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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte? - Bericht zum Vortrag

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 06 September 2015 · 505 Aufrufe

Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte?

Vortrag von Dr. Maria Fleischhack
4. September 2015, Haus des Buches, Leipzig

Die Referentin entschuldige sich fast, dass ihr Thema so wenig mit SF zu tun habe, da sie ja nun mal von einem SF Club eingeladen wurde. Nun, ich nehme mal an, so eng sehen es die SF-Fans gar nicht, also, ich nehme das mal für mich in Anspruch. Da ich die Leute vom Freundeskreis SF Leipzig kenne, weiß ich, dass es ihnen ähnlich geht. Außerdem waren eine Reihe anderer Leute da, die sich offensichtlich vom Thema angezogen fühlten. Knapp 30 Zuhörer kamen.
Bei Maria Fleischhack handelt es sich mal wieder um so eine Referentin, die man nur antippen braucht, und schon sprudelt es aus ihr heraus, dass es eine wahre Freude ist! Nach ihrem Vortrag reagierte sie ausführlichst auf Fragen. Auch wenn sie längst ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, hat sie offensichtlich keinen Funken Begeisterung eingebüßt. - Insofern soll dies gleich mal eine Empfehlung sein, wenn man noch jemanden sucht für Vorträge – mit Niveau und Pfiff!
OK, also Sherlock. Sie sucht von der literarischen Figur Spuren in der Realität. Das scheint den Sherlockianern allgemein sehr am Herzen zu liegen, im richtigen Leben auf Ihren Helden stoßen zu können. Natürlich kann man Schauplätze besuchen, kann Ihm aber auch in London z.B. begegnen, in der Baker Street, auf U-Bahnhöfen etc. Aber auch in der Schweiz. Und weil sie so viele Artefakte, Orte, Situationen (Aktivitäten der Fans im Netz z.B.) finden kann, steht halt hinter dem Untertitel ihres Vortrages ein Fragezeichen.
Sicher hat sie eher wenig Neues und Überraschendes für echte Sherlockianer berichten können, auch wenn diese sich von ihrer Begeisterung anstecken lassen könnten, aber für S.H.-Laien wie mich gab es sehr viel Überraschendes! Und sogar für den SF-Freund, denn sie kam auch auf Doyles SF-Stories und seinen Hang zum Spiritismus zu sprechen, zeigte aber auch, dass in den S.H.-Stories durchaus SF, zumindest technische, wissenschaftliche Inhalte transportiert wurden. Sie ging soweit, die These zu äußern, dass die Anfänge der modernen Forensik mit Sherlock Holmes einhergingen (entweder von Doyle propagiert, oder zum Teil gar erfunden). Auch andere Neuerungen wurden extrapoliert. Aber gut, im Grunde braucht man als SF-Fan das nicht unbedingt, um Sherlock Holmes genießen zu können, oder?
Die Referentin spickte ihren Vortrag mit vielen Anekdoten (von der Bankangestellten, die die Briefe an Sherlock Holmes, Baker Street 221b beantworten musste; von Dolyes großem Vorbild für Sherlock, Prof. Bell) und erzählte von den Theaterstücken, die eigentlich den Mythos Sherlock Holmes begründeten, und dem Schauspieler William Gillette, dessen Aussehen und Auftreten dann zum Inbegriff für Sherlock wurde (z.B. die gebogene Pfeife, die der Schauspieler deshalb wählte, weil sie ihm beim Sprechen nicht aus dem Mund rutschte und von dem die berühmten Worte stammen, die als das berühmteste Zitat Sherlocks weltbekannt ist, aber das der nie sagte).

PS. Seit Juni d.J. ist sie Präsidentin der Inkling-Gesellschaft... Wow!
Vielleicht war sie ja nicht das letzte Mal im FKSFL zu Besuch.

Referenzen
Info-Blatt 112 des FKSFL
Dr. M. Fleischhauer / Mitarbeiterseite der Uni Leipzig

...mehr von Sherlock Holmes von der Referentin...

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ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Phantastisches Halle & Le... 23 August 2015 · 562 Aufrufe

ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Am 21. August 2015 trafen sich immerhin 10 Fans der phantastischen Literatur im „Kleinen Salon“ der Gartengaststätte Rosengarten in Halle, um den Meister des Unheimlichen zu ehren.
U.a. las Peter Schünemann eine seiner Stories, die in zu einer in loser Folge erscheinenden Serie von Geschichten gehört, die die Heraufkunft cthulhuiden Schreckens über ein Halle in einer (hoffentlich) alternativ-historischen Welt beschreiben. Sie werden gern auch zu den Halloween-Abenden gelesen und erscheinen – wenn alles gut geht – im NEUEN STERN, oder besser: In einem Erzählungsband des Autors.
Nun ja, war 'ne stimmige Veranstaltung. Um den Eindruck zu vertiefen, widmet sich auch der 14. NEUE STERN teilweise dem Andenken Lovecrafts, der zum Stammtisch verteilt werden konnte.

