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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Sommer im NEUEN STERN

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern 09 August 2019 · 89 Aufrufe
Albert Sánchez Piñol und 2 weitere...
Sommer im NEUEN STERN Keine Alle-Tage-Ausgabe des NEUEN STERNS – na, ist es ja nie, oder? Es ist kein Sonderheft, aber dafür DAS Sommer-Heft. Diesmal mit 48 Seiten (+ 4 Farbseiten) und mit Inhalt:
Meine kleine Lobeshymne auf Adam Hülseweh: KLUNGA und die Ghule von Köln +++ die lang erwartete Fortsetzung des „thematischen“ Reiseberichts Magisches Island 3 von Peter Schünemann +++ Eine Story: Verlierertypen, von Clemens Nissen +++ Ein Bericht über: Torgo – ein vergessener Held, Beitrag von Ekkehardt Brux +++ Aus alten Bücherschränken: Jules Verne: 20.000 Meilen unter dem Meer, Beitrag von Arnold Drabek +++ 2 x Lars Dangel als Herausgeber, Beiträge von Bernd Wiese +++ die Comicgarten-Auslese, Teil 2, Beitrag von Thomas Hofmann +++ 3. Comic Park Erfurt, Beitrag von Mike Röder +++ 2 Comic-Rezis von Thomas Hofmann +++ Buchrezensionen: Marina Lostetter: Die Reise, von Peter Schünemann +++ Brandon Q. Morris: Der Riss, Rezi von Sabine Seyfarth +++ Alien Contact am Ende der Welt, die Lost-Race-Robinsonaden des Albert Sánchez Piñol, von Thomas Hofmann +++ Christopher Priest: Der steile Horizont, Rezi von Volker Adam +++ und zum Abschluss noch eine kleine Pfingstbetrachtung von Thomas Hofmann
So, das muss reichen für Heft 53.


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Hofmanns Leseliste, so ca. nach Ostern bis Sommerferien, mit einem Haupttreffer

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 30 July 2019 · 231 Aufrufe
GRM, Christopher Priest, Klunga und 5 weitere...
Hofmanns Leseliste, so ca. nach Ostern bis Sommerferien, mit einem Haupttreffer 26 - Adam Hülseweh: „KLUNGA und die Ghule von Köln“
Auf knapp 350 Seiten erfahren wir sehr viel von den Umständen, wie aus Menschen Ghule werden, in den letzten 2000 Jahren. Der titelgebende Haupt-Ghul, Klunga, ist seit dem späten Römischen Reich Ghul. Er wurde als Sklave von einem besonderen Sklavenhändler, wie sich herausstellt, einem Troll, in die germanische Provinz des Römischen Reiches, nach dem Ort, der heute Köln heißt, verschleppt worden. Anfänglich war er noch Mensch, aber in der Schlacht gestorben und doch wieder aufgestanden: Da stimmt doch was nicht…
Der Käufer in Köln, ein römischer Bürger, brauchte genau so ein besonderes Geschöpf, um selbst eines zu werde, aber ein anderes.
Neben Klunga und seinem neuen Herrn, Gaius, sind es weitere Figuren, die „der“ Autor vorstellt, Leute, die zu Ghulen wurden. Der Roman verwebt die Entstehungs-Episoden (1288 / 1803, 1813 / 1804, 1844 / 1945 / 1948) mit einer Haupthandlung, die ihrerseits in zwei Zeitebenen spielt und sich um ein Gebäude in Köln dreht. Die nach dem 2. Weltkrieg, von dem Architekten Wilhelm Riphahn entworfene und 1954 gebaute Kölner Oper soll so um 2009 abgerissen werden. Der Abriss fand übrigens nicht statt, und wenn man dem Roman folgen darf, ist das ganz gut so. Der Architekt kommt im Roman übrigens auch vor, so nebenbei auch ein anderer berühmter Kölner: Konrad Adenauer.
Köln ist eine Stadt der Vampire, zumindest bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Neben den Ghulen sind es noch andere Unterwelt-Wesen, die die Stadt Köln auf ihre ganz besondere Art bereichern: Troglodyten – Höhlenbewohner. Ein wenig erinnert der Plot an die „Underworld“-Filmreihe, ist aber raffinierter und unblutiger – also, bis auf ein paar Ausnahmen, z.B. gleich zu Beginn, als sich ein amerikanischer Vampir – ein Rockstar – nach Köln verirrt. Hätte er lieber bleiben lassen sollen…
Die Haupthandlungsebenen und in den Rückblicken lassen die Autoren nicht nur literarisches Geschick und einfach großartige Erzählkunst, sondern auch sehr viel historisches Kolorit und Detailwissen erkennen. So macht Lektüre Spaß! Das alles auf 350 Seiten? Ja, geht, wenn man so dicht und spanend und abwechslungsreich erzählt wie Ina (ich denke mal, sie hat die Literatur zu verantworten) und so auf den Punkt genau historische Ereignisse Revue passieren lässt wie der benannte Historiker. Da stimmte einfach alles. Klingt übertrieben? Nein, ich gebe hier schon mal satte 10 von 10 Punkte.
Weitere Infos

16 – Christopher Priest: „Die stille Frau“
Irgendwie bin ich froh, dass ich zu diesem Buch keine Rezension schreiben „muss“. Das „muss“ bezieht sich auf den NEUEN STERN. In den letzten Ausgaben fröne ich meiner neuen Leidenschaft, „eine Lanze für Christopher Preist“ zu brechen. Sehr spät habe ich seine faszinierende Phantastik für mich entdeckt, begonnen bei den Werken, die zum Traumarchipel-Zyklus gezählt werden (teilweise vermeintlich, da stimmt die Aufzählung in der deutschen Wikipedia gar nicht) lese ich mich jetzt wohl durch das Gesamtwerk.
Inzwischen konnte ich noch jemanden mit meiner „Mission“ anstecken. So hat Karsten Kruschel eine schon ältere Rezi von sich für den NEUEN STERN zur Verfügung gestellt („Amok-Schleife“) und nunmehr hat auch Peter Schünemann etwas von ihm gelesen und für den NEUEN STERN rezensiert: eben „Die stille Frau“.
Ausführlich also dort. Hier nur sei angemerkt, dass mir das Buch wieder absolut gefallen hat, auch wenn ich am Ende nicht genau weiß, wie sich all das, was da an Plot-Fäden und Problematiken angehäuft wird, auch auflöst.
In einer Mail hat mir Herr Priest geschrieben, dass er derzeit an einem Roman sitzt, der die Geschichte von „Die stille Frau“ wieder aufgreift und die er jetzt mit dem Traumarchipel verknüpft. Es ist so schade, dass wir das Werk auf Deutsch sicher nicht lesen werden; seit gut 15 Jahren ist von ihm nichts mehr bei uns erschienen…
Wer ist eigentlich „die stille Frau“? Die Protagonistin, eine in einem von radioaktivem Niederschlag verseuchten Gebiet im Südwesten Englands lebende Schriftstellerin, oder die Ermordete, ihre Freundin und ehemalige Schriftstellerin und Anti-Atomkraft-Aktivistin?
Es geht um einen Mord, es geht um das Geheimnis eines Manuskripts über sechs Frauen, das der Autorin insofern ein Rätsel ist, dass sie partout nicht nachvollziehen kann, warum die „Behörden“ das Manuskript kassierten und deren Veröffentlichung untersagen. Es geht um die Gefahren des Datensammelns und –manipulierens.
Es geht um einen vertuschten Nuklear-Unfall und es geht – wie immer bei Preist – um die sehr unterschiedliche Wahrnehmung der Wirklichkeit durch die handelnden Personen. Da gibt es sogar eine gute Stelle, wo er – nach meiner Auffassung – am Traumarchipel-Zyklus anknüpfen könnte. Der unsympathische Sohn der Ermordeten hat sich in jungen Jahren schon eine eigene Traum- und alternative Vorstellungswelt in seinem Kopf gebastelt, um mit der Realität, in der der nicht zurechtkam, leben zu können.
Ein sehr komplexer, dabei aber bis zum Schluss spannender Roman, der weder richtige SF, noch ein richtiger Krimi, auch kein dezidiert gesellschaftskritischer Roman sein will, sondern eine Mischung aus allem – und rätselhaft.
9 / 10 Punkte

17 – Jonathan Littell: „Die Wohlgesinnten“
Hörbuch.
Wow, ich habe es geschafft! Was mir als Buch – lesend – nicht gelang, konnte ich jetzt in Form eines Hörbuches nachholen: Dieses Riesenwerk (Umfang) durchgehört. Das hat mich glatte 4 Monate gekostet, denn ich höre nur zu bestimmen Anlässen (meiste lange Autofahrten allein, meist aber die Fußgänge zur und von der Arbeit). Und 1500 Seiten vorgelesen dauert halt.
Aber ich habe es geschafft und muss gestehen, dass man in diese Lebens-Abschnitts-Schilderung eines SS-Mannes, der an vielen Brennpunkten des II. Weltkrieges teilnahem, bzw. involviert oder zumindest zugegen war, schon reingezogen wird.
Der Erzähler ist dabei nicht immer so zuverlässig. Die historischen Hintergründe scheinen aber stimmig und plausibel und wahrhaftig zu sein, all diese Mörder-Bürokratie, die unsäglichen Grausamkeiten, dieser „Alltag des Krieges“. Dazu kommen eher traumhafte Sequenzen, die schon an waschechte Phantastik erinnern (Delirium nach Kopfschuss), oder an eine Groteske (Hitler in die Nase beißen).
8 / 10 Punkte

18 - Erik R. Andara: „Im Garten Numen“

20 – Louis-Ferdinand Céline: „Reise ans Ende der Nacht“
Die schönste, mehrmals wiederholte Passage aus dem Stück, könnte ich mir einrahmen – also, habe ich mir eingerahmt:

„Unser Leben ist eine Reise durch den Winter und die Nacht,
wir suchen, was den Weg uns weise
am Himmel, wo kein Stern uns lacht.“

Und sonst? Also, um ehrlich zu sein, ich komme mit dem lakonisch, distanzierten, leicht ironischen (?) Stil des Autors nicht so gut zurecht. Ich hätte mir mehr Tragik und sogar schwülstige Poesie gewünscht. Aber so ist das mit diesen Erwartungshaltungen…
Die Reise durch die Nacht in der ersten Hälfte (dem ersten Drittel gar) des 20. Jh. ist auch eine Reise durch verschieden Dschungel: Den des I. Weltkrieges, durch die Schützengräben in Frankreich, dann durch die Zentralafrikas (hier fühlte ich mich natürlich ganz dolle an Conrads „Herz der Finsternis“ erinnert), dann durch den anonymen und menschlich-kalten Großstadtdschungel New Yorks, wo der Ich-Erzähler nur ans F#@+*n denkt. Und immer fragt er sich, was er da eigentlich macht, was er da soll, was das alles soll – oder so ähnlich. Der Roman ist eher ein Bericht über eine Lebenseinstellung, die Handlung ist nebensächlich. Für mich nicht so das Wahre.
6 / 10 Punkte

