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Dubai Diaries - Episode 145

Für unsere Küche und jedes unserer Badezimmer haben wir einen separaten Durchlauferhitzer. Natürlich sind alle diese Geräte mit einem Ein/Aus-Schalter versehen, genau wie die dreizinkigen Steckdosen, welche die Emiratis von den Engländern abgeguckt haben. Und üblicherweise schaltet man den Durchlauferhitzer ein paar Minuten, bevor man heißes Wasser braucht, ein.

In den Sommermonaten ist das nicht zwingend erforderlich.

Nach einigen Try-and-Error-Anläufen...



... haben wir inzwischen herausgefunden, daß das ganz normale Leitungswasser in den Sommermonaten schon dermaßen warm (um nicht zu sagen heiß) ist, daß man den Durchlauferhitzer eigentlich gar nicht braucht. Im Gegenteil. Wenn man ihn ausgeschaltet läßt, kann man warten, bis die dort zwischengespeicherten Liter sich soweit abgekühlt haben, daß man sie schön zudosieren kann. Merke: auf "heiß" stellen, wenn du es kühler haben willst.

Aber nur, wenn der Durchlauferhitzer auch wirklich aus ist. Eingefügtes Bild

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Die Rückkehr der dicken Lippe

Angesichts der Tatsache, daß Mr Billy Idol angekündigt hat, noch längst nicht in Rente gehen zu wollen, habe ich mir - sozusagen zur Vorfreude auf das neue Album "Kings & Queens of the Underground" - noch mal seine alten Sachen hervorgekramt. Ich wollte mal testen, wie die Scheiben gealtert sind und was davon man sich auch heute noch (bzw. wieder) anhören kann. Bei der Bewertung der Alben ging es mir dabei um den Gesamteindruck - nicht nur die damaligen Singleauskopplungen, sondern auch die sonstigen Tracks sollten schließlich was taugen.

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Das erste Soloalbum erschien 1982 und hieß schlicht "Billy Idol". In Erinnerung geblieben sind natürlich vor allem die Singles "Dancing with myself", "White wedding", und "Hot in the city". Zeitlos auch die Albumtracks "Come On, Come On", "Dead on Arrival", "Nobody's Business" und "It's So Cruel". Eines der besten Alben.

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Weiter ging es im darauf folgenden Jahr mit "Rebel Yell". Neben der gleichnamigen Singleauskopplung sowie "Eyes without a face" gefallen mir nach wie vor "(Do not) Stand in the shadows" und "Blue Highway" sehr gut, gefolgt von "The dead next door" und "Catch my fall". Mit "Flesh for fantasy" bin ich irgendwie nie richtig warm geworden, der Rest ist auch nicht so wirklich doll.

Die Singles (bzw. deren Maxi-Versionen) der ersten beiden Alben wurden dann 1985 auf "Vital Idol" zusammengefaßt:

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Von "Whiplash Smile" (1986) kann ich mir heute eigentlich nur noch "Sweet sixteen", "Don't need a gun" und "To be a lover" ohne Schmerzen anhören. Über den Rest des Albums breiten wir lieber den Mantel des Schweigens.

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Nach einer Pause - die, bedingt durch einen schweren Motorradunfall, ein Jahr länger dauerte als geplant - meldete sich Billy dann 1990 mit "Charmed Life" zurück:

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Bis heute eines meiner Lieblingsalben von ihm. "Prodigal son" ist ein echter Kracher, "Pumping on steel" und vor allem "Cradle of love" sind toll, "Endless Sleep", "Love unchained", "The right way"... ja, das waren noch Zeiten... Gar nicht gefallen hat mir seine Coverversion von "L.A. Woman", das ist mir irgendwie zu schräg.

Mit Pop-, Blues-, und Countrysongs hatte sich Billy Idol allmählich immer weiter von seinen Punk-Rock-Wurzeln entfernt. 1993 schlug er dann eine völlig neue Richtung ein:

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Man kann "Cyberpunk" lieben oder hassen. Es ist auf jeden Fall ein ungewöhnliches Konzeptalbum (wenn sich auch das Konzept dahinter mir bis heute noch nicht so ganz erschlossen hat). Immer wieder gerne gehört: die Singles "Shock to the system" und "Adam in chains". Weitere Anspieltips: "Love labours on", "Heroin", "Mother Dawn" und "Then The Night Comes". My god... it's full of stars! Eingefügtes Bild

Die nächste Pause fiel noch länger aus. 2001 erschien in der Reihe "VH1 Storytellers" ein Unplugged-Album...