Inhalt 14
  • 40 Grad, geschwitzt hat Thomas
    Klingt nach einem Resümee des Sommers, ist aber ein Rückblick auf den Beginn des Sommers, das erste heiße Wochenende, an dem der WetzKon II statt fand.
  • Ausritt, Story von Peter Schünemann
    Eine der unheimlichen Stories, in der Peter gekonnt finstere Rituale, Geistererscheinungen und lovecraft'sches Grauen in ein realistisches Ambiente einfügt.
  • Howard Philips Lovecraft, Würdigung v. Peter Schünemann
  • Whitley Strieber, Die Heimsu­chung - Rezi v. Peter
  • LoC von Gerd Maximovic
    Mehr als ein Leserbrief, ein kleiner Essay über Literatur und SF.
  • Aus alten Bücherkisten von Bernd Wiese
    ... Star (Psi cassiopeia) von C. I. Defontenay
    Bernd las nun das Buch, das Harun Raffael vor kurzem (Na ja, war schon im Juni) in Leipzig ausführlich vorstellte. Ich nehme mal an, nun wurde alles über diese vergessene Perle der frühen SF gesagt und geschrieben :happy:
    ... Der Weltuntergang von Rudolph Falb & Charles Blunt
  • Planet der Affen. Zeitenwende 2: Kataklysmus, gelesen v. Thomas Hofmann
    Tja ich kann immer noch nicht lassen – vom Planeten der Affen; erscheint aber auch immer noch gutes Zeug dazu.
  • Über Attack on Titan schwelgt Thomas
    Ein neues Steckenpferd: Japanische Monster-SF in Manga-Form hat es mir nun angetan. Wie es dazu kommen konnte, stelle ich in einem persönlichen Artikel vor. Hier gleich mal vorweg eine Warnung: Könnte sein, dass mich das Thema noch eine Weile beschäftigen wird.
Ansonsten: Na ja, muss zugeben, dass das Heft nicht perfekt geworden ist. Leider haben sich ein paar Fehlerchen eingeschlichen (weniger orthografische, da inzwischen ein Lektorat installiert wurde, eher formelle). Aber was soll's: Es ist ein fannischer Rundbrief, kein Profiwerk. Es kann aber nur immer besser werden.


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Empfehlenswert: Ur-SF aus Frankreich, präsentiert von Harun Raffael

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Meine Empfehlung, Phantastisches Halle & Le... 26 June 2015 · 602 Aufrufe

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Am 19. Juni 2015 hielt Harun Raffael seinen Vortrag „Ein Urgetüm der Science Fiction: C.I. Defontenay: 'Star ou psi de Cassiopée - histoire merveilleuse de l'un des mondes de l'espace' (1854)“.
Oh je, dachte ich vorweg, was soll das werden? Ein dermaßen sperriger Titel, so ein olles Zeug. Ob das jemanden interessiert? Nun ja, üppig gefüllt war der Saal im Haus des Buches zu Leipzig sicher nicht; 11 Leutchen kamen aber immerhin. Das klingt nicht viel, fürwahr, ist aber leider oftmals nicht mehr, auch bei namhaften Autoren nicht. Insofern kann man sogar zufrieden sein.
Außerdem haben alle, die nicht kamen, etwas verpasst! So!
Meine anfängliche Skepsis verflog sehr schnell. Zum einen ist Harun ein angenehmer Referent und Zeitgenosse, wenn ich das mal so sagen / schreiben darf. Er erzählte über eine Stunde über das Buch, und es wurde nicht langweilig. Natürlich erzählte er vom Inhalt des Buches so gut wie alles. Das sollte aber keinen Spoiler-Alarm erzeugen, denn – mal Hand aufs Herz – wer würde die alte Schwarte schon lesen wollen?
Harun selbst gab zu, dass er sich die alten SF-Planetenromane aus dem 19. Jahrhundert sozusagen aus Studienzwecken reinzieht. Das Vergnügen ist das des Entdeckers, nicht des Literaten. Obwohl das Buch hier wohl durchaus seine SF-literarischen Höhepunkte hat, wenn der Autor z.B. über die fremde Welt, deren Bewohner, Tiere etc. schreibt; dies alles spricht wohl den berühmten sense of wonder im SF-Fan stark an. Harun meinte, dass sich da sogar gegenwärtige Autoren was abgucken könnten, was phantastische Schilderungen anbelangt.
Das Buch ist sehr vielschichtig. Es ist ein Abenteuerroman, der auf einem fremden Planeten, in einer fernen Vergangenheit spielt. Er ist ein Gesellschaftsentwurf (mit durchaus aus heutiger Sicht bedenklichen Inhalten, wenn es z.B. um die Schilderung des Verhältnisses zwischen den menschenähnlichen Herrschern des Planeten Star, den Stariern, zu ihren untergebenen Sklavenwesen, den Repleux geht. Da kommen wohl die Ansichten eines vom Sklavenhaltersystem Überzeugten, sogar eines Rassisten zum Ausdruck. Allerdings muss man natürlich den Zeitgeist beachten. Darüber hinaus ist der Gesellschaftsentwurf durchaus egalitär, liberal, schöngeistig – bis hin zur Unlogik, wenn eine Gesellschaft im Einklang mit der Natur geschildert wird, die gänzlich auf Industrie und Wissenschaft zu verzichten scheint, aber dennoch über Raumschiffe [ohne Luftversorgung] verfügt...); es ist auch eine Romanze, inkludiert Theaterstücke, ist teilweise in Gedicht/Balladenform geschrieben – und das alles auf knappem Raum.
Harun stellte also den Roman sehr ausführlich vor, ordnete ihn aber auch in die Literatur allgemein und die SF des 19. Jh. im besonderen ein. Sein Fazit war, dass für ihn Jules Verne, auch nachdem er viele Vorläufer und Zeitgenossen kennen gelernt hat, als die große Vaterfigur der SF gilt, denn keiner hat ihm das Wasser reichen können. Aber es gab die unglaublichen, erstaunlichen Ausnahmen, zu denen „Star“ auf jeden Fall gehört, eine gewaltiger Welt- und Zukunftsentwurf (spielt ja in der Vergangenheit aus der Sicht der irdischen Expedition, die ein Buch vom Planeten „Star“ im Tibet fand), die man dann erst wieder in der Mitte des 20. Jh. z.B. in den Werken eins Olaf Stapledon, wiederfand. Leider blieben diese Werke aus dem 19. Jahrhundert ohne Wirkung, gerieten in Vergessenheit.
Der Autor von „Star“ war Landarzt und verstarb im Alter von 36; schon von daher konnte er schon kam nachhaltige Wirkung erzeugen; wer weiß, was noch so aus seiner Feder gekommen wäre?
Dass der Roman nach so langer Zeit in diesem Vortrag seine Wirkung entfaltete, ist allein dem Referenten zuzuschreiben. Wahrscheinlich lässt sich das alte Stück auch nur in dieser Form – sozusagen als Nach-Erzählung – genießen. Das konnte man allerdings alle Mal! Dafür an Harun großen Dank und meine Empfehlung für Cons und SF-Fan-Treffen.
Man kann das Buch aber auch in einer nacherzählten Form auf Englisch lesen, siehe amazon-Link. Ein Hallenser SF-Fan, Bernd Wiese, hat es in seiner „Alten Bücherkiste“ (1) und wird es – hoffentlich – für den NEUEN STERN rezensieren.

