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Gallaghers Chronik



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Dubai Diaries - Episode 153

Geschrieben von Gallagher , 31 October 2014 · 30 Aufrufe
Dubai, Diaries, Al Jubail und 1 weitere...
In meinem Beruf treibe ich mich ja oft in sogenannten Chemieparks herum. Mein letztes Büro in Deutschland lag im Chemiepark Marl, der beachtliche 6.5 km² groß ist. Dann gibt es da noch den Industriepark Höchst, mit 4 km² auch nicht gerade klein.

Jubail Industrial City liegt in Saudi-Arabien und ist 80 km² groß. Und weil es dort allmählich voll wird, ist eine Verdopplung des Geländes in Vorbereitung. Allein schon der Umfang, den die Pläne für die neuen Wohnanlagen haben, ist beeindruckend:



Wenn ich da an die bescheidenen Zechensiedlungen im Ruhrpott denke... :blush:


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Dubai Diaries - Episode 152

Geschrieben von Gallagher , 31 October 2014 · 23 Aufrufe
Dubai, Diaries, Riyadh, Einreise
Ich glaube, wir können die beliebte Reihe "Merkwürdige Sachen, die Big G bei der Einreise in fremde Länder passieren" allmählich einstampfen. Nachdem in Jordanien kein Schalter für Doofe mehr gebraucht wird (wie in Episode 151 berichtet), ist jetzt auch die Einreise nach Saudi-Arabien überraschend gut und effizient organisiert. Kein Herumirren in einem Pulk von Menschen mehr. Kein Rätselraten, an welchem Schalter man eigentlich genau ansteht und ob man dort richtig ist... jetzt ist die gesamte Ankunftshalle mit Absperrbändern in Bahnen eingeteilt, und schon ganz zu Beginn steht jemand, der einem freundlich hilft, den richtigen Weg einzuschlagen. Die Beamten der Einreisekontrolle tragen keine Uniformen mehr, sondern traditionelle Dishdasha, und sitzen in funkelnagelneuen schneeweißen Kapseln (die uralten Schalterhäuschen hat man wohl abgerissen oder weggesprengt). Die Wartezeiten hielten sich in Grenzen, die Paßkontrolle und die eigentliche Einreise dauerten nur ein paar Minuten. Am meisten überrascht hat mich mein Sachbearbeiter, als er mir meinen Paß mit den deutschen (!) Worten "Schön, dich kennen zu lernen" zurückgab. :blink: :huh: Ich mußte mich fast kneifen, um mich zu vergewissern, daß ich wirklich gerade in Riyadh gelandet war... was für ein Unterschied zu meiner allerersten Ankunft hier damals im Dezember 2013.

Meiner nächsten Reise nach Saudi-Arabien sehr ich jetzt sehr viel entspannter entgegen.


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Dubai Diaries - Episode 151

Geschrieben von Gallagher , 24 October 2014 · 58 Aufrufe
Dubai, Jordanien, Visum und 1 weitere...
Ich glaube fast, irgend jemand bei der Paßkontrolle des Queen-Alia-Airports von Amman hat mein Blog gelesen, genauer gesagt Episode 67 der Dubai Diaries. Als ich in dieser Woche zum ersten Mal seit einigen Monaten dort einschwebte, hingen plötzlich überall über den Schaltern der Paßkontrolle große Schilder, in denen man unmißverständlich darauf hingewiesen wurde, daß man sich hier das Einreisevisum kaufen dürfte. Und für diejenigen, die trotzdem stumpf an den bereitstehenden Geldautomaten und Wechselstuben vorbeigeschlurft waren, gab es sogar die Möglichkeit, mit Kreditkarten zu bezahlen. Siehste, geht doch! Sehr gut, so macht Reisen Spaß! :respect:

Diese Investitionen müssen aber eine Menge Geld verschlungen haben: ich kann mich ziemlich genau daran erinnern, daß das Visum im Januar noch 20,- Jordanische Dinar gekostet hat. Jetzt kostet es 40,- :blink:

Von dem Schreck erholt habe ich mich dann abends auf der Terrasse des Marriott-Hotels am Toten Meer (meine Twitter-Follower kennen ja bereits die Fotos von dem Sonnenuntergang). Zu essen gab es lustigerweise Spaghetti alla puttanesca. Hätte nie gedacht, ein Gericht mit diesem Namen in einem Land in diesem Teil der Erde zu bekommen... vermutlich wußte keiner von denen, was das heißt... :whistling:


