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Jonas Gawinski: Die Nacht wächst schnell nach

Geschrieben von Petra , in Lyrik 18 March 2017 · 130 Aufrufe
Lyrik, Jonas Gawinski
"Die Nacht wächst schnell nach" ist der Debüt-Band des jungen Lyrikers Jonas Gawinski. Ein schmales, nur 56 Seiten umfassendes Bändchen, das es jedoch in sich hat. Der Dichter, Jahrgang 1995, hat bereits in Zeitschriften und Anthologien publiziert, gewann 2015 den Nahbellpreis und gehörte zu den Finalisten des Münchner Lyrikpreises.
Jonas Gawinskis Gedichte fallen vor allem durch ungewöhnliche, aber treffende Wortwahl und aufmerksame Beobachtungen auf. Ob es das "gemörserte Licht" ist, das auf schwere Platten und den Waldboden fällt, oder die "blattlosen Tage", die weich dahintreiben. Manches ist absurd, manches schwarz und skurril, da liegen tote Schafe auf den Wiesen, jemand schneidet dem lyrischen Ich mit der Nagelschere das Moos von den Lippen, und erster Schnee legt sich wie Gebetshauch auf die Fensterscheiben.
Die Liebe, die geliebte Frau, das Dichten, manchmal auch bekannte französische Maler sind Gawinskis Themen und Inspirationsquellen. Das ist recht traditionell, und Gawinski weiß sich durchaus in einer langen Tradition, aber traditionell heißt in diesem Fall nicht epigonales Nachahmertum ohne Eigenleistung. Vor allem Naturschilderungen jenseits kitschiger Heile-Welt-Malerei gelingen dem Autor, da ist von Wanderungen, barfüßigen Spaziergängen im Wald die Rede, oft gehen Natur- und Kulturlandschaften in einander über, beide oft von Vergänglichkeit, Fäulnis und Tod geprägt, und Flora und Fauna dringen in den häuslichen Bereich ein, wie etwa im kurzen Gedicht "Im Herbst schließe ich die Fenster", in dem es heißt:

Im Herbst schließe ich die Fenster und die Möbel
blühen dunkel und feucht.
Moos, Silben, Beine bleiben
Gebet, das Heuschreckensummen in deinen Zehenspitzen bleibt.

Da wird mit verrotteten Lilien gedealt, es riecht nach nassen Sonnenblumen oder Schwarbrot, und manchmal dauert es "die Entstehung sieben toter Wälder", einen Menschen zu vergessen.
Meeresufer und alte Fischerboote gemahnen an Storms graue Stadt am Meer, doch eigen und durchaus selbstständig. Da fliegt "eine Möwe, die verlernt hat / zu schreien", die "leere Ewigkeit / der Strandkörbe" umfängt ein Liebespaar, und "Taschentücher liegen wie schmutzige Sonntage / auf dem Steg". Schwermütig, etwas melodramatisch, aber von guter Seeluft durchflutet, kommt die "Ballade eines 'Ostseefisches" daher, die Geschichte eines Mannes, der seine Frau verloren hat, dessen Gebete "rostiger sind als dein Kahn" und der nun ein letztes Mal hinausfährt:

"keiner winkt dir altem Kahnführer, wenn
du ein letztes Mal hinausfährst und ausglühst, alles
mit Benzin übergießt und dein letztes Gedicht,
das erste Streichholz hineinwirfst, doch vorher noch
Ihre blonde Strähne in deiner See beerdigst,
ein Gebet für sie sprichst, bald bist du
bei ihr, guter Alter, doch eine Weile glühst du
noch aus, bis nur noch dein Gedicht bleibt,
das übers entweihte Wasser treibt,
dein Kahn, der dich überlebt -"

Jonas Gawinski ist längst kein "junger Wilder" mehr. Die hier vorliegenden Gedichte zeugen von großer Kunst, Reife und Stilsicherheit, von einem Bewusstsein, das sich längst selbst gefunden hat. Mark Twain hat einmal gesagt, der Unterschied zwischen einem beinahe treffenden und einem treffenden Wort sei ungefähr so groß wie der Unterschied zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz. Gawinskis Worte treffen. Er ist kein verspielter, experimentierender Jung-Autor, der sich am Wortklang berauscht und einfach schöne Vokabeln aufeinandertürmt. Dieser Dichter findet mit erstaunlicher Sicherheit Bilder und Worte, die so noch nicht dagewesen sind, aber nach jedem Stutzen und Aufhorchen ist man als Leser bereit zu sagen: Ja, genau so, so ist es.

Fazit: Ein Debüt, das längst über den Debütanten-Status erhaben ist. Er wird schwer sein, diesen Erstling zu toppen.


Jonas Gawinski: Die Nacht wächst schnell nach. Gedichte. München: Allitera Verlag, 2016. 56 S., Euro 9,50.


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Jan-Eike Hornauer: Das Objekt ist beschädigt

Geschrieben von Petra , in Lyrik 14 August 2016 · 508 Aufrufe
Lyrik, Jan-Eike Hornauer
"Zumeist komische Gedichte" verspricht der Lyriker Jan-Eike Hornauer seinen Lesern im Gedichtband "Das Objekt ist beschädigt", der jetzt im Münchner Muc-Verlag erschien. Das will nicht unbedingt heißen, dass nun jedes Gedicht in dem gut 200 Seiten starken Band ein Schenkelklopfer ist, aber wer nicht wenigstens alle paar Seiten einmal zum Grinsen oder zumindest zum Schmunzeln bereit ist, sollte das Buch lieber nicht zur Hand nehmen.
Hornauers Themenspektrum ist breit: Von Liebe und Geschlechtsverkehr geht die Reise über Kunst, Philosophie und Politik bis hin zum Fußball. Wobei letzteres zweifellos eine Paradedisziplin des Autors ist. Mit Lust und Wortwitz entstanden Betrachtungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, humorvolle Verse, die im "DasGedichtBlog" zu lesen besonders damals, direkt nach den jeweiligen Spielen sehr viel Spaß gemacht hat. Ein wenig geht nun mit dem zeitlichen Abstand verloren, denn diese spontanen, schnell und unter dem Eindruck der Begegnungen hervorgesprudelten Gedichte bezogen einen Großteil ihrer Kraft eben daraus, dass Zuschauer wie Autor gerade das gleiche Fernsehprogramm sahen und das gemeinsame Erlebnis noch frisch war. Ob manche Spiele und die dazugehörigen Gedichte nun dem "Ewigkeitsanspruch" eines gedruckten Gedichtbandes genügen, scheint zweifelhaft, etwa angesichts des spanischen Auftaktspiels, das mit einem einfachen "Macht nichts. / Spanien / war eben / eine Turniermannschaft" abgehandelt wird. Zeitlos und in seiner erhabenen Knappheit unvergesslich aber der Kommentar zum deutschen 1:0-Sieg gegen die USA:

"Ein Mal kräftig reingemüllert,
und schon ist die Pflicht erfüllert."

Überhaupt sind es gerade die kürzeren Gedichte, am Ende im Gedächtnis hängen bleiben. Rekordverdächtig: das Gedicht "Kurze Anbahnungsphase", dessen Titel sogar um drei Silben länger ist als der darunterstehende Zweizeiler:

"Ficken?"
Nicken.

Ansonsten vor allem längere, balladenhafte Schilderungen des Geschlechtsverkehrs in artig geformten Kreuzreimen, Betrachtungen über die Wetterlage, die Tätigkeit eines Klosteins, die Wohnsituation in einem Schneckenhaus. Aber auch Gedanken über Bayern, Deutschland und Europa (in dieser Reihenfolge) oder über das Erwachsensein. Mal ein Buchstabensalat, zumeist jedoch ganz traditionelle Formen. Ein "Kleines Tier-ABC", in dem man ungewöhnliche Lebewesen wie den Albino-Lurch und den Zerberus findet. Schade, dass es beim Y dann doch wieder beim Yak bleibt ...
Dazwischen Verneigungen vor großen Vorbildern, mit der entsprechenden humorvollen Aktualisierung, versteht sich. Schwitters' "Anna Blume" und Hebbels "Herbstbild" finden sich, verfremdet und erneuert, wieder, es gibt Grüße an Mörike, Gernhardt, Rilke. Gleich zweimal gilt es der Lorelei, einmal in umarmenden Reimen und klassischer Balladenform, ganz im Sinnes Heines und Brentanos, einmal als "Kurze Plauderei zweier junger Männer, auf geschnappt bei Bacherach":

"Auf nem Fels wohnt Loreley."
"Sag warum!"
"Nirgendwo ein Zimmer frei!"
"Nein, wie dumm."

"Und beim Waschen hat's ihr Hemd ..."
"Sprich nur zu!"
"... gestern auch noch fortgeschwemmt!"
"So? Nanu."

"Nackt und einsam sitzt sie da."
"Ach herrje!"
"Schau's Dir an, ist wunderbar!"
"Ja, ich geh!"