(1) Ist mittlerweile eine Sparte im NEUEN STERN, die sich einer recht großen Beliebtheit erfreut. Darin stellt Bernd alte SF vor, meist 2. Hälfte 19. u. 1. Hälfte 20. Jh. Nun ja, vielleicht – gefragt habe ich ihn ja – bereichert diese Sparte in Zukunft auch Harun?!


Referenz
Der Vortrag von Harun ist auch nachzulesen, im Fanzine „World Of Cosmos“ Nr. 77 des Science Fiction Clubs Black Hole Galaxie (SFC BHG)
http://home.arcor.de...les/woc/woc.htm


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HUGO AWARD – die ersten Jahre, in Leipzig

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Ich war dabei..., Phantastisches Halle & Le... 28 May 2015 · 520 Aufrufe

22. Mai 2015, Haus des Buches Leipzig

Vortrag: Hardy Kettlitz stellt sein neues Buch vor, der Hugo, die ersten Jahre, 1953 – 1984
Vor gut 20 Leutchen konnte Hardy im Rahmen der monatlichen Veranstaltungen des Freundeskreises SF Leipzig sein neues Buch vorstellen, das im Imprint MEMORANDA im Golkonda Verlag dieses Jahr erschien. Er machte das in gewohnt eloquenter Art und Weise, Lichtbild-unterstützt. Dabei kam er aber nicht dazu, wirklich den gesamten Zeitraum vorzustellen, dazu reichte die Zeit bei Weitem nicht.
Auf die Sad Puppie-Affäre, die die gegenwärtige Hugo-Preisverleihung überschattet, wollte er anfangs gar nicht eingehen. Aber wie es so kommen kann: Am Ende ging es nur noch darum. Er meinte sogar, dass er kaum Lust verspürt, die Hugo-Preisträger nach 2015 noch zu verfolgen, wenn er sieht, welche Leute sich da zu profilieren suchen. Na, ich kann’s ihm nicht verdenken.
Ob nun immer die ersten Preisträger – gerade in den literarischen Rubriken – wirklich die allerbesten warne, die den Preis verdient haben, sie dahingestellt. Er wies gern daraufhin, auch die Zweit- und Drittplatzierten sich anzuschauen, zumal der Stimmenabstand zwischen den Plätzen oftmals nicht gravierend war.
Als SF-Fan „kennt“ man ja den Hugo, dennoch darf ich von mir behaupten, einiges für mich Neues erfahren zu haben, bzw. Verschüttetes wieder ausgegraben bekommen zu haben.
Dass der World-Con, auf dem der Hugo ja gekürt wird, ursprünglich auch mit der Weltausstellung verknüpft war, war mir z.B. durchaus nicht geläufig. 1939 gab es den ersten SF-Worl-Con in New York, zeitgleich mit der Weltausstellung, was den anreisenden Fans auch genügend Anlass geben sollte, die Reise auf sich zu nehmen.
Interessant am Rande, dass es auch damals schon politische Zwiste gab, also die Sad-Puppie-Affäre vielleicht gar nicht so ungewöhnlich für das SF-Fandom ist. Frederic Pohl wurde z.B. gar nicht zum Con eingelassen, weil er als „Kommunist“ – Mitglied der Futurians – von den Con-Veranstaltern ausgeschlossen wurde.
Auch dass es einen deutschen Hugo gab, war mir neu. Diese Geschichte ist aber an Peinlichkeit kaum zu überbieten, denn den hat sich der Ur-Vater der westdeutschen SF Walter Ernsting selbst verliehen (verkürzt gesagt).
Und dass es einen Retro-Hugo gibt, für die Jahre, in denen der World-Con keinen Hugo auslobte, war mir neu, also ab 2014 für 1939 z.B.
Dies und noch viel mehr.
PS Es tauchte bei den früheren Preisträgern auch der Name Willy Ley auf. Dies kann man dann sozusagen gleich für einen der folgenden Veranstaltungen des Freundeskreises als Überleitung nehmen, denn Wolfgang Both hat zu ihm einen Vortrag vorbereitet, den er sicher auch bald in Leipzig halten wird. (für mich btw auch deshalb interessant, weil ich über den Namen im Zusammenhang mit dem von mir kürzlich für mich entdeckten S. L. deCamp stolperte; die beiden haben auch etwas zusammengearbeitet…)


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Für Leipziger, für den 10. April

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 06 April 2015 · 410 Aufrufe

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Infos? Hier, bitte:
http://www.fksfl.de/

(Zum Buch kurz was hier: http://www.scifinet....-finster-nich…/ )

Die Lesung wird musikalisch unterstützt von Lena Lehmann.
(zu Frau Lehmann: http://www.fraulehmann.net/ )



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Messe, Leipzig 2015, die Klappe fällt...

