PetraHartmann
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 Erlesenes und Erhörtes

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Meine Bücher

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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8

Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4

Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1

Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3

"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Einträge am 01.09.10

Willkommen im Nachtwald

Eingetragen von Petra, 01.09.2010, 09:04 in Movenna
Einladung zu einem nächtlichen Streifzug durch den Nachtwald: Ab heute ist auf www.literra.info meine Kurzgeschichte "Gewitternacht" zu lesen.
Die Story stammt aus der inzwischen vergriffenen Anthologie "Im Banne des Nachtwalds", herausgegeben von Felix Woitkowski. Sie wurde später als Schlusskapitel in das Buch "Ein Prinz für Movenna" integriert und ist nun Teil der "Wiederauferstehung des Nachtwalds" auf Literra. Die stimmungsvolle Illustration daneben stammt von Joran Elane und war bereits in der Original-Anthologie zu sehen.
Begleitet die Hexe Lournu auf ihrer Wanderung durch den von Gewittern erschütterten Nachtwald - und seid Zeuge bei der Geburt Varelians, des movennischen Kronprinzen.

Übrigens: Kürzlich warnte ich einen Freund, manche Stellen des Prinzenbuches seien nichts für zarte Gemüter.
"Was kann einen verheirateten Mann schon erschüttern?", frug er abgeklärt.
"Das letzte Kapitel", sagte ich.
Er hat nicht widersprochen.

Zur Gewitternacht geht's hier lang.

Viel Spaß beim Lesen.

Einträge am 30.08.10

Ein Heft voller Zombies

Eingetragen von Petra, 30.08.2010, 18:03 in Aus Petras Werkstatt
Die neue "Elfenschrift" ist da: Das Heft steht unter dem Motto "Zombies und Dämonen", allerdings wurde die Dämonenquote dann doch deutlich untererfüllt, die Zombies waren einfach nicht totzukriegen.
Von mir ist der Aufsatz "Kleine Zombiekunde" darin enthalten. Ursprünglich hatte der Beitrag "Eine kleine Zombiekunde" heißen sollen, aber ich pflege ja Ulrike Stegemanns 8000-Zeichen-Limit jedes Mal voll auszureizen. Ich erzähle etwas von den Ursprüngen des Voodoo, von Strafmaßnahmen und Sklavenbeschaffung, von Zombifizierung und guten, alten Hausmittelchen dagegen.
Sehr interessant sind die Interviews mit Lothar Bauer (der das Titelbild schuf), Torsten Low und Jan Hillen. Ferner bietet das Heft Kurzgeschichten von Hendrik Lambertus, Jerk Götterwind, Rena Larf, Friederike Stein, Christiane Kromp und Michael Pick und Grafiken/Illustrationen von Michael Stegemann, Jan Hillen, Manfred Lafrentz, Mark Pepper, C. Alexander Smolan und Christel Scheja. In der Info-Ecke wird das neue Magazin "Dornendickicht" des WortKuss Verlags vorgestelt.

Heft 27 enthält 40 Seiten. Bestellungen unter info@elfenschrift.de (Kostenpunkt: 2,50 Euro zzgl. 1,00 Euro für Porto und Versand - innerhalb Deutschlands).

Hinweisen möchte ich auch noch auf die Aktion "Elfensommer": Elfenschrift-Fans können jetzt ihre Sammlung zum Sonderpreis aufstocken und drei ältere Ausgaben zum Preis von insgesamt 4 Euro (plus Porto und Verpackung) erwerben. Schaut einfach mal auf www.elfenschrift.de die noch vorhandenen Ausgaben durch und greift zu, so lange der Vorrat reicht.

Einträge am 27.08.10

Der Fels ist da

Eingetragen von Petra, 27.08.2010, 16:20 in Movenna
Hurra, hurra, die Götter und ihr Fels sind da,
hurra, hurra, der Götterfels ist da.
(Kleine Hommage an den Kobold Bimms, der im "Fels" eine kleine, aber nicht unwichtige Rolle spielt ...)

Heute kam das langersehnte Paket mit meine Exemplaren des "Fels der schwarzen Götter". Ich wollte gerade zum Einkaufen fahren, als der Wagen des Götterboten in den Hopfenkamp gerollt kam. Glück gehabt. Die Bücher sehen super aus, liegen gut in der Hand, der Umschlag fühlt sich schön glatt an, und ich habe beim ersten Blick ins Buch auch noch keinen Rechtschreibfehler entdeckt.
Jetzt wird erstmal gefeiert. cheers.gif pizza.gif wine.gif
Und dann verteile ich ein paar Dankeschön-Bücher an Leute, die mir sehr geholfen haben.

Noch zwei Hinweise für Lesewillige:
Bestellen könnt ihr das Buch am besten hier.
Und meine Fangemeinde in Japan kann sich hier versorgen.

Einträge am 26.08.10

Fußstapfen VII

Eingetragen von Petra, 26.08.2010, 18:44 in Darthula
Da ich in den nächsten Tagen den Götterboten erwarte, der mir den "Fels der schwarzen Götter" ins Haus bringt, wird es langsam Zeit, die Darthula-Fußstapfen zu beschließen. Das letzte Wort soll hier mein guter alter Freund und Wegbegleiter Heinrich Heine haben.
Heine muss von Darthula und der Ossian-Begeisterung die Nase gestrichen voll gehabt haben. Werther, Weltschmerz und die empfindsame Seelenstimmung der alten Literatur - all das hatte er zur Genüge, zum Überfluss immer wieder anhören müssen. Die Sentimentalität dieser schöngeistigen Literaturfreunde forderte seinen Spott heraus, und die ätzende Ironie traf gerade die arme Darthula. In der "Harzreise" (1824 verfasst, Buchveröffentlichung 1826), seinem ersten großen Wurf in der Prosa, schildert er zwei sentimentalische Jünglinge, die im Zustand der Volltrunkenheit schwülstige Ossianverse deklamieren. Besonders fies und wirkungsvoll: Am Originaltext ändert sich nichts, er wird lediglich durch den Rahmen, in dem er dargeboten wird, vollkommen lächerlich gemacht.

Hier der Auszug aus der "Harzreise":

"Nun erhoben sich die beiden Jünglinge, einer schlang den Arm um den Nacken des andern, und sie verließen das tosende Zimmer. Ich folgte ihnen nach und sah, wie sie in eine dunkle Kammer traten, wie der eine, statt des Fensters, einen großen Kleiderschrank öffnete, wie beide vor demselben mit sehnsüchtig ausgestreckten Armen stehen blieben und wechselweise sprachen. »Ihr Lüfte der dämmernden Nacht!« rief der erste, »wie erquickend kühlt ihr meine Wangen! Wie lieblich spielt ihr mit meinen flatternden Locken! Ich steh' auf des Berges wolkigem Gipfel, unter mir liegen die schlafenden Städte der Menschen, und blinken die blauen Gewässer. Horch! dort unten im Thale rauschen die Tannen! Dort über die Hügel ziehen in Nebelgestalten die Geister der Väter. O, könnt' ich mit euch jagen auf dem Wolkenroß durch die stürmische Nacht, über die rollende See, zu den Sternen hinauf! Aber ach! ich bin beladen mit Leid, und meine Seele ist traurig!« – Der andere Jüngling hatte ebenfalls seine Arme sehnsuchtsvoll nach dem Kleiderschrank ausgestreckt, Thränen stürzten aus seinen Augen, und zu einer gelbledernen Hose, die er für den Mond hielt, sprach er mit wehmütiger Stimme: »Schön bist du, Tochter des Himmels! Holdselig ist deines Antlitzes Ruhe! Du wandelst einher in Lieblichkeit! Die Sterne folgen deinen blauen Pfaden im Osten. Bei deinem Anblick erfreuen sich die Wolken, und es lichten sich ihre düstern Gestalten. Wer gleicht dir am Himmel, Erzeugte der Nacht? Beschämt in deiner Gegenwart sind die Sterne, und wenden ab die grünfunkelnden Augen. Wohin, wenn des Morgens dein Antlitz erbleicht, entfliehst du von deinem Pfade? Hast du gleich mir deine Halle? Wohnst du im Schatten der Wehmut? Sind deine Schwestern vom Himmel gefallen? Sie, die freudig mit dir die Nacht durchwallten, sind sie nicht mehr? Ja, sie fielen herab, o schönes Licht, und du verbirgst dich oft, sie zu betrauern. Doch einst wird kommen die Nacht, und du, auch du bist vergangen, und hast deine blauen Pfade dort oben verlassen. Dann erheben die Sterne ihre grünen Häupter, die einst deine Gegenwart beschämt, sie werden sich freuen. Doch jetzt bist du gekleidet in deine Strahlenpracht, und schaust herab aus den Thoren des Himmels. Zerreißt die Wolken, o Winde, damit die Erzeugte der Nacht hervor zu leuchten vermag, und die buschigen Berge erglänzen, und das Meer seine schäumenden Wogen rolle in Licht!«

