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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Der jährliche Besuch beim Prof – Aus dem Tagebuch eines Papiertigers IV

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 03 November 2016 · 431 Aufrufe
Elmar Schenkel und 2 weitere...
Zeit: 01. November 2016
Ort: Probsteikirche St. Trinitas, Leipzig
Anlass: 20. Literarischer Herbst Leipzig

Elmar Schenkel: Zahlen und Gärten

Es scheint wohl eine gute Tradition für mich geworden zu sein: Im Jahr zumindest 1 Mal eine Lesung mit Elmar Schenkel zu besuchen. Hat dies Jahr auch wieder gut geklappt.
Der Professor der Anglistik mit dem Hang zur Phantastik und zur Erkundung der Ränder der Welt der Literatur zur Philosophie, Physik, Wissenschaft im Allgemeinen, bietet ja auch genügend Gelegenheit dazu. Leider schaffe ich es nicht, alle interessanten Veranstaltungen mit ihm zu besuchen. Lohnen würde es sich sicher; gelohnt hat es sich diesmal auch wieder.
Das dachten sich noch ein paar andere Leutchen; seit dem ersten Mal (damals, bei „uns“ im Freundeskreis SF Leipzig, als wir bass erstaunt waren ob des Publikumsinteresses an der Lesung / dem Gespräch mit ihm) erlebe ich immer wieder, dass er sozusagen als Publikumsmagnet wirkt. Der nicht mal so kleine „Gruppenraum“, den die kathol. Kirche zur Verfügung stellte, war über-voll. Es wurden noch Stühle reingetragen, dennoch fanden nicht alle Interessenten einen freien Stuhl.
Herr Schenkel stellte 2 seiner Werke vor, die die Verbindung von Literatur und Wissenschaften im Besonderen thematisieren:
„Zahlen und Gärten: Hugo Kükelhaus macht einen Spaziergang mit Leibniz“
„Keplers Dämon: Begegnungen zwischen Literatur, Traum und Wissenschaft“
Sein Vortrag war nun keine trockene Abhandlung, sondern ein spritziges, mit Anekdoten gewürztes, assoziatives Gedränge (um mal einen schönen Begriff eines anderen Autors – Ernst Petz – zu bemühen). Er wusste vortrefflich zu unterhalten. Die gute Stunde verging wie im Fluge.
Er hat nach wie vor Spaß daran, auf Entdeckungsreise zu gehen und die Spannungsfelder zwischen wohlfeilen Worten und großen Ideen und Gedanken aufzuspüren. In dem „Kepler-Buch“ sind davon viele Beispiele zu finden. Auf dieses Buch wird man ohnehin an vielen Stellen aufmerksam gemacht, denke mal, ich komme demnächst da auch nicht dran vorbei…
Das Kükelhaus-Buch ist dem Einvernehmen nach das Auftragswerk eines Verlages der sich im Grunde ausschließlich mit Leibniz beschäftigt. Da L. ja Hauptthema im diesjährigen Literarischen Herbst ist passt das ja ohnehin wie die Faust aufs Auge. Doch der Autor ist bekennender Kükelhaus-Fan (und –Freund des 1984 verstorbenen Philosophen, Künstler, Pädagogen…) und lässt Beide, die im realen Leben ca. 400 Jahre voneinander trennen, zusammen treffen und sich über das „…Leben, dem Universum und dem ganzen Rest…“ unterhalten.
Was denn nun für Anekdoten? --- Och nö, die gebe ich hier mal nicht wieder; ich kann die auch gar nicht so gut nacherzählen. Ich weiß nur, dass ich wieder mal voller Eindrücke, Inspirationen und Anregungen ernsthaft überlege, mir doch mal wieder ein Schenkel-Buch zuzulegen.
Gut, das war der Literarische Herbst (für mich) dieses Jahr.


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Steampunk – ohne Dampf - Aus dem Tagebuch eines Papiertigers III

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 30 October 2016 · 372 Aufrufe

(Der Beitrag sollte eigentlich, da eher nicht euphorisch und auch nicht wirklich auf Literatur fußend, nur als Einschub für den demnächst geplanten erscheinen, aber da sind es doch drei Worte mehr geworden, daher…)

Steampunk ist das „neue Ding“ erklärte einst auf dem ElsterCon 2012 Jürgen Lautner. Das wollte ich nun endlich mal überprüfen, am 29. Oktober 2016
Als ich jung war, war Pluto…ach, okay, ist bekannt; aber: Als ich jung war, war Steampunk eine Handvoll Romane (Powers, Blaylock Jeter). Kennt die jemand aus der Steampunk-Szene von heute? Hat der Steampunk von heute noch was mit diesen Werken zu tun? Muss er das überhaupt? Fragen über Fragen.
Nun, JULES, der Fantasy und Steampunk Markt zu Leipzig, hat es doch zum 2. Mal geschafft, seine Pforten im Kohlrabizirkus zu öffnen. Diesmal wollte ich es mir nicht entgehen lassen, einmal, weil ich noch nie – echt, noch nie! – im Kohlrabizirkus war und zum anderen weil ich immer die schönen Bilder von den gewandeten Steampunkern bewundere, von deren Basteleien, von in den viktorianischen Stil rückverwandelten Computern, völlig überbordenden historischen Waffen und anderen Instrumente. All das sieht faszinierend aus. Aber was macht so ein Steampunk-Markt?
Vielleicht haben sich die Veranstalter das auch gefragt und erweiterten das Thema: Fantasy Steampunk, Mittelalter, LARP. Okay, wird die Sache bunter. Tatsächlich tummelten sich auf dem Geländer auch mehr Orks, Ritter und Feen als Steampunker; dazu viele Gothics, die ohnehin schon immer ein Faible für vergangene Epochen in ihrer Kleidung dokumentierten.
Aber was war da nun los? Also, es gab Stände, zum Verkaufen, Klamotten, Schmuck und so weiter. Dazu ein paar tolle Ausstellungsstücke: Ein PC mit Drucker aus dem 19. Jh., dampfbetriebene Eisentieren, die aber nicht dampfbetrieben werden durften, wegen der Brandgefahr, ein Pappdrache, der die Kinder amüsieren sollte. Geboten wurden Schwert- und u.a. Kämpfe, die man mit Plastik-Fantasy-Waffen ausfechten konnte. Hmm, war jetzt nicht so toll, nehme an, war eine LARP-Truppe, die sich hier mal austoben konnte. Na gut, dafür ist das ja da. Dann sah ich noch so ein paar circensische Darbietungen, mit Feuerspucken, Schlangen, Zaubertrick.
Vom Kohlrabizirkus wurde eine Halle genutzt, und der Vorplatz. Man war recht schnell durch, zumindest, wenn man nicht die Absicht hatte, sich mit genre-kompatibler Kleidung einzudecken.
Gäbe es keine musikalischen Acts, wäre das Ganze schnell abgehandelt; so konnte ich Dunkelschön und den unplugged gespielten Liedern von Aeronautica lauschen. Mehr Sitze- und Stehfleisch hatte ich nicht; vielleicht wäre es noch angebracht gewesen, Aeronautica dann in ihrem richtigen Konzert zu hören, denn die nur an den Gitarren vorgespielten Versionen ihrer Lieder konnte ich nicht viel abgewinnen. Dunkelschön überraschten mich durch ihr abwechslungsreiches Programm, das von eher fast schlagerartigen Liedchen, über wundervollen mystischen Balladen bis zu mitreißenden bretonischen Saufliedern reicht.
Als, das ist Steampunk heute. Nun gut, habe ich mal kennen gelernt, aber als oller Papiertiger muss ich gestehen, dass ich diesem Verkauf- und Unterhaltungs-Rahmen nicht so viel abgewinnen kann. Habe es kennen lernen dürfen und bin sehr froh darüber; war insgesamt dann doch eindrucksvoll. Häkchen dran.
(Keine Handyfotos: War die ganze Zeit dunkel in der Halle, was die Lichtstrahler-Effekte an der Kuppelhalle zwar herausstrich, aber nicht genügend Licht für Aufnahmen der sehr schönen Kostüme bot)


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Poetry Slam in der Oper - Aus dem Tagebuch eines Papiertigers II

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 28 October 2016 · 546 Aufrufe

