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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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ElsterCon 2016 - kurz&knapp&wehmütig

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 23 September 2016 · 648 Aufrufe
Dietmar Dath und 7 weitere...
Schluchz: Vorbei.


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Die ElsterCon-Gäste, v.l.n.r.: Karl Olsberg, Daniel Suarez, Ju Honisch, Ian McDonald, Karlheinz Steinmüller, Boris Koch, Thekla & Michael Barck, Christian v. Aster, Bernhard Kempen
Wer fehlt?* Andreas Brandhorst, er reiste noch an. © Foto von Peter Schünemann

Der ElsterCon 2016 ist schon wieder Geschichte. Schade, denn er war gut, sehr gut sogar. Diesmal ging es um gläserne Menschen und die totale Überwachung. Aber nicht nur. So hat es z.B. Andreas Brandhorst, den ich auf dem Con kennenlernen und mit dem ich auf einem Panel vor versammelter Con-Besucherschaft reden durfte, eher mit der großen, weiten Ferne des Universums. Wobei: Stimmt so auch nicht immer, denn er enthüllte ein kleines Geheimnis, das er bis dato hütete, dass nämlich sein nächstes Buch, das 2017 bei Piper erscheinen wird, voll und ganz zur Con-Thematik passt. Inhaltlich hat er aber noch nicht allzu viel dazu gesagt.

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Andreas Brandhorst (links im Bild) im Gespräch (mir mir); © Foto: Peter Schünemann

Dafür waren andere „Fach-Autoren“ anwesend. Besonders beeindruckt hat mich Karl Olsberg. Er ist Profi, durch und durch, zwar wortgewandt und fast etwas zu gut argumentierend, aber wohl nach wie vor offen für Neues und neue Projekte. Seine Begeisterung für neue Technologie paart sich mit Skepsis und Vorsicht, kann sich aber für keine Seite entscheiden. Ich nehme mal an, so sind wir Menschen unterm Strich dann alle: Wir wissen, was die neue Technologie kann, wenn wir es nicht wissen, ahnen wir es, aber wir machen trotzdem weiter. Ob das gut ist? Die Frage ließ er auch offen.
Als vorläufiges Endresultat der vernetzten Computertechnik, die uns so nebenbei zu gläsernen Menschen macht, ist die Künstliche Intelligenz. In den Forumsgesprächen wurde aber schön differenziert, zwischen einer „normalen“ KI und „Wahrer Maschinenintelligenz“, die dann vielleicht wirklich das Ruder übernehmen könnte. Darum wurde viel debattiert, fast gestritten. Unterm Strich kam aber schon dabei raus, dass nicht die Maschinen das „Problem“ sind, sondern die Menschen, die sie auf den Weg bringen.
Die beiden großen „Elefantenrunden“ (Foren, Panels) wurden übrigens diesmal von keinem Geringeren als Dietmar Dath moderiert. Mein Gott, der Mann hat’s drauf, keine Frage! Hut ab, übrigens, vor Uwe Schimunek, der dessen Einzelveranstaltung – Lesung und Gespräch – moderierte. Ich selber hätte mir das nicht mehr zugetraut. Ich denke mal, Dietmar Dath wird Philosophieinteressierten in Zukunft noch ziemlich häufig über den Weg laufen. Hier hat er aber schon mal fulminant bewiesen, wie er so schwierige Themen anpackt, und das anbrandete Gespräch auch im Griff behalten kann. Nun, wenn ich mir was wünschen dürfte: Bitte Dietmar Dath immer zum ElsterCon!
Sicher wäre so ein Wunsch für die internationalen Gäste auch angebracht, aber das ist schwierig. Es waren da: Ian McDonald, Daniel Suarez und Graham Masterton. Letzter eher der Spezial-Gast des Horror-Hauses Festa. Doch konnte er auch zu den SF-Themen beitragen. Sehr schön z.B.: „Wenn wir zwei Gehirne hätten, wären wir doppelt so blöd.“
Es gab auch wieder ein paar ElsterCon-Standards: Karlheinz Steinmüller brillierte wieder einmal mit einem Vortrag: „Von Big Brother zu Big Data“. Das Ziel dieses Weges: Wir werden Borg.
Die Eröffnung gestalteten wiederum Boris Koch und Christian v. Aster: hervorragend! Auch die Nachtlesung von Boris und Bernhard Kempen war toll (seine Lieder waren zugegebener Maßen nicht so meins, ich bin da sicher ein Kulturbanause).
Vieles habe ich verpasst, konnte ich auch nicht wahrnehmen, weil ja immer 2 Panels parallel liefen; so z.B. Ju Honisch, die Lesung von Karsten Kruschel und Robert Corvus (nun ja, auch ohne dieser Lesung beigewohnt zu haben, vermute ich mal, dass es sich um eine Art Kontrastprogramm gehandelt hat?), oder die beiden Comic-Künstler Thekla und Michael Barck, die aber in einem Forum dann noch dabei waren und ziemlich eindrücklich zu erkennen gaben, dass sie sehr viel zu sagen haben. – Hey, wo gibt’s denn das Comic?
…und sicher habe ich jetzt noch viel vergessen zu erwähnen…
Eins noch: Danke Freundeskreis SF Leipzig!
Ach ja, da ich noch nicht genug habe: Es geht am 15. Oktober weiter, mit dem 1. Robert-Kraft-Symposium, ebenso (mit) organisiert von Mr. ElsterCon Thomas Braatz. Siehe hier: http://www.robert-kraft.de/ Sicher, ein sehr spezielles Thema, aber ich bin gespannt!

*) Es fehlen auf dem Bild allerdings auch noch Dietmar Dath, Bernd Robker und Graham Masterton; da hab ich aber keine passenden Bilder...


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Mit Dominik zum Doktor *

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 28 November 2015 · 897 Aufrufe

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[ Vorderseite des Infoblatt 113 zur Veranstaltung, Bild von Mario Franke, Leipzig ]

Niemals hätte ich gedacht, dass ich mal was wirklich Überraschendes und Neues (für mich) zu einem so uralten Autor wie Hans Dominik erfahren würde. Nun, bin kein Dominik-Kenner oder -Fan, aber irgendwie glaubt man (ich), dass man den ja kennt. - So was von Pustekuchen!

Dr. Frank O. Hrachowy hat sich akademisch mit Hans Dominik auseinander gesetzt, dazu eine Dissertation verfasst und ist als Technikhistoriker weiterhin am Ball. Dabei konnte er den Autor in ein anderes Licht rücken, als er gemeinhin steht und konnte tatsächlich Dinge in Erfahrung bringen, die überraschend sind.