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 20 March 2015 · 560 Aufrufe
Dietmar Dath
Messetagebuch, 4. Tag

(15. März 2015)

Wie begonnen, so soll es enden: Wieder eine Dietmar-Dath-Lesung. Statt fand diese in der "Baustelle" --- einem Nebenschauplatz des Leipziger Schauspiels... Diesmal stellte er lesend und im Gespräch mit seinem Kollegen von der FAZ, Andreas Platthaus, seinen neuen SF-Roman, „Venus siegt“, vor. Wie sich schnell herausstellte, ist es auch ein „politischer“ Roman. Die beiden auf dem Podium Sitzenden arbeiteten dann auch heraus, dass dieser Roman durchaus mit dem anderen (am Do. präsentierten, „Deutsche Demokratische Rechnung“) korrespondiert. D.D. zeigt, wie das, was heute ist, zu etwas werden kann und wie es aus etwas entstanden ist, wobei jeweils nur Möglichkeiten gezeigt werden.
Diesmal war das Gespräch, das, was D.D. sagte, noch weit komplexer und tiefgründiger als das was am Donnerstag gesagt wurde. Wiederum ist es nicht wirklich einfach, wenn man das Buch ja gar nicht kennt, auch wenn er noch so wortgewaltig, eloquent und vielfältig die Grundgedanken des Romans vorstellte.
Nun, es geht wohl darum, dass das gesellschaftliche Experiment in 500 Jahren auf der Venus ähnlich verläuft wie das in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Leider, müsste man sagen… Denn es wird wieder einen (Stalinistischen) Diktator (eine Diktatorin!) geben. Wiederholt sich die Geschichte wirklich immer wieder?
Dass D.D. sich der Idee des Kommunismus sehr aufgeschlossen gegenüber, dürfte kein Geheimnis sein. Von daher hat es mich verwundet, dass er wohl meint, dass eine gesellschaftliche Umgestaltung, die unter der Flagge des Kommunismus vorangetrieben wird, zwangsläufig zu Diktatur und Bürgerkrieg führen muss. Ich finde dies ziemlich desillusionierend. Allerdings, es kann sein, dass ich ihn missverstanden habe, denn er betonte, dass historische Entwicklung spiralförmig verläuft, also nicht in ständiger Wiederkehr, sondern Wiederkehr auf einem anderen Niveau (kann aber auch anders kommen: Abstieg). Na, dennoch…

So, fertig mit diesem Jahr. War recht zufrieden mit "meiner" Auswahl und bin natürlich schon auf das nächste Jahr gespannt.


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Erich v. Däniken, fast 80

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei..., Subjektive Eindrücke 11 March 2015 · 751 Aufrufe
Däniken
Messetagebuch, Tag 0

„Messetagebuch“? Na ja, der erste Eintrag gehört eigentlich nicht dazu. Zufälliger Weise fand der aktuelle Däniken-Vortrag in dieser Woche statt, als die Messe begann und „Leipzig liest“ und „Halle liest mit“ ebenfalls stattfanden.
Hier also ein kleiner Bericht zum


Vortrag "Unmögliche Wahrheiten"
von Erich v. Däniken
in der Konzerthalle Große Ulrichskirche, in Halle/S. am 10.März 2015