27. Oktober 2016
Ort: Oper Halle

Ich reihe diesen kleinen Bericht mal in die Rubrik „Phantastisches Halle & Leipzig“ ein. Ist zwar gar keine SF oder Fantasy oder ähnliches, ABER: Ich bin so froh, finde es phantastisch, dass es nun wohl auch in Halle Lesebühnen gibt! Habe immer neidisch auf Leipzig geschaut, wo es ja fast zu viele davon gibt. Mitunter fahre ich ja hin, vor allem dann, wenn tatsächlich Phantasten am Lesen sind.
Doch nunmehr gibt es sowas auch in Halle, oder gab es das schon vorher, aber ich oller Sack habe das nur nicht wahrgenommen? Ist ja, zugegebener Maßen eine eher jugendliche Form der Literatur-Aneignung. Gleich mal so nebenbei: Ich finde es gut, dass „die Jugend“ sich ihre Form der Literatur eröffnet und erobert hat. Da doch alle Welt vom Büchertod spricht, davon, dass „die Jugend“ nicht mehr liest. Na ja, braucht „sie“ ja auch nicht, bekommt sie ja auf eine ganz feieen, großartige Weise vorgetragen. Dass sowas erfolgreich ist, beweist die Fülle der Veranstaltungen mittlerweile; und nunmehr hat das Phänomen auch das provinzielle Halle erreicht.
Also Poetry Slam – meine erste – als Zuschauer natürlich (nicht, dass ich hier falsche Erwartungen wecke). Und dann gleich in der Oper in Halle – hä? Passt das? Na ja, derzeit wohl sehr, denn die neue Leitung in der Oper Halle versucht auch neue Wege. Das beginnt mit der „Raumbühne Heterotopia“ (was genau das ist, vermag ich gar nicht zu sagen – ja ja, Foucault – beinhaltet aber eine unkonventionelle Bespielung des Hauses, indem die Zuschauer und Schauspieler die Räume tauschen; habe auf diesem Wege schon ein Stück gesehen, in dem die Zuschauer – ich auch – in der Mitte der Bühne saßen, die sich dreht und das Schauspiel fand ringsherum statt) und setzt sich in solche, der Oper eher fremde Kultur-Events wie einem Poetry Slam fort.
Es zog also der Rock’n‘ Roll der Lyrik, Dichtkunst allgemein, ins ehrenwerte Opernhaus ein, der Saal war voll und es wurde gerockt, kann ich mal so sagen.
Es traten 5 Poeten gegeneinander in 2 Runden an, es gab eine Finalrunde und einen Sieger. Allesamt waren es aber Leutchen, die schon ihre Sporen auf diversen Poetik-Bühnen und Wettstreiten verdient hatten, allesamt mit Titeln und an sich schon namhaft. Man ließ für dieses erste Mal nichts anbrennen.
Mir sagten die Namen zuvor natürlich nichts, ich vermag ihre Leistungen auch nicht einzuschätzen. Aber ich kann sagen, was mir gefallen hat.
Sanasgol Tabbagh – sie hat durch feinsinnige Texte zu eher ernsten Themen überzeugt und berührt. Volker Strübing muss wohl neben seiner frechen Berliner Schnauze auch ein Faible für SF haben, zumindest erzählte er u.a. davon, dass er es nicht mag, wenn seine Freundin Star Wars mit Per Anhalter durch die Galaxis verwechselt. (ach, wie konnte ich das nur denken, dass da so gar nichts mit SF wäre; bei der nachträglichen Recherche das hier gefunden: http://www.fantasyguide.de/2099/ ). Er machte den 2. Platz, für mich war er sogar der beste. Allerdings nur, wenn man den Fun-Faktor beachtet, denn der Autor setzt auf Komik und Humor. Dagegen kommt Nils Früchtenicht eher ernst und tiefsinnig daher. Gerade der 2. Text, in dem er (vorgeblich?) über seine Kindheit, seine Mutter, den Antrieb zum Schreiben erzählte, berührte ungemein. Das fand das Publikum auch, mit diesem Vortrag hatte er die höchste Einzelpunktzahl erreicht; doch am Ende reichte es nicht; macht aber nix.
André Herrmann war der Sieger. Ein Dessauer (Dessau, so erfuhr ich hier, ist das Halle von Halle :-) ), jetzt Leipziger und demnächst jeden dritten Donnerstag mit Glanz&Gloria in Halle, kam mit viel Lokalkolorit und der Komik des Alltags hier im Osten gut bei den Leuten an.
Andy Strauß macht rein äußerlich den Anarchisten unter den Poeten; seine Performance ist aber ausdrucksstark und wirkt nicht „ungeplant“.
Die Moderation ist auch so eine Slamerin (sagt man so?), Teil des „Team MFG“, die beiden Damen Katja Hofmann und Leonie Warnke, füllten mit ihnen Vorträgen (zur Liebe und zur Frauen-Power – „Her-Story“) die Pausen sehr schön aus – und probierten gleich mal Texte am Publikum aus, die sie demnächst selbst zur Schlacht auffahren wollen. Na bitte.
Ja, also, war richtig, richtig toll. Habe Blut geleckt, und da nun also in Halle auch…, mal sehen, ob mich die jungen Leutchen reinlassen (in die Oper mussten sie ja, da war ich auch bei weitem nicht der Älteste J ).


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1. Robert Kraft Symposium Leipzig – Häkchen dran

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 16 October 2016 · 540 Aufrufe
Robert Kraft
Zeit: 15.10.16
Ort: Deutsche Nationalbibliothek zu Leipzig

Gerade jetzt, da ich das hier schreibe, läuft das Symposium noch. Ich selber war aber nur am Samstag den 15. Oktober 2016 zugegen. Heute, am darauffolgenden Sonntag, gibt es vorrangig einen Gang durch die Stadt Leipzig, um die Orte aufzufinden, die in der Biografie des Autors Robert Kraft eine wichtige Rolle spielten.
Robert Kraft ist nämlich Leipziger gewesen, hat sich aber auch woanders aufgehalten und – na ja, ich sag das hier mal so – herumgetrieben. Thomas Braatz – das war ein Programmpunkt des engen, vollen, rasanten Programms am Samstag – hat darüber sehr eindrücklich referiert.
Nun, wenn ich hier von der Veranstaltung schreibe, muss ich mich wohl eines akademischeren Stils befleißigen, als ich es bei Con-Berichten so handhabe? Es hieß ja nicht „Con“, sondern „Symposium“. Dass das auch so gemeint war, wurde mir fast erst zum Schluss des Symposium-Samstages bewusst, als die Referenten in einem Forum an einem Tisch saßen – und sich siezten. Noch etwas fiel mir bei diesem Forum auf: Hier sah man deutlich, dass es sich allesamt um recht starke Persönlichkeiten handelte, die auch viel und gern ausführlich sprachen – sich dann aber für ihre lange Rede sogleich bei den anderen entschuldigten.
Also, ein supervolles und sehr dicht geplantes Programm, mit…
…ganz großartig: Lesung von Kraft-Texten durch den Schauspieler Arnulf Meifert. Er zeigte, wie amüsant Kraft schreiben konnte, drastische und auch überaus komische Stellen boten sich dafür an. Ein Fest!
Professor Christoph F. Lorenz referierte – ohne Zettel und doppelten Boden – pointiert, gewürzt mit herrlich trockenem Humor über die Nibelungen, und wie die bei Robert Kraft eingearbeitet wurden. Noch ein Fest!
Achim Schnurrer führte ein in die Welt der Kolportage und moderierte am Ende das Forum. Keine leichte Aufgabe, die er da hatte – oder doch leicht? – denn die Gäste waren alles andere als maulfaul.

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Foto (© Thomas Hofmann): Thomas Braatz eröffnet das 1. Robert-Kraft-Symposium

Thomas Braatz: Er hatte neben dem organisatorischen Stress vorab und die Oberverantwortung für die ganze Durchführung auch noch die meisten Sprechbeiträge zu leisten. Alle Achtung. Und er hat es mit Bravour absolviert! So hat er einen Spagat gemeistert, indem er den absoluten Kraft-Fans im Publikum, die sicher jeden Vormittag im Leben Krafts im Gedächtnis haben und Leuten wie mir, die eher zu den interessierten Laien im Kraft-Universum gelten, die Biografie des Autors näher brachte. Als Anhaltspunkt wählte er die Orte des Aufenthaltes und Schreibens Krafts, im Wandel der Zeiten. Darin zeigte sich auch, wie umfänglich die Recherche- und Forschungsarbeit von Thomas in Sachen Robert Kraft geht.
Sein Höhepunkt war aber mit Sicherheit die Präsentation der neuen Bibliografie des Meisters! Dass ihm das sehr wichtig war, merkte man Thomas an – und das sicher zu Recht! Ich selber bin ja nicht so der Bibliografie-Fan, und sah dem Programmpunkt skeptisch entgegen, aber durfte erkennen, dass selbst so ein trockenes, akademisches Thema faszinierend präsentiert werden kann. Es gab genügend Kuriositäten, Anekdotisches und Verblüffendes dazu zu berichten. Die Bibliografie ist dann auch ein wahres Pfundsbuch geworden, satte 1000 Seiten, 2 kg schwer.
Matthias Käther war – behaupte ich hier einfach mal – der jüngste Referent. Sein Vortrag war sehr persönlich und zeigte, wie er zum Kraft-Sammler und -Fan wurde, sicher auch zum -Experten. Er zeige auf, wie und wo er recherchierte, um etwas über den Autor zu finden und konzentrierte sich dann auf ein österreichisches Online-Archiv, das Zeitschriften des Landes aus der Zeit Krafts digitalisiert anbietet. Darin wurde er fündig.
Mehr noch als das eloquent vorgetragene Referat überzeugte er mich mit seinen Beiträgen im abschließenden Forum.
Karlheinz Steinmüller. Er hatte es diesmal schwer. Seine Vorträge zu interessanten und mitunter abwegigen Themen der SF auf den Cons in Leipzig und Dresden (und anderswo) sind ja immer ein Höhepunkt. Diesmal hatte er es schwer – im doppelten Sinne. Zum einen waren die anderen Vortragenden ebenso eloquent und unterhaltsam, zum anderen ist Karlheinz eben kein Kraft-Experte.
Er widmete sich einem Roman des Autors, und konnte auch dessen Werk und das Buch speziell in den Zeitgeist und die gesellschaftlichen, literarischen Umstände einordnen, überzeugte auch in gewohnt packender Art. Mir konnte er das Werk so nahebringen und mich einmal mehr für etwas interessieren, was ich bisher nicht auf dem Schirm hatte.
Na, viel gehört, erlebt, aufgenommen, zu verarbeiten. Mal sehen, wann ich hier im Blog einen Kraft-Roman bespreche…

