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PetraHartmann



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Thorgal 35: Scharlachrot

Geschrieben von Petra , in Comics 21 September 2017 · 17 Aufrufe
Comics, Thorgal und 2 weitere...
"Scharlachrot" lautet der Titel des 35. Thorgal-Albums. Vielleicht eine Anspielung auf den ebenfalls sehr blutigen Kriss-de-Valnor-Band "Rot wie der Raheborg", in dem es ja auch sehr kriegerisch zuging. Das Album schließt beinahe nahtlos an den Vorgänger "Kah-Aniel" an, zeichnet sich ebenfalls durch den neuartigen, etwas verwaschenen "orientalisierenden" Zeichenstil Grzegorz Rosinskis aus und hat mit Xavier Dorison einen neuen Texter.
Die Geschichte spielt in Bagdad, wo die Roten Magier inzwischen ihr unseliges Ritual vollendet haben, das Aniel, Thorgals Sohn, zum Gefäß für den wiedergeborenen Kahaniel machen sollte. Thorgal ist Gefangener der Roten und wird gefoltert, da er sich immer noch erdreistet, Aniel als seinen Sohn zu bezeichnen. Doch Thorgal kann fliehen. Mehrfach kommt es zu Begegnungen mit Aniel, der allerdings nicht viel mit ihm zu tun haben will. Aniel wirft seinem Vater vor, sich niemals um ihn gekümmert zu haben, nie ein echter Vater gewesen zu sein. Bei den Roten Magiern fand er zum ersten Mal einen väterlichen Freund, Beachtung, Wertschätzung. Allerdings ist Aniels Metamorphose zum mächtigen Feuermagier offenbar noch nicht ganz vollzogen. Und so schmieden die Magier den ultimativen Plan, um Aniel in den nötigen Zorn zu versetzen: Thorgal soll als Mörder von Aniels Mentor Magon dastehen. Und schließlich kommt es sogar so weit, dass Thorgal einen Pfeil auf seinen eigenen Sohn anlegen muss ...
Die Geschichte ist spannend und optisch ansprechend erzählt. Der neue Stil Rosinskis kommt in den feurigen Rottönen, mit denen das Album aufwartet, in den Feuerbeschwörungen, Zornausbrüchen und Brandszenen sehr gut zur Geltung und bietet durchaus eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Schön auch, dass endlich mak wieder ein Abenteuer ohne ewig lange Rückblenden und Vorgeschichten flüssig durcherzählt wurde. Mit dem Hinweis auf Kriss de Valnor und ihre Karriere als mächtige Nordlandherrscherin wird auch langsam ein Fenster hinüber in die Parallelserie geöffnet, durch das die Mutter Aniels wohl bald wieder in die Hauptserie zurückkehren wird. Darauf werden sich sicher viele Fans freuen. Außerdem schön: Es gibt ein Wiedersehen mit den fliegenden Schiffen des Landes Qâ.
Ein kleines Fragezeichen möchte ich erneut hinter die mentale Entwicklung Aniels setzen. Wie kann es sein, dass der Junge, der deutlich jünger ist als seine Schwester Lupine um so vieles reifer und älter, oder sagen wir: altklüger, dargestellt wird als Thorgals Tochter Lupine in der Parallel-Serie? Und was sollen die eigenartigen Vorwürfe, Thorgal sei ihm nie ein richtiger Vater gewesen? Wenn Thorgals ältester Sohn Jolan Derartiges behauptet hätte, wäre es glaubwürdig gewesen. Aber Aniel, der erst seit Band 28 - "Alte Feindin" - mit dabei ist und von Thorgal und Aarica als Kleinkind in die Familie aufgenommen worden ist, kann sich nun wirklich nicht über einen abwesenden Vater beschweren ... Seit seinem Eintritt in Thorgals Familie hat er ununterbrochen Vater und Adoptivmutter zur Verfügung gehabt, bis eben die Roten Magier kamen und ihn entführten. Mag sein, dass hier die Magier ihn manipulierten und eine falsche Erinnerung einpflanzten. Aber warum widerspricht Thorgal dann nicht?
Das Album hält vielleicht nicht ganz die Höhe der besten Thorgal-Alben, ist jedoch eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgängerband. Alles in allem aber ein schönes, spannendes Abenteuer, eher blutig als märchenhaft, aber es geht voran.

Fazit: Spannungsreiches, blutiges, kampfbetontes Abenteuer mit beeindruckenden Rottönen. Dramatische Vater-Sohn-Geschichte und ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Zielstrebig und zügig erzählt, lesenswert.


Thorgal 35: Scharlachrot. Text: Xavier Dorison, Zeichnungen: Grzegorz Rosinski. Bielefeld: Splitter-Verlag, 2017. 56 S., Euro 14,80.


© Petra Hartmann



Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker


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Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend 4 - Berserker

Geschrieben von Petra , in Comics 14 February 2017 · 528 Aufrufe
Comics, Thorgal, Roman Surzhenko und 1 weitere...
"Berserker" heßt der vierte Band der Abenteuer des jungen Thorgal. Die Handlung schließt sich nahtlos an das vorhergehende Album "Runa" an und erzählt die Geschichte von der Heldenreise zur Rettung der entführten Aaricia.
Aaricias Vater, der Wikingerkönig Gandalf, hatte im vorigen Band versucht, seine Tochter an den Mann - und zwar an den reichsten und somit besten Verbündeten - zu verheiraten. Doch der Plan, den Wettbewerb um Aaricias Hand zu manipulieren, ging gründlich schief. Höhepunkt und Schluss des dritten Teils war ein Berserker-Überfall auf das Dorf und die Entführung der jungen Frau gewesen, woraufhin sich eine Heldentruppe aus enttäuschten Freiern aufmachte, die Braut zurückzuerobern. Auch der jugendliche Thorgal, fast noch ein Kind, aber eben der Geliebte Aaricias, schloss sich der Expedition an.

Heldengruppe bricht auf zur Rettung der entführten Braut

"Berserker" erzählt die Geschichte einer Queste, einer Verfolgungsjagd mit Kampf um eine schöne Frau. An Bord eines Drachenbootes, das dem furchtlosen und tadellosen Helden Sigurd gehört, treffen sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander. Da ist der hässliche und etwas lächerliche stinkreiche Schnösel Ratatoskr, der eigentlich Gandalfs Wunsch-Schwiegersohn gewesen wäre. Und auch die Schildmaid Runa, die Aaricia im Schachspiel gegen Gandalf gewonnen und ursprünglich mit den Entführern zusammengearbeitet hat, schließt sich der Truppe an, als ihr alter Verbündeter sie verrät.

Thorgal rettet Drachenboot

Der Band ist reich an schönen Szenen, in denen jeder einzelne der Helden zeigen kann, was in ihm steckt. So punktet Thorgal, das verspottete Küken an Bord, durch eine todesmutige Tauchaktion und rettet das Schiff, als es im Sturm auseinanderzubrechen droht. Sehr beeindruckend auch Runas Herausforderung an den bösen Moldi zu einem Kampf nach Art des Königs Olaf Trygvason - ein Schwertkampf außerhalb des Schiffs auf den ausgestreckten Rudern der Mannschaft. Schön auch, dass sich Ratatoskr trotz seines schlechten Starts schließlich als findiger Kopf und mutiger Mit-Held erweist und die Gelegenheit zu seiner ganz eigenen Aristie erhält.

Navigation mit dem Mondstein

Etwas merkwürdig erscheint, dass Thorgal plötzlich das ziellos auf dem Meer herumirrende Drachenboot bei Unwetter und ohne Sonnensicht wieder auf Kurs bringen kann, indem er den "Mondstein" benutzt, den er im zweiten Teil der Reihe, "Das Auge Odins", erhalten hat. Wann hat er das Rätsel des Steins gelöst? Warum weiß er, dass man ihn anfeuchten muss? Woher hat Thorgal, der mittellose und nicht wissenschaftlich oder navigatorisch ausgebildete Jugendliche, plötzlich diese Kenntnisse über Astronomie und kann aus dem Stand des Mondes auf den Sonnenstand schließen?

Rückkehr zum Opferstein

Gandalf agiert in der Zwischenzeit heimtückisch und blutgierig wie gewohnt und versucht auch noch, den Boten des Allthing zu töten. Aaricia trägt das Ihrige zu ihrer Befreiung bei und entdeckt eine seltsame Droge. Und auch der Opferstein im Meer, mit dem im - je nach Ausgabe - ersten oder zweiten Thorgal-Band ("Die Rache der Zauberin") alles angefangen hatte, gerät erneut in den Focus.
Alles in allem ein schönes, optisch und erzählerisch gelungenes Wikinger-Abenteuer, das Spaß macht.
Schade, dass "Berserker" in der Serien-Übersicht als "Abschlussband" bezeichnet wird. Aber es bleibt zu hoffen, dass damit nur gemeint war: Ablusss des Zweiteilers um Aaricias Entführung. Man wüsste ja auch gern, was aus dem schönen schwarzen Hengst Fural aus Teil drei geworden ist ...

Fazit: Spannend und gut erzähltes Wikinger-Abenteuer, das sowohl optisch als auch von der Story her anspricht. Eine feine Heldengeschichte aus Thorgals Welt. Sehr schön.



Die Welten von Thorgal: Thorgal Jugend 4 - Berserker. Text: Yann, Zeichnungen / Farben: Roman Surzhenko, Cover: Grzegorz Rosinski. 48 S., Euro 14,80.


