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Alessandra Reß: Die Sommerlande

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 15 March 2020 · 161 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 2 weitere...
Die "Herbstlande" haben Zuwachs bekommen. Mit "Die Sommerlande" von Alessandra Reß ist - neben "Das Nebelreich" aus der Feder von Anja Bagus - ein zweiter Ableger der Jahreszeiten-Welt erschienen. Diesmal allerdings spielt das Abenteuer nicht in der aus September, Oktober und November bestehenden Herbstlande-Welt, die die vier Autoren Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser erschaffen haben, sondern gewissermaßen "nebenan". Wie der Titel verrät, hat sich Alessandra Reß die Welt des Sommers vorgenommen.
Ähnlich wie bei den beiden großen Herbstlande-Romanen, geht es auch in den Sommerlanden um eine Queste, eine abenteuerliche Reise durch die drei Monate Juni. Juli und August. Anders als bisher dreht sich die Geschichte aber in dieser kleineren Erzählung nicht um das große Herbstlande-Thema des Nach-Hause-Kommens, sondern der Held, in diesem Fall der Alb Nemiah, verlässt seine Heimat, den Sonnenwendhof im Land Juni, um Hilfe und Rettung zu finden. Denn auf dem Hof sind, nach einer furchtbaren Gewitternacht, alle Flederzirpen verstummt. Die zarten, elfenhaften Geschöpfe, die sich nur durch Gesang äußerten und ansonsten stumm sind, lebten bisher mit den Alben in einer Art Symbiose und machten die Musik zu den Tänzen der Alben. Und die Alben sind auf Musik und Tanz angewiesen, denn nur hieraus beziehen sie ihre Kraft und Energie. Als es auf dem Sonnenwendhof still wird und seine Verwandten beginnen dahinzusiehen, macht sich Nemiah auf die Reise. Er ist überzeugt, dass die "Wanderer" die Stimmen der Zirpen mitgenommen haben - schlimme Wesen, die in Gewittern übers Land reisen und auch immer mal wieder einen Alb mitnehmen. So folgt Nemiah der Spur der Wanderer durch den Juni, den Juli und den August ...

Auf den Spuren eines Alben

Interessant ist, dass Nemiah, wohin er auch kommt, auf die Spuren eines gewissen "Narkis" stößt. Eines Alben, der einige Zeit vor ihm die Sommerlande durchwandert und sich dabei nicht nur Freunde gemacht hatte. Und sind die Wanderer wirklich so böse, wie man allgemein annimmt? Nach und nach löst sich das Rätsel der sommerlichen Zeitlosigkeit und des Zusammenhangs zwischen Sterben, Wandel und Wiederkehr.
Das Büchlein ist, wie alle Abenteuer des Herbstlande-Universums, außerordentlich schön gestaltet. Die Illustrationen von Fräulein Kirsten sind einfach nur zum Niederknien schön und machen die Reise durch die Monate zu einem wahren Genuss.

Katalogartige Abfolge von Begegnungen

Damit ist fast wettgemacht, dass die Reise selbst, so schwer das bei einem so schönen Buch zu sagen fällt, bestenfalls fantastischer Durchschnitt ist. Die Geschichte ist eine ununterbrochene Aneinanderreihung von Begegnungen mit mystischen und magischen Wesen aus unterschiedlichen Mythologien und aus der Erfindungsgabe der Autorin, Begegnungen mit zum Teil sehr interessanten Wesen sogar, aber es fehlt ein wenig der kleine Tropfen Magie, der eine Aufzählung zur spannenden Geschichte erhebt. Es fehlt die Dynamik, der Rhythmus, das Charakteristische der Wesenheiten. So ist das Büchlein, trotz seiner Kürze, zumindest in den ersten beiden Dritteln recht zäh und braucht einige Zeit. Das ist schade, denn viele der vorgestellten Sommer-Bewohner haben durchaus Potential. Etwa die Fliederzirpen - ein wunderschöner Name übrigens - oder die Najaden der Flüsterseen. Auch die ganz eigene Tragik Nemiahs ist durchaus etwas Besonderes und hätte gern mehr herausgearbeitet werden können.
Was bleibt, ist eine wunderschöne Welt mit sehr vielen, faszinierenden Völkern. Vielleicht begeben sich die Herbstlande- und Sommerlande-Entdecker ja noch einmal auf die Spur Nemiahs und lassen ihn ein zweites Abenteuer erleben, das über das katalogartige Abarbeiten von Völkern hinausgeht?

Fazit: Liebenswürdige Welt mit zauberhaften Illustrationen und ordentlicher, aber nicht origineller Abenteuer-Reise. Da könnte man mehr draus machen.

Alessandra Reß: Die Sommerlande. Ein Roman aus dem Herbstlande-Universum. Mit Illustrationen von Fräulein Kirsten. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2019. 171 S., Euro 9,90.


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Herbstlande - Verklingende Farben
Geschichten aus den Herbstlanden
Anja Bagus: Das Nebelreich

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Sibylle Luig: Magie hoch zwei - Diebe in Berlin

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 03 February 2020 · 279 Aufrufe
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Die magischen Zwillinge hexen weiter: In "Diebe in Berlin", dem dritten Band der Kinderbuch-Serie "Magie hoch zwei", kämpfen Elli und Idi gegen eine Bande, die Hunde entführt und illegale Rennen mit den Tieren veranstaltet. Außerdem gibt es magischen Nachwuchs in der Familie der Zwillingshexen - natürlich im Doppelpack.
Elli und Idi stammen aus einer Hexenfamilie, in der regelmäßig Mädchen-Zwillingspaare geboren werden. Die Kinder haben magische Kräfte, können aber gewöhnlich nur dann zaubern, wenn sie zusammen sind. Da der Vater der beiden es extrem beängstigend fand, dass die zwei Säuglinge im Kinderwagen herumhexten und die Wohnung auf den Kopf stellten, hatte er sich scheiden lassen und war mit Idi zusammen nach Hamburg gezogen, während Elli mit ihrer Mutter in Berlin blieb. Beide Mädchen wuchsen auf, ohne von einander zu wissen, und ahnten nichts von der magischen Tradition, bis sie sich zehn Jahre später wiederbegegneten und die Magie ihren Lauf nahm. In den Bänden "Operation Waldmeister" und "Die fiesen Omas" wurde erzählt, wie die magischen Zwillinge ihre Familie wieder zusammenführten und nach und nach ihre Kräfte entdeckten und trainierten.

Hexen finden Hundewelpen

Inzwischen hat sich Idi schon sehr gut in Berlin eingelebt. Nun verbringt sie ihren ersten Winter in Berlin. Als es schneit, steht für die Hexen und ihre Freunde das Ziel schnell fest: Eine Rodelpartie im Grunewald mit eigens hergehexten Zauberschlitten muss es sein. Doch aller Rodelspaß ist vergessen, als die Kinder einen Hundewelpen entdecken. Ein junger Rhodesian Ridgeback, ein ziemlich teurer Rassehund, wird sicher nicht einfach so ausgesetzt. Die Kinder ermitteln und kommen bald einer Bande von Hundedieben auf die Spur, denen die kleine Hündin Ronny ausgebüxt ist. Und wer glaubt, dass Elli und Idi mit ihren überragenden Hexenkräften die Kriminellen ganz einfach besiegen können, wird durch die skrupellose "Chefin" im Hintergrund rasch eines Besseren belehrt.

Sehr unterschiedliche Zwillinge

Das Zwillingspaar zeigt erneut, dass Zwilling sein nicht bedeutet: "zweimal dasselbe". Elli und Idi entwickeln sehr unterschiedliche Fähigkeiten, wobei Elli eine ganz besondere Gabe hat. Sie ist eine der wenigen Hexen, die auch dann zaubern können, wenn ihre Zwillingsschwester nicht in der Nähe ist. Außerdem deutet sich bereits jetzt an, dass die junge Hexe ein ungewöhnlich starkes magisches Potential hat. Doch wird diese außerordentliche Kraft dadurch manchmal unwirksam, dass Elli, wenn sie große Angst hat, vollkommen blockiert ist und ihre Magie nicht nutzen kann. Idi, die etwas ruhigere Schwester im Hintergrund, ist dafür in der Lage, mit magischem Slime zu agieren und in der Glibbermasse Bilder wie in einer Kristallkugel zu empfangen.
In dem Buch erfahren die Leser mehr über die magischen Gesetze der Zwillingshexen und auch etwas darüber, dass es böse Hexen gibt. Außerdem gibt es überraschende Erkenntnisse über Frau Sauter, die schreckliche Lehrerin, die den beiden Mädchen im vorherigen Band das Leben zur Hölle gemacht hat.

Krimi wirkt etwas konstruiert

Das Buch ist, wie schon die beiden Vorgänger, spannend und flüssig geschrieben. Eine erfrischend neue und magische Interpretation des Zwillingsmotivs, die einfach Spaß macht. Und wer schon einmal einen Rhodesian Ridgeback gestreichelt hat und weiß, wie sich der gegenläufige Rückenstrich unter den Fingern anfühlt, wird Ronny ganz sicher lieben.
Ein wenig konstruiert wirkt allerdings, dass Ronnys Mutter Re den Dieben gleich mehrfach entkommen kann. Spätestens nach der ersten Flucht hätte jeder Kriminelle doppelt scharf auf die vierbeinige Kapitalanlage aufgepasst.
Auch der erste Versuch, den Kindern die kleine Ronny zu stehlen, ist nicht nur tollpatschig, sondern auch recht unwahrscheinlich. Es ist schon ein recht großer Zufall, wenn man in einer Millionenstadt wie Berlin unterwegs ist und einen Tag, nachdem man im Grunewald einen Hund gefunden hat, in der Reichsstraße Ecke Ahornweg auf den Dieb ebendieses Hundes trifft, der ihn nun zum zweiten Mal klauen will. Auch wie Mark, der in Kreuzberg das Kellerversteck der Hundediebe entdeckt, auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet dort zu suchen, wird nicht näher erklärt. Für einen Fußgänger wäre das drei bis vier Stunden vom Fundort des Welpen entfernt. Wie sollte der Welpe diesen Weg geschafft haben? "Aber darüber, was er in Kreuzberg gesucht hatte, wollte Mark anscheinend nicht sprechen", heißt es (S. 53). Woher die Hundediebe die Adresse der Kinder haben, wurde nicht erklärt. Plötzlich sind sie da und versuchen einzubrechen. Und genau so plötzlich überfallen sie Matea, die mit Ronnys Mutter Re spazieren geht.
So wird aus der Jagd nach den Hunden ein ziemlich wirres, unmotiviertes Hin und Her, bei dem Kommissar Zufall die Fäden zieht. Und wieso gibt sich eigentlich eine "Chefin" mit solchem unfähigen Diebspersonal ab und veranstaltet popelige Hunderennen, wenn sie mit ihrer Macht doch am ganz großen Rad drehen könnte?
Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Und die genauen Straßenangaben und das Berliner Lokalkolorit gehören ganz sicher zu den Stärken des Buchs.

Fazit: Zauberhaft, magisch, hexisch, mit einer guten Lunge voll Berliner Luft und viel Hundepower. Eben Magie im Doppelpack.


Sibylle Luig: Magie hoch zwei - Diebe in Berlin. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2019. 170 S., Euro 14,90.