~ ~ ~

Ach, ich möchte ja so gern glauben! Herr v. Däniken ist zuversichtlich: Inzwischen, so meint er, würden Menschen, die in außerirdischen Aktivitäten verwickelt waren oder sind, dies zugeben. Es werden ihm Top Secret-Unterlagen zugesandt, Menschen mit geheimem Wissen offenbaren sich ihm, sind aber noch nicht bereit, ihre Namen offen zu legen. Und nur wenn er die Unterlagen, dieses Wissen und die Infos mit den Namen der Überbringer präsentieren darf, würde er sie auch publizieren. Insgesamt, so Däniken, kommen nun viel mehr Geheimnisse ans Tageslicht, wird auch mehr zugegeben. Das ist wohl eine neue Entwicklung…
Dafür hat er aber einen Film gezeigt, den ein Kampfpilot mit der Bordkamera seines Flugzeuges (?) aufnahm. Auch er wollte seinen Namen nicht genannt wissen, aber bestand darauf, dass der Film in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Däniken meinte, dass man anhand der eingespielten Parameter und Daten auf dem Film diesen sehr genau einer Person zuordnen könne.
Man sah ein kugelförmiges Objekt über eine Flughafenanlage und Stadt fliegen, dann im Meer eintauchen, wo dann zwei Objekte wieder auftauchten; alles in einem Affenzahn…
.
Also, mein dritter Däniken-Vortrag.
(in 2010 z.B. schon mal, dokumentiert hier)
.
Obwohl ich kein Anhänger bin (ein Glaubensanhänger „darf“ ich nicht sein, denn das betont Däniken jedes Mal voller Inbrunst am Ende seines Vortrages: Er will auf keinen Fall eine Sekte gründen oder sehen, dass Leute um seine Ideen, Gedanken, Beweise… eine Sekte gründen würden), also obwohl ich eher skeptisch seinen Ideen gegenüber stehe, gebe ich gern zu, dass er mich fasziniert. Nun ist er 80 Jahre alt und man merkt es ihm in keiner Sekunde an. 1,5 h Rede-Feuerwerk, ohne schriftliche Unterlagen vor der Nase (vielleicht ein Stichwortzettel -- ?, ich konnte nichts erkennen), dabei gut verständlich, schlüssig vortragend. Da muss man einfach mitgehen. Wer kann sich dem entziehen?
Auch wenn sich ein paar Themen und Stichpunkte in jedem seiner Vorträge (die ich miterlebte) wiederholen, so gibt es durchaus immer was Neues (für mich). Diesmal war es der Gedanke, dass wir auf der Erde einen Zustand erreicht haben, wo wir von den Aliens so eingeschätzt werden, dass wir langsam reif sind für „sie“, dass es also zum richtigen Kontakt kommen kann. (wenn ich das richtig verstanden habe…) Daher häufen sich UFO-Sichtungen und vor allem häufen sich die Fälle, wo UFO-Sichtungen nicht mehr geleugnet werden.
Schwerpunkte waren das Wunder von Fatima, die apokryphen Schriften des Henoch. Doch wie schon angedeutet, Däniken trägt so konzentriert und zügig vor – ich hatte mitunter den Eindruck, er versucht, möglichst viel in seine 1,5 Stunden hineinzupacken – dass ich nicht mal alle Punkte wiedergeben könnte, selbst wenn ich es wollte. Absolut erstaunlich der Mann!
Dabei hat er sich sympathischer Weise selbst als „Phantast“ bezeichnet und führte aus, wie die Menschheit, wenn sie es denn wollte, ihre Mission im großen Projekt Panspermie erfüllen könne. Was er hier ausführte, überrascht den SF-Fan eher nicht, schön war es trotzdem: Per Generationen-Raumschiff wird innerhalb von schlappen 50 Jahren eine neue Welt erreicht. Von dort wird in 500 Jahren eine neue Expedition ausgerüstet, die wiederum… usw. – Ob „wir“ das je hinbekommen könnten? Mein Optimismus ist arg ausgebremst.
.
Nebenbei interessant: Däniken erwähnte die Skeptiker. Interessant für mich deshalb, weil ich auf die Skeptikerbewegung, die ja nicht neu ist, auch erst so ab Ende 2013 aufmerksam wurde. Ich gebe auch gern zu, dass ich viele ihrer Haltungen teile, insbesondere was Fragen des Impfens, Homöopathie etc. anbelangt. Aber das Feld ihrer Interessen ist weit gefächert, so gehört eben auch Paläo-Astronautik dazu, der sie kritisch – skeptisch – gegenübersteht. Mich fasziniert da vor allem, dass man sich auch mit „solchen Sachen“ beschäftigen kann, ohne in den Verdacht, ein unbedarfter Apologet zu sein.
Däniken kritisierte, dass „die Skeptiker“ (mit denen er zu tun hatte?) sich jeglichen Argumenten verschließen würden, frei nach dem Motto, „es kann nicht sein, was nicht sein darf“.
Na ja, auch das ist ein Totschlagargument: Wenn jemand meine Denkweise kritisiert, verschließt er sich dieser nur… Das funktioniert immer – und nie.
Aber die Buchmesse macht es möglich: Am Samstag habe ich mal die Möglichkeit, die „Gegenseite“ zu hören: Die Hoaxilla-Macher haben aus ihren Podcast-Geschichten einen Roman geschmiedet. Der wird auf der Buchmesse in Leipzig vorgestellt. Darin geht es um VTs (Verschwörungstheorien), UFOs,… und halt alle gängigen Themen, mit denen sich so ein Para- und Pseudowissenschaftler beschäftigt.
.
PS Stelle gerade fest, dass ich 2010 ein paar Floskeln gebrauchte, die in meinem aktuellen Text auch verwende. Na sowas....


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Kein lustiges Buch: "Fida"

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Phantastisches Halle & Le... 21 February 2015 · 634 Aufrufe