Vieles ist Gelegenheitslyrik, und die meisten Texte kann man sich sehr gut laut vorgetragen vorstellen, ob auf Poetry-Slams, in Kneipen, in geselliger Runde mit Freunden, vielleicht gar beim "Public Viewing" nach einem Fußball-Ereignis. Dazu paast auch, dass die gewählten Formen meist recht traditionell sind, Knittelverse, in denen man mit einiger Übung ganz gut improvisieren kann, klassische Paar- und Kreuzreime, auch das Sonett und das ABC-Darium finden sich.
Ein seltsames und widersprüchliches Werk ist das jedenfalls. Hornauer will laut Untertitel von einer "brüchigen Welt" erzählen. Dazu passt recht gut die Covergestaltung des Buches, ein tiefer Riss geht durch die rote Umschlagfront und offenbart bereits Zeilen aus dem ersten Gedicht, "Duschbad". Der Klappentext verspricht eine "wilde Lyrikreise" und "ordentlich Chuzpe", der Dichter schreibt über Ficken, Philosophie und Fußball. Aber, um Himmelswillen, wie solide ist dieses Buch! Unter dem aufgedruckten Riss-Bild lauert ein stabiles Hardcover ordentlichster Handwerkskunst. Im Inneren sind die Gedichte fein säuberlich sortiert in die Kapitel "Liebe & Frauen", "Menschliches & Zwischenmenschliches", "Kunst & Dichtung", "Philosophisches & Politisches", "Tierisches & Alltägliches" sowie "Fuß & Ball", kein städtischer Haushaltsplan kann ordentlicher daherkommen. Es gibt sogar ein zweites detaillierteres Inhaltsverzeichnis am Ende des Buches, damit sich wirklich jeder darin zurecht findet. Und nun gar die Gedichte selbst! Ich habe lange keinen Lyrikband mehr gelesen, in dem die Verse so akkurat dem Metrum folgten und in dem Geschlechtsakte in so sauberen Reimen und ordentlichen Metren beschrieben sind. Ein bisschen "wilder" wäre nun auch nicht schlimm gewesen.

Fazit: Humorvolle, handwerklich tadellose Gedichte, vereinigt zu einem gediegenen Lyrikband, der Spaß macht. Frech im Inhalt, solide in der Form. Zerrissenheit und Brüche im Weltgefüge sollte man anderswo suchen, hier wird gedichtet.



Jan-Eike Hornauer: Das Objekt ist beschädigt. Zumeist komische Gedichte aus einer brüchigen Welt. München: Muc-Verlag, 2016. 207 S. Euro 17,95.


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Julia Engelmann: Eines Tages, Baby

Geschrieben von Petra , in Lyrik 12 January 2016 · 558 Aufrufe
Lyrik, Julia Engelmann
"Eines Tages, Baby, werden wir alt sein ..." Die junge Frau, die da zögernd, fast schüchtern das Mikrophon ergreift, dann immer mehr Kraft gewinnt, immer mehr Energie freisetzt und von den Geschichten spricht, "die wir hätten erzählen können", wer hat es nicht auf Youtube gesehen, wer nicht auf Facebook "geliked"? Ein Gedicht, das berührt, bewegt, mitnimmt, rockt. Als ich im Alter der Autorin war, da war Poetry Slam für mich völlig uninteressant, das waren Typen, die Bierflaschen mit den Zähnen aufmachten und danach das Alphabet rülpsten oder so. Inzwischen ist das längst anders. Gut so. Obwohl, ist das noch Slam?
"Eines Tages, Baby", der Gedichtband von Julia Engelmann mit dem "Poetry-Slam-Smash-Hit" als Titelgeber, ist ein Buch, das aufhorchen lässt. Modern ist der Tonfall, die Themen jedoch sind alt und ewig neu: Was wird sein, wenn wir alt sind? Wer bin ich eigenlich? Was kann ich, was will ich, und was muss ich mir absolut nicht antun? Und was denken eigentlich eckige Kugelfische? Julia Engelmann sinniert darüber, was sie alles hat und nicht hat, dass sie allein sein kann, was stille Poeten aushalten müssen und was auf einen Weihnachtswunschzettel gehört.
Entstanden sind daraus junge, frische und lebendige Texte, die man sich am besten auch im stillen Kämmerlein selbst laut vorliest. Gesprochene Songs, irgendwo zwischen Pop und Rap, irgendwo auch zwischen frech und liebenswert. Zu "meiner Zeit" traf es der Song "? (Fragezeichen)" von Nena ganz gut, heute also ist Julia Engelmann die "Stimme einer ganzen Generation", wie es der Klappentext aus einer Besprechung von Radio Bremen zitiert.
Das ist nicht immer ganz große Lyrik, manches gehört durchaus in den Bereich "Selbstfindungsgedichte" und ist so oder so ähnlich schon von Generationen von Jungdichtern in Verse gebracht und Jahrzehnte später wieder verworfen worden. Wahrscheinlich macht genau das den Reiz und den Erfolg Julia Engelmanns und ihrer Gedichte aus. Dass sie eigentlich ganz einfach sind, simple Reime bieten, banale Daseinskritik und den Alleweltsfrust und die Alleweltsliebe von jungen Menschen zu Gehör bringen. Softeis für zwischendurch eben. Es gefällt. Doch eines kann man diesen Gedichten durchaus zusprechen: Sie kommen sehr echt und authentisch daher, machen Spaß und reißen mit. Mehr kann man von einem Buch gar nicht fordern.

Julia Engelmann: Eines Tages, Baby. Poetry-Slam-Texte. Mit Illustrationen der Autorin. München: Goldmann, 2014. 91 S. Euro 7.


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Maraba: Gedichte vom höchsten Ast des Kirschbaums

Geschrieben von Petra , in Lyrik 04 February 2015 · 564 Aufrufe
Lyrik, Haiku, Maraba
"Gedichte vom höchsten Ast des Kirschbaums" nennt der Dichter Maraba seinen ersten Lyrikband. Es handelt sich um Kurzpoesie nach japanischem Vorbild, vor allem die Formen des Haiku und Senryu haben es dem Verfasser angetan. Das Werk ist in Eigenregie als Kindle-eBook veröffentlicht worden, weitere Lyrikbände werden angekündigt.
Maraba, der mit bürgerlichem Namen Marcel Raul Balcu heißt, ist unter Freunden des Haiku und Senryu kein Unbekannter. Unter anderem war er Mitbegründer der Lesereihe "Das literarische Sofa" in München, veröffentlichte Gedichte bei diversen Wettbewerben und zeigt seine Werke seit der Jahrtausendwende auf seiner Homepage www.maraba.de.
Die im Buch enthaltenen 77 "Gedichte vom höchsten Ast des Kirschbaums" sind allesamt von japanischen Formen inspiriert. Wobei es dem Dichter nicht unbedingt darum geht, das klassische Haiku-Schema (drei Zeilen; 5-7-5 Silben) sklavisch zu erfüllen. Auch werden Liebhaber des Haiku sich manchmal fragen, ob die stark mit philosophischen Fragestellungen oder eigenen Empfindungen aufgeladenen Gedichte tatsächlich "echte" Haikus sind. Sie sind es nicht, macht der Verfasser bereits im Vorwort klar. Viele der Dreizeiler seien als Senryu aufzufassen. Eine Gedichtform, die mit dem Haiku zwar den Aufbau, nicht aber den eher "objektiven" Inhalt und den Blick auf die Natur gemeinsam hat.

Sehr klassisch etwa kommt das Eingangsgedicht daher, in dem es heißt:

Des Baumes Schatten
über dem Wasser des Teichs.
Die alte Brücke.

Doch schon das folgende Kurzgedicht spielt eher ins Senryuhafte:

Heute gehe ich,
getragen durch das Leben
wie ein Blatt im Wind.

Manches freilich wirkt etwas zu stark moralisierend und pädagogisierend. Etwa wenn das lyrische Ich auf das Blumenpflücken verzichtet:

Nur diese Blume
hier zu schaffen ist ein
Werk von Äonen.
Ich pflücke sie nicht für dich
und schenke dir ihr Leben.

Hier hätte der Autor den Zeigefinger besser unten gelassen. Zu viel Ermahnung schadet der Lyrik.

Auch mit der Frage, ob man als Nicht-Japaner überhaupt Haiku schreiben kann, hat sich Maraba auseinander gesetzt. Vieles, etwa den sehr umfangreichen Symbolgehalt, die ein einziges Wort haben kann, den kulturellen Kontext und die immer mitschwingende Jahrhunderte alte Tradition, die mit jeder Silbe transportiert wird, ist im Deutschen schwer nachzuahmen. Auch die kurzen Wörter der japanischen Sprache, die für diese Kurzgedichte geradezu prädestiniert scheinen, haben im Deutschen oft keine Entsprechung, weshalb der Autor durchaus dafür plädiert, auch mal auf das strenge Silbenschema zugunsten des Inhalts zu verzichten.

Ein großer Pluspunkt des eBooks ist überhaupt die intensive theoretische Auseinandersetzung mit den Formen und der Versuch, den Leser mitzunehmen in die Geschichte der einzelnen Gedichtarten. So sind im Anhang Erläuterungen zu Waka, Tanka, Haiku und Senryu enthalten, ihre Herkunft und Entwicklung wird geschildert, und der Leser erhält auch einen kurzen Einblick in die Zusammenhänge von Haiku und Zen.

