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PetraHartmann



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Bericht über Bennigser "Freiheitsschwingen"-Lesung

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 17 September 2016 · 282 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Bennigsen und 3 weitere...
Gestern war ich mit meinem Roman "Freiheitsschwingen" beim Förderverein Rudolf von Bennigsen (RvB) zu Gast. Die Lesung hat mir - und wohl auch den Zuhörern - sehr viel Spaß gemacht. Einen kleinen Eindruck von dem Abend vermittelt der Artikel, den Karlfried Rose über die Veranstaltung veröffentlicht hat. Es habe sich um einen "bravourösen Vortrag" und eine "wunderbare Lesung" gehandelt, schreibt er. (Wollte ich ja nur mal erwähnt haben.) Hier sein Bericht:

Petra Hartmann liest aus ihrem historischen Roman „Freiheitsschwingen“

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In der Reihe „Literatur im Bahnhof“ war Frau Hartmann am 16.09.2016 wohl schon zum sechsten Mal in der Rudolf-von-Bennigsen-Bibliothek zu Gast. Im letzten Jahr hatte sie die Zuhörerinnen und Zuhörer mit ihrem Krimi „Schlagzeile“ gegeistert, der im Zeitungsmilieu spielte, und in den sie ihre in Springe als Lokalredakteurin gemachten Erfahrungen mit einfließen ließ.

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Dieses Mal las sie Sequenzen aus ihrem historischen Roman „Freiheitsschwingen“, der im Deutschland der frühen 1830er Jahre spielte, in einer Ära der Restauration nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon, einem Staatsgebilde, dass in nahezu 40 Staaten aufgesplittert war. Die Landesfürsten wollten nichts mehr wissen von den Versprechungen, die sie ihren Untertanen in der Not gemacht hatten, und unterdrückten brutal alle Bestrebungen nach Freiheit, Einheit und Demokratie. An dem Schicksal einer jungen Bürgerstochter aus wohlbehütetem Elternhause, die sich gegen die gesellschaftlichen Zwänge zur Wehr setzt und dadurch in Gefahr gerät, schildert Frau Hartmann die Epoche nach dem Hambacher Fest, der ersten gesamtdeutschen Manifestation des Wunsches nach demokratischen Zuständen und nach einem vereinigten deutschen Vaterland.

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Petra Hartmann gelang es durch ihren bravurösen Vortrag, dieses schicksalhafte Geschehen für alle Anwesenden lebendig werden zu lassen, die ihr anschließend mit ganz herzlichem Applaus dankten. Aus ihren Antworten auf anschließende Fragen der Gäste zum geschichtlichen Hintergrund des Romans wurde deutlich, dass sie die Hauptfiguren und viele der geschilderten Vorgänge nicht frei erfunden hatte, sondern hierfür etliche historische Zeugnisse ausgewertet hatte.

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Nachdem Karlfried Rose als 2. Vorsitzender des Fördervereins Rudolf von Bennigsen ihr für ihre wunderbare Lesung und auch für ihre Bereitschaft, diesen Termin kurzentschlossen zu übernehmen, gedankt hatte, überreichte ihr Hartmut Rieck in der ihm eigenen Art eine vom ihm speziell ausgesuchte Flasche Rotwein, natürlich mit einer kurzen Würdigung des leckeren Tropfens. Anschließend war auch Gelegenheit, Bücher von Frau Hartmann käuflich zu erwerben, auf Wunsch natürlich auch mit persönlicher Widmung.




Den Original-Artikel findet ihr hier:
http://www.rvb-bennigsen.de/Archiv/


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Wie mein Vater das Hambacher Fest als Vorstufe des BAFöG entdeckte