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The Twilight Zone: Death Ship

Geschrieben von Gallagher , 18 October 2014 · 41 Aufrufe
The Twilight Zone, Death Ship
Neulich im Flugzeug gesehen: Episode 6 aus der 4. Staffel von "The Twilight Zone". Ein spannender kleiner Science-Fiction-Klassiker aus der Feder von Richard Matheson, mit Quincy und Baron Rolf von Stuppe an den Kontrollen einer fliegenden Untertasse. Unbedingt gucken:




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Dubai Diaries - Episode 150

Geschrieben von Gallagher , 17 October 2014 · 47 Aufrufe
Dubai, Diaries, Souk
Was dem Perser sein Basar, ist dem Araber sein Souk. In Dubai gibt es noch vereinzelt Überbleibsel dieser klassischen Marktviertel, wie beispielsweise den Gold Souk in Deira. Ansonsten gibt es natürlich auch etliche nachgebaute Souks in den großen Malls, beispielsweise den im Erdgeschoß der Dubai Mall, den Souk Al Bahar am Fuße des Burj Khalifa, den Souk im Madinat Jumeirah oder den Souk Khan Murjan in der Wafi Mall. Im Wesentlichen gibt es dort all die Souvenirs zu kaufen, die der Tourist so braucht. Und auch wenn es alles sehr auf "authentisch" getrimmt ist, handelt es sich bei den meisten Geschäften - gerade bei denen in den Malls - nicht mehr wirklich um Einzelhändler mit Lust am Feilschen, sondern um ganz normale Andenkenläden mit gültigen Preisschildern. Die Verkäufer laden den Passanten mit freundlicher Ansprache ein, näher zu treten oder doch mal unverbindlich in den Laden zu schauen - alles sehr freundlich und höflich, ganz ohne Zwang.

Daß es auch anders geht, habe ich neulich gesehen, als ich mit ein paar Kollegen in der Altstadt von Kairo unterwegs zu einem Restaurant war. Kaum hatten wir das besagte Viertel erreicht, da wurden wir schon von diversen Geschäftsleuten angesprochen (der originellste - weil ehrlichste - Spruch dabei war noch "Hallo mein Freund, wie kann ich heute an dein Geld kommen?"). Bedingt durch die Ereignisse der letzten Monate ist der Tourismus in Ägypten stark zurück gegangen, und so stürzen sich die Souvenirverkäufer in Scharen auf jeden, der auch nur ansatzweise wie ein Nicht-Ägypter aussieht. Einer war besonders penetrant; er hängte sich an unsere Gruppe dran, als ob er dazugehörte, gab ungefragt den ortskundigen Reiseführer und wies mit stoischer Regelmäßigkeit darauf hin, er habe ja hier um die Ecke auch einen Laden, den er uns unbedingt im Laufe des Abends noch zeigen mußte. Na gut. Wir ließen ihn gewähren und gingen auch noch artig mit (wobei "hier um die Ecke" mehr "am anderen Ende der Stadt" bedeutete). Im Laden selbst wollte er mir dann alle möglichen Statuen von Nofretete, Tut-Ench-Amun und den diversen ägyptischen Gottheiten aufschwatzen, die er in allen Formen und Farben hatte - sandfarben oder schwarz, auf antik gebeizt oder knallbunt, mit Licht und/oder Glitzerflitter... allmählich war ich am Ende meiner legendären sprichwörtlichen engelsgleichen Geduld angelangt, und als er dann auch noch sagte, er habe wirklich alles und was ich denn überhaupt suchen würde, mußte ich mich sehr beherrschen, um nicht doch rotzig (aber wahrheitsgemäß) "einen Jawa mit Vinyl-Cape von Kenner, originalverpackt auf einer 12er-Karte von 1977, mit AFA-Zertifikat nicht unter 80 Punkten" zu sagen. Mann, war der Typ lästig... Um endlich Ruhe zu haben, kaufte ich ihm dann irgendwann einen - zugegeben - recht hübschen steinernen Skarabäus ab. Ohne Feilschen, nur um ihn zu ärgern. Auf dem Weg zum Restaurant dackelte er dann noch weiter hinter uns her, um uns auch noch auf die Geschäfte seiner Cousins und Brüder aufmerksam zu machen.