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... von dem vor allem das in "Don't need a gun" eingewobene James-Bond-Theme in Erinnerung geblieben ist, das aber auch andere interessante Versionen alter Hits zu bieten hat. Reinhören lohnt sich.

2005 dann endlich mal wieder ein neues Studioalbum:

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"Devil's Playground" gefiel mir nicht besonders, und mit dieser Meinung war ich wohl nicht allein - ein nennenswerter kommerzieller Erfolg war die Scheibe nicht. Außer "Super Overdrive" und dem ultracoolen "Plastic Jesus" (das - ich gebe es zu - einer meiner All-Time-Favourites ist... man achte auf den Text... man suche nach dem Musikvideo...) habe ich das Album gleich nach dem Hören schon wieder vergessen. Links rein, rechts raus.

Es gibt natürlich einen ganzen Schwall von Best-Of-Compilations von dem guten Mann (sowie ein Album mit Weihnachtsliedern, aber ich habe mir bisher verkniffen, das zu kaufen), von denen aber nur eine exemplarisch genannt sein soll:

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Die Musikproduzenten Blank & Jones haben in ihrer Reihe "So80s" ein Album Billy Idol gewidmet. Im Prinzip eine aufgebohrte Version des oben erwähnten "Vital Idol", ergänzt um die Maxis aus den restlichen 80ern bis einschließlich der Sachen von dem 1990er-Album "Charmed Life". Sind ein paar nette Versionen dabei. Für Komplettisten unverzichtbar, da einige der Titel sonst nicht oder nur schwer auf CD bzw. digital erhältlich sind, beispielsweise die Langfassung von "Cradle of Love".

Ach ja: "Kings & Queens of the Underground" erscheint zwar erst im Oktober, man findet aber ältere Fassungen und Live-Versionen des Stückes auf Youtube. Zum Abschluß noch ein kleiner Werkstattbericht:



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Dubai Diaries - Episode 144

Heute mal wieder zwei Artikel aus der Tagespresse, bei denen ich schmunzeln mußte: "50 % Rabatt auf alle Strafzettel in Umm Al Quwain" (Hallo, Herr Dobrindt, lesen Sie hier eigentlich mit?) und "ISIL wird zum Ziel für arabische Satire" (nicht nur die heute-show traut sich was!).

Den Witz mit dem Taxi fand ich sogar richtig gut. Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 143

Meine Twitter-Follower wissen es bereits: wir haben in den letzten Tagen ein langes Wochenende in der Wüste gemacht, genauer gesagt im Fünf-Sterne-Resort Qasr Al Sarab, welches mitten in einer Gegend liegt, die noch vor wenigen Jahren als eine der unwirtlichsten und lebensfeindlichsten Sandwüsten der Welt galt - dem sogenannten "Empty Quarter" oder Rub' al Khali. Irgendwo dort draußen verlaufen dir Grenzen von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Sultanat Oman und dem Jemen. Ansonsten verlaufen sich dort nur Gazellen, Füchse, Hasen und gelegentlich ein Gecko. Der ideale Ort, um einen Star-Wars-Film zu drehen. Aber immer schön der Reihe nach...

Der Weg zum Hotel führt durch ausgedehnte Wälder. Nun ja, jedenfalls steht das so auf den großen Tafeln, die entlang der Landstraße aufgestellt sind. Der Wald ist erst vor ein paar Jahren gepflanzt worden und derzeit noch kaum höher als ein bis zwei Meter. Aber auch wenn es im Moment noch wie eine Baumschule aussieht, in der die kleinen Pflänzchen in Reih und Glied stehen - der gute Wille ist da, und in ein paar Jahrzehnten wird es dort schon sehr viel grüner aussehen als heute. Der Grüngürtel links und rechts von der Straße ist stellenweise mehrere hundert Meter breit, und er zieht sich immerhin weit über hundert Kilometer ins Landesinnere. Irgendwann wird das ein unübersehbarer Wald sein.

