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Es gibt Helden, es gibt Superhelden – und dann gibt es noch »Birne« (Teil 1, #38)

Geschrieben von Sierra , in Phantastik, Science Fiction, Kinder- und Jugendliteratur 06 April 2017 · 1170 Aufrufe

Kinderliteratur Birne Science Fiction Günterherburger Abenteuer Phantastik

Heute feiert der Schriftsteller Günter Herburger Geburtstag (* 6. April 1932). Ein willkommener Anlass an ihn und seine famosen »Birne«-Bücher zu erinnern.


Es gibt Helden, es gibt Superhelden – und dann gibt es noch »Birne«
Über die phantastischen Kinderromane Günter Herburgers


Jahrzehnte bevor ein gelber Schwammkopf mit breiten Vorderzähnen namens Spongebob und die Teletubbies in den Medien ubiquitär wurden, ist in München eine auf den ersten Blick nicht minder skurrile Heldin auf die Welt gekommen. »Sie sei klug, könne mit jedem sprechen, mit Tieren, Maschinen, Steinen, Todesstrahlen, sie habe kleine Düsenmotoren, ausklappbare Hubschrauberflügel und eine winzige Atombatterie an Bord ihrer Fassung.«1 Anfang der 1970er-Jahre erkannte der in Isny im Allgäu geborene Schriftsteller und Dichter Günter Herburger (*6. April 1932), dass eine Glühbirne durchaus zur Heldin taugt, und schrieb drei Birne-Bücher (»Birne kann alles«, 1971, »Birne kann noch mehr«, 1971, »Birne brennt durch«, 1975), die, erstmals bei Luchterhand erschienen, vor allem als Rotfuchs-Taschenbücher Neuauflagen von mehreren hunderttausend Exemplaren erreichten. In den 1980er-Jahren gerieten Herburgers Geschichten aber beinahe wieder in Vergessenheit, und mit einer »Birne« wurde nur noch Helmut Kohl assoziiert, den das Titanic-Magazin in seinen Satiren »als korruptes, machtgeiles, häßliches, dummes Gemüse imaginierte2 Doch 1996, als Kohl innenpolitisch immer unpopulärer wurde, bescherte Herburger Birne, weitgehend unbemerkt von der Literaturkritik, ein Comeback (»Birne kehrt zurück«, 1996), wobei er sich auf sprachlicher Ebene durch eine stärkere Subjektivität der Geschichten immer mehr seinem lyrischen Werk annähert.

Eingefügtes Bild Zum ersten Verständnis der Birne-Serie, die insgesamt aus hundert Geschichten besteht, ist ein Blick auf die Betitelung aufschlussreich. Richten sich Band eins und zwei laut Untertitel ausschließlich an »Kinder«, verschiebt sich die anvisierte Leserschaft im Untertitel des dritten Bandes auf »Kinder und Erwachsene«, um im vierten Band schließlich gar nicht mehr spezifiziert zu werden. Es ist bloß noch von »Neuen Abenteuergeschichten« die Rede. Diese Schwerpunktsetzungen hängen nur vordergründig mit dem Älterwerden von Herburgers Sohn Daniel zusammen, den der Autor laut eigener Aussage beim Schreiben immer als Leser und Adressaten mitgedacht hat. Gleichzeitig sind die Untertitelungen ein erster Hinweis auf einen Rückzug des Schriftstellers ins Private und eine langmütigere Auseinandersetzung mit der Umwelt jenseits des Didaktischen und des plakativen Frei-heraus-Sprechens, wie sie noch die ersten zwei Geschichtensammlungen prägen.

Noch ganz ohne Werbung und Merchandising eroberten Herburgers »Birne-Bücher« viele Kinderzimmer der Republik. Obzwar »Birne« niemals zu einem echten Klassiker der Kinderliteratur geworden ist, wurde sie auch in der Schule gelesen, wovon die didaktische Sekundärliteratur und eigene Texte von Schülern zeugen, die neue Birne-Abenteuer erfunden haben. Der große Erfolg »Birnes« kann nicht bloß dadurch erklärt werden, dass die Serie lediglich Kindern gefiel, denn auch viele Erwachsene wurden durch die Geschichten angesprochen.