Am 27. November 2015 hat er im Haus des Buches zu Leipzig auf Einladung des Freundeskreises SF dazu einen Vortrag gehalten. Der kleine Saal war voll; diesmal recht viele Leute, die nicht zum Club-Umfeld gehörten; das Thema muss gezogen haben...
Dazu fiel mir auf, dass diesmal die Sitzmöglichkeiten verknappt wurden, warum auch immer: Es waren weniger Stühle vorhanden, als sonst, so dass der Raum einen noch gefüllteren Eindruck macht – und Nachzüglern es fast Probleme bereitet, einen Sitzplatz zu bekommen.
Der Referent hatte einen festen Plan.
Im 1. Teil verlas er den Forschungsertrag seiner Doktorarbeit. Sicher, war etwas akademisch, man musste konzentriert zuhören, aber das hat sich schon mal gelohnt.
Im 2. Teil verlas er kommentierend Zitate aus 4 Büchern Dominiks, aus verschiedenen Schaffensperioden und Bereichen, denen der Autor sich widmete, die zeigten, wie vielfältig der Autor war, den wir SF-Fans ja in erster Linie als Autor „technisch-utopischer Romane“ kennen, oftmals mit einem deutschtümelnden, nationalistischen, chauvinistischen Hintergrund.
Interessanter Weise konnte der Referent mit dem Bild Dominiks als erzreaktionären Technikutopisten aufräumen. Er zeigte auf, wie Dominik, Kind seiner Zeit, durchaus dem rechteren Flügel des Parteien- und Ideologie-Spektrums des Nachkriegs-Deutschlands (WK I) zuzurechnen war, sich aber dann durchaus distanziert zu den Nazis und ihrer Kriegspolitik verhielt. Na ja, wer die Geister rief... , möchte ich da hinzufügen, denn er sorgte mit seinen populären und sehr weit verbreiteten Schriften schon für eine Grundstimmung, die dann zum Krieg führte; ob er das so wollte, oder nicht...
Der Referent zeigte auf, dass Dominik durch den Ausbruch des Krieges sehr enttäuscht war, denn er wollte eine friedliche und tatkräftige Entwicklung ins neue „energetische“ Zeitalter. Dafür wollte er die Jugend begeistern, in erster Linie.
Seine Verlage sahen das alles wohl sehr pragmatisch. „Hans Dominik“ war für sie eine Marke, die sie pflegten; daher erschienen dann auch Texte, die unter seinem Namen liefen, aber nicht nur von ihm geschrieben wurden. DAS haute mich um! Offensichtlich sind auch die SF-Romane nicht vollständig von ihm geschrieben worden; es gab einen mysteriösen Ko-Autor, der dann auch noch eine Identität wechseln musste; wobei der Referent dies nur anhand von Indizieren belegen kann. Also, wer da Interesse hat, dem empfehle ich das Buch von Hrachovy; das sollte dann einige Überraschungen parat halten!
Neu und unbekannt war für mich auch die „Affäre“ um den Vetter von Hans Dominik, der auch Hans Dominik hieß und im Dt. Kaiserreich ein ziemlich brutaler Kolonialkrieger war. Irgendwie vermischte sich das Bild der Öffentlichkeit, das man von diesen beiden Männern hatte, zu einem Bild, so dass der Leumund des Autors Dominik dadurch ziemlich beschädigt wurde. War mir neu (ich kannte nicht mal den anderen Hans Dominik...).
Dem Referenten war es unterm Strich wichtig, Hans Dominik als jemanden darzustellen, der mehr war, als der Autor literarisch wenige anspruchsvoller utopisch-technischer Romane (die er am Ende nicht mal selbst vollständig verfasst hatte). Dominik war ein großartiger Wissenschafts- und Technikpopularisator, der ein Händchen für die gut verständliche Darstellung komplexer Vorgänge hatte, die ihn zu einem Vielschreiber für Zeitschriften und Bücher machte, die er im Auftrag der Wirtschaftskonzerne schrieb; diesen Werken misst der Referent offensichtlich eine größere Bedeutung bei, obwohl sie heute so gut wie vergessen sind.
Im 3. Teil der Veranstaltung setze der Referent sich den Fragen von Thomas Braatz und des Publikums aus, die diesmal recht zahlreich kamen.
Dank an die „Leipziger“ für den interessanten Abend!

*) Die Autobiografie Dominiks heißt: "Vom Schraubstock zum Schreibtisch"; dieser Titel und der Umstand, dass Frank Hrachowy mit dem Thema seinen Doktor gemacht hat, inspirierte mich zu dem Titel


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Die Leipziger können es nicht lassen!

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 31 October 2015 · 802 Aufrufe

Bericht zur Buchpräsentation am 24.Oktober 2015
„Leipzig – Visionen gestern und heute!“

Ja, die Leipziger… Das war sozusagen ein Mini-ElsterCon. In vielerlei Beziehung ein Mini-ElsterCon – nicht ganz so ein üppiges Programm, nicht ganz so viele Beteiligten, nicht ganz so viele Besucher, ein etwas anderer Veranstaltungsort. Doch es galt: Klein, aber fein!
Anlass war das Erscheinen des Buches „Leipzig – Visionen gestern und heute“ in der Edition Solar-X, eine interessante Mischung aus SF und Architektur-Phantasien aus mehreren Jahrhunderten. Die Präsentation fand im Rahmen des Literarischen Herbstes Leipzig 2015 statt und nahm natürlich Bezug auf den 1000sten Geburtstag der Stadt. An Texten finden sich alte SF-Texte, die über ein zukünftiges Leipzig erzählen, also jeweils über die Zukunft aus der zeitlichen Perspektive des Erzählers / Autors. Sowas ist ja immer ganz lustig, wenn man mit der Überlegenheit des Spätgeborenen die Zukunftsvisionen der Ahnen belächeln kann. So ähnlich verhält es sich auch mit den Architektur- und Stadtentwicklungs-Visionen und –Phantasien, die vor allem mit Bildern und Karten im Buch vorgestellt werden. Was es so alles hätte geben können, z.B. an Hochhäusern, oder Kugelhäusern (über die Thomas Braatz referierte), oder symmetrisch geplanten Stadtteilen, oder einer Megacity von LE nach Halle. Ein paar der Visionen geistern ja auch seit den 90ern auch immer mal wieder herum.
Aus geplanten 200 wurden dann 534 Seiten, prall gefüllt mit vielen Illustrationen (von denen ich ein paar wenige beitragen durfte, als Illus zu Stories). Und auch diese 534 Seiten sind eine “abgespeckte Vision“ wie Thomas Braatz bei der Eröffnungsveranstaltung meinte. Theoretisch wäre eine erweiterte, oder fortsetzende Ausgabe möglich. Aber erst mal das hier verkraften…
Die Veranstaltung fand in der Deutschen Bücherei statt. Das war schon mal was! Ich kannte sie als Student, und war total geflasht, was das doch für ein Schmuckstück ist, diese Bibliothek, sowohl von außen, mit dem tollen, herbstlichen Platz davor und auch von innen. Leider bin ich ein Fotomuffel…
Die Lesungen und Diskussionsrunde fand in einem kleinen Saal statt, der immerhin so hübsch war, dass der Architektur-Experte, Peter Leonhardt, ein Mitarbeiter der Leipziger Stadtverwaltung und mit städteplanerischen Aufgaben betraut, aber auch Kenner der Geschichte, eine erstaunte und bewundernde Bemerkung entlockte. Sein Vortrag war dann auch sicher einer der Höhepunkte dieses SF-Mini-Cons, denn sowas erwartet man da ja nicht.
Wenn man alle Lesungen mitverfolgte, braucht man am Ende einen Teil der Texte im Buch nicht mehr lesen J. Ein paar Bemerkungen kann ich ja daher gleich hier loswerden.
Z.B. zur Lesung der Preisträger des Preisausschreibens, dass der FKSFL auslobte.
Anja Buchmann erzählt z.B. über eine „naive Revolutionärin“ (so will ich sie mal betiteln), die an die 89er Traditionen der Stadt anknüpft und dann ziemlich erschrocken ist über die Resonanz, die sie hervorruft. Oder…
Claudia Hornung. Sie hat eine ziemlich misanthropisch, dystopische Sicht auf die Zukunft, der Welt und Leipzigs. Ihre Vision erinnert im Stil und Inhalt mich etwas an die 80er Jahre. Lustig auch, dass die Freimaurer Retter der Zukunft werden. Oder…
Tino Hemmann brachte einen Ausschnitt aus einem Roman, der u.a. in LE spielt, hier speziell in einem Bunker unterhalb einer Eliteuniversität (die wohl tatsächlich in LE geplant war). Dann ging es aber um eine bakteriologische Waffe, die aus dem Ruder läuft. Also auch keine glückliche Zukunftsvision; nebenbei: Moderator Manfred Orlowski war fast am Verzweifeln, als ihm klar wurde, dass alle präsentierten Visionen für die Zukunft so grau bis schwarz ausfielen… Oder…
Die jüngste Teilnehmerin und Gewinnerin ist noch Schülerin: Liv Modes. Sie entdeckte in LE einen Fahrstuhl, der eigentlich eine Zeitmaschine ist. Hübsche Idee!
Die SF-Profis lasen auch (na ja, das soll nicht heißen, dass die oben Genannten keine „Profis“ sind, Claudia Hornung z.B. schriebt und veröffentlicht noch viel anderes, aber eben keine SF, und Tino Hemmann ist ja auch ein versierter SF-Autor): Wilko Müller jr., Uwe Schimunek und Marcus Hammerschmitt lasen noch aus ihren Beiträgen zum Buch.
In dem Buch sind aber noch viele andere vertreten. Noch ein paar Namen findet man hier: http://diezukunft.de...stern-und-heute
Am Abend trafen wir uns noch einmal zum Abendessen im Brauhaus Napoleon; es wurde (eigentlich noch mal, schon mal im Frühjahr) der 30. Geburtstag des Freundeskreises SF gefeiert; aber diesmal waren es ein paar Gäste mehr, u.a. aus Berlin. War sehr schön, informativ, lustig!
Ok, damit haben wir die Wartezeit auf den nächsten ElsterCon also bravourös verkürzt. Danke!