Ein wohlbekannter, nicht sehr magerer Freund, der mehr getrunken als gegessen hatte, obgleich er auch heute Abend, wie gewöhnlich, eine Portion Rindfleisch verschlungen, wovon sechs Gardelieutenants und ein unschuldiges Kind satt geworden wären, dieser kam jetzt in allzugutem Humor, d. h. ganz en Schwein, vorbeigerannt, schob die beiden elegischen Freunde etwas unsanft in den Schrank hinein, polterte nach der Hausthüre, und wirtschaftete draußen ganz mörderlich. Der Lärm im Saal wurde auch immer verworrener und dumpfer. Die beiden Jünglinge im Schranke jammerten und wimmerten, sie lägen zerschmettert am Fuße des Berges; aus dem Hals strömte ihnen der edle Rotwein, sie überschwemmten sich wechselseitig, und der eine sprach zum andern: »Lebewohl! Ich fühle, daß ich verblute. Warum weckst du mich, Frühlingsluft? Du buhlst und sprichst: ›Ich betaue dich mit Tropfen des Himmels. Doch die Zeit meines Welkens ist nahe, nahe der Sturm, der meine Blätter zerstört! Morgen wird der Wanderer kommen, kommen, der mich sah in meiner Schönheit, ringsum wird sein Auge im Felde mich suchen, und wird mich nicht finden.‹« – Aber alles übertobte die wohlbekannte Baßstimme, die draußen vor der Thüre unter Fluchen und Jauchzen sich gottlästerlich beklagte, daß auf der ganzen dunkeln Weenderstraße keine einzige Laterne brenne, und man nicht einmal sehen könne, bei wem man die Fensterscheiben eingeschmissen habe."


Vielleicht sollte ich mir jetzt einen Schluck daraus gönnen.


Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

Arnold Schönberg: Darthula
Thomas Linley junior: Darthula
Franz Schubert: Ossians Lied nach dem Falle Nathos'
Johannes Brahms: Darthulas Grabgesang
Herders "Stimmen der Völker in Liedern"
Karoline von Günderrode: Dar-Thula nach Ossian
Ossian/James Macpherson: Darthula

Einträge am 23.08.10

Antje Babendererde: Rain Song

Eingetragen von Petra, 23.08.2010, 17:15 in Indianer
Ein Reservat der Makah-Indianer an der Nordwestküste Amerikas ist der Schauplatz von Antje Babendererdes Roman "Rain Song". Zerklüftete Klippenlandschaften, Wald und Meer, dazu fast stets ein leichtes Regenwetter, das ist der Hintergrund, vor dem die Autorin ihre Geschichte entfaltet. Es geht um beeindruckende Kunstwerke, nach traditioneller Art geschnitzte Totempfähle, aber auch um die Geschichte der alten Makah, deren Gesetze heute noch ihre Hand nach den Nachkommen ausstrecken.
Babendererde zeichnet kein idealisiertes Sehnsuchtsbild von unschuldigen Naturkindern, die von den Weißen aus dem Paradies vertrieben worden sind. Die Vergangenheit des Volkes, die die Makah in Freie und Sklaven einteilte, wirft einen langen Schatten.

"Rain Song" erzählt von einem ehrgeizigen Makah-Künstler

Hanna, eine deutsche Museumsmitarbeiterin, kehrt nach Jahren in das Land der Makah zurück. Damals hatte sie den ehrgeizigen Pfahlschnitzer Jim zu einer Reise nach Deutschland überredet, wo er für ein Museum einen Totempfahl schnitzen sollte. Aus der Zusammenarbeit wurde Liebe, aus der Liebe eine Schwangerschaft, schließlich ging Jim heim, um für sich und Hanna und eine gemeinsame Zukunft an Cape Flattery alles vorzubereiten. Doch seitdem ist er verschollen.
Als Hanna nun auf der Suche nach dem Vater ihrer Tochter ins Reservat kommt, schlägt ihr Ablehnung, sogar Hass entgegen. Für die Makah ist sie diejenige, die Jim seinem Volk entfremdete und ihn zum Verräter werden ließ. Von einer Rückkehr des Pfahlschnitzers weiß offenbar niemand etwas.
Mehrfach ereignen sich Unfälle, die Hanna und andere Touristen fast das Leben kosten. Und im Wald wird eine halbnackte Frauengestalt mit Baströckchen gesichtet. Ist es Tsonoqa aus den alten Legenden der Makah? Hanna und Jims Adoptivbruder machen sich auf die Suche nach dem verschollenen Pfahlschnitzer und entdecken ein furchtbares Geheimnis.

Eine Neufassung des Romans "Der Pfahlschnitzer"

"Rain Song" ist eine Überarbeitung des Romans "Der Pfahlschnitzer", den die Autorin bereits 1999 veröffentlichte. Er ist keiner der Jugendromane, für die Babendererde später bekannt wurde, wie etwa das gleichfalls bei den Makah spielende Buch "Der Gesang der Orcas". "Rain Song" ist eine herbe, stellenweise recht grausame Geschichte für Erwachsene, ein Krimi, der jenseits der Indianerklischees auch die unschönen Seiten der Makah-Gesellschaft zeigt. Der im Makah-Museum ausgestellte "Sklaventöter", der Hanna eine Gänsehaut über den Rücken jagt, die Geschichten vom Potlatsch, als reiche Häuptlinge scharenweise wertvolle Sklaven töteten, um ihren Reichtum und ihre Verachtung des Besitzes zu demonstrieren, all dies zeichnet ein düsteres, beklemmendes Bild des Volkes, das für seine kunstvollen, farbenfrohen Totempfähle berühmt ist. Die Autorin schuf einen spannenden und berührenden Roman, der in dem Jahrzehnt seit seinem ersten Erscheinen nichts von seinem unheimlichen Zauber verloren hat.

Fazit: Ein Makah-Krimi jenseits aller Indianer-Klischees, sachkundig geschrieben und mit dem Zauber der alten Holzschnitzer. Unmöglich, ihn wieder aus der Hand zu legen.

Antje Babendererde: Rain Song. Würzburg: Arena, 2010. 316 S., Euro 14,95.

Einträge am 20.08.10

Lesungs-Kalender

Eingetragen von Petra, 20.08.2010, 10:46 in Unterwegs
Wer schreiben will, soll auch lesen. Hier ein Auszug aus meinem Terminkalender und etwas Werbung für meine nächsten Lesungen. Bislang habe ich vier Lesetage festgehalten, drei davon im Oktober:


1) BuchmesseCon, Frankfurt-Dreieich

Den Auftakt macht der BuchmesseCon am Sonnabend, 9. Oktober. Andrea Tillmanns und ich lesen ab 13 Uhr im Hangardeck.

Infos zur Lesung:
Dämonen und Dunkelheit über Movenna, dazu fantastische Kurzgeschichten über Schwerter, Hexen und Drachen: Die Autorinnen Petra Hartmann und Andrea Tillmanns stellen ihre neuen Werke vor.
Petra Hartmanns Roman „Der Fels der schwarzen Götter“ handelt von der Vernichtung einer Felswand im Norden des Landes Movenna, in der hundert schwarze Götter und tausend furchtbare Dämonen hausen. Einst waren die Unheimlichen durch Gebete und Beschwörungen in den Berg gebannt worden, um die drohenden eiszeitlichen Gletscher auf ihrem Weg nach Süden zu stoppen. Doch nun ist der glänzende Dämonenstein begehrtes Baumaterial für Grabmale und Türme ...
Andrea Tillmanns Anthologie „Talivan“ vereinigt 15 Kurzgeschichten voller mystischer Geschehnisse, Zauberer, Drachen und Eiswölfe aus den vergangenen zehn Jahren, darunter eine Siegergeschichte der Storyolympiade, eine Story, die vor der Diplomarbeit unbedingt noch fertig werden musste, und eine Erzählung, an der ein Kritiker die beste Pointe, die er je gelesen hat, lobte.

