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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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(!Time Machine) Habe ich eigentlich…

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 25 March 2018 · 178 Aufrufe

(!Time Machine) Habe ich eigentlich… …schon das Fan-Zine (so steht’s im Untertitel) !Time Machine empfohlen? Muss ich auf jeden Fall gleich mal nachholen.
Das Zine mit dem seltsam geschriebenen Namen ist der legitime Nachfolger von !Xaver und !Alois, dem Fanzine der Münchner Phantasten, der Leutchen, die auf Cons gern und amüsant und eloquent die Perlen der SF vorstellen. Wem das auf den Cons nicht reicht, kann sie sich jetzt also mal wieder nach Hause holen, allerdings weit fundierter und ausführlicher als das auf ihren Con-Veranstaltungen geschieht. Das Magazin, das rein äußerlich die Gefilde der fannischen Publikationen hinter sich gelassen hat, erscheint jetzt auch im WURDACK Verlag.
Neben den eingestreuten einzelnen Buchvorstellungen unter der Rubriküberschrift „SF-Perle“ finden wir in dem Heft längere und tiefgründige Artikel über…

…eine TV-Serie, die der Essayist als eine der besten SF-Serien anpreist (und von der ich zuvor nicht mal was gehört hatte): Dollhouse

…über Herbert W. Franke, Godzilla [von Stefan Kuhn], den World Con in Helsinki [von Hardy Kettlitz], den rührigen Verleger alter SF (-Perlen) Dieter van Reeken (Interview)

…über Science Fantasy (in dem für mich befriedigender Weise STAR WARS mal endlich so eingeordnet wird, wie es sich für meine Begriffe gehört – aber genau dies – der ewige Streit der SF-Fans, was denn nun SF, was Fantasy ist, wird auch kurz thematisiert – eine Frage, die nie geklärt wird, oder doch – hier in dem Artikel?)

…ein sehr umfangreicher Artikel über Fanzines (NEUER STERN ist auch dabei, huraaa!), vor allem aus Deutschland (west u. ost)

Mir gefällt auch die mitunter bewusst subjektive, persönlich gehaltene Wertung und Sichtweise auf die Themen, bei gleichzeitiger Demonstration großer Sachkenntnis – man wird unterhalten und lernt was dabei.
Insgesamt haben mich die Artikel animiert, wieder mehr zu lesen, auf phantastische Entdeckungsreise zu gehen und fragen lassen, wie die Autoren der Artikel, vor allem Ralf Bodemann, Udo Klotz, Christian Hoffmann es schaffen, so viel zu lesen. = Neid!!!
Aber okay, muss ja nicht alles lesen, wozu gibt es !Time Machine? (Und dann ist das Teil noch nicht mal teuer, keine 5 Euro, gibt’s beim Verlag, oder auch auf Cons, nehme ich mal an, wo die Münchner Phantasten aufkreuzen)

(PS: Von mir ist auch ein Bild drin; hier im Blog sieht man einen Ausschnitt daraus.)


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Der Totenschädel & die Spinnen...

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 20 January 2018 · 481 Aufrufe

Der Totenschädel & die Spinnen... <--- Keine Spinne - die sind dann im Heft.

Jörg Herbig hat ein Faible für Spinnen. Er sammelt Spinnenfiguren, bekommt gerne Spinnenerlebnisse erzählt, liest mit Begeisterung Spinnengeschichten, mag Spinnen-Horrorfilme, aber auch Spinnen-Dokus, außerdem beobachtet er Spinnen gerne. Er findet Spinnen spannend und faszinierend und auf gewisse Weise schön. Die aktuelle Ausgabe des Lachenden Totenschädels ist dem Thema Spinnen gewidmet.

Er schreibt in seiner Ankündigung auf FB dazu: „Während ich bei den ersten drei Ausgaben des Totenschädels darauf geachtet habe, nur Berichte auszuwählen, die sowohl unterhaltsam sind als auch einen hohen Wahrheitsgehalt besitzen, spielt der Faktor Wahrheitsgehalt in der vierten Ausgabe keine übergeordnete Rolle. Sowohl wahre als auch fiktive Geschichten wurden bei der Zusammenstellung des Hefts berücksichtigt. Auch drehen die Beiträge sich diesmal nicht ausschließlich um gruselige Geschehnisse. Ich freue mich, ein paar meiner eigenen Spinnen-Texte zeigen zu dürfen, aber ein besonderer Leckerbissen dieser Ausgabe sind die Spinnen-Beiträge von SYBILLE LENGAUER, THOMAS HOFMANN, JERK GÖTTERWIND, KALLI und MARKUS PREM. Gut möglich, dass es demnächst noch weitere Spinnen-Texte von mir zu lesen gibt, aber jetzt erstmal als Auftakt Der lachende Totenschädel Nr.4 mit dem Thema Spinnen. Ab sofort bei mir erhältlich.“

Na, ich freue mich auch! Auf das Heft! Her damit!
Wer will kann es bekommen:

DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL Nr.4, Hrsg. Jörg Herbig, DinA5-Zine, ca. 16 Seiten, EUR 2,50 + Porto, Kontakt: totenschaedel-magazin@gmx.de, Inhalt dieser Ausgabe: Kurzgeschichten, Gedichte und Zeichnungen zum Thema Spinnen, mit Beiträgen von SYBILLE LENGAUER, THOMAS HOFMANN, JERK GÖTTERWIND, MARKUS PREM, KALLI und JÖRG HERBIG.



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Neues aus dem Hause TES

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 14 November 2017 · 432 Aufrufe
BunTES Abenteuer, TES, H.G.Wells
Neues aus dem Hause TES Natürlich bin ich weit davon entfernt, alle Hefte, die Gerd-Michael Rose der SF-Fan-Gemeinde so zur Verfügung stellt, gelesen zu haben, aber es ist immer wieder ein großes Vergnügen, mal zu sehen, was er da für Schätzchen ausgegraben hat. Beim PentaCon in Dresden, November 2017, konnte ich mal wieder seine gut gefüllte Heftchen-Kiste durchstöbern und auch etwas für mich finden:

BunTES Abenteuer 37 / 38 (Doppelheft)
Rainer Zuch: „Der Außenposten“

Die Überschrift hier könnte auch lauten: „Lem meets Lovecraft“, oder meinetwegen auch – den gewählten Zitaten, die als Mottos der Erzählung vorangestellt wurden, entsprechend – „Jefremow meets Lovecraft“. Ich fühlte mich jedenfalls an die Klassiker der Ost-SF erinnert, an „Gast im Weltraum“ z.B., wo der Leser lange auf die Große Fahrt ins All vorbereitet wird, indem er das Raumschiff erst einmal ausgiebig vorgestellt bekommt.
So ähnlich geht der Autor dieser längeren Erzählung auch an die Sache. Allerdings nimmt er das Ergebnis der geplanten Expedition vorweg: Nur eine Raumfahrerin kehrt von der Mission zurück und erzählt nach einer komatösen Zwangspause von einem wahrlich schrecklichen first contact auf dem fernen (nicht-) Planeten Pluto (wie ist das übrigens: Ist Pluto nicht nun doch wieder ein Planet?).
Die Schilderung der Artefakte und Wesenheiten, denen die Raumfahrer dort begegnen und der Präsenz des Grauens, dem sie sich aussetzen, ist eine handfeste Lovecraftiade (gibt es dieses Wort?). Der Autor erfindet das Genre nicht neu, aber es hat mir sehr großen Spaß gemacht, in diese finstere Planetenwelt einzutauchen. Der Autor beginnt seine Erzählung etwas unterkühlt, um sich dann das schwarze Grauen entfalten zu lassen.

