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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Deutsche Ms. Smith als apokalyptische Agentin Brown’scher Prägung

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2011 13 May 2011 · 558 Aufrufe

„Fräulein Schmidt und die Maske der Mona Lisa“
von Wilko Müller jr.

Manchmal ist es schön, einen Autor persönlich zu kennen, mit dem man auch ein Bierchen zusammen trinken kann und mit dem man sich regelmäßig zum SF-Stammtisch trifft. Wilko Müller jr. ist einer der Gründer und Chef des ASFC – das ist keine Geheimorganisation, sondern der ortsansässige SF-Club in Halle / Saale.
Wilko schreibt noch immer, auch wenn er zwischenzeitlich ernste Zweifel äußerte, ob das so gut sei, da er es als deutscher Autor nicht so leicht hat, seine Werke in Verlagen unterzubringen. Inzwischen arbeitet er selber in einem Verlag und betreut dort u.a. auch die SF- und andere Phantastikbücher. Dadurch ist es sicher nicht wirklich einfacher, das eigene Buch unterzubringen, aber mit der vorliegenden Erzählung hat er es gewagt, geschafft. Nach dem Lesen will ich mal behaupten: Mit Fug und Recht kann diese Erzählung ein größeres Publikum vertragen. Das kleine Buch ist ein Hit.
Der Titel des Buches provoziert zu Spekulationen. So habe ich ihn bei der Buchübergabe gefragt, ob es denn ein lustiges Buch sein. „Na ja…“, war die Antwort. Nun, so richtig lustig ist es nicht, dem Thema angemessen vielleicht mitunter kurios, aber es geht schließlich um nicht mehr und nicht weniger als den bevorstehenden Weltuntergang, denn wir schreiben das Jahr 2012.
Was wurde darüber nicht alles schon geschrieben! Verschwörungstheorien, Apokalyptik, die Mayas und die Außerirdischen. Wilko hat seinen Brown gelesen, hat natürlich „2012“ von Emmerich gesehen, und verschweigt dies auch nicht. Für den Fan solcher Stoffe ist das Buch schon daher ein Fest, denn es gibt zahlreiche Bezüge und Erwähnungen.
Das titelgebende Fräulein Schmidt assoziierte ich während des Lesens mit dem Film „Mr. und Ms. Smith“ von 2005; vielleicht ist das ja auch kein Zufall. Auf alle Fälle ist die Dame in dem Buch bei weitem nicht so harmlos und mauerblümchenhaft wie ihr Allerweltname suggeriert.
Held der Geschichte ist ein Antiquar mittleren Alters, so ein richtig schön verschrobener, etwas weltfremder, bewusst weltabgewandt denkender und lebender Mann.
Dass er zum Mittelpunkt einer quasi göttlichen, metaphysischen Verschwörung und die Antwort auf die Frage, ob die Welt nun dem Untergang geweiht sei, wird, hätte er sich nie erträumt.
Der Plot erinnert natürlich an die Referenzliteratur und –Filme; es werden alte Prophezeiungen, Schriften und Mächte bemüht. So nebenbei bekommt der Leser eine hervorragende Zusammenfassung des (nicht mehr) arkanen Wissens zum Thema Weltverschwörung, Freimaurer, Mayakalender etc., das seit „Sakrileg“, „Da Vince Code“ und „2012“ zur Popkultur gehört, geboten. Schon für die Recherche und Aufbereitung in einer spannenden Handlung gebührt dem Autor Dank.
Nun, mir hat die kurzweilige Lektüre Laune gemacht! Meine Empfehlung.


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Warlord 3: "Erwarte immer das Unerwartete"

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2011 01 May 2011 · 348 Aufrufe