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Halloween in Halle

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Ich war dabei... 31 October 2015 · 788 Aufrufe

Halloween in Halle Gestern, also eigentlich 1 Tag zu früh, traf sich der ASFC zur alljährlichen Halloween-Party. Ich fand es gut – also zum einen, dass es 1 Tag vorfristig stattfand, denn selber bin ich die gut letzten 10 Jahre nicht dabei gewesen, da an anderer Stelle ein „Gartenjahresabschlussfeuer“ brennt, eine Halloweenparty mit Lagerfeuer, samt den dazugehörigen Liedern zur Gitarre, mitunter sogar mit Dudelsack, wo die Kinder ihre Startbasis hatten, für einen Beutezug durchs Viertel. Na ja, die Kinder sind jetzt raus aus dem Alter…
Das Fest gibt es weiterhin, aber dies Jahr nicht am ASFC-Halloween-Termin. Hat mich sehr gefreut, war schön.
UND: Es gab gleich den NEUEN STERN, frisch vom Drucker. Das wollte ich wenigsten mal erwähnt haben. (Wer mehr wissen, also es lesen will, bitte per pn melden).
Was gibt es diesmal?

Nowa Gwiazda (15)
Herbst 2015, 36 + 4 Seiten
Liebe STERNEN-Besucher und Besucherinnen! von Thomas
Blut-Depesche von Arnold Reisner
Feuer und Stein 1: Prometheus, Rezi von Thomas
Die Milkweed-Trilogie von Ian Tregillis, Rezi von Bernd Wiese
Gringa Eiyû Deusetsu, besprochen von Jeremias Kauffmann
Aus alten Bücherkisten von Bernd Wiese
...Bertha von Suttner: Der Kaiser von Europa
...Otfrid von Hanstein: Der Fluch des Goldes
...Walter Kloepffer: Luzifers Ende
...Heinrich Nelson: Ahasvers
...Peregrinus Tyss: Gorgyra
Peter Schünemann: Die Pipeline, Story
Hat ein SF-Film automatisch Erfolg? fragt Thomas Hofmann zum Film „Automata
Rezi zu Fänger des Himmels, von Thomas Krüger Sabine Seyfarth
Alexander Gerow: Phantastische Novellen, wieder gelesen von Bernd Wiese
Drachenmahr - ein Märchen aus dunklen Zeiten, Rezi von Sabine zum Roman von Robert Corvus
Stefan Denaerde: Menschen vom Planeten Jarga, Rezi von Bernd
Zeit für Utopien, von Thomas
Grafiker des Heftes: Arkadiusz "Elion" Masalski


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Literarischer Herbst in Leipzig 2015

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 23 October 2015 · 708 Aufrufe
Literarischer Herbst Leipzig; und 2 weitere...
Letztes Jahr fand ich so gar nichts für mich beim Literarischen Herbst in Leipzig; dieses Jahr schon eher. Na ja, an einer Veranstaltung habe ich sogar einen kleine Aktie dran - als Mit-Illustrator des Buches und Einlassdienst :-) - bei "Leipzig – Visionen gestern und heute".
(Nachtrag 29.2.2016: Link wird nicht mehr unterstützt, wurde auf der Seite des Literarischen Herbstes Leipzig entfernt)

Aber darüberhinaus auch Herrn Schorlemmer zugehört:
Weiß gar nicht mehr, wann es das letzte Mal war, dass ich Atheist mir eine Predigt von Pfarrer Schorlemmer anhörte. Es war auf jeden Fall Weihnachtszeit, im neuen theater zu Halle, der Raum war voll, muss so 15 Jahre her sein.
Friedrich Schorlemmer ist ja nicht nur ein Pfarrer, sondern auch DDR-Bürgerrechtler. Eher ein gemäßigter, der aus seiner christlichen Sicht lieber Erbarmen und Vergeben zeigt, statt Revanche zu fordern. Das scheint ihm auch schon den Vorwurf anderer Ex-DDR-Bürgerrechtler eingetragen zu haben, die SED zu verteidigen. Da kann er nur den Kopf schütteln…
Damals war die Weihnachtspredigt mehr ein politisches Referat. Heute nun, anlässlich des Leipziger Buchherbstes, stellt er ein autobiografisches Buch vor, in dem er sein „politisches Leben“ darlegt. Viel Persönliches hat er ausgeblendet, da es ihm nicht so sehr um eine Selbstdarstellung ging.
Er kann nicht anders, das gab er gleich zu Beginn zu: Er kann sich nicht nicht einmischen in der Politik, auch wenn dies die eine oder der andere einem Pfarrer nicht zubilligt. Aber anecken konnte er schon immer gut.
Diesmal ging es also doch eher um ihn, die Person Friedrich Schorlemmer, seine politische Sozialisation. Er sprach viel, brauchte fast keinen Moderator, blieb in seinen Ausführungen aber vor allem in der Vergangenheit. Das fand ich etwas Schade. Nur ein Mal holte er etwas aus, als er die Sprache auf die Ursache für die gegenwärtige Flüchtlingskrise brachte. Doch nur kurz, so als hätte er sich vergaloppiert, kehrte er wieder in den Schoß der Vergangenheit zurück.
Vielleicht hatte ich ein wenig eine falsche Vorstellung vom Abend, aber mir fehlte der Bezug zu heute, seine Gedanken zu den Fragen der Zeit. Ja, ist schon interessant, was er erlebte, z.b. in der Zeit des Prager Frühlings, oder im Hause des Optikers Schorlemmer, und wie man dort mit Stasi-Spitzelei umging. Auch was er zum Leben in der DDR sagte, deren Freund er sicher nicht wahr, der sie dennoch nicht ins Bodenlose verdammen kann; er wünschte sich, dass Leute aus dem „Westen“ mal eine Zeitlang in der DDR gelebt hätten, „ohne zu wissen, dass es mit ihr zu Ende geht!“, ehe sie ihre Urteile fällen.
Unterm Strich: Ein interessanter Abend mit einem äußerst eloquenten Zeitgeist, der für mich nicht alle Lücken füllen und Wünsche erfüllen konnte.


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Dresden, wie ich es mag: PentaCon 2015

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 14 September 2015 · 1000 Aufrufe

Erstaunlich: Es gab mehr Con als ich erwartet hatte. Mehr in vielerlei Hinsicht, mehr Programm, mehr Leutchen, mehr gute Stimmung. So aus der Erinnerung und im Rückblick hat es mir diesmal besser gefallen als vor 2 Jahren. Irgendwie war kein Leerlauf, kam keine müde Stimmung (in mir) auf. Tja, großartig.
Angereist bin ich bereits am Freitag. Lange Zeit überlegte ich, ob ich den Freitag touristisch nutze; aber ich fand keinen richtigen Grund, durch die Stadt zu latschen. Daher setzte ich mich dem Freitagnachmittags-Verkehr aus, hangelte mich dann doch von einer Verkehrsbehinderung zur nächsten (aber so schlimm war es dann auch nicht) und kam superpünktlich am Palitzschhof an.
Ziemlich erstaunt war ich ob des bereits recht gut gefüllten Gastraums; der war, als ich vor 2 Jahren auch am Freitag dort ankam, absolut leer. Das hatte mir damals die Stimmung etwas verhagelt, aber nun: Doll! Erste Gespräche konnten vorsichtig geführt werden. Das Programm begann dann 19 Uhr mit der Begrüßung durch Club-Chef Ralf P. Krämer (RPK) einer Rede des Vorsitzenden der Palitzsch-Gesellschaft, Dr. Thomas Betten, dessen Räumlichkeiten wir ja schließlich nutzen konnten.
Es folgte ein Kurzfilm-Kaleidoskop, Hutschi präsentierte ganz alte SF-Filmchen und welche neueren Datums, erstellt von Filmakademie-Absolventen. Wider (meines) Erwartens war der Saal gut gefüllt, Stühle reichten gerade so – am Freitag wohlgemerkt – und alle Gäste zogen sich die Streifen rein. War ja auch eine kurzweilige Veranstaltung. Mir hat ja persönlich der kleine uralte Frankenstein-Film gefallen: Das Monster ähnelte irgendwie dem Struwwelpeter, war aber durchaus eindrucksvoll – besonders seine Entstehung, die mich wiederum an Szenen aus Clive Bakers Hellraiser erinnerten. (Um den Film zu sehen, muss man aber nicht zum PentaCon, den gibt es auch auf dieser Videoplattform, der berühmten, man suche da nach Frankenstein (1910))

