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Gallaghers Chronik



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Nippon News - Nachschlag

Geschrieben von Gallagher , 17 April 2015 · 10 Aufrufe
Nippon, News, Fotos, Twitter
Ich lade übrigens gerade einen ganzen Schwall Fotos von unserem Japan-Urlaub bei Twitter hoch.

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Ich hoffe, die Bilder gefallen euch...


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Dubai Diaries - Episode 187

Geschrieben von Gallagher , 17 April 2015 · 66 Aufrufe
Dubai, Diaries, MEFCC und 3 weitere...
Am vergangenen Wochenende ging in der Messehalle des World Trade Centers in Dubai der Middle East Film & Comic Con über die Bühne. Am Donnerstag Nachmittag konnte ich meines VIP-Tickets schon vor den "normalen" Besuchern hinein. So lange es noch halbwegs leer war, hatte ich dann auch Gelegenheit, tatsächlich mal an die Stände heran zu kommen, Artwork zu bestaunen, mit einigen Künstlern zu reden und - ganz wichtig! - ein paar Schnäppchen zu machen, ehe mir einfach jemand die besten Stücke vor der Nase wegkaufte. Nett unterhalten habe ich mich u.a. mit John Bolerjack (hier seine Galerie auf DeviantArt), bei dem ich schon im letzten Jahr was gekauft hatte und auch jetzt wieder fündig geworden bin. Gesprochen habe ich außerdem mit jemandem vom benachbarten Themepark IMG World of Adventures, der mir versicherte, der Park würde im nächsten Winter eröffnen - die Verspätung läge daran, daß man mit den Lizenzgebern noch mal nachverhandelt habe und jetzt wirklich die allerallerneusten Attraktionen und die allerbeste Technik eingekauft hätte. Wir werden sehen.

Viel mehr habe ich an dem ersten Nachmittag nicht geschafft - ich war noch zu kaputt, weil wir an dem Morgen erst aus Japan zurückgekehrt waren und ich in der Nacht nur rund zwei Stunden gedöst hatte...

Am zweiten Tag habe ich unter anderem ein gigantisches X-Wing-Spiel spiel dürfen (und zur Abwechslung sogar mal gewonnen). Der Spielfeld war so groß, daß das Würfeln und das Bewegen der Schiffe eine richtig schweißtreibende Arbeit war...

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Den Rest des Nachmittags habe ich dann damit verbracht, für Autogramme in der Schlange zu stehen. Bei William Shatner hat es sich ausgezahlt, daß ich das teurere VIP-Ticket gekauft hatte - hier stand ich in der Fast-Track-Spur und hatte nur ein paar Dutzend Leute vor mir. Neben uns standen dann noch tausende (!) Fans in der normalen Warteschlange. Keine Ahnung, wie lange der arme Mann da gesessen und gekritzelt hat. Viel Zeit für persönliche Gespräche war jedenfalls nicht; ich habe ihn höflich gebeten, meine Blu-Ray-Box zu signieren, er fragte "ungefähr wo?", und ich ging mit diesem Resultat von dannen:

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Im Anschluß daran hatten die Veranstalter dann Hayley Atwell und Sam J. Jones gleichzeitig für eine Autogrammstunde eingeplant, so daß ich mich schweren Herzens für einen der beiden Stars entscheiden mußte.

Tja.

Ein Blick nach links, wo die Ordner gerade den Ansturm von hunderten von Hayley-Atwell-Fans zu bändigen versuchten und dabei die Absperrungen immer wieder mal fröhlich und willkürlich veränderten, bis das Chaos komplett war, niemand mehr wußte, ob er in der richtigen Schlange stand und die VIPs plötzlich keine separate Reihe mehr für sich hatten, sondern mit dem gewöhnlichen Pöbel durcheinandergemischt wurden. Und dann ein Blick nach rechts, wo nur eine Handvoll Mittvierziger mit Bierbauch unter dem Flash-Gordon-T-Shirt auf ihr Idol warteten. Ganz klar, wo ich mich dann anstellte. Kurz darauf war ich stolzer Besitzer dieser Trophäen:

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... und was soll ich sagen: Sam J. Jones hat sich erstaunlich gut gehalten! Er ist zwar letztes Jahr 60 geworden, sieht aber nicht viel älter aus als Ende 40, Anfang 50 oder so. Nicht schlecht.