Mike Grell: The Warlord 3: Odyssee
Cross Cult, 2011

Mehr als sonst gilt hier – sozusagen als Motto vom Ganzen - „Erwarte immer das Unerwartete!“ In einigen Geschichten werden bekannte phantastische Topoi regelrecht umgekehrt. Auch hier wird bei der Lektüre keine intellektuelle Brillanz vorausgesetzt. Die Stories sind wieder richtig schöne Hau-Drauf-Geschichten im Stile alten phantastischen Abenteuergarns der Pulp-Ära.
Ich habe in letzter Zeit ein wenig Robert E. Howard genossen und viel darin wieder gefunden, was Grells Warlord, Travis Morgan, so alles erlebt und durchmacht.
Als Referenz für die Figur fällt mit auch Royce aus „Predators“ ein, ein tatsächlich, auch charakterliches Ebenbild Morgans.
Von wem ich hier schreibe? Nun, da war einst ein amerikanischer Pilot auf Spionagemission und wurde über dem Nordpol abgeschossen. Er konnte notlanden, allerdings verschlug es ihn ins Innere der Erde. Dort hat sich in der Hohlwelt eine urtümliche Flora und Fauna erhalten, neben Saurier, klassischen Märchendrachen begegnen wir auch Eiszeit-Kreaturen. Dort leben auch Menschen, Nachkommen der atlantischen Zivilisation. Die Regeln des Zusammenleben sind ebenso archaisch wie ihre Umwelt, es geht rau und grausam zu. Irgendwie steckte was in dem Piloten Travis Morgan drin, denn er passte sich schnell an und wurde zum … WARLORD!
Der Autor wird nicht müde, die besondere Charaktertemperatur seines Helden zu beschreiben, der sich der Tragik seines Handelns (erst mal Kopp ab, dann drüber nachdenken), seiner Blutgier und Mordlust bewusst ist, aber auch nichts dagegen unternimmt. Er wird oft genug zum Berserker, aber auch zum Rächer und Beschützer, also so ein bisschen Robin Hood-mäßig.
Bei den Auseinandersetzungen verlor er dann auch seinen Sohn, den er selbst umbrachte. Das nun warf ihn aus der Bahn. Gerade hier in den vorliegenden Stories bedrückt ihn dies enorm; Todessehnsucht bricht durch.
Grell konfrontiert seinen Superhelden weder mit diversen Supermonstern, die aber mitunter (Erwarte immer das Unerwartete) sozusagen im Schafspelz daherkommen.
So will er einer von Soldaten verfolgten Schönen helfen, die sich als Werwolf entpuppt. Eloy-gleiche Geschöpfe werden von den unterirdisch lebenden, Neandertalern und den Wells'schen Morlocks gleichenden Wilden bedroht, aber die „Eloy“ entpuppen sich als Kannibalen.
Der Warlord irrt durch die unterirdische, ständig von einem Zentralgestirn erhellte Welt; seine Geliebte verfolgt ihn in Träumen und Gedanken. Er flüchtet sich in Kämpfe z.B. mit Piraten und Fischmenschen.
Neben den erdigen, geradlinigen Kampfstories gibt es aber auch eine interessante – tja, wie kann man es nennen – Traumstory, in der Morgan in die Vergangenheit geschleudert wird. Eigentlich wollte er einen Chance für einen Neubeginn bekommen, um z.B. Den Totschlag an seinen eigenen Sohn rückgängig zu machen. Doch er wird in seine Inkarnationen in der Menschheitsgeschichte zurück geschleudert. Nun, da schimmert sicher etwas Moorcock durch, Elric ist mit Sicherheit neben Conan auch ein Ahne Morgans. Die Zeitreise beginnt in der Eiszeit, zeigt den Untergang von Atlantis. Dann ist er auch mal D'Artagnan – na bitte... Aber der „Ausflug“ bringt nichts, dem Leser nur die Antwort auf die Frage, weshalb Atlantis in der Urzeit eine so hohe Zivilisation haben konnte und warum es unterging. Das erledigt der Autor auf wenigen Seiten, knackig und nicht mal unklug. Hat mit gefallen.
Insgesamt hat mir der Band wieder gefallen, auch wenn er diesmal etwas weniger Seiten waren und als Schmankerl einfach nur der Rest des Interviews mit dem Autor angeheftet wurde.
Ist damit die Serie passé? Wir finden auch ein paar Bilder aus der neuen Serie; ja, der Warlord erfreute sich wohl einer Wiedergeburt in 2009/2010. Das wäre doch mal was!

(Rezi für buchrezicenter.de)


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März 2011

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2011 31 March 2011 · 248 Aufrufe
Meine Leseliste 2011
Stéphane Hessel: "Empört Euch!" - netto nur 20 Seiten. Darüber spricht ganz Frankreich? Nun, warum, verstehe ich nach der Lektüre nicht so richtig. Klar, der Mann ist sozusagen Geschichte, er hat das moralische Recht, so zu sprechen. Ist auch gut so, doch ich habe mir Konkreteres versprochen.