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Foto (© Thomas Hofmann): Schnappschuss vom Forum, v.l.n.r.: Matthias Käther, Arnulf Meifert, Achim Schnurrer, Thomas, Braatz

Referenz:
Infos zu Robert Kraft und der erwähnten Bibliografie:
http://www.robert-kraft.de/


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ElsterCon 2016 - kurz&knapp&wehmütig

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 23 September 2016 · 543 Aufrufe
Dietmar Dath und 7 weitere...
Schluchz: Vorbei.


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Die ElsterCon-Gäste, v.l.n.r.: Karl Olsberg, Daniel Suarez, Ju Honisch, Ian McDonald, Karlheinz Steinmüller, Boris Koch, Thekla & Michael Barck, Christian v. Aster, Bernhard Kempen
Wer fehlt?* Andreas Brandhorst, er reiste noch an. © Foto von Peter Schünemann

Der ElsterCon 2016 ist schon wieder Geschichte. Schade, denn er war gut, sehr gut sogar. Diesmal ging es um gläserne Menschen und die totale Überwachung. Aber nicht nur. So hat es z.B. Andreas Brandhorst, den ich auf dem Con kennenlernen und mit dem ich auf einem Panel vor versammelter Con-Besucherschaft reden durfte, eher mit der großen, weiten Ferne des Universums. Wobei: Stimmt so auch nicht immer, denn er enthüllte ein kleines Geheimnis, das er bis dato hütete, dass nämlich sein nächstes Buch, das 2017 bei Piper erscheinen wird, voll und ganz zur Con-Thematik passt. Inhaltlich hat er aber noch nicht allzu viel dazu gesagt.

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Andreas Brandhorst (links im Bild) im Gespräch (mir mir); © Foto: Peter Schünemann

Dafür waren andere „Fach-Autoren“ anwesend. Besonders beeindruckt hat mich Karl Olsberg. Er ist Profi, durch und durch, zwar wortgewandt und fast etwas zu gut argumentierend, aber wohl nach wie vor offen für Neues und neue Projekte. Seine Begeisterung für neue Technologie paart sich mit Skepsis und Vorsicht, kann sich aber für keine Seite entscheiden. Ich nehme mal an, so sind wir Menschen unterm Strich dann alle: Wir wissen, was die neue Technologie kann, wenn wir es nicht wissen, ahnen wir es, aber wir machen trotzdem weiter. Ob das gut ist? Die Frage ließ er auch offen.
Als vorläufiges Endresultat der vernetzten Computertechnik, die uns so nebenbei zu gläsernen Menschen macht, ist die Künstliche Intelligenz. In den Forumsgesprächen wurde aber schön differenziert, zwischen einer „normalen“ KI und „Wahrer Maschinenintelligenz“, die dann vielleicht wirklich das Ruder übernehmen könnte. Darum wurde viel debattiert, fast gestritten. Unterm Strich kam aber schon dabei raus, dass nicht die Maschinen das „Problem“ sind, sondern die Menschen, die sie auf den Weg bringen.
Die beiden großen „Elefantenrunden“ (Foren, Panels) wurden übrigens diesmal von keinem Geringeren als Dietmar Dath moderiert. Mein Gott, der Mann hat’s drauf, keine Frage! Hut ab, übrigens, vor Uwe Schimunek, der dessen Einzelveranstaltung – Lesung und Gespräch – moderierte. Ich selber hätte mir das nicht mehr zugetraut. Ich denke mal, Dietmar Dath wird Philosophieinteressierten in Zukunft noch ziemlich häufig über den Weg laufen. Hier hat er aber schon mal fulminant bewiesen, wie er so schwierige Themen anpackt, und das anbrandete Gespräch auch im Griff behalten kann. Nun, wenn ich mir was wünschen dürfte: Bitte Dietmar Dath immer zum ElsterCon!
Sicher wäre so ein Wunsch für die internationalen Gäste auch angebracht, aber das ist schwierig. Es waren da: Ian McDonald, Daniel Suarez und Graham Masterton. Letzter eher der Spezial-Gast des Horror-Hauses Festa. Doch konnte er auch zu den SF-Themen beitragen. Sehr schön z.B.: „Wenn wir zwei Gehirne hätten, wären wir doppelt so blöd.“
Es gab auch wieder ein paar ElsterCon-Standards: Karlheinz Steinmüller brillierte wieder einmal mit einem Vortrag: „Von Big Brother zu Big Data“. Das Ziel dieses Weges: Wir werden Borg.
Die Eröffnung gestalteten wiederum Boris Koch und Christian v. Aster: hervorragend! Auch die Nachtlesung von Boris und Bernhard Kempen war toll (seine Lieder waren zugegebener Maßen nicht so meins, ich bin da sicher ein Kulturbanause).
Vieles habe ich verpasst, konnte ich auch nicht wahrnehmen, weil ja immer 2 Panels parallel liefen; so z.B. Ju Honisch, die Lesung von Karsten Kruschel und Robert Corvus (nun ja, auch ohne dieser Lesung beigewohnt zu haben, vermute ich mal, dass es sich um eine Art Kontrastprogramm gehandelt hat?), oder die beiden Comic-Künstler Thekla und Michael Barck, die aber in einem Forum dann noch dabei waren und ziemlich eindrücklich zu erkennen gaben, dass sie sehr viel zu sagen haben. – Hey, wo gibt’s denn das Comic?
…und sicher habe ich jetzt noch viel vergessen zu erwähnen…
Eins noch: Danke Freundeskreis SF Leipzig!
Ach ja, da ich noch nicht genug habe: Es geht am 15. Oktober weiter, mit dem 1. Robert-Kraft-Symposium, ebenso (mit) organisiert von Mr. ElsterCon Thomas Braatz. Siehe hier: http://www.robert-kraft.de/ Sicher, ein sehr spezielles Thema, aber ich bin gespannt!

*) Es fehlen auf dem Bild allerdings auch noch Dietmar Dath, Bernd Robker und Graham Masterton; da hab ich aber keine passenden Bilder...


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Book Brothers? Yeah!

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 08 June 2016 · 930 Aufrufe
Roman Israel, Uwe Schimunek und 1 weitere...
Leipzig hat ja reichlich Lesebühnen. Diese hier ist eine kleine, aber sehr feine, die es verdient hätte, noch etwas zu wachsen und daher hier empfohlen werden soll:

Die Book Brothers.


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Foto: Schirmer.

v.l.n.r.: Benjamin Kindervatter; Roman Israel, Uwe Schimunek.


Sie spielen mit dem Rock’n’Roll & Blues, den man vielleicht auch in der Literatur finden kann; werben damit, Literatur für Erwachsene zu fabrizieren und vorzutragen. Nun, so deftig wie vielleicht zu erwarten, wurde es dann gar nicht. Dennoch sehr unterhaltsam, kurzweilig, und mit spitzer Feder formuliert. Mitgemacht haben diesmal sogar vier Leute. Die Book Brother sind: Roman Israel, Benjamin Kindervatter, die ich beide bisher nicht kannte und Uwe Schimunek, den ich recht gut kenne; und als Gast diesmal die „lebende Legende“ Christian von Aster. Ja, so wurde er von der Eingangsmoderation durch Roman Israel angekündigt.
Wow! Jetzt hat er es geschafft, der liebe Christian – er wird als lebende Legende gehandelt. Recht so! Roman Israel erwähnte, dass er von v. Aster hörte, als er noch in Dresden lebte. Ja, „hörte“… Das ist es wohl, was man unter „legendär“ versteht.