Der dritte Tag gehörte dann dem X-Wing-Turnier, das Olivier Gheysen von der Battlezone organisiert hatte (Fotos von der Veranstaltung gibt es auf seiner Facebook-Seite). Ich bin immerhin unter die Top 10 gekommen - was bei nur acht Teilnehmern aber auch kein Wunder ist. Okay, ich gebe es zu, ich war das Schlußlicht. :blush: Aber ich habe bei den drei Spielen, die ich gespielt habe, einiges gelernt und bin seitdem schon wieder besser geworden. Beim ersten Turnier habe ich ohnehin keine Sensation erwartet. :closedeyes: Aber ich spiele ja nicht, um zu gewinnen, sondern um das Spiel zu lernen... gewinnen kann ich dann ein anderes Mal immer noch. :happy:


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Nippon News 2015 - Nachwort

Geschrieben von Gallagher , 17 April 2015 · 7 Aufrufe
Nippon, News, Osaka, Japan
Inzwischen sind wir seit einer Woche wieder aus Osaka zurück im heimischen Dubai. Es warten noch hunderte von Fotos darauf, gesichtet, sortiert und nachbearbeitet zu werden - das mache ich irgendwann im Sommer, wenn die Temperaturen so hoch sind, daß man hier nicht aus dem Haus gehen kann. Nach erster Schätzung haben wir in den knapp zwei Wochen mehr Fotos gemacht als damals in den ganzen drei Jahren. Na gut, vor 20 Jahren hatten wir noch Kameras mit Filmen, auf die nur 24 Bilder gingen - da hat man sich schon sehr genau überlegen müssen, welches Bild man nun knipst. Heute? Die beiden Spiegelreflexkameras hatten je eine 32-GB-Speicherkarte, und meine Tochter hat dann unterwegs noch auf zusätzliche 64 GB aufgerüstet. Dazu noch ein paar Dutzend Bilder, die wir im Vorbeigehen mit iPhone und Blackberry geschossen haben (letztere habt ihr ja auf Twitter schon gesehen). Da kommt einiges zusammen...

Zum Land selbst kann ich den bisherigen Nippon-News-Meldungen eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Viel hat sich nicht verändert, einige Ecken sehen noch exakt so aus, wie wir sie in Erinnerung hatten. Andere Stadtteile von Osaka (wie auch der, in dem wir damals lebten) haben schon markante Veränderungen durchgemacht. Es sind mehr so die kleinen Details, die wir vermissen: die uniformierten Elevator Ladies in den Kaufhäusern zum Beispiel. Oder daß keine einzige der Fußgängerampeln, die wir in den zwei Wochen benutzt haben, noch das japanische Kinderlied Toryanse gespielt hat.

Die Zeit scheint an vielen Stellen dort echt stehen geblieben zu sein. Das ist nicht immer eine gute Sache. Was damals für uns schick und blitzblank, supermodern und futuristisch gewirkt hat (der Kansai International Airport , das Hotel Nikko oder das Hotel New Otani zum Beispiel) ist inzwischen arg in die Jahre gekommen. Es ist fast so, als habe man zwar neue Mobiltelefone und Computer, ansonsten aber seit den neunziger Jahren nicht mehr viel investiert. Bei den Menschen, die man auf der Straße trifft, kann man die Gaijin immer noch an einer Hand abzählen (außer an den touristischen Hotspots natürlich). Es gibt mehr Japaner als früher, die sich individuell (um nicht zu sagen ausgeflippt) kleiden und stylen, aber ansonsten ist es immer noch eine Mainstream-Gesellschaft.

Haben wir uns trotz allem wohlgefühlt? Ein klares Ja! Ihr könnt mich irgendwo auf dem platten Land (bzw. yama no naka) dort aussetzen, und ich finde wieder nach Hause und kann unterwegs noch ein Bier und was zu essen bestellen. Könnte ich mir vorstellen, noch einmal dort zu leben? Da sage ich mit Radio Eriwan im Prinzip ja. Es käme halt schon sehr auf den Job, die Location und die allgemeinen Rahmenbedingungen an. Werden wir wieder 20 Jahre warten, bis wir mal wieder nach Japan reisen? Möglicherweise nicht, vielleicht sind wir schon in 5 oder 10 Jahren wieder dort, um nach dem Rechten zu sehen.