21 – Dan Abnett: „Doctor Who – und stumme Sterne ziehn vorüber“
Hörbuch, gelesen von Tobias Nath
Dr. Who zum lesen (oder vorlesen lassen)? Warum nicht mal probieren?
Anfänglich wollte sich Enttäuschung breit machen. Der Autor ahmt die lockere, leichte, frohstimmende Atmosphäre der Filme nach. Im Plauderton werden da ja gern große Pläne geschmiedet, große Entscheidungen getroffen und Welten gerettet. Mir gefällt diese Atmosphäre – in den Filmen. Aber gelesen? Na ja, ich gebe zu, hätte ich es selbst gelesen, hätte ich vielleicht abgebrochen. Der Anfang war mir zu beliebig, zu unverbindlich, zu wenig relevant.
Aber die Story entwickelt sich – zu einer interessanten, spannenden SF-Story, die mit Sicherheit auch ohne den Doctor und seine Begleiter, Amy und Rory, funktioniert hätte.
Natürlich schweben einem die Gesichter aus den Filmen vor dem geistigen Auge beim Zuhören – und das funktioniert; ja passt, meiner Meinung nach.
Die Story selbst ist dabei nicht so komplex: Die Nachkommen irdischer Terraformer (Morphener) sehen sich einer schnell verlaufenden Klimaveränderung auf dem erdähnlichen Planeten ausgesetzt: Es wird kälter, ewiger Winter droht. Schuld daran tragen die Nachkommen der ausgestobenen Marszivilisation, die Eiskrieger. Die wollen auch den Planeten für sich, aber mögen es halt kalt.
Schön, aber wahrscheinlich immer das Unrealistischste an den Serien-Erzählungen: Der Doctor versucht eine friedliche Lösung. Auch den scheußlichsten und brutalsten Monstern begegnet er vorbehaltlos und freundlich, scheint sie gar nicht ernst zu nehmen.
Okay, war unterhaltsam, aber so ein Dr.-Who-Leser werde ich wohl nicht.
7 / 10 Punkte

22 – Albert Sánchez Piñol: „Im Rausch der Stille“
Viele meinen, das ist ein Horrorroman. Tatsächlich mutet der Anfang weird und lovecraftian an. Aber ich denke, dass ist eher eine First-Contact-Story, die an die Lost-Race-Stories des 19. und der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts anknüpft; also waschechte SF.
Ich war jedenfalls absolut positiv überrascht und froh, nach so langer Zeit die Lektüreerfahrung nachgeholt zu haben. Im Abgleich mit dem Film, „Cold Skin“, ist das Buch auch um Klassen besser, reichhaltiger (Figurenaufbau, philosophische Dichte).
9 / 10 Punkte

23 – Sybille Berg: "GRM“
Ja, okay, ich hab’s begriffen: Die Welt ist Scheiße, die Zukunft auch, trotz BGE. Wobei die Autorin wahrscheinlich Recht hat, mit allem. Ich will es nur nicht hoffen, besonders was den „utopischen“ Teil anbelangt. BGE kann m.M.n. Teil der Lösung der Probleme werden.
Die Story – welche Story? – ist in GB angesiedelt. Dass es dort bereits zu so enormen sozialen Verwerfungen kommt, zeigt die Autorin übrigens immer mal wieder bei Facebook in Form von Links zu Zeitschriftenartikeln. Die sind fast noch beeindruckender – im deprimierenden Sinne – als ihre sehr gekonnte Fiktion. Es ist schlimm! Und das im hochentwickelten Westen.
Aber die Story: Kaum vorhanden. Daher erlahmte bei mir der Lesedrang dann doch. Zum Schluss fast nur durchgequält. Daher leider nur
7 / 10 Punkte

24 - Ingo Scharnewski bei TES
Alle 9 Hefte von diesem Autor aus der Reihe bunTES Abenteuer, hg. v Gerd-Michael Rose in seinem Kleinverlag gelesen. Das wollte ich schon lange einmal tun. Von dem Autor findet man woanders – nach meinem Kenntnisstand – kaum was, was aber durchaus unverständlich ist. Damit dürfte TES hier etwas ganz Eigenes haben. Nicht alle Stories sind so gut, aber ein paar haben was. Der Autor schreibt „kleinteilig“, lenkt mit unwichtigen Details vom Wesentlichen ab. Auf die Dauer kann das nerven, aber er erzeugt damit Authentizität, verankert seine Stories in der Realität. Dann aber gibt es immer ein phantastisches Element, das die Story kippen lässt, auch wenn man sich z.B. bei der „Kiki“-Story schon an den Umstand gewöhnt hat, dass man hier ja eigentlich eine Liebesgeschichte serviert bekommt. Scharnewski ist ein Grenzgänger zwischen den Genres. Und unter dieser Rubrik stelle ich dann im NEUEN STERN auch alle Hefte mal vor.
Die Frau in der Bücherei, 5 / 2010
Der Hund, der auf zwei Namen hörte, 8 / 2011
Tätowierte Haut, 1. Teil, 4 / 2012
Tätowierte Haut, 2. Teil 5 / 2012
Curtis Anserina, 28 / 2014
Mademoiselle Kiki, Nr. 34 / 2016
1800, Nr. 41 / 2017
Uneinholbarer Vorsprung, Kiki 2, Nr. 44 / 2018
Zwei Seelen, ach, in einer Brust, Kiki 3, Nr. 48 / 2019
7 / 10 Punkte

25 - Albert Sánchez Piñol: „Pandora im Kongo“
Irgendwie knüpft dieses Buch an sein berühmteres „Im Rausch der Stille“ an, zumindest findet man viele Elemente daraus hier wieder: Die kleine Gruppe Europäer in einem ihnen fremden und unwirtlichen Umfeld (afrikanischer Urwald statt ferne Insel), einen humanoide, fremde Art (so zwischen Alien und Lost Race, hier: große, schlanke, weißhäutige, sechsfingrige und im Erdreich lebende Tektoner statt „Amphibienmenschen“), Liebesstory zwischen dem /den Europäer/n und einem weiblichen Wesen dieser fremden Art, kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Arten und sogar der Zeitrahmen ist derselbe (I. Weltkrieg).
Diesmal haben wir aber noch eine Erweiterung – um das Schicksal von Trivial-Ghostwritern und um eine perfide Krimi- & Gerichts-Geschichte. Am Ende hat man dann auch ein ganz anderes Ergebnis als zuvor erahnt. Ich bin begeistert.
9 / 10 Punkte

27 – Arnolt Bronnen: „Arnolt Bronnen gibt zu Protokoll“
Faszinierende Autorbiografie eines faszinierenden Literaten und Menschen. Auch wenn er politisch, weltanschaulich nicht gerade „zuverlässig“ war und mit den Extremen „spielte“ – aber zu einer Zeit, da man nicht unbedingt wissen konnte, was mal aus solchen „Meinungen“ wie Faschismus entstehen kann (es zumindest nicht die „Erfahrung“ 3. Reich und 2. Weltkrieg gab) ist es halt schwer über jemanden den Stab zu brechen. Der Mann rechnet hier mit sich selbst ab, das liest sich wie ein Politthriller – vom Jugend-Bewegten (Wandervogel), über Theater-Expressionist und Theater-Skandal-Macher (Zusammen mit Bert Brecht), zum Frauen-Helden (2 seiner Angebeteten nahmen sich das Leben), Freund von Ernst Jünger und Joseph Goebbels, Radio-Macher der ersten Stunde, zum Widerständler gegen das NS-Regime. Nur sein Lebensabschnitt in der DDR lässt er leider aus. (Das Buch erschien aber auch schon 1954 und in die DDR übersiedelte er erst 1955.)
10 / 10 Punkte


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Wer hat mehr Laßwitz-Preise bekommen als Wolfgang Jeschke?

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 28 June 2019 · 181 Aufrufe

Wer hat mehr Laßwitz-Preise bekommen als Wolfgang Jeschke? Ja, richtig: Bodo Traber
...In der Rubrik „Hörspiel“.
Okay, ich gebe es zu, die Überschrift ist so eine clickbait-Falle. Es sei mir gestattet, denn ich denke, er und der Freundeskreis SF Leipzig haben es verdient, Aufmerksamkeit zu erhalten.
Also: Am 27. Juni 2019 hat der FKSFL mal wieder zur Monatsveranstaltung geladen. 19:30, Haus des Buches = kennt man ja. Richtig hieß die Veranstaltung:

"Aus der Werkstatt eines Science Fiction Hörspielautors".

Moderation hatte Thomas Braatz inne (wollte / sollte ursprünglich jemand anderes sein, aber irgendwie kam da was dazwischen…).
War superinteressant. Man dankt ja: Hmm, kein „richtiger“ Autor, wie und was soll denn da laufen? Aber der Mann ist ja eine wahre Wundertüte! Er hatte viel zu erzählen. Dazu gab es Ausschnitte aus den Hörspielen und seine Bemerkungen dazu.
Angefangen hatte er, ausgebildeter Film-Wissenschaftler, allerdings als Autor für Synchron-Manuskripte. D.h., er hat für Serien und Filme aus englische-sprachigen Ländern vor allem die Dialoge für die deutsche Synchronisation geschrieben. Dann auch die Dialoge für deutsche TV-Vorabend-Soaps. Dann schrieb er als Freund der Phantastik, des Horrors, japanischer u.a. Monsterfilme etc. erste Bücher für SF-Hörspiele, mittlerweile führt er auch Regie – und fasst Preise ab, u.a. 2 Mal den Laßwitz-Preis für das beste SF-Hörspiel – also mehr als W. Jeschke (der hat auch 1 Mal diesen Preis erhalten).
Als Synchron-Autor – so seine Bezeichnung – ist er im „grauen Gewerbe“ tätig. Niemand nimmt diese Autoren wahr; sie werden eher nicht als Künstler verstanden. Er sieht das selbst anders.
Bodo Traber reagierte eloquent und voller Esprit; machte Spaß, ihm zuzuhören. Dann wurde er aber auch nachdenklich-verärgert, als er davon erzählte, dass solche Warn-SF wie sie ein J.G. Ballard in „Welt in Flammen“ – oder eben auch er mit seinem Hörspiel von 2002 „Mühlheimers Experiment“ (hier schrieb er noch „nur“ das Buch) – wo vor den Folgen der menschengemachten Klimaveränderung gewarnt wurde, völlig nutzlos sind, misst man sie daran, dass sie in den Köpfen der Entscheidungsträger etwas bewirken sollten. Da konnte er auch ziemlich zynisch werden…

Das Bild: Bodo Traber in einer für einen Hör-Spiel-Macher typischen (?) Pose. © Thomas Hofmann


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An Bestseller-Autorinnen & Autoren in spe!