BunTES Abenteuer 40
H.G. Wells „Die Argonauten der Luft“
Zwei Erzählungen von Wells (Titelstory und „Filmer“), die meines Wissens nach noch nicht ins Deutsche übertragen wurden (ich weiß es nicht wirklich und habe nicht recherchiert, ob sie nicht vielleicht in früheren Tagen bereits doch mal übersetzt wurden).
Die Übersetzung hat Gerd-Michael selbst vorgenommen. Na ja, ich denke mal, das ist keine leichte Aufgabe gewesen. Wells neigt zu langen Schachtelsätzen. Mitunter war es mir gar nicht so leicht, denen zu folgen. Es ist wirklich schwierig, da den Überblick zu behalten.
Ansonsten sind es feine Erfinder-Unternehmer-Stories; Thema beider Geschichten ist der Versuch der Verwirklichung des Traums vom Fliegen. Beide Male geht das nicht so gut aus, der Fortschrittsglaube bekommt Dämpfer. Typisch Wells. Mir hat’s gefallen.

BunTES Abenteuer 39
Stanley G. Weinbaum: „Planet der Illusionen“
Wieder so ein herrliches Planetenabenteuer, mit schlüssigen Gedanken zur Beschaffenheit eines Planeten und den Lebewesen, die auf ihm leben. Diesmal geht es auf den Uranus, der zwar viel größer als die Erde ist, aber durch seine wesentlich geringe Dichte eine geringere Gravitation besitzt. Er eignet sich für die Landung einer irdischen Expedition. Seine Oberfläche ist mit dichtem Nebel umhüllt, was schon mal eine mysteriöse Atmosphäre schafft. Neben zunächst unerklärlichen Erscheinungen (Illusionen) begegnen die Raumfahrer auch einer raupenartigen Lebensform. Hier zeigt der Autor mal wieder, was sein großes Steckenpferd ist: Das Ausdenken raffinierter Exobiologie. Diese „Raupen“ haben eine bestimmte Eigenschaft, die sich ein Expeditionsteilnehmer in einer Gefahrensituation erkennen und ausnutzen kann. Famos!


TES im Netz


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Leipzig im September - der FKSFL lädt ein:

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung, Phantastisches Halle & Le... 01 September 2017 · 400 Aufrufe
Brian Deatt, FKSFL
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Im Haus des Buches
28. September 2017
Die HP des Freundeskreises: klick


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Veröffentlichungs-Update: Frisch erschienen als eBook – mit TiBi von mir

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 27 July 2017 · 204 Aufrufe
Uwe Lammers
Veröffentlichungs-Update: Frisch erschienen als eBook – mit TiBi von mir Hier als Hinweis in eigener Sache eine kurze Inhaltsbeschreibung (Verfasst von Uwe Lammers selbst) zu einem Werk aus der Wohl-Endlos-Serie „Oki Stanwer“.

Uwe Lammers
„Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1

Es gibt schlimme Geschichten über die „Wanderarbeiter“. So hört es der junge Farmerssohn William Taylor jr. auf der Kolonialwelt Hamilton. Er lebt in der kleinen agrarischen Enklave „Albert Hook“ und leidet unter akuter Langeweile. Das endet, als er durch einen Ausflug in direkten Kontakt mit dem „Wanderarbeiter“ Shush kommt. Er ist ein monströses Wesen – ein lebendes Skelett, einstmals Teil der LEGION, TOTAMS Untotenarmee, die für die Dienste des Bösen stritt. Aber die LEGION geht neue Wege, und Shush beteuert, er sei einfach nur ein guter Arbeiter.
Aber ist das tatsächlich alles, was er ist? Was er will?
Oder hat Williams Großvater Addison doch Recht, der schreckliche Erinnerungen mit den „Wanderarbeitern“ verknüpft, die man früher Totenköpfe nannte?
Näheres über die abenteuerliche Geschichte der Freundschaft zwischen William Taylor junior und seinem neuen Bekannten, dem Totenkopf Shush, erfahrt ihr ab sofort im aktuellen neuen E-Book „Mein Freund, der Totenkopf“, das im August und September 2017 in zwei Teilen als Band 6 der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“ erscheint. Vorkenntnisse aus der Lektüre der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) sind nicht zwingend notwendig, aber sicherlich hilfreich.

Referenz:
Mehr zu Oki Stanwer


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Phantastik-Mags CLN & IF – ein paar subjektive Eindrücke

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 02 July 2017 · 500 Aufrufe

Ich habe die Wahl: Superhelden oder Geisterhäuser?
Oder Beides? Ja, warum denn nicht Beides?
Zwei Magazine – Fanzines ist ja fast schon untertrieben bei dem Format und der Aufmachung – also, 2 Fan-Magazine, die eher ohne kommerzieller Profi-Attitüde daherkommen, aber einen formidablen Eindruck beim Leser und Betrachter hinterlassen, goutierte ich.
Ja, da hat der Fan Recht, wenn er behaupte, der Hofmann ist der „Fanzine-Man“ (® by lapismont - hier). Na ja, das bin ich dann doch nicht, aber immer ein interessierter, neugieriger und dem gemeinen Fan-Erzeugnis ergebener Leser.
Was die neuen Medien aber auch so möglich machen: Dank des Onlinehandelsriesen kann man recht einfach und sogar kostengünstig sein eigenes Buch, oder eben auch Mag, raushauen. Und weil das Jede/r kann und macht, bin ich da eher skeptisch. Ein schönes Titelblatt macht noch keinen Frühling. Aber wenn Leutchen wie Eric Hantsch und Jörg Kleudgen, oder Tobias Reckermann etwas publizieren, dann darf man ruhig mal näher hinschauen.

