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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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„Wenn ich nicht schreiben würde, würde ich verrückt werden.“

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 10 March 2012 · 212 Aufrufe

Lesung von Julia Verena Köber aus „Rich Finigon und das Amulett der Blutaugen“
am 9. März 2012, Haus des Buches zu Leipzig.


Eine Woche später.
Zur Eröffnung des Buch- und Kunsthauses Cornelius in Halle, am 3.3., las Julia Köber bereits kurz aus ihrem Erstlingswerk. „Damals“, also vor einer Woche, faszinierte sie mich durch ihre Vortragsweise. Auch wenn so kurz hintereinander Lesungen einer Autorin sicher nicht so sehr zu locken vermögen, wollten wir - die Hallenser SF-Kumpels - mal gemeinschaftlich die Lesung besuchen und damit 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einmal einfach was clubmäßig unternehmen (machen wir vielleicht viel zu selten) und zweitens das Produkt aus dem Verlag, in dem unser Clubchef Wilko arbeitet, unterstützen. Aber ganz im Ernst: Hätte sie nicht zu überzeugen vermocht, ich glaube, ich wäre nicht noch mal gefahren. Hat sie aber: Also, überzeugt.
Sie war gesundheitlich etwas angeschlagen. Geht ja vielen Leuten derzeit so. Trotzdem konnte sie wiederum ihre Zuhörer (ca. 20 Leute) in ihre Welt hineinziehen. Darum geht es ihr primär: Ihre Welt errichten, in die auch eine Flucht möglich ist.
In einer Andeutung bemerkte sie, dass ihr diese Realitätsflucht auch aus einer sehr schweren Krankheit heraus half. Wenn so etwas ein Buch vermag, ist es schon mal sehr viel Wert.
Allerdings „lebte“ das Buch lange Zeit in ihrer Phantasie. Zuerst zeichnete sie eher die Bilder dieser Welt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass das Buch auch Illustrationen aus ihre Feder enthält.
Dass sie sich mit Bildern, Zeichnungen, Gemälden beschäftigt hat, merkt man ihrer Erzählweise sehr gut an: Sie schreibt sehr anschaulich, quasi bildhaft. Das kommt gut!
Sie hat im Prinzip sieben Bände dieses Werkes im Kopf, bastelt bereits mental an Band vier, auch wenn nun ganz aktuell gerade der zweite erschien und am dritten geschrieben wird.
Man merkt es ihr an, dass sie in dieser Welt regelrecht lebt; auch wenn sie - wie sie vehement betonte - sehr gut und genau zwischen den Welten - der realen Realität (sie arbeite in einem biologischen Labor) und der alternativen fantastischen Welt - unterscheidet.
Ach ja: Vehemenz: Sie wehrte sich vehement im anschließenden Gespräch gegen den H.P.-Vergleich: Es gehe nicht um einen Zauberlehrling und dessen Schulabenteuer, ihr Held ist zwar äußerlich ein Jugendlicher (im ersten Band, später dann wohl auch nicht mehr), aber ansonsten ein uraltes Wesen. Und sie wehrte sich gegen den All Age Fantasy-Vergleich; in dieser Schublade sieht sie sich auch nicht. - Nun, ok, somit dürfte auch mein erster Eindruck widerlegt sein...
Zu ihren literarischen Vorbildern und Inspirationen gehört an ganz erster Stelle Hermann Hesse, aus dessen „Steppenwolf“ sie auch eine langes Zitat vortrug, das die Phantasie als Mittel zur inneren Konfliktbewältigung beschwor. In ihrem Werk sollen gerade auch die philosophischen Anstichen des Klassikers aufgehoben werden, natürlich durch ihre eigene Sicht geprägt. Insofern verspricht sie mehr als nur gute fantasievolle Unterhaltung.
Sie las zwei Passagen, einen dritten Teil trug sie erzählend vor - diese „Erzählung“ mauserte sich zu einer regelrechten Ballade - absolut bemerkenswert.
Unterm Strich: Wieder war ich sehr gefangen von ihrem Vortrag, tief beeindruckt. Alle Achtung!
Zum Ausklang ging es in ein indisches Lokal, gab gutes Essen - auch nicht übel...