© Petra Hartmann




Weitere Thorgal-Abenteuer
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Tassilo: Das Achte Reich

Geschrieben von Petra , in Comics 28 August 2016 · 520 Aufrufe
Comics, Tassilo
"Das Achte Reich" lautet der Titel des 15. Albums der Comic-Serie "Tassilo". Hinter dem Titel verbirgt sich zum Glück nichts von dem, was man in Deutschland angesichts des Wortes "Reich" in Verbindung mit einer Ordnungszahl vermutet. Bei dem "Achten Reich" handelt es sich um das Reich der Zeit, mit dem der rotschöpfige Ritter sich in diesem Abenteuer auseinandersetzen muss.
Tassilo und sein getreuer Knappe Alwin sind im Schloss der Zauberin Balkis zu Gast und wollen nach ihren anstrengenden Abenteuern um die "Stufen der Eliandysse" einfach nur etwas ausspannen. Doch mit der unbeschwerten Muße ist es rasch vorbei, als Tassilo an sich besorgniserregende Symptome feststellt. Der Held hat - modern gesprochen - immer wieder "Filmrisse". Er legt sich etwa zum Angeln neben seinen Freund Alwin, und - zack - ist der Tag bereits beendet, die Sonne geht unter, und es gilt, einen vollen Korb Fische nach Hause zu tragen,. ohne dass der Ritter von den Stunden am Meer überhaupt etwas mitbekommen hätte. Mitten im Gespräch hat Tassilo Aussetzer, und als er zu sich kommt, sind erneut Stunden vergangen.
Zauberin Balkis findet durch eine magische Analyse heraus, dass Tassilos Erlebnisse mit einer Manipulation im Reich der Zeit zu tun hat, neben den Reichen des Lichts, der Erde, des Wassers, des Feuers, der Luft, der Kälte und des Traums eines der großen Reiche der Natur und Magie, und zwar "das unerbittlichste, das verhängnisvollste, das unwahrscheinlichste, das zugleich Freund und Feind ist ..." Offenbar zieht von dort aus jemand Zeit aus Tassilos Leben ab.
Zusammen mit einem von Balkis zusammengestellten Team aus Magiern, dem auch der bereits aus mehreren Abenteuern bekannte Scharlaan und Balkis' "gute" Schwester Altais angehören, macht der Held sich auf die Suche nach der Quelle des Übels. Doch in der Gruppe ist ein Verräter. Trotz Balkis' Schutzzauber wird Tassilo erneut Lebenszeit abgezogen.
"Das Achte Reich" ist erneut ein zauberhaft gezeichneter Abenteuer-Comic, dem es weder an Spannung und Groteskem noch an liebenswerten und humorvollen Zügen fehlt. Wenn etwa Tassilo sich der grausamen und unerbittlichen Zeit stellen muss und dem eigene Tod ins Auge sieht - und es dann ausgerechnet der kleine Blimli ist, der durch seine Herumturnerei die Situation rettet, zeigt sich, wie Dramatik und Komik in dieser Serie sehr schön ineinandergreifen ohne ins Pathetische oder Alberne abzugleiten.
Sehr schön ist auch das Wiedersehen mit alten Bekannten und der Rückgriff auf frühere Abenteuer, allerdings liegt hier auch ein kleines Manko der Serie: Durch den großen zeitlichen Abstand, in dem die Alben erscheinen, ist manches dem Leser nicht mehr so präsent, wie es sein sollte. Hand aufs Herz: Wer erinnert sich denn noch ganz genau an die Handlung des "Schwarzen Arcanums" (1996) oder die "Schlüssel aus Feuer" (1988)? Trotzdem: Ein schönes Abenteuer und vielleicht auch ein guter Anlass, mal wieder in den älteren Tassilo-Alben zu blättern.

Fazit: Humorvoll und dramatisch, ein Ritterepos, das in den 25 Jahren seit dem Erscheinen des ersten Bandes nichts von seinem Charme verloren hat. Lesenswert.

Tassilo 15: Das Achte Reich. Text / Zeichnungen: Léturgie - Luguy, Kolorierung: Christophe Lacroix. Wattenheim: Eckart Schott Verlag, 2015. 48 S., Euro 11.


Weitere Tassilo-Abenteuer:
Tassilo 13: Das Land ohne Wiederkehr
Tassilo 14: Die Stufen der Eliandysse


© Petra Hartmann


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Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor 6 - Die Insel der verlorenen Kinder

Geschrieben von Petra , in Comics 09 July 2016 · 759 Aufrufe
ComicsThorgal, Xavier Dorison und 2 weitere...
Auf die "Insel der verlorenen Kinder" gerät Kriss de Valnor im sechsten Band der nach ihr benannten Comic-Albenserie innerhalb der Reihe "Die Welten von Thorgal". Das Abenteuer handelt von einem Paradies für Kinder, das sich aber bald als Albtraumwelt entpuppt.
Kriss de Valnor, die im Vorgängerband, "Rot wie der Raheborg", ohnmächtig im Wasser versunken war, erwacht an der Küste und wird von dem Heiler Osian und dessen verunstalteter Pflegetochter Erwin wieder aufgepäppelt. Doch viel Zeit zur Genesung bleibt ihr nicht: Eine Königin darf, dem chauvinistischen Gesetz ihrer Heimat zufolge, nicht länger als sieben Tage von ihrem König getrennt sein, sonst gilt sie als abgesetzt. Kriss bleibt also nur ein sehr enges Zeitfenster, um vor ihrem Gemahl Jolan zu erscheinen. Doch die versprengten Truppen ihrer Feinde sind schon auf ihren Fersen. Kriss, Osian und Erwin flüchten mit einem kleinen Boot, erleiden Schiffbruch und landen auf einer Insel, die nur von Kindern bewohnt wird. Ein Paradies der Kindheit, ein kleines an Peter Pans "Nimmerland" erinnerndes Fleckchen Erde, auf dem Kinder ungestört von Erwachsenen leben können und von der urzeitlichen Baumgöttin Umai behütet werden. Zu spät erkennt Kriss, dass Umai und die Kinder alles andere als harmlos sind und ihre Welt gegen das Eindringen von Männern und Frauen mit allen Mitteln verteidigen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt ...
Die Geschichte vom Kinder-Paradies, hinter dem Mord und Todschlag lauert, ist nicht neu. Man ist unwillkürlich an das Volk der Eloi oder in den kriegerischen Jagdszenen auch an den "Herrn der Fliegen" erinnert. Vor allem wirkt das Album aber wie ein zweiter Aufguss des achten Thorgal-Albums "Alinoe", in dem der junge Jolan erstmals seine Kräfte einsetzte und auf Thorgals geheimer Insel ein Volk grünhaariger Jungen schuf, die für seine Mutter Aaricia - zuletzt auch für ihn selbst - zur tödlichen Bedrohung wurden. Auch dort ging es bereits darum, sich den Erziehungsversuchen und der Autorität der Eltern zu widersetzen. Ob die Eltern des Volks von Umai sich tatsächlich so bösartig gegenüber ihren Kindern verhalten haben, wie diese behaupten, verraten die Autoren nicht, auf jeden Fall verwandelt sich die ursprünglich naiv und friedlich wirkende Kinderschar in eine mordlüsterne und ausgesprochen effektive Truppe von Bogenschützen und Speerwerfern, von deren Erfolgen Leichenhaufen und Skelettberge künden. Keine leichten Gegner für Kriss, zumal diese gerade jetzt ihre bisher wenig zum Tragen gekommenen Muttergefühle für den verschollenen Aniel wiederentdeckt.
Die Geschichte ist, vor allem angesichts des bereits erwähnten Alinoe-Abenteuers, nicht unbedingt originell, wirkt auch nach der bisher recht zielstrebig geführten Handlung um das Königinnentum und Machtstreben der Heldin wie eine Verzögerung und eine wenig motiviert eingefügte Episode ohne größeren Tiefgang. Immerhin wartet das Album am Schluss mit einer ähnlich überraschenden Entscheidung auf wie Kriss' Griff nach dem Szepter in Band 3 oder ihr knallhart kalkulierter Eheschluss mit Jolan in Band 4. Insofern darf man gespannt sein, ob und wie sie ihr neues Ziel erreicht und vor allem wie die Kriss-Handlung wieder in die Hauptserie einmündet.
Ob die Geschichte tatsächlich die "Überlänge" gebraucht hätte - die Story umfasst 59 statt der für Thorgal-Alben üblichen 48 Seiten -, erscheint fraglich. Nett sind auf jeden Fall die zusätzlichen beiden Doppelseiten mit Gesamtüberblick über die bisher erschienenen Abenteuer der Hauptserie und der drei "Welten"-Ableger.

Fazit: Eher nichtssagende Unterbrechung der Hauptgeschichte, nett gezeichnet und erzählt, aber nichts Großartiges. Kriss de Valnor hat schon größere Herausforderungen bestanden.

Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor 6 - Die Insel der verlorenen Kinder. Text: Xavier Dorison, Mathieu Mariolle: Zeichnungen: Roman Surzhenko. 59 S., Euro 14,80.


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Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
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Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
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Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker

© Petra Hartmann


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Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend 3 - Runa

Geschrieben von Petra , in Comics 05 July 2016 · 799 Aufrufe
Comics, Thorgal, Yann und 1 weitere...
"Runa" heißt der dritte Teil der Spinn-off-Serie "Thorgals Jugend" in der Reihe "Die Welten von Thorgal". Erzählt wird ein Abenteuer des inzwischen zum Jugendlichen herangereiften Thorgal und der zwar noch deutlich kindlichen, aber bereits im heiratsfähigen Alter angelangten Aaricia.
Wikinger-König Gandalf, dessen Beiname "der Verrückte" nur unzureichend seinen zwielichtigen Charakter kennzeichnet, ist erneut darauf aus, seine Macht und seinen Reichtum zu mehren. Ein reicher Ehemann für seine Tochter Aaricia soll gefunden werden, und zu diesem Zweck gibt es ein großes Fest, bei dem alle Recken ihre Vorzüge präsentieren können. Mädchenschwarm Sigurd "mit dem schönen Haar" ist darunter, Gandalfs Favorit "Ratatöskr", ein hässlicher, eichhörnchengesichtiger Geldsack, und - zum Erstaunen der Wikinger - auch eine Schildmaid. Diese Frau, die den Namen Runa trägt, hat aufgrund ihres Status als "Skjaldmö" die gleichen Rechte wie ein Mann, darf also auch eine Frau heiraten und hat ein Auge auf die junge Aaricia geworfen. Überflüssig zu sagen, dass Aaricias einziger Geliebter natürlich Thorgal ist, der aber als Teilnehmer an dem Wettstreit gar nicht erst infrage kommt. Aaricia gefällt es gar nicht, verschachert zu werden. So beschließen beide die Flucht. Doch es kommt anders. Schildmaid Runa gewinnt das von Gandalf geforderte Schachspiel um Aaricias Hand, obwohl dieser eigentlich schon durch Betrug das Eichhörnchen als neuen Eidam eingesetzt hat, und auf dem Höhepunkt des Festes überfallen wilde Berserkerhorden das Dorf.
Das Abenteuer fällt gegenüber dem zweiten Band an Spannung etwas ab, es handelt sich um eine recht konventionell erzählte Geschichte, eben einen Wettbewerb um Aaaricias Hand. Thorgal hat inzwischen schon beinahe das Aussehen des erwachsenen Serienhelden, scheint jedoch zu Beginn noch heftig am Pubertieren zu sein. Für einige Irritationen sorgt seine Behauptung, er hätte gelogen, als er Aaricia die Geschichte von seiner außerirdischen Herkunft erzählte. War dies nicht schon von Anfang an ausgemachte Sache zwischen den beiden? Und hatte Aaricia nicht spätestens seit dem Album "Aaaricia" und ihren Abenteuern mit dem Gott Vigrid vollkommenen Einblick in Thorgals Schicksal? Wieso gibt es hier Interpretationsspielräume? Aber es soll wohl gezeigt werden, dass bei den beiden Heranwachsenden nun das Stadium der überkochenden Hormone erreicht ist, und man brauchte wohl einen Grund für eine leichte Verstimmung zwischen beiden.
Unsicher bin ich mir, ob ich den Charakter Runa nun mag oder nicht. Es wird schwer sein, eine zweite Kriegerin neben Kriss de Valnor zu etablieren. Die skrupellose Söldnerin, Diebin und Machthaberin ist nicht zu toppen, und jede andere schwertführende Frau bleibt neben ihr blass und zweitklassig. Interessant ist sicher die Geschichte dieser Schildmaid und vor allem die Hintergründe, der Mord an ihrem Vater. Nur: Noch eine Kriegerin und noch eine Frau mit Interesse an Frauen als Geschlechtspartner? Hoffentlich haben hier Yann und Surzhenko noch etwas Abwechslung in petto.
Sehr gelungen sind erneut die Zeichnungen, vor allem die Szenen mit dem wilden schwarzen Hengst Fural lassen das Herz höher schlagen.