Die Autorinnen:
Petra Hartmann, Jahrgang 1970, lebt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politik und promovierte mit einer Arbeit über Theodor Mundt (1808 – 1861). Die ausgebildete Redakteurin arbeitete sieben Jahre lang für eine Tageszeitung und ist jetzt freie Journalistin und Autorin. „Der Fels der schwarzen Götter“ ist ihr drittes Buch aus der Welt Movenna. Infos: www.petrahartmann.de
Andrea Tillmanns wurde 1972 in Grevenbroich geboren und lebt nun in Würselen. Ihr "Brotberuf" ist Diplom-Physikerin, sie hat an der RWTH Aachen studiert und promoviert. Zur Zeit arbeitet sie als wissenschaftliche Angestellte an der Hochschule Niederrhein, wo sie sich u. a. mit Intelligenten Textilien beschäftigt. Infos: www.andreatillmanns.de

Ich stelle meine Werke auch am Infotisch der Phantastik Girls vor, auf dem auch die Bücher von Andrea Tillmanns und Charlotte Engmann zu finden sein werden, vermutlich wird auch Christel Scheja mit von der Partie sein. Außer zur Lesezeit werde ich wohl ganztägig am Tisch anzutreffen sein und stehe für Fragen und Signierwünsche zur Verfügung.

---> Zur Conseite



2) Odysseecon, Berlin

Die Lesung zusammen mit Oliver Hohlstein hat schon eine gewisse Tradition. Diesmal steht der Con (15. - 17. Oktober im Haus der Jugend "Albert Schweizer) unter dem Thema "Luft", und ich habe mir schon ein paar luftige Stellen aus meinem aktuellen Schaffen herausgesucht. Ich bringe einen Movenna-Auszug mit fliegenden Pfeilen mit und ein Stück aus der "Darthula", in dem der Wind mit einem Segelboot einen makaberen Scherz macht.
Wir lesen voraussichtlich am Sonnabend, 16. Oktober (Uhrzeit folgt). Und signieren gern.

---> Conseite


3) Mindener Literaturfest

Ich lese am Sonnabend, 30. Oktober, im Hamburger Hof, und zwar im Programmteil "Leserampe IV - SF und Fantasy".

Wir sind insgesamt vier Autoren: Außer mir lesen in dieser Programmabteilung Achim Köppen aus Kirchlengen, Sven Klöpping aus Gernsbach im Schwarzwald und Julia Sander aus Hannover. Wir beginnen um 18 und werden gegen 21 Uhr die Bühne räumen.
Ich werde ich eine movennische halbe Stunde mit dem "Fels der schwarzen Götter" gestalten, danach ist ausgiebig Zeit für Fragen der Zuhörer nach der künstlerischen Intention der Autorin eingeplant.
Es wird auch einen Büchertisch geben, auf dem der "Fels" und die "Darthula" ausliegen.



4) Lesung für die Kirchengemeinde Deinsen

Hier habe ich im vergangenen Jahr erstmals gelesen, eine Märchenlesung für Kinder. Ich hatte der Organisatorin, meiner alten Segelfreundin Lydia Mattern, versprochen, noch einmal zu ihren Senioren kommen, wenn meine "Darthula" erschienen ist. Jetzt stehe ich für Mittwoch, 26. Januar, auf dem Programm. Um 15 Uhr beginnt die Lesung im Gemeindehaus. Ich habe mir vorgenommen, auch etwas zur Stofftradition zu sagen, ein paar Zeilen aus meiner Ossian-Übersetzung vorzutragen und etwas über Karoline von Günderrode zu erzählen. (Brahms und Schubert auflegen scheitert vermutlich an der Gema?)
Und, klar, ich werde auch den "Fels" im Gepäck haben - und den dann ebenfalls erschienenen Kurzroman "Die Falkin".

Einträge am 19.08.10

Fels rollt auf die Ziellinie zu

Eingetragen von Petra, 19.08.2010, 12:13 in Movenna
"Der Fels der schwarzen Götter" wird voraussichtlich nächste Woche aus der Druckerei kommen. Ernst Wurdack hat mir jedenfalls ein Paket voller Felsen für Ende nächster Woche angekündigt. Da werde ich mich jeden Morgen ans Gartentor stellen und auf unsere Postbotin lauern.
Ich freue mich schon sehr auf das Buch. Und vor allem freue ich mich darüber, dass beim Verlag schon so viele Vorbestellungen eingegangen sind. Falls jemand ein signiertes Exemplar des dritten Movenna-Bandes haben möchte, kann er sich gern bei mir melden, ich habe den Stift schon gezückt.
Wer in den Roman mal hereinschnuppern möchte, hat auf dem BuchmesseCon am Sonnabend, 9. Oktober, die Gelegenheit dazu: Ich stelle den Roman am Infotisch der Phantastik Girls vor, der außer von mir auch von den Kolleginnen Charlotte Engmann und Andrea Tillmanns bestückt wird. Da könnt ihr gern auch probelesen und mich fragen, was die Autorin mit dem Buch eigentlich aussagen wollte ... Außerdem gibt es eine Lesung mit uns um 13 Uhr im Raum "Hangardeck". Zuhörer sind herzlich willkommen.

Einträge am 14.08.10

Zombies und Dämonen

Eingetragen von Petra, 14.08.2010, 15:10 in Aus Petras Werkstatt
Die Vorschau für die neue "Elfenschrift" ist online. Das Heft steht unter dem Motto "Zombies und Dämonen". Ich habe mich mit dem Artikel "Kleine Zombiekunde" darin verewigt und verrate, wie man Zombies macht und wie man sich vor Zombifizierung schützen kann ...
Das Cover von Lothar Bauer sieht schon mal richtig klasse aus, da bin ich schon gespannt, wie sein Künstkerporträt aussieht.
Das Fazit der Herausgeberin Ulrike Stegemann, die sich durch Berge von Zuschriften hindurchgearbeitet hat: "Während sich die Begeisterung für die Dämonen eher in Grenzen hielt, haben wir mit den Zombies wohl einen Nerv bei Euch getroffen."


Ausgabe 27 • erscheint Anfang September 2010 Cover: Lothar Bauer • Eigene Homepage
Thema: Zombies & Dämonen

Aus dem Inhalt:

* Künstlerportraits / Interviews mit Lothar Bauer, Torsten Low und Jan Hillen
* Zombie-Artikel von Petra Hartmann
* Weitere Textbeiträge von Hendrik Lambertus, Jerk Götterwind, Rena Larf, Friederike Stein, Christiane Kromp und Michael Pick
* Grafiken/Illustrationen von
* Lothar Bauer, Michael Stegemann, Jan Hillen, Manfred Lafrentz, Mark Pepper, C. Alexander Smolan und Christel Scheja
* Bücher-Ecke, Ausschreibungstipps und mehr ...

Anfang September wird das Heft erhältlich sein. Bestellungen nehmen wir natürlich jederzeit gerne über Mail unter info@elfenschrift.de entgegen (Kostenpunkt: 2,50 Euro zzgl. 1,00 Euro für Porto und Versand - innerhalb Deutschlands).

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Ausschreibung für das nächste Heft:

"Für die Ausgabe Nr. 28 (Dezember 2010) lautet unser Thema "Sonne, Mond und Sterne", wobei es aufgrund der Jahreszeit auch gerne um Sternzeichen gehen darf und soll. Schreibt uns, was es mit den Sternzeichen auf sich hat, was die Sterne für das neue Jahr voraussagen, wer auf dem Mond lebt oder von Ländern, in denen die Sonne niemals untergeht. Wir sind gespannt auf Eure Ideen! Einsendungen (Texte max. 8.000 Zeichen inkl. Leerzeichen als .doc- oder .rft-Datei, Grafiken/Illustrationen als jpg) bitte an info@elfenschrift.de. Redaktionsschluss ist der 31. Oktober 2010."

Einträge am 13.08.10

Fußstapfen VI

Eingetragen von Petra, 13.08.2010, 12:36 in Darthula
Als Abschluss meiner kleinen Sammlung von Darthula-Bearbeitungen in der Musik hier noch ein paar "Fußstapfen, denen ich nicht gefolgt bin". Gedacht als Notizen für später - oder auch als Anregung für jemanden, der sich selbst einmal auf die Suche machen möchte.

Da ist zunächst einmal Arnold Schönberg (1874-1951). Seine "Darthula" blieb Fragment, daher war sie auch nirgends als CD zu bekommen ... Ich muss gestehen, dass ich mit seiner Musik noch nicht so recht warm geworden bin, aber das kommt vielleicht noch.
Das Darthula-Fragment - es-Moll, für Chor (mit Soloquartett) und Orchester - stammt aus dem Jahr 1903, das Werkverzeichnis vermerkt als genaues Datum den 18.04.1903. Das Fragment umfasst 143 Takte und ist überschrieben "Darthulas Grabgesang". Der Text folgt dem Ossian/Macpherson-Epos in der bereits von Brahms benutzten Herder-Übersetzung der Verse:

Mädchen von Kola, du schläfst!
Um dich schweigen die blauen Ströme Selmas!
Sie trauren um dich, den letzten Zweig
Von Thrutils Stamm!

Wann erstehst du wieder in deiner Schöne?
Schönste der Mädchen in Erin!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
Dein Morgenroth ist ferne!