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Meine Empfehlung 22 June 2019 · 155 Aufrufe

An Bestseller-Autorinnen & Autoren in spe! ...natürlich auch an bereits als Bestsellerautoren Arbeitende gerichtet.

Liebe Bestseller-Autoren & Autorinnen in spe: Ich darf auf ein Podium für die Erst-Publikation hinweisen (na, kann auch die x-te Veröffentlichung sein, na klar…), im allseits (gut, zumindest den Leserinnen & Lesern des Heftes; aber zu einem solchen kann man ganz schnell werden, ich kann da was vermitteln…) beliebten „Rundbrief“ NEUER STERN.
Es gilt daher weiterhin (wie bereits in einem ziemlich berühmten sozialen Netzwerk verkündet):

Liebe Autorinnen & Autoren!
We need you!
Wir machen seit 2013 ein kleines Fanzine (Infos gibt es hier). Wir – die Leute vom Andromeda SF Club Halle – widmen uns allen Spielarten der Phantastik, SF; Fantasy, Horror, und allem, was dazwischen liegt.
Und wir sind neugierig: Wir wollen Euch kennen lernen! Also, bitte her mit Euren Geschichten. Wenn Ihr Lust habt, bitte melden. Und uns interessieren auch die Leute hinter den Texten. Ihr könnt Euch im Heft präsentieren, ein paar Fragen zu Leben & Werk gestellt bekommen.

Kontakt. Bitte pn an mich


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Nach Ostern kommt Pfingsten, so steht es geschrieben...

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern 01 June 2019 · 277 Aufrufe
Jack Parsons, Günter Kunert und 2 weitere...
Nach Ostern kommt Pfingsten, so steht es geschrieben... Nach Ostern kommt Pfingsten, so steht es geschrieben, im Editorial des NEUEN STERNS 51
Na dann, los geht’s
Es ist wieder ein DOPPEL-STERN. Die Ära der Doppelsterne ist angebrochen. Das hat seine Gründe. Welche? Das steht in den Heften. Ist aber auch egal, auf den Inhalt kommt’s schließlich an, und davon haben wir:

Die special guests sind diesmal: Björn Candidus, der Schöpfer des farbigen Covers der Nummer 51, im Innern des Heftes sind weitere Bilder von ihm, und Tami Urah, von der in der Ausgabe 52 eine Story enthalten ist. Danke Euch!!!


Inhalt
51 – 36 + 4 (Farb-) Seiten
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Heiterer Melancholiker, kreuzfideler Pessimystiker: Günter Kunert zum 90. Geburtstag gratuliert Peter Schünemann

Der Claypool Lennon Delirium Komplex
Beitrag von Thomas Hofmann
…John Carter: Raumfahrt, Sex und Rituale. Die okkulte Welt des Jack Parsons
…Jack Williamson: Geschöpfe der Nacht
…BORISKA – Ein Indigojunge vom Mars

Rezensionen zu…
…Frank Bittner: Kai Ritter – Der schlaflose Vampir, von Bernd Wiese
…Alastair Reynolds: Rache, von Peter schünemann


52 – 40 Seiten
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Kritische Bemerkungen zu...
...Robert N. Bloch: Nachtragsheft zur Bibliografie der Utopie du Phantastik 1650 – 1950, von Lars Dangel
...Helmut Krausser: Geschehnisse während der Weltmeisterschaft, von Thomas Hofmann - S. 8

Grenzgänger
...Paul Auster: Im Land der letzten Dinge, von Peter Schünemann
...Christopher Priest: Die stille Frau, von Peter Schünemann
...Christopher Priest: Schwarze Explosion, von Thomas Hofmann

Aus alten Bücherschränken, von Bernd Wiese
...Joseph Herrings: Die goldene Gefahr
...W. Grassegger: Der zweite Weltkrieg
...Stefan von Kotze: Das Gift des Vergessens
...Emil Frank: Im Ringen um das Luftmeer: ein Fliegerroman
…Thea von Harbou: Frau im Mond

Rezensionen zu…
…Kai Meyer: Hexenmacht / Maschinengötter, Rezi von Bernd Wiese
…Harry Harrison: Zeitreise in Technicolor, Rezi von Volker Adam
…Erik R. Andara: Im Garten Numen, Rezi von Thomas Hofmann

Tami Urah: Zwiesprache, Story


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Hartes Literaturbrot, charmant dargebracht

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 23 May 2019 · 209 Aufrufe

Hartes Literaturbrot, charmant dargebracht Claudia Rapp zu Gast beim Freundeskreis SF Leipzig e.V.
Haus des Buches, Leipzig
am 16. Mai 2019
Moderator: Manfred Orlowski
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Da habe ich den April-Termin doch glatt ausfallen lassen. Und um ehrlich zu sein, der Mai-Termin erschien mir erst einmal gar nicht so attraktiv: „Aus dem Nähkästchen einer Übersetzerin“. Hmm, nun ja…
Aber: Das täuschte! Es war ein sehr interessanter und erfreulicher Abend! „Schuld“ daran trug eindeutig die eingeladene Claudia Rapp. Sie berichtete ausführlich von ihrem Leben mit und durch die Literatur. Was mir erst trocken erschien, entpuppte sich als turbulente tour de force durch das, was mir nur ein liebes Hobby, für den Gast aber Alltag und Lebensgrundlage ist. Ja, das muss man erst mal meistern. Sicher geht es vielen Leuten so, die aus ihrer Passion für die Literatur allgemein, für die Phantastik im Besonderen, einen Job machten.
Es begann bei ihr frei nach Heinrich Böll: „Junge, was willst du machen?“ „Irgendwas mit Büchern.“ So zitiere ich sie Böll zitierend. Das hätte ich mir selbst nie zugetraut. Allerdings war das in dem kleinen Ort, wo sie aufwusch, erst mal nur ein Buchladen, wo sie anfing.
Später kam die Erkenntnis dazu, dass 9 Stunden Verkaufsarbeit auch nicht so prickelnd sind. Daher der Wechsel zum Studium. Da Germanistik ihr zu trocken war, studierte sie lieber Amerikanistik, wo man sich auch mit popkulturellen Sachverhalten auseinandersetzten darf, da halt in Amerika die Trennung von E und U nicht so drastische vorgenommen wird, wie bei uns.
Also, ich merkte bald: Die Dame macht, was ihr gefällt. Und sie kommt dabei sogar voran. Auch wenn am Ende (das ist allerdings bei ihr noch lange nicht erreicht!) nicht der große finanzielle Reibach steht.
Jedenfalls hat sie über einen Studienaufenthalt auf Hawaii und eine Abschlussarbeit über hawaiianische Literatur zur englischen Sprache und zum Übersetzen gefunden. In diesem Feld arbeitet sie jetzt. U.a. für den FESTA Verlag. Sie erledigt aber auch Jobs für TV-Streaming-Dienste, übersetzte sogar aus dem Deutschen ins Englische.
Das, und noch mehr erzählte sie, insgesamt in einer inspirierend-spritzigen, lebendigen Art. Der Moderator kam kaum mit seinem Fragen hinterher, das Publikum machte ebenso fleißig mit. War eine runde Sache und Claudia Rapp konnte ihr Publikum damit sehr fesseln.
Ach, und dann kam noch der EuroCon ins Gespräch – darf ich das hier so schreiben? Also, die junge Autorengemeinschaft PAN überlegt wohl, nicht zuletzt angeregt durch Claudia Rapp, die einschlägige Erfahrungen erst kürzlich, 2019 in London machte, dass 2026…, und Berlin… Na, mal sehen, was passiert!


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Aus schlechten News gute machen…

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, News 12 May 2019 · 353 Aufrufe

Aus schlechten News gute machen… …zumindest kann man es versuchen:
Den Rundbrief an die Freunde des ASFC Halle, also der NEUE STERN, gibt es seit 2013. Lange bekam man den für 1 Euro plus Porto (gab ein paar Ausnahmen). Ja ja, ist verrückt…
Aber jetzt:
1. Januar 2019: Büchersendung von 1 auf 1,20 raufgesetzt.
1. April 2019: Kosten für Kopien fast verdoppelt!!! (Habe ich erst jetzt mitbekommen, vor Schreck…)
1. Juli 2019: Büchersendung wird quasi abgeschafft; das dürfte die Portokosten fast verdoppeln.

Nun das Gute (daraus): Das Heft wird zwar teurer, aber im Durchschnitt auch dicker. Es wird eine bereits fast etablierte, gute Tradition ausgebaut: Der STERN wird zum Doppelstern. Ich hoffe, das freut den Leser und die Leserin!
Na ja, wer aber noch mal einen Blick ins Zine werfen möchte: Hier sind die letzten verfügbaren 1.- Euro-Ausgaben (plus Porto). Zuschlagen? Zuschlagen!!!!

Es sind noch da:
- Bulgarische: 2
- Bernd Robker: 4
- von den anderen abgebildeten je 1
- von den nicht hier abgebildete, aktuellen - siehe hier - gibt es je 3 Exemplare noch.
Dann ist Schluss... Nein, es geht weiter, die Redaktion ist sich noch nicht ganz schlüssig wie, aber es es geht weiter, auch angemessen "preiswert".
...............
Updates:
  • Atlantis-Hefte sind weg. (also, für 1 € das Heft, ich kann weitere herstellen, aber - siehe oben)
  • 1 Bernd-Robker-Spezial weg (Das kann übrigens nicht mehr nachgemacht werden)
  • 15.07.2019: Nunmehr sind die "1 €-Hefte" alle weg.