Fazit: Konventionell erzähltes Abenteuer, nicht unbedingt sprühend vor Einfallsreichtum, aber ganz ordentlich und optisch ohnehin gut gelungen. Okay, aber da ist noch Luft nach oben.


Die Welten von Thorgal. Thorgals Jugend 3 - Runa. Text: Yann, Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2016. 48 S., Euro 13,80.


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Die Welten von Thorgal: Lupine 5 - Skald

Geschrieben von Petra , in Comics 18 September 2015 · 975 Aufrufe
Comics, Thorgal, Yann und 1 weitere...
"Skald", der fünfte Teil der Serie "Lupine", erzählt erneut davon, wie sich die Titelheldin in der Wildnis behaupten muss. Thorgals Tochter, von ihrer Mutter für tot gehalten und von einer schier übermächtigen Feindin gejagt, hat nur eine Waffe: Ihre geheimnisvolle Fähigkeit, mit Tieren zu sprechen.
In diesem Album wird Lupine von einer Gegnerin verfolgt, die sie eigentlich schon im ersten Teil der Serie besiegt zu haben glaubte: Crow, die geheimnisvolle Jägerin aus Band vier, entpuppte sich als die in menschliche Gestalt verwandelte grausame Wölfin Raïssa, die im Auftrag des Zauberers Azzalepstön das widerborstige Mädchen töten soll. Von ihrer Wolfsgestalt blieben ihr nur noch der Wolfsschwanz und die feinen Sinne übrig, mit denen sie Lupines Fährte folgt. Wut und Rache treiben Raïssa an, denn Lupine hatte ihr damals ein Auge ausgeschossen.
Das Album zeigt, wie schon die Vorgänger-Bände, Lupines besondere Talente. Außer der Fähigkeit, mit Tieren zu sprechen, sind dies der Umgang mit Pfeil und Bogen und die Kunst, Schlingen zu legen. Es ist eine Serie, bei der vor allem Natur und Tierbeobachtungen im Mittelpunkt stehen und die sich dank der jungen Heldin einiges an Kindlichkeit bewahrt. Zwar ist die Handlung nicht ganz unblutig, man sieht einiges an wohlgestalteter weiblicher Nacktheit, und zwischen einigen der erwachsenen Akteure kommte es zu sehr expliziten Sexszenen. Dennoch ist die Lupine-Handlung vollkommen anders gestrickt als der zeitgleich laufende andere Ableger der Thorgal-Serie rund um Kriss de Valnor. Stehen dort Kriege, Heeresbewegungen und Bluttaten im Vordergrund, ist es hier eher die Welt der kleinen Dinge, in der sich Lupine bewegt. Lupine ist fähig, ihre Gegner zu töten oder schwer zu verletzten, ja. Trotzdem bleibt immer der kindliche Charme dieser Figur gewahrt. Wo Kriss de Valnor mit Wut und Kampfeslust auf ihre Feinde eindringt, bittet Lupine ausgerechnet das kleinste und schwächste Tier, dem sie begegnet. um Unterstützung. Dass ausgerechnet eine Schnecke die Wölfin Raïssa außer Gefecht setzen kann, hätte vermutlich kein Leser je erwartet. Aber Lupine hat noch ein weiteres Ass im Ärmel: Als die Wölfin bedrohlich nahe kommt, beschwört Thorgals Tochter ihre "wilde Seite" ...
Etwas rätselhaft bleibt der stumme Waldbewohner Skald, nach dem das Album benannt ist. Er lebt zusammen mit seiner Mutter in einer Hütte, fernab von den Menschen, und scheint ein herzensguter Kerl zu sein. Er hilft Lupine, allerdings verliebt er sich dann ausgerechnet in die Wölfin in Menschengestalt. Wie sich die Figur weiter entwickelt dürfte, spannend werden. Überraschend ist auf jeden Fall die Fortentwicklung des Gottes Vigrid, der ja schon seit jeher seine Hand schützend über Lupines Mutter Aaricia gehalten hat und auch ihrer Tochter zur Seite steht. Erstaunlich, was Yann und Surzhenko da über den freundlichen Beschützer aus Asgard erzählen. Zum Thema Vigrid ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. In jedem Fall eine sehr interessante Wendung.

Fazit: Liebenswertes Wildnis-Abenteuer, großartig gezeichnet, mit vielen kleinen Details zum immer wieder hinschauen. Spannend und pfiffig, mit einigen unerwarteten Wendungen.


Die Welten von Thorgal: Lupine 5 - Skald. Text: Yann, Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2015. 48 S., Euro 13,80.


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Die Welten von Thorgal: Kriss des Valnor 5 - Rot wie der Raheborg

Geschrieben von Petra , in Comics 17 September 2015 · 941 Aufrufe
Comics, Thorgal, Yves Sente und 1 weitere...
"Rot wie der Raheborg", so heißt der fünfte Teil der Abenteuer von Kriss de Valnor innerhalb der Spin-off-Reihe "Die Welten von Thorgal". Texter Yves Sente und Zeichner Giulio de Vita erzählen die Geschichte vom Krieg der nördlichen Stämme gegen die vom Süden herandrängenden Eroberer im Dienste des geheimnisvollen Gottes Yavhus.
Titelheldin Kriss de Valnor, die sich inzwischen an der Seite von Thorgals Sohn Jolan zur Königin der Nordstämme aufgeschwungen hat, macht erneut ihrem Ruf als furchtlose Kriegerin mit Machinstinkt und ohne Skrupel alle Ehre. In kämpferischen Auseinandersätzungen steht sie ihren Mann, kämpft wild und hart gegen die heranrückenden Soldaten, zeigt sich verschlagen im Aussinnen von Plänen, hat aber auch keinen Augenblick vergessen, wo es Gold und andere Reichtümer zu holen gibt. Diesmal ist es das goldene Schwert des gegnerischen Kaisers, das sie sich von ihrem Partner Jolan im Falle eines Sieges ausbedingt.
Aber Kriss wird auch von blutigen Albträumen heimgesucht. Göttin Freya, die ihr vor dem Gericht der Walküren in Band zwei der Serie ("Das Urteil der Walküren") die Chance gab, sich nach dem Tod ein zweites Mal zu bewähren, zeigt der Kriegerin erneut, wie dünn das Haar ist, das sie am Leben erhält und wie schmal die Grenze zum Abgrund und zur ewigen Verdammnis. Kriss, die zurück in die Welt der Sterblichen geschickt wurde, um sich eines Platzes in Walhall würdig zu zeigen, türmte Leichenberge aufeinander, watete durch Blut, beging Morde und führte Schlachten - keine Empfehlung an die Liebesgöttin ... Sie solle sich reinigen fordert Freya - durch Wasser, Blut und ihr Leben.
Neben Kriss ist vor allem die Figur des jungen Arlac innerhalb dieses Albums hervorzuheben. Man erlebt die Familientragödie des Herzogssohns mit, der zwar hochfahrend und stolz, aber doch ein anständiger Kerl ist. Als Freund Jolans und zugleich Sohn von dessen Kriegsgegner gerät er zwischen die Fronten, und als er auf seine Bitten vom Vater als Gesandter weit außerhalb des Kriegsgebiets eingesetzt wird, gerät er an die Schergen seiner intriganten und machtgierigen Stiefmutter, die ihn schon lange aus dem Weg schaffen wollte. Diese Herzogin und Kaiserstochter ist eine würdige Gegnerin für Kriss de Valnor, und endlich kommt es zur Begegnung der beiden nach Macht strebenden Frauen.
Eine besondere Rolle spielt ein gewaltiger Staudamm, der einen Gebirgsfluss daran hindert, ein Dorf zu überschwemmen. Der Sage nach wurde er geschaffen von einem Sohn der Göttin Gefion, dessen Bild - ein in den Fels gemeißeltes Rind - den Staudamm ziert. Eine ausgesprochen eindrucksvolle Kulisse. Und schon vom ersten Blick auf dieses gewaltige Felsmassiv und die hölzerne Riesenkonstruktion vor dem Wasserfall wird klar, was passieren wird, wenn die Heere unten im Tal aufmarschieren. Eine furchtbare Katastrophe bahnt sich an ...
Das Album ist erneut opulent gezeichnet, bietet gerade am Staudamm faszinierend Perspektiven und Darstellungen von Naturkulisse und Architektur. Ansonsten gibt es zahlreiche Kampfdarstellungen, in denen sich vor allem Kriss profilieren kann. Mir persönlich gefallen die "Haupt- und Staatsaktionen" in der Serie weniger, ich hätte gern mehr Persönliches und Einzelaktionen gesehen als das Hin und Her der Heere und Interessengruppen, doch dies ist nun einmal durch die Kriegshandlungen bedingt. Ansonsten ein gewohnt hochwertiges Album mit spannender Geschichte und faszinierenden Zeichnungen.

Fazit: Groß angelegte Haupt- und Staatsaktion voller Schlachten, Einzelkämpfe und Intrigen. Faszinierende Zeichnungen und eine einzigartige Hauptfigur ohne Skrupel und Furcht. Sehr schön.


Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor 5 - Rot wie der Raheborg. Text: Yves Sente, Zeichnungen: Giulio de Vita. Bielefeld: Splitter, 2015. 48 S., Euro 13,80.