Fazit: 77 Gedichte, darunter Haiku, Senryu und Tanka, sehr verdichtete Aussagen, oft mit philosophischem Hintergrund oder persönlichem Empfinden, von einem Autor, der sich viel Gedanken über Geschichte und Tradition der von ihm verwandten Formen gemacht hat. Ergänzt durch Informationen zum Hintergrund der japanischen Lyrik. Lesenswert.


Maraba: Gedichte vom höchsten Ast des Kirschbaums. Haiku, Senryu, Tanka. Kindle Edition, 2014. Etwa 98 Seiten, Euro 3,34.


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Günter Abramowski: vor den toren von tag & nacht

Geschrieben von Petra , in Lyrik 28 January 2015 · 641 Aufrufe
Lyrik, Günter Abramowski
Der Lyriker Günter Abramowski hat bereits einige Gedichtbände veröffentlich, zuletzt "vom turm", erschienen 2012. Jetzt hat der Autor ein neues Buch herausgebracht: "vor den toren von tag & nacht", erneut ein Taschenbuch im elbaol-Verlag, doch im Tonfall recht anders als als der Vorgänger.
Insgesamt wirkt der neue Gedichtband ein wenig rauer, auch wohl zorniger. Abramowski scheut vor Formulierungen wie "auf die fresse kloppen" oder Worten wie "scheiße" nicht zurück, da ist ein "junge / mit dicken titten", manches "ist zum kotzen", mancher könnte "seinen arsch hochkriegen", einiges geht das lyrische Du "einen Scheißdreck an". Gelegentlich gibt es auch Anflüge an die Jugendsprache von vor urdenklichen Zeiten, wenn etwas als "voll krass" bezeichnet wird.

Oft spricht Wut aus den Versen, eine Wut, deren Entstehen dem Leser nur zu verständlich wird. So heißt es im Gedicht "geburt der ahnung":

über die funken eines glaubens
wächst lügende kälte
meinem feuer ein wütendes schwarz
geliebtes blau meiner arglosigkeit
rinnt dogmatischer macht
auf die fette leber
status quo
ist zum kotzen

Es geht um Nierenspenden, kleine Eichmänner, Gleichgültigkeit, Vergänglichkeit und Hilflosigkeit, Wut über alltägliche oder besondere Verlogenheiten, Lebenslügen. Dazwischen finden sich aber auch immer wieder sanftere Klänge, Erinnerungen an die Farben des Sommers, Naturbetrachtungen, Liebesgedichte. Manches ist durchaus humorvoll, im Gedicht "mitgenommen", das den Band eröffnet, gibt sich der Autor sogar hemmungloser, verspielter Albernheit hin. Oder es ist auch einfach nur ein besonderer Augenblick, der beschrieben wird:

es ist schön
leben ohne zu atmen
kühle stille
im punkt
unendlich
allem wachsen

Sehr schön formuliert und durchaus auch für Nicht-Christen lesenswert ist ein Gedicht mit dem Titel "rebellion des lichtes gegen die finsternis", in dem es heißt:

im wertfreien raum
wo das sein summt
sagt mir einer
so tief wie du fühlst
können die nicht mal pissen

ich weiß
das ist kein trost
aber ein kreuz

ich sag dem gekreuzigten
pass auf
wir lassen den glauben
all den paulussen
aber das licht bleibt hier

: ja klar meint er:
nicht unter den scheffel ...

Abramowski bevorzugt freie Rhythmen und offene Verse ohne strenges Versmaß und feste Silbenzahl, dennoch greift er in einigen wenigen Gedichten auf klassische Versmaße zurück und bietet gelegentlich sogar Reime. Satzzeichen werden kaum verwendet, die Konjunktion "und" ist gewöhnlich durch das tironische & ersetzt. Durchgängige Kleinschreibung gehört zum Standard, man möchte sagen: leider. Konsequente Kleinschreibung und das kaufmännische & waren zu Papa Wielands Zeiten mal modern, als Goethe noch in die Windeln gemacht hat. Manche Lyriker meinen heute noch, ihre Gedichte damit aufwerten und modern klingen lassen zu können ... Abgesehen davon ist "vor den toren von tag & nacht" ein durchaus lesenwertes, ansprechendes Werk, in dem es einiges zu entdecken gibt. Lesenswert.


Günter Abramowski: vor den toren von tag & nacht. Hamburg: Elbaol Verlag, 2014. 115 S., Euro 8,95.


Weitere Werke von Günter Abramowski:
vom turm


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Robert Şerban: Heimkino bei mir

Geschrieben von Petra , in Lyrik 15 July 2014 · 261 Aufrufe
Lyrik, Robert Şerban
Ein dünnes Büchlein, aber pralles Leben. Auf knapp 60 Seiten präsentiert der rumänische Lyriker Robert Şerban im Band "Heimkino bei mir" seine Gedichte. Gegliedert ist das Buch in fünf Abschnitte - "Die Poesie", "Der Kampf", "Die Liebe", "Das Leben" und "Die Freundschaft" - und führt den Leser durch einen kleinen Kosmos, beginnend mit dem Ansatz zum Schreiben eines Gedichts bis hin zur Suche nach etwas, "was anderen nicht wehtut".
Robert Şerban bewegt sich durchaus in literarischen Traditionen. Traditionen, an denen er sich abarbeitet und gegen die es sich zu behaupten gilt. Geradezu programmatisch das Auftaktgedicht "Um schreiben zu können":

um besser schreiben zu können
lege ich einen Bogen Papier
auf ein Buch

der Name des Autors kommt dann und wann
zum Vorschein
wie ein Ertrinkender
und versucht mich an der Hand zu nehmen

ich schreibe schnell-schnell und mit Nachdruck
und die Wörter füllen
den dünnen Bogen
wie Erdschollen
ein frisches Grab

Es geht um Krieg und Tod, über den der Autor schreibt "mit der Leichtigkeit mit der ich ein Messer hineinramme / auf zwei Schritt", um fallende Sterne und gefallenes Laub. Ein "Klagelied" zeigt eine alte Frau, die mit dem Reisigbesen Blätter auf dem Hof kehrt, Totenklage zum rhythmischen Schurren des Besens. Aus dem Krieg Zurückgekehrte sieht man, "mit Erde und Blut befleckt / mit zerschmetterten Knien und aus dem Schädel hervorgetretenen Augen". Der Schild eines Kriegers, "weit wie ein Feld aus dem sich das Wasser zurückgezogen / und Tier- Menschen- und Fischkadaver zurückgelassen hat / wirft Schatten". Der Schattenwurf gemahnt an den biblischen Goliath, doch das Heroische geht diesem Bild vollkommen ab. Dieser Schild hier evoziert den Faulgestank verwesender Kadaver, und von welchem Schild der alten Helden hat man so etwas schon gesagt?
"Es gab keinen Krieg", heißt ein anderes Gedicht. Und doch hamstern die Frauen, der Dichter kauft Papier und Tinte auf Vorrat, Kinder sammeln Nägel, die zu Pfeilspitzen werden sollen, und der Himmel erinnert an das hoffnungslose Sterntalermärchen aus Büchners "Woyzeck": "es gab keinen Krieg / aber der Himmel ist eine Insektensammlung / in der die Köpfe der Nadeln leuchten".
Doch Robert Şerban kann auch ganz anders. Vor allem, wenn er von der Liebe singt. Modernes großstädtisches Leben, oft kommentiert mit lakonischem Humor. "du kannst mir mit Leichtigkeit / das Herz aus der Brust reißen", anerkennt der Dichter - aber: "vorher jedoch musst du / die Knöpfe meines Hemdes / lösen". Da wird beklagt, dass man immer weniger Frauen begegne, in die man sich auf den ersten Blick verlieben könne. Um dann knapp zu resümieren: "in diesem Speisewagen / sind es nur zwei".
Lippen und Zunge, Fleisch, die Haut der Geliebten werden beschrieben, Frauen in kurzen Röcken, daneben Beobachtungen an Magazin-lesenden Damen, ein Flirt mit der schönen Zigeunerin im Straßencafé, Begegnungen in Restaurants, Verärgerungen über strenge Mütter. Immer wieder knappe Miniaturen, die wie Kurzgeschichten oder Glossen daherkommen. Etwa die beiden Frauen, die aus dem Sportwagen aussteigen und einfach viel zu schön sind. Nur der Gedanke, dass sie vielleicht Huren seien, kann da beruhigen.
Mit scharfem Auge werden zwei Schülerinnen beobachtet, die am Nebentisch Modezeitschriften studieren. Als sie aufstehen und gehen, folgt die zynische Erkenntnis, dass "ihnen aus den XXL-Jeans / die großen Chancen hervorquellen / schöpferisch tätig zu sein" - böse.
"Heimkino bei mir" ist ein sehr kraftvoller, lebendiger Lyrikband, der mit morbiden Kriegsbildern und humorvollen Zwischenmenschlichkeiten gleichermaßen den Ton trifft und den Leser immer wieder zum Aufhorchen bringt. Ein Buch, voller Bitterkeit und Augenzwinkern, das wach hält und Lust auf mehr macht. Gut gemacht.


Robert Şerban: Heimkino bei mir. Gedichte. Aus dem Rumänischen von Hellmut Seiler. Ludwigsburg: Pop, 2008. 77 S., Euro 14,50.


