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Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend II - Das Auge Odins

Endlich wieder ein gelungenes Thorgal-Abenteuer. Der zweite Band der Reihe "Thorgals Jugend" trägt den Titel "Das Auge Odins" und lässt den etwas schwachen Auftaktband "Die drei Schwestern" um Längen hinter sich. Ein Album, das den Charme des "Sohnes der Sterne" bewahrt und dennoch auch neue Leser zu begeistern vermag.
Der junge Thorgal ist auf der Suche nach den Nornen, um mit ihrer Hilfe die drei Schwestern Minkelsönn zu erlösen. Diese waren von der zornigen Göttin Frigg in Wale verwandelt worden, jene erweisen sich als durchaus kooperativ. Frigg dagegen sieht es gar nicht gern, wenn ein Sterblicher sich gegen ihre Pläne stellt. Auch wenn dieser Sterbliche eigentlich zu ihren Lieblingen zählt.
Sehr interessant gestaltet sich die Begegnung mit der Walküre Gunn. Die Schwanenjungfrau hat von Frigg den Befehl erhalten, Thorgal zu stoppen, kann sich aber dem Charme des jungen Skalden nicht entziehen. Zwar zerstört sie auftragsgemäß seine Harfe und lässt obendrein auch noch seine Stimme brechen, sodass er die Nornen nun nicht mehr mit seinem lieblichen Gesang bezaubern kann, aber um ihm zu helfen, verrät sie ihm doch ein kleines Geheimnis, wie Frigg vielleicht doch noch herumzukriegen sei. Dumm für Gunn: Göttinnen verzeihen nicht, wenn sie hintergangen weren ...
Gelungen die Darstellung der Nornen. Drei Schicksalsschwestern in unterschiedlichen Altersstufen, die jede auf ihre Art von Thorgal eingenommen sind und ihm helfen wollen. Nett auch der Einfall, Aaricias aufkeimende Eifersucht zu zeigen. Dass der junge Thorgal den Riesen Mimir ziemlich leicht auszählen und besiegen kann, nun ja, es ist eben ein ganz besonderer Junge. Sehr schön das Wiedersehen mit den geflügelten Katzen der Göttin Frigg. Auch wenn sie diesmal ihre andere, tödliche Seite zeigen.
Alles in allem ein klassisch erzähltes, sehr schön gestaltetetes Album, das viel Freude bereitet. Da kann man nicht meckern.

Fazit: Ein sehr schön gestaltetetes Jugendabenteuer, das wieder einmal beweist, welches Potential die Figur und Welt Thorgals hat. Magie, Mythologie und das klassische Eigenleben der Serie sehr schön vereinigt. Bitte mehr davon.

Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend 2 - Das Auge Odins. Text: Yann, Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2014. 48 S., Euro 13,80.


Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor II: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor III: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor IV: Bündnisse
Lupine I: Raissa
Lupine II: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine III: Das Reich des Chaos
Thorgals Jugend: Die drei Schwestern

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Thorgal: Kah-Aniel

Enttäuschend. Mit "Kah-Aniel", dem 34. Band der Albenserie "Thorgal", hat die Geschichte offenbar die Talsohle erreicht. Auch der neue, nicht unbedingt uninteressante, aber gewöhnungsbedürftige orientalisch anmutende Stil, in dem das Epos um den Sternensohn und seine Familie sich präsentiert, kann nicht darüber hinweg täuschen, dass es eigentlich kaum etwas zu erzählen gibt in diesem Band. Der Inhalt ist dünn, die Erzählweise erneut durch lange Rückblenden und Vorgeschichten ungeschickt, und die Optik, nun ja, wie gesagt, gewöhnungsbedürftig.
Thorgal ist, nach seinen Abenteuern im Eismeer, auf der Suche nach seinem entführten Sohn Aniel in den Orient gelangt. In einer sehr langen Erzählung erfährt er nun also die Vorgeschichte der "Roten Magier" und macht sich daraufhin auf zur Festung dieser Leute. Währenddessen ist sein Sohn Aniel gar nicht abgeneigt, sich mit den Magiern einzulassen. Er erhält von ihnen Unterricht, genießt die Bildung, die er hier erwirbt, die Aufmerksamkeit und das Lob seines Lehrers. Überhaupt wirkt er erstaunlich frühreif, vor allem, wenn man bedenkt, wie kindlich die doch wesentlich ältere Schwester Lupine in der Parallelserie gezeigt wird. Die Roten wollen Aniels Körper haben, um ihn als Gefäß für die Wiedergeburt ihres Großmeisters zu nutzen.
Die Geschichte ist, wie bereits eingangs erwähnt, durch die unselige Häufung von Vorgeschichten-Erzählungen ziemlich ungeschickt dargebracht und stellt für den Leser eine harte Belastungsprobe dar. Abgesehen davon passiert nicht viel, außer dass Thorgal sich von A nach B begibt und die Festung gerade rechtzeitig erreicht, um das Ritual mitzuerleben.
Immerhin halten sich die sprachlichen Grausamkeiten diesmal in Grenzen, lediglich ein dass/das-Fehler (S. 5), woran man sich wohl heutzutage generell gewöhnen muss, und mal wieder eine Kasus-Verwechslung: "wir laufen in Konotorks ein, dem vorletzten Halt der Schwertboote" (S. 8), woran man sich als Leser der Thorgal-Serie wohl gewöhnen muss. Ärgerlich, aber verglichen mit der schwachen Geschichte nur ein Nebenkriegsschauplatz.
Es ist wohl so, dass die Musik des Thorgal-Kosmos inzwischen vollständig in der herausragenden Kriss-de-Valnor-Serie spielt. Und es bleibt zu hoffen, dass Kriss irgendwann endlich wieder in die Hauptserie eintritt und in die schleppende Handlung eingreift. Immerhin ist Aniel auch ihr Sohn.

Fazit: Fade Geschichte, schlecht dargebracht. Schade.


Thorgal 34: Kah-Aniel. Text: Yves Sente, Zeichnungen: Grzegorsz Rosinski. Bielefeld: Splitter, 2014. 48 S., Euro 13,80.


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Thorgal 31: Der Schild des Thor
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Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!
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Thorgals Jugend: Die drei Schwestern

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Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor IV - Bündnisse

Ja, das ist Kriss de Valnor, wie sie leibt und lebt. Machtgierig, intrigant und skrupellos, aber auch eine zu allem entschlossene Kämpferin, die ihrer Umwelt Respekt abringt und die sich nicht unterkriegen lässt. Im vierten Teil der Albenreihe "Kriss de Valnor", ein Spin off der Serie "Thorgal", zeigt sich die Titelheldin von ihrer altbekannten Seite und festigt ihre Königsherrschaft über die nördlichen Wikingerstämme. Der Titel lautet: "Bündnisse" und ist Programm.
Im dritten Band, "Einer Königin würdig", hatte Kriss, dem Urteil der Walküren gemäß, eine Tat volbracht, die sie nicht nur von dem tödlichen Splitter in ihrem Herzen befreite, sondern ihr auch die Herrschaft über ein kleines Wikinger-Königreich eintrug. Nun ist sie damit beschäftigt, ihre Macht zu festigen und Bündisse zu schließen. Es geht nicht mehr nur um einen kühnen Staatsstreich, sondern sie greift nach der Krone aller nördlichen Wikingerstämme, um sie unter sich zum Kampf gegen die neu ins Land gekommene Religion des einen Gottes Yavhus zu vereinen. Dessen geistliche Vertreter, in denen sich unschwer christliche Kirchenfürsten wiedererkennen lassen, gewinnen im Süden mehr und mehr an Macht und haben bereits zahlreiche Herrscher auf ihrer Seite.

Kriss de Valnor auf der Suche nach einem Bündnispartner

Kriss bemüht sich um ein Bündnis mit dem "Heilerkönig", einem Maskierten, der bereits in Band drei auftrat. Er zieht von Reich zu Reich, heilt Menschen von unheilbaren Krankheiten und verlangt als Dank für ihre Rettung den Treueid von ihnen. Kriss und der ominöse Heilerkönig stehen einander näher als erwartet. Und kommen einander noch viel näher.

Engere Anbindung an die Hauptserie "Thorgal"

Mit diesem Band wird die Anbindung des Kriss-Abenteuers an die Hauptserie "Thorgal" wesentlich enger als bisher. Sie erhält nicht nur von einem Händler, der im Abenteuer "Schwertboot" eine Rolle spielte, Informationen über Thorgals Verbleib und das Verschwinden ihres Sohnes Aniel, sondern es gibt auch eine sehr lange Rückblende auf die Abenteuer Jolans ("Der Schild des Thor", "Die Schlacht von Asgard"). Schön ist diese Rückblende nicht unbedingt. Wer die Hauptserie verfolgt, hat die Geschichte Kahaniels nun schon zum vierten Mal gelesen, wenn auch jedesmal in anderen Varianten. Vielleicht ist es notwendig, Jolans Erlebnisse seit seiner Trennung von Kriss im Albung "Alte Feindin" noch einmal zusammenzufassen. Aber vier von insgesamt 45 Seiten für eine Wiederholung zu verwenden, das ist ziemlich viel. Das ganze Album strotzt vor Fußnoten, die auf vorhergehende Thorgal-Abenteuer verweisen. Auch die breit ausgewalzten Interessen der einzelnen Parteien hätten vielleicht etwas knapper dargestellt werden können.