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BKC: Fantasy-Marathon in Halle

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 07 March 2012 · 364 Aufrufe

Dieser alte Blogeintrag soll mir temporär als Aufenthaltsort meiner Buchangebote für die SF-Stammtisch-Besucher Halle dienen (als Info, für jemand, die/der sich zufällig hierhin verirrt hat)
Die Sachen könnte ich Interessenten zum nächsten Stammtisch in Halle am 27.1. mitbringen:
Eingefügtes Bild

Kurze Erläuterung:
von oben links, nach unten rechts.
1. Reihe: 3 x Erzählungsbände aus dem Aarachne-Verlag - gebe ich für 3,- € pro Band ab, vor allem zu Spinnen und Verwandtenhasser habe ich viel illustriert; dann: 1. Band der Zombie-Serie von Franzen, Jack Katchum - Novelle Drei Schwestern, aus dem Atlantisverlag
2. Reihe: Fantasy u.a. mit Illus von mir, dann 2 x Welt der Geschichten, der linke enthält Anklagen gegen Gewalt gg. Kinder; der 2. ist eine umfangreiche Antho, auch viele Illus von mir, dann ein Band aus der Goblin Press, habe ich doppelt; dann ein Film, auch doppelt...
3. Reihe, Lobster-Film, dann 2 Bände aus einer Romanheftserie, Mysterie.
Für alle anderen Sachen (außer Aaarachne) bitte ich um 50 Cent





Nun hat sie also wieder geöffnet, die Buchhandlung in der Großen Steinstraße, in Halle. Im Zuge der Reden und Lesungen, die zur feierlichen Neueröffnung ge- und abgehalten wurden, betonte der Verlags- und Buchhandlungsleiter, Reinhardt O. Cornelius-Hahn, in welcher Tradition sich dieses Ladengeschäft befindet. Fand ich durchaus interessant, denn, obwohl seit 1983 Hallenser, wusste ich darüber recht wenig. Allerdings war die damals Lippertsche Buchhandlung mit dem Riesen-Antiquariat sowas wie ein Stamm-Lokal für mich, wo viele Stunden und Mark versickerten. Nach der „Wende“ war der Laden auch noch attraktiv, hat dann aber, ich nehme mal an, unter dem Eindruck des sich entwickelnden Internet-Handels mit antiquarischen Büchern, mächtig nachgelassen, bis das Geschäft gänzlich die Pforten schloss.
Als „Buch- und Kunsthaus Cornelius“ hat der Laden Dieselbigen am 1. März 2012 wieder geöffnet. Wie in den Jahrhunderten zuvor soll es als Verlags-Gesicht, als Buchhandlung, Antiquariat und Galerie, als Ort für Versteigerungen und auch als Veranstaltungsort fungieren. Pro Jahr sind so um die 80 Veranstaltungen (Lesungen, Vorträge, Jazz-Konzerte, Theater) angedacht.
Begonnen hat es zwischen dem 1. und 4.3. mit einem Haufen Lesungen etc. Am Samstag waren auch mehrere SF&Fantasy-Autoren des Verlages dran. Konnte ich mir nicht entgehen lassen, den/die Mini-SF-Con.
Es waren fast alles „alte Bekannte“: Rolf Krohn – mit dem Manuskript seiner neuen Story-Sammlung „Bunte Lichter“, Peter Schünemann – mit seinem gerade frisch erschienenen Storyband, der eher der Dark Fantasy, Horrorromantik, Weird Fiction zuzuordnen ist, Detlef Köhler – mit seiner fast schon aufklärerischen Hard-SF und Ralph Llewellyn, den ich das erste Mal zum Penta-Con in Dresden erlebte und der mich durchaus beeindrucken konnte – mit seiner Jugend-Initiations-Fantasy und Vater-Tochter-Konflikt-Bewältigungs-Prosa. Neu war (für mich) Julia Köber. Sie schrieb und illustrierte einen All Age Fantasyschmöker, der sicher im Fahrwasser und unter dem Eindruck gerade populärer Zauberlehrlings-Schulgeschichten steht. Was ich tatsächlich richtig toll fand war ihre Vortragsweise: Mit viel Verve und Enthusiasmus erzählte sie erst von der Geschichte und trug ebenso ausdrucksstark eine Passage vor. Alle Achtung!

(...hier standen einst die Abbildungen: Die aktuellen Bücher von den Herren Köhler, Schünemann und Llewellyn; das Buch von Krohn ist noch nicht fertig)

Am 6. März 2012 las Rolf Krohn noch ein Mal. Diesmal abends, unter der Woche, vor nicht allzu vielen Zuhörern. Nach langer, aber sehr interessanter Einführung seines Verlegers und des Herrn des Hauses las er 2 Stories aus dem neuen Erzählungsband. War gut. Die Stories tragen Licht-Titel. Einst hatte er 2 Stories geschrieben, die etwas mit Lichterscheinungen zu tun haben und dachte sich, da könne man mehr draus machen. Inzwischen ist der Band fertig – geschrieben. Muss nur noch gedruckt und veröffentlicht werden. Na, ich freue mich drauf!

