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The Avengers

Geschrieben von Armin , in Film 29 April 2012 · 1516 Aufrufe

„The Avengers“ ist mehr als ein Film, eher ein Ereignis. Es wurde von langer Hand vorbereitet: Mit „Iron Man“ nahm 2008 das Superhelden-Großprojekt des amerikanischen Comic-Verlags Marvel seinen Anfang. „Hulk“, „Thor“ und „Captain America“ ließen weitere Figuren mit eigenen Filmen folgen, für „Iron Man“ gab es bereits eine Fortsetzung. Der große Plan erlaubte auch keine Zimperlichkeiten: Edward Norton, der in „Der unglaubliche Hulk“ (2008) eine grandiose Leistung ablieferte, wurde als „nicht teamfähig“ aussortiert und durch Mark Ruffalo ersetzt. Alle anderen Helden-Darsteller blieben aber an Bord und kommen jetzt, gleichsam als Höhepunkt, endlich alle gemeinsam auf die Leinwand. Sie nennen sich die „Avengers“ („Rächer“), müssen erst ein wenig zu ihrem Glück gezwungen werden, erweisen sich dann aber als extrem schlagkräftiges Team.

Loki (Tom Hiddleston), Adoptivsohn Odins, stiehlt der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. den Würfel Tesserakt, eine grenzenlose Energiequelle, um damit seine finsteren Pläne zu verwirklichen. Dazu gehört ein Angriff auf die Erde, für den er sich mit bösen Außerirdischen verbündet hat. S.H.I.E.L.D.-Direktor Nick Fury (Samuel L. Jackson) setzt derweil einen schon länger vorbereiteten Plan um. Er bringt die „Avengers“ zusammen, die sich Loki entgegenstellen sollen. Iron Man (Robert Downey Jr.), Thor (Chris Hemsworth), Captain America (Chris Evans) und der Hulk (Mark Ruffalo), zu denen sich außerdem noch die S.H.I.E.L.D.-Agenten Black Widow (Scarlett Johansson) und Hawkeye (Jeremy Renner) gesellen, müssen sich zwar erst im wahrsten Sinn des Wortes zusammenraufen, finden schließlich aber zueinander und nehmen dann im Kampf gegen die Angreifer so richtig Fahrt auf.

Regisseur Joss Whedon hat nicht nur einige Fernsehserien („Buffy“) geschaffen, sondern ist auch schon als Comic-Autor in Erscheinung getreten (unter anderem für Marvels „X-Men“). Da wundert es nicht, dass er das richtige Händchen für die „Avengers“ beweist: Der Film glänzt durch seine spektakulären Schauwerte – in den zahlreichen Kampfszenen wird ordentlich geklotzt und das wirklich sehenswert; einzig der „Transformers“-ähnliche Kampfwurm der außerirdischen Aggressoren fällt ein wenig ab, weil er schlicht optisch zu unoriginell ist. Noch hervorstechender sind aber die Dialoge: Hier wurde der Humor speziell der beiden „Iron Man“-Filme in die „Avengers“ hinübergerettet, was für eine Flut witziger Sprüche und etliche spontane Lachanfälle im Kinopublikum sorgt. Dank der fünf Vorgängerfilme muss sich Whedon zudem glücklicherweise nicht mit einer langen Figureneinführung aufhalten, sondern kann gleich in medias res gehen. So weist der Film ein durchgängig hohes Tempo auf und hat nie mit Langeweile zu kämpfen. Insgesamt ist das sehr schmackhaftes Popcorn-Kino mit hohem Unterhaltungswert.


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Nachtrag: Chronicle – Wozu bist du fähig?

Geschrieben von Armin , in Film 29 April 2012 · 172 Aufrufe

Die Vorstellung ist ja schon reizvoll: Was könnte man nicht alles tun, wenn man plötzlich telekinetische Kräfte hätte, also Materie nur mit der Kraft der eigenen Gedanken bewegen kann. Regisseur Josh Trank und Drehbuchautor Max Landis haben aus dieser Idee den Film „Chronicle– Wozu bist du fähig?“ gemacht, in dem sie drei Teenager mit dieser Gabe ausstatten, die sich natürlich gleichzeitig auch als Fluch erweist. Präsentiert wird das Ganze im sogenannten „Found Footage“-Stil (mit wackligen Handkamerabildern wird so getan, als würde eine der Figuren das Geschehen selbst filmen), der eine gewisse Authentizität der Bilder vermitteln soll, was aber nur in Ansätzen gelingt.

Andrew (Dane DeHaan) gilt in der Schule als Außenseiter, seine Mutter liegt im Sterben und sein Vater verprügelt ihn bei jeder Gelegenheit. Als er auch noch anfängt, rund um die Uhr mit einer Videokamera herumzulaufen und alles zu filmen, stuft ihn seine Umwelt endgültig als schrägen Vogel ein. Interessant wird es, als er gemeinsam mit seinem Cousin Matt (Alex Russell) und dessen Freund Steve (Michael B. Jordan) irgendwo im Wald in ein merkwürdiges Loch hinabsteigt, das eine seltsame, leuchtende Substanz beherbergt. Das Bild wird für den Zuschauer schlagartig dunkel und man sieht die drei erst einige Wochen später, als sich Andrew eine neue Kamera zugelegt hat. Seit dem Ereignis im Loch haben die drei Teenager telekinetische Kräfte und stellen damit allerhand weitgehend harmlosen Unsinn an. Ernst wird es erst, als sich Andrew zunehmend verändert und plötzlich auch Menschen zu Schaden kommen.

Solange sich die drei Hauptfiguren mit ihren neuen Fähigkeiten auf diverse Albernheiten beschränken, ist „Chronicle –Wozu bist du fähig?“ ein durchaus unterhaltsamer Film, der immer wieder zum Schmunzeln über die netten Einfälle einlädt. Urplötzlich wird die Grundstimmung aber ziemlich düster – und das vergleichsweise unmotiviert. Andrews familiärer Hintergrund mit all seinen Problemen prädestiniert ihn zwar als Bösewicht, wirklich glaubhaft wirkt seine Wandlung jedoch trotzdem nicht– dafür geschieht sie zu schlagartig. Dass dann schließlich nur noch wild mittels der telekinetischen Kräfte gekämpft wird, passt nur wenig zur ersten Filmhälfte. Zur einen oder anderen spektakulären Szene gesellt sich nun auch viel beliebig austauschbares Material. So wird es in Richtung Showdown leider immer langweiliger statt spannender.


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Nachtrag: Einmal ist keinmal

Geschrieben von Armin , in Film 29 April 2012 · 215 Aufrufe

Den Lesern, oder vielmehr den Leserinnen, gefällt’s: Die Romane der amerikanischen Autorin Janet Evanovich um die schusselige Kopfgeldjägerin Stephanie Plum landen in schöner Regelmäßigkeit auf den Bestsellerlisten. 18 Bücher sind seit 1994 erschienen, die ersten 16 wurden bereits ins Deutsche übersetzt. Inhaltlich handelt es sich um eine humorvolle Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte mit vorwiegend skurrilen Figuren, die in allerlei haarsträubende Situationen geraten. Mit „Einmal ist keinmal“ landet jetzt die Verfilmung des ersten Romans in den Kinos.