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Die noch immer frische Ausgabe von Cthulhu Libria Neo widmet sich schwerpunktmäßig den Geisterhäusern in der phantastischen Literatur. Der geneigte Leser (die Leserin natürlich auch) findet überblickgebende Artikel, Rezensionen, auch Stories zum Thema. Schwerpunkt dieses Mags liegt auf dem Sekundärtext. Find ich gut. Die für mich besten Artikel, Beiträge waren das Interview mit Boris Koch und die sehr persönlichen Erinnerungen Uwe Sommerlads an Robert Bloch, anlässlich seines 100. Geburtstages. Der Artikel von und mit Boris Koch hat Jörg Kleudgen geschrieben. Interessanter Weise fügt er seine Interview-Ergebnisse in seinen Essay ein; eine Verfahrensweise, die mir schon früher aufgefallen und im Gedächtnis geblieben ist, als er noch in Gothic und Gothic Grimoire schrieb (eventuell heute noch? ich weiß es nicht, bin etwas weg davon).
Auch schön war Uwe Voehls Beobachtungen zu einem „Gespensterhaus“, auch sehr persönlich und subjektiv gehalten. Hey, Leute, diese persönliche Note – ich dachte ja, das wäre so ein „Alleinstellungsmerkmal“ den NEUEN STERNS! Also, ich mag das ja… Apropos, „wir“ kommen in einem „100 Wörter Horror“-Block auch vor; danke, lieber Uwe, für die guten Worte!
Lars Dangel steuerte zwei wichtig-gewichtige Artikel bei; der eine über Bibliografien, der andere, der mich persönlich mehr ansprach, über Oscar Wilde und dessen erste Übersetzung ins Deutsche. Lars trug viele interessante Personalien zusammen; ich staune mal wieder über sein enormes fundiertes Wissen, das auf eine intensive Erforschung der phantastischen Materie beruht.
Noch ein Interview, diesmal mit Michael Siefener. Auch superinteressant – und an einer Stelle schockierend traurig. Nur das förmliche „Sie“ hat mich irritiert.
An Primärtexten gibt es was ganz Altes und was ganz Junges: Eine Wiederentdeckung von Lars Dangel: Isolde Kurz, die im 19. Jahrhundert auch Phantastik schrieb, und eine Neuentdeckung von Jörg Kleudgen und seiner Goblin Press: Max P. Richter, der nun wirklich zeigt, dass die Phantastik nicht ausstirbt und „die Jugend“ durchaus noch was damit am Hut hat. Der Mann ist 1996 geboren… In der Goblin Press erschien ein Roman von ihm, der hier im Heft befindliche Text ist wohl ein Outtake daraus und zeigt, welche grusligen Gefahren in der skandinavischen Mythologie verborgen sind. (und ich habe so nebenbei dabei gelernt, dass „meine“ Nacht am 21. Dezember ist: Die Thomasnacht, der Beginn der Rauchnächte – am 12. Dezember habe ich Geburtstag… hat das nun was zu bedeuten?)
Insgesamt bin ich ziemlich begeistert und möchte dies hier auch gern an Euch weitergeben.

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Cover: Erik R. Andara !!!!
„Superhelden“ – kennt man aus Film und Comic. Auch aus dem (nur) geschriebenen Wort? Oh ja, gibt es. Ich erinnere mich gern an Michael Bishop und Lansdale, z.B. Und es gibt im deutschsprachigen Phantastikraum auch ein paar aktuelle Beispiele, wo Superhelden kämpfen und siegen und ihr tragisches Dasein fristen, zum einen „Gladium“ aus dem Hause Kastenholz und aus Austria: „ASH – Austrian Superheroes“, mit denen ich mich bis dato kaum befasst hatte; denen begegnen wir im Heft gleich in Form einer Story und in einem Comic. Unterm Strich liegt mir „Gladium“ mehr; ich scheue nur die Serie und ihre vielen Folgen (von denen es bald noch mehr gibt) zurück; Im Heft haben wir aber den schönen Prolog, ein Text voller Andeutungen (na, bravo, muss ich jetzt doch alles lesen?).
Christian Weis, so scheint es mir, ist derzeit sehr aktiv (Exodus…). Seine Superheldenstory ist im „Milieu“ angesiedelt. Das erinnerte mich – auch wegen der Ernsthaftigkeit, an Michael Bishop. Toll!
Sprachlich am besten gefiel mir „Ground Ultra“ von Tobias Reckermann. Na ja, ich habe jetzt – btw. – seinen Erzählungsband „Venom & Claw“ liegen; kurze, ganz kurze und längere Stories. Ich freue mich echt drauf! In dem Text hier kann man wieder die große Stärke des Tobias Reckermann erkennen: Seine große Freude am Formulieren und Philosophieren; ich habe so den Eindruck, dass mir seine Art, schöne, interessante, wichtige Gedanken in vortrefflichen Worten und Wendungen wieder zu geben, derzeit am besten gefällt. (Nun muss sich noch erweisen, dass mir die Ideen dahinter auch so gut gefallen; viele schöne Worte können natürlich auch was überblenden… na, bin gespannt)
„Ground Ultra“ also: Schon mal wieder völlig überraschend und irre, wie er ferne, dystopische, scheinbar völlig vom alltäglichen Erfahrungshorizont entfremdetes Setting mit sozial-ökonomischen, wirtschaftspolitischen Gedanken und Hintergründen verbindet. Wer macht sowas sonst noch? (na, China Miéville vielleicht, und sicher auch Dietmar Dath)
Ob die Stories wirklich Superhelden braucht? Die Welt, in der Tobias seine Story ansiedelt, ist ziemlich borderline; besondere Kräfte scheinen eher Teil des Problems, denn die Lösung zu sein.
Ich glaube, ich habe das richtig gemacht, als ich dachte, der Autor ist für die kurze Form noch besser als beim Romanschreiben. Sein „Gleismeer“ war ja schon eine Wucht, aber diese Art des Andeutens, damit Horizonte erweiternd, ist einfach großartig; ja, ich freue mich dann mal schon auf den… ach, hatte ich ja schon erwähnt.
Lustig wird es in Frank Tumeles „Fliegenpeters Drehbuch“. Das ist keine Superheldenstory, sollte aber eine werden, also ein deutscher Film mit einem Superhelden. Das Drehbuch ist provinziell, also so, wie man es oft deutscher Kinokunst unterstellt. Es ist eine Satire. Hübsch, mit Lokalkolorit und etwas Schenkelklopferhumor. Aber – ein beabsichtigter Kunstgriff? – mit einer schönen Überleitung zu einem anderen deutschen Superhelden: Captain Berlin. Ha, den kannte ich ja vorher schon! Da gibt es die Super8-Filme und jetzt die Comics von Jörg Buttgereit. Feine Sache, schön trashig. Ein langes Interview mit ihm, danke dafür!
Noch mal richtig weird wird es in „Der Gutter sieht das Licht das niemals scheint“. Also, wenn man nicht weiß, was das heißt, ich weiß es nach dem Lesen auch nicht so recht. Dieses „Licht…“ ist übrigens ein Name. Es ist eine weird fantasy, würde ich mal sagen. Das Setting bleibt unkonkret, poetisch ummantelt, irgendwo zwischen amerikanischer Moderne und Zauberer von Oz (oder jedem anderen beliebigen Fantasy-Land). Stil und Plot könnte man – ich mach das jetzt mal einfach so – als Mischung aus Ligotti und Hack’n’Slash bezeichnen (???).
Da es sich um den 2. Teil (Kapitel) einer längeren Story, die mit diesem auch nicht abgeschlossen ist, brauche ich mir vielleicht auch keine Birne zu machen, wenn ich da nicht durchsteige. Aber der Stil ist toll; der erinnert dann auch an den von Tobias: New Weird par excellence.
Das Interview mit Laird Barron wurde leider nicht ins Deutsche übertragen; Schade. Am Schluss noch ein Mini-Manifest zum Magazin-Titel: IF.
Eine für mich weitestgehend runde Sache, die mir irgendwie zeigt, dass es weitergeht mit der Phantastik.