Der Abend. 7. Juni 2016. Die Lokation:
Das Café ROBOTNIK in Leipzig-Connewitz ist eines von vielen Orten der gastronomischen Amüsements in diesem Stadtteil. Ein kleiner Ort; richtig viele Leute passen da gar nicht rein; aber wie schon angedeutet: Es hätten ruhig noch ein paar Leutchen kommen können. Die 4 literarischen Streiter ließen sich aber nicht beirren, setzen die Sonnenbrillen ab und lasen in 2 Akten, jeweils 2 Texte. Schön war es für mich ollen SF-Futzi, auch mal was aus dem nichtphantastischen Segment der Literatur serviert zu bekommen. Roman Israel amüsierte seine Zuhörer mit persönlichen Erlebnissen – wie er z.B. an der Grenze Sachsen / Tschechien, also an einem Ende der Welt, die Fahrschule besuchte. Herr Kindervatter klang irgendwie nicht so amüsiert – z.B. darüber, wie ihn seine französische Freundin vor dem Theater warten ließ und er deshalb von einem bekannten Schauspieler angemotzt wurde, der Störungen während seiner Vorführung gar nicht leiden kann. Also, den Zuhörer hat’s hingegen sehr amüsiert, vom Pech des Autors zu hören.
Uwe verlas eine SF-Story, die er sozusagen spontan einem extra aus Halle angereisten SF-Fan widmete – also, sozusagen; hoffe, ich nehme mir hier nicht zu viel raus, aber er fand es wohl passend, dass er zumindest eine Person im Auditorium wähnte, die von vornherein seine Wahl, ein SF-Story zu lesen, für gut befindet. Hat sie, hat sie J
Dann hatte er noch eine kleine Krimistory parat, in der der Täter via Musik tötet; am Ende spielte Uwe diese Musik ab, und ich lebe komischer Weise immer noch…
Christian gab eine mittelalterliche, Fantasy-hafte Bolz-Geschichte und zum Schluss eine Kostprobe seiner Balladen-Kunst zum Besten.
Allesamt sind übrigens sehr gute Interpreten ihrer Texte. Irgendwie erwartet man ja, dass Autoren, Schriftsteller ihre Texte mit Esprit und Verve vortragen, so dass die Lesung auch ein Kunststück für sich ist. Warum eigentlich? Sind ja keine Schauspieler, sondern Schriftsteller, die sicher mit Worten umgehen können, aber eher auf dem Papier. Also, es gibt ja da so Beispiele, na, wollen mal keine Namen nennen… Aber diesen vier Recken zuzuhören war ein Fest. Denke mal, das muss ich noch mal wiederholen; vielleicht im November, wenn die Book Brothers wieder im Robotnik auftreten.


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Eva Strasser liest in Leipzig am 19. Mai 2016

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 30 April 2016 · 881 Aufrufe
FKSFL;, Eva Strasser;
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....weil es bald soweit ist... hier schon mal bekannt gegeben.

(den Roboter schuf Mario Franke)


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L.B.M. 16 - Bericht & ein paar Handyfotos

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 20 March 2016 · 1505 Aufrufe
v.Aster;, Bosris Koch; und 7 weitere...
Die Leipziger Buchmesse begann dies Jahr bei mir mit einer Dummheit meinerseits: Habe vergessen, rechtzeitig Urlaub zu nehmen. Der Plan sonst ist ja immer: Donnerstag oder Freitag Messe, Drumherum Veranstaltungen aus der Reihe „Leipzig liest“ besuchen. Wobei mit den Jahren „Leipzig liest“ immer mehr an Bedeutung für mich gewann, denn – das muss man mal so in aller Deutlichkeit sagen: Messe ist ja irgendwie immer dasselbe.
Stimmt so natürlich auch nicht, denn es tauchen immer mal wieder neue Verlage (für mich) auf; die sind dann auch die interessanteren. Zum einen merkt man deutlich, dass man dort noch viel intensiver auf die Besucher, also z.B. auf mich, zu geht, den Kontakt sucht. Das ist meistens sehr angenehm; interessant ohnehin.
Dies Jahr haben es wieder einige Bücher auf meinen Wunschzettel geschafft; mal sehen, was davon übrigbleibt, will heißen: Was ich davon wirklich lesen werde.
Also dies Jahr ging das so bei mir: Da Dienst bis 18 Uhr konnte ich Donnerstag und Freitag mir was Schönes suchen und Samstag dann Messe. Oh je, Samstag, da hatte ich große Bedenken wegen Menschenmenge und Schubserei und Stau. Aber: ging. Einmal wurden mehr Türen geöffnet, man konnte über die Höfe zwischen den Hallen wechseln, das „Besucherverkehrsleitsystem“ funktionierte auch sehr gut und es gab sogar Stellen, wo man sogar Luft bekam (außer in der Manga/Cosplay-Halle, da ging fast gar nichts mehr – was mich aber nicht davon abhielt, doch was an Comics zu erstehen, na ja, Messefieber…)
Wohltuend am Samstag ist, dass keine Schulklassen herumschwärmten, um irgendwelche Arbeitsblätter auszufüllen. Die Konzentration der Cosplayer auf die Halle 1 führte auch zu Erleichterungen; bunte Gestalten konnte man aber dennoch zur Genüge bewundern.

Der Donnerstag

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Der Pop-Literat Benjamin v. Stuckrad-Barre ist aus der Versenkung zurück! Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Die Schaubühne Lindenfels war gerammelt voll, der schlanke, ranke Meister (Menschenskind, der Mann ist wirklich sehr dünne und sehr lang) enterte unter eingespielten Fanfaren die Bühne. Ja, ein Auftritt wie fürs Fernsehen. Und er kam nicht allein; hatte sich einen Gast eingeladen, der fleißig mitlas und vor allem für lästerliche, lustige, kurzweilige Zwischengespräche zur Verfügung stand: Ist er erkennbar auf meinem Handyfoto?
Apropos Fernsehen: die beiden hatten backstage bemerkt, dass ZDF Aspekte da wäre, um „Messestimmung einzufangen“; nun orakelten die beiden, wie sie mit der Kultursendung umgehen sollten.
SB hat ein neues Buch am Start, autobiografisch behandelt es seinen Drogenabsturz nach der großen Sause in den 90ern, wo er die Popliteratur erfunden hatte und er sich als enfant terrible generierte. Nun ist er clean und hat den Roman geschrieben, der vom Publikum gut angenommen wurde.

Der Freitag
Alle deutschsprachigen Phantastik-Schaffenden haben sich offensichtlich verschworen: Am Freitagabend, etwa gleichzeitig, liefen diverse Veranstaltungen, die ich alle gern beucht hätte. Musste mich natürlich entscheiden. Gewonnen hat:
Die Rückkehr der Lesehappen!
Mit: Christian von Aster, Boris Koch, Anna Kuschnarowa, Markolf Hoffmann, Simon Weinert und Kathleen Weise
Das fand nun schon zum 5. Mal in Leipzig statt (zuvor 10 Jahre lang in Berlin, aber offensichtlich ist Leipzig das neue Berlin, ha!), für mich aber das erste Mal. Wir fuhren da sogar zu dritt hin; trafen vor Ort noch einen Kumpel aus dem Leipziger Freundeskreis; war ja somit auch ein schönes kleines Fan-Treffen; ein paar Worte mit Christian und Boris konnte ich auch wechseln.
Was aber als erstes auffiel: Der Ort! Neols Ballroom. Wir hatten etwas Probleme, ihn zu finden, als wir dann vor so einer kleinen Kellertür standen, dachten wir, wir wären falsch, irgendwie. Der Ort ist eine irische Kneipe, die aus vielen, sehr vielen kleinen, verwinkelten Räumen besteht. Die Kneipenräume waren proppenvoll. Aber wo sollte die Lesung stattfinden? Es gab einen Extra-Raum, auch mit Bar, aber sozusagen am hintersten Ende des Kneipenlabyrinths. Auch der Raum war dann schnell ganz voll. – Wäre mal interessant, wie voll sonst so Veranstaltungen dort sind.
In dem Raum gibt es eine Bühne, die sehr schön und aufwändig gestaltet wurde, extra für die Lesehappen-Veranstaltung. Vielleicht kann man was auf dem Handyfoto erkennen.

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OK, die Lesung selbst: Sehr schön, kurzweilig, auch wenn sich diesmal alle Beteiligten vorgenommen hatten, ihren Part zu überziehen. War aber ok, nicht zu lange.
Markolf Hoffmann entführte uns in die Zeit des 1. Weltkriegs nach Babylon zu einem recht fanatisch rüberkommenden deutschen Archäologen; Marklof las mit Verve.

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Kathleen Weise erzählte von einer Mörderin in Leipzig und lies die Zuhörerschaft lange im Unklaren, wer da gemordet wird.

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Boris Koch machte sich über die Themenfindung zur Vorbereitung einer Lesehappen-Veranstaltung lustig und faszinierte mit einer Liste seltsamer Themen,

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Christian von Aster las aus seinem neuen Buch „Höllenherz“ und stellte ausgestorbene, weil nie existierende Tiere kurioser Art vor.

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Simon Weinert las aus seinem Roman „Tassilo, der Mumienabrichter“. Zuerst dachte man, das wäre ein harmloses Kinderbuch, aber dann… steht es nun auf meiner Leseliste.