Das Hotel selbst macht seinem Namen alle Ehre: Qasr Al Sarab heißt frei übersetzt so viel wie Palast der Luftspiegelung, und wie eine Fata Morgana kommt es einem auch vor, wenn man - nachdem man die Hauptstraße verlassen hat und noch einmal acht Kilometer über eine schmale (aber immerhin asphaltierte) Straße durch malerische Sanddünen gefahren ist - plötzlich vor einem massiven Gebäudekomplex im Design eines klassischen arabischen Forts steht. Zimmer, Restaurants und Hotelpool sind vom Feinsten - ebenso der Wellnessbereich, in dem wir uns zwischendurch ein paar Mal haben durchkneten lassen. Das gesamte Personal ist vorbildlich geschult, äußerst zuvorkommend und stets darauf bedacht, daß sich der Gast wie zu Hause fühlt. Echt toll! Das alles ist natürlich nicht umsonst, aber jeden Dirham wert. Und falls es dem Gast doch mal langweilig wird, gibt es noch einen ganzen Katalog von Aktivitäten zur Zerstreuung im Angebot.

Am ersten Tag machten wir beispielsweise die halbtägige Liwa-Tour. Unser Reiseführer lud uns in einen Geländewagen und drehte mit uns eine Runde durch die Nachbarschaft. An einer Kamelrennstrecke vorbei ging es zu einem Kamelstall, wo wir ein paar Jungtiere aus der Nähe sehen und fotografieren konnten. Weiter ging es zu einer modernen Gurkenplantage (wenn das Wilfred Thesiger noch erlebt hätte, daß einmal Gewächshäuser mit Gurken in seiner geliebten Wüste stehen würden) und zum Ab-Werk-Verkauf der Liwa Date Factory. Nach einer kurzen Erfrischung in dem restaurierten Liwa Fort ging es zu guter Letzt dann noch einmal in die Wüste, vorbei an einer Herde wilder Gazellen und quer über einen Salzsee bis auf eine zweihundertfünfzig Meter hohe Düne. Von hier aus hatte man freien Blick in die endlose Wüste - und zu unseren Füßen befand sich eine weitere Salzebene, auf der noch vor einigen Wochen ein gewisser J.J. Abrams Szenen für Star Wars VII gedreht hatte:

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Unser Reiseführer erzählte, er selbst habe die Kulissenbauer in der Zeit von Februar bis Mai hin- und herchauffiert. Leider kam es nicht mehr dazu, daß er mal was von den Dreharbeiten gesehen oder die Schauspieler getroffen hätte - dazu war wohl hinterher zu viel Trubel, und die Security wäre wohl sehr strikt gewesen. Trotzdem ein tolles Erlebnis, mal dort vor Ort gewesen zu sein Eingefügtes Bild

Nach langen Stunden im Pool und Spa (Masseur muß auch ein toller Beruf sein... Leuten für Geld Schmerzen zufügen, dazu den ganzen Tag Flötenmusik, Meeresrauschen und Vogelstimmen vom Band) waren wir dann am nächsten Tag ausreichend ausgeruht, um am späten Nachmittag auf Kamelen in den Sonnenuntergang zu reiten.

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Das Reiten selbst war gar nicht mal so schwierig. Abenteuerlich war lediglich das Auf- und Absitzen, denn dabei nimmt der Rücken des Tieres einen äußerst steilen Winkel ein, so daß man sich ein wenig fühlt wie auf einem von diesen elektrischen Bullen. Daß die Sattel keine Steigbügel haben, macht es nicht einfacher... Eingefügtes Bild Wir haben es dennoch ohne Blessuren überstanden.

Der Kurzurlaub war natürlich viel zu schnell vorbei. Beim Auschecken gab es dann noch ein überraschendes und unerwartetes Wiedersehen mit dem deutschen Concierge, der uns vor einem halben Jahr im Intercontinental in Muscat bedient hatte und der im vergangenen Sommer in dieses Hotel gewechselt war. Die Welt ist klein. Aber wenn er mir demnächst in noch einem anderen Hotel wieder begegnet, wird er mir unheimlich. Eingefügtes Bild

Noch mehr Fotos von dem Ausflug gibt's - wie schon gesagt - bei Twitter.