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Altpapier? Ja und nein: Neues Zine von Jörg Herbig

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 20 June 2017 · 817 Aufrufe
Jörg Herbig
Altpapier? Ja und nein: Neues Zine von Jörg Herbig Der Fanzine-Titel regt natürlich zu Assoziationen an. Auf dem Bild sieht man aber keinen Altpapierstapel, sondern meinen aktuellen SF-Fanzine / Magazin-Stapel. Und ganz oben auf lag halt, was zuletzt einging. (Das ist ja die Crux bei einem SUB, dass das älteste Teil ganz unten liegt. Hier braucht man dann auch kein mathematisches Genie, um die Frage zu beantworten, wann denn das als erstes auf dem Stapel hinterlegte Buch - oder hier Heft - gelesen wird...)
Die Rubrik könnte auch heißen: Neues von Hofmanns Phantastik-Zine-Stapel

Ich bin zugegebener Maßen nicht frei von einem Vorurteil: Ich bin Fan des „Lachenden Totenschädels“ (und hier) und der bizarren Alltags-Horror-Geschichten des Jörg Herbig.
Daher hatte ich mich sehr gefreut, mal wieder eine Publikation von ihm in die Hände und vor die Augen zu bekommen.
Ein kleines, unscheinbar gestaltetes Heft mit Texten, die zwar schon woanders erschienen sind, aber mir bisher unbekannt waren.
Ich habe es auf dem Weg zum U-Con gelesen. Ist ja wenig Material, lieber Jörg; ich bitte das nächste Mal um mehr davon!
Apropos: Gleich mal in eigener Sache: Wer tatsächlich mehr von Jörg lesen möchte, hat in einem (oder zwei) der nächsten NEUEN STERNE dazu Gelegenheit – exklusiv und als Erstveröffentlichung sozusagen. Mehr dazu auf dieser Welle demnächst…
Also, was haben wir denn hier erst einmal:
Es handelt sich um eine Auswahl von Texten, die zwischen 2006 und 2013 in diversen Fanzines erschienen sind. Es ist eine schöne Mischung verschiedener Genres. Die Texte sind meist recht kurz, zwei Gedichte sind auch dabei.
„Wohin des Weges“ erzählt ans Herz gehend melancholisch von der Einsamkeit einer zugewanderten Frau aus Mazedonien in Deutschland. Sie hat es ja eigentlich „geschafft“ – hat sie es?
„Am Ende eines Tages“ greift auch das Thema Sehnsucht auf und erzählt von der Unmöglichkeit des Ausbruchs aus den Bahnen der lähmenden Alltäglichkeit.
„Etwas Süßes“ ist eine leichte und harmlose Replik auf unsere Abhängigkeiten und die Manipulationen der schönen Konsumwelt.
„Coffee & Cigaretts“ und „Die Lesung“ sind eher Erlebnisberichte über wohl tatsächlich stattgefundene Lesungen; die erwähnten Personen existieren zumindest tatsächlich.
„Zombie-Walking“ ist ein Wortspiel-Textchen, makaber lustig.
„Die Raupe“ ist eine waschechte Horrorstory über ein makabres Geheimnis eines Kindergartens. – Da frage ich mich, ob es da einen wahren Hintergrund zu gibt…
„Die Göttin des Glücks“ erinnerte mich – wegen des Themas in erster Linie – an Arthur Gordon Wolfs Katzengöttin-Phantasie. Die Obsession des weiblichen Parts eines jung verliebten Paares zu alt-ägyptischen Mythologie führt zur Katastrophe.
„Der Mann im Draht“ führt uns auf die Schlachtfelder des 1. Weltkrieges.
Ich mag den erdigen, konkreten, aber auch immer melancholischen Stil des Autors, die Sicht des schwarzen Romantikers auf die Dinge dieser Welt, die mitunter mehr verbergen als sie zu sein scheinen. Viel action darf man nicht erwarten, auch keine Plots mit Twists und Cliffhanger. Es sind eher stille Texte, die ich aber fieberhaft las, weil ich immer mit dem Schlimmsten rechnete.

PS. Alle drei anderen Zines - CTHULHU LIBRIA NEO, EXODUS und IF Magazin - habe ich auch schon begonnen zu lesen. Echt, versprochen!