Netter hingegen ist es im Blue Souk im benachbarten Sharjah. Hier haben wir inzwischen zwei Geschäfte identifiziert, die die in unseren Augen beste Auswahl und Qualität an Antiquitäten und Pashmina-Schals haben: Sindbad Antiques und Sea Gull Nest. Die Verkäufer sind sehr nett, und ein bißchen verhandeln kann man hier auch.

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Dubai Diaries - Episode 149

Geschrieben von Gallagher , 15 October 2014 · 78 Aufrufe
Dubai, Diaries, Klo, Abwasser
Ein Viadukt ist eine faszinierende Konstruktion. Schon die alten Römer verstanden es, Wasser aus Gebirgsbächen abzuzweigen und über erstaunliche Entfernungen in ihre Städte umzuleiten, um dort öffentliche Brunnen, Badehäuser und Aborte mit Wasser zu versorgen. Schon wenige Millimeter Gefälle pro Kilometer genügen, und das Wasser läuft und läuft und läuft und läuft...

Leider ist viel historisches Ingenieurswissen seitdem verloren gegangen. Das mit dem Gefälle hat sich offenbar auch nicht bis zu dem Typen herumgesprochen, der unser Haus in Dubai gebaut hat. Anders ist es nicht zu erklären, daß der Abfluß unserer Toilette im Erdgeschoß quasi waagerecht verläuft. In Kombination mit dem relativ geringen Wasserdruck einerseits und den geringen Rohrdurchmessern andererseits sind da regelmäßige Verstopfungen leider vorprogrammiert. Und verstopfte Klos sind - gerade bei den Temperaturen hier - alles andere als lustig, das könnt ihr mir glauben.

Andere Leute haben doch auch Toiletten im Erdgeschoss, und die fließen alle ab... warum hat ausgerechnet derjenige, der bei uns den Abfluß konstruiert hat, noch nie was vom Phänomen der Schräge gehört?! Es ist doch so einfach. Paßt auf, wir erklären es noch einmal:




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Dubai Diaries - Episode 148

Geschrieben von Gallagher , 10 October 2014 · 108 Aufrufe
Dubai, Diaries, TheNational und 1 weitere...
Zum Wochenende mal wieder ein Blick in die hiesigen Tageszeitungen mit Schlagzeilen, die es auch nur hier geben kann: ein Ehestreit der etwas anderen Art, Google Street View entdeckt die Wüste auf dem Rücken eines Kamels, und der teuerste Hamburger der Welt.

Erwähnenswert ist auch das Schicksal eines ägyptischen Autofahrers, der sich im Straßenverkehr in Dubai daneben benommen hat. So ein unbedachter Stinkefinger kann im ungünstigsten Fall dann auch schon mal die sofortige Deportation zur Folge haben... vor allem, wenn der andere Verkehrsteilnehmer ein Offizier des emiratischen Militärs ist. Eingefügtes Bild Ich fahre seitdem noch anständiger. :blush:


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Dubai Diaries - Episode 147

Geschrieben von Gallagher , 06 October 2014 · 111 Aufrufe
Dubai, Diaries, Femto-LASIK und 1 weitere...
Ein Vierteljahrhundert Nasenfahrrad sind genug. Insbesondere in Dubai ist das Leben für Brillenträger nicht leicht: ständig beschlagen die Gläser, wenn man aus der klimatisierten Mall in die Backofenhitze draußen tritt, außerdem muß man immer umständlich zwischen normaler Brille und der geschliffenen Sonnenbrille wechseln, wenn man im Auto unterwegs ist. Und dann sind da noch die 3D-Brillen, die man im Kino irgendwie auf die Brille stülpen muß, ohne Letztere zu zerkratzen... Nachdem ich mal wieder ein Sammelsurium haarfeiner Kratzer in relativ neuen und hochwertig beschichteten Brillen- und Sonnenbrillengläsern entdecken mußte, hatte ich den Papp ein für allemal auf. Eine Augen-OP mußte her.