Andrej Gelassimow: "Durst" - wieder ein russischer Roman über einen Kriegsveteran. Langsam muss man sich wohl daran gewöhnen, dass in Russland sogar mehr als in den USA ein Thema immer wieder angesprochen wird, einfach weil es allgegenwärtig geworden ist...
Hier geht es um einen jungen Mann, der in Tschetschenien im Gesicht durch eine Brandbombe entstellt wurde. Zuhause flüchtet er sich in den Suff. Aber er bekommt sich in den Griff, dabei - und das ist mir als passionierter Hobbyzeichner sehr sympathisch – hilft ihm sein zeichnerisches Talent.
8 / 10 Punkte

Brian Keene: "Kill Whitey"
Eine einfache Geschichte, einfach erzählt. Für meinen Geschmack etwas ernüchternd einfach. Nun ist Keene sicher kein großer Stilist und Wortakrobat, sondern immer auf eine knackige Story, auf den Plot fixiert. Ist auch gut so; so mag ich ihn! Hier kommt aber für meinen Geschmack etwas zu wenig rüber...
Zunächst der Protagonist: Ein Proletarier, übrigens mit Klassenbewusstsein, so ein bisschen wenigstens. Wo gibt es so was noch? Wahrscheinlich nur im Arbeitermilieu einer Industriestadt in den USA? Keene bezieht an ein paar raren Stellen Postion, hat mir imponiert!
Der Held ist einer wider Willen, und Sch*#@...gesteuert. Na gut, darf er auch. Wenn eine Horrorstory aber eine Botschaft hat, dann ist die hier: Hände weg von leichten Mädchen mit russischem Akzent! Ihr Zuhälter ist nämlich ein zumindest mysteriöses, unkaputtbares Überwesen mit historisch berühmt-berüchtigter Verwandtschaft. Nein, nicht Dracula diesmal, sondern Rasputin. Ja, dieser Scharlatan am Hofe des letzten russischen Zaren.
Hmm, die Amis entdecken den Horror russischer Folklore – hab ich ja schon wohlwollend bei HELLBOY beobachten können.
In irgendwelchen Rezensionen wurde die Härte des Buches warnend erwähnt. Na, konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht bin ich einfach schon abgestumpft! Will's mal nicht hoffen... Keene hat einen plastischen, direkten Erzählstil. Da kann es natürlich sein, dass seine splattrigen Schilderungen anatomischer Verwerfungen aufgrund handfester Auseinandersetzungen, nicht nur mit Schusswaffen, eben so kühl und unmittelbar rüber kommen, dass der Schockeffekt flöten geht; wenn er denn beabsichtigt war.
Der Roman war spannend, es gibt viele Opfer, aber auch so etwas wie ein happy end. Ich fühlte mich hinreichend unterhalten, aber nicht nachhaltig hingerichtet... äh, nee, also, es handelt sich aus meiner Sicht nicht um einen Meilenstein der Horrorliteratur.
6,5 / 10 Punkte

Jörg Kleudgen: „Stella Maris“, Goblin Press 2011
Eine „Heimat-Horror-Story“ von der Nordseeküste. Ein Wissenschaftler, der nach einem missglückten Experiment mit einer unheimlicher Substanz aus der Tiefsee in die Einsamkeit eine Küstendorfes flieht, wird mit einem uralten Mythos konfrontiert. Eine schöne Frau, die irgendwie ähnlich einsam und verloren in der Welt wirkt wie er, steht in einer uralten Tradition, die sich alle 30 Jahre in einer Hochzeit mit dem Meer erfüllt. Leider erfüllt sich dadurch nicht seine Liebe zu ihr.
Das Buch ist ein kleines Meisterwerk in interessanter Handarbeit gefertigt, erscheinen in der vor 6 Jahren eingestellten Goblin Press. Demnächst ist mehr aus der Richtung zu erwarten!
7 / 10 Punkte