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Fanzine-Austausch I - IF -

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 12 March 2017 · 880 Aufrufe
Tobias Reckermann, Brian Deatt und 2 weitere...
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Natürlich könnte ich ein Fanzine, wenn ich interessiert bin, einfach bestellen, kaufen. Aber wozu soll ich das tun, wenn ich doch auch eines herausbringe, das ich gern zum Tausch anbieten kann? Peter Mordio, Whitetrain ist auf mein Angebot eingegangen, und so kam ich nun in den Genuss – was ich eigentlich ja schon sehr lange tun wollte – mir „sein“ Magazin „IF – Magazin für angewandte Fantastik“ zu Gemüte zu führen. Und? Habe es nicht bereut.
Als erstes hat es mich völlig erstaunt, denn in 2 Artikeln geht es um ein Thema, das mich zurzeit auch umtreibt: Transhumanismus.
Im Kontext von IF ist dieses Thema im Grunde die natürliche Fortsetzung des Kredos der Macher, Phantastik als „theoretische Darstellung und Ausformung nichtrealer Sachverhalte (als) eine Art angewandter Fantastik“ dazustellen. (S. 51; in Fau Topie) Natürlich: Was es nicht gibt, gehört formal erst einmal ins Reich der Phantastik. Das kann man ja so sagen. Für die Macher scheint aber jede Form der Vorstellung des Noch-Nicht-Da-Seins, dessen, was erdacht werden kann, zur „angewandten Fantastik“ zu gehören. So ist es auch zu erklären, dass der erste Sachartikel sich in dem Heft mit einer Gruppe befasst, die eine anarchosyndikalistische Weltsicht und Herangehensweise zur Lösung echter gesellschaftlicher Probleme anstrebt. Ich hatte zuvor noch nie etwas von der FAU – Freie ArbeiterInnen Union – gehört oder gelesen. Wenn ich die Worte in dem Artikel, der ihre Ideen wiederspielt, richtig verstehe, sind sie an einer evolutionären basisdemokratischen Umgestaltung vor allem der Produktionsverhältnisse interessiert. Widersprüchlich fand ich den grundsätzlich anarchistischen Grundgedanken und ihre Forderung nach einer Plan-Wirtschaft. Wobei: Unverständlich für mich ja auch nur deshalb, weil der Artikel das Thema nur anreißt. Ist wirklich nur ein Auftakt. Da wäre sicher viel mehr zu zu sagen.
Da würden mich tatsächlich mal andere Reaktionen darauf interessieren. Für mich zumindest stellt diese Herangehensweise und Aneinanderreihung von Themen kein Problem dar, Im Gegenteil! Ich mag das! Nur mehr davon!!
Ein Autor des Heftes ist Tobias Reckermann. Warum, in Dreiteufelsnamen, habe ich diesen Namen bisher kaum wahrgenommen. Tatsächlich ist er mir schon begegnet. Aber im Zuge der Selfpublisher-Überflutung der SF&F-Szene trug das Auftauchen seines Namens bei mir nur zur totalen Übersättigung bei, die ich in diesem Rahmen seit geraumer Zeit verspüre. So nebenbei erweist sich, wofür Fanzines gut sind: So kann Fan nämlich einen Autor / eine Autorin kennen lernen, sich orientieren – aber sich bin ich einfach old school und nicht am modernen selfpublishing Markt adaptiert.
Tobias steuert eine Story bei, die leider gar keine richtige Story ist, sondern ein Auszug aus einem Roman. Aber auch dieser Teil hat es in sich! Ich weiß gar nicht genau, was ich da gelesen habe? Seine Phantastik ist absolut irre – irre, im guten Sinne. Zunächst hatte er durch seine ausgefallenen Formulierungen meine Aufmerksamkeit, dann versuchte ich zu realisieren, in was für eine Traum-Welt er mich da einführt. Engel, streikende Maschinen, Bürgerkrieg, ein engagierter Zeitungsmacher. Ich muss das erst mal wirken lassen – um mich dann an den Gedanken zu gewöhnen, mir seinen Roman „Das schlafende Gleis“ (der Titel sagt doch schon sehr viel über die verrückte Phantastik des Autors, oder?) zulegen zu müssen.
Tobias schreibt auch über den sense of wonder, den er in der modernen SF nicht mehr so recht findet. Also, das erklärt natürlich auch, warum er mit seinen eigenen Werken so davonprescht. Seine Leser werden sich mit Sicherheit nicht über mangelnde Phantasie beklagen müssen.
Aber was ist der sense of wonder, wo fand er ihn, wo sucht er ihn heute vergebens. Und nun kommt’s – am Ende ist es eine Entwicklung, die SF-Autoren prophezeien, aber eben nicht mehr nur SF-Autoren oder andere Phantasten, sondern auch „ernst zu nehmende Leute“ (wobei ich SF-Apologeten sehr ernst nehme, muss ich das hier wirklich noch betonen), die zu technologischen Singularität führt. Er nennt Venor Vinge z.B. Diese Singularität führt auch zum Ende des Phantastischen. Wo wird danach noch etwas Neues zu erwarten sein, nur noch im menschlichen Bewusstsein? Der Artikel regt zum Nachdenken an, birgt aber viele Gefahren in sich, sich zu verzetteln. Ich bräuchte jetzt viel Raum und Zeit, um alles auseinander zu klamüsern. Nö, mach ich nicht: Selber lesen, leibe Leute! Eine Diskussion wäre wünschenswert – ha, ob ich Tobias mal zur APA FAN einlade? (Zumal meine Wenigkeit genau auch dieses Thema angerissen hat…)
E gibt noch mehr in dem Heft. So z.B. eine Traum-Geschichte von Ulf R. Berlin. Die kommt ziemlich konventionell daher, orientiert sich an bekannte Traum-Bilder, in denen die Protagonistin sich verstrickt sieht, die eigentlich nur eine Fahrt in einer Regional-Bahn machen wollte. Ob sie aber aus dieser Traum-Bahnfahrt noch aussteigen kann?
Eine ähnliche Frage stellt Brian Deatt. Oha, dachte ich, ist ja interessant, denn diesen Autor habe ich schon woanders wahrgenommen. Allerdings eher auf einer ganz anderen medialen Ebene: Er erstellt Fotogeschichten, die sich – man verzeihe mir meine Unwissenheit in diesen Dingen – als eine Form der Industial Art erscheinen: Also Menschen in Werksumgebungen, technisiert, cyborgisiert… Ist das korrekt so?
Seine Geschichte ist wieder keine richtige Geschichte, sondern nur ein Auszug aus einem längeren Werk. Nun, das ist ja gut gemeint, aber auch ein bisschen ärgerlich, wenn man doch jetzt wissen möchte, wie es weitergeht.
Die Story selbst kam mir wie eine Fortführung des Gedankens von Clockwork Orange – mit anderen Mitteln – vor. Konventioneller erzählt, als ich mir gedacht hätte, wenn ich mir seine Foto-Sachen so anschaue.
Ach, und dann gibt es tatsächlich noch eine mehrseitige Fotostory von Brain Deatt – genau in dem Ambiente, wie oben angedeutet. Fein!
Was noch? Zeichnungen, eine Seite Comic, Ein zweiteiliger Text, 1. Teil ein Gedicht, 2. Teil Prosa über das, was einen König bei Bettlern ausmacht. Ganz wenig Rezensionen, aber zu englischen Texten. Interessant, ja, aber hier hätte ich mir gern mehr gewünscht.
Dann gibt es noch ein Interview mit einem Wissenschaftlicher, der sich tatsächlich mit dem Thema Transhumanismus auseinandersetzt. Wow! Sehr gut!
Auch wenn das Heft vieles nur anreißt, wo ich mir oftmals mehr Vertiefung gewünscht habe (aber was darf ich schon wünschen, kann ich mit dem NEUEN STERN mehr ausrichten? Eher kaum), ist es eine großartige Ergänzung zum phantastischen Mainstream. Irgendwie erschient mir IF wie ein Paralleluniversum – in sich konsistent, eigenständig, aber auch abgeschirmt von anderen SF-Fan-Universen die so durch die gegenwärtige Galaxis schwirren – aber dieser isolationistische Eindruck, der sich mir aufdrängt, mag ja ein subjektiver sein. Mein NEUER STERN ist ja auch so eine eigenständige Welt (die ich aber immer gern für andere Welten öffne – ja, ist als Aufforderung gemeint!) Dies wünsche ich IF auch!


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Book Brothers? Yeah!

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 08 June 2016 · 735 Aufrufe
Roman Israel, Uwe Schimunek und 1 weitere...
Leipzig hat ja reichlich Lesebühnen. Diese hier ist eine kleine, aber sehr feine, die es verdient hätte, noch etwas zu wachsen und daher hier empfohlen werden soll:

Die Book Brothers.


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Foto: Schirmer.

v.l.n.r.: Benjamin Kindervatter; Roman Israel, Uwe Schimunek.


Sie spielen mit dem Rock’n’Roll & Blues, den man vielleicht auch in der Literatur finden kann; werben damit, Literatur für Erwachsene zu fabrizieren und vorzutragen. Nun, so deftig wie vielleicht zu erwarten, wurde es dann gar nicht. Dennoch sehr unterhaltsam, kurzweilig, und mit spitzer Feder formuliert. Mitgemacht haben diesmal sogar vier Leute. Die Book Brother sind: Roman Israel, Benjamin Kindervatter, die ich beide bisher nicht kannte und Uwe Schimunek, den ich recht gut kenne; und als Gast diesmal die „lebende Legende“ Christian von Aster. Ja, so wurde er von der Eingangsmoderation durch Roman Israel angekündigt.
Wow! Jetzt hat er es geschafft, der liebe Christian – er wird als lebende Legende gehandelt. Recht so! Roman Israel erwähnte, dass er von v. Aster hörte, als er noch in Dresden lebte. Ja, „hörte“… Das ist es wohl, was man unter „legendär“ versteht.