Nach kurzem Googeln und ein paar Anfragen im Bekanntenkreis entschied ich mich für eine hochmoderne Femto-LASIK-Operation in der lokalen Filiale der renommierten Londoner Moorfields-Klinik. Natürlich war ich anfangs ein wenig besorgt, ob denn dabei etwas schief gehen könnte und ob ich bei einem ärztlichen Kunstfehler ggfs. Gefahr laufen würde, zu erblinden. Mein Arzt konnte mich aber beruhigen - schlimmstenfalls würde ich hinterher lediglich weiterhin eine Brille brauchen, und das Risiko, daß der Laser durch Hornhaut, Linse, Netzhaut und Sehnerv bis ins Hirn brennen würde, war auch sehr überschaubar.

Am vergangenen Dienstag war es dann soweit. Die OP dauerte insgesamt nicht viel mehr als eine Viertelstunde und bestand im Wesentlichen darin, daß ich mit jedem Auge ein paar Sekunden lang in helle Lichtquellen gucken mußte. So richtig fies war nur der Moment, als es für einen Augenblick mal nach verbranntem Gewebe roch. Direkt nach der OP konnte ich auch schon wieder sehen, wenn auch wie durch einen dichten Nebel (das lag aber auch daran, daß die Augen noch mit einem Betäubungsmittel ein wenig ruhig gestellt worden waren). Im Laufe des Abends stellte sich dann ein leichtes Jucken oder Brennen ein, so als ob man ein Staubkorn oder eine Wimper im Auge hat. An den Augen reiben durfte ich natürlich nicht, dafür habe ich aber diverse Augentropfen, die u.a. für die Befeuchtung der Augäpfel vorgesehen sind.

Für die Nacht habe ich durchsichtige Plastikschalen in Form von Augenklappen bekommen, die ich beim Schlafen tragen muß, damit ich nicht versehentlich an den Augen reibe oder durch ein Kissen Druck auf die Augäpfel ausgeübt wird. Mit den Dingern sehe ich ein bißchen aus wie 4-LOM. Eingefügtes Bild

Seitdem macht das Sehen jeden Tag Fortschritte. Es ist ein komisches Gefühl, zum ersten Mal überhaupt ohne Brille Auto fahren zu können (ich hatte die erste Brille damals zeitgleich zur Führerscheinprüfung bekommen) und trotzdem so gut zu sehen wie vorher mit Brille. Man setzt die Sonnenbrille ab (die jetzt eine ganz normale ist, keine geschliffenen Gläser in meiner Sehstärke) und kann immer noch was sehen. Cool! Eingefügtes Bild

Was mein Doc mir aber auch sagte: die OP wird mich nicht davor beschützen, daß ich irgendwann mal eine Lesebrille brauchen könnte. Aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es eines Tages mal so weit ist... Eingefügtes Bild Jetzt freue ich mich erst mal über den neu gewonnenen Durchblick. Eingefügtes Bild


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The Musketeers (BBC)

Geschrieben von Gallagher , 27 September 2014 · 35 Aufrufe
The Musketeers, BBC, Dumas
Auf meinen letzten Emirates-Flügen hatte ich ausreichend Gelegenheit, die erste Staffel der BBC-Serie "The Musketeers" zu sichten. Anfangs war ich - zugegeben - skeptisch, ob sich der Stoff für eine Fernsehserie eignet, aber ich wurde angenehm überrascht.

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Die Serie fühlt sich stilistisch so an, als habe jemand die jeweils besten Momente von "Die drei Musketiere (1993)" und "Der Mann in der Eisernen Maske (1998)" genommen, einmal durch den Mixer gegeben und ein bißchen Matsch und Dreck aus dem Set von "Ripper Street" darüber gekippt. Gelegentliche Situationskomik und pointierte Dialoge - aber nie Brachialhumor! - sowie einige sehr sehenswerte Stunts ergeben eine schöne Mischung, dargeboten von einem sehr gut aufgelegten Cast. Ab und an erkennt man auch bekannte Gesichter aus "Downton Abbey" (Amy Nuttall), "Battlestar Galactica" (James Callis), "The Tudors" (Annabelle Wallis), "Doctor Who" (Peter Capaldi), "Gotham" (Sean Pertwee), "Game of Thrones" (Tara Fitzgerald) usw. wieder.