Weitere Besprechungen zu "Magie hoch zwei"
Operation Waldmeister
Die fiesen Omas

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Anja Bagus: Das Nebelreich

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 23 December 2019 · 295 Aufrufe
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"Das Nebelreich" heißt die neue phantastische Novelle von Anja Bagus. Die Geschichte ist in der Welt der "Herbstlande" angesiedelt, einem magischen Reich, geschaffen von den Autoren Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser.
Die Herbstlande sind eine zauberhafte Welt und offenbar reich und offen genug, um auch für weitere Autoren und ihre Geschichten Platz zu bieten. Das hatte schon die Anthologie "Geschichten aus den Herbstlanden" unter Beweis gestellt, in dem 34 Autoren ihre eigenen Ideen entwickelten, Erzählfäden aus dem ersten Herbstlande-Roman weiterspannen und die dort lebenden Wesen in neue Abenteuer verwickelten. Anja Bagus ist eine von ihnen. Im Erzählband hatte sie sich des Volkes der Holmili angenommen und in ihrer Geschichte "Fliegen" von den liebenswürdigen, zierlichen Elfen erzählt, deren Flügel so unendlich empfindlich sind und leicht zerbrechen. Nun legt die Autorin die erste Novelle aus dem Herbstlande-Universum vor und widmet sich erneut dem zarten Elfenvolk.
Das titelgebende Nebelreich, in das ihre Heldin, die junge Holmili Jeris gerät, liegt, wie ihr eigenes Land, im Land September - aber tief unter der Erde. Und es ist bevölkert von Wesen, die mit den Holmili seit Urzeiten in Feindschaft leben, auch wenn es inzwischen eine Art stillschweigenden Nicht-Angriffs-Pakt gibt.
Eigentlich will die kleine Holmili nur einen besonderen Glitzerstein aus einer Erdspalte herausholen. Aber der Stein rutscht tiefer ab, und beim Versuch, in die Spalte einzudringen, zerbrechen Jeris' Flügel. Die Elfe stürzt ab und findet sich plötzlich hilflos und mutterseeleneallein in einer fremden, düsteren Welt wieder, bevölkert mit den grausamen Truppen ihrer schlimmsten Erzfeinde, der Neblinge. Aber da ist noch Ferun, Nebling und Prospektor in den Diensten des unteridischen Königspaars. Zwischen Jeris und Ferun entsteht bald etwas ganz anderes, als der uralte Hass der beiden Völker aufeinander vermuten lässt. Und als der Nebling tiefer in die Historie der Unterirdischen eindringt, stellt er Erstaunliches und Schreckliches fest über seine Artgenossen, denen man bei der Geburt die Flügel abbricht ...
Die Geschichte von der Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die aus verfeindeten Familien oder Völkern stammen, ist nicht neu. Keine Geschichte, die Menschen jemals erzählt haben, ist neu. Aber Anja Bagus gelingt es, auf ihrer Reise durch die unterirdischen Gänge und Stollen den Zauberton zu treffen, der eine Erzählung zu einem besonderen Märchen macht. Sie findet neue Mythen und Sagen, die sich in die Welt der Herbstlande einfügen, als seien sie organisch daraus hervorgewachsen. Und sie erschafft mit ihrer Novelle ein liebenswürdiges kleines Stück magischer Literatur, das den Leser mit einem sehr guten Gefühl durch die Seiten wandern lässt. Ein freundliches, märchenhaftes Abenteuer, melancholisch, poetisch und mit viel Liebe zum Detail ausgesponnen. Schön, dass diese Welt lebt und immer wird.

Fazit: Ein bezauberndes kleines Seitenstück zu einer bezaubernden großen Welt. Einfach schön.


Anja Bagus: Das Nebelreich. Eine Herbstlande-Novelle. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2019. 117 S., Euro 8,90.


Weitere Bücher über die Herbstlande
Herbstlande
Herbstlande - Verklingende Farben
Geschichten aus den Herbstlanden
Alessandra Reß: Die Sommerlande

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Herbstlande - Verklingende Farben

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 22 December 2019 · 295 Aufrufe
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Die Abenteuer in den Herbstlanden gehen weiter, und die Welt der Monate September, Oktober und November wird noch bunter und detailreicher. Mit "Verklingende Farben" haben die Autoren Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser ihren zweiten Gemeinschaftsroman vorgelegt. Die Fortsetzung der Herbstlande-Wanderung ist erneut ein magischer und berührender Ausflug in die vermutlich schönste und spannendste Jahreszeit.
Die Geschichte ist ähnlich, aber auch komplett anders als die des ersten Herbstlande-Romans. Wieder geht es um eine Frau, die aus der "wirklichen" Welt in die Herbstlande verschlagen wird, und wieder geht es darum, deren Herrscherin zu zu suchen. Es ist auch ein Roman darüber, wie man aus der phantastischen Welt nach Hause findet, das alte Thema von Odysseus und Bastian Balthasar Bux gewissermaßen. Wie im ersten Buch ist es auch diesmal eine Heldin, die im wirklichen Leben nicht so ganz glücklich ist, aber eigentlich gar nicht wahrnimmt, dass sie nie sie selbst gewesen ist, sondern immer nur anderer Leute Wünsche erfüllen wollte.
Ally Merlin, die Heldin des Buches, geht darin auf, die Kinder ihrer Schwester zu betreuen und für ihre Familie dazusein. Sie ist eine aufopferungsvolle, hilfsbereite und tatkräftige Frau, wenn es darum geht, sich nützlich zu machen. Das ist kein schlechter Charakterzug. Problematisch wird es jedoch, wenn ein Mensch sein gesamtes Selbstwertgefühl daraus ableitet, für andere eine unverzichtbare Stütze zu sein.

Landung in einer fremden Welt

Als Ally im Stadtpark-Teich ein ertrinkendes Mädchen sieht, zögert sie nicht: Sie stürzt sich in die Fluten, um das Kind zu retten. Doch als beide wieder auftauchen, ist alles anders. Ally und die kleine Maisie sind in den Herbstlanden gestrandet. Ally hat fortan nur ein Ziel: Sich und das kleine Mädchen zurück nach Hause zu bringen. Nur ist Maisie ein Waisenkind und war in der wirklichen Welt nie zu Hause. Während Ally die Verantwortung für Maisie übernimmt und ihre gesamte Energie darauf verwendet, das Kind zurückzubringen, hat Maisie bald nur noch ein Ziel: In den Herbstlanden zu bleiben und hier eine Heimat zu finden.
Wie Scarlet, die Heldin des ersten Bandes, müssen auch Ally und Maisie die Herbstlande durchwandern, um deren Herrscherin, die Kürbiskönigin, zu finden. Denn nur diese kann sie zurück in die reale Welt bringen. Doch diesmal wandern die Heldinnen durch eine "verkehrte" Welt. War es für Scarlet und alle Bewohner der Herbstlande noch unmöglich, die Monate in "umgekehrter" Reihenfolge zu bereisen, so ist die Reise zurück nun gerade das Prinzip von Allys und Maisies Queste: Sie sind im November angelangt, arbeiten sich dann zum Oktober vor und gelangen schließlich in den September. Hierbei helfen ihnen eine anscheinend kaputte, weil rückwärts laufende, Taschenuhr und ein Bissen vom Wunschkürbis.

Zwischen Drachen und Elfen

Auf ihrem Weg begegnen sie bekannten zauberhaften Wesen wie dem Laubdrachen, besuchen Orte wie Halloween oder Bumble, die Stadt der Hummelkönigin, und geraten beinahe in Doloras See der ewigen Verzweiflung. Sie treffen auf Holmili, kleine Elfen mit empfindlichen, schnell zerspringenden Flügeln, auf Zwerge, Trolle, Wichte. Eine neue und sehr interessante Figur ist Eligius Halo, der Uhrmacher, der sie auf ihrer Reise begleitet.
Aber bei allem Zauber: Die Herbstlande sind eine sterbende Welt. Schon Scarlet, die vom September über den Oktober in den November wanderte, sah die Farben und das Leben schwinden. Doch diesmal, obwohl die Reise in umgekehrter Reihenfolge verläuft, wird das Sterben noch bedrohlicher, weil unerwarteter. Irgend etwas bedroht diese Welt und raubt ihr die Farben. Und nur Ally und Maisie können es aufhalten.
Erneut ist dem Autorenteam ein zauberhafter und besonderer Roman gelungen. Vor allem in der Charakterzeichnung Allys und der Auseinandersetzung mit ihrem fremdbestimmten Selbstbewusstsein haben die Verfasser einiges geleistet, und die Gegensätze zwischen Ally und Maisie sind sehr lebendig und überzeugend dargestellt. Obwohl der Roman in drei Einzelteile mit jeweils einem Verfasser oder einem Verfasser-Duo gegliedert ist, fallen doch keine Stilbrüche oder Widersprüche ins Auge. Ein sehr gut auf einander eingestimmtes Quartett, kongenial ergänzt durch die Illustratorin Veronika Schnattinger, die das Buch auch optisch in eine kleine Kostbarkeit verwandelte. Ein sehr schönes Buch - inhaltlich und gestalterisch.

Fazit: Auch dieser Ausflug in die Herbstlande ist etwas Besonderes. Fortsetzungen guter Titel sind ja meist enttäuschend, aber hier hat auch der zweite Teil Magie. Chapeau.


Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser, Thomas Lohwasser: Herbstlande - Verklingende Farben. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2019. 429 S., Euro 14,90.


Weitere Bücher über die Herbstlande
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Fabienne Siegmund: Moon Bird

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 21 December 2019 · 255 Aufrufe
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Traurig, magisch, unverwechselbar. Einfach Fabienne Siegmund. In ihrem Romanheft "Moon Bird" zieht die Autorin erneut alle Register ihres Könnens und erzählt die Geschichte einer Frau, deren Tochter Opfer eines Sexualverbrechers wurde. Nein, Gwen zerbricht nicht daran. Nur beinahe. Die Superheldin "Moon Bird" wird geboren. Und macht sich auf, die Kinder der Stadt Corbelle zu beschützen.
Ein furchtbarer Anblick. Die junge Cassie, nur fünf Jahre alt, im Lichtkegel der Straßenlaterne auf dem Boden, den grauen Stoffelefanten umklammert. "Keine Mutter sollte ihr Kind beerdigen müssen", sagt eine Arbeitskollegin. Was man so sagt. Gwen kommt jeden Tag an der Straßenlaterne vorbei, sie steht nur 179 Schritte von ihrem Haus entfernt. Aber wenn die Kollegen schon nicht begreifen können, was in einer Mutter vor sich geht, die ihr Kind auf diese Weise verlor - mit wem könnte Gwen darüber sprechen, was sie wenige Tage später sah? Cassie, die tote Cassie, steht da, etwas durchscheinend vielleicht, aber es ist ihre Cassie.
Das Mädchen ist wieder da. Und Cassie ist sehr bestimmt, wenn sie zu ihrer Mutter sagt: "Komm mit, Mom." Immer wieder führt das Geistermädchen seine Mutter an Plätze, an denen Kinder angegriffen, verletzt, getötet oder missbraucht werden. Gwen greift ein, scheitert anfänglich, steckt viel Schläge ein, doch sie lernt zu kämpfen. Bald hat Corbelle eine eigene Superheldin. Als Moon Bird mit der Maske des Nachtschmetterlings durchstreift sie die dunklen Gassen. Nur Cassies Mörder scheint unauffindbar. Über ihn schweigt der Geist. Als Gwen ihm schließlich dennoch begegnet, kann Cassie ihr nicht zur Seite stehen ...
Fabienne Siegmund vereinigt die düster-phantastische Novellenform mit dem Genre des klassischen Superheldencomics. Ohne eine einzige Zeichnung zu sehen, hat man doch sofort Bilder einer Black Canary oder eines Batgirls vor Augen oder die dunkle Gasse, in der Batmans Eltern tot am Boden liegen. Die Autorin erzählt in ihrer unverwechselbaren, traurigschönen Sprache von so schrecklichen Dingen, dass anderen die Worte im Hals stecken bleiben würden, sie zieht den Leser in den Bann und stellt sich den dunklen Seiten hinter der Glitzerfassade der Tagwelt. Eine Geschichte, die ans Herz geht - und die jedem Leser, der etwas mehr als Prügel- und Liebessszenen von einer Erzählung erwarten, hiermit unbedingt ans Herz gelegt wird.
Das ist einfach nur ein Heft und selbst herausgebracht? Unfassbar. Unfassbar schön, unfassbar gut und optisch trotz der Schlichtheit ebenfalls ein schönes, elegantes Stück Literatur.
Eine magische, unverwechselbare Siegmund-Geschichte. Absolut einzigartig - wobei die Bezeichnung "Band 1" auf noch mehr Einzigartigkeiten hoffen lässt.