Der Abend. 7. Juni 2016. Die Lokation:
Das Café ROBOTNIK in Leipzig-Connewitz ist eines von vielen Orten der gastronomischen Amüsements in diesem Stadtteil. Ein kleiner Ort; richtig viele Leute passen da gar nicht rein; aber wie schon angedeutet: Es hätten ruhig noch ein paar Leutchen kommen können. Die 4 literarischen Streiter ließen sich aber nicht beirren, setzen die Sonnenbrillen ab und lasen in 2 Akten, jeweils 2 Texte. Schön war es für mich ollen SF-Futzi, auch mal was aus dem nichtphantastischen Segment der Literatur serviert zu bekommen. Roman Israel amüsierte seine Zuhörer mit persönlichen Erlebnissen – wie er z.B. an der Grenze Sachsen / Tschechien, also an einem Ende der Welt, die Fahrschule besuchte. Herr Kindervatter klang irgendwie nicht so amüsiert – z.B. darüber, wie ihn seine französische Freundin vor dem Theater warten ließ und er deshalb von einem bekannten Schauspieler angemotzt wurde, der Störungen während seiner Vorführung gar nicht leiden kann. Also, den Zuhörer hat’s hingegen sehr amüsiert, vom Pech des Autors zu hören.
Uwe verlas eine SF-Story, die er sozusagen spontan einem extra aus Halle angereisten SF-Fan widmete – also, sozusagen; hoffe, ich nehme mir hier nicht zu viel raus, aber er fand es wohl passend, dass er zumindest eine Person im Auditorium wähnte, die von vornherein seine Wahl, ein SF-Story zu lesen, für gut befindet. Hat sie, hat sie J
Dann hatte er noch eine kleine Krimistory parat, in der der Täter via Musik tötet; am Ende spielte Uwe diese Musik ab, und ich lebe komischer Weise immer noch…
Christian gab eine mittelalterliche, Fantasy-hafte Bolz-Geschichte und zum Schluss eine Kostprobe seiner Balladen-Kunst zum Besten.
Allesamt sind übrigens sehr gute Interpreten ihrer Texte. Irgendwie erwartet man ja, dass Autoren, Schriftsteller ihre Texte mit Esprit und Verve vortragen, so dass die Lesung auch ein Kunststück für sich ist. Warum eigentlich? Sind ja keine Schauspieler, sondern Schriftsteller, die sicher mit Worten umgehen können, aber eher auf dem Papier. Also, es gibt ja da so Beispiele, na, wollen mal keine Namen nennen… Aber diesen vier Recken zuzuhören war ein Fest. Denke mal, das muss ich noch mal wiederholen; vielleicht im November, wenn die Book Brothers wieder im Robotnik auftreten.


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Heft-iges 5&6

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung 11 November 2015 · 588 Aufrufe
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Heft-iges 5&6 Auf den Geschmack gekommen, habe ich mir mal die „südamerikanischen“ Ausgaben aus der Reihe „BunTES Abenteuer“ herausgefischt. Es ist beileibe nicht nur SF, was in der Reihe erscheint; ähnlich wie das Vorbild „Das neue Abenteuer“ werden eben alle möglichen abenteuerlichen Stoffe dargeboten.
„Im Auge des Chaac“ entführt Gerd Bedszent den Leser in ausnahmsweise 2 Heften in den Dschungel von Yukatan, und das zum Maya-Weltuntergang 2012. Nun, nach Wilko Müllers Abenteuergeschichte um das „Fräulein Schmidt“, das den Stoff durchaus phantastische aufbereitet und zu dem es in der Heftreihe auch eine Ausgabe gibt, bleibt der Autor hier in der harten, bitteren Realität.
Allerdings lernen wir ein paar der etwas durchgeknallten Esoteriker-Touristen kennen, die anlässlich der Maya-Prophezeiung dem Ort des vermeintlichen, erhofften, befürchteten Geschehens ganz nahe sein wollten. Was sie da wollten? Vom UFO abgeholt werden? Ein Dimensionstor zum Sirius vorfinden? Der Autor lässt sie jedenfalls in keinem vorteilhaften Licht erscheinen. Der Auftritt der Verrückten war aber kein Selbstzweck, eine der Personen wird dem Hautpheld dann noch einmal begegnen.
Neben dieser eher kuriosen Personalie konfrontiert der Autor den Leser aber mit einem wesentlich härteren, unschöneren Thema, nämlich dem Drogenbandenkrieg, der Mexiko fest in seinen Krallen hält.
Der Held der Geschichte ist ein deutscher Journalist, spezialisiert auf Archäologie, der erst vor Ort merkt, dass das alles viel zu viel für ihn ist. Aber er muss da durch, durch den Dschungel, und andere dunkle Wege, verfolgt von seiner verständlichen Angst vor den Gangstern, die nicht nur im kriminellen Drogengeschäft ihre Finger stecken.

Titelbilder von Mario Franke
TES im Netz


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Heft-iges 4: DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 21 October 2015 · 720 Aufrufe

Heft-iges 4: DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL Da ist es! Ja, hat ziemlich lange gedauert. Und dabei bin ich im doppelten Sinne sehr froh, es in den Händen halten zu können. – Warum? Ich darf da mal etwas ausholen…
Ich bin bekennender FLEDERMAUS / DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL-Fan, also Fan der kleinen und feinen, kunstvollen, über den Tellerrand des „Nur-Phantastischen“ hinausschauenden Fanzines von Jörg Herbig. Mir macht die Lektüre einfach gute Laune; die Texte sind authentisch, die Herangehensweise unorthodox, die Hefte haben was von Anfang 90er Jahre (ich nehme mal an, auch von 80ern, aber da war ja noch so eine Zaun, er mich von diesen Sachen trennte).
Auf jeden Fall habe ich das jeweils nächste Heft, erst mal Blut geleckt, immer sehnsüchtig erwartet. Umso erfreuter war ich, als mich Jörg eines Tages fragte, ob ich mich nicht mit Zeichnungen beteiligen wollte. Na klar! – Nun, ganz so enthusiastisch war ich gar nicht. Also, mir war das eine große Ehre und ich freute mich über das Angebot. Doch leider verharrte ich zu diesem Zeitpunkt in einer Art mehrjährigen Motivations-Tief. Jörg räumte mir viel Zeit ein, da auch die Zuarbeiten der anderen Beteiligten auf sich warten ließen. Doch ich kam nicht aus dem Mustopf, entsann mich aber der letzten Arbeiten, die ich für ein geplatztes Buchprojekt angefertigt hatte. Diese Projekt (so um 2008) war mit daran schuld, dass ich danach ziemlich die Lust am Zeichnen verloren hatte, gehörte es doch zu einer Reihe groß angekündigter Projekte, die von den Herausgebern dann doch nicht realisiert wurden – das fiel denen ein, als ich mit meinem Teil bereits fertig war. Oh, oh, ich war sauer damals – und hatte dann keine Lust mehr.
Inzwischen hat sich das ja gegeben. Jedenfalls bot ich Jörg diese Zeichnungen an; von denen ich zumindest der Meinung war, dass sie sozusagen einen gewissen Höhepunkt in meinem künstlerischen Hobby-Schaffen darstellten. Also, mir gefielen sie – gefallen sie noch immer.
Zwei von den damaligen Buchillustrationen fanden nun also Platz in dem 3. LACHENDEN TOTENSCHÄDEL, dazu das Motiv für das geplante Cover, das mit ganz wenig Farbe gestaltet wurde – hey, sogar das hat Jörg dann umgesetzt in dem Heft; klasse!
Dazu ein paar Kopf-Skizzen. Kurios – weiß gar nicht, ob Jörg das wusste und bewusst so einsetzte: Diese Skizzen entstanden im Zusammenhang mit einer Story von Markus Korb. Im LACHENDEN TOTENSCHÄDEL nun taucht einer der Köpfe auch wieder bei einem Erlebnisbericht von Markus Korb auf.
Das Heft ist ja recht dünn, aber fein. Ein Schmuckstück, leider mit recht wenigen Texten, die dem Phantastischen und Unheimlichen im realen Leben nachgehen, die von Erlebnissen berichten, die unmittelbar und mittelbar mit Phantastik, Horror, Fantasy zu tun haben. Neben Jörg Herbig haben wir ein Gedicht von Jerk Götterwind (siehe PAUSENFÜLLER) und Texte von Tobias Bachmann und Markus Korb.

