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Darthula aus Troja

Eine trojanische Darthula ... Isabella Benz, eine Autorenkollegin aus den guten alten Arcanum-Zeiten, hat in ihrem Blog eine Rezension über Darthula eingestellt. Der Artikel erschien ursprünglich auf avaril.de. In ihrer Besprechung hebt sie besonders die Nähe des alten ossianischen Stoffs zur Ilias hervor. Nur dass diesmal beim Kampf um eine schöne Frau die schöne Frau selbst mitfighten darf. ;-)

Sie schreibt: "Wer fantastische Welten mag, die auf solch alte Epen aufbauen und eine bezaubernde Atmosphäre schaffen, der wird dieses Werk lieben, denn es fehlt nicht einmal an epischen Gesängen, die außerdem an Szenen aus Tolkiens "Herr der Ringe" erinnern. Wem die Entwicklung von Charakteren und ihre Vielschichtigkeit wichtig ist, wird - wie bei den antiken Werken - bitter enttäuscht. Der dunkle Bösewicht zeigt kein Erbarmen. Die strahlende Heldin wird nicht gebrochen. Der Krieger stirbt im vollen Glanze. So ist die Schwarz-Weiß-Zeichnung bis zum Ende aufrecht erhalten. Passend zum Vorbild, doch nicht jedermanns Geschmack.
Ein Blick in das Werk schadet allerdings auch dem nicht, den die antiken Epen nicht völlig vereinnahmen: Es ist kurzweilig und die Atmosphäre schön dicht gezeichnet, dass es beinahe wirkt als wandle man selbst mit den Nebeln über die Küsten und Felsen Selamas."

Zur Rezension geht es hier lang: http://isabella-benz...anderer-ii.html

Falls jetzt jemand Lust bekommen hat, die Geschichte selbst zu lesen: Einige wenige Restexemplare gibt es noch bei der Autorin; nur in liebevolle Hände abzugeben. ;-)

Übrigens findet sich in Isabellas Blog auch eine Rezension zum Weltenwanderer-Roman "Engelsgesang" von Sina Geiß.

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Darthula - lebensecht, logisch und miterlebbar

Im "Phantastischen Bücherbrief" ist eine Rezension meines Romans "Darthula, Tochter der Nebel" erschienen. Erik Schreiber vergibt drei Smilys. Er schreibt:

"Der mächtige König Caibar warf einen Blick auf die schöne und stolze Prinzessin Darthula [...]. Er will die Schwester des König von Selama zu seiner Braut nehmen. Doch sie denkt gar nicht daran, dem von sich eingenommenen König zu Diensten zu sein. Darthula verneint den Antrag, woraufhin König Caibar recht zornig Rache schwört. Erfolglos verlässt er Darthulas Familie, nur um zurückzukehren, um mit einem gewaltigen Heer seiner Brautwerbung Nachdruck zu verleihen. Darthula, als einzige Überlebende ihrer Familie flieht mit ihrem Geliebten übers Meer.
Petra Hartmann schrieb ihre Novelle für die Reihe Weltenwanderer des leider nicht mehr bestehenden Arcanum Fantasy Verlages. Ihr gelingt es immer wieder, die Leser in ihre fantastischen Welten zu entführen. Ihre Personen sind lebensecht, die Handlungen logisch und die Gefühlswelt der Handlungsträger miterlebbar. Daraus ergibt sich eine gute Unterhaltung."

(Anmerkung: Restexemplare der "Darthula" dürfte es noch beim Scratch-Verlag geben, der die Arcanum-Titel übernommen hat. Ansonsten kann jeder, der den Roman lesen möchte, natürlich bei der Autorin seines Vertrauens nachfragen. ;-))


Sogar mit vier Smilys ausgezeichnet wurde die Juni-Elfenschrift, die diesmal unter dem Motto "Sommernachtszauber" stand. In der Besprechung heißt es:

"Anfang des Monats kam wieder eine neue Ausgabe der Elfenschrift. Schon das Titelbild stimmt auf den Titel des Heftes ein. Ein junges Mädchen mit zwei Elfen. Stimmig gemalt von Roselinde Dombach. Wie üblich gibt es ein paar Künstler im Portrait, wo diesmal Fabienne Siegmund und Tatjana Kirsten befragt werden. Die freie Mitarbeiterin Petra Hartmann berichtet über die diesjährige Hombuch. Ihr stimmungsvoller Bericht liefert einen guten Überblick. Das Heft selbst glänzt wieder mit sieben Kurzgeschichten. Hervorheben möchte ich nur kurz die Geschichte von Stefanie Bender und Volkmar Kuhnle, die mir besonders gut gefielen. Sie sollen aber gleichzeitig keine Abwertung der anderen Erzählungen darstellen. Unterstütz werden die Artikel und Kurzgeschichten mit Bildern und Zeichnungen."

Der Phantastische Bücherbrief, Juni 2013, Ausgabe 595, kann unter anderem hier heruntergeladen werden.



Weitere Rezensionen zur "Darthula"
Elvira Lauscher auf Suite101
Ulrike Stegemann in der Elfenschrift
Christel Scheja auf Phantastiknews.de
Maren Frank im Bücher-lesen-Blog
Marc-Florian Wendland auf www.webcritics.de
Rezension von Isabella Benz auf Avaril.de
Rezension von Bianca Schläger auf Roterdorn.de
Rezension auf Bluetenwelt.de

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Darthula: "Geschichte wird lebendig"

Eine neue Rezension zu "Darthula" ist erschienen. Im Blog von Blütenwelt heißt es: "Eine Geschichte wird lebendig, wenn ich diesen Kurzroman lese."

Die Rezensentin hatte übrigens einen der Erstdrucke zur Hand, erkennbar daran, dass auf der ersten Seite ein - zugegeben - peinlicher Druckfehler zu finden ist ... "Aber ansonsten ist es ein packendes, greifendes und mitreißendes kleines Werk. Aufjedenfall sehr lesenswert", schreibt sie.

Als Leseeindrücke hat sie festgehalten: "Ich hatte wirklich das Gefühl dabei zu sein und hatte auch die Bilder im Kopf. So konnte ich mir das ganze Geschehen sehr gut vorstellen. Man glaubt die Ruhe und Stille des Morgens zu spüren, doch mit einem Mal ändert sich alles: eine ganze Kriegsflotte kommt auf Selama zu…"

Das Fazit:

"eine sehr spannende Geschichte. Auf jedenfall für jeden Fantasyfan zu empfehlen, aber auch nicht Fantasyfans werden hier nicht enttäuscht."

Die vollständige Rezension findet ihr auf http://bluetenwelt.wordpress.com


Weitere Rezensionen zur "Darthula"
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Rezension von Isabella Benz auf Avaril.de
Rezension von Bianca Schläger auf Roterdorn.de

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Kopfkino mit Darthula

Neue Rezension zu "Darthula": Bianca Schläger bespricht meinen Roman auf Roterdorn.de. Sie schreibt:

"Auf 52 Seiten erzählt die Autorin und Journalistin Petra Hartmann die Geschichte der schönen Prinzessin und entführt den Leser in eine Welt voller Fantasie. Schon die Eingangsszene sorgt für ordentlich Kopfkino: Als wäre sie selbst stets an ihrer Seite, schildert Hartmann Darthulas Jagd auf einen Hirsch im Nebelwald. Auch spätere Szenen, wie etwa die Fahrt der Liebenden auf dem Meer, glänzen durch eine bildhafte und lebendige Sprache, die zu jeder Zeit dennoch genug Freiraum für eigene Vorstellungen lässt. Zum Träumen laden kurze Liedpassagen ein, die an mehreren Stellen die Handlung auflockern und ein klein wenig an die singenden Zwerge aus Tolkiens „Der kleine Hobbit“ erinnern.
Wie bereits in „Geschichten aus Movenna“ und „Ein Prinz für Movenna“ – beide Werke erschienen im Wurdack Verlag – bietet Hartmann einen angenehmen Lesefluss. Insgesamt gibt es sechs Kapitel, die Sätze sind kurz und prägnant. Das Fachwissen de Autorin beispielsweise über das Segeln, ist deutlich spürbar, aber nie aufdringlich. Das Erzähltempo ist angemessen, hätte aber am Anfang zugunsten der Figuren etwas gebremst werden können. König Caibar etwa wirkt neben der Heldin Darthula etwas blass und oberflächlich. Vor allem bei seiner Kriegserklärung wäre ein wenig mehr Tiefe schön gewesen.
[...]
Mit „Darthula“ hat Petra Hartmann ein spannendes und bildhaftes Heldenepos geschaffen, dass es trotz der Beschränkung durch den Umfang schafft, sich zu entfalten und mit einer Mischung aus Altem und Neuem, Märchen und Erzählung, Liebe und Action überzeugt. Ein angenehmer fantastischer Lesestoff für Zwischendurch zu einem günstigen Preis!"