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 14 January 2016 · 389 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 2 weitere...
Ein weiteres Dokument zur Entstehungsgeschichte meines historischen Romans "Freiheitsschwingen". Diesmal nicht aus meiner Feder, sondern ein Erbstück meines Vaters, Wilfried Hartmann.
Das Hambacher Fest hatte mich während meines Studiums stark beschäftigt. Ich erinnere mich noch an die langen Gespräche auf Autobahnfahrten und Segeltörns, die ich mit meinem Vater über die Vormärz-Liberalen führte. Immer wieder lud ich meine Bücher bei ihm ab und sagte: "Lies das mal." Und immer wieder war ich überrascht, wie sich die Texte veränderten, wenn er "seine" Themen darin wiederfand. Ich las mit den Augen des Literaturwissenschaftlers, suchte die Grundlagen, auf denen die Werke Heinrich Heines, Ludwig Börnes und Theodor Mundts entstanden waren. Er las mit den Augen des Dozenten in der Erwachsenenbildung, der Vorläufer für das "duale Ausbildungssystem" der Bundesrepublik fand und sich damals intensiv mit der Neufassung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) befasste.
Als ich an meiner Doktararbeit schrieb, las mein Vater ebenfalls begeistert mit. Und beschloss endlich, auch eine zu verfassen. Ein Doktorvater war bald gefunden, ein Thema auch. Leider kam es dann anders. Aber den Anfang möchte ich euch heute vorstellen. Einen Text, aus dem ich gelernt habe, dass Wirth, einer der beiden Initiatoren des Hambacher Festes, durchaus auch als Vorkämpfer der bundesdeutschen Gesetze BBiG (Berufsbildungsgesetz), BAFöG (Bundes-Ausbildungs-Förderungs-Gesetz) und AFG (Arbeitsförderungsgesetz) gelten kann.

Hier also ein Auszug aus:
"Die Rolle des betrieblichen Ausbilders in einer handlungsorientierten Berufsbildung. Von den Lernzielen der Einzelfächer des Rahmenstoffplanes zu den fächerintegrierenden Handlungssituationen der Berufspraxis"

Dissertationsprojekt von Wilfried Hartmann


In Deutschland gilt das Hambacher Fest von 1832 als wohl die wichtigste revolutionäre Erhebung der deutschen Bürger, neben der Nationalversammlung von 1848 in der Frankfurter Paulskirche, auf ihrem Weg zu einem demokratischen Staat. Fast in Vergessenheit geraten ist die Tatsache, daß es in Hambach nicht nur um die Freiheit der Deutschen, sondern auch um die Freiheit der Polen ging. Polnische Freiheitskämpfer wurden jubelnd empfangen. Neben der deutschen wehte die polnische Fahne. Ziel der Hambacher Demokraten war es, beide Nationen vom Joch der Unterdrückung zu befreien.

Einer beiden Hauptinitiatoren der Journalist Johann Georg August Wirth verfaßte nach dem Fest seine sechs „ewigen Gesetze“ 1, die heute sicherlich kleinbürgerlich und auch nicht ewig erscheinen. Trotzdem soll hier aus dem zweiten Gesetz zitiert werden, da es sich mit der Bildung der Bürger beschäftigt und der Zusammenhang von Bildung und Wohlstand erkannt wird:

"...
Die innere Regelung der sozialen Bande oder die Organisation des Staates im eigentlichen Sinne des Wortes ist dagegen positiver Natur - Glück schaffend. Diese innere und eigentliche Regelung der Staatsorganisation ... steht in der organischen Verknüpfung der Kräfte aller Gesellschaftsmitglieder zur Förderung der materiellen Wohlfahrt und der geistigen Bildung aller und zur Erstrebung der höheren Zwecke der Menschheit. Sie äußert sich unter anderen hauptsächlich darin:

a.) daß jedem Mitglied der Gesellschaft, ohne irgend eine Ausnahme, zu materiellem Wohlstande, menschlicher Würde, bürgerlicher Ehre und geistiger Bildung nicht nur gleiche Rechte verbürgt sind, sondern auch in Ermangelung eigenen Vermögens die äußern Hilfsmittel zur Aneignung und zum Genusse dieser Zustände von der Gesellschaft selbst verschafft werden;

b.) daß daher ein jedes Mitglied ohne irgend eine Ausnahme in Ermangelung eigener Mittel auf Kosten der Gesellschaft bis zum erlangten Bewußtsein der göttlichen Natur seines Geistes erzogen und gebildet wird ...

c.) ...

d.) daß die also gebildeten und ermunterten Staatsangehörigen, ohne alle Ausnahme, in Ermangelung eigenen Vermögens von der Gesellschaft in den Stand gesetzt werden, die Mittel zur Befriedigung ihrer körperlichen und geistigen Bedürfnisse, ohne ungewöhnliche Mühseligkeit, schon bei mäßiger Arbeit und vernünftiger Ökonomie in dem Maße zu erwerben, daß sie auch noch Zeit und Hilfsquellen zur geistigen Fortbildung besitzen und beruhigende Aussicht auf stufenweise Verbesserung der Vermögensumstände genießen;
..."

