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PetraHartmann



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Meermädchen-Tipps im Biber-Butzemann-Blog

Geschrieben von Petra , in Nestis 19 August 2018 · 16 Aufrufe
Nestis
Steffi Bieber-Geske stellt meine Nestis-Serie in einem Blogeintrag über Meermädchenreihen für Kinder vor. Außer meiner Nordseeprinzessin bespricht sie auf der Biber-Butzemann-Blogseite Tanya Stewners "Alea Aquarius" und die Bücher "Aquamarin" und "Submarin" von Andreas Eschbach. Ganz schön prominente Nachbarschaft.

In dem Eintrag heißt es:

"Nestis, die älteste Tochter des Meerkönigs, lebt in der Nähe von Helgoland im Glaspalast am Nordseegrund. Für eine Prinzessin hat sie es faustdick hinter den Ohren. Auf die Ermahnungen der Erwachsenen gibt sie keine Seealge. Den Mathelehrer Herr Seestern treibt sie regelmäßig zur Verzweiflung. Stattdessen stürzt sie sich neugierig und mutig in jedes Abenteuer. Inzwischen gibt es davon schon drei."

Besonders gefallen hat ihr offenbar das "Personal" der Serie. Sie schreibt:

"Zum Glück hat Nestis tolle Freunde an ihrer Seite. Die Meerkinder Mira und Nick, Riesenkrake Otto und Zitteraal Kurzschluss sind zwar alle etwas speziell, aber immer bereit, zu helfen. Und dann ist da noch der Menschenjungen Tom, der sich immer wieder als größte Unterstützung erweist, Nestis vor Gefahren warnt und ihr mehr als einmal den Fischschwanz rettet."

Ihr Fazit:

"Alle drei Bücher von Petra Hartmann sind überaus spannend und von Olena Otto Fradina sehr hübsch in schwarz-weiß illustriert. Es sind keine reinen Mädchengeschichten, sondern ebenso gut für Jungs geeignet."

Und ganz toll fand ich ihre Idee, das Nestis-Weihnachts-Mini-Büchlein als Geschenk in einem selbst gebastelten Adventskalender zu verwenden. Das ist mir noch gar nicht eingefallen. ;-)


Den vollständigen Blogeintrag findet ihr hier:
https://biber-butzem...her-fuer-alle/


Weitere Besprechungen zu "Nestis und die verbotene Welle"
Kerstin Cornils in ihren Kartenwerkstatt-Blog
Ulrike Stegemann auf "Lesen, Schreiben usw."
Erik Schreiber im Phantastischen Bücherbrief
Christel Scheja im Fantasyguide
Bericht im Kehrwieder am Sonntag


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Peter Raffalt: Der gestiefelte Kater

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 11 August 2018 · 51 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 3 weitere...
Der gestiefelte Kater, bekannt als Märchenfigur der Brüder Grimm oder als Held eines Theaterstücks von Ludwig Tieck, erzählt nun seine Geschichte selbst. Als Ghostwriter hat ihm der Autor Peter Raffalt seine Feder geliehen, und die Illustrationen dazu schuf Sibylle Gädeke.
Nein, man hat es nicht leicht mit diesem Müllerssohn Hans, das muss man dem Ich-Erzähler dieses Abenteuers schon zugestehen. Als der jüngste Sohn nach dem Tod seines Vaters von den Brüdern vor die Tür gesetzt wird und nur mit einem Kater als Erbe in die Welt ziehen soll, sieht die Situation mehr als verzweifelt aus. Zumal sich dieses Exemplar der menschlichen Gattung als außerordentlich begriffsstutzig erweist und gar nicht so recht kapieren will, warum er sein letztes Geld statt für eine ordentliche Mahlzeit für ein paar Katzenstiefel ausgeben soll. Doch sein felider Begleiter ist nicht auf den Mund gefallen und verfügt außer über eine gehörigen Portion Intelligenz auch noch über ein außerordentliches Selbstbewusstsein. Er beschließt, etwas aus diesem Hans zu machen. Ein Graf soll er werden und die Tochter des Königs heiraten. Das hat der nicht ganz uneitle Vierbeiner, der immer wieder über die Überlegenheit seiner Spezies räsonniert, sich in den Kopf gesetzt, und so geschieht es.
Der Autor Peter Raffalt geht sehr frei mit seinem Stoff um, und für Kenner des klassischen Märchens hält er einige Überraschungen parat. So sieht sich der Leser nicht nur mit einer bösen Zauberin konfrontiert, die ständig neue junge Mädchen in ihren Bann schlagen muss, um ihre eigene Jugend zu erhalten, er erlebt auch, dass Müllerssohn Hans in einen Hund verwandelt wird, was die selbst gestellte Aufgabe des Katers nicht gerade erleichtert. Dass der Titelheld ganz gegen seine kätzische Natur auch noch eine sehr emotionale Beziehung zu einer Maus aufbaut, sorgt zusätzlich für Wendungen, von denen die Grimm-Brüder noch nichts ahnen konnten.
Das Ganze ist flott und amüsant geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen. Zusammen mit den eigenwilligen, dynamischen Illustrationen Sibylle Gädekes entstand so ein sehr individuelles, leichtpfotiges Katermärchen, das erfrischend anders ist als viele schwerfällige Klassiker-Nacherzählungen. Dass sich freilich am Ende mit der Maus so gar nichts ergab ... nun, auch ein Märchen ist ja kein Ponyhof.

Fazit: Liebenswürdig-humorvolle Neu-Erzählung eines traditionellen Märchenstoffs mit vielen eigenen Ideen und einem Ich-Erzähler, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Zauberhaft und lesenswert.



Peter Raffalt: Der gestiefelte Kater. Mit Bildern von Sibylle Gädeke. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017. 146 S., Euro 10.


Weiteres Buch von Peter Raffalt:
Die Geschichte vom hölzernen Mann


© Petra Hartmann


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Nicole Rensmann: Niemand - mehr

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 13 July 2018 · 93 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 1 weitere...
Die Abenteuer im Niemandsland gehen weiter. Mit "Niemand - mehr" setzte Nicole Rensmann ihren 2012 erschienen utopisch-skurrilen Roman "Niemand" fort. Den Leser erwartet erneut ein Feuerwerk an Wortspielen und Wörtlich-Genommenem, aber auch eine traurige, desillusionierende Erkenntnis beim Wieder-Besuch des Niemandslandes. Denn es ist so gut wie nichts beim Alten geblieben.
Vor zehn Jahren hatte Nina das Niemandsland gerettet und seinem Herrscher einen Namen gegeben. Seitdem hat sie die Grenze zum Niemandsland nicht mehr übersczritten, sie ist eine erwachsene Frau geworden, und was im Land passierte ... nun, das bekam sie nicht mit. Erst als sie eines Abends von einem Stalker verfolgt wird, der sich als der Schwarze Mann entpuppt, und sie angstvoll flieht, gerät sie plötzlich zurück in das Land. Ihr Land. Jedenfalls in das Land, das einmal auch ihres war. Aber wie sieht es dort aus!
Das Niemandsland ist verdorrt und leidet unter der unendlichen Hitze, da der Zeithebel verklemmt ist. Im Land herrschen der bösartige Schrottmann, der alles, was nicht niet- und nagelfest ist, auf seinen Schrottplatz abtransortiert, und "Das Allerschlimmste", dem es Spaß macht, seine Untertanen zu quälen, zu Tode zu erschrecken und ihnen das zu zeigen, was in ihren verborgensten Vorstellungen das allerschlimmste ist, was sie erleben können.
Niemand ist verschwunden, ist wieder unsichtbar geworden. Und es ist an Nina, ihr Land zum zweiten Mal zu retten.
Ein paar der alten , lieb gewordenen Freunde aus dem ersten Band sind wieder anzutreffen, so zum Beispiel der Nikolaus und das Himmlische Kind. Petit, der kleine Trauerkloß, und der Drecksack sind wieder mit an Bord, und der Leser, der im ersten Teil Pinn und Nöckel liebte, wird sich sicher über das Fensterladenhalterbaby, das Pinnöckelchen, freuen, das Nina auf ihrer Reise begleitet. Man trifft Honks und goldgelockte Giganten-Greislinge, einen armen Teufel, Phantastinaken, Arschkriecher und die Wunschfee Fräulein Klimper. Und die seltsame Heldengruppe, in deren Mitte sich Nina bewegt, ist um einige zauberhafte Personen reicher geworden: ein Klingelmäuschchen ohne Nase, die betagte doch kampferprobte Oma Hempel, unter deren Sofa sich Nina urplötzlich wiederfindet, eine Knalltüte und ein etwas nerviges und sehr vergessliches Galgenfrauchen namens Tilde aus Satzzeichen, die manchmal durcheinander geraten.
Wer von "Niemand" begeistert war und jetzt von "Niemand -mehr" das gleiche noch einmal erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. "Niemand - mehr" ist anders, und das ist gut so. Niemand hätte einen zweiten "Niemand" gebraucht. Ein wenig fehlt der anarchische, spontane, überschäumende Charme des ersten Teils, es fehlt seine Naivität und Unabsichtlichkeit. "Niemand - mehr" ist ein gemachter, durchdachter Roman, der uns daran erinnert, was passiert, wenn man sich nicht um seine Traumländer kümmert. der vom Älterwerden, vom Tod und von der Vergänglchkeit der Utopien erzählt. Vielleicht enthält er auch ein wenig zu viel Hin und Her, immerhin besteht ein Großteil der Geschichte darin, mehrere Heldengruppen dabei zu beobachten, wie sie von A nach B reisen und etwas oder jemanden suchen.
Wie schrieb doch die Autorin im Anhang in ihren "Mis- und Outwrites"?
"Immer diese Sucherei, wer hat sich das ausgedacht.
Oma Hempel: Naja, ein Geschichtenschreiber vermutlich.
Natürlich, ein Mann, wer sonst.
Es kann auch eine Frau gewesen sein.
Nein, so einen Mist denkt sich nur ein Mann aus."
Ganz so hart wird vermutlich niemand das Buch beurteilen. Es ist einfach ein liebenswertes Hin und Her, ein Wiedersehen mit Freunden und ein erwachsen gewordenes Niemandsland. Nicht mehr, nicht weniger, eben Niemand mehr.

Fazit: Liebenswürdige Fortsetzung eines Zauberbuchs. Nicht mehr ganz so jugendlich und unbekümmert wie Teil I, eher traurig, melancholisch und ein Bericht aus einer gefährdeten Welt mit grausamen Herrschern. Zauberhaft, aber anders. Und lesenswert.

Nicole Rensmann: Niemand - mehr. Fabylon-Verlag, 2016. 352 S., Euro 16,90.


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Interview auf der "Blauen Seite" über Nestis, Musik und seltsame Namen

Geschrieben von Petra , in Nestis 05 July 2018 · 83 Aufrufe
Nestis
Auf der "Blauen Seite" ist heute ein Interview online gegangen, das die Schülerin Korinna mit mir geführt hat. Sie hatte einige sehr interessante Fragen. Vor allem haben wir viel über Musik gesprochen. Und darüber, wo die Namen in meinen Büchern herkommen.

Schaut doch mal rein:
https://die-blaue-se...-petra-hartmann

(Übrigens ist mir gar nicht aufgefallen, dass ich die Namen von griechischen Philosophen und Karl-May-Helden so undeutlich ausspreche ... Eingefügtes Bild )


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Vlad Hernandez: Krieg der Schrecken

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 30 June 2018 · 128 Aufrufe
Bücher - SF, Vlad Hernandez und 1 weitere...
"Schrecken" nennt man die furchterregende Alien-Rasse, die in der fernen Zukunft über die Menschheit herfallen wird. DIe Wesen, die in Vlad Hernandez' Erzählungen über den "Krieg der Schrecken" die Ausrottung der Menschheit herbeiführen wollen, haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Gottesanbeterinnen oder Heuschrecken und gehen absolut gnadenlos vor.
"Krieg der Schrecken" ist, wie der Klappentext verrät, "die erste cubanische Science Fiction in Deutschland". Wobei de Autor bereits kurz zuvor im selben Verlag eine Kurzgeschichte publiziert hat, und zwar in der Sammlung "Rund um die Welt in mehr als 80 Kurzgeschichten."
Das vorliegende Buch ist kein Roman. Das kleinformatige Taschenbuch vereint drei Novellen in sich, die einzelne Episoden aus dem titelgebenden Krieg darstellen. Doch sind diese drei Episoden durchaus mit einander verbunden und erhellen sich gegenseitig.

Novelle über Königin der Schrecken

Die erste Geschichte trägt den Titel "Die Emperatriz". Es geht um eine "Königin" der Aliens, die in die Hände der Menschen gefallen ist. Ein unschätzbarer Fang für die Menschen, bietet sich doch so erstmals die Gelegenheit, die Fremdwesen zu erforschen. Allerdings: Da die gefangene Herrscherin so wertvoll ist, weckt sie auch Begehrlichkeiten. Max, ein kleiner Weltraumkrimineller mit eigenem Transport-Schmuggel- oder-was-auch-immer-Unternehmen, lässt sich anwerben von einem betörend gut aussehenden, erotischen jungen Mann namens Kyle, um die Emperatriz zu stehlen und sie auf dem Schwarzmarkt zu verticken. Allerdings: Kyle ist, was Max nicht weiß, im Auftrag der Emperatriz unterwegs. Und das Untier macht sich auf dem Raumflug los und greift an ...
Die Geschichte ist als Einstieg in die Welt des Schreckenkriegs einerseits gut geeignet, da der Leser hier auf engem Raum sehr viele Informationen bekommt und sich schnell orientieren kann. Literarisch ist sie eher schwach und klingt sehr nach dem Fanzine-Beitrag eines Anfängers. Die Geschichte besteht lediglich aus einer in zwei Hälften zerfallenden Action-Szene und einer dazwischen liegenden langen Info-Dump-Rückblende. Es wird beschrieben, wie das Weltraum-Insekt durch das Raumschiff kriecht und, nachdem es alle Besatzungsmitglieder bis auf eines getötet hat, nun nach Max sucht. Der Ich-Erzähler Max hat sich verkrochen, sieht dem fast sicheren Ende entgegen und erinnert sich daran, wie es alles angefangen hat mit dem Schreckenkrieg und seinem Auftrag. Als die Vorgeschichte fertig erzählt ist, wütet die Schrecke weiter und kommt näher ...

Ökologischer Krieg auf Aldebaran V

Der zweite Beitrag, der auch die umfangreichste der drei Geschichten darstellt, spielt auf dem fünften Planeten von Aldebaran. Es handelt sich offenbar um eine ökologisch besonders wertvolle Welt, und sowohl Menschen als auch Schrecken versuchen, die Ressourcen dieser Mutterwelt zu schonen, während sie sich unter einander bekämpfen.
Auch diese Geschichte hat - teilweise - einen Ich-Erzähler, Paco, Mitglied einer Spezialeinheit, afrikanischer Herkunft und durch technische Implantate und einen besonderen Kampfanzug extrem hochgerüstet. Paco und seine Kollegen bekämpfen nicht nur die Schrecken, sie haben es auf mit einer Gruppe von Soldaten zu tun, die desertiert sind und nun im Urwald von Aldebaran V hausen. In einem Schreckenbau, in dem Paco und seine Mitkämpfer Deserteure vermuten, kommt es zu einer folgenschweren Begegnung mit den Schrecken. Paco wird mit etwas infiziert, das den Untergang der Menschheit bedeuten kann.
In dieser Geschichte erfährt man auch einiges zur Motivation der Schrecken, die zwar immer noch eiskalt und gefühllos daherkommen, aber einen nicht von der Hand zu weisenden Grund für die notwendige Auslöschung der Zweibeiner geltend machen: Die Menschheit ist einfach zu aggressiv und zerstörerisch, man kann sie nicht am Leben lassen, ohne die Exisdtenz und den Frieden des Universums und der in ihm lebenden anderen Wesen zu gefährden. Kingt überzeugend, leider.