Jussi Adler-Olsen: "Schändung"
Mein 2. Adler-Olsen! Na ja, mehr gibts ja noch gar nicht. Auch nach dem Band werde ich wohl bei der Stange bleiben, denn es hat mir wieder gefallen.
Zum Titel: Im Dänischen besteht er diesmal auch nur aus einem Wort, das aber wörtlich übersetzt "Fasanenmörder" heißt. "Schändung" klingt ja bestialischer, reißerischer, aber irgendwie austauschbarer. Beide Titel passen durchaus für das Buch.
Diesmal geht es um eine Clique reicher Schnösel, die alle eine Eliteschule besucht haben und schon als Jugendliche in ihrer Freizeit gerne Leute quälten und umbrachten. Unser Team - Dezernat Q - um den etwas aufs Abstellgleis verschobenen Carl Moerck und dessen syrischen Assistenten und eine Neue, eine forsche, unbequeme Dame, sollen sich um ungelöste Fälle kümmern. Hier geht es um einen Mord, der 20 Jahre zurück liegt. Interessanter Weise wurde jemand dafür eingesperrt, aber es gibt Zweifel...
Und natürlich sind diese menschlichen Bestien noch am Wirken...
Nun ja, Adler-Olsen verbindet seinen Krimi mit - sozusagen - Vulgär-Gesellschaftskritik, denn diese unympathischen Mörder gehören zur High Society der Dänischen, bürgerlichen Gesellschaft. Sollten solche Verhaltensweisen, die diese Leute an den Tag legen, stimmen, kann einem Angst und Bange werden. Vielleicht ist das etwas dick aufgetragen, zumal der Umstand, dass die Jahrzehnte unbehelligt so agieren können, nicht sehr glaubhaft ist. Hätte man da nicht längst ganz anders gefahndet?
Nebenbei veranstalten diese Schnösel private Jagden, auf exotische Tiere, oder auch mal auf einen tollwütigen Fuchs, der mit Armbrüste geschossen werden muss, ohne dass man sich von ihm beißen lässt.
8 / 10 Punkte

von Aster / Koch / Hoffmann: "Weihnachten im Stirnhirnhinterzimmer. Bedingt besinnliche Geschichten"
Jau, der Titel sagt das Meiste! Kuriose, schwarze, kurzweilige Unterhaltung - für mich vor allem bei Straßenbahnfahrten. Sicherlich ist es noch amüsanter, die Herren im auch titelgebenden Lokal ihre Geschichten vortragen zu hören, aber so in dieser Buchform war es auch sehr schön. Kann gar nicht sagen, welche Story mir am besten gefiel. Christian v. Aster brilliert wie immer mit angewanntem Wortwitz und skurrilen Ideen, Boris Koch widmet sich dafür intensiver seinen Charakteren und Markloff Hoffmann bringt eine fast ernste Note mit ins Spiel. Eine schöne Sammlung grusliger Bonbons.
8 / 10 Punkte


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CTHULHU LIBRIA im März | "Stella Maris" Rezension

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2011 26 March 2011 · 378 Aufrufe
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Freue mich: Die neue Ausgabe von Cthulhu Libria ist erschienen. Diesmal als PDF-Zine, etwas erweitert. Zu den "Erweiterungen" gehören ein paar Rezensionen, auch eine von mir zu dem neuen Goblin Press Buch. Da muss ich doch mal drauf aufmerksam machen, also, vor allem auf das Buch!

Mein Beitrag geht so los:
Welch Überraschung: Die GOBLIN PRESS lebt! Als ich das hörte, machte ich einen Luftsprung. Die Geschichte dieses kleinen Verlages ist eng mit der Geschichte der Horrorliteratur in Deutschland verbunden. Ich muss lange nachdenken, damit mir Beispiele deutschsprachiger Horrorbücher vor 1990 einfallen. Natürlich gibt es die großen Namen, angefangen mit Hoffmann, über Meyrink, Ewers und die 20er Jahre. Doch in der modernen Unterhaltungsliteratur dominierten die anglo-amerikanischen Importe, mehr noch als in der SciFi. D.h., stimmt nicht ganz, denn es gab ja die Heftromane. Und es entwickelte sich ein Fandom. Es gab Fanzines. Im Westen Deutschlands existierte wohl bereits eine kleine Gemeinde der Liebhaber grusliger Unterhaltung, im Osten fand so etwas so gut wie gar nicht statt. Meine persönliche Bekanntschaft mit dem Genre, Anfang der 90er Jahre, fiel zusammen mit einem enormen Aufschwung, der im Fandom mit diversen Publikationen begann und sicher mit dazu beitrug, dass mittlerweile auch ernst zu nehmende und relativ gut verkaufte Bücher deutschsprachiger Autoren auf diesem Sektor erscheinen. Einige von ihnen lernte ich in der GOBLIN PRESS kennen und schätzen. Stella Maris von Jörg Kleudgen ist das erste Büchlein seit ca. knapp 6 Jahren, nachdem der kleine Verlag sehr abrupt und ohne Vorwarnung seine Pforten schloss, und es soll keine Eintagsfliege bleiben. ...