Stephanie Plum (Katherine Heigl) hat ihren Job als Dessouseinkäuferin schon vor einem halben Jahr verloren und braucht jetzt langsam dringend einen neuen. Auf Empfehlung ihrer kauzigen Großmutter (Debbie Reynolds) schaut Stephanie bei ihrem Cousin Vinnie (Patrick Fischler) vorbei, der ein Kautionsbüro betreibt – und heuert prompt nicht als Aushilfe an, wie ursprünglich gedacht, sondern als Kopfgeldjägerin. Ziel ihrer Bemühungen ist Joe Morelli (Jason O’Mara), ein Polizist, der wegen Mordes gesucht wird. Mit ihm hat Stephanie ohnehin noch ein Hühnchen zu rupfen, seit er ihr zu High-School-Zeiten die Unschuld geraubt hat. Lediglich mit Pfefferspray bewaffnet, macht sich die frisch gebackene Kopfgeldjägerin auf seine Spur.

Die Umsetzung der vielleicht nicht einmal unlustigen Vorlage auf die Leinwand kann leider überhaupt nicht überzeugen. Das liegt daran, dass es Regisseurin Julie Ann Robinson nie schafft, die Elemente aus Krimi und Komödie richtig zu verknüpfen. Ihre Bösewichte, die ohne jegliches Augenzwinkern präsentiert werden und offenbar tatsächlich richtig gefährlich sein sollen, stellen sich dermaßen dämlich an, dass es nur schwer zu ertragen ist. Der Humor wirkt dagegen oft aufgesetzt, und wenn ernstere Szenen durch flapsige Sprüche überspielt werden, wird das Ganze ziemlich fragwürdig. Die darstellerischen Leistungen passen sich diesem Niveau leider auch an. Insgesamt stimmt die Mischung nicht und deshalb macht der Film auch keinerlei Spaß.


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The Grey – Unter Wölfen

Geschrieben von Armin , in Film 15 April 2012 · 291 Aufrufe

Regisseur Joe Carnahan war zuletzt für „Das A-Team“ (2010) verantwortlich. Sein neuer Film ist das genaue Gegenteil dieses überdrehten Action-Spektakels. „The Grey – Unter Wölfen“ basiert auf der Kurzgeschichte „Ghost Walker“ von Ian MacKenzie Jeffers, der auch das Drehbuch verfasst hat, und schlägt ganz andere, deutlich ernsthaftere Töne an. Die Geschichte einer Gruppe von Menschen, die nach einem Flugzeugabsturz in einer Eiswüste um ihr Leben kämpft, ist weniger Abenteuerfilm als erwartet, sondern eher ein ziemlich nüchternes Überlebens-Drama.

Im Mittelpunkt steht John Ottway (Liam Neeson). Mit seinem Gewehr schützt er die Mitarbeiter einer Ölfirma irgendwo in Alaska vor angreifenden wilden Tieren, vor allem Wölfen. Ottway steckt nach dem Tod seiner Frau zudem in einer tiefen persönlichen Krise, die ihn auch an Selbstmord denken lässt. Trotzdem übernimmt er nach dem Flugzeugabsturz das Kommando über das kleine Häuflein Überlebender, allesamt raubeinige Mitarbeiter der Ölfirma. Das schmeckt zwar dem rebellischen Diaz (Frank Grillo) nicht, doch Ottway zeigt schnell, dass er als Einziger über die Wölfe, die die Gruppe massiv bedrohen, Bescheid weiß. Ohne echte Waffen bleibt den Männern dennoch nicht mehr als die Flucht, auf der sie nach und nach dezimiert werden.

„The Grey – Unter Wölfen“ ist in vielen Momenten ein wirklich spannender Film; das gilt vor allem für die direkten Konfrontationen der verzweifelten Menschen mit den blutrünstigen Wölfen und die zahlreichen Szenen der atemlosen Flucht durch die tief verschneite, unwegsame Landschaft. Leider werden aber auch einige gute Möglichkeiten verschenkt: So fehlt es neben Hauptdarsteller Liam Neeson an weiteren tragenden Akteuren – hier sind die Rollen viel zu schnell und viel zu offensichtlich verteilt, sodass kaum echte Reibung zwischen den Figuren entsteht, auch wenn immer wieder versucht wird, sie anzudeuten. Auch die Flucht selbst hätte durch ein paar weitere Zutaten um einiges abwechslungsreicher gestaltet werden können – auch in dieser Hinsicht werden Ideen immer wieder mal angedeutet, aber leider nicht ausgeführt. So bleibt „The Grey“ zwar unterhaltsam und spannend, den Schritt hin zu einem herausragenden Film schafft er jedoch nicht.


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Battleship

Geschrieben von Armin , in Film 15 April 2012 · 351 Aufrufe

Wenn ein Kinofilm von einem simplen Spiel wie „Schiffe versenken“ inspiriert wird, sollte man vermutlich nicht zu viel erwarten. Schon gar nicht, wenn die hinter dem Projekt stehende Spielzeugfirma auch schon bildgewaltige, aber vollkommen inhaltsleere Blockbuster wie die „Transformers“-Reihe verbrochen hat. „Battleship“ stößt unter der Regie von Peter Berg („Hancock“) dann auch tatsächlich ins selbe Horn: Viel grelles Spektakel und wenig Logik ergeben Popcornkino der simpelsten Machart. Leider sind die wie am Fließband präsentierten Schauwerte aber nicht beeindruckend genug, um die vielen, vielen Schwächen des Films übertünchen zu können.

Eine Gruppe von Schiffen, die im Pazifik vor den hawaiianischen Inseln an einem internationalen Flottenmanöver teilnimmt, stößt auf aggressive Außerirdische. Die Kontaktversuche werden als Angriff missverstanden und schnell werden nicht nur erste Schiffe versenkt, die Aliens errichten auch ein gigantisches Energiefeld, das von nichts zu durchdringen ist. Mittendrin im Schlamassel steckt Marine-Leutnant Alex Hopper (Taylor Kitsch). Der hatte eigentlich suspendiert werden sollen: Admiral Shane (Liam Neeson) hat ihn ohnehin auf dem Kieker, weil er mit seiner Tochter Samantha (Brooklyn Decker) angebandelt hat. Eine Auseinandersetzung mit dem japanischen Offizier Nagata (Tadanobu Asano) bringt das Fass zum Überlaufen. Doch jetzt steckt Alex mit den Aliens im Inneren des Energiefelds und muss dort sogar das Kommando übernehmen, nachdem sein älterer Bruder Stone (Alexander Skarsgard) samt seiner Crew vernichtet worden ist. Für Alex die Gelegenheit, sich zu beweisen.