Nimmer, o nimmer kommet mehr die Sonne
Weckend an deine Ruhestätte:„Wach auf!
Wach auf, Darthula!
Frühling ist draußen,
Die Lüfte säuseln!
Auf grünen Hügeln, holdseliges Mädchen,
Weben die Blumen! im Hain wallt sprießendes Laub!"

Auf immer, auf immer, so weiche denn, Sonne,
Dem Mädchen von Kola, sie schläft.
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne!
Nie siehst du sie lieblich wandeln mehr.

Eine sehr ausführliche Beschreibung des Fragments findet sich hier.


Ferner bin ich noch auf die Komponisten Hans Georg Nägeli (1773-1836) und Karl Sigmund Freiherr von Seckendorff (1744-1785) gestoßen. Von beiden gab es eine Komposition "Darthulas Grabgesang" nach dem von Herder übersetzten Text.

Seckendorffs "Darthula" habe ich kürzlich auf einer CD aus dem Jahr 2004 entdeckt, die werde ich mir wohl demnächst noch zu Gemüte führen. Das Werk muss seinerzeit eine ungeheure Wirkung erzielt haben. Immerhin merkt noch Schiller in seinem Horen-Aufsatz über "Homer und Ossian" an:

"Wer z. B. hat Sigmund Seckendorfs Grabgesang der Darthula bei einem Saitenspiel singen gehört, ohne von dem Zuruf:

Darthula wach auf!
Frühling ist draussen, die Lüfte säuseln,
Auf grünen Hügeln, holdseliges Mädchen,
Weben die Blumen! im Hain wallt sprießendes Laub.

Und von dem traurigen Abschiede:

Nimmer o nimmermehr kommt dir die Sonne
Weckend an deine Ruhestäte: wach auf!
Du schläfst im Grabe langen Schlaf,
Dein Morgenroth ist fern.

Auf immer, auf immer weiche dann, Sonne
Dem Mädchen von Kola, sie schläft!
Nie ersteht sie wieder in ihrer Schöne,
Nie siehst du die Liebliche wandeln mehr!

innig bewegt zu werden. Wenn ich diesen Gesang und die seufzende Vinvela ebenfalls in Seckendorfs Composition hörte: so dünkte mich, sein Geist schwebe zu den lieblichen Tönen hernieder und höre sie mit an."


Zuletzt möchte ich noch auf Selim Palmgren (1878 – 1951) hinweisen, einen Komponisten, den man auch den "finnischen Chopin" nannte. Von ihm ist eine Komposition "Darthulas gravsång" bzw. "Darthulan hautalaulu" für Männerchor überliefert. Das Stück zählt zu seinen Werken ohne Opuszahl (gelistet von T. Tommila).


Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

Heinrich Heine: Die Harzreise
Thomas Linley junior: Darthula
Franz Schubert: Ossians Lied nach dem Falle Nathos'
Johannes Brahms: Darthulas Grabgesang
Herders "Stimmen der Völker in Liedern"
Karoline von Günderrode: Dar-Thula nach Ossian
Ossian/James Macpherson: Darthula

Einträge am 12.08.10

"Dornendickicht" - neues Magazin

Eingetragen von Petra, 12.08.2010, 11:30 in Kollegen
Der WortKuss Verlag (bekannt unter anderem durch das Ernstbuch) will ein eigenes Online-Magazin gründen. Hier die Ausschreibung für die Nullnummer des "Dornendickichts":


"(ME) – Für die Nullnummer unseres Magazins »Dornendickicht« sucht unser Redaktionsteam ab sofort Beiträge von Autoren und Künstlern zum Thema »Geschenkeschlagabtausch«. Einsendeschluss ist am 10. September, Erscheinungstermin am 1. Dezember 2010, also rechtzeitig vor Weihnachten – unser Geschenk an alle Freunde des WortKuss Verlages.

Die Tradition, einander an Weihnachten zu beschenken, lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Heute planen Verbraucher in Deutschland laut einer Umfrage des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels jährlich ein Budget von rund 230 Euro für Weihnachtsgeschenke ein. Das ist eine Menge Geld … Doch welcher tiefere Sinn steckt hinter diesem weihnachtlichen Geschenkeschlagabtausch? Liebe? Gewohnheit? Weihnachtswahnsinn? Der französische Philosoph Jacques Derrida stellte die Behauptung auf, dass eine Gabe ohne Erwartung einer Gegengabe praktisch nicht denkbar sei, das Konzept »Gabe« in Reinform aber gleichzeitig eine solche Erwartung ausschließe – eine »unmögliche Möglichkeit«, die zum wohl vielen bekannten weihnachtlichen Geschenkeschlagabtausch führt.

Wie sieht Ihr Geschenkeschlagabtausch aus? Berichten Sie uns darüber, was passiert, wenn am Vormittag des Heiligen Abends noch nicht alle Geschenke im Haus sind. Oder sich unverhofft zusätzliche Gäste ankündigen. Im Kaufhaus das Geschenkpapier ausverkauft ist. Sich zwei wild gewordene Hausfrauen um die letzte Rolle Klebeband streiten. Der Weihnachtskarpfen von Aliens entführt wird, die dafür einen geheimnisvollen Metallwürfel zurücklassen. Und was liegt eigentlich bei Werwölfen, Vampiren, Zombies und anderen wilden Kreaturen unter dem Weihnachtsbaum?

Nehmen Sie das Thema »Geschenkeschlagabtausch« wörtlich oder betrachten Sie es metaphorisch. Erzählen Sie uns, was bei Ihrem weihnachtlichen Geschenkeschlagabtausch passiert. Das Thema ist frei interpretierbar. Philosophisch, fantastisch, realistisch, humorvoll, erotisch, gruselig … Nur pornografisch oder gewaltverherrlichend dürfen die Texte nicht sein – solche Beiträge werden ohne Rückmeldung ausgeschlossen. Neben Kurzgeschichten und Gedichten suchen wir auch Fotos, Digital Art, Illustrationen, Karikaturen und Cartoons zum Thema. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, beschenken Sie uns mit Ihrer Kreativität!

Länge der Textbeiträge: Maximal 15 000 Zeichen inklusive Leerzeichen. Drei Kriterien spielen bei der Beurteilung eine besondere Rolle: Authentizität, Qualität, Originalität. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

Textformat: Normseiten in neuer deutscher Rechtschreibung, Schriftart Courier New 12 Pt, Zeilenabstand 24 Pt, als DOC-, TXT- oder RTF-Datei (keine DOCX, keine ODT!).

Bilder: Fotos, Digital Art, Illustrationen, Karikaturen, Cartoons.

Bildformat: Mindestens 350 dpi, als JPG- oder TIF-Datei.

Einsendungen: Bitte nur per E-Mail an info@dornendickicht.de. Jeder Autor bzw. Künstler kann beliebig viele Beiträge einreichen. Wer einen Beitrag einschickt, stimmt damit automatisch einer eventuellen Veröffentlichung zu und versichert, dass dieser frei von Rechten Dritter ist. Die Urheberrechte verbleiben bei den Einsendern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Jeder Beitrag ist mit einer Kurzvita von maximal 20 Zeilen zu versehen. Aufgrund der Vielzahl der zu erwartenden Einreichungen versenden wir weder Eingangsbestätigungen noch Absageschreiben.

Honorar: Leider – noch – nicht. Der beste Beitrag jeder Ausgabe wird vom Redaktionsteam jedoch mit einem Buchpreis belohnt. Sonderpreise sind in Vorbereitung. Befreundete Autoren und Verlage, die uns hierfür Bücher zur Verfügung stellen wollen, schicken uns bitte eine Nachricht.

Ausschreibungbeginn: 3. August 2010.

Ausschreibungsende: 10. September 2010.

Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge!

Ihre »Dornendickicht«-Redaktion im WortKuss Verlag

Hinweis: Forenbetreiber und Herausgeber von Literatur-, Kunst- und Fotozeitschriften dürfen diese Ausschreibung gern kopieren; die Weiterleitung ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht."



Die Vorschau auf die weiteren Themen:

1/2011: »Rausch« (Einsendeschluss: 10.10.2010)

2/20011: »Meerumschlungen« (Einsendeschluss: 10.01.2011)

3/2011: »Batnight« (Einsendeschluss: 10.04.2011)

4/2011: »Dunkelheit« (Einsendeschluss: 10.07.2011).

Mehr Infos gibt es hier.

