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PetraHartmann



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Buchmesse-Con 2019: Eine Art Familientreffen ...

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 20 October 2019 · 116 Aufrufe
Unterwegs
"Die Frankfurter Buchmesse ist Business, aber der BuCon ist Familie", heißt es oft. Und vermutlich war das Wort "Familie" auch diesmal wieder das am häufigsten gehörte Wort. Bingo. Ich denke bei "Familie" ja immer an das Bonmot eines bekannten deutschen Showmasters, der gesagt hat: "Familie ist die zwangsweise Vereinigung nicht zusammengehöriger Subjekte zwecks dauernder Belästigung." Nein, der Buchmesse-Convent ist ganz bestimmt nicht Familie. Jedenfalls findet man da keine dusseligen Onkel und Tanten, die einem erzählen wollen, man solle endlich vernünftig und erwachsen werden und die Phantasterei aufgeben. Der Buchmesse-Samstag in Dreieich ist tausendmal besser als ein Familientreffen mit Urgroßeltern und Erbtante. Musste mal gesagt werden.
Schön wars mal wieder, aber auch viel zu kurz. Obwohl ich am Ende des Tages nicht mehr stehen konnte und mein Geldbeutel auch nur gerade so eben überlebt hat. Naja, sagen wir, ich habe die bedruckten Papierblätter, die ich mitgebracht habe, veredelt und gewinnbringend gegen gedruckte und gebundene Blätter mit besserem Text eingetauscht.
Die Strecke von Sillium nach Dreieich wird gefühlt jedes Jahr länger, oder ich werde älter, aber immerhin war die A7 halbwegs passierbar. Da ich dieses Mal keinen Büchertisch und keine Lesung hatte, konnte ich es auch etwas gemütlicher angehen und schlug erst kurz nach 11 Uhr am Sprendlinger Bürgerhaus auf.

Buchmesse-Con mit Besucherrekord

Ein bisschen leerer als sonst kam es mir vor, aber offenbar hat mich da mein Gefühl getrogen: Das BuCon-Team vermeldete inzwischen auf seiner Facebookseite einen Besucherrekord: "Im 34. Jahr seines Bestehens haben wir mit Euch einen absoluten Rekord-BuCon gefeiert. Etwa 820 Menschen wuselten den ganzen Samstag über durch die Hallen des Bügerhauses von Dreieich-Sprendlingen. Der BuCon 2019 wird somit als der mit Abstand größte von allen je stattgefundenen BuCons in die Geschichte des literarischen Phantastikfandoms eingehen."

Bücherpaket liegt noch in Wien

Der erste, den ich beim Reinkommen beinahe umlief, war Armin Rösler, und ich war etwas enttäuscht. als er sagte, dass Ernst Wurdack dieses Mal keinen Stand auf dem Con hatte. Wenig später schlug ich am Tisch der Geschichtenweber auf und traf Kollegin und Jung-Verlegerin Nina Horvath. Das erste Buch ihres neu gegründeten Unstern-Verlag hatte, wie sie mir erzählte, leider etwas Pech gehabt. Die Anthologie "Best of Geschichtenweber", zu der ich meine Piratengeschichte "Unter blutiger Flagge" beigesteuert hatte, war von der Druckerei verspätet ausgeliefert worden. Nina hatte zwar noch versucht, die Büchersendung nach Wien umzuleiten, wo eine befreundete Verlegerin es für sie hätte mitnehmen können, aber das Paket kam einige Stunden zu spät an, die Verlegerin fuhr ab, und nun liegen die Bücher in einem Friseurgeschäft, und Nina weiß noch nicht, wie sie drankommen soll. Österreich ist groß. So war's diesmal nichts mit dem Belegexemplar. Nun ja, Dann sehe ich die Anthologie eben etwas später und habe noch etwas, auf das ich mich freuen kann.

Leckere Werbung: Ein Kuchen mit Buch-Cover

Beim Verlag Saphir im Stahl erstand ich - etwas vergünstigt - eine angestoßene Ausgabe von Andreas Zwengels "Panoptikum", Beim Leseratten-Verlag nahm ich die "Vikings of the Galaxy" mit und bekam von Marc Hamacher und Tanja Kummer obendrein ein Stück Kuchen. Ein geniales Backwerk mit dem Cover der Schnittergarn-Anthologie obendrauf. Und geschmeckt hat es auch. Was ebenfalls sein musste: Den dritten Band der Herbstlande konnte ich nicht gut beim Verlag Torsten Low lassen, den musste ich einfach haben. Wobei Tina Low und Mit-Autorin Vanessa Kaiser steif und fest behaupteten, es sei erst Band zwei (ich zähle natürlich die Herbstlande-Kurzgeschichtensammlung mit).
Außerdem erstand ich drei besondere Hefte: den Zweiteiler "Im Auge des Chaac" von Gerd Bedszent (der Autor war mir in der fantastischen Thüringen-Anthologie aufgefallen) und "Moon-Bird" von Fabienne Siegmund (bin einfach Fan).

Geschichtenweber stellen Neuerscheinungen vor

An Lesungen habe ich diesmal nur eine besucht, das war die Veranstaltung der Geschichtenweber. Zum "Best of" gab es ein paar kurze Infos von Nina, außerdem stellten die Geschichtenweber ihre neuen Bücher "Die Stadt unter dem Meer" und "Bilder einer Ausstellung" vor. "Die Stadt unter dem Meer" ist eine Anthologie rund um den Chthulhu-Mythos und somit nicht unbedingt mein Fall. Auch auf die Gefahr hin, von Fans gesteinigt zu werden: H. P. Lovecraft war ein vollkommen untalentierter Stümper, und sein Lektor hätte von Rechts wegen als berufsunfähig in den Vorruhestand versetzt werden müssen, weil er diese saudämlichen Adjektivhäufungen von blasphemisch, unheilig, widernatürlich usw. durchgelassen hat. Sei's. Ich bin überzeugt, dass die modernen Autorenkollegen ihr Handwerk wesentlich besser beherrschen und ganz ansprechende Geschichten geschrieben haben. Ich mag bloß die Originale nicht ... Die "Bilder einer Aussstellung" dagegen klingen sehr vielversprechend, vor allem die Geschichte über den historischen Pariser Friedhof, der aus allen Nähten platzte, der aufgrund der sich immer höher auftürmenden Berge aus Leichen und Erde die Friedhofsmauern sprengte, woraufhin sich die Flut der Leichen in die umliegenden Keller ergoss. Hat mir gefallen, hole ich mir demnächst.

BuCon-Preis für Robert Vogel und Ann-Kathrin Karschnick

Die Verleihung des BuCon-Preises, gewohnt souverän moderiert von Ann-Kathrin Karschnick und Carsten Steenbergen, brachte dann eine große Überaschung. Nicht nur beim Preis für das Lebenswerk an Robert Vogel. Aber als Carsten dann angeblich improvisierte, da der Laudator angeblich nicht erschien, und dann die Frau im grünen Kleid belaudatierte und den Preis an Ann-Kathrin überreichte, und als sie "Du Drecksau" sagte ... das hatte schon was.
Die Gastronomie hat mir diesmal richtig gut gefallen. Die Pommes waren gut, und als der Thekenmannschaft die Sinalco gegen Mittag ausging, wurde richtige Cola nachgeliefert. Was braucht man mehr?
Ansonsten: Viel geredet, gesehen, gehört. Dem MarburgCon-Team versichert, ich hätte diesmal vor etwas zum Marburg-Award zu schreiben. Einigen Geschichtenwebern erzählte ich, dass ich mich gern an der nächsten Anthologie über phantastische Haustiere beteiligen würde. Von Volkmar Kuhnle gehört, dass es weiter geht mit der Sammlung "Der Tod des Helden". Ein bisschen über meine neuen Manuskripte erzählt und gehört, was die Kollegen so in der Pipeline haben. Die Zeit ging viel zu schnell dahin.
Sehr lang dagegen dann die Fahrt nach Hause. Und die Spaghetti Bolognese, die ich mir auf der Autobahnraststätte angetan habe, waren echt Masochistenfutter. Egal, ich habe es heil bis nach Hause geschafft. Bin seit ca. 1 Uhr wieder in Silium. Und musste erstmal Schlaf nachholen.

© Petra Hartmann


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Christoph Marzi: Charing Cross

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 06 October 2019 · 125 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 1 weitere...
"Charing Cross" von Christoph Marzi ist eine düstere Novelle aus der Novellenreihe im UlrichBurger-Verlag. Die Geschichte ist eine ungewöhnliche Kombination aus Vampirstory, Londoner Nebelatmosphäre und einer "Sissi"-Interpretation, wie sie sich Romy Schneider vermutlich nie vorgestellt hat.
Die Novelle beginnt in der Straße Charing Cross in Soho, und zwar in einem Antiquariat, in dem der Ich-Erzähler Richard einer geheimnisvollen Frau begegnet. Die schöne, melancholische und natürlich charismatische Dame kann beim Anblick eines der dortigen Bücher die Tränen nicht unterdrücken, eine Erinnerung an ihre Jugend, ein lange vergangenes Leben ... Richard und die geheimnisvolle "Miss Mirror" oder auch Ida Francis kommen sich näher, und noch näher. Seltsam nur, dass er sich auf dem Rückweg von ihrem Hotelzimmer beobachtet fühlt. Ein beängstigendes Heulen liegt in der Luft. Und diese unheimliche, durchscheinende Gestalt, die ihm folgt, lässt Schlimmes ahnen. Nein, es ist nicht Jack the Ripper, wie der Leser angesichts der Erwähnung der Station Whitechapel zunächst vermuten mag. Aber dieses Schwächegefühl nach jeder Nacht mit Ida und ihre Angewohnheit, ihren Partner beim Geschlechtsverkehr zu beißen, machen bald deutlich, dass man es hier mit einem ganz anderen Kind der Nacht zu tun hat. Allerdings ... Nein, eine klassische Vampir-Story wird es dann doch nicht, was Christoph Marzi erzählt. Dafür sorgt das ungefähr zwei Drittel des Buches ausmachende Tagebuch, das Ida in dem Antiquariat entdeckt hat. Es handelt sich um die Lebensbeschreibung der österreichischen Kaiserin Sisi, die, jenseits von "k. und k.-Kitsch" aufgezeichnet hat, wie es damals wirklich war mit ihr, dem Franzl, dem Grafen Andrássy und dem bayerischen Märchenkönig Ludwig.
Die Erzählung punktet durch ungewöhnliche Kombinationen und durch ihre eingängige Sprache. Als weniger gelungen muss allerdings das Tagebuch gewertet werden, das vor allem - lang ist. Trotz des nicht ganz unspannenden Sujets "Sissi und die Untoten" ist die Sache etwas sperrig und trocken geworden, den Tonfall der Frau bekommt Marzi nicht recht hin, und so hat diese Kaiserin recht wenig Fleisch auf den Rippen. Erschwerend hinzu kommt, dass das gesamte Tagebuch kursiv gedruckt ist. Das macht das Lesen der immerhin 80 Seiten auch für die Augen etwas anstrengend und ermüdend. Vor allem unterbricht es den Fluss der London-Geschichte, die ja mehr als eine Rahmenhandlung ist, auf sehr ungeschickte Weise.
Wie der Autor im Nachwort verrät, handelt es sich bei "Charing Cross" um seine erste Novelle, "die ihren Weg in ein Lektorat fand", ein Jugendwerk, das immer wieder "zwischen den Stühlen" hing, nicht nur wegen der Länge, sondern auch wegen der Vermischung der Genres, kein historischer Rom,an, und auch kein Horror-Roman. Daher mag auch das Ungelenke der einmontierten Tagebuch-Geschichte kommen, die ein bisschen fanzine-haft wirkt. Für den Genremix aber und für die Ideenvielfalt auf jeden Fall ein dickes Lob, das konnte sich schon sehen lassen.

Fazit: Novelle mit ungewöhnlichen Begegnungen, schön düster, in der Mitte etwas sperrig, aber interessant. Lesenswert.

Christoph Marzi: Charing Cross. Homburg/Saar: UlrichBurger-Verlag, 2015. 2. Aufl 2018. 148 S., Euro 7,50.