Es empfiehlt sich, über vieles nicht zu lange nachzudenken: Dass ein von der Erde ins Weltall geschicktes Signal die bösen Außerirdischen schon nach gerade mal sechs Jahren angelockt hat, ist eine der zahllosen Albernheiten, die sich wie ein roter Faden durchs Geschehen ziehen. Halbwegs lohnende Unterhaltung bekommt der Zuschauer bestenfalls dann geboten, wenn er den Film als Flut aneinandergereihter Action-Szenen auf sich einprasseln lässt, es schafft, das schwülstige Pathos zu ignorieren, und den dümmlichen Dialogen ohnehin nur minimalste Aufmerksamkeit schenkt. Dann gibt es tatsächlich zwei oder drei gute Momente, mehr sind es jedoch leider nicht. Im Vergleich mit „Transformers“, an dem sich „Battleship“ nun einmal messen lassen muss, kann das „Schiffe versenken“-Spektakel optisch nicht mithalten.


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Nachtrag: Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

Geschrieben von Armin , in Film 15 April 2012 · 162 Aufrufe

Ist das nötig? Muss die x-te Verfilmung des Schneewittchen-Märchens wirklich sein? Und dann auch noch als romantische Fantasy-Komödie? Die Antwort lautet wenig verblüffend Nein, auch weil Regisseur Tarsem Singh (zuletzt für das experimentelle Spektakel „Krieg der Götter“ verantwortlich) es leider nicht schafft, seinem Film einen originellen Anstrich zu verpassen. Er versucht das zwar an einigen Stellen, allerdings wirkt das dann eher halbherzig und so scheitert Singh auch insgesamt. Daran ändert auch die Starbesetzung mit Julia Roberts in der Rolle der bösen Königin nichts. „Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen“ ist eine weitgehend langweilige Angelegenheit geworden.

Seit ihr Vater (Sean Bean) spurlos verschwunden ist, muss Prinzessin Schneewittchen (Lily Collins) mit den Launen ihrer Stiefmutter, der gemeinen Königin Clementianna (Julia Roberts), leben. Die hat mit ihrer Prunksucht das Reich völlig heruntergewirtschaftet und will sich durch eine neuerliche Heirat das nötige Kleingeld verschaffen. Prinz Alcott (Armie Hammer), der aus wohlhabendem Hause stammt, kommt ihr da gerade recht. Der Prinz verguckt sich jedoch dummerweise in Schneewittchen. Die Königin will sie töten lassen, ihr Handlanger Brighton (Nathan Lane) bringt das jedoch nicht übers Herz und setzt sie im finsteren Wald aus. Die Unholde, die dort hausen sollen, entpuppen sich als die etwas knurrigen, aber gutherzigen sieben Zwerge. Gemeinsam mit ihnen schmiedet Schneewittchen einen Plan, um die Königin zu stürzen.
Vieles, was vielleicht ironisch gemeint sein könnte, kommt leider nur albern beim Zuschauer an. Eine der sehr seltenen Ausnahmen ist die ausführliche Vorbereitung der Königin auf die großen Feierlichkeiten: Hier wird mit einer Beauty-Behandlung der höchst ungewöhnlichen Art, in der endlich einmal originelle Ideen zu sehen sind, der Schönheitswahn auf die Schippe genommen. Das ist tatsächlich lustig, insgesamt aber eben doch zu wenig: Wenn sich die Zwerge für ihre Räuberaktivitäten in vermeintliche Riesen verwandeln, sieht das einfach nur lächerlich aus, die permanente Dämlichkeit des Prinzen nervt irgendwann nur noch und auch die prunkvollen Kostüme können nichts retten – „Spieglein Spieglein“ ist ein kompletter Reinfall.


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Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Geschrieben von Armin , in Film 27 March 2012 · 464 Aufrufe

Die amerikanische Autorin Suzanne Collins entführt in ihrer Romantrilogie „Die Tribute von Panem“, die sich vor allem an jugendliche Leser wendet, in eine dystopische Zukunft: Aus den Trümmern der einstigen USA ist das Land Panem entstanden, regiert vom reichen Kapitol, das von 13 weitaus ärmeren Distrikten umgeben wird. Nach einem Aufstand der Distrikte gegen das Kapitol, der niedergeschlagen wird, rufen die Herrscher die Hungerspiele ins Leben: Aus jedem der noch zwölf Distrikte (einer wurde im Krieg zerstört) müssen dafür jedes Jahr ein Mädchen und ein Junge entsandt werden. Das ist ihr Tribut, der sie an die Macht des Kapitols erinnern soll, und gleichzeitig eine gigantische Volksbelustigung, „panem et circenses“ (Brot und Spiele) eben: Denn die 24 jungen Menschen müssen in einem blutigen Wettkampf gegeneinander antreten, den einzig der strahlende Sieger überlebt.

Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) meldet sich freiwillig für die Hungerspiele, nachdem zunächst ihre kleine Schwester Primrose (Willow Shields) als Tribut ausgelost worden war. Sie reist zusammen mit ihrem männlichen Pendant Peeta Mellark (Josh Hutcherson) ins Kapitol, wo sie von Haymitch Abernathy (Woody Harrelson), dem einzigen noch lebenden früheren Sieger aus ihrem Distrikt, auf den Wettkampf vorbereitet werden. Im Hintergrund zieht Präsident Snow (Donald Sutherland) die Fäden, während der schmierige Moderator Caesar Flickerman (Stanley Tucci) die Show dem Fernsehpublikum schmackhaft macht. Mit dem Startschuss für die Spiele geht es dann um Leben und Tod – allerdings sind sich Katniss und Peeta inzwischen näher gekommen. Und Spielleiter Seneca Crane (Wes Benton) steht vor der Entscheidung, wem er welche Hindernisse in den Weg legt.

Der erste Film zur Romantrilogie (die beiden anderen Bücher sollen bei Erfolg ebenfalls verfilmt werden) ist eine unterhaltsame Mischung aus dem „Millionenspiel“, der „Truman Show“ und Goldings „Herr der Fliegen“. Regisseur Gary Ross macht in der optischen Umsetzung der Geschichte vieles richtig – wenn man sich auch an einigen Stellen fragen muss, ob die Macher tatsächlich immer an ihr jugendliches Zielpublikum denken oder nicht gerade in der Gewaltdarstellung mehrfach übers Ziel hinausschießen. Die eine oder andere Szene hätte man sich in dieser Hinsicht gut und gerne schenken können. Nicht gelungen sind zudem in den actionreicheren Momenten die unübersichtlichen Nahaufnahmen, die zwar aus handwerklicher Sicht schick sein mögen, dem Zuschauer aber nicht weiterhelfen und sich auch nicht sonderlich stimmig ins Gesamtbild einfügen. Sonst stimmt die Mischung allerdings, der Film kann auch ein älteres Publikum gut unterhalten und für die Fortsetzungen ist noch ein bisschen Luft nach oben.