Der junge (unerfahrene) Leser findet neben Herburgers spontanem und unprätentiösem Sprachstil vor allem an der Abenteuerhandlung Gefallen, aber auch an der kinder- und jugendgemäßen Themenwahl, die Unanständiges, Konfliktbeladenes und Spaß am Unsinn nicht ausschließt. Die Aufmerksamkeit des erwachsenen (erfahrenen) Lesers gilt eher dem politischen Provokationspotential der Geschichten, aber auch Herburgers grotesk-humoriger Aufarbeitung gesellschaftlicher Thematiken und menschlicher Eigenheiten. Für die Lektüre des Erwachsenen ist sicherlich förderlich, dass Herburger trotz vieler märchenhafter Züge und Paramythen an dem Kriterium der technischen Erklärbarkeit seiner Welt festhält. Hierdurch wird aber an den kindlichen Leser Wissen vermittelt, da Birne vielen Alltagsrätseln in »Sendung-mit-der-Maus«-Manier auf den Grund geht.3 So gesehen sind die Birne-Geschichten ein gutes Beispiel für doppelsinnige Lektüren, indem sie »zwei implizite (eigentliche) Leser aufweisen und damit zwei verschiedene Lektüren, eine kindliche bzw. jugendliche und eine erwachsene, zulassen«.4

Der Artikel will Herburgers Geschichtenzyklus Revue passieren lassen und dabei auf einige denkwürdige und typische Episoden aus dem Leben Birnes eingehen. Interessant ist die Entwicklung Birnes: Wie wird aus der »Kann-alles-Birne«, die unbeirrbar für eine sozialere Welt kämpft, eine enttäuschte »Durchbrenn-Birne«, die schließlich aus der regenbogenfarbenen Utopie in die graue Gegenwart zurückkehrt, in der die Weltverbesserung kleinschrittig ist? Bei diesem Rundgang durch die Birne-Welt stellt sich auch die Frage, welche Aussagekraft die Birne-Bücher damals hatten und heute noch beanspruchen können.




Zwischen Alltag und phantastischem Arrangement

»Mein Widerstand ist der eines Schriftstellers, wie immer.«5

Schwer zu sagen, ob es ein ereignisreiches Leben braucht, um Birne-Geschichten erzählen zu können. Sicher ist, dass Günter Herburger mit fast vierzig Jahren, als »Birne kann alles« erschien, auf ein solches zurückblicken konnte. Als Sohn eines Tierarztes, der während des Kriegs umgekommen war, ist er zwischen Frauen aufgewachsen. Trotz des strengprotestantischen Umfelds und Schuldrills fand er einen Ausgleich in einer intakten Kinderwelt und Allgäuer Natur. Zuhause wurden in seiner Familie verschiedene Dialekte gesprochen: »das Alemannische, das Viehhändler-Jiddische, das Bregenzerwäldlerische, Tirolerische und ein seltsames venezianisches Idiom.«6 Diese dialektale Vielfalt wird sich später in verschiedenen Werken Herburgers widerspiegeln. Als die französischen Befreier nach Abzug der letzten deutschen Einheiten kamen und marokkostämmige Soldaten in ihr Haus einzogen, machte Herburger erste Erfahrungen der Interkulturalität und der Entgrenzung vermeintlich fester Strukturen: »Eine neue Welt tat sich auf. Herburger lernte die ersten arabischen Worte sprechen, Pfefferminztee trinken und Pfefferminztee mit Kiff. Alle Ordnungen waren zusammengebrochen, und Herburger erlebte die Jahre bis zur Währungsreform als die freiesten und abenteuerreichsten in seinem Leben. In seinen Träumen und Zukunftsentwürfen taucht diese Zeit immer wieder auf.«7 Nach einer Internatszeit in Urspring und nach einem abgebrochenen Studium der Theaterwissenschaften, Philosophie und Sanskrit in München vagabundierte Herburger mit dem Berufswunsch, Schriftsteller zu werden, mehrere Jahre durch Spanien, Frankreich und schließlich Algerien, wo er als Straßenarbeiter jobbte. Auch in Paris wollte die Auseinandersetzung mit der französischen Kulturszene nicht recht gelingen und Herburger verlebte zwei karge Jahre, in denen er in einem arabisch geprägten Viertel lebte, »und wenn ihm als Taschendieb, dieses Handwerk hatte er erlernt, kein Erfolg beschieden war, dann übernachtete er auf U-Bahnschächten.«8 Er kehrte nach München zurück, heiratete und arbeitete als Assistent und Ausstatter beim Süddeutschen Rundfunk, u.a. für das Kinderprogramm. 1964 debütierte er schließlich mit dem sehr erfolgreichen Prosaband »Eine gleichmäßige Landschaft«, der von Dieter Wellershoff lektoriert wurde und ihm manche Türen öffnete. Schon bald wurde er zu einem festen Teilnehmer der Tagungen der Gruppe 47.