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Zwischen Anti-Bibel und Ehekrieg: Erik R. Andara: „Im Garten Numen“

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 06 May 2019 · 309 Aufrufe

Der Titel mutet biblisch an. Nun, um theologische Erbauungsliteratur handelt es sich bei dem nunmehr ersten Roman von Erik R. Andara nicht. Das steht schon mal fest.
Erst einmal: Der Roman ist recht kurz. Ich las ihn bequem an 2 Nachmittagen. Oh ja, das geht, man kann sich auch kurzfassen. Fand ich schon mal sehr angenehm.
Es beginnt dabei allerdings nicht so sonderlich originell. Der Einstieg kommt dem versierten Horror-Leser durchaus geläufig vor: Ein Mann kommt in aus der Stadt in ein dem Trubel der Zivilisation abgewandtes Kaff. Aber „ruhig“ ist, oder bleibt es aber nicht, keine Bange.
Es ist ein Roman, der im Hier und Heute angesiedelt ist, um dann in die mystische, unheimliche Tiefe hinter der vermeintlich bekannten Welt einzutauchen.
Doch schon bald entfaltet der Autor seine Story und vor allem seine Charaktere. Und das machte mir großen Spaß! Er schafft nämlich die Balance zwischen unheimlicher Phantastik und menschlicher Dramatik.
Der Held der Story ist Simon. Er hat sich von seiner Frau getrennt, die einen neuen Mann hat. Er hat aber mit ihr eine Tochter. Wir erleben ihn, wie er in eine abgelegene Siedlung reist, um dort nach seiner Tochter zu suchen.
Der Autor verrät Stück um Stück, mitunter fast beiläufig immer mehr von Simon, von dessen Frau, von ihrer Tochter. Die Familie ist keine glückliche, die Eltern sind keine redlichen Bürger. Die Probleme, die sie mit sich herumschleppen, lasten schwer auf ihnen. Der neue Mann der Mutter spielt auch keine rühmliche Rolle. Und er ist auch nicht nur das gutbürgerliche Arschloch, das wir – durch die Augen des ausgebooteten Ex-Mannes (Simon) gesehen – kennen lernen müssen.
Die Handlung verbindet nachehelichen Rosenkrieg mit einem kosmologisch-mythologisch begründeten Reich der Finsternis und einer melancholischen Geistergeschichte.
Was es mit dem titelgebenden „Garten Numen“ auf sich hat, wird natürlich erklärt. Das System um die Welt der Finsternis ist – fast würde ich es mal so beschreiben wollen – dialektisch. Durch die Finsternis zur Erleuchtung? Ob das klappt? Irgendwie irritierte mich dabei der Bibelton etwas. Aber hey, das ist Fantasy! Und es funktioniert, auch bei einem ollen Atheisten wie mir. Ich war fasziniert und gefesselt.
Erik tangiert noch ein Thema, aber wirklich nur am Rande: Problematik des Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche. Nun, vielleicht war das nur ein Mittel, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Neben der kosmologischen Erklärung für die Finsternis, die unserer Welt droht, sind es die menschlichen Verwerfungen, die der Autor vorzüglich ausleuchtet. Das hat mich fast am meisten gefesselt diesmal.

Erschienen ist das Buch bei NitghtTrain, dem finsteren Imprint von WhiteTrain. Infos hier:
http://nighttrain.whitetrain.de/

Das ist der Eintrag 18 auf meiner Leseliste 2019 und dort bekommt das Büchlein satte 9 / 10 Punkte.


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NEUER STERN: Die Oster-Hefte 2019

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern 19 April 2019 · 453 Aufrufe
Christopher Priest, Otto Ganz und 1 weitere...
NEUER STERN: Die Oster-Hefte 2019 Auf dem Bild kann man nicht erkennen, dass bereits von den frisch gefärbten Eiern welche fehlen. Na ja…
Aber dafür gibt es noch, wie ich hörte, von den frischen Oster-Ausgaben des NEUEN STERNs.
Inhalt der Hefte:
Bernd Wiese hat sich die komplette fünfbändige Ausgabe der Stories von P.K. Dick vorgeknöpft. Also, wer schon immer mal die Geschichten alle lesen wollte, es aber wie ich bisher nie geschafft hat, kann hier eine Abkürzung nehmen…
Peter Schünemann hat eine dick’sch-kafkaeske Story verfasst und Daniel Bechthold illustriert.
Ich bin weiterhin auf den Spuren von Christopher Priest und seinem Traumarchipel. Unterstützung erfahre ich von Karsten Kruschel, der auch gern eine #Lanze_für Chistopher_Priest bricht.
Volker Adam las sehr ausführlich einen algerischen SF-Roman: 2048.
Rezis zu: Juli Zeh, Qualityland, aus alten Bücherschränken.
(die Inhalte einzeln - siehe Kommentar)
Die wunderschönen Cover stammen von Otto Ganz (Belgien) und Dagmar Renée Ritter (Österreich).


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Hofmanns Leseliste bis kurz vor Ostern 2019

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 17 April 2019 · 230 Aufrufe
Christopher Priest, Bulgakow und 1 weitere...
Was hat denn der Hofmann so in letzter Zeit gelesen?
Den Bulgakow habe ich jetzt ziemlich durch, für Christopher Priest muss ich wieder eine Lanze brechen, "alte Bekannte" habe ich auch wieder getroffen...

7 – Angela & Karlheinz Steinmüller: „Traummeister“
Endlich mal nachgeholt (aus gegebenem Anlass). Das Buch ist eines der wenigen Fantasy-Bücher der DDR. Es erschien aber auf den letzten Metern, und ich denke mal, es ging etwas unter. Ich kann mich aber an die Erwartungshaltung an das Erscheinen des Romans erinnern, denn Teile, Erzählungen erschienen im Vorfeld (Lichtjahr) und die machten ja neugierig.
Na ja, jetzt also gelesen, weil ja demnächst bei Golkonda der Roman als eine der nächsten Gesamtwerk-Ausgaben erscheint. Und es hat gemundet. Die Analogien zur DDR sind erkennbar, aber nicht so eindeutig, finde ich. Es geht wohl um die Kraft und Verwirrung der Ideologie, die das Handeln der Menschen beeinflusst, dabei ausgenutzt und gelenkt werden kann. Traum = Ideologie, Utopie, Warnung etc. Am Ende geht es um die Macht, so lange, bis durch Revolution normales Leben fast unmöglich wird. Was mich nicht so ansprach, war die Sprache, die irgendwie auf altertümlich getrimmt ist, entsprechend des Entwicklungsstandes der Menschen auf diesem einst von irdischen Raumfahrern besiedelten Planeten. Schön sind die Traumsequenzen, in denen Dämonen und anderes traumatisches Gewürm über die Menschen herfällt.
8 / 10 Punkte

8 – Christopher Priest: „Der schöne Schein“
Das soll ja ein weiterer Traumarchipel-Roman sein. Hmm, nun ja, ob das mal stimmt? Auf der deutschen Wiki-Seite steht es so. Aber es gab keinen Hinweis auf diese Fantasy-Welt in dem Buch.
Allerdings ist der Roman schon sehr verwandt, denn es wird wieder geheimnisvoll mit der realen Welt gespielt. Und es ist wieder formal eine Liebesgeschichte, gebrochen durch einen Unfall und Gedächtnisverlust. Es ist ein Spiel der Manipulation und Realitätssicht; aber es gibt auch einen phantastischen Einfall, den der Autor aber in die reale Welt ganz selbstverständlich integriert. Mehr wundere ich dann im NEUEN STERN rum…
9 / 10 Punkte

9 – Michael Bulgakow: „Arztgeschichten“
Als der Schriftsteller noch jung war, war er Arzt, ein junger Arzt. Frisch von der Uni wurde er aufs Land „verschickt“, so um 1916 / 17, in die absolute russische Pampa.
Dort führte er eine Arztpraxis – ohne jede Erfahrung, und voller Ängste und Unsicherheiten.
Die satirische Ader des Autors kommt natürlich auch zum Tragen, die Dinge, die er da erlebt hat, sind mitunter auch komisch, aber meist doch eher tragisch. Die Unwissenheit und Naivität seiner Patienten hat was Komisches.
Aber zwei Dinge fielen mir bei der Lektüre besonders auf, bzw. halte ich für wichtig.
Die erste Sache, die mir die Stories und den Menschen Bulgakow auch absolut sympathisch machen: Der Medizinstudiumabsolvent ist sich seiner Sache absolut unsicher, er muss seine Unsicherheit aber verbergen. Er bricht fast unter der Verantwortung zusammen, kann es aber nicht zeigen; die Stories schrieb er ja 10 Jahre später. Das ist – so schlimm für den Mann und am Ende aber nicht für seine Patienten, denn er wusste sich und seinen Patienten dann doch zu helfen – so wohltuend zu lesen. Kommt es mir nur so vor: junge Menschen von heute mit viel Selbstbewusstsein ausgestattet, die sofort alles können (was man ihnen auch zumutet, bzw. von ihnen verlangt), die alles besser wissen, alles können – aber irgendwie von nix eine Ahnung haben, nerven mich.
Ich war total erstaunt und berührt von der Lektüre.
Ein 2. kleines Detail: Die bäuerliche Kundschaft des seines Standes wegen hochangesehenen Arztes sind gar nicht so devot, wie ich es ihnen unterstellen würde. Sie zeigen Selbstbewusstsein, lehnen (mitunter aus Unwissenheit und Angst) eine Behandlung (erst mal) ab. Reagieren also so, wie man es heute von mündigen Bürgern erwartet. Fand ich bemerkenswert.
Ansonsten erzählt der Autor im Grund eine Story mehrmals, immer anders ausgeschmückt.
Die letzte, „Morphium“, erzählt von der Rauschgiftsucht, die einen anderen (aber im Grunde war es doch auch autobiografisch) jungen Arzt befällt, als er sich mal an das Schmerzmittel Morphium gewöhnt hat. Seinen alter ego treibt die Sucht in den Selbstmord. Das ist ja dann auch mal eine ordentliche Warnung.
Großartige, kurzweilige Einblicke in eine fremde, und doch irgendwie vertraute Welt.
9 / 10 Punkte

10 – Michael Bulgakow: „Die verfluchten Eier“
Die Novelle (Powest?) wurde von Alexander Nitzberg neu übersetzt, daher auch der etwas andere Titel. Auch bekannt als „Die verhängnisvollen Eier“.
Nun muss ich gestehen, das Büchlein in der DDR-Zeit gar nicht gelesen zu haben. Mit der satirischen, „typisch russischen“ Art und Weise der Erzählung konnte ich – so meine Erinnerung – nicht viel anfangen. Die Alltagsbezüge zur jungen Sowjetunion lenkten mich damals zu sehr vom phantastischen Inhalt ab. Heute sehe ich das anders. Doch daher weiß ich nicht, ob die ziemlich bissigen Spitzen gegen die Revolution, gegen die Bolschewiki, gegen das Leben in der Sowjetunion auch in der DDR-Ausgabe standen. Z.B. spielt, wie in „Meister und Margarita“, die Wohnungssituation, die ja in der SU eher prekär „gelöst“ wurde (Gemeinschaftswohnungen), eine gewisse Rolle. Aber auch insgesamt ist der Professor, der den lebenspendenden Strahl entdeckt, nicht gerade Pro-Sowjet. eingestellt.
Die „Wells’sche Phantasie“ besteht im Grunde „nur“ in der eher zufälligen Erfindung dieses Strahls, der Tiere schnell und übermäßig wachsen, sich vermehren und aggressiv werden lässt. Als dann eine Eier-Krise ausbricht und alle Hühner sterben, will ein ehrgeiziger Genosse den Strahl entsprechend einsetzten. Zu dumm, dass man die Eierlieferungen verwechselt (Hühner gegen Reptilien). Der apokalyptische Riesen-Tier-Ansturm wird recht schnell abgehandelt und ihr Ede kommt doch sehr überraschend und nicht sehr überzeugend.
7 / 10 Punkte