Geschichte eines Klons

Die dritte Geschichte ist erzählt aus der Perspektive einer "weißen Schrecke", eines menschlichen oder menschneähnlichen Klons, den die Schrecken gezüchtet haben. Die Aliens haben zahlreiche dieser Wesen geschaffen, darunter den Protagonisten Carles, der einem der Imperatoren sexuelle Dienste leistet.
Die Geschichte ist insofern interessant, als Carles, offenbar als einziger der Klone, so etwas wie eigenes Bewusstsein oder Individualität erlangt. Als die Schrecken besiegt und die Klone befreit werden, darf Carles als freier, selbstbestimmter Mensch weiterleben. In dieser Geschichte wird auch erklärt, wo der betörende Kyle aus Teil I herkam: Die Schrecken in Carles' Heimat haben offenbar ein paar Tausend dieser Kyles herangezüchtet.
Eine sehr interessante Erzählung und, anders als die beiden anderen, auch eine sehr leise Geschichte, da es hier nicht um Krieg und Herumgeballere, sondern um die Psyche und Selbstwahrnehmung eines Lebewesens geht, das zwischen Menschen und Schrecken steht. Sehr angenehm zu lesen.

Fazit: Drei sehr unterschiedliche SF-Storys, die einen gnadenlosen Krieg aus mehreren Blickwinkeln beleuchten. Interessant und vielschichtig. Keine Sternstunde, aber eine gute Lektüre für zwischendurch.


Vlad Hernandez: Krieg der Schrecken. Übersetzung: Pia Oberacker-Pilick. Bickenbach, Saphir im Stahl, 2017. 173 S., Euro 12,95.


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Corinna Antelmann: Im Schatten des Mondes

Geschrieben von Petra , in Bücher - Abenteuer 28 June 2018 · 145 Aufrufe
Bücher - Abenteuer und 2 weitere...
Ein "Mondscheinkind" und eine Astronautin: Das sind die Helden in Corinna Antelmanns Jugendbuch "Im Schatten des Mondes". Im Zentrum steht die Ausaeinaderasetzung mit einer schweren und seltenen Krankheit, aber es geht auch um Freundschaft, Träume und das Abenteuer eines Mondfluges.
Leo leidet an der "Mondscheinkrankheit" Xeroderma pigmentosum. Sonnenlicht ist eine tödliche Gefahr für ihn. Tagsüber kann der 15-Jährige sich nur mit einer Art Astronautenanzug aus dem Haus wagen. Nur nachts, bei Mondschein, kann er sich frei bewegen. Dabei liebt er die Sonne über alles und hasst den Mond. Ganz anders Ina, in deren Klasse Leo nach einem Schulwechsel gelangt. Ina träumt davon, Astronautin zu werden. Der Mond hat eine ganz eigene Faszination für sie. Und sie träumt davon, eines Tages in einer Rakete dort hinauf zu fliegen. Ganz sicher findet sie dort auch ihre verstorbene Mutter wieder ...

Corinna Antelmann erzählt die Geschichte eines ungleichen Freundespaars

Es ist die Geschichte eines ungleichen Freundespaars, die Corinna Antelmann hier erzählt. Oder sind sie doch eher ähnlich und in ihrer Gegensätzlichkeit verwandt? Leo mit seiner unerfüllbaren Sehnsucht nach der Sonne und Ina, die an einer Mondrakete bastelt?
Der Roman beginnt mit einem Besuch Leos und seiner Mutter beim Arzt. Neue Tumore sind aufgetaucht, und das obwohl der Junge die Sonne, wie vorgeschrieben vermieden hat und nur in seinem UV-Schutzanzug das Haus verlassen hat. Leo ist trotzig, verschlossen, hat keinen Bock darauf, sich bei dem Arzt, dem der Kontakt mit diesem "Freak" voller Narben sichtlich unangenehm ist, höflich zu benehmen. Und auch zwischen ihm und der zugleich überfürsorglichen und verstimmten Mutter liegt einiges im Argen. Eine Mutter, die sich aufopfert für ihr Kind, klar, aber dies auch sehr deutlich heraushängen lässt und für ihre Opfer auch Anerkennung fordert. Liebevoll, aber auch stets ein stummer Vorwurf an Leo.
Die neue Klasse jedenfalls ist von Leo genau so wenig begeistert wie Leo von ihr. Und dass die Fenster des Klassenraums mit Spezialfolie verklebt werden müssen, damit Leo sich am Unterricht gefahrlos beteiligen kann, trägt nicht gerade zur Beliebtheit des neuen Klassenkameraden bei. Aber, immerhin, da ist noch Ina.

Astronautin beobachtet Wolfsgehege durchs Teleskop

Ina, ein toughes Mädchen, Tochter eines Tierparkwächters und angehende Astronautin, so jedenfalls ihr Berufswunsch, mutig, zupackend, direkt und manchmal mit einer etwas großen Klappe. Als sie bei ihren nächtlichen Beobachtungen mit dem Teleskop einen merkwürdigen Jungen entdeckt, der um das Wolfsgehege herumstreift, ist ihre Neugier geweckt, und als Leo in ihrer Klasse auftaucht, nimmt sie ihn sofort unter ihre Fittiche.
Bald zeigt sich, dass Leo ein besonderes Talent hat: Er kann wunderschön zeichnen. Ein Talent, das er nicht nur nutzt, um Bilder der von ihm so geliebten Sonne als zauberhaft schöne Sonnenfrau zu zeichnen, sondern auch um eine Zeichentrickfilm zu erstellen. Thema: Astronautin Ina fliegt zum Mond.

Soundtrack aus Mondscheinliedern

Der Roman ist flüssig geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Er punktet durch die poetische und einfühlsame Sprache. Durch Inas persönlichen Soundtrack - sie hört immer wieder besondere Mondlieder wie "Blue Moon" (Ella Fitzgerald) oder "Fly me to the Moon" (Doris Day) - ist "Im Schatten des Mondes" auch ein sehr musikalisches Buch, das im Ohr des Lesers leise swingt und jazzt. Dadurch, dass die Autorin im Präsens erzählt, kommt man als Leser sehr nahe heran an die Figuren und ist sozusagen live mit dabei, erlebt Träume und nächtliche Begegnungen genau so intensiv mit wie das nicht ausbleibende Mobbing in Leos Klasse und die Gemeinheiten eines Mitschülers oder das grandiose Scheitern von Inas erstem Mondflug. Vor allem die Szenen, in denen Leos Fantasien von der wunderschönen Sonnenfrau geschildert werden, haben ihren eigenen Zauber und gehören zu den schönsten Stellen des Buchs. Dass auf diese Weise auf eine seltene Krankheit aufmerksam gemacht und für Verständnis für die Betroffenen geworben wird, ist zudem lobenswert.
Ein wenig konstruiert wirkt die Geschichte allerdings auch. Die wenigsten realen Mondscheinkinder dürften ein so unwahrscheinliches Glück haben, dass sie nicht nur ein herausragendes Zeichentalent besitzen, sondern auch noch eine Freundin mit eigener Mondrakete und Schlüssel zum Tierpark finden. Vielleicht hätte hier ein wenig mehr Realismus dem Anliegen, Verständnis für die Krankheit zu schaffen, besser getan? Egal, herausgekommen ist jedenfalls ein zauberhafter Roman, und das ist doch auch etwas.

Fazit: Zauberhafter Roman über ein sehr ernstes Thema. Eine schwere Krankheit, mit leichter Feder in einem beinahe magischen Ambiente skizziert. Lesenswert.


Corinna Antelmann: Im Schatten des Mondes. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2018. 205 S.



© Petra Hartmann


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Bärjungfrau: Nestis zum Nachhören

Geschrieben von Petra , in Nestis 22 May 2018 · 133 Aufrufe
Nestis, Lesung, Hildesheim
Meine Lesung aus "Nestis und die Bärjungfrau" könnt ihr jetzt online nachhören. Die Sendung des Hildesheimer Senders Radio Tonkuhle ist jetzt auf Youtube zu finden.
Die Geschichte spielt kurz nach dem Hardcover-Abenteuer "Nestis und die verschwundene Seepocke" am Müllberg vor der Glitta-Mündung. Ein märchenhafter Öko-Thriller um eine Nordsee-Nixe und einen traurigen Teddybären. Viel Vergnügen damit!




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Nürnberger Autorentreffen 2018

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 19 May 2018 · 148 Aufrufe
Unterwegs, Nürnberg
Zum inzwischen 15. Mal lud Ursula Schmid-Spreer Autoren nach Nürnberg ein. Das Treffen an HImmelfahrt gehört für viele Schriststeller einfach dazu und ist unverzichtbarer Bestandteil des Jahresprogramms, und natürlich zog es auch mich wieder in die Frankenmetropole.

Neu war, dass es eine musikalische Begrüßung durch die Sängerin LeeZa Nail gab. Sie versetzte den Saal des Caritas-Pirckheimer-Hauses gleich zu Beginn auch ohne Mikrofon in positive Schwingungen. Wer länger blieb,konnte sie am Abend darauf auch bei der Lesung in der Galerie im Weinlager hören. Ein guter Einstieg und Ausklang des literarischen Treffens.

Den ersten Teil des Seminars bestritt Verleger Ulrich Wellhöfer, der allen, die es noch nicht wussten, erzählte,welche Leistungen Verlage bringen und welche Entscheidungen für die Publikation und Vermarktung eines Buches getroffen werden müssen. Da ist schon mal die Frage zu klären, ob man nicht lieber auf das Hardcover verzichtet, um das Werk strategisch günstig auf die Stapeltische zu bekommen.
Sehr interessant war seine Betrachtung der "Umwelt" eines Buches. Wellhöfer unterscheidet zwischen Umwelt I, die durch den Verlag und den Autor beeinflussbar ist, und Umwelt II, also Dingen, auf die die Buch-Macher keinen Einflus haben. Die Umwelt I ist gestaltbar, etwa durch Pflege eines guten Kontaktnetzes, durch Veranstaltungen zur Buchpremiere, Lesungen, durch Gespräche mit Buchhändlern, Pressekontakte und mehr. Hier lässt sich einiges anschieben, um ein gutes Verkaufsklima um das Buch herum zu schaffen. Beim Verlag von Ulrich Wellhöfer sind hierzu vor allem Veranstaltungsreihen und Kulturprojekte entstanden; Musik,Kabarett, Rezitationen, Workshops und mehr schaffen eine Verbundenheit zwischen Verlag, Lesungen, Buchhandlungen und der Region. Da nimmt man dann auch gern mal ein Buch mit nach Hause.

Titus Müller, der beim Autorentreffen so unverzichtbar ist wie Gastgeberin Ursula Schmid-Spreer, hatte sich diesmal ein literaturwissenschaftliches, historisches Thema gewählt. Er ging der Frage nach, was heutige Autoren von Thomas Mann lernen können. Ja, das hat schon was, wie im "Zauberberg" anhand weniger kleiner Worte und Gesten die Personen gezeichnet werden. Und ja, man sollte sich den alten Mann mal wieder vornehmen. Ich erinnere mich noch gut an mein Hörbuch des Romans mit dieser penetrant zuklappenden Speisesaaltür. Er hatte schon was drauf. Wenn ich mir sienen Satzbau auch garantiert nicht zu eigen machen werde.

Spannend war das anschließenden Werkstattgespräch zwischen Ulrich Wellhöfer und Titus Müller. Vor allem an der Stelle, an der es um Folgeverträge ging.Verleger Wellhöfer betonte, er wolle seine Autoren nicht knechten und bei Verträgen gleich festlgen, dass die nächsten Werke des Autors auch in seinem Verlag erscheinen müssen. Titus dagegen - als Genreautor und Familienvater, wie er betonte - wäre außerordentlich glücklich, wenn er auch schon Verträge über die nächsten drei Romane in der Tasche hätte. So unterschiedlich kann man das also sehen.

Matthias Matting, bekannt durch die Selfpublisher-Bibel, erzählte in seinem Vortrag etwas über die Möglichkeiten des Selfpublishing und legte sehr beeindruckende Zahlen vor. In Deutschland gibt es inzwischen über 70.000 Selbstveröffentlicher, darunter wesentlich mehr Frauen als Männer. Hauptmedium ist dabei das eBook, der Print-Bereich ist für die meisten eher uninteressant. Rund die Hälfte der Top 100 bei Amazon stammen nicht von Verlagen. Am besten laufen Chicklit, Romantik, Thriller, Fanzasy und Krimis, auch Sachbücher verkaufen sich teilweise ganz ordentlich.
Die meisten Autoren veröffentlichen mehr als einen Titel und sind inzwischen schon länger als ein Jahr dabei. Etwa 4 Prozent der SPler verdienen 2000 Euro oder mehr im Monat mit ihren Werken. Naja, da liege ich deutlich drunter. Von Zahlen wie Poppy J. Andersen (1,2 Millionen verkaufte eBooks) kann ich erstmal nur träumen. Aber wir arbeiten dran.
Interessant die Tipps zur Anlage eines eigenen Newsletters. Mit dem Gedanken trage ich mich ja schon länger. Aber warten wir erstmal ab, wie das mit der Datenschutz-Geschichte sich entwickelt ...

Übernachtet habe ich diesmal in der Galerie im Weinlager (Danke, Waltherr und Kathleen, für die Gastfreundschaft). Dort gab es am Abend darauf noch eine Lesung einiger Teilnehmer. Und wer Ursula Schmid-Spreer kennt, weiß ja, dass jeder, der das Zeitlimit von fünf Minuten überschreitet, gnadenlos erschossen wird. Die Geschichten drehten sich um Mord und LIebe und - dieses Jahr erstaunlich oft - ums Kochen. Wieder eine Menge gelernt. Und die musikalische Begleitung durch Sängerin LeeZa Nail war genauso hörenswert.

Die Rückfahrt verbrachte ich größtenteils zwischen Schlafen und Wachen in einem extrem stickigen und klebrigen Nachtzug-Abteil. Erst als ich feststellte, dass man stehend auf dem Gang wesentlich bessere und frischere Luft bekam, wurde die Reise etwas angenehmer. Ich denke, ich war gegen 7 Uhr zu Hause und fiel in eine tiefen Schlaf.