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Dubai Diaries - Episode 142

So. Damit wäre die Frage "Wie bescheuert sind diese Typen eigentlich?!" wohl beantwortet. Und nein, das ist nicht aus dem Pan-Arabia Enquirer. Die Bücher gibt es wirklich:

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Dubai Diaries - Episode 141

Nachtrag zu Episode 137 von neulich: in meinem heroischen Selbstversuch habe ich mich inzwischen auch durch die bizarren M&Ms "Dark Mint" und "Raspberry" getestet. Die Himbeere war nicht so mein Fall, sehr süß und künstlich-fruchtig. Besser war da schon "Dark Mint". Anders als bei After Eight ist hier aber die Schokolade innen, und die bunte gezuckerte Lackschicht außendrum ist es, die nach Minze schmeckt. Ansonsten sehr ähnlich. Auch ganz nett, aber unspektakulär war die Geschmacksrichtung "Birthday Cake". Irgendwie kann ich nicht so ganz rausschmecken, was daran besonders sein soll...

Jetzt muß ich nur noch die mit den Mandeln irgendwo auftreiben, dann habe ich das Sortiment einmal durch.

Ach, was war das Leben damals einfach, als man sich nur zwischen Treets und Bonitos entscheiden mußte...

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Dubai Diaries - Episode 140

Zum Wochenende mal wieder ein Blick in die Presse, Sektion "Vermischtes". Diese Story hier hat es ja sogar nach Deutschland in die Nachrichten geschafft... diese hier auch?

Ansonsten: der Sommer hat sich in den letzten Tagen noch mal mit Temperaturen von über 40°C zurück gemeldet. Ein letztes Aufbäumen, ehe es im Herbst wieder erträglicher wird.

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10 Jahre genetzwerkt (Teil 2)

Oder netzgewerkt. Was auch immer. Als Nachklapp zu dem Eintrag von heute früh hier noch mal zur Feier des Tages meine höchstpersönlich handverlesenen Lieblings-Blogeinträge des letzten Jahrzehnts:

Best of 2014 (year-to-date)

1: Dubai Diaries - Episode 108 vom 20.05.2014
2: Dubai Diaries - Episode 67 vom 16.01.2014
3: Dubai Diaries - Episode 91 vom 04.04.2014

Best of 2013

1: Dubai Diaries - Episode 29 vom 27.09.2013
2: Dubai Diaries - Episode 55 vom 10.12.2013
3: Dubai Diaries - Episode 35 vom 17.10.2013

Best of 2012

1: Star Wars mit der Maus vom 01.11.2012
2: Der Dativ ist dem Captain Future sein Tod vom 06.03.2012
3: 5.165 vom 14.02.2012

Best of 2011

1: Back to Barsoom vom 16.07.2011
2: Der Schatten des Galiläers vom 23.02.2011
3: Weihnachten in Stenkelfeld vom 23.12.2011

Best of 2010

1: Making of 'Grenzpatrouille' vom 16.02.2010
2: 10 kleine Angriffsjäger vom 05.01.2010
3: The Wess'har Wars vom 05.01.2010

Best of 2009

1: Star Trek und ich vom 15.05.2009
2: Tom Bombadil vom 17.07.2009
3: Three Faces: Prelude to War vom 08.03.2009

Best of 2008

1: Tragödie oder Komödie vom 21.01.2008
2: Bücherbrief # 492 vom 15.07.2008
3: Indy IV vom 01.06.2008

Best of 2007

1: Gott und die Welt vom 10.03.2007
2: Vorher - Nachher vom 10.04.2007
3: Six Degrees of Separation vom 30.04.2007

Best of 2006

1: "Ich bin dein Vater!" vom 02.09.2006
2: Plattfuß in Italien vom 17.07.2006
3: Doppelgänger vom 24.06.2006

Best of 2005

1: Weihnachtsrückblick vom 27.12.2005
2: Back from the USA vom 19.11.2005
3: Flash! Ah-haa! vom 27.09.2005

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10 Jahre netzgewerkt

Oder genetzwerkt. Was auch immer. Jedenfalls ist es heute auf den Tag genau 10 Jahre her, daß ich mich hier als Benutzer angemeldet habe. Kommt mir gar nicht so vor, als wäre das so lange her...