Weiter geht es hier, bitte ... "downloaden" stand da... geht aber nicht mehr...

Daher hier der Rest der Rezi:

Jörg Kleudgen: „Stella Maris“, Goblin Press 2011

....Es handelt sich um eine längere Erzählung, eine Novelle, die in sich abgeschlossen ist. Ich möchte sie als mythische Liebesgeschichte bezeichnen.
Ein nach Erholung, Abgelegenheit und Ruhe Suchender fährt an die See. Dem Kontext, vor allem dem angedeuteten Dialekt der Einheimischen des kleinen Küstendorfes kann man entnehmen, dass es sich wohl um die Nordsee handelt. Doch genau definiert wird dies nicht.
Überhaupt ist der Stil, die Erzählweise von Jörg meistens unbestimmt, unzeitgemäß, nicht zeitgebunden, damit auf eine überzeugende Art zeit- und raumlos allgemeingültig. Die Flucht der Hauptfigur vor den Unbilden seines Lebens wird zur Flucht vor der Moderne.
Der Protagonist trifft eine geheimnisvolle Frau, die von einem Mythos geplagt und unterworfen ist. Doch weil sie wie er einsam in dem Ort und in der Welt ist, kann er sich nur in sie verlieben.
Es geschehen seltsame Dinge, Geschichten werden angedeutet, auch die Umstände, die den jungen Mann an die Küste trieben und die mit einem missglückten chemischen Experiment zu tun haben, in dem eine mysteriöse Substanz aus den Tiefen des Meeres eine Rolle spielt. Doch das alles ist nicht wichtig, denn die traumhaften Ereignisse um eine alte Tradition, ein altes, nur alle 30 Jahre stattfindenden Fest – die Hochzeit mit dem Meer – nehmen die Aufmerksamkeit des Mannes und des Lesers in Beschlag.
Die Geschichte endet... tragisch? Vorherbestimmt? So wie die gesamte Geschichte eine physisch fühlbare Melancholie durchweht, so endet sie auch.
Immer wieder hat der Leser von Jörgs Geschichten den Eindruck, er erzählt von sich. Zu diesem Eindruck führt auch der Umstand, dass er seine eigenen Reiseerlebnisse und alltäglichen
Beobachtungen bewusst einfließen lässt. Mitunter tragen seine Erzählungen tatsächlich Reisetagebuchcharakter; ob es sich dabei nun um Venedig, die Nordsee, oder das nicht existierende Cathay handelt.
Jörg verleiht dem Alltag, der offensichtlich wahrzunehmenden Umwelt einen mythischen, von Geschichte und Geheimnis erfüllten Sinn, damit Tiefe. Ein Nebeneffekt des Lesens Kleudgen'scher Texte kann es sein, dass man sein eigenes Umfeld, sein eigenes Leben dadurch anders sieht. Das klingt überzogen, pathetisch? Nun, ja, man möge es ausprobieren.
Traum und Wirklichkeit sind verwoben und deren Unterscheidung spielt in den geschilderten Verwicklungen keine nennenswerte Rolle. Hier steht Jörg in der Tradition, in der die gesamte Goblin Press stand: Von E.A. Poe und Lovecraft. Wie meinte Poe in seinem berühmten Gedicht:„Is all that we see or seem | But a dream within a dream?“
Die Erzählung steht voll in der Tradition der weird tales (so auch der Untertitel des allerersten Goblin Press Heftes „R'lyeh“ von 1990). Dies äußerst sich auch in Versatzstücken, die wir bei den amerikanischen Vorbildern auch finden, so z.B. eine Bibliothek geheimnisvoller Bücher, zum Teil realer, zum Teil erfundener, die allein durch ihre Nennung eine Atmosphäre des Gefährlich-Mysteriösen erzeugen. Jörg nutzt dieses Element, um auf Werke seiner Autorenkollegen aufmerksam zu machen: Michael Knoke, Uwe Voehl und Tobias Bachmann, was für den Kenner natürlich ein besonderes Bonbon darstellt.
Wichtiger ist aber, dass der Leser nicht damit rechnen darf, die letzten Geheimnisse enthüllt zu bekommen. Sicher nicht gerade fortschrittlich, aber mitunter richtig erscheinend ist die Grundthese der unheimlichen Phantastik, dass es besser ist, nicht alles zu wissen.
Wenn ich über das neue Goblin Press Buch spreche, so muss ich auch dessen Gestaltung erwähnen, die alles andere als üblich ist. Auch hier greift Jörg auf Ursprüngliches zurück. Das Buch entstand durch Handarbeit. Es besteht aus gefalteten, einseitig bedruckten Seiten, die gefaltet zusammengeheftet wurden mittels einer stabilen Rückenklammer. Die Seiten erscheinen dadurch dick und fest. Eingeschlagen wurde das Buch in schwarzem Karton und wurde mit einem illustrierten Umschlag versehen. Die Seiten sind nicht nummeriert und der Autor hat einige Illustrationen beigesteuert, die – nehme ich an – durch hohen Kontrast verfremdete Photos sind.
Allein diese etwas unhandliche Art der Herstellung sorgt dafür, dass die Auflage sehr klein blieb. Es gehört sicher keine große prophetische Gabe dazu, wenn man hier ein zukünftiges Sammlerstück vermutet.