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Anna Kuschnarowa – war sozusagen DIE Überraschung. Vor allem für meine Frau, da sie an dem Theater arbeitet, wo demnächst ein Stück Premiere haben wird, für das die Autorin die Romanvorlage lieferte. Sie, also meine Frau, fiel fast vom Stuhl, als sie hörte, wen da Christian v. Aster ankündigte. Ihr Text und Vortrag waren dann nicht so toll, da es sich um ein Werk in Entstehung handelt, ein neuer Roman. Leider kam m.M.n. ihr Anliegen, worum es darin gehen wird, nicht so richtig zum Ausdruck. Ich denke mal, für solche Lese-Happen eigenen sich Short Stories doch besser.

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Und jetzt? Nachmesseblues. Aber nächstes Jahr geht’s ja schon weiter…


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Sorokin, mit Hammer & Nagel, in Leipzig

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Subjektive Eindrücke 04 March 2016 · 1201 Aufrufe
Sorokin;, Hammer und Nagel; und 2 weitere...
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Foto von mir: Übersetzerkollektiv "Hammer und Nagel" mit Sorokin

Sorokin
und seine Übersetzer-Garde in Leipzig, 2. März 2016, Haus des Buches.

Eine Lesung von V. Sorokin war schon recht lange so eine Art geheimer Herzenswunsch von mir. Wobei ich mich immer fragte, wie so eine Lesung aussehen sollte; mein Russisch kann man gut und gerne vergessen. Wenn dann immer passagenweise gelesen und dann übersetzt wird, stellt sich sicher schnell ein Ermüdungseffekt ein, oder?
Nun, mein Herzenswunsch wurde erfüllt – und zudem auf eine Art und Weise, die meiner Befürchtung zur Art und Weise des Vortrags voll und ganz den Wind aus den Segeln nahm.
Ja, Sorokin. Irgendwie - fast unmerklich - ist er einer meiner absoluten Lieblingsschriftsteller geworden. Es gibt kaum einen anderen, von dem ich inzwischen so viele Bücher gelesen habe. „Unmerklich“ auch deshalb, weil ein „Sorokin“ zwar immer ein „Sorokin“ ist, aber dennoch auf sehr unterschiedlich Weise in Erscheinung tritt.
Also, es gibt da den rotzig frechen, dadaistischen S., der auch mal lange Passagen in absolutem Buchstabenmüll versinken lässt. Das ist dann mitunter deutlich jenseits der Grenze des Erträglichen. Dann gibt es den S., der auf deftig satirische Weise Russland und den Rest der Welt aufs Korn nimmt; aber vor allem Russland, das er wohl auf dem Weg in ein neues Mittelalter sieht, wobei durchaus technische und wissenschaftliche Errungenschaften genutzt werden können, gern z.B. die der Genforschung. Seine Zukunftsentwürfe sind bizarr, sowohl was den Background anbelangt, aber auch die gesellschaftlichen Beziehungen, die da geschildert werden. Satire trifft SF, auf äußerst deftige Art und Weise, teilweise unter Gebrauch von Fäkalsprache. Ja, das ist sicher nicht jedermanns (-frau) Sache, keine Frage...
Fast eine Sonderstellung nimmt der alternativ-historsiche Romanzyklus um die 23000 ein. Hier ist der Stil regelrecht konventionell. Das ist allerdings auch nicht neu oder ungewöhnlich für ihn; fast mein Lieblingsbuch von ihm ist ein gutes Beispiel, dass er (zumindest über weite Strecken des Buches, am Ende driftet er dann doch ziemlich ab...) sehr wohl und sehr gut konkret, unaufgeregt, einfach auch mal schön schreiben kann: „Marinas dreißigste Liebe“.
Auf alle Fälle: mir gefällt's. Er lässt mich oft genug mit offenem Mund staunend zurück.
Sein neueste Werk, „Telluria“, ist sozusagen ein Mosaik möglicher Gesellschaftsentwürfe für Russland und Europa im 21. Jahrhundert. Ein paar davon schrammen ganz nah an der Wirklichkeit, andere scheinen so weit weg, aber wenn man mal eine Reportage aus Russland sieht, glaubt man, er beschreibt eigentlich doch nur die Wirklichkeit. Ich denke da an diesen reichen Russen (Oligarchen, so werden die reichen Russen ja gern genannt; warum eigentlich nur in Russland?), der eine Pferde-Straße durch Russland bauen will. Tja, ich dachte, als Sorokin über ganz kleine (Der Schneesturm) und ganz große Pferde schrieb, dass das so was von albern wäre...
In „Telluria“ macht S. noch etwas, was er zuvor auch schon getan hat: Er kolportiert bekannte russische Schriftsteller, also ihren Stil und nutzt dies als Mittel der Satire. In „Telluria“ widmet er sich auf diese Weise wohl auch Zeitgenossen, also geht nicht nur in den russischen Realismus des 19. Jh. z.B. zurück; Pelewin ist z.B. eines seiner „Opfer“.
Die mitunter sehr kurzen und sehr unterschiedlichen Kapitel wurden daher konsequenter Weise von verschiedenen Übersetzerinnen und Übersetzern übertragen, die nun auch auf der Lesereise Sorokins durch Deutschland das Buch nicht nur einfach vorlesen, sondern regelrecht performen – na, ich hasse dieses Wort eigentlich, aber hier passt es durchaus. Die Lesung ist eine Inszenierung, in der drei Übersetzerinnen und und der eine Übersetzer, Andreas Tretner - sicher DER Übersetzer für Pelewin und Sorokin schlechthin - schauspielerisches Talent beweisen. Tretner leitete offensichtlich auch die Inszenierung, machte zumindest die „Regieanweisungen“ und agierte manchmal fast wie ein Dirigent.
Die drei Übersetzerinnen, die diese Lesung ebenso mitgestalteten, waren übrigens Christiane Körner, Gabriele Leupold, Olga Radetzkaja; zusammen mit Tretner bilden sie das Übersetzerkollektiv „Hammer und Nagel“ - was das mit dem Nagel (statt Sichel) auf sich hat, weiß man natürlich, wenn man Telluria kennt; wenn nicht, muss man jetzt also Telluria lesen.
Die Lesung wurde flankiert von Interview-Einlagen, in denen die vier Übersetzer Sorokin Fragen stellten – und zwar zur Welt des Buches; in der Form eines fiktiven Interviews, also so, als wäre das alles real. Dabei konnte der Autor sein Buch vorstellen, aber auch Stellung zu aktuellen Problemen beziehen, immer gebrochen durch diese Telluria-Sicht.
Na ja, vielleicht wären „echte“ Fragen zu „echten“ Problemen besser gewesen, mitunter wirkte das Alles etwas gestelzt und unbeholfen. Doch muss man bedenken, dass ein Übersetzer eben kein Schauspieler ist; und dafür war die Vorstellung sehr gelungen.
Erstaunlich, wie Sorokin das alles bewältigte. Er kam gaaaaanz anders rüber, als ich es mir vorgestellt hatte. Wenn man bedenkt, wie er mitunter formuliert, wie frech, kompromisslos, die Grenzen des „guten Geschmacks“ überschreitend, so völlig anders sprach er nun live: Er wirkte sehr zurückhaltend, fast introvertiert, wählte sehr genau seine Worte, die auch ausgewogen waren, nur selten kam so etwas wir eine ironisch-satirische Spitze zum Vorschein. Mitunter schien er regelrecht um Worte zu ringen. Wenn er mit seinen Texten die Leser schon mal ordentlich vorn Kopf stößt, so sympathisch und rücksichtsvoll erschien er nun. Das fand sich sehr bemerkenswert.

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Foto von mir: Sorokin signiert Telluria


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Mit Dominik zum Doktor *

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 28 November 2015 · 808 Aufrufe

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[ Vorderseite des Infoblatt 113 zur Veranstaltung, Bild von Mario Franke, Leipzig ]

Niemals hätte ich gedacht, dass ich mal was wirklich Überraschendes und Neues (für mich) zu einem so uralten Autor wie Hans Dominik erfahren würde. Nun, bin kein Dominik-Kenner oder -Fan, aber irgendwie glaubt man (ich), dass man den ja kennt. - So was von Pustekuchen!

Dr. Frank O. Hrachowy hat sich akademisch mit Hans Dominik auseinander gesetzt, dazu eine Dissertation verfasst und ist als Technikhistoriker weiterhin am Ball. Dabei konnte er den Autor in ein anderes Licht rücken, als er gemeinhin steht und konnte tatsächlich Dinge in Erfahrung bringen, die überraschend sind.