Fazit: Dunkel, magisch, traurig, schön. Fabienne Siegmund kann's einfach. Bitte mehr davon.


Fabienne Siegmund: Moon Bird. Band 1: Cassies Geist. Heft, DIN A 5, 61 S., Euro 3,99.


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Mehr von Fabienne Siegmund:
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Christoph Marzi: Charing Cross

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 06 October 2019 · 540 Aufrufe
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"Charing Cross" von Christoph Marzi ist eine düstere Novelle aus der Novellenreihe im UlrichBurger-Verlag. Die Geschichte ist eine ungewöhnliche Kombination aus Vampirstory, Londoner Nebelatmosphäre und einer "Sissi"-Interpretation, wie sie sich Romy Schneider vermutlich nie vorgestellt hat.
Die Novelle beginnt in der Straße Charing Cross in Soho, und zwar in einem Antiquariat, in dem der Ich-Erzähler Richard einer geheimnisvollen Frau begegnet. Die schöne, melancholische und natürlich charismatische Dame kann beim Anblick eines der dortigen Bücher die Tränen nicht unterdrücken, eine Erinnerung an ihre Jugend, ein lange vergangenes Leben ... Richard und die geheimnisvolle "Miss Mirror" oder auch Ida Francis kommen sich näher, und noch näher. Seltsam nur, dass er sich auf dem Rückweg von ihrem Hotelzimmer beobachtet fühlt. Ein beängstigendes Heulen liegt in der Luft. Und diese unheimliche, durchscheinende Gestalt, die ihm folgt, lässt Schlimmes ahnen. Nein, es ist nicht Jack the Ripper, wie der Leser angesichts der Erwähnung der Station Whitechapel zunächst vermuten mag. Aber dieses Schwächegefühl nach jeder Nacht mit Ida und ihre Angewohnheit, ihren Partner beim Geschlechtsverkehr zu beißen, machen bald deutlich, dass man es hier mit einem ganz anderen Kind der Nacht zu tun hat. Allerdings ... Nein, eine klassische Vampir-Story wird es dann doch nicht, was Christoph Marzi erzählt. Dafür sorgt das ungefähr zwei Drittel des Buches ausmachende Tagebuch, das Ida in dem Antiquariat entdeckt hat. Es handelt sich um die Lebensbeschreibung der österreichischen Kaiserin Sisi, die, jenseits von "k. und k.-Kitsch" aufgezeichnet hat, wie es damals wirklich war mit ihr, dem Franzl, dem Grafen Andrássy und dem bayerischen Märchenkönig Ludwig.
Die Erzählung punktet durch ungewöhnliche Kombinationen und durch ihre eingängige Sprache. Als weniger gelungen muss allerdings das Tagebuch gewertet werden, das vor allem - lang ist. Trotz des nicht ganz unspannenden Sujets "Sissi und die Untoten" ist die Sache etwas sperrig und trocken geworden, den Tonfall der Frau bekommt Marzi nicht recht hin, und so hat diese Kaiserin recht wenig Fleisch auf den Rippen. Erschwerend hinzu kommt, dass das gesamte Tagebuch kursiv gedruckt ist. Das macht das Lesen der immerhin 80 Seiten auch für die Augen etwas anstrengend und ermüdend. Vor allem unterbricht es den Fluss der London-Geschichte, die ja mehr als eine Rahmenhandlung ist, auf sehr ungeschickte Weise.
Wie der Autor im Nachwort verrät, handelt es sich bei "Charing Cross" um seine erste Novelle, "die ihren Weg in ein Lektorat fand", ein Jugendwerk, das immer wieder "zwischen den Stühlen" hing, nicht nur wegen der Länge, sondern auch wegen der Vermischung der Genres, kein historischer Rom,an, und auch kein Horror-Roman. Daher mag auch das Ungelenke der einmontierten Tagebuch-Geschichte kommen, die ein bisschen fanzine-haft wirkt. Für den Genremix aber und für die Ideenvielfalt auf jeden Fall ein dickes Lob, das konnte sich schon sehen lassen.

Fazit: Novelle mit ungewöhnlichen Begegnungen, schön düster, in der Mitte etwas sperrig, aber interessant. Lesenswert.

Christoph Marzi: Charing Cross. Homburg/Saar: UlrichBurger-Verlag, 2015. 2. Aufl 2018. 148 S., Euro 7,50.


© Petra Hartmann


Weitere Bücher aus der Novellenreihe des UlrichBurger-Verlags:
Jens Schumacher: Der Hügel von Yhth
Aileen P. Roberts: Feenfeuer
Stephan Lössl: Jäger im Zwielicht
Lilach Mer: Seacrest House
Stephan R. Bellem: Die Ballade von Tarlin
Thilo Corzilius: Der Herr der Laternen


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Andrea Tillmanns: Julia Jäger und die Welt der Wächter

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 19 September 2019 · 1013 Aufrufe
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Julia Jäger ist wieder da. In "Julia Jäger und die Welt der Wächter" lässt die Autorin Andrea Tillmanns die telekinetisch begabte Jugendliche ein neues magisches Abenteuer erleben. Und im dritten Band der Serie erfährt der Leser auch ein wenig mehr über den geheimnisvollen Alexander, dem Julia und ihre Freunde bislang nicht so ganz über den Weg trauten.
Andrea Tillmanns hat die große Gabe, für ihre Geschichten besondere Schauplätze zu finden. Das kann eine wildzerklüftete Küstenlandschaft sein, oder auch einfach nur das spätabendliche Außenbecken eines Thermalbades, über dem die Dunstwolken geheimnisvoll wabern. Diesmal beginnt alles mit einem nostalgischen Programmkino, in dem Filme für Cineasten mit besonders seltenen Vorlieben gezeigt werden.

Nostalgisches Programmkino und Charleston-Kleider

Julia Jäger, die sich in dem Retro-Betrieb ein paar Euro als Servicekraft verdient, kann gar nicht verstehen, warum sich irgend jemand freiwillig diese furchtbar traurigen griechischen oder japanischen Autorenfilme mit englischen Untertiteln ansehen möchte. Aber die jugendlichen Pärchen kommen ohnehin nur zum Knutschen in den Saal. Und die älteren Herrschaften in stilechten Charleston-Kostümen, die sich bei Julia mit Nachos und Kaffee eindecken, verschwinden schon wenige Minuten nach Filmstart auf der Toilette. Wobei "verschwinden" in diesem Falle wörtlich zu nehmen ist. Denn als Julia dem lautlosen Massen-Exodus aus dem Vorführraum nachspürt, findet sie die sanitären Anlagen - leer. Ein Rätsel.

Andrea Tillmanns erzählt mit viel Liebe zum Detail

Auch im dritten Band der Serie bleibt Andrea Tillmanns sich und ihrem Erzählstil treu. Der Schwerpunkt liegt nicht auf Action und Kampfszenen, wie es viele Autoren mit einer telekinese-fähigen Heldin sich nicht hätten verkneifen können. Stattdessen wird mit viel Liebe zum Detail die Arbeit an der Nacho-Maschine und der Verkauf von Käsedips und Weinbrandbohnen beschrieben, und die absurden Filme mit Arte-verdächtigen Titeln werden genüsslich und abstrus ausgemalt. Das kommt zunächst etwas behäbig daher, entwickelt aber bald seinen ganz eigenen Sog und Humor. Diese Schriftstellerin lässt ihre Geschichten langsam entstehen und nimmt sich Zeit für die Ausgestaltung und den Aufbau der Szenerie. Und, das muss hier mal gesagt werden, wenn die Autorin nicht selbst Erfahrung mit einem Studentenjob als Snackverkäuferin in einem Kino gemacht hat, dann hat sie die Arbeit hinter dem Tresen jedenfalls sorgfältig recherchiert ...

Keine Prügelszenen mit Telekinese

Julia Jäger ist keine Haudrauf-Heldin, die dem Gegner mal eben mit einem per Gedankenkraft bewegten Knüppel hinterrücks einen über die Birne haut. Der Leser erlebt sie vielmehr dabei, wie sie sorgfältig Buntstifte zu Trainingszwecken aufstapelt und darüber nachdenkt, wozu und wie sie die Kräfte einsetzen soll. Und es ist bezeichnend, dass es gerade ihre Freundin Mia ist, die mit ihrer etwas anderen, auf den ersten Blick völlig nutzlos erscheinenden "Superkraft" am Ende die Situation rettet. Ziel erreicht, diese "Welt der Wächter" kann sich sehen lassen.

Fazit: Magisches Abenteuer mit realistischer Szenerie und viel Liebe zu Detail. Langsam, humorvoll und mit überraschenden Wendungen. Macht Lust, einmal wieder ins Kino zu gehen. Gern auch in ein nostalgisches Programmkino mit Filmkunst für eine extrem kleine Zielgruppe.


Andrea Tillmanns: Julia Jäger und die Welt der Wächter. Band 3 der Julia-Jäger-Reihe. Weingarten: O'Connel Press, 2018. 185 S., Euro 8,90.


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Weitere Bände der Julia-Jäger-Reihe
Julia Jäger und die Macht der Magie
Julia Jäger und die Legende des Lichts

Weitere phantastische Kinder- und Jugendbücher von Andrea Tillmanns:
Weltenschlüssel I: Mit den Eulen fliegen
Der kleine Troll kehrt heim
Das magische Trio: Geister im alten Gemäuer
Der kleine dicke Pinguin
Lena lernt zaubern


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Tina Birgitta Lauffer: Applejucy - Abenteuer in Amerika

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 15 September 2019 · 524 Aufrufe
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"Applejucy" heißt das neue Kinderbuch von Tina Birgitta Lauffer. Die Titelheldin, manchmal auch kurz "Jucy" genannt, ist eine junge Hexe, sie lebt auf der Insel Greenwich Island, und - sie glaubt nicht an Menschen.
Menschen sind Applejucys Welt so etwas wie bei uns das Monster im Kinderzimmer-Kleiderschrank. Und so hat auch Applejucy manchmal vor dem Einschlafen Angst, dass sich ein Mensch unter ihrem Bett verstecken könne, und ihr Vater muss unbedingt nochmal nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Umso erschrockener ist die Zwölfjährige, als sie eines Tages auf ihrer Insel plötzlich doch echten Menschen begegnet.
Allerdings: Die beiden Menschenkinder haben noch mehr Angst vor Applejucy als die Hexe vor ihnen. Die beiden Kinder sind nämlich schwarz, ihre Mutter wurde in die Sklaverei verkauft, und sie haben panische Angst vor allen Weißen. Wir schreiben das Jahr 1833. Menschenrechte gelten in Europa kaum für Weiße, und Afrikaner sind eine "Ware", die mit hohem Gewinn nach Amerika verschifft wird. Auf der Hexeninsel weiß man davon natürlich nichts. Aber als Applejucy und die beiden fremden Kinder sich nach dem ersten Schrecken angefreundet haben und die Hexe davon erfährt, was in der Menschenwelt vor sich geht, ist sie empört.
Jomo und Nana sind unterwegs, um ihre Mutter zu suchen. Sie hatten sich als blinde Passagiere an Bord eines Schiffs nach Amerika geschlichen. Ein Schiffbruch machte der Reise jedoch ein jähes Ende. Doch die Geschwister hatten gleich mehrfach Glück im Unglück. Nicht nur, dass sie überlebten und an den Strand der Hexeninsel gespült wurden, nein, sie finden nun in Jucy auch eine Freundin und Helferin. Denn dass sich die Hexe nicht nehmen lässt, ihren neuen Freunden bei der Rettung ihrer Mutter zu helfen, ist klar. Auch wenn Jucy noch keine voll ausgebildete Hexe ist und viele Zaubersprüche noch nicht beherrscht ...