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„Vermutlich haben die meisten Leute diese Hellboy-Geschichte nie zu Gesicht bekommen.“

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2011 12 February 2011 · 587 Aufrufe
Hellboy;, Mignola;
Hellboy 11: Der Krumme
von Duncan Fegredo, Mike Mignola, Richard Corben
A5, Hardcover, vierfarbig,192 Seiten
ISBN 978-3-941248-78-6
www.cross-cult.de

„Vermutlich haben die meisten Leute diese Hellboy-Geschichte nie zu Gesicht bekommen.“ Schöner Satz, irgendwie. Wenn der auch zu einer der Stories des Bandes ausgeführt wurde, so denke ich, dass er – so formuliert – auf alle Stories zutrifft. Ist aber nicht schlimm, denn so gänzlich unpopulär ist der Rote lange nicht mehr!

Wurde bis Band 10 (der deutschen Ausgabe) die Story um Hellboy vorangetrieben, lässt der 11. Band etwas Ruhe eintreten. Die hier versammelten Erzählungen boten in erster Linie anderen Zeichner als dem derzeitigen Stamm-Zeichner die Möglichkeit, sich im HB-Universum auszutoben. Allerdings gibt sich der Meister – Mike Mignola – auch die Ehre. So befindet sich hier also die derzeit letzte Story, die Mignola auch gezeichnet hat.
Die Erzählungen setzen irgendwie auch in der Meta-Geschichte an, sind aber zum Teil den Ereignissen des vorherigen Bandes vorangesetzt, erklären ein paar Figuren. Insofern ist das, was hier erzählt wird, auch wichtig für den Fortgang des Mythos um den Höllenjungen.
Ich fange mal von hinten an.
„Wie Koschej unsterblich wurde“ und „Baba Jagas Festmahl“ greifen wieder einmal in die Schatzkiste russischer Folklore und Märchen, wo sich Mignola ja schon des öfteren bediente. Dies kann man nicht oft genug hervorheben, meine ich, denn es ist sicher nicht alltäglich, dass ein US-Amerikaner auf russische Motive zurückgreift, um diese auch in ihrer Exotik und bizarren Wirkung voll zur Geltung kommen zu lassen. Da ist mehr als nur der „böse Russe“ als Feind ehrenwerter westlicher Geheimagenten oder so.
Mignola sucht auf der ganzen Welt nach Sagen, Märchen, Legenden, die er verwenden kann; er hat daran ein echtes Interesse und präsentiert sie hier einem interessierten Publikum. Das macht neugierig.
Hmm, nun kam mir bei der Lektüre ein – wahrscheinlich abwegiger – Gedanke: Sein Interesse Russland und der Name „Hellboy“: Ob – vielleicht – Mignola die russische-sowjetischen Schriftsteller Boris und Arkadi Strugazki kennt? Erschienen sind sie ja auch in den USA. Das gibt es so eine Erzählung, auf Deutsch: „Der Junge aus der Hölle“. Klar, hat mit der Figur des Hellboy reinweg gar nichts zu tun. Und soweit ich es finden konnte, war der amerikanische Titel: „The Kid from Hell“ (erschienen 1982 in dem Band „Escape Attempt“, im Macmillan Verlag). Na ja, aber es könnte ja sein...
Die Geschichte um den unsterblichen Krieger Koschej, der HB in Band 10 das Leben schwer machte, kommt gänzlich ohne HB aus. Es wird seine Biografie beleuchtet. Er war nicht immer der Bösling, wurde aber betrogen und halbtot von einem Drachen adoptiert. Das hat so sein Vorzüge, aber auch Nachteile.
Ebenso in der Short-Story um die Hexe Baba Jaga. Sie wird von einem ihrer Opfer ordentlich geleimt. Ist ein bisschen makaber...
Die längste Geschichte ist einem Weird Tales Autor gewidmet, der etwas in Vergessenheit und in den Schatten der Großen des Genres geraten ist: Manly Wade Wellman. Wie man schnell herausbekommt, ist durchaus auch im Deutschen einiges von ihm erschienen. Allerdings hat sich da im literarischen Gedächtnis nicht viel festgesetzt zu haben. Schön, dass er hier ausführlichst in einem Nachwort vorgestellt wird.