Seine Entscheidung, ein Schriftsteller zu werden, führt Herburger auf die Überzeugung zurück, sich von politischen und kulturellen Großkopfeten nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen, aber auch auf frühe, familiäre Erlebnisse: »Als ich meinem Großvater, der mich aufzog, da mein Vater im letzten Weltkrieg starb, endlich zu sagen getraute, daß ich seinen kleinen Betrieb – 50 Arbeiter, 5 Angestellte, 2 Chefs, Produktion von Reitpeitschen und Skistöcken in der Provinz – nicht übernähme, vielmehr Schriftsteller werden wollte, da setzte er sich den Rest seines Lebens in die Bahnhofswirtschaft unserer winzigen Stadt und vertrank im Verein mit Weichenstellern, Straßenarbeitern und Bauern alles, was er besaß. Diese wirre Zeit, die ich erleben durfte, machte mir weit mehr Eindruck, als wenn ich der Nachfolger meines Großvaters in seinem Fabrikchen geworden wäre. Wunderträchtige Sprache wurde damals unter den Betrunkenen laut. Diese Entwürfe an Tolldreistigkeit, aber auch rührender Schönheit werden mich nie verlassen und haben mich darin bestärkt, dem Geschäft eines Dichters nachzugehen, der spricht, wenn andere zum Schweigen verurteilt sind, oder der verächtlich weghört, sobald das offizielle Geschwätz davon redet, wie wir uns zu bescheiden hätten.«9 Bei Ausbruch der Studentenrevolten – Herburger wohnte zu diesem Zeitpunkt in Berlin – wurde er zu einem »der ersten Schriftsteller, der dem Denken und Handeln der Studenten zustimmte. Herburger sah sich durch die Revolte nochmals in seiner Poetik der Pracht und Verheerung unterstützt. Damit setzte er sich klar von der Tendenz ab. Aber es gab auch Trennendes. Der Altersunterschied war groß. Das politische Vokabular war nicht das Herburgers. Vor dem Seminarton in Diskussionen ekelte ihn10 Dennoch gewährte der Schriftsteller auch später »Freunde[n], die im politischen Kampf von Waffen sprachen« 11, Unterschlupf in seiner Wohnung.

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Günter Herburger
(Foto: Catherina Hess; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des A1 Verlags)

Herburger ist ein Schriftsteller, der Alltag, Politik und Wissenschaft in seinem Werk verbindet. Ein wichtiges Anregungspotential bieten für ihn, wie er 1977 in einem Aufsatz schreibt, die »häßlichsten und schönsten Träume«12 der Armen und der Naturwissenschaftler, denen der Dichter inhaltlich und formal eine Gestalt verleihen soll.13 Zurück in München tritt Herburger Anfang der 1970er-Jahre in die KPD ein, doch seine Sympathie für diese Partei, und für die reale DDR, schmilzt bald dahin. Wie Herburger-Biograph Klaus Siblewski berichtet, klebte er sogar Plakate für die KPD, doch verdross ihn der Parteisprech und die Parteibürokratie, aber auch die Tatsache, dass die Literatur in der Politik keine Rolle spielte.14 Herburger konzentriert sich fortan mehr auf das Schreiben und die Pflege seiner Tochter Anna Katrine aus einer neuen Ehe, die mit einer schweren Körperbehinderung auf die Welt kam.