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Nachtrag: John Carter - Zwischen zwei Welten

Geschrieben von Armin , in Film 27 March 2012 · 260 Aufrufe

Ausnahmsweise mal eine absichtliche Verspätung. Die um einiges längere Fassung der folgenden Kritik gibt's nämlich seit ein paar Tagen im Corona Magazine 265. Und hier jetzt die Kurzfassung:

Der amerikanische Schriftsteller Edgar Rice Burroughs (1875-1950) hat vor genau 100 Jahren nicht nur Tarzan erfunden, die berühmte Hauptfigur zahlreicher Bücher und Filme, sondern damals auch seine erste Geschichte über John Carter veröffentlicht, der seine Abenteuer auf dem Mars erlebt. Während Dschungelheld Tarzan für unzählige Filmadaptionen herhalten musste, schafft es Carter, über den Burroughs immerhin 15 Erzählungen veröffentlichte, nun zum allerersten Mal auf die Leinwand. Der Film von Animationsspezialist Andrew Stanton („Findet Nemo“, „Wall-E“) setzt die Romanvorlage sehr adäquat um, mit all ihren Stärken und Schwächen: Den Zuschauer erwartet ein farbenprächtiges Abenteuer mit vielen beeindruckenden Bildern (es lohnt sich auf jeden Fall, die 3D-Variante zu besuchen), in Verbindung mit einer recht simplen, geradlinigen Geschichte und eher stereotypen Figuren.

John Carter (Taylor Kitsch) wird aus dem Arizona des Jahres 1881 auf den Mars versetzt. Dank der niedrigeren Schwerkraft ist er den Einheimischen körperlich deutlich überlegen – und wird trotzdem von den grünhäutigen Tharks gefangen genommen, deren Anführer Tars Tarkas (Willem Dafoe) es aber gut mit ihm meint. Carter gerät in einen Konflikt um die Vorherrschaft auf Barsoom, wie der Mars von seinen Bewohnern genannt wird: Zodangan-Anführer Sab Than (Dominic West) möchte Dejah Thoris (Lynn Collins), Prinzessin der Stadt Helium, heiraten, um seinen Triumph in der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den beiden Völkern vollkommen zu machen. Unterstützt wird er von den geheimnisvollen Therns, denen Carter auch seine Reise zum Mars zu „verdanken“ hat. Der wiederum schlägt sich auf die Seite der Prinzessin, in die er sich verliebt hat.

Burroughs’ Geschichten sind keine hohe Literatur, sondern pure Unterhaltung. Genauso verhält es sich mit dem Film, der dank seiner Schauwerte und flotter Action richtig Spaß macht. Abstriche muss man in Sachen Handlung in Kauf nehmen, deren vermeintliche Wendungen nicht wirklich überraschend daher kommen, und leider auch bei den Schauspielern: Schon die beiden Hauptdarsteller zählen nicht unbedingt zur allerersten Garnitur, mäßig besetzt sind aber vor allem die Nebenrollen – so mancher Figur hätte deutlich mehr Leben und Wiedererkennungswert eingehaucht werden müssen. Das hätte dem Film sicher nicht geschadet.


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Jack und Jill

Geschrieben von Armin , in Film 30 January 2012 · 627 Aufrufe

Filme von und mit Adam Sandler folgen eigentlich immer demselben Schema: Für den simplen Slapstick-Humor auf Schenkelklopfer-Niveau gibt’s in schöner Regelmäßigkeit goldene Himbeeren und ähnliche Prügel, doch seltsamerweise lassen sich Sandlers Zuschauer davon nicht entmutigen und strömen trotzdem scharenweise in seine Filme: So wird es wohl auch mit „Jack und Jill“ laufen, in dem der Komiker sogar in einer Doppelrolle von einem peinlichen Fettnäpfchen ins andere taumeln darf.

Jack Sadelstein (Adam Sandler) ist erfolgreicher Produzent von Werbefilmen. Doch jetzt hat sein wichtigster Kunde eine schwer erfüllbare Forderung: Al Pacino soll im nächsten Spot die Hauptrolle spielen, weil sich sein Name so schön auf das neuste Produkt reimt, sonst werden die Verträge mit Jacks Firma gekündigt. Schlimmer ist nur noch, dass sich seine Zwillingsschwester Jill (auch Adam Sandler) zum alljährlichen Thanksgiving-Besuch angekündigt hat. Die ist alles andere als eine feine Dame, sondern ein echter Trampel. Natürlich ruiniert sie wie erwartet das Thanksgiving-Dinner, verschwindet danach aber nicht wie sonst wieder nach Hause, sondern beschließt, noch eine ganze Weile zu bleiben. Jacks Frau Erin (Katie Holmes), Tochter Sofia (Elodie Tougne) und Adoptivsohn Gary (Rohan Chand) sind begeistert, während Jack dauerhaft am Verzweifeln ist – bis er zusammen mit Jill ein Basketballspiel besucht: Dort treffen die beiden zufällig und ausgerechnet Al Pacino. Und der verliebt sich völlig unverständlicherweise in niemand anderen als Jill.

Die wirklich lustigen Momente des Films lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen: Dazu gehört beispielsweise der Mini-Auftritt von Johnny Depp, der beim Basketballspiel neben Al Pacino Platz genommen hat. Weit weniger lustig sind die Dialoge: Selbst die Wortgefechte zwischen den Zwillingen wollen nicht so recht zünden und bewegen sich auf niedrigstem Humorniveau. Lachen kann man, wenn es denn sein muss, über die diversen Slapstickszenen, die mal besser, mal weniger gut funktionieren: wenn unter Jill ein bedauernswertes Pony zusammenbricht und dann alle viere von sich streckt oder wenn Jill zielsicher Al Pacinos einzigen Oscar zerstört. Manches ist ebenso bizarr wie unverständlich: Warum sich Jacks Adoptivsohn, ein kleiner Inder, ständig die verschiedensten Dinge auf den Rücken klebt (bis hin zu einem riesigen Hummer), bleibt eines der unkomischsten Rätsel des Films. Staunen darf man dafür über Al Pacino: allerdings nicht, weil er hier seine komische Seite zeigt, sondern weit eher, weil er sich auf dieses misslungene Machwerk eingelassen hat.


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Nachtrag: J. Edgar

Geschrieben von Armin , in Film 30 January 2012 · 141 Aufrufe

John Edgar Hoover war die graue Eminenz der neueren amerikanischen Geschichte. Er hat schon 1924 das „Federal Bureau of Investigation“ (FBI) gegründet, eine bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde, die es in den Vereinigten Staaten zuvor nicht gegeben hatte, und ist bis zu seinem Tod 1972 Direktor des FBI geblieben. Hoover polarisierte zeit seines Lebens: Er galt als konservativ, als Kommunistenhasser, und er war immer bemüht, die Macht des FBI mit allen Mitteln weiter auszubauen. Sein Leben, um das sich auch heute noch viele Geheimnisse ranken, hat jetzt Clint Eastwood verfilmt.

Der Film erzählt seine Geschichte auf zwei Ebenen: In den späten sechziger Jahren diktiert Hoover (Leonardo DiCaprio) seine Erinnerungen. Dabei blickt er auf seine Anfänge im Justizministerium ebenso zurück wie auf die Gründung des FBI, zu dessen Leiter er ernannt wird und das er geschickt über die Jahre hinweg ausbaut, bis er sich eine kaum glaubhafte Machtfülle gesichert hat. Privat läuft es nicht so gut: Einen etwas übereilten Heiratsantrag lehnt Helen Gandy (Naomi Watts) ab. Immerhin wird sie zu seiner persönlichen Assistentin und bleibt ihm in dieser Funktion sein Leben lang treu. Auch sein Stellvertreter Clyde Tolson (Armie Hammer) wird ein zuverlässiger Wegbegleiter, mit dem Hoover bald mehr als nur die Arbeit verbindet. Und dann ist da noch seine dominante Mutter Anne (Judi Dench), bei der er bis zu ihrem Tod lebt.