11 – Michael Bulgakow: „Hundeherz“
Den Klassiker Bulgakowscher Phantastik musste ich nun auch endlich mal lesen. Ich kann wenigstens sagen, dass ich den Stoff als Theaterstück bereits in den 90ern gesehen habe, in Dresden, im Theaterkahn, mit Uwe Steimle. Nun also das „Original“.
Der Plot hat mich nicht mehr überrascht. Ein – im Grunde ziemlich nerdiger, dem Alltag abgewandter – mad scientist versieht einen streunenden Hund mit menschlichem Herz und Gehirnteilen. Es setzt eine rasante Verwandlung ein, der Hund wird Mensch. Unser Professor Filipp Filippowitsch Preobrashensk ist ein naher Verwandter des Wells’schen Dr. Moreau, wie es aussieht. Auch Filipp Filippowitsch will schauen, ob man hier was verbessern kann.
Klappt nicht. Wobei mir persönlich bei der Lektüre nicht mal die Schlechtigkeit des „Hundes“ auffiel, sondern eher die sicher verständliche Ablehnung der revolutionären neuen Sowjetordnung durch den bürgerlichen Professor. Die Frage der Akzeptanz der neuen Ordnung bricht sich – wie schon in „Meister und Margarita“ und auch in den „Verhängnisvollen Eiern“ thematisiert – an der Frage des knappen Wohnraums. Der wird durch quasi-verbeamtete proletarische Ordnungskräfte gleichmacherisch aufgeteilt, was am Ende irgendwie mehr Elend als Gerechtigkeit erzeugt. Aber muss so ein Prof denn wirklich 5 Zimmer für sich haben? Na ja…
Unser „Hundeherz“ reiht sich in die proletarische Revolutions-Garde ein, der Prof und sein Gehilfe ziehen die Reißleine.
8 / 10 Punkte

12 – Jack Williamson: „Geschöpfe der Nacht“
Buch 1 einer Lesung verschiedener Quellen zur Erkundung seltsamer Persönlichkeiten, die allesamt in einem Musik-Album auftauchen. Wovon ich hier spreche? Hmm, verrate ich mal noch nicht. Das kommt dann im NEUEN STERN.
Dieses kleine Horror-Büchlein, aus dem Jahre 1940, auf Deutsch in der Ullstein-Reihe „Visionen des Schreckens“ 1979 erschienen, war eine Inspiration für eine sehr interessante und obskure Persönlichkeit der Geschichte: Jack Parsons.
Ob ich hier wirklich nachvollziehen konnte, was Herr Parsons da zu finden glaubte?
Die Story ist ziemlich einfach. Ein Forscherteam kommt ziemlich verstört von einer jahrelangen Expedition rund um die Welt zurück und wird Mann für Mann gemeuchelt. Wer der oder die Täter sind, ist im Grunde klar. Es geht hier um einen evolutionären Ausrutscher, den die Forscher entdeckten. Also, der Ausrutscher ist übrigens: Der Mensch – also du und ich. Die Ur-Menschen gibt es aber auch noch, bzw. ihre Gene in uns, so mehr und weniger. Und je nachdem wie ausgeprägt sie wirken, sind wir zu Dingen fähig, die unsere Vorfahren konnten. Das erklärt dann vieles, z.B. das Phänomen der Werwölfe.
Hübsch, kurzweilig, 8 / 10 Punkte

13 – John Carter: „Raumfahrt, Sex und Rituale“
Der Untertitel lautet: „Die okkulte Welt des Jack Parsons“. Das wäre dann das 2. Werk zur Erklärung der Songs des oben bereits angedeuteten Musikwerkes. Hier geht es direkt um eine besungene Person, den Raketenforscher und Okkultisten Jack Parsons.
Also, von wegen „Jack“, er nutzte verschiedene Vornamen, das gehört sicher zum Gesamtbild dieser irgendwie mehrfachen Persönlichkeit. Schizophren war er nicht, aber eben sehr vielschichtig. Das das so zusammenging: rationaler Forscher und tatkräftiger Bastler und gleichzeitig okkulter Führer, überzeugt von esoterischen Dingen und charismatischer Leiter okkulter Zirkel, Kulminationspunkt einer obskuren Szene, die aus Okkultisten und SF-Autoren bestand. Er verband seine Interessen und sammelte interessante Menschen um sich. In seinem Umfeld tauchte z.B. ein gewisser Herr Hubbard auf.
Leider wurde er nicht alt; er erlitt einen Unfall mit Sprengstoff. Die Umstände sind nicht genau geklärt… Ausführlich im NEUEN STERN.
9 / 10 Punkte (vor allem wegen der interessanten Inhalte)

14 – Christopher Priest: „Schwarze Explosion“
Auf meiner Mission „Eine Lanze für Christopher Preist“ stoße ich auf einen ersten Widerstand. Also, das ist jetzt schon etwas kompliziert. Nein, nicht der Roman, der dürfte einer der am wenigsten mysteriösen Romane des Autors sein, sein Zweitling wohl, auch wenn die Komposition des Romans anfänglich für Verwirrung sorgen kann – nein, ich meine das Buch, gelesen im heutigen gesellschaftlichen, politischen Kontext Europas.
Heute so gelesen, wie der Autor das Anfang der 70er schrieb, kann es absolut missverstanden werden. Aber andererseits: Was weiß ich schon? Vielleicht kann man das Buch gar nicht missverstehen?
Fakt ist, dass der Autor es 2011 überarbeitet noch mal rausbrachte. Leider kenne ich diese überarbeitete Fassung nicht – wenn jemand diese Notiz hier von mir liest und die neue Version kennt, wäre ich über ein paar aufklärende Worte sehr, sehr dankbar!
ohne Wertung

15 – Helmut Krausser: „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“
Es handelt sich um SF, um Nah-SF, um eine Dystopie. Europa wird rechtspopulistisch regiert, aber es gibt öffentliche Sex-Sport-Meisterschaften. Die Sportler sind Profis und treten paarweise gegen andere Mannschaften anderer Länder (wo dieser Sport noch zugelassen ist) an. Der Roman ist dabei keineswegs pornografisch, spricht aber auch nicht das Kopfkino an. Das ist halt Leistungssport. Vergnügen daran kann jemand haben, der gern Sportberichte liest. Dazu gehöre ich leider nicht.
Dieser Gag hat sich für meine Begriffe schnell abgenutzt. Die übrige Handlung konnte mich nicht locken, weder der eingeflochtene Krimi um einen ermordeten Ex-Sportler, ein bisschen nur der E-Mail-Dialog zwischen einer Sportlerin und einem ihrer Fans. Das hatte was!
Der Autor kann ja witzig schreiben, aber auch die Witze wollte nicht bei mir zünden.
6 / 10 Punkte


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Fanzine-Frühling, Teil 2, heute mit:

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 12 April 2019 · 210 Aufrufe

Fanzine-Frühling, Teil 2, heute mit: BWA – „Baden-Württemberg Aktuell“, Februar & März 2019, Ausgaben 425, 426