Am 9.März (19:30 Uhr) liest noch mal Julia Köhler, diesmal aber in Leipzig, Haus des Buches. OK, gehört nicht ganz hier in die Reihe, aber da es auch eine Veranstaltung des Projekte Verlages ist und unter der Leitung des Verlagsmitarbeiters Wilko Müller jr. steht, nenne ich es hier. Zumal wir im SF Club von Halle dies zum Anlass nehmen, eine Art Gruppenausflug nach Leipzig zu unternehmen. Na ja, die Leipziger tun mir etwas Leid: So viele Hallenser, Hallunken und Halloren auf einen Haufen…


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Robert Sheckley war natürlich nicht da...

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei..., Phantastisches Halle & Le... 23 October 2011 · 337 Aufrufe
und 1 weitere...
Vortrag im Haus des Buches, Leipzig

Am: 21.10.2011
Von: Hardy Kettlitz
Über: "Mörderspiele und kosmische Reisen - Robert Sheckley"

Gäste: 12
Ziel: Die Zuhörer anmieren, mal wieder Sheckley zu lesen.
Ergebnis: gelungen

Diesmal in einem kleinen Seminarraum, da gleichzeitig im HdB eine größere Veranstaltung lief. Der Rahmen war aber angemessen, da ja ohnehin nicht so viele Leute kamen und Hardy Beamer und Leinwand nutzen konnte.

Hardy hat's drauf: Er kann sehr gut referieren, was er ja schon des öfteren unter Beweis stellte. Nun also zu einem seiner letzten SF-Personality-Projekte. In der Reihe (beim Shayol-Verlag) werden Klassiker der SF vorgestellt. für den Sheckley-Band hat Hardy alle seine Erzählungen gelesen. Die Romane hatte sich vornehmlich sein Co-Autor, Christian Hoffmann, vorgenommen.

Fazit war, dass es wohl vor allem die Stories sind, die sich bei Sheckley lohnen. Hardy konnte dies anschaulich darstellen, auch wenn er mitunter die eine oder andere Pointe aus den Stories verraten musste.

Ein paar interessante Dinge, die ich aufschnappte:
- Sheckley veröffentliche seit 1952 seine Stories vor allem beim GALAXY. Da dort pro Ausgabe immer nur 1 Story pro Autor erscheinen sollte, nutzte er ein Pseudonym, auch weil der Herausgeber die Geschichten so gut fand.
- in Deutschland sind 206 Stories erschienen, in 34 Büchern, u.a. auch 4 Krimis
- ab den 60ern fand Sheckley in den Hochglanzmagzinen (Playboy u.a.) einen Abnehmer. Das war für Autoren gut, da sie dort viel mehr verdienten als in SF-Mags oder bei den Taschenbuchverlagen.

Hardy füllte knapp 2 Stunden. Besten Dank für den kurzweiligen Vortrag!

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Kurzbericht: Penta-Con 2011

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 03 October 2011 · 434 Aufrufe
Ich war dabei...
Ich war nur am 1. Oktober in Dresden, "Palitzschhof".

