Zum Inhalt wechseln


PetraHartmann



Foto

Julius von Voß: Ini

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 08 March 2011 · 430 Aufrufe
Bücher - SF, Klassiker
So also stellten sich unsere Altvorderen die Zukunft vor: Julius von Voß (1768-1832) veröffentlichte mit "Ini" einen hochinteressanten "Roman aus dem ein und zwanzigsten Jahrhundert", der vom Verlag Utopica inzwischen in einer Hardcoverausgabe neu aufgelegt wurde.
Die Handlung ist eine Mischung aus einer Liebesgeschichte und einem klassischen Bildungsroman. Guido, der Held des Romans, wird in einem Waisenhaus aufgezogen, wird hervorragend ausgebildet und begegnet als Jugendlicher der schönen Ini. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch Ini und der junge Guido werden noch nicht sofort ein Paar. Zunächst entwirft die junge Frau, die wie er als Waise erzogen wird, ein Gemälde, das den zukünftigen Guido als gereiften und vollkommenen Mann zeigt. Erst wenn er dieses Ideal erlangt hat, dann will sie ihm gehören. Guido schreitet im Verlaufe des Buches in seiner Selbstvervollkommnung und Ausbildung voran. An der Seite seines Lehrers absolviert er seine Bildungsreise durch die Welt, er leistet seinen Militärdienst ab und macht dabei einige wertvolle neue Erfindungen, die das Heerwesen verbessern, er bereist Italien, das zukünftige Berlin, Paris und muss sich einige Monate allein am Nordpol durchschlagen, bevor er als Heerführer den Krieg zwischen Europa und Afrika entscheiden kann.

Zukunftsvisionen von Luftschiffen und Fernsprechern

Der fabulierfreudige Autor erzählt von riesigen Luftschiffen und künstlichen Inseln, von gläsernen Tauchvorichtungen, von Theatermaschinerien und einer Art Fernsprecher. Manches ist ziemlich naiv und märchenhaft gehalten, so werden die Luftschiffe von zahmen Adlern gezogen und die Rieseninsel von dressierten Walen. Manches, wie die Erziehungsideale, sind dem hohen Pathos der Goethezeit geschuldet, haben aber auch durchaus Gemeinsamkeiten mit den frühneuzeitlichen Utopien wie Morus' "Utopia" oder Bacons "Neu-Atlantis". Vieles von der Schwärmerei Guidos klingt für heutige Leser schwülstig und kitschig und ist nur vor dem Hintergrund der damaligen Zeit zu verstehen. Dass Guido sich am Ende als der Sohn des Kaisers entpuppt und in einem Heim erzogen wurde, damit ihm der Stolz und der Glanz der Krone nicht den Charakter verderben, kommt nicht wirklich überraschend, ebenso wie Inis hohe Abkunft.

Erziehungsideale, die auch für die Herrscher gelten

Doch sollte der Leser sich vor Augen halten, dass zwischen uns und diesem Roman zweihundert Jahre liegen und dass Dinge, die wir heute als abgedroschen empfinden, es damals noch nicht waren. Man muss sich vor Augen führen, welchen politischen Sprengstoff allein der Zug birgt, dass ein Königs- oder Kaiserssohn nicht mehr automatisch auf dem Thron landet, sondern unerkannt mit bürgerlichen Waisen erzogen wird, um ein anständiger Mensch zu werden. Und selbst nach Ende der Ausbildung ist noch lange nicht heraus, dass er die Krone auch erhält. Guido wird Zeuge, wie ein junger Königssohn vor den Rat tritt, über den Gang seiner Ausbildung Rechenschaft ablegt und am Ende von den Ratsherren doch abgelehnt wird, weil er zu wenig Reformvorschläge gemacht hat und zu sehr im Schatten seines verehrten Vaters steht. Der Vorschlag, einen Herrscher allein nach Qualifikation zu benennen - ein undenkbarer Vorschlag im Jahr 1810 und selbst im Gewand eines "Märchens aus der Zukunft" alles andere als ungefährlich. Nur neun Jahre später, nach Erlass der Karlsbader Beschlüsse und der rigrosen Zensurgesetzgebung, hätte der Autor große Probleme, seinen Roman überhaupt zu veröffentlichen.

Ein Bildungsroman aus der Zukunft

Vermutlich kann dieses Buch nur jemand seinem vollen Wert nach schätzen, der mit der Bildungsroman-Tradition dieser Zeit vertraut ist und sich von Helden wie Wilhelm Meister oder Anton Reiser nicht abschrecken lässt. Es ist ein Buch, das an den Leser schon einige Ansprüche stellt und das durch seinen Satzbau und Tonfall nicht ganz einfach zu lesen ist. Für denjenigen, der sich darauf einlässt, wird es aber dennoch ein interessanter Ausflug in die Urzeit der Science-Fiction.
Sehr lesenswert ist das Nachwort von Ulrich Blode. Hier erfährt der Leser viel zu Julius von Voß und zum Hintergrund des Romans. Und für einen Menschen, für den bestimmte Erfindungen und technische Hilfsmittel längst zur Selbstverständlichkeit geworden sind, ist es sehr erhellend, noch einmal aufgelistet zu bekommen, welche Fülle von Dingen Voß tatsächlich vorausgesehen hat.
Insgesamt ist es ein hochinteressantes und wichtiges Buch, und es ist gar nicht hoch genug zu schätzen, dass der Utopica-Verlag das kleine Stück Literatur wieder zugänglich gemacht hat.

Fazit: Keine leichte Kost. Ein Roman, der dem Leser einiges an Arbeit macht. Aber es lohnt sich durchaus, sich auf diese "Ini" einzulassen.


Julius von Voß: Ini. Ein Roman aus dem ein und zwanzigsten Jahrhundert. Eine Utopie der Goethe-Zeit. Neu herausgegeben und kommentiert von Ulrich Blode. Oberhaid: Utopica, 2008. 212 S., Euro 29,98.


© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis: Sirius-Patrouille

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 29 January 2011 · 1073 Aufrufe
Wurdackverlag, Mark Brandis und 1 weitere...
Diese "Sirius-Patrouille" hat es in sich: Kompetenzgerangel an Bord, ein schwer verletzter Commander und ein vom Jagdfieber gepackter Militär am Ruder. Der 18. Band der Serie "Mark Brandis" zeigt einmal mehr die Differenzen zwischen der zivilen VEGA (Venus-Erde-Gesellschaft für Astronautik) und der Raumflotte.
Der Name des Raumkreuzers, "Invictus", sagt eigentlich schon alles, was sich die Raumflotte erträumt. Das neu entwickelte Schiff vereinigt an Bord eine Mannschaft, in der zusammengestellt wurde, was eigentlich nicht zusammen gehört: Mark Brandis und sein Navigator Iwan Stroganow als Vertreter der VEGA begleiten ein neu entwickeltes Schiff auf seinem letzten Testflug, doch gleichzeitig ist dieser letzte Testflug auch der erste Patrouillenflug unter Kommando der Raumflotte und untersteht damit dem Flottenmajor Degenhardt. Eine Konstellation, die einiges an Sprengstoff birgt. Zwar hätte letzten Endes Brandis im Falle einer Konfrontation die Befehlsgewalt, im Bordalltag leitet aber Degenhardt die Geschäfte und bestimmt Kurs und Manöver, während der zurückhaltendere Brandis den Chefsessel weitgehend unbesetzt lässt.

Mark Brandis schwer verletzt und bewusstlos

Die Doppelspitze auf der Kommandobrücke zerbricht, als Brandis beim Versuch, einen Raumunfall aufzuklären, schwer verletzt wird und bewusstlos im Krankenbett dahindämmert. Degenhardt nutzt die Gelegenheit und macht Jagd auf ein geheimnisvolles chinesisches Schiff, offenbar ein Prototyp mit neuartigem Antrieb. Trotz des Friedens mit den Chinesen ist Degenhardt besessen von dem Gedanken, den "Manta" aufzubringen. Eine Hetzjagd ähnlich Kapitän Ahabs Jagd auf den weißen Wal beginnt.

Nikolai von Michalewsky verabschiedet sich vom Ich-Erzähler

Der Roman bricht mit der Erzähltradition der Mark-Brandis-Bände und verzichtet auf den gewohnten Ich-Erzähler, der aus der Perspektive des Titelhelden berichtet. Stattdessen ist der Bericht, wie der von Brandis geschriebene Vorspann erklärt, von Martin Seebeck verfasst. Seebeck, Journalist und Pulitzerpreisträger, befindet sich an Bord, um einen Artikel über die Patrouille zu schreiben. Er benutzt hierfür die personale Perspektive und schreibt durchgehend in der dritten Person.
Der Wechsel ist, wie der Leser schnell bemerkt, durchaus notwendig, da Brandis über weite Strecken der Geschichte bewusstlos oder nur halb bei Bewusstsein ist. Für kurze Sequenzen ohne seinen Titelhelden hatte der Verfasser Nikolai von Michalewsky bisher meist einmontierte Berichte anderer Personen oder Dokumente, die Brandis später in die Hände fielen, genutzt. Doch in diesem Ausmaß wäre die Ich-Perspektive kaum durchzuhalten gewesen.

"Sirius-Patrouille" kommt über weite Strecken ohne Mark Brandis aus

Es ist ein Zeichen für die große Erzählkunst des Nikolai von Michalewskys, dass der Roman über weite Strecken auch ohne die Identifikationsfigur des Commanders auskommt. Das Aufeinanderprallen von VEGA- und Raumflotten-Ethik, das monomanische, sich zur Besessenheit steigernde Jagdfieber des Majors, sein rücksichtsloser Umgang mit Mensch und Maschine, all dies ist so psychologisch dicht und eindringlich geschildert, dass es keines Mark Brandis auf der Brücke bedarf. Im Gegenteil, gerade die Leerstelle, die er hinterlässt, ist das Element, das den Spannungsbogen an Bord bis zum Zerreißen spannt. Eine Situation, in der durchaus auch der Gedanke an Meuterei aufkommen kann.
Die Auflösung mag vielleicht ein bisschen vorhersehbar sein, das Ende Degenhardts, nun gut, etwas glaubwürdiger als Scotts Sonnensturz in "Vorstoß zum Uranus" ist es schon. Aber wer ein Buch nur wegen der letzten Seite liest, verpasst so ziemlich alles, was diesen Roman ausmacht.

Fazit: Faszinierende Charakterstudien und eine brillante Analyse der Folgen von hierarchischen Fehlbesetzungen. Ein spannendes und kluges Buch.


Mark Brandis: Sirius-Patrouille. Nittendorf: Wurdack Verlag, 2010. 176 S., Euro 12.


Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne


© Petra Hartmann


Foto

Charlotte Engmann: Elf Sonnenflecke

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 27 December 2010 · 1148 Aufrufe
Bücher - SF, Charlotte Engmann
Mit "Elf Sonnenflecke" setzt Charlotte Engmann ihren phantastischen Countdown fort. Auf die Sammlungen "Dreizehn Blutstropfen" und "Zwölf Zauberzeichen" folgt nun eine Anthologie, die unter anderem die seltenen Science-Fiction-Geschichten der Autorin enthält.
Charlotte Engmann entführt den Leser auf einen Planeten voller Ratten-, Wolfs- und Hai-Hybriden, sie lässt eine Raumschiffpilotin auf einen paradiesischen Planeten gelangen und erzählt von der Funkerin Shoenari und ihrem disziplinversessenen Captain auf der Suche nach einem verunglückten Handelsschiff. Eine historische oder Streampunk-Geschichte über einen Aufstieg im Fesselballon und eine Dampfwäscherei, die schaurige Story um die Herkunft einer besonderen Trüffelart oder das berührende Schicksal eines telepathisch veranlagten Jungen auf der Flucht gehören ebenso zu der Sammlung wie die grausamen Experimente der gefürchteten Blutelfen. Ein Höhepunkt der Anthologie ist "Nachbarn in den Schatten", eine eher der dunklen Phantastik zuzurechnende Erzählung mit Bezügen zu Klassikern wie "Das Bildnis des Dorian Gray", "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" und "Die Zeitmaschine".
Altfans werden erneut Geschichten aus Anthologien und aus Engmanns Fanzine-Zeit wiedertreffen. Für Neuleser gibt es eine Menge zu entdecken. Auf jeden Fall ist es eine lesenswerte Sammlung voller spannender, nachdenklicher und humorvoller, manchmal auch bitterböser Storys.
Wie bereits die Vorgängerbände punktet auch diese Anthologie mit der überraschenden Covergestaltung. Das goldgelbe Buch ist mit einem Fotomotiv der Künstlerin Stefanie Pappon geschmückt, das Bäume, vielleicht Palmen, zeigt, die sich wie Tentakeln außerirdischer Lebewesen unter glühender Wüstensonne biegen. Ein Hingucker ganz eigener Art.

Fazit: Spannende Geschichten aus den Bereichen SF, Phantastik, Horror und Böses. Empfehlenswert.

Charlotte Engmann: Elf Sonnenflecke. Phantastische Geschichten. Köln: Edition Blauer Drache, 2010. 120 S.

Hinweis: Diese Anthologie ist im Buchhandel nicht erhältlich und kann ausschließlich über Charlotte Engmanns Homepage bestellt werden.


Weitere Bücher von Charlotte Engmann

Die Gralsdienerin
Dreizehn Blutstropfen
Zwölf Zauberzeichen
Dämonen über Luxemburg
Die Rechnung wird mit Blut bezahlt
Spiel mir das Lied vom Untod


© Petra Hartmann


Foto

Hinterland

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 13 November 2010 · 1069 Aufrufe
Bücher - SF, Wurdackverlag
"Hinterland", inspiriert von der Musik David Bowies, ist eine literarische Hommage der besonderen Art. Spacig, düster, bizarr, abgründig-humorvoll, absurd, verspielt und getragen von der Liebe zur Musik eines absoluten Ausnahmekünstlers: Wer dieses Buch gelesen hat, fragt sich unwillkürlich, warum noch niemand zuvor auf die Idee gekommen ist. Eine Sammlung von Science-Fiction-Kurzgeschichten, die in Story und Stimmung jeweils einem oder mehreren Bowie-Songs verpflichtet sind - offenbar fand hier zusammen, was schon längst zusammen gehörte.
Das Buch vereinigt sehr unterschiedliche Texte in sich. Darin begegnet man so rührend naiven und dabei absurd komischen belebten Maschinen wie der marsianischen Roboterzivilisation in "Life on Earth?" (Anna Janas, inspiriert von "Live on Mars?") oder einem nostalgischen öffentlichen Münzfernsprecher der alten Deutschen Bundespost in "Die letzte Telefonzelle" (Tobias Bachmann, inspiriert von "No-one Calls").
Die Zombie-Apokalypse beschwört Alexandr Voinov in "Nicht Amerika" ("This ist not America"), und Markolf Hoffmann schildert in "Triptychon" (nach "The Hearts filthy Lesson") eine Zukunftswelt, in der ein Mörder straffrei ausgeht, wenn ein Gutachter die Tat als "Kunstwerk" anerkennt. Eine Geschichte mit ausgesprochen makaberen Tatort-Details, deren schrecklich-absurder Dramatik man sich schwer entziehen kann.
Ausgesprochen melodisch kommt Ernst-Eberhard Manskis Erzählung "Der Saxophonist vom Rathaus Neukölln" daher. Man hört die einsamen Saxophonklänge förmlich durch die Ruinen schweben, während der Erzähler darüber nachdenkt, warum ihm der Song "Neukölln" im Gegensatz zu "Warszawa" nie so ganz stimmig erschien, jedenfalls damals nicht, als Neukölln noch nicht in Schutt und Asche lag ...
Sehr viele Zukunftswelten der schreibenden Bowie-Fans haben einen ausgesprochen miltärischen Hintergrund. Da ist der ausgebrannte Angehörige eines Außenpostens auf einem Planeten, ein Mann, der plötzlich Katzen sieht und das Bedürfnis verspürt, das gesamte Lager niederzubrennen ("P.O.S." von Tobias Lagemann, nach "Putting out Fire"). Da ist die Geschichte eines Soldaten, der zum Attentäter wird (Nadine Boos: "Kamera(d), Action!", nach The Man who sold the World" und "Running Gun Blues"). Und, sehr gefühlvoll: "Der Anfänger" von Valérie Kreifelts (nach "Absolute Beginners"), die Geschichte eines jungen, zierlichen Mannes, der in eine raubeinige Killer-Kompanie gerät, eine Geschichte von Kampf, Töten und der beginnenden Liebe zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern.
Insgesamt ist es eine sehr musikalische und sehr persönliche Anthologie geworden. Man spürt auf jeder Seite die Liebe der Autoren zu ihrem "Inspirator". Die Geschichten sind sehr gut auf einander abgestimmt, so dass sich trotz der unterschiedlichen Stile und Stoffe eine Einheit ergibt. Ein weiterer Pluspunkt ist die großzügige Gestaltung und Ausstattung des Werks. Es gibt nicht nur biographische Informationen zu den Autoren, sondern auch zu jeder Erzählung einen kurzen Text des Verfassers, der erklärt, wann und warum ihn welches Bowie-Stück so angesprochen hat und wie es zu der Story kam.

Fazit: Eine sehr überraschende, ungewöhnliche und überzeugende Anthologie, die mit sehr viel Herzblut geschrieben wurde - und die auch noch gut gelungen ist. Auf jeden Fall lesenswert. Nicht nur für Bowie-Fans.

Karla Schmidt (Hrsg.): Hinterland. 20 Erzählungen, inspiriert von der Musik David Bowies. Nittendorf: Wurdack, 2010. 384 S., Euro 14,95.


© Petra Hartmann


Foto

Von Feuer und Dampf

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 14 October 2010 · 1229 Aufrufe
Bücher - SF, Steampunk, Arcanum und 1 weitere...
Steampunk - ein relativ neues Genre der Phantastik hält langsam auch in deutschen Bücherregalen Einzug. Es geht um Alternativ-Historie, um sf-ähnliche Geschichten über die Kraft des Wasserdampfes, angesiedelt in der guten alten victorianischen Reifrockzeit, als Maschinen noch voller Liebe von einsamen, verrückten Tüftlern zusammengeschraubt und erprobt wurden.

Erste deutsche Steampunk-Anthologie

Jetzt hat der Arcanum Fantasy Verlag mit "Von Feuer und Dampf" die - nach eigener Aussage - erste deutsche Steampunk-Anthologie beziehungsweise "das erste deutschsprachige Werk, das sich voll und ganz dem Thema Steampunk widmet" herausgebracht. Herausgegeben wurde das Buch von Stefan Cernohuby, und die Autoren stammen aus dem Kreis der Gruppe "Geschichtenweber", die bereits durch zahlreiche sehr sorgfältig durchkomponierte Anthologien auf sich aufmerksam machte.
So ist auch dieses Buch keine "normale" Anthologie von Geschichten, die unverbunden für sich allein stehen können, vielmehr handelt es sich um miteinander verwobene Storys, die aufeinander antworten und die zum Teil Nebenfiguren aus den Vorgängergeschichten aufgreifen und in den Mittelpunkt stellen. Dadurch hat die vorliegende Sammlung zwar noch nicht ganz die Einheit eines Romans erreicht, ist aber deutlich geschlossener als eine handelsübliche Anthologie. In vier Gruppen - vorgegeben durch die Handlungsorte Berlin, Wien, Hamburg und München - stimmten sich die Autoren sehr eng aufeinander ab, hinzu kommt, dass am Ende der einzelnen Stadt-Abschnitte von einer Hauptperson berichtet wird, wie sie in die jeweils nächste Stadt gelangte.

Von Dampfkraft, Robotern und Zeppelinen

Die Geschichten erzählen von sehr unterschiedlichen Errungenschaften des technischen Fortschritts. So berichtet Charlotte Engmann in ihrer Geschichte "Saubere Arbeit" noch von den heutigen Lesern so bekannten Dingen wie einem Heißluftballon oder einer Dampfwäscherei, und in Oliver Hohlsteins Geschichte "Mit Begleitung" spielen die ersten Vorführungen von Filmen eine Rolle. Doch bereits in der dritten Geschichte, "Der Rosenbaum-Golem" von Gerd Scherm - geht es um einen künstlichen Wächter, eine Art dampfbetriebenen Roboter, der außer von Technik auch von alter jüdischer Magie beseelt ist. Der Leser erfährt von einer geheimnisvollen Weltmaschine unter den Straßen von Wien, die Erdbeben verursacht und Zeitreisen ermöglicht, erlebt Luftkämpfe und Unfälle von Zeppelinen und dampfbetriebenen Flugzeugen mit, fährt im Dampftaxi durch die Straßen und liest von Dampfautorennen, kann sich schließlich sogar über einen dampfbetriebenen Bratwurstgrill auf dem Münchner Oktoberfest freuen. Und nicht nur für Gewerksschaftsanhänger und sonstige Freunde der Lohngerechtigkeit wird der Streik der Trambahnritzenreinigungsweiberl ein besonderes Erlebnis sein (übrigens eine früher tatsächlich gebräuchliche Berufsbezeichnung, wie Autorin Simone Edelberg mir versicherte).

Beeindruckende Bergmanns-Geschichte

Besonders beeindruckend ist der Prolog vom Torsten Sträter, der die Geschichte eines jungen Bergmannssohns schildert, der nach dem Tod seines Vaters dem Bergbau Lebewohl sagt, um etwas anderes, besseres im Leben zu finden. Die Schilderungen des Kohlegeruchs, der engen Schächte und des Dunkels, die Beschreibung vom Ende des Vaters wirken so dicht und lebensecht, als hätte der Autor selbst jahrelang unter Tage gearbeitet und sei an einer Staublunge erkrankt.

Fazit: Ein faszinierender Blick in eine Zeit, die es hätte geben können. Für Steampunk-Fans ein Muss, für alle anderen eine dringende Empfehlung.