Clint Eastwood, der in den letzten Jahren so herausragende Filme wie „Gran Torino“ oder „Million Dollar Baby“ gedreht hat, ist dieses Mal offensichtlich nicht daran interessiert, eine spannende Geschichte zu erzählen. Stattdessen schafft er in praktisch dokumentarischer Manier ein detailliertes Porträt des FBI-Direktors, während der Mensch John Edgar Hoover leider weitgehend im Verborgenen bleibt. Vieles davon ist historisch gut belegt, spekulativ wird Eastwood besonders im Bereich der homosexuellen Beziehung zwischen Hoover und Tolson, die bis heute zwar Gegenstand von Gerüchten, aber nie bewiesen worden ist. Trotzdem ist der Film am ehesten als Geschichtsstunde interessant, die allerdings etwas arg trocken ausfällt und sich immer wieder in vielen ermüdenden Gesprächen verliert, während wichtige Ereignisse wie McCarthys Kommunistenjagd oder die Ermordung John F. Kennedys nur am Rande in Szene gesetzt werden. Überzeugend ist dagegen über weite Strecken die Kulisse: Das Ambiente wirkt von den alten Autos bis hin zur Büroeinrichtung authentisch. Erst gegen Ende, wenn die Figuren alt geworden sind, schwächeln die Maskenbildner und speziell der hoch betagte Clyde Tolson sieht mit seiner erstarrten Mimik dann sogar richtiggehend peinlich aus. Insgesamt ist „J. Edgar“ ein vergleichsweise langatmiger Film, der alles in allem eher enttäuschend ausgefallen ist.


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Verblendung (2011)

Geschrieben von Armin , in Film 15 January 2012 · 220 Aufrufe

Die Verfilmungen der erfolgreichen Millennium-Trilogie des 2004 verstorbenen schwedischen Autors Stieg Larsson kamen bereits 2009/10 in die Kinos. Die Co-Produktion des schwedischen Fernsehens und des ZDF hat auch in Hollywood Interesse geweckt – zumindest so weit, dass man sich dort an eine eigene Bearbeitung des Thriller-Stoffs gemacht hat. Mit David Fincher („Sieben“) wurde für den ersten Film auch der passende Regisseur gefunden, der zu Larssons harter, oft sogar brutaler Schreibe passt.

Journalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) hat gerade mit einem Enthüllungsbericht über einen kriminellen Unternehmer Schiffbruch erlitten. Das Angebot des Konzernchefs Henrik Vanger (Christopher Plummer), das spurlose Verschwinden seiner Nichte Harriet im Jahr 1966, also vor über 40 Jahren, zu untersuchen, kommt ihm da gerade recht. Die Ermittlungen inmitten von Vangers exzentrischer Großfamilie entpuppen sich als ebenso kompliziert wie reizvoll. Gemeinsam mit der exzentrischen jungen Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara) findet Blomkvist aber schließlich die richtige Spur – und bringt sich damit in große Gefahr.

David Fincher schlägt in „Verblendung“ ein sehr bedächtiges Erzähltempo an. Das ist angesichts einer Länge von 158 Minuten etwas gewöhnungsbedürftig, zumal gerade in der ersten Stunde des Films eigentlich nur auf der Salander-Ebene wirklich spannende Dinge passieren, während sich das Geschehen um Blomkvist selbst eher zäh dahinschleppt. Sobald die beiden Hauptpersonen zueinander gefunden haben, nimmt dann aber auch die Handlung an Fahrt auf. Finchers anfangs gemächliches Vorgehen hat aber auch seine guten Seiten: So wirken die brutaleren Szenen, von denen es dann doch einige gibt, förmlich wie Hammerschläge. Der Film, der nah am Buch bleibt, entwickelt zudem eine sehr dichte Atmosphäre, die den Zuschauer ganz allmählich gefangen nimmt. Und den Darstellern bleibt Zeit, ihre Charaktere mit Leben zu erfüllen: Dabei sticht Rooney Mara ihren bekannteren Kollegen Daniel Craig praktisch mühelos aus. Insgesamt ist der Film durchaus zu empfehlen, wenn auch nicht für zartere Gemüter – wer die schwedische Fassung (oder das Buch) bereits kennt, wird allerdings inhaltlich wenig Neues zu sehen bekommen.


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Nachtrag: Sherlock Holmes – Spiel im Schatten

Geschrieben von Armin , in Film 05 January 2012 · 302 Aufrufe

Es ist das übliche Problem: Ein gelungener Film weckt große Erwartungen, die seine Fortsetzung dann aber nicht ganz erfüllen kann. Der zweite „Sherlock Holmes“-Film von Guy Ritchie ist dafür ein gutes Beispiel. Im Versuch, den Erstling (2009) noch zu toppen, setzt der Regisseur nicht immer die richtigen Schwerpunkte, begibt sich auf den einen oder anderen Irrweg und liefert letztlich einen Film, der zwar immer noch spektakulär, aber – vor allem gemessen an den Maßstäben des Vorgängers – letztlich nicht restlos zufriedenstellend ist.

Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) ist einer Verschwörung des ebenso genialen wie bösen Professors James Moriarty (Jared Harris) auf der Spur. Das beschäftigt ihn so sehr, dass er erst den Junggesellenabschied von Dr. Watson (Jude Law) vergisst und dann auch noch dessen Hochzeitsreise torpediert – aus den geplanten Flitterwochen Watsons und seiner Frau Mary (Kelly Reilly) in Brighton wird eine aufregende Reise durch halb Europa.

Holmes’ Scharfsinnigkeit tritt angesichts der überbordenden Actionelemente in den Hintergrund. Aus Arthur Conan Doyles analytisch-rationalem Detektiv ist in Guy Ritchies Version eine Art viktorianischer James Bond geworden. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, allerdings schafft es der Regisseur leider nicht, den schon im ersten Film beeindruckenden Schauwerten wirklich neue Elemente hinzuzufügen – die extremen Zeitlupen in den zahlreichen Faustkämpfen und Feuergefechten nutzen sich dann leider doch ab. Schön anzuhören sind dagegen wieder die Rededuelle zwischen Holmes und Watson, die zwei andere Schwachpunkte fast übertünchen: Holmes’ traditionell gefährlichster Gegner, Professor Moriarty, bleibt lange verhältnismäßig blass und gewinnt erst im Finale an Kontur. Darüber hinaus sind die Frauenrollen diesmal schwach besetzt: Irene Adler (Rachel McAdams), im ersten Film noch in einer tragenden Funktion, und Watsons frisch Angetraute werden recht zügig aus der Handlung befördert, sodass nur Zigeunerin Simza (Noomi Rapace) übrig bleibt, an der das Geschehen aber völlig vorbeiläuft. Zum Ausgleich gibt es mit Holmes’ Bruder Mycroft (Stephen Fry) einen bizarren Glanzpunkt, der fast an den wieder einmal alles überstrahlenden Robert Downey Jr. heranreicht. „Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“ ist den Schwachpunkten zum Trotz letztlich eine weitgehend unterhaltsame Fortsetzung mit zahlreichen guten Momenten geworden, kommt aber leider nicht an den Vorgänger heran.