Freundschaft hat nichts mit Hautfarbe zu tun

Das Buch hat ein lobenswertes Anliegen. Tina Birgitta Lauffer zeigt ihren jungen Lesern, dass Freundschaft auch über Grenzen von Hautfarben und Nationalitäten möglich ist, und tritt engagiert für ein anständiges Miteinander ein. Rassismus und Nationalismus bekommen von Jucy klar die Rote Karte gezeigt, und zusammen mit der Hexe erfahren die Kinder wie dumm und böse es ist, andere Menschen schlecht zu behandeln, nur weil sie eine dunkle Hautfarbe haben.
Einen dicken Pluspunkt gibt es auch für das wunderschöne Cover von Stephanie Röttger, ein echter Hingucker, und überhaupt für die Gestaltung des Buches.

Viel Spannung verschenkt

Doch nun zum Unschönen. Trotz der tollen Botschaft: Das Buch ist langweilig. Die Erzählung hat keine Höhen, keine Tiefen, keine Spannung. Alles, war irgendwie spannend werden könnte, wird sofort wieder aufgelöst. Da schleichen sich zwei Kinder als blinde Passagiere auf ein Sklavenschiff. Zack, zwei bis drei Sätze, keine Atmosphäre, erledigt, nächste Station. Schiffbruch, es könnte saugefährlich werden. Zack, zwei bis drei Sätze, erledigt, nächste Station. Die beiden begegnen einer Hexe, und die Kinder erschrecken sich gegenseitig zu Tode. Hätte was Schönes werden können, ist aber superschnell erledigt. Sie treffen einen fremden, bedrohlichen Stamm auf Jucys Insel, vor dem selbst die Hexen Angst haben. Das Mädchen Nana sagt sofort was Nettes zum Häuptling, erledigt, Friede, Freude, Eierkuchen, gemeinsames Fest, nächste Station. Sie landen in Amerika, finden sofort die richtige Stadt und sofort einen Hinweis auf die verschwundene Frau. Jucys Zauberkette ist plötzlich verschwunden und genau so plötzlich ohne Suchleistung der Kinder wieder da. Da finden sie einen Schwerverletzten, der von einem der jungen Sklaven angegriffen wurde. Könnte brandgefährlich werden, es geht für den Sklaven um Leben und Tod. Zackbum, alles wieder vom Tisch. Und so weiter.
Es liegt nicht an den Situationen oder am Thema, es ist einfach nicht spannend erzählt. Es gibt durchaus Erzähler, die das Eindrehen einer Flachkopf-Kreutschschlitzschraube in ein Ikea-Regal so beschreiben können, dass man als Leser dranbleibt und mit glühroten Ohren weiterliest. Hier wird fast alles verschenkt.

Weiß anmalen funktioniert nicht

Und inhaltlich? Nein, man kann eine Schwarze nicht einfach so als Weiße tarnen, wenn man sie weiß anmalt. Das weiß jedes Kindergartenkind, das schon mal versucht hat, mit dem Tuschkasten die richtige "Hautfarbe" zu mischen.
Zahnpasta, die Jucy wie selbstverständlich benutzt, wurde übrigens erst 1850 erfunden, 1833 benutzte man dafür noch "Zahnpulver".
Jomo heißt irgendwann plötzlich Jimmy.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Vielleicht ein Grund, die Situation der Sklaven nicht allzu realistisch und detailliert zu schildern. Andererseits, heutige Kinder halten schon einiges an Grausamkeiten aus. Nicht, dass ich jetzt unbedingt im Buch geschildert haben möchte, wie ein auf der Flucht gestellter Sklave zu Tode gepeitscht wird oder wie an Bord des Sklavenschiffs, auf dem die Kinder mitfahren, unterwegs die Hälfte der Gefangenen stirbt, was der Händler in seiner Gewinn-Prognose aber bereits mit einkalkuliert hat ... Das wirklich nicht. Aber hier kommt überhaupt nichts herüber an Atmosphäre, Zeitkolorit, Erfahrbarkeit. Man ist beim Lesen einfach nicht "dabei". Alles bleibt allgemein und an der Oberfläche.

Fazit: Ein Buch mit Botschaft und Moral, das für Freundschaft und Menschlichkeit jenseits aller Rassenideologien eintritt. Sehr gut gemeint. Aber aus Moral macht man keine Abenteuer.

Tina Birgitta Lauffer: Applejucy - Abenteuer in Amerika. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2019. 216 S., Euro 14,90.


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Sternmetall - neue Phantastik aus Bulgarien

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 14 July 2019 · 701 Aufrufe
Bücher - phantastisch, Bulgarien
"Sternmetall" ist eine Sammlung fantastischer Erzählungen aus Bulgarien, die jetzt im Verlag Torsten Low erschienen ist. Das 213 Seiten starke Taschenbuch beinhaltet neun sehr unterschiedliche Prosatexte von neun Schriftstellern und deckt eine sehr große Bandbreite der fantastischen Genres und Subgenres ab. Es finden sich klassische Fantasy und SF genau so wie Märchenhaftes, Sozialkritisches, düstere Phantastik oder Krimi mit fantastischen Elementen.
Der Band enthält Geschichten, die in den Jahren seit 1990 erschienen sind. Eine Zäsur, die laut den Herausgebern Juri Ilkow und Erik Simon nicht zufällig gewählt wurde. Zum einen hätten sich mit dem Ende des Sozialismus in Bulgarien ganz neue Möglichkeiten in der Phantastik ergeben, zum anderen sei aber zu diesem Zeitpunkt auch der literarische Austausch abgebrochen, denn bis dahin sei die bulgarische Phantastik in der DDR recht gut präsentiert gewesen, und auch in der alten Bundesrepublik habe es einige Veröffentlichungen bulgarischer Autoren gegeben, zu einem guten Teil Nachdrucke der DDR-Veröffentlichungen, aber auch eigene Übersetzungen. Eine Lücke, die die nun vorliegende Anthologie sicher nicht komplett schließen kann und will, aber sie bietet neue Anknüpfungspunkte und eine neue Einladung zum Lesen und dazu, einmal über den Tellerand zu schauen und sich auf die Literatur der osteuropäischen "Terra incognita" einmal einzulassen.

Abgründige Abenteuerreise von Georgi Malinow

Sehr beeindruckend, mit hintergründigem Humor und einer ganz eigenen Abgründigkeit kommt die Geschichte "Magie für Rayeed" von Georgi Malinow daher. Sie beginnt wie eine klassische Abenteuer-Queste, in der ein widerwilliger Magier von einem sehr durchsetzungsstarken Helden engagiert wird, um dessen Geliebte und ihren gesamten Hofstaat zu erlösen. Aber 2000 Personen, die zu ewiger Hässlichkleit verflucht wurden, zu erlösen ist nicht ganz einfach. Und liegt nicht Schönheit ohnehin im Auge des Betrachters? Eine Geschichte, die erst mit scheinbar banalen Reiseabenteuern sehr langsam vor sich hin plätschert und den Leser in Sicherheit wiegt und am Ende eine fiese Pointe zündet, wahrhaft tragisch.
Swetla Damjanowskas Geschichte "Die Lampe" beginnt wie eine klassische Krimi-Kurzgeschichte. Eine Ermittlerin wird in ein Dorf gerufen, in dem sich ein alter Mann mit einem Elektrokabel erhängt hat. Allerdings: Das andere Ende des Elektrokabels, an dem die Leiche baumelt, hängt im luftleeren Raum ...

Phantastik zwischen Regentropfen und Brazil

In "Paris, Paris, Kairo" liefert Welko Miloew eine Art impressionistisches Bild aus einer verregneten Stadt. Tropfender Regen, eine Unterführung, nur jede dritte Lampe brennt, irgendwo spielt jemand "Brazil" auf der Gitarre. So sieht wohl die Postapokalypse in Bulgarien aus.

Elfen als Shadowrunner

Wie leben eigentlich Elfen heutzutage? Elena Pawlowa hat in "Elfenlied" eine ganz fantastische Möglichkeit der Tarnung gefunden, die gleichzeitig ein schönes und standesgemäßes Hobby ist. Ihr jugendlicher Held ist begeisterter Rollenspieler, bekannt unter dem Namen "Der Elf". Als eine neue Schülerin an die Schule kommt, wie er Shadowrun-Fan, funkt es gewaltig, und ihr gemeinsamer Erstlingsroman kann sogar einen Verlag überzeugen. Aber das Mädchen, das gern Orkin wäre, ist unheilbar krank ...
Unter dem sperrigen Titel "Jenes Etwas, das mit den Vögeln davonflog: ich habe es gesehen, wusste aber nicht, was es ist", berichtet Val Todorow von zwei Frauen, Monika und Frau Sch., von einer gefundenen Visitenkarte des verschollenen Herrn Sch., der sich in einen Ballon verwandelte, von einer Schokoladenbestellung über drei Tonnen ... etwas surreal, etwas kafkaesk, ziemlich skurril.

Weltschöpfung und Wunderglaube

In "Halbmythische, uralte Dinge" liefert Maria Spirowa eine interessante Theorie darüber, wie es einmal angefangen hat mit dem Leben auf der Erde. Jedenfalls eine Theorie, die Vogel, Rossmann und Schamane sehr überzeugend finden - und die mit einem Irrtum bei der Saat von Keimlingen und einem Riesenskandal zu tun hat.
Andon Staikow stellt in "Jeder einzelne Ungläubige" ein kosmisches Religions-PR-Programm vor. Einsiedler Klas erhält plötzlich Besuch von Missionaren, die ihn von der Existenz Gottes überzeugen wollen. Und da der Herrgott auf ihrer Seite ist, können die Besucher jedes nur erdenkliche Wunder vollbringen, um ihre Behauptungen zu beweisen. Doch der letzendgültige Beweis, den Klas fordert, verlangt selbst dem Allmächtigen einen verdammt hohen Einsatz ab. Eher eine theologische Parabel als Fantasy. Oder ist Theologie nicht immer Fantastik?

Magie und Sternmetall

"Und nur die Erinnerung wird bleiben" schreibt Nikolai Todorow und entführt seine Leser in eine eisige, von grausamer Magie erfüllte Welt, in der sich der junge Eduard und sein Begleiter Manolo zu einem besonderen Schloss durchkämpfen müssen. Böse Träume und Visionen quälen Manolo. Dann erreichen die Helden das Schloss und finden ein wunderschönes Mädchen ...
Iwailo P. Iwanow schließlich steuerte "Die Sängerin, der Schmied und der Märchenerzähler" bei. Es geht um ein seltsames Sternmetall, auf das auch der Titel der Sammlung anspielt, ein außerirdisches Metall, das von einem Parasiten gebildet wird und für Menschen todgefährlich ist. Es gibt eine besondere Art Sänger, die von diesem gefährlichen Metall nicht verletzt werden können, die ihm im Gegenteil, eine Richtung vorgeben und mit ihm kommunizieren können. Doch diese Sänger sind selten. Elina hat die Gabe, schon von frühester Kindheit an ist sie auf seltsame Weise mit dem Sternmetall verbunden. Nun ist sie auf der Suche nach ihrem Bruder ...

Ein breites Spektrum bulgarischer Phantastik

Die Sammlung ist, wie bereits gesagt, sehr vielseitig und deckt ein breites Spektrum ab. Trotzdem scheint ein gewisser schwermütiger, eher nachdenklicher Tonfall, auch bei den humorvollen Geschichten, allen Beiträgen gemeinsam zu sein. Auch eine eher kantige, manchmal etwas voraussetzunglose und verkürzende Darstellung oder ein etwa schwerfälliger Start finden sich häufiger. Es ist sicher keine gefällige, schnell konsumierbare Popcornlektüre, sondern erfordert schon einen Leser, der sich einlassen und einlesen mag. Insgesamt eine hochinteressante Sammlung mit neuen, überraschenden Ideen und ungewohntem Klang. Ein paar neue Autorentipps enthält diese Neunerpackung durchaus.