Von Feuer und Dampf. Hrsg. v. Stefan Cernohuby. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010. 226 S. Euro 10,90.


© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis: Pilgrim 2000

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 30 September 2010 · 986 Aufrufe
Bücher - SF, Mark Brandis und 1 weitere...
"Pilgrim 2000" heißt das 16. Abenteuer von Mark Brandis. Der Science-Fiction-Klassiker ist jetzt im Wurdack-Verlag, zeitgleich mit dem Band "Die lautlose Bombe" erschienen. Das Buch erzählt von einem riesigen Raumschiff, mit dem fromme Auswanderer einst zu neuen Sternen aufbrachen.

Mark Brandis und die Besatzung der "Kronos" entdecken abseits von den üblichen Kursen ein Schiff, eine Welt muss man fast sagen, ein Sternengefährt, das seit fast einem Jahrhundert kein Mensch mehr gesehen hat: "Pilgrim 2000", mit dem eine an die historischen "Pilgrim Fathers" erinnernde Gruppe der Erde den Rücken kehrte. "Pilgrim 2000" ist eine ungeheuer große Welt, in der es Städte, Straßen und Wälder gibt. Doch die Auswanderer haben ihr Paradies nicht gefunden: "Pilgrim 2000" ist eine sterbende Welt. Die Maschinen sind größtenteils defekt oder ohne Energie, Horden von mutierten Riesenratten beherrschen das Land, und die wenigen Menschen haben sich in einem Dorf verschanzt, lassen sich aus der Heiligen Schrift erzählen, die niemand mehr selbst lesen kann, vegetieren auf einem vorindustriellen Niveau dahin und wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie alle von den Ratten gefressen werden.

Ratten beherrschen die "Pilgrim 2000"

Aber es gibt noch eine zweite Gruppe Menschen: Die "Ratmen" haben sich den Ratten unterworfen, sind für sie als Spitzel und Diener tätig und bringen ihnen gefangene Pilger als Opfer dar. Mark Brandis und seine Crew versuchen, die Pilger aus ihrer gescheiterten Utopie zu evakuieren. Doch Ratten und Ratmen erweisen sich als verschlagene Gegner. Und auch die religiöse Borniertheit einiger Pilger ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Nikolai von Michalewsky warnt vor der Neutronenbombe

Der Roman ist ausgesprochen spannend und handlungsreich. Nikolai von Michalewsky zeigt eine klassische, dystopische Zukunftswelt, die durchaus auch auf unserer Erde denkbar wäre: Eine Neutronenbombe, die fast alles menschliche und tierische Leben auslöschte, stillstehende Maschinen, eine in mittelalterliche Verhältnisse zurückgesunkene Menschheit, von religiösen Führern im Namen einer Schrift gelenkt, die keiner lesen kann, und dazu unendliche Scharen von Ratten, die den nächsten Evolutionsschritt vollzogen haben und sich zur weltbeherrschenden Spezies aufschwangen. Und auch die degenerierten Ratmen, die in ihrer Anbetung der Ratten Erinnerungen an Goldings "Herr der Fliegen" wecken, verkörpern durchaus eine in der Menschheit angelegte Eigenschaft. Den schlechtesten Teil der Menschheit.
Anspielungs- und beziehungsreich kommt der Showdown im großen Sportstadion daher: Spätrömisch-dekadente, vollgefressene Ratten genießen auf den Zuschauerrängen eine Christenhatz, und als die Ratmen versagen, drehen die Ratten den Daumen nach unten wie zu Neros Zeit. Oder wie heute noch der aufgeheizte Mob im Publikum von "Deutschland sucht den Superstar".
Beeindruckend auch der Einfall, ausgerechnet den Juden Israel Levy in einer Sportpalastrede unter anderem Zeichen die Heilige Schrift erklären zu lassen, der die Pilger nach dem Beispiel seines Volkes zum Kampf aufruft.

Sehr persönliches Nachwort von Christel Scheja

Dem Buch ist ein sehr persönlich gehaltener Artikel von Christel Scheja beigefügt, in dem sie von ihrer Jugend mit Mark Brandis, von den ersten Leseerfahrungen und den SF-Serien der 70er Jahre spricht. "In den 1990er Jahren habe ich oft darüber nachgedacht, welche Lektüre meiner Jugend verdient hätte, nicht vergessen zu werden", schreibt sie. "Als erstes fiel mir Mark Brandis ein. Heute, wo ich wieder Bücher der Reihe in den Händen halte, weiß ich warum." Dem ist nichts hinzuzufügen.


Mark Brandis: Pilgrim 2000. Nittendorf: Wurdackverlag, 2010. 188 S., Euro 12.



Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne


© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis: Die lautlose Bombe

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 30 September 2010 · 1047 Aufrufe
Bücher - SF, Mark Brandis und 1 weitere...
Eine "lautlose Bombe" ist die Bedrohung, der sich Mark Brandis im 15. Band der Reihe "Weltraumpartisanen" stellen muss. Das im Wurdack-Verlag zeitgleich mit dem Band "Pilgrim 2000" erschienene Buch handelt von einem verrückten Wissenschaftler, tödlichen Bakterien und einer geheimnisvollen Station auf dem Meeresgrund.

Ruth O'Hara verschollen, Mark Brandis in Alkoholismus versunken, sein Halbbruder wahnsinnig und eine Bedrohung für die Welt - das ist das Szenario, das der Verfasser Nikolai von Michalewsky zu Beginn des Buches entwirft. Nach der Entführung seiner Frau, die im Band "Kurier zum Mars" geschildert wurde, ist der Commander vollständig abgestürzt, hat sich dem Trunk ergeben und will mit der Raumfahrt nichts mehr zu tun haben. In dieser Situation macht Brandis' Vorgesetzter und Mentor John Harris den Verschollenen ausfindig und holt ihn aus der Gosse zurück. Nicht nur aus Menschenliebe, denn er benötigt ausgerechnet diesen Mitarbeiter, um die drohende Katastrophe zu stoppen: Dr. Jonathan West, Brandis' Halbbruder, der eigentlich nach einem Mittel gegen das Raumfieber forschte, hat einen todbringenden Bazillus geschaffen. Wests Kollegen starben daran, während West selbst zwar überlebte, sich aber in einen zerstörerischen Wahnsinnigen nach Art des Batman-Erzfeindes "Der Joker" verwandelte, der entsetzlich grinsende Leichen zurücklässt, wo immer er auftaucht. Nun will West die VEGA (Venus Erde Gesellschaft für Astronautik) erpressen: Er fordert sofortige Einstellung der Raumfahrt und Rückkehr zur Agrargesellschaft - oder der Bazillus wird freigesetzt und vernichtet die Weltbevölkerung. Eine Forderung, an der sich recht deutlich der Geisteszustand des Erpressers ablesen lässt. Einzig Brandis, der seinen verschwundenen Halbbruder kennt wie niemand sonst, hat eine Chance, den Erpresser zu finden und die "lautlose Bombe", seinen Bakteriencontaner, rechtzeitig zu entschärfen.

Mark Brandis zwischen Alkohol, Tatkraft und Zweifel

Der Roman überzeugt erneut durch atmoshärische Dichte und ausgesprochen glaubwürdige Charakterzeichnung. Die Schilderungen des in Alkohol und Gleichgültigkeit versunkenen Mark Brandis, das Erwachen der alten Tatkraft, der Zwiespalt zwischen der Liebe und Freundschaft zum Bruder und der Erkenntnis, dass Jonathan tatsächlich irre und nicht mehr er selbst ist, all das ist einfühlsam nachgezeichnet. Beeindruckend sind die Szenen geraten, in denen Brandis in einem engen Ein-Mann-U-Boot am Grunde des Ozeans nach dem tödlichen Container sucht - eine beklemmende, klaustrophobische und den Leser sofort packende Atmosphäre, die an die "Testakte Kolibri" erinnert. Faszinierend auch die Beschreibung der Firma, die Eisberge aus der Antarktis in die Vereinigten Orientalischen Republiken verschickt. Eine Idee, die auch in jüngster Zeit immer wieder diskutiert wird.

Halbbruder und "lautlose Bombe" kommen aus dem Nichts

Etwas schade ist, dass Brandis' Halbbruder nicht schon in den Bänden zuvor auftauchte. So kommt eine für den Commander und seine Entwicklung doch sicher ausgesprochen wichtige und prägende Figur plötzlich in die Serie gestolpert. Es wäre sicher dramaturgisch wirksamer gewesen, wenn der Wissenschaftler schon im Vorfeld eingeführt worden wäre. Dies ist allerdings wohl den Produktionsbedingungen und der Arbeitsweise des Autors geschuldet. Vermutlich wusste er bei der Abfassung von "Kurier zum Mars" weder ob er der Verlag einen Folgeband haben wollte noch dass er einen Halbbruder des Titelhelden benötigen würde. Unbefriedigend ist auch die Art, wie in der Schlussszene die befreite Ruth O'Hara aus dem Hut gezaubert wird, doch es sei dem Helden gegönnt, und der eigentlichen Handlung tut es keinen Abbruch.

Fazit: Ein spannender Roman mit überzeugender Charakterzeichnung und atmosphärischen Tauchgängen. Lesenswert.


Mark Brandis: Die lautlose Bombe. Nittendorf: Wurdackverlag, 2010. 168 S., Euro 12.


Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne


© Petra Hartmann


Foto

Dane Rahlmeyer: Kampf um Kenlyn

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 11 June 2010 · 725 Aufrufe
Bücher - SF, Dane Rahlmeyer und 2 weitere...
"Kampf um Kenlyn" ist das furiose Finale der Kenlyn-Trilogie von Dane Rahlmeyer: Es geht um Raumschlachten, Rebellion, Bürgerkrieg und die Rückkehr der furchtbaren Plage Rokor - und mittendrin die Crew der Korona mit ihrer jugendlichen Kapiänin Endriel.

Der dritte und letzte Band der Kenlyn-Saga ist vor allem geprägt von Luftkämpfen der Drachenschiffe, des vorherrschenden Rasumschifftyps auf dem Planeten. Der Titel "Kampf um Kenlyn" ist Programm: Ging es in den ersten beiden Bänden, "Drachenschiffe über Kenlyn" und "Rückkehr nach Kenlyn", für die Heldin noch um Diebestouren und geschicktes Lavieren zwischen dein Fronten, um die Suche nach einem Portal zum legendären Saphirstern und um die Relikte der uralten götterähnlichen Sha-Yang, so ist dieses Buch einzig und allein dem Bürgerkrieg gewidmet, in dem ganz Kenlyn versinkt.