Die vollständige Rezension findet ihr unter http://www.roterdorn...z=rezi&id=17776



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Rezension von Isabella Benz auf Avaril.de

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Homerische Darthula

Ein "Helden-Epos im Stil von Homers Ilias mit neuem Gewand" nennt Isabella Benz meinen Roman "Darthula". Auf ihrer Homepage veröffentlichte sie eine Rezension zu der Geschichte und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Parallelen zu dem alten griechischen Epos. Irgendwie ist es faszinierend, dass inzwischen schon mehrere Rezensenten als erstes "Troja" assoziierten. Immerhin, als im 18. Jahrhundert die ossianischen Dichtungen erschienen, waren alle begeistert, endlich etwas "Eigenes" im Norden zu haben, nicht immer nur Homer ... Aber die Zeit verwischt wohl langsam das Trennende.

Isabella Benz schrieb über den Roman folgendes:

"Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande …" - so beginnt der Klappentext des Kurzromanes von Petra Hartmann. Bereits dieser Einstieg zeigt Parallelen zu Homers Illias. Wie in dem Werk des griechischen Dichters handelt auch "Darthula" von Krieg und Leid ausgelöst durch eine schöne Frau. Beide Frauen scheinen sich zwar einer "Schuld" bewusst zu sein, doch dies reicht nicht tief genug, um über den Schatten zu springen und die Liebe zu vergessen. Allerdings beginnen hier auch schon entscheidende Unterschiede: Helena von Troja ist blond, flieht vor ihrem Ehemann in die Festung ihres Liebsten und greift nie selbst ins Kampfgeschehen ein. Darthula ist braunhaarig, unverheiratet (bringt also das Reich ihres Bruders in Gefahr) und ist eine begnadete Bogenschützin.

So beginnt das Werk in den Wäldern der Nebellande, wo Darthula einen imposanten Hirsch für das Festmahl ihres Vaters erlegt: König Konna wird sein Amt niederlegen und die Krone seinem Sohn Truthil vermachen. Zu diesem Anlass hat er alle Könige der Nebellande in seine Burg geladen, auch den mächtigen König Temoras Cairbar. Der findet Gefallen an Darthula, will sie zu seinem Eigentum machen, doch sie weist ihn zurück. Zorn entbrannt reist er ab und droht dem kleinen Königreich mit Krieg. Unglücklicherweise macht er diese Drohung gerade dann wahr als all die anderen Reiche, die dem neuen König Truthil ihren Beistand versprochen haben, dank der ungünstigen Winde nicht in der Lage sind, übers Meer zu Hilfe zu eilen.

Wie Troja versinkt auch Selama mehr und mehr im Unglück: zuerst verliert es seinen jungen König Truthil, der von einem Hünen vernichtet wird wie Hektor von Achilles, und schließlich stürzt auch der alte König wie Priamos. Wie die Griechen von Troja nur eine Ruine übrig ließen, hat Selama keine Chance. Der Kurzroman gleicht dem antiken Werk mit jeder Seite mehr. Vor- und Nachteil zugleich.

Wer fantastische Welten mag, die auf solch alte Epen aufbauen und eine bezaubernde Atmosphäre schaffen, der wird dieses Werk lieben, denn es fehlt nicht einmal an epischen Gesängen, die außerdem an Szenen aus Tolkiens "Herr der Ringe" erinnern. Wem die Entwicklung von Charakteren und ihre Vielschichtigkeit wichtig ist, wird - wie bei den antiken Werken - bitter enttäuscht. Der dunkle Bösewicht zeigt kein Erbarmen. Die strahlende Heldin wird nicht gebrochen. Der Krieger stirbt im vollen Glanze. So ist die Schwarz-Weiß-Zeichnung bis zum Ende aufrecht erhalten. Passend zum Vorbild, doch nicht jedermanns Geschmack.

Ein Blick in das Werk schadet allerdings auch dem nicht, den die antiken Epen nicht völlig vereinnahmen: Es ist kurzweilig und die Atmosphäre schön dicht gezeichnet, dass es beinahe wirkt als wandle man selbst mit den Nebeln über die Küsten und Felsen Selamas.

Zur Original-Rezension in Isabella Benz' Blog
(Anmerkung: neuer Link, korrigiert am 28.9.2013)




Weitere Rezensionen zur "Darthula"
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Bianca Schläger auf www.roterdorn.de

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Fußstapfen-Nachtrag

Kennt ihr Selim Palmgren? Der finnische Komponist kreuzte meinen Weg auf der Suche nach Menschen, die sich mit der Geschichte der Prinzessin Darthula auseinandergesetzt haben. Jetzt habe ich eine CD mit seiner Version von "Darthulas Grabgesang" in die Finger bekommen. Palmgren habe ich also erst kennengelernt, als mein Roman "Darthula" bereits fertig war. Und beim Blick auf den schwedischen und finnischen Text habe ich nicht schlecht gestaunt ... Habe wieder mal gelernt, wie wichtig es ist, sich seine Autoren im Urtext anzuschauen und sich nicht auf Übersetzungen - oder gar Übersetzungen von Übersetzungen - zu verlassen.

Palmgren (1878-1951), den man manchmal mit den Beinamen "skandinavischer Chopin" oder "nordischer Schumann" versehen hat, hat fünf Klavierkonzerte geschrieben, die als seine Hauptwerke gelten. Aber noch viel produktiver war er als Schöpfer für Chorwerke: Rund 200 Kompositionen für Chöre, meist für Männerchöre, liegen vor, und eine davon ist seine "Darthula".

Palmgrens "Darthula" - schwedisch und finnisch gesungen

Das Stück entstand 1906 für einen Wettbewerb des Männerchors "Viborg Sångarbröder", es gab einen schwedischen und einen finnischen Text dazu. Wobei der finnische erst 1931 erstmals öffentlich gesungen wurde, und zwar vom Männerchor "Laulu-Miehet". Das Booklet spricht davon, dass in dem Lied Bilder von nebligen Küsten beschworen werden. Auf mich wirkte die Aufnahme allerdings eher sakral, und ich musste an einen Kirchenraum denken. Vermutlich, weil ich Männerchöre, vor allem traurige, mehr mit Kirchengesang als mit freier Natur und schottischen oder irischen Nebeln in Verbindung bringe.

Runeberg übernimmt Herders Patzer

Der schwedische Text, bereits im Jahr 1832 übersetzt von Johan Ludvig Runeberg (1804–1877), beginnt mit den Worten: "Flicka från Kola". Ich muss gestehen, dass ich mir nie besonders viel Gedanken über Herders deutsche Fassung mit dem "Mädchen von Kola" gemacht habe. Erst durch die kurze Notiz im Begleitheft zur Palmgren-CD fiel mir auf, dass der Mann im ersten Satz ja ziemlich übel gepatzt hat. Denn im ossianischen "Original" steht ganz deutlich "Daughter of Colla", also die Tochter eines Mannes namens Kolla. Runeberg hat nicht in den Ossian geschaut. Seine Vorlage war Herders deutsches Lied, das er mit "Flicka från Kola" - "Mädchen von Kola" auch wortgetreu übersetzte.

Eine "Darthula von der Halbinsel Kola"

Das Booklet vermerkt dazu: "This error is musicaly irrelevant but textually momentous." Und tatsächlich - in Finnland weckt die Zeile über ein "Mädchen von Kola" ganz andere Assoziationen. Heute Abend habe ich in meinem Finnischkurs an der Volkshochschule die Probe aufs Exempel gemacht. Ich legte meiner Lehrerin den finnischen Text (Übersetzung: Seppo Räsänen) vor und fragte sie, ob sie mir die erste Zeile erklären könnte. "Neitonen Kolan", las sie. "Neitonen, das ist so etwas wie ein kleines Fräulein ... und Kola ..." sie stand auf und lief zur Tafel, wo die Landkarte von Finnland hing "... das heißt wohl, dass sie von hier irgendwo kommt ..." Dabei deutete sie auf etwas östlich von Finnland auf die Habinsel Kola. Tatsächlich, ich vermute mal, dass weder Palmgren noch seine Sänger und Zuhörer Bilder von Irland im Kopf hatten. Darthula wird hier ein Mädchen aus dem Osten. So schnell kann es gehen, wenn Sagengestalten um die Welt reisen.


Hier die beiden Texte zum Nachlesen:


Schwedische Fassung von Runeberg

"Flicka från Kola, du sofver,
Shelmas strömmar de blåa kring dig tiga,
De sörja dig nu, du
sista gren af Thrutils stam.
O, när står du upp
i din skönhet åter,
skönaste flicka i Erin?

Aldrig nalkas väl solen mer din bädd
"Stå upp, stå upp Darthula!
Vär är derute, tjusande flicka.
På gröna kullar vagga nu blommor!"

För alltid, o sol du vike
från flickan från Kola; Darthula sofver,
Hon står ej upp i sin skönhet äter.
Ej ser du hur huld hon vandrar mer.



Finnische Fassung von Räsänen

Neitonen Kolan, sa uinut,
Selman virrat on ympärilläs vaiti.
On poissa nyt viime
virpi suvun Truthilin.
Ah, milloin sa nouset
kauneudessas jälleen,
Erinin kaunehin neito?