© Petra Hartmann


Weitere Berichte vom Nürnberger Autorentreffen:
Nürnberger Autorentreffen 2010
Nürnberger Autorentreffen 2011
Nürnberger Autorentreffen 2012
Nürnberger Autorentreffen 2015
Nürnberger Autorentreffen 2016
Nürnberger Autorentreffen 2017


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Einmal Marburg und zurück

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 08 May 2018 · 165 Aufrufe
Unterwegs, MarburgCon
Das Wochenende des 27. bis 29. April gehörte dem MarburgCon. Ich war am Con-Sonnabend mit dabei, und diesmal war ich besonders pünktlich von Sillium aufgebrochen. Was bedeutet, dass ich, durch kleine, nicht lebensbedrohliche Staus und Baustellen bedingt, etwa zehn Minuten vor Eröffnung des Bürgerhauses für Besucher in Niederweimar anlangte.
Geübt, wie ich bin, schaffte ich es, meine Bücher und Werbematerialien innerhalb von weniger als fünf Minuten auf meinem Infotischchen auszubreiten. Perfektes Timing. Auch wenn ich dummerweise meine Tischdecke vergessen hatte, auf die ich doch in Homburg noch so stolz war. Egal, ich war nicht der einzige ohne Decke. Und es gab durchaus einige Leute, die deutlich nach mir ankamen.
Es war ein ziemlich herausforderndes Wochenende für mich, da ich quasi einen Bilokations-Akt hinlegen musste. Ich hatte nämlich zwei Lesungstermine für den Conventus Leonis in Braunschweig am Freitag und Sonntag, aber am Samstag musste ich mir Marburg unbedingt gönnen.
Eine ganze Menge alte und neue Bekannte gab es auf dem Con zu treffen. Die Zeit verging wie im Fluge, und natürlich habe ich mal wieder haufenweise Bücher eingekauft oder gegen meine Werke eingetauscht. Beim Verlag Torsten Low beispielsweise handelte ich einen Deal mit Nachwuchsverlegerin Emily aus, Hafenpiraten gegen Irrlichter, guter Tausch. Bei Erik Schreiber erstand ich das Taschenbuch ""Krieg der Schrecken" von Vlad Hernandez und den schönen Hardcover-Band "Salz der Götter" von Katja Bulling, mit dem ich schon seit einigen Jahren liebäugele. Bei der Edition TES fand ich einen schön gebundenen Reprint von Friedrich Jacobsens "Die letzten Menschen", den ich unbedingt mitnehmen musste. Außerdem erhielt ich hier den Band "Heimkehr" mit Lokal-Science-Fiction aus Thüringen. Beim Verlag der Schatten fand ich einen interessanten Band mit dem Titel "Scyomantische Gespräche" (und hatte Gelegenheit, mich mit Bettina Ickelsheimer-Förster über eine gemeinsame Bekannte auszutauschen). Und nebenan bei Michael Schmidt hat mich die Sammlung "Der letzte Turm vor dem Niemandsland" so angelächelt, dass ich einfach zugreifen musste.
Meine nachmittägliche Lesung auf der Kegelbahn hatte ein kleines, aber interessiertes Publikum, das gut mitging und augenscheinlich viel Spaß an der Sache hatte. Ich las aus "Nestis und die verbotene Welle" vor, und wir hatten danach noch eine sehr angeregte Diskussion über Elvis. Zum Abschluss hatte ich, extra zum Horror-Con, eine Geistergeschichte mitgebracht, allerdings eine von der humorvollen Art. Ich denke, die Premiere hat geklappt, hab aber noch eine kleine Stelle zum Nachbessern gefunden. Gut.
Ein besonderes Highlight gab es dieses Jahr im Vorfeld der Preisverleihungungen. Markus Lawo hat echt Gold in der Kehle, eine tolle Gesangseinlage.
An dem Abend wurden der Vincent-Preis für herauragende Veröffentlichungen im Bereich des Horros und der Marburg-Award für die beste phantastische Kurzgeschichte zum Thema "Ein fataler Fehler" verliehen.

Die Siegerliste des Vincent-Preises sieht folgendermaßen aus:

Roman national:

1. Torsten Scheib: Götterschlacht (Amrûn Verlag)
2. Faye Hell: Tote Götter (Amrûn Verlag)
3. Inhonorus: Fuck You All (Redrum Verlag)
4. Maria Grzeschista: On A Devil's Way (Shadodex – Verlag der Schatten)
5. Uwe Voehl & Malte S. Sembten: Fischmund (Edition CL)

Internationales Literaturwerk
1. H. P. Lovecraft: Die geliebten Toten (Festa Verlag)
2. Christopher Golden: Der Fährmann (Buchheim Verlag)
3. Edward Lee & Elizabeth Steffen: Dahmer ist nicht tot (Festa Verlag)
4. Graham Masterton: Die Schlaflosen (Festa Verlag)
5. Danny King: Das Haus der Monster (Luzifer Verlag)
6. Jeffrey Thomas: Dai-oo-ika (Festa Verlag)

Anthologie:
1. Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser (Hrsg.): 12 Monate Angst (Verlag Torsten Low)
2. Melisa Schwermer (Hrsg.): Horror-Legionen 3 (Amrûn Verlag)
3. Alexander Knörr: Karneval des Todes (Twilight-Line Medien)
4. Bettina Ickelsheimer-Förster: Erdschrecken – Was haben wir getan? (Shadodex – Verlag der Schatten)
5. Bloody Qindie: Letzte Fahrt (Independent Bookworm)

Storysammlung:
1. Markus K. Korb: Spuk! (Amrûn Verlag)
2. Thomas Karg: Fest der Geier (Create Space IPP)
3. Marc Hartkamp: Nachtgeflüster (Twilight-Line Medien)
4. Maria Grzeschista: Dunkle Stunden (Twilight-Line Medien)
5. Maximilian Goldenfeld: Wahneswogen (Shadodex – Verlag der Schatten)
6. Jürgen Höreth: Deputy Dread und andere Geschichten (Amrûn Verlag)

Kurzgeschichte:
1. Faye Hell: Alma Mater (Dark Poems)
2. Julia Annina Jorges: Wo deine Schuld vergeben ist (Zwielicht Classic 12)
3. Tia Berger: Leichenschmaus (Spiegelberg V)
4. Lyakon: Hotel California (Karneval des Todes)
5. Monika Grasl: Der Buscho-Umzug (Karneval des Todes)
6. Mattias Schulz: Der Geist von Dettheim (Magische Kurzgeschichten 4)
7. Iver Niklas Schwarz: Lovemobil (Fleisch 5)

Grafik:
1. Timo Kümmel: Götterschlacht (Amrûn Verlag)
2. Mark Freier: Dark Poems (Arunya Verlag)
3. Arndt Drechsler: Das Snuff-Haus (Festa Verlag)
4. Björn Ian Craig: Zwielicht X (Create Space IPP)
5. Oliver Pflug: Zwielicht Classic 12 (Create Space IPP)

Sonderpreis:
Torsten Low

Beim Marburg-Award gewannen folgende Autoren:

1. Platz: „Schwarze Nebel“ von Sven Haupt
2. Platz: „Ein Regentag“ von Sebastian Schmidt
3. Platz: „Weil nichts enden kann“ von Dr. Piet van der Keylen

Es gab wieder ein Taschenbuch mit den eingereichten Gecshichten, das ich natürlich ebenfalls mitgenommen habe. Dieses Jahr ist es besonders dick, und trotzdem passten nicht alle Beiträge hinein. Ein absoluter Teilnehmerrekord von 44 Autoren. Und dabei interessanterweise nur mit einer einzigen richtigen Horror-Gecshichte. Nun, ich bin gepannt. Nächstes Mal will ich unbedingt mitmachen. Nächstes Jahr.

Eine Neuerung gab es zum Abschluss des Cons: ein gemeinsames Pizza-Essen im Bürgerhaus. Hat gut geschmeckt und war nett. Danach war ich dann allerdings auch vollständig geplättet. Den Rückweg nach Sillium legte ich in gerade noch fahrtüchtigem, verantwortbarem Zustand zurück, eine große Tankfüllung mit schwarzem Kaffee für die Pilotin erwies sich als sehr hilfreich. Einem Reh und einem Hasen bin ich begegnet, beides unfallfrei, gut so. Ich glaube, es war 2 Uhr, als ich in Sillium aus dem Auto kletterte. Und nächstes Jahr nehme ich mir endlich ein Zimmer in Marburg.


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Volksstimme berichtet über Nestis-Lesung in Gardelegen

Geschrieben von Petra , in Nestis 27 April 2018 · 180 Aufrufe
Nestis
Über meine Leusung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke" in Gardelegen ist heute ein Artikel in der Volksstimme erschienen. Darin heißt es unter der Überschrift "Von Walpupsen und Nervensägefischen":

"[...]
So eine Deutschstunde ist eine feine Sache. Sie mussten sich nicht melden, sondern durften einfach nur zuhören. Und dann auch noch einer richtig peppigen Geschichte: Meermädchen Nestis, die Hauptperson in Petra Hartmanns Kinder-Fantasieserie, ist ihnen nämlich ziemlich ähnlich. Zwar hat die Kleine einen Fischschwanz, „mit dem zum Beispiel Fahrrad fahren nicht so einfach ist“, wie die Autorin versichert, aber sonst geht es ihr genau so, wie den Jungs und Mädchen der dritten und vierten Klasse der evangelischen Grundschule.
Und das stellten die auch ganz schnell fest. Denn auch die kleine Nixe muss sich nämlich mit den Erwachsenen rumplagen, obwohl sie lieber mit ihren Kumpels spielen würde. Auch sie sagt ab und zu nicht ganz so erwachsenentaugliche Wörter, wie zum Beispiel „Walpups“. Und auch sie muss sich ab und zu mit anhänglichen Geschwistern herumschlagen, zum Beispiel mit Undine, diesem „Nervensägenfisch“, die ihr ständig an der Schwanzflosse klebt. Und genau damit geht ihre Lesung los: „Kleine Schwestern sind die Pest“, heißt nämlich das erste Kapitel ihres Kinderbuches „Nestis und die verschwundene Seepocke“, aus dem Petra Hartmann an diesem Morgen vorliest. „Dafür habe ich mich übrigens schon mehrfach bei meiner eigenen kleinen Schwester entschuldigen müssen“, verrät sie schmunzelnd.
[...]"


Den vollständigen Artikel findet ihr hier:
https://www.volkssti...ensaegenfischen


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Sabine Zett: Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard

Geschrieben von Petra , in Bücher - Abenteuer 23 April 2018 · 471 Aufrufe
Bücher - Abenteuer, Sabine Zett
Coole Jumps auf der Halfpipe, das tollste Board der Welt, die erste Verabredung mit der Mitschülerin Melina und die verdammt große Klappe von Lenny: Am heutigen Welttag des Buchs bekommen die Schüler der vierten und fünften Klassen genau das geschenkt: "Ich schenk dir eine Geschichte" heißt es wieder, und diesmal wurde das Buch zum Welttag verfasst von der Autorin Sabine Zett.

"Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard" ist ein Skater-Abenteuer, das jetzt als Taschenbuch an rund eine Million Schüler verteilt wurde. Es geht um Lenny und seine Freunde, die sich auf den großen Skater-Wettbewerb "Big Jump" vorbereiten. Lenny, der sich im Geiste schon als "Lenny the Champ" sieht, ist ein großartiger Skater und stolz auf seine Sprünge. Sein bester Freund Julius, beschließt Lenny großzügig, darf gern Zweitbester beim Wettbewerb werden. Julius ist ein guter Slider, aber eben nicht so ein cooler Jumper. Und dann ist da auch noch der zwei Jahre ältere Hammit, der einiges drauf hat. Aber dessen Brett ist uralt und fällt schon beim Anschaun auseinander. Als Lennys Vater seinem Sohn dann aus London das ultimative, handgefertigte Superboard aus einer Spezialwerkstatt mitbringt, scheint es niemanden mehr zu geben, der Lenny den Sieg beim "Big Jump" streitig machen könnte.

Sabine Zett beschreibt zwei sehr unterschiedliche Helden

In der Schule ist Lenny nicht unbedingt eine Leuchte. Aber er hat es tatsächlich geschafft, endlich seine Mitschülerin Melina anzusprechen. Besser noch: Er soll zusammen mit Melina ein Erdkunde-Referat halten. Dafür räumt Lenny sogar sein Zimmer auf. Sehr zu Verwunderung seiner Mutter, die sich den Damenbesuch natürlich ganz genau anschaun will. Eltern sind nun einmal oberpeinlich.
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Lenny erzählt. Dazwischen gibt es einige Tagebuch-Einträge unter der Überschrift "Melinas Diary". Beide Stimmen sind sehr verschieden im Tonfall, sodass man die beiden Hauptpersonen sehr gut an der Sprache erkennen kann. Zwei sehr unterschiedliche Charaktere.

Cooler Junge, braves Mädchen

Allerdings, und das ist de einzige Kritikpunkt an dieser Geschichte: Diese Melina ist mir einfach zu brav. Ich bin kein Mensch, der die ganze Zeit irgendwelche Stereotypen in Büchern heraussuchen will und damit auch die spannendste Geschichte kaputtmachen muss. Aber bitteschön, was ist das denn? Melina ist lieb, nett, freundlich, hilfsbereit. Sie führt freiwillig das Klassenbuch, meldet sich oft freiwillig zu irgendwelchen Arbeitseinsätzen, ist Klassensprecherin, ist in Mathe "voll der Einstein", wie Lenny feststellt. Sie malt sogar dem neuen Lehrer, der die Kinder nach zwei Monaten immer noch nicht mit Namen ansprechen kann, einen Sitzplan und legt ihm den heimlich, still und unerkannt auf den Tisch. Und natürlich ist sie außerordentlich vernünftig. Sie ist es auch, die in ihrer sanften, verständnisvollen Art Lenny und seinen besten Freund Julian miteinander versöhnt ... Was ist das denn für eine zweite Titelrolle? Man hört das ganze Buch über Lenny mit seiner herrlich großen Klappe und seinen schrägen Ausdrücken herumtönen, und ab und zu darf dann auch mal das Mädchen eine oder zwei Seiten Tagebuch schreiben und etwas "Vernünftiges" sagen? Lennys Sprache ist klasse, der Typ ist cool, man kann sich voll mega mit ihm identifizieren. Lenny macht einfach nur Spaß und ist ein supergut gelungener Charakter. Aber diese Melina ist absolut enttäuschend.
Bitte nicht falsch verstehen: Es wird schon "gesagt", dass Melina einiges drauf hat. Mit ihrem Skateboard soll sie ganz gut sein, wird "gesagt" - aber eben nicht gezeigt. Sie nimmt an einem Schwimmturnier teil, eine Sportart, in der sie offenbar sehr gut ist. Warum erleben wir Melina dann nicht mal beim Schwimmen? Immerhin: Wenigstens gesteht sie, dass ihr Kinderzimmer total unaufgeräumt ist. Aber: Sie schreibt es eben nur. In Lennys Zimmer kann man als Leser "live" reinschaun und das Chaos am eigenen Leibe spüren. Mensch, selbst wenn sie nur als todschüchtern oder oberzickig dargestellt worden wäre und sich dann ganz langsam entwickelt hätte oder nach und nach aus sich herausgegangen wäre, alles wäre in Ordnung gewesen, wenn dieser Charakter nur ein wenig "Fleisch" gehabt hätte. So bleibt es bei der netten Aufzählung positiver, mädchenhafter Eigenschaften, aber ein Eigenleben und eine eigene Persönlichkeit entwickelt diese Figur kaum.

Als ich letzte Woche zu Gast war, als eine Gymnasiumsklasse das Buch geschenkt bekam und das erste Kapitel gemeinsam las, gab es hinterher von der Buchhändlerin die Frage: "Was glaubt ihr wohl, wie es ausgeht?" Ein Mädchen vermutete daraufhin: "Dass am Ende Melina den Big Jump gewinnt." Die meisten Mädchen und einige Jungen nickten. Dieses Ende konnten sie sich gut vorstellen. Tja, Mädchen, ihr werdet enttäuscht sein.

Ansonsten: Wirklich eine spannende, leicht lesbare Geschichte, die viel Spaß macht und auch sehr passend illustriert ist. Vor allem die Problemzielgruppe Jungs wird bestimmt ihren Spaß dran haben. Schön auch der Comic im Anhang, der die Geschichte noch einmal verkürzt und in Bildern erzählt. Ein ganz tolles Geschenk für die Schülerinnen und Schüler. Gut, dass es so etwas gibt.

Fazit: Spannendes Skaterabenteuer für die vierte und fünfte Klasse, vor allem für Jungen gut geeignet. Leicht lesbar und in einer schön frechen Sprache geschrieben. Beim Mädchen sollte etwas nachgebessert werden.

Sabine Zett: Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard (Ich schenk dir eine Geschichte 2018). München: cbj, 2018. 157 S., Euro 1,60.