Zu seinen ›Schreibvätern‹ zählt Herburger Italo Svevo, Hermann Broch, Vladimir Nabokov, Louis-Ferdinand Céline, Witold Gombrowicz, J. R. R. Tolkien, Arno Schmidt und – für den »Birne«-Leser nicht schwer zu erraten – Stanislaw Lem.15 Sich mit den Naturwissenschaften literarisch zu beschäftigen, so wie es gerade Lem tut, sieht Herburger als höchst gewinnbringend an. Literatur brauche sich nicht in Ehrfurcht zu verstecken, sondern habe eine wichtige gesellschaftliche Korrekturfunktion zu erfüllen. Er hat deshalb kein Verständnis für seine Schriftstellerkollegen, die »gern so blank dastehen wie das Quadrat über der Hypothenuse«16 und noch nicht bemerkt haben, dass viele Wissenschaftler ihre Immunität gegen moralische Skrupel verloren haben. »Manche beugen sich in vermeintlicher Demut über ihre Lehrbücher, über denen sich auch Atombomben, Atomkraftwerke und die riesigen Proteinbäume manipulierbarer Erbeigenschaften auftürmen. Aber im Lotussitz lässt sich die entfesselte Forschung nicht mehr rückgängig machen. Diese älteren Herren, nachdem sie Nobelpreise erhalten haben für einen Peitschenschlag des Wissens über das Begreifen hinweg, entfachen zwar wieder Sanftmut, doch den Schutt, den sie hinterlassen haben, sollen wir wegräumen.«17 Deshalb seien Schriftsteller, wie er in diesem programmatischen Text aus dem Jahre 1977 schreibt, gerade nicht überflüssig, sondern können zu »emanzipierten Seelsorgern« werden und die »vor Erschöpfung und Erkenntnisfurcht weinenden Gelehrten bergen, um ihnen zu sagen, wo Durst und Hunger tatsächlich brennen«.18 Sie sind für das naturwissenschaftliche Projekt entscheidend, da sie nach Ansicht von Herburger ihren moralischen Kompass und ihre Fähigkeit, Mitleid zu empfinden, nicht verloren haben.

Neben den Birne-Büchern und der Veröffentlichung einer ganzen Reihe von Drehbüchern in den 1960er-Jahren, genießt Herburger insbesondere für seine Gedichtbände (zuletzt »Der Kuss«, 2008) und sein phantastisches Romanwerk, die »Thuja«-Trilogie, eine hohe Reputation, die nicht zuletzt in seiner Würdigung mit dem Peter-Huchel-Preis und dem Hans-Erich-Nossack-Preis zum Ausdruck kommt. Zu erwähnen ist schließlich Herburgers Begeisterung für Marathone und Ultramarathone, an denen er sich weltweit beteiligte und diese in Erzählbänden wie »Lauf und Wahn« (1988), »Traum und Bahn« (1994) und »Schlaf und Strecke« (2004) verarbeitete: »Einer wie Herburger, der Literatur als Abenteuer begreift und im exzessiven Laufen auf geistige Gewinne setzt, hält sich an die Lebenstaktik der weisen Zen-Meister: Der Weg ist das Ziel19




Gestatten: Birne!