Fazit: Interessanter und lesenswerter Blick über den Tellerrand, der neue literarische Perspektiven aufzeigt. Empfohlen für alle, die Lust auf Entdeckungen und Ungewöhnliches haben.

Sternmetall. Neue Phantastik aus Bulgarien. Hrsg. v. Juri Ilkow und Erik Simon. Meitingen/Etlingen: Verlag Torsten Low, 2018. 213 S., Euro 13,90.


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Kim Scheider: Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 15 June 2019 · 682 Aufrufe
Bücher - phantastisch, Helgoland und 2 weitere...
Die Abenteuer zwischen Helgoland und Atlantis gehen weiter. Mit "Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung" legt Kim Scheider nun den zweiten Teil ihrer Fantasy-Trilogie vor. Der Junge Paul, bekannt aus "Der rote Feuerstein und das Geheimnis von Atlantis", kehrt zurück auf den roten Felsen und muss erneut gegen dunkle Mächte kämpfen, die die Herrschaft über das Wunderland Atlantis an sich reißen wollen.
Paul ist inzwischen schon ein wenig älter geworden, aber seine Liebe zu Helgoland ist ungebrochen. So ist er mehr als begeistert, als seine Schulklasse ausgerechnet eine Klassenfahrt auf seine Lieblingsinsel unternimmt. Und da er als notorischer Helgoland-Freak bei allen Mitschülern verschrien ist, wird er auch gleich zum Reiseführer erklärt. Er zeigt der Gruppe den Gummibärchenstrand und den Jägersteig zum Oberland, und natürlich kennt er sich auch in der Bunkeranlage bestens aus. Ärgerlich nur, dass ihm seine Mitschülerin Sina, die sich in ihn verliebt hat, unabschüttelbar an seine Fersen heftet. Dabei hat Paul eigentlich ein mysteriöses Rätsel zu lösen. Was meint die alte Frau Piel nur mit ihrer kryptischen Andeutung: "Du wirst gebraucht"? Sollte in Atlantis etwas vorgefallen sein?

Überfall im Helgoländer Bunker

Bei einer Bunkerführung überschlagen sich die Ereignisse: Plötzlich wird Sina von einem zwielichtigen Atlanter gepackt und mit dem Tode bedroht. Gezwungen benutzt Paul seinen Feuersteinschlüssel und öffnet das Portal in die andere Welt. Er, Sina und zwei weitere Mischüler finden sich in Atlantis wieder. Aber aus dem Wunderland des Fudnoff ist scheinbar alle Hoffnung verschwunden. Die Monster aus den dunklen Abgründen erheben sich. Und Fosite und die anderen Götter altern rapide. Die Götterdämmerung steht bevor.
Der Roman punktet, wie bereits der erste Teil, mit zahlreichen Helgoländer Details. Für Insel-Fans gibt es viele Wiedererkennungseffekte. Ein echter Höhepunkt ist das Treffen mit dem auf den Mond geschossenen Helgoländerr Bürgermeister Jörg Singer.

Götterdämmerung auf Atlantis

Der Atlantis-Part der Handlung ist zum Teil geprägt von Anleihen aus der germanischen Mythologie, wobei Inselgott Fosite eine besondere Rolle spielt, von Runen-Orakeln und der in diesem Fall etwas anderen Götterdämmerung. Zum anderen hat dieses Atlantis aber auch einen Science-Fiction-Hintergrund, es wurde schließlich von einem Wissenschaftler vom Planeten Katlantis geschaffen. Dass Atlantis darüber hinaus eine literarische Welt ist, in der sich jede Romanfigur und jede Gestalt aus Kurzgeschichten und Lagerfeuer-Erzählungen sofort nach ihrer Erschaffung materialisiert, gibt dem Ort seinen besonderen Reiz. So treffen Paul und seine Klassenkameraden nicht nur auf eine atlantische Version des jüngeren Paul, der ja bereits Held eines Buches war, sondern sie begegnen auch den Monstern, die sie selbst am ersten Tag ihrer Klassenfahrt in ihren Schulaufsätzen schildern mussten.
"Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung" ist ein würdiger Nachfolger des ersten Bandes. Er ist spannend und humorvoll geschrieben und bringt einige Fragen, die im ersten Teil offen geblieben sind, gut zu Ende. Besonders lebt die Geschichte vom helgoländischen Lokalkolorit, was das Buch vor allem als Urlaubslektüre für Inselgäste empfehlenswert macht. Da es sehr viele aus dem ersten Buch bekannte handelnde Personen gibt und die Geschichte auf dem ersten Teil der Trilogie aufbaut, ist die Lektüre nur Neueinsteiger vermutlich etwas kompliziert. Diese "Götterdämmerung" ist eher für Leser zu empfehlen, die "Das Geheimnis von Atlantis" bereits kennen.

Fazit: Spannende und humorvolle Fantasy mit Helgoland-Flair. Am besten vor Ort genießen. Lesenswert.



Kim Scheider: Der rote Feuerstein und die Götterdämmerung. Berlin: epubli, 2019. 524 S., Euro 16.


Weitere Rezension zur Feuerstein-Trilogie
Der rote Feuerstein und das Geheimnis von Atlantis

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Sibylle Luig: Magie hoch zwei - Die fiesen Omas

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 06 April 2019 · 652 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 3 weitere...
Elli und Idi sind wieder da. Die magischen Zwillinge aus Sibylle Luigs Kinderbuchserie "'Magie hoch zwei" erleben unter dem Titel "Die fiesen Omas" ihr zweites Abenteuer. Und ihre Gegner sind wahrhaft fies.
Bereits im ersten Band hatten die - kurz nach ihrer Geburt getrennten - magischen Zwillinge einiges über ihre Familiengeschichte und ihre Hexenfähigkeiten gelernt. Die in der Familie mütterlicherseits an Mädchenzwillingspaare vererbten magischen Kräfte funktionieren gewöhnlich nur, wenn das Duo vereint ist. Ein Umstand, der dem überforderten Vater so viel Angst machte, dass er sich lieber von seiner Frau trennte und dafür sorgte, das auch die beiden Mädchen als "normale" Kinder (in einer anderen magischen Serie würde man sagen: Muggel) aufwachsen. Doch nun haben sich Idi und Elli wiedergefunden, ihre Kräfte sind erwacht, es geschehen magische Dinge, und die Familienzusammenführung scheint auch schneller zu funktionieren, als befürchtet. Schlimm ist nur, dass nun ein anderer Faktor in die Rechnung hineinspielt. Etwas, das dem Vater damals noch tausendmal mehr Angst gemacht hat als ein paar durch die Luft fliegende Windeln bezaubender Säuglinge. Das "Etwas" oder besser: die beiden Jemandinnen, die durch die wieder erwachte Magie des Zwillingspärchens auf den Plan gerufen werden, sind der Fluch jeder Familienzusammenkunft, eben "die fiesen Omas".

Die magischen Omas: peinlich und gefährlich

Mathilda und Esther sind vollkommen anders als die Mutter und die Tante der Zwillinge. Die beiden alten Frauen, die vor elf Jahren eher klassische Hexen waren und Wert auf Besenritte und mittelalterliches Betragen gelegt hatten, sind inzwischen zu schrillen alten Schachteln mutiert, die sich benehmen wie verzogene Gören, ihre Magie zu eigennützigen Zwecken einsetzen und andere Menschen ihre Macht spüren lassen. Nun sind sie ins Nachbarhaus von Ellis Familie eingezogen und wollen die beiden Mädchen zu "richtigen Hexen" erziehen. Was bedeutet, dass sie sich in alles einmischen und immer wieder unangenehme Situationen heraufbeschwören, manchmal peinlich, manchmal todgefährlich. Dadurch droht den Zwillingen auch, dass ihre geheime Gabe öffentlich bekannt wird ...
Elli und Idi lernen aber nicht nur mehr über ihre Familie, sondern auch über sich selbst und die jeweils andere Schwester. Sehr liebenswert und detailliert arbeitet die Autorin Sibylle Luig heraus, dass die Mädchen, obwohl sie Zwillinge sind, sehr unterschiedliche Geschichten und Persönlichkeiten haben. So muss Elli herausfinden, dass ihre Zwillingsschwester nicht enfach nur ein Mädchen ist, das gern schwimmt, sondern eine sportliche Berühmtheit, vor deren Namen alle Schwimmtrainer Berlin einen Hofknicks machen. Und auch die beiden fiesen Omas entpuppen sich schließlich als ein Duo, dessen Individuen alles andere als gleichartig sind. Dass ein Alters-Unterschied von wenigen Minuten schon dafür sorgen kann, dass die Zwillinge Elli und Idi unterschiedliche Geburtstage und Sternzeichen haben können, hat sich vermutlich kein Leser vorher vorstellen können. Was dies für ihre Kräfte bedeutet - nun, da kommt einiges auf die Hexenwelt zu.

Sibylle Luig schreibt flüssig, spannend und humorvoll

Das Abenteuer ist, wie bereits der erste Band, sehr flüssig, spannend und mit viel Humor geschrieben. Sibylle Luig hat es sogar geschafft, sich noch ein wenig zu steigern und die Geschichte nach dem ersten Kennenlernen noch mehr Fahrt aufnehmen zu lassen. Das Buch ist leicht und angenehm zu lesen, nimmt den jungen wie älteren Leser schnell gefangen und hat ein hohes Suchtpotential. Sehr schön, wie am Ende sogar das todgefährlich Oma-Problem gelöst wird. Was immer die Autorin da an Geheimdrogen in den magischen Trank hineingerührt haben mag: Ich will mehr davon. Jetzt, sofort und gleich.

Fazit: Magische Mädchen im Doppelpack, und der zweite Zauber ist sogar noch stärker als der Auftakt. Gelungen und unbedingt empfehlenswert.

Sibylle Luig: Magie hoch zwei. Band 2: Die fiesen Omas. Mit Bildern von Ulrike Barth-Musil. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2018. 176 S., Euro 14,90.


Weitere Besprechungen zu "Magie hoch zwei":
Operation Waldmeister
Diebe in Berlin

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Sibylle Luig: Magie hoch zwei - Operation Waldmeister

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 16 March 2019 · 843 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 4 weitere...
Wow! Dieses magische Doppelpack hat es wirklich in sich. "Magie hoch zwei" von Sibylle Luig ist die Geschichte eines zauberhaften Zwillingspaars, das die Herzen der jungen Leser ganz sicher erobern wird. Der erste Teil der Serie trägt den Titel "Operation Waldmeister" und ist jetzt im Verlag Monika Fuchs erschienen.
Die Heldin Elli - eigentlich Elektra - ist zehn Jahre alt, lebt in Berlin und wächst mit ihrer Mutter und deren Zwillingsschwester auf. Ihr Vater, so erzählten es Mutter und Tante der Protagonistin, sei ein Urlaubsflirt ihrer Mutter gewesen, der schönste und beste Tänzer von Rhodos, den die Mutter leider nicht wieder getroffen hatte. Als Elli jedoch zufällig in einer Kommodenschublade ihre Geburtsurkunde entdeckt, stellt sie fest, dass die Geschichte offenbar nicht stimmt. Und beim Googeln mit dem Namen des im Dokument eingetragenen Erzeugers findet sie eine Adresse in Hamburg. Ausgerechnet in Hamburg, wohin sie demnächst mit ihrer Klasse eineKlassenfahrt unternimmt. Klar, dass sich Elli unterwegs davonstiehlt und sich auf die Suche nach ihrem Vater macht.