Dabei haben wir in dieser Zeit einiges erlebt. Den Fall des Hauses Intrag zum Beispiel. Oder die Diskussion darüber, ob man Perry Rhodan rebooten sollte - lange vor der Veröffentlichung von Perry Rhodan Neo. Nicht zu vergessen die Gespräche über mein Lieblingsfranchise hier und dort und da... Außerdem war auch der Atlantis-Verlag so freundlich, in diesem Forum immer wieder mal über neue Publikationen aus meiner Feder zu berichten. Ach ja... und dann war da noch SF-Netzwerk sucht den Super-Science-Fiction-Star (kurz: SFNSDSSFS)... ein Juxturnier, dessen Ausrichtung mir damals immer viel Spaß (aber auch viel Streß) bereitet hat. Und nicht zuletzt hat hier mein Blog eine Heimat gefunden, in dem alles das steht, wofür es nebenan im Forum keine Rubrik gibt.

Bedanken möchte ich mich bei unseren Webmastern und Moderatoren sowie den vielen Mit-Nauten, die dazu beigetragen haben, daß das Jahrzehnt im Nullkommanix verging. Und ein Toast auf diejenigen, die uns permanent verlassen haben.

Dann mal auf die nächsten zehn... Man liest sich! Ich verabschiede mich natürlich mit DEM BERÜHMTESTEN SATZ AUS STAR WARS!

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Dubai Diaries - Episode 139

Wie in diesen Breitengraden üblich, hat unser Haus einen Trinkwasser-Vorratstank, in dem das vom Wasserwerk kommende (mehr oder weniger) kühle Nass zwischengespeichert ist. Falls mal irgendwo 'ne Störung sein sollte, sitzt man wenigstens nicht gleich auf dem Trockenen und hat eine "Eiserne Reserve". Dieser Wassertank sollte, so die Faustregel, einmal jährlich gereinigt werden. Wir wohnen jetzt schon seit einem Jahr hier und ich habe keinen Schimmer, ob und wann meine Vormieter das haben machen lassen... höchste Zeit also, einen Termin mit unserer Maintenance-Firma zu verabreden.

Als die Handwerker neulich hier waren, um quartalsmäßig die Klimaanlagen zu reinigen, haben sie auch gleich die Wasserzufuhr draußen abgedreht, so daß ich Gelegenheit bekam, den Wasserspeicher über die nächsten Tage so weit leer zu nuckeln, daß sie in den Tank hineinklettern konnten. Als sie zum ersten Mal wiederkamen, mußten sie leider unverrichteter Dinge wieder abziehen, weil ich alleine unmöglich alleine so schnell so viel Wasser verbrauchen konnte.

Dachte ich jedenfalls.

Als ich an dem Abend vor dem Zubettgehen noch die Zähne putzen wollte, kam kein Wasser mehr aus dem Hahn. Eingefügtes Bild Aus der Dusche übrigens auch nicht. Eingefügtes Bild Gut, daß unsere Toiletten auch noch separate Wassertanks haben. Was war passiert? War der Wasserpegel innerhalb weniger Stunden doch so weit abgesunken?

Ein erneuter Besuch der Handwerker brachte Klarheit. Der Tank war noch immer zu 2/3 voll, aber an einer Pumpe war ein Ventil kaputt. Am letzten Samstag sollte alles gerichtet sein, morgens früh würde jemand kommen, um sich darum zu kümmern. Gegen 18 Uhr abends rief man mich dann an, um mir zu sagen, daß man es leider an dem Tag dann noch nicht mehr schaffen würde... Eingefügtes Bild Doof, daß ich (am Wochenende!) extra früh aufgestanden war und den ganzen Tag hier brav gewartet hatte. Eingefügtes Bild

Inzwischen läuft das Wasser aber wieder, und alle Arbeiten wurden - wenn auch etwas später als gedacht - anständig erledigt.