»Toll sind Elefanten, Hühner, Seelöwen, Kühe, Pferde, Krokodile,
die alle in den Zoo gehören;
in der Natur wirken sie für ihn verloren und überflüssig.
Am tollsten ist Superman.«20

Im Vorwort der ersten Birne-Geschichtensammlung erzählt Herburger, dass es Birne ohne seinen Sohn Daniel und dessen Vorliebe für spannende Gute-Nacht-Geschichten nicht geben würde. Als Herburger nämlich eines Tages keine Geschichte mehr einfällt, hat Daniel eine folgenschwere Idee: »Er brauche unbedingt eine Geschichte, und zwar, schrie er, über Birne! Welche Birne, fragte ich. Eine eßbare Birne oder eine Thomas-Birne? Natürlich Glühbirne, rief er.«21 Daniel fordert außerdem ein, dass die Geschichten nie ausgehen dürfen und außerdem müsse Birne über innere Werte verfügen, mit anderen Worten: »Birne muß stets siegen, sie muß besser sein als alle anderen. Birne ist kein Mensch, sondern ein technischer Gegenstand mit menschlichen Eigenschaften. Birne besitzt den Mut eines Weltraumfahrers, den Gerechtigkeitssinn Jesu, die Robustheit und Langlebigkeit einer Schildkröte, die Begeisterungsfähigkeit Lenins und die Schönheit von Computerteilen.«22 Ein Held ist geboren! Einer der nachts als Straßenlampe arbeitet und tagsüber als Superbirne Abenteuer erlebt. Und weil sein Vater »nicht immer wissen [könne], was ein Kind interessiere«, bietet sich Daniel sogleich als Berater und als Zeichner an.23

Eingefügtes Bild Natürlich ist dieser Schöpfungsmythos nur die halbe Wahrheit. Schreibanlass war auch Herburgers schwierige Lebensphase Anfang der Siebziger Jahre, als seine zweite Ehe geschieden und er von seinem Sohn getrennt wurde. Das Schreiben der Birne-Geschichten hatte für ihn eine Art Ersatzfunktion, um das Alleinsein an den Wochenenden zu überbrücken.24
Neben dem Angriff auf den politischen Konservatismus, der ihn damals als progressivem Linken besonders frustrierte, schlägt sich in den Birne-Texten zudem die Unzufriedenheit über die bestehende Kinderliteratur nieder, die nach Meinung des Autors häufig nur idyllisch entrückte Kinderwelten schildere. Stattdessen möchte er die moderne und technikbezogene Kindheit in den Vordergrund rücken und damit lebensnäher darstellen: »Ich sehe die Welt der Kinder nicht mehr von Laubfröschen, Kälbchen, Mägden, Oberförstern umgeben, sondern von Weltraumschiffen, Fernsehapparaten, Düsenflugzeugen, Westernhelden, Autos, Stereoanlagen. Die Kinder von heute sind größtenteils Stadtkinder; morgen werden es alle sein.«25 (bf)



Der zweite Teil dieses Essays erscheint in Kürze im Blog. (Erstveröffentlichung: B. Figatowski: Es gibt Helden, es gibt Superhelden – und dann gibt es noch Birne. In: Sascha Mamczak und Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Heyne Science Fiction Jahr 2009, München: Heyne 2009, S. 370-397.)