Einträge am 11.08.10

Kleiner Erziehungsratgeber

Eingetragen von Petra, 11.08.2010, 10:25 in Krimskrams
Die kleine Julia ist ein schreckliches Kind. Ungezogen, frech, keine Manieren.
Das meint zumindest Tante Clara. Da hat sie dem Mädchen nun ein Riesen-Geburtstagsgeschenk gemacht, und Julia sagt nicht mal "Danke."
Da kann sie sich auf den Kopf stellen, da kann die Mutter schimpfen, da kann die große Schwester Ina drohen: "Heute Nacht holt dich die Super-Nanny!" Julia bleibt hart, sagt keinen Ton.
Und dann bin ich mit meiner Tafel Schokolade an der Reihe mit dem Gratulieren. Der Tante wäre fast die Luft weggeblieben, als Julia laut und deutlich sagte: "Dankeschön."
Tja, Tante Clara kennt den Trick nicht. Ich habe beim Schenken nämlich "Bitteschön" gesagt.

Rena Larf liest für Lyx

Eingetragen von Petra, 11.08.2010, 09:54 in Kollegen
Rena Larf ist vielen bekannt durch ihre Sendungen auf Radio 1000 Mikes, wo sie unter anderem den Fantasy Channel, den Märchengarten und die Erotic Morning Lounge gestaltet. Eine Vorlesestimme, die ich sehr mag und eine Interpretin, die einen Text in ein kleines Stück Magie verwandeln kann. Ab September ist sie auch auf dem neuen Online-Sender des Egmont Lyx Verlags zu hören. Hier ihre Ankündigung:


"LYX: ROMANTIC THRILL

Der Online-Sender zu den neuen Romantic Thrill -Titeln des Egmont Lyx Verlages.

Mit einer großen Marketingkampagne startet ein ganz besonderes HIGHLIGHT im Herbst bei LYX:

ROMANTIC THRILL heißt die neue Reihe romantischer Thriller im Verlagsprogramm.

Dazu wird es einen eigenen Sender mit Online-Lesungen aus den neuen Titeln geben.
~~~~~
Gesprochen von: Rena Larf
~~~~~
Spannende Geschichten, starke Helden und prickelnde Gefühle – dafür steht Romantic Thrill.

Entdecken Sie mit Shannon McKenna, Roxanne St. Claire oder Bella Andre die Welt der Polizisten,

Firefighters und Bodyguards, die unter größten Gefahren die Liebe ihres Lebens finden....

________________________________________________________________________________

Die Musik zum Intro und Outro wurde uns freundlicherweise von LASERTRACKS zur Verfügung gestellt.
___
Ab September 2010 auf Sendung!"

Einträge am 10.08.10

Falkin erscheint im Oktober

Eingetragen von Petra, 10.08.2010, 19:49 in Falkin
Der Erscheinungstermin meines Kurzromans "Die Falkin" steht jetzt fest: Nach Auskunft des Verlags soll das Heft Ende Oktober herauskommen. Die Geschichte ist als dritter Teil der soeben gestarteten Serie "Aegirs Flotte" vorgesehen.
Teil zwei soll Mitte September rauskommen. Einer Diskussion in einem Literaturforum zufolge vermute ich mal, dass es der Roman "Odins Waisen" von Tanja Rast sein wird. Von Tanja kenne ich bereits den Roman "Stadt im Schnee", den ich sehr mag.
Die etwas längeren Zwischenräume zwischen den ersten drei Heften liegen laut Arcanum-Verlag daran, das die Serie etwas "gestreckt" werden muss: Es gibt ja nur zehn Hefte für das erste Jahr. Das heißt wohl, dass nach der "Falkin" auf den Monatsrhythmus umgestellt wird. Kosten werden die Hefte jeweils 4,95 Euro wie ihre Geschwister aus der Reihe "Weltenwanderer".
Gut finde ich, dass Arcanum inzwischen an einem eigenen Verlagshop arbeitet. Bisher kann man die Hefte auf der Homepage ja nur bestellen, indem man eine umständliche Email schreibt. Vermutlich schreckte das doch den einen oder anderen potentiellen Käufer ab.
Mein letzter Streich an der "Falkin" war, dass ich in der vergangenen Woche ein Glossar erstellt habe. Thomas Vaucher hatte für "Lokis Fluch" eins angelegt, und auf meine Nachfrage beim Verlag erfuhr ich, dass es nicht verpflichtend sei, aber durchaus "wünschenswert", da die germanische Mythologie mancherorts ja doch nicht so gut bekannt sei. Ich denke zwar, dass mein Roman durchaus "selbsttragend" ist, aber da ich Lexika liebe, habe ich mich gleich hingesetzt und zwei Varianten eines Glossars erstellt. Jetzt bin ich gespannt, ob der Verlag die Kurz- oder die Langfassung aussucht.

Fußstapfen V

Eingetragen von Petra, 10.08.2010, 11:26 in Darthula
"My heart shall leave the sea!" - den erregten, kriegerischen Sopran von Julia Gooding im Ohr, das Lenkrad in der Hand, so habe ich mehrfach lauthals mitgesungen, wenn ich auf der A7 unterwegs war. Erst später, als ich die Beigaben zur CD studierte, stellte ich fest, dass sie eigentlich gesungen hatte: "My arm shall lift the spear!" Der Blick ins Booklet erleichtert die Textfindung.

Der "englische Mozart" und Ossians "Darthula"

Thomas Linley junior gehört neben Brahms und Schubert zu den bekanntesten Komponisten, die sich der Geschichte von Darthula angenommen hatten. Ein sehr interessanter Mensch, auf den ich bei meinen Recherchen zu meinem Darthula-Kurzroman stieß. Man nannte ihn auch "The english Mozart".
Der begabte junge Mann lebte von 1759 bis 1778. Sein früher Tod - Linley wurde nur 22 Jahre alt und starb bei einem Unfall auf einer Bootsfahrt - setzte de damalige englische Musikwelt unter Schock. Und es war nur der Auftakt zu einer Tragödie im Hause der Musikerfamilie Linley: Sein jüngerer Bruder Samuel starb kurz darauf, er war an Bord an Fieber erkrankt, in den Jahren darauf wurden die Schwestern Maria (1784), Mary (1787) und Elizabeth Ann (1797) von der Schwindsucht dahingerafft. Der Vater, Thomas Linley senior, starb 1797, wie es hieß an gebrochenem Herzen. Bringt Darthula eigentlich Unglück? Immerhin, auch Karoline von Günderrode lebte nicht mehr lange nach ihrem Darthula-Gedicht.

Thomas Linley juniors Gesang an den Vollmond und Grablied für Darthula

Linleys Darthula-Bearbeitung ist, im Gegensatz zu den Kompositionen von Brahms und Schubert, kein einzelnes Lied, sondern stellt mehrere Situationen und Motive aus dem gesamten ossianischen Kleinepos zusammen. Das Stück, dessen Entstehungsjahr vermutlich unbekannt ist (jedenfalls habe ich die Jahreszahl trotz intensiver Suche nirgends finden können), hat eine Spieldauer von rund 17 Minuten. Es beginnt mit Ossians Gesang an den Vollmond ("Daughter of Heaven, fair art thou"), es folgt ein Rezitativ, in dem berichtet wird, wie Darthula und Nathos, von den Winden betrogen, auf der Fahrt nach Etha im Kreis segeln, dann Darthulas mitreißender Kampfgesang "My arm shall lift the spear". Ein weiteres Rezitativ schildert den Tod des Liebespaars im Pfeilhagel, den Schluss bildet ein Grabgesangfür Darthula, vergleichbar dem Chorlied von Brahms.
Hier der Text, der in den Liedern zum Teil dem ossianischen Text folgt:


Darthula

Recitative

Daughter of Heav'n, fair art thou!
The silence of thy face is pleasant!
O Moon, the clouds rejoice in thy presence.
Burst the clouds, O wind, that the Daughter of the Night
may look forth, that yon shaggy mountain may brighten,
that I may see the face of my love,
that I may rejoice in the presence f my Nathos.

Air

But why dost thou retire?
Why round thee shadoes grow?
Is it like we to mourn,
that darkness cloud thy brow?

I o'er the angry waves,
with Nathos take my flight.
Shine, Daughter of the Sky,
Nor take him fro my Sight.


Rezitative

Thus sung Darthula, while with Nathos brave she flew to seek green Etha's pleasant vales. But envious winds betrayed the fated pair to Ullin's shores, where reigned their deadly foe. "Are these the rocks of Nathos, then", she said, "and that the roaring of his mountain streams?" "Ah! no", replied the youth, "but rest, Darthula, rest in peace, thou beam of light. The sword of Nathos is around thee like the red lightning of avenging Heaven."


Air

My arm shall lift the spear
And every danger fly,
Like night at opening day
Before the morning's eye.

Upon the lovely cheek
Revive the fading rose,
Let hope incline thay heart
To comfort and repose.

My arm shall lift the spear ...