Schattenkult und Friedenswächter kämpfen um Kenlyn

Der Schattenkult um seine neue Kaiserin hat sich nach Jahrhunderten mit neuer Macht erhoben und wagt den Kampf gegen die Friedenswächter, eine Art Polizeitruppe, die seit jeher für Ordnung und Integrität stand. Doch inzwischen ist das Ansehen der "Weißmäntel" gesunken, vor allem weil ihr Kopf, der "Gouverneur", ein von den großen Sha-Yang für die hohen Völker Kenlyns zurückgelassener Supercomputer, offensichtlich gestört ist: Der Computer entwickelt sich zum paranoischen Diktator, lässt in den eigenen Reihen mit Schnüffelei und Folter vermeintliche Agenten des Schattenkultes suchen und verwandelt die Friedenswächter zusehends in eine Besatzer-Armee. Als Endriels Mentor, der Weißmantel-Admiral Telios am Gouverneur zu zweifeln beginnt, landet auch er auf der schwarzen Liste. Doch Telios kann aus den Folterkellern fliehen, er sammelt Rebellen um sich, um den ausgetickten Rechner abzuschalten, und muss gleichzeitig dem Vordringen des Schattenkultes Einhalt gebieten. Die furchtbarste Bedrohung: Durch eine Expedition zum Saphirstern haben es die Schatten geschafft, die Plage Rokor wiederzubeleben - jene Katastrophe, die einst alles Leben auf dem Saphirstern ausgelöscht hatte.

"Kampf um Kenlyn" bietet Raumschlachten und viel Action

"Kampf um Kenlyn" bringt eine epische Handlung sauber zu Ende, die sich über drei Bände entwickelte. Etwas schade ist, dass sich das recht intelligente, trickreiche Handeln der Corona-Crew und ihrer Gegner nun in der direkten Konfrontation in eine reine Materialschlacht verwandelt. Die Masken sind gefallen, Diplomatie und Verschwörungen, geschickte Manöver und Pläne, all das weicht nun einer gewaltigen Hau-drauf-Action, in der es um Flottenstärken und den Ladungszustand der Bordkanonen geht. Das ist etwas schade, doch ist die Geschichte an keiner Stelle langweilig und lässt sich, wie auch die beiden Vorgängerbände, sehr gut lesen. Ob man die liebgewonnene Figur, die sich kurz vor Schluss in heldenhafter Weise aufopfert, für ein Happy End doch noch wieder aus dem Hut zaubert und zurückkehren lassen muss, darüber lässt sich sicher streiten. Vermutlich wäre es sauberer gewesen, denjenigen als toten Helden enden zu lassen.

Fazit: Epischer Bürgerkriegsroman mit Happy End - ein spannendes SF-Abenteuer voller Kämpfe und Action. Hervorragend geschrieben, allerdings etwas technik- und raumschlachtenlastig.

Dane Rahlmeyer: Kampf um Kenlyn. Ein phantastischer Roman. Hexentorverlag, 2009. 400 S., Euro 12,50.



© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis: Countdown für die Erde

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 06 June 2010 · 936 Aufrufe
Bücher - SF, Mark Brandis und 1 weitere...
Ein Asteroid auf Kollisionskurs, eine Erde, die in den Fluten zu versinken droht, und die Spur einer vor langer Zeit verschollenen Raumexpedition: Das 13. Abenteuer von Mark Brandis ist ein routiniert erzählter, spannender Science-Fiction-Roman ohne große Schnörkel und Verwicklungen.

„Countdown für die Erde“ ist der 13. Band der SF-Reihe Mark Brandis, die derzeit im Wurdackverlag neu aufgelegt wird. Der zeitgleich mit dem 14. Band, „Kurier zum Mars“ erschienene Roman bietet ein klassisches Raum-Abenteuer, in dem es um einen aus dem Kurs geratenen Asteroiden und eine tödliche Bedrohung für die Erde geht.

Asteroid bedroht die Erde

Der Roman zeichnet erneut ein Katastrophenszenario, das auch Lesern des Jahres 2010 vertraut vorkommt. Sind es heute die tauenden Pole, die für ein Ansteigen des Meeresspiegels sorgen, und die Erfahrungen furchtbarer Tsunamis, so hat im Roman das befürchtete Versinken weiter Teile der bewohnten Welt kosmische Ursachen: Der Asteroid „Helin“ droht, bei seinem Sturz ins Meer eine gewaltige Flutwelle auszulösen. Weite Teile der Welt würden den Prognosen zufolge im Meer versinken. Vor dem Hintergrund der in den beiden Vorgängerbänden geschilderten afrikanischen Katastrophe, die den gesamten Kontinent atomar verseuchte, wäre dies der Todesstoß für die Erdbevölkerung, für die es nur noch einige viel zu kleine Evakuierungszonen in den Hochgebirgen gäbe.

Mark Brandis auf der Spur einer verschollenen Expedition

Auf dem „Helin“ wartet indes, neben einem für Landungen gefährlichen Schwerkraftphänomen, noch ein ganz anderes Abenteuer auf Mark Brandis: Es finden sich Spuren der verschollenen Expedition von Igor Rublew – jener Expedition, zu deren Rettung Brandis damals einen eigenmächtigen Start gewagt hat, der seinen Freund das Leben und ihn selbst den Dienstrang kostete. Erschwert werden die Rettungs- und Aufklärungsarbeiten durch Brandis' Erzfeind Colonel Chemnitzer: Der Chef der Pioniere ist erneut als Brandis' "Partner" zur Stelle. Und dass der parfümierte Schnösel, der zuvor schon dessen Frau Ruth um den Finger wickelte, jetzt auch noch die Wissenschaftlerin Dr. Wolska bezaubern kann, ist für den Commander noch das kleinste Übel des unerfreulichen Zusammentreffens.

Atemholen nach der afrikanischen Katastrophe

Im Vergleich zu den Romanen „Operation Sonnenfracht“ und „Alarm für die Erde“ geht es diesmal wohltuend „ruhig“ zu. Es gibt keine erschreckenden Massenpanik-Szenen, keine hysterischen Ausbrüche von Millionen von Flüchtenden, und auch keine Katastrophen gewaltigen Ausmaßes, deren Zeuge der Leser wird. Vielmehr geht es hier um Technik und Präzisionsarbeit, von der zwar das Schicksal der Welt abhängt, die aber von Fachleuten mit der nötigen Sachkunde erledigt wird. Vielleicht ein notwendiger Ruhepunkt und eine Gelegenheit zum Durchatmen nach den beiden afrikanischen Romanen mit ihren gewaltigen, nicht mehr zu steigernden Katastrophenschilderungen. Es handelt sich um ein schlichtes, zielstrebig komponiertes Raumabenteuer, spannend erzählt und ohne große Schnörkel. Eine Rettungsgeschichte, die nach dem furchtbaren Ausgang des Sonnenfracht-Romans einmal wieder gut und auch mit befriedigtem Gerechtigkeitsgefühl endet.

Fazit: Ein klassisches Raumabenteuer, spannend erzählt und handwerklich gut gebaut. Lesenswert.


Mark Brandis: Countdown für die Erde. Wurdackverlag, 2010. 170 S., Euro 12.


Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne



© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis: Kurier zum Mars

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 06 June 2010 · 1018 Aufrufe
Bücher - SF, Mark Brandis und 1 weitere...
Ärgerlich. Wer die ersten 13 Bände der Reihe „Mark Brandis“ gelesen hat, wird den 14. Band, „Kurier zum Mars“, nach der Lektüre mit einigem Verdruss beiseite legen. Es scheint, als habe sich eine gewisse Müdigkeit des Verfassers bemächtigt. Der Roman besteht größtenteils aus Szenen und Situationen, die man so oder ähnlich bereits in den Vorgängerbüchern fand. Schade eigentlich. Denn das Thema, die Frage nach den Grenzen der Wissenschaft und dem Umgang mit „menschlichen Ersatzteilen“, hätte durchaus eine Einkleidung in eine originellere Geschichte verdient.

Mark Brandis gegen Friedrich Chemnitzers Monster

Mark Brandis kehrt zur Venus zurück, als er per Funk den Auftrag erhält, auf einer Gefängnis-Raumstation nach dem Rechten zu sehen, die sich seit einiger Zeit nicht mehr meldet. Die Station findet er völlig verwüstet vor, der hier inhaftierte Verbrecher – ausgerechnet sein Erzfeind Friedrich Chemnitzer – ist geflohen. Auf der Venus angelangt, muss Brandis feststellen, dass Chemnitzer inzwischen die Macht an sich gerissen hat: Als neuer Diktator herrscht er mithilfe von Maschinen-Menschen: Die MOBs (Mobile Operations-Basis) sind riesenhafte Maschinentürme mit menschlichen Gehirnen, krankhafter Auswuchs einer Wissenschaft ohne Gewissen und Respekt vor der Menschenwürde, die das nach der atomaren Katastrophe in Afrika reichlich vorhandene Material an toten Afrikanern auf zynische Weise nutzbringend einsetzen will.

Als wüsste Nikolai von Michalewsky nicht, was er erzählen will

Der Roman beginnt sehr unentschlossen. Fast scheint es, als wüsste der Verfasser, Nikolai von Michalewksy, selbst noch nicht so recht, welche Geschichte er eigentlich erzählen will. Zunächst lässt sich die Sache an wie die Story einer Gefangenenrevolte oder -befreiung nach Art der Mura-Episode aus der Orion-Serie. Wenig später schwenkt die Story um, Chemnitzer wird als Putschist und Diktator vorgestellt, Brandis und seine Crew verhaftet. Es scheint also um eine Neuauflage der Partisanenabenteuer zu gehen. Doch nur einen Atemzug danach öffnet sich die Gefängnistür, VEGA-Chef John Harris erscheint wie ein Deus ex Machina und berichtet vom raschen Untergang des Chemnitzer-Imperiums, als ein MOB einen Aussetzer hatte und seinen Herrn überrollte. Erst im dritten Anlauf schwenkt der Roman in die eigentliche Handlungsschiene ein: Brandis und seine Crew sollen zum Mars fliegen, wo sich eine Weiterentwicklung der MOBs, die fliegenden MOBs oder FLOBs, selbstständig gemacht hat: Eine Fabrik spuckt täglich sieben neue Taurus-Zerstörer aus, die mit Menschenhirnen ausgestattet sind ... Ab hier ist der Autor in seinem Fahrwasser und erzählt die Geschichte recht routiniert herunter. Sie lässt sich leicht lesen, ist von akzeptabler Spannung und begeht keine erzählerischen Grausamkeiten mehr. So weit, so gut. Ärgerlich ist nur, dass man das alles schon einmal gelesen hat - meist besser.

Kurier zum Mars: Alles schon mal dagewesen

Eine Verhaftung der Medusa-Crew nach argloser Landung auf einer Station: Das passierte seit Band 1, „Logbuch Delta VII“ häufiger.

Ein Verbrecher, der durch einen Putsch die Macht an sich reißt: Friedrich Chemnitzer als zweiter General Smith, unterstützt diesmal nicht von künstlichen Retorten-Menschen namens „Homo Factus“, sondern von riesenhaften Menschen-Maschinen, den MOBs und FLOBs. (Wieso hat dieses stinkreiche Verbrechergenie eigentlich so lange Dienst bei den Pionieren geschoben, wenn er das Zeug zum Weltherrscher hatte?)