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Stefanie Maucher: „Fida“
Für den 10. April 2015 haben wir (Freundeskreis SF Leipzig e.V.) die Autorin Stefanie Maucher zur Lesung eingeladen. Nun ist sie sicher keine waschechte SF-Autorin, aber erstens gehört nach ihrer Selbstauskunft SF zu ihrer literarischen Sozialisation,und 2. sehen wir das auch nicht so verbissen mit der Genre-Eingrenzung.
Irgendwie bin ich ja Skeptiker in Sache Selfpublishing. Aber Stefanie Mauer fällt durch ihre aktive und positive Teilnahme an der „Szene“ auf, also, fiel mir jedenfalls so auf. Dabei werden zwar keine Konflikte vermieden, aber ihren Umgang mit den Fans und anderen Interessenten, die sich vor allem auf Facebook austoben, fiel mir sehr positiv auf. Eines ihrer Bücher war zumindest, wenn ich mich richtig erinnere, auch Gegenstand eines Verlags-Interesses. Ihre Erzählungen bereicherten in jüngster Vergangenheit einige einschlägige Horror-Anthologien, was sie sicher auch zur Spitze der gegenwärtigen deutschsprachigen Horror-Szene zählen lässt.
Wurde also Zeit, dass ich mir ihren Thriller „Fida“ mal zu Gemüte führte! (Das ist dann auch das Buch, aus dem sie nicht lesen wird im Haus des Buches; wir haben uns da auf ihr „lustigeres“ Buch, über einen Kannibalen, geeinigt...).Das Buch ist auch ein Beweis (für mich), dass die aktuelle Horror-Szene absolut ihre Höhepunkte und Stärken hat, ich also hier meine selbstauferlegte Abstinenz in Bezug auf das Genre(siehe meine Worte zu „Zwielicht Classics 8“) gern mal aufgegeben habe...
„Fida“ ist ein waschechter Thriller, mit starken Frauen in Opferrollen, die zum Teil über sich hinaus wachsen müssen, im Angesichts des Grauens. Das Grauen wird personifiziert von einem abgrundtief bösen jungen Mann. Erzählt wird auf 2 Zeitebenen, die die Autorin meisterhaft von Cliffhanger zu Cliffhanger entwickelt, und dabei natürlich mit der Erwartungshaltung der Leser spielend einen Knall-Effekt herbei schreibt, mit dem ich dann wirklich nicht gerechnet hätte.
Um was es geht? Um Mord oder Entführung? Um Folter und Rache? Wer weiß,bitte selber lesen, ich darf das hier mal empfehlen! (Wer noch ein paar Worte mehr darüber lesen möchte, den verweise ich gern auf den Neuen Stern [bei Interesse bitte nachfragen])
9 / 10 Punkte

Leseliste 2015 #5

Referenzen:
Homepage der Autorin
Seite des FKSFL e.V.


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Eilmeldung: Philip Kerr kommt zum ElsterCon

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 24 May 2014 · 363 Aufrufe

Vermelde: Habe mich angemeldet zum ElsterCon 2014.
Wer will, kann das hierauch tun. Nun mal los!

Inzwischen gibt es einige Zusagen. U.a. Philip Kerr und Lavi Tidhar, Ian Tregillis und Edward Lee und... Aber seht selbst.
www.fksfl.de


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ASFC-Geburtstags-Tasse

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Phantastisches Halle & Le... 12 April 2014 · 516 Aufrufe
Schimunek, AD:keY und 1 weitere...
Tja, nun sind es also bald 25 Jahre, in denen sich die Hallenser ziemlich regelmäßig treffen. Man soll's kaum glauben...
Wir feiern unseren Clubgeburtstag am 3. Mai (also ein klein wenig verspätet) in einer der Lokalitäten, in denen wir uns in diesen 25 Jahren u.a. zum SF-Stammtisch getroffen hatten.
Zum Anlass gibt es - sozusagen - die offizielle Clubgeburtstagsehrentasse...
Hier eine Abbildung zusammen mit dem neuesten Rundbrief an die Freunde des ASFC, dem NEUEN STERN:
Angehängtes Bild: nova.jpg

NOVA STELO
TiBi: René Nowotny
Happy Birthday, ASFC!
Peter Schünemann:Memorandum, Story
Die Titel-Geschichte: Edition AD:keY ist René Nowotny
Sabine Seyfahrt zur Filmpremiere von Die schlimmsten aller Trolle
Doris Lessing, Beitrag von Angelika Herzog
In alten Bücherschränken kramte Bernd Wiese
Autorenportrait: Uwe Schimunek
Uwe Schimunek: Stars für Stern
Zum Vortrag von Dr. Marco Frenschkowski


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Neuer Stern - ein erster Überblick

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Phantastisches Halle & Le... 26 January 2014 · 467 Aufrufe

Das Projekt NEUER STERN - Rundbrief für die Freunde des ASFC - wurde zur „Weltuntergangslesung“ (Ende 2012) des Clubs in Halle geboren. So aus der Retrospektive scheint mir dies ein vielversprechender Ausgangspunkt gewesen zu sein. Was ist ein Weltuntergang anderes als die Geburt einer neuen Welt? (War dies nicht sogar die Intention der Maya?)
Zum Geist des Unterfangens gehört es, kein „richtiges“ Fanzine sein zu wollen, sondern ein Rundbrief für die Freunde... und den einzelnen Heften keine reguläre Nummerierung zuzugestehen. Um sie voneinander zu unterscheiden, sollen sie alle den Titel NEUER STERN in jeweils einer anderen Sprache tragen.
Um es uns ASFClern und potentiellen Interessenten einfacher zu machen, werde ich infolge die Hefte samt Inhaltsverzeichnis auflisten.

NEUER STERN
2013, Frühjahr, 24 Seiten
Schünemann: Tot sei der Mythos, Story
Wiese: Rezension zu Neotherm C von Werner Masovius
Meyer: Ray Harryhausen, Essay
Wiese: Rezension zu Die Marsmenschen kommen von Hohn Merriman
Altmann: Filmrezi zu Looper
Hofmann: Vor- und Nachwort

новая звезда
2013, Ostern, 24 Seiten
Hofmann: E-Geständnis
Salzmann: Rezension zu Das Seelenrad von Peter Schünemann
Wiese: Rezension zu Eleagabal Kuperus von K.H. Strobl
Wiese: Rezension zu Die vier denkwürdigen Jahre... von Günther Pastingl
Hofmann: Messe oder keine Messe?
Hofmann: Rezension zu Gottes letze Kinder von D.J. Franzen
Hofmann: Rezension zu Malleus Maleficarum von M. Kastenholz
Hofmann: Literaturpapst trifft den deutschen Gollum
Hofmann: Buchpremiere zu Bunte Lichter von Rolf Krohn
Schünemann: Rezension zu Gebissen von Boris Koch
Schünemann: Totalvision, Story
Hofmann: Rezension zu Lord Valentine von Robert Silverberg
Schünemann: Stammtischgeflüster