Mal gucken, was als nächstes kaputt geht... Eingefügtes Bild

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Dubai Diaries - Episode 138

Mein Auto hat einen Vogel.

Okay, es ist nicht wirklich mein Auto, und es ist auch kein echter Vogel. Tatsache ist aber, daß der Leihwagen, den mir unsere Leasingfirma zur Verfügung gestellt hat, während mein Nissan in der Werkstatt ist, ein akustisches Warnsignal von sich gibt, sobald man das behördliche Tempolimit von 120 km/h überschreitet. Und dieses Warnsignal klingt verdächtig nach einer Kuckucksuhr.

Nun ist es so, daß eigentlich kaum jemand sich an die 120 km/h hält. Auch die Radarfallen, von denen es hier gefühlte Zigmillionen gibt, haben eine derart großzügige Marge, daß die 120 km/h de facto eher die Richtgeschwindigkeit auf den emiratischen Autobahnen sind. Aus gut informierten Kreisen weiß ich, daß die Blitzgeräte erst bei > 140 km/h blitzen.

Von Gesetz wegen haben aber alle Autos, die in den Emiraten zugelassen werden, einen Tempowarner. Bei 120 km/h gibt es also einen akustischen (z.B. "Ding-Dong! You are speeding!") und/oder visuellen (z.B. ein rotes Lämpchen im Armaturenbrett) Warnhinweis, daß man sich jenseits der zulässigen Höchstgeschwindigkeit fortbewegt.

Mein Nissan Pathfinder hat nur ein dezentes orangefarbenes Lämpchen im Display. Die Erbauer des mir leihweise überlassenen Mitsubishi Pajero (jaa-haa, ich weiß, was das auf Spanisch heißt!!!) hingegen haben sich für die Kuckucksuhr entschieden. Und so hatte ich auf dem Hin- und Rückweg zum/vom Büro heute eine lustige Geräuschkulisse im Auto.

Wie kriege ich das jetzt wieder aus'm Kopp?! Ah, hier, ich weiß schon, was dagegen hilft. Das hier.

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Dubai Diaries - Episode 137

Ihr kennt doch diese Schokolinsen namens M&M's, ne? Die gibt es ja üblicherweise in gelben und braunen Tütchen zu kaufen, je nachdem, ob eine Erdnußhälfte in der Schokolinse drin ist oder nicht.

Nun, es gibt im hiesigen Fachhandel auch noch andere Sorten: Raspberry zum Beispiel. Oder Peanut Butter. Klingt gruselig? Tja, ich habe beschlossen, die mal in einem furchtlosen Selbstversuch alle durch zu testen. Die mit der Erdnußbutterfüllung waren ziemlich lecker. Dringendst abraten kann ich hingegen von dem sogenannten Snack Mix, wo sich neben den Schokolinsen auch Mini-Salzbrezel, kleine Kekse und fade Erdnüsse in der Tüte befinden, alles bunt durcheinander. Bäh. Eingefügtes Bild

Gespannt bin ich auf die Variante Pfefferminz in dunkler Schokolade. Das klingt irgendwie nach After Eight.Eingefügtes Bild Könnte lecker sein... aber nach den beiden anderen Tüten brauche ich erst mal 'ne Pause. Eingefügtes Bild


PS: gibt es diese Sorten in Deutschland eigentlich auch? Hatte ich noch nie vorher gesehen...

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Dubai Diaries - Episode 136

Was Qatar kann, können wir in Dubai schon lange. Außerdem besser. Und größer:

Dubai plant Bewerbung für Olympische Spiele!!!

Nein, kein Witz. Kein Aprilscherz. Und auch nichts aus dem Pan-Arabia Enquirer, sondern aus der seriösen Gulf News.

Wenn ich so nach draußen gucke... also, bei DEM Wetter möchte ICH keinen Marathonlauf machen müssen. Aber vielleicht dachten sie ja an die Winterspiele...