Getrennte Zwillinge finden sich wieder

Ihren Vater findet sie zwar an diesem Tag nicht, sie begegnet jedoch einem Mädchen, das ihr von Anfang an sympathisch ist: Idi - das ist die Kurzform von Merida - und Elli treffen aufeinander, und plötzlich passieren Dinge, die kein Naturwissenschaftler sich erträumen könnte.
Was anfängt wie Erich Kästners berühmtes "Doppeltes Lottchen" entwickelt sich zu einer magischen Geschichte um Hexerei, Familientraditionen und eine besondere Freundschaft unter ungleichen Zwillingsschwestern. Elli und Idi sind Zwillinge und können, wenn sie zusammen treffen, zaubern. Eine Gabe, die auch schon ihre Mutter und ihre Tante sowie ihre Großmutter und deren Schwester hatten. Kurz nach der Geburt wurden die beiden Mädchen allerdings getrennt, weil der Vater, ein ansonsten nicht unrechter Normalo, Angst bekam vor den Kräften der Säuglinge. Und weil die furchtbare Großmutter und ihre Schwester ihm zu recht mehr als unheimlich waren. So wurden die Kinder getrennt, und die Hexenkraft kam nicht zum Ausbruch. Doch nun haben sich Elli und Idi gefunden ...

Sibylle Luig gibt klassischem Thema neuen Schwung

Sibylle Luig schafft es, das altbekannte Zwillingsthema neu zu interpretieren und ihm einen unerwarteten, magischen Schwung zu geben. Schon dadurch, dass Elli und Idi nicht eineiige, sondern "nur" zweieiige Zwillinge sind, werden die üblichen Verwechselspielchen ausgeklammert. Und auch sonst sind die beiden Mädchen, die sich seit fast zehn Jahren nicht mehr gesehen haben sehr unterschiedliche Charaktere.
Erzählt wird die Geschichte bislang ausschließlich aus der personalen Perspektive Ellis, die sehr schnell Konturen gewinnt und dem Leser ans Herz wächst. Als dann, erst ungefähr in der Mitte des Buches, auch Idi auf der Bildfläche erscheint, stürmt ein wagemutiger Wirbelwind und Schaukel-Akrobat in die Geschichte. Idi ist mutig, draufgängerisch, immer voller Ideen, die sie ohne großes Nachgrübeln und Abwägen in die Tat umsetzt, und wirbelt Ellis Weltbild durcheinander, dass es nur so kracht. Von wegen bei Zwillingen ist alles gleich. Dass die beiden Mädchen in verschiedenen Städten aufwuchsen, dass Hamburg und Berlin nicht gerade Nachbarstädte sind und Elli nicht einmal ein Handy besitzt, macht die Situation zusätzlich kompliziert. Aber die beiden Hexenmädchen sind trotz ihres Schaukel-Unfalls nicht auf den Kopf gefallen und erweisen sich als einfallsreich und willensstark genug, um ihre Wiedervereinigung durchzusetzen ...
Die Geschichte ist abenteuerlich und spannend, sie lässt sich sehr flüssig lesen und nimmt den Leser schon auf den ersten Seiten gefangen. "Operation Waldmeister" ist eines jener Bücher, die junge wie ältere Leser erst dann wieder aus der Hand legen können, wenn die letzte Seite erreicht ist. Dann allerdings mit einem leisen "Schade" auf den Lippen und in der Hoffnung, dass der nächste Band bald zu haben ist. Sibylle Luig versteht es zu erzählen, und die gleichfalls magischen Illustrationen von Ulrike Barth-Musil machen das Buch zu einem fantastischen Gesamterlebnis. Ein Buch, das einfach Spaß macht und eigentlich in jedes Kinderzimmer gehört. Vergesst Hanni und Nanni, Bahn frei für Elli und Idi!

Fazit: Zauberhafter Auftakt einer etwas anderen Zwillingsserie. Bitte unbedingt mehr davon. Viel mehr.



Sibylle Luig: Magie hoch zwei. Teil 1: Operation Waldmeister. Mit Bildern von Ulrike Barth-Musil. Hildesheim: Verlag monika Fuchs, 2018. 184 S., Euro 14,90.


Weitere Besprechungen zu "Magie hoch zwei"
Die fiesen Omas
Diebe in Berlin

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Birgit Otten: Falkenmagie

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 12 February 2019 · 1146 Aufrufe
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Die Novelle "Falkenmagie" von Birgit Otten ist jetzt neu im Selbstverlag veröffenticht worden. Die Erstfassung erschien, einer Information der Autorin zufolge, bereits 2013 unter dem Pseudonym Katjana May im Verlag Carlsen Impress. Es handelt sich um eine Fantasy-Novelle, die im Vorfeld den Leser bereits durch den zauberhaften Titel und das sehr ansprechende Coverbild zum Zugreifen beziehungsweise zum Herunterladen verführt.
Die Heldin der Geschichte ist eine junge Studentin namens Kyra, der eines Tages buchstäblich ein Mann auf den Kopf fällt. Der Fremde ist nicht gerade hässlich, aber seine Absichten sind für Kyra außerordentlich unerfreulich: Er kam, um sie zu entführen. Kyra ist als neue Braut eines bösartigen Tyrannen bestimmt, der über außerordentlich starke Magie verfügt und in einem Schloss zwischen den Welten residiert. Allerdings gibt es eine kleine Lücke in seinen Berechnungen. Kyras Welt ist eine Welt ohne Magie. Zauber hat hier keinen Platz, weshalb sich der ausgesandte Falken-Mann auch prompt aus seiner Falkengestalt zurück in einen Menschen verwandelt und abstürzt. Als der Tyrann Arik und sein Gesandter Jannis es schließlich doch noch schaffen, die Ausersehene in die Zwischenwelt zu schaffen, ist dies nicht nur für das Entführungsopfer Kyra eine böse Überraschung, sondern auch für den Magier selbst: Denn da Kyra aus einer Welt ohne Magie stammt, wirkt sein Zauber nicht auf sie. Der Herrscher kann sie zwar ins Verlies werfen, doch Kyras Geist bleibt frei - und birgt genug Sprengstoff, eine Revolte gegen den Tyrannen auszulösen.
Die Idee, dass eine Heldin nicht an Magie glaubt und daher gegen jeglichen Zauber immun ist, ist recht ungewöhnlich. Interessant auch, wie Kyra und Jannis auf der Ebene des Traums doch noch ein gewissermaßen halbmagisches Medium finden, um sich auf einander einzuspielen.
Die Geschichte ist flüssig und zielstrebig erzählt, frei von Verschlingungen und überflüssigen Nebenhandlunen und konzentriert sich ganz auf das Geschehen um Kyra, ihren Gegenspieler und den Falkenmann, zu dem sie langsam eine vertrauensvolle Beziehung aufbaut. Großartige Dramatik und thrillerhafte Hochspannung, bei der der Leser von einem Cliffhanger zum nächsten getrieben wird, dürfen hier gern fehlen, es ist eher eine liebenswürdige und zauberhafte Geschichte mit hellem Märchenton, eben Falkenmagie, die mit einer gewissen Leichtigkeit daherkommt und diese beim Leser auch hinterlässt. Wer Fantasy automatisch mit dickleibigen Schinken und Ziegelstein-Trilogien gleichsetzt, wird hier enttäuscht sein, aber Leser, die Freude an kleinen Kabinettstückchen im klassischen Novellenformat haben, dürfen sich getrost auf diese Falkenmagie einlassen und erleben eine oder zwei Stunden in einer Welt zwischen den Welten.

Fazit: Leicht, aber nicht seicht geschriebene, märchenhafte Fantasy-Novelle. Lesenswert.

Birgit Otten: Falkenmagie. Eine zauberhafte Novelle. eBook, Kindle Direct Publishing, 2018. (Taschenbuch: 2019, 78 S., Euro 4,99)


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Ulrike Stegemann: Dämonenfriedhof

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 10 February 2019 · 554 Aufrufe
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"Dämonenfriedhof" nennt Ulrike Stegemann ihre neue Geschichtensammlung. Darin enthalten sind neun Kurzgeschichten aus dem Bereich Grusel und Horror. Es handelt sich um Storys, die zum größten Teil bereits in Anthologien und Magazinen veröffentlicht wurden, eine Geschichte, "Der Nachbar", ist hier zum ersten Mal zu lesen.
Die Autorin Ulrike Stegemann ist vielen als Herausgeberin der Zeitschrift "Elfenschrift" bekannt, als Verfasserin erotischer Romane hat sie sich unter dem Pseudonym Emilia Jones einen Namen gemacht. In der nun vorliegenden Sammlung zeigt sie, dass sie außer Märchenhaftem und Erotischem auch Gruseliges schreiben kann - und dass sie dies schon seit Jahren immer wieder getan hat.
So gibt es mit der Titelgeschichte "Dämonenfriedhof" und mit dem "Engelsgemälde" eine Erinnerung an die Frühzeit der Storyolympiade und die daraus hervorgegangenen "Pandaimonion"-Bände, aber es finden sich auch Geschichten aus John-Sinclair-Ausgaben, andere Texte sind auf Geisterspiegel.de oder bei XUN, in der Aaronis Collection und im UlrichBurger-Verlag erschienen.
Die Geschichten sind alle recht kurz und "auf den Punkt" geschrieben. Der Leser begleitet unter anderem einen Dämonenjäger, der auf einem Friedhof die bittere Erfahrung machen muss, dass seine jahrzehntelange Arbeit vergebens war, erlebt in einer Gemäldeausstellung, wie ein Bild ein dämonisches Eigenleben entwickelt, begegnet Vampiren und mörderischen Modeschöpferinnen. Dass es bei all dem versammelten Bösen auch manchmal ein Happy End geben kann, zeigt die unheildrohende Geschichte "Die Vorhersage", und auch in dem bisher unveröffentlichtem Beitrag "Der Nachbar", der ein wenig an den Hitchcock-Klassiker "Das Fenster zum Hof" erinnert, ist vielleicht ja doch nicht alles so böse, wie es aussieht ...?
"Dämonenfriedhof" bietet kurzweilige Lektüre für zwischendurch und weist bei allem Grusel auch eine gewisse filigrane, zierliche Note auf. Es sind kleine Fingerübungen, leicht und genau das richtige für den kleinen Grusel unterwegs oder vor dem Einschlafen.

Ulrike Stegemann: Dämonenfriedhof und andere Gruselgeschichten. Selbstverlag, 2018. Taschenbuch, 82 S., Euro 5.

Mehr von Emilia Jones:
The Black Club, London
Michelles Verführung
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Teufelskuss und Engelszunge
Sinnesrauschen I: Ginas Bar
Sinnesrauschen II: Spielsüchtig

Von Ulrike und Michael Stegemann:
Weihnachtsmann auf Diät

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Fabienne Siegmund: Namiria

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 22 December 2018 · 535 Aufrufe
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"Namiria" ist ein Fantasy-Roman von Fabienne Siegmund - und zugleich der Name der Welt, in der dieses Abenteuer spielt. Es geht um einen bösen Herrscher, um eine Suche, um den Kampf gegen einen bösen Tyrannen und um eine abenteuerliche Reise einer jungen Frau, die dazu bestimmt ist, die neue, rechtmäßige Herrscherin über Namiria zu werden.
Kirja ist anders. Die Jugendliche wächst bei den "Herbstzeitlosen" auf, einem Gauklervolk, das das Land Namiria durchstreift. Sie ist akzeptiert, die Gaukler sorgen für sie, aber sie bleibt allein, eine Außenseiterin. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass sie die einzige Vertreterin ihrer Altersgruppe ist. Kirja wurde in dem Jahr geboren, in dem zum ersten Mal schwarzer Schnee fiel. Seither ist Namiria eine traurige, kalte Welt voller Angst. Allgegenwärtig sind die "Schiefernen", die Schergen des Bösen Herrschers, der vor Urzeiten die Weiße Königin tötete. Aber warum sind Kirjas Augen so seltsam zersplittert, sodass sie nur eine vollkommen verzerrte Sicht auf diese Welt gewinnen kann?
Als Kirja mit der Hilfe ihres zahmen Käuzchens, ihres ständigen Begleiters, im Schnee eine Spiegelscherbe findet und hineinblickt, nimmt das Unheil seinen Lauf: Der böse Herrscher kann sie sehen und ausfindig machen. Was einen Großteil ihrer Gauklerfreunde das Leben kostet. Fortan ist Kirja auf der Flucht - und gleichzeitig auf der Suche. Denn es gilt, noch drei weitere Spiegelscherben zu finden und das zerbrochene Szepter Namirias wieder zusammenzusetzen.
Die Handlung ist nicht unbedingt originell, aber grundsolide erzählt. Und, mein Gott, warum sollte jemand ständig das Rad neu erfinden? Es handelt sich um eine klassische Queste, eine abenteuerliche Heldenreise, bei der die Protagonistin ein phantastisches Land durchreist und etwas sucht, in diesem Falle vier Spiegelscherben. Ganz klare Pluspunkte des Buches sind die unnachahmlich magische Sprache der Autorin und ihre einprägsame Erzählstimme. Fabienne Siegmund ist in dieser magisch-mythischen Welt zu Hause und trifft den Märchenerzählerton, der den Zuhörer in seinen Bann zieht und immer tiefer in die Geschichte hineinsaugt. Und sie hat an besonderen, unverwechselbar eigenen Völkern mit eigenen Sagenwelten und Lebensphilosophien so viel zu bieten, dass man gern mit auf die Reise durch Namiria geht. Kirja und ihr Käuzchen sind auf jeden Fall Helden, die man ins Herz schließen muss. Und wer an den elbenhaften Sternentänzern oder den skurrilen Steampunk-Handwerkern vom Volk der Federlinge keine Freude hat, kann ja das Telefonbuch lesen.