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Kalosh Çeliku: Das boheme Mädchen gibt meinen Büchern die Brust

Geschrieben von Petra , in Lyrik 25 June 2014 · 233 Aufrufe
Kalosh Çeliku, Lyrik
Kalosh Çeliku, albanischer Lyriker, in Mazedonien beheimatet, hat mit "Das boheme Mädchen gibt meinen Büchern die Brust" einen sehr lebensvollen, mediterran anmutenden Gedichtband veröffentlicht. Als Übersetzer fungierte sein Sohn Arbër Çeliku.
Es ist ein Gedichtband, der sehr harmonisch und in sich geschlossen wirkt. Çeliku hat nur wenige Themen, eigentlich nur eines: Ein Dichter unter der Platane, zwei Krüge Wein, ein Mädchen, man hat Sex miteinander, wieder ein Dichter-Ich unter der Platane, ein Mädchen, Brüste, Wein, die Platane, wieder die Frau, die zugleich Sexualität und die Poesie verkörpert. "Durst unter den Weinbergen" etwa, ein Gedicht, das in Skopje spielt, lautet:

"Das boheme Mädchen kam an die Platane
Mit zwei Krügen Wein. Reicher Ertrag
Ich hatte auf sie längst unter dem Schatten gewartet,
Krüge voller Wein entleerend. Kannen
Und den Schimmel durch Bit-Bazar sattelnd
Verrückt und durstig unter den Büchern.

Das boheme Mädchen kam zur Platane
Und hat mich mit Krügen Wein heiß gemacht
Feuer, das auch der Wein der Weinberge des Vaterlands
nicht löschen kann. Der Vadar ..."

[Bit-Bazar = Markt in Skopje; Vardar= Fluss, der durch Skopje fließt]

Ein sehr knapp bemessenes Personal also, ein sparsam gehaltenes Vokabular, mit dem der Dichter seinen Kosmos ausspannt. Dennoch oder gerade deshalb haben diese Gedichte eine sehr lebensvolle, lebensfrohe Ausstrahlung und erinnern ein wenig an die anakreontischen Lieder der späten griechischen Antike. Wein, Weib und Gesang, dazu die unvermeidliche sokratische Platane, unter die sich philosophische Geister seit jeher zurückzogen vor dem kleinlichen Gezänk und Besitz der Welt, das hat durchaus eine gewisse Weisheit und mutet an wie kostbare, uralte Gedichtfragmente, irgendwo auf Papyrusfetzen im Wüstensand gefunden und liebevoll restauriert, ein kurzes Aufblitzen der Lebensfreude einer vergangenen Epoche, die Restauratoren und Übersetzer doch niemals völlig zu einem Ganzen zusammenfügen und wiederbeleben können. Die Kürze der Gedichte und die häufige Verwendung von drei Punkten am Gedichtende oder auch manchmal mittendrin verstärken diesen Eindruck noch.
Kritisch anmerken muss man allerdings, dass die Gedichte und das Thema für einen vollständigen Gedichtband ein wenig zu "dünn" daherkommen. Çeliku kennt nur diesen einen Ton, dieses eine Lied. Selbst wenn sich dazwischen manchmal ein allgemeines Gegrummel gegen die Regierung erhebt oder gegen Leute, die sich über den "nutzlos" herumliegenden Dichter echauffieren, am Ende bleibt es doch bei einer Platane, zwei Krügen Wein und einem Mädchen. Das trägt keinen ganzen Gedichtband. Lieber wäre es mir gewesen, fünf bis zehn dieser Gedichte in einer Auswahl albanischer Dichtung des 21. Jahrhunderts zu lesen. So ist das Buch trotz seiner nur knapp 70 Lyrikseiten einfach etwas zu dick für den Inhalt. Eine gewissene Monotonie macht sich breit. Çeliku mag sich mit seiner Platane und zwei Krügen Wein darüber hinwegtrösten und die Mädchen weitergenießen ...
Außerordentlich sind auf jeden Fall das Titelbild und die Gestaltung des gesamten Bandes gelungen. Wie man überhaupt anmerken muss, dass der Pop-Verlag sehr schöne Bücher macht.

Fazit: Lebensfrohe, anakreontische Lieder von einem, der nicht dazugehören muss und es sich mit etwas Wein und bohemen Mädchen genug sein lässt. Sehr warm, anarchisch, manchmal etwas zur Monotonie neigend. Aber durchaus lesenswert.


Kalosh Çeliku: Das boheme Mädchen gibt meinen Büchern die Brust. Gesammelte Gedichte. Aus dem Albanischen übersetzt von Arbër Çeliku. Hrsg. v. Uli Rothfuss. Ludwigsburg: Pop, 2012. 85 S., Euro 14,80.


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Anthony Sonnabend: Vogonische Gedichte!

Geschrieben von Petra , in Lyrik 21 January 2014 · 324 Aufrufe
Anthony Sonnabend, Vogonen und 3 weitere...
Vogonische Lyrik auf dem deutschen Markt - ja, welche Sicherheitsbehörde hat denn da geschlampt? Zum Erwerb des soeben erschienenen eBooks "Vogonische Gedichte!" von Anthony Sonnabend benötigt man offenbar tatsächlich keinen Waffenschein, ein eBookreader reicht vollkommen aus.
Douglas Adams' Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxis" zufolge, ist die vogonische Dichtkunst die drittschlechteste des Universums, und wer weiß, wo sein Handtuch hängt, wird sich angesichts der Ankündigung, erstmals eine Anthologie mit Werken der fünf bedeutendsten Lyriker von Vogsphäre für Erdlinge herauszubringen, eines leichten Grauens nicht erwehren können.
Über den Einsatz derartiger Verse in der Folterpraxis und über die Reaktionen von in "Poesiewürdigungsstühlen" festgeschnallten Zuhörern informiert denn auch das Vorwort der Herausgeber ausgiebig.
Als Verantwortliche für diese Sammlung zeichnen Folmarnnik B. Tranddury, Professor für vogonische Literatur an der kürzlich zur schlechtesten Hochschule des Universums gekürten Nebeluniversität von Vogsphäre, sowie der irdische Privatgelehrte und Spezialist für außerirdische Literatur Anthony Sonnabend, der auch als Übersetzer tätig wurde.
In diesem Buch versammelt sind Gedichte von fünf vogonischen Lyrikern. Neben dem aus der Anhalter-Trilogie bereits hinlänglich bekannten Bauflottenkommandeur Prostetnik Vogon Jeltz sind das der durch seine "Planetenbeschimpfungen" bekannt gewordene Prolimos der Zornige, ferner der hauptberuflich als Hausmeister eines Bauflottenschiffs tätige Troy Moschtaffka, der wichtigste Vertreter der Körperlandschaftslyrik Tanddi al Wasch sowie Travihron Betel Wollenkrrantz, ein bedeutender Autor der So-long-Periode, der kürzlich als Amöbe reinkarnierte.
Die Gedichte selbst sind gar nicht so schlecht uninteressant ... Wer einmal selbst versucht hat, absichtlich schlechte Gedichte zu verfassen, wird die Gratwanderung des Autors zu würdigen wissen. Manches grenzt an lorioteskes "Krawehl-Krawehl", etwa wenn Prostetnik Vogon Jeltz dichtet: "Ich grimpfe durch Gält / Gält grimpft mich / Gält, Gält / Das Ichmich // Es grimpft / in Melanehsien quer - ach Sterne!" Dann gibt es Badewannengedanken mit Blick aus dem Bordfenster wie "Ich sollte endlich einen Antrag stellen, / dass jemand losgeschickt wird, / um diese Sterne da draußen aufzuräumen." Manches hat tatsächlich beinahe Haiku-Charakter: "Ich saß eine Stunde lang neben einem Huluvu / und fühlte mich blau und leer. // Das ist alles."
Dabei hat jeder der fünf Dichter durchaus seine eigene Stimme. Prolimos der Zornige etwa, der in seinen Planetenbeschimpfungen unter anderem die Erde aufs Korn nimmt ("Blauer Planet, dass ich nicht lache!") und auch darüber berichtet, wie er von Bewohnern des von ihm beschimpften Planeten Broxitrahl eine Tracht Prügel bezog. Oder Travihron Betel Wollenkrrantz, der mit seinen "Unsichtbaren Gedichten" geradezu dadaistische Qualitäten erreicht.
Sehr viel Spaß machen die Dichterbiographien, auch hier hat man sich bemüht, jedem der fünf Dichter ein eigenständiges Profil zu verleihen. Weniger gelungen erscheinen dagegen die Geleitworte einiger vogonischer Großkopferter, die dieser Sammlung beigegeben sind. Die meisten klingen einfach zu freundlich und verbindlich. Schon die Anrede "Liebe Erdlinge" ist eigentlich ein Stilbruch. Einzig die Präsidentin des vogonischen Parlaments weist eine gewisse Vogonität auf. Sie schreibt: "Irgendein Idiot hat mir gesagt, dass ich ein Grußwort an euch schreiben soll (...). Soll ich euch was sagen? Das interessiert mich nicht die Bohne! Macht doch, was ihr wollt! Muss ich denn zu jedem Scheiß meinen Senf dazugeben?"