Koskaan tervehdä päivä ei sijaas sun
"Jo käy, Darthula!
On kevät tullut, kaunehin neito.
Viherjöi kunnaat, keinuvat kukat!"

Ainiaaksi väisty, oi päivä
pois neidosta Kolan; Darthula nukuu,
hän nouse ei kauneudessansa enää.
Et nää kuin hän ihanana käy.



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Paradebeispiel hochwertiger Fabulation

Authentisch, prägnant, bilderreich und von beeindruckender Tiefe - so nennt Marc-Florian Wendland meinen Kurzroman "Darthula". Seine Rezension ist heute auf www.webcritics.de erschienen.

Darin heißt es unter anderem:

"Mit „Darthula“ legt Petra Hartmann einen ungewöhnlich authentisch anmutenden Kurzroman vor. Ohne viele Worte zu verlieren, begegnet der Leser der Hauptfigur in den Wäldern ihres Heimatlandes. Bereits nach wenigen Sätzen schafft es die Autorin der schönen Tochter des Königs Kolla von Selema eine beeindruckende Tiefe und Plastizität zu verleihen. Ein Talent, das ich in dieser Form bislang nur bei wenigen Schriftstellern entdeckt habe.

Gleiches gilt für das Settings – den Nebellanden, insbesondere der Festung Selema und die umliegenden Klippen und Ländereien; stets tauchte vor meinem inneren Auge das gewaltige Oslo-Fjord auf, wenn Petra Hartmann zu erzählen begann. In kurzen, prägnanten und doch charakteristischen Sätzen skizziert die Autorin das schroffe Klima, die widrigen Bedingungen und das unaufhörlich gegen die Klippen und Riffe peitschende Wasser. Herrliche Bilder."

Er kommt zu dem Fazit:

"Darthula ist ein prägnanter, konziser und bildreicher Kurzroman, der viel Freude bereitet. Die Autorin besticht durch ihre abgerundete Schreibweise, die den Leser selten (bis gar nicht) aus dem Lesefluss reißt. Ein Paradebeispiel hochwertiger Fabulation."


Die vollständige Rezension findet ihr hier.


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Fußstapfen VII

Da ich in den nächsten Tagen den Götterboten erwarte, der mir den "Fels der schwarzen Götter" ins Haus bringt, wird es langsam Zeit, die Darthula-Fußstapfen zu beschließen. Das letzte Wort soll hier mein guter alter Freund und Wegbegleiter Heinrich Heine haben.
Heine muss von Darthula und der Ossian-Begeisterung die Nase gestrichen voll gehabt haben. Werther, Weltschmerz und die empfindsame Seelenstimmung der alten Literatur - all das hatte er zur Genüge, zum Überfluss immer wieder anhören müssen. Die Sentimentalität dieser schöngeistigen Literaturfreunde forderte seinen Spott heraus, und die ätzende Ironie traf gerade die arme Darthula. In der "Harzreise" (1824 verfasst, Buchveröffentlichung 1826), seinem ersten großen Wurf in der Prosa, schildert er zwei sentimentalische Jünglinge, die im Zustand der Volltrunkenheit schwülstige Ossianverse deklamieren. Besonders fies und wirkungsvoll: Am Originaltext ändert sich nichts, er wird lediglich durch den Rahmen, in dem er dargeboten wird, vollkommen lächerlich gemacht.

Hier der Auszug aus der "Harzreise":

"Nun erhoben sich die beiden Jünglinge, einer schlang den Arm um den Nacken des andern, und sie verließen das tosende Zimmer. Ich folgte ihnen nach und sah, wie sie in eine dunkle Kammer traten, wie der eine, statt des Fensters, einen großen Kleiderschrank öffnete, wie beide vor demselben mit sehnsüchtig ausgestreckten Armen stehen blieben und wechselweise sprachen. »Ihr Lüfte der dämmernden Nacht!« rief der erste, »wie erquickend kühlt ihr meine Wangen! Wie lieblich spielt ihr mit meinen flatternden Locken! Ich steh' auf des Berges wolkigem Gipfel, unter mir liegen die schlafenden Städte der Menschen, und blinken die blauen Gewässer. Horch! dort unten im Thale rauschen die Tannen! Dort über die Hügel ziehen in Nebelgestalten die Geister der Väter. O, könnt' ich mit euch jagen auf dem Wolkenroß durch die stürmische Nacht, über die rollende See, zu den Sternen hinauf! Aber ach! ich bin beladen mit Leid, und meine Seele ist traurig!« – Der andere Jüngling hatte ebenfalls seine Arme sehnsuchtsvoll nach dem Kleiderschrank ausgestreckt, Thränen stürzten aus seinen Augen, und zu einer gelbledernen Hose, die er für den Mond hielt, sprach er mit wehmütiger Stimme: »Schön bist du, Tochter des Himmels! Holdselig ist deines Antlitzes Ruhe! Du wandelst einher in Lieblichkeit! Die Sterne folgen deinen blauen Pfaden im Osten. Bei deinem Anblick erfreuen sich die Wolken, und es lichten sich ihre düstern Gestalten. Wer gleicht dir am Himmel, Erzeugte der Nacht? Beschämt in deiner Gegenwart sind die Sterne, und wenden ab die grünfunkelnden Augen. Wohin, wenn des Morgens dein Antlitz erbleicht, entfliehst du von deinem Pfade? Hast du gleich mir deine Halle? Wohnst du im Schatten der Wehmut? Sind deine Schwestern vom Himmel gefallen? Sie, die freudig mit dir die Nacht durchwallten, sind sie nicht mehr? Ja, sie fielen herab, o schönes Licht, und du verbirgst dich oft, sie zu betrauern. Doch einst wird kommen die Nacht, und du, auch du bist vergangen, und hast deine blauen Pfade dort oben verlassen. Dann erheben die Sterne ihre grünen Häupter, die einst deine Gegenwart beschämt, sie werden sich freuen. Doch jetzt bist du gekleidet in deine Strahlenpracht, und schaust herab aus den Thoren des Himmels. Zerreißt die Wolken, o Winde, damit die Erzeugte der Nacht hervor zu leuchten vermag, und die buschigen Berge erglänzen, und das Meer seine schäumenden Wogen rolle in Licht!«

Ein wohlbekannter, nicht sehr magerer Freund, der mehr getrunken als gegessen hatte, obgleich er auch heute Abend, wie gewöhnlich, eine Portion Rindfleisch verschlungen, wovon sechs Gardelieutenants und ein unschuldiges Kind satt geworden wären, dieser kam jetzt in allzugutem Humor, d. h. ganz en Schwein, vorbeigerannt, schob die beiden elegischen Freunde etwas unsanft in den Schrank hinein, polterte nach der Hausthüre, und wirtschaftete draußen ganz mörderlich. Der Lärm im Saal wurde auch immer verworrener und dumpfer. Die beiden Jünglinge im Schranke jammerten und wimmerten, sie lägen zerschmettert am Fuße des Berges; aus dem Hals strömte ihnen der edle Rotwein, sie überschwemmten sich wechselseitig, und der eine sprach zum andern: »Lebewohl! Ich fühle, daß ich verblute. Warum weckst du mich, Frühlingsluft? Du buhlst und sprichst: ›Ich betaue dich mit Tropfen des Himmels. Doch die Zeit meines Welkens ist nahe, nahe der Sturm, der meine Blätter zerstört! Morgen wird der Wanderer kommen, kommen, der mich sah in meiner Schönheit, ringsum wird sein Auge im Felde mich suchen, und wird mich nicht finden.‹« – Aber alles übertobte die wohlbekannte Baßstimme, die draußen vor der Thüre unter Fluchen und Jauchzen sich gottlästerlich beklagte, daß auf der ganzen dunkeln Weenderstraße keine einzige Laterne brenne, und man nicht einmal sehen könne, bei wem man die Fensterscheiben eingeschmissen habe."


Vielleicht sollte ich mir jetzt einen Schluck daraus gönnen.


Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

Selim Palmgren: Darthulas gravsång / Darthulan hautalaulu
Arnold Schönberg: Darthula
Thomas Linley junior: Darthula
Franz Schubert: Ossians Lied nach dem Falle Nathos'
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Herders "Stimmen der Völker in Liedern"
Karoline von Günderrode: Dar-Thula nach Ossian
Ossian/James Macpherson: Darthula

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Fußstapfen VI

Als Abschluss meiner kleinen Sammlung von Darthula-Bearbeitungen in der Musik hier noch ein paar "Fußstapfen, denen ich nicht gefolgt bin". Gedacht als Notizen für später - oder auch als Anregung für jemanden, der sich selbst einmal auf die Suche machen möchte.