Kriss de Valnor bleibt sich treu

Kriss de Valnors Charakter hat sich seit ihrer Trennung von Jolan in keiner Weise verändert. Wer angenommen hat, sie sei nach ihren Erfahrungen auf dem Walküren-Olymp in irgend einer Weise geleutert oder zumindest nachdenklicher geworden, wird sich getäuscht sehen. Kriss bleibt sich selbst treu, sie lebt im Hier und Jetzt und tut das, was sie schon immer getan hat: Sie kämpft hart, lässt sich niemals unterkriegen, greift nach der Macht, wo auch immer sich ihr die Möglichkeit dazu bietet, und hat trotz allem eine gewisse Schwäche für Thorgal und seine Familie. Wohl, weil Thorgal genau das verkörpert, was sie in ihrer furchtbaren Kindheit niemals kennen lernen durfte: Anstand, Ehrlichkeit und trotz aller Schwierigkeiten ein Stück heiler Welt. Vor diesem Hintergrund ist die überraschende Schlusspointe ein außerordentlich treffender Coup, wie er genau zum Wesen dieser Kriss de Valnor passt. Chapeau - das ist drastisch, aber es trifft den Charakter dieser faszinierenden Heldin perfekt.
Insgesamt erneut ein recht gutes Album, gut gezeichnet, mit einer nicht übermäßig spannungsreichen aber gut durchdachten Handlung und einer Protagonstin, die jedes Album zum Selbstläufer macht. Sprachliche Grausamkeiten unterblieben weitgehend, abgesehen von einem kleinen "Mit oder ohne dich".

Fazit: Epische Wikinger-Geschichte über Staatsintrigen und Bündnispolitik, getragen von einer skrupellosen aber faszinierenden Heldin. Lesenswert.

Giulio de Vita / Yves Sente: Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor 4 - Bündnisse. Bielefeld: Splitter, 2014. 48 S., Euro 13,80.



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Thorgals Jugend: Die drei Schwestern

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Die Welten von Thorgal: Lupine 3 - Das Reich des Chaos

"Das Reich des Chaos" heißt der Abschlussband der Abenteuer Lupines, eines Spinn-offs der Albenreihe Thorgal. Ausdrücklich wird das nun vorliegende Album als Abschluss gekennzeichnet. Das ist insofern verwunderlich, als man in den beiden ersten Teilen noch von insgesamt vier Teilen ausging. Auch gibt es einige Handlungsfäden, die noch offen sind und vermutlich nun in der Hauptserie weiter entwickelt werden.
Lupine, die von einem Zauberer in eine zahme und eine wilde Person gespalten worden ist, befindet sich weiterhin auf der Suche nach der abgebissenen Hand des Kriegsottes Tyr. Im Reich des Riesenwolfs Fenrir treffen beide Halbwesen aufeinander, wobei die zahme Lupine sich als die Vernünftigere und Intelligentere der beiden profilieren kann, während ihr wilder Teil eher auf Kampf und Überleben ausgerichtet ist und sich einer Wiedervereinigung widersetzt. Die zahme Lupine schafft es schließlich, sowohl das Wolfsmonster zu besiegen als auch die "Dexter", die rechte Hand des Gottes, zu finden, außerdem löst sie das Rätsel des Zauberarmbands ihrer Mutter (das auch der junge Thorgal im "Welten"-Album "Die drei Schwestern" mit sich führte) zu lösen und das Schmuckstück effektiv einzusetzen.
Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt originell, aber redlich zu Ende erzählt. Hilfsmittel, die das Kind zufällig bei sich führt, geben allzu oft den Ausschlag, dass die zahme Lupine ihren Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Ob es das Armband ist, ob es Thorgals geheimnisvolles "Metall, das es nicht gibt", ob es eine mechanische Eule ist, die urplötzlich fließend die Drachensprache spricht, oder die Kette aus Leuchtkrebsen, immer wieder hat die Kleine ein neues Gimmick, das sie aus dem Ärmel ziehen kann, während ihr "wilder Teil" meist recht hilflos danebensteht. Man hätte sich gewünscht, dass die wilde Lupine - ähnlich wie in einem Superhelden-Team-up - auch einmal Gelegenheit erhält, durch ihre Talente etwas zum Gelingen des Unternehmens beizutragen. So ist es immer die zahme Lupine, die sämtliche Monster besiegt, die Tyrs Hand zwischen Hunderten abgebissenen Händen im Tempel Fenrirs identifiziert und die schließlich nicht nur ihren wilden Teil, sondern auch den bösen Zauberer Azzalepstön austrickst.
Optisch ist das Album erneut ganz ordentlich, recht düster, zwischen niedlich und monströs balancierend. Sprachlich gab es diesmal keine Aussetzer, sodass der Dreiteiler ein würdiges Ende gefunden hat.

Fazit: Redlicher Abschlussband einer Trilogie, alle Monster besiegt, keine großen Kritikpunkte. Ein ordentlich erzähltes Fantasy-Abenteuer, kein Glanzlicht, aber auch keine Enttäuschung.

Die Welten von Thorgal: Lupine 3. Das Reich des Chaos. Bielefeld: Splitter, 2013. 48 S., Euro 13,80.


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Thorgals Jugend: Die drei Schwestern

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Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend I - Die drei Schwestern

"Thorgals Jugend" ist der dritte Ableger der Comicserie Thorgal, der innerhalb der Albenreihe "Die Welten von Thorgal" erscheint. Nach Alben über die Erzfeindin Kriss de Valnor und die Tochter Lupine nun also ein Spin-off, der dem Titelhelden selbst gewidmet ist. Allerdings scheint es so, als gäbe es ausgerechnet über den jungen Thorgal relativ wenig zu erzählen, denn im Gegensatz zum Fünfteiler über Kriss de Valnor und zum Lupine-Vierteiler wird es hier lediglich eine Geschichte, die zwei Alben umfasst, geben.
"Die drei Schwestern" heißt das erste Album des Zweiteilers, getextet und gezeichnet vom bereits durch die Lupine-Bände im Thorgal-Universum bekannten Duo Yann/Surzhenko. Der junge Thorgal ist, wie in der Hauptserie erzählt wurde, Skalde geworden, lebt einsam und verfasst mehr oder weniger erfolgreich Gesänge. Die Krieger des Dorfes sind auf einem Raubzug, ein strenger Winter ist hereingebrochen, es gibt kaum noch etwas zu essen, und täglich sterben Menschen an Hunger. In dieser Situation beschließt Thorgals Altersgenosse und Gegner Björn, dem sein Vater während seiner Beutefahrt die Herrschaft anvertraut hatte, dass die Götter nur durch ein Menschenopfer zu besänftigen sind. Und natürlich soll der "unnütze Fresser", der Skalde Thorgal, das Opfer sein.

Thorgals Gesang lockt drei Wale an

Thorgal hat indessen durch seinen bezaubernden Gesang drei Wale angelockt. Die drei Meeressäuger könnten genug Fleisch liefern, um das Dorf für Jahre zu ernähren. Es stellt sich jedoch heraus, dass es sich um drei verwunschene Schwestern handelt. Erlösen kann sie nur derjenige, dem es gelingt, die Nornen, die drei Schicksalsgöttinen, durch seinen Gesang zu rühren und sie zu einer Aufhebung des Fluchs zu bewegen. Was es besonders schwer macht: Ausgerechnet die Göttin Frigg, die bislang immer ihre Hand schützend über Thorgal gehalten hat, war es, die die drei Schwestern einst in Wale verwandelte.

Schwache Story und Widersprüche zur Hauptserie

Die Geschichte ist nicht gerade überwältigend. Der junge Thorgal hat sich als Retter in der Not zu betätigen und muss sich dazu von A nach B bewegen und unterwegs ein paarmal um sein Leben kämpfen. Im Gegensatz zu der ziemlich harten, düsteren Storyline um Kriss de Valnor oder der niedlichen Lupine-Geschichte ist es ein sehr platter Plot. Dass Thorgals Gesang nun so lieblich sein soll, dass er damit Wale anlocken kann, ist obendrein ein Widerspruch zur Hauptserie. Dort war Thorgal ein grottenschlechter Skalde, der sein Handwerk auch nur gezwungenermaßen ausübte, da Aaricias Vater ihn zum Skaldentum verurteilt und von den Waffenübungen ausgeschlossen hatte. Immerhin birgt die Idee, Thorgal gegen einen Fluch Friggs kämpfen zu lassen, ein gewisses Konfliktpotential, und auch die Begegnung mit dem Jägermädchen verspricht, die Beziehung zwischen Thorgal und Aaricia endlich einmal infrage zu stellen.

Namen und Figuren, die nicht in die nordische Mythologie passen

Völlig unglaubwürdig ist jedoch, dass ein verzogenes Kind wie Björn in der Abwesenheit seines Vaters über die Wikinger herrschen soll - und dass keiner der Männer aufmuckt, als das Gör sie herumkommandiert. Unpassend erscheinen der Auftritt einer Succuba und Thorgals Lied über ein Einhorn und die Gewässer des griechischen Unterweltsflusses Styx. Ebenfalls nicht ganz unproblematisch ist die Namensgebung. Servane, Judith und Chloë - das klingt nicht unbedingt nach einem Damentrio aus der Wikinger-Sagenwelt. Nett dagegen, wenn auch gleichfalls etwas unwikingerhaft, sind Flüche wie "Bei den zwölf Bosonen des Gottes Higgs".

Schlimme Deutschfehler verleiden den Lesegenuss

Vor allem ist es ärgerlich, dass der für den deutschen Text Verantwortliche offenbar ein Mitglied der Gesellschaft zur Abschaffung des Genitivs ist. Da warteten die Wikinger also auf die Rückkehr "ihres Chefs, Gandalf dem Verrückten" (S. 3), und Hierulf stellt sich vor als "Gesandter des Althing, dem hohen Gericht der Wikinger" (S. 13). Gut gemeint, aber falsch ist auch die Genitiv-Bildung: "die Zähne eines jungen Drachens" (S. 24). Und warum muss Thorgal unbedingt rufen: "Niemand rührt den Armreif von Aaricia an!" Hätte es nicht ein "Aaricias Armreif" auch getan?
Auch nicht gerade ein Beispiel für perfekten sprachlichen Ausdruck ist Thorgals Feststellung: "Bis sie um einen neuen Anführer gekämpft haben, bin ich weit weg." (S. 34) Natürlich kämpfen die Wölfe nicht "um einen neuen Anführer", sondern um die Herrschaft im Rudel. Ich hatte es ja bereits anlässlich meiner Besprechung des zweiten Lupine-Bandes gerügt: Einfach schade, wenn der Leser in einem so gediegen aufgemachten Hardcover-Album ein derart schlechtes Deutsch geboten bekommt. Werden hier Lektorat und Korrektorat von irgendwelchen Niedriglohnkräften erledigt?