Der Samstag = Hauptkampftag.
Ging früh los, mit Kaffee-Talk und Begrüßung der Leipziger... Ein Berliner, er war aber schon am Freitag da, hatte dann um 10 Uhr seinen Programmpunkt: Hardy Kettlitz referierte über 30 Jahre Sensationen und Skandale im Berliner SF-Club Andymon. Har har, ich werde natürlich davon hier nichts verraten :-) --- Im Ernst: Hardy eröffnete dem gespannt dreinblickenden Auditorium, dass der Untertitel sie lediglich anlocken sollte. Na, wer hätte das gedacht? - Aber trotzdem: Hardy konnte viel und amüsant berichten.
Es folgte der alljährliche Turbo-Vortrag von Dr. Karlheinz Steinmüller. „Alljährlich“? Klingt ja nach: Schon wieder? Aber das denkt niemand, die/der schon mal einen Vortrag von Karlheinz Steinmüller beiwohnte. Das ist IMMER ein Feuerwerk von Ideen und wohlfeilen Formulierungen zu einem knalligen Thema. Kein Ahnung, wo er das immer herzaubert. Diesmal ging es um Sprache. --- ??? --- Das soll spannend sein? - Ich denke mal, das ist es durchaus a priori; aber hier ging es um Sprach-Utopien, um utopische Sprach-Entwürfe. Als Wissenschaftler legte er eine Systematik vor und konzentrierte sich dann auf ein paar Aspekte zum Thema. - Ach, ich hatte keinen Stift zur Hand, denn ein paar Wendungen und Formulierungen waren wieder so, dass man sie hier eigentlich zitieren müsste. ABER: Wer will, kann es teilweise nachlesen, in dem „Begleitheft zum Penta-Con“, der Sonder-TERRAsse (stelle aber gerade fest, dass ein nachträglicher Bezug des Heftes so einfach nicht scheint; finde keine „offizielle“ Bezugsquelle*)
Dann blieb ich gleich zur Lesung von Angela & Karlheinz Steinmüller und Erik Simon aus ihrem gemeinsamen Buch, „Die Wurmloch-Odyssee“, das es aber irgendwie gar nicht richtig gibt. Irgendwie ist die gesamte Auflage … nicht da... Na, vielleicht findet sich ja noch ein Weg, die gedruckten Bücher auch den Lesern anzubieten. Damit war die Lesung natürlich was ganz Besonderes.
Bevor die Laßwitzpreise (deren Verleihung gewohnt gekonnt Udo Klotz moderierte, diesmal begleitet von Ralf Bodemann, der die Laudationes verlas; er vertrat HPN sehr würdig!) vergeben werden konnten, zu deren Verleihung recht viele Preisträger auch anwesend waren, musste Michael Iwoleit noch vorklären, wie es um die SF und die Mainstream-Literatur steht, also, inwieweit sich SF und Mainstream inzwischen angenähert haben. Geklärt werden sollte diese Frage dann am Abend im Podiumsgespräch. Wurde die Frage geklärt? Man darf zweifeln, aber das musste sie auch nicht. Ich fand bemerkenswert, dass Michael Iwoleit am Ende zu dem Fazit kam, dass wir SF-Fans diese Annäherung nicht mitbekämen, weil wir zu sehr im eigenen Dunstkreis blieben. - Ach ich weiß nicht; ich habe schon eher den Eindruck, dass SF-Leser/innen mehr als umgedreht eher mal über den Tellerrand schauen (also die Krimi-Leer/innen sich schwer tun, sobald über dem Roman „SF“ steht, obwohl viele der modernen Krimis und Thriller recht deutliche und viele SF-Elemente haben); aber es ging ihm gar nicht so sehr um die Genre-Autoren, sondern um die immer häufiger auftretenden Fälle, dass sich seriöse, anerkannte, literarische Autoren SF-Elementen bedienen, oder einfach waschechte SF schreiben. Er nannte beispielsweise oftmals David Mitchell (Wolkenatlas) – na ja, gerade bei diesem Roman trägt er meiner Meinung nach Eulen nach Athen, denn der Roman wurde im SF-Fandom durchaus anerkannt und abgefeiert. Ich glaube, dass SF-Fandom ist weit weniger ignorant, als Michael befürchtet.
Nun, alles konnte ich nicht sehen. Auch wenn es nur eine Programmschiene gab, war es so viel, dass ich nicht alles geschafft habe. Die Fans lenken einen ja auch immer so ab :-)

Referenz
Web-Präsenz des Orts des Geschehens
Flyer zum Con
Laßwitzpreisträger 2015

* ) PS: Bei Ralf Krämer kann man das Heft bekommen, erfuhr ich nachträglich, Adresse siehe Flyer; für 1,5+P


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HUGO AWARD – die ersten Jahre, in Leipzig

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Ich war dabei..., Phantastisches Halle & Le... 28 May 2015 · 840 Aufrufe

22. Mai 2015, Haus des Buches Leipzig

Vortrag: Hardy Kettlitz stellt sein neues Buch vor, der Hugo, die ersten Jahre, 1953 – 1984
Vor gut 20 Leutchen konnte Hardy im Rahmen der monatlichen Veranstaltungen des Freundeskreises SF Leipzig sein neues Buch vorstellen, das im Imprint MEMORANDA im Golkonda Verlag dieses Jahr erschien. Er machte das in gewohnt eloquenter Art und Weise, Lichtbild-unterstützt. Dabei kam er aber nicht dazu, wirklich den gesamten Zeitraum vorzustellen, dazu reichte die Zeit bei Weitem nicht.
Auf die Sad Puppie-Affäre, die die gegenwärtige Hugo-Preisverleihung überschattet, wollte er anfangs gar nicht eingehen. Aber wie es so kommen kann: Am Ende ging es nur noch darum. Er meinte sogar, dass er kaum Lust verspürt, die Hugo-Preisträger nach 2015 noch zu verfolgen, wenn er sieht, welche Leute sich da zu profilieren suchen. Na, ich kann’s ihm nicht verdenken.
Ob nun immer die ersten Preisträger – gerade in den literarischen Rubriken – wirklich die allerbesten warne, die den Preis verdient haben, sie dahingestellt. Er wies gern daraufhin, auch die Zweit- und Drittplatzierten sich anzuschauen, zumal der Stimmenabstand zwischen den Plätzen oftmals nicht gravierend war.
Als SF-Fan „kennt“ man ja den Hugo, dennoch darf ich von mir behaupten, einiges für mich Neues erfahren zu haben, bzw. Verschüttetes wieder ausgegraben bekommen zu haben.
Dass der World-Con, auf dem der Hugo ja gekürt wird, ursprünglich auch mit der Weltausstellung verknüpft war, war mir z.B. durchaus nicht geläufig. 1939 gab es den ersten SF-Worl-Con in New York, zeitgleich mit der Weltausstellung, was den anreisenden Fans auch genügend Anlass geben sollte, die Reise auf sich zu nehmen.
Interessant am Rande, dass es auch damals schon politische Zwiste gab, also die Sad-Puppie-Affäre vielleicht gar nicht so ungewöhnlich für das SF-Fandom ist. Frederic Pohl wurde z.B. gar nicht zum Con eingelassen, weil er als „Kommunist“ – Mitglied der Futurians – von den Con-Veranstaltern ausgeschlossen wurde.
Auch dass es einen deutschen Hugo gab, war mir neu. Diese Geschichte ist aber an Peinlichkeit kaum zu überbieten, denn den hat sich der Ur-Vater der westdeutschen SF Walter Ernsting selbst verliehen (verkürzt gesagt).
Und dass es einen Retro-Hugo gibt, für die Jahre, in denen der World-Con keinen Hugo auslobte, war mir neu, also ab 2014 für 1939 z.B.
Dies und noch viel mehr.
PS Es tauchte bei den früheren Preisträgern auch der Name Willy Ley auf. Dies kann man dann sozusagen gleich für einen der folgenden Veranstaltungen des Freundeskreises als Überleitung nehmen, denn Wolfgang Both hat zu ihm einen Vortrag vorbereitet, den er sicher auch bald in Leipzig halten wird. (für mich btw auch deshalb interessant, weil ich über den Namen im Zusammenhang mit dem von mir kürzlich für mich entdeckten S. L. deCamp stolperte; die beiden haben auch etwas zusammengearbeitet…)


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Messe, Leipzig 2015, die Klappe fällt...