© Petra Hartmann


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Peter Mannsdorff: Party im Kopf

Geschrieben von Petra , in Bücher - Abenteuer 31 March 2018 · 290 Aufrufe
Bücher - Abenteuer und 2 weitere...
Eine bipolare Störung ... Manche sagen auch manisch-depressiv dazu. Für den Betroffenen ist es nicht leicht - aber wie geht es eigentlich den Kindern der Betroffenen? "Party im Kopf", der neu erschienene Jugendroman von Peter Mannsdorf, erzählt die Geschichte von Robbi, der einen bipolaren Vater hat.

Eltern sind manchmal peinlich, klar. Doch was Robbis Vater Michael tut, wenn bei ihm "Party im Kopf" herrscht, das kann einen 13-jährigen Schüler schon einmal vor Scham im Boden versinken lassen. Da taucht sein Vater plötzlich im Klassenzimmer auf und will, weil er Herbert Grönemeyers Hit "Kinder an die Macht" als Handlungsanweisung auffasst, die Schüler für seine Kinderpartei gewinnen. Oder er ruft beim Radio in einer Kuppelshow an und versucht, eine neue Liebe zu finden. Und er will es absolut nicht kapieren, dass die Frau, als sie merkt, wie er tickt, nichts mehr von ihm wissen möchte. Robbi, der einzige "Vernünftige" in dem Zwei-Personen-Haushalt, muss entsetzt feststellen, dass sein Vater das Konto plündert und das Geld für sinnlose Dinge verschleudern will. Dann leert er schon mal heimlich das Portemonnaie des Vaters, um das Geld in Sicherheit zu bringen. Vergeblich.

Auf der Flucht vor dem Jugendamt

Die Abfolge von manisch-depressiv-manisch-depressiv kann zwar immer mal wieder von einer Therapeutin und mit Hilfe von Medikamenten durchbrochen werden. Doch dann kommt die Therapeutin plötzlich zu dem Schluss, Robbis Vater müsse unbedingt für ein paar Tage in eine stationäre Einrichtung. Auf keinen Fall, sagt Michael. Und Sohn Robbi hat auch etwas Unbehagen dabei. Schließlich wäre es eine Katastrophe, wenn das Jugendamt mitbekäme, dass sein Erziehungsberechtigter derzeit nicht gerade zurechnungsfähig ist ... Noch bevor die Klinik eine Vermisstenmeldung rausgeben kann, setzen sich beide ab. Ihre einzige Chance: Per LKW-Stop noch vor dem morgendlichen Fahndungsaufruf die Grenze nach Frankreich passieren.

Robbi erzählt von seinem bipolaren Vater

Die Geschichte besteht aus zwei ineinander verwobenen Erzählebenen. Der eine Handlungsstrang erzählt von Robbis und Michaels abenteuerlicher Flucht nach Frankreich, ihren Erlebnissen als Tramper und ihrem Leben in einer Art Künstlerkolonie, in der sich beide sehr wohl fühlen und sehr entspannt leben können. In dieser Gruppe findet der inzwischen 15-jährige Robbi auch eine Freundin, mit der er über alles reden kann und der er nach und nach von seinem Leben mit einem bipolaren Vater erzählen kann, eine Erzählung, in der er auch den peinlichen Auftritt seines Vaters im Klassenzimmer oder die fehlgeschlagene Suche seines Vaters nach der großen Liebe schildert. Das ist zum Teil sehr komisch, aber es bleibt einem beim Lesen auch immer wieder das Lachen im Halse stecken, wenn man sich klarmacht, wie sich Robbi bei den Auftritten Michaels fühlt oder wie es wohl gerade in Michaels Kopf aussehen mag.
Geschrieben ist das Buch sehr flüssig und kurzweilig, es hat ein hohes Erzähltempo auch durch die im Präsens gehaltene Rahmenhandlung. So lässt es sich leicht und schnell lesen, aber vergessen lässt es sich sicher nicht so schnell.

Peter Mannsdorff berichtet über den Hintergrund der Krankheit

Ein schweres Thema wurde hier sehr leicht verständlich und leicht lesbar aufbereitet. Und vor allem wird gezeigt, dass es eben nicht nur die psychisch Kranken sind, sondern auch deren Familie oder wie in diesem Fall deren Kinder, die mittelbar betroffen sind.
Sehr eindrucksvoll auch das Nachwort, in dem Peter Mannsdorff etwas zum Hintergrund der Krankheit erzählt. Unter anderem schildert er, wie eine Manie sich auf den Verstand auswirkt, bis hin zu dem Phänomen, dass das Handeln eher von Assoziationen bestimmt wird, dass Textstellen aus Liedern wie Aufträge aufgefasst werden ("Kinder an die Macht") und immer wieder Dinge, die anderen Menschen gar nicht aufgefallen wären, als "Zeichen" gesehen werden. So sieht Michael schon darin ein Zeichen, dass seine Radiobekanntschaft den Vornamen Michaela trägt. Später ist es der zufällige Text auf einer Litfaßsäule ("Fällt aus" über dem Plakat für ein Dirk-Michaelis-Konzert), der Michael klar macht, dass es nichts wird mit der großen Liebe.
Im Nachwort findet jemand, der sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, auch einige Lesetipps und Links.

Fazit: Leicht lesbares Buch über ein schwieriges Thema, verständlich, spannend und eingängig geschrieben. Nachvollziehbar, betroffen machend, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Lesenswert.


Peter Mannsdorf: Party im Kopf. Roman. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2018. 143 S., Euro 9,90.


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Mit Nestis auf der Leipziger Buchmesse

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 18 March 2018 · 439 Aufrufe
Unterwegs, Nestis
Die Leipziger Buchmesse im Schneetreiben. Wow, so einen Trip habe ich noch nie gemacht. Der Hinweg war noch relativ einfach, der Rückweg einen Tag später - nun, Scott und Amudsen haben sich auf ihrem Weg zum Südpol vermutlich nicht so verloren gefühlt wie ich in Bitterfeld ...

Dabei fing alles ganz harmlos an, als ich mich am frühen Donnerstagmorgen in Hildesheim in den Zug setzte. Mit dabei: "Nestis und die verbotene Welle", mein neuester Roman, bereit für die Lesung am Mittag. Ich kam kurz nach 9.30 Uhr am Messebahnhof an, brauchte gut eine Stunde, um mich im Pressezentrum zu akkreditieren, mein Gepäck von Sicherheitsleuten kontrollieren zu lassen und die Schlange an der Garderobe durchzustehen, der Weg durch Halle 2 war lang, ein paar befreundete Verlage sah ich schon, dann endlich erreichte ich den - natürlich knallorange leuchtenden - Stand des Verlags Monika Fuchs. Knapp fertig geworden, wie die Verlegerin erzählte. Sie hatte am Mittwoch noch ziemlich lange aufgebaut und war gegen Mitternacht die letzte, die die Halle verließ. Dafür sah jetzt auch alles tiptop aus, und das neue Verlagsprogramm mit der Frühjahrsvorschau sieht echt vielversprechend aus.

Neu: "Party im Kopf" und "Im Schatten des Mondes"

Die eine Neuerscheinung im Verlag konnte ich mir schon anschaun: Es ist "Party im Kopf", ein Jugendroman von Peter Mannsdorf, die Geschichte eines Jungen, der einen Vater mit einer bipolaren Störung (manisch-depressiv) hat. Peter hatte an diesem Nachmittag auch eine Lesung aus seinem neuen Buch, während der Zeit habe ich dann den orangefarbenen Stand gehütet.

Interessanteste Begegnung in dieser Zeit: Eine etwa Zwölfjährige griff zielstrebig nach dem Buch "Mut verleiht Flügel" von Günter von Lonski, weil sie den recht feminin wirkenden Helden Björn auf dem Cover versehentlich für ein Mädchen hielt. Sie las den Klappentext, stellte das Buch zurück und sagte entschieden: "Ich lehne es ab, Bücher zu lesen, in denen der Held ein Junge ist."

Die zweite Neuerscheinung wurde von der Druckerei direkt auf die Messe geliefert: "Im Schatten des Mondes" von Corinna Antelmann hat ein superschönes Cover, machte einiges her am Stand und erlebte eine dramatische Umschichtungsaktion auf dem Besucherparkplatz, aber irgendwie hat die Füxin es dann wohl doch noch geschafft, die 300 Exemplare von Kofferraum zu Kofferraum zu transportieren.

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Lesung aus "Nestis und die verbotene Welle"

Meine Lesung am Donnerstag begann um 12.30 Uhr. Ein Termin, den ich trotz der weiten Anreise recht entspannt halten konnte. Ich habe die ersten beiden Kapitel aus meinem Meermädchenroman "Nestis und die verbotene Welle" vorgelesen.

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Das Besondere an der Lesung war, dass sie zu den ausgewählten Veranstaltungen gehörte, zu denen die Buchmesse eine Gebärdendolmetscherin zur Verfügung stellte. Die Übersetzerin saß vor mir, sodass ich leider nicht viel sehen konnte von ihren Gesten. Aber an einigen dramatischen Stellen warf sie die Hände in die Luft, zumindest das habe ich mitbekommen. Ich war natürlich viel zu aufgeregt und habe ganz vergessen sie zu fragen, wie denn der Name "Nestis" gebärdet wird. Ach, Mensch, schade, das hätte ich gern gewusst. Einige Gehörlose waren jedenfalls tatsächlich da, ich habe beim Hochgucken zweimal gesehen, wie sich Zuhörer durch Handzeichen unterhielten. Auch eine Sprache, die ich mal lernen sollte.

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Für alle, die es verpasst haben: Die Messe hat den Mitschnitt der Lesung hier eingestellt:
https://voicerepublic.com/talks/14203

Im Anschluss gab es es eine Signierstunde. Und danach viele interessante Gespräche am Verlagsstand. Die Kinder haben auch viele Postkarten und Bandposter mitgenommen. Vielleicht hängt jetzt schon in einigen Kinderzimmern der Ølpæst-Starschnitt.

Viele Fragen von den Bücherpiraten

Am Nachmittag bekam ich Besuch von den Bücherpiraten. Corinna von der Blauen Seite wollte unter anderem wissen, woher ich die Namen für meine Figuren habe. Das Wort "Nestis" zum Beispiel habe ich von Empedokles geklaut, es war der Name eine altitalischen Wassergöttin, die bei dem alten Philosophen in seiner Vier-Elemente-Lehre für das Element Wasser stand. Und Kurzschluss ... tja, warum heißt der Zitteraal eigentlch so ...? ;-)

Viel Spaß hatten wir am Stand, als die Autorenkolleginnen Miriam Rademacher und Tina Birgitta Lauffer ankamen und wir auf eine gelungene Messe anstießen. Miriam präsentierte ihr neues Talisman-Buch, aber der absolute Star am Verlagsstand war Valentin, der freche Drache von Tina, der nicht nur perfekt Bauchreden kann, sondern auch außerordentlich geschickt ist, wenn es darum geht, Bonbons und Schokolade abzustauben. Ein echter Herzensbrecher.

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Übernachtet habe ich bei einer guten Freundin und ehemaligen Kollegin, mit der ich vermutlich bald wieder einen Arbeitgeber teilen werde. Wir haben noch ziemlich viel gequatscht, klar, und morgens hatte ich noch Gelegenheit, ausgiebig ihre drei Kinder zu bespielen. Der kleine Saurierexperte hat inzwischen Lesen gelernt und kann zig Leopardenarten auseinanderhalten, die Mittlere interessiert sich eher für Pferde, und der Kleine am meisten für die Mittlere ... Na, wenn die drei erst ins Nestis-Alter kommen.

Schneesturm über Leipzig

Die Hölle brach los, als ich das Haus verließ. Ein Schneesturm gewaltigen Ausmaßes tobte um mich her, und unterwegs zur S-Bahn-Haltestelle rechnete ich jeden Augenblick damit, dass mir eine Gruppe von Yetis in den Weg geraten würde, die mir erzählen wollten, sie hätten Reinhold Messner gesehen. Als ich den Weg vom Messebahnhof zum Messe-Eingang hinter mich gebracht hatte, war ich weiß und steifgefroren. Am Tag zuvor hatte ich ja noch überlegt, ob ich einen dicken Pullover oder lieber ein luftiges, messehallenkonformes T-Shirt anziehen sollte. Aber an diesem Tag gab es gar nichts zu überlegen. Schal, Mütze und Handschuhe hätten bloß noch gefehlt ...

Am Freitag hatte ich Gelegenheit, mir Miriams Lesung aus "Talisman und die Tänzer der Nacht" anzuhören. Außerdem habe ich mich ein bisschen bei den Phantasten umgesehen. Bei Torsten Low konnte ich noch ein Exemplar des phantastischen Messeführers bekommen, bei Eridanus und Burgenwelt wurde ich mit Apfelstückchen verwöhnt, ich klönte etwas mit Tatjana Stöckler und Nadine Muriel, habe mir noch ein Programm des Machandel-Verlags mitgenommen und sagte ansonsten immer wieder: "Wir sehen uns ja dann in Marburg." Auf dem Con werde ich vermutlich kiloweise Bücher einkaufen ...

Nach zwei Messetagen waren meine Füße und mein Rücken absolut durch. Da war ich schon froh, als ich mich nach 18 Uhr aus der Halle verabschieden und mich zum Ausgang begeben konnte. Allerdings: Damit fing das Drama erst an. Ich kann es auch jetzt, zwei Tage danach, kaum fassen, dass ich es nach Hause geschafft habe.

Schneechaos: Verloren in Bitterfeld

Bis zum Hauptbahnhof von Halle lief alles noch halbwegs gut. Die Züge hatten zwar Verspätung, aber dadurch konnte ich sogar einen früheren Zug erreichen als ursprünglich geplant. Das Herz blieb mir jedoch stehen, als ich nach einem üppigen Mahl beim Chinesen plötzlich auf die Anzeigetafel schaute und feststellte, dass mein Zug nach Braunschweig um 21.10 Uhr ausfiel. Ich sprinte zum Info-Schalter. Ganz schnell zu Gleis 11 laufen solle ich, riet mir eine freundliche Bahn-Mitarbeiterin, und da in den Zug nach Bitterfeld steigen. Im Zug würde man mir dann sagen, was zu tun sei.
Ich also los. Olympiaverdächtig rase ich durch den Bahnhof, hechte in den Zug, die Türen schließen sich, und ich ... bin auf dem Weg nach Bitterfeld. Bitterfeld. Was weiß man über Bitterfeld? Aus dem Erdkundeunterricht ist nur noch hängengeblieben, dass es sich irgendwie um einen chemieverseuchten Industriestandort der ehemaligen DDR handeln sollte. Das klingt nicht sehr vertrauenerweckend. Aus dem Germanistikstudium erinnere ich mich noch vage an den "Bitterfelder Weg", einen Meilenstein der DDR-Literaturgeschichte. Aber als ich dann zusammen mit gut 20 anderen hilflosen, desorientierten Bahnkunden zwischen den Bahnsteigen 1 und 4 hin und her irre und schließlich in diesem leeren Bahnhof gut eine Dreiviertelstunde warten muss, geht mir auf, was Bitterfeld wirklich bedeutet: "Bitterfeld is the new Bielefeld", summe ich vor mich hin.
Währenddessen verzweifeltes Starren auf Anzeigetafeln, auf denen sich aber nichts tut. Eine Dame aus Münschen hat mit ihrer Bahn-App ausbaldowert, dass Gleis 3 das richtige ist. Da soll demnächst ein Zug nach Hannover einfahren. Oder kommt auf Gleis 1 doch bald ein Zug nach Braunschweig? "Braunschweig oder Hannover, Hauptsache Niedersachsen", denke ich. Mensch, wäre ich doch in Halle geblieben, da gibt es bestimmt Hotels. Während hier ... Immerhin, ein freudlicher Bahn-Mitarbeiter mit seinem Laptop erklärt uns, gleich würde hier bei uns auf Gleis drei der Zug nach Hannover einfachren. Gut so. Wenige Augenblicke später die Durchsage, der Zug hält auf Gleis zwei. Wir also im Schweinsgalopp die Treppe wieder hinunter, auf den anderen Bahnsteig hoch, und - Heureka! - da kommt tatsächlich ein Zug. Nach Hannover über Magdeburg und Braunschweig. Das ist alles, was ich will.
Als dann der Zug nicht wieder anfahren kann und noch eine gute halbe Stunde stehen bleibt, weil die Türen festgefroren sind, interessiert es mich kaum noch. Ich höre halb amüsiert zu, wie ein Mitreisender am Handy dramatisch erzählt, wir würden in "Eisleben" festsitzen. Nein, das hier ist ein chemieverseuchter Meilenstein der Literatur, das weiß ich besser, denke ich, sage aber nichts.
Ein freundlicher Schaffner kümmert sich um uns. Er rät mir, in Braunschweig auszusteigen, über Hannover nach Hildesheim zu kommen sei noch komplizierter, und ich schlafe erstmal ein und wache erst im Helmstedt wieder auf. Inzwischen sind noch ein paar mehr Türen eingefroren, die Anschlusszüge nach Hildesheim sind auch alle weg, aber im Dienstabteil bekomme ich einen Taxigutschein. Mehr brauche ich nicht.