Am 27. November 2015 hat er im Haus des Buches zu Leipzig auf Einladung des Freundeskreises SF dazu einen Vortrag gehalten. Der kleine Saal war voll; diesmal recht viele Leute, die nicht zum Club-Umfeld gehörten; das Thema muss gezogen haben...
Dazu fiel mir auf, dass diesmal die Sitzmöglichkeiten verknappt wurden, warum auch immer: Es waren weniger Stühle vorhanden, als sonst, so dass der Raum einen noch gefüllteren Eindruck macht – und Nachzüglern es fast Probleme bereitet, einen Sitzplatz zu bekommen.
Der Referent hatte einen festen Plan.
Im 1. Teil verlas er den Forschungsertrag seiner Doktorarbeit. Sicher, war etwas akademisch, man musste konzentriert zuhören, aber das hat sich schon mal gelohnt.
Im 2. Teil verlas er kommentierend Zitate aus 4 Büchern Dominiks, aus verschiedenen Schaffensperioden und Bereichen, denen der Autor sich widmete, die zeigten, wie vielfältig der Autor war, den wir SF-Fans ja in erster Linie als Autor „technisch-utopischer Romane“ kennen, oftmals mit einem deutschtümelnden, nationalistischen, chauvinistischen Hintergrund.
Interessanter Weise konnte der Referent mit dem Bild Dominiks als erzreaktionären Technikutopisten aufräumen. Er zeigte auf, wie Dominik, Kind seiner Zeit, durchaus dem rechteren Flügel des Parteien- und Ideologie-Spektrums des Nachkriegs-Deutschlands (WK I) zuzurechnen war, sich aber dann durchaus distanziert zu den Nazis und ihrer Kriegspolitik verhielt. Na ja, wer die Geister rief... , möchte ich da hinzufügen, denn er sorgte mit seinen populären und sehr weit verbreiteten Schriften schon für eine Grundstimmung, die dann zum Krieg führte; ob er das so wollte, oder nicht...
Der Referent zeigte auf, dass Dominik durch den Ausbruch des Krieges sehr enttäuscht war, denn er wollte eine friedliche und tatkräftige Entwicklung ins neue „energetische“ Zeitalter. Dafür wollte er die Jugend begeistern, in erster Linie.
Seine Verlage sahen das alles wohl sehr pragmatisch. „Hans Dominik“ war für sie eine Marke, die sie pflegten; daher erschienen dann auch Texte, die unter seinem Namen liefen, aber nicht nur von ihm geschrieben wurden. DAS haute mich um! Offensichtlich sind auch die SF-Romane nicht vollständig von ihm geschrieben worden; es gab einen mysteriösen Ko-Autor, der dann auch noch eine Identität wechseln musste; wobei der Referent dies nur anhand von Indizieren belegen kann. Also, wer da Interesse hat, dem empfehle ich das Buch von Hrachovy; das sollte dann einige Überraschungen parat halten!
Neu und unbekannt war für mich auch die „Affäre“ um den Vetter von Hans Dominik, der auch Hans Dominik hieß und im Dt. Kaiserreich ein ziemlich brutaler Kolonialkrieger war. Irgendwie vermischte sich das Bild der Öffentlichkeit, das man von diesen beiden Männern hatte, zu einem Bild, so dass der Leumund des Autors Dominik dadurch ziemlich beschädigt wurde. War mir neu (ich kannte nicht mal den anderen Hans Dominik...).
Dem Referenten war es unterm Strich wichtig, Hans Dominik als jemanden darzustellen, der mehr war, als der Autor literarisch wenige anspruchsvoller utopisch-technischer Romane (die er am Ende nicht mal selbst vollständig verfasst hatte). Dominik war ein großartiger Wissenschafts- und Technikpopularisator, der ein Händchen für die gut verständliche Darstellung komplexer Vorgänge hatte, die ihn zu einem Vielschreiber für Zeitschriften und Bücher machte, die er im Auftrag der Wirtschaftskonzerne schrieb; diesen Werken misst der Referent offensichtlich eine größere Bedeutung bei, obwohl sie heute so gut wie vergessen sind.
Im 3. Teil der Veranstaltung setze der Referent sich den Fragen von Thomas Braatz und des Publikums aus, die diesmal recht zahlreich kamen.
Dank an die „Leipziger“ für den interessanten Abend!

*) Die Autobiografie Dominiks heißt: "Vom Schraubstock zum Schreibtisch"; dieser Titel und der Umstand, dass Frank Hrachowy mit dem Thema seinen Doktor gemacht hat, inspirierte mich zu dem Titel


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Die Leipziger können es nicht lassen!

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 31 October 2015 · 720 Aufrufe

Bericht zur Buchpräsentation am 24.Oktober 2015
„Leipzig – Visionen gestern und heute!“

Ja, die Leipziger… Das war sozusagen ein Mini-ElsterCon. In vielerlei Beziehung ein Mini-ElsterCon – nicht ganz so ein üppiges Programm, nicht ganz so viele Beteiligten, nicht ganz so viele Besucher, ein etwas anderer Veranstaltungsort. Doch es galt: Klein, aber fein!
Anlass war das Erscheinen des Buches „Leipzig – Visionen gestern und heute“ in der Edition Solar-X, eine interessante Mischung aus SF und Architektur-Phantasien aus mehreren Jahrhunderten. Die Präsentation fand im Rahmen des Literarischen Herbstes Leipzig 2015 statt und nahm natürlich Bezug auf den 1000sten Geburtstag der Stadt. An Texten finden sich alte SF-Texte, die über ein zukünftiges Leipzig erzählen, also jeweils über die Zukunft aus der zeitlichen Perspektive des Erzählers / Autors. Sowas ist ja immer ganz lustig, wenn man mit der Überlegenheit des Spätgeborenen die Zukunftsvisionen der Ahnen belächeln kann. So ähnlich verhält es sich auch mit den Architektur- und Stadtentwicklungs-Visionen und –Phantasien, die vor allem mit Bildern und Karten im Buch vorgestellt werden. Was es so alles hätte geben können, z.B. an Hochhäusern, oder Kugelhäusern (über die Thomas Braatz referierte), oder symmetrisch geplanten Stadtteilen, oder einer Megacity von LE nach Halle. Ein paar der Visionen geistern ja auch seit den 90ern auch immer mal wieder herum.
Aus geplanten 200 wurden dann 534 Seiten, prall gefüllt mit vielen Illustrationen (von denen ich ein paar wenige beitragen durfte, als Illus zu Stories). Und auch diese 534 Seiten sind eine “abgespeckte Vision“ wie Thomas Braatz bei der Eröffnungsveranstaltung meinte. Theoretisch wäre eine erweiterte, oder fortsetzende Ausgabe möglich. Aber erst mal das hier verkraften…
Die Veranstaltung fand in der Deutschen Bücherei statt. Das war schon mal was! Ich kannte sie als Student, und war total geflasht, was das doch für ein Schmuckstück ist, diese Bibliothek, sowohl von außen, mit dem tollen, herbstlichen Platz davor und auch von innen. Leider bin ich ein Fotomuffel…
Die Lesungen und Diskussionsrunde fand in einem kleinen Saal statt, der immerhin so hübsch war, dass der Architektur-Experte, Peter Leonhardt, ein Mitarbeiter der Leipziger Stadtverwaltung und mit städteplanerischen Aufgaben betraut, aber auch Kenner der Geschichte, eine erstaunte und bewundernde Bemerkung entlockte. Sein Vortrag war dann auch sicher einer der Höhepunkte dieses SF-Mini-Cons, denn sowas erwartet man da ja nicht.
Wenn man alle Lesungen mitverfolgte, braucht man am Ende einen Teil der Texte im Buch nicht mehr lesen J. Ein paar Bemerkungen kann ich ja daher gleich hier loswerden.
Z.B. zur Lesung der Preisträger des Preisausschreibens, dass der FKSFL auslobte.
Anja Buchmann erzählt z.B. über eine „naive Revolutionärin“ (so will ich sie mal betiteln), die an die 89er Traditionen der Stadt anknüpft und dann ziemlich erschrocken ist über die Resonanz, die sie hervorruft. Oder…
Claudia Hornung. Sie hat eine ziemlich misanthropisch, dystopische Sicht auf die Zukunft, der Welt und Leipzigs. Ihre Vision erinnert im Stil und Inhalt mich etwas an die 80er Jahre. Lustig auch, dass die Freimaurer Retter der Zukunft werden. Oder…
Tino Hemmann brachte einen Ausschnitt aus einem Roman, der u.a. in LE spielt, hier speziell in einem Bunker unterhalb einer Eliteuniversität (die wohl tatsächlich in LE geplant war). Dann ging es aber um eine bakteriologische Waffe, die aus dem Ruder läuft. Also auch keine glückliche Zukunftsvision; nebenbei: Moderator Manfred Orlowski war fast am Verzweifeln, als ihm klar wurde, dass alle präsentierten Visionen für die Zukunft so grau bis schwarz ausfielen… Oder…
Die jüngste Teilnehmerin und Gewinnerin ist noch Schülerin: Liv Modes. Sie entdeckte in LE einen Fahrstuhl, der eigentlich eine Zeitmaschine ist. Hübsche Idee!
Die SF-Profis lasen auch (na ja, das soll nicht heißen, dass die oben Genannten keine „Profis“ sind, Claudia Hornung z.B. schriebt und veröffentlicht noch viel anderes, aber eben keine SF, und Tino Hemmann ist ja auch ein versierter SF-Autor): Wilko Müller jr., Uwe Schimunek und Marcus Hammerschmitt lasen noch aus ihren Beiträgen zum Buch.
In dem Buch sind aber noch viele andere vertreten. Noch ein paar Namen findet man hier: http://diezukunft.de...stern-und-heute
Am Abend trafen wir uns noch einmal zum Abendessen im Brauhaus Napoleon; es wurde (eigentlich noch mal, schon mal im Frühjahr) der 30. Geburtstag des Freundeskreises SF gefeiert; aber diesmal waren es ein paar Gäste mehr, u.a. aus Berlin. War sehr schön, informativ, lustig!
Ok, damit haben wir die Wartezeit auf den nächsten ElsterCon also bravourös verkürzt. Danke!