Der Frühling ist ja noch nicht vorbei, also komme ich mit meiner Review der Fanzines aus Deutschlands Süden noch nicht zu spät.
Irgendwie hat es sich ergeben, dass ich zum ständigen Leser dieses Clubzines geworden bin (also, natürlich weiß ich um die Umstände, wie das „passieren“ konnte; und ich hoffe, das bleibt ein Weilchen so). Das hat in erster Linie auch damit zu tun, dass es mir gefällt – obwohl es sehr Perry Rhodan-lastig ist.
Schauen wir mal rein; ich blättere hier quasi gleichzeitig in beiden Heften.
Bleiben wir doch gleich beim Erben des Universums. Band 3000 wirft auch hier seine Schatten in die Heftseiten. Michael Baumgartner fasst das Geschehen um und nach Bd. 3000 kompetent und kurzweilig zusammen. Es gibt schon mannigfaltige Infos dazu. So aufbereitet gefällt es mir sehr. Für solche Überblicksartikel bin ich immer zu haben!
Hingegen war eine Besprechung des Heftromans 2995 über geschlagene 7 Seiten mir dann einfach mal zu viel des Guten. Zumal ich trotz der Ausführlichkeit so gut wie nichts verstanden habe. Gelernt habe ich aus dem Artikel, dass es für Quereinsteiger unglaublich schwer sein muss, in dieses Universum einzusteigen.
(Notiz: So ganz stimmt das nicht; die Perry-Rhodan-Hörspiele kann ich ganz gut genießen.)
Die Berichterstattung zu den aktuellen PR Neo-Bänden läuft. Das ist durchaus auch recht interessant für mich Nicht-Rhodanianer.
Ein schöner Bericht zur Veranstaltung um die Präsentation des 3000. Bandes rundet das Thema ab (mit vielen farbigen Fotos).
Interessanter sind aber andere Artikel. Erst mal ein großes Lob an Gerd Maximovič. Seine Leserbriefe sind ja immer – auch in der APA FAN – lange Essays, meist zu einem oder zwei Themen. Leider – für meinen Geschmack – vertieft er sich zurzeit zu sehr in seinem Versuch eines Gottesbeweises, sowohl in der APA, als auch in BWA. Wer sich gern damit beschäftigt, kann seine Beiträge mit Gewinn lesen, denn er ist selbst sehr belesen und hat viele Quellen angezapft, vor allem antike Klassiker.
Aber in Heft 425 hat er meinen Nerv getroffen, denn da hat er schon ausführlich (weiterhin, hat er vormals schon mal angesprochen) über Charles Fort geschrieben. DAS fand ich überaus interessant und erbaulich. Mehr davon, lieber Gerd! (Dafür ruhig weniger Emile Coué [Smiley]).
Ekkehardt Brux „tarnt“ seine Beiträge mitunter auch als Leserbriefe. In 425 hat er sehr interessant über das Phänomen der drei heiligen Könige geschrieben, ihr Auftauchen in der Mythologie, aber vor allem dann auch in der Literatur (Ben Hur, Maddrax (sic!), bei Dorothey L. Sayers)
(Notiz: Ich muss echt mal wieder Michel Tournier lesen, der hat ja auch was zu diesen „drei heiligen Königen“ geschrieben; aber ich muss auf alle Fälle mal wieder Tournier lesen!)
Auch seine Rezi zu einem alten deutschen SF-Schmöker von W. D. Rohr war erbaulich. Auch hier holt er weit aus und zeigt, wo es zu dem Leihbuch Referenzen in der Mythologie und Literatur gibt (Thema Homunkulus).
An Rezis hat Herausgeber Uwe Lammers einiges beigesteuert, u.a. etwas über einen Sherlock-Holmes-Pastiche (sehr interessant, habe mir sogar Passagen seiner Rezi markiert, etwa wenn er über den Zauberer und Skeptiker Houdini schreibt) (Notiz: Auf meinem SUB liegt noch der Sherlock-Band von Rolf Krohn – darf ich mal auch nicht vergessen), über Keith Laumer (ein launiger SF-Autor, mit Sinn für Humor, nur nicht in dem Buch, das Uwe sich hier vorgenommen hatte), und – jetzt kommt’s aber dicke – die beiden „Shades of Grey“-Romane (oder zwei davon, weiß gar nicht, wie viele es gibt; will ich das überhaupt wissen?).
Nun, lieber Uwe, dass kann, muss aber nicht – also so für mich gesagt. Uwe ist ja ein ausführlicher „Redner“ (und Schreiber, kann man auch an seinen langen Editorials zu den Heften ablesen; die sind aber amüsant, durchaus) und ich habe diese Rezis (was suchen die in einem SF-Zine?) fast vollständig und aufmerksam gelesen. So, nun weiß ich alles über diese Erotik-Teilchen. Gut ist.
Die Rezi zu dem besonderen Zeitreiseroman von Jack Finney, „Im Strom der Zeit“, die Fortsetzung zu „Das andere Ufer der Zeit“, war dagegen wieder mehr nach meinem Geschmack. Ich finde ja ohnehin gut, wenn man auch alte Bücher bespricht.
Primärtexte bietet das Fanzine natürlich auch. Ich weiß gar nicht, ob ich zuvor schon mal etwas von Michael Baumgartner gelesen habe, ob auch außerhalb von BWA seine Texte zu lesen sind? Na ja, die beiden hier präsentierten haben mir jedenfalls gefallen. Einmal erzählt er von einem Arbeitssuchenden, der im BIZ der Arbeitsagentur vor so einer Selbst-Informations-Einrichtung sitzt, über sich und sein Schicksal sinniert, dabei die Ausdrucke der Stellenanzeigen zu einem Comic umwidmet („Künstler aus Zufall“).
Bei der zweiten Story dachte ich erst, sie sei aus den 80ern. Es droht der Wald zu sterben. Aber die Bezüge sind dann deutlich gegenwärtig und das Waldsterben wird durch den Klimawandel verursacht.
Hier schaffte der Autor es, auf kleinem Raum (die Stories in BWA sind alle nicht lang) die Ambivalenzen des menschlichen Handelns im Zusammenhang mit dem Klimawandel darzustellen. Den schädlichen Folgen entgegnet menschliche Innovation. Für den überforderten Protagonisten sind die Folgen unmittelbar aber nicht so gut. („Der Wunschwald“)
Uwe Lammers hat einen Text von sich aus dem Jahre 1983 ausgekramt und warnt seine Leser vor der Lektüre. Berechtigt? Hmm, nun ja, ist denke, der Autor hat Potential, würde man da positivistisch sagen. An seiner Stilistik könnte er noch arbeiten. Na, hat er ja in den letzten 30 Jahren…
Alexandra Trinley lässt Mathematikunterricht im Duktus von Märchen & Sagen vermitteln. Der zeitliche und räumliche Rahmen dieser kleinen, hübschen Erzählung bleibt (mir) unklar, ist aber okay. Das mathematische Wissen einer altgriechischen (?) Weisen an ein Kind wird erzählend weitergegeben.
Was gibt’s noch? Ein Interview mit Angelika Herzog, Film-Rezis von Armin Rößler, Clubinterna und Uwe Lammers rührt natürlich die Werbetrommel für seine Oki-Stanwer-eBooks.


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SF & Nouvelle Vague – ein Hauch von französischer Avantgarde in Leipzig

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 29 March 2019 · 251 Aufrufe

SF & Nouvelle Vague – ein Hauch von französischer Avantgarde in Leipzig Der Freundeskreis SF Leipzig probiert sich in schräg-avantgardistischer Filmkunst. Auch wenn das Thema leider nicht viele Leute anzog (nicht mal die eigenen Clubmitglieder waren erschienen; vielleicht war das Thema dann doch zu schräg?), war der Vortrag sehr erhellend.

Truffauts „Fahrenheit 451“ kennt sicher jeder. Eventuell noch Godards „Alphaville“, zumindest dem Titel nach. Dass es zu diesem Film quasi eine Fortsetzung gibt, fand ich dann schon sehr erstaunlich: „Allemagne 90 Neuf Zero“ (Deutschland Neu(n) Null). Agent Lemmy Caution kommt kurz nach dem Mauerfall nach Ostberlin, wo man sich irgendwie gar nicht, oder doch, über die neu gewonnene Freiheit freuen kann. Auf jeden Fall ändert sich das Gesellschaftsgefüge in dem Maße, wie man es aus Alphaville kennt, inklusive „Bibel“ (also das bewusste Wörterbuch, in dem alle erlaubten Wörter stehen).
Ehe ein paar Filme mit SF-Inhalten aus der Nouvelle Vague-Richtung vorgestellt wurden, ging Werner Stein auf diese Film-Kunst-Richtung allgemein ein. Die PowerPoint-Folien waren da noch sehr textlastig. Vielleicht war das zunächst doch sehr theoretisch. Aber wichtig, um das Phänomen zu verstehen. Für mich als absoluten Laien auf dem Gebiet schon wichtig; ich kannte ja kaum die Namen der Film-Schaffenden…
Was einte diese Avantgardisten? Ihren Titel haben sie von Film-Journalisten verpasst bekommen, die erst mal ratlos dieser „neuen Welle“ gegenüberstanden. Wenn ich das richtig verstanden habe, waren es im Grunde sogar Film-Kritiker (der Zeitschrift Cahiers du Cinema), die selbst zur Kamera griffen und sich dann als Regisseure versuchten und diese Neue Welle lostraten.
Sie kamen zum Teil aus dem ethnografischen Film. Jean Rouch hat in Afrika gedreht. Da ihm dort keine Studiotechnik zur Verfügung stand, drehte er mit Handkamera, teilweise wohl mit einer Kamera, die nur per Federwerk betrieben wurde. Das Federwerk sorgte gerade mal für 20 Sekunden ununterbrochenen Filmens. Die Schnipsel wurden dann einfach aneinandergereiht. Das ergab einen rohen, ungeschliffenen Eindruck; es wurde die Not zur Tugend erklärt – so stellt es sich für mich zumindest dar. Aus den Unzulänglichkeiten wurde eine Art Doktrin? Na ja, vielleicht geht das zu weit…
Auf jeden Fall eint die Arbeitsweise die Filmer: Sie drehen an Außenschauplätzen, in den Straßen, mit Handkameras, stellten alle Regeln des Filmemachens in Frage oder auf den Kopf.
Interessant, wenn dann z.B. Negativfilme nachträglich eingefärbt wurden (wie das in der Stummfilmzeit schon gemacht wurde), um Stimmungen und Codes zu übermitteln. Es wurde das Bild dem Wort / Text konträr gegenübergestellt. Es wurde auf sämtliche special effects und Trickaufnahmen verzichtet – was für SF Filme natürlich schon mal außergewöhnlich ist. Aber es funktionierte, denke ich: Das was die Moderne so hinstellte, richtig abgelichtet, wirkt dann hypermodern, futuristisch. Kann man machen. Heute gesehen, erzeugt das Ganze noch zusätzlich so einen Retro-Futurismus-Eindruck.
An Beispielen brachte der Referent Godards „Ein Wochenende auf der Erde im Jahre 3000“, eine Episode aus eine Art Film-Episoden-Anthologie zum Thema „Das älteste Gewerbe der Welt“. Aus der Sicht eines SF-Fans war de Film allerdings wegen des Textes, wegen der Dialoge fragwürdig. Spätestens dann, wenn von einem Zeitraum von 200 Lichtjahren die Rede ist, zeigt sich, dass die Filmer nicht so viel Ahnung von SF und dem Drumherum hatten. Oder ist das der Synchronisation zuzuschreiben?
Dieser Mini-Film gilt als Vorbild für Lucas‘ „THX 1138. Apropos Vorbilder: Der Standfoto-Film „Am Rande des Rollfeldes“ ( La Jetée) von Chris Marker ist ja die direkte Vorlage zu Terry Gillians „12 Monkeys“ (und auch für die TV-Serie). Okay, das wusste ich schon – und den Film habe ich auch schon gesehen, denn der ist auch für einen anderen Künstler ein großes Vorbild – Brian Deatt
– er erstellt ja auch Foto-Stories, die er auf youtube oder auf Veranstaltungen vorstellt. Auf Nachfrage nannte er damals diesen Film, den ich mir daraufhin anschaute.
Chris Marker gehört zu einer Künstlergruppe, die vom „linken Ufer“ der Seine stammt, also aus dem eher nichtbürgerlichen, politisch radikalen, der Avantgarde zugewandten Teil von Paris der 60er Jahre - "Rive Gauche". Ihre Stamm-Film-Zeitschrift hieß „Positif“.
„Das Jahr Null Eins“ fand ich ja interessant: Eine anarchistische Utopie: Der Welt-Kapitalismus bricht zusammen, die Börsianer stürzen sich aus den Fenstern in der Wallstreet. Die Menschen freuen sich über den Stillstand und das Null-Wachstum. Man kann sich auf das Wesentliche besinnen – was die Leute in Nigeria längst wissen. Interessant, denn hier schließt sich ein Kreis: Wo die Nouvelle Vague in Afrika begann, greift sie nun auf dieses „Erbe“ zurück.
Zwei Stunden gingen schnell vorüber. Mir hat es gefallen. Besten Dank an den FKSLF und Werner Stein!

Fotos habe ich gemacht.