An dieser Stelle einmal ein ganz großes Lob an die Crew des IC 2448. Ihr habt das toll gemacht und uns ein gutes Gefühl gegeben. Es herrschte auch eine recht entspannte Stimmung im Zug. Hut ab und Dankeschön.

In Braunschweig steige ich um 23.46 Uhr durch eine der letzten noch funktionierenden Türen ins Freie, finde ein Taxi, und merke eigentlich erst auf dem Weg über A39 und A7, was für ein Schneechaos wirklich herrscht. In all den Jahrzehnten, die ich schon von Sillium nach Hannover pendele, habe ich die A7 noch nie dermaßen zu erlebt. Die große Lebensader Niedersachsens ist nur ein festgefahrene Schneedecke, auf der die rechte Spur einigermaßen zu erkennen ist. Ein wenig schäme ich mich für mein Gemecker im Zug, "was die Bahn wieder für ein Gewese macht wegen so einem bisschen Schnee." Auf der Taxifahrt muss ich ein paar Verschwörungstheorien des Fahrers über mich ergehen lassen, aber ich bin zu müde zum Diskutieren. In Hildesheim brauche ich etwa zehn Minuten, um mein Auto freizuschaufeln, danach geht es im Schrittempo die zugeschneite B6 entlang nach Hause. Geschafft. Was für ein Trip.


© Petra Hartmann


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Grenzgänger-Lesung jetzt auf Youtube

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 11 March 2018 · 505 Aufrufe
Unterwegs und 2 weitere...
"Grenzgänge" lautete das Motto unserer Lesung beim Kunstkreis Laatzen. Mit dabei waren die Hildesheimlichen Autoren aus Hildesheim und die Stimmen aus dem Hinterhaus aus Hannover. Ich war dort gewissermaßen als "Leihstimme" aktiv: Ich trug die Geschichte "Der Uhrmacher" des Autors Gerhard Stübner vor.
Inzwischen hat unser Videoman Jens Volling den Mitschnitt der Lesung ins Netz gestellt. Die anderthalbstündige Lesung findet ihr auf Youtube:

https://youtu.be/N2-hPX4BQlE

Mit dabei waren Uta Jakobi, Marlene Wieland, Gerd Stübner, Horst Meister und Petra Hartmann, ferne las Uta eine Geschichte des abwesenden Hildesheimlichen Autors Jonas-Philipp Dallmann vor.

Außerdem findet ihr auf Youtube jetzt die Aufzeichnung unserer Radiosendung "High Noon", Februarausgabe. Ich hatte Peter Hereld zu Gast und habe ihn zu seinem Thriller "Der Belarus-Deal" interviewt. Er liest auch einige Szenen aus dem neuen Buch vor:

https://youtu.be/bAMhx5lOpg4

Wer mehr über den "Belarus-Deal" erfahren möchte, kann auch hier meine Rezension zu dem Buch lesen:

http://www.scifinet....r-belarus-deal/


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Nestis: Erinnerung an Exxon-Valdez-Katastrophe

Geschrieben von Petra , in Nestis 06 March 2018 · 233 Aufrufe
Nestis
Kerstin Cornils bespricht meinen Meermädchen-Roman "Nestis und die verbotene Welle" in ihrem Blog. Dabei verbindet sie viele eigene Jugenderlebnisse mit dem Buch. Sie schreibt:

"Für mich ist es ein sehr süßes Kinder- und Jugendbuch. Es lässt mich selbst in meine Kindheit abtauchen und an unsere Fantasien über die Bewohner unter der Wasseroberfläche."

Sehr interessant fand ich, dass sie sich beim Lesen gerade an die Geschichte der "Exxon Valdez" erinnert hat. In ihrer Rezension heißt es:

"Bei Ölpest muss ich direkt an das Unglück der „Exxon Valdez“ denken. Ich weiß nicht ob du dich an das Unglück oder den gleichnamigen Film erinnern kannst. In Deutschland waren wir zwar nicht direkt betroffen, doch hat dieses Unglück für ein umdenken gesorgt. Ich war damals gerade in der Schule."

Diese Tankerkatastrophe hatte ich nämlich tatsächlich im Hinterkopf,als ich die "Welle" schrieb. Wer sich erinnert, dass der Tanker "Gigant", der im Buch vorkommt, 210.000 Tonnen Rohöl geladen hatte, weiß nun auch, woher ich die Zahl hatte ... Ich habe zur Inspiration für diese Kapitel übrigens immer wieder Achim Reichels "Exxon Valdez" gehört.

Ihr Fazit lautet:

"Ich finde im Buch kommt ganz gut rüber, dass wir nicht nur für uns Menschen verantwortlich sind, sondern auch für die Meeresbewohner. Denn egal welche Gestalt sie haben, wir können ihnen ganz einfach schaden, ohne das uns Menschen etwas direkt passiert.
Ich finde es ist ein Buch für Jung und Alt. Ich habe es sehr gerne gelesen und werde es bei meinem nächsten Besuch meinen Neffen vorlesen."

Die vollständige Rezension findet ihr hier:
http://www.trusted-b...preview/713483



Weitere Besprechungen zu "Nestis und die verbotene Welle"
Ulrike Stegemann auf "Lesen, Schreiben usw."
Erik Schreiber im Phantastischen Bücherbrief
Christel Scheja im Fantasyguide
Bericht im Kehrwieder am Sonntag


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Steckbrief-Antworten für die Blaue Seite

Geschrieben von Petra , in Aus Petras Werkstatt 01 March 2018 · 228 Aufrufe
Aus Petras Werkstatt
Ich habe mich den Steckbrief-Fragen des Teams der "Blauen Seite" gestellt. Wer wissen will, was ich von Eselsohren halte, wie es auf meinem Schreibtisch aussieht oder was ich beim Schreiben trinke, findet hier die Antworten dazu: https://die-blaue-se.../petra-hatmann
Die Frage nach dem Getränk war doch nicht schwer, oder?
Viel Spaß beim Lesen!


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Lokolino 2018 - mit Nestis auf der Familienmesse in Göttingen

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 05 February 2018 · 433 Aufrufe
Unterwegs, Nestis
Die Lokolino in Göttingen war an diesem Wochenende mein Ziel. Eine Messe für Familien, Babys und Kinder, also etwas ganz anderes als die Buchmessen und Cons, auf denen ich mich sonst immer so herumtreibe. Es gab zwar einige Bücherstände - außer meiner Verlegerin Monika Fuchs hatte zum Beispiel auch der Verlag Biber und Butzemann seine Bücher dort präsentiert - aber es gab eine ganze Menge mehr als Lesestoff.

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Schon als ich im ehemaligen Lokschuppen am Göttinger Bahnhof ankam und mich die Füxin zum Verlagsstand lotste, wäre ich beinahe in eine riesige Ansammlung von Schulranzen hineingelaufen. Und der Verlagsstand selbst stand in einem Bermudadreieck aus dem Lesezelt, einer Präsentation mit riesigen Playmobilfiguren und einem Star Wars-Stand, an dem sich Kinder mit Laserschwertern zusammen mit Vertretern der dunklen Seite der Macht fotografieren lassen konnten. Ich gestehe, dass ich ziemlich lange Blicke hinüber geworfen habe zu den Jungen und Mädchen, die da ihre leuchtenden Klingen mit den Darstellern kreuzten. Die StarWars Costume Community sammelte für einen guten Zweck, nämlich für die „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V.“.
Wir hatten jedenfalls durch die prominenten Nachbarn einiges an Laufkundschaft, vor allem waren sehr viele Kinder unterwegs, die sich zusammen mit ihren Eltern über die dräuende Grundschule informieren wollten. Auch Nestis fand durchaus Interesse bei den ABC-Schützen. Großen Dank an Büchermodel Leonie fürs Fotoshooting und an Walfisch-Geschichten-Verfasserin Amilia fürs geduldige Diktieren.

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Verlegerin Monika Fuchs hatte sich beim Dekorieren des Büchertischs übrigens selbst übertroffen. Das Baströckchen, das als Dekoration diente, war ein echter Hingucker. Also, wir hatten alles, was wir brauchten: Untenrum Südseeträume mit Aloha, oben Nordsee-Charme mit Prinzessin Nestis und der "Verbotenen Welle" - inklusive Bandposter von Ølpæst und Narwalsbild für die Kleinen.

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In der Halle war durch Musikdarbietungen und Trommelworkshops (jedenfalls klang es so) manchmal ein ziemlich hoher Geräuschpegel. Aber das Programm dort wechselte sich in halbstündigem Rhythmus mit den Lesungen im Vorlesezelt ab. Es gab am Sonntag zwei Lesungen aus Büchern des Verlags Monika Fuchs. Die Verlegerin hatte die erste Lesung des Tages und las im Morgengrauen aus "Vincent und der Waschkobold" vor. Ich selbst war die letzte Vorleserin der Messe. Natürlich mit Nestis. Ich las die ersten beiden Kapitel aus "Nestis und die verbotene Welle" vor.

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Den Kindern und ihren Eltern hat es wohl viel Spaß gemacht. Vor allem hat mich gefreut, dass die Technikerin, die für die Mikrofonanlage zuständig war und für die richtige Klangqualität gesorgt hat, hinterher noch zu mir rüberkam und sagte, dass sie es toll gefunden hat. Immerhin hat sie ja zwei Tage lang im Geschichtenzelt verbracht und sich alle Lesungen angehört.

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Gegen 18 Uhr, als die letzten Besucher gegangen waren, begannen wir mit dem Abbau. Das Baströckchen kam ganz unten in Monikas Koffer. Es wird wohl auf einer der nächsten Messen noch zu weiteren Ehren kommen.
Die Fahrt nach Hildesheim auf der A7 verlief recht problemlos, anschließend gab es noch ein nettes Abendessen mit Füxin und Biebern im "Amadeus" (und einem schönen Rumpsteak, englisch, 250 Gramm). Eine der wenigen Messen, nach denen ich tatsächlich vor Mitternacht in Sillium anlandete. Dann gings weiter nach Gardelegen ... Dienstantritt: 10 Uhr, ich habs ganz gut geschafft.

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© Petra Hartmann


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Peter Hereld: Der Belarus-Deal

Geschrieben von Petra , in Krimi/Thriller 03 February 2018 · 352 Aufrufe
Krimi, Thriller, Peter Hereld
Organhandel, illegale Transplantationsangebote im Darknet und sogar die Beschaffung von "Spenderherzen" aus "Lebendspendern" - Peter Herelds neuer Roman "Der Belarus-Deal" wartet mit schlimmen Albträumen aus. Aber sind die beschriebenen Praktiken wirklich so weit hergeholt?
In seinem Thriller erzählt der Autor Peter Hereld die Geschichte eines jungen Journalisten, der von der Story seines Lebens träumt, umständehalber jedoch vorerst in einem Fitnessstudio jobbt. Das Provisorium scheint sich zu verfestigen, Tom hat sich im Prinzip schon damit abgefunden, dass weder Studienabschluss noch der Traum von der großen Story Wirklichkeit werden, als ihn ein alter Schulkamerad kontaktiert. Reuter, ein typischer Nerd und leicht paranoid, ist im Internet auf etwas gestoßen, das er an die Öffentlichkeit bringen möchte. Eine unheimliche Seite im Darknet, dem etwas "diskreteren" Teil des Netzes, bietet Spenderorgane jeglicher Art an. Einfach ein paar Infos zur Person eingeben, darunter Namen und Blutgruppe, und innerhalb von 24 Stunden erfährt man, ob etwas Passendes beschafft werden kann. Tom füllt das Formular aus. Bereits am nächsten Tag wird er aufgefordert, nach Minsk in Weißrussland zu fahren. EIn knapper Zeitplan, kein Raum mehr für Vorbereitungen. Eine offenbar glänzend geschmierte Verwaltung stellt innerhalb von Minuten ein Visum aus. Tom ist eher in Minsk, als er es sich hätte träumen lassen. Liegt schneller auf dem OP-Tisch als erwartet. Blöd ist nur, dass er offenbar gar nicht seine bestellte Niere bekommen soll. Er ist als Lebendspender vorgesehen. Für einen hochrangigen Politiker, der ein neues Herz braucht ...
Der Roman nimmt, nach einem noch etwas gemächlichen Einstieg, sehr schnell an Fahrt auf und erreicht ein Erzähltempo, dass die Seiten beim Umbättern beinahe zu glimmen anfangen. Durch die im Präsens gehaltene Ich-Erzählung schafft Hereld eine intensive Spannung, die bis zum Schluss durchgehalten wird. Der Roman ist zielstrebig und ohne große Schnörkel und Nebenhandlungen erzählt, man ist mit dabei auf Toms Flucht, spürt Kniegelenke brechen oder die schlechte Luft im Gepäck-Stauraum eines Reisebusses zwischen Minsk und Hannover.
Vielleicht geht einiges zu schnell oder zu einfach und hätte etwas weiter ausgewalzt und detaillierter berichtet werden können. Wer Minsker Lokalkolorit oder psychologische Finessen in der Charakterzeichnung erwartet, ist hier definitiv falsch. Tom ist auf der Flucht, und die Leute, die sein Herz wollen, sind ihm auf den Fersen. Mehr braucht es nicht an Motivation oder Landschaftsbeschreibung. Gewonnen wird durch diese Konzentration auf das Eigentliche auf jeden Fall eine außerordentliche Spannung und eine actionreiche Geschichte ohne Durchhänger. Ein Tempo, das bis zum Schluss durchgehalten - und ausgesprochen überzeugend durchgehalten - wird. Bisher Peter Herelds bester Roman.

Fazit: Spannend, actionreich und mit hohem Erzähltempo. Ein echter Thriller, den man nicht wieder aus der Hand legt, bis die letzte Seite erreicht ist.


Peter Hereld: Der Belarus-Deal. Edition M, 2018. 252 S., Euro 9,99.