Fazit: Durchschnittliche Story, nette Bilder, schlechtes Deutsch. Nur für Hardcore-Fans geeignet.


Roman Surzhenko, Yann: Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend I - Die drei Schwestern. Bielefeld: Splitter, 2013. 48 S., Euro 13,80.



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Lupine II: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr

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Die Welten von Thorgal: Lupine II - Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr

"Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr" heißt das zweite Comicalbum innerhalb der Reihe "Die Welten von Thorgal", das sich Thorgals Tochter Lupine widmet. Der niedliche Fratz, der mit Tieren sprechen kann und ein ähnlich perfekter Bogenschütze wie Papa Thorgal ist, geriet in die Fänge eines Halbgottes mit dem eigenwilligen Namen Azzalepstön und wurde Opfer einer Persönlichkeitsspaltung: Azzalepstön überzeugte Lupine, ihre "wilde Seite" aufzugeben. Das Ergebnis: Eine "zahme" Lupine, die im Arkadien-ähnlichen Pseudoparadies des Halbgottes zwischen anderen glücklichen, emotionslosen Menschen dahinvegetiert, und eine "wilde" Lupine, die sich für Azzalepstön ins Reich des furchtbaren Wolfsdämons Fenrir aufmacht, um dort die "abgeschnittene" Hand des Gottes Tyr zu erobern.
Die Geschichte selbst ist spannend erzählt und bietet durch die Niedlichkeit Lupines viel fürs Herz - gerade die "wilde", in ein Wolfsfell gekleidete Bogenschützin, die sich mit Pfeil und Bogen den Ungeheuern entgegenstellt, möchte man am liebsten knuddeln. Für Altfans gibt es ein Wiedersehen mit der Wächterin der Schlüssel und dem unbekannten Gott Vigrid, der in seiner Gestalt als geflügeltes Ross optisch einiges hermacht. Querverweise zur Hauptserie, vor allem zum Band "Schwertboot", sorgen für eine gute Anbindung an das Thorgal-Universum.
Etwas ärgerlich sind allerdings die Ecken und Kanten des deutschen Textes. Das fängt schon mit dem Titel an. Wenn der Übersetzer sich schon in der Mythologie nicht auskennt, hätte er zumindest aus dem Album selbst lernen können, dass die Hand des Kriegsgottes Tyr nicht "abgeschnitten", sondern vom Wolf abgebissen wurde.
Sprachliche Schnitzer verleiden den Genuss der Geschichte sehr. Einige Beispiele:
"Ich brauche nicht die Hilfe einer Memme wie dir" (S. 29)
"Wie kannst du mir noch gegenübertreten, nachdem du mich vor dem Bären im Stich gelassen hast?" (S. 30)
"Ich fürchte leider, dass es diesen dummen, gottesfürchtigen Bauern kaum gefallen würde, wenn sie erführen, dass du eine Beziehung zu einem von ihnen unterhältst." (S. 30) (Natürlich unterhält Aarica keine Beziehungen zu "einem von ihnen", sie hatte bloß eine Begegnung mit dem Gott Vigrid.)
Muss ein Germanengott wirklich reden, als hätte er soeben sein großes Latinum und Graecum bestanden? Warum ist es nötig, von der "Dexter" des Kriegsgottes zu sprechen? Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass Helden - gerade die schlichten und direkten Wikingerkrieger und ihre Götter - ihre rechte Hand mit solch einem bombastischen Fremdwort bezeichnen. Das mag in einer romanischen Sprache wie Französisch noch funktionieren, im Deutschen ist es einfach nur geschraubt und hochtrabend. Ist es wirklich angemessen, Fenrir als "lykanthrope Kreatur" zu bezeichnen? "Wolfsdämon", "Werwolf" oder "Riesenwolf" hätte es auch getan - und wäre im Gespräch mit einem Kind wie Lupine sicher passender.

Fazit: Eine spannende Geschichte, hervorragend gezeichnet, leider in sehr schlechtes Deutsch übersetzt. Bitte beim nächsten Mal von einem Fachmann lektorieren lassen.

Yann / Roman Surzhenko: Die Welten von Thorgal: Lupine II - Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr. Bielefeld: Splitter, 2013. 48 S., Euro 13,80.





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Die Welten von Thorgal - Kriss de Valnor III: Einer Königin würdig

Die Abenteuer von Thorgals Erzfeindin, der Heldin, Schurkin und Kriegerin Kriss de Valnor gehen weiter. Nach dem Urteil der Walküren wurde sie "auf Bewährung" ins Leben zurückentlassen - mit der Aufgabe, eine Tat zu vollbringen, die würdig sei, eine Prinzessin zur Königin zu machen. Und mit einem schweren Handicap: Die Pfeilspitze, die sie seit ihrem Tod noch immer im Herzen trägt, wird sie nachdrücklich daran erinnern, dass ihr das Töten verboten ist.
Das Abenteuer "Einer Königin würdig" führt den Leser vom Walküren-Olymp zurück in die raue, heroische Welt der Wikingerabenteuer. Kriss des Valnor trifft auf Hildebrün, eine kriegerische Prinzessin mit homoerotischen Vorlieben. Verglichen mit ihrem schwächlichen, intriganten Bruder wäre sie eigentlich der bessere Thronerbe nach dem Tod ihres Vaters. Doch der Thron des alten König wankt bereits: Das königliche Szepter, das einmal im Jahr bei Vollmond präsentiert werden muss, ist verschwunden. Kriss und Hildebrün machen sich auf die Suche ...
In diesem Album, wie auch in dem neuen Album der Parallel-Serie "Lupine" wird deutlich gemacht, dass wir uns zeitlich auf der gleichen Höhe zur Hauptserie "Thorgal" befinden. Gerade erst hat ein eigenartiger "Händler", der mit einem "Schwertboot" ins Land kam, das versunkene Szepter aus einer von wilden Orcas verteidigten Meeresbucht emporgeholt. Kriss befindet sich also wieder auf der Spur ihres Geliebten und Gegners.
Das Album ist etwas weniger von Gewaltdarstellungen geprägt als die beiden Vorgängerbände, auch wenn Kriss und ihre neue Waffengefährtin durchaus in die Lage kommen, einige ihrer Gegner töten zu müssen, und auch sonst fließt einiges an Blut. Auffallend sind hier jedoch eher die expliziten Darstellungen lesbischer Sexualität zwischen Kriss und Hildebrün. In Anbetracht der Badeszene zwischen Kriss und Thorgals Frau Aaricia im Album "Alte Feindin" scheint es aber gar nicht so überraschend, dass Kriss sich auf Hildebrün einlässt.
Insgesamt ist es eine spannende, abenteuerliche und optisch ansprechende Geschichte. Vielleicht etwas kleinteilig gezeichnet, und die Schrift bereitete mir beim Lesen stellenweise einige Probleme. Sehr schön die Schlusspointe. Ja, das ist tatsächlich Kriss de Valnor, wie sie leibt und lebt.

Fazit: Ein gelungenes Abenteuer, sehr irdisch nach der Rückkehr vom Walküren-Olymp. Spannend, handlungsreich und überaschend. Man freut sich auf den nächsten Teil.

Yves Sente / Giulio de Vita: Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor III: Einer Königin würdig. Bielefeld: Splitter-Verlag, 2013. 48 S., Euro 13,80.




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Kriss de Valnor II: Das Urteil der Walküren
Lupine I: Raissa

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Kriss de Valnor II - Das Urteil der Walküren

Die Gerichtsverhandlung gegen Kriss de Valnor geht weiter: Unter dem Titel "Das Urteil der Walküren" erzählen Texter Yves Sente und Zeichner Giulio de Vita die Geschichte der Diebin, Mörderin und Heldin - bis zu dem Zeitpunkt, als ihr Weg den Weg Thorgals kreuzt ...
Wie bereits der erste Band des Fünfteilers, "Ich vergesse nichts", ist auch dieses Album keine leichte Kost. "Die Welten von Thorgal" mögen in sich niedliche und liebenswerte Kinderabenteuer wie die von Thorgals Tochter Lupine bergen, doch die Welt Kriss de Valnors' ist garantiert nicht der Ponyhof im Thorgal-Universum. Härte, Schmutz, Verrat und Grausamkeit prägten die Kindheit und Jugend dieser Kriegerin, und die Erlebnisse, die sie vor dem Gericht der Walküren schildert, sind durchaus geeignet für ein Plädoyer auf mildernde Umstände wegen einer schweren Kindheit.
Sente und de Vita erzählen, wie Kriss an der Seite des Gauklers Sigwald aufwächst und langsam zur jungen Frau heranreift. Zunächst auf der Flucht vor dem König, dessen grausame Tochter sie im ersten Band getötet haben, werden sie zu einem recht erfolgreichen Schaustellerpaar. Sigwalds Wunden und Trauer scheinen langsam zu verheilen. Doch dann führt sie ein Zufall oder das Schicksal zurück in das Dorf, in dem Kriss das Martyrium ihrer Kindheit durchlebt hat. Die Bogenschützin will blutige Rache nehmen, wird gefangen, vergewaltigt, kann schließlich ihre Peiniger töten und das Dorf niederbrennen, erlebt eine Abtreibung ...
Nein, es sind keine schönen Bilder, die dem Leser hier entgegenblicken, da kann der an olympische heilige Hallen gemahnende Walkürenhimmel noch so hell und golden strahlen, er lässt doch die schmutzige Welt der Kriss de Valnor nur noch härter und grausamer hervortreten.
Sehr geschickt lassen Autor und Zeichner die Geschichte mit der Hauptserie zusammenfließen. "Das Urteil der Walküren" fügt sich nahtlos in die Thorgal-Kontinuität ein und verwächst beinahe organisch mit der Handlung von "Das Volk der Pfeile", in die sie schließlich einmündet. Fast will es scheinen, als hätten Rosinski und van Hamme damals schon bewusst diesen Anknüpfungspunkt für eine eigene Kriss-Story eingeplant.