Da ist zunächst einmal Arnold Schönberg (1874-1951). Seine "Darthula" blieb Fragment, daher war sie auch nirgends als CD zu bekommen ... Ich muss gestehen, dass ich mit seiner Musik noch nicht so recht warm geworden bin, aber das kommt vielleicht noch.
Das Darthula-Fragment - es-Moll, für Chor (mit Soloquartett) und Orchester - stammt aus dem Jahr 1903, das Werkverzeichnis vermerkt als genaues Datum den 18.04.1903. Das Fragment umfasst 143 Takte und ist überschrieben "Darthulas Grabgesang". Der Text folgt dem Ossian/Macpherson-Epos in der bereits von Brahms benutzten Herder-Übersetzung der Verse:

Mädchen von Kola, du schläfst!
Um dich schweigen die blauen Ströme Selmas!
Sie trauren um dich, den letzten Zweig
Von Thrutils Stamm!

Wann erstehst du wieder in deiner Schöne?
Schönste der Mädchen in Erin!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
Dein Morgenroth ist ferne!

Nimmer, o nimmer kommet mehr die Sonne
Weckend an deine Ruhestätte:„Wach auf!
Wach auf, Darthula!
Frühling ist draußen,
Die Lüfte säuseln!
Auf grünen Hügeln, holdseliges Mädchen,
Weben die Blumen! im Hain wallt sprießendes Laub!"

Auf immer, auf immer, so weiche denn, Sonne,
Dem Mädchen von Kola, sie schläft.
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne!
Nie siehst du sie lieblich wandeln mehr.

Eine sehr ausführliche Beschreibung des Fragments findet sich hier.


Ferner bin ich noch auf die Komponisten Hans Georg Nägeli (1773-1836) und Karl Sigmund Freiherr von Seckendorff (1744-1785) gestoßen. Von beiden gab es eine Komposition "Darthulas Grabgesang" nach dem von Herder übersetzten Text.

Seckendorffs "Darthula" habe ich kürzlich auf einer CD aus dem Jahr 2004 entdeckt, die werde ich mir wohl demnächst noch zu Gemüte führen. Das Werk muss seinerzeit eine ungeheure Wirkung erzielt haben. Immerhin merkt noch Schiller in seinem Horen-Aufsatz über "Homer und Ossian" an:

"Wer z. B. hat Sigmund Seckendorfs Grabgesang der Darthula bei einem Saitenspiel singen gehört, ohne von dem Zuruf:

Darthula wach auf!
Frühling ist draussen, die Lüfte säuseln,
Auf grünen Hügeln, holdseliges Mädchen,
Weben die Blumen! im Hain wallt sprießendes Laub.

Und von dem traurigen Abschiede:

Nimmer o nimmermehr kommt dir die Sonne
Weckend an deine Ruhestäte: wach auf!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
Dein Morgenroth ist fern.

Auf immer, auf immer weiche dann, Sonne
Dem Mädchen von Kola, sie schläft!
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne,
Nie siehst du die Liebliche wandeln mehr!

innig bewegt zu werden. Wenn ich diesen Gesang und die seufzende Vinvela ebenfalls in Seckendorfs Composition hörte: so dünkte mich, sein Geist schwebe zu den lieblichen Tönen hernieder und höre sie mit an."

Zuletzt möchte ich noch auf Selim Palmgren (1878 – 1951) hinweisen, einen Komponisten, den man auch den "finnischen Chopin" nannte. Von ihm ist eine Komposition "Darthulas gravsång" bzw. "Darthulan hautalaulu" für Männerchor überliefert. Das Stück zählt zu seinen Werken ohne Opuszahl (gelistet von T. Tommila).


Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

Selim Palmgren: Darthulas gravsång / Darthulan hautalaulu
Heinrich Heine: Die Harzreise
Thomas Linley junior: Darthula
Franz Schubert: Ossians Lied nach dem Falle Nathos'
Johannes Brahms: Darthulas Grabgesang
Herders "Stimmen der Völker in Liedern"
Karoline von Günderrode: Dar-Thula nach Ossian
Ossian/James Macpherson: Darthula

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Fußstapfen V

"My heart shall leave the sea!" - den erregten, kriegerischen Sopran von Julia Gooding im Ohr, das Lenkrad in der Hand, so habe ich mehrfach lauthals mitgesungen, wenn ich auf der A7 unterwegs war. Erst später, als ich die Beigaben zur CD studierte, stellte ich fest, dass sie eigentlich gesungen hatte: "My arm shall lift the spear!" Der Blick ins Booklet erleichtert die Textfindung.

Der "englische Mozart" und Ossians "Darthula"

Thomas Linley junior gehört neben Brahms und Schubert zu den bekanntesten Komponisten, die sich der Geschichte von Darthula angenommen hatten. Ein sehr interessanter Mensch, auf den ich bei meinen Recherchen zu meinem Darthula-Kurzroman stieß. Man nannte ihn auch "The english Mozart".
Der begabte junge Mann lebte von 1759 bis 1778. Sein früher Tod - Linley wurde nur 22 Jahre alt und starb bei einem Unfall auf einer Bootsfahrt - setzte die damalige englische Musikwelt unter Schock. Und es war nur der Auftakt zu einer Tragödie im Hause der Musikerfamilie Linley: Sein jüngerer Bruder Samuel starb kurz darauf, er war an Bord an Fieber erkrankt, in den Jahren darauf wurden die Schwestern Maria (1784), Mary (1787) und Elizabeth Ann (1797) von der Schwindsucht dahingerafft. Der Vater, Thomas Linley senior, starb 1797, wie es hieß an gebrochenem Herzen. Bringt Darthula eigentlich Unglück? Immerhin, auch Karoline von Günderrode lebte nicht mehr lange nach ihrem Darthula-Gedicht.

Thomas Linley juniors Gesang an den Vollmond und Grablied für Darthula

Linleys Darthula-Bearbeitung ist, im Gegensatz zu den Kompositionen von Brahms und Schubert, kein einzelnes Lied, sondern stellt mehrere Situationen und Motive aus dem gesamten ossianischen Kleinepos zusammen. Das Stück, dessen Entstehungsjahr vermutlich unbekannt ist (jedenfalls habe ich die Jahreszahl trotz intensiver Suche nirgends finden können), hat eine Spieldauer von rund 17 Minuten. Es beginnt mit Ossians Gesang an den Vollmond ("Daughter of Heaven, fair art thou"), es folgt ein Rezitativ, in dem berichtet wird, wie Darthula und Nathos, von den Winden betrogen, auf der Fahrt nach Etha im Kreis segeln, dann Darthulas mitreißender Kampfgesang "My arm shall lift the spear". Ein weiteres Rezitativ schildert den Tod des Liebespaars im Pfeilhagel, den Schluss bildet ein Grabgesang für Darthula, vergleichbar dem Chorlied von Brahms.
Hier der Text, der in den Liedern zum Teil dem ossianischen Text folgt:


Darthula

Recitative

Daughter of Heav'n, fair art thou!
The silence of thy face is pleasant!
O Moon, the clouds rejoice in thy presence.
Burst the clouds, O wind, that the Daughter of the Night
may look forth, that yon shaggy mountain may brighten,
that I may see the face of my love,
that I may rejoice in the presence of my Nathos.

Air

But why dost thou retire?
Why round thee shadoes grow?
Is it like we to mourn,
that darkness cloud thy brow?

I o'er the angry waves,
with Nathos take my flight.
Shine, Daughter of the Sky,
Nor take him fro my Sight.


Rezitative

Thus sung Darthula, while with Nathos brave she flew to seek green Etha's pleasant vales. But envious winds betrayed the fated pair to Ullin's shores, where reigned their deadly foe. "Are these the rocks of Nathos, then", she said, "and that the roaring of his mountain streams?" "Ah! no", replied the youth, "but rest, Darthula, rest in peace, thou beam of light. The sword of Nathos is around thee like the red lightning of avenging Heaven."


Air

My arm shall lift the spear
And every danger fly,
Like night at opening day
Before the morning's eye.

Upon the lovely cheek
Revive the fading rose,
Let hope incline thay heart
To comfort and repose.

My arm shall lift the spear ...


Recitative

He clothed his limbs in steel and looked for the coming of the foe. Darthula, at his side, with looks fixed on the chief, strove to stop the swelling sigh and hide the falling tear. The foe appeared, a thousend arows fly. Like a young oak beneath the lightning blast, the strength of Nathos fell. Darthula stood fix'd in silent grief. Her breast of snow appeared, but it was stained with blood. She fell on Nathos. Her dark hair spread on his face.


Air

When in thy beauty will thou rise,
O first of lovely maids?
The rising sun looks on thy bed,
And calls thee from these shades.

The winds of spring are all abroad,
Fresh verdue crowns the hills,
The trees their growing foliage wave
Beside the murmuring rills.

When in thy beauty ...

The vine and fig trees' fruit appear,
The flowers the hills adorn,
The Zephyrs fling their odours round,
The birds awake the morn.

When in thy beauty ...


Arioso

Retire, O sun, Darthula is asleep.
She will not come forth in her beauty.
She will not appear in the steps of her loveliness.



Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

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Karoline von Günderrode: Dar-Thula nach Ossian
Ossian/James Macpherson: Darthula

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Fußstapfen IV

Von Brahms zu Schubert: "Darthulas Grabgesang" von Johannes Brahms war meine erste musikalische "Darthula". Ich stellte jedoch bald fest, dass das ossianische Epos weitere bekannte Komponisten inspiriert hatte. Als ich den Showdown zu meinem Darthula-Roman schrieb, drehte sich in meinem CD-Player eine Scheibe mit "Ossians Lied nach dem Falle Nathos'" (D 278) von Franz Schubert (1797 - 1828), vorgetragen von Roman Trekel mit einer sehr schönen Baritonstimme.
Schubert wählte die Szene aus, als die Helden Morwens beim Trinkgelage sitzen und der alte König Fingal plötzlich spürt, dass einer seiner Freunde stirbt. Daraufhin singt der Barde Ossians ein Lied für den Unbekannten, um seine Seele ins Jenseits zu geleiten.
Das Lied stammt aus dem Jahr 1815. Zeitgleich entstanden weitere Lieder zu Stoffen aus den ossianischen Epen wie zum Beispiel "Shilric und Vinvela","Cronnan" und "Lodas Gespenst" (aus dem kleineren Epos "Carric-Thura") oder "Kolmas Klage" (aus den "Liedern von Selma") und "Das Mädchen von Inistore" (aus dem umfangreichen Epos "Fingal").

Der Text, den Schubert für seinen Gesang auf den sterbenden Nathos zugrunde legt, stammt aus dem ossianischen Darthula-Epos, die Übersetzung ist von Edmund Baron de Harold:

"Beugt euch aus euren Wolken nieder, ihr Geister meiner Väter, beuget euch! Legt ab die grausen Schrecken eures Flugs! Empfangt den fallenden Führer, er komme aus einem entfernten Land, oder er steig' aus dem tobenden Meer! Es sei sein Kleid aus Nebel, sein Speer aus einer Wolke gestaltet, sein Schwert ein erlosch'nes Luftbild, sein Antlitz aber sei lieblich, daß seine Freunde frohlocken in seiner Gegenwart. O beugt euch aus euren Wolken nieder, ihr Geister meiner Väter, beuget euch!"

Etwas gewundert habe ich mich über die Stelle, an der Ossian sich wünscht, Nathos' Schwert solle "ein erlosch'nes Luftbild" sein. In meiner englischen Ausgabe, die ich damals übersetzt habe, stand eindeutig, sein Schwert solle ein halberloschener Meteor sein. Entweder Harold hatte einen anderen Text vorliegen als ich, oder er hat das Wort "Meteor" zu prosaisch gefunden und suchte etwas Poetischeres.


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Darthula auf die Ohren

Rena Larf, die Traumstimme von Radio "1000 Mikes", erweckt meinen Darthula-Roman zum Leben. Im Fantasy-Channel liest sie am Dienstag, 20. Juli, aus dem Büchlein vor. Die Lesung beginnt um 10 Uhr und dauert etwa eine halbe Stunde. (Ach ja: Langschläfer wie ich brauchen keine Angst zu haben, dass sie eventuell den Start verpassen. Sie können die Sendung anschließend auch im Achiv "nachhören")
Rena schreibt, sie liest "Auszüge" aus dem Weltenwanderer-Roman. Für welche Stelle oder Stellen sie sich entschieden hat, hat sie mir nicht verraten, es wird also für mich auch eine Überraschung. Soviel nur: Als Musik hat sie "Meadowland" von Fonogeri ausgewählt.

Die Vorschau zur Lesung findet ihr hier.

Nachtrag:
Die Sendung ist jetzt im Archiv zu finden. Hörenswert!

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Hirsch greift Jäger an - und mir fällt ein Stein vom Herzen

Eine der kniffligsten Stellen im Darthula-Roman war die Eingangsszene. Darthula ist auf der Jagd, schießt, und plötzlich wird der angeschossene Hirsch wütend und geht auf sie los. Ich hatte einiges an Bauchschmerzen mit dieser Szene. Ein Hirsch, der den Spieß umdreht und auf seinen Jäger losgeht? Biologisch totaler Blödsinn, dachte ich. Und macht man sich nun lächerlich, wenn man sowas schreibt?
Vielleicht hätte ich sie lieber auf die Wildschweinjagd gehen lassen sollen. Aber im Original verglich sie nun mal ihren bösen Nachbarn Cairbar mit einem Hirsch und versicherte mit Stolz, sie hätte schließlich gelernt, solche Tiere zu jagen.
Zum Glück gibt es das Internet. Und niemand ist so verrückt, dass er dort nicht jemanden findet, der ihm recht gibt.
Dieses hübsche Fundstück hat mich von meinen Skrupeln befreit.

Na dann: Waidmansheil!

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Fußstapfen III

Dass man die Darthula-Geschichte nicht nur lesen, sondern auch singen kann, erfuhr ich im Herbst 2004. Ich hatte damals meine Kurzgeschichte über die junge Frau aus Selama auf meine Homepage gestellt und bekam daraufhin eine Mailanfrage vom Jungen Kammerchor Hannover, ob ich weiteres Material zum Stoff hätte. Chorleiter Andreas Mattersteig und seine Sänger studierten nämlich zu dieser Zeit gerade "Darthulas Grabgesang" von Johannes Brahms ein und suchten im Netz Informationen darüber, wer da eigentlich warum zu Grabe getragen wurde. Ich half mit meiner Ossian-Übersetzung und ein paar bibliographischen Hinweisen aus.
Klar, dass ich mir wenig später eine CD anschaffte, auf der ich mir Brahms' Darthula-Interpretation anhörte. Als ich mich im vergangenen Jahr daran machte, meinen Darthula-Roman zu verfassen, war es sehr hilfreich, die Scheibe auf der Autobahn als Begleiter dabei zu haben. So konnte ich mich nach all den Jahren wieder in die rechte Ossian-Stimmung versetzen.
Das Wunderkind aus dem Hamburger Gängeviertel legte für seine Komposition den bereits vorgestellten Text aus Herders "Stimmen der Völker in Liedern" zugrunde, es gibt allerdings einige rhythmische Abweichungen und Wortwiederholungen:


Darthulas Grabgesang

Mädchen von Kola, du schläfst!
Um dich schweigen die blauen Ströme Selmas!
Sie trauren um dich, den letzten Zweig,
den letzten Zwei von Thrutils Stamm!

Wann erstehst du wieder in deiner Schöne?
Schönste der Schönen in Erin!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
dein Morgenroth ist ferne!

O nimmer kommt dir die Sonne
Weckend an deine Ruhestätte:
Wach auf! Wach auf, Darthula! Frühling ist draußen,
Die (lauen) Lüfte säuseln, auf grünen Hügeln,
holdselig, holdseliges Mädchen, weben die Blumen!
Im Hain wallt sprießendes Laub!

Auf immer, so weiche denn, Sonne!
Weiche, Sonne, dem Mädchen von Kola, sie schläft!
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne!
Nie siehst du sie lieblich wandeln mehr.
Mädchen von Kola, sie schläft!

Das Lied ist mit den Stücken "Abendständchen" und "Vineta" später zusammengefasst worden unter dem Titel "Drei Chorgesänge, op. 42", wobei die hohe Opuszahl etwas irreführend ist. Die Lieder stammen aus der gleichen Zeit wie sein Opus 17, verrät das Booklet zur CD, das Abendständchen lässt sich auf 1859 datieren und wurde für den Detmolder Chor verfasst. "Darthulas Grabgesang" stammt aus dem Jahr 1861.
Die drei Lieder sind für einen sechsstimmigen Chor geschrieben und werden a capella vorgetragen. Das Begleitheft zur CD hebt die "vokale Antiphonie zwischen Männer- und Frauenstimmen" hervor und ein "besonders abwechslungsreiches Klangspektrum, das von reinen Unisoni bis hin zu sechsstimmigen Harmonien reicht".
Schade, dass ich selbst nicht allzu viel von Musik verstehe (und wegen meiner Brummstimme im Abi-89-Chor für schlimme Irritationen bei den Tenören gesorgt habe ;-)) Aber schlecht klingt es jedenfalls nicht, nur etwas traurig. War ja zu erwarten bei dem Thema.


Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

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"Darthula" zu gewinnen

Mein Roman "Darthula" ist heute der Lesetipp auf "Lady's Lit" und wird als Urlaubslektüre empfohlen. Wer bei der Verlosung Glück hat, kann auch ein signiertes Exemplar gewinnen.

Außerdem gibt es in dem Blog eine Rezension von Emilia Jones zu dem Buch. Darin heißt es: "Petra Hartmann hat sich schon immer darauf verstanden, den Leser in ihre fantastischen Welten zu entführen. Sie erzählt von Helden und Bösewichten und von einer Frau, die nicht nur tatenlos daneben steht, sondern selbst in den Kampf eingreift. Auch wenn die Geschichte etwas tragisch daher kommt, überzeugt sie durch den hervorragenden Schreibstil der Autorin."