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Weitere Bücher aus der Novellenreihe des UlrichBurger-Verlags:
Jens Schumacher: Der Hügel von Yhth
Aileen P. Roberts: Feenfeuer
Stephan Lössl: Jäger im Zwielicht
Lilach Mer: Seacrest House
Stephan R. Bellem: Die Ballade von Tarlin
Thilo Corzilius: Der Herr der Laternen


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Rabattaktion: "Die Schlagzeile" und "Freiheitsschwingen"

Geschrieben von Petra , in Schlagzeile 25 September 2019 · 1326 Aufrufe
Schlagzeile, Freiheitsschwingen
Bei PersonalNovel gibt es gerade eine Rabatt-Aktion: Wer bis zum 6. Oktober ein personalisierbares Buch bestellt - zum Beispiel meinen Krimi "Die Schlagzeile" oder meinen historischen Roman "Freiheitsschwingen" - bekommt die 5,95 Euro Versandkosten geschenkt.

Zu meinem heiter-zynischen Journalisten-Krimi geht's hier lang:
https://www.personal...die-schlagzeile

Meinen historischen Roman "Freiheitsschwingen" über eine junge Journalistin und Zeitschriftengründerin in den 1830er Jahren findet ihr hier:
https://www.personal...iheitsschwingen

Und ganz wichtig: Den Code für die Rabattaktion findet ihr hier:
https://www.facebook...qGEw&__tn__=C-R


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Andrea Tillmanns: Julia Jäger und die Welt der Wächter

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 19 September 2019 · 214 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 1 weitere...
Julia Jäger ist wieder da. In "Julia Jäger und die Welt der Wächter" lässt die Autorin Andrea Tillmanns die telekinetisch begabte Jugendliche ein neues magisches Abenteuer erleben. Und im dritten Band der Serie erfährt der Leser auch ein wenig mehr über den geheimnisvollen Alexander, dem Julia und ihre Freunde bislang nicht so ganz über den Weg trauten.
Andrea Tillmanns hat die große Gabe, für ihre Geschichten besondere Schauplätze zu finden. Das kann eine wildzerklüftete Küstenlandschaft sein, oder auch einfach nur das spätabendliche Außenbecken eines Thermalbades, über dem die Dunstwolken geheimnisvoll wabern. Diesmal beginnt alles mit einem nostalgischen Programmkino, in dem Filme für Cineasten mit besonders seltenen Vorlieben gezeigt werden.

Nostalgisches Programmkino und Charleston-Kleider

Julia Jäger, die sich in dem Retro-Betrieb ein paar Euro als Servicekraft verdient, kann gar nicht verstehen, warum sich irgend jemand freiwillig diese furchtbar traurigen griechischen oder japanischen Autorenfilme mit englischen Untertiteln ansehen möchte. Aber die jugendlichen Pärchen kommen ohnehin nur zum Knutschen in den Saal. Und die älteren Herrschaften in stilechten Charleston-Kostümen, die sich bei Julia mit Nachos und Kaffee eindecken, verschwinden schon wenige Minuten nach Filmstart auf der Toilette. Wobei "verschwinden" in diesem Falle wörtlich zu nehmen ist. Denn als Julia dem lautlosen Massen-Exodus aus dem Vorführraum nachspürt, findet sie die sanitären Anlagen - leer. Ein Rätsel.

Andrea Tillmanns erzählt mit viel Liebe zum Detail

Auch im dritten Band der Serie bleibt Andrea Tillmanns sich und ihrem Erzählstil treu. Der Schwerpunkt liegt nicht auf Action und Kampfszenen, wie es viele Autoren mit einer telekinese-fähigen Heldin sich nicht hätten verkneifen können. Stattdessen wird mit viel Liebe zum Detail die Arbeit an der Nacho-Maschine und der Verkauf von Käsedips und Weinbrandbohnen beschrieben, und die absurden Filme mit Arte-verdächtigen Titeln werden genüsslich und abstrus ausgemalt. Das kommt zunächst etwas behäbig daher, entwickelt aber bald seinen ganz eigenen Sog und Humor. Diese Schriftstellerin lässt ihre Geschichten langsam entstehen und nimmt sich Zeit für die Ausgestaltung und den Aufbau der Szenerie. Und, das muss hier mal gesagt werden, wenn die Autorin nicht selbst Erfahrung mit einem Studentenjob als Snackverkäuferin in einem Kino gemacht hat, dann hat sie die Arbeit hinter dem Tresen jedenfalls sorgfältig recherchiert ...

Keine Prügelszenen mit Telekinese

Julia Jäger ist keine Haudrauf-Heldin, die dem Gegner mal eben mit einem per Gedankenkraft bewegten Knüppel hinterrücks einen über die Birne haut. Der Leser erlebt sie vielmehr dabei, wie sie sorgfältig Buntstifte zu Trainingszwecken aufstapelt und darüber nachdenkt, wozu und wie sie die Kräfte einsetzen soll. Und es ist bezeichnend, dass es gerade ihre Freundin Mia ist, die mit ihrer etwas anderen, auf den ersten Blick völlig nutzlos erscheinenden "Superkraft" am Ende die Situation rettet. Ziel erreicht, diese "Welt der Wächter" kann sich sehen lassen.

Fazit: Magisches Abenteuer mit realistischer Szenerie und viel Liebe zu Detail. Langsam, humorvoll und mit überraschenden Wendungen. Macht Lust, einmal wieder ins Kino zu gehen. Gern auch in ein nostalgisches Programmkino mit Filmkunst für eine extrem kleine Zielgruppe.


Andrea Tillmanns: Julia Jäger und die Welt der Wächter. Band 3 der Julia-Jäger-Reihe. Weingarten: O'Connel Press, 2018. 185 S., Euro 8,90.


© Petra Hartmann


Weitere Bände der Julia-Jäger-Reihe
Julia Jäger und die Macht der Magie
Julia Jäger und die Legende des Lichts

Weitere phantastische Kinder- und Jugendbücher von Andrea Tillmanns:
Weltenschlüssel I: Mit den Eulen fliegen
Der kleine Troll kehrt heim
Das magische Trio: Geister im alten Gemäuer
Der kleine dicke Pinguin
Lena lernt zaubern


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Tina Birgitta Lauffer: Applejucy - Abenteuer in Amerika

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 15 September 2019 · 183 Aufrufe
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"Applejucy" heißt das neue Kinderbuch von Tina Birgitta Lauffer. Die Titelheldin, manchmal auch kurz "Jucy" genannt, ist eine junge Hexe, sie lebt auf der Insel Greenwich Island, und - sie glaubt nicht an Menschen.
Menschen sind Applejucys Welt so etwas wie bei uns das Monster im Kinderzimmer-Kleiderschrank. Und so hat auch Applejucy manchmal vor dem Einschlafen Angst, dass sich ein Mensch unter ihrem Bett verstecken könne, und ihr Vater muss unbedingt nochmal nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Umso erschrockener ist die Zwölfjährige, als sie eines Tages auf ihrer Insel plötzlich doch echten Menschen begegnet.
Allerdings: Die beiden Menschenkinder haben noch mehr Angst vor Applejucy als die Hexe vor ihnen. Die beiden Kinder sind nämlich schwarz, ihre Mutter wurde in die Sklaverei verkauft, und sie haben panische Angst vor allen Weißen. Wir schreiben das Jahr 1833. Menschenrechte gelten in Europa kaum für Weiße, und Afrikaner sind eine "Ware", die mit hohem Gewinn nach Amerika verschifft wird. Auf der Hexeninsel weiß man davon natürlich nichts. Aber als Applejucy und die beiden fremden Kinder sich nach dem ersten Schrecken angefreundet haben und die Hexe davon erfährt, was in der Menschenwelt vor sich geht, ist sie empört.
Jomo und Nana sind unterwegs, um ihre Mutter zu suchen. Sie hatten sich als blinde Passagiere an Bord eines Schiffs nach Amerika geschlichen. Ein Schiffbruch machte der Reise jedoch ein jähes Ende. Doch die Geschwister hatten gleich mehrfach Glück im Unglück. Nicht nur, dass sie überlebten und an den Strand der Hexeninsel gespült wurden, nein, sie finden nun in Jucy auch eine Freundin und Helferin. Denn dass sich die Hexe nicht nehmen lässt, ihren neuen Freunden bei der Rettung ihrer Mutter zu helfen, ist klar. Auch wenn Jucy noch keine voll ausgebildete Hexe ist und viele Zaubersprüche noch nicht beherrscht ...

Freundschaft hat nichts mit Hautfarbe zu tun

Das Buch hat ein lobenswertes Anliegen. Tina Birgitta Lauffer zeigt ihren jungen Lesern, dass Freundschaft auch über Grenzen von Hautfarben und Nationalitäten möglich ist, und tritt engagiert für ein anständiges Miteinander ein. Rassismus und Nationalismus bekommen von Jucy klar die Rote Karte gezeigt, und zusammen mit der Hexe erfahren die Kinder wie dumm und böse es ist, andere Menschen schlecht zu behandeln, nur weil sie eine dunkle Hautfarbe haben.
Einen dicken Pluspunkt gibt es auch für das wunderschöne Cover von Stephanie Röttger, ein echter Hingucker, und überhaupt für die Gestaltung des Buches.

Viel Spannung verschenkt

Doch nun zum Unschönen. Trotz der tollen Botschaft: Das Buch ist langweilig. Die Erzählung hat keine Höhen, keine Tiefen, keine Spannung. Alles, war irgendwie spannend werden könnte, wird sofort wieder aufgelöst. Da schleichen sich zwei Kinder als blinde Passagiere auf ein Sklavenschiff. Zack, zwei bis drei Sätze, keine Atmosphäre, erledigt, nächste Station. Schiffbruch, es könnte saugefährlich werden. Zack, zwei bis drei Sätze, erledigt, nächste Station. Die beiden begegnen einer Hexe, und die Kinder erschrecken sich gegenseitig zu Tode. Hätte was Schönes werden können, ist aber superschnell erledigt. Sie treffen einen fremden, bedrohlichen Stamm auf Jucys Insel, vor dem selbst die Hexen Angst haben. Das Mädchen Nana sagt sofort was Nettes zum Häuptling, erledigt, Friede, Freude, Eierkuchen, gemeinsames Fest, nächste Station. Sie landen in Amerika, finden sofort die richtige Stadt und sofort einen Hinweis auf die verschwundene Frau. Jucys Zauberkette ist plötzlich verschwunden und genau so plötzlich ohne Suchleistung der Kinder wieder da. Da finden sie einen Schwerverletzten, der von einem der jungen Sklaven angegriffen wurde. Könnte brandgefährlich werden, es geht für den Sklaven um Leben und Tod. Zackbum, alles wieder vom Tisch. Und so weiter.
Es liegt nicht an den Situationen oder am Thema, es ist einfach nicht spannend erzählt. Es gibt durchaus Erzähler, die das Eindrehen einer Flachkopf-Kreutschschlitzschraube in ein Ikea-Regal so beschreiben können, dass man als Leser dranbleibt und mit glühroten Ohren weiterliest. Hier wird fast alles verschenkt.

Weiß anmalen funktioniert nicht

Und inhaltlich? Nein, man kann eine Schwarze nicht einfach so als Weiße tarnen, wenn man sie weiß anmalt. Das weiß jedes Kindergartenkind, das schon mal versucht hat, mit dem Tuschkasten die richtige "Hautfarbe" zu mischen.
Zahnpasta, die Jucy wie selbstverständlich benutzt, wurde übrigens erst 1850 erfunden, 1833 benutzte man dafür noch "Zahnpulver".
Jomo heißt irgendwann plötzlich Jimmy.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Vielleicht ein Grund, die Situation der Sklaven nicht allzu realistisch und detailliert zu schildern. Andererseits, heutige Kinder halten schon einiges an Grausamkeiten aus. Nicht, dass ich jetzt unbedingt im Buch geschildert haben möchte, wie ein auf der Flucht gestellter Sklave zu Tode gepeitscht wird oder wie an Bord des Sklavenschiffs, auf dem die Kinder mitfahren, unterwegs die Hälfte der Gefangenen stirbt, was der Händler in seiner Gewinn-Prognose aber bereits mit einkalkuliert hat ... Das wirklich nicht. Aber hier kommt überhaupt nichts herüber an Atmosphäre, Zeitkolorit, Erfahrbarkeit. Man ist beim Lesen einfach nicht "dabei". Alles bleibt allgemein und an der Oberfläche.

Fazit: Ein Buch mit Botschaft und Moral, das für Freundschaft und Menschlichkeit jenseits aller Rassenideologien eintritt. Sehr gut gemeint. Aber aus Moral macht man keine Abenteuer.

Tina Birgitta Lauffer: Applejucy - Abenteuer in Amerika. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2019. 216 S., Euro 14,90.