Recitative

He clothed his limbs in steel and looked for the coming of the foe. Darthula, at his side, with looks fixed on the chief, strove to stop the swelling sigh and hide the falling tear. The foe appeared, a thousend arows fly. Like a young oak beneath the lightning blast, the strength of Nathos fell. Darthula stood fix'd in silent grief. Her breast of snow appeared, but it was stained with blood. She fell on Nathos. Her dark hair spread on his face.


Air

When in thy beauty will thou rise,
O first of lovely maids?
The rising sun looks on thy bed,
And calls thee from these shades.

The winds of spring are all abroad,
Fresh verdue crowns the hills,
The trees their growing foliage wave
Beside the murmuring rills.

When in thy beauty ...

The vine and fig trees' fruit appear,
The flowers the hills adorn,
The Zephyrs fling their odours round,
The birds awake the morn.

When in thy beauty ...


Arioso

Retire, O sun, Darthula is asleep.
She will not come forth in her beauty.
She will not appear in the steps of her loveliness.



Weitere "Fußstapfen"-Einträge zur "Darthula"

Heinrich Heine: Die Harzreise
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Herders "Stimmen der Völker in Liedern"
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Einträge am 09.08.10

Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion

Eingetragen von Petra, 09.08.2010, 13:02 in Bücher, phantastisch
Ein Wettstreit der Magier steht im Zentrum des achten Weltenwanderer-Heftes: "Das Turnier von Eskendrion" handelt von der Ausbildung eines Jungen aus einfachen Verhältnissen zum Gestaltwandler und von seiner großen Bewährungsprobe.

Auf dem Weg zum "Turnier von Eskendrion"

Der junge Cormac kehrt zusammen mit seinem kleinen Bruder von einem Bad im See zurück, als ihnen im nebligen Wald ein seltsamer Fremder begegnet: Es ist einer der besten und bekanntesten Magier des Landes, der sich auf dem Weg zum sagenhaften Wettstreit der Gestaltwandler befindet. Das Zusammentreffen hat Folgen: Nach dem Turnier, bei dem er den dritten Platz erringt, taucht der alte Magier Calydrios auf dem Hof von Cormacs Eltern auf und will Cormac als Schüler annehmen. Die Bedingung: Der Junge muss sofort mitkommen und muss seine Familie aufgeben. Es folgt eine lange, für Cormac oft frustrierende Ausbildungszeit, an dessen Ende er zum ersten Mal selbst an dem Turnier teilnehmen darf.

Einfühlsame Annäherung an einen Steinadler

Der Roman ist ein sehr gelungenes Jugend-Fantasy-Abenteuer über die Ausbildung eines jungen Helden zum Magier. Besonders gelungen sind die Beschreibungen, in denen Cormac die Tiere kennen lernt, in die er sich später verwandeln soll. Denn ein Magier kann erst dann die Gestalt eines Wesens annehmen, wenn er nicht nur dessen Bewegungsabläufe und ihr Wesen begriffen hat, sondern auch so weit sein Vertrauen erwarb, dass es sich freiwillig von ihm berühren lässt. Sehr eindrucksvoll gelang die Schilderung von Cormacs Aufenthalt bei einem Falkner und seine Annäherung an die stolze Steinadlerdame Ina. Sehr schön geschildert sind auch die Konflikte zwischen dem alten, verbitterten Magier Calydrios mit seinen starren Grundsätzen und dem jungen Cormac, der gern etwas Neues ausprobieren möchte.

Fazit: Ein gelungener Jugendroman um ein klassisches Thema, ein Erlebnis für Tierfreunde und Fantasyfans. Lesenswert.

Steffen Gaiser: Das Turnier von Eskendrion. Weltenwanderer VIII. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 64 S. Euro 4,95.

Der Autor:
Steffen Gaiser erblickte im Jahre 1983 in Freudenstadt (Baden-Württemberg) das Licht der Welt. Dort, inmitten des Schwarzwaldes, schlug er im Laufe der Zeit ebenfalls eigene Wurzeln.
In der 12. Klasse entdeckte er unvermittelt seine Leidenschaft für das Schreiben und Geschichtenerzählen. Nachfolgend packte ihn diese neu erwachte Passion immer wieder und ließ ihn letzten Endes nicht mehr los. Schnell konzentrierte er sich dabei auf das Genre Fantasy, welches ihn seit seiner Jugendzeit in den Bann geschlagen hat. Seitdem tritt er an Verlage heran und wirbt aktiv mit seinen verfassten Werken.
Wenn er nicht gerade an einer neuen Geschichte schreibt, arbeitet er in einem mittelständischen Unternehmen. Dort ist er im IT-Bereich (Prozessoptimierung, Business Reengineering) tätig.


Weitere "Weltenwanderer"-Besprechungen:
Sina Geiß: Engelsgesang
Petra Hartmann: Darthula
Perrudja: Joie de la Curt
Nathalie Gnann: Einhornblut
Tanja Rast: Stadt im Schnee
Wolfgang Tanke: Bund der Schatten
Esther S. Schmidt: Der Trollring

Neue Agentur: "Ashera"

Eingetragen von Petra, 09.08.2010, 12:51 in Kollegen
Alisha Bionda sucht Autoren aller Genres außer Erotik für ihre neue Agentur. Hier ihr erster Infotext zum Unternehmen "Ashera":

"Ab 2011 betreibt Alisha Bionda mit einem kleinen Team die "Agentur Ashera".
Wer sich von der Agentur vertreten lassen will, kann sich schon jetzt mit Alisha Bionda in Verbindung setzen.

AGENTUR ASHERA
Alisha Bionda & Team
Mail to Alisha Bionda: agentur.ashera@gmail.com

ÜBER UNS
Wir sind klein, aber fein. Setzen auf Klasse statt Masse. Agieren nach dem Prinzip "Weniger ist mehr".
Bei uns steht eines an oberster Stelle: Teamarbeit mit Herz, Kompetenz und Engagement.
Wir arbeiten ohne Optionsklausel, ohne Vergütungen von Seiten der Autoren oder Künstler und erheben nur im Erfolgsfall das branchenüblich Honorar von 15% (Autoren) / 10% (Künstler).
Wir übernehmen alle Genres - außer Erotik, und nur sehr bedingt Sachbücher.

AUTOREN & KÜNSTLER
Wir vermitteln die Werke von Autoren und Künstlern, ebenfalls Lizenzen.

AUTORENCOACHING
Wir übernehmen über die reine Vermittlung von Autoren und Künstlern in Einzelfällen auch komplettes Autorencoaching.

Einträge am 08.08.10

Mark Brandis: Raumsonde Epsilon

Eingetragen von Petra, 08.08.2010, 22:48 in Hörbücher, SF
Nun gut: Ganz schlecht ist sie nicht, die siebte Hörspielfolge der Reihe "Mark Brandis". Schlechte Hörspiele können die Macher von "Interplanar" wahrscheinlich gar nicht produzieren. Aber diese "Raumsonde Epsilon" ist nicht unbedingt ein Glanzlicht der Reihe, tatsächlich gab es bisher sechs bessere Titel.

Geheimnisvolle Raumsonde Epsilon

Mark Brandis und seine Crew sind auf dem Rückweg vom Uranus zur Erde. Doch vor der Heimkehr erhalten sie neue Befehle: Eine geheimnisvolle außerirdische Sonde, die vielleicht aus der Nähe des Sterns Epsilon Bootes stammt, ist jenseits der Jupiterbahn entdeckt worden. An Bord wird Technologie vermutet, die der irdischen um Jahrzehntausende voraus ist. Brandis' zivile Raumforschung-Organisation VEGA möchte diese "Büchse der Pandora" bergen und sie vor allem dem Zugriff der Militärs entziehen. Doch die haben bereits Wind von der Sache bekommen und wollen ebenfalls ihre Hand auf das machtverheißende Objekt legen, genau wie auch die Chinesen. Und dann ist da auch noch ein kleiner Captain, der mit seinen Getreuen eine "Dritte Macht" ausruft und sich im Geiste schon als neuen Diktator der Erde sieht ...