Funksprüche von einer als Geisel genommenen Ruth O'Hara, die als Druckmittel und Köder für Brandis herhalten soll: Das hatte bereits Gordon B. Smith in den ersten vier Bänden zur Genüge exerziert.

Ein frischverheirateter Lieutenant lässt sich durch die Entführung seiner Frau zu einer Dummheit verleiten, riskiert dabei das Schiff und das Leben der Besatzung: Sogar die anschließende Gerichtsverhandlung, in der Commander Mark Brandis die Vertretung der Anklage übernimmt, wirkt wie eine lieblose Kopie des herausragenden Romans „Die Vollstrecker“.

Ein Crewmitglied befindet sich außerhalb des Schiffs, und wieder einmal sieht sich Brandis gezwungen, einen Alarmstart zu befehlen (man vergleiche die ständigen Auseinandersetzungen mit Monnier in den ersten Bänden über dieses Thema), und schon wieder wird der Mann gerettet (siehe auch die wundersame Rettung Xumas im Uranus-Abenteuer).

Dass auch noch ein Besatzungsmitglied den Helden- oder Sühnetod stirbt und sein Gehirn opfert, um die FLOBs zu besiegen, ist krönender Abschluss dieser Kette von Ärgerlichkeiten. Einen solchen phantasielosen zweiten Aufguss des Roboteraufstands hatte Antoine Ibaka nicht verdient.

Selbstplagiate sind nicht verboten, aber ...

Es kann einem Menschen nicht verboten werden, sich selbst zu plagiieren. Aber unschön ist es doch. Das Buch ist für jemanden, der die Vorgänger nicht gelesen hat, sicher ein schönes Stück Literatur. Doch dieser Autor konnte mehr. Nikolai von Michalewsky hatte in Romanen wie „Operation Sonnenfracht“ und „Die Vollstrecker“ die Latte sehr hoch gelegt. Dieser Sprung blieb darunter.

Mark Brandis: Kurier zum Mars. Wurdack-Verlag, 2010. 184 S. Euro 12.


Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne



© Petra Hartmann


Foto

Dane Rahlmeyer: Rückkehr nach Kenlyn

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 05 May 2010 · 812 Aufrufe
Bücher - SF, Dane Rahlmeyer und 2 weitere...
Mit „Rückkehr nach Kenlyn“ legt Dane Rahlmeyer den zweiten Teil seiner Kenlyn-Saga vor. Ursprünglich war die Geschichte Kenlyns als Zweiteiler geplant, so wurde beim Erscheinen des ersten Bandes, „Drachenschiffe über Kenlyn“ im Jahr 2006 als zweiter und anschließender Roman „Kampf um Kenlyn“ angekündigt. Doch die Materie entpuppte sich als komplexer als Autor und Verlag gedacht hatten, das Manuskript wuchs an, und so wurden jetzt aus dem ursprünglichen Kenlyn II zwei Romane mit jeweils 400 Seiten. Sicherheitshalber vermerkt der Verlag im Innenteil und auf der Rückseite, dass Buch 2 und 3 eine Einheit bilden. Dennoch soll hier aus Gründen der Übersichtlichkeit zunächst der zweite Band besprochen werden.

Kenlyn - eine Welt zwischen Science Fiction und Fantasy

Der Roman verbindet Science-Fiction-Elemente mit denen der Phantastik. Der Verlag bezeichnet ihn daher als SciFi-Fantasy. Der Planet Kenlyn, gelegentlich auch Rubinstern genannt, wurde vor Jahrhunderten von den „hohen Völkern“ besiedelt. Die Angehörigen von vier sehr unterschiedlichen Rassen – außer den Menschen gibt es die katzenartigen Skria, die Echsenwesen Draxyll und kleine geflügelte Wesen namens Yadi – stammen ursprünglich von Te'Ra, dem Saphirstern, auf dem sie unter der Obhut der Götterwesen Sha Yang lebten. Eine furchtbare Katastrophe zwang in alter Legendenzeit zur Evakuierung des Saphirsterns, die Sha Yang schufen ein gewaltiges Portal und schafften die Bewohner hinüber nach Kenlyn. Das alte Volk der Sha Yang verschwand, doch sie ließen den Roboter Syl Ra Van zurück, der den Planeten noch immer als Gouverneur beherrscht, und allenthalben stößt man auf Kenlyn noch auf Überbleibsel ihrer Kultur, die auf dem Schwarzmarkt hohe Preise erzielen.

Fortsetzung von "Drachenschiffe über Kenlyn"

„Rückkehr nach Kenlyn“ setzt kurz nach dem Punkt ein, an dem „Drachenschiffe über Kenlyn“ endete: Die junge Endriel, Erbin und Kapitänin des Drachenschiffs „Korona“, hatte ihren Geliebten Kai durch ein wieder entdecktes Portal zum Saphirstern geflogen, wo er seinen sterbenden Mentor, den vermutlich letzten Sha Yang, auf seinem letzten Weg zur Seite steht. Nun ist es Zeit, Kai zurück nach Kenlyn zu holen. Seine Armschiene, ein altes Sha Yang-Artefakt, soll Endriel beim erneuten Öffnen des Portals helfen, dummerweise hat er der jungen Frau das Codewort zur Aktivierung der Schiene nicht verraten ...

Chaos, Inquisition und Bürgerkrieg auf Kenlyn

Derweil bricht auf Kenlyn die öffentliche Ordnung zusammen. Der Schattenkult, eine alte Vereinigung von Sha Yang-Gegnern noch aus Saphirsternzeiten, erhebt sich erneut und gewinnt mehr und mehr Anhänger – vor allem, da Gouverneur Syl Ra Van sich zunehmend in eine Paranoia hineinsteigert. Die Friedenswächter, einst eine von allen Völkern geachtete Polizeitruppe, werden von ihm zu einer Besatzerarmee umgestaltet, die die Bewohner Kenlyns überwachen sollen. Doch auch in den eigenen Reihen grassiert das Misstrauen, seit Syl Ra Vans Vertraute mit Mitteln wie aus der Inquisitionszeit nach heimlichen Anhängern des Schattenkaisers fahnden.

Glaubwürdiger Vier-Völker-Staat mit Tigern und Echsen

Wie schon der erste Band ist auch „Rückkehr nach Kenlyn“ spannend und mitreißend erzählt. Die Konstruktion der Vier-Völker-Gesellschaft, die beim Lesen des Klappentextes den Leser noch skeptisch machen kann, geht auf und wird plastisch und glaubwürdig dargestellt. Der stets übellaunige tigerartige Keru, die weise alte Echse Xeah oder die kleine gefügelte Nelen sind lebendige Charaktere, die man beim Lesen schnell ins Herz schließt.
Die eingängige, flüssig zu lesende Sprache und die weisen Zitate aus Kenlyns Literatur im Eingang jedes Kapitels machen Kenlyn zu einem besonderen Genuss. Die opulente Aufmachung mit Trudi Wenzel geschaffenen Illustrationen und einem Anhang, der eine kurze Einführung in Sprache und Alphabet der Kenlyner Völker bietet, ist ein zusätzlicher Pluspunkt des Romans.

Fazit: Eine würdige Fortsetzung der „Drachenschiffe über Kenlyn“. Das Warten hat sich gelohnt.


Dane Rahlmeyer: Rückkehr nach Kenlyn. Ein phantastischer Roman. Taschenbuch. Hexentorverlag, 2009. 410 S., Euro 12,50.

Zum dritten und letzten Teil: Kampf um Kenlyn



© Petra Hartmann


Foto

"Die Audienz" - 16 Expeditionen in fremde Welten

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 09 April 2010 · 695 Aufrufe
Bücher - SF, Anthologie und 2 weitere...
"Die Audienz" heißt das neue Buch aus der SF-Reihe mit dem Dreieck: Der inzwischen 16. der Science-Fiction-Bände aus dem Wurdack-Verlag enthält 16 Geschichten aus fremden Welten, anderen Zeiten und virtuellen Realitäten ...

Ohne den in dieser Anthologie vertretenen Autoren zu nahe treten zu wollen, soll doch festgehalten werden: Der Klappentext mit den außerirdischen Rezensions-Schnipseln gehört zum Besten, was dieses Buch zu bieten hat. Einfach schön, was sich die Herausgeber dieser Reihe jedesmal einfallen lassen, wenn sie eine neue Sammlung mit Kurzgeschichten auf den Weg zum Leser schicken. Ein dickes Lob auch an Jacek Kaczýnsky, dessen Coverbild mit dem Porträt eines menschenähnlichen Wesens, das sich im Kopfbereich in Mumienbinden und grüne und rote Pflanzenstrukturen auflöst, bereits einen sehr stimmungsvollen Einstieg in die dahinterliegenden Welten verschafft.

Metamorphosen und virtuelle Welten

Metamophosen jeglicher Art, das Leben nach dem Tod, aber auch der Übergang von realen in virtuelle Existenzen, das sind die Grundthemen, mit denen sich die Autoren in diesem Band auseinandersetzen. Der Leser begegnet seltsamen Pflanzen, die die Gestalt ihrer außerirdischen, menschlichen Besucher annehmen (lesenswert: Heidrun Jänchens Geschichte „Kamele, Kuckucksuhren und Bienen“), nach Zimt duftenden Waldhaien mit einer ganz eigenen Ursprungsgeschichte (sehr anschauliche Schilderung einer fremdartigen Flora und Fauna in Karsten Kruschels „Ende der Jagdsaison auf Orange“) und ekligen Fleischengeln, die unheilbar Krebskranke abholen , um – ja wozu eigentlich? (Jakob Schmidts Geschichte „Auslese“ über Kämpfer, Märtyrer, Forscher und den Krebstod in einer beklemmenden Krankenhaus-Wirklichkeit).

Verwirrende Bewusstseinsströme

Etwas verwirrend und wenig reales Leben atmend kommen die Geschichten „Hör auf die Wahrsagerin, Nishka“ (Bruna Phlox) und „Finja-Danielas Totenwache“ (Nadine Boos) daher. Durcheinander laufende Bewusstseinsströme, virtuelle Welten und Fremdkörper machen es dem Leser schwer, sich zurechtzufinden und sich auf die Hauptfigur einzustellen. In ähnlicher Weise überlagern sich Zeiten und Bewusstseinsströme in „Ein Schiff wird kommen“ (Regina Schleheck): Eine Passagierin betritt ein Schiff auf der Reise zu den aufregendsten Plätzen der Galaxis, gerät dabei offenbar in eine Art Zeitschleife, erlebt Déjà-vus, vergisst immer wieder, begegnet einer Schauspielerin aus dem 20. Jahrhundert, wird über das Schicksal der Titanic aufgeklärt ... alles in allem wohl für sehr tief denkende Leser gemacht.

Rätselhafte Titelgeschichte

Sehr rätselhaft auch die titelgebende Geschichte von Frank W. Haubold , in der ein wohl menschlicher Pilot bei einer wohl außerirdischen Macht um Hilfe für seine Zivilisation gegen eine andere außerirdische Macht sucht. Als Antwort erhält er ein parabiblisches oder paraindisches Gleichnis oder eine verbrämte historische Erzählung, verzichtet, weise geworden, auf die Hilfe und reist wieder ab, während seine Gesprächspartner, nur für den Leser sichtbar, ihre Masken abhnehmen und sich entpuppen als ... eben eine sehr rätselhafte Pointe.