Schau'n wir mal, dann seh'n wir mal. ;)


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Nippon News 2015:12

Geschrieben von Gallagher , 08 April 2015 · 97 Aufrufe
Nippon, News, Osaka, Umeda
Da der letzte Tag in Japan (natürlich) mit Nieselregen begann, haben wir den Morgen in dem Grand Front verbracht, was einer Mall nach emiratischem Verständnis noch am nächsten kommt. Schließlich hatten wir noch ein paar Last-Minute-Besorgungen zu erledigen - alles so Sachen, die wir nicht zwei Wochen kreuz und quer durch Westjapan spazieren fahren wollten.

Abschließend haben wir noch eine Bildungslücke gefüllt: in den drei Jahren damals hatten wir irgendwie nie die Zeit gefunden, auf das Dach des Umeda Sky Buildings zu fahren. Das Gebäude besteht aus zwei Hochhaustürmen, die auf halber Höhe durch eine Brücke und ganz oben über eine Aussichtsplattform verbunden sind. Die letzten paar Meter bis zur Aussichtsplattform legt man über eine Rolltreppe zurück, die durch eine gläserne Röhre in schwindelerregender Höhe von einem Flügel des Gebäudes zum anderen führt. Das kribbelt schon ein wenig in der Magengrube...

Von unten betrachtet sieht diese waghalsige Konstruktion dann so aus:

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Jetzt sitzen wir am Flughafen und warten darauf, daß der Schalter von Qatar Airways aufmacht. Und dann geht es via Doha nach Hause, wo mit dem MEFCC schon das nächste Highlight auf uns wartet...


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Nippon News 2015:11

Geschrieben von Gallagher , 07 April 2015 · 54 Aufrufe
Nippon, News, Himeji
Heute morgen ging es mit Fähre, Straßenbahn und Shinkansen von Miyajima nach Himeji, wo wir einen kleinen Zwischenstopp einlegten, ehe es zurück nach Osaka ging.

Himeji ist für seine schneeweiße Burg bekannt, die u.a. schon als Kulisse für Produktionen wie "You only live twice" und "Shogun" herhalten mußte. Die Burg liegt inmitten der Stadt in einem großen Garten von Kirschbäumen, und da dies die letzten Tage für ein zünftiges Hanami sind, war rund um die Festung schwer was los.

Auch im Inneren der Burg war Schlangestehen angesagt. In Tippelschritten und auf Socken ging es die kleinen steilen Treppenstufen bis zur höchsten Turmspitze hinauf - wo es aber kaum etwas zu sehen gab, denn - anders als in Osaka oder Hiroshima zum Beispiel - beherbergt der Burgturm kein Museum, sondern ist innen komplett leer. Die ganze Anlage besteht größtenteils aus Holz und ist somit unterm Strich nicht viel mehr als ein gigantisches Fachwerkhaus. Immerhin ist dieses Bauwerk noch größtenteils echt antik und nicht wie Osaka-jo eine Totalrekonstruktion aus Zement. Zudem wurde die Burg erst vor einigen Tagen nch mehrjähriger Rekonstruktion und Generalreinigung wiedereröffnet. Jetzt strahlt sie noch weißer als vorher - auch die Dachziegel wurden geweißelt, so daß es jetzt permanent so aussieht, als habe es gerade geschneit.

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Inzwischen sind wir wohlbehalten wieder in Osaka angekommen und haben für die letzte Nacht im Hotel New Otani Quartier bezogen. Wir haben ein geräumiges Familienzimmer bekommen, mit Blick auf die nächtlich beleuchtete Burg und die altehrwürdige Osaka-jo Hall, wo wir damals schon Sting spielen sahen.
Morgen erledigen wir noch ein paar letzte Besorgungen, ehe es gegen Abend zurück zum Flughafen geht.


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Nippon News 2015:10

Geschrieben von Gallagher , 06 April 2015 · 13 Aufrufe
Nippon, News, Miyajima
Die schönsten Momente auf Miyajima sind die, wenn der Ansturm der Tagesausflügler am späten Nachmittag allmählich verebbt und man sich fühlt, als wäre man fast allein auf der Insel (Eingeborene und Rehe mal nicht mitgezählt). Abends sind dann die Tempel und Schreine hell beleuchtet, so daß man all das, was man tagsüber schon unzählige Male fotografiert hat, noch einmal in einer ganz anderen Stimmung aufnehmen kann.