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 20 March 2015 · 659 Aufrufe
Dietmar Dath
Messetagebuch, 4. Tag

(15. März 2015)

Wie begonnen, so soll es enden: Wieder eine Dietmar-Dath-Lesung. Statt fand diese in der "Baustelle" --- einem Nebenschauplatz des Leipziger Schauspiels... Diesmal stellte er lesend und im Gespräch mit seinem Kollegen von der FAZ, Andreas Platthaus, seinen neuen SF-Roman, „Venus siegt“, vor. Wie sich schnell herausstellte, ist es auch ein „politischer“ Roman. Die beiden auf dem Podium Sitzenden arbeiteten dann auch heraus, dass dieser Roman durchaus mit dem anderen (am Do. präsentierten, „Deutsche Demokratische Rechnung“) korrespondiert. D.D. zeigt, wie das, was heute ist, zu etwas werden kann und wie es aus etwas entstanden ist, wobei jeweils nur Möglichkeiten gezeigt werden.
Diesmal war das Gespräch, das, was D.D. sagte, noch weit komplexer und tiefgründiger als das was am Donnerstag gesagt wurde. Wiederum ist es nicht wirklich einfach, wenn man das Buch ja gar nicht kennt, auch wenn er noch so wortgewaltig, eloquent und vielfältig die Grundgedanken des Romans vorstellte.
Nun, es geht wohl darum, dass das gesellschaftliche Experiment in 500 Jahren auf der Venus ähnlich verläuft wie das in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Leider, müsste man sagen… Denn es wird wieder einen (Stalinistischen) Diktator (eine Diktatorin!) geben. Wiederholt sich die Geschichte wirklich immer wieder?
Dass D.D. sich der Idee des Kommunismus sehr aufgeschlossen gegenüber, dürfte kein Geheimnis sein. Von daher hat es mich verwundet, dass er wohl meint, dass eine gesellschaftliche Umgestaltung, die unter der Flagge des Kommunismus vorangetrieben wird, zwangsläufig zu Diktatur und Bürgerkrieg führen muss. Ich finde dies ziemlich desillusionierend. Allerdings, es kann sein, dass ich ihn missverstanden habe, denn er betonte, dass historische Entwicklung spiralförmig verläuft, also nicht in ständiger Wiederkehr, sondern Wiederkehr auf einem anderen Niveau (kann aber auch anders kommen: Abstieg). Na, dennoch…

So, fertig mit diesem Jahr. War recht zufrieden mit "meiner" Auswahl und bin natürlich schon auf das nächste Jahr gespannt.


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Messe, Leipzig, Tag 3 - mysteriöse Aufklärung

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 19 March 2015 · 560 Aufrufe
HoaX-Files, Hoaxilla
Messetagebuch, 3. Tag

„Leipzig liest“ wartet jedes Mal mit einer überwältigend großen Anzahl von Veranstaltungen, Autoren Lesungen, Diskussionen etc. auf. Man muss da eine Auswahl für sich treffen. Geht gar nicht anders. Die „Großen“ interessieren mich da meistens weniger, also kann ich leider nicht von Rothfuss, Adler-Olsen oder gar von einem sogenannten Prominenten berichten (bei denen ich mich frage, was die auf einer Buchmesse zu suchen haben; aber sicher ist das eine zu arroganten Frage.)
Ich bin schon einige Zeit Fan des Hoaxilla-Podcasts. Kennt Ihr den? Wer sich für Verschwörungstheorien, UFO, paranormale Erscheinungen, urbane Legenden, neue Sagen aus der Sicht der Wissenschaft und Skeptiker interessiert, wird hier fündig. Bereits so um die 180-mal haben die beiden Macher (Ehepaar Waschkau) ihre Hörer mit Infos und Aufklärungsarbeit verwöhnt. Nun gibt es eine Art Roman zu Themen aus dem Podcast.
Hmm, weiß nicht, ob diese Form die richtige Wahl war: Also, die beiden „Ermittler“ in Sachen HoaX-Files (ja, die Analogie zu einer einschlägigen TV-Serie ist gewollt) schildern ihre Abenteuer. Meist begonnen diese auf dem heimischen Sofa. Der Schreibstil erinnerte ein bisschen an einschlägige rätselhafte Jugendbücher, wobei dies sicher wohl beabsichtigt war, zumindest wurden diese als Referenz vorab benannt. Vielleicht haben sich die Autoren da einen Jugendwunsch erfüllt? – Mir war das alles ein wenig zu privat. Ich denke, da wäre es besser, die Romanhandlung fiktiver zu gestalten. Am Ende ging es ohnehin darum, zu den Erscheinungen, Sagen etc. etwas Entschleierndes zu berichten; so gesehen wäre vielleicht doch ein Sachbuch der Sache gerechter geworden.
Aber die Lesung im Krimikeller unterhalb einer Gaststätte im Barfußgässchen Leipzigs war wiederum gut besucht; und die Beiden haben das recht locker und lustig gestaltet. Für mich war das mal schön, die Menschen zu den mir bekannten Stimmen zu sehen.

Referenzen
Der Hoaxilla-Podcast ist hier zuhause
Zum Buch (irgendwie klappt es zur Zeit nicht besser mit den Links zu amazon)
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Messe, Leipzig, Tag 2

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 17 March 2015 · 446 Aufrufe

Messetagebuch, 2. Tag

(13. März 2015)
Am Freitag ging es nun wirklich zum Messegelände. Wir waren beizeiten da, was auch gut war; schon gg. Mittag wurden einige Durchgänge gesperrt. Ich will gar nicht wissen, wie es am Samstag aussah…
Was mir aufstieß: Halle 5 war nur etwa zur Hälfte genutzt. Warum kann man nicht lockerer aufbauen? Vielleicht würden dann bestimmte Schubsereien nicht auftreten? Ach ja…
Mein Messebesuch ist weniger durch Begegnungen geprägt, sondern durch Info-Fresserei. Mein Ziel ist tatsächlich Neues zu erfahren, Verlage und Bücher zu entdecken, Kataloge einzuheimsen. Natürlich nicht von bekannten und großen Verlagen. Das klappt auch jedes Mal, es gibt immer was Neues zu entdecken. – Zudem ist es mir eine gute Tradition geworden, immer „mein“ Messebuch zu finden, also ein Buch, das mich direkt anspricht, von einem Autor/Verlag, den ich bis dato nicht wahrgenommen habe. – Nun, es IST mir wieder gelungen. Natürlich bin ich selber gespannt, wie das Lektüreerlebnis ausfallen wird.
Was mich sehr freute war, dass ich dann doch schöne (Zufalls-) Begegnungen hatte. Das war sozusagen noch das I-Tüpfelchen auf der Sahnehaube, oder so… Zumal so etwas bei den Menschenmassen einem Wunder nahe kommt.
Dann gab es noch eine Veranstaltung zu besuchen: Im Zeitgeschichtlichen Forum im Zentrum Leipzigs lud das Deutschlandradio Kultur zur Forumsdiskussion ein, thematisch drehte es sich um (sinngemäß) das Verhältnis der Linken zu Israel in Geschichte und Gegenwart (auch der DDR zu Israel). Wo ich erst dachte, dass es sich um so eine kleine Sache handelt, entpuppte sich das Ganze zum großen Bahnhof. – Dies ist ohnehin ein prägender Eindruck der diesmaligen „Leipzig liest“-Reihe: Es kamen immer mehr Besucher als ich zuvor für möglich hielt.
Nun, es wurden nicht alle Fragen (die ich zum Thema hatte) beantwortet; vielleicht geht das auch gar nicht; interessant war es allemal. – Der Tag wurde mit dem allmonatlichen SF-Stammtisch des ASFC in Halle beendet.


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Messe, Leipzig 2015, Tag 1 (Die Idee von der mathematischen Gerechtigkeit)

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 16 March 2015 · 694 Aufrufe
Dietmar Dath
Messetagebuch, 1. Tag

(12. März 2015)