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© Petra Hartmann


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Reinhard Kleist: Der Traum von Olympia

Geschrieben von Petra , in Comics 12 February 2015 · 480 Aufrufe
Comics, Samia Yusuf Omar und 1 weitere...
"Run" - dieses Wort steht auf Samias Shirt, und es zieht sich leitmotivisch durch die gesamte Graphik Novel "Der Traum von Olympia". Die Geschichte der somalischen Läuferin Samia Yusuf Omar, die auf der Fluch nach Europa vor der italienischen Küste ertrank, geht unter die Haut. Reinhard Kleist hat die Spuren der 21-jährigen nachgezeichnet - ausdrucksstark doch ohne falsches Pathos in schlichten Schwarzweiß-Zeichnungen, unterbrochen von Facebook-Einträgen einer jungen Frau, die unbedingt in London laufen will.
Samia ist magerer als die anderen Athletinnen, und es zeigt sich, dass sie daheim in Somalien wesentlich schlechtere Trainingsbedingungen hat, als sie bei den Olympischen Spielen in Peking antritt. Sie läuft ihre persönliche Bestzeit und kommt doch als allerletzte ins Ziel, weit abgeschlagen von den Supersportlerinnen der anderen Länder. Dennoch - ihr Ehrgeiz ist geweckt. Sie will härter trainieren, besser werden und in vier Jahren, London 2012, erneut antreten.
Ein großer Traum. Die Realität sieht leider anders aus. Training in Ruinen, im verfallenen Coni-Stadion in Mogadischu, auf unplanierten Straßen, immer wieder angegriffen von vermummten Islamisten der Miliz "Al-Shahaab", die mit drohendem Ton darauf hinweisen, sie müsse langsam und würdevoll gehen: Laufen gehört sich nicht für Mädchen. Und sie soll gefälligst ihr Haar verhüllen. Die Situation wird immer bedrohlicher, bis hin zu Handyanrufen: "Wir wissen, wo du wohnst."
Versuche, im benachbarten Äthiopien zum Training zugelassen zu werden, scheitern. Schließlich sieht Samia nur noch eine einzige Möglichkeit: Sie muss nach Europa. Zusammen mit ihrer Tante bricht sie auf und begibt sich in die Hände eines zwielichtigen Schleusers. Eine Irrfahrt durch den Sudan und Libyen beginnt. Überfälle, Wassermangel, Transporte in geschlossenen LKWs bei glühender Hitze, Erpressung und Gefangennahme - Samia erlebt einen Albtraum nach dem anderen. Als schließlich statt des versprochenen Schiffs nur ein viel zu kleines Schlauchboot am Strand liegt, das viel zu viele Menschen aufnehmen soll, beginnt die letzte Etappe der Fahrt in den Tod. Samia hat Europa nie erreicht. Wie so viele andere.
Reinhard Kleist verzichtet in seiner Darstellung auf Melodramatik und Sentimentalität. Ein schneller Pinselstrich, der vieles nur andeutet, der immer wieder auftauchende Schriftzug "RUN" auf Samias Shirt, dazwischen immer wieder Facebookeinträge, in denen die Sportlerin ihren Freunden von ihrer Welt und ihren Trainingsbedingunen erzählt, das alles verleiht dem Buch seinen ganz eigenen Tonfall. "Der Traum von Olympia" kommt vollkommen ohne erhobenen Zeigefinger und ohne pädagogisch wertvollen "Erklärbär" im Hintergrund aus. Man hört die Stimme eines jungen Menschen, der Popmusik und Sport liebt, für den Handys und Facebook selbstverständlich sind. Gerade deshalb, weil Samia so "normal" daherkommt, macht ihr Schicksal den Leser so betroffen. Hier ist nicht irgend ein gesichtloses Opfer von tausenden ertrunken, sondern ein Mensch wie du und ich, eine 21-Jährige mit Hoffnungen und Ängsten, die das Pech hatte, auf der falschen Seite des Mittelmeers geboren worden zu sein.

Fazit: Eine Geschichte, die man nicht vergisst. Reinhard Kleist versteht es meisterhaft, einer fremden Sportlerin Gesicht und Stimme zu geben. Wer an diesem Buch unberührt vorübergeht, hat kein Herz zu verlieren.


Reinhard Kleist: Der Traum von Olympia. Die Geschichte von Samia Yusuf Omar. Carlsen: Hamburg, 2015. 152 S., Euro 17,90.


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Tassilo 14: Die Stufen der Eliandysse

Geschrieben von Petra , in Comics 28 January 2015 · 520 Aufrufe
Comics, Tassilo
Tassilo, der ritterliche Rotschopf mit der Löwenmähne, hat ein neues Abenteuer zu bestehen. Es geht um einen Jahrhunderte alten Fluch, eine schöne Jungfrau in Not, um Machtgier. Kampf und die guten Speckbohnen von Frau Klementine - also um all das, was ein Tassilo-Abenteuer ausmacht.
Tassilo, sein Knappe Alwin und dessen niedliches Haustier Blimli sind als Gesandte ins Reich des Grafen Reginalds unterwegs, um dort die Hochzeit seiner Tochter Isabel zu feiern. Doch auf dem Reich liegt ein Fluch: Die älteste Tochter und der älteste Sohn jeder Familie müssen seit Urzeiten der Zauberin Eliandysse geopfert werden, sonst drohen furchtbare Überschwemmungen und die Vernichtung des Landes. Graf Reginald jedoch bricht den Pakt mit Eliandysse. Er weigert sich, Isabel zu opfern, und beschwört damit das Unheil herauf. Sturmfluten rollen heran. Die Stufen der Eliandysse erheben sich aus dem Meer. Doch Eliandysse hat nicht mit Tassilo gerechnet - und mit der Entschlossenheit der Prinzessin Isabel.
Das Abenteuer ist eine klassische Tassilo-Geschichte, wunderschön gezeichnet und mit dem der Serie eigenen Niedlichkeitsfaktor. Der tollpatschige Alwin, der ständig von Klementines Speckbohnen phantasiert, der knuddelige Blimli, der durch sein Gehopse auch die wachsamsten Wachen ablenken und Gefängnisausbrüche möglich machen kann, der furchtlose Ritter Tassilo, der mit Schwert und wehendem Mantel im Sturm eine gute Figur macht ... Alles wie gehabt, alles wie erwartet und erwünscht.
Eine sehr gute Figur macht auch Grafentochter Isabel, die sich nicht auf die Rolle einer hübschen Jungfrau in Not beschränken will, sondern eigenmächtig das Schloss verlässt, um sich der bösen Zauberin zu stellen. Auch im Endkampf Tassilos gegen die unübersehbar große Zahl der Krieger Eliandysses ist es Isabel, die durch ihre Intelligenz und Entschlossenheit schließlich die Entscheidung hebeibeiführt.
Sehr gefallen hat mir auch die Darstellung ihres Vaters, des Grafen von Antrim, der zwar furchtbar hässlich gezeichnet ist und vor Mord und Folter nicht zurückschreckt, aber eben doch als verzweifelter, liebender Vater gezeigt wird, dessen gesamtes Handeln nur darauf ausgerichtet ist, seine Tochter vor dem Opfertod zu retten.
Die Geschichte vom Pakt mit den Elementen und Opfer der Erstgeborenen ist vielleicht nicht neu und seit Theseus' und Abrahams Zeiten in hunderterlei Varianten immer wieder erzählt worden, bringt aber in der seltsamen Gemeinschaft des Eliandysse-Reiches und seiner Tradition eine interessante Variante. Auch das Wiedersehen mit den Zwergen aus dem Abenteuer "Das schwarze Arcanum" ist für Altfans sicher nett. Alles in allem ein schönes, spannendes und humorvolles Comicabenteuer, ein typischer Tassilo eben.

Fazit: Ein zauberhaftes Fantasy-Abenteuer, spannend, niedlich und mit dem typischen Tassilo-Charme. Sehr nett.



Léturgie / Luguy: Tassilo 14: Die Stufen der Eliandysse. Wattenheim: Eckart Schott Verlag, 2012. 48 S., Euro 11.


Weitere Tassilo-Abenteuer:
Tassilo 13: Das Land ohne Wiederkehr
Tassilo 15: Das Achte Reich


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Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend II - Das Auge Odins

Geschrieben von Petra , in Comics 16 July 2014 · 930 Aufrufe
Comics, Roman Surzhenko, Thorgal und 1 weitere...
Endlich wieder ein gelungenes Thorgal-Abenteuer. Der zweite Band der Reihe "Thorgals Jugend" trägt den Titel "Das Auge Odins" und lässt den etwas schwachen Auftaktband "Die drei Schwestern" um Längen hinter sich. Ein Album, das den Charme des "Sohnes der Sterne" bewahrt und dennoch auch neue Leser zu begeistern vermag.
Der junge Thorgal ist auf der Suche nach den Nornen, um mit ihrer Hilfe die drei Schwestern Minkelsönn zu erlösen. Diese waren von der zornigen Göttin Frigg in Wale verwandelt worden, jene erweisen sich als durchaus kooperativ. Frigg dagegen sieht es gar nicht gern, wenn ein Sterblicher sich gegen ihre Pläne stellt. Auch wenn dieser Sterbliche eigentlich zu ihren Lieblingen zählt.
Sehr interessant gestaltet sich die Begegnung mit der Walküre Gunn. Die Schwanenjungfrau hat von Frigg den Befehl erhalten, Thorgal zu stoppen, kann sich aber dem Charme des jungen Skalden nicht entziehen. Zwar zerstört sie auftragsgemäß seine Harfe und lässt obendrein auch noch seine Stimme brechen, sodass er die Nornen nun nicht mehr mit seinem lieblichen Gesang bezaubern kann, aber um ihm zu helfen, verrät sie ihm doch ein kleines Geheimnis, wie Frigg vielleicht doch noch herumzukriegen sei. Dumm für Gunn: Göttinnen verzeihen nicht, wenn sie hintergangen werden ...
Gelungen die Darstellung der Nornen. Drei Schicksalsschwestern in unterschiedlichen Altersstufen, die jede auf ihre Art von Thorgal eingenommen sind und ihm helfen wollen. Nett auch der Einfall, Aaricias aufkeimende Eifersucht zu zeigen. Dass der junge Thorgal den Riesen Mimir ziemlich leicht auszählen und besiegen kann, nun ja, es ist eben ein ganz besonderer Junge. Sehr schön das Wiedersehen mit den geflügelten Katzen der Göttin Frigg. Auch wenn sie diesmal ihre andere, tödliche Seite zeigen.
Alles in allem ein klassisch erzähltes, sehr schön gestaltetetes Album, das viel Freude bereitet. Da kann man nicht meckern.

Fazit: Ein sehr schön gestaltetetes Jugendabenteuer, das wieder einmal beweist, welches Potential die Figur und Welt Thorgals hat. Magie, Mythologie und das klassische Eigenleben der Serie sehr schön vereinigt. Bitte mehr davon.

Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend 2 - Das Auge Odins. Text: Yann, Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2014. 48 S., Euro 13,80.


Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Thorgal 35: Scharlachrot

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker


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Thorgal 34: Kah-Aniel

Geschrieben von Petra , in Comics 05 July 2014 · 938 Aufrufe
Thorgal, Comics
Enttäuschend. Mit "Kah-Aniel", dem 34. Band der Albenserie "Thorgal", hat die Geschichte offenbar die Talsohle erreicht. Auch der neue, nicht unbedingt uninteressante, aber gewöhnungsbedürftige orientalisch anmutende Stil, in dem das Epos um den Sternensohn und seine Familie sich präsentiert, kann nicht darüber hinweg täuschen, dass es eigentlich kaum etwas zu erzählen gibt in diesem Band. Der Inhalt ist dünn, die Erzählweise erneut durch lange Rückblenden und Vorgeschichten ungeschickt, und die Optik, nun ja, wie gesagt, gewöhnungsbedürftig.
Thorgal ist, nach seinen Abenteuern im Eismeer, auf der Suche nach seinem entführten Sohn Aniel in den Orient gelangt. In einer sehr langen Erzählung erfährt er nun also die Vorgeschichte der "Roten Magier" und macht sich daraufhin auf zur Festung dieser Leute. Währenddessen ist sein Sohn Aniel gar nicht abgeneigt, sich mit den Magiern einzulassen. Er erhält von ihnen Unterricht, genießt die Bildung, die er hier erwirbt, die Aufmerksamkeit und das Lob seines Lehrers. Überhaupt wirkt er erstaunlich frühreif, vor allem, wenn man bedenkt, wie kindlich die doch wesentlich ältere Schwester Lupine in der Parallelserie gezeigt wird. Die Roten wollen Aniels Körper haben, um ihn als Gefäß für die Wiedergeburt ihres Großmeisters zu nutzen.
Die Geschichte ist, wie bereits eingangs erwähnt, durch die unselige Häufung von Vorgeschichten-Erzählungen ziemlich ungeschickt dargebracht und stellt für den Leser eine harte Belastungsprobe dar. Abgesehen davon passiert nicht viel, außer dass Thorgal sich von A nach B begibt und die Festung gerade rechtzeitig erreicht, um das Ritual mitzuerleben.
Immerhin halten sich die sprachlichen Grausamkeiten diesmal in Grenzen, lediglich ein dass/das-Fehler (S. 5), woran man sich wohl heutzutage generell gewöhnen muss, und mal wieder eine Kasus-Verwechslung: "wir laufen in Konotorks ein, dem vorletzten Halt der Schwertboote" (S. 8), woran man sich als Leser der Thorgal-Serie wohl gewöhnen muss. Ärgerlich, aber verglichen mit der schwachen Geschichte nur ein Nebenkriegsschauplatz.
Es ist wohl so, dass die Musik des Thorgal-Kosmos inzwischen vollständig in der herausragenden Kriss-de-Valnor-Serie spielt. Und es bleibt zu hoffen, dass Kriss irgendwann endlich wieder in die Hauptserie eintritt und in die schleppende Handlung eingreift. Immerhin ist Aniel auch ihr Sohn.

Fazit: Fade Geschichte, schlecht dargebracht. Schade.


Thorgal 34: Kah-Aniel. Text: Yves Sente, Zeichnungen: Grzegorsz Rosinski. Bielefeld: Splitter, 2014. 48 S., Euro 13,80.


Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
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Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
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Thorgals Jugend 4: Berserker


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Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor IV - Bündnisse

Geschrieben von Petra , in Comics 02 March 2014 · 968 Aufrufe
Kriss de Valnor, Thorgal, Comics
Ja, das ist Kriss de Valnor, wie sie leibt und lebt. Machtgierig, intrigant und skrupellos, aber auch eine zu allem entschlossene Kämpferin, die ihrer Umwelt Respekt abringt und die sich nicht unterkriegen lässt. Im vierten Teil der Albenreihe "Kriss de Valnor", ein Spin off der Serie "Thorgal", zeigt sich die Titelheldin von ihrer altbekannten Seite und festigt ihre Königsherrschaft über die nördlichen Wikingerstämme. Der Titel lautet: "Bündnisse" und ist Programm.
Im dritten Band, "Einer Königin würdig", hatte Kriss, dem Urteil der Walküren gemäß, eine Tat volbracht, die sie nicht nur von dem tödlichen Splitter in ihrem Herzen befreite, sondern ihr auch die Herrschaft über ein kleines Wikinger-Königreich eintrug. Nun ist sie damit beschäftigt, ihre Macht zu festigen und Bündisse zu schließen. Es geht nicht mehr nur um einen kühnen Staatsstreich, sondern sie greift nach der Krone aller nördlichen Wikingerstämme, um sie unter sich zum Kampf gegen die neu ins Land gekommene Religion des einen Gottes Yavhus zu vereinen. Dessen geistliche Vertreter, in denen sich unschwer christliche Kirchenfürsten wiedererkennen lassen, gewinnen im Süden mehr und mehr an Macht und haben bereits zahlreiche Herrscher auf ihrer Seite.

Kriss de Valnor auf der Suche nach einem Bündnispartner

Kriss bemüht sich um ein Bündnis mit dem "Heilerkönig", einem Maskierten, der bereits in Band drei auftrat. Er zieht von Reich zu Reich, heilt Menschen von unheilbaren Krankheiten und verlangt als Dank für ihre Rettung den Treueid von ihnen. Kriss und der ominöse Heilerkönig stehen einander näher als erwartet. Und kommen einander noch viel näher.

Engere Anbindung an die Hauptserie "Thorgal"

Mit diesem Band wird die Anbindung des Kriss-Abenteuers an die Hauptserie "Thorgal" wesentlich enger als bisher. Sie erhält nicht nur von einem Händler, der im Abenteuer "Schwertboot" eine Rolle spielte, Informationen über Thorgals Verbleib und das Verschwinden ihres Sohnes Aniel, sondern es gibt auch eine sehr lange Rückblende auf die Abenteuer Jolans ("Der Schild des Thor", "Die Schlacht von Asgard"). Schön ist diese Rückblende nicht unbedingt. Wer die Hauptserie verfolgt, hat die Geschichte Kahaniels nun schon zum vierten Mal gelesen, wenn auch jedesmal in anderen Varianten. Vielleicht ist es notwendig, Jolans Erlebnisse seit seiner Trennung von Kriss im Albung "Alte Feindin" noch einmal zusammenzufassen. Aber vier von insgesamt 45 Seiten für eine Wiederholung zu verwenden, das ist ziemlich viel. Das ganze Album strotzt vor Fußnoten, die auf vorhergehende Thorgal-Abenteuer verweisen. Auch die breit ausgewalzten Interessen der einzelnen Parteien hätten vielleicht etwas knapper dargestellt werden können.

Kriss de Valnor bleibt sich treu

Kriss de Valnors Charakter hat sich seit ihrer Trennung von Jolan in keiner Weise verändert. Wer angenommen hat, sie sei nach ihren Erfahrungen auf dem Walküren-Olymp in irgend einer Weise geleutert oder zumindest nachdenklicher geworden, wird sich getäuscht sehen. Kriss bleibt sich selbst treu, sie lebt im Hier und Jetzt und tut das, was sie schon immer getan hat: Sie kämpft hart, lässt sich niemals unterkriegen, greift nach der Macht, wo auch immer sich ihr die Möglichkeit dazu bietet, und hat trotz allem eine gewisse Schwäche für Thorgal und seine Familie. Wohl, weil Thorgal genau das verkörpert, was sie in ihrer furchtbaren Kindheit niemals kennen lernen durfte: Anstand, Ehrlichkeit und trotz aller Schwierigkeiten ein Stück heiler Welt. Vor diesem Hintergrund ist die überraschende Schlusspointe ein außerordentlich treffender Coup, wie er genau zum Wesen dieser Kriss de Valnor passt. Chapeau - das ist drastisch, aber es trifft den Charakter dieser faszinierenden Heldin perfekt.
Insgesamt erneut ein recht gutes Album, gut gezeichnet, mit einer nicht übermäßig spannungsreichen aber gut durchdachten Handlung und einer Protagonstin, die jedes Album zum Selbstläufer macht. Sprachliche Grausamkeiten unterblieben weitgehend, abgesehen von einem kleinen "Mit oder ohne dich".

Fazit: Epische Wikinger-Geschichte über Staatsintrigen und Bündnispolitik, getragen von einer skrupellosen aber faszinierenden Heldin. Lesenswert.

Giulio de Vita / Yves Sente: Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor 4 - Bündnisse. Bielefeld: Splitter, 2014. 48 S., Euro 13,80.



Weitere Thorgal-Abenteuer
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Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker


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Die Welten von Thorgal: Lupine 3 - Das Reich des Chaos

Geschrieben von Petra , in Comics 25 September 2013 · 789 Aufrufe
Thorgal, Comics, Yann und 1 weitere...
"Das Reich des Chaos" heißt der Abschlussband der Abenteuer Lupines, eines Spinn-offs der Albenreihe Thorgal. Ausdrücklich wird das nun vorliegende Album als Abschluss gekennzeichnet. Das ist insofern verwunderlich, als man in den beiden ersten Teilen noch von insgesamt vier Teilen ausging. Auch gibt es einige Handlungsfäden, die noch offen sind und vermutlich nun in der Hauptserie weiter entwickelt werden.
Lupine, die von einem Zauberer in eine zahme und eine wilde Person gespalten worden ist, befindet sich weiterhin auf der Suche nach der abgebissenen Hand des Kriegsottes Tyr. Im Reich des Riesenwolfs Fenrir treffen beide Halbwesen aufeinander, wobei die zahme Lupine sich als die Vernünftigere und Intelligentere der beiden profilieren kann, während ihr wilder Teil eher auf Kampf und Überleben ausgerichtet ist und sich einer Wiedervereinigung widersetzt. Die zahme Lupine schafft es schließlich, sowohl das Wolfsmonster zu besiegen als auch die "Dexter", die rechte Hand des Gottes, zu finden, außerdem löst sie das Rätsel des Zauberarmbands ihrer Mutter (das auch der junge Thorgal im "Welten"-Album "Die drei Schwestern" mit sich führte) zu lösen und das Schmuckstück effektiv einzusetzen.
Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt originell, aber redlich zu Ende erzählt. Hilfsmittel, die das Kind zufällig bei sich führt, geben allzu oft den Ausschlag, dass die zahme Lupine ihren Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Ob es das Armband ist, ob es Thorgals geheimnisvolles "Metall, das es nicht gibt", ob es eine mechanische Eule ist, die urplötzlich fließend die Drachensprache spricht, oder die Kette aus Leuchtkrebsen, immer wieder hat die Kleine ein neues Gimmick, das sie aus dem Ärmel ziehen kann, während ihr "wilder Teil" meist recht hilflos danebensteht. Man hätte sich gewünscht, dass die wilde Lupine - ähnlich wie in einem Superhelden-Team-up - auch einmal Gelegenheit erhält, durch ihre Talente etwas zum Gelingen des Unternehmens beizutragen. So ist es immer die zahme Lupine, die sämtliche Monster besiegt, die Tyrs Hand zwischen Hunderten abgebissenen Händen im Tempel Fenrirs identifiziert und die schließlich nicht nur ihren wilden Teil, sondern auch den bösen Zauberer Azzalepstön austrickst.
Optisch ist das Album erneut ganz ordentlich, recht düster, zwischen niedlich und monströs balancierend. Sprachlich gab es diesmal keine Aussetzer, sodass der Dreiteiler ein würdiges Ende gefunden hat.

