle-haben-sich-lieb-Ende aufgewachen sind, durchaus an einigen Stellen "krass" wirken. Auf jeden Fall ist der Herausgeberin ein einprägsamer, unvergesslicher Titel eingefallen.
Busch erzählt von einer verfluchten Prinzessin, die ein Jahr lang jeden umbringt, der bei ihr die Totenwache hält. Von einer Frau, die als Hebamme zu Zwergen gerufen wird, von einem Mann, der einer Kröte das Leben rettet und dafür bei ihrer Hochzeit dabei sein darf, von ehebrecherischen Pastoren, bösen Stiefmüttern, vom dummen Burschen, klugen Mädchen, von klugen und dummen Bauern und schönen und hässlichen Leuten.
Viele Motive erinnern an alte Geschichten aus der niedersächsischen Sagenwelt, für einige andere scheinen auch heute noch bekannte Märchenklassiker Pate gestanden zu haben. So erinnert "Die böse Stiefmutter" an "Frau Holle" (Grimm) oder "Die beiden Stiefschwestern" (Asbjörnsen/Moe). Die Geschichte von Königin Isabelle liest sich wie eine Mixtur aus der "Klugen Bauerntochter" (Grimm, bekannt geworden auch durch die Oper "Die Kluge" von Carl Orff) und der Legende von Genoveva. Und bei den Märchen "Bauer Pihwit" und "Der kluge Knecht" fühlt man sich unwillkürlich an den "kleinen und den großen Klaus" von Hans Christian Andersen erinnert.
Dabei ist die Buschsche Märchenwelt durchaus eigen, bevölkert von skurrilen niedersächsischen Dorforiginalen wie besagtem Pihwit (Kiebitz) oder der neugierigen "alten Slükschen" von nebenan, die ihre Nase immer wieder zu tief in die Kochtöpfe der Nachbarn steckt. Endlich ist der Dummling einmal wirklich der Dumme und bleibt ohne Prinzessin, ja sogar überhaupt ohne Frau. Vielleicht sollte er die intelligente, aber kurzsichtige Ilsabein aus dem letzten Märchen heiraten, die wegen ihrer schwachen Augen unbemannt bleibt. Auf jeden Fall ist es eine Sammlung, in der ein scharfer Blick für menschliche Schwächen und Buschs schwarzer Humor eine märchenhafte Verbindung eingehen.
Dass dabei Schläge noch das harmloseste Mittel der Bestrafung sind, dass schon mal ein Bösewicht gevierteilt oder in einem von Nägeln durchbohrten Fass zu Tode gerollt wird, dass unschuldige Totenwachen von untoten Prinzessinnen umgebracht werden und faule Schwestern auf einem gerade bereitstehenden Hackklotz enthauptet werden, nun ja, bei den Grimms haben Hexen und böse Stiefmütter auch selten überlebt ... Leser, die das Ende von "Max und Moritz" oder "Die fromme Helene" goutieren, werden sicher auch an dem unbekannteren Märchenerzähler Busch ihre Freude haben.
Schade nur, dass die Sammlung so dünn ist. Die 16 kurzen Geschichten lesen sich sehr schnell weg, und ehe man sich's versieht, ist das Büchlein bereits zu Ende.

Fazit: Eine kurzweilige, eigenwillige Märchenwelt, die zeigt, dass Busch nicht nur als Erfinder der Comics einzigartig war. Das Büchlein gehört auf den Nachttisch jedes Märchenliebhabers.


Wilhelm Busch: Krasse Märchen - Fast vergessen. Ausgewählt von Rena Larf. Norderstedt: Book on Demand, 2011. 92 S., Euro 8,95.


Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Erhältlich als EPUB oder für den Amazon-Kindle

Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
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"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
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Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
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"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Nächste Lesungen

Samstag, 18. Mai: Lesung aus "Die Schlagzeile" im Wiesbadener Lesecafé. Beginn: 19 Uhr. Einlass: ab 18 Uhr. Zusammen mit Andrea Tillmanns.
Samstag, 1. Juni: Lesung aus "Autorenträume" auf der Mainzer Minipressenmesse, Empore. Beginn: 16 Uhr.
Sonntag, 2. Juni: Lesung aus "Mit Klinge und Feder" im Lesezelt auf der Mainzer Minipressenmesse. Beginn: 12.30 Uhr.
Dienstag, 18. Juni: Lesung aus "Der Fels der schwarzen Götter" im Café Akku in Hildesheim. Beginn: 19 Uhr. Zusammen mit Sabrina Ehlers und Gaby Memenga.

Wo man mich sonst noch trifft:
Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 2. Juni: Mainzer Minipressenmesse, Infostand des Verlags Monika Fuchs zur Präsentation der Anthologie "Autorenträume", Rheingoldhalle, Tisch D35.
Samsag, 15. Juni: Hildesheimer Bürgermeile, Infotisch der Hildesheimlichen Autoren.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de
Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011.

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus dem Land Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.


Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

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