Fazit: Düstere, sehr brutale Story, optisch erneut großartig, schlüssig und konsequent erzählt und gut in die Hauptserie eingepasst. Nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, aber ein Erlebnis. Sehr gelungen.


Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor II - Das Urteil der Walküren. Text: Yves Sente, Zeichnungen: Giulio de Vita. Bielefeld: Splitter Verlag, 2012. 48 S., Euro 13,80.



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Lupine I: Raissa

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Die Welten von Thorgal: Lupine I - Raïssa

Ein neues Team und eine neue Facette der Welt von Thorgal: Mit "Raïssa", dem Auftakt des Vierteilers "Lupine" geben Texter Yann und Zeichner Roman Surzhenko ihre Visitenkarte im Thorgal-Universum ab und legen ein erstaunliches, sehr stimmungsvolles Album vor.
Nach der Diebin und Kriegerin Kriss de Valnor ist nun Lupine die zweite Person der Thorgal-Serie, die eines eigenen Spin-offs gewürdigt wird. Thorgals Tochter, die ähnlich wie ihre Brüder außergewöhnliche Kräfte hat, wurde einst von ihrer Mutter auf der Flucht in einer Wolfshöhle zur Welt gebracht - direkt neben einer Wölfin, die ebenfalls gerade ihre Jungen warf. Kein Wunder, dass das Mädchen ein besonderes Verhältnis zur Tierwelt und vor allem zu den Wölfen hat.

Thorgals Tochter rettet eine Wölfin

Als "wildes Mädchen" streift sie durch den Wald, lernt Bogenschießen und kann mit den Tieren sprechen. Mit den Jungen im Wikingerdorf, wo ihre Mutter Aaricia und sie auf Thorgals Rückkehr warten, steht sie auf Kriegsfuß und muss sich immer wieder gegen Hänseleien und Angriffe zur Wehr setzen. Als die Jungen eine Wölfin fangen und sie töten wollen, greift Lupine ein und befreit das Tier. Es stellt sich heraus, dass Griz eine verstoßenen Leitwölfin ist, der die böse Wölfin Raïssa das Rudel abspenstig gemacht hat. Raïssa nutzt ihre Macht, um Menschen durch einen Tunnel in das Reich eines - ja, was eigentlich? Zauberers? Gottes? - zu treiben. Und Lupine muss sich entscheiden, ob sie dort ihre "wilde Seite" opfern soll, um das Leben Thorgals zu retten ...

Märchenhafter und liebevoller als "Kriss de Valnor"

Interessant ist der direkte Vergleich zum kürzlich gestarteten Fünfteiler "Kriss de Valnor". In beiden Fällen handelt es sich um Kinder- bzw. Jugendabenteuer. Aber in Kriss de Valnors Kindheit waren Grausamkeit und Gewalt die prägenden Erfahrungen, es wurde ein düsteres, blutiges und erschreckend grausames Album. Ganz anders dagegen die Welt Lupines. Trotz Thorgals Abwesenheit: Hier herrschen Liebe und Zauber, auch eine gewisse Niedlichkeit, vor. Lupine hat eine Kindheit mit kindlichen Rangeleien unter der Dorfjugend, sie hat liebende Eltern, an die sie glaubt und denen sie niemals etwas zuleide tun würde. So hat das Album eher den Charme von "Ronja Räubertochter" und ist ein vollkommener Kontrast zu der furchtbaren Kindheitsgeschichte Kriss de Valnors.

"Lupine" - ein würdiges Abenteuer der Thorgal-Reihe

Das Album ist ein würdiges Abenteuer der Thorgal-Reihe und erinnert an die Werke des alten Duos Rosinski/van Hamme zu seiner besten Zeit. Autor und Texter zeigen deutlich, dass sie schon seit Jahren Thorgal-Fans sind und in der Welt des Sohnes der Sterne zu Hause sind. Liebevolle Details wie Lupines Kette aus lebenden leuchtenden Krebsen und viele Querverweise zur Serie, etwa zum Album "Der Sohn der Sterne" oder zum aktuellen Abenteuer "Schwertboot", machen "Raissa" gleichzeitig zu etwas Besonderem und einem gut eingepassten Teil des Ganzen.
Die Aufmachung ist, wie schon beim Kriss-Band, opulent. Texter und Zeichner werden vorgestellt, auf das 48-seitige Abenteuer folgt ein 20-seitiger Anhang, der außer den Vorstellungen auch zahlreiche Skizzen und Zeichnungen Surzhenkos zum Comic zeigt. Allerdings war der Anhang zum Kriss-Album noch ein wenig textreicher und bot mehr Hintergrundinformationen und Interviews.

Fazit: Ein überzeugender Auftakt eines Teams, das einfach in diese Thorgal-Welt hineinpasst. Weiter so.

Yann / Roman Surzhenko: Die Welten von Thorgal: Lupine I - Raïssa. Bielefeld: Splitter, 2012. 72 S., Euro 15,80.


Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!

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Thorgal 33: Schwertboot

"Schwertboot", der 33. Band der Fantasy-Comireihe "Thorgal", führt den Titelhelden ins Packeis und in eine arktische Küstensiedlung. Zeichner Grzegorz Rosinski und Texter Yves Sente schildern eine abenteuerliche Reise mit Schiff und Schlittenhundgespann, auf der sich der Held bewähren muss.
Anders als auf den Vorgängerbänden, die ganz im Zeichen seines Sohnes Jolan standen, steht diesmal wieder Thorgal selbst im Mittelpunkt des Interesses. Von Jolan und seinen jugendlichen Verbündeten wird lediglich zu Anfang erzählt, dass ihnen ihr geheimnisvoller Ausbilder Informationen über die große Ruhmestat gibt, die er ihnen versprochen hat. Anscheinend werden sie es in den nächsten Alben mit Menschen zu tun bekommen, die nur einen einzigen Gott verehren.

Mit dem Schwertboot ins Packeis

Thorgal selbst dagegen ist vollauf beschäftigt mit der Suche nach seinem jüngsten Sohn Aniel. Um die Entführer zu finden, hat er auf einem Handelschschiff angeheuert, das nach Norden fährt und ihn zum Schutz gegen Überfälle benötigt. Keine grundlose Sorge, wie sich schnell herausstellt. Denn schon beim Passieren eines engen Flussabschnitts geraten sie in einen Hinterhalt, bei dem Thorgal nicht nur seine überragenden Schießkünste unter Beweis stellen kann, sondern auch ein ausgezeichnetes Verständnis für die Zusammenhänge von Geschwindigkeit und Schlagkraft zeigt. Ferner lernt er die Funktionsweise eines wikingerzeitlichen Eisbrechers kennen: Das Schwertboot ist im Bugbereich mit einer Eiszertrümmerungs-Maschinerie ausgestattet und kann sich selbst eine schmale Fahrrinne freischlagen. Der Haken bei der Sache ist, dass das Schff niemals zum Stehen kommen darf. Auf dieser Fahrt gilt es allerdings, eine abgelegene Siedlung mit Waren zu versorgen. Daher wird Thorgal mit einem Schlittenhundgespann abgesetzt und soll einige Tage später an einem verabredeten Treffpunkt wieder an Bord kommen. Dummerweise ist die Siedlung inzwischen in der Hand äußerst brutaler Seekrieger, die einen verlorenen Schatz suchen ...

Überwältigende arktische Bilder von Grzegorz Rosinski

Das Abenteuer besticht erneut durch die großartigen Bilder und die atemberaubende Darstellung der weißen Welt, durch die Thorgal reist. Voranpreschende Schlittenhunde, angreifende Orcas, Schneetiger und eine überwältigende Landschaft - das Ganze kann mit Bilderbänden aus der Aktis durchaus mithalten.

Thorgal lehnt Sklaverei ab

Die Handlung ist nicht herausragend, aber ganz ordentlich gemacht. Thorgal erweist sich erneut als kämpferisch, intellektuell und ethisch überlegener Held, der seinen Prinzipien treu bleibt. Er lehnt wieder einmal das Töten von Menschen ab, lässt nicht einmal einen verletzten Schlittenhund zurück und macht deutlich, dass er von Sklaverei nichts hält. Dass er an Bord des Schiffes zufällig seine alte Bekannte Lehla wiedertrifft, die ihm nach ihrer Befreiung auch noch mit Informationen über den Verbleib Aniels weiterhelfen kann, ist allerdings ein Zusammentreffen, das ausgesprochen konstruiert wirkt.

Fazit: Opulente Wikingersaga in einer faszinierenden Welt. Ein spannendes Abenteuer, kampfbetont und mit viel Liebe zum Detail. Nicht origniell, aber durchaus lesenswert - und sehenswert allemal.

Thorgal 33: Schwertboot. Bielefeld: Splitter, 2012. 48 S., Euro 13,80.


Weitere Thorgal-Bände:

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Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!

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Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard

"Die Schlacht von Asgard" steht bevor: Im 32. Band der Serie "Thorgal" muss der Sohn des Titelhelden ins Reich der Götter aufbrechen - an der Spitze einer Armee aus belebten Lumpenpuppen ...