Fazit: Redlicher Abschlussband einer Trilogie, alle Monster besiegt, keine großen Kritikpunkte. Ein ordentlich erzähltes Fantasy-Abenteuer, kein Glanzlicht, aber auch keine Enttäuschung.

Die Welten von Thorgal: Lupine 3. Das Reich des Chaos. Bielefeld: Splitter, 2013. 48 S., Euro 13,80.


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Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
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Thorgals Jugend 3: Runa
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Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend I - Die drei Schwestern

Geschrieben von Petra , in Comics 20 July 2013 · 838 Aufrufe
Roman Surzhenko, Thorgal, Comics und 1 weitere...
"Thorgals Jugend" ist der dritte Ableger der Comicserie Thorgal, der innerhalb der Albenreihe "Die Welten von Thorgal" erscheint. Nach Alben über die Erzfeindin Kriss de Valnor und die Tochter Lupine nun also ein Spin-off, der dem Titelhelden selbst gewidmet ist. Allerdings scheint es so, als gäbe es ausgerechnet über den jungen Thorgal relativ wenig zu erzählen, denn im Gegensatz zum Fünfteiler über Kriss de Valnor und zum Lupine-Vierteiler wird es hier lediglich eine Geschichte, die zwei Alben umfasst, geben.
"Die drei Schwestern" heißt das erste Album des Zweiteilers, getextet und gezeichnet vom bereits durch die Lupine-Bände im Thorgal-Universum bekannten Duo Yann/Surzhenko. Der junge Thorgal ist, wie in der Hauptserie erzählt wurde, Skalde geworden, lebt einsam und verfasst mehr oder weniger erfolgreich Gesänge. Die Krieger des Dorfes sind auf einem Raubzug, ein strenger Winter ist hereingebrochen, es gibt kaum noch etwas zu essen, und täglich sterben Menschen an Hunger. In dieser Situation beschließt Thorgals Altersgenosse und Gegner Björn, dem sein Vater während seiner Beutefahrt die Herrschaft anvertraut hatte, dass die Götter nur durch ein Menschenopfer zu besänftigen sind. Und natürlich soll der "unnütze Fresser", der Skalde Thorgal, das Opfer sein.

Thorgals Gesang lockt drei Wale an

Thorgal hat indessen durch seinen bezaubernden Gesang drei Wale angelockt. Die drei Meeressäuger könnten genug Fleisch liefern, um das Dorf für Jahre zu ernähren. Es stellt sich jedoch heraus, dass es sich um drei verwunschene Schwestern handelt. Erlösen kann sie nur derjenige, dem es gelingt, die Nornen, die drei Schicksalsgöttinen, durch seinen Gesang zu rühren und sie zu einer Aufhebung des Fluchs zu bewegen. Was es besonders schwer macht: Ausgerechnet die Göttin Frigg, die bislang immer ihre Hand schützend über Thorgal gehalten hat, war es, die die drei Schwestern einst in Wale verwandelte.

Schwache Story und Widersprüche zur Hauptserie

Die Geschichte ist nicht gerade überwältigend. Der junge Thorgal hat sich als Retter in der Not zu betätigen und muss sich dazu von A nach B bewegen und unterwegs ein paarmal um sein Leben kämpfen. Im Gegensatz zu der ziemlich harten, düsteren Storyline um Kriss de Valnor oder der niedlichen Lupine-Geschichte ist es ein sehr platter Plot. Dass Thorgals Gesang nun so lieblich sein soll, dass er damit Wale anlocken kann, ist obendrein ein Widerspruch zur Hauptserie. Dort war Thorgal ein grottenschlechter Skalde, der sein Handwerk auch nur gezwungenermaßen ausübte, da Aaricias Vater ihn zum Skaldentum verurteilt und von den Waffenübungen ausgeschlossen hatte. Immerhin birgt die Idee, Thorgal gegen einen Fluch Friggs kämpfen zu lassen, ein gewisses Konfliktpotential, und auch die Begegnung mit dem Jägermädchen verspricht, die Beziehung zwischen Thorgal und Aaricia endlich einmal infrage zu stellen.

Namen und Figuren, die nicht in die nordische Mythologie passen

Völlig unglaubwürdig ist jedoch, dass ein verzogenes Kind wie Björn in der Abwesenheit seines Vaters über die Wikinger herrschen soll - und dass keiner der Männer aufmuckt, als das Gör sie herumkommandiert. Unpassend erscheinen der Auftritt einer Succuba und Thorgals Lied über ein Einhorn und die Gewässer des griechischen Unterweltsflusses Styx. Ebenfalls nicht ganz unproblematisch ist die Namensgebung. Servane, Judith und Chloë - das klingt nicht unbedingt nach einem Damentrio aus der Wikinger-Sagenwelt. Nett dagegen, wenn auch gleichfalls etwas unwikingerhaft, sind Flüche wie "Bei den zwölf Bosonen des Gottes Higgs".

Schlimme Deutschfehler verleiden den Lesegenuss

Vor allem ist es ärgerlich, dass der für den deutschen Text Verantwortliche offenbar ein Mitglied der Gesellschaft zur Abschaffung des Genitivs ist. Da warteten die Wikinger also auf die Rückkehr "ihres Chefs, Gandalf dem Verrückten" (S. 3), und Hierulf stellt sich vor als "Gesandter des Althing, dem hohen Gericht der Wikinger" (S. 13). Gut gemeint, aber falsch ist auch die Genitiv-Bildung: "die Zähne eines jungen Drachens" (S. 24). Und warum muss Thorgal unbedingt rufen: "Niemand rührt den Armreif von Aaricia an!" Hätte es nicht ein "Aaricias Armreif" auch getan?
Auch nicht gerade ein Beispiel für perfekten sprachlichen Ausdruck ist Thorgals Feststellung: "Bis sie um einen neuen Anführer gekämpft haben, bin ich weit weg." (S. 34) Natürlich kämpfen die Wölfe nicht "um einen neuen Anführer", sondern um die Herrschaft im Rudel. Ich hatte es ja bereits anlässlich meiner Besprechung des zweiten Lupine-Bandes gerügt: Einfach schade, wenn der Leser in einem so gediegen aufgemachten Hardcover-Album ein derart schlechtes Deutsch geboten bekommt. Werden hier Lektorat und Korrektorat von irgendwelchen Niedriglohnkräften erledigt?

Fazit: Durchschnittliche Story, nette Bilder, schlechtes Deutsch. Nur für Hardcore-Fans geeignet.


Roman Surzhenko, Yann: Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend I - Die drei Schwestern. Bielefeld: Splitter, 2013. 48 S., Euro 13,80.



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Thorgal 31: Der Schild des Thor
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Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
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Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
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Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker


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Die Welten von Thorgal: Lupine II - Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr

Geschrieben von Petra , in Comics 06 April 2013 · 914 Aufrufe
Roman Surzhenko, Thorgal, Yann und 1 weitere...
"Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr" heißt das zweite Comicalbum innerhalb der Reihe "Die Welten von Thorgal", das sich Thorgals Tochter Lupine widmet. Der niedliche Fratz, der mit Tieren sprechen kann und ein ähnlich perfekter Bogenschütze wie Papa Thorgal ist, geriet in die Fänge eines Halbgottes mit dem eigenwilligen Namen Azzalepstön und wurde Opfer einer Persönlichkeitsspaltung: Azzalepstön überzeugte Lupine, ihre "wilde Seite" aufzugeben. Das Ergebnis: Eine "zahme" Lupine, die im Arkadien-ähnlichen Pseudoparadies des Halbgottes zwischen anderen glücklichen, emotionslosen Menschen dahinvegetiert, und eine "wilde" Lupine, die sich für Azzalepstön ins Reich des furchtbaren Wolfsdämons Fenrir aufmacht, um dort die "abgeschnittene" Hand des Gottes Tyr zu erobern.
Die Geschichte selbst ist spannend erzählt und bietet durch die Niedlichkeit Lupines viel fürs Herz - gerade die "wilde", in ein Wolfsfell gekleidete Bogenschützin, die sich mit Pfeil und Bogen den Ungeheuern entgegenstellt, möchte man am liebsten knuddeln. Für Altfans gibt es ein Wiedersehen mit der Wächterin der Schlüssel und dem unbekannten Gott Vigrid, der in seiner Gestalt als geflügeltes Ross optisch einiges hermacht. Querverweise zur Hauptserie, vor allem zum Band "Schwertboot", sorgen für eine gute Anbindung an das Thorgal-Universum.
Etwas ärgerlich sind allerdings die Ecken und Kanten des deutschen Textes. Das fängt schon mit dem Titel an. Wenn der Übersetzer sich schon in der Mythologie nicht auskennt, hätte er zumindest aus dem Album selbst lernen können, dass die Hand des Kriegsgottes Tyr nicht "abgeschnitten", sondern vom Wolf abgebissen wurde.
Sprachliche Schnitzer verleiden den Genuss der Geschichte sehr. Einige Beispiele:
"Ich brauche nicht die Hilfe einer Memme wie dir" (S. 29)
"Wie kannst du mir noch gegenübertreten, nachdem du mich vor dem Bären im Stich gelassen hast?" (S. 30)
"Ich fürchte leider, dass es diesen dummen, gottesfürchtigen Bauern kaum gefallen würde, wenn sie erführen, dass du eine Beziehung zu einem von ihnen unterhältst." (S. 30) (Natürlich unterhält Aarica keine Beziehungen zu "einem von ihnen", sie hatte bloß eine Begegnung mit dem Gott Vigrid.)
Muss ein Germanengott wirklich reden, als hätte er soeben sein großes Latinum und Graecum bestanden? Warum ist es nötig, von der "Dexter" des Kriegsgottes zu sprechen? Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass Helden - gerade die schlichten und direkten Wikingerkrieger und ihre Götter - ihre rechte Hand mit solch einem bombastischen Fremdwort bezeichnen. Das mag in einer romanischen Sprache wie Französisch noch funktionieren, im Deutschen ist es einfach nur geschraubt und hochtrabend. Ist es wirklich angemessen, Fenrir als "lykanthrope Kreatur" zu bezeichnen? "Wolfsdämon", "Werwolf" oder "Riesenwolf" hätte es auch getan - und wäre im Gespräch mit einem Kind wie Lupine sicher passender.