Mörder und Roboter

Da gibt es einen Mörder, der im virtuellen Raum lustmordet und eine Versicherungsangestellte, die in einer dystopischen Zukunftswelt dank einer unterschlagenen Polizeibrille Gefühlsdaten und Mentalzustände ihrer Mitmenschen ablesen kann – wobei der Leser dankenswerterweise noch erfährt, wie man quadratische Eier brät. Der Leser erfährt außerdem, wie einem Roboter im Dienste des amerikanischen Präsidenten zumute ist, wenn nach Ende der Amtszeit seines Vorgesetzten die elektronischen Erinnerungen gelöscht werden sollen, und begleitet einen Lod ins Haus einer Lad, um Ermittlungen über einen Todesfall anzustellen. Am Ende sind zwei Led tot, und es war nicht die Chine ... (konfus und durch die Namensgebung etwas schwer zu lesen, aber keine schlechte Grundidee).

Lesenswert und "heiß"

Besonders lesenswert sind die beiden „heißen“ Storys „Phönix“ (Armin Rößler) über einen raubeinigen Piloten, der mit seinem Löschflugzeug einen gewaltigen Waldbrand bekämpft und sich an Bord mit einem nervigen Fernsehteam herumärgern muss, und Andrea Tillmanns' Geschichte „Hitze“, in der eine alte Bäuerin mit Stromrationierungen, Benzinknappheit, der Hitzewelle und jugendlichen Viehdieben zu kämpfen hat. Absoluter Höhepunkt: „Sarah“ von Berndhard Schneider, eine unter die Haut gehende Geschichte von Vaterliebe und Wahnsinn, die sich auch außerhalb des Science-Fiction-Szenarios beim Alleinerziehenden nebenan ereignet haben könnte.

Fazit: Eine gut komponierte Sammlung mit zum Teil herausragenden Geschichten, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Unbedingt empfehlenswert.



Die Audienz. Hrsg. v. Armin Rößler und Heidrun Jänchen. Science-Fiction-Reihe Band 16. Nittendorf: Wurdackverlag, 2010. 224 S., Euro 11,95.



© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis: Alarm für die Erde

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 09 February 2010 · 897 Aufrufe
Bücher - SF, Mark Brandis und 1 weitere...
Atomare Verseuchung, Erdbeben, Vulkanausbrüche und ein Commander, der an seiner Verantwortung fast zerbricht - der 12. Roman über die Abenteuer von Mark Brandis schenkt seinem Titelhelden nichts ...

„Alarm für die Erde“ heißt der 12. Band der Reihe „Mark Brandis“, der jetzt zeitgleich mit dem Abenteuer „Die Vollstrecker“ im Wurdackverlag erschienen ist. Ein Roman, der vor dem Hintergrund einer planetenweiten Katastrophe die nicht minder schrecklichen menschlichen Katastrophen zeigt und den Titelhelden an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit führt – und darüber hinaus.

"Q-Papiere" unterscheiden Menschen erster, zweiter, dritter und vierter Klasse

Der Roman schließt nahtlos an die Handlung des Vorgängerbandes „Operation Sonnenfracht“ an: Der afrikanische Kontinent ist atomar verseucht, seit der Kilimandscharo sich in einen feuerspeienden Vulkan verwandelt und das an seinem Krater liegende Atommüllendlager in die Luft gesprengt hat. Die Evakuierung hat Raumschiffe und Personal der Organisation VEGA aufgerieben, doch die Gefahr ist noch immer nicht gebannt. Erdbeben und Strahlung bedrohen die anderen Kontinente. Faustrecht, Panik und bürgerkriegsähnliche Zustände brechen aus, als die Regierung „Q-Papiere“ einführt – Zertifikate, die über die Evakuierungswürdigkeit der einzelnen Bürger entscheiden und sie in Menschen erster, zweiter, dritter und vierter Klasse einteilen. In Malaga spielen sich schreckliche Szenen ab. Robert Monnier, der sein Raumschiff befehlswidrig nicht mit Q1-Passagieren, sondern mit Kindern belädt, muss mit ansehen, wie seine Najade von Soldaten gestürmt wird, die die Kinder in hohem Bogen aus dem Schiff hinauswerfen, um dann selbst deren Plätze einzunehmen. Eine winzige Hoffnung für den Planeten gibt es noch: Geologen glauben, dass eine gewaltige Explosion den Kilimandscharo wieder verschließen kann. Aber für die Sprengung müsste ein Raumschiff in den Krater hineingesteuert werden – ein Himmelfahrtskommando, fast das Todesurteil für die Besatzung ...

Ein Weltraumheld mit Angstzuständen und Depressionen

Mehr als jemals zuvor kratzt der Autor Nikolai von Michalewsky in diesem Roman am Bild des furchtlosen, ewig siegreichen Weltraumhelden. Mark Brandis, der als bester Mann von John Harris für dieses Unternehmen vorgesehen ist, bricht völlig zusammen, lässt sich krankschreiben, zeigt psychosomatische Ausfallerscheinungen und verfällt in schwere Depressionen. Nicht auskurierte Spätfolgen seines Absturzes mit einem „Kolibri“ machen ihm zu schaffen.

Faszinierende Sicherheit in der Charakterzeichnung

Es ist immer wieder faszinierend, mit welcher Sicherheit von Michalewsky seine Charaktere zeichnet. Er lässt den Leser in seine Helden hineinblicken, zeigt deren Zerrissenheit, aber auch die Momente, in denen ein Mensch über sich hinauswächst – und das alles ohne weinerliche oder weichliche Selbstfindungsszenen, sondern geprägt von einer sehr kritischen Distanz des Ich-Erzählers sich selbst gegenüber und immer wieder gebrochen durch einmontierte Dokumente und Berichte anderer Figuren. Trotz Raumschiff und KL-Waffen ist dieser Commander ein derart glaubwürdiger Charakter, dass man beim Lesen beinahe vergisst, dass er „nur“ eine Romanfigur ist ...

Fazit: Ein fesselnder Roman, reich an innerer und äußerer Dramatik. Unvergesslich.

Mark Brandis: Alarm für die Erde. Wurdack-Verlag, 2010. 168 S., Euro 12.


Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne



© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis: Die Vollstrecker

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 09 February 2010 · 969 Aufrufe
Bücher - SF, Mark Brandis und 1 weitere...
Terrorismus, entführte Flieger, Anschläge auf die Zivilbevölkerung, die tausende Todesopfer fordern: Der 1973 erstmals erschienene Roman "Die Vollstrecker" aus der Reihe "Mark Brandis" ist jetzt neu erschienen - und wirkt kein bisschen verstaubt ...

Woher weiß der Mann das alles ...?
Die Supermächte sprechen miteinander, wollen abrüsten, das „Gleichgewicht des Schreckens“ bekommt ein menschliches Antlitz – und plötzlich beginnen ein paar selbsternannte Kämpfer für eine bessere Welt, Bomben zu legen, Menschen zu entführen und Flugmaschinen in ihre Gewalt zu bringen, um nichtsahnende Städte anzugreifen und zig-tausende Zivilisten umzubringen.

Das passende Buch zur aktuellen Terrorismus-Hysterie

Ein heutiger Leser des erstmals 1973 erschienen Science-Fiction-Romans „Die Vollstrecker“ aus der Serie „Mark Brandis“ kann fast alles in den aktuellen Nachrichten wiedererkennen. Es geht im Buch zwar nicht um entführte Flugzeuge, sondern um Raumschiffe, es werden keine Maschinen in Twin-Towers gejagt, sondern sollen die chinesische Hauptstadt zerstören, und es sind keine islamistischen Gotteskrieger, sondern intellektuelle Angehörige des Abendlandes. Und doch ist dieses jetzt im Wurdack-Verlag neu aufgelegte Buch in Zeiten der um sich greifenden Terrorismus-Hysterie genau im richtigen Jahrzehnt erneut auf der Erde gelandet.
Nikolai von Michalewsky war ein sehr guter Beobachter. Wer weiß, wie Menschen sich verhalten und wie Staaten und Organisationen funktionieren, braucht offenbar keine Kristallkugel, um auch Jahrzehnte später den Lesern das Gefühl zu geben: Hier geht es um dich und deine Zeit.

Mark Brandis verliest die Anklage gegen seinen Freund

Mark Brandis, Raumschiffkommandant im Dienst der VEGA, erhält von seinem Vorgesetzten John Harris einen Auftrag der ihn an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit bringt und ihn beinahe alle Freunde kosten wird: Brandis soll im Prozess gegen seinen Freund und ehemaligen Captain Robert Monnier als Anklagevertreter auftreten. Monnier, dessen Raumschiff entführt wurde, hat als einziges Besatzungsmitglied überlebt. Der Verdacht liegt nahe, dass er mit den Terroristen zusammengearbeitet hat. Die Beweislast ist erdrückend. Die Freundschaft der beiden Männer, die erst vor einiger Zeit Monniers Hass und Misstrauen gegenüber Brandis ablöste, droht zu zerbrechen. Und ausgerechnet in dieser Situation wird der Prozess unterbrochen. Brandis muss einen Angriff der Terroristen gegen eine chinesische Station verhindern und verlangt als Piloten ausgerechnet Monnier.

Zwischen Pflichtgefühl und Selbstzweifeln

Der Roman fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Raumgefechte, Gerichtsverhandlungen und die Auseinandersetzungen mit den Terroristen bilden den äußeren Rahmen und sorgen für klassische Spannungselemente, doch vor allem ist es die Zeichnung der Personen und ihrer Beweggründe, die den unverwechselbaren „Sog“ dieser Geschichten ausmachen. Mark Brandis hin und her gerissen zwischen Pflichtgefühl und Selbstzweifeln, Angst, Idealismus und dem Wunsch, einfach nur wie ein anständiger Mensch handeln zu dürfen, ist keiner der typischen Haudrauf-Helden, die sich mit Laserstrahlen und übermenschlichem Mut durch Weltraumabenteuer hindurchkämpfen, um sich am Ende als Weltenretter feiern zu lassen. Das verleiht diesem Charakter eine Glaubwürdigkeit, von der auch nach 37 Jahren nichts verloren gegangen ist.

Fazit: Ein Buch, das seinen Leser nicht wieder loslässt – packend, mitreißend und einfach nur gut. So muss Science Fiction sein. Vielleicht, weil das gar keine Fiktion ist?

Mark Brandis: Die Vollstrecker. Wurdack-Verlag, 2010. 186 S., Euro 12.


Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne



© Petra Hartmann


Foto

Eoin Colfer: „Und übrigens noch was ...“

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 18 January 2010 · 845 Aufrufe
Bücher - SF, Eoin Colfer und 1 weitere...
Nein. Es ist traurig, das so deutlich schreiben zu müssen. Aber die Antwort auf die große Frage, ob Eoin Colfer die „Anhalter“-Serie von Douglas Adams fortführen kann, lautet nicht: 42. Sie lautet schlicht und ergreifend: Nein.