Rosinski und Sente führen Jolan nach Asgard

Rosinski und Sente setzen die Abenteuer um die Familienmitglieder Kriss de Valnors fort. Während Thorgal selbst sich in einer Nebenlinie der Handlung auf der Suche nach seinem und Kriss' entführten Sohn Aniel in Hafenspelunken und auf Drachenschiffen mit Kaufleuten und Räubern auseinandersetzen muss, ist sein Erstgeborener Jolan noch immer in Diensten des Zauberers Manthor, der von Kahaniel de Valnor und der verstoßenen Göttin Vilnia abstammt. Die im Vorgängerband "Der Schild des Thor" begonnene Geschichte um die alternde Göttin und ihre Puppen und Jolans Aufgabe als Heerführer dieser Armee setzt sich hier nahtlos fort. Der errungene Schild des Donnergottes erweist sich als unverzichtbares Ausrüstungsstück beziehungsweise als Schlüssel für den Weg nach Asgard. Jolan erfüllt nun die Aufgabe, um deretwillen ihn Manthor zu sich berufen hat: Er soll zur Göttin Idun gehen und sie um einen der Äpfel der ewigen Jugend bitten, um Manthors Mutter zu heilen. Allerdings sind die Götter nicht begeistert von dem unberufenen Eindringling. Besonders Loki ist aufgebracht über den unliebsamen Nebenbuhler um Iduns Gunst, es kommt zur Schlacht zwischen Lokis Riesen und Jolans Lumpenpuppen.

Großartig gezeichnetes Thorgal-Abenteuer mit Edda-Flair

Das Album ist - wie überhaupt die gesamte Serie - großartig gezeichnet und ein optischer Hochgenuss. Die im Vorgängerband etwas unangenehm aufgefallene erzählerische Schlichtheit kann man an dem Album gewiss nicht rügen. Die Handlung bietet überraschende Ideen und mit dem Diebstahl von Sifs Goldhaar sogar einen augenzwinkernden Schlenker in die Welt der alten Edda-Erzählungen. Etwas befremdlich ist allenfalls die Darstellung Lokis, der als hässliches Trollwesen mit wallender roter Mähne und großen Ohren daherkommt. Die Rückblende mit der Erzählung von Vilnias und Kahaniels Geschichte, die inzwischen dritte Erzählung der Familienverhältnisse innerhalb der Serie, ist vielleicht etwas redundant, allerdings muss man wohl bei den langen Abständen zwischen den Erscheinungsterminen der einzelnen Alben dem Leser ab und zu ein paar genealogische Informationen zurück ins Gedächtnis rufen. Schade ist auch, dass die vier anderen jugendlichen Helden, die Jolan in "Ich, Jolan" und "Der Schild des Thor" begleiteten, diesmal nicht mit von der Partie sind. Es wäre schön, diese Gruppe noch einmal als Team agieren zu sehen.

Wechsel von Carlsen zu Splitter

Der 32. Band ist, neben dem Sonderband "Kriss de Valnor: Ich vergesse nichts!", das erste Abum der Reihe, das nach dem Wechsel von Carlsen nun im Splitter-Verlag erscheint. Mit der edlen Hardcover-Ausgabe hat der Verlag auf jeden Fall Akzente gesetzt und der Saga einen würdigen Rahmen verliehen. Mit 13.80 Euro ist das Abenteuer nicht zu teuer bezahlt.

Fazit: Ein großartig gezeichnetes Album mit spannender Geschichte. Sehr schön, weiter so.


Grzegorz Rosinski, Yves Sente: Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard. Bielefeld: Splitter. 2011. 48 S., Euro 13,80.


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Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!

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Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!

Kriss de Valnor ist wieder da. Die Bogenschützin, Diebin und Kriegerin war zweifellos der interessanteste und vielschichtigste Charakter der Comicserie "Thorgal" von Grzegorz Rosinski. Jetzt ist die durchtriebene Schönheit wieder auferstanden. "Ich vergesse nichts!" heißt der erste Band eines Fünfteilers über Kriss de Valnor, ein aufwändiges Hardcover-Album, das der Auftakt zu einer neuen Reihe bildet: "Die Welten von Thorgal" ist einigen Weggefährten des Thorgal Ärgirsson gewidmet und soll die Schicksale von ausgesuchten Freunden, Feinden und Familienangehörigen des Titelhelden schildern.

Kriss de Valnor - ein düsteres Album

Dieses Album ist düster. Sehr düster. Und blutig. Die Kindheit Kriss de Valnors hat nichts gemein mit der rauen aber größtenteils heilen Wikinger-Kriegerwelt, in der Thorgal aufwuchs, von elterlicher Liebe keine Spur. Es ist die Geschichte eines getretenen, gequälten kleinen Mädchens, das mit ansehen muss, wie seine Mutter geschlagen und missbraucht wird, die Geschichte einer jungen Frau, die irgendwann in ihrer Verzweiflung zum Messer greift und zusticht.
Die von Autor Yves Sente, der die Reihe Thorgal seit 2007 Jahren schreibt, verfasste und von Giulio de Vita düster und schonungslos ins Bild gesetzte Geschichte beginnt dort, wo das Album "Alte Feindin" endete: mit dem Tod der Titelheldin. Kriss hatte sich geopfert, um ihrem Sohn und Thorgals Familie das Leben zu retten. Eine Tat am Ende eines Lebens voller Mord, Gier und Falschheit, die die Walküren vor ein Rätsel stellt. Sollte die skrupellose Banditin vielleicht doch einen Platz im Kriegerparadies Walhall verdient haben? Kriss wird vor das Gericht der Walküren gebracht und soll im Angesicht der Göttin Freya Rechenschaft über ihr Leben ablegen. "Wer war das Kind, das dich schuf, Kriss de Valnor?", fragt die Göttin. Und Kriss blickt zurück.

Blutiges Titelbild von Thorgal-Schöpfer Grzegorz Rosinski

Schon das Titelbild von Grzegorz Rosinski macht deutlich, dass es sich um eine etwas härtere Geschichte als um die heroisch bunten Fantasy-Wikinger-Abenteuer des Sternensohns Thorgal und um seine eher niedlichen Kindheitserlebnisse handelt. Ein junges Mädchen, Kriss, mit halb vom Leib gerissenen Lumpen, das blutige Messer in der Hand, läuft aus einem Bauernhaus davon. Aus der Tür dringt bereits Feuerschein, das Haus wird gleich in Flammen aufgehen, darüber kreisen wie Totenvögel die Raben. Es geht um Mord und Totschlag, Vergewaltigung, Verstümmelung, um Gewalt und um Kinder, die zur Belustigung einer verwachsenen, missgeborenen Prinzessin in Kerkern gehalten werden. Kein leichter Stoff. Aber sehr stimmig, wenn man sich den Charakter ansieht, der auf diese Weise entstand. Kriss ist ganz sicher nicht eine heroische, edle Kriegerprinzessin mit hohen Idealen und edler Gesinnung. Sie hat von klein auf das Töten gelernt, musste es lernen, immer wieder aufs neue, um ihr eigenes Leben zu verteidigen. Der Charakter, der so entstanden ist, ist eine vielschichtige, gebrochene, aber unbeugsame Persönlichkeit, die es gelernt hat, sich in der Welt der Menschen zu behaupten, und selbst vor der Göttin nicht in Ehrfurcht erstarrt. Eine Persönlichkeit, die den Vergleich mit der ewig blonden Aaricia locker aushält.

Interviews mit Yves Sentee und Giulio de Vita

Das Album ist nicht nur ein mutiges, brillant erzähltes und gezeichnetes Meisterwerk. Es zeichnet sich auch durch seine reichhaltigen Beigaben aus. Im Anhang sind drei umfangreiche Interviews mit Thorgals "Vater" Rosinski, der unter anderem erklärt, warum der Text-Autor Jean van Hamme 2006 aus der Serie ausstieg, mit Yves Sente und Giulio de Vita zu finden, dazu viele Fotos, Skizzen und Entwürfe zu der Serie. Ein echter Leckerbissen.

Fazit: Ein großartiges Album, spannend erzählt und mit überwältigender Optik. Der Leser sollte sich allerdings auf einige härtere Szenen gefasst machen.


Yves Sente/Giulio de Vita: Die Welten von Thorgal. Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts! Bielefeld: Splitter-Verlag, 2011. 80 S., Euro 15,80.


Weitere Thorgal-Besprechungen

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Dietrich von Bern: Rache

"Rache" heißt der dritte und letzte Band der Dietrich-von-Bern-Saga, der jetzt bei Cross-Cult erschien. Peter Wiechmanns Ritterepos, das von José Rafael Méndez Méndez meisterhaft grafisch umgesetzt wurde, erschien erstmals als Fortsetzungsgeschichte in den "Fix und Foxi"-Taschenbüchern und liegt nun als Hardcover-Ausgabe vor.
Der dritte und letzte Band setzt die Erzählung des Vorgängers, "Verrat", fort und berichtet von den Ereignissen nach dem Seitenwechsel des Recken Wittich. Wittich, einst bester Freund Dietrichs, wurde halb übertölpelt, halb war die Sehnsucht des Schmiedssohns nach Rang und gesellschaftlicher Anerkennung verantwortlich dafür, dass er dem Kaiser den Lehnseid leistete. Nun stehen sich die einstigen Freunde und Kampfgefährten gegenüber, sehr zum Nachteil Dietrichs, der erleben muss, wie Wittich sein Heer dezimiert und seine treuesten Gefolgsleute gefangen nimmt. Schließlich hat Dietrich die Wahl: Um seine Freunde zu retten, muss er der Krone entsagen und in die Verbannung ziehen. Es ist der Hof des Hunnenkönigs, der die Recken aufnimmt und ihnen eine neue Heimat bietet.