Zu den literarischen Ladys geht es hier lang.

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Fußstapfen II

Einer meiner bekanntesten Vorläufer in der Darthula-Tradition ist Johann Gottfried Herder (1744-1803). Nach dem "ossianischen Original" und dem Gedicht Karoline von Günderrodes ist vermutlich das von ihm veröffentlichte Lied "Darthulas Grabgesang" die in Deutschland bekannteste Version des Stoffs, der meinem Kurzroman zugrunde liegt.

"Stimmen der Völker in Liedern" - der Startschuss für die deutsche Volksliedforschung

Herder nahm die Verse in seine Sammlung "Stimmen der Völker in Liedern" auf. Ein Buch, das gewissermaßen den Startschuss für die deutsche Volksliedforschung gab und unter anderem Vorläufer der "Volkslied-Bibel" von Clemens Brentano und Achim von Arnim, "Des Knaben Wunderhorn", war. Der Titel "Stimmen der Völker" stand erst auf der dritten, nach Herders Tod erschienenen Auflage (1807) der zuvor recht schlicht "Alte Volkslieder" (1775) bzw. "Volkslieder" (1778 und 1779) genannten Sammlung. Die erste Ausgabe war noch zweisprachig, doch danach ließ Herder den originalsprachlichen Text der jeweiligen Lieder weg und gab nur noch die deutsche Version heraus.

Herders "Darthula": Zwischen Heideröschen, Erlkönig und grönländischen Totenklagen

Herder nahm es mit der Definition eines Volksliedes übrigens nicht ganz so ernst. Wer die Sammlung durchliest, wird auch auf Bekannte wie Goethes "Erlkönig" und das "Heideröschen" stoßen, Auszüge aus dem Homer oder aus Shakespeares Dramen oder Verse von Matthias Claudius finden. So nahm Herder auch Kostproben aus dem Ossian auf. Außer "Darthula" finden sich ein Auszug aus dem Epos "Fingal" unter dem Titel "Fingals Erscheinung und Fingals Schildklang" und ein Stück aus "Temora" unter der Überschrift "Erinnerung des Gesanges der Vorzeit". Die beiden letztgenannten hat in der Übersetzung wohl zumindest teilweise Goethe beigesteuert, bei "Darthula" legte Herder selbst Hand an.
"Darthulas Grabgesang" ist eine Übersetzung der Schlusspassage aus dem ossianischen Epos. Die 19 Verse stehen im zweiten Buch des zweiten Bandes und folgen auf ein grönländisches Totenlied.
Hier also der Text:

Darthulas Grabgesang

Mädchen von Kola, du schläfst!
Um dich schweigen die blauen Ströme Selmas!
Sie trauren um dich, den letzten Zweig
Von Thrutils Stamm!

Wann erstehst du wieder in deiner Schöne?
Schönste der Mädchen in Erin!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
Dein Morgenroth ist ferne!

Nimmer, o nimmer kommet mehr die Sonne
Weckend an deine Ruhestätte: „Wach auf!
Wach auf, Darthula!
Frühling ist draussen,
Die Lüfte säuseln,
Auf grünen Hügeln, holdseliges Mädchen,
Weben die Blumen! im Hain wallt spriessendes Laub!"

Auf immer, auf immer, so weiche denn, Sonne,
Dem Mädchen von Kola, sie schläft,
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne!
Nie siehst du sie lieblich wandeln mehr.


Weitere "Fußstapfen"-Einträge:

Selim Palmgren: Darthulas gravsång / Darthulan hautalaulu
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Ossian/James Macpherson: Darthula

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"Atmosphärisches Heldenepos"

Eine neue Rezension zur "Darthula": Elvira Lauscher nennt den Kurzroman in ihrer Besprechung auf Suite101 ein "atmosphärisches Heldenepos". Sie kommt zu folgendem Urteil:

"Petra Hartmann gelingt es, den Fantasy-Kurzroman atmosphärisch dicht zu erzählen. Als Leser ist man mit dabei, mit allen Sinnen hineingezogen in dieses andere Land: „Es roch nach Salz und feuchter Luft, nach verwesenden Algen und totem Fisch, nach Freiheit und Tod.“ Und auch die wilde Fahrt über das Meer, als Darthula gemeinsam mit ihrem Geliebten Nathos und seinen Brüdern fliehen will, ist atmosphärisch dicht erzählt. Die knapp fünfzig Seiten des Kurzromans sind spannend geschrieben und schnell verschlungen. Man wird hineingezogen in dieses andere Land und die ganz eigene Atmosphäre des Romans. Da verzeiht man auch gerne die manchmal zu schwach skizzierten Charaktere der Figuren, die im Sinne des epochalen Stoffes zurücktreten. Dass die Geschichte kein wirklich gutes Ende nimmt und es vorwiegend um Schlachten, Tod und Verderben geht, ist in sich schlüssig und passt zu der ganzen Atmosphäre des Buches, in dem Darthula als schöne und edle Heldin herausleuchtet."

Die komplette Besprechung findet ihr hier.


Weitere Rezensionen zur "Darthula"
Marc-Florian Wendland auf www.webcritis.de
Ulrike Stegemann in der Elfenschrift
Christel Scheja auf Phantastiknews.de
Maren Frank im Bücher-lesen-Blog
Isabella Benz auf www.avaril.de

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Darthula-Rezension in der Elfenschrift

Druckfrisch: Heute lag die neue Elfenschrift in meinem Briefkasten. Besonders freue ich mich über die Bücherecke, in der Ulrike Stegemann meinen Roman "Darthula" bespricht. Hier der Text der Rezension:

"Auch wenn mich der Name „Darthula“ zuerst an einen altbekannten Blutsauger erinnerte, hat diese Geschichte absolut nichts mit Vampiren zu tun. Vielmehr steckt dahinter eine sagengleiche Erzählung à la Troja.

Der mächtige König Caibar hat Prinzessin Darthula zu seiner Braut auserkoren. Doch die ist nicht nur schön, sondern auch stolz. Sie denkt gar nicht daran, dem eingebildeten Hünen gefällig zu sein. Sie schlägt seinen Antrag aus und weckt damit seinen Zorn. Er verlässt den Hof von Darthulas Familie, nur um kurze Zeit später zurückzukehren und diesen mit seiner gewaltigen Armee zu überrennen. Alles, was er übrig lässt, sind Tod und Elend – und Darthula, als einzige Überlebende ihrer Familie. Sie flieht mit ihrem Geliebten übers Meer. Doch es dauert nicht lange, ehe es zur alles entscheidenden Gegenüberstellung kommt.

Petra Hartmann hat sich schon immer darauf verstanden, den Leser in ihre fantastischen Welten zu entführen. Sie erzählt von Helden und Bösewichten und von einer Frau, die nicht nur tatenlos daneben steht, sondern selbst in den Kampf eingreift. Auch wenn die Geschichte etwas tragisch daher kommt, überzeugt sie durch den hervorragenden Schreibstil der Autorin.

Um Missverständnissen vorzubeugen, sei erwähnt, dass es sich bei „Darthula“ um den zweiten Band aus der Reihe „Weltenwanderer“ des Arcanum Fantasy Verlages handelt. Dies sind keine Romane in Taschenbuchform, sondern eigenständige Novellen, aufgemacht in stabilem Heftformat. Gute Unterhaltung für zwischendurch und günstig im Preis."


Erschienen in: Elfenschrift, Ausgabe 26, Juni 2010. Das Heft kann für 2,50 Euro (+1 Euro für Porto und Verpackung) auf der Seite www.elfenschrift.de bestellt werden.

Weitere Rezensionen zur "Darthula"
Marc-Florian Wendland auf www.webcritis.de
Elvira Lauscher auf Suite101
Christel Scheja auf Phantastiknews.de
Maren Frank im Bücher-lesen-Blog
Isabella Benz auf www.avaril.de
Bianca Schläger auf www.roterdorn.de

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Fußstapfen I

Vor einiger Zeit habe ich hier das alte ossianische Epos, das Grundlage meines Romans "Darthula" war, vorgestellt. Es gibt aber noch einige weitere Bearbeitungen des Stoffs, denen ich mich durchaus verpflichtet fühle. Darum möchte ich die Gelegenheit nutzen und in loser Folge noch ein paar weiteren Bearbeitungen des Stoffs meine Reverenz erweisen. Den Anfang soll eine Verbeugung vor Karoline von Günderrode (1780-1806) machen.