Weiteres Buch von Peter Hereld:
Teutonia

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Die Welten von Thorgal: Lupine 7 - Nidhöggr

Geschrieben von Petra , in Comics 03 February 2018 · 381 Aufrufe
Comics, Thorgal, Yann und 1 weitere...
Nidhöggr, der furchtbare Drache, der in den Wurzeln der Weltesche Yggdrassil haust, ist Titelheld des neuen Abenteuers von Lupine in der Reihe "Die Welten von Thorgal". Thorgals Tochter macht sich in diesem siebten Album auf, um den Fall des Weltenbaums zu verhindern.
Lupine war im vorherigen Album, "Die Herrscherin der Schwarzelfen" von zu Hause weggelaufen. Zusammen mit Yasmina, einer in einen Affen verwandelten orientalischen Prinzessin, wollte sie sich auf die Suche nach Thorgal begeben. Sie kam jedoch nicht weit. Als Nachkommin des Sohnes der Sterne wurde sie hineingezogen in die Auseinandersetzungen der Zwerge und Schwarzelfen. Eine böse Schwarzelfen-Königin hat die Herrschaft über die Zwerge an sich gerissen und will nun den Weltenbaum zu Fall bringen. Allerdings braucht sie, um die Wurzeln Yggdrassils zu kappen, eine Axt aus dem "Metall, das es nicht gibt" - Metall aus Thorgals Rettungskapsel, in der der außerirdische Junge einst gefunden wurde.
Inzwischen ist das Material gefunden und in der Händen der Zwerge. Gezwungen schmieden sie die Axt, die den Weltenbaum zu Fall bringen soll. Lupine und ihr Zwergenfreund Tjahzi versuchen nun. mit Hilfe der neuen Wächterin der Schlüssel, einen Beschützer für die Weltesche zu finden. Ausgerechnet der furchtbare Drache Nidhöggr soll dieser Beschützer sein. Allerdings haben die Götter den Drachen vor einiger Zeit in eine andere Dimension verbannt, und die Echse ist alles andere als gut auf die Herrschaften aus Asgard zu sprechen.
Die Geschichte ist spannend erzählt und erneut optisch beeindruckend. Sehr gut gefallen hat mir die Geschichte des gefallenen Gottes Vigrid, der in seiner neuen Gestalt als Schwarzelfe eine ausgesprochen tragische Figur ist, dann aber über sich hinauswächst. Die Rolle der Göttin Frigg und Vigrids Liebe zu Aaricia sorgen für einige unerwartete, aber überzeugend motivierte Wendungen in der Geschichte. Auch dass Thorgals Frau Aaricia endlich mal wieder aus der Rolle der blonden Matrone am Herd herauskommt, ist erfreulich.
Ausgerechnet Nidhöggr umzudeuten als einen Beschützer des Weltenbaums, ist eine etwas irritierende Interpretation, aber zumindest eine neue Idee, ein Problem, das am Ende nicht schlecht gelöst wird. Etwas fragwürdig scheint mir, Volsung zum krötenhaften Sidekick Nidhöggrs zu machen. Der Mann hatte bei seinem ersten Auftreten in "Die Greise von Aran" so gar nichts Übernatürliches und Dämonisches. Und der wieder auf der Bildfläche erschienene Azzalepstön wirkt doch recht blass und kraftlos, verglichen mit seinen bisherigen Eingriffen in Lupines Leben.
Alles in allem aber ein schönes Abenteuer und in seinen Wendungen der noch recht jungen Heldin angemessen.

Fazit: Optisch und erzählerisch ansprechendes Album, spannend und mit einigen alten Freunden und Feinden aus dem Thorgal-Kosmos. Niedlich, tragisch, versöhnlich. Lesenswert.


Die Welten von Thorgal: Lupine 7 - Nidhöggr. Text: Yann. Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2018. 48 S., Euro 14,80.


© Petra Hartmann


Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Thorgal 35: Scharlachrot

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald
Lupine 6: Die Königin der Schwarzelfen

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker


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Jahresrückblick IV: Oktober bis Dezember 2017

Geschrieben von Petra , in Jahresrückblick 31 December 2017 · 844 Aufrufe
Jahresrückblick
Der vierte und letzte Teil meines Leserückblicks auf das Jahr 2017 ist geprägt von einem vierwöchigen Helgoland-Urlaub, den ich mit einem dicken, schweren Bücherkoffer antrat. So dick und schwer war dieser Koffer, dass ich ihn beim Zugwechsel kaum in den Waggon bekommen konnte, und mehrere starke junge Männer, die der armen alten Frau beim Umsteigen helfen wollten, haben ihr Angebot bitter bereut. Das Monster ließ sich einfach nicht vom Boden hochbekommen. Ich habe es aber doch irgendwie auf die Insel geschafft und später zweimal ein dickes Buchpaket mit der Post nach Hause geschickt, damit ich auf dem Rückweg nicht so viel zu schleppen hatte. Das Gesicht der Zöllnerin im Helgoländer Zollpostamt, die die Sendung kontrollierte, war einfach unbezahlbar. Sie war auf Schmuggelware ganz anderer Art aus.
Hier also meine Lesefrüchte der Monate Oktober bis Dezember. Viel Spaß beim Stöbern!

Hinweis:
Etwaige blau markierte Texte sind herausragende Spitzenbücher, rot steht für absoluten Mist, und hinter den Links verbergen sich ausführlichere Besprechungen innerhalb dieses Blogs.

Oktober

Thomas Hettche: Die Pfaueninsel
Marie und ihr Bruder Christian sind Zwerge. Allerdings keine Märchenwesen, sondern kleinwüchsige Menschen, deren Wachstum bereits im frühen Kindesalter beendet war. Für den König, der die beiden käuflich erwirbt, eine wertvolle Bereicherung seiner Menagerie. Marie lebt künftig als "Schlossfräulein" auf der Pfaueninsel im Wannsee in einer eigenen, verwunschen Welt, erhält ab und zu Besuch von Angehörigen des Königshauses und leidet ihr Leben lang darunter, dass einmal eine Prinzessein die Kleinwüchsigen auf der Insel in Panik als "Monster" beschimpft hat. Marie erlebt die Entwicklung der Insel mit, die sich vom Kuriositätenkabinett und Märchenland zur exotischen Zoolandschaft und zum Landschaftsgarten großer Gartenbaukünstler entwickelt. Mal werden Tiere aus aller Herren Länder wahllos auf der Insel zusammengekarrt, mal soll das ganze Gelände nach einer einzigen großen Linie gestaltet werden, schließlich geht es auch um die Nutzung des Landes für Gemüseanbau und Holzwirtschaft. Zwischen Marie und dem Spross einer Gärtnerdynastie keimt die erste große Liebe auf. Aber dann passiert eine Katastrophe ... Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und ist sprachlich manchmal etwas altertümelnd. Der Anfang ist etwas anstrengend, aber wenn man sich eingelesen und eingelassen hat, ist diese Pfaueninsel nicht ohne Zauber. Hat mir gefallen.

Peter Handke: Noch einmal für Thukydides (Reclam)
Wow. Eine echte Überraschung. Ich habe das Büchlein im Prämienshop eines Online-Buchhandlers entdeckt, als ich mal wieder ein paar Punkte zum Eintauschen gesammelt hatte, und habe es mitgenommen, ohne zu wissen, was mich erwartet. Zunächst einmal: Es hat überhaupt nichts mit dem Peloponnesischen Krieg zu tun ... Es handelt sich um ein schmales Prosabändchen, in dem Handke Situationen, Landschaften, Vorgänge beschreibt, nicht eigentlich Geschichten, sondern Beobachtungen, sehr genaue, detaillierte, anschauliche Beschreibungen, gewissermaßen Augenblicksaufnahmen. Elf kurze Prosatexte, in denen der Autor das tut, worin Altmeister Thukydides sein Lehrer war: genau hinsehen und auch scheinbare Kleinigkeiten mit Andacht und Sorgfalt aufzunehmen. Das klingt eher dröge, ist aber im Gegenteil ausgesprochen poetisch und hat einen ganz eigenen Zauber. Ob Handke ein Blatt an einer mit Efeu bewachsenen Wand betrachte, das sich als Zitronenfalter entpuppt, oder das Wetterleuchten über der jugoslawischen Insel Krk nachzeichnet, ob er dem fallenden Schnee in Japan oder einem Schuhputzer in Split zusieht (überhaupt der schönste Text im Buch), es braucht gar keine dramatische Handlung, diese kurzen Beobachtungen haben ihre ganz eigene Dramaturgie und Spannung. Danke, dass ich dabei sein durfte.

Günter Grass: Schreiben nach Auschwitz
Eine Frankfurter Poetik-Vorlesung, in der Grass darlegt, wie er sich an unterschiedlichen Stationen seines Lebens und Schaffens an Adornos Satz über die Unmöglichkeit, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, abgearbeitet hat. Ein Rückblick auf seine bis dahin geschriebenen Werke und die Geschichte der Bundesrepublik, immer wieder mit Blick auf den Völkermord. Seine Zwischenbilanz im Jahr 1990: "doch dem Schreiben nach Auschwitz kann kein Ende versprochen werden, es sei denn, das Menschengeschlecht gäbe sich selbst auf."

Karin Jacob (Hrsg.): Die Welt im Wasserglas
Anthologie mit Geschichten, Gedichten und Zeichnungen, die beweist, dass es möglich ist, aus einem eng begrenzten Raum eine Unendlichkeit an Möglichkeiten zu schöpfen. Magische Wesen, Urzeitkrebse, Kopfschmerztabletten - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt außer der dünnen durchsichtigen Wand eines Wasserglases. Hat mir sehr gut gefallen.

Jonathan Philippi: Mary Island 4 - Das Geheimnis des Schlangentöters
Vierter Teil der Abenteuer auf Mary Island. Die aus Deutschland stammenden Geschwister Julie, Steven und Justy haben sich inzwischen so gut in den USA eingelebt, dass sie kaum noch von gebürtigen Amerikanern zu unterscheiden sind. Allerdings droht nun die Rückkehr nach Deutschland, denn die Mutter würde das Sorgerecht für die drei gern zurückhaben. Wenn rauskäme, dass die Geschwister bei der Aufklärung eines Verbrechens in eine Schießerei geraten sind (Im Abenteuer "Das Geheimnis der dunklen Baracke"), könnte das durchaus das Ende ihrer Zeit bei ihrem Vater bedeuten.
Das hält die Seidel-Kinder aber nicht davon ab, sich weiter als Detektive zu betätigen. Als Julie bemerkt, dass eine große Holzfigur im Schaufenster eines chinesischen Geschäfts sich immer wieder verändert, beginnt sie mit der Detektivarbeit. Ein sich aufbäumendes Holzpferd, das eine Giftschlange zertrampelt, das ist schon ein echter Hingucker. Aber manchmal trägt das Tier die Mähne nach rechts und manchmal nach links herabfallend, und die Kobra unter seinen Hufen ist manchmal auch eine Klapperschlange. Gut, dass die Geschwister einen echten Geheimpolizisten als Freund haben ...
Jonathan Philippi hat einen sehr eingängigen, flüssigen Schreibstil, und so lässt sich das Buch gut und angenehm lesen. Allerdings fallen diesmal die zahllosen Rückblenden und Erklärungen unangenehm auf, mit denen der Autor die Ereignisse aus den vorherigen drei Bänden rekapituliert. Ja, natürlich ist es machmal nötig, neue Leser in die Zusammenhänge einzuführen und alte Leser nochmal zu erinnern, was sie vor einem oder mehreren Jahren gelesen haben. Aber hier ist es einfach zu viel Rückblende, auch im Verhältnis zum Gesamttext, und notwendige Informationen hätte man vielleicht auch etwas geschmeidiger einflechten können. Im übrigen sollte eine internationale Verbrecherbande durchaus in der Lage sein, ein etwas weniger auffälliges Geheimsignal zu erfinden als diese Riesenstatue, deren Veränderungen sogar dem kleinen Justy auffallen. Vielleicht sollten die Herren Chinesen lieber Kaugummi-Automaten knacken. Okay, ansonsten ein gut erzähltes Jugendabenteuer, das Spaß macht und sich sehr zügig "wegliest".

Marcus Haas: Das Herz des Drachen
Geschichte einer jungen Frau, die einen Drachen aufgezogen hat. Als ihr Volk von einem kriegerischen Nachbarvolk überfallen wird, macht sie bei einem Angriff einen Fehler und wird zur Strafe verbannt. Was sie nicht ahnt: Die Verbannung ist Teil eines Plans, und sie steht unter Beobachtung. Nur so kann sie ihre besonderen Kräfte entwickeln und die mentale Bindung an sich und ihren Drachen aufbauen ...

Pablo de Santis: Die sechste Laterne
Magischer Realismus trifft Kafka: Silvio Balestri, ein aufstrebendes italienisches Architektengenie, kommt nach New York, um dort zu arbeiten. Sein Traum: Einen neuen Turm zu Babel bauen. "Zikurat", so der Name seines Projekts, wird jedoch auf immer ein Traum bleiben. Balestri versackt in der unteren Etage eines großen Architekturbüros, und erst nach Jahren verschafft er sich auf eigene Faust Zugang zur Chefetage. Erste Erfolge stellen sich ein, doch dann erhält er einen schier unlösbaren Auftrag: Er soll einen Verräter in den eigenen Reihen finden. Verwirrend nur, dass die Geheimorganisation "Die sechste Laterne" ihn auffordert, unbedingt einen falschen Schuldigen zu präsentieren. Denn ausgerechnet einer der drei Firmeninhaber ist Mitglied der Organisation und will den Verräter schützen. Und wieder platzt der Traum von "Zikkurat".
Nach "Die Übersetzung" und "Die Fakultät" ist dies mein dritter Roman von Pablo de Santis, und wieder bin ich in eine faszinierende, zauberhafte Welt eingetaucht. Architekturphilosophie und Sprachmagie verschmelzen hier zu einem kafkaesken, fantastischen Stück Literatur, das trotz des traurigen Endes einfach zum Augenschließen und Schweben einlädt.


Christine Runge: Liebe, Sehnsucht, Herzheimat
Gedichtband über Helgoland. Ich hatte beim Helgoland-Lesefestival die Gelegenheit, der Autorin bei ihrer Lesung vor dem Helgoländer Fahrstuhl zuhören zu dürfen. Verse über eine große Liebe und die leider immer wieder viel zu kurze Zeit auf der Insel. Verstehe ich sehr gut. Mit einigen Gastbeiträgen weiterer Helgoland-Verrückter.

Rudolf Simek: Die Schiffe der Wikinger (Reclam)
Schöne, hilfreiche, kurze Übersicht über die verschiedenen Schiffstypen und darüber, wie sie eingesetzt wurden. Ein Mitbringsel vom BuCon. Verständlich geschrieben und sehr kompetent. Werde ich sicher als Hintergrundmaterial für meine nächsten Romane gebrauchen können.

Bettina Ferbus: Spiegelzauber
Fantasy-Roman über eine junge Frau, die während einer Zaubershow auf die Bühne gebten wird und dem Künstler assistieren soll. Doch dabei geschieht etwas, mit dem vermutlich nicht einmal der Zauberer gerechnet hat: Tanja verschwindet wirklich. Sie landet in einer fremden Welt. Im Körper einer zum Tode verurteilten Assassine. Ihr Leben wird nur dadurch gerettet, dass ein dortiger (echter) Magier sie als "Blutsklavin" benötigt und auf nicht ganz legalem Wege aus dem Kerker holt. Als unfreiwillige Blutspenderin soll sie ihm bei seinen Beschwörungen beistehen und ihm helfen, einen Dämon als Helfer zu gewinnen. Tanja und der Magier freunden sich an, und auch mit dem Dämon schließt sie eine Art Pakt. Es stellt sich heraus, dass in dieser fremden Welt offenbar einiges vor sich geht, das nicht im Sinne der Gesetze ist. Und Tanja kommt auf die Spur der echten Mörderin, in deren Körper sie gelandet ist und die nun in Tanjas Welt ihr Unwesen treibt.