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Erika Mann: Zehn jagen Mr. X

Geschrieben von Petra , in Bücher - Abenteuer 08 September 2019 · 1069 Aufrufe
Bücher - Abenteuer, Erika Mann
Unter dem Titel "Zehn jagen Mr. X" ist jetzt Erika Manns Kinder-Krimi "A Gang of Ten" neu erschienen. Das Buch kam erstmals 1942 in den USA heraus und ist die Geschichte einer internationalen Gruppe von Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs in Kalifornien eine neue Heimat gefunden haben. Eine Heimat, die sie mit vereinten Kräften verteidigen. Und als ein Bombenleger in den Diensten der Nazis eine Flugzeugfabrik in die Luft sprengen will, bekommt es der Terrorist mit den vereinten Kindern zu tun.
Die Ich-Erzählerin der Geschichte ist eine Journalistin, die von den Kindern mit ihrem Spitznamen "Depeche" angesprochen wird, einmal nennt sie einer der Erwachsenen auch "Miss Gutinformiert", ihren wirklichen Namen erfährt man nicht. Depeche schreibt für eine Washingtoner Zeitung. Allerdings ist in der fiktiven kalifornischen Kleinstadt El Peso gerade nicht viel los, das sie berichten könnte. Es ist kurz nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour, die USA befinden sich im Krieg mit Deutschland, doch davon ist nicht viel zu spüren. Bis in der Schule "Die neue Welt" plötzlich eine Menge Kinder aus aller Herren Länder eintreffen. Die meisten sind Flüchtlinge aus Europa, doch auch eine junge Chinesin ist dabei.

Geschichten von der Bombardierung Rotterdams und vom Krieg in Russland

Die Geschichten, die die Jungen und Mädchen mitbringen, sind erschütternd. Rombout, der junge Holländer erzählt von der deutschen Invasion in seinem Land und davon, wie seine Mutter und sein kleiner Bruder bei der Bombardierung Rotterdams umkamen. Iwan, der junge Russe, konnte mit seiner Mutter über Finnland vor den Deutschen fliehen. Er liest den Kindern einen Brief seines Vaters vor, der in Russland als Soldat gegen die Angreifer kämpft, und erzählt, wie sein Heimatdorf in Flammen aufging. Die Bewohner selbst hatten es auf ihrer Flucht angesteckt, um den Deutschen nichts, was sie gebrauchen konnten, in die Hände fallen zu lassen. George, der junge Brite, berichtet, wie das Passagierschiff, in dem er nach Amerika fahren sollte, von einem deutschen U-Boot angegriffen und versenkt wurde. Er überlebte nur, weil eine Krankenschwester ihm ihren Platz in einem Rettungsboot abtrat.
Langsam raufen sich die Schüler zusammen und beschließen, auf ihre Weise die USA im Krieg zu unterstützen. Beispielsweise dadurch, dass sie Gummi sammeln oder Sonderbriefmarken (eine Art Kriegsanleihen) verkaufen.

Als "feindlicher Ausländer" unter Verdacht

Einen schweren Stand hat dabei Franz, der erst verspätet zu der Gruppe stößt: Franz ist zusammen mit seinern Eltern aus Deutschland geflüchtet und als als "feindlicher Ausländer" verdächtig. Doch er kann schnell zeigen, dass er ein Herz auf dem rechten Fleck und viele gute Ideen hat. Und spätestens als er eine besonders laute Pfeife erfindet, die begeistert von der Polizei übernommen wird, ist der deutsche Ingenieurssohn voll integriert in die Kindergruppe.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein Saboteur im Dienst der Nazis versucht, die neu eröffnete Fabrik, in der Kampfflugzeuge gebaut werden sollen, in die Luft zu sprengen. Klar, dass die zehn Kinder das nicht zulassen. Eine aufregende und gefährliche Verfolgungsjagd beginnt.

Erinnerung an "Emil und die Detektive"

Die Geschichte der zehn Kinder, die ihr neues Heimatland verteidigen, erinnert ein wenig an Erich Kästners "Emil und die Detektive" und den ebenfalls aus dieser Zeit stammenden Kinderbuchklassiker "Timpetill" von Henry Winterfeld. Es ist dabei aber ein noch wesentlich politischeres Buch als letzteres, das mit den "Vereinten Kindern" bereits die Gründung der Vereinten Nationen vorwegnimmt und deutlich Partei ergreift. Erika Mann, selbst zu dieser Zeit Flüchtling in den USA, beteiligt sich mit der Feder am Zweiten Weltkrieg. Die Erzählungen der Kinder über ihre Erfahrungen mit den deutschen Soldaten und Bomben gehen unter die Haut und machen der amerikanischen Öffentlichkeit klar, warum die USA in diesen Krieg eintreten und Nazi-Deutschland bekämpfen mussten.
Ein wenig altertümlich kommt der Stil freilich daher. Trotz der modernen Übersetzung ist der Tonfall der 40er Jahre deutlich herauszuhören, und es steht zu befürchten, dass viele heutige Kinder von der betulichen, etwas umständlichen Erzählweise überfordert und abgeschreckt werden. Das wäre allerdings ausgesprochen schade. Denn das Buch hat durchaus seinen besonderen Charme, und gerade für junge Leser bietet es einen guten Einstieg in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, lebendiger, als es der Schulunterricht vermitteln könnte.

Fazit: Bemerkenswerter Jugendroman, dem eine große Leserschaft zu wünschen ist. Vielleicht etwas betulich und altväterlich, aber ein kleines Juwel, das es neu zu entdecken gilt.



Erika Mann: Zehn jagen Mr. X. Hamburg bei Reimbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2019. 270 S., Euro 15.


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Thorgals Jugend 6: Der Drakkar aus dem Eis

Geschrieben von Petra , in Comics 04 August 2019 · 1283 Aufrufe
Comics, Thorgal, Roman Surzhenko und 1 weitere...
Slive auf der Flucht, eine Feuerwaffe des Sternenvolks in der Hand, eine Rettungsbarke und einen alten Signalgeber als Hilfsmittel: Das Album "Der Drakkar aus dem Eis", sechster Band der Reihe "Thorgals Jugend", wartet mit reichlich außerirdischer Technologie auf, die zusammen mit der Wikingerwelt des Titelhelden einen eigenwilligen Kontrast ergibt. Außerdem tauchen in diesem Album erstmals (wieder) die kleinen Menschen von Slives Eisinsel, vermutlich Grönland, auf, und arabische Händler fischen Aaaricia und ihre schiffbrüchigen Freundinnen aus dem Meer - ein reicher Mix an Kulturen also, der sich in Thorgals Wikingerdorf ein Stelldichein gibt.
Die Geschichte setzt dort ein, wo das Album "Slive" endete: Die Sternenfrau ist Gandalf entkommen und will nun ein Schiff herbeirufen, das sie zurück in ihre Heimat bringen soll. Allerdings ist hier eine kleine Rückblende vorgeschaltet: Durch einen Traum Slives erfährt der Leser, wie es überhaupt geschehen konnte, dass sie in Gandalfs Gewalt geriet. Neun Jahre ist das inzwischen her, und auch in ihrem Reich ist einiges geschehen. Vor allem ihre Tochter, die nun in der Rüstung des "Herrn der drei Adler" auftritt, ist vom kleinen Kind zu einer jungen Frau herangewachsen. Und seit Slive erfahren hat, dass ein weiterer Nachkomme des Sternenvolks überlebt hat, strebt sie danach, den jungen Thorgal zu finden.
Der Serienheld hat inzwischen ganz andere Probleme. Seine Geliebte Aaricia ist zusammen mit ihren Freundinnen Isoline und Enyd geflüchtet. Bereits im vorigen Band hatte sich Aaricias Bruder Björn erneut an Isoline heranmachen und sie schänden wollen, ein Versuch, den Enyd handgreiflich unterband. Nun sind die drei Frauen auf der Flucht vor dem Wikingerspross, aber ihr wenig seetüchtiger Kahn gerät in ein schweres Unwetter.
Sowohl Slive als auch Thorgal haben erneut eine unliebsame Begegnung mit der alten Völva und ihrer Familie. Die Hexe erweist sich auch noch im Tode als Ausbund von Garstigkeit, als sie Thorgal erzählt, Aaricia sei tot.
Das Abenteuer ist recht gut und spannend erzählt, auch die Zeichnungen gefallen. Wie im vorigen Album erscheint das Hin und Her zwischen den einzelnen Handlungssträngen ein wenig gewöhnungsbedürftig, geht aber in Ordnung. Etwas seltsam mutet der Plan Gandalfs an, Slive zu heiraten. Spontan geboren und dann neun Jahre weiterverfolgt? Das will nicht so recht zu dem simplen, prahlerischen Gewaltmenschen passen. Auch wenn sein Heiratsplan für Aaricia im Album "Runa" ja ebenfalls schon erstaunlich komplex war. Schön auf jeden Fall, dass der alte Hierulf Gandalf wegen seiner gotteslästerlichen Äußerungen zurechtweist. Der Gesandte des Allthing mag zwar sein Gedächtnis verloren haben, nicht aber seine Überzeugungen. Langsam aber sicher steuert die Serie dem Auftakt der Hauptserie zu, in dessen erstem Album Thorgal am Opferstein von Slive befreit wird.

Fazit: Spannendes Wikinger- und Alien-Abenteuer, gut erzählt und gezeichnet. Nicht unbedingt ein Höhepunkt der Serie, aber ganz ordentlich. Lesenswert.


Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend 6 - Der Drakkar aus dem Eis. Text: Yann, Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2019. 48 S., Euro 14,80.



Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Thorgal 35: Scharlachrot

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder
Kriss de Valnor 7: Der Berg der Zeit

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald
Lupine 6: Die Königin der Schwarzelfen
Lupine 7: Nidhöggr

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker
Thorgals Jugend 5: Slive



© Petra Hartmann


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Thorgals Jugend 5 - Slive

Geschrieben von Petra , in Comics 31 July 2019 · 1635 Aufrufe
Comics, Thorgal, Yann und 1 weitere...
"Slive" lautet der Titel des fünften Albums der Reihe "Thorgals Jugend". Altfans werden sich an die Titelheldin aus dem ersten Album der Hauptreihe (in der Carlsen Zeit: zweites Album), "Die Rache der Zauberin" erinnern. Slive ist dort eine Angehörige des Volks der Sterne, die den gefangenen Thorgal vor Gandalf rettet und ihn mit ihrer Tochter vermählen will. Hier also erfährt man die Vorgeschichte ihres Hasses auf Gandalf.
Das Album hat, vereinfacht gesagt, zwei Handlungsstränge, beide lassen sich zusammenfassen unter dem Oberbegriff "Gandalfs Machenschaften". Da ist zunächst einmal die Suche nach beziehungsweise die Jagd auf Hierulf, den Gesandten des Allthing, der eigentlich gekommen war, um Gandalf zum König der Wikinger zu krönen. Doch Hierulf hatte im vorhergehenden Band, "Berserker", erfahren, was für ein schlechter Mensch Gandalf ist, und sich daraufhin geweigert, ihn zum neuen König auszurufen. Hierulfs Flucht und darauffolgend ein Schiffsunglück, sind nun Ursachen für die Suche nach dem verschwundenen Gesandten. Thorgal macht sich auf die Suche, um ihn zu retten. Gandalf sucht den Gesandten ebenfalls, aber um ihn zu töten.
Der zweite Handlungsstrang zeigt einen weiteren dieser schlechten Züge Gandalfs: Er hält eine rothaarige Frau in einem einsamen Verlies im Wald gefangen und will sie zwingen, ihn zu heiraten. Es ist Slive, und natürlich weigert sie sich trotz Hunger und Gefangenschaft, in die Heirat einzuwilligen. Die ehemalige Tochter der Sterne hat noch einen Funken Hoffnung: Ganz in der Nähe liegt eine Waffe des Sternenvolks versteckt. Wenn Slive nur aus dem Turmverlies ausbrechen könnte ...
Thorgal selbst ist auf der Suche nach Hierulf. Er begegnet Slive nicht, was auch aus Kontinuitätsgründen so bleiben sollte, schließlich war sie ihm in "Die Rache der Zauberin", dem Auftakt der Hauptserie, fremd.
Aber es gibt noch eine zweite Klammer, die die beiden Handlungsstränge zusammenhält. Außer in der Person Gandalfs laufen sie in der Hütte einer alten Hexe oder Schamanin zusammen, die mit ihrer Tochter allein im Wald lebt. Und während ihre Tochter zufällig Slives Verlies entdeckt, findet die Mutter den schwer verletzten Hierulf auf.
Das Album ist ordentlich erzählt und gut gezeichnet. Das Hin und Her zwischen den einzelnen Handlungssträngen muss man mögen, um es zu genießen. Das Erzähltempo ist angemessen. Vor allem bietet das Abenteuer eine interessante Wendung, die erklärt, wieso Gandalf, der ja in der Hauptserie Wikingerkönig ist, nun doch noch an die Krone kommt und trotz der Erkenntnis Hierulfs dessen Zustimmung und den Segen des Allthing erhält. Ein interessanter geschickter Winkelzug, der noch weitere interessante Wendungen verspricht.