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Utopie mal anders - Messebericht #LBM2019

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 24 March 2019 · 261 Aufrufe
LBM2019, LBM19, Jean Ziegler und 1 weitere...
LBM2019

Wetter (In Erinnerung an 2018) & andere Rahmenbedingungen
Diesmal gab es gar kein Wetter. Oder doch: Anflüge von Wärme, viel Sonne, richtig gutes Wetter! Wobei ich das mit der Wärme überschätzte und zu dünn angezogen rausging. Ich war dann froh, in der Glashalle zu sein (die andere schon wieder als zu aufgeheizt empfanden).
Der März – das weiß sicher nicht nur ich jetzt – bleibt völlig unberechenbar – von Schneegestöber bis 20 Grad (2012) ist alles drin. Da bleibt es ja dann doch spannend.
Aber mal weg vom Wetter:
War das auch immer schon so? Alle – aber wirklich ALLE – Veranstaltungen, die ich besuchte, bzw. besuchen wollte, waren übermäßig gut besucht. Habe ich tatsächlich anders in Erinnerung und kann mich an Lesungen mit 10 – 20 Leuten erinnern (wenn 50 oder mehr reinpassen). Und dabei habe ich mir Sachen herausgesucht, von denen ich teilweise nicht davon ausging, dass sie so frequentiert werden – aber was weiß ich schon – tatsächlich hatten mich Themen gelockt, die ich dann staunend besuchte, in Unkenntnis der Popularität des Referenten.
Markus Heitz ist ja nicht unpopulär, dennoch ging ich davon aus, dass ich in seine Lesung am Mittwochabend in einer Buchhandlung noch einen Platz bekommen kann, zumal ich extra 1 Stunde vor Beginn da war. Und wo im Programm nichts von „Vorbestellen“ zu lesen war.
1. Schock der LBM: „Vor Ihnen wurde die letzte Karte verkauft.“ – Och nöööö. Na ja, wer mich heulen und betteln erlebt hat…. Ich habe dann doch noch zuhören dürfen.
Am Do. ging es mit Dame des Herzens und Auto zur Messe. Kein Stau, alles easy. Am Fr. dann per S-Bahn. Als ich dachte, ich hätte eine Bahn vor der erwischt, die ich eigentlich nehmen wollte und in die sich die Menschen so dicht einfädelten, dass nichts den Boden erreicht hat, was runterfiel, merkte ich, dass das die erst ne halbe Stunde später abfahrende Bahn war. Also wurde zunächst eingepresst gestanden, ehe es losging. (Am drauffolgenden Sa. war das dann wohl schon wieder entspannter, dafür der Stau auf der Autobahnzufahrt zur Messe). Na, das sind alles relevante Daten für die nächste LBM-Besuchs-Planung.
Eine Veranstaltung habe ich dann überhaupt nicht wahrnehmen können: Eine kurze Buchpräsentation mit Bela B. in einer Messehalle. Die Lesungen in Halle und Leipzig waren ja schon lange ausverkauft, dann wenigstens mal so: Aber da war schon eine halbe Stunde vorher kein Reinkommen mehr. Unglaublich, die Massen…

„Meine“ LBM war wieder ein exzessiver Veranstaltungsmarathon.
Das mit den Treffen und Kontakten hat sich dann aber doch noch ergeben. Eine Begegnung war sogar dermaßen zufällig, dass es mich schon daran gemahnt, mal einen Lottoschein auszufüllen, denn dass wir uns bei den Möglichkeiten (Messegewühl + Großstadt Leipzig) überhaupt über den Weg liefen, war im Grunde ein Ding der Unmöglichkeit.

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20.03.2019
Markus Heitz stellte sein Buch „Die dunklen Lande“ vor. Ich gebe ja zu, gar nicht so ein Fan von ihm zu sein. Als er dann fragte, wer bei seiner Lesung das erste Mal dabei wäre, meldeten sich so wenige, dass ich mich verschämt zurückhielt; ich war also mittenmang im M.H.-Fandom. Okay, muss ich mal akzeptieren.
Thema war ja durchaus interessant: Der 30jähirge Krieg als Kulisse für einen handfesten Fantasy-Abenteuerroman, der zudem an den Meister Robert E. Howard anknüpft.
Und Markus Heitz ist ein Profi! Sein Vortrag war ein Fest! Supergut! Ich bin froh, dass ich das auch mal erleben konnte. Echt.
Ansonsten – dachte ich – wird diesmal die LBM für mich eher unfantastisch. Nun, stimmte auch, es gibt da aber diesen Aspekt:

Der Utopische Donnerstag.
Wider Erwarten kristallisierte sich bei meiner Veranstaltungsauswahl für den Donnerstag, 21.03.2019 ein Thema heraus: Utopien.
Also, etwas muss man schon um die Ecke denken; sollte einem Utopisten aber nicht schwerfallen.

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1. Akt: Kersten Knipp (rechts im Bild) stellte sein Buch „Die Kommune der Faschisten“ vor. Ähm – „Utopie“? Wohl doch eher Dystopie, oder? Es ging um die Besetzung des jugoslawischen Fiume nach dem 1. Weltkrieg durch italienische – (proto-) faschistische – Freischärler unter Führung des literarischen Superstars Italiens um 1900, d’Annunzio.
Das taz Studio bot das Podium für die Buchpräsentation. Der eloquente Autor vermittelte eine gewisse Faszination und Begeisterung für das Objekt seiner Studien und seines Buches. Kann das sein? Auf einem eher linken Forum?
Ja, denn, wenn ich Herrn Knipp richtig verstand: der geltungssüchtige Dichterfürst und Weltkriegsveteran suchte für sich und gleichgesinnte „Spinner“ ein Ventil, wo sie ihre Erfahrungen, Psychosen und Traumata aus der besonderen Erfahrung Weltkrieg, gepaart mit übersteigertem Nationalismus, „ausleben“ können. Es war eine Art Leidenschaft, die erst im Nachhinein eine politische Form erlangte. Dabei war völlig unklar, in welche Richtung es ging. Also, das mit dem Nationalismus war schon da (Gefühl des „verstümmelten Sieges“), aber sonst? Der Autor hat aus dem programmatischen Manifest, das sich die Kommune gegeben hatte, vorgelesen. Also, das wäre eher eine sozialistische Agenda. Zumal von einem Menschen verfasst, der politisch eher links stand.
Die ital. Faschisten ließen sich durch die Freischärler von deren „Erregungskultur“ anregen: Aufmärsche, Massenkundgebungen, Reden, Uniformen…
Der Autor des Buches hatte so interessante Wörter. Kurz beschrieb er das „wilde Gemisch“, dass quasi eine Dauer-Erregung erzeugte – erzeugt aus Aufmärschen, Frauen und Kokain.
Im Grunde war das ein utopischer Versuch, wenn auch tendenziell eher von rechtsaußen. Aber wie so oft: Was dem einen eine Utopie, ist dem anderen eine Dystopie. Auf jeden Fall will ich das Buch lesen! Unbedingt.


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2. Akt: Roman Israel stellt seinen Selbsterfahrungs-Kurz-Roman (Roman? oder eher Bericht) zu seinem Leben als Nomade vor: "Minimal ist besser".
Das ist eine Utopie – durchaus. Ein Leben ohne Konsum, ohne Besitz. Er lebt so seit gut 2 Jahren. Hat alles veräußert, hat nur noch einen Koffer, einen Laptop, ein Handy und viele Freunde, die ihm zeitweise Unterkunft gewähren. Dabei betont er, dass er niemanden dazu bekehren will. Aber die vernünftig-machbaren Ansätze sind ja da: Wozu Besitztümer anhäufen, die man spätestens mit seinem Tod verliert? Wozu mehr besitzen, als man braucht. Das betraf sogar seine Büchersammlung. Er hat ja Recht: Welches Buch liest man tatsächlich ein zweites Mal? Wozu muss es Staub fangen?
Also, zu denken gab er mir, aber… ich kann das nicht. Nur das zu verbrauchen, was man braucht, ist aber ein richtiger Ansatz, finde ich!
(BTW: Roman Israel ist ohnehin ein interessanter Autor. War jetzt für mich das dritte Mal, dass ich ihm zuhören konnte. siehe hier und hier)

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3. Akt: Jetzt wird es explizit utopisch. Und das aus einer Richtung, die ich im Grunde so nicht vermutet habe. Es ging zudem um eine optimistische Zukunftssicht – DAS fällt heutzutage enorm schwer. Und die Anregung kommt eben nicht von SF-Autoren, sondern von einem Philosophen:
Harald Welzer: „Alles könnte anders sein“.
Seine Ausgangsthese: die apokalyptische Weltsicht verstellt die Aussicht auf Änderung, auf eine Gestaltung der Zukunft. Hat er ja Recht: Wer meint, dass es keine Zukunft gibt, muss auch nichts tun…
Er plädiert für eine lebenswerte Zukunft. Dabei holt er aus: Zeigt auf, dass es viele Ansatzpunkte für Optimismus gibt, dass es in unserer Welt, in der wir jetzt leben, durchaus Fortschritte gibt. Und da hat er ja auch Recht, wenn man es sich mal so überlegt… Ich führe hier keine Punkte an.
In seiner Argumentation hat er dann aber doch auf die apokalypt. Terminologie zurück gegriffen, wie ich finde, wenn er meinte, dass wir – sinngemäß – anders wirtschaften müssen, damit unsere Kinder durchs 21. Jahrhundert kommen. Hmm…
Es war unterm Strich sehr inspirativ.
Ganz anders sah es Jean Ziegler am Abend darauf.
22. & 23.03.2019
Ich fasse mich kurz, keine Bange. Nur so ein paar Namen.
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An dem Tag gab es auch mal „echte“ Phantastik. So z.B. den Steinmüllers mal die Hand gedrückt und ihren Geschichten gelauscht in der Phantastik-Insel.


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An dem Riesenstand der ARD eine halbe Stunde Augstein & Blome. Herrlich! (und ich freute mich über den „Szenenapplaus“ für Augstein!)

Im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig gab es so eine Sache zum Thema Nationalismus. Auch eine Buchpräsentation. Da dachte ich: Wer geht da schon hin? Hmm, Pustekuchen! Voll war’s!


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Zum Schluss dann die Ikone der Kapitalismuskritik (kannibalische Weltordnung): Jean Ziegler (links im Bild). Dass es bei ihm voll war, brauche ich sicher nicht zu betonen…

Auch eine Überraschung bot für mich Horst Teltschik, ein eher konservativer Vollblut-Politiker, Berater bei Kohl. Er schrieb ein Buch "Russisches Roulette: Vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden" über die Beziehungen des Westens zu Russland (Sowjetunion). Hm, ich dachte, ok, wird so ein Nach-Kalter-Kriegs-Text. War es auch, aber hier konnte man eine faszinierende, ausgewogene, kluge Persönlichkeit kennen lernen.
Im Herzen erreicht hatte er mich, als er von einer ungeplanten Begegnung mit sowjetischen Armee-Veteranen sprach, in Georgien (?), nach der „Wende“. Er befürchtet eine Anfeindung, aber sie reichten ihm die Hände und wünschten sich gute Beziehungen zu den Deutschen! Dem Mann wackelte die Stimme, er war sichtlich gerührt (und ich auch).
Sein Fazit: Wehret den Anfängen einer neuen Aufrüstung! Sprecht miteinander! Unbedingt!!!