Wir haben heute unsere Streifzüge durch die Heiligtümer und Andenkenläden des Örtchens erfolgreich abgeschlossen. Unser Ryokan ist klasse, die Verpflegung einsame Spitzenklasse: auf dieser Insel ernährt man sich irgendwie nur von Aal und Austern. Unglaublich, wie viele verschiedene Rezepte man daraus zaubern kann!


Und morgen heißt es Abschied nehmen von meinem Lieblingsfleckchen Japan...


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Nippon News 2015:09

Geschrieben von Gallagher , 05 April 2015 · 39 Aufrufe
Nippon, News, Miyajima
Das Ryokan Aioi hat noch einen wichtigen strategischen Vorzug: nicht nur, daß alle essentiellen Sehenswürdigkeiten zu Fuß innerhalb weniger Minuten erreichbar sind - quasi direkt vor der Haustür legt auch ein Touristenshuttle ab, das in weniger als einer Stunde zu der malerischen kleinen Insel Miyajima übersetzt. Das haben wir heute früh gleich dem Frühstück getan, unsere Koffer in unserem nächsten Domizil - dem Ryokan Miyarikyu - deponiert und anschließend begonnen, die Insel zu erkunden.

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit von Miyajima und eines der Wahrzeichen von Japan ist der Itsukushima-Schrein, dessen leuchtend orange lackiertes hölzernes Portal in den Stunden der Flut draußen im Meer steht. Bei Ebbe wiederum kann man dort zu Fuß hingehen.

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Was wir bei unserem letzten Besuch damals nicht geschafft, heute aber nachgeholt haben: eine Fahrt mit der Seilbahn hinauf zum Mount Misen, dessen dicht bewaldeter Gipfel die kleine Hafenstadt majestätisch überragt. So viel Grün auf einmal habe ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen.


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Nippon News 2015:08

Geschrieben von Gallagher , 05 April 2015 · 13 Aufrufe
Nippon, News, Hiroshima, Ryokan
Der Tag begann mit einer schlechten Neuigkeit: nur Sekunden, nachdem ich ein Foto des Shinkansen bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof von Kyoto gemacht hatte, verlor ich meinen nagelneuen Regenschirm, als ich mein Gepäck an Bord des besagten Zuges wuchtete. Klappernd. verschwand das gute Stück in der Spalte zwischen Zugtür und Bahnsteigkante. Mind the gap.

Der Rest des Tages verlief dann deutlich erfreulicher. Zum einen kamen wir so früh in Hiroshima an, daß wir diesmal endlich auch mal einen Spaziergang hinauf zur Burg machen konnten (ein Erlebnis, für das wir damals in den 90ern leider nie Zeit hatten) und dort eine hübsche kleine Sammlung von Schwertern und Rüstungen bewundern durften. Außerdem gibt es in dem dortigen Museum eine ganze Etage, die dem Design und der Funktionsweise mittelalterlicher Latrinen gewidmet ist, mit sehr anschaulichen Exponaten incl. versteinertem Samurai-A-A. Muß man gesehen haben.

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Zum anderen gab es unter Mittag endlich mal wieder Sushi. Früher standen die Sushi-Buden, in denen der Fraß am Fließband an der Theke entlang rollte, nicht gerade in dem Ruf, die beste Qualität zu liefern. Der Laden, in dem wir waren, kokettiert offenbar bewußt mit diesem Vorurteil. Das Essen war jedenfalls ausgezeichnet, und auch gar nicht mal so billig. Aber Qualität hat nun mal ihren Preis.

Gleiches gilt für unser Hotel, das Ryokan Aioi. Das Ryokan liegt direkt neben der weltberühmten Gedenkstätte für den ersten Atombomben-Abwurf und somit nur wenige Meter vom historischen Ground Zero entfernt. Die Zimmer sind im traditionellen japanischen Stil eingerichtet, und abends gibt es ein beeindruckendes Kaiseki-Menü direkt im Zimmer serviert, ehe die Futons auf den Tatami-Matten ausgerollt werden.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im Peace Park, der die Gedenkstätte umgibt, und dem dazugehörigen Museum. Leider ist der Flügel des Museums, der sich mit der Situation von Hiroshima vor der Atombombe beschäftigt, leider gerade wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Schade, denn jetzt sieht es wieder so aus, als habe die Atombombe der bösen, bösen Amerikaner ein harmloses Hafenstädtchen aus heiterem Himmel getroffen, um arme Schulkinder bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Das hier auch ein strategischer Flottenstützpunkt und eine der Waffenschmieden des Kaiserreiches war, wird dann in dem anderen Teil des Museums erklärt, wenn er eines Tages wieder öffnet.