Nun also mein erster Buchmesse / „Leipzig liest“-Event. Wenn ich das mal schon so verraten darf: Diesmal wird es ziemlich Dietmar-Dath-lastig. Der Autor hat zur Messe ja auch 2 Bücher am Start. Mein Vorab-Eindruck war: Ein politisches und ein SF-Buch; wie sich dann herausstellte, sind es ein politisches und ein politisches SF-Buch.
Am Donnerstagabend wurde in der Bibliotheca Albertina Dietmar Daths Buch „Deutsche Demokratische Rechnung“ vorgestellt. Den Ort kannte ich von einer anderen Lesung schon: damals füllte Christian Kracht den großen Saal. Das Haus ist imposant, der große Saal auch; diesmal fand die Lesung in einem kleineren Saal statt, aber auch der war angenehm gefüllt; schätze so 120 Personen (?).
Wer fehlte, war der Verleger. (Das Buch erschien im Eulenspiegel Verlag.) Nun, Dietmar ist Profi und Entertainer genug, dass ihn das nicht weiter störte. Er legte pünktlich los.
Zunächst zur Entstehungsgeschichte des Buches: Eigentlich wurde er gebeten, eine Erzählung zu einer Anthologie beizusteuern, die Walter Ulbricht gewidmet war. Es sollte um einen Mathematiker gehen, der die neue ökonomische Politik unter Ulbricht wissenschaftlich-mathematisch begleitete. Dazu erfand D.D. eine Rahmenerzählung, in der eine Enkelin aus der heutigen Sicht das „Erbe“ beleuchtet.
Weiß gar nicht, was aus der Antho bzw. dem Beitrag wurde; aber die Rahmenerzählung weitete sich mächtig aus und nun gibt es also diesen Roman.
Die „Erbin“ des ulbricht’schen Vermächtnisses hat ein Faible für Mathematik, das teilt sie offensichtlich mit dem Autor. (Dies hat er ja bereits in anderen Schriften ausführlich dokumentiert.) Am Ende verriet er uns auch, warum das so ist. Bemerken möchte ich, dass seine persönliche Erzählung fast ein bisschen interessanter und flüssiger war als die Lesung selbst. Wobei so ein „Urteil“ sicher unfair ist, denn was soll bei einer kurzen Lesung eines Abschnitts aus einem Roman schon vom Großen-Ganzen hängen bleiben? Auch wenn er in seiner Einführung und den Zwischenkommentaren einen sehr schön Überblick gab, worum es ihm in dem Roman geht.
Also, er erzählte aus seiner verkorksten Schulzeit, in der er Strafarbeiten anderer Schüler erledigte. Dabei stellte er fest, dass in Fächern wie Deutsch oder Englisch durchaus Willkür bei der Bewertung durch die Lehrer herrschte. Es gab halt nur ein Fach, das „gerecht“ ist: Mathe!
D.D. leitet von diesem interessanten Umstand ein gesellschaftlich-utopisches Konzept ab. Dabei scheint es in der Ideen-Geschichte und Philosophie durchaus etwas Ähnliches schon zu geben; zumindest in ihrer negativen Ausformung. Konservativen und reaktionären Leuten war das Kalkulieren eher suspekt; D.D. nennt z.B. Heidegger, deutsche Romantiker, die gern das Kalkulieren als verdammungswürdige Eigenschaft bei ihren Gegner kritisierten; quasi als Illustration beschrieb er eine Propaganda-Flugschrift mit Bild gegenrevolutionärer Kräfte zur Zeit der französischen Revolution, auf dem Revolutionäre mit den Schädeln ihrer toten Feinde „kalkulierten“…
Zur Lesung noch eines, was auch einen relevanten Eindruck über das Buch selbst enthält: Er las u.a. eine Passage, in der 2 Protagonistinnen miteinander telefonieren. Da zeigte sich, wie gut und witzig und unterhaltsam D.D. schreiben kann. Ansonsten sind seine Sätze ja eher überkopflastig-relevant- gewichtig. Ihnen zu folgen fällt schon beim Selberlesen schwer (mir zumindest, mittlerweile), zum Vorlesen mögen sie sich u.U. nur bei 110%iger Konzentration eignen. – Wie auch immer, ich war vom Gesamtvortrag durchaus begeistert; ein guter Start!


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Erich v. Däniken, fast 80

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 11 March 2015 · 840 Aufrufe
Däniken
Messetagebuch, Tag 0

„Messetagebuch“? Na ja, der erste Eintrag gehört eigentlich nicht dazu. Zufälliger Weise fand der aktuelle Däniken-Vortrag in dieser Woche statt, als die Messe begann und „Leipzig liest“ und „Halle liest mit“ ebenfalls stattfanden.
Hier also ein kleiner Bericht zum


Vortrag "Unmögliche Wahrheiten"
von Erich v. Däniken
in der Konzerthalle Große Ulrichskirche, in Halle/S. am 10.März 2015

~ ~ ~

Ach, ich möchte ja so gern glauben! Herr v. Däniken ist zuversichtlich: Inzwischen, so meint er, würden Menschen, die in außerirdischen Aktivitäten verwickelt waren oder sind, dies zugeben. Es werden ihm Top Secret-Unterlagen zugesandt, Menschen mit geheimem Wissen offenbaren sich ihm, sind aber noch nicht bereit, ihre Namen offen zu legen. Und nur wenn er die Unterlagen, dieses Wissen und die Infos mit den Namen der Überbringer präsentieren darf, würde er sie auch publizieren. Insgesamt, so Däniken, kommen nun viel mehr Geheimnisse ans Tageslicht, wird auch mehr zugegeben. Das ist wohl eine neue Entwicklung…
Dafür hat er aber einen Film gezeigt, den ein Kampfpilot mit der Bordkamera seines Flugzeuges (?) aufnahm. Auch er wollte seinen Namen nicht genannt wissen, aber bestand darauf, dass der Film in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Däniken meinte, dass man anhand der eingespielten Parameter und Daten auf dem Film diesen sehr genau einer Person zuordnen könne.
Man sah ein kugelförmiges Objekt über eine Flughafenanlage und Stadt fliegen, dann im Meer eintauchen, wo dann zwei Objekte wieder auftauchten; alles in einem Affenzahn…
.
Also, mein dritter Däniken-Vortrag.
(in 2010 z.B. schon mal, dokumentiert hier)
.
Obwohl ich kein Anhänger bin (ein Glaubensanhänger „darf“ ich nicht sein, denn das betont Däniken jedes Mal voller Inbrunst am Ende seines Vortrages: Er will auf keinen Fall eine Sekte gründen oder sehen, dass Leute um seine Ideen, Gedanken, Beweise… eine Sekte gründen würden), also obwohl ich eher skeptisch seinen Ideen gegenüber stehe, gebe ich gern zu, dass er mich fasziniert. Nun ist er 80 Jahre alt und man merkt es ihm in keiner Sekunde an. 1,5 h Rede-Feuerwerk, ohne schriftliche Unterlagen vor der Nase (vielleicht ein Stichwortzettel -- ?, ich konnte nichts erkennen), dabei gut verständlich, schlüssig vortragend. Da muss man einfach mitgehen. Wer kann sich dem entziehen?
Auch wenn sich ein paar Themen und Stichpunkte in jedem seiner Vorträge (die ich miterlebte) wiederholen, so gibt es durchaus immer was Neues (für mich). Diesmal war es der Gedanke, dass wir auf der Erde einen Zustand erreicht haben, wo wir von den Aliens so eingeschätzt werden, dass wir langsam reif sind für „sie“, dass es also zum richtigen Kontakt kommen kann. (wenn ich das richtig verstanden habe…) Daher häufen sich UFO-Sichtungen und vor allem häufen sich die Fälle, wo UFO-Sichtungen nicht mehr geleugnet werden.
Schwerpunkte waren das Wunder von Fatima, die apokryphen Schriften des Henoch. Doch wie schon angedeutet, Däniken trägt so konzentriert und zügig vor – ich hatte mitunter den Eindruck, er versucht, möglichst viel in seine 1,5 Stunden hineinzupacken – dass ich nicht mal alle Punkte wiedergeben könnte, selbst wenn ich es wollte. Absolut erstaunlich der Mann!
Dabei hat er sich sympathischer Weise selbst als „Phantast“ bezeichnet und führte aus, wie die Menschheit, wenn sie es denn wollte, ihre Mission im großen Projekt Panspermie erfüllen könne. Was er hier ausführte, überrascht den SF-Fan eher nicht, schön war es trotzdem: Per Generationen-Raumschiff wird innerhalb von schlappen 50 Jahren eine neue Welt erreicht. Von dort wird in 500 Jahren eine neue Expedition ausgerüstet, die wiederum… usw. – Ob „wir“ das je hinbekommen könnten? Mein Optimismus ist arg ausgebremst.
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Nebenbei interessant: Däniken erwähnte die Skeptiker. Interessant für mich deshalb, weil ich auf die Skeptikerbewegung, die ja nicht neu ist, auch erst so ab Ende 2013 aufmerksam wurde. Ich gebe auch gern zu, dass ich viele ihrer Haltungen teile, insbesondere was Fragen des Impfens, Homöopathie etc. anbelangt. Aber das Feld ihrer Interessen ist weit gefächert, so gehört eben auch Paläo-Astronautik dazu, der sie kritisch – skeptisch – gegenübersteht. Mich fasziniert da vor allem, dass man sich auch mit „solchen Sachen“ beschäftigen kann, ohne in den Verdacht, ein unbedarfter Apologet zu sein.
Däniken kritisierte, dass „die Skeptiker“ (mit denen er zu tun hatte?) sich jeglichen Argumenten verschließen würden, frei nach dem Motto, „es kann nicht sein, was nicht sein darf“.
Na ja, auch das ist ein Totschlagargument: Wenn jemand meine Denkweise kritisiert, verschließt er sich dieser nur… Das funktioniert immer – und nie.
Aber die Buchmesse macht es möglich: Am Samstag habe ich mal die Möglichkeit, die „Gegenseite“ zu hören: Die Hoaxilla-Macher haben aus ihren Podcast-Geschichten einen Roman geschmiedet. Der wird auf der Buchmesse in Leipzig vorgestellt. Darin geht es um VTs (Verschwörungstheorien), UFOs,… und halt alle gängigen Themen, mit denen sich so ein Para- und Pseudowissenschaftler beschäftigt.
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PS Stelle gerade fest, dass ich 2010 ein paar Floskeln gebrauchte, die in meinem aktuellen Text auch verwende. Na sowas....