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Rubbel die Katz

Geschrieben von Armin , in Film 17 December 2011 · 193 Aufrufe

Männer, die in Frauenkleider schlüpfen, sind seit dem Theaterstück „Charlys Tante“ (1892) ein immer wieder auch auf der Leinwand gern verwendetes Motiv: „Tootsie“ mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle ist die wohl bekannteste Variante. An eine deutsche Version fast derselben Geschichte wagt sich jetzt Regisseur Detlev Buck („Männerpension“). Seine turbulente Komödie hat zwar auch einige Schwächen, ist aber insgesamt überraschend unterhaltsam.

Der wenig erfolgreiche Schauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) tritt in einem kleinen Berliner Theater in einer Frauenrolle auf. Die Macher eines amerikanischen Films, der im Nazi-Deutschland spielt, halten ihn tatsächlich für eine Frau und laden ihn zum Casting ein, das er als „Alexandra“ erfolgreich absolviert. Nun spielt er mit blonden Zöpfen die zweite Hauptrolle neben Superstar Sarah Voss (Alexandra Maria Lara) – mit der er gerade am Abend vorher nach einer völlig zufälligen Begegnung im Bett gelandet war. Alexander hat sich in Sarah verliebt, kann sich ihr aber jetzt nicht zu erkennen werden. So kommt es zum großen Beziehungswirrwarr: Alexandra wird zur „besten Freundin“ Sarahs, Hitler-Darsteller Jörg (Max Giermann) versucht, mit Alexandra anzubandeln, und Co-Star Thomas (Max von Thun) hat es auf Sarah abgesehen.

So weit ist das alles wohlbekannt und auch nicht sonderlich originell – der Zuschauer muss schon den einen oder anderen langatmigeren Moment überstehen, bis die erwartete Enttarnung endlich vonstattengeht. Eine eigene Note bekommt Bucks Film durch das zusätzliche Personal, das für die eigentliche Handlung zwar nur wenig Relevanz hat, aber für einige bizarr-unterhaltsame Momente sorgt: Alexanders Brüder (gespielt von Maximilian Brückner und Buck selbst) sowie der beste Freund (Denis Moschitto) des schrägen Trios. Deren Dialoge (so über die Frage, warum US-Filme, die in Deutschland spielen, immer die Nazi-Zeit als Thema haben müssen) und Szenen (wenn zum Beispiel für das gemeinsame Konto jeder nur eine Ziffer der vierstelligen PIN weiß) haben wirklich Klasse. Das lässt über manchen anderen Durchhänger gerne hinwegsehen.


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Nachtrag: Der gestiefelte Kater

Geschrieben von Armin , in Film 17 December 2011 · 207 Aufrufe

Mit dem alten Märchen der Gebrüder Grimm hat dieser Film nichts zu tun: „Der gestiefelte Kater“ ist hier vielmehr die aus den beliebten Shrek-Animationsfilmen bekannte Figur, die nun, nach dem Ende der Reihe, einen eigenen Film spendiert bekommt, der zeitlich unmittelbar vor „Shrek 2“ angesiedelt ist. Regie führt, wie schon in „Shrek der Dritte“, Chris Miller.

Erzählt wird die Geschichte vom gestiefelten Kater, der im Waisenhaus aufwächst und dank einer kühnen Rettungstat schließlich der Held der Ortschaft ist, dann aber von seinem gierigen Freund Humpty Dumpty verraten wird und plötzlich vor dem Zorn des Volkes fliehen muss. Der Kater schlägt sich als Gesetzloser durch und hat es momentan auf drei magische Bohnen abgesehen, die er dem Gaunerpärchen Jack und Jill abluchsen möchte, als sich seine Wege wieder mit denen Humpty Dumptys kreuzen. Auch die attraktive Katzendame Kitty macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Alle haben bald nur noch ein Ziel vor Augen: die legendäre Gans, die goldene Eier legt.

Die Optik stimmt, das Tempo der abenteuerlichen Reise quer durch die Märchenwelt auch: „Der gestiefelte Kater“ erfreut das Auge mit vielen gelungenen Momenten und erzählt eine rasante Geschichte mit gut charakterisierten Figuren. Der Humor kann leider nicht ganz mithalten, schon gar nicht, wenn man sich – der Vergleich drängt sich einfach auf – an die großartig gemachten ersten beiden Shrek-Filme zurückerinnert (an die schon die beiden letzten längst nicht mehr heranreichten). Dagegen geht es hier deutlich bedächtiger zu, die Witz-Frequenz ist leider nicht ganz so hoch und auch nicht jeder Gag zündet. Trotzdem bietet der Film aber gute Unterhaltung auf ordentlichem Niveau.


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Twilight – Breaking Dawn (Teil 1)

Geschrieben von Armin , in Film 28 November 2011 · 138 Aufrufe

Um den Profit zu maximieren, gibt es immer wieder neue Ideen. Die neuste im Filmgeschäft ist eine Weiterentwicklung des Fortsetzungsgedankens. Nun werden also nicht nur endlos Nachfolgestreifen produziert, bis die ursprüngliche Idee auch noch dem letzten Zuschauer verleidet worden ist – quasi als Krönung werden die Filme inzwischen auch noch geteilt und mit einem fiesen Cliffhanger ausgestattet, damit die Wartezeit bis zur zweiten Hälfte richtig schön unerträglich wird. Das hat mit dem siebten Harry-Potter-Buch offensichtlich gut genug funktioniert, dass nun auch Band vier der Twilight-Reihe nach den Romanen von Stephenie Meyer auf die gleiche Art und Weise in die Kinos kommt (den Rest-Film gibt’s erst in einem Jahr, ab 16. November 2012, zu sehen) und auch auf Tolkiens „Der Hobbit“ wartet dieses Schicksal. Der Zuschauer darf sich nicht beschweren, macht er doch das böse Spiel bereitwillig mit.

Immerhin passiert dieses Mal endlich etwas, nachdem in den ersten drei Filmen die dürftige Handlung zäh wie Kaugummi in die Länge gezogen wurde: Bella (Kristen Stewart) heiratet Vampir Edward (Robert Pattinson) und wird auch gleich schwanger. Beides gefällt Werwolf Jacob (Taylor Lautner) nicht sonderlich, trotzdem schlägt er sich auf Bellas Seite, als sein Rudel beschließt, das noch ungeborene Kind zu töten.

Auch das ist nun nicht unbedingt eine Geschichte, die man in 117 Filmminuten erzählen müsste. Locker die Hälfte davon wäre im Sinn einer strafferen Erzählweise gut verzichtbar, was im zweiten Teil sicher genauso sein dürfte. Da es dennoch nicht allzu langweilig wird – und die Fans natürlich noch einmal alle Figuren vor Augen geführt bekommen wollen, ob sie nun wichtig für die Handlung sind oder nicht –, verdient sich Regisseur Bill Condon einen Pluspunkt. Auch der dick aufgetragene Kitsch, unter dem die anderen Filme zu leiden hatten, ist zwar nicht ganz verschwunden, wird aber auf ein beinahe schon erträgliches Maß zurückgefahren. Dennoch ist „Breaking Dawn“ sicher nur für die Fans der Reihe eine runde (beziehungsweise eben halbrunde) Sache: Denn ohne die Vorkenntnisse aus den Teilen eins bis drei werden sich dem Zuschauer die verschiedenen Zusammenhänge nur ganz schwer erschließen.


