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Bruce 4.0

Geschrieben von schnei17 , 29 July 2007 · 213 Aufrufe

Kritik
Bruce Willis alias John McClane so wie wir ihn lieben: Zynisch, politisch inkorrekt (schlägt Frauen) und so cool, als hätte ihm ein Neurochirurg mit präzisen Schnitten das Gefühlszentrum amputiert. Ein Macho eben, der es in "Stirb langsam 4.0" mal wieder richtig krachen lässt. Aber etwas ist anders als sonst. Nicht nur, dass Bruce erschreckend alt geworden ist und konsequenterweise seine Umwelt mit Songs von "Creedence Clearwater Revival" belästigt, die schon vor zwanzig Jahren zu den Oldies zählten, er ist auch in der modernen Zeit angekommen, etwas linkisch und ziemlich ratlos. Angekommen im Zeitalter der PDAs und der Flachbildschirme, des Internets mit all diesem unverständlichen Computerkram, gegen dessen filigrane Macht der Bits und Bytes die eher übersichtlich strukturierte Gewalt einer M 16 nichts mehr ausrichten kann. So geschieht das Unglaubliche und McClane muss sich der Hilfe eines Nerds, eines Warmduschers versichern, der noch nie einen Menschen umgebracht hat (Bruce schüttelt den Kopf) und wie ein hysterisches Frauenzimmer reagiert, als ihm die Bösewichte mehrmals nach dem Leben trachten (Bruce schüttelt schon wieder den Kopf). Aber zum Schluss wird alles gut, das farblose Jüngelchen entdeckt schließlich doch das Testosteron, knallt beherzt ein paar Schurken ab und wird prompt vom Großmeister selbst in den Adelsstand des Helden berufen. So endet der Film, wie er enden musste. Scheinbar. Bei uns, den harten Kerlen, den echten Männern eben, bleibt das dunkle Gefühl zurück, dass trotz aller Ballerei die Zukunft den Weicheiern gehört, den Frauenverstehern, die in Ohnmacht fallen, wenn sie sich beim Möhrenschnippeln in den Finger schneiden und trotzdem mit ihrem Geklimper auf der Computertastatur mehr Unheil anrichten als ein durchgeknallter Ex-Marine mit einer 45er in der stahlharten Faust. Die Welt ist eben komplizierter geworden, zu kompliziert für John McClane. Das NYPD sollte ihn in den wohlverdienten Ruhestand schicken, durchgemacht hat er wahrlich genug ...



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Gallagher
Jul 31 2007 21:02
Ich fand den Film ganz putzig. Ein bißchen Nostalgie war bestimmt auch mit dabei - gerade in den ersten paar Filmminuten wurde mir beim Wiedersehen mit dem Helden von "damals" ähnlich warm ums Herz wie neulich bei "Rocky Balboa" (und vermutlich wird sich dieses Gefühl im nächsten Sommer bei "Indiana Jones 4" auch wieder einstellen). Viele Explosionen, viele böse Sprüche, ein uriger Gastauftritt von Kevin Smith... und die Darstellung der Vater-Tochter-Beziehung in diesem Film hat im Prinzip schon die Verfilmung meines Romans "Gallaghers Tochter" vorweggenommen. Genau an so etwas hatte ich dabei gedacht...

Och ja, so einen oder zwei von der Sorte könnten sie meinetwegen zum dröhnenden Abschluß noch drehen.
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Ins Kino lockt mich der Film nicht (aber welcher Film tut das schon?), aber ich werde ihn mir bestimmt noch anschauen. Ist sicher ganz unterhaltsam, zumindest haben mir die letzten Teile recht gut gefallen. (Wie allen echten Kerlen! rofl1.gif )
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