Fazit: Insgesamt eine sehr schöne Sammlung voller Literatur- und Editionsparodie, die beim Lesen viel Spaß macht. Auf jeden Fall der Beweis, dass man auch aus der drittschlechtetesten Lyrik des Universums noch einen ganz akzeptablen Gedichtband machen kann. Der Preis von 4,99 Euro ist allerdings für den geringen Umfang zu hoch (zugegeben: Ich habe zugegriffen als er bei Null Euro lag). Hier scheint den Autor der gefräßige Plapperkäfer von Traal gebissen zu haben ...

Anthony Sonnabend: Vogonische Gedichte! Kindle-Edition, 2014. ca. 54 S., Euro 4,99.


© Petra Hartmann


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Ruth Klüger: Zerreißproben

Geschrieben von Petra , in Lyrik 15 January 2014 · 240 Aufrufe
Lyrik, Ruth Klüger
Soll ein Dichter seine Gedichte erklären? Ja, meint Ruth Klüger. In ihrem Gedichtband "Zerreißproben" versammelt sie Lyrik aus frühester Jugend - entstandem in den Konzentrationslagern Auschwitz, Theresienstadt und Christianstadt -, Gedanken über Sprache und Fremdheit, entstanden in den USA, Beobachtungen aus Wien, Germanistische Fragen, deutsche und englischsprachige Verse und immer wieder eine Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition.
Es ist eine sehr vielschichtige Sammlung, und doch, wenn man bedenkt, dass es hier um gut sieben Jahrzehnte lyrisches Schaffen geht, ist es dennoch ein recht schmales Bändchen. Und braucht es nun die Erläuterungen? Sollte Literatur nicht selbsterklärend sein und ohne langes Herumdeuten beim Leser ankommen?
Bei manchen Gedichten sind für den unbedarften Leser tatsächlich die Kommentare interessanter und wichtiger als die tatsächliche literarische Qualität. Ein Umstand, auf den die Autorin mehrfach selbst hinweist. "Das Gedicht ist so banal wie möglich", schreibt sie anlässlich ihres Gedichts "Auschwitz", das sie als 13-Jährige im Jahr 1944 verfasste. "Und außerdem ist es viel zu lang. Es ist ein gutes Beispiel von Versen, die nicht um ihrer selbst willen interessant snd, sondern wegen der Umstände, unter denen sie verfasst wurden." Dennoch ist zum Beispiel das direkt folgende Gedicht "Der Kamin" mehr als nur biographisch interessant. Es geht um den Rauch über Auschwitz und darum, was und wer dort alles verbrannt wurde. Noch immer erschütternd.
Sehr wichtig scheint mir auch das ausdrückliche Bekenntnis der Autorin zur Assonanz, dem "unreinen Reim", den sie außerordentlich liebt und der, wie sie schreibt, im angelsächsischen Bereich wesentlich verbreiteter und wertgeschätzter ist als in Deutschland. Was unter Umständen dem Puristen ungelenk erscheinen mag, war also hier gerade Absicht.
Fast ihr Leben lang hat sich die Dichterin an der deutschen Sprache abgearbeitet. Muttersprache, und doch Feindin geworden, eine Sprache, die an die Vergangenheit erinnerte, eine Sprache, die Klüger ihre Kinder in den USA nicht lehrte, sie selbst lernte Englisch erst mit 16 Jahren. Früh genug, um es noch geläufig sprechen zu lernen. Zu spät, um die Muttersprache zu ersetzen. "Ich habe, bis ich mit sechzehn Jahren in die USA auswanderte, keine andere Sprache gehabt als die deutsche, und so innig mein Verhältnis zur deutschen Literatur war, so innig wollte ich sie wieder loswerden und mir eine neue erobern", schreibt sie im Kommentar zu ihrem Gedicht "Deutsche Sprache". In den Versen erzählt sie von "diesen Lauten, die ich zu verlernen / versuchte, weil die spitzen Konsonanten / das wunde Fleisch der Kinderjahre kannten". Und doch dichtete sie fast ausschließlich auf Deutsch weiter. Lediglich im letzten Abschnitt stellt sie vier ihrer Gedichte vor, die auf Englisch geschrieben wurden und denen sie eine deutsche Fassung zur Seite stellt.
Ein Großteil der Gedichte widmet sich der Geschichte des Judentums, die immer wieder als aktuelle Erfahrung neu hervortritt, also nicht historisiert und zu den Akten gelegt werden kann. Ob das die Erfahrung der "Diaspora" im gleichnamigen Gedicht ist oder der "Jom Kippur": "Und dieses Jahr wie jedes Jahr / zehrt und zehrt der Hunger der Toten / an dem Fleisch der Lebendigen."
Immer wieder tauchen die Toten auf, auch zu Halloween in den USA, wenn das lyrische Ich von den Geistern längst verstorbener Verwandter bedrängt wird. Solche Geister haben die Eigenschaft, dass sie einen nicht überraschen, hält sie fest, man weiß genau Tag und Stunde, wann sie sich einstellen.
Dazwischen beinahe heitere Impressionen aus Wien über zwei ältere Professorinnen, die im Volksgarten die Statuen verwechseln und sich in Damenschuhen übers Kopfsteinpflaster quälen. Weiterhin gibt es ein Kranzgedicht über eine verstorbene Wissenschaftskollegin, mit der sie nun nie wieder Streitgespräche führen wird. Man findet aber auch ein Aufbegehren in "Jessica lässt sich scheiden", in dem mit Shakespeares Shylock, aber auch mit dem eigenen Vater und dem Ehemann abgerechnet wird.
Ob Gedichte nun für sich selbst sprechen sollen, ober ob ein Autor sie erklären sollte, darüber kann man geteilter Meinung sein. Gerade bei den autobiographischen Details, die der Leser nicht wissen kann, hat sich der Selbstkommentar als ausgesprochen hilfreich und vor allem sehr lesenswert erwiesen. Auf jeden Fall haben Klügers Erläuterungen nichts zu tun mit unangenehmem Pointenreklären gegenüber Leuten, die den Witz nicht verstanden haben. In diesem Buch bilden Gedichte und kommentierende Selbstreflexion, und man möchte keinen der beiden Bestandteile wissen.

Fazit: Ein ungewöhnliches Buch, das durch die Kommentierung sehr gewinnt. Gedichte und Gedanken, die bewegen und nicht verstummen, wenn man den Buchdeckel zugeschlagen hat. Ausgesprochen lesenswert.



Ruth Klüger: Zerreißproben. Kommentierte Gedichte. Wien: Paul Zsolnay Verlag, 2013. 117 S. Euro 14,90.


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Günter Abramowski: vom turm

Geschrieben von Petra , in Lyrik 31 March 2013 · 391 Aufrufe
Günter Abramowski, Lyrik
"vom turm" nennt Günter Abramowski seinen neuen Lyrikband. Das Buch ist schmal, es enthält 50 Gedichte, die meisten sind recht kurz und sehr kompakt.
Oft verzichtet der Autor auf Reim und Versmaß. Konsequente Kleinschreibung, der weitgehende Verzicht auf Interpunktion und die Verwendung des "&" anstelle des "und", dazu meist recht kurze Zeilen prägen die Optik der Texte und zwingen zum langsamen Lesen und immer wieder zum Innehalten. Manchmal finden sich nur Satzfragmente und kurze Assoziationen, manchmal werden Lebensweisheiten und Sinnsprücke laut wie "kälte ist bitter solange man friert", "wer nichts will / der hat schon" oder Zitate aus Lao-tses "Tao Te King".
Gern lässt Abramowski religiöse Themen anklingen. Er schreibt über die Leiter aus Jakobs Traum, den gekreuzigten Jesus, über Engel, doch oft alles andere als christlich-fromm und still. Man trift auf einen Christus, der "dem demütigen / im schutz der Dunkelheit / das kreuz bricht", man hört die Schlange zischen oder findet Verse wie: "der engel hat meinen kopf / mit einem stein zerschmettert".
Sehr intensiv schildert der Autor Natur und Meeresstimmung wie im Gedicht "engel in möwen":

wenn die see den himmel trinkt
das unsichtbare verdorrt
am salz des wassers
verwandeln sich engel in möwen

ewige meister der stürme
wollen dich als sicheren fels
verwehte geheimnisse schreien
sie dir als zuflucht ins mark

Insgesamt ist "vom turm" ein sehr vielschichtiger Gedichtband, für den man sich trotz seines geringen Umfangs ein wenig Zeit nehmen sollte. Es lohnt sich, die Texte ein zweites Mal zu lesen.

Günter Abramowski: vom turm. Gedichte. Hamburg: Elbaol-Verlag, 2012. 64 S., Euro 5,95.