Mit der Romanvorlage, in der ja die abhanden gekommenen Diamantspangen der Königin der Auslöser für das große Abenteuer sind, hat das Ganze natürlich nicht mehr all zu viel zu tun. Immerhin blieb die Ausgangssituation (hier die drei - nein, vier! - Musketiere, dort der intrigante Kardinal Richelieu, daneben die nicht ganz so glückliche Ehe zwischen Louis XIII und Anna von Österreich) erhalten. Zudem wurden einige Elemente, die bei früheren Kinofilmen auf der Strecke geblieben sind (z. B. daß sich D'Artagnan in die Frau seines Vermieters verliebt) wieder als konfliktträchtiges Handlungselement in die Story eingewoben.

Außerdem ist der Bösewicht in Episode 9 ein schießfreudiger irischer Söldner namens Gallagher. Mal im Ernst, so eine Serie muß man doch lieben! Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild


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Dubai Diaries - Episode 146

Geschrieben von Gallagher , 27 September 2014 · 44 Aufrufe
Dubai, Diaries, Irak, Syrien
Nach den Ereignissen der letzten Wochen hier in der unmittelbaren Nachbarschaft muß ich zur Abwechslung nun doch mal kurz politisch werden. Es ist ja in der westlichen Presse ein beliebtes Klischee, daß die arabischen Staaten sich in keinem Fall auf eine gemeinsame Linie einigen können, wenn es in der Region zum Krieg kommt, und daß dann immer wieder die Amerikaner oder die ehemaligen Kolonialmächte auf- und einmarschieren müssen, um unrechtmäßig annektierte Länder zu befreien (Stichwort Kuwait) oder böse Diktatoren aus dem Amt zu hieven (Ghaddafi, Saddam usw.).

Die derzeitige IS-Krise schweißt nun aber auch Staaten zusammen, die vor Kurzem noch Knatsch miteinander hatten. So haben bei den jüngsten Luftschlägen gegen das IS-Terrorregime eben auch Flugzeuge und Piloten aus der Region beteiligt, beispielsweise aus Saudi-Arabien, Bahrain, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Publicitywirksam wurde dann auch gleich darauf hingewiesen, daß in den Cockpits ein Sohn des saudischen Kronprinzen und die erste emiratische Kampfjetpilotin gesessen haben (dem Vernehmen nach bekommt Prinz Khaled bin Salman neuerdings auf Twitter Morddrohungen, Major Mariam Al Mansouri hingegen haufenweise Heiratsanträge... verrückte Welt).

Da sämtliche an der Allianz beteiligten Länder natürlich nun für IS als Feindesland gelten, ist beim Auswärtigen Amt nun eine lange Liste von Reisewarnungen und Sicherheitshinweisen veröffentlicht worden, die so gut wie die gesamte Region hier betreffen. Für die Vereinigten Arabischen Emirate gilt demnach seit gestern Folgendes:

Dringender regionaler Sicherheitshinweis - Gefahr von Anschlägen

Die terroristische Organisation ISIS, die sich selbst auch “Islamischer Staat“ nennt, hat mit Anschlägen auf die Interessen westlicher Länder gedroht. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund dieser Drohung westliche Ausländer auch im Ausland Ziel terroristischer Gewaltakte, von Entführungen und von kriminellen Übergriffen durch ISIS-Sympathisanten werden können. Erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. an Orten, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. Das Auswärtige Amt rät daher zu erhöhter Wachsamkeit. Menschenansammlungen sollten gemieden und den Anweisungen örtlicher Sicherheitsbehörden gefolgt werden. Die Berichterstattung in den Medien sollte beobachtet werden.(Quelle)



Naja. Eingefügtes Bild Hier geht weiterhin alles seinen gewohnten Gang, und ich vertraue auch mal unserer Obrigkeit, dass sie alles dafür tun wird, damit das so bleibt.Eingefügtes Bild


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Dubai Diaries - Episode 145

Geschrieben von Gallagher , 13 September 2014 · 39 Aufrufe
Dubai, Diaries, Wasser
Für unsere Küche und jedes unserer Badezimmer haben wir einen separaten Durchlauferhitzer. Natürlich sind alle diese Geräte mit einem Ein/Aus-Schalter versehen, genau wie die dreizinkigen Steckdosen, welche die Emiratis von den Engländern abgeguckt haben. Und üblicherweise schaltet man den Durchlauferhitzer ein paar Minuten, bevor man heißes Wasser braucht, ein.

In den Sommermonaten ist das nicht zwingend erforderlich.

Nach einigen Try-and-Error-Anläufen...