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Der Nebelmonat... Leseliste und so

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Ich war dabei... 29 November 2014 · 863 Aufrufe
Elmar Schenkel
Der Nebelmonat ist vorbei. Was denn, jetzt schon? Irgendwie ging es so schnell. Eigentlich so eine richtig klassische Zeit zum Lesen. Oder doch nicht? Ich merke nur, dass mir Licht immer wichtiger wird. Und im November kann man eben nicht mehr auf dem Balkon im Sonnenlicht sitzend lesen. Also, man könnte schon, aber...
Für mich - mal so nebenbei und weil das ja mein Blöggchen ist - gab es noch zwei kulturelle Höhepunkte, denen ich zu anderen Zeiten vielleicht mehr Raum hier gegönnt hätte. Aber wenigstens will ich es erwähnt wissen, denn es sind echte Tipps meinerseits.
1. Das neue Buch vom Proff: Elmar Schenkel, dem Anglisten aus Leipzig. Seine Veranstaltungen erwähne ich ja des öfteren und weise mit Inbrunst darauf hin, dass sie wahre Geheimtipps und Kleinode sind. Nun, so geheim sind sie nicht, denn egal worüber er spricht, sie sind immer gut besucht.
Nun also das neue Buch: „Die Stille und der Wolf“. Mit Essays. Ich hab es noch nicht gelesen, aber der Buchvorstellung im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins für Vergleichende Mythologie, der er angehört, beigewohnt. - Und ich werde das Buch wohl lesen müssen. Die Ausschnitte, die er las, waren jedenfalls anregend: poetisch, witzig, philosophisch, assoziativ, mit zahlreichen kosmischen und phantastischen Anspielungen, für die der Autor ja bekannt ist.
Übrigens ist der Veranstaltungskalender des Vereins für Vergleichende Mythologie immer mal ein Blick wert. Siehe hier: am 11. Dezember kommt Wolfgang Hohlbein auf ihre Einladung ins Haus des Buches.
2. Noch ein Lokaltipp für den mitteldeutschen Raum: Ein Theaterstück nach dem Erzählungsband von Michael Ende wird am Neuen Theater zu Halle aufgeführt - ein surrealistischer Krimi, ein Fest der Farben und Formen, absolut cool inszeniert; an einer Stelle hatte ich echte Gänsehaut (nee, werde hier nicht spoilen, gehört sich nicht). Aber hey, wann hattest du das letzte Mal im Theater Gänsehaut? „Der Spiegel im Spiegel“.

Gelesen habe ich...
52) Sophie Dannenberg: “Das bleiche Herz der Revolution”
Das Buch wollte ich eigentlich lesen, als ich “Teufelsberg” kaufte. Hatte mich bloß nicht getraut... Klingt komisch? Nun ja, also...
Das Buch ist eine Abrechnung mit dem Mythos 68. Die Autorin kommt aus so einem Umfeld, und ist ihm wohl nach wie vor irgendwie zugeneigt. Aber sie lernte die Schattenseiten kennen, setzte sich damit auseinander - auch ziemlich kompromisslos.
Als Ergebnis kam ein sehr unterhaltsamer Roman heraus. Als Werbeaufkleber steht auf dem Cover: “Das lustigste Buch der Welt”. Ich nehme an, das ist Ironie. Denn was da erzählt wird, ist absurd, unfreiwillig komisch (aber durchaus bewusst komisch geschildert), bringt einen auf die Palme.
Wenn das so stimmt, dann hatten einige der sog. 68er Generation ziemlich verpeilte Ansichten. (Also, ich versuche diplomatisch zu sein.) Was mich am meisten amüsierte und verwunderte war, dass die Protags damals total auf die DDR abfuhren, flächendeckend dem Vulgär-Marxismus frönten, dabei - die Handlung spielt ja in einem akademischen Milieu - dermaßen schablonenhaft Parolen droschen, wie sie bei uns (DDR) nur auf 1.Mai-Plakate zu finden waren, bestenfalls. Allerdings kenne ich die 60er ja nicht aus eigener Anschauung; in meiner Zeit wurden solche platten Floskeln eher weniger benutzt. (Oder trügt mich meine Erinnerung?)
Die Inhalte der Vorlesungen (Soziologie) sind - für mich - so gut wie gar nicht nachvollziehbar. Dass aus solchem Blahblah ein Anti-Intellektualismus erwächst, wundert mich dann auch nicht mehr.
Im Kern sind es aber Intrigen, die gesponnen wurden, in denen sich ein paar Akademiker ganz einfach die “revolutionäre Bewegung” für sich ausnutzten. Dabei wird das historische Beispiel des Abservierens Adornos genutzt, ohne ihn direkt zu erwähnen; auch hält die Autorin sich nicht wirklich an die Biografie des Philosophen, dem die Stundentenbewegten ziemlich übel mitspielten.
Der zweite Aspekt, der im Buch eine Hauptrolle spielt, ist der Umgang mit Pädophilie. Ein Thema, das ja zuletzt in der Bundestagswahl eine Rolle spielte. - auch hier ein: Au weia! Wenn das so stimmt, ist das ziemlich ekelerregend.
Die Tochter einer Familie in dem 68er Umfeld erlebt einiges mit, was Kindern auf Dauer sicher psychischen Schaden brachte. Selbst musste sie sich mit ihren inkompetenten Eltern, die ihren Egoismus und ihre Beziehungsunfähigkeiten hinter diesem pseudo- revolutionären Worthülsen und Gedanken-Ruinen versteckten, auseinandersetzen. Allerdings dermaßen sinnfrei, dass es echt weh tut; doch das Mädchen, die Protagonistin, konnte sich nur schlecht dagegen wehren.
Irgendwie harter Tobak!
Insgesamt merkt man, dass es ein Erstlingsroman ist. Die Autorin hat noch viel mehr hineingepackt. Insgesamt soll wohl ein allumfassendes Bild der (west) deutschen Wirklichkeit abgebildet werden, also das Erbe der Kriegs- und Nachkriegszeit, die 68er Revolte und was daraus heute wurde. Auch wenn das vielleicht zu viel war, ist das Buch eine echte Lektüreempfehlung!
Ach so, warum nun „nicht getraut“ - siehe oben? Na ja, wie das so mit Mythen ist: Wer will sie gern aufgeben? Ich frage mich nach dem Buch schon, was noch da dran ist – wie so oft vielleicht nur die ursprüngliche Idee, doch die Umsetzung scheiterte...
10 / 10 Punkte

53) L. Sprague deCamp: Bessas der Krieger
Noch so ein historischer Roman vom leider irgendwie vergessenen deCamp. Dabei könnte das Buch aber auch in der Fantasy-Reihe erscheinen, da es Fantasy-typisch einfach nur Abenteuer aneinander reiht, die ein paar Haudegen, angeführt von dem titelgebenden Bessas, erleben. Spielplatz ist das Persische Reich zur Zeit des Xerxes. Der gibt dem zu Unrecht der Unterstützung eines Verbrechens bezichtigten Bessas den Auftrag, zur Nil-Quelle vorzudringen, um einen Drachen zu fangen und andere Sachen zu besorgen, die der König für einen lebensverlängernden Trank benötigt. Das hat ihm sein Hof-Magier eingeflüstert.
Na? Klingt wie Fantasy? Oder? Genau... Die Gemeinschaft findet sich, die Queste beginnt, ob das Ziel erreicht wird, sei mal dahingestellt. Dazwischen gibt es viele Abenteuer, Begegnungen, Herausforderungen.
Sicher kein großer Wurf, aber ein unterhaltsamer Schmöker
6 / 10 Punkte

54) Matt Ruff: „Bad Monkeys“
Hörbuch, gelesen von J. Tabatabai, H. Deutschmann, O. Brod
Mein 2. Ruff-Versuch (nach „Fool on the Hill“), und wieder kein so toller Eindruck. Ich weiß nicht, was an dem Autor so toll sein soll.
Da ist also eine Frau in der Psychiatrie, wird von einem Arzt interviewt und erzählt von ihrem Killer-Leben. Sie tötete im Auftrag einer ominösen Gesellschaft, die halt böse Affen (Menschen) töten will, um die Welt etwas besser zu machen. Und natürlich gibt es auch eine negative Gegenorganisation dazu. So kurz und absurd.
OK, man merkt schnell, dass hier was nicht stimmt. Sie malt sich die Welt so und erzählt diese phantastische Geschichte. Man kann es sich aussuchen: Gibt es diese geheimen Organisationen, die allmächtig, aber im Verdeckten agieren, oder hat sie einfach zu viele Drogen konsumiert und trägt ihr Schwester-Bruder-Kindheits-Trauma vor sich her.
Mein Problem dabei: Bei aller Erzählkunst, bei aller Phantasie (die aber eher ausschließlich destruktiv daherkommt) geht das Ganze mich nichts an. Vielleicht irrelevant und daher langweilig für mich. So als Unterhaltung beim Autofahren aber gut genug.
6 / 10 Punkte