Fazit: Ordentlich gemacht und keine Enttäuschung. Zwar nicht unbedingt ganz großes Thorgal-Kino und keine Sternstunde, aber gute Wikinger-Hausmannskost.


Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend 5 - Slive. Text: Yann, Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2018. 48 S., Euro 14,80.


© Petra Hartmann


Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Thorgal 35: Scharlachrot

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder
Kriss de Valnor 7: Der Berg der Zeit

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald
Lupine 6: Die Königin der Schwarzelfen
Lupine 7: Nidhöggr

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker
Thorgals Jugend 6: Der Drakkar aus dem Eis


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Vokalmonster

Geschrieben von Petra , in Krimskrams 23 July 2019 · 295 Aufrufe
Krimskrams, Vokale, Konsonanten
Das deutsche Wort mit den meisten aufeinanderfolgenden Konsonanten? Das ist das "Borschtschbrötchen". Das hat mir jedenfalls ein sprachenbeflissener Bekannter mal erzählt. Wobei ich locker noch einen draufsetzen konnte, als ich ihn darauf hinwies, er könne genausogut auch "Borschtschschrippen" essen.

Aber wisst ihr auch, was das deutsche Wort mit den am meisten aufeinanderfolgenden Vokalen ist? Ich habe mich nach der Diskussion einmal hingesetzt und mit dem Basteln begonnen. Und ich glaube, ich habe ein unschlagbares, nicht zu überbietendes Rekord-Wort gefunden.

Das deutsche Wort mit den meisten aufeinanderfolgenden Vokalen ist eine Bezeichnung für ein Wiegenlied, mit dem man ein Kind in den Schlaf singt, das sich nach dem übermäßigen Verzehr von Überraschungseiern aus ökologisch einwandfreien Zutaten zuerst einen schlimmen Durchfall und dann, dadurch bedingt, einen wunden Hintern zugezogen hat.

Also ein "Bio-Ü-Ei-Aa-Aua-Eiapoppeia".

Sollten hier irgendwelche Guinnessbuch-Agenten mitlesen: Hiermit melde ich meinen Anspruch auf den Rekord an. Oder fällt euch noch etwas Längeres ein?


© Petra Hartmann


Nachtrag:
Ich bin bei meinen Online-Recherche jetzt noch auf das Wort "Borschtsch-Gschnas" als deutsches Wort mit den meisten aufeinanderfolgenden Konsonanten gestoßen. Ein Gschnas ist eine Art Karnevalsfeier. Das Wort stammt aus dem Österreichischen. Ein Borschtschgschnas wäre demnach eine Faschingsfete, auf der Borschtsch gegessen wird. Ich vermute mal, das könnte von den Festteilnehmern selbst in nüchternem Zustands keiner mehr aussprechen ...
Aber meine Vokalkette konnte bisher noch niemand toppen. ;-)


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Sternmetall - neue Phantastik aus Bulgarien

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 14 July 2019 · 328 Aufrufe
Bücher - phantastisch, Bulgarien
"Sternmetall" ist eine Sammlung fantastischer Erzählungen aus Bulgarien, die jetzt im Verlag Torsten Low erschienen ist. Das 213 Seiten starke Taschenbuch beinhaltet neun sehr unterschiedliche Prosatexte von neun Schriftstellern und deckt eine sehr große Bandbreite der fantastischen Genres und Subgenres ab. Es finden sich klassische Fantasy und SF genau so wie Märchenhaftes, Sozialkritisches, düstere Phantastik oder Krimi mit fantastischen Elementen.
Der Band enthält Geschichten, die in den Jahren seit 1990 erschienen sind. Eine Zäsur, die laut den Herausgebern Juri Ilkow und Erik Simon nicht zufällig gewählt wurde. Zum einen hätten sich mit dem Ende des Sozialismus in Bulgarien ganz neue Möglichkeiten in der Phantastik ergeben, zum anderen sei aber zu diesem Zeitpunkt auch der literarische Austausch abgebrochen, denn bis dahin sei die bulgarische Phantastik in der DDR recht gut präsentiert gewesen, und auch in der alten Bundesrepublik habe es einige Veröffentlichungen bulgarischer Autoren gegeben, zu einem guten Teil Nachdrucke der DDR-Veröffentlichungen, aber auch eigene Übersetzungen. Eine Lücke, die die nun vorliegende Anthologie sicher nicht komplett schließen kann und will, aber sie bietet neue Anknüpfungspunkte und eine neue Einladung zum Lesen und dazu, einmal über den Tellerand zu schauen und sich auf die Literatur der osteuropäischen "Terra incognita" einmal einzulassen.

Abgründige Abenteuerreise von Georgi Malinow

Sehr beeindruckend, mit hintergründigem Humor und einer ganz eigenen Abgründigkeit kommt die Geschichte "Magie für Rayeed" von Georgi Malinow daher. Sie beginnt wie eine klassische Abenteuer-Queste, in der ein widerwilliger Magier von einem sehr durchsetzungsstarken Helden engagiert wird, um dessen Geliebte und ihren gesamten Hofstaat zu erlösen. Aber 2000 Personen, die zu ewiger Hässlichkleit verflucht wurden, zu erlösen ist nicht ganz einfach. Und liegt nicht Schönheit ohnehin im Auge des Betrachters? Eine Geschichte, die erst mit scheinbar banalen Reiseabenteuern sehr langsam vor sich hin plätschert und den Leser in Sicherheit wiegt und am Ende eine fiese Pointe zündet, wahrhaft tragisch.
Swetla Damjanowskas Geschichte "Die Lampe" beginnt wie eine klassische Krimi-Kurzgeschichte. Eine Ermittlerin wird in ein Dorf gerufen, in dem sich ein alter Mann mit einem Elektrokabel erhängt hat. Allerdings: Das andere Ende des Elektrokabels, an dem die Leiche baumelt, hängt im luftleeren Raum ...

Phantastik zwischen Regentropfen und Brazil

In "Paris, Paris, Kairo" liefert Welko Miloew eine Art impressionistisches Bild aus einer verregneten Stadt. Tropfender Regen, eine Unterführung, nur jede dritte Lampe brennt, irgendwo spielt jemand "Brazil" auf der Gitarre. So sieht wohl die Postapokalypse in Bulgarien aus.

Elfen als Shadowrunner

Wie leben eigentlich Elfen heutzutage? Elena Pawlowa hat in "Elfenlied" eine ganz fantastische Möglichkeit der Tarnung gefunden, die gleichzeitig ein schönes und standesgemäßes Hobby ist. Ihr jugendlicher Held ist begeisterter Rollenspieler, bekannt unter dem Namen "Der Elf". Als eine neue Schülerin an die Schule kommt, wie er Shadowrun-Fan, funkt es gewaltig, und ihr gemeinsamer Erstlingsroman kann sogar einen Verlag überzeugen. Aber das Mädchen, das gern Orkin wäre, ist unheilbar krank ...
Unter dem sperrigen Titel "Jenes Etwas, das mit den Vögeln davonflog: ich habe es gesehen, wusste aber nicht, was es ist", berichtet Val Todorow von zwei Frauen, Monika und Frau Sch., von einer gefundenen Visitenkarte des verschollenen Herrn Sch., der sich in einen Ballon verwandelte, von einer Schokoladenbestellung über drei Tonnen ... etwas surreal, etwas kafkaesk, ziemlich skurril.

Weltschöpfung und Wunderglaube

In "Halbmythische, uralte Dinge" liefert Maria Spirowa eine interessante Theorie darüber, wie es einmal angefangen hat mit dem Leben auf der Erde. Jedenfalls eine Theorie, die Vogel, Rossmann und Schamane sehr überzeugend finden - und die mit einem Irrtum bei der Saat von Keimlingen und einem Riesenskandal zu tun hat.
Andon Staikow stellt in "Jeder einzelne Ungläubige" ein kosmisches Religions-PR-Programm vor. Einsiedler Klas erhält plötzlich Besuch von Missionaren, die ihn von der Existenz Gottes überzeugen wollen. Und da der Herrgott auf ihrer Seite ist, können die Besucher jedes nur erdenkliche Wunder vollbringen, um ihre Behauptungen zu beweisen. Doch der letzendgültige Beweis, den Klas fordert, verlangt selbst dem Allmächtigen einen verdammt hohen Einsatz ab. Eher eine theologische Parabel als Fantasy. Oder ist Theologie nicht immer Fantastik?

Magie und Sternmetall

"Und nur die Erinnerung wird bleiben" schreibt Nikolai Todorow und entführt seine Leser in eine eisige, von grausamer Magie erfüllte Welt, in der sich der junge Eduard und sein Begleiter Manolo zu einem besonderen Schloss durchkämpfen müssen. Böse Träume und Visionen quälen Manolo. Dann erreichen die Helden das Schloss und finden ein wunderschönes Mädchen ...
Iwailo P. Iwanow schließlich steuerte "Die Sängerin, der Schmied und der Märchenerzähler" bei. Es geht um ein seltsames Sternmetall, auf das auch der Titel der Sammlung anspielt, ein außerirdisches Metall, das von einem Parasiten gebildet wird und für Menschen todgefährlich ist. Es gibt eine besondere Art Sänger, die von diesem gefährlichen Metall nicht verletzt werden können, die ihm im Gegenteil, eine Richtung vorgeben und mit ihm kommunizieren können. Doch diese Sänger sind selten. Elina hat die Gabe, schon von frühester Kindheit an ist sie auf seltsame Weise mit dem Sternmetall verbunden. Nun ist sie auf der Suche nach ihrem Bruder ...

Ein breites Spektrum bulgarischer Phantastik

Die Sammlung ist, wie bereits gesagt, sehr vielseitig und deckt ein breites Spektrum ab. Trotzdem scheint ein gewisser schwermütiger, eher nachdenklicher Tonfall, auch bei den humorvollen Geschichten, allen Beiträgen gemeinsam zu sein. Auch eine eher kantige, manchmal etwas voraussetzunglose und verkürzende Darstellung oder ein etwa schwerfälliger Start finden sich häufiger. Es ist sicher keine gefällige, schnell konsumierbare Popcornlektüre, sondern erfordert schon einen Leser, der sich einlassen und einlesen mag. Insgesamt eine hochinteressante Sammlung mit neuen, überraschenden Ideen und ungewohntem Klang. Ein paar neue Autorentipps enthält diese Neunerpackung durchaus.

Fazit: Interessanter und lesenswerter Blick über den Tellerrand, der neue literarische Perspektiven aufzeigt. Empfohlen für alle, die Lust auf Entdeckungen und Ungewöhnliches haben.

Sternmetall. Neue Phantastik aus Bulgarien. Hrsg. v. Juri Ilkow und Erik Simon. Meitingen/Etlingen: Verlag Torsten Low, 2018. 213 S., Euro 13,90.


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Autorenträume: Lob für Seitenzahlen und Respekt

Geschrieben von Petra , in Autorenträume 08 July 2019 · 309 Aufrufe
Autorenträume
Rezensentin Faidit hat unsere Anthologie "Autorenträume" besprochen und ihr fünf Sterne gegeben. In ihrer Buchkritik auf Lovelybooks.de lobt sie vor allem "die liebevolle Gestaltung von Cover über Satz und Design der Textseiten bis über die abwechslungsreiche Auswahl der Texte in allen Genres der Literatur, sprich Epik, Dramatik und Lyrik." Außer unseren Einleitungen zu jedem Text und den Kurzbiografien mag sie auch die --- Seitenzahlen. Ja, auf die hatte Verlegerin Monika Fuchs auch ein besonderes Augenmerk gerichtet. ;-)

Faidit schreibt: "Selbst seit vielen Jahren als Autorin in der Welt der Bücher unterwegs habe ich meine eigenen Träume und auch realen Erlebnisse in den Texten wiedergefunden, die manchmal humoristisch und manchmal sehr erschreckend die privaten Gedanken eines Schriftstellers wiedergeben. Oft musste ich bejahend nicken, weil besonders die sogenannten Albträume oft Realität sind. Manchmal fand ich mich auch bei meiner eigenen Eitelkeit meine Allüren ertappt."

Daher auch ihre Empfehlung: "Ich kann jedem, der einmal Autor werden möchte, nur raten, zuvor dieses Buch zu lesen. Aber auch den "nur" lesenden Literaturfreunden. Das hilft dann hoffentlich, die Bücherwelt mit wachem Geist zu betrachten und zu betreten."