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Anonymus

Geschrieben von Armin , in Film 12 November 2011 · 161 Aufrufe

Anthony Burgess macht es sich in seiner Erzählung „Die Muse“ (1971) relativ einfach: Zeitreisende, die das elisabethanische London aufsuchen, haben Shakespeares Werke im Gepäck. Diese fallen einem Mann namens William Shakespeare in die Hände, der sie als seine eigenen ausgibt und damit berühmt wird. Wie in Burgess’ Geschichte wird es zwar vermutlich eher nicht gewesen sein, trotzdem sind die Spekulationen um den wahren Urheber von „Romeo und Julia“ oder „Hamlet“ ebenso zahlreich wie manchmal bizarr – kein Wunder, schließlich wird die Diskussion darüber bereits seit dem 18. Jahrhundert geführt. Den Zweiflern fehlt es an konkreten Beweisen, dass der als Schauspieler und Geschäftsmann bekannte Shakespeare auch das literarische Werk geschaffen hat. Die sogenannte Oxford-Theorie, nach der Edward de Vere (1550-1604), der Graf von Oxford, die Stücke geschrieben haben soll, hat jetzt Regisseur Roland Emmerich („Independence Day“) zu einem Film inspiriert. „Anonymus“, so der Titel, ist sehr Emmerich-untypisch geworden und hat einen sehr spekulativen, historisch wenig fundierten Inhalt – und ist dennoch ein richtig gelungener Film.

Als Adeliger sollte sich Edward de Vere (Rhys Ifans) um andere Dinge als um die Dichtkunst kümmern, so die vorherrschende Meinung im puritanischen England des späten 16. Jahrhunderts. Trotzdem schreibt er Komödien und Dramen – um sie auf die Bühne zu bringen, soll der Autor Ben Jonson (Sebastian Armesto) seinen Namen dafür hergeben. Der reicht sie jedoch an einen unbedeutenden Schauspieler namens William Shakespeare (Rafe Spall) weiter. Und dessen vermeintliche Werke feiern ungeahnte Erfolge. Das bringt de Vere seinem eigentlichen Ziel näher: Er möchte verhindern, dass William Cecil (David Thewlis), Berater der Königin (die junge Elizabeth spielt Joely Richardson, die alte Vanessa Redgrave), über den nächsten König bestimmt. Denn de Vere hat aus ganz bestimmten Gründen seinen eigenen Favoriten.

Die Handlung ist ebenso komplex wie reizvoll: Zahlreiche Zeitsprünge und verwickelte Intrigen erfordern einen aufmerksamen Zuschauer, der sich zudem am besten auch noch in Shakespeares Werken oder vielleicht auch in der weiteren elisabethanischen Dichtung (Christopher Marlowe kommt hier besonders schlecht weg) gut auskennt. Dann bekommt er mit vielfältigen Anspielungen einen entsprechenden Mehrwert geliefert. Davon abgesehen sind Kostüme und Kulisse gediegen gestaltet, die Darsteller agieren souverän, Rhys Ifans und Vanessa Redgrave sogar mehr als nur das. Wer das wackelige Konstrukt, auf dem die Handlung fußt, akzeptieren kann, wird hier sehr gut unterhalten.


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Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn

Geschrieben von Armin , in Film 30 October 2011 · 433 Aufrufe

Der Star des Films ist seine Machart: Im sogenannten Performance-Capture-Verfahren (das es erlaubt, menschliche Bewegungen auf im Computer generierte Modelle zu übertragen) verpasst Starregisseur Steven Spielberg seinem ersten „Tim und Struppi“-Abenteuer eine ganz eigene Ästhetik, die irgendwo zwischen Comic- und Realverfilmung pendelt und damit auch wunderbar zu den Bilderwelten des belgischen Künstlers Hergé passt, der diese Geschichten von 1929 bis zu seinem Tod im Jahr 1983 geschrieben und vor allem gezeichnet hat.

Reporter Tim (Jamie Bell) kauft auf dem Trödelmarkt ein Schiffsmodell, das ihm schon wenig später wieder geraubt wird. Bösewicht Iwan Iwanowitsch Sakharin (Daniel Craig) geht sogar noch einen Schritt weiter und lässt Tim entführen. Dessen treuer Begleiter, Foxterrier Struppi, folgt ihm auf das Schiff des trunksüchtigen Kapitäns Haddock (Andy Serkis), das sich Sakharin unter den Nagel gerissen hat. Er will nämlich einen alten Schatz finden, um den sich einst schon sein Vorfahr und Haddocks Urahn duelliert hatten.

„Das Geheimnis der Einhorn“ ist der erste von drei geplanten Filmen zu den Abenteuern von Tim und Struppi. Spielberg schafft es, den Charme der Comic-Vorlage zu bewahren, ohne sich allzu sklavisch ans Original zu halten (die Geschichten „Das Geheimnis der Einhorn“ und „Der Schatz Rackhams des Roten“ wurden erstmals 1942/43 veröffentlicht) – damit müssten eigentlich auch die Fans der Serie zufrieden sein. Auch alle anderen Zuschauer können sich auf einen unterhaltsamen Abenteuerfilm mit viel Humor freuen, der gerade durch seine besondere Machart auch einige aberwitzige Szenen auffährt, die man im Realfilm wohl kaum hätte akzeptieren können, so aber gerne mitnimmt.


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Contagion

Geschrieben von Armin , in Film 29 October 2011 · 236 Aufrufe

Die Idee ist nicht neu, hält aber trotzdem immer wieder das Potenzial für spannende Unterhaltung bereit: Ein tödliches Virus breitet sich mit rasender Geschwindigkeit aus und sorgt für eine weltweite Epidemie. Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, wird die Lage durch Panikausbrüche und anderes Fehlverhalten zunehmend unübersichtlicher und noch gefährlicher. Genau so sieht auch das Szenario des neuen Thrillers von Steven Soderbergh („Ocean’s Eleven“) aus. Die Hintergründe der Seuche blendet der Regisseur zunächst aus, in dem er seine Geschichte am „Tag 2“ beginnen lässt und so einerseits neugierig macht, was denn nun am ersten Tag genau geschehen sein mag, sich aber zum anderen zunächst voll und ganz auf die rasante Ausbreitung seines Krankheitserregers über die ganze Welt konzentrieren kann.

Beth Emhoff (Gwyneth Paltrow) ist in Minneapolis das erste Opfer: Sie kommt von einer Geschäftsreise aus Hongkong nach Hause zurück, wenig später ist sie tot und hat auch ihren Sohn angesteckt. Ihr Mann Mitch (Matt Damon) erweist sich dagegen als immun. Alan Krumwiede (Jude Law) schreibt ein Internet-Blog, das auf zunehmendes Interesse stößt, sieht er doch den Zusammenhang zwischen verschiedenen Todesfällen auf der ganzen Welt. Für die US-Regierung wird Seuchenexperte Ellis Carver (Laurence Fishburne) aktiv: Er schickt Erin Mears (Kate Winslet) nach Minneapolis und lässt Ally Hextall (Jennifer Ehle) nach einem Gegenmittel forschen. Für die Weltgesundheitsorganisation ist währenddessen Dr. Leonora Orantes (Marion Cotillard) in Hongkong auf die Suche nach dem Ursprung der Seuche gegangen.