Dietrich-Saga endet kurz vor dem Kampf gegen die Nibelungen

Dieser Band ist ein Buch, dem man das Nicht-ganz-fertig-Gewordene anmerkt. Die gezeichnete Dietrich-Saga ist Fragment geblieben. Die Abenteuer am Hunnenhof enden mit einem geselligen Abend am Lagerfeuer, an dem der Berner und seine verbliebenen Mannen von alten Geschichten erzählen und Rache schwören. Eigentlich ist das kein Ende. Wer die Sagen um Dietrich und Etzel kennt, weiß, dass die Nibelungenkatastrophe unmittelbar bevorsteht. Die abgebrochene Geschichte wird durch einen neunseitigen Prosatext ergänzt, in dem der Leser erfährt, was weiter geschah. Das ist schade, denn die Kämpfe gegen die Burgunden, das Hildebrandslied und Dietrichs Verschwinden auf einem schwarzen Pferd wären sicher ebenfalls ein großartiger Stoff für Méndez beeindruckenden Federstrich gewesen.

Für Merlin auf der Suche nach dem Gral

Stattdessen ist der abgebrochenen Dietrichssaga ein ziemlich umfangreiches Jugendabenteuer des Helden beigegeben, das den Berner zwar schon als vollausgebildeten Recken an der Seite Hildebrands zeigt, in dem aber die Freunde Gefolgsleute wie Wittich, Heime und Helge noch nicht zu ihm gestoßen sind. Dietrich folgt auf der Jagd einem geheimnisvollen Hirsch, der sich als der legendäre Zauberer Merlin entpuppt. Merlin belegt Dietrich mit einem Bann, worauf dieser sich auf die gefahrvolle Abenteuerreise nach Osten macht, um den Gral zu Merlin zu schaffen. Auch dieses sehr umfangreiche Abenteuer trägt den Charakter des Unvollendeten, Unfertigen. Zwar kann Dietrich am Ende den sagenumwobenen Gegenstand - dargestellt ist der Gral diesmal als geheimnisvoller Schrein, etwa von der Länge eines Unterarms - an sich bringen, doch auch hier ist das Ende seltsam offen. Dietrich und Hildebrand sitzen am Lagerfeuer, Hildebrand fragt, was jetzt mit dem Gral geschehen soll, und Dietrich meint, Merlin werde ihn wohl zur rechten Zeit von ihm einfordern. So gibt es also zwei Dietrich-Erzählungen, die beide Male vor dem Einmünden in einen großen anderen Sagenkreis - Nibelungen und Artus - abbrechen. Beide Enden bleiben offen, und es gäbe noch viel zu erzählen.

Umfangreiches Interview mit Peter Wiechmann

Beigegeben ist der Sammlung außerdem ein sehr umfangreiches Interview mit dem Autor Peter Wiechmann, in dem man erfährt, warum die Texte für diese Neuausgabe nicht originalgetreu, sondern in einer an die 2010er Jahre angepassten Version erscheinen, man erhält Einblicke in die damalige Welt der Comiczeichner und in die Arbeit für Rolf Kauka oder Yps. Ferner gibt es einen sehr informativen und umfangreichen Text über den Gral und die Suche nach diesem mythischen Gegenstand.

Unglückliche Komposition des Abschlussbandes

Der Band ist kompositorisch etwas unglücklich angelegt. Vielleicht würde die Dietrich-Tragödie um die Wahl zwischen dem Leben seiner Freunde und der Königskrone wesentlich besser herauskommen als Schluss eines etwas dickeren Zweiteilers im direkten Anschluss an den Verrat Wittichs. Aber so wird der Leser gleich zu Anfang in das Seelendrama des Berners hineingeworfen, erlebt dann noch ein harmloses Scharmützel am Hunnenhof und ein offenes Ende mit langem "Was danach geschah"-Erzähltext, und wird schließlich in ein zwei Drittel des Buches umfassendes Jugendabenteuer hineingeworfen, das zwar nett ist, aber eben auch nichts Besonderes. Der sehr starke Anfang mit Dietrichs Gang in die Verbannung verpufft dadurch völlig. Und das nette Jugendabenteuer hätte vermutlich auch nicht ganz so seicht gewirkt, hätte man es im ersten Band kurz vor der Sammlung von Dietrichs "Tafelrunde" eingefügt.

Fazit: Hervorragend gezeichneter Comic mit vorbildlichen, informativen Beigaben aber leider sehr unglücklicher Choreographie. Nicht ganz so überwältigend wie die beiden Vorgänger und nicht ganz zu Ende gebracht.


Peter Wiechmann / José Rafael Méndez Méndez: Dietrich von Bern. Band 3: Rache. Cross Cult, 2011. 176 Seiten, Euro 22.


Weitere Bände der Dietrich-Saga

Teil I: Ruhm
Teil II: Verrat

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Tassilo: Das Land ohne Wiederkehr

Tassilo ist wieder da: Der ritterliche Held mit der wilden roten Löwenmähne bricht in seinem 13. Abenteuer auf in das "Land ohne Wiederkehr".
Tassilo muss auf Befehl seines Königs nach China reisen. Es geht um Leben und Tod, denn seine Geliebte Balkis ist der Hexerei angeklagt, und nur wenn Tassilo seinen Auftrag erfüllt, wird der Herrscher ein Auge zudrücken und sie verschonen. Tassilo reitet nach China, wo er eine chinesische Prinzessin, die als Gemahlin seines Kömigs bestimmt ist, eskortieren soll. Doch die Prinzessin wurde entführt. Der Rebellenfürst Qan fordert für ihre Freilassung eines der legendären Drachenpferde, die ihre Reiter angeblich so gut wie unbesiegbar machen. Tassilo, sein Knappe Alwin und dessen Schoßtier, der Simulusnanus Blimli wagen die gefährliche Reise ins Land der Drachenpferde.
Der Comic setzt die bewährte Tradition der Tassilo-Reihe fort: Ein heldenhafter Ritter, ein tollpatschiger Knappe und ein kleines pelziges Wundertier, dazu viele hübsche Frauen, irgendwo zwischen Disney und Manga-Stil, und das Ganze in ein wundervolles, gefahrvolles Zauberland versetzt, in dem Skurriliät, Groteske und Niedlichkeit eine perfekte Symbiose eingehen.
Nur Balkis, die Gefangene des Königs, hat inzwischen ein wenig von ihrem Kindchengesicht verloren, sie wurde eckiger, kantiger und - wie ihr Verhalten beim Tod des Herrschers belegt, auch etwas härter. Allerdings war Balkis niemals eine Barbiepuppe, und schon seit Anfang der Serie ist die Magierin im Gegensatz zu ihrer blonden Schwester eindeutig als eine Frau gekennzeichnet, die mit dunklen Mächten im Bunde war und nicht unter falscher Sentimentalität litt.
Sehr interessant ist, dass Blimli in dieser Geschichte seine Brüder und Schwestern findet. Die posierlichen Simulusnani, über deren Herkunft in der Serie bislang noch wenig bekannt wurde, stammen also aus dem Tal der Drachenpferde. Hier ergeben sich ausgesprochen putzige Bilder, wenn Tassilo und Alwin sich in einer Schar aus Kleinsäugern durchs Niemandsland tasten. Tragisch dagegen die Geschichte der wilden Leizu, die im Tal mit den Drachenpferden lebt. Ein erstaunliches Naturkind, das leider viel zu früh das Zeitliche segnet.

Fazit: Ein meisterhaft gezeichnetes Ritterepos mit ausgespochen niedlichen Charakteren - richtig was für's Herz.

Léturgie/Luguy: Tassilo. Band 13: Das Land ohne Wiederkehr. Eckart Schott Verlag, , 2010. 48 S., Euro 11.