Weitere Werke von Günter Abramowski:
vor den toren von tag & nacht


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Michael Zoch: Kometen vom Fass

Geschrieben von Petra , in Lyrik 23 July 2012 · 267 Aufrufe
Lyrik, Michael Zoch
Manchmal, ganz selten, trifft man Bücher, die sind einfach etwas Besonderes. Die springen dich an, trümmern dir mal eben wie mit einem Vorschlaghammer allen Gedankenmüll und Kalk aus dem Schädel, und wenn dir dann eine Woche später noch immer das Herz vom Adrenalin überschäumt und jemand fragt dich: "Wie war es denn?", dann kannst du dich nur zurücklehnen und sagen, ... dass es sehr gut war.
Die "Kometen vom Fass" von Michael Zoch sind so ein Büchlein. Schmal, gerade mal 88 Seiten. Gedichte. Aber was für welche. Da schleudert jemand seine Verse mit der Gewalt eines Vulkanausbruchs aufs Papier, ohne Reim, ohne Maß, pralles Leben, satte Farben, Sex ohne Herumgeslamme, dazwischen Straßenszenen, Kippen und Katerstimmung, melancholische Bissigkeit und das alles in einer Sprache und in Bildern, berauscht vom Augenblick und trotzdem verdichtet und geschliffen; man spürt, dass da jemand lange und tief nachgedacht hat und weiß, was er da herausbrechen lässt.
Sprachlich sind diese "Kometen vom Fass" beinahe in jedem Vers eine neue Überraschung. Ungewöhnliche Bilder stürzen auf den Leser ein, Kombinationen von Worten, die sich vorher noch niemals begegnet sind, manchmal verspielt, humorig, manchmal herb, und überall hat sich auf diesen Seiten ein Stück intensives Leben abgefärbt.
Da begegnet man einem schwelenden Wesen, "das sich sachdienlich nachbarin nennt und unter den achseln nach stern tv riecht", da trifft man auf Wolken "mit überschlagenen beinen und knallroten heels an den wattefüßen" und "quastenflosser on the rocks und eingesprungene genitive", oder man begegnet "Linda Von Der Luftmatratze", die "in der belle etage des verwaltungsgerichts [...] in stinkstiefelpose die bürohengste züchtigt mit ihrem gnadenlosen frieden."
Sehr warm und von mediterraner Luft durchweht kommt ein Intermezzo mit acht Gedichten aus der Türkei daher. Sonne, Aprikosen und Meerschaumkronen, da möchte man glatt sofort aufbrechen. Oder doch lieber barfuß nach Bordeaux - und dann auf die Frage, wie du es bis hier hin geschafft hast, mit klobigem Grinsen antworten: "80 kippen am tag und nur engel geleckt von vorn bis hinten". Das hat was.
Und ist das Ganze nun neu, modern? Du liebe Zeit, wie blass wirkt das, was man heutzutage als moderne Gedichte im Lyrikregal findet, gegen dieses Geschoss. Als ob Re-volutionen, Re-formationen, Re-naissancen unbedingt auf etwas vollkommen Neues, nie Dagewesenes aus sein müssten. Jenseits von akademischen Schwerverdaulichkeiten oder pseudotiefsinnigen Gutmenschenversen aus dem VHS-Selbstfindungskurs hat hier jemand den uralten, ewig jungen Born der Dichtkunst angebohrt und schleudert einen elemantargewaltigen Dithyrambus hervor wie zu Archilochos' Zeiten. Und genau so ist das ja wohl auch gemeint gewesen, als die Lyrik auf diesen Planeten kam, schäumend wie Kometen vom Fass.
Ob freilich die konsequente Kleinschreibung erforderlich gewesen wäre, sei dahingestellt. Das machen Dichter seit 300 Jahren um zu zeigen, wie modern und antiphiliströs sie sind. Hätte Michael Zoch nicht nötig gehabt, der Mann kann schließlich dichten. Und versehentlich in den lyrischen Mainstream einordnen wird das Buch ohnehin keiner.


Fazit: Lest dieses Buch. Es sei denn, ihr schreibt selbst Gedichte. Könnte durchaus passieren, dass ihr eure Verse danach in die Tonne kloppt.

Michael Zoch: Kometen vom Fass. Gedichte. Mit einem Vorwort von Johannes Witek. Ludwigsburg: POP Verlag, 2011. 88 S., Euro 9.


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Besuch im Hildesheimer Lyrikpark

Geschrieben von Petra , in Lyrik 15 July 2012 · 245 Aufrufe
Lyrik, Unterwegs, Hildesheim
Der Hildesheimer Marienfriedhof hat sich an diesem Wochenende in eine Literaturlandschaft verwandelt. Verse, Installationen, Lesungen, Vorträge, Dichter, Leser und Neugierige - das alles zusammen nennt sich Lyrikpark - und diesmal habe ich es tatsächlich geschafft hinzugehen ...
"Abgeschleppt" hat mich Elfenschrift-Herausgeberin Ulrike Stegemann, mit der ich mich schon seit Monaten mal wieder treffen wollte. Und dann war ja auch noch Autorenkollegin Gaby Memenga ("Das Paradies der Frösche") dabei, die mit einem vierminütigen Beitrag die Lesung der Hildesheimlichen Autoren mitgestaltete. Alles in allem also Gründe genug, mal wieder nach Hildesheim zu fahren.

Marienfriedhof wird Literaturlandschaft

Der Marienfriedhof wird seit langem nicht mehr als Friedhof genutzt. Es handelt sich um eine Parkanlage mit schönen alten Bäumen, zwischen denen noch einige verwitterte grünliche Sandsteingrabsteine und ein paar alte Monumente an die ursprüngliche Begräbnisstätte erinnern. An diesem Wochenende war der Park eher poppig bunt, und schon von weitem sah man Stühle in den Baumkronen, flatternde Buntwäsche an Wäscheleinen, Zelte, Bühnen, Tafeln und überall Gedichte, Worte, riesige Buchstaben.

16 "Hildesheimliche Autoren" im Vierminutentakt

Die Lesung der Hildesheimlichen Autoren war eine logistische Meisterleistung. Immerhin: 16 Schriftsteller unter einen Hut zu bringen und dafür zu sorgen, dass alle in der richtigen Reihenfolge auf die Bühne stiegen, das ist schon ein kleines Kunststück. Und dann auch noch darauf achten, dass jeder sich an die vorgegebenen vier Minuten hielt ... Die Gruppe ist sehr vielseitig, wobei mich überrascht hat, dass sehr viel Prosa, sogar überwiegend Prosa, vorgetragen wurde. Schön die Idee, allen Zuhörern ein kleines Heft mit den vorgetragenen Texten zu schenken. Da habe ich etwas zum "Schwarz-auf-weiß-getrost-nach-Hause-Tragen".

Holztafeln voller "-lich"

Interessant fand ich den Holzkreis "Woodhenge" des Künstlers Detlev Backhaus. Er hatte auf immer größer werdenden Holzplanken, spiralig in den Grasboden gesteckt, Adjektive eingebrannt, die auf "-lich" endeten. Hab sie mir alle durchgelesen, zum Teil meine Gedanken dazu gemacht und am Ende festgestellt, dass das Wort "schwerverdaulich" fehlte ...

Verse aus dem Frauengefängnis

Ein Grabgitter war mit Kurzgedichten von Frauen aus dem Hildesheimer Frauengefängnis geschmückt. Die Texte, oft Haiku oder ählich, drehten sich um das Thema gut und böse, hell und dunkel, um Gewalt oder um Liebe und Hass, das Ganze illustriert von einer schwarzen und einer weißen Stoffpuppe, die sich an den Schmalseiten des Grabes gegenüberstanden.

Hildesheimer Sprachenvielfalt am Hörbaum

Wie aus dem Zauberland Oz mutete eine Installation an, die von Radio Tonkuhle stammt - der Hörbaum. Bunte Regenschirme baumelten von den Ästen, daran hingen Kopfhörer, aus denen man Lieder und gesprochene Texte in fremden Sprachen hören konnte. Faszinierende Klänge, und laut Programm alles aus Sprachen und Dialekten, die in Hildesheim zu Hause sind. Schade nur, dass man keine "Auflösung" hörte. Ich glaube, ich habe etwas Slawisches im Ohr gehabt.

Post von Uwe Johnson und Goethes Mutter

Festgelesen habe ich mich an den "Briefkästen", Fensterrahmen an den Alleebäumen, die Texte von alten und modernen Klassikern enthielten. Besonders gefreut habe ich mich über eine Postkarte von Uwe Johnson, und wir hatten viel Spaß an einem Brief von Frau Rath an ihren Wolfi.
Insgesamt, nun ja, ich muss gestehen, ich "habe" es nicht so mit Installationen. Ich bin ein Textmensch, obendrein Prosaist, und stellenweise war es mir einfach zuviel Deko und zuwenig Literatur.

Umwerfend: Michael Zochs "Kometen vom Fass"

Aber dann, kurz vor dem Ausgang, o mein Gott, dass es sowas gibt ... Da knallt dir plötzlich einer einen Wortausbruch vor den Hirnkasten, dass dir Hören und Lesen vergeht. Dieser Michael Zoch saß auf einem von fünf poppig bunten "Lyrik-Stühlen", auf denen zwischen Graffiti-Figuren Gedichte zu lesen waren. Ich hörte bloß noch neben mir eine Stimme: "Also, irgendwie verstehe ich davon nicht viel ..." und denke nur: "Nein, warte mal, das hier ist gut, das ist verdammt gut." Nach so viel netter und gut gemeinter Oberstudienrätinnenlyrik hockt da tatsächlich ein richtiger Dichter, schleudert Sprachtsunamis von Sonne, Sex und Zigaretten aufs Papier, bringt Worte und Bilder zusammen, die sich vorher noch niemals begegnet sind, alles nicht gerade meine Welt - aber eben Welt, Leben, so verdammt viel davon ... Kurz und gut, ich nahm mir seinen Gedichtband "Kometen vom Fass" mit nach Hause, hab ihn inzwischen verschlungen und habe auch die besten Vorsätze, noch etwas darüber zu schreiben. Wenn ich meine Gedanken wieder einigermaßen sortiert habe und weiß, was und wie ich darüber schreiben soll. Falls. Bis dahin erstmal der dringende Rat: Kauft dieses Buch!