Schade eigentlich, daß Hiroshima nicht noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten hat - allein schon für das Aioi lohnt es sich, her zu kommen. Nun ja, morgen geht es weiter nach Miyajima.


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Nippon News 2015:07

Geschrieben von Gallagher , 03 April 2015 · 10 Aufrufe
Nippon, News, Kyoto
Nachdem wir gestern schon den goldenen Pavillon des Kinkaku-ji bewundert haben, war heute der sogenannte silberne Pavillon des Ginkaku-ji an der Reihe, der - ihr ahnt es bereits - im Gegensatz zu seinem goldlackierten Gegenstück überhaupt nicht versilbert ist. Trotzdem ein hübsches und altes Bauwerk mit einem sagenhaften Garten.

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Danach holte uns das schlechte Wetter ein. Einen kurzen Blick konnten wir noch auf den riesigen Heian-Schrein werfen, ehe der Regen immer stärker wurde und uns zwang, das Nachmittagsprogramm komplett zu kippen. Wir flüchteten uns in die vielen, kilometerlangen und - heute ganz wichtig! - überdachten Einkaufsstraßen in der Nähe des Gion-Viertels, wo wir noch ein paar Besorgungen machten.

Auf dem Weg zurück ins Hotel fiel uns auf, daß wir schon eine ganze Woche hier sind, aber erst einmal Sushi gegessen haben. Irgendwie waren die Sushi-Restaurants in unserer Nachbarschaft dünn gesät. Das müssen wir in den nächsten Tagen kompensieren. Morgen gibt's erst mal Okonomiyaki in Hiroshima.


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Nippon News 2015:06

Geschrieben von Gallagher , 02 April 2015 · 11 Aufrufe
Nippon, News, Kyoto, Sightseeing
Heute meinte das Wetter es wieder gut mit uns. Also: früh aufstehen und Nonstop-Sightseeing. In einer Stadt wie Kyoto fällt das Priorisieren schwer, aber ich denke, wir haben es richtig gemacht.

Der Vormittag gehörte zwei japanischen Einträgen auf der Weltkulturerbe-Liste: dem Kinkaku-Ji (siehe Bild) und dem Zen-Steingarten im Ryoan-Ji.

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Mittags gab's Yudōfu zur Stärkung, bevor es weiterging zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem berühmten Nijo-Jo. Dieses Schloß ist bekannt für seinen "Nachtigallenboden", d.h. die hölzernen Dielen des Palastes geben bei jeder Bewegung ein hohes, dünnes Zirpen von sich. Es heißt, dies sei eine natürliche Alarmanlage gewesen, die den Shogun vor etwaigen Attentätern warnen sollte.

Nach dem Abendessen ging es dann noch kurz in den nächtlich beleuchteten Garten eines weiteren Schreines, dem Soren-Ji. Sehr stimmungsvolle Bilder - die Kamera des Blackberry kann kaum was davon einfangen:

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Morgen soll das Wetter wieder durchwachsen sein... Aber meine Twitter-Follower wissen bereits, daß ich auf Regen vorbereitet bin.


P.S.: ach ja... Halbzeit!


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Nippon News 2015:05

Geschrieben von Gallagher , 01 April 2015 · 11 Aufrufe
Nippon, News, Kyoto, Gion, Hanami
Heute früh sind wir von Osaka nach Kyoto umgezogen, der nächsten Etappe unserer Japan-Rundreise. Da unser Zimmer noch nicht bezugsfertig war, hatten wir noch Zeit, uns im alten Gion-Viertel umzusehen, ehe wir dann in der Teestube En eine kurze Einführung in die Abläufe der japanischen Teezeremonie erhielten. Nun ja, was man ein paar ignoranten Gaijin halt in einer Dreiviertelstunde so vermitteln kann... Für so ein jahrhundertealtes und hochkomplexes Ritual bräuchte man eigentlich mindestens eine ganze Stunde.

Unser Hotel liegt strategisch günstig für die weitere Erkundung der Stadt. Wir haben uns übrigens für ein Zimmer im japanischen Stil entschieden, komplett mit Shōji-Schiebetüren und Tatami-Matten. Betten gibt es keine, dafür werden dann abends mollige Futon-Matratzen auf dem Boden ausgelegt. Hat irgendwie ein bißchen was von Camping, aber indoor.