Die erste Darthula meines Lebens

Tatsächlich war Karolines Gedicht die erste "Darthula", die ich je zu Gesicht bekam. Ich hatte die junge Frau, die sich im Alter von 26 Jahren erstach, durch den Briefroman "Die Günderode" von Bettina von Arnim kennen gelernt. Übrigens ein sehr lesenswertes Buch. Bettina, der funkensprühende Koboldsgeist (heutzutage würde man wahrscheinlich von einem ADHS-Kind sprechen) und die eher tiefsinnige und doch zu überschwänglichem Pathos neigende hochgebildete Stiftsdame, das gab einen ganz eigentümlichen Kontrast ab. Eine junge Frau, die davon träumte, in Männerkleidern durchzubrennen und große Taten zu vollbringen, während sie in ihrer klösterlichen Bewahranstalt für unverheiratete adlige Frauenzimmer hockte.
Kein Wunder, dass diese Dichterin sich an der Geschichte von Darthula entzündete. Die Art, wie sie sich später am Fluss das Messer ins Herz jagte, hätte gut auch in einem der ossianischen Gesänge vorkommen können.
Angesichts der Tatsache, dass sich auch der gute Werther kurz nach seiner Ossian-Lesung eine Kugel in den Kopf jagte, sollte ich wohl einigermaßen besorgt um mich sein. Tröstlich immerhin, dass sein Verfasser Goethe steinalt geworden ist.

Karoline von Günderrode: Eine doppelt depresssive Gesamtausgabe

Ich lieh mir kurz nach der Bettina-Lektüre aus der Germanisten-Bibliothek meiner Uni die - ziemlich schmale - Gesamtausgabe Karolines aus. Es war scheußlich. Nicht unbedingt wegen der Texte. Sondern weil ein superkluger Vorbenutzer der drei Bücher jedesmal, wenn im Text das Wort "Tod" vorkam, einen dicken Strich darunter gezogen und ein Ausrufungszeichen an den Rand gemalt hatte. Danke, ich hätte es allein nicht bemerkt. Kurz und gut: Das ohnehin schon hochgradig depressive schmale Oevre der Günderrode wirkte in dieser Ausgabe noch düsterer und depressiver.
Immerhin: Hängengeblieben ist bei mir doch die Erinnerung an ihr Gedicht. Die "Dar-Thula nach Ossian" steht an sehr prominenter Stelle. Der Text eröffnet den Band "Gedichte und Phantasien" (1804), ihr einziges zu Lebzeiten publiziertes Buch, das sie unter dem Pseudonym "Tian" veröffentlichte.

Ein Brief an Bettina von Arnims Schwester

In einem Brief an Bettinas Schwester Gunda schrieb sie (Rechtschreibung und Zeichensetzung original):

"Es ist ein häßlicher Fehler von mir daß ich so leicht in einen Zustand des Nichtempfindens verfallen kann, und ich freue mich über iede Sache die mich aus demselben reißt. Gestern las ich Ossians Darthula, und es wirkte so angenehm auf mich; der alte Wunsch einen Heldentod zu sterben ergrif mich mit groser Heftigkeit; unleidlich war es mir noch zu leben, unleidlicher ruhig und gemein zu sterben. Schon oft hatte ich den unweiblichen Wunsch mich in ein wildes Schlachtgetümmel zu werfen, zu sterben, Warum ward ich kein Mann! ich habe keinen Sinn für weibliche Tugenden, für Weiberglückseligkeit. Nur das Wilde Grose, Glänzende gefällt mir. Es ist ein unseliges aber unverbesserliches Misverhältnis in meiner Seele; und es wird und muß so bleiben, denn ich bin ein Weib, und habe Begierden wie ein Mann, ohne Männerkraft. Darum bin ich so uneins mit mir."

Ein Brief, der zum Psychologisieren herausfordert. Ich möchte es als Nicht-Fachfrau aber lieber bleiben lassen. Jedenfalls liefert er uns ein sehr anschauliches Bild vom Zustand der Erregtheit, in der ihr Gedicht entstand.

Hier nun also der Text - meine erste Begegnung mit dem Darthula-Stoff:


Darthula nach Ossian

Nathos schiffet durch den Strom der Woogen
Ardan, Althos, seine Brüder mit,
Erins König, Caibars Zorn zu meiden,
In geheimnißvolle Schatten kleiden
Dunkle Wolken ihren fliehnden Schritt.

Wer? o Nathos! ist an deiner Seite!
Traurig seufzt im Wind ihr braunes Haar
Lieblich ist sie, wie der Geist der Lüfte,
Eingehüllt in leichte Nebeldüfte;
Schön vor allen Collas Tochter war.

Ach Darthula! deine irren Segel
Eilen nicht dem wald'gen Etha zu.
Seine Berge heben nicht die Rükken
Und die Seeumwogten Küsten bükken
Turas Felsen schon dem Meere zu.

Wo verweiltet ihr des Südes Winde?
Schwelltet Nathos weiße Segel nicht?
Trugt ihn nicht zum heimathlichen Strande?
Lange blieb er in dem fremden Lande
Und der Tag der Rückkehr glänzt ihm nicht.

Schön, o König Ethas! warst du in der Fremde;
Wie des Morgens Strahl dein Angesicht.
Deine Lokken, gleich dem Raben, düster
Deine Stimme, wie des Schilfs Geflüster
Wenn der Mittagswind sich leise wiegt.

Deine Seele glich der Sonne Scheiden,
Doch im Kampfe warst du fürchterlich.
Brausend wie die ungestümen Woogen
Wenn vom Nord die stürm'schen Winde zogen
Stürztest du auf Caibars Krieger dich.

Auf Selamas grau bemoosten Mauern
Sah dich Collas Tochter, und sie sprach:
Warum eilst du so zum Kampf der Speere!
Zahlreich sind des düstern Caibars Heere,
Ach! und meiner Liebe Furcht ist wach.

Freuen wollt ich dein mich, deiner Siege
Aber Caibars Liebe läßt mich nicht.
So sprachst du. Jetzt haben dich die Woogen
Mädchen! und die Stürme dich betrogen,
Nacht umringt dein schönes Angesicht.

Aber schweiget noch ein wenig, Winde!
Ueberbraust Darthulas Stimme nicht!
Fürst von Etha! sind dies Usnoths Hallen?
Jene Ströme die von Felsen fallen
Sind es Ethas blaue Ströme nicht?

Hier empöret Erin seine Berge,
Ethas Felsenströme brüllen nicht.
Dennoch ruh hier an des Ufers Hügel
Denn mein Schwerd umgiebt wie Blitzes Flügel
Dich du Liebliche, du schönes Licht.

Nathos: sagt das braun gelockte Mädchen,
Niemand hat Darthula außer dich,
Denn die Freunde sind mir früh gefallen,
Las um sie noch meine Klage schallen
Hör der Trauer Stimme, höre mich.

Abend ward einst, in der Wehmuth Schatten
Bargen meines Landes Eb'nen sich,
Ueber hoher Wälder Wipfel schritten,
Einzle Lüfte, die aus Wolken glitten,
Da umgaben Trauerschatten mich.

Die Gestalten meiner Freunde gingen,
Traurig, Geistern gleich, an mir dahin.
Da kam Colla mit gesenktem Schwerdte
Seinen Blick geheftet an die Erde,
Brennend glühte noch die Schlacht darin.

»Collas letzte einzige Hoffnung sprach er;
Braungeloktes Mädchen! Truthil fiel.
Siegreich kehrt dir nicht der Bruder wieder,
Zu Selama naht Erins Gebieter,
Mit ihm Tausende im Schlachtgewühl.«

Ist des Kampfes Sohn gefallen? seufzt' ich!
Hat der lange Schlaf sein Aug verhüllt?
O! so schütze mich der Jagden Bogen
Glücklich oftmahls meine Pfeile flogen,
Tödlich für das dunkelbraune Wild.

Freud umstrahlt den Greisen. Ja Darthula!
Deine Seele brennt in Truthils Glut
Geh', ergreif das Schwerdt vergangner Schlachten!
Also Colla: seine Worte fachten,
Höher noch in mir des Kampfes Muth.

Wehmutsvoll vergieng die Nacht; am Morgen
Schimmerte im Stahl der Schlachten ich. -
Caibar saß zum Mahl in Lonas Wüste,
Als Selamas Waffengang ihn grüßte;
Seine Führer rief er da zum Krieg.

Warum soll ich Nathos! dir erzählen
Von des Kampfes schwankendem Geschick?
Ach! umsonst bedeckt von meinem Schilde,
Sank der Vater mir im Schlachtgefilde,
Und in heißen Thränen schwamm mein Blick.

Treulos zeigte da des Mädchens Busen,
Caibar mein zerrissenes Gewand;
Freundlich naht er, sprach der Liebe Worte,
Führte mich zu meiner Väter Pforte,
Aber Trauer meine Stirn umwand.

Da erschienst du, Nathos! meinen Augen,
Freundlich wie ein Abendlich Gestirn.
Caibar schwand vor deines Stahles Sprühen
Wie der Nachtgeist vor des Morgens Glühen,
Doch es wölbte Trauer deine Stirn?

Meine Seele glänzte in Gefahren,
Eh' ich dich, du schönes Licht! gesehn.
Aber unsre Segel sind betrogen,
Wolken, kommen gegen dich gezogen.
Und du wirst in ihrer Nacht vergehn.