Besonders gefreut hat mich diese Einschätzung:
"Mit viel Liebe wurden die Träume der Autoren – ob Angst beladen oder in freudiger Erwartung – zwischen diesen Buchseiten eingefangen und in Szene gesetzt. Ein Zeichen des Respekts gegenüber den Literaturschaffenden, die in der Realität meistens nur ihren Namen und ihre Arbeitskraft gegen einen einstelligen Prozentsatz am Verkaufspreis ihrer Werke auf dem Buchmarkt hergeben."


Die vollständige Rezension findet ihr hier:
https://www.lovelybo...iert=2145322183


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T.H. White: Der Habicht

Geschrieben von Petra , in Klassiker 30 June 2019 · 312 Aufrufe
Klassiker, Habicht
Eines der Kultbücher der Falknerei ist - neben der "Kunst mit Vögeln zu jagen" des alten Staufferkaisers Friedrich II. - zumindest im englischsprachigen Bereich das Buch "The Goshawk" von T.H. White. Das Buch, das als Klassiker des nature writing gilt, ist nun erstmals in deutscher Übersetzung erschienen. Der Verlag Matthes und Seitz brachte die Geschichte eines autodidaktischen Falkners, der sich an die Abrichtung eines Habichts heranwagt, jetzt als sehr schönes Hardcover-Bändchen mit zahlreiche Illustrationen, Kommentar und hilfreichen Begleittexten heraus.
T.H. White, bekannt durch seine Artus-Romane ("Der König auf Camelot"), ist hier nicht als Verfasser fiktiver Geschichten, sondern als Tagebuchschreiber und Berichterstatter zu erleben. Er erzählt von seinem Versuch, einen Habicht "abzutragen", also das noch wilde junge Tier zu zähmen und daran zu gewöhnen, auf dem Handschuh des Falkners zu sitzen und mit ihm zusammen auf Jagd zu gehen.

Falkner macht Fehler

Allerdings: Der "Falkner" macht eine ganze Menge falsch, und zwischen ihm und dem Greifvogel namens Gos entstehen kein Vertrauen und keine Partnerschaft. Autodidakt White, der Buch führt über seine Zeit mit Gos, hat zwar einiges gelesen, aber er ist offenbar nicht der Mann, dem Kaiser Heinrich seine Falken anvertrauen würde. Erst recht nicht einen Habicht, denn gerade Habichte gelten als die am schwierigsten abzurichtenden Greifvögel. Als Vögel zudem, die sich niemals vollständig zähmen lassen, deren Besitzer sie stets wachsam im Auge haben muss. Nicht ganz das richtige Flugobjekt für einen Menschen, bei dem offenbar sehr wenig Geduld und Liebe zu dem Tier vorhanden ist, eher ist aus den Zeilen oft so etwas wie Besitzerstolz und Eitelkeit herauszulesen. Da wird der große Greifvogel, der vom Handschuh abgesprungen ist, schon mal an dem langen Seil, das ihn mit dem Falkner verbindet, ärgerlich wieder herangezogen und dabei über den Boden geschleift. Anstatt ihn mit Fleisch und sanften Worten zu locken.

Habicht fliegt davon

Nein, dieser Versuch, ein Tier zu zähmen, musste gründlich scheitern. Er wäre wohl auch gescheitert, wenn der Habicht nicht, wie gegen Ende des Buches berichtet, eine Möglichkeit zum Entkommen gehabt hätte. Gos fliegt erschrocken davon, die Fessel hinter sich herschleifend. Ob und wie der Vogel verendete, ob er tatsächlich mit dem Riemen irgendwo in einem Baum hängen blieb und qualvoll verreckte, wie der Autor annimmt, bleibt offen.

Spiegelbilder: Helen Macdonald gegen T.H. White

Dass das Buch jetzt in Deutschland veröffentlicht wurde, ist dem großen Erfolg des Romans "H wie Habicht" von Helen Macdonald geschuldet. In diesem Buch erzählt die Autorin von ihrem Versuch, beziehungsweise dem Versuch ihrer Ich-Erzählerin, ebenfalls eine Habicht-Dame abzutragen. Die erfahrene Falknerin, die bereits mehrere Falken "geflogen" hat, schildert ihre Beziehung zu dem Habichtl-Weibchen Mabel und hält Erfolge und Rückschläge fest, und im Hintergrund läuft immer der Erinnerungsfilm an White und seinen Gos mit. Ein Buch, an dem sich die Falknerin abgearbeteit hat wie an sonst keinem. Das sie schon als Jugendliche mit Empörung gelesen hat und bei dem sie immer wieder ärgerlich aufzeigt, wie hier ein Habicht zerstört wurde. Ein Buch auch, in dem sie Spuren der Falknerei in anderen Romanen Whites aufzeigt und dessen sadistische Neigungen, entstanden wohl aus schlimmen Erfahrungen in der Kindheit, sehr deutlich offenlegt. Und wie beim Lesen von Macdonalds Habichtroman und beim langsamen Wachsen der Beziehung zwischen Falknerin und Habichtin immer wieder als Negativ-Spiegel White und Gos auftauchen, so werden wohl nun viele neue Leser beim neu aufgelegten White-Buch unweigerlich an Mabels Geschichte als Spiegel denken. So ist es nur folgerichtig, dass Helen Macdonald nun das Vorwort zu der neuen Ausgabe schrieb. Außerdem gibt es ein Nachwort von Cord Riechelman, der etwas zur Geschichte des nature writings beiträgt.

Für Falkner und Ornithologen

Insgesamt ist es ein schönes, geschmackvoll gestaltetes Hardcover-Büchlein, mit Habicht-Zeichnungen illustriert und mit einem Lesebändchen versehen, also nicht nur ein interessantes Stück Literaturgeschichte, sondern auch ein hübsches Präsent für einen Liebhaber der Falknerei. Literarisch betrachtet ist es hochinteressant und auch nicht schlecht geschrieben. Der Leser sollte sich allerdings schon vor Augen führen, dass es sich hier nicht um einen belletristischen und zur Veröffentlichung bestimmten Text handelt, sondern um - zunächst - private Tagebuchaufzeichnungen. Auch wenn White auf Fragen schon Auskunft gab, er schreibe an einem Buch "über Falknerei und den Versuch, einen Habicht abzutragen", wie Macdoalds Einführung verrät. Der Autor wollte das Manuskript lange Zeit nicht herausgeben, er gab schließlich dem Drängen seines Verlegers nach, allerdings unter der Bedingung, das er ein Nachwort schreiben dürfe, "in dem er erklärte, wie man einen Habicht hätte abtragen sollen", verrät Macdonald. Es ist also kein Buch, das sich nahtlos in die Reihe der Artus-Romane einreiht. Kein Roman, keine Novelle, sondern etwas weniger eingängig. Dafür aber ein eigener Erlebnisbericht und sehr interessant für alle, die nach den Artus-Romanen weiterlesen möchten. Für Ornithologen und Falkner sowieso.

Fazit: Geschichte eines Scheiterns und eines Greifvogels, der durch unsachgemäße Abrichting zerstört wird. Interessantes und sehr lehrreiches Schriftstück, ansprechend präsentiert und mit viel Hintergrund-Infos. Trauriger Inhalt, vorbildliche Aufmachung. Lesenswert.


T.H. White: Der Habicht. Berlin: Matthes & Seitz, Naturkunden, 2019. 188 S., Euro 30.


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Kim Scheider: Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 15 June 2019 · 388 Aufrufe
Bücher - phantastisch, Helgoland und 2 weitere...
Die Abenteuer zwischen Helgoland und Atlantis gehen weiter. Mit "Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung" legt Kim Scheider nun den zweiten Teil ihrer Fantasy-Trilogie vor. Der Junge Paul, bekannt aus "Der rote Feuerstein und das Geheimnis von Atlantis", kehrt zurück auf den roten Felsen und muss erneut gegen dunkle Mächte kämpfen, die die Herrschaft über das Wunderland Atlantis an sich reißen wollen.
Paul ist inzwischen schon ein wenig älter geworden, aber seine Liebe zu Helgoland ist ungebrochen. So ist er mehr als begeistert, als seine Schulklasse ausgerechnet eine Klassenfahrt auf seine Lieblingsinsel unternimmt. Und da er als notorischer Helgoland-Freak bei allen Mitschülern verschrien ist, wird er auch gleich zum Reiseführer erklärt. Er zeigt der Gruppe den Gummibärchenstrand und den Jägersteig zum Oberland, und natürlich kennt er sich auch in der Bunkeranlage bestens aus. Ärgerlich nur, dass ihm seine Mitschülerin Sina, die sich in ihn verliebt hat, unabschüttelbar an seine Fersen heftet. Dabei hat Paul eigentlich ein mysteriöses Rätsel zu lösen. Was meint die alte Frau Piel nur mit ihrer kryptischen Andeutung: "Du wirst gebraucht"? Sollte in Atlantis etwas vorgefallen sein?

Überfall im Helgoländer Bunker

Bei einer Bunkerführung überschlagen sich die Ereignisse: Plötzlich wird Sina von einem zwielichtigen Atlanter gepackt und mit dem Tode bedroht. Gezwungen benutzt Paul seinen Feuersteinschlüssel und öffnet das Portal in die andere Welt. Er, Sina und zwei weitere Mischüler finden sich in Atlantis wieder. Aber aus dem Wunderland des Fudnoff ist scheinbar alle Hoffnung verschwunden. Die Monster aus den dunklen Abgründen erheben sich. Und Fosite und die anderen Götter altern rapide. Die Götterdämmerung steht bevor.
Der Roman punktet, wie bereits der erste Teil, mit zahlreichen Helgoländer Details. Für Insel-Fans gibt es viele Wiedererkennungseffekte. Ein echter Höhepunkt ist das Treffen mit dem auf den Mond geschossenen Helgoländerr Bürgermeister Jörg Singer.

Götterdämmerung auf Atlantis

Der Atlantis-Part der Handlung ist zum Teil geprägt von Anleihen aus der germanischen Mythologie, wobei Inselgott Fosite eine besondere Rolle spielt, von Runen-Orakeln und der in diesem Fall etwas anderen Götterdämmerung. Zum anderen hat dieses Atlantis aber auch einen Science-Fiction-Hintergrund, es wurde schließlich von einem Wissenschaftler vom Planeten Katlantis geschaffen. Dass Atlantis darüber hinaus eine literarische Welt ist, in der sich jede Romanfigur und jede Gestalt aus Kurzgeschichten und Lagerfeuer-Erzählungen sofort nach ihrer Erschaffung materialisiert, gibt dem Ort seinen besonderen Reiz. So treffen Paul und seine Klassenkameraden nicht nur auf eine atlantische Version des jüngeren Paul, der ja bereits Held eines Buches war, sondern sie begegnen auch den Monstern, die sie selbst am ersten Tag ihrer Klassenfahrt in ihren Schulaufsätzen schildern mussten.
"Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung" ist ein würdiger Nachfolger des ersten Bandes. Er ist spannend und humorvoll geschrieben und bringt einige Fragen, die im ersten Teil offen geblieben sind, gut zu Ende. Besonders lebt die Geschichte vom helgoländischen Lokalkolorit, was das Buch vor allem als Urlaubslektüre für Inselgäste empfehlenswert macht. Da es sehr viele aus dem ersten Buch bekannte handelnde Personen gibt und die Geschichte auf dem ersten Teil der Trilogie aufbaut, ist die Lektüre nur Neueinsteiger vermutlich etwas kompliziert. Diese "Götterdämmerung" ist eher für Leser zu empfehlen, die "Das Geheimnis von Atlantis" bereits kennen.

Fazit: Spannende und humorvolle Fantasy mit Helgoland-Flair. Am besten vor Ort genießen. Lesenswert.



Kim Scheider: Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung. Berlin: epubli, 2019. 524 S., Euro 16.


Weitere Rezension zur Feuerstein-Trilogie
Der rote Feuerstein und das Geheimnis von Atlantis

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Autorentreffen in Nürnberg 2019

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 06 June 2019 · 299 Aufrufe
unterwegs, Nürnberg und 1 weitere...
"Sich den jährlichen Motivationsschub abholen" - ein Ausspruch der mit dem Nürnberger Autorentreffen untrennbar verbunden ist. Schon seit 16 Jahren lädt Ursula Schmid-Spreer zum Austausch und Lernen nach Nürnberg ein, und auch an diesem Himmelfahrtstag zog es mich wieder südwärts.
Ich bin schon ziemlich lange mit dabei. Und als Ursula zur Einstimmung ein paar historische Fotos von früheren Treffen an die Wand projizierte und mich mit einer jüngeren Ausgabe meiner Person konfrontierte, da meinte sie in ihrem charmanten Originalton Süd: "A bissel grau geworden ..." Ich stehe dazu. Und offenbar war ich ja nicht die einzige, die mit den Nürnberger Treffen inzwischen alt und weise geworden ist. Schließlich konnte unsere Gastgeberin fröhlich aus ihrem Kontoauszug zitieren. Da hatte doch tatsächlich ein Teilnehmer beim Überweisen des Teilnahmebeitrags unter "Verwendungszweck" eingetragen: "Seniorentreffen". Freud lässt grüßen, Spaß muss sein.