Nachtrag:
Meine Rezension zu den "Kometen vom Fass" von Michael Zoch findet ihr hier:
http://www.scifinet....eten-vom-fass/



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Ein Augenblick für Zwei

Geschrieben von Petra , in Lyrik 30 May 2012 · 217 Aufrufe
Lyrik
Erstaunlich, dass sich in jüngster Zeit immer mehr junge Verlage an Lyrik heranwagen. "Ein Augenblick für Zwei", erschienen vor knapp drei Monaten im Verlag Saphir im Stahl, ist eine Anthologie vorwiegend regionaler Autoren aus der Umgebung des im hessischen Bickenbach ansässigen Verlags, zum Teil sogar in Mundart geschrieben.
Herausgeber Erik Schreiber merkt im Vorwort an, zu dieser Sammlung hätten ihn die regelmäßig in der örtlichen Zeitung "Der Bergsträsser" erscheinenden mundartlichen Gedichte inspiriert. Seine Einschätzung des Bandes: "Der Gedichtband 'Ein Augenblick für Zwei' wird sicherlich keinen neuen Dichterfürst hervorbringen. Dafür ist der Band aber ein ausgezeichnetes Beispiel deutschsprachiger Dichtungen und ein lesenswertes Werk von Alltagsliteratur."
Die Themen der Gedichte sind die klassischen Themen der Lyrik: Natur, erfüllte und unerfüllte Liebe, Trennung, Krankheit und Tod; dazwischen - seltener - Alltagsbeobachtungen und humorvolle Verse, die zum neuen Blick auf Vertrautes einladen. Die Anthologie enthält Beiträge von 73 Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren.
Die abgedruckten Werke sind vom Niveau her sehr unterschiedlich, manchmal hakt das Metrum oder es wurde geschrieben nach dem Motto "Reim dich, oder ich fress dich", dann wieder stößt der Leser auf Gedichte, die zum Innehalten und Wieder-Lesen einladen. Das Gedicht "Abschied auf Raten" von Maria Glasmachers etwa, das in schlichten, reimlosen Versen die Beziehung zu einem Demenzkranken schildert, gehört zu den erschütterndsten dieses Buches.
Ein besonderes Juwel sind die Balladen von Attila Böblinger, die etwa in der Mitte des Bandes zu finden sind. Da ist die für Kinder sehr bittere Geschichte vom zahnwehkranken Weihnachtsmann, der immer wieder als Ausrede herhalten muss, wenn der Vater für seine Kinder keine Geschenke bezahlen kann - die Gaben wurden zwar gekauft, damit die Nachbarn etwas zum Sehen hatten, doch an Heilig Abend hat Papa sie längst ins Pfandhaus getragen, und der Weihnachtsmann hat wieder Zahnweh ... Zu Herzen gehend ist die Ballade vom Auto, das statt Viertakt- einmal Zweitakt-Kraftstoff bekam. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier jedes Schräuchen und Hebelchen beschrieben, das Ende der Nockenwelle, der Zylinder, der Ventile, der schwere Kolbenschmerz - einfach unvergleichlich. Von diesem Autor wünscht man sich einen Einzelband.
Sehr gediegen ist die Aufmachung des Buches. Der edle Hardcoverband, der als umfließendes Motiv einen von blühenden Bäumen gesäumten Bach zeigt, über den eine Brücke führt, lässt sich Zeit und bietet den Autoren Raum zum Sich-Entfalten. Die meisten der rund siebzig Dichter konnten zwei, drei oder mehr Gedichte beisteuern, sodass der Leser Gelegenheit hat, sich auf den Tonfall der einzelnen Sprecher einzustellen. Hier wurden nicht möglichst viele hoffnungsvolle Schriftsteller in einer Anthologie zusammengepfercht, um die Auflage möglichst sicher an Onkel und Tanten zu verkaufen.
Wünschenswert wären lediglich noch ein paar Worte zu den Autoren, ihren Biographien und eventuellen weiteren Werken gewesen. Platz hätte sich in dem Buch sicher gefunden, denn der Anhang mit Darstellung des weiteren Verlagsprogramms fiel mit zwölf Seiten sehr umfangreich aus.

Fazit: Eine vielschichtige Sammlung, die sehr interessante Entdeckungen und Begegnungen bietet, gut aufgemacht und lesenswert.


Ein Augenblick für Zwei. Hrsg. v. Erik Schreiber. Bickenbach: Saphir im Stahl, 2012. 208 S., Euro 15,95.


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Lothar Veit: Widerworte

Geschrieben von Petra , in Lyrik 21 January 2011 · 839 Aufrufe
Kollegen, Lothar Veit
"Widerworte" - diesen Titel gab Lothar Veit seinem soeben erschienenen Liederbuch mit modernen geistlichen Liedern. Der Autor, mit dem ich ein halbes Jahr bei der Neuen Deister-Zeitung zusammen gearbeitet habe, ist vielen bekannt durch seine Lieder zu evangelischen Kirchentagen und zu Landesjugendcamps, seine Werke finden sich auch in Beiheften zum evangelischen Gesangbuch, und er war Mitherausgeber des Liederbuchs "Singen, um gehört zu werden".
Die vorliegende Sammlung vereinigt Texte und Kompositionen aus rund 15 Jahren. Manches sind neue Texte zu alten Kirchenliedern, wie etwa "An jedem neuen Morgen" (Melodie von Johann Georg Ebeling, 1666), oft wurden auch Veits Texte von anderen Komponisten wie Ralf Grössler, Klaus Schöbel oder Winfried Heurich vertont, für das Lied "Wer glaubt, wird selig" gibt es eine Melodie von Jochen Arnold, die sich an das uralte evangelische Kampflied "Ein feste Burg" (Martin Luther, 1529) anlehnt.
Das Buch enthält 60 Lieder, gegliedert in die Kapitel "Feiertag", "Alltag", "Kirchentag", "Tagträume" und "Tagesschau". Veit schreibt über Macht und Machtmissbrauch, über Liebe, Tod, Vertrauen und Zweifel. Dabei ist es alles andere als ein weichgespültes Hab-dich-lieb-Christentum, das aus den Versen spricht. "Widerworte", ein Name, der Programm ist: Es ist eine Sammlung, die wider-spricht, die sich widerständig und widerborstig zeigt, die nicht auf der Welle des Zeitgeistes mitsurfen will und sich immer wieder querstellt. "Verlasst euch nicht auf die Bank", "den Staat" und "den Krieg" wird gesungen, aber gefolgt von einem nicht minder deutlichen: "Verlasst euch nicht nur auf Gott".
Da wird schon mal dem dümmlichen Neonazi zugerufen: "Lern erstmal sprechen", da wird gewettert gegen smarte Humankapitalverprasser oder Schreibtischtäter, für die Menschen nichts anderes als eine "Planungszahl im Aktenspind" sind. Da wird bitter gespottet über "Arbeitgeberluxussorgen" und "Marmorschreibtischfachidioten". Wortschöpfungen, die einem trotz des Ernstes und trotz der erschreckenden Haltung solcher Menschen immer wieder ein Schmunzeln entlocken. Aber es ist auch eine Sammlung der stilleren, nachdenklicheren Töne, die eben nicht in "Schunkelfröhlichkeit" ausartet.
Auf jeden Fall ist es ein Büchlein, in das auch Gelegenheitschristen oder Kirchen-Karteileichen durchaus einmal die Nase hineinstecken können. Es sind Texte, die es aushalten, auch ohne die Unterstützung der Musik gelesen zu werden. Oder, wie Fritz Baltruweit in seinem Vorwort schreibt: "Ein Buch, das zu lesen und zu spielen viel Freude macht. Und das in die Tiefen unserer Lebensfragen und unseres Daseins führt."

Lothar Veit: Widerworte. Liederbuch. München: Strube Verlag, 2011. 84 S., Euro 5.


Info:
Lothar Veit, geboren 1973 ein Peine, studierte Literaturwissenschaft, Linguistik und Politikwissenschaft in Braunschweig und Hannover. Er arbeitete ab 1993 als freier Journalist für Zeitungen, Zeitschriften und TV-Redaktionen in Peine, Hamburg und Hannover. 2002 erschien sein Buch "Einsam in der Menge" über den Schriftsteller Wolfgang Koeppen. Von 2003 bis 2004 absolvierte er ein Volontariat in Magdeburg. Seit 2005 lebt und arbeitet er als Redakteur in Hildesheim.