(die Fotos habe ich gemacht)


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Aus dem Redaktionbüro des NEUEN STERNS:

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern 16 March 2019 · 374 Aufrufe
Christopher Priest, Gansowski und 1 weitere...
Aus dem Redaktionbüro des NEUEN STERNS: Aus dem Redaktionsbüro des NEUEN STERNS:
Das neue Heft ist soeben erschienen (also, eigentlich schon am 1.3 oder so, aber gestern war der Hallesche SF-Stammtisch, wo ihn die ASFCler in Empfang nehmen konnten).

Daher hier gleich mal reinschauen, so wie der neugierige Herr hier, was in dem Heft zu finden ist:
Begrüßung von Thomas Hofmann
Story von stok: Die Entscheidung
Besuch bei Gansowski, ein sehr umfangreiches Portrait und Vorstellung einiger wichtiger Stories des Autors von Peter Schünemann
Christopher Priest: Das Kabinett des Magiers, Rezi v. Thomas Hofmann (Auftakt einer Artikelserie, die eine Lanze für Christopher Priest brechen soll; das ist mal nötig, finde ich!)
Aus alten Bücherschränken, da kramt mal wieder Bernd Wiese
...Wilhelm Götz: Vor neuen Weltkatastrophen
...Karl L. Kossak-Raytenau: Lermontow vernichtet die Welt
Weird Fiction-Ecke
...W. H. Pugmire: Der dunkle Fremde, Rezi von Thomas Hofmann
...Graham Masterton: Das Atmen der Bestie, Rezi von Peter Schünemann
Und etwas Fantasy:
Erik Kellen: Roter Schnee wird fallen, Rezi von Sabine Seyfarth

Ein „normales“ (also kein Themen-) Heft, mit 32 Seiten.
Interesse? Ich kann da helfen…


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viel war es nicht.. (Beginn Hofmanns Leseliste 2019)

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 01 March 2019 · 306 Aufrufe
Christopher Priest
viel war es nicht.. (Beginn Hofmanns Leseliste 2019) #hashtags#
#eine_Lanze_für_Christopher_Priest
#Öko_SF
#Lovecrafts_Erbe


Der Kopf: Creechie, aus meinem Bild zu LeGuins "Das Wort für Welt ist Wald", aus dem gleichen Sammelband wie das hier:

1 – Alan Dean Foster: „Die denkenden Wälder“
Der 3. Roman in dem Heyne-Sampler zur ökologischen SF. Ich beginne das neue Jahr mit einer Wiederholung. War aber mal wieder Zeit.
Roman spielt am Rande des Homanx-Universums, auf einer wilden, prächtigen, opulenten Natur-Welt. Hier gibt ADF seinem Affen ordentlich Zucker, der Roman lebt von den Beschreibungen der Aliens auf dieser Welt – Wesen so zwischen Flora und Fauna; unsere Einteilung aus dem Bio-Unterricht greift hier nicht so richtig. Ansonsten lebt die Story vom Grundsatz: „There's always a bigger fish.“
Die humanoiden Einheimischen sind aus der ansonsten überschwänglich sprießenden Evolution nicht hervorgegangen, sondern Nachkommen einer verunglückten Expedition (vermutlich sogar Prä-Commonwealth-Ära), haben sich aber hervorragend in die natürlichen Abläufe einsortiert. Als dann neumodische Zivilisationstypen dazu kommen, gibt es auch gleich Konflikte, die aber die „Indianer“ im Namen ihrer Natur für sich entscheiden.
Tolle, geradlinig erzählte Abenteuerstory, die vor allem von der Beschreibung der fremdartigen Lebensformen lebt.
8 / 10 Punkte

2 – W. H. Pugmire: „Der dunkle Fremde“
Ziemlich gute, bis großartige Sammlung vortrefflicher Weird Fiction Stories. Okay, nach dem zwar kurzen, aber sehr überzeugenden Einblick, den mir der Autor in der Sammlung vom Blitz-Verlag, „Götter des Grauens“, gewährte, hatte ich mir mehr Innovation für das Genre Weird Fiction erhofft. Das macht der Autor nicht, er bleibt seinen Vorbildern treu, vornehmlich HPL, aber gerade was seinen sehr poetischen, sprachgewaltigen Stil anbelangt, erinnerte er mich an C.A.Smith oder gar Lord Dunsany. Pugmire ist auf jeden Fall tief verwurzelt in dem Weird Fiction Kosmos.
Die Reise führt nicht nach Carcosa, aber irgendwie ganz in die Nähe; ins Sesqua-Tal. Dorthin haben sich die Großen Alten, oder ihre Nachkommen und Nachlassverwalter, zurückgezogen. Natürlich werden sie durch neugierige und suchende Menschen gestört, doch ihr Verhältnis zu den Menschen ist durchaus ambivalent.
Inhaltlich war für mich neu und erfrischend und überzeugend, dass direkt aus der Sicht der Aliens (sozusagen) geschildert wird, nicht nur aus der der menschlichen, meist anfänglich unwissenden Protagonisten. Das hat was! Der HPL-Fan kommt zu 100 % auf seine Kosten, es werden weitere Puzzlesteine dem Cthulhu-Mythos hinzugefügt. Gerade wegen der tollen Sprache und dunkel-blumigen Sprach-Bilder macht die Lektüre großen Spaß. Für mich ist das der bisherige Höhepunkt der Reihe „H. P. Lovecrafts Schriften des Grauens“ aus dem Blitz-Verlag.
8 / 10 Punkte

3 – Christopher Priest: „Das Kabinett des Magiers“
Ich habe einen neuen Lieblingsautor! Und ihn dabei so lange ignoriert, umschifft, vermieden, weil er … Ach, das war auf jeden Fall ein Fehler! Das Buch hier ist sicher sein populärstes, weil von Nolan verfilmt (Prestige). Story ist im Grunde wie im Film, greift nur aus der Vergangenheit in die Gegenwart, nicht nur mittelbar (über die Nachkommen der Magier), sondern auch sehr direkt – eben durch das Prestigio (Das Ergebnis des Zaubertricks).
Ist das nun auch die Geburtsstunde des „Tesla-Punks“? Könnte ja sein, würde passen.
Ich bin ziemlich begeistert und fröne dieser Begeisterung natürlich im NEUEN STERN.
10 / 10 Punkte

4 – Christopher Priest: „Der Traumarchipel“
Es geht los! Meine Reise zum Traumarchipel! Ich befürchte, ich muss jede für mich machbare Station dort bereisen. D.h., alle verfügbaren Bücher und Stories dazu lesen. Leider kann ich ja nicht so gut Englisch, denn es ist natürlich nicht alles auf Deutsch erschienen.
An „Stationen“ sollte es genug geben. Laut Priest beherbergt das Mittelmeer um den Äquator ca. 10.000 bewohnte Inseln; jede unterscheidet sich von der anderen. Sie liegen zwischen 2 befeindeten Ländern, die die anrainende Kontinent-Teile beherrschen: Faiandland und Glaund.
In dem kleinen Sammelband, bei Luchterhand erschienen, von Nagula 1987 herausgegeben, sind 3 Stories vereint. Die erschienen aber auch in anderen Anthologien auf Deutsch.
In einer Story führt Priest den Leser auf eine falsche Fährte, zumindest in einem wesentlichen Detail. Am Ende ist es gar eine Mystery-Story, oder vielleicht doch nur Darstellung eins psychischen Problems in Folge eines Traumas? Ich finde das absolut faszinierend, wie Priest mit der Wirklichkeit umgeht.
In der 2. Story tappt ein Festländer in eine böse Falle, die mit den Ehe-Riten der Einheimischen zu tun hat. So eine Story stünde einem Robert Sheckley sehr gut zu Gesicht.
Im dritten Fall thematisiert Priest den Zwist der Systeme – auf sein Traum-Land projiziert.
Ich bin nun Fan des Priest’schen Traumarchipels und muss mich lang und ausgiebig im NEUEN STERN dazu auslassen. Echt, der Mann und seine Werke haben es mal verdient, aus dem Vergessen geholt zu werden – und seine Publikationsgeschichte im Deutschen fortzusetzen.
11 / 10 Punkte

5 – Christopher Preist: „Der weiße Raum“
Weiter im Traumarchipel! Diesmal wird es quasi erfunden, kreiert. Ein frustrierter Londoner (Vater tot, Job weg, Freundin weg) versucht zu sich zu kommen. Irgendwann schreibt er eine Autobiografie, aber das genügt nicht, er setzt seine Lebensbeschreibung verfremdet fort. Dazu erfindet er eine eigene Welt, den Traumarchipel. Er ist dort derselbe wie in London, nur seine wichtigen Bezugspersonen tragen andere Namen – und sind dann auch etwas anders als in der Realität.
„Realität“? Tja, was ist das? Auf jeden Fall vermischen sich die Welten – nur in der Einbildungskraft des Protagonisten? Oder doch irgendwie real? Großartige Beziehungsdrama-Story, die zu einer Alternativ-Welt-Geschichte mit einem richtig knackigen SF-Topos (Unsterblichkeit) mutiert, um dann zu einer gänsehauterzeugenden Mystery-Story zu werden.
Meine Begeisterung für Meister Priest reißt nicht ab.
11 / 10 Punkte

6 - Martin Amis: „Im Vulkan“ Essays, hg. v. Daniel Kehlmann
Der Mann scheint ja richtig wichtig zu sein, wen der alles so auf Reisen begleitet und begegnete, oder interviewte. Schon beeindruckend. Tony Blair hatte er wohl auf seinen politischen Besuchen begleitet und kam damit in Kontakt zu wichtigen politischen Menschen der Welt. Ob das alles so wichtig und bedeutend ist, was er da zu berichten hat? Ich weiß nicht…
Wen er gar nicht leiden kann, steht auf jeden Fall fest: Trump; ihm widmete er in jahrzehntelangem Abstand 2 Artikel; es wird nicht besser…
Dann sind es große Künstler – aus Film und Literatur – denen er sich widmet: Polanski, Updike, Spielberg, natürlich seinem Liebling Nabokov, Brian de Palma, Kafka. Das hat mir dann schon mehr gegeben.
Für mich insgesamt eine schöne abendliche Bettlektüre – so ein Essay pro Nacht.
8 / 10 Punkte






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„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 

Arno Schmidt

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

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© Thomas Hofmann

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.


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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990

Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011

A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
■ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016

Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001 [/font
Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012

"Saramees Blut", Atlantis 2012

M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013

Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
■  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
■ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
■ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
■ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017

■ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
■ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
■ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017

■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
■ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019

 

Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016

Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018

!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019

Fanzines

Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte

TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)

CD-Cover
The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
Syngularity: The Four Horsemen; 2000
Gothica: Within A Dream; 2000
Gothica: Into The Mystic; 2000
The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
■ Gothica, Workbook 1995, 2003

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