Referenz
Nachtrag 11.11.15: Hier stand vor kurzem noch der Link zur Homepage von Fledermaus/Der lachende Totenschädel; leider ist sie aus dem Netz verschwunden. Ich kann auch keine andere Kontaktadresse benennen, alles weg... (Was ist da los?)


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Heft-iges 3: Anomalie

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 12 October 2015 · 534 Aufrufe
TES
Heft-iges 3: Anomalie Jetzt also doch der Mars! Sogar gleich 2 mal. (Nachdem mich das vorherige Heft aus der Reihe BunTES Abenteuer abseits des derzeitigen SF-Mainstreams nicht zum Mars, sondern zum Titan entführte – siehe meine kleine Rezi dazu – aber woher sollte Stanley G. Weinbaum es auch besser wissen, was so 2015 angesagt ist.)
Gerd Frey entführte seine Leser ins All, auf fremde Welten, u.a. 2 mal auf den Mars, der aber hinreichend fremd und exotisch ist. Zum einen verfängt sich der Astronaut in einer Zeitschleife, beim nächsten Mal erleben die Siedler auf dem Mars, wie die Anderen so einen Planeten für sich ur- und nutzbar machen – und müssen lernen, dass Sie sich nicht mit dem Mars begnügen…
Die Titelstory spielt zwar schon auf einem fremden Planeten, aber, was viel wichtiger ist, in einem Raumknoten, der wunderbaren Zeitanomalien ausgesetzt ist. Nun, sicher erschien dies etwas beliebig, denn Zeit verläuft dort mal schnell, mal langsam, in jede Richtung. Das zu erforschen scheint schwierig; und wenn dann noch persönliche Bindungen zwischen den Erkundern hineinspielen, wird es erst richtig verrückt. Geht leider nicht gut aus. Interessanter Weise wird auch etwas dystopischer Hintergrund angedeutet, möglicher Weise wäre dies ein Element, das noch ausbaufähig wäre.
Da Gerd auch als Grafiker aktiv ist, hat er das Cover und eine Illustration gleich mitgeliefert.
Unterm Strich: Kurzweilige Raumfahrer-SF-Unterhaltung, macht Laune!

Referenz:
Gerd-Michaels TES


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Heft-iges 2: Auf dem Titan

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 10 October 2015 · 598 Aufrufe
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Heft-iges 2: Auf dem Titan Alles spricht heutzutage vom Mars. Da gibt es Wasser, einen modernen Robinson, der wie Matt Damon aussieht und sowieso den höchsten Berg aller Welten. Na gut, aber ich las gerade was vom Titan, einem Saturnmond.
Die Story ist uralt: stammt von Stanley G. Weinbaum uns ist nun erstmals auf Deutsch erschienen als BunTES Abenteuer 29, entstanden in einer Zusammenarbeit von Gerd-Michael Rose und Peter Alsdorf, übersetzt von Katrin Geske und Gerd-Michael.
Eigentlich mag ich solche Hefte; habe aber bisher nur ausgewählte gekauft. Wer sich gern auf neue Eindrücke einlassen möchte und da aber nicht gleich dicke Trilogien kaufen will, ist mit dieser tollen Reihe aus Erfurt sehr gut beraten, denke ich. Allerdings ist Weinbaum nicht so ein „neuer Eindruck“. Es gibt ja einige Bücher von ihm auf Deutsch; die Story aber bisher noch nicht.
Erzählt wird eine schöne Aussteiger-Abenteuer-Story, die vor allem durch die Schilderung fremder Lebensformen brilliert. Na, dafür ist Mr. Weinbaum ja bekannt. Macht er hier auch wieder supergut. Beim Plot und den Figuren spart der Autor etwas. Ich fühlte mich dennoch auf diesem kurzen Trip durch das Sonnensystem sehr gut unterhalten. Das Heft ist ein Kleinod, habe es sehr genossen und möchte es empfehlen.

Referenz:
Gerd-Michaels TES


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Heft-iges 1: Pausenfüller

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 10 October 2015 · 537 Aufrufe

Heft-iges 1: Pausenfüller He, he, was für ein Name! Und in meinem persönlichen Fall auch sehr passend. Das neue Heft aus dem Hause Jörg Herbig heißt so und verhilft mir, so ganz persönlich, die Zeit zum Erscheinen des neuen Lachenden Totenschädel zu überbrücken.
Nun, das wird dem Heft selbstverständlich nicht gerecht! Es ist kein Pausenfüller – heißt nur so.
Dann war ich sogar überrascht, dass es so plötzlich da war, denn das Heft wurde nicht so heftig vorher beworben, nicht mal groß angekündigt. Und dabei ist es ein Kleinod. Hey, dass es so was noch gibt!
Bin ja Fan von „Artzines“, las gerne FLEURIE z.B. - kennt das noch jemand – das Zine von Eddie M. Angerhuber und Thomas Wagner; z.B. - Der Vergleich hinkt, denn FLEURIE war in erster Linie ein Fanzine phantastischen Inhalts, aber PAUSENFÜLLER erinnerte mich sofort an es, denn die Gestaltung ist sehr ähnlich: also, PAUSENFÜLLER wurde offensichtlich nicht am PC entworfen und gesetzt, nee, da wurden wieder Schere und Kleber zur Hand genommen. Wow! Ja, der Look ist der eines ambitionierten Lieberhaber-Fanzines. Der Satz ist unregelmäßig, die ausgeschnittenen Textblöcke in attraktiv gestalteten Rahmen gesetzt (kann man sicher auch mit dem PC machen, aber ich denke, das ist Handarbeit, oder?).
Im Mittelpunkt steht die bildende Kunst. 2 Künstler werden im Interview vorgestellt. Den einen davon kannte ich sogar schon, bzw. seine Kunst, wer sich dahinter versteckte, wusste ich nicht so richtig. Das war schon mal ein Aha!-Erlebnis.
Die andere Künstlerin hat mich aber noch mehr erstaunt, da sie ein schlimmes Erlebnis in ihrer Biografie verarbeiten muss und dies – den Worten nach – auch großartig bewältigt. Dass sie danach noch auf andere Menschen zugehen kann und auch dazu aufruft, dies zu tun, da nur so sich Türen und Wege eröffnen, erstaunt. Weiß nicht, wie ich so drauf wäre.
Dazu kommen Berichte von Jerk Götterwind und Jörg zu Ausstellungen, documenta z.B., eine die ich auch besucht hatte – aber interessanter Weise andere Ausstellungsorte als er, die war ja über die ganze Stadt verteilt; und ein paar Bilder-Buch-Rezis.
Vielleicht wäre ich nie auf dieses Zine aufmerksam geworden, wenn Jörg nicht auch der Herausgeber des Fanzine Fledermaus und des Lachenden Totenschädels wäre und wir uns sozusagen über diese Schiene – Phantastik / Horror – kennen würden. Wie sicher viele Phantastikfans auch (aber sicher nicht alle) bin ich halt auch an anderer Kultur interessiert, Malerei und Grafik, alt und neu, Theater, gern auch mal Experimentelles. Dass das auch den Herausgeber meines derzeitigen Lieblingsfanzines auf dem phantastischen Sektor fesselt, finde ich auch einfach mal gut. OK – alles Sachen, die mich persönlich angehen, darüber hinaus möchte ich aber das Heft empfehlen (und hoffe, dass es überhaupt noch zu kriegen ist, über die Höhe der Auflage weiß ich nichts); fragen kostet nichts, .... [Nachtrag 27.11.15] würde nix kosten, aber leider ist die Seite aus dem Netz verschwunden...