Fazit: Eine spannende Geschichte, hervorragend gezeichnet, leider in sehr schlechtes Deutsch übersetzt. Bitte beim nächsten Mal von einem Fachmann lektorieren lassen.

Yann / Roman Surzhenko: Die Welten von Thorgal: Lupine II - Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr. Bielefeld: Splitter, 2013. 48 S., Euro 13,80.





Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Thorgal 35: Scharlachrot

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder

Lupine 1: Raïssa
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker


© Petra Hartmann


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Die Welten von Thorgal - Kriss de Valnor III: Einer Königin würdig

Geschrieben von Petra , in Comics 06 April 2013 · 894 Aufrufe
Yves Sente, Thorgal, Comics und 1 weitere...
Die Abenteuer von Thorgals Erzfeindin, der Heldin, Schurkin und Kriegerin Kriss de Valnor gehen weiter. Nach dem Urteil der Walküren wurde sie "auf Bewährung" ins Leben zurückentlassen - mit der Aufgabe, eine Tat zu vollbringen, die würdig sei, eine Prinzessin zur Königin zu machen. Und mit einem schweren Handicap: Die Pfeilspitze, die sie seit ihrem Tod noch immer im Herzen trägt, wird sie nachdrücklich daran erinnern, dass ihr das Töten verboten ist.
Das Abenteuer "Einer Königin würdig" führt den Leser vom Walküren-Olymp zurück in die raue, heroische Welt der Wikingerabenteuer. Kriss des Valnor trifft auf Hildebrün, eine kriegerische Prinzessin mit homoerotischen Vorlieben. Verglichen mit ihrem schwächlichen, intriganten Bruder wäre sie eigentlich der bessere Thronerbe nach dem Tod ihres Vaters. Doch der Thron des alten König wankt bereits: Das königliche Szepter, das einmal im Jahr bei Vollmond präsentiert werden muss, ist verschwunden. Kriss und Hildebrün machen sich auf die Suche ...
In diesem Album, wie auch in dem neuen Album der Parallel-Serie "Lupine" wird deutlich gemacht, dass wir uns zeitlich auf der gleichen Höhe zur Hauptserie "Thorgal" befinden. Gerade erst hat ein eigenartiger "Händler", der mit einem "Schwertboot" ins Land kam, das versunkene Szepter aus einer von wilden Orcas verteidigten Meeresbucht emporgeholt. Kriss befindet sich also wieder auf der Spur ihres Geliebten und Gegners.
Das Album ist etwas weniger von Gewaltdarstellungen geprägt als die beiden Vorgängerbände, auch wenn Kriss und ihre neue Waffengefährtin durchaus in die Lage kommen, einige ihrer Gegner töten zu müssen, und auch sonst fließt einiges an Blut. Auffallend sind hier jedoch eher die expliziten Darstellungen lesbischer Sexualität zwischen Kriss und Hildebrün. In Anbetracht der Badeszene zwischen Kriss und Thorgals Frau Aaricia im Album "Alte Feindin" scheint es aber gar nicht so überraschend, dass Kriss sich auf Hildebrün einlässt.
Insgesamt ist es eine spannende, abenteuerliche und optisch ansprechende Geschichte. Vielleicht etwas kleinteilig gezeichnet, und die Schrift bereitete mir beim Lesen stellenweise einige Probleme. Sehr schön die Schlusspointe. Ja, das ist tatsächlich Kriss de Valnor, wie sie leibt und lebt.

Fazit: Ein gelungenes Abenteuer, sehr irdisch nach der Rückkehr vom Walküren-Olymp. Spannend, handlungsreich und überaschend. Man freut sich auf den nächsten Teil.

Yves Sente / Giulio de Vita: Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor III: Einer Königin würdig. Bielefeld: Splitter-Verlag, 2013. 48 S., Euro 13,80.




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Kriss de Valnor II - Das Urteil der Walküren

Geschrieben von Petra , in Comics 19 August 2012 · 898 Aufrufe
Yves Sente, Giulio de Vita und 3 weitere...
Die Gerichtsverhandlung gegen Kriss de Valnor geht weiter: Unter dem Titel "Das Urteil der Walküren" erzählen Texter Yves Sente und Zeichner Giulio de Vita die Geschichte der Diebin, Mörderin und Heldin - bis zu dem Zeitpunkt, als ihr Weg den Weg Thorgals kreuzt ...
Wie bereits der erste Band des Fünfteilers, "Ich vergesse nichts", ist auch dieses Album keine leichte Kost. "Die Welten von Thorgal" mögen in sich niedliche und liebenswerte Kinderabenteuer wie die von Thorgals Tochter Lupine bergen, doch die Welt Kriss de Valnors' ist garantiert nicht der Ponyhof im Thorgal-Universum. Härte, Schmutz, Verrat und Grausamkeit prägten die Kindheit und Jugend dieser Kriegerin, und die Erlebnisse, die sie vor dem Gericht der Walküren schildert, sind durchaus geeignet für ein Plädoyer auf mildernde Umstände wegen einer schweren Kindheit.
Sente und de Vita erzählen, wie Kriss an der Seite des Gauklers Sigwald aufwächst und langsam zur jungen Frau heranreift. Zunächst auf der Flucht vor dem König, dessen grausame Tochter sie im ersten Band getötet haben, werden sie zu einem recht erfolgreichen Schaustellerpaar. Sigwalds Wunden und Trauer scheinen langsam zu verheilen. Doch dann führt sie ein Zufall oder das Schicksal zurück in das Dorf, in dem Kriss das Martyrium ihrer Kindheit durchlebt hat. Die Bogenschützin will blutige Rache nehmen, wird gefangen, vergewaltigt, kann schließlich ihre Peiniger töten und das Dorf niederbrennen, erlebt eine Abtreibung ...
Nein, es sind keine schönen Bilder, die dem Leser hier entgegenblicken, da kann der an olympische heilige Hallen gemahnende Walkürenhimmel noch so hell und golden strahlen, er lässt doch die schmutzige Welt der Kriss de Valnor nur noch härter und grausamer hervortreten.
Sehr geschickt lassen Autor und Zeichner die Geschichte mit der Hauptserie zusammenfließen. "Das Urteil der Walküren" fügt sich nahtlos in die Thorgal-Kontinuität ein und verwächst beinahe organisch mit der Handlung von "Das Volk der Pfeile", in die sie schließlich einmündet. Fast will es scheinen, als hätten Rosinski und van Hamme damals schon bewusst diesen Anknüpfungspunkt für eine eigene Kriss-Story eingeplant.

Fazit: Düstere, sehr brutale Story, optisch erneut großartig, schlüssig und konsequent erzählt und gut in die Hauptserie eingepasst. Nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, aber ein Erlebnis. Sehr gelungen.


Die Welten von Thorgal: Kriss de Valnor II - Das Urteil der Walküren. Text: Yves Sente, Zeichnungen: Giulio de Vita. Bielefeld: Splitter Verlag, 2012. 48 S., Euro 13,80.



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Die Welten von Thorgal: Lupine I - Raïssa

Geschrieben von Petra , in Comics 03 July 2012 · 672 Aufrufe
Yann, Thorgal, Roman Surzhenko und 1 weitere...
Ein neues Team und eine neue Facette der Welt von Thorgal: Mit "Raïssa", dem Auftakt des Vierteilers "Lupine" geben Texter Yann und Zeichner Roman Surzhenko ihre Visitenkarte im Thorgal-Universum ab und legen ein erstaunliches, sehr stimmungsvolles Album vor.
Nach der Diebin und Kriegerin Kriss de Valnor ist nun Lupine die zweite Person der Thorgal-Serie, die eines eigenen Spin-offs gewürdigt wird. Thorgals Tochter, die ähnlich wie ihre Brüder außergewöhnliche Kräfte hat, wurde einst von ihrer Mutter auf der Flucht in einer Wolfshöhle zur Welt gebracht - direkt neben einer Wölfin, die ebenfalls gerade ihre Jungen warf. Kein Wunder, dass das Mädchen ein besonderes Verhältnis zur Tierwelt und vor allem zu den Wölfen hat.

Thorgals Tochter rettet eine Wölfin

Als "wildes Mädchen" streift sie durch den Wald, lernt Bogenschießen und kann mit den Tieren sprechen. Mit den Jungen im Wikingerdorf, wo ihre Mutter Aaricia und sie auf Thorgals Rückkehr warten, steht sie auf Kriegsfuß und muss sich immer wieder gegen Hänseleien und Angriffe zur Wehr setzen. Als die Jungen eine Wölfin fangen und sie töten wollen, greift Lupine ein und befreit das Tier. Es stellt sich heraus, dass Griz eine verstoßenen Leitwölfin ist, der die böse Wölfin Raïssa das Rudel abspenstig gemacht hat. Raïssa nutzt ihre Macht, um Menschen durch einen Tunnel in das Reich eines - ja, was eigentlich? Zauberers? Gottes? - zu treiben. Und Lupine muss sich entscheiden, ob sie dort ihre "wilde Seite" opfern soll, um das Leben Thorgals zu retten ...

Märchenhafter und liebevoller als "Kriss de Valnor"

Interessant ist der direkte Vergleich zum kürzlich gestarteten Fünfteiler "Kriss de Valnor". In beiden Fällen handelt es sich um Kinder- bzw. Jugendabenteuer. Aber in Kriss de Valnors Kindheit waren Grausamkeit und Gewalt die prägenden Erfahrungen, es wurde ein düsteres, blutiges und erschreckend grausames Album. Ganz anders dagegen die Welt Lupines. Trotz Thorgals Abwesenheit: Hier herrschen Liebe und Zauber, auch eine gewisse Niedlichkeit, vor. Lupine hat eine Kindheit mit kindlichen Rangeleien unter der Dorfjugend, sie hat liebende Eltern, an die sie glaubt und denen sie niemals etwas zuleide tun würde. So hat das Album eher den Charme von "Ronja Räubertochter" und ist ein vollkommener Kontrast zu der furchtbaren Kindheitsgeschichte Kriss de Valnors.

"Lupine" - ein würdiges Abenteuer der Thorgal-Reihe

Das Album ist ein würdiges Abenteuer der Thorgal-Reihe und erinnert an die Werke des alten Duos Rosinski/van Hamme zu seiner besten Zeit. Autor und Texter zeigen deutlich, dass sie schon seit Jahren Thorgal-Fans sind und in der Welt des Sohnes der Sterne zu Hause sind. Liebevolle Details wie Lupines Kette aus lebenden leuchtenden Krebsen und viele Querverweise zur Serie, etwa zum Album "Der Sohn der Sterne" oder zum aktuellen Abenteuer "Schwertboot", machen "Raissa" gleichzeitig zu etwas Besonderem und einem gut eingepassten Teil des Ganzen.
Die Aufmachung ist, wie schon beim Kriss-Band, opulent. Texter und Zeichner werden vorgestellt, auf das 48-seitige Abenteuer folgt ein 20-seitiger Anhang, der außer den Vorstellungen auch zahlreiche Skizzen und Zeichnungen Surzhenkos zum Comic zeigt. Allerdings war der Anhang zum Kriss-Album noch ein wenig textreicher und bot mehr Hintergrundinformationen und Interviews.