Die Stimme als "intime Visitenkarte"

Kerstin Lange war die erste Referentin des Tages. Sie erzählte uns etwas über die Möglichkeiten der Stimme und darüber, welche Wirkung ein Sprecher erzielen kann. Letzten Endes auch ein wichtiger Punkt für Lesungen, denn wir als Autoren haben die Möglichkeit, unsere Charaktere, die wir selbst geschaffen haben, auch adäquat zu präsentieren: "Ich weiß ja als Autor am besten: Wie ticken meine Figuren?", sagte Kerstin. Und sie wies uns darauf hin: "Jede Stimme ist einzigartig und kann so viel, dass es schade wäre, sie nicht als Werkzeug zu nutzen." Jeder, der sich einmal beim Sprechen beobachtet hat, wird dem Satz zustimmen: "Wenn ich den Hund begrüße, habe ich eine ganz andere Stimme, als wenn ich meinen Mann begrüße", für den die Referentin viel Gelächter erntete. Die Stimme sei gewissermaßen unsere "intime Visitenkarte". Sie gab uns viele Tipps zur Lockerung des Körpers und der Zunge, erklärte, wie man die Lippen lockert und den Körper abklopft, um ihn zu entspannen.
Für Diskussion über Emanzipation sorgte die Erinnerung an Untersuchungen, denen zufolge Frauenstimmen in den vergangenen Jahrzehnten um einiges tiefer geworden seien. Offenbar eine Folge des veränderten Rollenverständnisses und des gewachsenen Selbstbewusstseins der Frauen. Ziemlich typisch fand ich, dass sich offenbar mal wieder keiner über die andere Seite der Emanzipation Gedanken gemacht hat. Ich wollte wissen, ob sich, da sich ja auch das Männerbild in den vergangenen Jahrzehnten enorm gewandelt hat, auch bei den Herren der Schöpfung stimmlich etwas getan hatte. Dazu hatte niemand eine Studie parat. Immerhin erzählte einer der Teilnehmer aus seiner Chorpraxis, dass es inzwischen offenbar schwerer sei, den Bass zu besetzen, Tenöre seien häufiger.
Einen guten Tipp beim Kratzen im Hals konnte ich gleich ausprobieren: "Nicht räuspern", riet Kerstin. Lieber Husten und die Brust abklopfen. Probiere ich demnächst mal aus.

Autobiographisches im Roman

Titus Müller erzählte etwas über Autobiografisches in Romanen. "Wir Autoren neigen zum Gaffen", gab er zu und betonte, dass gerade das eigene Erleben und das Beteiligt-Sein des Autors einer Geschichte erst ihre Würze verleihen. Bei allem Fokus auf dem Plot und der Machart eines Romans, erst dadurch erhalte der Text seine Tiefe. "Lasst uns nicht das Leise-Sein verlernen und das Beobachten, das ruhige Erzählen."
Er erzählte davon, dass in seinen Romanen nicht nur die "lieben" Figuren autobiografischer Herkunft seien, sondern auch die bösen. Notizen machen sei etwas ungeheuer Wichtiges für ihn, und er legte es uns sehr ans Herz. Ein Beispiel: Ein geräuschempfindlicher Kommissar in Titus' aktuellem Roman hat diese Eigenschaft von seinem Autor "geerbt".
Titus ging auch den Autobiographismen in Werken anderer Autoren nach. Unerschöpflich mal wieder Thomas Mann, der in Davos für krank erklärt wurde, als er eigentlich nur seine Frau besuchte - willkommen am Zauberberg. Oder seine einstündige Beobachtung einer Familie auf einer Rheinfahrt, von der er dann die Familie des Hochstaplers Felix Krull mitbrachte.
Recht hat er ja. Ich glaube, keine meiner Figuren kommt aus ohne einen Schuss Petra Hartmann in der Seele. Und meine Fantasy-Romane sind sowieso alle autobiografisch, auch wenn mir das oft keiner glaubt.

Autorenwelt-Büchershop beteiligt Autoren

Verlegerin Sandra Uschtrin, bekannt durch das "Handbuch für Autoren" und die "Federwelt", gab eine kurze Einführung in das Shopsystem der Autorenwelt. Wer auf www.autorenwelt.de seine Bücher einstellt und verlinkt wird an den Einkünften der Autorenwelt beteiligt. Ein gutes Angebot, klingt fair und bietet zusätzliche Prozente zu den Verlagstantiemen. Ich werde mich da demnächst mal hineinlesen.

Wie man Erzähl-Perspektiven verhunzt

Einen Vortrag zum Thema Erzählperspektiven bot schließlich Anja Feldhorst. Sie gewann dem gewohnten Schema von auktorialem und allwissendem, personalem und Ich-Erzähler einige interessante neue Facetten ab und gewann die Herzen aller Dr. Who und Asterix-Fans mit ihren Beispielen. Wir erfuhren viel über die Möglichkeiten, die jede einzelne der Perspektiven bietet, und über ihre Schwächen. Sehr schön auch die Betrachtung der Frage, "was sich mit Perspektiven verhunzen lässt". Viel gelernt.

Robbenhappen und Erotik

Es gab an den Tagen darauf wieder einige Seminare. Ich entschied mich für das Angebot zum Stimmtraining bei Kerstin Lange. Sehr spannend war das "Speed-Dating" zur Vorstellung. Und die Lockerungsübungen für Zunge und Stimmbänder hatten es in sich. Und ich habe geniale Zungenbreche kennengelernt. Zum Beispiel den hier: "Bei dem alten Lappenschuppen wo die Lappen Schoppen kippen und für ein paar Robbenhappen hübsche Lappenpuppen strippen, bis sich ganze Lappensippen mit den Rippen von den Robben um die hübschen Puppen kloppen sollst du nie den Schlitten stoppen." Das ist schon die Königsklasse. Einen Witz unabhängig vom Inhalt mal in Verzweiflung und mal erotisch vorzulesen, hat Spaß gemacht und war gar nicht so einfach. Mit Tipps wie "Bauch raus" oder "Hintern fallen lassen" hat sich Kerstin vermutlich nicht unbedingt um meine Figur verdient gemacht, aber der Stimme wir es wohl gut tun.

Nestis-Lesung in der Galerie im Weinlager

Jedenfalls konnte ich das Erlernte am Samstagnachmittag gleich ausprobieren: Ich war zu Gast in der Galerie im Weinlager und durfte dort aus "Nestis und die verschwundene Seepocke" vorlesen. Meine Lesungspartnerin war an diesem Nachmittag Ina Spang, die ihr Bilderbuch "Rhino sucht ein neues Zuhause" vorstellte. Es ging um ein Nashorn, das von den anderen Nashörnern immer gehänselt wurde, weil es ein regenbogenfarbenes Horn trägt. Sehr liebenswert.
Die Lesung war gut besucht, die Kinder und Erwachsenen hatten, glaube ich, viel Spaß an der Sache. Ich trug die ersten beiden Kapitel aus der "Seepocke" vor, erzählte etwas über die furchtbarsten Monster des Meeres und den Besuch im Wrack des alten Piratenschiffs, das sich als wahre Geisterbahn entpuppte.
Es gab Gegrilltes (lecker) und für die Kleinen einen Pool. Schade, dass ich kein Schwimmzeug dabei hatte. Eine Meermädchen-Lesung im Schwimmbecken wäre ja auch mal eine Idee ...Nächstes Mal.

Die Rückfahrt war, nun ja, sagen wir, abenteuerlich. Ich fuhr von Nürnberg über Erfurt und Halle nach Magdeburg, hatte da etwas über anderthalb Stunden Aufenthalt (Dank LeCrobag, 24 Stunden geöffnet, gab es wenigstens etwas zum Beißen in der Zeit), bevor es dann nach Hannover weiter ging. Von Hannover bis Sillium dann im Auto, ich war gegen 4 Uhr zu Hause und bin ins Bett gefallen. Aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall.



Weitere Berichte vom Nürnberger Autorentreffen:
Nürnberger Autorentreffen 2010
Nürnberger Autorentreffen 2011
Nürnberger Autorentreffen 2012
Nürnberger Autorentreffen 2015
Nürnberger Autorentreffen 2016
Nürnberger Autorentreffen 2017
Nürnberger Autorentreffen 2018


© Petra Hartmann


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Jetzt online: Lesung über Seemannsknoten und Klabautermänner

Geschrieben von Petra , in Nestis 25 May 2019 · 318 Aufrufe
Nestis
Im Mai war ich bei Radio Tonkuhle zu Gast und habe meine Geschichten "Tom und der teuflische Seemannsknoten" und "Ein Schiff für Hinnerk Himmelblau" vorgestellt. Wer es verpasst hat, kann die Sendung jetzt auf Youtube nachhören.
Worum geht es? Der erste Text ist ein Abenteuer aus den Nestis-Kosmos. Die Geschichte spielt kurz nach dem ersten Nestis-Buch, "Nestis und die verschwundene Seepocke". Tom, der Menschenfreund meiner Nordseenixe Nestis, bereitet sich auf seine Segelschein-Prüfung vor und muss noch ein wenig Knotenkunde büffeln. Vor allem der Stopperstek macht ihm Probleme. Aber sein Großvater hilft ihm auf seine Art dabei und spinnt ein wenig Seemansgarn.
Die zweite Geschichte, "Ein Schiff für Hinnerk Himmelblau" stammt aus der Anthologie "Immer diese Kobolde". Es geht um einen jungen Klabautermann, der zum ersten Mal in seinem Leben die Verantwortung für ein Schiff übernehmen und auf große Fahrt gehen soll. Allerdings: Von der Seekrankheit hatte dem kleinen Mann auf der Klabauterschule nie jemand etwas gesagt.

Den Mitschnitt der Radiosendung findet ihr hier:

https://youtu.be/-5eRPipCgQA

Viel Spaß damit!


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Marburg-Con 2019: Horror, Heftchen und Meermädchen

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 19 May 2019 · 364 Aufrufe
Unterwegs, Marburg
Der wievielte Marburg-Con war das jetzt eigentlich für mich? Keine Ahnung, aber es war mal wieder schön, und das Bürgerhaus neben der Agip-Tankstelle in Niederweimar finde ich mittlerweile im Schlaf. Was auch notwendig ist, wenn man, wie ich, eine weite Anfahrt hat und im Prinzip schon lange vor dem Aufwachen hinterm Steuer Platz nimmt.
Ich hatte einen Büchertisch zwischen Michael Schmidt, der seine Zwielicht-Reihe mit den genialen Nummern auf dem Cover ausgebreitet hatte, und Tatjana Stöckler, die historische Romane und SF, aber auch ein paar düstere Anthologien vorstellte. Ich hatte Movenna und Nestis im Gepäck, klar, und stellte mal wieder fest, dass man mit Kinderbüchern ruhig mal zu einem Horror-Con fahren darf, Horrorfans haben auch Kinder.
Natürlich habe ich wieder hemmungslos eingekauft. Bei der Edition TES erstand ich die Heftromane "Fräulen Schmidt und die Reise nach Mexiko" von Wilko Müller jr. und "Der Garten der Persephone" von Frank W. Hauboldt, außerdem einen gebundenen Klassiker: "Die Meerfrau" von Herbert G. Wells. Beim Shadodex Verlag der Schatten die Anthologie "Verfluchte Mahnmale und Gedenkstätten" und bei Saphir im Stahl die Sammlung "Das Vermächtnis der Astronautengötter". Außerdem ein paar uralte Bessy-Hefte für meine Sammlung (ich hab's halt mit Hunden) und zu guterletzt die Anthologie zum Marburg-Award, in der die besten Geschichten des Wettbewerbs abgedruckt sind. Überhaupt: Eine ganz tolle Einrichtung, jedes Jahr einen solchen Band herauszhubringen, und ein wirklich lobenswertes Sprungbrett für junge Autoren. Naja, ich gebe es zu, ich wäre ja gern auch mal darin abgedruckt, aber ich habe es schon wieder nicht geschafft, etwas zum Thema zu schreiben.
Als Stanbdbetreiber kann man ja nicht so ohne weiteres weggehen und seine Bücher allein lassen, aber immerhin schaffte ich es, abends um 19 Uhr Vincent Voss bei seiner Lesung zuzuhören. Brrrr, dieses "Frischfleisch" und "Infiltriert" haben es ganz schön in sich.
Die Verpflegung war 1a, die Brötchen, Wurst und gefüllten Paprika haben gemundet, und die Preise waren zivil und fangerecht.
Gibt es etwas zu meckern? Eigentlich nicht. Die Wetterbestellung hätte etwas anders ausfallen können. Als ich im strömenden Regen meine Bücher vom Parkplatz zum Bürgerhaus trug und sie in meine heißgeliebte Helly-Hansen-Segeljacke eingeschlagen hatte, da wusste ich schon, dass ich die Jacke abends vergessen würde. Was auch prompt eingetreten ist. Heißen Dank an Thomas V., der mir wenige Tage danach ein Postpaket schickte.
Der Con endete mit der feierlichen Verlehung des Vincent-Preises und des Marburg-Awards. Eindrucksvoll musikalisch eingeleitet von Markus Lawo. "Countryroads", einfach schön.