Karla Schmidt: Lügenvögel
Ein Vogelei im Kopf ... So beschreibt es jedenfalls die Heldin von Karla Schmidts Novelle. Vielleicht Krebs, vielleicht eine Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Jedenfalls muss sie seitdem zwanghaft Worte niederschreiben, immer mehr, auf jeden Fetzen Papier. Alltagsbegegnungen und Kindheitserinnerungen. Die Geschichte einer Krankheit, die Geschichte eines verschwundenen Mädchens am Meer. Ein Urlaub mit Vater und Schwester und tausende wundersame Schmetterlinge. Traum und Realität verwischen sich immer mehr, und es ist unmöglich zu sagen, ob die Lügenvögel im Kopf nun die Wahrheit sagen oder nicht. Karla Schmidt schreibt diese surrealistisch-magische Novelle in einer so melodischen Sprache, dass man ihr unbesehen alles glauben möchte. Auch als die Heldin sich im drittenTeil zur Unternehmerin in einer postapokalyptischen Welt mausert und mit Schmetterlingsprodukten handelt.

Dagmar Börner-Klein: Gefährdete Braut und schöne Witwe. Hebräische Judit-Geschichten
Das Buch Judit ist wohl das biblische oder eben nicht biblische Buch mit der ungewöhnlichsten Überlieferungsgeschichte. Das fängt schon damit an, dass der Text in der hebräischen Bibel fehlt. In der Septuaginta, also der griechischen Fassung, ist die Judit-Geschichte erstmals vorhanden, und an einigen sprachlichen Eigenheiten kann man erkennen, dass es sich um eine Übersetzung aus dem Hebräischen handelt. Das Original hat jedoch bislang niemand auffinden können. In der lateinischen Vulgata ist Judit ebenfalls vorhanden, und in der deutschen Übersetztung ... nun, für die Katholiken ist es ein biblisches Buch, aber in der evangelischen Bibel kommt es nicht vor. Schon seltsam.
Dagmar Börner-Klein hat in ihrem Buch nun die alten hebräischen Judit-Geschichten zusammengestellt. Es handelt sich um Texte, die deutlich jünger sind als die Septuaginta, ihr zum Teil ähneln, aber auch manchmal sehr stark von ihr abweichen. Manchmal ist Judit eine schöne Witwe, manchmal aber auch eine junge Braut, an der ein tyrannischer Herrscher vor der Hochzeit das Recht der ersten Nacht geltend machen will. Schließlich wird Judit sogar mit der Makkabäer-Tradition, dem Chanukkafest und der Legende um das heilige Öl, das den Leuchter acht Tage lang brennen ließ, obwohl es eigentlich nur für einen Tag gereicht hätte, verknüpft. Das Buch bietet die alten Texte in synoptischer Form dar, stellt hebräischen Text und Übersetzung nebeneinander und ordnet die Abschnitte der einzelnen Judit-Geschichten einander zu. Sehr spannend.

Michael Stoffers: Waldemar hat einen Traum
Helgoland aus der Sicht einer Möwe. Man erfährt viel über die Organisation der dortigen Möwenkolonie und die Arbeiten, denen diese Vögel nachgehen. Der Held Waldemar taugt leider wegen eines schwarzen Flecks am Schnabel nicht als Fotomodell und darf sich daher vor den Touristen nicht blicken lassen. Und wegen seiner Verstopfung kann er auch nicht beim Kack-Kommando arbeiten. Aber Waldemar hat einen Traum - und das ist bestimmt nicht die entwürdigende Arbeit bei der Essensausgabe. Und irgendwann ist er doch der beliebteste Filmstar unter den Möwen ... Sehr liebenswerte und humorvolle Geschichte, nicht nur für Helgoland-Besucher.

Horst Hoffmann: Raumpatrouille Orion - Die Jugendromane I: Operation Alpha Centauri / Planet der Rätsel
Zwei Jugendabenteuer der späteren Orion-Crew, als die Helden noch in der Ausbildung waren. Neuausgabe als edles Hardcover. Mit einem Vorwort von Horst Hoffmann und einem Nachwort von Michael Lange zum Hintergrund der Abenteuer. Ein bisschen Schulromantik und Frotzelei, die bald zum lebensgefährlichen Raumabenteuer wird. Ein erstes Kennenlernen, kleine Reibereien. Cliff McLane baggert Lydia van Dyke an, rebelliert gegen Hierarchien und dumme Vorschriften und versteht sich sehr gut mit Wamsler. Helga fehlt noch. Beide Abenteuer sind routiniert und gekonnt geschrieben. Etwas verwirrend ist, dass hier tatsächlich schon Außerirdische vorkommen. Deren Existenz wurde ja in der Serie, deren Vorgeschichte hier erzählt wird, bis zum Auftauchen der "Frogs" kategorisch ausgeschlossen. Und dass sich der als Raumkadett recht untalentierte Mitschüler Peter L. Prewster am Ende in Michael Spring-Brauner umbenennt, nun ja ...


November

Philip K. Dick: Blade Runner. Träumen Androiden von elektrischen Schafen?
Klassiker, der schon lange auf meiner To-do-Liste steht: Geschichte eines Androiden-Jägers, der entlaufene und in der Gesellschaft untergetauchte menschenähnliche Roboter aufspürt und liquidiert. Doch mit der neuesten Generation der künstlichen Menschen gibt es ein Problem. Sie sind einfach zu gut, und es scheint so, als ob hier auch der beste Empathietest versagt. Manche Menschen aus Fleisch und Blut sind in ihren Gefühlsreaktionen dumpfer als diese Androiden. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine sind gar nicht so einfach zu erkennen. Sehr klar strukturierte Geschichte, flüssig, schnörkellos, zielstrebig und geradlinig, Auch eine hochintereessante Gesellschaft. Und dieses Streben danach, ein echtes lebendes Haustier zu bekommen, nicht etwa ein elektrisches Schaf, ist einfach herrlich. Hat mir gefallen.

Franz Rosenzweig: Der Stern der Erlösung
Franz Rosenzweigs religionsphilosophisches Hauptwerk, ein faszinierendes Buch, für dessen Lektüre man allerdings ausgesprochen wach sein muss: Rosenzweig verbindet gedankliche Präzision mit großer sprachlicher Kunst und sehr viel Bewusstsein für etymologische Reminiszenzen. Oft ist es nur ein einziger veränderter Buchstabe oder ein Bindestrich, das einen Wortsinn verändert oder um einen Hauch in die andere Richtung drückt. Eine Analyse des Wesens der Religion, beginnend mit einer Begründung, warum die Philosophie bei der Frage nach Gott notwendigerweise versagen muss, bis hin zu einer Untersuchung und zu einem Vergleich der christlichen und der jüdischen Religion. Manchmal ganz schön kompliziert. Ich habe vor Urzeiten die von meinem verehrten Hebräisch-Lehrer Reinhold Maier herausgegebenen Gritli-Briefe Rosenzweigs gelesen, in denen viel zum Hintergrund des "Sterns" zu finden ist. Werde wohl beides nochmal lesen müssen.

Kim Scheider: Literatour-Führer Helgoland
Das Begleitbuch zum ersten Helgoländer Lese-Festival. Enthält einen kurzen Überblick über die bekannten Schriftsteller, die etwas über die Insel geschrieben haben, stellt die Teilnehmer des Festivals und ihre Werke vor, dann gibt es noch einen Lesungs-Terminkalender und - absolut lesenswert - die Beiträge zum dazugehörigen Schreibwettbewerb. Es sind sehr schöne Texte dabei, hat mir gefallen.

William M. Matson: Crazy Horse. Das Leben und Vermächtnis eines Lakota-Kriegers
Umfangreiche Darstellung des Lebens eines der bedeutendsten Lakota-Krieger. Das Besondere daran ist, dass hier offenbar erstmals die Familie von Crazy Horse aus ihren mündlichen Überlieferungen beigetragen hat. Dadurch wird das Buch sehr persönlich, wenn auch nicht allzu objektiv. An einigen Stellen merkt man deutlich, dass die Zerstrittenheit einiger Lakota-Familien noch heute eine große Rolle spielt. Der Groll gegen Red Cloud, der in seiner späten Zeit seinen Frieden mit den Weißen machte, kocht noch immer in diesem Buch und in dieser Familie. Sehr bedrückend. Ein Phänomen, das sich auch in der zuvor im gleichen Verlag erschienenen Biographie Sitting Bulls beobachten ließ. Auch im vorliegenden Buch wird ein breiter Raum verwandt, um die Geschichte der Familie nach dem Tod Crazy Horses und die Legitimation seiner Nachkommen anhand von Dokumenten und unter Eid gemachten Aussagen darzulegen. Das ist etwas, das den meisten Leser wohl nur überfliegen werden, für die Familie aber eine Sache von größter Wichtigkeit. Inhaltlich ein hochinteressantes, sehr spannend zu lesendes Buch und eine gute Ergänzung zu den vorhandenen, von Weißen verfassten Büchern. Lesenswert.

Elke Brachtendorf und Antonella Lendi: Meerjungkind
Ebenfalls ein Mitbringsel vom Helgoländer Lese-Festival, das ich bei einer Lesung der beiden Autorinnen erstand: Es ist ein Kinderbuch über ein Mädchen, das auf Helgoland in einer Fischkiste eine kleine Meerjungfrau - beziehungsweise: ein Meerjungkind - findet. Die beiden werden Freunde und unternehmen schließlich eine gemeinsame Reise nach Atlantis. Sowohl auf Helgoland als auch im Reich der Meermenschen gibt es ausgesprochen skurrile Wesen. Und dann wird es brandgefährlich.

Kristin Cashore: Die Königliche
Dritter Teil der Trilogie. Ich hatte seinerzeit "Die Beschenkte" mit Begeisterung gelesen, war schwer enttäuscht von der "Flammenden", der dritte Band ist wieder besser, aber nicht so gut wie Teil eins. Heldin des Buches ist Bitterblue, die Tochter von König Leck, die nach dem Tod ihres Vaters über das Land Monsea herrscht. Aber es reicht nicht, einfach nur den bösen König zu töten. Die Verletzungen, die Leck den Menschen in seinem Herrschaftsbereich zugefügt hat, sind so schwer und tief, dass niemand so einfach zur Tagesordnung übergehen kann. Niemand will mit Bitterblue darüber reden, ein Mantel des Schweigens liegt über dieser Zeit. Doch nach und nach dringt einiges an die Oberfläche. Bitterblue herrscht über ein zutiefst traumatisiertes Volk. Und bei ihren Nachforschungen kann sie offenbar niemandem trauen.
Es gibt ein Wiedersehen mit Katsa und Bo, und auch Fire aus dem zweiten Teil taucht wieder auf. Wobei das Rätsel um Lecks Motivation und seine Herkunft nicht wirklich gelöst wird. Insgesamt muss festgehalten werden, dass die drei Bücher durchaus eigenständig sind, man hat es nicht mit dem zweiten oder dritten Aufguss der Beschenkten zu tun. Das ist für den Fan zwar traurig und etwas enttäuschend, ich möchte es aber dennoch lobend hervorheben. Die Autorin bietet jedesmal etwas Neues, ein neues Land, ein neues Problem, neue Gedanken. Aber wen Katsa und Bo im ersten Teil vom Hocker gerissen haben, der vermisst eben doch einiges.

Matthias Falke: Hinter feindlichen Linien (D9E)
Ein Wiedersehen mit Manuel, Nola und Guardes. Die drei wollen eigentlich nur ihre Ruhe genießen. Doch dann spürt sie die Den-Haag-Stiftung auf, und sie werden zwangsrekrutiert für den großen Krieg gegen die Hondh. Der Planet, zu dem sie beordert werden, ist allerdings verlassen und verwüstet. Doch dann entdecken die drei einen Hinweis auf die ursprüngliche Besatzung der Station. Spannend geschrieben.

Dirk van den Boom: Das Springledeck-Gambit (D9E)
Geschichte einer Verschwörung und eines geplanten Attentats auf eine Versammlung zahlreicher Staatschefs. Geplant ist ein Putsch, und ausgerechnet der nichts ahnende Thrax soll als neue Herrscherfigur inthronisiert werden. Nicht schlecht geschrieben, aber die Verschwörung kommt doch etwas simpel daher. Und offenbar scheint jeder Bescheid zu wissen, überall wird bereits im Vorfeld gemunkelt und geahnt, jeder hat irgendwelche Gerüchte gehört ... Nett die Rolle, die die mechanische Hoheit zu spielen gedenkt. Diese netten, durchgeschepperten Roboterkerle haben echt Musik unter ihrem Pony. Rührend das Ende des Piloten Carlisle, dafür gibt es einen Extrapunkt.

Holger M. Pohl: Mengerbeben (D9E)
Neues von der Truppe, die hinter den Linien der Hondh spionieren sollte. Neue Möglichkeiten und Verbündet werden gefunden. Ein Schlüssel scheint in manipuliertem MELK, einer Art Kunststoff, zu liegen. Gibt es die Chance, die Ausbreitung der Hondh zu stoppen, indem man den Mengerraum stört? Ein temporeiches Abenteuer, das zunächst durch die vielen Perspektivwechsel etwas anstrengend ist, aber schnell an Fahrt aufnimmt und den Leser packt.

Finstere Übernahme. Die Storys zum Marburg-Award
Die Beiträge zum Marburg-Award 2017 zusammengestellt zu einer lesenswerten Anthologie, illustriert und in limitierter Auflage. Viele gute und einige sehr gute Geschichten. Lesenswert.

Reimer Boy Eilers: Sprechen mit Seezungen
Gedichte aus 30 Jahren, der Autor erzählt von Kindheit und Jugend auf Helgoland, vom Leuchtturm seines Großvaters, aber auch aus dem Rest der Welt. Ein sehr schöner, klarer Stil und eine angenehme lyrische Stimme. Viel Meerluft. Mich haben vor allem seine Gedichte aus dem ehemaligen Jugoslawien beeindruckt. Und gerade in den späteren Gedichten findet man sehr klare Worte und Positionierungen gegen Ausländerfeindlichkeit und rechten Ungeist. Eine Sammlung, die mir gut gefallen hat.

Wolfgang Schadewaldt: Hellas und Hesperien I
Die Aufsätze Wolfgang Schadewaldts sind einfach etwas Besonderes. In der dicken, schweren zweibändigen Sammlung "Hellas und Hesperien" sind sie gesammelt. Im ersten Band findet man seine Beiträge zur antiken griechischen und römischen Literatur, 800 Seiten voller Juwelen, Band zwei enthält seine Betrachtungen über die Wirkung antiker Werke in der neuzeitlichen Literatur von Shakespeare bis zur Gegenwart. Die beiden gehaltvollen Bände sind nur noch antiquarisch zu erhalten und kosten eine Menge, aber ich hatte dieses Jahr einfach mal die Chance, mir etwas gönnen zu können, und als ich sie im Netz fand, griff ich zu. Eine Reihe der Aufsätze kannte ich natürlich schon, gerade die Beiträge über Aischylos, Homer und den Gott von Delphi, das war ein schönes Wiedersehen, natürlich auch der kanonische, aus der Tragödiendiskussion nicht mehr wegzudenkende Aufsatz über "Jammer und Schaudern".
Es gab aber auch eine Menge Neu-Entdeckungen, etwa in der neueren Komödie. Oder seine Entdeckung einer "experimentellen Philologie". Oder seine Würdigung Vergils, der bei mir zugegebenermaßen auch ein Schattendasein fristet. Und gerade in der römischen Literatur bin ich ja nicht so beschlagen. Teil zwei ist dann im nächsten Urlaub dran, wenn ich wieder den Kopf frei habe für eine neue Pilgerreise in Schadewaldts Welt.