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Dietrich von Bern: Verrat

"Einsam ist der Held als Herrscher" - unter diesem Motto steht Band 2 der Dietrich-von-Bern-Gesamtausgabe. Die Abenteuer des mittelalterlichen Sagenhelden, erzählt von Peter Wiechmann und zeichnerisch in Szene gesetzt von José Rafael Méndez Méndez, drehen sich diesmal um die Ereignisse nach dem Tod von Dietrichs Vater.
Plötzlich ist der Held nicht mehr der jugendlich-unbekümmerte Recke, der auf Abenteuerfahrt auszieht, sondern er muss sich auf dem Thron behauten und Verantwortung für sein Land und Volk übernehmen. Eine Rolle, die dem draufgängerischen Dietrich nicht sonderlich gefällt.
Den Auftakt macht ein Abenteuer, in dem Dietrich und seine Getreuen im Dienste des Kaisers Ermanarich gegen den abtrünnigen Jarl Rimstein ziehen. Hier kann vor allem der Schmiedssohn Wittich sein Heldentum unter Beweis stellen. Es folgt eine eher tragische Geschichte: Dietrich zieht sich allein in die Wildnis zurück, um über seine neue Rolle als König nachzudenken. Doch eine Fürstin will den Berner unbedingt in ihrer Burg haben und sendet den jungen, stolzen Ecke aus, um ihn herauszufordern. Wichmanns und Méndez' Version des mittelalterlichen Eckenlieds macht vor allem die Sinnlosigkeit deutlich, mit der hier das Leben eines jungen Helden ausgelöscht wird. Ecke, ein perfekter Kämpfer und ebensolcher Heißsporn wie Dietrich, hätte am Leben bleiben können, hätte er sich dem Sieger Dietrich einfach unterworfen. Doch selbst entwaffnet und am Boden liegend unternimmt er immer wieder neue Versuche, den Gegner anzugreifen. Schließlich ist Dietrich gezwungen, ihn zu töten, und legt der eitlen Fürstin mit bösen Verwünschungen den Leichnam vor die Füße.
Das Hauptstück der in diesem Band gesammelten Abenteuer ist die Abenteuerfahrt zum Zwergenfürsten Laurin, die Dietrich und seine Gefolgsleute unternehmen, um die schöne Kühnhild, Schwester von Dietrichs Mitstreiter Dietleib, aus der Macht Laurins zu befreien. Ein Abenteuer, in dem der Zeichner Méndez alle Register der Phantasie ziehen kann. Von Hildebrands Suche nach der grausigen alten Zauberfrau und ihrer Prophezeiung über herrliche Blicke in den sagenhaften Rosengarten und Reiterkämpfe mit wehenden Mänteln und fliegenden Schwertern bis hin zum Ritt durch Laurins unterirdisches Zauberreich breitet Méndez eine faszinierende Bilderwelt vor dem Leser aus.
"Verrat", das titelgebende Wort, ist in diesem Sammelband eigentlich nur in der ersten und der letzten Geschichte zu finden, die dem Buch somit einen recht unheilvollen Rahmen geben: Im Schlusskapitel ist es wieder Ermanarich, der seine Finger nach dem Reich des Berners ausstreckt. Ausgerechnet der treue Wittich, der gegen seinen Willen zum kaiserlichen Herzog ernannt wird, findet sich plötzlich auf der Gegenseite wieder. Es kommt zu einer eigenwilligen Allianz zwischen Wittich und dem verräterischen Heime, der in diesem Abenteuer gar keine so schlechte Figur macht.
Mit diesem Band haben Wiechmann und Méndez erneut ein hervorragendes Stück Arbeit abgeliefert. Méndez dynamischer Federstrich und Wiechmanns Erzählung, die trotz aller jugendgerechten Begeisterung für Heldentaten und Ritterpathos nicht in plumpe Heroen- und Haudrauf-Action verfällt, machen aus diesem Comic-Epos ein unvergessliches Erlebnis. Auch in den Jahrzehnten seit der Erstveröffentlichung in Fix & Foxi und Primo hat diese Ritter-Saga noch kein kein bisschen Rost angesetzt.

Peter Wiechmann, José Rafael Méndez Méndez: Dietrich von Bern. Gesamtausgabe. Teil II: Verrat - Einsam ist der Held als Herrscher. Cross Cult, 2011. 192 S., Euro 22.

Zum ersten Teil der Dietrich-Saga
Zum dritten Teil der Dietrich-Saga

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Dietrich von Bern

Was für ein Federstrich! Schon damals in den dicken "Fix und Foxy Extra"-Taschenbüchern hatte dieses Ritterepos eine faszinierende Ausstrahlung. Doch der "Dietrich von Bern", wie er jetzt als stilvolle Hardcoverausgabe herausgekommen ist, raubt selbst Altfans stellenweise den Atem.
Die von Peter Wiechmann geschriebene Saga um den Recken und seine Getreuen wurde von José Rafael Méndez Méndez ins Bild gesetzt. Und was für Bilder. Erst jetzt, ohne die Colorierung, ohne die gelbe Mähne des Helden, ohne Hildebrands roten Bart und das bläuliche Schimmern der Kettenhemden kommt der Federstrich des Meisters richtig zur Geltung, kraftvoll, dynamisch und von dramatischem Schwung.

Der alte Sagenschatz von Theoderich von Verona

Peter Wiechmanns Heldenepos basiert auf den alten eddischen Liedern, der klasssischen Dietrichsepik und dem alten Sagenschatz um den neben Siegfried wohl berühmtesten mittelalterlichen Helden, Theoderich von Verona oder, wie die Sage ihn nannte: Dietrich von Bern. Ein wenig Ähnlichkeit besteht zur Serie "Prinz Eisenherz", beides sind Ritterabenteuer ohne Sprechblasen, wobei hier Erzähltexte und Bild eine ganz eigene Art des Zusammenspiels zeigen und trotz des Buchcharakters der Serie wesentlich mehr Bewegung und zeichnerische Spannung aufweisen.

Dietrich von Bern auf der Suche nach Ruhm

Der erste jetzt neu erschienene Band trägt den Titel "Ruhm" und vereinigt vier Abenteuer in sich: Der erste Teil, überschrieben "Ein Königssohn kämpft um sein Schwert", erzählt von Dietrichs wilder Jugend und seinen ersten Lektionen bei Waffenmeister Hildebrand, dem einzigen, der den kämpferischen Wildfang in Zaum zu halten versteht. In "Turnier der Todesmutigen" machen sich zwei junge Recken auf die Suche nach dem Berner und wollen als seine Kampfgenossen aufgenommen werden: Wittich, der Sohn des sagenhaften Schmieds Wieland, zeigt sich dabei als mutiger und hochanständiger Held, der Dietrich durchaus ebenbürtig ist, während der dunkle Heime den Typus des verschlagenen und hinterhältigen Verräters verkörpert, der in den Bänden danach noch eine unrühmliche Rolle spielt. In "Osanterix wagt die Fehde" kämpfen Dietrich und seine Mannen im Dienste des Hunnenkönigs gegen Osanterix, einen Fürsten, der sich gegen Etzel aufgelehnt. Hier stößt auch der urwüchsige Helge, genannt "der Bär" zu Dietrichs Schar. Im vierten Teil, "Wittichs Rettung und Heimes Verrat", bricht Dietrich auf, seinen Freund Wittich aus dem Turm des Osanterix zu befreien.

Eindrucksvolle Zeichnungen von Méndez Méndez

Sehr eindrucksvoll sind die Kampfszenen, vor allem die in das Schlachtgetümmel preschenden Pferde. Die oft doppelseitigen Darstellungen der aufeinanderprallenden Helden strahlen eine ungeheure Kraft und Dynamik auf. Aber auch die Details an Bewaffnung und Kleidung, die tausend kleinen Einzelheiten, die Méndez zeigt, machen deutlich, dass hier jemand zeichnet, der sich das Mittelalter sehr gut vorstellen konnte.

Nachwort von Peter Wiechmann

Hinzu kommen ergänzende, sehr interessante Artikel über das Leben im Mittelalter, die zum Beispiel über den Ritterschlag oder die Regeln eines Turniers aufklären. Ein Vorwort von Christof Ruoss und ein Nachwort von Peter Wiechmann mit zahlreichen Illustrationen anderer Künstler gehören gleichfalls zur Ausstattung und geben wertvolle Hintergrundinformationen zur Entstehung der Serie.

Fazit: Diesen Comic nach drei Jahrzehnten wieder entdeckt zu haben, war jeden Cent wert. Wer Freude an Graphik Novels hat, kann auf dieses Meisterwerk nicht verzichten.

Peter Wiechmann/ José Rafael Méndez Méndz: Dietrich von Bern. Band I: Ruhm. Cross Cult, 2010. 192 S., Euro 22.



Weitere Bände der Dietrich-Saga

Teil II: Verrat
Teil III: Rache

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Thorgal 31: Der Schild des Thor

Das Götterreich Asgard ist der Schauplatz des 31. Thorgal-Albums, "Der Schild des Thor". Die von Grzegorz Rosinski gezeichnete Fantasy-Saga aus der Wikingerzeit hat seit dem Vorgängerband einen neuen Texter, Yves Sente, der mit dem Ausbau der Figur des Jolan deutlich eigene Akzente zu setzen versucht.

Thorgals Sohn soll den Schild des Thor stehlen

Jolan, der Sohn des Titelhelden Thorgal Ägirsson, ist inzwischen zu einem jungen Mann herangewachsen. Im vorigen Abenteuer, "Ich, Jolan" hatten Rosinski und Sente geschildert, wie Jolan und vier weitere junge Abenteurer sich auf den Weg zur Festung des geheimnisvollen Zauberers Manthor machen, um dort als Novizen Aufnahme zu finden. Nun stellt Manthor sie vor eine besondere Aufgabe: Sie sollen ins Götterreich Asgard vordringen und dort den Schild des Thor stehlen. Nur einer kann das Ziel erreichen, heißt es, doch bis dahin werden die unterschiedlichen Kräfte aller fünf Bewerber benötigt.
Ein zweiter Handlungsstrang schildert die weitere Entwicklung bei Thorgal und seiner restlichen Familie. Jolans Halbbruder Aniel, von dessen gefährlicher Ahnenreihe Thorgals Frau im vorigen Album erfuhr, wird entführt, und Thorgal macht sich auf die Suche nach seinem verlorenen Sohn.

Ein Hochgenuss für's Auge - mit einer schwachen Story

Das Album ist, wie alle Bände der Reihe, optisch ein Hochgenuss. Die Geschichte dagegen ist eher durchschnittlich und ist so oder ähnlich innerhalb der Thorgal-Reihe bereits mehrfach erzählt worden: Ein junger Held bricht zusammen mit einigen anderen auf, um in einer todgefährlichen Gegend eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, wird von seinen Genossen zunächst hinterhältigerweise ausgeschaltet, bleibt dann aber dank seiner Intelligenz und Tapferkeit Sieger und erweist sich durch seine moralische Integrität als würdiger Anführer.
Die Vorstellung der fünf jugendlichen Helden und ihrer unterschiedlichen Kräfte erinnern zudem an typische Superhelden-Teams à la Teen Titans oder Legion. Etwas redundant erscheint auch die nochmalige, leicht variierte Erzählung von Manthors und damit auch Aniels Vorgeschichte.
Es bleibt zu hoffen, dass sich hier noch etwas tut und dass Jolan sich irgendwann zu mehr entwickelt als einer jüngeren und blonden Kopie seines Vaters. Bis jetzt hat der Junge sich an keiner Stelle anders verhalten, als es Thorgal in der gleichen Situation auch getan hätte.