Oscar weilest noch an Selmas Küste!
Oscar schiffe durch das dunkle Meer!
O daß Winde deine Segel schwellten!
Zittern würden dann Temoras Helden.
Friede wäre um Darthula her.

Wo wird Nathos deinen Frieden finden?
Wo Darthula! wo ist für dich Ruh?
Geister der Gefallnen! sprach Darthula;
Truthil! Colla! Führer von Selama!
Winkt ihr mir aus euren Wolken zu!

Nathos! reiche mir das Schwerdt der Tapfern,
Vater! ich will deiner würdig seyn,
In des Stahles Treffen werd' ich gehen,
Nimmer Caibars düstre Hallen sehen,
Nein! ihr Geister meiner Liebe! nein!

Freude glänzt in Nathos bei den Worten,
Die das schöngelokte Mädchen sprach:
Caibar, meine Stärke kehret wieder!
Komm mit Tausenden, Erins Gebieter!
Komm zum Kampfe! Meine Kraft ist wach!

Ja er kömmt mit Tausenden! rief Ardan;
Schreckbar tönet ihrer Schwerdter Schall. -
»Laß zehntausend Schwerter sich empören:
Usnoth soll von Nathos Flucht nicht hören,
Ardan! sag ihm; rühmlich war mein Fall.

Winde! warum brausen eure Flügel?
Woogen! warum rauscht ihr so dahin?
Wellen! Stürme! denkt ihr mich zu halten?
Nein, ihr könnts nicht, stürmische Gewalten
Meine Seele läßt mich nicht entfliehn.

Wenn des Herbstes Schatten wiederkehren,
Mädchen! und du bist in Sicherheit,
Dann versammle um dich Ethas Schönen,
Las für Nathos deine Harfe tönen,
Meinem Ruhme sey dein Lied geweiht. -

Nathos blieb gestüzt auf seinem Speere;
Schaurig pfiff der Nachtwind um ihn her
Aber bei des Morgens erstem Strahle,
Drang er vorwärts mit gezücktem Stahle,
Mit dem Führer eilt Darthula her.

Komm zum Zweikampf! ruft er Fürst Temoras!
Für Selamas Mädchen! - Caibar spricht:
Stolzer, du entflohst mir mit der Schönen,
Wähnst du, Caibar kämpft mit Usnoths Söhnen?
Nein, er kämpft mit Unberühmten nicht.

In des königlichen Nathos Augen
Glänzen Thränen; und er wendet sich
Zu den Brüdern, ihre Speere fliegen
Rache dürstend und gewiß zu siegen
Erins Reihn verwirren schwankend sich.

Da ergrimmet Caibars finstre Seele,
Und er winket, tausend Speere fliehn,
Usnoths Söhne sinken wie drei Eichen,
Die zur Erde ihre Wipfel neigen,
Wenn des Nordens Stürme sie umziehn.

Gestern sah sie noch der Wandrer blühen
Ihre stolze Schönheit freute ihn,
Heute beugte sie der Sturm der Wüste,
Sie, die gestern noch die Sonne grüßte,
Sprachlos starret Collas Tochter hin.

Höhnend naht ihr Caibar, Mädchen sahst du
Nathos Land, in fernes Blau gehüllt?
Oder Fingals dunkelbraune Hügel?
Ha! Entrannst du auch des Sturmes Flügel,
Ueber Selma hätte meine Schlacht gebrüllt.

Caibar sprachs. Da rauscht ein Pfeil, getroffen
Sinkt sie, und ihr Schild stürzt vor sie hin.
Wie des Schnees Säule sank sie nieder,
Ueber Ethas schlummernden Gebieter,
Spreiten sich die dunklen Lokken hin.

Da versammelten die hundert Barden
Caibars, um Darthulas Grabmal sich
Ihre Harfen rauschten um den Hügel,
Und es schwang sich des Gesanges Flügel,
Für der Mädchen Erins Schönste! dich!

Trauer schreitet an Selamas Strömen,
Schweigen wohnet in den Hallen nun.
Collas Tochter sank zum Schlafe nieder
O! wann grüßest du den Morgen wieder?
Schöngelockte! wirst du lange ruhn?

Weit entfernet ist dein Morgen, nimmer!
Stehst du mehr in deiner Schönheit auf;
Ach! die Sonne tritt nicht an dein Bette,
Spricht, erwach aus deiner Ruhestätte!
Collas schöne Tochter! steig herauf!

Junges Grün entkeimet schon dem Hügel,
Frühlingslüfte fliegen drüber her.
Sonne birg in Wolken deinen Schimmer!
Denn sie schläft, der Frauen Erste! nimmer
Kehret sie in ihrer Schönheit mehr.


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Netter kleiner Fantasy-Lesehappen für zwischendurch

Flott erzählt, temporeich und ein gelungenes Ende: Das ist das Fazit, das Maren Frank nach der Lektüre meines Darthula-Romans zog. In ihrer Rezension schreibt sie:

"Darthula ist Prinzessin von Selama, einem kleinen Königreich in den Nebellanden. Cairbar, König eines der anderen reiche, wirbt um sie. Doch Darthula hat gute Gründe, ihn abzuweisen; zum einen gehört ihr Herz bereits einem anderen, zum anderen weiß sie, dass Cairbar ein Widerling ist. Wie niederträchtig er wirklich ist, stellt sich dann auch kurz darauf heraus, denn Cairbar beginnt einen Krieg gegen Selama. Hilflos muss Darthula zusehen, wie geliebte Menschen im Hagel der Pfeile fallen. Ihr selbst bleibt schließlich nur die Flucht, doch Cairbar gibt nicht auf. Er setzt alles daran, Darthula endlich zu besitzen ...

An Petra Hartmanns Heftroman fällt zuerst einmal das sehr stimmungsvolle und schöne Cover auf. Der Roman ist geheftet, im A5-Format und lässt sich so gut in die Hand nehmen und auch prima mitnehmen.

Die Geschichte wird flott erzählt, es ist von Anfang an recht viel Tempo drin, was ein klein wenig auf Kosten der Figuren geht. Dies ist aber auch dem recht geringen Umfang geschuldet und stört nicht weiter.

Das Ende stellt dann eine ziemliche Überraschung dar, ist aber sehr gelungen und gibt der Geschichte etwas Rundes.

So ist „Darthula“ ein netter kleiner Fantasy-Lesehappen für Zwischendurch, der vor allem jenen Lesern gefallen wird, die atmosphärische Fantasy mit Kriegen und Kämpfen mögen. Neben dem Schlachtengetümmel gibt es aber auch sehr schön eingeflochtene Szenen vom Leben in Selama, den Festen und den Gesängen der Barden."

Zum Original-Artikel


Weitere Rezensionen zur "Darthula"
Marc-Florian Wendland auf www.webcritis.de
Elvira Lauscher auf Suite101
Ulrike Stegemann in der Elfenschrift
Christel Scheja auf Phantastiknews.de
Isabella Benz auf www.avaril.de
Bianca Schläger auf www.roterdorn.de


Vorschau: Nestis und die Hafenpiraten, 2014

Eingefügtes Bild


Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Erhältlich als EPUB oder für den Amazon-Kindle

Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Nächste Lesungen / Termine

Samstag, 26. April: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke" auf dem MarburgCon. Programmbühne/Konferenzraum. Beginn: 11 Uhr.

Mittwoch, 7. Mai: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 30. Juli: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Montag, 11. August: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke". Ferienpassaktion des Fördervereins Rudolf von Bennigsen. RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen (Springe). 16 bis 18 Uhr.

Mittwoch, 22. Dezember: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.


Infostände / Büchertische

Samstag, 26. April: MarburgCon, ab 10 Uhr.

Sonntag, 18. Mai: Büchertisch auf dem Maimarkt in Grevenbroich-Wevelinghoven. Zusammen mit Andrea Tillmanns.

Donnerstag, 29. Mai: Nürnberger Autorentreffen, 9.30 - 20 Uhr.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

Seite der Nestis-Serie:
www.nestis.net

Termine der Hildesheimlichen Autoren

April
Samstag, 19. April: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal mit Marlene Wieland, Elviera Kensche und Jens Volling. Beginn: 12 Uhr
Mittwoch, 23. April: Wohnzimmerlesung mit Kristina Wilhelm, Marlene Wieland und Elviera Kensche. Kaiserstraße 41,31134
Hildesheim. Beginn: 20 Uhr.
Donnerstag, 24. April: Maria Marhauer liest im Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Thema: "Schätze der russischen Dichtkunst". Beginn: 18 Uhr.

Mai
Dienstag, 13. Mai: Mitgliederversammlung. Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.
Dienstag, 27. Mai: Egbert Brandt liest aus seinem Buch "Der lange Weg der Selma B." Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.

Juni
Dienstag, 24. Juni: Gaby Memenga und Altje Hornburg lesen im Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.
Donnerstag, 26. Juni: Elviera Kensche liest aus "So'n Schiet aber auch". Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstaße 4, Bad Salzdetfurth. Beginn: 19 Uhr.

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, voraussichtlich Frühjahr 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.


Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

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