Im nahen Yasaka-Schrein war heute Abend übrigens fröhliches Hanami angesagt. Bei diesem netten Frühlingsbrauch versammelt man sich zum Picknick unter den blühenden Kirschbäumen und erfreut sich an der Blütenpracht, den mitgebrachten Snacks und reichlich Sake und Dosenbier. Unser Abendessen bestand darin, von Freßbude zu Freßbude zu ziehen und uns diverse Imbißspezialitäten einzuverleiben: Takoyaki, Krebsfleischspieße, Oktopusspieße usw. Lediglich um den Wagen mit dem Döner (kein Witz) haben wir einen Bogen gemacht.

Draußen ist es immer noch ein wenig regnerisch und windig, und die Shōjis klappern leise. Morgen soll es aber wieder schön werden. Hoffen wir's.


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Nippon News 2015:04

Geschrieben von Gallagher , 31 March 2015 · 10 Aufrufe
Nippon, news, 2015, Nara, Rehe und 3 weitere...
Die japanische Kleinstadt Nara liegt eine Dreiviertelstunde östlich von Osaka und ist für zwei Sachen weltberühmt: da wäre zum einen der Todai-Ji-Tempel zu nennen, das größte hölzerne Gebäude der Welt, in dem eine knapp 15 Meter große Buddha-Statue steht.

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Und dann sind da noch die Rehe.

In dem weitläufigen Park, der die vielen Tempel und Schreine von Nara beherbergt, tummeln sich auch etliche tausend Rehe. Außerdem tummeln sich dort die Verkäufer von Reh-Keksen. Nein, keine Sorge, diese Kräcker sind nicht aus Rehen gemacht, sondern für Rehe.

Und inzwischen wissen die Viecher das.

Wer wissen möchte, wie es sich anfühlt, die Redewendung "scheu wie ein Reh" ad absurdum zu führen, der kauft für 150 ¥ ein Päckchen Reh-Kekse bei einem der Verkäufer. Aller Wahrscheinlichkeit nach findet der- oder diejenige sich Sekunden später in einem Pulk von Rehen wieder, die mit der Geschwindigkeit von Piranhas über die Kekse herfallen. Und wenn es ihnen nicht schnell genug geht, wird man auch schon mal gezwickt oder umgerempelt. Die meisten sind aber gut erzogen und verbeugen (!) sich sogar zum Dank, damit man sie streicheln kann. Kein Witz.

Während sich in Nara in den letzten 20 Jahren scheinbar nichts verändert hat, ist das Elektronikviertel Den-Den-Town in Osaka ziemlich vor die Hunde gegangen. Früher gab es hier in Nipponbashi in wirklich jedem Laden ein Fachgeschäft für Computer und/oder Kameras und/oder Software und/oder Haushaltsgeräte und/oder Unterhaltungselektronik. In den Filialen von Joshin plärrte den ganzen Tag die Firmenhymne aus den Lausprechern, gegenüber bei Sofmap das gleiche. Beide Songs habe ich heute noch ins Hirn eingebrannt, die Dinger waren noch schlimmer als "It's a small world".

Heute... Fehlanzeige. Keine Musik mehr, kaum Leute auf der Straße, die Hälfte der Geschäfte geschlossen. Was es zu kaufen gibt, sind Second-Hand-CDs und Laserdiscs, gebrauchte CDs und Konsolenspiele. Joshin und Sofmap gibt es zwar noch, aber das Sortiment ist arg zusamnengeschrumpft und die Filialen sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Dazwischen gibt es immerhin noch ein paar Spielzeugläden mit Sammelfiguren zu diversen Animes und Mangas (wo ich in Sachen Star Wars fündig geworden bin, wie meine Twitter-Follower bereits wissen) und einen recht gut sortierten Kamera-Shop, der das gesuchte Objektiv für die Nikon meiner Tochter vorrätig hatte.

Zum Abendessen gab es endlich Yakiniku, nachdem wir gestern schon Shabushabu und Sukiyaki hatten.

Und das war's auch schon mit unserem Osaka-Aufenthalt. Morgen geht es weiter in die alte Kaiserstadt Kyoto, wo uns eine echte Teezeremonie erwartet.


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Hab ich's nicht gesagt?