NEW STAR
2013, Juni, 28 Seiten
Hofmann: Hallo Fans!
Schünemann: Die Bilder, Story
Wiese: Rezension zu Die Reise zur Venus von Nils Meyn
Hofmann: Marburg im Jahre 1 m.Z.
Hofmann: Die 7. Lange Nacht der Computerspiele
Hofmann: Hardy Kettlitz über Ray Bradbury
Hofmann: Rezension zu Geschichten aus dem Cthulhu-Mythos von J.Thomas
(mit Illustrationen von Jeffrey Thomas!)
Hofmann: Buchpremiere zum 3. Frl. Schmidt-Roman von Wilko Müller jr.
Hofmann: Rezension zu Oxford 7 von Pablo Tusset
Seyfarth: Rezension zu Das Licht hinter den Wolken von Oliver Plaschke
Hofmann: Rezension zu Camouflage von Joe Haldeman
Hofmann: Zum Vortrag von Lothar Powitz, SF-Serien im Amerikan. TV 1949-1960
Wiese: Rezension zu Der Tauchbootkrieg von Sir A.C. Doyle
Wiese: Rezension zu Die Peitsche des August Schmidt von Paul v. Schoenaich

Nouvelle etoile
2013, Herbst, 28 Seiten
Hofmann: Liebe SF-Freunde
Kastenholz: Ich bin Gnurk, Story
Hofmann: Rezension zu Schadrach im Feuerofen von Robert Silverberg
Hofmann: Phantastische Urlaubsimpressionen aus der Welthauptstadt
Schünemann: Rezension zu Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes von Ted Chiang
Seyfarth: Rezension zu Elysion von Thomas Eibel
Wiese: Rezension zu 3 Starfleet Kadetten Romanen
Wiese: Rezension zu Das verborgene Land von Erik Hansen
Wiese: Rezension zu Atlantropa von Titus Taeschner
Hofmann: Rezension zu Der ewige Krieg von Joe Haldeman
Seyfarth: Rezension zu Der letzte Regent von Andreas Brandhorst
Danziger: Rezension zu Planetenwanderer von G.R.R. Martin
Powitz: SF für das amerkanische Wohnzimmer - die frühen Jahre

MWEZI NYOTA
(Suaheli)
2013, Weihnachten, 24 Seiten
Hofmann: Steampunk? Steampunk! (Rezis zu Pax Britannia und Die Landkarte des Himmels)
Wiese: Rezension zu Der Golfstrom von H.L. Rosegger
Hofmann: Liebes Tagebuch
Hofmann: PentaCon Dresden
Altmann: Filmrezi zu Man Of Steel
Seyfarth: Rezension zu Knecht von Robert Corvus
Hofmann: Bericht zu Flug der Wale mit Kurt Fricke
Hofmann: Rezension zu Nichts Böses von Jakob Schmidt
Seyfarth: Rezension zu Frozen Time von Katrin Lankers
Wiese: Rezension zu Altneuland von Theodor Herzl
Hofmann: Nachwort


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Bradbury-Vortrag

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 22 April 2013 · 398 Aufrufe

19.4.2013, Haus des Buches. Leipzig
Hardy Kettlitz zu Besuch beim Freundeskreis SF Leipzig

Nachdem Hardy Kettlitz in Dortmund 1 Stunde und in Berlin ca. 7 Stunden (an drei Abenden, wobei ein Abend den Berlinern noch bevorsteht) über Ray Bradbury gesprochen hat, war nun Leipzig dran.
Hier verbrachte er 2,5 Stunden – und langweilte nicht! In 91 Jahren, die Bradbury erreichte, hat er viel erlebt und noch viel mehr geschrieben, worüber Hardy eindrucksvoll und anschaulich berichtete. Wer die „ganze Wahrheit“ erfahren will, darf auch Hardys neues Buch in der Reihe SF-Personality lesen, das stolze 365 Seiten stark geworden ist. Oder man lädt ihn ein – zum Con oder so. Ich kann das nur empfehlen!
(Für mich) überraschende und interessante Einblicke gewährte der Referent in Themen, wie…
- Der SF-Fan Bradbury
- der fleißige Autor (1 Story pro Woche ==> was sich in Beiträgen zu insgesamt 2000 Anthologien niederschlug)
- die beiden Rays (B. und Harryhausen)
- B. und Hollywood; auch ein paar verpasste Chancen sind dabei gewesen
- von der Story zum Roman
- Weltausstellung und Disney
… und und und…
Was hätte die US-amerikanische SF ohne Bradbury gemacht?

(Ausführlicherer Bericht von mir erscheint im nächsten NEUEN STERN)


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Krohns Lichter leuchten bunt

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 28 March 2013 · 461 Aufrufe

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© Foto: Thomas Hofmann

Der Autor und sein Verleger: Rolf Krohn (links) und Gerd-Michael Rose.