... haben wir inzwischen herausgefunden, daß das ganz normale Leitungswasser in den Sommermonaten schon dermaßen warm (um nicht zu sagen heiß) ist, daß man den Durchlauferhitzer eigentlich gar nicht braucht. Im Gegenteil. Wenn man ihn ausgeschaltet läßt, kann man warten, bis die dort zwischengespeicherten Liter sich soweit abgekühlt haben, daß man sie schön zudosieren kann. Merke: auf "heiß" stellen, wenn du es kühler haben willst.

Aber nur, wenn der Durchlauferhitzer auch wirklich aus ist. Eingefügtes Bild


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Die Rückkehr der dicken Lippe

Geschrieben von Gallagher , 12 September 2014 · 41 Aufrufe
Comeback, Billy Idol
Angesichts der Tatsache, daß Mr Billy Idol angekündigt hat, noch längst nicht in Rente gehen zu wollen, habe ich mir - sozusagen zur Vorfreude auf das neue Album "Kings & Queens of the Underground" - noch mal seine alten Sachen hervorgekramt. Ich wollte mal testen, wie die Scheiben gealtert sind und was davon man sich auch heute noch (bzw. wieder) anhören kann. Bei der Bewertung der Alben ging es mir dabei um den Gesamteindruck - nicht nur die damaligen Singleauskopplungen, sondern auch die sonstigen Tracks sollten schließlich was taugen.

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Das erste Soloalbum erschien 1982 und hieß schlicht "Billy Idol". In Erinnerung geblieben sind natürlich vor allem die Singles "Dancing with myself", "White wedding", und "Hot in the city". Zeitlos auch die Albumtracks "Come On, Come On", "Dead on Arrival", "Nobody's Business" und "It's So Cruel". Eines der besten Alben.

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Weiter ging es im darauf folgenden Jahr mit "Rebel Yell". Neben der gleichnamigen Singleauskopplung sowie "Eyes without a face" gefallen mir nach wie vor "(Do not) Stand in the shadows" und "Blue Highway" sehr gut, gefolgt von "The dead next door" und "Catch my fall". Mit "Flesh for fantasy" bin ich irgendwie nie richtig warm geworden, der Rest ist auch nicht so wirklich doll.

Die Singles (bzw. deren Maxi-Versionen) der ersten beiden Alben wurden dann 1985 auf "Vital Idol" zusammengefaßt:

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Von "Whiplash Smile" (1986) kann ich mir heute eigentlich nur noch "Sweet sixteen", "Don't need a gun" und "To be a lover" ohne Schmerzen anhören. Über den Rest des Albums breiten wir lieber den Mantel des Schweigens.

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Nach einer Pause - die, bedingt durch einen schweren Motorradunfall, ein Jahr länger dauerte als geplant - meldete sich Billy dann 1990 mit "Charmed Life" zurück:

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Bis heute eines meiner Lieblingsalben von ihm. "Prodigal son" ist ein echter Kracher, "Pumping on steel" und vor allem "Cradle of love" sind toll, "Endless Sleep", "Love unchained", "The right way"... ja, das waren noch Zeiten... Gar nicht gefallen hat mir seine Coverversion von "L.A. Woman", das ist mir irgendwie zu schräg.

Mit Pop-, Blues-, und Countrysongs hatte sich Billy Idol allmählich immer weiter von seinen Punk-Rock-Wurzeln entfernt. 1993 schlug er dann eine völlig neue Richtung ein:

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Man kann "Cyberpunk" lieben oder hassen. Es ist auf jeden Fall ein ungewöhnliches Konzeptalbum (wenn sich auch das Konzept dahinter mir bis heute noch nicht so ganz erschlossen hat). Immer wieder gerne gehört: die Singles "Shock to the system" und "Adam in chains". Weitere Anspieltips: "Love labours on", "Heroin", "Mother Dawn" und "Then The Night Comes". My god... it's full of stars! Eingefügtes Bild

Die nächste Pause fiel noch länger aus. 2001 erschien in der Reihe "VH1 Storytellers" ein Unplugged-Album...

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... von dem vor allem das in "Don't need a gun" eingewobene James-Bond-Theme in Erinnerung geblieben ist, das aber auch andere interessante Versionen alter Hits zu bieten hat. Reinhören lohnt sich.