Aufschrei geht durch die Fangemeinde

Als bekannt wurde, dass der irische Bestsellerautor an einem sechsten Teil der Kultserie „Per Anhalter durch die Galaxis“ arbeitet, ging ein Aufschrei durch die Fangemeinde der „Hitchhiker“. Der Vorwurf von Blasphemie war schnell bei der Hand, Colfer soll von den Beschimpfungen irgendwann so die Nase voll gehabt haben, dass er seinen Freunden verbot, ihm dergleichen überhaupt noch weiterzugeben. Vielleicht ist ein Teil dieses Ärgers sogar in die Figur des „unendlich verlängerten“ Wowbagger eingeflossen, jenes unsterblichen Außerirdischen, der seinen ersten Auftritt im dritten Anhalterband („Das Leben, das Universum und der ganze Rest“) hatte und der nun in Colfers Roman eine tragende Rolle erhielt und weiterhin seiner Mission folgt, alle Lebewesen zu beschimpfen und beleidigen. Jetzt liegt das von Adams' Witwe autorisierte Werk in deutscher Übersetzung vor, es trägt den Titel „Und übrigens noch was ...“ – und befriedigt nicht.

Artemis Fowl und Meg Finn begeistern Millionenpublikum

Colfer ist ein beeindruckender Autor, seine Romane um das jugendliche Verbrechergenie Artemis Fowl, die beiden Benny-Romane, der junge Detektiv Fletcher Moon oder die Geschichte von Meg Finn und der Liste der vier Wünsche begeisterten ein Millionenpublikum, und das völlig zu Recht. Umso trauriger ist es, dass sich der Schriftsteller hier offenbar auf einen Kampf eingelassen hat, den er nicht gewinnen konnte. Brauchte es eine Fortsetzung? Brauchte es einen zweiten Teil von „Vom Winde verweht“? Braucht "Winnie the pooh" einen dritten Band? Im Prinzip wäre es nicht einmal Douglas Adams selbst zu raten gewesen, noch einen sechsten Band zu schreiben, nachdem er der „Trilogie“ bereits einen vierten und fünften Teil hinzugefügt hatte. Denn Adams' letzter Anhalterroman („Einmal Rupert und zurück“) hätte gut und gern ungeschrieben bleiben können.

Eoin Colfer weiß alles über Handtücher und Plapperkäfer ...

Bemüht hat Colfer sich, keine Frage. Er dürfte „Per Anhalter durch die Galaxis“ besser kennen als Adams selbst es je getan hat. Er weiß alles über Handtücher, Vogonen und ihre Lyrik, Pangalaktische Donnergurgler, Beteigeuzianer, Dentrassi-Köche, den unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive der „Herz aus Gold“, Eccentrica Gallumbits und den gefräßigen Plapperkäfer von Traal. Er lässt das bewährte Quartett aus Arthur Dent, Tricia McMillan, Ford Prefect und Zaphod Beeblebrox sowie die junge Random erneut auf Weltraumreise gehen, und – natürlich – erlebt Arthur erneut die völlige Zerstörung der Erde. Alles vorschriftsmäßig eingebaut wie von einer vogonischen Bauflotte paragraphenkonform durchexerziert. Aber man hört förmlich die Karteikarten klappern, wenn Colfer wieder einen Anhalter-Baustein in seine Erzählung einfügt.

... aber er kann kein Chaos stiften

Colfer ist ein sehr kluger Autor. Er ist ein großer Planer. Seine Plots sind ausgefeilt, perfekt konstruiert, seine Pointen von langer Hand vorbereitet. Es ist garantiert der am sorgfältigsten gebaute Anhalter-Band, der je geschrieben wurde. Aber es fehlt ihm gerade das, was Adams' fünfbändige „Trilogie“ ausmachte: Die übersprudelnde, unkontrolliert ausbrechende und völlig irrsinnige Spontaneität, mit der Adams' Ideen dem Leser entgegengeschleudert wurden. Es fehlt das kreative Chaos, das Adams verbreitete. Hier wurden zwei Erzählstile verquickt, die niemals hätten zusammenwachsen können. Statt der irrwitzigen Einträge aus dem Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“, die das Herzstück der Reihe ausmachten, schiebt Colfer alle paar Seiten als Handlungsunterbrechung eine „Anmerkung“ ein, man könnte fast sagen: Er zwingt sich dazu. Darin findet man all' die Abstrusitäten, die das richtige Anhalter-Kolorit ausmachen und den vertrauten Tonfall hervorbringen sollen. Doch das Ganze wirkt einfach nur verkrampft und bemüht, man spürt förmlich, wie der Autor sich das Hirn zermartert, um irgendwelche absurden „Fakten“ zu erfinden. Und vielleicht ist es sogar als Geständnis seines inneren Widerstrebens zu lesen, wenn Colfer schreibt: „Alles kann real sein. Alles, was man sich vorstellen kann, geschieht tatsächlich irgendwo auf der Dimensionsachse. (...) Denken Sie an etwas Verrücktes, oder, falls das zu anstrengend ist, werfen Sie einfach willkürlich ein paar Adjektive und Substantive zusammen: Zorniges Seegras? Kein Problem: die Aufgebrachten Hijiki von Damogran. Die Hijiki-Halme waren so sauer über ...“ (S. 127) Das mag das sein, was er als Bauplan des Anhalters erkannt hat. Aber „Leben“ entsteht so nicht.

Fazit: Ein handwerklich ordentlicher Roman, der keine großen Fehler aufweist. Von der Lektüre abzuraten ist jedoch allen Anhalter-Fans, Douglas-Adams-Fans und Eoin-Colfer-Fans. Es bleibt zu hoffen, dass Eoin Colfers nächster Roman wieder ein echter Colfer wird.

Eoin Colfer: Und übrigens noch was ... Douglas Adams' : Per Anhalter durch die Galaxis. Teil 6 der Trilogie. Heyne, 2009. 414 Seiten, Euro 19,95.


Weitere Besprechung zu Eoin Colfer:
Artemis Fowl - Der Atlantis-Komplex



© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis - Roman: Operation Sonnenfracht

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 18 January 2010 · 1006 Aufrufe
Bücher - SF, Mark Brandis und 1 weitere...
11. Band des SF-Kultklassikers: Mark Brandis im Wettlauf mit der Zeit, den niemand gewinnen kann. Ein beklemmend aktueller Roman über Spätfolgen heutiger Atompolitik.

Operation Sonnenfracht, so heißt der 11. Band der 31-teiligen Mark-Brandis-Gesamtausgabe, der zeitgleich mit dem 6. Band "Vorstoß zum Uranus" im Wurdackverlag erschien. Anders als das etwas verunglückte Uranus-Abenteuer handelt es sich hierbei um einen mitreißend geschriebenen Katastrophenroman und Umwelt-Thriller, der auch mehr als 30 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nichts von seiner Brisanz eingebüßt hat. Im Gegenteil: Seit dem Wiederaufleben der Debatte um längere Kernkraftwerks-Laufzeiten und den „Ausstieg aus dem Ausstieg“ scheint der Roman aus dem Jahr 1975 aktueller denn je.

Mark Brandis in einem aussichtslosen Kampf am Kilimandscharo

Mark Brandis und seine Crew schreiben inzwischen das Jahr 2076, als sich die Umweltsünden der Menschen des vergangenen Jahrhunderts bitter rächen. Eine erhöhte Erdbebenaktivität des gesamten Planeten droht die gefährlichste Bombe aller Zeiten zu zünden: Ein gigantisches Atommüll-Endlager am Kilimandscharo ruft sich nach Jahrzehnten der Vergessenheit nachdrücklich wieder ins Gedächtnis der Menschheit. Seismologen warnen, die Katastrophe scheint unausweichlich. Mark Brandis erhält den Auftrag, die Bergung des Giftmülls zu leiten. Die tödliche Fracht soll mit ausrangierten Raumschiffen in die Sonne gestürzt werden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt; es ist ein Kampf, der nicht gewonnen werden kann.

Atomare Katastrophe reißt ganz Afrika in den Abgrund

Mark Brandis ist kein Superman. Es ist eine der Stärken dieser Figur, dass er nicht wie die strahlenden Helden gängiger Science-Fiction-Serien am Ende als großartiger Sieger dasteht und wieder einmal die Welt gerettet hat. So bricht das prophezeite Erdbeben dann doch viel zu früh aus – mit schrecklichen Folgen für ganz Afrika. Der Kontinent erlebt einen Supergau, gegen den die gefürchtete Kernschmelze im Reaktor von Tschernobyl (1986) ein Kinderspiel war. Ganz Afrika ist atomar verseucht, und Brandis muss plötzlich die größte Evakuierung der Menscheitsgeschichte leiten.

Nikolai von Michalewsky schuf einen beklemmend aktuellen Roman

Atomskandale, Umweltkatastrophen, bornierte Militärs, aber auch schwarze Medizinmänner und Clanchefs, die sich den Rettungskräften widersetzen und endlich die Macht in Afrika ergreifen wollen – ist das wirklich Science Fiction aus den 1970er Jahren? Es ist beklemmend, wie bekannt einem manche Auseinandersetzungen aus den täglichen Nachrichten vorkommen. Mit „Operation Sonnenfracht“ hat Nikolai von Michalewsky einen Roman geschrieben, der in all den Jahren nichts von seiner Eindringlichkeit und Überzeugungskraft verloren hat.

Balthasar v. Weymarn berichtet über Mark-Brandis-Hörspiele

Die jetzt im Wurdackverlag erschienene Ausgabe hat als Beigabe für die Freunde des Commanders eine besondere Beigabe: Balthasar v. Weymarn, der zusammen mit Jochim-C. Redeker für die Brandis-Hörspielproduktionen verantwortlich zeichnet, berichtet in einem Nachwort über die Entstehung der Hörversion der Abenteuer. Der Leser erfährt unter anderem, warum es nötig ist, in der akustischen Version den Frauenanteil an Stimmen zu erhöhen, wieso Henri Vidal aus „Testakte Kolibri“ einer Geschlechtsumwandlung unterzogen wurde und welche Vorzüge der – in der Romanvorlage nicht vorhandene – Bordcomputer CORA für die Inszenierung hat.


Fazit: Ein packender Roman, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, den man so schnell nicht wieder vergisst. Ein echtes Highlight der Serie.

Mark Brandis: Operation Sonnenfracht. Wurdackverlag, 2009. Paperback, 164 Seiten. Euro 12.


Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 5: Vorstoß zum Uranus
Band 6: Die Vollstrecker
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne



© Petra Hartmann


Foto

Mark Brandis - Roman: Vorstoß zum Uranus

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 18 January 2010 · 1264 Aufrufe
Uranus, Mark Brandis, Bücher - SF und 1 weitere...
Mark Brandis und seine Crew müssen eine verschollene Expeditionsgruppe auf dem Uranus bergen - ein spannendes Thema, doch der Roman krankt an Zufällen und Logikmängeln.