55) Michael Bishop: „Das Herz eines Helden“
Meine Bishop-Ära geht wohl zu Ende...
Leider hat mich dieses Buch nicht in seinen Bann geschlagen, wie es andere von ihm vermochten. Auch hier - wie bei Ruff - konnten mich die Schicksale der Personen nicht an sich binden.
Die Ausgangssituation ist schon ziemlich verrückt: Da taucht im Garten eines geschiedenen Paares ein Urmensch auf. Sie nimmt ihn auf, verliebt sich in den Homo Habilis und zeugt mit ihm ein Kind. Das weckt die Neugier der Wissenschaft und der Medien und des Ku Klux Klan. Das Kind lebt nicht lange.
Alles könnte so spektakulär sein, ist es aber nicht. Erzählt wird aus der Sicht des geschiedenen Mannes, dem man ja eigentlich schnell unterstellen könnte, dass diese Affäre seiner Ex mit dem Urmenschen ihm ordentlich Hörner aufsetzt. Aber nee, er ist sehr tolerant...
Sicher ist es etwas Besonderes, wenn Bishop eben nicht die 08/15-Stories um sein „Wunder“ abspult, wie man es vielleicht von einem Michael Crichton erwarten würde. Bishop macht eine stille Beziehungskiste daraus, einen ruhigen, unaufgeregten Roman, der mir so aber sehr unrealistisch erschien - und eben auch etwas langweilig.
Wie so ein Urmensch im 20. Jh. leben kann, wird zwar berichtet, doch spielt diese wiss. Frage keine Rolle. Auch erschien es mir sehr unglaubwürdig, wie schnell und vollständig Adam (so heißt der Urmensch) sich der Kultur der Neuzeit anpassen konnte. Wie geschrieben: alles völlig unspektakulär, was sicher besonders ist, aber eben langweilig... äh, merkt ihr: was das Buch mit mir macht?
5 / 10 Punkte

56) L. Sprague de Camp: „Der große Fetisch“
Wieder so ein schöner, kleiner, unaufgeregter (huch, wird das jetzt ein Lieblingswort?) Abenteuerroman aus der Feder eines wohl sehr unterschätzten Autors, den ich nicht müde werde, für mich zu entdecken.
Diesmal entführte mich de Camp... Ach, stopp! Die Rezi ist den Lesern des NEUEN STERNs vorbehalten.
9 / 10 Punkte


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Gut zum Druck

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 21 October 2013 · 578 Aufrufe
Literarischer Herbst Leipzig; und 2 weitere...
Leipzig kann es einfach nicht lassen, die Literatur. Derzeit gibt es den Leipziger Literarischen Herbst. Vor dem Hintergrund des 200. Jahrestages der Völkerschlacht rücken ein paar Veranstaltungen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Andere Veranstaltungen mögen gar darunter leiden.
Ich war am Samstag, den 19.10. zur kleinen Messe im Haus des Buches, die sich „Gut zum Druck. Fest sächsischer Verlage und Autoren“ nennt. Die Reihe gibt es schon eine ganze Weile, ohne meine Aufmerksamkeit erregt zu haben. Diesmal wurde ich mit der Nase drauf gestoßen, weil der Freundeskreis SF Leipzig e.V. mit von der Partie als literarischer Verein war.
Ob das nun so viele Punkte brachte, mag dahingestellt sein; insgesamt war der Besucherandrang – zumindest in den 2eineinhalb Stunden, in denen ich zugegen war – nicht so übermäßig groß. Die Leute haben wohl eher das hervorragende Herbst-Sonnen-Wetter genossen und waren lieber am Völkerschlachtdenkmal zum Bürgerfest.
Bei dieser Mini-Messe stellen sich Sächsische Verlage und Literaturvereine vor. Sie haben einen Tisch, auf denen ihre Bücher liegen und auch erworben werden können und es gibt Lesungen. Die waren – zack zack – generalstabsmäßig im Viertelstundentakt geplant. Man musste sich zuhalten, wenn man einen Autor sehen wollte. Las einer, saß der nächste schon Gewehr bei Fuß bereit.
Auf meiner Agenda standen zwei: Jan Flieger, der Krimiautor und Professor Elmar Schenkel, der Anglist und Phantastik-Liebhaber.
Jan Flieger trug Passagen aus seinem Japan-Krimi vor: „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“. Konnte überzeugen, scheint ein echter Profi zu sein. Neben Textstellen erzählte er ein bisschen Drumherum.
Herr Schenkel hat ein neues Buch am Start, allerdings keines über einen Phantastik-Autor (man erinnere sich seines Buches über H.G. Wells und auch seines sehr persönlichen Textes zu Tolkien). Diesmal wieder ein Reisetagebuch: „Reisen in die ferne Nähe. Unterwegs in Mitteldeutschland“. Damit konnte er mich ja auch schon so einige Male begeistern. Seine Reisetagebücher schweifen gerne ab, er sieht die Welt mit literarischen und kulturpolitischen Augen, was sowohl Formulierungen, als auch zahlreiche Reminiszenzen anbelangt.
Das neue Buch fasst Erlebnisse und Gedanken zu kleinen Trips in die nähere Umgebung Leipzigs, nach Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, zusammen, die er seit ca. 2000 unternahm. Langweilig? Nicht bei Herrn Schenkel! --- Mit einem Umweg finde ich hier sogar etwas SF: Der Autor versucht sich im „Fremdsehen“, SF-mäßig übersetzt: Er begibt sich in die Rolle eines Alien, um zu sehen, was Fremde im eigentlich Bekannten entdecken können. OK, gebe zu, ist etwas sehr konstruiert von mir. Aber die Methode greift trotzdem: Eine Erkundungstour mit Entdeckungen im nahen Umfeld.
Man hört Herrn Schenkel gerne zu. Und er schaffte es sogar, eine Zuschauerin zum Singen zu veranlassen. Das muss man erst mal schaffen.
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Foto: Prof. E. Schenkel schwenkt sein neues Buch © Thomas Hofmann, 19.10.2013


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Fräulein Schmidt, zum dritten Mal.

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 03 May 2013 · 412 Aufrufe

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© der Fotos: Thomas Hofmann
Sessel leer? --- Ah, nein - siehe unten: Wilko Müller jr. stellte sein „Fräulein Schmidt“ vor, las aus allen drei Teilen. Anlass war das Erscheinen des 3. Bandes, der diesmal nach Ägypten führt.
Korrekt muss es heißen: zum dreieinhalb Malten*. Nunmehr ist der dritte Roman mit Abenteuern der Maya-Göttin erschienen, die inkognito als Antiquariats-Gehilfin arbeitet, aber in Wirklichkeit immerzu die Welt retten muss, und ihres Chefs im Antiquariat, der ihr wiederum dabei assistiert, die Welt zu retten. Am 2. Mai war sozusagen der offizielle Erscheinungstermin. Dazu wurde ins Buch-Und Kunsthaus Cornelius geladen.

Bild: Der Autor und im Vordergrund seine „Frl. Schmidt“-Bücher:

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© der Fotos: Thomas Hofmann


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*) 3 1/2 ? Als Prequel erschien als BunTES Abenteuer-Heft noch eine Erzählung, die im „Fräulein Schmidt Universum“ spielt.






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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.


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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990

Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011

A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
■ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016
■ A.G.Wolf: Die weissen Männer, KOVD 2020 (Neuauflage)

Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001
Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012

"Saramees Blut", Atlantis 2012

M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013

Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
■  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
■ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
■ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
■ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017

■ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
■ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
■ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017

■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
■ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Der Traummeister, Memoranda, 2020
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Marslandschaften, Memoranda, 2020
■ Fahrenheit 145, Buch zum 15. ElsterCon, 2020

 

Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016

Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018

!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019
!Time Machine 3, April 2020
!Time Machine 4, Januar 2021

Fanzines

Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte

TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)
TERRAsse zum PentaCon 2019

CD-Cover
The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
Syngularity: The Four Horsemen; 2000
Gothica: Within A Dream; 2000
Gothica: Into The Mystic; 2000
The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
■ Gothica, Workbook 1995, 2003

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