Fazit: Klassische Heldenreise durch ein zauberhaftes Land, magisch beschrieben und überhaupt ein ganz bezauberndes Buch. Lesenswert.


Fabienne Siegmund: Namiria. Fabylon-Verlag, 2017. 424 S., Euro 16,90.

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Mehr von Fabienne Siegmund:
Herbstlande
Das Mädchen und der Leuchtturm
Der Karussellkönig
Goldstaub
Sternenasche
Herbstlande - Verklingende Farben

Anthologien
Geschichten aus den Herbstlanden
Die Einhörner


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Geschichten aus den Herbstlanden

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 12 December 2018 · 1120 Aufrufe
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"Herbstlande" war ein zauberhaftes Buch, geschrieben von Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser. Nun hat sich das Autoren-Quartett Verstärkung geholt und bricht zum zweiten Mal in die Länder September, Oktober und November auf. Entstanden ist erneut ein liebevoll gestaltetes und wunderschön illustriertes Zauberbuch. "Geschichten aus den Herbstlanden" ist eine Anthologie mit 33 melancholischen, schabernackigen, fröhlichen und traurigen Herbstgeschichten, von bunten Laubgestöbern, Kastanienmännchen, Kürbisfratzen, Fabelwesen und eiskalten Novemberwinden. Von erfüllten und unerfüllten Wünschen und solchen, die besser unausgesprochen geblieben wären.
So greift Jana Damaris Rech in "Vom Wünschen", der ersten Geschichte des Buchs, die Rahmenhandlung des Herbstlande-Romans auf und fragt nach richtigen und falschen Wünschen und dem rechten Wunsch zur rechten Zeit. Es gibt ein Wiedersehen mit dem geheimnisvollen, klugen Märchenbuch und dem freundlichen Antiquariat und - trotz des düsteren Ausgangspunkts - ein glückliches Zueinanderfinden.
Isa Theobald erzählt in einem Märchen, wie der Herbst entstand, und in Markus Heitkamps "Ein Horn ist ein Horn" gibt es eine interessante Begegnung am Wunschbrunnen mit einem putzigen Tier, das fast ein Eichhörnchen sein könnte, aber es hat eine ungewöhnliche Vergangenheit.
"Schwarze Sprenkel" von Annika Sylvia Weber handelt vom Verhessen und vom Ernst des Lebens. Eine Geschichte über einen Familienvater, der in die Dienste der Hummelkönigin tritt und seiner Tochter immer mehr entfremdet wird. Da ist die Geschichte der "Welt der tausend Spiegel" von Katrin Bohnen, in der eine junge Frau auf einem Jahrmarkt eine Veränderung ihres Lenens sucht und sich selbst findet. Der Leser begegnet Insekten, Kleinsäugern und Elfen, Gauklern und den Töchtern der Herbstzeitlosen, und es gibt ein Wiedersehen mit dem Laubdrachen. Ein bezauberndes Wesen ist auch der Blattgoldbär von Ann-Kathrin Karschnick, der den September bewohnt und eigentlich nur von den anderen als normal angesehen werden möchte. Dann bricht er in den Oktober auf und lernt Gänsehautgänse kennen ... Ebenfalls mit buntem Herbstlaub hat Lena Falkenhagens Geschichte zu tun. Sie erzählt von einem einsamen Jungen in der realen Welt, der sich bei einer alten Nachbarin als Hundesitter nützlich machen will und einen neuen Freund findet.
Das Buch ist ein zauberhafter, oft etwas melancholischer, doch immer liebevoller Spaziergang durch die Länder des Septembers, Oktobers und Novembers, das den Tonfall des Herbstlande-Romans gut aufgenommen und weitergetragen hat. Es ist aufwändig gestaltet, jede Geschichte erhielt eine vorangestellte ganzseitige Illustration, und vorn im Buch findet der Leser auch eine detailreiche Karte der Herbstlande. Ein Buch, das zu lesen und zu betrachten sehr viel Freude bereitet und das nach dem ersten Durchlesen zum immer wieder Darin-Blättern einlädt und sicher nur nicht im Bücherregal verschwinden wird.

Fazit: Liebevoll gestalteter Erzählband mit herbstlich-melancholischen Geschichten aus drei magischen Ländern. Wunderschöne Fortsetzung des Herbstlande-Projekts. Zauberhaft.


Geschichten aus den Herbstlanden. Hrsg. v. Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser. Mit Illustrationen von Jana Damaris Rech und Nina Schellenbach. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2018. 414 Seiten, Euro 14,90.


Weitere Bücher über die Herbstlande:
Herbstlande
Herbstlande - Verklingende Farben
Anja Bagus: Das Nebelreich

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Andrea Tillmanns: Julia Jäger und die Legende des Lichts

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 27 October 2018 · 2385 Aufrufe
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"Die Legende des Lichts" ist der zweite Teil der Julia-Jäger-Reihe aus der Feder von Andrea Tillmanns. Erzählt werden die Abenteuer einer Schülerin, die eine besondere Begabung hat: Sie kann Gegenstände (oder Personen) telekinetisch bewegen. In dieser Folge geht es um die Suche nach einem magischen Artefakt, das besser ungeborgen geblieben wäre.
Urlaub in Irland? Wie uncool. Eigentlich hatte sich Julia seit Monaten auf die Studienfahrt nach Malta gefreut. Aber jetzt scheint alles wie verhext: Plötzlich wollen alle ihre Freunde doch lieber nach Irland, eine Tour, die von einem geheimnisvollen Menschen im Hintergrund massiv gefördert wird. Aber auch Julias Freund Tim hat einen guten Grund, sich für Irland zu interessieren: Im Nachlass seines Großvaters fanden sich einige seltsame Gegenstände, die irgendwie keltisch aussehen, darunter ein Engel, der Tim und Julia fasziniert. Denn die Figur hat nur einen Flügel. Tim hofft, auf der Studienfahrt etwas über den einflügligen Engel zu erfahren. Und so kreuzt Julia schließlich schweren Herzens ebenfalls als Reisewunschziel "Irland" an, als die Wahl für die Studienfahrt ansteht.
Julia und Tim haben auf ihrer Studienfahrt nicht nur Gelegenheit, in Archiven und Museen zu stöbern und die faszinierende Küstenlandschaft kennen zu lernen, sie geraten auf ihrer Suche auch in eine geheimnisvolle Höhle, in der, verborgen hinter einem magischen Fenster uralte Artefakte lagern. Eine brandgefährliche Suche, die auch für ihre Klassenkameradin Mia übel ausgehen könnte. Und dann ist auch da noch Alexander, der schon im ersten Band eine etwas undurchsichtige Rolle spielt. Was bezweckt ihr Mitschüler wirklich und woher hat er seine Informationen?
Andrea Tillmanns schafft es, gleichzeitig unaufgeregt und spannend die Geschichte einer Teenagerin zu erzählen, die sich zwischen Magie und Alltagsproblem einer normalen Schülerin zurechtfinden muss. Julia Jäger ist keine Superheldin, die mal eben die Welt rettet, sondern sie ist eine sehr lebendige Schülerin mit all ihren Schwächen und Stärken. Sehr interessant auch ihr Freund Tim, der nach dem ersten Abenteuer nun eine recht ungewöhnliche und nützliche Superkraft entwickelt, die er selbst aber für gar nichts Besonderes hält.
Etwas sonderbar ist, dass man kaum etwas über das Programm der Studienfahrt erfährt. Julia und Tim haben anscheinend alle Zeit der Welt, um Bibliotheksstudien und Museumsbesuche auf eigene Faust zu erledigen und in den Klippen herumzustöbern. Normalerweise haben solche Schulveranstaltungen doch einen sehr straff organisierten Tourenplan und sind streng durchgetaktet. Aber da mag sich seit meiner Schulzeit auch einges verändert haben ...

Fazit: Irland-Feeling, Telekinese und ein jugendliches Dream-Team. Gut erzählt, spannend und macht Lust auf mehr. Lesenswert.



Andrea Tillmanns: Julia Jäger und die Legende des Lichts. Julia-Jäger Reihe Band 2. Weingarten: O'ConnellPress, 2016. 188 S., Euro 8,90.



Weiter Band der Julia-Jäger-Reihe
Julia Jäger und die Macht der Magie
Julia Jäger und die Welt der Wächter

Weitere phantastische Kinder- und Jugendbücher von Andrea Tillmanns:
Weltenschlüssel I: Mit den Eulen fliegen
Der kleine Troll kehrt heim
Das magische Trio: Geister im alten Gemäuer
Der kleine dicke Pinguin
Lena lernt zaubern


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Werner Hermann: Der Bund des Turmes

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 25 October 2018 · 2055 Aufrufe
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"Der Bund des Turmes" von Werner Hermann ist eine düstere Novelle, die jetzt als achter Band in der Reihe "Mystische Schriften" des Arcanum Fantasy Verlags erschienen ist. Es geht um magische Artefakte, deren Vereinigung niemals stattfinden darf: Denn durch sie kann eine uralte mesopotamische Gottheit wieder erweckt beziehungsweise zurück in unsere Welt geholt werden.
Die Geschichte beginnt recht harmlos mit einem Forschungsvorhaben einer jungen Frau aus dem Nahen Osten. Inana Dingir forscht über die Rotarier und den Lionsclub und möchte eine große Weltverschwörung aufdecken. Der rätselhafte Sir Ningishida in London wird ihr als Informant genannt. Doch bei ihren Begegnungen erzählt er ihr nichts zu den Geheimbünden, stattdessen fragt er die Wissenschaftlerin aus, um sie näher kennen zu lernen. Ein uraltes Schachspiel in seinem Arbeitszimmer erweckt Inanas Aufmerksamkeit. Alle vier Türme fehlen. Und statt sich auf die Suche nach Informationen über die Rotarier und den Lionsclub zu machen, beginnt Inana, nach den vier Türmen zu forschen. Einen hat Ningishida in seinem Besitz, einen weiteren kann sie durch Dienstahl an sich bringen ...
Die Novelle ist flüssig und zielstrebig erzählt und lässt sich recht angenehm lesen. Einiges geht aufgrund der knappen Form ein wenig zu schnell. So jettet die Heldin auf knapp 80 Seiten mal eben von Uruk nach London, von London nach Genf, von Genf nach Gent, schließlich nach Bagdad und zu den Ruinen des Turms von Babylon.
Auch die Art, wie sich Inana an die Recherche in alten Schriften über den uralten bösen Drachengott Ninazu macht und keinen einzigen Gedanken mehr an die Geheimbünde und Verschwörungstheorien verschwendet, die sie eigentlich erforschen wollte, befremdet etwas. Eine Wissenschaftlerin stößt mal eben in Gent auf eine alte Sage, bohrt weiter, landet bei apokalyptischen Texten aus dem Zweistromland - was sich schon nicht unbedingt nach systematischer Forschungsarbeit anhört - und liest das alles auch noch mit einem gläubigen, nicht literaturhistorischen Blick?
Einen Pluspunkt gibt es dafür, dass diesmal nicht die Freimaurer oder Templer als Träger der Verschwörung herhalten müssen. Und das Ende hat auch gefallen, obwohl, oder gerade weil es doch sehr konsequent und vorhersehbar war.