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Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte? - Bericht zum Vortrag

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 06 September 2015 · 489 Aufrufe

Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte?

Vortrag von Dr. Maria Fleischhack
4. September 2015, Haus des Buches, Leipzig

Die Referentin entschuldige sich fast, dass ihr Thema so wenig mit SF zu tun habe, da sie ja nun mal von einem SF Club eingeladen wurde. Nun, ich nehme mal an, so eng sehen es die SF-Fans gar nicht, also, ich nehme das mal für mich in Anspruch. Da ich die Leute vom Freundeskreis SF Leipzig kenne, weiß ich, dass es ihnen ähnlich geht. Außerdem waren eine Reihe anderer Leute da, die sich offensichtlich vom Thema angezogen fühlten. Knapp 30 Zuhörer kamen.
Bei Maria Fleischhack handelt es sich mal wieder um so eine Referentin, die man nur antippen braucht, und schon sprudelt es aus ihr heraus, dass es eine wahre Freude ist! Nach ihrem Vortrag reagierte sie ausführlichst auf Fragen. Auch wenn sie längst ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, hat sie offensichtlich keinen Funken Begeisterung eingebüßt. - Insofern soll dies gleich mal eine Empfehlung sein, wenn man noch jemanden sucht für Vorträge – mit Niveau und Pfiff!
OK, also Sherlock. Sie sucht von der literarischen Figur Spuren in der Realität. Das scheint den Sherlockianern allgemein sehr am Herzen zu liegen, im richtigen Leben auf Ihren Helden stoßen zu können. Natürlich kann man Schauplätze besuchen, kann Ihm aber auch in London z.B. begegnen, in der Baker Street, auf U-Bahnhöfen etc. Aber auch in der Schweiz. Und weil sie so viele Artefakte, Orte, Situationen (Aktivitäten der Fans im Netz z.B.) finden kann, steht halt hinter dem Untertitel ihres Vortrages ein Fragezeichen.
Sicher hat sie eher wenig Neues und Überraschendes für echte Sherlockianer berichten können, auch wenn diese sich von ihrer Begeisterung anstecken lassen könnten, aber für S.H.-Laien wie mich gab es sehr viel Überraschendes! Und sogar für den SF-Freund, denn sie kam auch auf Doyles SF-Stories und seinen Hang zum Spiritismus zu sprechen, zeigte aber auch, dass in den S.H.-Stories durchaus SF, zumindest technische, wissenschaftliche Inhalte transportiert wurden. Sie ging soweit, die These zu äußern, dass die Anfänge der modernen Forensik mit Sherlock Holmes einhergingen (entweder von Doyle propagiert, oder zum Teil gar erfunden). Auch andere Neuerungen wurden extrapoliert. Aber gut, im Grunde braucht man als SF-Fan das nicht unbedingt, um Sherlock Holmes genießen zu können, oder?
Die Referentin spickte ihren Vortrag mit vielen Anekdoten (von der Bankangestellten, die die Briefe an Sherlock Holmes, Baker Street 221b beantworten musste; von Dolyes großem Vorbild für Sherlock, Prof. Bell) und erzählte von den Theaterstücken, die eigentlich den Mythos Sherlock Holmes begründeten, und dem Schauspieler William Gillette, dessen Aussehen und Auftreten dann zum Inbegriff für Sherlock wurde (z.B. die gebogene Pfeife, die der Schauspieler deshalb wählte, weil sie ihm beim Sprechen nicht aus dem Mund rutschte und von dem die berühmten Worte stammen, die als das berühmteste Zitat Sherlocks weltbekannt ist, aber das der nie sagte).

PS. Seit Juni d.J. ist sie Präsidentin der Inkling-Gesellschaft... Wow!
Vielleicht war sie ja nicht das letzte Mal im FKSFL zu Besuch.

Referenzen
Info-Blatt 112 des FKSFL
Dr. M. Fleischhauer / Mitarbeiterseite der Uni Leipzig

...mehr von Sherlock Holmes von der Referentin...

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ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Phantastisches Halle & Le... 23 August 2015 · 544 Aufrufe

ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Am 21. August 2015 trafen sich immerhin 10 Fans der phantastischen Literatur im „Kleinen Salon“ der Gartengaststätte Rosengarten in Halle, um den Meister des Unheimlichen zu ehren.
U.a. las Peter Schünemann eine seiner Stories, die in zu einer in loser Folge erscheinenden Serie von Geschichten gehört, die die Heraufkunft cthulhuiden Schreckens über ein Halle in einer (hoffentlich) alternativ-historischen Welt beschreiben. Sie werden gern auch zu den Halloween-Abenden gelesen und erscheinen – wenn alles gut geht – im NEUEN STERN, oder besser: In einem Erzählungsband des Autors.
Nun ja, war 'ne stimmige Veranstaltung. Um den Eindruck zu vertiefen, widmet sich auch der 14. NEUE STERN teilweise dem Andenken Lovecrafts, der zum Stammtisch verteilt werden konnte.

Inhalt 14
  • 40 Grad, geschwitzt hat Thomas
    Klingt nach einem Resümee des Sommers, ist aber ein Rückblick auf den Beginn des Sommers, das erste heiße Wochenende, an dem der WetzKon II statt fand.
  • Ausritt, Story von Peter Schünemann
    Eine der unheimlichen Stories, in der Peter gekonnt finstere Rituale, Geistererscheinungen und lovecraft'sches Grauen in ein realistisches Ambiente einfügt.
  • Howard Philips Lovecraft, Würdigung v. Peter Schünemann
  • Whitley Strieber, Die Heimsu­chung - Rezi v. Peter
  • LoC von Gerd Maximovic
    Mehr als ein Leserbrief, ein kleiner Essay über Literatur und SF.
  • Aus alten Bücherkisten von Bernd Wiese
    ... Star (Psi cassiopeia) von C. I. Defontenay
    Bernd las nun das Buch, das Harun Raffael vor kurzem (Na ja, war schon im Juni) in Leipzig ausführlich vorstellte. Ich nehme mal an, nun wurde alles über diese vergessene Perle der frühen SF gesagt und geschrieben :happy:
    ... Der Weltuntergang von Rudolph Falb & Charles Blunt
  • Planet der Affen. Zeitenwende 2: Kataklysmus, gelesen v. Thomas Hofmann
    Tja ich kann immer noch nicht lassen – vom Planeten der Affen; erscheint aber auch immer noch gutes Zeug dazu.
  • Über Attack on Titan schwelgt Thomas
    Ein neues Steckenpferd: Japanische Monster-SF in Manga-Form hat es mir nun angetan. Wie es dazu kommen konnte, stelle ich in einem persönlichen Artikel vor. Hier gleich mal vorweg eine Warnung: Könnte sein, dass mich das Thema noch eine Weile beschäftigen wird.
Ansonsten: Na ja, muss zugeben, dass das Heft nicht perfekt geworden ist. Leider haben sich ein paar Fehlerchen eingeschlichen (weniger orthografische, da inzwischen ein Lektorat installiert wurde, eher formelle). Aber was soll's: Es ist ein fannischer Rundbrief, kein Profiwerk. Es kann aber nur immer besser werden.