Fazit: Ein meisterhaft gezeichneter Band mit schwacher, vorhersehbarer Handlung. Hoffentlich wird der Autor bald mutiger.

Thorgal. Band 31: Der Schild des Thor. Text: Yves Sente. Zeichnungen: Grzegorz Rosinski. Album. Carlsen Comics, 2010. 48 Seiten, Euro 12.


Weitere Thorgal-Besprechungen

Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Kriss de Valnor I: Ich vergesse nichts!

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42 Verbeugungen vor Hansrudi Wäscher

Eine Hommage an den Zeichner von Sigurd, Falk und Nick, dem Weltraumfahrer - das Album "Wäscher - Pionier der Comics": Wer kennt sie nicht, die Comics der 50er und 60er Jahre von Hansrudi Wäscher? Nun haben 42 Künstler ihren ganz persönlichen Blick auf Sigurd & Co. vorgestellt.

Sigurd mit der „Halbstarken-Locke“, Nick der Weltraumfahrer, Akim und Tibor, die deutsche Antwort auf Tarzan – wer kennt sie nicht, die Helden des berühmtesten deutschen Comiczeichners nach Wilhelm Busch? 42 seiner Kollegen haben jetzt dem Altmeister aus Hannover ihre Reverenz erwiesen: Sie legten ein Album vor, in dem jeder von ihnen seine persönliche Sicht auf Hethkes Figuren zeigt oder in Bildern von seinen Jugenderinnerungen an die in den 60er Jahren von Eltern und Behörden als „Schundliteratur“ bekämpften Hefte und „Picolos“ berichtet. Das in der Edition 52 erschienene Album entstand anlässlich der Verleihung des Comicpreises „PENG!“, den Wäscher auf dem Münchner Comicfestival 2009 für sein Lebenswerk erhielt, und war zugleich der Katalog der dem Zeichner gewidmeten Ausstellung „Pionier der Comics“.

Nick der Weltraumfahrer mit gezogener Laserwaffe

Die Künstler schufen zum Teil großartige ganzseitige Heroen-Poster, wie zum Beispiel Torsten Wolber, der einen mit gezogener Laserwaffe über einen fremden Planeten hastenden Weltraumfahrer Nick beisteuerte, oder Timo Würz, von dem sogar ein doppelseitiges in warmen Rottönen gehaltenes Schlachtgemälde enthalten ist, das die Herzen alter Sigurd-Fans höher schlagen lässt. Viele Zeichner ließen Wäscher auf seine Helden treffen, versetzten den Schreibtisch ihres Idols in die Ritterzeit oder projizierten sein Konterfei in Nicks Weltraumhelm.

Persönliche Erinnerungen an die Zeit der "Picolos"

Es gibt aber auch sehr persönliche Erinnerungen an die Jugendzeit, die bei vielen der Beiträger mit den schmalen Comicstreifen der „Picolos“ begann. So sieht man auf dem in düsteren Schwarzweißtönen gehaltenen Kunstwerk von Chris Scheuert einen bebrillten Jungen mit Wuschelfrisur, der mit großen Augen das bunte Tibor-Abenteuer „Das Grauen im Nacken“ verschlingt. So vertieft ist der kleine Comicfan, dass er gar nicht bemerkt, welches Grauen sich in seinem eigenen Nacken zusammenbraut: Denn hier steht bereits der Vater mit verschränkten Armen und geballter Faust. Der mühsam unterdrückte Zorn, der in ihm kocht, ist dem Mann ins Gesicht geschrieben ...

"Schundhefte!" - Hausverbot für Sigurd

Da erinnert sich Gerhard Förster, der auch die Einleitung schrieb, in einer Bildergeschichte an seine Kindheit und an die Hetze gegen Comics, montiert Überschriften wie „Durch Schund zum Verbrecher“ oder „Die unterwertige Lektüre“ hinein und erzählt davon, wie Sigurd von seiner Mutter Hausverbot bekam. Doch der gewitzte Schlingel bricht schließlich den Widerstand seiner Erziehungsberechtigten mit dem Versprechen: „Schau, Mama, ich kauf' mir den 'Sigurd' nur, bis die Geschichte fertig ist“ - wohl wissend, dass Wäscher als Meister des Cliffhangers die Geschichte niemals enden lassen wird. Denn jede Ausgabe endete damit, dass der Held einer furchtbaren Bedrohung gegenüberstand. Fortsetzung folgt.

Flash Gordon begeisterte Hansrudi Wäscher

Wäscher, der 1928 in St. Gallen das Licht der Welt erblickte, lernte Comics im italienischen Lugano kennen. Besonders die Abenteuer von Flash Gordon, die dort als bunte „Fumetti“ verkauft wurden, faszinierten den Jungen. Später übersiedelte die Familie nach Hannover, wo Wäscher seit 1940 lebte. Dort entdeckte der gelernte Plakatmaler und Grafiker am Kiosk die ersten Picolo-Heftchen des hannoverschen Verlegers Walter Lehning. Er stellte sich dort vor, wurde sofort engagiert und startete 1953 mit Sigurd seine erste Erfolgsserie.

Dschungelheld Akim wird von Tibor abgelöst

Zwei Jahr später übernahm der Verlag die italienische Serie um den Dschungelhelden Akim, die ebenfalls Wäscher übertragen wurde. Als es 1959 Rechtsstreitigkeiten gab, wurde Tibor, der Sohn des Dschungels, geboren – eine Serie, für die zum Teil alte Akim-Abenteuer recycelt wurden: Der bis dahin gelbe Leopardenfellschurz des Protagonisten wurde einfach schwarz gefärbt.

Mit Nick zu den Sternen

Bereits ein Jahr zuvor – 1958 – hatte Wäscher den Griff nach den Sternen gewagt: Der sowjetische „Sputnik“ war damals in aller Munde. Aus Sputnik entstand der Name „Nick“: Nick, der Weltraumfahrer, brach auf ins Universum und erlebte fantastische Abenteuer in Raum und Zeit. Eine zweite Ritter-Reihe startete im Jahr 1960: Falk, wie Sigurd ein blonder Hüne in rotem Wams nur mit etwas zahmerer Frisur, sollte eigentlich den Nibelungenhelden ablösen. Doch die jungen Leser wollten auf den Helden mit der von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften geschmähten „Halbstarken-Tolle“ nicht verzichten. So hatte Wäscher schließlich „beide am Hals“, wie er sich ausdrückte.

Von Lehning zu Hethke

Nach dem Ende des Lehning-Verlags (die Konkurrenz durch die Bastei-Titel wie „Bessy“ wurde erdrückend) arbeitete Wäscher für die Verlage Kölling und Bastei, zeichnete „Nizar, der Tiger-Boy“, „Buffalo Bill“ und „Gespenster Geschichten“. In den 80ern erlebten seine Helden eine Wiederauferstehung in den Alben des Norbert Hethke Verlags, der Sigurd, Nick, Falk und Akim in Alben wieder auflegte. Aber Wäscher lieferte auch neue Abenteuer seiner Helden und legte die neue Serie „Fenrir“ vor. Mit dem Tod des Verlegers im Jahr 2007 endete die Zeit der Hethke-Alben.

Produktivster deutscher Comiczeichner

Wäscher hat in seiner über fünf Jahrzehnte währenden Schaffenszeit ein umfangreiches Oeuvre veröffentlicht. 1993 wurde er als produktivster deutscher Comiczeichner ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Dass die einst als Schund verschrieenen Abenteuer inzwischen als Klassiker gelten, dass er selbst mit Preisen wie jetzt dem „Peng!“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, erfüllte offenbar nicht nur seine Fans, sondern auch seine Kollegen mit großer Befriedigung. So ist das Album „Pionier der Comics“ ein sehr persönliches Buch geworden, in dem jeder der beteiligten Zeichner sich auf seine ureigenste Art vor dem Meister verneigt.

Wäscher – Pionier der Comics. Eine Hommage an Hansrudi Wäscher. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung auf dem Münchner Comicfestival 2009. Edition 52. Album, 65 Seiten. Euro 13.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Vorschau: Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Erhältlich als EPUB oder für den Amazon-Kindle

Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Nächste Lesungen / Termine

Mittwoch, 30. Juli: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Montag, 11. August: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke". Ferienpassaktion des Fördervereins Rudolf von Bennigsen. RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen (Springe). 16 bis 18 Uhr.

Dienstag, 19. August: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 2. September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.

Donnerstag, 25.September: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 3. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 22. Oktober: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Mittwoch, 5. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Freitag, 28. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Dienstag, 30. Dezember: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Zusammen mit Altje Hornburg. Beginn: 19 Uhr.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

Seite der Nestis-Serie:
www.nestis.net

Termine der Hildesheimlichen Autoren

Juli

Mittwoch, 30. Juli: Altje Hornburg und Petra Hartmann lesen in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Beginn: 19 Uhr.


August

Dienstag, 12. August: Mitgliederversammlung, Gewölbekeller des Knochenhauer Amtshauses. Beginn: 18 Uhr
Samstag, 16. August: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.


September

Dienstag, 2. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.
Samstag, 20. September: High Noon auf Radio Tonkuhle mit den Hildesheimlichen Autoren. Beginn: 12 Uhr.
Donnerstag, 25. September: Petra Hartmann liest aus "Darthula, Tochter der Nebel" im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth, Bahnhofstraße 4. Beginn: 19 Uhr.


Oktober

Dienstag, 21. Oktober: "Albertus Magnus und der Dominikanerorden". Mit Uta Jakobi, Marlene Wieland, Eckehard Haase und Peter Hereld. Im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.


November

Dienstag, 4. November: Elviera Kensche und Sonja Klima lesen aus "So'n Schiet aber auch". Im Michaelis Weltcafé. Hildesheim, Langer Hagen 36. Beginn: 18 Uhr.

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, voraussichtlich 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.


Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

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