Ja, der Termin war wohl nicht günstig: Perry Rhodan WorldCon, ein langes, sonniges familienfreundliches Wegfahrwochenende. Dazu keine oder kaum Werbung im Fandom (vielleicht hab ich das auch nur nicht mitgekommen?)... Unterm Strich waren es wohl nicht mal 30 Leute, die sich nach Dresden verirrten.
Allerdings kamen ein paar, die dort noch nie waren: Zum Beispiel Uwe Post, der sich seinen Laßwitz-Preis abholte und die Zuhörer mit Auszügen aus dem Sieger-Roman und nicht weniger komische Stories und seinem ausdrucksstarken Vortrag erfreute. - Wenn ich die Gerüchteküche richtig brodeln hörte, so wird er im nächsten Jahr noch mal in den Osten fahren müssen – nach Leipzig, zum ElsterCon. Gut so! Ich freue mich schon mal!
Apropos „ausdrucksstark“: Die anderen Vorlesenden waren das auch. Jetzt beschleicht mich der Verdacht, dass man als Autor auch Entertainer-Qualitäten mitbringen muss, denn die Latte wurde hoch gelegt.
Tommy Krappweis ist z.B. ausgewiesener Maßen Entertainer. Dem Eintrag in der Wikipedia zu seinem Namen kann man entnehmen, was er alles so machte und macht. (2 Stichworte: „Samstag Nacht“ und „Bernd das Brot“).
Bevor seine Lesung begann, hat er schon die Leute köstlich unterhalten.
Nun ist er also auch noch Jugendbuch-Fantasy-Autor (all age). Dabei sollte es mal ein Drehbuch werden. „Mara und der Feuerbringer“ ist jetzt schon mal eine Trilogie. Die Heldin ist ein 14jähriges Mädchen, dass sich durch die germanische / nordische Mythologie kämpfen muss. Was und wie er daraus vorlas, zeigte deutlich, dass er aus dem komischen Fach kommt. Die Dialoge sind filmreif.
Neben dem Unterhaltungswert legte er Wert auf historische Richtigkeit. So hat er seine Edda studiert, hatte einen Wiener Professor an der Hand, der in den Geschichten verarbeitet wurde; so sehr, dass dieser sich darin wieder fand und nicht nur auf historische Richtigkeit hin lektorierte, sondern auch Anmerkungen machte, wenn „sein“ Charakter irgendwie nicht „richtig“ dargestellt wurde (ein Wiener trinkt keinen löslichen Kaffee...).
Zwei Verlage durften sich vorstellen: Projekte-Verlag und Wurdack.
Wilko Müller jr. erzählte kurz was zum SF&F-Programm des Verlages und brachte einen Autor mit: Ralph Llewellyn. Der Mann ist bisher eher im Sachbuchbereich tätig gewesen. Doch er hat ein Problem: Er ist alleinerziehender Vater einer 15jährigen.
Das will erst mal verarbeitet werden. Er tat es ebenfalls mit einem Fantasy-Roman, der nun schon in die 2. Runde geht. Dass das Buch seiner Tochter auch bestimmte Dinge zeigen sollte, konnte es noch nicht erfüllen, da sie es nicht liest.
Der Autor jedenfalls konnte auch überzeugen, durch seine Eloquenz, seinen trockenen, lakonischen Humor.
Heidrun Jänchen stellte kurzweilig den Wurdack-Verlag vor. Die Konzernzentrale liegt in Nittersdorf und hat dort genau 1 Mitarbeiter. Na, immerhin. Dann gibt es noch die 3 freien Redakteure, die sich im Ost-West-Dialog auch über rechtschreibliche Probleme austauschen (wird nun Küken mit oder ohne „ck“ geschrieben?) und deren Zuständigkeiten genau aufgeteilt sind. Dies hat eine Zuhörerreaktion ausgelöst, von Karlheinz Steinmüller, den ich hier zitieren darf: „Es ist sehr sinnvoll, dass die Neue Deutsche Rechtschreibung von der Logik getrennt ist.“
Familie Steinmüller las übrigens auch. Ihre neuen Stories („Gott und der Virus“) atmen den Geist der Futurologie; sind aber dennoch sehr eindrucksvoll.
Ich habe nicht alle Programmpunkte erlebt, da ich abends wieder nach Halle zurück fuhr. Sonntag war ja auch noch was. Nur befürchte ich, dass da noch weniger Leute waren.
Fazit: Der Con war gut. Das nächste Mal bitte auf das timing achten und die Werbetrommel rühren.


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Wer wusste das: Sonic ist ein Igel?

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei..., Phantastisches Halle & Le... 17 September 2011 · 444 Aufrufe
und 1 weitere...
"Computerspiele - Wie ein Medium unsere Welt verändert"
Vortrag von René Meyer
Haus des Buches Leipzig, 16.9.2011

René ist sozusagen eingesprungen, da der Diegedags-Vortrag / Lesung auf November verschoben wurde.
Dennoch war das Cafe im Haus des Buches ganz gut besucht, ca. 20 Leute fanden sich ein. Diesmal waren auch "Nicht-Literaten" dabei, also primär an Spielen Interessierte. Einige der Besucher waren sozusagen auf der Suche, der eine suchte alte Star Trek-Spiele, der nächste einen Grafiker für 2D-Spiele, die er selber entwickelt.
Renés Vortrag konzentrierte sich auf die Geschichte der Konsolen- und PC-Spiele. Dabei förderte er durchaus interessante Gedanken zu Tage. Für mich - so nebenbei - war neu, dass die Autoren, die bei der Spieleentwicklung eingebunden sind, nicht zu den "Artists" gehören, sondern zu den Designern. Nun denn...
Ein klein wenig ging er auch auf die psychische Wirkung der Spiele ein und bescheingte ihnen eher eine beruhigende, statt eine aufputschende Wirkung; man kann also - zumindest in bestimmten Situationen (Kinder und Chriurgen vor einer Operation z.B.) - postulieren, dass PC-Spiele Nervosität abbauen.
Schön auch, dass PC-Spiele für die Rekrutierung und das Training von Soldaten verwendet werden. Es gibt auch Spiele, um Kriegstraumata zu mindern. Schön wäre es ja jetzt, wenn die Zeit dazwischen, also der Krieg, auch als Spiel abgehandelt werden könnte. Nun, ist ja keine wirklich neue Idee...
Ich hätte mir noch mehr Anekdoten gewünscht, etwa wie die, dass der japanische Erfinder des blauen Igels Sonic erst Jahre später - im Leipziger Zoo (sic!) - seinen ersten lebendigen Igel gesehen hat. Solche Tierchen gibts wohl in Japan nicht. - Ich gestehe, dass ich bis dato gar nicht wusste, dass Sonic ein Igel ist...