Er widmete sich unter anderem verstärkt der Mythologie der Apalachen. Die Wälder verbergen so einige dunkle Geheimnisse. Auch hier lohnt es sich, mal nachzuforschen, denn es ist schon interessant, wie sich im Grunde in kurzer historischer Zeit eigenständige Kulturen abgelegener, isolierter Menschengruppen herausgebildet haben, die auch von den Kreuzungen und Begegnungen europäischer Siedler und amerikanischer Ureinwohner ableitete. So werden hier z.B. die Melungeous erwähnt, von denen ich zuvor nie was gehört hatte.
Die lange Titelstory wurde von Richard Corben gezeichnet. Ich muss gestehen, dass mir sein Stil am Ende doch nicht so gut gefällt. Ich kenne ihn als Autor / Zeichner leicht frivoler Fantasy-Geschichten, in den großbusige Damen die Hauptrolle spielen. Das kann er. Nun ja, da guckt man auch gerne hin. In die unheimlichen Gefilde der Hinterwäldler passt er m.M.n nicht so sehr, denn seine Horrorfratzen wirken durch die runden Grundformen, die Corben gerne verwendet, auf mich eher lustig. Allerdings kann er sehr schön mit Schatten spielen, was durchaus eine gruslige Wirkung erzielt.
„Der Krumme“ spielt 1958, aber es könnte auch 1858 sein. Der Krumme ist so eine Figur aus den Wäldern der Apalachen, auch Mr. Witkins genannt. Er ist ein Unruhestifter, so etwas wie die böse, dunkle Kehrseite des Amerikanischen Traums. Er war einer der ersten weißen Siedler. Er heizte den Zwist zwischen den Siedler und den Indianern an, um daraus seinen Profit zu ziehen. Er war im Unabhängigkeitskrieg auf der Seite der englischen Krone, spielte im Bürgerkrieg einen Doppelrolle. Irgendwann wurde er ob seiner Verbrechen gehängt, aber der Teufel schickte ihn auf die Erde zurück, um nun statt Gold Seelen zu sammeln.
Er ist in der Story der Anführer von Hexen. Wie hier Hexen dargestellt werden, habe ich bis dato selten so dezidiert und speziell vorgeführt gesehen. Das allein macht die Story sehr lesenswert!
Ein junger Mann versucht des Fluches des Krummen zu erwehren, den er sich als junger Hexer einfing. Hellboy hilft dabei, aber im Grunde kommt die Geschichte fast ohne Zutun des Roten aus.
Mein Favorit in dem Band ist „Die in Schiffen übers Meer fahren“. Hier lernte ich den Grafiker Jason Shawn Alexander. Der Mann hat's drauf, alle Wetter! Wenn ich das richtig recherchiert habe, dann ist er auch sonst als ernsthafter Grafiker, Künstler unterwegs, also nicht nur als Comic-Zeichner, wobei ich diese Zunft keineswegs abwerten möchte.
Es geht um den Schädel des Piraten Blackbeard, der zum verfaulten Körper findet. Hier hat HB ordentlich was dreinzukloppen.
Auch wieder was gelernt: „Mr. Scratch“ ist der Teufel in frühen amerikanischen Volkssagen. Na ja, das muss man ja wissen, wenn man The Simpson sieht...
„Die Kapelle von Moloch“ - Mignolas aktuelle HB-Story (als Zeichner). Er erfindet einen Ritterorden (um sich nicht vorwerfen zu lassen, dass er nicht historisch korrekt sei, wenn er auf reale Figuren zurückgreift) und leistet by the way eine Hommage an den Künstler des Unheimlichen, Goya. Sehr fein!
Nun, auch wenn ich mich inhaltlich etwas ausgebremst fühle, da die großen, unheilvollen Entwicklungen,die Mignola in Band 10 ankündige, kein Stück vorwärts gekommen sind, so ist der Band aber sehr schön, abwechslungsreich, lehrsam, wie man lesen konnte. Insofern eine Empfehlung!