Geschrieben von Gallagher , 30 March 2015 · 9 Aufrufe
A-ha, comeback, Konzert, Rio
Okay, in einem Punkt habe ich mich damals im Jahre 2009 geirrt: es hat keine 15 Jahre gedauert, bis die norwegische Band a-ha ihr Comeback nach dem unwiderruflich allerallerletzten Konzert angekündigt hat, sondern nur sechs.

Aber der Rest stimmt so ziemlich. Sogar die Begründung war irgendwie vorhersehbar.

Im Herbst sind sie also mit einem neuen Album wieder am Start, gepaart mit einem Auftritt bei "Rock in Rio" und der obligatorischen Tournee. Mal gucken, wie es wird. Zuletzt waren ja ein paar ganz ansehnliche Alterswerke in der Playlist ("Foot of the mountain", "Shadowside", "Summer moved on", "Lifelines" usw.)


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Nippon News 2015:03

Geschrieben von Gallagher , 30 March 2015 · 11 Aufrufe
Nippon, News, Osaka-jo und 1 weitere...
Nachdem es gestern den ganzen Tag Bindfäden geregnet hat, begrüßte uns Osaka heute früh mit einem wolkenlosen, strahlend blauen Himmel. Perfektes Wetter zum Fotografieren, könnte man meinen. Das fanden nicht nur wir, sondern auch die Busladungen von Touristen, die gemeinsam mit uns das Schloß von Osaka erstürmten.

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Das Schloß sieht von außen zwar prachtvoll aus, ist aber ein Blender. Das Gebäude ist eine Rekonstruktion aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, innen komplett mit Aufzug für gehfaule Touristen. Wir sind natürlich mit gutem Beispiel voran gegangen und haben die Stufen hinauf zur Aussichtsplattform genommen. Was sind schon acht Stockwerke unter Freunden...

Nach einem Imbiß in einer urigen kleinen Rāmen-Kneipe ging es dann weiter zum
Shitennō-Ji, dem ältesten buddhistischen Tempel Japans. Natürlich sind auch hier die meisten Tempelbauten deutlich jünger als 1500 Jahre, aber so wie er ist, ist er schon beeindruckend genug.

Wir sind übrigens gerade rechtzeitig zur Kirschblütensaison in Japan angekommen. Jetzt darf es nur in der nächsten Woche nicht zu stürmisch sein, sonst ist die ganze Pracht dahin...


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Nippon News 2015:02

Geschrieben von Gallagher , 29 March 2015 · 9 Aufrufe
Nippon, News, Japan, 2015
Es gibt Sachen, die fallen einem erst beim zweiten Hinsehen auf. Früher gab es in den großen Kaufhäusern von Osaka adrett uniformierte und perfekt geschminkte junge Damen, die den ganzen Tag lang in den Aufzügen auf und ab fuhren, Knöpfe drückten und ansagten, was es in der jeweilen Etage zu kaufen gab. Die gibt es heutzutage nicht mehr.

Überhaupt hat sich unsere Wahrnehmung bezüglich der depātos (jap. Variante von department store) gewandelt. Früher kamen die uns riesig vor, quasi auf Augenhöhe mit mondänen Häusern wie Harrod's, Galeries Lafayette oder dem KaDeWe. Und heute? Jetzt wirken die gleichen depātos auf uns wie die nächstbeste Karstadt-Filiale, ein bißchen spießig und ein bißchen muffig. Na gut, vielleicht sind wir etwas verwöhnt von den gigantischen ultramodernen Konsumtempeln aus Dubai.

Das Haus, in dem wir früher wohnten, steht noch immer wie ein Monolith in Tsurumi 3-chome. Drum herum hat sich aber einiges geändert. Wo früher das Werksgelände von Tsurumi Pumps lag, steht heute eine schicke kleine Mall, die uns heute Mittag Schutz vor dem Nieselregen bot. Unser Lieblingsrestaurant in der Nachbarschaft gibt es nicht mehr, genau so wenig wie unseren Bäcker. Dafür kam uns auf der Straße die Dame entgegen, die immer noch nebenan die Schnellreinigung betreibt.

Zum Mittagessen gab es kushikatsu in einem Restaurant in Kyobashi, wo wir damals schon verkehrten. Zum Abendessen ging es erneut zur nahen Freßmeile Dotombori.

Morgen soll das Wetter wieder besser werden, so daß wir endlich en paar schöne Fotos vom Schloß und vom Shi-Tennoji-Schrein machen können.






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