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Dubai Diaries - Episode 135

Ich erwähnte es ja bereits vor einem Jahr in Episode 23: man kann hier durchaus - wenn man kein Moslem ist, wohlgemerkt - ganz legal Alkohol kaufen. Man muß sich halt nur die dafür notwendige Berechtigungskarte, die sogenannte Liquor License, ausstellen lassen. Nach einem Jahr muß man die Karte dann gegen eine Gebühr von 160,- AED (entspricht etwa 32,- EUR) verlängern lassen, was bei mir heute der Fall war. Das geht relativ simpel in jeder Filiale der beiden Geschäfte (African + Eastern und MMI), die hier für den Vertrieb von Bier, Wein und Hochprozentigem authorisiert sind.

Man muß lediglich nachweisen, daß man immer noch hier wohnt (Resident Visum, Emirates ID Karte und Kopie des Mietvertrags) und daß der Arbeitgeber keine Einwände dagegen hat, daß sich der Arbeitnehmer gelegentlich ein Feierabendbierchen oder -weinchen zwitschert (belegt durch eine vom Arbeitgeber signierte und gestempelte Einverständniserklärung). Wenn alle Unterlagen komplett sind, ist zwei bis drei Wochen später die neue Karte in der Post. So lange kann ich mich halt mit dem Durchschlag des Antragsformulars ausweisen und weiter einkaufen, sitze also nicht unversehens auf dem Trockenen.Eingefügtes Bild

Es gibt da noch ein paar Vorschriften, die gewiss ihren Sinn haben, aber auf den ersten Blick putzig wirken. Das Mindestalter für den Alkoholkonsum liegt bei 21 Jahren - okay, geschenkt. Weiter: man muß ein geregeltes Einkommen von mindestens 3.000,- AED (= 600,- EUR) monatlich nachweisen. Eingefügtes Bild Hm. Okay, betrifft mich auch nicht. Was aber ulkig ist: man bekommt auf seiner Karte eine monatliche Höchstgrenze eingestanzt, bis zu der man dann einkaufen darf. Und diese Höchstgrenze ist wiederum einkommensabhängig. Stop, Moment, richtig gelesen: wer wenig verdient, darf es nicht versaufen - und je mehr man verdient, desto mehr kann man sich hinter die Binde kippen. Oder man darf, oder man muss... so ganz habe ich den kausalen Zusammenhang da noch nicht verstanden. Eingefügtes Bild Wahrscheinlich gibt es auch hierfür einen plausiblen Grund, ich habe ihn nur noch nicht gefunden.

Egal. Prost!

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Dubai Diaries - Episode 134

Die Häuser in der Wohnsiedlung "Arabian Ranches", wo wir derzeit zu Hause sind, gehören den verschiedensten Eigentümern: von Unternehmen, welche die Häuser dann weitervermieten, bis hin zu privaten Investoren ist alles dabei. Natürlich gibt es auch Leute, die sich hier ein Eigenheim gekauft haben und selbst darin wohnen. Die meisten unserer Bekannten wohnen aber - wie wir - zur Miete.

Das ganze Gelände wurde von dem Immobilienunternehmen Emaar erschlossen und bebaut, welches es auch heute noch bewirtschaftet und sich um die Müllabfuhr, die Instandhaltung von Straßen, Leitungsnetzen usw. kümmert. Wer hier ein Haus besitzt, zahlt also diese jährlichen Kosten an die Verwaltungsgesellschaft.

Oder auch nicht.

Neben den kleinen Wärterhäuschen, welche an der schrankenbewehrten Einfahrt zu jedem Viertel stehen, befinden sich seit einigen Tagen auch große Tafeln, in denen in großen, freundlichen Buchstaben die Hausnummern der Villen angeschlagen sind, deren Besitzer die Abgaben noch nicht beglichen haben. "Shaming by naming". Eingefügtes Bild Da weiß man u.U. auch gleich, was für einem Vermieter man aufgesessen ist. Gut, daß wir nicht dabei sind... Eingefügtes Bild Aber mit unserem Vermieter haben wir auch alhamdulillah ein gutes Verhältnis. Eingefügtes Bild

Falls ihr mal gucken wollt, was für Häuser in unserer Nachbarschaft derzeit zum Verkauf oder zur Vermietung stehen: am besten hier klicken.

Ach ja: hier noch ein kleiner Imagefilm über die Aktivitäten von Emaar drüben in der Innenstadt. Sehr professionell gemacht! Eingefügtes Bild




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Achim Hiltrop