Endnoten

1 Günter Herburger: Birne kann alles. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1982. S. 8.
2 Lutz Hagestedt: »Who the fuck is BIRNE? Helmut Kohls letztes Abenteuer«. http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=1294&ausgabe=200007 (Letzter Zugriff: 4.4.2017). 1983 erschien Peter Knorrs und Hans Traxlers »Birne. Das Buch zum Kanzler. Eine Fibel für das junge Gemüse und die sauberen Früchtchen in diesem unserem Lande.« (1983).
3 In der Geschichte »Birne auf dem Land« etwa rühmt sich eine Kuh, dass sie eine Million Grashalme pro Tage esse. Birne überprüft diese Behauptung, indem sie sich auf eine lustige Reise durch die vier Mägen der Kuh begibt.
4 Hans-Heino Ewers: Literatur für Kinder und Jugendliche. Eine Einführung. München: Fink, 2000. S. 125.
5 Günter Herburger: »Beitrag, gehalten während der Berliner Begegnung zur Friedensförderung«. In: Klaus Siblewski (Hrsg.): Günter Herburger. Texte, Daten, Bilder. Hamburg: Luchterhand, 1991. S. 22-23, hier: S. 23. Herburger ist bisher von der Germanistik weitgehend ignoriert worden, der von Siblewski herausgegebene Autoren- und Werkband ist eine wichtige Ausnahme von der Regel.
6 Günter Herburger: »Kurze und lange Sätze. Skizze zu einer kleinen Poetik«. In: Klaus Siblewski (Hrsg.): Günter Herburger. Texte, Daten, Bilder. Hamburg: Luchterhand, 1991. S. 31-41, hier: S. 34.
7 Klaus Siblewski: »14 Stationen aus Leben und Werk«. In: Ders. (Hrsg.): Günter Herburger. Texte, Daten, Bilder. Hamburg: Luchterhand, 1991. S. 43-66, S. 48.
8 Ebd., S. 54.
9 Günter Herburger: »Die Macht der Literatur«. In: Klaus Siblewski (Hrsg.): Günter Herburger. Texte, Daten, Bilder. Hamburg: Luchterhand, 1991. S. 14-19, hier: S. 16 f.
10 Siblewski 1991, S. 60.
11 Ebd., S. 60.
12 Günter Herburger: »Die Macht der Literatur«. In: Klaus Siblewski (Hrsg.): Günter Herburger. Texte, Daten, Bilder. Hamburg: Luchterhand, 1991. S. 14-19, hier: S. 16 f.
13 Karlheinz Kluge vergleicht Herburgers Erzählstrategie im Hinblick auf naturwissenschaftliche Wissensbereiche mit denen von Thomas Pynchon und fasst sie wie folgt zusammen: »In der Prosa muß der Erzähler gedanklichen Mehrwert schaffen, die Probleme der Wissenschaft erst benennen, bevor er sie außer Kraft setzen kann. So gelangte Herburger durch die Einseitigkeit naturwissenschaftlicher Ergebnisse hindurch zu einer eigenen Phantastik.« (Karlheinz Kluge: »Der Phantasie ein Echolot«. In: Klaus Siblewski (Hrsg.): Günter Herburger. Texte, Daten, Bilder. Hamburg: Luchterhand, 1991. S. 104-110, hier: S. 108)
14 Vgl. Siblewski 1991, S. 63.
15 »Dazu kommen noch viele andere, die ich lese, verfluche, bewundere, wieder hervorhole, abschmecke, beiseite schiebe, erneut zu Rate ziehe.« (Günter Herburger: »Die Macht der Literatur«. In: Klaus Siblewski (Hrsg.): Günter Herburger. Texte, Daten, Bilder. Hamburg: Luchterhand, 1991. S. 14-19, hier: S. 15)
16 Ebd., S. 17.
17 Ebd., S. 18.
18 Ebd., S. 18.
19 Michael Kohtes: »Sohlenkunde und Seelenheil«. http://www.zeit.de/2004/47/L-HerburgerTAB?page=1(Letzter Zugriff: 4.4.2017)
20 Herburger 1982, S. 7.
21 Ebd., S. 7 f.
22 Ebd., S. 8.
23 Ebd., S. 8.
24 Vgl. Siblewski 1991, S. 61.
25 Herburger 1982, S. 9.





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lapismont
Apr 06 2017 06:42

Cool, dass Du dieses Essay jetzt online verfügbar machst! Sehr interessante Vorstellung.

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Du meine Güte... die "Birne"-Bücher hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Aber jetzt, da ich die Titelbilder sehe, sind sie sofort wieder präsent.

Ja, die habe ich als Kind auch geliebt.

Danke für die Erinnerung!

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@lapismont @Ender Gern geschehen & ich freue mich, dass die gute alte »Birne« bei Euch auf Interesse stößt. 

  • Melden

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