Fazit: Flüssig geschriebene und angenehm lesbare Novelle, stringent und knapp, düster und etwas vorhersehbar. Gepflegte Lesekost für zwischendurch.

Werner Hermann: Der Bund des Turmes. Mystische Schriften 8. Bickenbach: Arcanum Fantasy Verlag, 2018. 86 S., Euro 5.


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Peter Raffalt: Der gestiefelte Kater

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 11 August 2018 · 566 Aufrufe
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Der gestiefelte Kater, bekannt als Märchenfigur der Brüder Grimm oder als Held eines Theaterstücks von Ludwig Tieck, erzählt nun seine Geschichte selbst. Als Ghostwriter hat ihm der Autor Peter Raffalt seine Feder geliehen, und die Illustrationen dazu schuf Sibylle Gädeke.
Nein, man hat es nicht leicht mit diesem Müllerssohn Hans, das muss man dem Ich-Erzähler dieses Abenteuers schon zugestehen. Als der jüngste Sohn nach dem Tod seines Vaters von den Brüdern vor die Tür gesetzt wird und nur mit einem Kater als Erbe in die Welt ziehen soll, sieht die Situation mehr als verzweifelt aus. Zumal sich dieses Exemplar der menschlichen Gattung als außerordentlich begriffsstutzig erweist und gar nicht so recht kapieren will, warum er sein letztes Geld statt für eine ordentliche Mahlzeit für ein paar Katzenstiefel ausgeben soll. Doch sein felider Begleiter ist nicht auf den Mund gefallen und verfügt außer über eine gehörigen Portion Intelligenz auch noch über ein außerordentliches Selbstbewusstsein. Er beschließt, etwas aus diesem Hans zu machen. Ein Graf soll er werden und die Tochter des Königs heiraten. Das hat der nicht ganz uneitle Vierbeiner, der immer wieder über die Überlegenheit seiner Spezies räsonniert, sich in den Kopf gesetzt, und so geschieht es.
Der Autor Peter Raffalt geht sehr frei mit seinem Stoff um, und für Kenner des klassischen Märchens hält er einige Überraschungen parat. So sieht sich der Leser nicht nur mit einer bösen Zauberin konfrontiert, die ständig neue junge Mädchen in ihren Bann schlagen muss, um ihre eigene Jugend zu erhalten, er erlebt auch, dass Müllerssohn Hans in einen Hund verwandelt wird, was die selbst gestellte Aufgabe des Katers nicht gerade erleichtert. Dass der Titelheld ganz gegen seine kätzische Natur auch noch eine sehr emotionale Beziehung zu einer Maus aufbaut, sorgt zusätzlich für Wendungen, von denen die Grimm-Brüder noch nichts ahnen konnten.
Das Ganze ist flott und amüsant geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen. Zusammen mit den eigenwilligen, dynamischen Illustrationen Sibylle Gädekes entstand so ein sehr individuelles, leichtpfotiges Katermärchen, das erfrischend anders ist als viele schwerfällige Klassiker-Nacherzählungen. Dass sich freilich am Ende mit der Maus so gar nichts ergab ... nun, auch ein Märchen ist ja kein Ponyhof.

Fazit: Liebenswürdig-humorvolle Neu-Erzählung eines traditionellen Märchenstoffs mit vielen eigenen Ideen und einem Ich-Erzähler, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Zauberhaft und lesenswert.



Peter Raffalt: Der gestiefelte Kater. Mit Bildern von Sibylle Gädeke. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017. 146 S., Euro 10.


Weiteres Buch von Peter Raffalt:
Die Geschichte vom hölzernen Mann


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Nicole Rensmann: Niemand - mehr

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 13 July 2018 · 529 Aufrufe
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Die Abenteuer im Niemandsland gehen weiter. Mit "Niemand - mehr" setzte Nicole Rensmann ihren 2012 erschienen utopisch-skurrilen Roman "Niemand" fort. Den Leser erwartet erneut ein Feuerwerk an Wortspielen und Wörtlich-Genommenem, aber auch eine traurige, desillusionierende Erkenntnis beim Wieder-Besuch des Niemandslandes. Denn es ist so gut wie nichts beim Alten geblieben.
Vor zehn Jahren hatte Nina das Niemandsland gerettet und seinem Herrscher einen Namen gegeben. Seitdem hat sie die Grenze zum Niemandsland nicht mehr übersczritten, sie ist eine erwachsene Frau geworden, und was im Land passierte ... nun, das bekam sie nicht mit. Erst als sie eines Abends von einem Stalker verfolgt wird, der sich als der Schwarze Mann entpuppt, und sie angstvoll flieht, gerät sie plötzlich zurück in das Land. Ihr Land. Jedenfalls in das Land, das einmal auch ihres war. Aber wie sieht es dort aus!
Das Niemandsland ist verdorrt und leidet unter der unendlichen Hitze, da der Zeithebel verklemmt ist. Im Land herrschen der bösartige Schrottmann, der alles, was nicht niet- und nagelfest ist, auf seinen Schrottplatz abtransortiert, und "Das Allerschlimmste", dem es Spaß macht, seine Untertanen zu quälen, zu Tode zu erschrecken und ihnen das zu zeigen, was in ihren verborgensten Vorstellungen das allerschlimmste ist, was sie erleben können.
Niemand ist verschwunden, ist wieder unsichtbar geworden. Und es ist an Nina, ihr Land zum zweiten Mal zu retten.
Ein paar der alten , lieb gewordenen Freunde aus dem ersten Band sind wieder anzutreffen, so zum Beispiel der Nikolaus und das Himmlische Kind. Petit, der kleine Trauerkloß, und der Drecksack sind wieder mit an Bord, und der Leser, der im ersten Teil Pinn und Nöckel liebte, wird sich sicher über das Fensterladenhalterbaby, das Pinnöckelchen, freuen, das Nina auf ihrer Reise begleitet. Man trifft Honks und goldgelockte Giganten-Greislinge, einen armen Teufel, Phantastinaken, Arschkriecher und die Wunschfee Fräulein Klimper. Und die seltsame Heldengruppe, in deren Mitte sich Nina bewegt, ist um einige zauberhafte Personen reicher geworden: ein Klingelmäuschchen ohne Nase, die betagte doch kampferprobte Oma Hempel, unter deren Sofa sich Nina urplötzlich wiederfindet, eine Knalltüte und ein etwas nerviges und sehr vergessliches Galgenfrauchen namens Tilde aus Satzzeichen, die manchmal durcheinander geraten.
Wer von "Niemand" begeistert war und jetzt von "Niemand -mehr" das gleiche noch einmal erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. "Niemand - mehr" ist anders, und das ist gut so. Niemand hätte einen zweiten "Niemand" gebraucht. Ein wenig fehlt der anarchische, spontane, überschäumende Charme des ersten Teils, es fehlt seine Naivität und Unabsichtlichkeit. "Niemand - mehr" ist ein gemachter, durchdachter Roman, der uns daran erinnert, was passiert, wenn man sich nicht um seine Traumländer kümmert. der vom Älterwerden, vom Tod und von der Vergänglchkeit der Utopien erzählt. Vielleicht enthält er auch ein wenig zu viel Hin und Her, immerhin besteht ein Großteil der Geschichte darin, mehrere Heldengruppen dabei zu beobachten, wie sie von A nach B reisen und etwas oder jemanden suchen.
Wie schrieb doch die Autorin im Anhang in ihren "Mis- und Outwrites"?
"Immer diese Sucherei, wer hat sich das ausgedacht.
Oma Hempel: Naja, ein Geschichtenschreiber vermutlich.
Natürlich, ein Mann, wer sonst.
Es kann auch eine Frau gewesen sein.
Nein, so einen Mist denkt sich nur ein Mann aus."
Ganz so hart wird vermutlich niemand das Buch beurteilen. Es ist einfach ein liebenswertes Hin und Her, ein Wiedersehen mit Freunden und ein erwachsen gewordenes Niemandsland. Nicht mehr, nicht weniger, eben Niemand mehr.

Fazit: Liebenswürdige Fortsetzung eines Zauberbuchs. Nicht mehr ganz so jugendlich und unbekümmert wie Teil I, eher traurig, melancholisch und ein Bericht aus einer gefährdeten Welt mit grausamen Herrschern. Zauberhaft, aber anders. Und lesenswert.

Nicole Rensmann: Niemand - mehr. Fabylon-Verlag, 2016. 352 S., Euro 16,90.


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Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

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Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
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Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

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Nächste Lesungen / Termine

Lesungen

 

Sonnabend, 4. April 2020: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke", Auf der Buchmesse "Buch im Wald". Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz. Voraussichtlich 14.30 bis 15.15 Uhr. Coronabedingt abgesagt. Die Organisatorin sichtet gerade Möglichkeiten, die Veranstaltung zeitlich und/oder räumlich zu verschieben.

 

Freitag, 11. September 2020: Lesung aus "Der Fels der schwarzen Götter" als Gast des Fördervereins Rudolf von Bennigsen in der RvB-Bibliothek im Bahnhof Bennigsen bei Springe. Beginn: 19.30 Uhr.

 

 

 

Buchmessen, Cons, Büchertische

 

Sonnabend, 21. März: Kulturmesse in Sibbesse: Künstler, Literaten, Musiker, die in und um Sibbesse Kultur machen, stellen sich vor. Friedrich-Busse-Schule, Schulstraße 2, 31079 Sibbesse. 14 bis 18 Uhr.   Die Messe wurde abgesagt wegen Corona. Es gibt einen neuen Termin: Sonnabend, 10. Oktober. Ich muss noch abklären, ob ich dabei sein kann. Infos folgen.

 

Sonnabend und Sonntag, 4. und 5. April: Buchmesse "Buch im Wald", Obergeschoss im Rathaus Leimen, Hauptstraße 24, 66978 Leimen in der Pfalz. Coronabedingt abgesagt. Die Organisatorin sichtet gerade Möglichkeiten, die Veranstaltung zeitlich und/oder räumlich zu verschieben.

 

Sonnabend und Sonntag, 25. und 26. April: Conventus Leonis, Rollenspiel-Con, Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig. Ich bin wohl mit einer Lesung mit dabei. Infos folgen.

 

Himmelfahrt, Donnerstag, 21. Mai: Autorentreffen in Nürnberg. Ich bin wieder mit dabei, und meine Werke sind auf dem Büchertisch natürlich auch zu finden. Mehr Infos folgen. Coronabedingt abgesagt.

 

Montag bis Freitag, 5. - 9. April 2021: 3. Helgoländer Lesefestival.

 

 

 

In Planung, vorläufig terminiert:

 

Sonnabend, 9. Mai: MarburgCon. Büchertisch, noch unbestätigt. Coronabedingt abgesagt.

 

Dienstag, 6. April 2021: Möwenlesung auf Helgoland. Mit Petra Hartmann ("Die kleine Möwe Kackvorbei"), Michael Stoffers ("Waldemar hat einen Traum") und Andreas Strutz (Lesung aus Werken von James Krüss). 3. Helgoländer Literaturfestival. Ort und Zeit folgen.

 

Mittwoch, 7. April 2021: Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke" auf Helgoland. 3. Helgoländer Literaturfestival. Ort und Zeit folgen.

 

 

 

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher:

www.twitter.com/PetraHartmann

 

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www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

 

Nestis auf Facebook:

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Nestis auf Facebook:

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
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Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
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"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
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Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
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"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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Verantwortlich für den Inhalt:

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