2005 dann endlich mal wieder ein neues Studioalbum:

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"Devil's Playground" gefiel mir nicht besonders, und mit dieser Meinung war ich wohl nicht allein - ein nennenswerter kommerzieller Erfolg war die Scheibe nicht. Außer "Super Overdrive" und dem ultracoolen "Plastic Jesus" (das - ich gebe es zu - einer meiner All-Time-Favourites ist... man achte auf den Text... man suche nach dem Musikvideo...) habe ich das Album gleich nach dem Hören schon wieder vergessen. Links rein, rechts raus.

Es gibt natürlich einen ganzen Schwall von Best-Of-Compilations von dem guten Mann (sowie ein Album mit Weihnachtsliedern, aber ich habe mir bisher verkniffen, das zu kaufen), von denen aber nur eine exemplarisch genannt sein soll:

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Die Musikproduzenten Blank & Jones haben in ihrer Reihe "So80s" ein Album Billy Idol gewidmet. Im Prinzip eine aufgebohrte Version des oben erwähnten "Vital Idol", ergänzt um die Maxis aus den restlichen 80ern bis einschließlich der Sachen von dem 1990er-Album "Charmed Life". Sind ein paar nette Versionen dabei. Für Komplettisten unverzichtbar, da einige der Titel sonst nicht oder nur schwer auf CD bzw. digital erhältlich sind, beispielsweise die Langfassung von "Cradle of Love".

Ach ja: "Kings & Queens of the Underground" erscheint zwar erst im Oktober, man findet aber ältere Fassungen und Live-Versionen des Stückes auf Youtube. Zum Abschluß noch ein kleiner Werkstattbericht:

http://www.youtube.com/watch?v=kj2eYkfU6dc


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Dubai Diaries - Episode 144

Geschrieben von Gallagher , 01 September 2014 · 37 Aufrufe
Dubai, Diaries, Presse, Gulf News
Heute mal wieder zwei Artikel aus der Tagespresse, bei denen ich schmunzeln mußte: "50 % Rabatt auf alle Strafzettel in Umm Al Quwain" (Hallo, Herr Dobrindt, lesen Sie hier eigentlich mit?) und "ISIL wird zum Ziel für arabische Satire" (nicht nur die heute-show traut sich was!).

Den Witz mit dem Taxi fand ich sogar richtig gut. Eingefügtes Bild


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Dubai Diaries - Episode 143

Geschrieben von Gallagher , 31 August 2014 · 25 Aufrufe
Dubai, Diaries, Star Wars und 3 weitere...
Meine Twitter-Follower wissen es bereits: wir haben in den letzten Tagen ein langes Wochenende in der Wüste gemacht, genauer gesagt im Fünf-Sterne-Resort Qasr Al Sarab, welches mitten in einer Gegend liegt, die noch vor wenigen Jahren als eine der unwirtlichsten und lebensfeindlichsten Sandwüsten der Welt galt - dem sogenannten "Empty Quarter" oder Rub' al Khali. Irgendwo dort draußen verlaufen dir Grenzen von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Sultanat Oman und dem Jemen. Ansonsten verlaufen sich dort nur Gazellen, Füchse, Hasen und gelegentlich ein Gecko. Der ideale Ort, um einen Star-Wars-Film zu drehen. Aber immer schön der Reihe nach...

Der Weg zum Hotel führt durch ausgedehnte Wälder. Nun ja, jedenfalls steht das so auf den großen Tafeln, die entlang der Landstraße aufgestellt sind. Der Wald ist erst vor ein paar Jahren gepflanzt worden und derzeit noch kaum höher als ein bis zwei Meter. Aber auch wenn es im Moment noch wie eine Baumschule aussieht, in der die kleinen Pflänzchen in Reih und Glied stehen - der gute Wille ist da, und in ein paar Jahrzehnten wird es dort schon sehr viel grüner aussehen als heute. Der Grüngürtel links und rechts von der Straße ist stellenweise mehrere hundert Meter breit, und er zieht sich immerhin weit über hundert Kilometer ins Landesinnere. Irgendwann wird das ein unübersehbarer Wald sein.