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Gisela Gülpen: Gedanken fliegen

Geschrieben von Petra , in Lyrik 04 November 2010 · 181 Aufrufe
Lyrik, Gisela Gülpen, Haiku
"Gedanken fliegen" von Gisela Gülpen ist eines von den Büchern, die man einfach in die Hand nehmen muss: Der Lyrikband mit rauem, offenbar handgeschöpftem Pappdeckel und der eigenwillig geknoteten Bindung (japanisch, wie die Autorin verriet), das steife, gefaltete Papier, all dies macht das Büchlein zu einem haptischen Erlebnis, lange bevor man zu lesen beginnt und die Gedichte auf sich wirken lässt.
Gisela Gülpen schreibt Haiku, dreizeilige Klanggebilde in der klassischen japanischen Gedichtform mit fünf, sieben und wieder fünf Silben. Ihre Themen sind vor allem Naturschilderungen, wie im traditionellen Haiku üblich. Da ist der Blick auf einen Raben im Schnee, dessen Federn weiß gesprenkelt erscheinen, da ist die Rede von Fährten im Aprilmorgenschee oder von Apfelblüten, die als zartrosa Wolke den Boden bedecken.
Aber auch moderne Technik zieht ein in die harmonischen Naturschilderungen:

"Markierungspunkte
beim Aufstieg bestimmt, nutzlos!
Rückweg per Seilbahn",

heißt es in lakonischer Durchbrechung der Bergwanderromantik. Und beim nassen Laubteppich auf der Straße merkt sie wie auf einem prosaischen Schild der Stadtverwaltung an: "Vorsicht geboten!"
Sehr melancholisch klingt das Eröffnungshaiku, mit dem eine Art Leitmotiv der Sammlung ausgesprochen wird:

"Runder Geburtstag.
Schaue zurück, nicht nach vorn.
Gedanken fliegen."

Ein Gedicht, das mit dem abschließenden Silvestergedicht korrespondiert, sodass der letzte Vers ebenfalls wie der Titel des Büchleins lautet: "Gedanken fliegen."

Fazit: Eine kleine bibliophile Besonderheit mit Gedichten, für die man sich Zeit nehmen sollte.

Gisela Gülpen: Gedanken fliegen. Neue Cranach Presse, 2009. 32 S., Euro 9,95. Auflage: 66 nummerierte und signierte Exemplare.


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Karin Jacob: Gerupfte Engel

Geschrieben von Petra , in Lyrik 07 September 2010 · 614 Aufrufe
Lyrik, Karin Jacob und 1 weitere...
"Kennen Sie das Gefühl, Ihrer Flügel beraubt zu sein?", fragt Karin Jacob im Vorwort zu ihrer Lyrik-Anthologie. "Glauben Sie nicht manchmal auch, Sie könnten ein Engel sein, frei, unabhängig, grenzenlos - wäre da nicht die Welt, die sich Ihnen in den Weg stellt?"
"Gerupfte Engel", so der Titel des Erstlingswerks der jungen Dichterin, erzählt von solchen Wesen: Menschen, die ihre Flügel verloren haben, die Schmerz, Enttäuschung, Verlust erlebten und Wunden mit sich tragen, die sich tief in die Seele hineinfraßen. Mal düster und melancholisch, mal mit kalter, präziser und darum nicht minder betroffen machender Beobachtung geht die Autorin den Verletzungen auf den Grund, erzählt vom Ertrinken im schwarzen, tiefen See ungeweinter Tränen in der Seele eines Freundes, von der Schwarzen Rose unter den Fluten und immer wieder von gefallenen Engeln,

"die Arme
wie Flügel gespreizt
das Lächeln vom Tode fixiert
der Körper
geschunden, misshandelt
ein gefallener Engel
mit Blut im Herzen"

Jacob spricht von Winternächten und Gräbern, von Dunkelheit und Verlust. Aber sie kann auch zornig aufbegehren und dem Menschen, der sich ein Bild von ihr gemacht hat, über den Mund fahren: "Halt doch endlich deinen Mund / und lass mich in Ruhe", schreit es im Gedicht "Scheißegal" aus ihr heraus. Und trotzig begehrt sie auf:

"Ich stampfe so lang mit den Füßen
bis das Podest endlich zerspringst
auf das du mich gern stellst
- siehst du mich jetzt?
es ist mir ehrlich scheißegal"

Reime sind selten in Jacobs Versen, strenge Metren und Silbenzählen sind ihre Sache nicht, zu unmittelbar ist die Wucht, mit der sie dem Leser ihre Verse entgegenschleudert, zu tief die Verletzungen der Seele, die sich unmittelbar auf das Papier zu verbluten scheint.
Gespiegelt und kongenial illustriert werden die fünfzig Gedichte durch fünfzig Schwarzweiß-Fotografien, die von Simone Edelberg auf Münchner Friedhöfen aufgenommen wurden. Engelbilder und Statuen Verstorbener oder Hinterbliebener, Grabsteine und Winterszenen nehmen den elegisch-melancholischen Grundton des Buches auf und verstärken ihn eindrucksvoll. So wird das aufwändig gestaltete Hardcover-Buch zu einem echten Gesamtkunstwerk, das man immer wieder zum Blättern und Innehalten in die Hand nimmt.

Fazit: Ein berührendes Debüt, das den Leser nicht wieder loslässt. Überzeugend und beeindruckend.

Karin Jacob: Gerupfte Engel. Mit Bildern von Simone Edelberg. Hardcover mit Lesebändchen. München: WortKuss Verlag, 2010. 148 S., Euro 24,90.


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Nestis und die verbotene Welle, Juni 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

Eingefügtes Bild

Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

Eingefügtes Bild

Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

Eingefügtes Bild

Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

Eingefügtes Bild


Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

April 2017

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Nächste Lesungen / Termine

Lesungen

 

Sonnabend, 29. April: Lesung aus "Hut ab, Hödeken!" auf dem Conventus Leonis in Braunschweig. Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig. Beginn: 14 Uhr.

 

Sonntag, 30. April: Lesung aus "Nestis und die verbotene Welle" auf dem Conventus Leonis in Braunschweig. Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig. Beginn: 14 Uhr.

 

Sonnabend, 6. Mai: Lesung anlässlich des Abschieds vom Michaeliscafé. Mit weiteren Hildesheimlichen Autoren. Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. 16 bis 16.30 Uhr.

 

Sonnabend, 17. Juni: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Petra Hartmann mit ihrem neuen Kinderbuch "Nestis und die verbotene Welle". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

 

 

Messen, Cons, Büchertische

 

Freitag, 28., bis Sonntag, 30. April: Conventus Leonis in Braunschweig. Ich bin am Sonnabend und Sonntag mit jeweils einer Lesung zu Gast. Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig. Infos s.o.

 

Sonnabend, 13. Mai: Marburg-Con im Bürgerhaus Niederweimar. Ich bin mit einer Lesung dabei. Infos folgen.

 

Donnerstag, 25. Mai 2017: Nürnberger Autorentreffen. Vorträge, Gespräche mit Kollegen und die bekannte Nürnberger Gastfreundlichkeit auf der Kultveranstaltung von Ursula Schmid-Spreer. Natürlich bringe ich ein paar Bücher für den Büchertisch mit. Und vermutlich bin ich bei der abendlichen Lesung (ab ca. 18 Uhr) und der Lesung am Freitagabend mit dabei.

 

Sonnabend und Sonntag, 2. und 3. September: Die HomBuch: Saarländische Buchmesse in Homburg/Saar. Ich bin mit einem Büchertisch vertreten. (Eventuell auch mit einer Lesung). Kulturzentrum Saalbau, Zweibrücker Straße 22, 66424 Homburg. Öffnungszeiten: Sonnabend: 13 – 19 Uhr, Sonntag, 11 – 18 Uhr.

 

Donnerstag, 26., bis Samstag, 28. Oktober 2017: 1. Helgoländer „Lesefestival“. Ich bin voraussichtlich mit einem Büchertisch und einer Lesung aus meinem Helgoland-Märchen "Nestis und der Weihnachtssand" dabei. Infos folgen.

 

 

In Planung:

8. oder 11. Mai: Kant-Lesung mit Eckehard Haase im Stadt-Labor Hildesheim.

 

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

 

Facebook-Autorenseite: https://www.facebook...nPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Termine der Hildesheimlichen Autoren

April

 

Sonnabend, 15. April: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Hans-Jürgen Fischer mit seinem Buch "Sandros Strafe". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

 

 

Mai

 

Sonnabend, 6. Mai: Lesung anlässlich des Abschieds vom Michaeliscafé. Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. 16 bis 16.30 Uhr.

 

Dienstag, 16. Mai: Treffen im StadtLABOR im Café Kunterbunt, Küsthardtstr. 3, 31134 Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.

 

Samstag, 13. Mai und Sonntag, 14. Mai: Die Hildesheimlichen Autoren bei "Babel im Park", Literaturveranstaltung in Hildesheim auf dem alten Marienfriedhof. Installation und Schreibcafé. An beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr. (Aufbau: Freitag ab 13 Uhr.)

 

Sonnabend, 20. Mai: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Bernward Schneider mit seinem neuen Buch "Der Teufel des Westens". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

 

 

Juni

 

Sonnabend, 17. Juni: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Petra Hartmann mit ihrem neuen Kinderbuch "Nestis und die verbotene Welle". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

 

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. In Vorbereitung.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

Angehängtes Bild: Cover_falkenfruehling.jpg

Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

Angehängtes Bild: dieletztefalkin2.jpg

Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
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Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
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Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
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Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
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WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
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Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
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Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
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Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
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"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
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Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
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"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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