Fazit: Ein überzeugender Auftakt eines Teams, das einfach in diese Thorgal-Welt hineinpasst. Weiter so.

Yann / Roman Surzhenko: Die Welten von Thorgal: Lupine I - Raïssa. Bielefeld: Splitter, 2012. 72 S., Euro 15,80.


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Thorgal 31: Der Schild des Thor
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Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
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Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
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Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
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Thorgal 33: Schwertboot

Geschrieben von Petra , in Comics 11 March 2012 · 815 Aufrufe
Grzegorz Rosinski, Thorgal und 4 weitere...
"Schwertboot", der 33. Band der Fantasy-Comireihe "Thorgal", führt den Titelhelden ins Packeis und in eine arktische Küstensiedlung. Zeichner Grzegorz Rosinski und Texter Yves Sente schildern eine abenteuerliche Reise mit Schiff und Schlittenhundgespann, auf der sich der Held bewähren muss.
Anders als auf den Vorgängerbänden, die ganz im Zeichen seines Sohnes Jolan standen, steht diesmal wieder Thorgal selbst im Mittelpunkt des Interesses. Von Jolan und seinen jugendlichen Verbündeten wird lediglich zu Anfang erzählt, dass ihnen ihr geheimnisvoller Ausbilder Informationen über die große Ruhmestat gibt, die er ihnen versprochen hat. Anscheinend werden sie es in den nächsten Alben mit Menschen zu tun bekommen, die nur einen einzigen Gott verehren.

Mit dem Schwertboot ins Packeis

Thorgal selbst dagegen ist vollauf beschäftigt mit der Suche nach seinem jüngsten Sohn Aniel. Um die Entführer zu finden, hat er auf einem Handelschschiff angeheuert, das nach Norden fährt und ihn zum Schutz gegen Überfälle benötigt. Keine grundlose Sorge, wie sich schnell herausstellt. Denn schon beim Passieren eines engen Flussabschnitts geraten sie in einen Hinterhalt, bei dem Thorgal nicht nur seine überragenden Schießkünste unter Beweis stellen kann, sondern auch ein ausgezeichnetes Verständnis für die Zusammenhänge von Geschwindigkeit und Schlagkraft zeigt. Ferner lernt er die Funktionsweise eines wikingerzeitlichen Eisbrechers kennen: Das Schwertboot ist im Bugbereich mit einer Eiszertrümmerungs-Maschinerie ausgestattet und kann sich selbst eine schmale Fahrrinne freischlagen. Der Haken bei der Sache ist, dass das Schff niemals zum Stehen kommen darf. Auf dieser Fahrt gilt es allerdings, eine abgelegene Siedlung mit Waren zu versorgen. Daher wird Thorgal mit einem Schlittenhundgespann abgesetzt und soll einige Tage später an einem verabredeten Treffpunkt wieder an Bord kommen. Dummerweise ist die Siedlung inzwischen in der Hand äußerst brutaler Seekrieger, die einen verlorenen Schatz suchen ...

Überwältigende arktische Bilder von Grzegorz Rosinski

Das Abenteuer besticht erneut durch die großartigen Bilder und die atemberaubende Darstellung der weißen Welt, durch die Thorgal reist. Voranpreschende Schlittenhunde, angreifende Orcas, Schneetiger und eine überwältigende Landschaft - das Ganze kann mit Bilderbänden aus der Aktis durchaus mithalten.

Thorgal lehnt Sklaverei ab

Die Handlung ist nicht herausragend, aber ganz ordentlich gemacht. Thorgal erweist sich erneut als kämpferisch, intellektuell und ethisch überlegener Held, der seinen Prinzipien treu bleibt. Er lehnt wieder einmal das Töten von Menschen ab, lässt nicht einmal einen verletzten Schlittenhund zurück und macht deutlich, dass er von Sklaverei nichts hält. Dass er an Bord des Schiffes zufällig seine alte Bekannte Lehla wiedertrifft, die ihm nach ihrer Befreiung auch noch mit Informationen über den Verbleib Aniels weiterhelfen kann, ist allerdings ein Zusammentreffen, das ausgesprochen konstruiert wirkt.

Fazit: Opulente Wikingersaga in einer faszinierenden Welt. Ein spannendes Abenteuer, kampfbetont und mit viel Liebe zum Detail. Nicht origniell, aber durchaus lesenswert - und sehenswert allemal.

Thorgal 33: Schwertboot. Bielefeld: Splitter, 2012. 48 S., Euro 13,80.


Weitere Thorgal-Bände:

Thorgal 31: Der Schild des Thor
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Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
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Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker

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Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard

Geschrieben von Petra , in Comics 06 July 2011 · 876 Aufrufe
germanische Mythologie und 4 weitere...
"Die Schlacht von Asgard" steht bevor: Im 32. Band der Serie "Thorgal" muss der Sohn des Titelhelden ins Reich der Götter aufbrechen - an der Spitze einer Armee aus belebten Lumpenpuppen ...

Rosinski und Sente führen Jolan nach Asgard

Rosinski und Sente setzen die Abenteuer um die Familienmitglieder Kriss de Valnors fort. Während Thorgal selbst sich in einer Nebenlinie der Handlung auf der Suche nach seinem und Kriss' entführten Sohn Aniel in Hafenspelunken und auf Drachenschiffen mit Kaufleuten und Räubern auseinandersetzen muss, ist sein Erstgeborener Jolan noch immer in Diensten des Zauberers Manthor, der von Kahaniel de Valnor und der verstoßenen Göttin Vilnia abstammt. Die im Vorgängerband "Der Schild des Thor" begonnene Geschichte um die alternde Göttin und ihre Puppen und Jolans Aufgabe als Heerführer dieser Armee setzt sich hier nahtlos fort. Der errungene Schild des Donnergottes erweist sich als unverzichtbares Ausrüstungsstück beziehungsweise als Schlüssel für den Weg nach Asgard. Jolan erfüllt nun die Aufgabe, um deretwillen ihn Manthor zu sich berufen hat: Er soll zur Göttin Idun gehen und sie um einen der Äpfel der ewigen Jugend bitten, um Manthors Mutter zu heilen. Allerdings sind die Götter nicht begeistert von dem unberufenen Eindringling. Besonders Loki ist aufgebracht über den unliebsamen Nebenbuhler um Iduns Gunst, es kommt zur Schlacht zwischen Lokis Riesen und Jolans Lumpenpuppen.

Großartig gezeichnetes Thorgal-Abenteuer mit Edda-Flair

Das Album ist - wie überhaupt die gesamte Serie - großartig gezeichnet und ein optischer Hochgenuss. Die im Vorgängerband etwas unangenehm aufgefallene erzählerische Schlichtheit kann man an dem Album gewiss nicht rügen. Die Handlung bietet überraschende Ideen und mit dem Diebstahl von Sifs Goldhaar sogar einen augenzwinkernden Schlenker in die Welt der alten Edda-Erzählungen. Etwas befremdlich ist allenfalls die Darstellung Lokis, der als hässliches Trollwesen mit wallender roter Mähne und großen Ohren daherkommt. Die Rückblende mit der Erzählung von Vilnias und Kahaniels Geschichte, die inzwischen dritte Erzählung der Familienverhältnisse innerhalb der Serie, ist vielleicht etwas redundant, allerdings muss man wohl bei den langen Abständen zwischen den Erscheinungsterminen der einzelnen Alben dem Leser ab und zu ein paar genealogische Informationen zurück ins Gedächtnis rufen. Schade ist auch, dass die vier anderen jugendlichen Helden, die Jolan in "Ich, Jolan" und "Der Schild des Thor" begleiteten, diesmal nicht mit von der Partie sind. Es wäre schön, diese Gruppe noch einmal als Team agieren zu sehen.

Wechsel von Carlsen zu Splitter

Der 32. Band ist, neben dem Sonderband "Kriss de Valnor: Ich vergesse nichts!", das erste Abum der Reihe, das nach dem Wechsel von Carlsen nun im Splitter-Verlag erscheint. Mit der edlen Hardcover-Ausgabe hat der Verlag auf jeden Fall Akzente gesetzt und der Saga einen würdigen Rahmen verliehen. Mit 13.80 Euro ist das Abenteuer nicht zu teuer bezahlt.

Fazit: Ein großartig gezeichnetes Album mit spannender Geschichte. Sehr schön, weiter so.


Grzegorz Rosinski, Yves Sente: Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard. Bielefeld: Splitter. 2011. 48 S., Euro 13,80.


Weitere Thorgal-Besprechungen

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Kriss de Valnor 4: Bündnisse
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Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker

© Petra Hartmann






Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

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Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

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Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

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Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

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Nächste Lesungen / Termine

Sonnabend, 28. Oktober: "Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen". Helgoländer Lesefestival. Bungalowdorf auf der Helgoländer Düne, 13.30 Uhr.

 

Sonntag, 3. Dezember: Weihnachtslesung beim Kunstkreis Laatzen-Rethen. Hildesheimer Str. 368, 30880 Laatzen/Rethen. Beginn: 16.30 Uhr.

 

Freitag, 8. Dezember: Weihnachtslesung im Familienzentrum Rethen, Braunschweiger Str. 2D, 30880 Laatzen/Rethen. Beginn 19.00 Uhr.

 

Sonnabend, 21. Juli 2018: Lesung aus "Darthula, Tochter der Nebel". Wohnzimmer-Lesung bei Autorenkollegin Gabrielle C. J. Couillez, Waldfischbacher Straße 1, 66978 Leimen.

 

 

Messen, Cons, Büchertische

 

 

Donnerstag, 26., bis Samstag, 28. Oktober 2017: 1. Helgoländer „Lesefestival“. Ich bin  mit einem Büchertisch und einer Lesung aus meinem Helgoland-Märchen "Nestis und der Weihnachtssand" dabei. Lesung: Sonnabend, 28. Oktober, 13.30 Uhr, Bungalowdorf auf der Helgoländer Düne.

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

 

Facebook-Autorenseite: https://www.facebook...nPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Termine der Hildesheimlichen Autoren

Mai

 

Sonnabend, 20. Mai: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Bernward Schneider mit seinem neuen Buch "Der Teufel des Westens". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

 

 

Juni

 

Sonnabend, 17. Juni: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Petra Hartmann mit ihrem neuen Kinderbuch "Nestis und die verbotene Welle". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. In Vorbereitung.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
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Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
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"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
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Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
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"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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