Interplanar-Team bringt zwei große Hypotheken mit

Das Niveau der Serie ist recht hoch, doch diesmal ist das Team gleich an zwei Vorgaben gescheitert, die es als Hypothek aus den vorhergehenden Abenteuern mitbrachte: Zum einen rächte es sich nun, dass im Uranus-Hörspiel - abweichend von der Romanvorlage - das Raumschiff "Delta IX" nicht zerstört wurde, sondern als unbemannter Begleiter von der "Hermes" aus ferngesteuert mitgeführt wird. So ergab sich die Notwendigkeit, das erzählerisch überflüssige Schiff anderweitig zu entsorgen, einen kühnen Handstreich der Chinesen zu erfinden und die Hermes-Crew einen für die Handlung ebenfalls völlig überflüssigen Rückeroberungsversuch starten zu lassen, der dann aber durch einen überraschenden Funkspruch abgebrochen werden muss.
Die zweite Hypothek, mit der sich das Hörspiel-Team belastet hat, war der Wechsel zur Zweiteiligkeit. Während die Umsetzung als Doppelfolge im Kolibri- und im Uranus-Hörspiel überzeugend und überwältigend gelöst wurde, ist hier die Geschichte einfach zu dünn. Ein Einteiler wäre angemessener gewesen. Dann wäre auch die gefühlt ewig lange Szene entfallen, in der der Hörer die gelangweilte Hermes-Besatzung beim Würfelspiel begleiten muss.
Es ist erstaunlich, dass jemand, der aus dem konfusen Uranus-Roman ein so großartiges Hörspiel machen kann, bei einem so geradlinigen und recht ordentlich gemachten Roman wie "Raumsonde Epsilon" derart daneben greift.

Ständiges Hin und Her zwischen Uranus und Merkur

Unglücklich ist auch das ständige Hin und Her, dem die Route der Hermes unterworfen ist: Vom Uranus zur Chinesenstation "Zhongli Quan", dann zu einer Satellitenkette, an der man sich per Kabel einstöpseln kann, um abhörsichere Gespräche zu führen (läuft dann eigentlich ein abhörsicheres Kabel von der Urania-Kette direkt zur Erde, oder warum kann der Satellit anders funken als die Hermes?), dann zur Station Isidor, mal eben zum Jupitermond Kallisto und darüber hinaus und zu guter Letzt auch noch in die Umlaufbahn des Merkur.
Unfassbar auch, wie viele Leute sich dort draußen nahe und jenseits der Jupiterbahn tummeln: VEGA-Mitarbeiter und EAAU-Militärs, Chinesische Raumschiffe und -stationen, eine Bande von Raumpiraten, der gestrandete Pilot Grischa Romen ... Da wird es unverständlich, wieso in der vorigen Folge solch ein Gewese um Scotts kühnen Vorstoß zum Uranus gemacht wurde.
Akustisch ist die Doppelfolge - natürlich - wieder ein Highlight: Die Tonqualität ist hoch, die Sprecher agieren gewohnt überzeugend, die mitreißende Musik, vor allem das Bolero-Thema für die beschleunigenden Raumschiffe, schafft erneut eine großartige Atmosphäre. Auch die Cover und Beilagen haben durchaus etwas zu bieten.

Fazit: Ein ganz ordentliches Hörspiel im oberen Durchschnitt. Aber die Crew von Interplanar kann mehr.

Mark Brandis: Raumsonde Epsilon. Hörspiel. Interplanar Produktion von Jochim-C. Redeker und Balthasar v. Weymarn. Folgenreich, 2010. Teil I: 56 Minuten. Teil II: 61 Minuten.

Guy Boothby: Die Expedition des Doctor Nikola

Eingetragen von Petra, 08.08.2010, 16:01 in Krimis
Doctor Nikolas zweiter Streich: Nach dem Kampf um das geheimnisvolle China-Stäbchen in "Die Rache des Doctor Nikola" macht sich das Verbrechergenie auf nach China und Tibet. Es winkt nichts Geringeres als das Geheimnis des ewigen Lebens.
Der Abenteuerroman von Guy Newell Boothby ist erneut aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschrieben. Diesmal ist es jedoch nicht ein Gegner Nikolas, der versehentlich die Pläne des Superschurken durchkreuzt, sondern ein von Nikola selbst angeheuerter Abenteurer, der die Geschichte erzählt, eine gestrandete Existenz mit einem leeren Geldbeutel, aber sehr guten Kenntnissen über China. So ist dieser Erzähler auch wesentlich besser informiert als der Australier Hatteras, der über weite Strecken völlig im Dunkeln tappte und immer nur auf Nikolas nächsten Schritt reagieren konnte.

Ein gestrandeter Abenteurer als Partner des Doctor Nikola

Wilfred Bruce wird von verschiedenen guten Freunden gewarnt, in Nikolas Dienste zu treten. Doch die drohende Zimmerrechnung und die nicht eben zimperlichen Methoden der Behörden in Schanghai lassen ihn schnell auf das Angebot eingehen. Verkleidet als Chinesen machen sich die beiden Männer auf den Weg ins chinesische Inland, Nikolas Stäbchen dient ihnen dabei als Ausweis, das sie ihnen schließlich auch Zutritt verschafft zum abgelegenen Tempel einer geheimnisumwitterten und gefährlichen Sekte ...

Superschurke als verlässlicher Partner

Nikola macht gegenüber dem ersten Band eine erstaunliche Wandlung durch, bzw. er offenbart völlig neue Seiten seiner Persönlichkeit: War er zuvor über weite Strecken der Geschichte nur ein unheimlicher, mächtiger Drahtzieher im Hintergrund mit einem weltumspannenden Netz an Gehilfen, so tritt er jetzt als eine der beiden Hauptfiguren auf. Mehr noch: In der Partnerschaft mit Wilfred Bruce erleben wir ihn nicht mehr als den eiskalten Verbrecher, der über Leichen geht und seine Handlanger sofort fallenlässt, wenn sie ihm nicht mehr von Nutzen sind. Im Gegenteil, Nikola und Bruce verhalten sich untereinander wie Gentlemen auf einer Abenteuerreise, die sich gegenseitig das Leben retten und sich auch in brenzligen Situationen nicht im Stich lassen. So wird Bruce zum nahezu gleichberechtigten Partner, zwar vielleicht nicht umbedingt wie ein Blutsbruder an der Seite Old Shatterhands, aber deutlich mehr als ein Anhängsel des Helden, das aus der Doktor-Watson-Perspektive von dem Abenteuer berichtet.

Guy Newell Boothby schreibt spannend und zieht den Leser in seinen Bann

Der Roman ist durchgehend spannend geschrieben, lässt sich flüssig lesen und hält den Leser in seinem Bann bis zur letzten Seite. Ein guter alter Abenteuerroman aus der Zeit, als man Land und Leute noch nicht über Wikipedia, sondern durch Reiseschriftsteller kennen lernte.

Fazit: Noch spannender als der erste Teil. Unbedingt lesenswert.


Guy Newell Boothby: Die Expedition des Doctor Nikola. Nittendorf: Wurdack Verlag, 2010. 214 S., Euro 13,95.

Einträge am 07.08.10

Thomas Vaucher: Lokis Fluch

Eingetragen von Petra, 07.08.2010, 10:52 in Bücher, phantastisch
Mit Spannung erwartet: Der erste Band der Heftroman-Serie "Aegirs Flotte" ist erschienen. Das Projekt des Arcanum-Verlags begann als offene Ausschreibung für Autoren, basiert auf der germanischen Mythologie und spielt in dem Zeitraum zwischen der Endzeitschlacht Ragnarök und der Neuschöpfung der Welt. Zehn Manuskripte wurden ausgewählt, die nun im Laufe eines Jahres erscheinen sollen.

Thomas Vaucher gleich zweimal in "Aegirs Flotte"

Den Anfang macht "Lokis Fluch" von Thomas Vaucher. Der Autor, dessen Text an so prominenter Stelle platziert wurde, hat es sogar geschafft, den Verlag gleich zweimal zu überzeugen: Unter den zehn Auserwählten ist mit "Heimdals Vermächtnis" noch ein zweiter Heftroman aus seiner Feder, der in der ersten Staffel erscheinen wird.

Dreifacher Fluchträger als Ich-Erzähler

Der Held des Abenteuers ist Leif Erlingson, ein junger Krieger aus dem Dorf Drögstad, der von einem Berg aus den Kampf zwischen Göttern und Unholden beobachtet. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Menschheit offenbar noch nicht beteiligt an dem Kriegsgeschehen, abgesehen von dem Umstand, dass sich die meisten Bewohner ängstlich versteckt halten. Seine unbedachte Äußerung, er hoffe darauf, dass der Verräter Loki nun endlich gerichtet und mit seiner Brut untergehen wird, hat schreckliche Folgen. Der herausgeforderte Gott sendet das furchtbare Ungeheuer Hrafnir, ein Kind von Fenriswolf und Midgardschlange, das ins Dorf einfällt und mehrere Menschen tötet. Daraufhin wird Leif als der Schuldige verbannt. Er kann nur in die Dorfgemeinschaft zurückkehren, wenn er Hrafnir besiegt und das abgeschlagene Haupt des Ungeheuers nach Drögstad bringt.
Der Roman ist spannend, reich an kämpferischen Begegnungen und lässt einige alte Bekannte aus der nordischen Mythologie auftreten. Hrafnir ist ein sehr interessantes Ungeheuer, das einen würdigen Gegner für Leif darstellt.
Sehr ungewöhnlich ist auch die Idee, dass Leif durch die Tötung Hrafnirs einen zweiten Fluch auf sich lädt, und anschließend noch einen dritten, diesmal jedoch nicht von Loki. Der dreifache Fluchträger, der gleichzeitig Ich-Erzähler ist, verliert nach und nach alle seine Verwandten und Freunde.