Die Ergebnisse:

Bester Roman national
1.Faye Hell - Rigor Mortis (Papierverzierer Verlag) 31 Punkte
2.Jörg Kleudgen und Uwe Voehl - Stolzenstein (Blitz Verlag) 24 Punkte
3.M.H. Steinmetz - Dreizehn (Papierverzierer Verlag) 23 Punkte
4.Susanne Röckel - Der Vogelgott (Jung und Jung) 22 Punkte
4.Andreas Zwengel - Kinder des Yig (Blitz Verlag) 22 Punkte
6.Thomas Finn - Lost Souls (Knaur) 16 Punkte

Bestes Internationales Literaturwerk
1.Algernon Blackwood - Aileen (Zwielicht) 30 Punkte
1.Tim Curran - Die Wiedererweckten des Herbert West (Luzifer Verlag) 30 Punkte
3.Brian Keene - Der Satyr (Festa Verlag) 26 Punkte
4.Stephen King - Der Outsider (Heyne) 19 Punkte
5.Richard Laymon - Unerbittliche Geschichten (Festa Verlag) 9 Punkte

Beste Kurzgeschichte
1.Oliver Müller - the axeman’s jazz (Dark Killers) 34 Punkte
2.Vincent Voss - Mind Fuck (Zwielicht 12) 32 Punkte
3.Michael Marrak - Die Parabel vom Zwielicht (Boschs Vermächtnis: Geschichten aus dem Garten der Lüste) 28 Punkte
4.Karin Reddemann - Blutrot die Lippen, blutrot das Lied (Blutrot die Lippen, blutrot das Lied/ Zwielicht Classic 13) 22 Punkte
5.Ralf Kor - Papa ist daheim (Badass Fiction) 13 Punkte

Beste Anthologie/Magazin/Sekundärwerk
1.Achim Hildebrand und Michael Schmidt (Hrsg.) - Zwielicht 12 (Zwielicht) 48 Punkte
2.Faye Hell, M.H. Steinmetz (Hrsg.) - Ghost Stories of Flesh and Blood (Papierverzierer Verlag) 30 Punkte
3.Jörg Kleudgen, Eric Hantsch (Hrsg.) - Cthulhu Libria Neo Dunkle Märchen (Goblin Press) 22 Punkte
4.Anke Brand (Hrsg.) - Dark Killers (Romantruhe) 21 Punkte
5.Peter Lancaster (Hrsg.) - Fleisch Sex (Eldur Verlag) 18 Punkte

Beste Storysammlung
1.Markus K. Korb - Phantasma Goriana (Vodoo Press) 28 Punkte
2.Jana Oltersdorff - Dunkle Begegnungen (Qindie) 26 Punkte
3.Erik R. Andara - Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel (Whitetrain) 25 Punkte
3.Julia Annina Jorges - Zwielicht Single 2 (Zwielicht) 25 Punkte
5.Matthias Bauer - Reiche Ernte und andere makabre Geschichten (Blitz Verlag) 12 Punkte
6.Sascha Dinse - Aus finstrem Traum (pmachinery) 11 Punkte

Beste Horror-Grafik
1.Björn Ian Craig - Zwielicht 12 (Zwielicht) 55Punkte
2.Detlef Klewer - Scherben (Fantasyguide präsentiert) 30 Punkte
3.Erik R. Andara - Next Weird (Nighttrain) 25 Punkte
4.Mario Heyer - Kinder des Yig (Blitz Verlag) 24 Punkte
5.Isabel Kreitz - Die Unheimlichen (Carlsen) 17 Punkte

Sonderpreis
1.Jason Dark für sein Lebenswerk, vor allem seine Serie John Sinclair.
45 Punkte
2.Professor Zamorra als die älteste noch regelmäßig und durchgehend erscheinende deutsche Horrorserie. Band 1 erschien am 2. Juni 1974. Seitdem erscheint die Serie vierzehntägig im Bastei-Verlag. Der aktuelle Roman findet sich hier.
39 Punkte
3.Der Golkonda Verlag, der seit 2010 literarisch anspruchsvolle Phantastik und Blüten der Genre-Literatur veröffentlicht.
34 Punkte
4.Frank Duwald und das Literaturblog dandelion für die Würdigung wenig bekannter Werke der Phantastik, die sich durch besondere Allegorik und psychologische Tiefe auszeichnen.
26 Punkte
5.Zombie Zone Germany und der Verlag Amrun für bisher sechs Bücher zu Zombies in Deutschland
13 Punkte


Den Marburg-Award, der in diesem Jahr unter dem Motto "Viel zu heiß" stand, gewannen folgende Autoren:

1. Platz: Benjamin K. Hewett mit "Sonnenbrand"
geteilter 2. Platz: Jasmin Fürbach mit "Asche zu Asche" und Olaf Lahayne mit "Höllensturm"
3. Platz: Simon Schneider mit "Uhrsachen"

Den Gewinnern meinen herzlichen Glückwunsch. Und dem Marburg-Con-Team ein ganz dickes Dankeschön für die Gastfreundschaft und einen phantastischen Tag.


© Petra Hartmann


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2. Helgoländer Lesefestival

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 01 May 2019 · 372 Aufrufe
Unterwegs, Helgoland, Nestis
Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, eine eigene Insel zu belesen? Helgoland, der schönste meerumspülte Buntsandsteinfelsen der Welt, war eine Woche lang in den Händen der Literaten. Und zwar Literaten ganz unterschiedlicher Genres. Vom Thriller und Küstenkrimi über Kinderbücher und Lyrik bis hin zu Erfahrungsberichten, Jugenderinnerungen der Inselbewohner und Fachliteratur über die Geschichte der Börteboote, die ja nun immaterielles Unesco-Kulturerbe geworden sind. Mit dabei: Eine Silliumer Autorin und ihre Nordseenixe (Petra Hartmann und Meerjungfrau Nestis).
Das Besondere an diesen fünf Tagen war nicht nur die tolle Stimmung und die literarische Qualität der Texte, sondern vor allem die Vielseitigkeit der Leseorte. Der Frachtraum der Fähre MS Helgoland oder der Bunker waren nur zwei von 19 ungewöhnlichen Treffpunkten für die Freunde von Helgoland-Lesestoff.
Als kleine kriminalistische Vorspeise gab es den Krimi "Die Tote am Mast" von Birgit Pauls. Und wer bei der Lesung im Vereinsheim des Helgoländer Wassersportvereins dabei war, konnte während der Lesung genau in den Südhafen schaun, wo gerade eine Segelyacht am Steg festgemacht hatte. Da sah man förmlich die Leiche pendeln ...
Stimmungsvoll tief unten im Helgoländer Bunker las Kim Scheider aus ihrem Fantasyroman "Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung" vor. Als ihr Held Paul und seine Klassenkameraden durch das geheime Tor tief unten im Helgoländer Bunker nach Atlantis hinübverwechselten, waren wir als Zuhörer quasi live dabei. Klar, dass ich mir ein Exemplar des zweiten Bandes ihrer Feuerstein-Serie signieren ließ. Es soll übrigens einen dritten Teil geben, verriet die Autorin.
Der zweite Tag war vor allem ornithologisch geprägt. Wir hörten am Nachmittag im Helgoländer Zollamt Auszüge aus "Waldemar hat einen Traum" von Michael Stoffers, eine liebenswürdige und humorvolle Geschichte, in der eine Möwe unbedingt Fotomodell werden möchte. Und das Zollamt kommt natürlich auch drin vor. Abends ging es dann kriminell weiter in der James-Krüss-Hummerbude: Thomas Breuer las aus seinem Helgoland-Krimi "Leander und der Lummensprung". Mit dramatischem Cliffhanger am Lummenfelsen genau bei den brütenden Trottellummen. Und der Autor machte uns gleich noch Appetit auf seinen neuen Krimi. "Der letzte Prozess" spielt zwar nicht auf Helgoland, aber ich musste einfach zugreifen.
Der Mittwoch bot uns drei sehr unterschiedliche Lesungen und Themen. In Wedigs Fischerstube las mein Verlagskollege Peter Mansdorff aus seiner kurzen Erzählung für Kinder "Was hat nur der Herr Jesus mit Helgoland vor?" Zwei Kinder holen Jesus aus der Bibel, und der versucht, auf Helgoland ein Kinderland zu gründen. Wie es ausging, verriet der Autor nicht, aber er las anschließend noch ein paar Zeilen aus seinem Buch "Party im Kopf" vor.
Anschließend lud Chris Runge (jetzt Chris Ehnert) zu einer lyrischen Liebeserklärung auf die Düne ein. Ja, verstehe ich gut, dass ihr bei dem Gedicht "Einen Tag nur" dann doch die Stimme kiekste. So ist das mit der Liebe zu einer Insel.
Abends gab es dann "Inselgeflüster" in der Bibliothek. Levke Paulsen schreibt für das Magazin "Krabauter" regelmäßig eine Kolumne über ihr Leben auf Helgoland und las jetzt aus ihren gesammelten Werken vor. Unter anderem erfuhr man daraus, was eine "Inselfrisur" ist und dass man auf Helgoland durchaus mal in Gummistiefeln zum Vorstellungsgespräch geht.
Leider verpasst habe ich Reimer Boy Eilers' Lesung in der "Sansibar" auf der MS Helgoland. Schade. Beim letzten Mal hatte ich aber schon seine Buchvorstellung miterlebt, ich habe sein Buch "Goethe, Glück und Helgoland" und den Lyrikband "Reden mit Seezungen" gelesen und kann mir vorstellen, dass es eine sehr spannende Lesung war.
Am frühen Abend dann endlich: "Nestis auf der Düne". Ich las im Warteraum am Fähranleger und hatte sogar einen Vorgruppe: Autorin Tina Klingebiel hatte ihre Kurzgeschichte vom Schreibwettbewerb beim 1. Lesefestival (2017) mitgebracht, und ihr Mann Thomas las sie vor. Es ging um eine Maus, die eigentlich nach Afrika segeln wollte, aber dann auf dem roten Felsen landete. Zum Glück wussten die Tiere vor Ort Rat.
Dann durfte ich loslegen. Nestis auf der Helgoländer Düne, das ist ja für die kleine Nixe so etwas wie ein Nach-Hause-Kommen. Und so erzählte ich anfangs etwas von der Geburt der ersten Nestis-Geschichte, damals im Jahr 2007, als Orkan Tilo die Düne verwüstete und Meerjungfrau Nestis sich vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand wünschte, um die Robbenküste zu reparieren. Danach ging ich dann zu einem der "großen" Nestis-Abenteuer über. Ich las aus "Nestis und die Hafenpiraten" vor, und die Zuhörer erfuhren etwas über das schreckliche Phantom und die Entführungsfälle vor Helgoland, Sylt und Norderney, als Möwen, Alken und Lummen und sogar ein Dackel plötzlich von einem dunklen, langgestreckten Schatten unter Wasser gezogen wurden. Wenn ich mich recht entsinne, war es das erste Mal, dass ich die "Hafenpiraten" öffentlich vorlas, meist hatte ich mich sonst immer entschieden, doch lieber Teil 1, "Nestis und die verschwundenen Seepocke", aus der Tasche zu ziehen, weil das Publikum ja die Personen noch nicht kannt. Aber ich stellte fest, dass auch die "Hafenpiraten" gut ankamen. Die Zuhörer haben viel gelacht, vor allem als Wassermann Nick den ängstlichen Zitteraal Kurzschluss fragt: "Bist du ein Mann oder eine Makrele?" Doch, hat schon Spaß gemacht. Besonders, weil ich als Autor ja die Überfahrt mit der "Witte Kliff" kostenlos hatte.
Mörderisch wurde es dann am Abend, als Peter Gerdes uns in die kriminelle Welt der Ostfriesen einführte. Er hatte zahlreiche Kurzkrimis mitgebracht, darunter einen, der auf Helgoland spielte, und verriet uns anschließend augenzwinkernd einiges über die Charaktereigenschaften der Ostfriesen und darüber, wie und warum Leute aus dem Norden morden.
Der fünfte und letzte Tag hatte noch zwei echte Höhepunkte parat. Zuerst ging es mit Tim Erzberg in den Frachtraum der MS Helgoland, wo der Autor uns etwas aus seinem Thriller "Feuersturm" vorlas. Sehr schöner Vortrag mit leichtem bayerischen, inseluntypischen Akzent, sehr lebendig vorgetragen, allerdings hatte ich ein paarmal ganz schön Angst, dass der Autor beim Hin- und Hertigern in dem Laderaum über eine der vielen Kanten und Streben stolpern und lang hinschlagen würde. Eben eine Thrillerlesung.
Beim der letzten Lesung des Tages musste ich mich entscheiden. Denn es gab zwei Lesungen gleichzeitig. Die eine war eine Fantasy-Lesung. Alexander Ruth stellte seinen Roman "Die weiße Libelle" vor. Und die zweite Lesung drehte sich um die Geschichte der Börteboote. Autor Holger Bünning lud uns ein zur Börtebootfahrt bis zur Langen Anna und las unterwegs aus seinem Buch "Das Buch der Börte" vor. Okay, da war es natürlich die Börtebootfahrt für mich. War sehr spannend. Und mein Gesicht leuchtete noch die Woche danach vom Sonnenbrand.
Fazit: Ein tolles Festival mit fantastischen Kollegen, noch toller und voller als beim ersten Lesefestival auf Helgoland. Es hat riesig Spaß gemacht und hat einen gewissen Suchtfaktor. Organisatorin Kim Scheider ließ verlauten, sie habe schon mit dem Planen des dritten Lesefestivals angefangen. April 2021 ist angepeilt. Ich freue mich drauf.