„Vorstoß zu Uranus“ heißt der 5. Band der Science-Fiction-Serie Mark Brandis, der in der auf 31 Bände ausgelegten Gesamtausgabe im Wurdackverlag erschien. Commander Mark Brandis und seine Crew haben einen brisanten Auftrag: Sie fliegen mit der „Hermes“, dem noch ungetesteten Prototyp eines neuen superschnellen Raumschiffs zum Planeten Uranus, um dort eine verunglückte wissenschaftliche Expeditionsgruppe zu retten - und vor allem deren Schiff vor dem Zugriff der gleichfalls zur Bergung anrückenden Chinesen zu schützen.

Einer der weniger gelungenen Romane von Nikolai von Michalewsky

Das Buch ist nicht ganz unproblematisch und wird von Fans der Reihe oft zu den weniger gelungenen Werken des Verfassers gerechnet. Tatsächlich gibt es viele glaubwürdigere (sofern man im phantastischen Genre von Glaubwürdigkeit sprechen kann), logisch durchdachtere und mitreißendere Romane von Nikolai von Michalewsky, der die Reihe unter dem Pseudonym „Mark Brandis“, dem Namen seines Protagonisten, verfasste. Vor allem gegen den jetzt zeitgleich neu erschienenen 11. Teil der Reihe, "Operation Sonnenfracht" fällt das Buch stark ab.

Mark Brandis begegnet den Problemen der 1970er Jahre

„Jeder historische Roman vermittelt ein ausgezeichnetes Bild von der Epoche des Verfassers“, schrieb einst Kurt Tucholsky. Er hätte hinzufügen können: „Das gilt auch für jeden Zukunftsroman.“ Denn das Abenteuer, das am 15. Oktober des Jahres 2072 – also genau 100 Jahre nach dem ersten Erscheinen des Buches – beginnt, wirft ein deutlicheres Licht auf die politischen und sozialen Probleme der 1970er Jahre als manches Geschichtsbuch.

Der lange Schatten der Apartheid

In einer Welt, in der Staats- und Rassengrenzen offiziell gefallen sind, in der die EAAU, die Europäisch-Amerikanisch-Afrikanische Union, als Garant für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde nach dem Sturz des Diktators Gordon B. Smith offiziell wieder errichtet ist, haben noch längst nicht alle Bürger die schönen humanistischen Ziele auch verinnerlicht.

Brandis, der bisher nach eigenem Bekunden nie ein Problem mit „gemischten“ Crews hatte, versteht die Welt nicht mehr, als sein neuer Pilot Martin van Kerk den schwarzen Bordingenieur William Xuma als Nigger beschimpft, nicht mit ihm gemeinsam essen will, ihn gar in einer lebensgefährlichen Situation ohne schlechtes Gewissen im Stich lässt. Van Kerk, der weißhäutige Südafrikaner, hat die Gesetze der Apartheid derart verinnerlicht, dass er gar nicht begreift, wieso ihn der zornige Commander vom Dienst suspendiert und unter Arrest stellt.

Doch auch der sonst recht liberale und aufgeklärte Brandis hat schwer an seinen Vorurteilen zu arbeiten. Der Mann, der mit Afrikanern freundschaftlichen Umgang pflegt, muss ganz schön daran knabbern, dass man ihm erstmals eine Frau als Crewmitglied zugeteilt hat. Allerdings lösen sich die Spannungen im Geschlechterzwist wie unter zivilisierten Menschen in einem Gelächter nach einer überstandenen Gefahr.

Scotts verunglückte Südpol-Expedition im Science-Fiction-Gewand

Nikolai von Michalewsky stellt sich mit seiner verschollenen Uranus-Expedition deutlich in die Tradition berühmter verunglückter Polar-Forschungsreisen. Nicht zufällig trägt der Expeditionsleiter und Erzrivale des Ich-Erzählers den Unglücksnamen Scott, und sehr bewusst erinnert das Tagebuch zweier Expeditionsteilnehmer, die einen günstigeren Punkt zur Absetzung eines Notrufs suchen und nie zum Schiff zurückkehren, an die letzten Aufzeichnungen des verhinderten Südpol-Entdeckers.

Einmal merkt Brandis auch an, dieses Abenteuer folge den Regeln einer griechischen Tragödie. Allerdings wussten die Altmeister des antiken Theaters Schicksalsschläge etwas besser aus der Handlung heraus zu motivieren und vorzubereiten.

Ungeschickte Dramaturgie: Viel zu viele Zufälle

Der Roman leidet an vielen Zufällen und unvorbereitet eingefügten Ereignissen. Totalausfälle des unerprobten Schiffes treffen immer mal wieder unerwartet ein. Als Xuma mit dem Dingi nach einem plötzlichen Meteoritensturm das Schiff umkreist, wird die Hermes erneut Opfer eines Blackouts, das Beiboot geht verloren, Xuma wird nach langem Suchen als unauffindbar aufgegeben. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er in der Unendlichkeit, die zuvor nur das Uranus-Forschungsschiff durchquert hatte, von einem chinesischen Schiff aufgegriffen wird? Da es sich bei dem Retter nicht um die „Herz aus Gold“ mit dem unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive aus Douglas Adams’ „Anhalter“-Romanen handelt, dürfte sie gleich Null sein.

Aber Xuma setzt noch eins drauf: Als Gefangener der Chinesen gelingt es ihm plötzlich, nach Ablauf eines zweistündigen Ultimatums, ein Loch in den Chinesenraumer zu schießen. Ist niemand auf die Idee gekommen, den Gefangenen zu entwaffnen?

Wissenschaftlich nicht auf der Höhe der Zeit

Dass der Uranus ein Gasplanet ist, auf dem man nicht herumlaufen kann, war 1972 bereits bekannt, wurde zumindest theoretisch diskutiert und dem Roman schon damals vorgeworfen.

Wenn Scott mit dem reparierten Schiff aufsteigt, um sich mit großer Geste als Selbstmörder in die Sonne zu stürzen, wird Brandis’ Handeln vollends unglaubwürdig. Immerhin war sein Auftrag, das Schiff vor dem Zugriff der Chinesen zu schützen. Wie lange braucht ein Selbstmörder für die Strecke Uranus-Sonne, wenn schon das wesentlich modernere Schiff „Hermes“ für die Strecke Erde-Uranus anderthalb Monate benötigt? Zeit genug, den Entschluss zu überdenken, oder von den Chinesen gefasst zu werden, ist jedenfalls vorhanden. Scott hätte besser daran getan, in einen der tödlichen Uranus-Staubseen zu springen.

Dass Xuma schließlich auf der vorletzten Seite dem Apartheids-Apostel van Kerk an einem solchen Staubloch das Leben rettet, der daraufhin seiner absurden Ideologie abschwört, mutet an wie ein „Deus ex Machina“ mit dem Holzhammer.

Fazit: Ein Roman mit vielen Schwächen, der vorwiegend historisch interessant ist. Für Nicht-Fans nur bedingt empfehlenswert.

Mark Brandis: Vorstoß zum Uranus. Wurdackverlag. Paperback, 186 Seiten. Euro 12.


Zum Hörspiel: Teil I, Teil II

Weitere Besprechungen zu Mark-Brandis-Romanen:
Band 6: Die Vollstrecker
Band 11: Operation Sonnenfracht
Band 12: Alarm für die Erde
Band 13: Countdown für die Erde
Band 14: Kurier zum Mars
Band 15: Die lautlose Bombe
Band 16: Pilgrim 2000
Band 18: Sirius-Patrouille
Band 19: Astropolis
Band 20: Triton Passage
Band 21 und 22: Blindflug zur Schlange und Raumposition Oberon
Band 23: Vargo-Faktor
Band 24: Astronautensonne



© Petra Hartmann






Nestis und die verbotene Welle, 2017

3f80dd532215286.jpg

 

Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.

Bestellen bei Amazon.

Demantin, 2016

514f43516064341.jpg

 


Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

Bestellen bei Amazon

Leseprobe

 

Crane, 2016

09ac37516063082.jpg

 

Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

Bestellen bei Amazon

Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

7451c5416255075.jpg

 

Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

Bestellen bei Amazon

 

Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

bbcbde412262119.jpg

 

 

Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

3d97d1421549841.jpg

 

 

Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

943511404579110.jpg

 

 

Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

e23b35438858636.jpg

 

Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

57c6811076139894.jpg



Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

ffec70381999188.jpg

 

Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

Eingefügtes Bild

Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

Eingefügtes Bild

Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

Eingefügtes Bild

Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

Eingefügtes Bild


Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

Eingefügtes Bild


Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

Eingefügtes Bild


Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

Eingefügtes Bild

Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

Eingefügtes Bild

Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

1c4bd5198119607.jpg


Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

0e8ead243950143.jpg


Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

d1b5a3206395602.jpg


Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

September 2019

M D M D F S S
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23 242526272829
30      

Nächste Lesungen / Termine

Lesungen

 

Sonnabend, 4. April 2020: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke", Auf der Buchmesse "Buch im Wald". Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz. Voraussichtlich 14.30 bis 15.15 Uhr.

 

Freitag, 11. September 2020: Lesung aus "Der Fels der schwarzen Götter" als Gast der Fördervereins Rudolf von Bennigsen in der RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen bei Springe. Beginn: 19.30 Uhr.

 

 

 

Buchmessen, Cons, Büchertische

 

Sonnabend und Sonntag, 4. und 5. April 2020: Buchmesse "Buch im Wald", Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz.

 

Montag bis Freitag, 5. - 9. April 2021: 3. Helgoländer Lesefestival. Ich bin mit Nestis dabei. Und vermutlich mit einer Spezial-Möwenlesung mit der Geschichte "Die kleine Möwe Kackvorbei".

 

 

 

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher:

www.twitter.com/PetraHartmann

 

Facebook-Autorenseite:

www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

 

Nestis auf Facebook:

www.facebook.com/nestis.net/

 

Nestis auf Facebook:

https://twitter.com/NestisLogbuch

Neueste Kommentare

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

Angehängtes Bild: Cover_falkenfruehling.jpg

Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

Angehängtes Bild: dieletztefalkin2.jpg

Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


Angehängtes Bild: felsBig.jpg

Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


Angehängtes Bild: Darthula_klein.jpg

Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


Angehängtes Bild: weihnachten_im_Schneeland.jpg

Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



Angehängtes Bild: movennaprinz.jpg

Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


Angehängtes Bild: movenna.jpg

Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


Angehängtes Bild: mond.jpg

Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


Angehängtes Bild: feenzauber.jpg

Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


Angehängtes Bild: barrikade.jpg

Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


Angehängtes Bild: mundt.jpg

Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


Angehängtes Bild: buchfaust.gif

Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt:

Petra Hartmann

 

Postanschrift:

Hopfenkamp 12

31188 Holle

 

Mail:

hartmann (Punkt) holle (at) web (Punkt) de

 

Telefon:

Null-Fünf-Null-Sechs-Zwei / Acht-Eins-Neun-Eins