Lokis Enkel - ein Kind von Midgardschlange und Fenriswolf

Sprachlich ist der Roman, vor allem durch die langen Plusquamperfekt-Passagen am Anfang und durch die Angewohnheit, Relativsätze mit "welcher" zu beginnen, zum Teil etwas ungelenk. Die Beschreibung, Hrafnir sei "Tochter der Midgardschlange, Sohn des Fenriswolfs und Enkel von Loki" klingt zumindest etwas merkwürdig. Nur wenige mythologische Wesen sind gleichzeitig Tochter und Sohn, und Hrafnir zeigt jedenfalls keine hermaphroditischen Züge. Doch ist die Geschichte insgesamt gut gelungen.
Da im letzten Kapitel ein Horn auftaucht, das allerdings noch nicht zum Einsatz kommt, ist zu vermuten, dass sich die Handlung von "Lokis Fluch" im Roman "Heimdalls Vermächtnis" mit Leifs Abenteuerfahrt fortsetzen wird und dass es sich bei dem Horn um Heimdalls Giallarhorn handelt.

Cover von Hans-Jürgen Unger

Das Cover von Hans-Jürgen Unger ist sehr ansprechend und stimmungsvoll. Es ist in dunklen Grünblautönen gehalten und zeigt die schwarz Silhouette eines Baumes, möglicherweise einer Esche, unter einem bleichen, teilweise wolkenverhangenen Vollmond. Zur Ausstattung gehören auch ein Glossar für die nicht ganz so "eddafesten" Leser und zwei Illustrationen von Kristina Ruprecht.

Fazit: Ein spannender und ideenreicher Roman voller Kämpfe. Entwicklungsmöglichkeiten sind gegeben.

Thomas Vaucher: Lokis Fluch. Drei Welten - ein Feind: Aegirs Flotte I. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 58 S., Euro 4,95.


Der Autor:
Thomas Vaucher, 1980 in Freiburg (CH) geboren, ist Primarlehrer an der Primarschule Heitenried (CH). Er war seit jeher vom Mittelalter und dem Fantasy-Genre begeistert, welches er bei Rollenspielen lieben lernte. Selbst aktiver Spieler und Organisator von Rollenspielen und Live-Rollenspielen (LARPs), schrieb er schon als Kind Fantasy-Kurzromane.
Im Jahr 2010 erschienen seine ersten beiden Romane – der historische Roman „Der Löwe von Burgund (im Stämpfli Verlag) und der Heftroman „Lokis Fluch (im Arcanum Fantasy Verlag).
Von diversen veröffentlichten Kurzgeschichten erreichte die Geschichte „Tyrions Wacht“ aus der Anthologie „Der Treue geopfert (Arcanum Fantasy Verlag) beim Deutschen Phantastik Preis 2009 den 2. Platz.
Thomas Vaucher ist auch musikalisch tätig. Er ist Mitglied der Heavy Metal Formation EMERALD (CH), welche bisher vier CDs (zwei davon bei Shark Records (D), eine davon bei Pure Steel Records (D)) veröffentlicht hat. Der fünfte Output der Band folgt im November (wiederum über Pure Steel Records).
Homepage: www.thomasvaucher.ch

Einträge am 01.08.10

Phantastik-Autoren für Masterarbeit gesucht

Eingetragen von Petra, 01.08.2010, 22:33 in Kollegen
Unglaublich, was der wissenschaftlichen Jugend heutzutage so einfällt. Ich hatte mich ja für meine Magisterarbeit noch brav durch alle 12.111 Verse des "Faust" gequält. Aber dieser Kollege plant eine Phantastik-Anthologie als Masterarbeit:

Felix Woitkowski, bekannt als Organisator der Storyolympiade und Herausgeber von Anthologien wie "Nachtwald", sucht Autoren für ein sehr ungewöhnliches Experiment. Hier seine Ausschreibung (vollständiger Text und mehr Infos: http://kollaborativesschreiben.myblog.de/) :


Ausschreibung: Anthologieprojekt „Kollaboratives Schreiben“

Für meine Masterarbeit am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster suche ich Autorinnen und Autoren für ein Anthologieprojekt.
In diesem Projekt soll eine Gruppe von Autorinnen und Autoren gemeinsam an einer Anthologie arbeiten. Ziel ist es, dass möglichst alle Arbeitsschritte des Projekts in Kooperation durchgeführt werden und auch das Ergebnis, die Anthologie, schließlich nicht aus einer bestimmten Zahl von alleinstehenden Texten besteht, die der Anzahl der Autorinnen und Autoren entspricht. Sowohl im Arbeitsprozess als auch im Endprodukt soll die gemeinsame Arbeit deutlich erkennbar sein.
Projektbegleitend werden außerdem Interviews durchgeführt, die den Fortschritt des Projekts dokumentieren und die Einstellungen der Teilnehmer zum Projekt erfassen sollen.


Genre & Thema

- Die Geschichten sollten im weitesten Sinne der phantastischen Literatur zugeordnet sein.
- Ein Thema ist nicht vorgegeben, dafür stehen aber zur groben Orientierung drei Handlungsorte zur Auswahl:
1. Ein alter Wald
2. Eine sterbende Stadt
3. Eine erblühende Wüste


Arbeitsplattform

- Ein geschlossener Bereich im Forum der Geschichtenweber (http://www.edition-geschichtenweber.de) zur Arbeit und Koordination. Darüber hinaus ist die Verwendung von E-Mails, Chats, Wikis und anderen Anwendungen des Web 2.0 vorstellbar.


Zeitplanung

- Das Projekt wird in etwa einen Zeitrahmen von 8 Monaten in Anspruch nehmen. Es beginnt wenige Tage nach Einsendeschluss.


Autoren

Was du mitbringen solltest:
- Ein wenig Schreiberfahrung.
- Einen zuverlässigen, von dir häufig verwendeten Internetzugang.
- Die Bereitschaft zum gemeinsamen Arbeiten (Ideenfindung, Planung, Textarbeit, usw.).
- Die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in alle Phasen des Projekts (von Ideenfindung bis Überarbeitung/Lektorat).
- Die Bereitschaft zur Teilnahme an regelmäßigen, umfangreichen Evaluationen des Projekts.
- Die Bereitschaft, die für das Projekt geleistete Arbeit in Form von Schriftstücken (Forenbeiträge, Emails, Fragebögen, Geschichten in mehreren Arbeitsfassungen usw.) für eine wissenschaftliche Arbeit zur Erforschung kollaborativen Schreibens zur Verfügung zu stellen.
- Die Bereitschaft, neue Wege auszuprobieren, viel Kreativität, Freude und Interesse.

Was für dich dabei herausspringt:
- Eine Reflexion und Verbesserung deiner Arbeitsweise.
- Ein intensiver, bereichernder Erfahrungsaustausch.
- Eine Horizonterweiterung durch umfangreiche Erfahrungen im Bereich des kollaborativen Schreibens.
- Die Mitarbeit an einem Anthologieprojekt mit angestrebter Publikation.
- Ein Dienst für die Wissenschaft. ;-)

Bitte überlege dir gut, ob du wirklich Interesse hast, an diesem Projekt teilzunehmen. Wenn du nur auf eine (weitere) Veröffentlichung aus bist, wirst du mit diesem Projekt nicht glücklich werden.


Teilnahme & Bewerbung

Was deine Bewerbung beinhalten sollte:
- Eine kurze Vita und (falls vorhanden) Bibliographie.
- Einen aktuellen von dir verfassten, fiktionalen Text.
- Stichpunkte zu deiner Schreiberfahrung.
- Stichpunkte zu deinem Interesse und der Motivation an dem Projekt teilzunehmen.
- Entscheidung für einen der drei genannten Handlungsorte.

Bitte fass dich kurz und konzentriere dich auf wenige wesentliche Aspekte, die dir wichtig sind.

Einsendeschluss: 13. August 2010

Kontaktadresse: f_woit01@uni-muenster.de

Weitere Informationen und offene Fragen

Auf dem Weblog http://kollaborativesschreiben.myblog.de/ wirst du nach und nach zusätzliche Informationen zu dem Projekt finden.
Wenn du darüber hinaus Fragen hast, wende dich einfach über die Kontaktdresse direkt an mich. Ich werde mich dann umgehend bei dir melden.

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