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Nestis: "Rasanter Meereskrimi für Kinder"

Geschrieben von Petra , in Nestis 11 April 2019 · 352 Aufrufe
Nestis
Es gibt eine neue Rezension zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Unter den Titel "Ein rasanter Meereskrimi für Kinder" schreibt Autorenkollegin Sibylle Luig, die meinen Meermädchenroman ihren beiden Töchtern vorgelesen hat, folgendes:

"Wir haben gestern bis 22 Uhr die letzten vier Kapitel vom ersten Band der Nestis-Reihe gelesen. Es war einfach zu spannend, die Kinder haben sich geweigert einzuschlafen, bis ich nicht den letzten Satz des letzten Kapitels vorgelesen hatte. Und mir hat das Abenteuer um die fünf Kinder des Meeres - Nestis, Nick, Mira, Otto, Kurzschluss - und ihren Freund, den Menschenjungen Tom, auch richtig gut gefallen."

Sie schreibt, ich hätte die Unterwasserwelt "liebevoll und detailliert" geschildert. "Eindrucksvoll und sehr anschaulich" sei meine Darstellung der Meeresverschmutzung gewesen. Besonders gefallen haben ihr und ihren Töchter die unterschiedlichen Charaktere aus Nestis' Freundeskreis:

"Mit viel Gefühl für Sprache, arbeitet Petra Hartmann die Eigenarten der Kinder jenseits ihrer offenkundigen Verschiedenheiten heraus. Dabei entstehen wirkliche Charaktere. Kinder, die auch mal gemein sein können ohne grundsätzlich zu Fieslingen zu werden und mutig, ohne zu Superhelden zu mutieren."

Die Kapitellänge passte offenbar für die drei gut zum Vorlesen auf der Bettkante:

"Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen: jedes Kapitel ist kurzweilig und spannend geschrieben, in jedem begegnet dem Leser ein neues Abenteuer. Da die einzelnen Kapitel nicht lang sind, ist es auch für Kinder, die anfangen selbst zu lesen, eine hervorragend geeignete Einstiegslektüre."

Besonders gefreut habe ich mich natürlich über die Rückmeldung der beiden jungen Zuhörerinnen:

"Fazit Lilith (12): Total spannend und cool!
Fazit Cosima (8): Es hat super viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es war spannend und schön."

Hier geht es zur Originalrezension im Blog "Magie hoch zwei":
https://www.magiehoc...mrmCYteTQzs2eG0


Herzlichen Dank, ihr drei. Ich freue mich und bin gespannt, wie euch der zweite Teil gefällt.


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Sibylle Luig: Magie hoch zwei - Die fiesen Omas

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 06 April 2019 · 415 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 3 weitere...
Elli und Idi sind wieder da. Die magischen Zwillinge aus Sibylle Luigs Kinderbuchserie "'Magie hoch zwei" erleben unter dem Titel "Die fiesen Omas" ihr zweites Abenteuer. Und ihre Gegner sind wahrhaft fies.
Bereits im ersten Band hatten die - kurz nach ihrer Geburt getrennten - magischen Zwillinge einiges über ihre Familiengeschichte und ihre Hexenfähigkeiten gelernt. Die in der Familie mütterlicherseits an Mädchenzwillingspaare vererbten magischen Kräfte funktionieren gewöhnlich nur, wenn das Duo vereint ist. Ein Umstand, der dem überforderten Vater so viel Angst machte, dass er sich lieber von seiner Frau trennte und dafür sorgte, das auch die beiden Mädchen als "normale" Kinder (in einer anderen magischen Serie würde man sagen: Muggel) aufwachsen. Doch nun haben sich Idi und Elli wiedergefunden, ihre Kräfte sind erwacht, es geschehen magische Dinge, und die Familienzusammenführung scheint auch schneller zu funktionieren, als befürchtet. Schlimm ist nur, dass nun ein anderer Faktor in die Rechnung hineinspielt. Etwas, das dem Vater damals noch tausendmal mehr Angst gemacht hat als ein paar durch die Luft fliegende Windeln bezaubender Säuglinge. Das "Etwas" oder besser: die beiden Jemandinnen, die durch die wieder erwachte Magie des Zwillingspärchens auf den Plan gerufen werden, sind der Fluch jeder Familienzusammenkunft, eben "die fiesen Omas".

Die magischen Omas: peinlich und gefährlich

Mathilda und Esther sind vollkommen anders als die Mutter und die Tante der Zwillinge. Die beiden alten Frauen, die vor elf Jahren eher klassische Hexen waren und Wert auf Besenritte und mittelalterliches Betragen gelegt hatten, sind inzwischen zu schrillen alten Schachteln mutiert, die sich benehmen wie verzogene Gören, ihre Magie zu eigennützigen Zwecken einsetzen und andere Menschen ihre Macht spüren lassen. Nun sind sie ins Nachbarhaus von Ellis Familie eingezogen und wollen die beiden Mädchen zu "richtigen Hexen" erziehen. Was bedeutet, dass sie sich in alles einmischen und immer wieder unangenehme Situationen heraufbeschwören, manchmal peinlich, manchmal todgefährlich. Dadurch droht den Zwillingen auch, dass ihre geheime Gabe öffentlich bekannt wird ...
Elli und Idi lernen aber nicht nur mehr über ihre Familie, sondern auch über sich selbst und die jeweils andere Schwester. Sehr liebenswert und detailliert arbeitet die Autorin Sibylle Luig heraus, dass die Mädchen, obwohl sie Zwillinge sind, sehr unterschiedliche Geschichten und Persönlichkeiten haben. So muss Elli herausfinden, dass ihre Zwillingsschwester nicht enfach nur ein Mädchen ist, das gern schwimmt, sondern eine sportliche Berühmtheit, vor deren Namen alle Schwimmtrainer Berlin einen Hofknicks machen. Und auch die beiden fiesen Omas entpuppen sich schließlich als ein Duo, dessen Individuen alles andere als gleichartig sind. Dass ein Alters-Unterschied von wenigen Minuten schon dafür sorgen kann, dass die Zwillinge Elli und Idi unterschiedliche Geburtstage und Sternzeichen haben können, hat sich vermutlich kein Leser vorher vorstellen können. Was dies für ihre Kräfte bedeutet - nun, da kommt einiges auf die Hexenwelt zu.

Sibylle Luig schreibt flüssig, spannend und humorvoll

Das Abenteuer ist, wie bereits der erste Band, sehr flüssig, spannend und mit viel Humor geschrieben. Sibylle Luig hat es sogar geschafft, sich noch ein wenig zu steigern und die Geschichte nach dem ersten Kennenlernen noch mehr Fahrt aufnehmen zu lassen. Das Buch ist leicht und angenehm zu lesen, nimmt den jungen wie älteren Leser schnell gefangen und hat ein hohes Suchtpotential. Sehr schön, wie am Ende sogar das todgefährlich Oma-Problem gelöst wird. Was immer die Autorin da an Geheimdrogen in den magischen Trank hineingerührt haben mag: Ich will mehr davon. Jetzt, sofort und gleich.

Fazit: Magische Mädchen im Doppelpack, und der zweite Zauber ist sogar noch stärker als der Auftakt. Gelungen und unbedingt empfehlenswert.

Sibylle Luig: Magie hoch zwei. Band 2: Die fiesen Omas. Mit Bildern von Ulrike Barth-Musil. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2018. 176 S., Euro 14,90.


Weitere Besprechung zu "Magie hoch zwei":
Operation Waldmeister

© Petra Hartmann


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"Unter blutiger Flagge" erscheint in "Best of"-Anthologie

Geschrieben von Petra , in Aus Petras Werkstatt 27 March 2019 · 636 Aufrufe
Aus Petras Werkstatt und 1 weitere...
Meine Geschichte "Unter blutiger Flagge" erlebt demnächst ihre Wiederauferstehung. Genauer gesagt: Sie wird ein zweites Mal abgedruckt und erscheint in einer Anthologie mit dem Arbeitstitel "Best of Geschichtenweber". Die Geschichtenweber feiern ja dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen, und wie sollten sie das besser tun als mit einer Anthologie?

Die Geschichte erschien erstmals in der Anthologie "The End". Es ging damals darum, die Schlusskapitel fiktiver Romane zu schreiben. Ich hatte die Ehre, einen Abenteuerroman entwerfen zu dürfen, und meine Wahl fiel auf einen klassischen Piratenschmöker.
Worum geht es? Der edle Mariano kämpft um die Freiheit seiner Heimat und um die Liebe der wunderschönen Isabella. Unglücklicherweise liegt er nun in Ketten, und das Beil des Scharfrichters ist schon gewetzt ... Wie es kommt, dass der Pirat am Ende doch noch den Schergen des Gouverneurs entkommt und zusammen mit seiner geliebten Isabella in den Sonnenuntergang hineinsegelt - lest selbst.

Herausgeberin der neuen Anthologie ist Nina Horvath, das Buch soll im neu gegründeten Unstern-Verlag erscheinen. Geplant ist die Anthologie zum BuCon. Dort wird auch Ninas neuer Verlag einen Stand haben. Das Verlagsprogramm soll natürlich Phantastik beinhalten, und Nina kündigt auch einen Österreich-Schwerpunkt an. Ich bin gespannt.






Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Oktober 2019

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Nächste Lesungen / Termine

Lesungen

 

Sonnabend, 4. April 2020: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke", Auf der Buchmesse "Buch im Wald". Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz. Voraussichtlich 14.30 bis 15.15 Uhr.

 

Freitag, 11. September 2020: Lesung aus "Der Fels der schwarzen Götter" als Gast der Fördervereins Rudolf von Bennigsen in der RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen bei Springe. Beginn: 19.30 Uhr.

 

 

 

Buchmessen, Cons, Büchertische

 

Sonnabend und Sonntag, 4. und 5. April 2020: Buchmesse "Buch im Wald", Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz.

 

Montag bis Freitag, 5. - 9. April 2021: 3. Helgoländer Lesefestival. Ich bin mit Nestis dabei. Und vermutlich mit einer Spezial-Möwenlesung mit der Geschichte "Die kleine Möwe Kackvorbei".

 

 

 

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher:

www.twitter.com/PetraHartmann

 

Facebook-Autorenseite:

www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

 

Nestis auf Facebook:

www.facebook.com/nestis.net/

 

Nestis auf Facebook:

https://twitter.com/NestisLogbuch

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
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"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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