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Ich gebe es zu...

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 03 October 2010 · 820 Aufrufe
Däniken
Ich gebe es zu... ich war bei Erich v. Däniken. Am Samstag war er in Halle und stellte sein aktuelles Programm vor: "Däniken total".
Noch immer ist er ein Publikumsmagnet, das muss der Neid ihm lassen. Der Saal war brechend voll.
Nun ist er 75 Jahre alt, mit seinem Elan wird er hoffentlich nicht als Muster für die Erhöhung der Rentenzeit herangezogen, denn er absolvierte seinen eineinhalb stündigen Vortrag mit Bravour; er redete wie aufgezogen, vorher und nachher gab er Autogramme; unermüdlich. Und immer noch in seinem blauen Jackett; ich denke mal, das ist mittlerweile so ein Markenzeichen von ihm, obwohl er ja mit seinem markanten Gesicht und der nicht weniger markanten Stimme sich auch gut einprägt.

Nun ja, bei ihm möchte ich gerne sagen: Ich will ja glauben! Aber kann ich es auch? Allerdings betont er ja, dass er es nicht mit dem GLauben hält, ihm geht es um Wissen - Beweise. Am Ende kam übrigens auch wieder sein Hinweis, dass er auf keinen Fall einen Kult oder gar eine Religion mit seinen Theorien stiften möchte. Also, das glaube ich ihm gerne!

Was mich nervte:
Er präsentiert sich immer noch in der Rolle des Missverstandenen. Die seriöse Wissenschaft will ihn nicht. Jetzt hat er wohl eine Referenzperson des öffentlichen Interesses gefunden; er ist sozusagen der Sarrazin der Prä-Astronautik.
Seine Argumente sind ja mitunter nicht übel, allerdings kann man als Laie so ad hoc nicht nachvollziehen, ob all das, was er als Geheimnisse und Unaufgeklärtes der Vergangenheit darstellt wirklich so unaufgeklärt ist. Aber vielleicht hat er ja sogar Recht, dass die Erklärungen der Archäologen auch nur Ideen sind, die noch eine Beweisuntermauerung benötigen.
Einige Beweise und Überlegungen kamen mir komisch vor. So hat er sich auch - ganz aktuell - mit dem Maya-Kalender und dem Datum Ende 2012 beschäftigt. Hier stellt er die Frage, ob man sich auf das Datum verlassen kann und meint, dass unser christlicher Kalender ja auch nicht so genau stimmt. Da das Geburtsdatum Christi nicht verbürgt ist, ist ja die Jahreszählung eher fiktiv. Allerdings geht mir da nicht auf, was das mit dem Mayakalender zu tun hat, denn die Mayas haben sich sicher nicht um die Geburt eines Bewohners der Mittelmeerküste geschert. Und unser Kalender stimmt natürlich, auch wenn das Anfangsdatum doch nur willkürlich gesetzt wurde.

Ich staune, wie er seinen Weg geht, nach wie vor, wie er tatsächlich die Leute fasziniert. Als ich ihn vor ca. 15 Jahren sah, war er unerbittlicher gegen seine wissenschaftlichen Gegner; mittlerweile räumt er bei sich auch Fehler ein und wird dadurch angespornt, exakter zu arbeiten. Ob man mal eines seiner neueren Bücher lesen sollte?






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Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

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© Thomas Hofmann

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.


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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990

Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011

A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
■ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016
■ A.G.Wolf: Die weissen Männer, KOVD 2020 (Neuauflage)

Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001
Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012

"Saramees Blut", Atlantis 2012

M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013

Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
■  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
■ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
■ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
■ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017

■ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
■ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
■ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017

■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
■ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019
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