Ich weiß gar nicht, wie ich zu der Meinung kommen kann, Rolf Krohn macht sich rar. Wenn ich es mir recht überlegt, täuscht der Eindruck. Rolf Krohn liest relativ oft in Halle und es erscheinen regelmäßig neue Bücher von ihm, kontinuierlich.
Am 27. März 2013 fand die Buchpremiere zu „Bunte Lichter“ in der kleinen und feinen Buchhandlung Jacobi & Müller in Halle, statt. Sicher mehr als 20 Leutchen fanden sich ein, das waren immerhin so viele, dass der kleine Verkaufsraum fast aus allen Nähten platzte. Es scheinen sogar regelrechte Rolf-Krohn-Fans und –Komplettsammler dabei gewesen zu sein (na ja, bin ich ja auch irgendwie).
Sein Verleger, Gerd-Michael Rose aus Erfurt, war übrigens auch zugegen. Er erzählte, wenn ich mal abschweifen darf, viel über neue Pläne, will u.a. Regional-SF-Anthologien herausgeben – für Thüringen und Sachsen-Anhalt. Da sollen nicht nur Autoren der Region zu Wort kommen, sondern sie sollen auch Phantastik schreiben, die in der und mit der Region spielen.

„Bunte Lichter“
Die neue Erzählungssammlung gedieh geschlagene 8 Jahre! Das klingt erst mal nach fauler Haut. Ist aber ein Trugschluss. Der Autor erzählte über seine Arbeitsweise: Wenn ihm etwas einfällt, schreibt er. Was am Ende dabei rauskommt, vermag er selten eingangs zu sagen. So wie bei dieser Sammlung stellt er während der Arbeit fest, dass die Erzählungen irgendwie zusammen passen. Also sammelt er über Jahre parallel für mehrere Projekte. Zurzeit arbeitet er auf diese Weise parallel und zeitlich versetzt an 6 Projekten gleichzeitig. Dabei sind phantastische und historische Erzählungen.
Für mich als Fan sind das gute Nachrichten. Jetzt muss er halt nur immer einen Verlag finden. Aber hier hat es ja auch sehr gut geklappt…
Er las 2 Stories, beide nicht die längsten, aber lang genug. Rolf Krohn liebt genaue Formulierungen. Als geschulter Physiker legt er großen Wert auf wissenschaftliche Fundiertheit und anschauliche Darstellung physikalischer u.a. wissenschaftlicher Inhalte und Zusammenhänge. Er ist ein waschechter Hard-SF-Autor, möchte fast sagen, „der alten Schule“. Die Länge der Stories macht sie nicht unbedingt geeignet zum Vorlesen, dennoch vermag er Spannung auf- und überraschende Elemente einzubauen.
Also, ich fand’s gut, vor allem auch, dass ein Autor – der es in der DDR schon nicht leicht hatte, aber immerhin publiziert wurde und dies, möchte ich meinen, recht erfolgreich – nun nicht den Kopf in den trüben Sand steckt, sondern auf einer vielleicht kleineren Schiene aber kontinuierlich weiterfährt.
Alle Achtung; da kommt noch was!

(den Director’s Cut des Artikels gibt es im NEUEN STERN, im April)


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Was hier im Blog fehlt…

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Ich war dabei... 26 March 2013 · 382 Aufrufe

…ist mein Bericht zu einer Fantasy-Lesung der besonderen Art, den ich betitelt habe mit:

Literaturpapst trifft den deutschen Gollum
Die „Wow!“s zählte am 25. März in der Thalia-Buchhandlung in Halle Thomas Hofmann

Was sich dahinter verbirgt? Nachlesen kann man es im nächsten NEUEN STERN. Dennoch möchte ich auf die Veranstaltungsreihe hinweisen, denn es lohnt sich:

Denis Scheck und Andreas Fröhlich: Der Hobbit.

In Halle waren sie am 25. März und haben mich und viele andere Zuschauer begeistert. Andreas Fröhlich ist u.a. die Synchronstimme vom Gollum und natürlich las er auch aus dem Buch „Der Hobbit“ und verpasste mir eine ordentlich Portion Gänsehaut.
Dazu gab es viel Palaver zum Synchronisieren und die Arbeit als Synchron-Regisseur bei den Jackson-Filmen, über Hörspiele und die Arbeit mit der eigenen Stimme, ein vehementes Plädoyer für die SF / Fantasy / Horror / Krimi – Genre-Literatur. Das war ein Fest!


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Krohns Lichter

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., News 17 March 2013 · 444 Aufrufe

Neulich bei Facebook, in einer kleinen Seitengasse: Gerd-Michael Rose, rühriger SF-Herausgeber aus Passion vermeldete, dass der Hallesche SF-Autor Rolf Krohn seine Homepage überarbeitet. Nun ja, sicher keine so überaus wichtige Nachricht. Doch geht es um das literarische Vorbild Kohns, Johannes Tralow. Kennt den jemand? Na, ich kannte ihn, hat aber keine SF geschrieben, eher historische Romane, wie Krohn auch...
Aber nun kommt's: So neben erfuhr ich, dass Rolf Krohn ein neues Buch herausbringt, im rührigen tes-Verlag von Gerd-Michael, und dazu gibt es in Halle eine Buchpremiere:

Eingefügtes Bild
Das Cover stammt von Mario Franke.

Weitere Infos zum Buch hier: http://tes-erfurt.ji.../bunte-lichter/






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„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 

Arno Schmidt

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

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© Thomas Hofmann

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.


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Telefon: 0345-7764072
E-Mail: phantastische.ansichten@web.de

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990

Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011

A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
■ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016

Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001 [/font
Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012

"Saramees Blut", Atlantis 2012

M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013

Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
■  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
■ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
■ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
■ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017

■ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
■ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
■ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017

■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
■ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019

 

Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016

Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018

!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019

Fanzines

Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte

TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)

CD-Cover
The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
Syngularity: The Four Horsemen; 2000
Gothica: Within A Dream; 2000
Gothica: Into The Mystic; 2000
The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
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