- geschrieben für buchrezicenter.de -


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Prog Rock Future Psychedelic Reise im Kleinformat

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2011 04 February 2011 · 377 Aufrufe

Arjen A. Lucassen & Wilko Müller jr.
"Die Reise ins Elektrische Schloss"

Lyrik in Prosa umzusetzen ist wohl nicht so einfach. Wilko Müller jr. hat es versucht. Das Ergebnis: Das Experiment ist gelungen!
Zunächst die Form: Das Buch hat die Bezeichnung „Taschenbuch“ wahrlich verdient; was ansonsten so als TB angeboten wird, passt allenfalls in einen geräumigen Rucksack. Dieses kleine Büchlein kann man aber bequem in jede Jackentasche stecken.
Das Buch umfasst knapp 50 Seiten. Damit bietet es Platz für eine Erzählung, die der geübte Leser während der Straßenbahnfahrt zur und von der Arbeit schafft. Ich denke, man braucht nicht länger als das Doppelalbum Laufzeit hat; wahrscheinlich sogar weniger.
Das Coverbild von „radu-jm“ ist toll; allerdings könnte es den Leser in die Irre führen, denn es erinnert eher an ein Fantasy-Sujet. Es lehnt sich aber an die Covergestaltung von Jef Bertels des Musik-Albums an, auf dessen Grundlage die Erzählung entstand. Auch darauf ist das „elektrische Schloss“ kein hypermodernes Raumschiff.
Wilko hat die Texte und die Idee des Prog Rock Konzeptalbums des Musikprojektes AYREON, „Into The Electric Castle“, zur Vorlage für eine philosophische SF-Story genommen. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich mich – trotzdem ich das Album mehrmals mit Begeisterung hörte – mich nie mit dem Inhalt befasst habe. Doch scheint dem Schöpfer, Arjen A. Lucassen, sehr viel an der Aussage seiner Lieder gelegen zu sein.
Was ist das nun für eine Story?
Da werden also Leute verschiedener Zeitalter in ein „elektrisches Schloss“ entführt. Das Schloss ist wohl eher was Futuristisches, nur können es der Ritter, der Römer, die Indianerin, die Ägypterin kaum als solches erkennen. Der Hippie wohl auch nicht, da er ohnehin bis zum Schluss glaubt, er habe einen Drogentraum, der ihn eine Inner Space Reise machen lässt. Wobei dies auch nicht so verkehrt ist.
Am Ende werden sie über den Sinn ihrer Entführung und eines gewaltigen Experiments aufgeklärt.
Ich kann das kleine Büchlein nur sehr empfehlen. Es ist etwas Besonderes, ein Kleinod. Wer die Musik Ayreons mag, MUSS es ohnehin haben. Nur darf man nicht zu viel an Action erwarten, da bleibt die Erzählung etwas zaghaft. Es sind mehr die verwunderten Gedanken der Protags, dann ihre philosophischen Überlegungen und Gedankensplitter und die schöne Message am Ende, die die Erzählung tragen. Der Text bleibt für meinen Geschmack etwas zu kurz; man kann kaum mit den Personen warm werden. Doch mag dies an der Art der Vorlage liegen. Nun, Lucassen hat damit die SF nicht neu erfunden; man fühlt sich sofort an „Flusswelt“ erinnert.
Was hat es mir gebracht? Na, habe sofort weiderholt das Album laufen und höre mehr auf den Text.






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„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 

Arno Schmidt

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.


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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990

Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011

A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
■ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016

Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001 [/font
Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012

"Saramees Blut", Atlantis 2012

M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013

Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
■  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
■ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
■ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
■ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017

■ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
■ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
■ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017

■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
■ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019

 

Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016

Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018

!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019

Fanzines

Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte

TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)

CD-Cover
The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
Syngularity: The Four Horsemen; 2000
Gothica: Within A Dream; 2000
Gothica: Into The Mystic; 2000
The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
■ Gothica, Workbook 1995, 2003

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