Moses Mendelssohn: Ausgewählte Werke I: Schriften zur Metaphysik und Ästhetik
- Philosophische Gespräche
- Über die Empfindungen
- Pope ein Metaphysiker!
- Sendschreiben an Herrn Magister Lessing im Leipzig
- Gedanken von Wahrscheinlichkeit
- Betrachtungen über die Quellen und die Verbindungen der schönen Künste und Wissenschaften
- Betrachtungen über das Erhabene und das Naive in den schönen Wissenschaften
- Rhapsodie oder Zusätze zu den Briefen über die Empfindungen (Fassunen von 1761 und 1771)
- Abhandlung über die Evidenz in Metaphysischen Wissenschaften
- Thomas Abbt: Zweifel über die Bestimmung des Menschen / Moses Mendelssohn: Orakel, die Bestimmung des Menschen betreffend
- Phaedon oder über die Unsterblichkeit der Seele in drei Gesprächen
Die im Verlag Lambert Schneider erschienene zweibändige Studienausgabe im Schuber enthält ausgewählte Werke Mendelssohns in Orthografie und Interpunktion der Orignialausgaben. Vor jedem Text gibt es eine kurze Einführung, in der etwas zum Hintergrund des jeweiligen Textes, zu Thema und Inhalt, gegebenenfalls zum Anlass und zur Veröffentlichungsgeschichte gesagt wird. Auch das jeweilige Titelbild der Erstausgabe ist dem betreffenden Aufsatz vorangestellt. Beigefügt ist außerdem ein Personenregister. Teil I enthält Schriften zur Metaphysik und Ästhetik, Teil II Schriften zur Aufklärung und zum Judentum. Die Aufmachung ist, obwohl nur Paperback, sehr edel und ansprechend. Ich hätte mir noch eine Kommentarteil gewünscht, aber man kann nicht alles haben.
Im Urlaub las ich zunächst Teil I, der zweite Band ist fällig im nächsten Jahr. Einige der Texte kannte ich schon, vor allem die Philosophischen Gespräche und den Phaedon, der den Ruhm Mendelssohns als deutscher Sokrates mit begründete. Hochinteressant fand ich seine Auseinandersetzung mit David Hume. Diesen Aufsatz hätte ich damals im Studium gern zur Hand gehabt, als ich mich Anfang der 90er Jahre mit Humes Zweifel an der Erkennbarkeit von Kausalitäten und seiner Inthronisation der Gewohnheit herumschlug. Gefallen hat mir auch der zusammen mit Lessing verfasste Aufsatz über Pope, mit dem beide eine aus ihrer Sicht ziemlich dämliche Preisaufgabe der Berliner Akademie der Wissenschaften durch den Kakao zogen. Eine Ausgabe, in der es einiges zu entdecken gibt.

Armin Rösler: Die Nadir-Variante
Der schon sehr lange erwartete vierte Roman aus dem Argona-Universum. Erzählt wird die Geschichte des jungen Paz Nadir, der kurz nach Abschluss seiner Ausbildung in einer Raumschlacht um seinen Heimatplaneten beinahe ums Leben kommt, in einem eigentlich kaum flugfähigen Notbehelfsschiff entkommen kann und nun eigentlich zum Schlachtfeld zurück will. Er gerät jedoch in die Manöver eines Alienvolkes hinein, das sich für einen eigenartigen Baum interessiert. Seine Versuche, Hilfe für sein Volk zu finden, führen ihn schließlich mit der eigenwilligen Esre Sterndaal zusammen, der von Narben gezeichneten Tochter eines Herrschers, der ebenfalls auf der Spur der seltsamen Bäume ist. Mir hat das Wiedersehen mit dem Argona-Universum gut gefallen, das Warten hat sich gelohnt.

Dorthe Voss: Von Piraten und Meerjungfrauen
Geschichte über einen kleinen Jungen, der im Helgoland-Urlaub am Strand Kontakt mit den Meeresbewohnern bekommt. Die gefürchteten Geisterpiraten haben dem Meerkönig das Szepter gestohlen. Björn macht sich auf die abenteuerliche Reise, um es zurückzubringen. Ein Buch für sehr junge Leser, besser noch zum Vorlesen, reich bebildert.

Nadine Muriel und Stefan Cernohuby (Hrsg.): Das Dimensionstor
Geschichtenweber-Anthologie über eine Erfindung eines genialen Wissenschaftlers. Prof. Dr. Maximilian Groll hat es geschafft: Nach jahre- beziehungsweise jahrzentelanger Erfolglosigkeit, die ihn am Ende sogar seinen Platz am Institut kostetet, gelingt ihm endlich daheim in seinem privat eingerichteten Labor der Durchbruch. Er schafft es, ein Dimensionsportal zu öffnen. Begeistert schiebt er verschiedene Gegenstände durch die Öffnung, die nun in fremde Zeiten oder auch vollkommen andere Welten gelangen. Kopfschmerztabletten, ein Gebiss, ein Golfball ... Alles, was gerade zur Hand ist, wird durch die Öffnungen geschickt. Jeder der 18 Autoren hat seine je eigene Idee, was das Auftauchen eines solchen Gegenstandes im Mittelalter, auf fremden Planeten, in der zweiten Dimension oder auch während der Zombie-Apokalypse anrichten kann. Vieles ist einfach nur schräg, absurd und komisch, manches böse, vieles tödlich, der Schluss des Buchs ausgesprochen fies. Alles in allem eine hochinteressante und vielseitige Anthologie, die beim Lesen Spaß macht.

Steffen König: Die Dämonen vom Ullswater
Ein Roman, der sich wie eine klassische britische Horrorgeschichte liest - nur dass es nicht um Geister oder Ähnliches geht, sondern um Außerirdische. Ein junger Londoner Anwalt wird von einem alten Freund, den er lange Zeit nicht mehr gesehen hat, in dessen Landhaus eingeladen. Er und seine Frau beschließen, dort ihre Flitterwochen nachzuholen. Doch wenig später schickt der Freud ihm ein seltsames Kristallartefakt mit der Bitte, es von einem Fachmann analysieren zu lassen. Die Ergebnisse sind derart erschreckend, dass der Jurist beschließt, den Freund lieber ohne Begleitung seiner Frau zu besuchen. Er findet das Haus verlassen. Dann nimmt das Grauen seinen Lauf. Spannend und gut lesbar, vielleicht etwas vorhersehbar, aber ein sehr schönes, traditionelles Stück Horrorliteratur.

Homer: Ilias
Jedes Jahr im Urlaub ist auch die Wieder-Lektüre eines der großen alten Epen für mich angesagt. Diesmal habe ich also die Ilias mitgenommen, und zwar die zweisprachige Tusculum-Augabe, die ich mir im Jahr 1997 zulegte, als ich mir mal etwas Gutes gönnen wollte. Auf die Reclam-Fassung, die ich zehn Jahre zuvor gelesen hatte, will ich natürlich nichts kommen lassen. Es war ein schönes Wiedersehen mit meinen Helden Diomedes und Ajas, dem Telamoniden. Wurde echt mal wieder Zeit.

Martin Arnold: Thor. Von der Edda bis Marvel
Ich habe aus dem Verlag im vergangenen Jahr das Buch über Loki gelesen, das mich begeistert hat. Daher waren meine Erwartungen an das Thor-Buch sehr hoch. Allerdings: Das Buch ist nicht unbedingt der Hammer.
Es geht nur teilweise um eine Analyse der Thorsgestalt in der Edda und in der germanischen Mythologie, vor allem geht es um die Wirkungsgeschichte Thors nach der eddischen Zeit. Arnold arbeitet das Thor-Bild in den einzelnen skandinavischen Ländern, vor allem vor dem Hintergrund eines neu erwachenden Nationalgefühls, heraus. Er geht dann natürlich auf Wagner und den Kult germanischer Götter im nationalsozialistischen Deutschland ein und schildert die zum Teil haarsträubenden esoterischen Vorstellungen, die es damals gab, bis hin zu einer Art Yoga nach Runen. In Deutschland scheint Himmler mit seinen Versuchen, einen neuen Thorskult ins Leben zu rufen, bei den Nazi-Größen recht wenig Gehör gefunden zu haben. Seine Abhandlung schließt Arnold mit einer Schilderung des Marvel-Superhelden "Der mächtige Thor", mit dem die Geschichte des alten Donnergottes dem Verfasser zufolge nicht nur seinen Tief- sondern auch seinen Endpunkt erreicht hat.
Das ist zwar alles recht interessant, aber über weite Strecken bleibt seine Betrachtung der Neuzeit eine allgemeine Schilderung der Rolle, die die germanische Mythologie für die nationalen und nationalistischen Bewegungen der unterschiedlichen Länder gespielt hat. Sprich: Auf Thor konkret wird oft erst nach seitenweisen allgemeinen Darstellungen der politischen, sozialen und literarischen Rolle der eddischen Mythen eingegangen, oft dann nur noch mit einem kurzen Absatz. Die Betrachtung des Marvel-Thor schließlich ist in einer umfangreichen allgemeinen Betrachtung zum Superhelden-Comic untergebracht, fast hat der gute alte Superman mehr Anteil in diesem Kapitel als der Gott, über den ich eigentlich etwas wissen wollte. Auch sein Vergleich zwischen Edda- und Marvel-Thor ist recht oberflächlich. Er erwähnt die andere Haarfarbe, und den Umstand, dass bei Marvel ursprünglich Thors Ehefrau Sif gar nicht vorkam und der Ase eine Liebschaft mit einer Sterblichen hatte, außerdem werden der eher schlichte, bäuerliche Charakter des eddischen Thors und das mehr "heroische" Wesen des Marvel-Helden gegenübergestellt. Aber wieso sind dem Autor zum Beispiel die vollkommen anderen Familienverhältnise entgangen? Dass Thor und Loki beispielsweise in der Comicversion Brüder sind, die um die Gunst des Götterkönigs konkurrieren, hätte doch eher erwähnt werden müssen als das Fehlen Sifs. Dass Arnold Comics nicht liebt und sie für pfuibäh hält, nun gut, es gab solche Meinungen in den 70ern und 80ern noch bei älteren Leuten, aber ein wenig mehr Offenheit für die Ästhetik einer etablierten Kunstform hätte man im 21. Jahrhundert schon erwarten können. Das Ganze nur auf Pop-Ikone und Konsumgesellschaft reduzieren zu wollen, ist doch etwas oberflächlich. Und einen "Endpunkt" zu diagnostizieren? Das ist nicht wissenschaftlich, sondern Kaffeesatzleserei. Auch hätte ich anlässlich der Diskussion um Thor in der Comicwelt zumindest eine Bemerkung über den Thor der dänischen "Walhalla"-Serie erwartet.
Nun gut. Bleibt als positiv festzuhalten, dass das Buch eine gute Übersicht über das Entstehen und Erstarken eines nationalen Selbstbewusstseins und die Rolle der Mythologie dabei sehr deutlich herausarbeitet. Auch die Schilderung der unterschiedlichen Wege, die die Länder genommen haben, ist gelungen und überzeugend. Nur ist das keine Untersuchung über Thor, sondern eine Abhandlung über die Rolle der Edda und der germanischen Mythologie für die nationalen Bewegungen in diversen europäischen Ländern. Fazit: Ein Buch, aus dem ich durchaus eine Menge gelernt habe. Nur nicht so viel über Thor.


Dezember

Miriam Rademacher: Talisman II

Christine Fehér: Weil ich so bin
Ist er eigentlich Jonas oder ist sie doch eher Joana? Als die Eltern sich nach der Geburt fragen, ob sie nun eigentlich einen Jungen oder ein Mädchen bekommen haben, sagt der Arzt etwas von "Pais-Syndrom". Jonas ist ein Zwitter, wächst auf mit weiblichen und männlichen Geschlechtsmerkmalen, er ist beides und irgendwo dazwischen ... In der Pubertät sieht er wie ein Junge aus, aber machmal hat er das Bedürfnis, geschminkt zum Unterricht zu gehen, Ohrringe oder einen Rock zu tragen. Ein "Problembuch", eine klassische Schullektüre, vielleicht, aber ganz und gar nicht pädagogisch und mit erhobenem Zeigefinger. Es geht nicht um leidende Minderheiten und deren Schutz. Jonas ist recht selbstbewusst dabei, geht mit seinem Anderssein sehr bewusst um, und sein Umfeld steht zu ihm. Sein Vater und dessen Lebensgefährtin sind liebevolle und unterstützende, aber nicht überbetreuende Eltern. Die meisten Klassenkameraden kommen prima mit ihm klar, die Mädchen mögen "ihn", und auch die Jungen können mit seinem Anderssein umgehen - abgesehen von Marco, der unbedingt als harter Kerl dastehen möchte und Jonas als Schwuchtel verspottet. Aber Jonas geht seinen Weg mit wohltuender Selbstverständlichkeit, und er findet sogar seine große Liebe ...

Helmut Höfling: Petras Abenteuer mit Hunden
Kinderbuch aus den 80ern, das mir eine Freundin zu Weihnachten geschenkt hat. Eine Petra, die Hunde liebt, da war wohl klar, wer das lesen musste. Es ist bereits der zweite Teil von Petras Hundegeschichten, im ersten Teil hatte die kynophobe Katzenfreundin gelernt, Hunde zu lieben. Nun ist sie als Boxersitterin unterwegs, als sie zufüllig in einen Banküberfall hineingerät - und das kluge Tier ist der Held des Tages, weil es die Täter aufspürt. Schließlich kann Petra endlich einen eigenen Hund bekommen, als sie das Vertrauen eines streunenden Hundes gewinnt, dessen Besitzer verstorben ist. Dann wird noch die Geschichte eines Feuerwerhundes erzählt, der bei einer Übeschwemmung ein Baby aus den Fluten rettet. Hunde sind schon was Feines ...


Weitere Jahresrückblicke:
Teil I: Januar bis März 2017
Teil II: April bis Juni 2017
Teil III: Juli bis September 2017


© Petra Hartmann






Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

Eingefügtes Bild

Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

Eingefügtes Bild

Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

Eingefügtes Bild


Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
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Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

August 2018

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Nächste Lesungen / Termine

Freitag, 7. September: Lesung aus "Das Serum des Doctor Nikola" für den Förderverein Rudolf von Bennigsen. RvB-Bibliothek im Bahnhof Springe-Bennigsen, 19.30 Uhr.

 

Sonnabend, 22. September: Nestis-Lesung zum Weltkindertag, veranstaltet vom Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit in Gronau. Ich lese voraussichtlich im Zelt des Kinderschutzbundes auf dem Gronauer Marktplatz. Der Tag dreht sich um das Thema "gleiche Bildungschancen für alle Kinder". 16 Uhr.

 

Sonntag, 23. September: RSH-Kindertag - Nestis und ich sind zu Gast auf dem größten Kinderfest Schleswig-Holsteins in Neumünster. Holstenhallen, Justus-von-Liebig-Straße 2-4, 24537 Neumünster. Uhrzeit folgt.

 

Donnerstag, 18. April 2019: Nestis-Lesung auf Helgoland. Beitrag zum 2. Helgoländer Lesefestival. Uhrzeit folgt.

 

 

Messen, Cons, Büchertische

 

Sonnabend und Sonntag, 1. und 2. September: Die HomBuch, die Saarländische Buchmesse in Homburg. Ich bin mit einem Büchertisch vertreten.

 

 

Montag bis Freitag, 15.- 19. April 2019: 2. Helgoländer Lesefestival. Nestis und ich wollen wieder dabei sein auf unserer Lieblingsinsel. Voraussichtlich werde ich am Donnerstag, 18. April, lesen. Uhrzeit folgt.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

 

Facebook-Autorenseite: https://www.facebook...nPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven und die Neue Presse in Hannover. Derzeit ist sie bei der Volksstimme in Gardelegen beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

Angehängtes Bild: dieletztefalkin2.jpg

Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
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Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
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Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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