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Empfehlenswert: Ur-SF aus Frankreich, präsentiert von Harun Raffael

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Meine Empfehlung, Phantastisches Halle & Le... 26 June 2015 · 588 Aufrufe

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Am 19. Juni 2015 hielt Harun Raffael seinen Vortrag „Ein Urgetüm der Science Fiction: C.I. Defontenay: 'Star ou psi de Cassiopée - histoire merveilleuse de l'un des mondes de l'espace' (1854)“.
Oh je, dachte ich vorweg, was soll das werden? Ein dermaßen sperriger Titel, so ein olles Zeug. Ob das jemanden interessiert? Nun ja, üppig gefüllt war der Saal im Haus des Buches zu Leipzig sicher nicht; 11 Leutchen kamen aber immerhin. Das klingt nicht viel, fürwahr, ist aber leider oftmals nicht mehr, auch bei namhaften Autoren nicht. Insofern kann man sogar zufrieden sein.
Außerdem haben alle, die nicht kamen, etwas verpasst! So!
Meine anfängliche Skepsis verflog sehr schnell. Zum einen ist Harun ein angenehmer Referent und Zeitgenosse, wenn ich das mal so sagen / schreiben darf. Er erzählte über eine Stunde über das Buch, und es wurde nicht langweilig. Natürlich erzählte er vom Inhalt des Buches so gut wie alles. Das sollte aber keinen Spoiler-Alarm erzeugen, denn – mal Hand aufs Herz – wer würde die alte Schwarte schon lesen wollen?
Harun selbst gab zu, dass er sich die alten SF-Planetenromane aus dem 19. Jahrhundert sozusagen aus Studienzwecken reinzieht. Das Vergnügen ist das des Entdeckers, nicht des Literaten. Obwohl das Buch hier wohl durchaus seine SF-literarischen Höhepunkte hat, wenn der Autor z.B. über die fremde Welt, deren Bewohner, Tiere etc. schreibt; dies alles spricht wohl den berühmten sense of wonder im SF-Fan stark an. Harun meinte, dass sich da sogar gegenwärtige Autoren was abgucken könnten, was phantastische Schilderungen anbelangt.
Das Buch ist sehr vielschichtig. Es ist ein Abenteuerroman, der auf einem fremden Planeten, in einer fernen Vergangenheit spielt. Er ist ein Gesellschaftsentwurf (mit durchaus aus heutiger Sicht bedenklichen Inhalten, wenn es z.B. um die Schilderung des Verhältnisses zwischen den menschenähnlichen Herrschern des Planeten Star, den Stariern, zu ihren untergebenen Sklavenwesen, den Repleux geht. Da kommen wohl die Ansichten eines vom Sklavenhaltersystem Überzeugten, sogar eines Rassisten zum Ausdruck. Allerdings muss man natürlich den Zeitgeist beachten. Darüber hinaus ist der Gesellschaftsentwurf durchaus egalitär, liberal, schöngeistig – bis hin zur Unlogik, wenn eine Gesellschaft im Einklang mit der Natur geschildert wird, die gänzlich auf Industrie und Wissenschaft zu verzichten scheint, aber dennoch über Raumschiffe [ohne Luftversorgung] verfügt...); es ist auch eine Romanze, inkludiert Theaterstücke, ist teilweise in Gedicht/Balladenform geschrieben – und das alles auf knappem Raum.
Harun stellte also den Roman sehr ausführlich vor, ordnete ihn aber auch in die Literatur allgemein und die SF des 19. Jh. im besonderen ein. Sein Fazit war, dass für ihn Jules Verne, auch nachdem er viele Vorläufer und Zeitgenossen kennen gelernt hat, als die große Vaterfigur der SF gilt, denn keiner hat ihm das Wasser reichen können. Aber es gab die unglaublichen, erstaunlichen Ausnahmen, zu denen „Star“ auf jeden Fall gehört, eine gewaltiger Welt- und Zukunftsentwurf (spielt ja in der Vergangenheit aus der Sicht der irdischen Expedition, die ein Buch vom Planeten „Star“ im Tibet fand), die man dann erst wieder in der Mitte des 20. Jh. z.B. in den Werken eins Olaf Stapledon, wiederfand. Leider blieben diese Werke aus dem 19. Jahrhundert ohne Wirkung, gerieten in Vergessenheit.
Der Autor von „Star“ war Landarzt und verstarb im Alter von 36; schon von daher konnte er schon kam nachhaltige Wirkung erzeugen; wer weiß, was noch so aus seiner Feder gekommen wäre?
Dass der Roman nach so langer Zeit in diesem Vortrag seine Wirkung entfaltete, ist allein dem Referenten zuzuschreiben. Wahrscheinlich lässt sich das alte Stück auch nur in dieser Form – sozusagen als Nach-Erzählung – genießen. Das konnte man allerdings alle Mal! Dafür an Harun großen Dank und meine Empfehlung für Cons und SF-Fan-Treffen.
Man kann das Buch aber auch in einer nacherzählten Form auf Englisch lesen, siehe amazon-Link. Ein Hallenser SF-Fan, Bernd Wiese, hat es in seiner „Alten Bücherkiste“ (1) und wird es – hoffentlich – für den NEUEN STERN rezensieren.

(1) Ist mittlerweile eine Sparte im NEUEN STERN, die sich einer recht großen Beliebtheit erfreut. Darin stellt Bernd alte SF vor, meist 2. Hälfte 19. u. 1. Hälfte 20. Jh. Nun ja, vielleicht – gefragt habe ich ihn ja – bereichert diese Sparte in Zukunft auch Harun?!


Referenz
Der Vortrag von Harun ist auch nachzulesen, im Fanzine „World Of Cosmos“ Nr. 77 des Science Fiction Clubs Black Hole Galaxie (SFC BHG)
http://home.arcor.de...les/woc/woc.htm


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HUGO AWARD – die ersten Jahre, in Leipzig

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Ich war dabei..., Phantastisches Halle & Le... 28 May 2015 · 504 Aufrufe

22. Mai 2015, Haus des Buches Leipzig

Vortrag: Hardy Kettlitz stellt sein neues Buch vor, der Hugo, die ersten Jahre, 1953 – 1984
Vor gut 20 Leutchen konnte Hardy im Rahmen der monatlichen Veranstaltungen des Freundeskreises SF Leipzig sein neues Buch vorstellen, das im Imprint MEMORANDA im Golkonda Verlag dieses Jahr erschien. Er machte das in gewohnt eloquenter Art und Weise, Lichtbild-unterstützt. Dabei kam er aber nicht dazu, wirklich den gesamten Zeitraum vorzustellen, dazu reichte die Zeit bei Weitem nicht.
Auf die Sad Puppie-Affäre, die die gegenwärtige Hugo-Preisverleihung überschattet, wollte er anfangs gar nicht eingehen. Aber wie es so kommen kann: Am Ende ging es nur noch darum. Er meinte sogar, dass er kaum Lust verspürt, die Hugo-Preisträger nach 2015 noch zu verfolgen, wenn er sieht, welche Leute sich da zu profilieren suchen. Na, ich kann’s ihm nicht verdenken.
Ob nun immer die ersten Preisträger – gerade in den literarischen Rubriken – wirklich die allerbesten warne, die den Preis verdient haben, sie dahingestellt. Er wies gern daraufhin, auch die Zweit- und Drittplatzierten sich anzuschauen, zumal der Stimmenabstand zwischen den Plätzen oftmals nicht gravierend war.
Als SF-Fan „kennt“ man ja den Hugo, dennoch darf ich von mir behaupten, einiges für mich Neues erfahren zu haben, bzw. Verschüttetes wieder ausgegraben bekommen zu haben.
Dass der World-Con, auf dem der Hugo ja gekürt wird, ursprünglich auch mit der Weltausstellung verknüpft war, war mir z.B. durchaus nicht geläufig. 1939 gab es den ersten SF-Worl-Con in New York, zeitgleich mit der Weltausstellung, was den anreisenden Fans auch genügend Anlass geben sollte, die Reise auf sich zu nehmen.
Interessant am Rande, dass es auch damals schon politische Zwiste gab, also die Sad-Puppie-Affäre vielleicht gar nicht so ungewöhnlich für das SF-Fandom ist. Frederic Pohl wurde z.B. gar nicht zum Con eingelassen, weil er als „Kommunist“ – Mitglied der Futurians – von den Con-Veranstaltern ausgeschlossen wurde.
Auch dass es einen deutschen Hugo gab, war mir neu. Diese Geschichte ist aber an Peinlichkeit kaum zu überbieten, denn den hat sich der Ur-Vater der westdeutschen SF Walter Ernsting selbst verliehen (verkürzt gesagt).
Und dass es einen Retro-Hugo gibt, für die Jahre, in denen der World-Con keinen Hugo auslobte, war mir neu, also ab 2014 für 1939 z.B.
Dies und noch viel mehr.
PS Es tauchte bei den früheren Preisträgern auch der Name Willy Ley auf. Dies kann man dann sozusagen gleich für einen der folgenden Veranstaltungen des Freundeskreises als Überleitung nehmen, denn Wolfgang Both hat zu ihm einen Vortrag vorbereitet, den er sicher auch bald in Leipzig halten wird. (für mich btw auch deshalb interessant, weil ich über den Namen im Zusammenhang mit dem von mir kürzlich für mich entdeckten S. L. deCamp stolperte; die beiden haben auch etwas zusammengearbeitet…)






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Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.


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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990

Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011

A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
■ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016

Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001 [/font
Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012

"Saramees Blut", Atlantis 2012

M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013

Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
■  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
■ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
■ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
■ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017

■ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
■ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
■ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017

■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
■ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019

 

Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016

Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018

!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019

Fanzines

Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte

TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)

CD-Cover
The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
Syngularity: The Four Horsemen; 2000
Gothica: Within A Dream; 2000
Gothica: Into The Mystic; 2000
The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
■ Gothica, Workbook 1995, 2003

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