Das Hotel selbst macht seinem Namen alle Ehre: Qasr Al Sarab heißt frei übersetzt so viel wie Palast der Luftspiegelung, und wie eine Fata Morgana kommt es einem auch vor, wenn man - nachdem man die Hauptstraße verlassen hat und noch einmal acht Kilometer über eine schmale (aber immerhin asphaltierte) Straße durch malerische Sanddünen gefahren ist - plötzlich vor einem massiven Gebäudekomplex im Design eines klassischen arabischen Forts steht. Zimmer, Restaurants und Hotelpool sind vom Feinsten - ebenso der Wellnessbereich, in dem wir uns zwischendurch ein paar Mal haben durchkneten lassen. Das gesamte Personal ist vorbildlich geschult, äußerst zuvorkommend und stets darauf bedacht, daß sich der Gast wie zu Hause fühlt. Echt toll! Das alles ist natürlich nicht umsonst, aber jeden Dirham wert. Und falls es dem Gast doch mal langweilig wird, gibt es noch einen ganzen Katalog von Aktivitäten zur Zerstreuung im Angebot.

Am ersten Tag machten wir beispielsweise die halbtägige Liwa-Tour. Unser Reiseführer lud uns in einen Geländewagen und drehte mit uns eine Runde durch die Nachbarschaft. An einer Kamelrennstrecke vorbei ging es zu einem Kamelstall, wo wir ein paar Jungtiere aus der Nähe sehen und fotografieren konnten. Weiter ging es zu einer modernen Gurkenplantage (wenn das Wilfred Thesiger noch erlebt hätte, daß einmal Gewächshäuser mit Gurken in seiner geliebten Wüste stehen würden) und zum Ab-Werk-Verkauf der Liwa Date Factory. Nach einer kurzen Erfrischung in dem restaurierten Liwa Fort ging es zu guter Letzt dann noch einmal in die Wüste, vorbei an einer Herde wilder Gazellen und quer über einen Salzsee bis auf eine zweihundertfünfzig Meter hohe Düne. Von hier aus hatte man freien Blick in die endlose Wüste - und zu unseren Füßen befand sich eine weitere Salzebene, auf der noch vor einigen Wochen ein gewisser J.J. Abrams Szenen für Star Wars VII gedreht hatte:

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Unser Reiseführer erzählte, er selbst habe die Kulissenbauer in der Zeit von Februar bis Mai hin- und herchauffiert. Leider kam es nicht mehr dazu, daß er mal was von den Dreharbeiten gesehen oder die Schauspieler getroffen hätte - dazu war wohl hinterher zu viel Trubel, und die Security wäre wohl sehr strikt gewesen. Trotzdem ein tolles Erlebnis, mal dort vor Ort gewesen zu sein Eingefügtes Bild

Nach langen Stunden im Pool und Spa (Masseur muß auch ein toller Beruf sein... Leuten für Geld Schmerzen zufügen, dazu den ganzen Tag Flötenmusik, Meeresrauschen und Vogelstimmen vom Band) waren wir dann am nächsten Tag ausreichend ausgeruht, um am späten Nachmittag auf Kamelen in den Sonnenuntergang zu reiten.

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Das Reiten selbst war gar nicht mal so schwierig. Abenteuerlich war lediglich das Auf- und Absitzen, denn dabei nimmt der Rücken des Tieres einen äußerst steilen Winkel ein, so daß man sich ein wenig fühlt wie auf einem von diesen elektrischen Bullen. Daß die Sattel keine Steigbügel haben, macht es nicht einfacher... Eingefügtes Bild Wir haben es dennoch ohne Blessuren überstanden.

Der Kurzurlaub war natürlich viel zu schnell vorbei. Beim Auschecken gab es dann noch ein überraschendes und unerwartetes Wiedersehen mit dem deutschen Concierge, der uns vor einem halben Jahr im Intercontinental in Muscat bedient hatte und der im vergangenen Sommer in dieses Hotel gewechselt war. Die Welt ist klein. Aber wenn er mir demnächst in noch einem anderen Hotel wieder begegnet, wird er mir unheimlich. Eingefügtes Bild

Noch mehr Fotos von dem Ausflug gibt's - wie schon gesagt - bei Twitter.


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Dubai Diaries - Episode 142

Geschrieben von Gallagher , 27 August 2014 · 43 Aufrufe
Dubai, Diaries, Dummies
So. Damit wäre die Frage "Wie bescheuert sind diese Typen eigentlich?!" wohl beantwortet. Und nein, das ist nicht aus dem Pan-Arabia Enquirer. Die Bücher gibt es wirklich:

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