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Empfehlenswert: Ur-SF aus Frankreich, präsentiert von Harun Raffael

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Meine Empfehlung, Phantastisches Halle & Le... 26 June 2015 · 526 Aufrufe

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Am 19. Juni 2015 hielt Harun Raffael seinen Vortrag „Ein Urgetüm der Science Fiction: C.I. Defontenay: 'Star ou psi de Cassiopée - histoire merveilleuse de l'un des mondes de l'espace' (1854)“.
Oh je, dachte ich vorweg, was soll das werden? Ein dermaßen sperriger Titel, so ein olles Zeug. Ob das jemanden interessiert? Nun ja, üppig gefüllt war der Saal im Haus des Buches zu Leipzig sicher nicht; 11 Leutchen kamen aber immerhin. Das klingt nicht viel, fürwahr, ist aber leider oftmals nicht mehr, auch bei namhaften Autoren nicht. Insofern kann man sogar zufrieden sein.
Außerdem haben alle, die nicht kamen, etwas verpasst! So!
Meine anfängliche Skepsis verflog sehr schnell. Zum einen ist Harun ein angenehmer Referent und Zeitgenosse, wenn ich das mal so sagen / schreiben darf. Er erzählte über eine Stunde über das Buch, und es wurde nicht langweilig. Natürlich erzählte er vom Inhalt des Buches so gut wie alles. Das sollte aber keinen Spoiler-Alarm erzeugen, denn – mal Hand aufs Herz – wer würde die alte Schwarte schon lesen wollen?
Harun selbst gab zu, dass er sich die alten SF-Planetenromane aus dem 19. Jahrhundert sozusagen aus Studienzwecken reinzieht. Das Vergnügen ist das des Entdeckers, nicht des Literaten. Obwohl das Buch hier wohl durchaus seine SF-literarischen Höhepunkte hat, wenn der Autor z.B. über die fremde Welt, deren Bewohner, Tiere etc. schreibt; dies alles spricht wohl den berühmten sense of wonder im SF-Fan stark an. Harun meinte, dass sich da sogar gegenwärtige Autoren was abgucken könnten, was phantastische Schilderungen anbelangt.
Das Buch ist sehr vielschichtig. Es ist ein Abenteuerroman, der auf einem fremden Planeten, in einer fernen Vergangenheit spielt. Er ist ein Gesellschaftsentwurf (mit durchaus aus heutiger Sicht bedenklichen Inhalten, wenn es z.B. um die Schilderung des Verhältnisses zwischen den menschenähnlichen Herrschern des Planeten Star, den Stariern, zu ihren untergebenen Sklavenwesen, den Repleux geht. Da kommen wohl die Ansichten eines vom Sklavenhaltersystem Überzeugten, sogar eines Rassisten zum Ausdruck. Allerdings muss man natürlich den Zeitgeist beachten. Darüber hinaus ist der Gesellschaftsentwurf durchaus egalitär, liberal, schöngeistig – bis hin zur Unlogik, wenn eine Gesellschaft im Einklang mit der Natur geschildert wird, die gänzlich auf Industrie und Wissenschaft zu verzichten scheint, aber dennoch über Raumschiffe [ohne Luftversorgung] verfügt...); es ist auch eine Romanze, inkludiert Theaterstücke, ist teilweise in Gedicht/Balladenform geschrieben – und das alles auf knappem Raum.
Harun stellte also den Roman sehr ausführlich vor, ordnete ihn aber auch in die Literatur allgemein und die SF des 19. Jh. im besonderen ein. Sein Fazit war, dass für ihn Jules Verne, auch nachdem er viele Vorläufer und Zeitgenossen kennen gelernt hat, als die große Vaterfigur der SF gilt, denn keiner hat ihm das Wasser reichen können. Aber es gab die unglaublichen, erstaunlichen Ausnahmen, zu denen „Star“ auf jeden Fall gehört, eine gewaltiger Welt- und Zukunftsentwurf (spielt ja in der Vergangenheit aus der Sicht der irdischen Expedition, die ein Buch vom Planeten „Star“ im Tibet fand), die man dann erst wieder in der Mitte des 20. Jh. z.B. in den Werken eins Olaf Stapledon, wiederfand. Leider blieben diese Werke aus dem 19. Jahrhundert ohne Wirkung, gerieten in Vergessenheit.
Der Autor von „Star“ war Landarzt und verstarb im Alter von 36; schon von daher konnte er schon kam nachhaltige Wirkung erzeugen; wer weiß, was noch so aus seiner Feder gekommen wäre?
Dass der Roman nach so langer Zeit in diesem Vortrag seine Wirkung entfaltete, ist allein dem Referenten zuzuschreiben. Wahrscheinlich lässt sich das alte Stück auch nur in dieser Form – sozusagen als Nach-Erzählung – genießen. Das konnte man allerdings alle Mal! Dafür an Harun großen Dank und meine Empfehlung für Cons und SF-Fan-Treffen.
Man kann das Buch aber auch in einer nacherzählten Form auf Englisch lesen, siehe amazon-Link. Ein Hallenser SF-Fan, Bernd Wiese, hat es in seiner „Alten Bücherkiste“ (1) und wird es – hoffentlich – für den NEUEN STERN rezensieren.

(1) Ist mittlerweile eine Sparte im NEUEN STERN, die sich einer recht großen Beliebtheit erfreut. Darin stellt Bernd alte SF vor, meist 2. Hälfte 19. u. 1. Hälfte 20. Jh. Nun ja, vielleicht – gefragt habe ich ihn ja – bereichert diese Sparte in Zukunft auch Harun?!


Referenz
Der Vortrag von Harun ist auch nachzulesen, im Fanzine „World Of Cosmos“ Nr. 77 des Science Fiction Clubs Black Hole Galaxie (SFC BHG)
http://home.arcor.de...les/woc/woc.htm






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„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 

Arno Schmidt

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.


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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990

Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011

A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
■ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016

Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001 [/font
Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012

"Saramees Blut", Atlantis 2012

M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013

Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
■  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
■ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
■ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
■ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017

■ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
■ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
■ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017

■ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
■ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018

 

Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016

Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018

!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018

Fanzines

Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte

CD-Cover
The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
Syngularity: The Four Horsemen; 2000
Gothica: Within A Dream; 2000
Gothica: Into The Mystic; 2000
The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
■ Gothica, Workbook 1995, 2003

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