Das vielköpfige Personal ist Fluch und Segen zugleich: Das ständige Hin- und Herspringen zwischen den Einzelschicksalen macht die Geschichte zwar immer wieder ein wenig unübersichtlich, passt andererseits aber gut zur allgemeinen Hektik, mit der nach einer Lösung des tödlichen Problems geforscht wird. Dass so viele vermeintliche Hauptpersonen aktiv sind, lässt einen gleichzeitig auch immer im Ungewissen, wer die Seuche denn nun überleben wird und wer als Nächstes zu ihren Opfern zählt. Hier scheut sich Regisseur Soderbergh nicht, vereinzelt auch schockierende Bilder zu zeigen, während er sonst weitgehend einen eher nüchternen Erzählstil pflegt und die effekthascherischen Momente aufs Notwendige beschränkt. „Contagion“ ist letztlich zwar nicht wirklich originell, aber spannend und gut gemacht. Es darf sozusagen mitgefiebert werden.


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Apollo 18

Geschrieben von Armin , in Film 16 October 2011 · 199 Aufrufe

Am 11. Dezember 1972 landete Apollo 17 auf dem Mond, am 19. Dezember kehrten die drei Astronauten auf die Erde zurück. Schon zwei Jahre zuvor hatte die NASA bekannt gegeben, dass sie aus Kostengründen die Mondmissionen einstellen wird. So war dies der bis heute letzte Flug zum Erdtrabanten. Eine ganz andere Wahrheit präsentiert nun „Apollo 18“. Im sogenannten „Found Footage“-Stil versucht Regisseur Gonzalo López-Gallego dem Publikum weiszumachen, dass hier streng geheimes, aber authentisches Material auf der Leinwand landet, das das der Öffentlichkeit vorenthaltene Schicksal des nur angeblich abgesagten Apollo-18-Flugs zeigt.

Verglichen mit anderen filmischen Weltraummissionen (man denke an „Apollo 13“ oder gar an Spektakel wie „Armageddon“) geht es hier doch lange sehr unspektakulär zu. Wenn die drei Astronauten Nathan Walker (Lloyd Owen), Benjamin Anderson (Warren Christie) und John Grey (Ryan Robbins) in pseudo-dokumentarisch wackligen und oft grobkörnigen Bildern zum Mond geschickt werden, ist zunächst einmal alles Routine. Dazu passt auch die zeitgenössische Musik von Yes oder Jethro Tull, die in der Weltraumkapsel aus einem alten Kassettenrekorder scheppert.

Der Zuschauer darf sich in Sicherheit wiegen, bis sich plötzlich eine der gerade eingesammelten Gesteinsproben selbstständig macht und die Astronauten Fußspuren finden, die nicht von ihren Stiefeln stammen können. Schlagartig ist die Spannung da, zumal dann rasch noch ein verlassenes russisches Raumschiff auftaucht, von dem die Amerikaner nichts wussten. Es dauert eine ganze Weile, bis sich ihnen der Verdacht aufdrängt, dass sich da auch noch etwas Nicht-Menschliches in ihrer Nähe befinden könnte.

„Apollo 18“ entpuppt sich schnell als Gruselstreifen, der stellenweise auch ohne echte Schockerelemente an den Nerven kitzelt. Dazu gehört die gelungene Geräuschkulisse, in der das von den Helmmikrofonen eingefangene laute Atmen der Astronauten dominiert – und immer die bange Frage mitschwingt, ob da nicht noch etwas ganz anderes zu hören ist. Nicht ganz so originell ist leider die Handlung, die aus der spannenden Grundidee viel zu wenig macht. Sobald sich eigentlich das echte Grauen ausbreiten sollte, wird das Geschehen praktisch immer langweiliger. Das hängt auch mit der Machart zusammen: Die Handkamera-Bilder nutzen sich schnell ab, wirken wahlweise zu unübersichtlich oder zu statisch – die optische Seite ist leider insgesamt eine echte Enttäuschung.


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Johnny English – Jetzt erst recht

Geschrieben von Armin , in Film 12 October 2011 · 164 Aufrufe

Die älteren Zuschauer erinnern sich gerne daran zurück: Rowan Atkinson war dereinst so richtig lustig. In den Fernsehserien „Blackadder“ (1982-1989) und vor allem natürlich „Mr. Bean“ (1989-1995) begeisterte er in den jeweiligen Hauptrollen ein riesiges Publikum. Der Sprung auf die Leinwand funktionierte dann allerdings nicht so recht. Mr. Bean, der von seiner Gestik und Mimik lebte und an den Stummfilm-Slapstick von Buster Keaton oder Charlie Chaplin erinnerte, redete in beiden Kinofilmen zu viel und beraubte sich so seines eigenen Charmes. Der vom Pech verfolgte Sonderling wurde von seinem Darsteller inzwischen beerdigt, die Figur des Johnny English dagegen gibt es immer noch: Nach einer ersten Agentenkomödie im Jahr 2003 kommt mit „Johnny English – Jetzt erst recht“ die Fortsetzung in die Kinos.

Aus dem Vorruhestand in einem tibetanischen Kloster wird der ehemalige MI7-Agent Johnny English (Rowan Atkinson) zurück in den aktiven Dienst befördert. Seine Chefin Pamela Head (Gillian Anderson) kann ihn zwar nicht leiden, ist aber trotzdem auf ihn angewiesen, um einen Anschlag auf den chinesischen Premierminister zu verhindern und einer mysteriösen Organisation namens Vortex auf die Spur zu kommen. Unterstützt von den Agenten Tucker (Daniel Kaluuya) und Kate Sumner (Rosamund Pike) entfesselt English das übliche Chaos, das aller Tollpatschigkeit zum Trotz zum gewünschten Ergebnis führt.

Inspektor Clouseau lässt schön grüßen – der französische Klamauk-Ermittler war (als er noch von Peter Sellers dargestellt wurde) aber auch um Längen lustiger als sein englischer Kollege. Der versucht sich mehr schlecht als recht darin, speziell die James-Bond-Filme auf die Schippe zu nehmen, scheitert aber vor allem an einem unlustigen Drehbuch, dem es an Wortwitz, Tempo und vielem mehr mangelt. Das Ergebnis ist eine Anhäufung wenig überraschender Szenen. Einzelne Momente sind zwar immer mal wieder für einen Lacher gut, als abendfüllende Unterhaltung ist das aber leider bei Weitem nicht ausreichend.






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216 Seiten
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2. Roman aus dem Argona-Universum
Wurdack Science Fiction Band 9
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Armin Rößler
Argona
3. Roman aus dem Argona-Universum
Wurdack Science Fiction Band 13
Taschenbuch
ISBN 978-3-938065-30-3

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