Nach Johann Georg August Wirth muß ein Staat „Glück schaffen“ und seine Organisation so gestalten, daß jedem Menschen die notwendigen Chancen sich eröffnen. Dies soll nach Wirth so geschehen, daß allen Staatsbürgern materieller Wohlstand, menschliche Würde, bürgerliche Ehre und geistige Bildung zugesichert wird. Dort wo das eigene Vermögen nicht ausreicht oder wo eigenes Vermögen fehlt, ist dieser Prozeß auf Kosten der Gesellschaft durchzuführen. Eine Vorstellung, die seit 1945 in der Bundesrepublik Deutschland konsequent verfolgt wurde:

Der Besuch aller Schulen ist im Regelfall kostenlos.
Auszubildende in der beruflichen Ausbildung erhalten eine Vergütung (Lohn)[1].
Studenten bekommen Fördergelder während des Studiums[2].
Bei Bildungsgängen an Privatschulen übernimmt der Staat das Schulgeld[3].
Die berufliche Erwachsenenbildung wird durch die Bundesanstalt für Arbeit finanziert.Hier erhalten die Teilnehmer die Kosten für den Schulbesuch (Schulgeld einschl. Bücher), Fahrkosten zum Besuch der Bildungsstätte und ein Unterhaltsgeld zum Bestreiten ihres persönlichen Lebensunterhalts[4].

Genau wie Wirth geht die Bundesrepublik davon aus, daß Wohlstand nur durch ausreichende Bildung der Gesamtbevölkerung zu erreichen sei.

Wie sehr sich der Bildungsgedanke mit dem Demokratiegedanken in Deutschland verbindet, ist durch zahlreiche Schriften zu belegen. Exemplarisch sollen hier nur die „Reden an die Deutsche Nation“ von Johann Gottlieb Fichte[5] genannt sein. Der Erziehungsgedanke in diesen Reden ist die tragende Idee in seiner gedachten deutschen Nation.

Alle politisch ernst zu nehmenden Parteien der Bundesrepublik verpflichten sich der Bildung. Besonders die Berufsbildung wird zunehmend als wichtigste Grundlage für eine selbständige Lebensführung begriffen und gefördert. So beschreibt, z. B . die Freie Demokratische Partei (F.D.P.) Bildung als Bürgerrecht[6]:

"Die freie Entfaltung der Persönlichkeit muß durch Vielfalt in der Bildung und die gerechte Chance zur Entwicklung individueller Neigung und Begabung unterstützt werden.

Bildung ist ein Wert an sich. Sie ist Bürgerrecht und Aufstiegschance zugleich. Nicht nur formale Wissensvermittlung und Ausbildung, sondern ebenso Erziehung zur Freiheit, Toleranz und Selbstverantwortung, zu Kreativität und demokratischem Verhalten ist das liberale Bildungsziel.
..."

Zur beruflichen Bildung wird ausgeführt:

"Die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung ist noch keineswegs erreicht. Gerade die Sicherung der Ausbildungschancen für den jungen Menschen erfordert eine Verbesserung und Aufwertung der beruflichen Bildung. Ebenso muß angesichts des Vordringens neuer Technologien für jeden die Chance eröffnet werden, an einer qualifizierten allgemeinen, beruflichen und innerbetrieblichen Weiterbildung teilzunehmen."

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[1] Berufssbildungsgesetz (BBIG)

[2] Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG)

[3] nach Gesetzen der einzelnen Bundesländer

[4] Arbeitsförderungsgesetz (AFG)

[5] Fichte, Johann Gottlieb, Reden an die Nation, Hamburg,1978

[6] F.D.P., DAS LIBERALE MANIFEST, Bonn, 1985



Mehr zum Hintergrund der "Freiheitsschwingen":
Das Hambacher Fest - Notizen zur Magisterprüfung
Theodor Mundt, die Madonna und die geplatzte Vorlesung


© Petra Hartmann


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"Freiheitsschwingen" jetzt auf Youtube

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 24 November 2015 · 231 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Tonkuhle und 1 weitere...
Die Radiosendung über meinen Roman "Freiheitsschwingen" könnt ihr jetzt auch online nachhören. Jens Volling, der Radiobeauftragte der Hildesheimlichen Autiren, hat die Novemberausgabe von "High Noon" (Radio Tonkuhle) auf Youtube eingestellt:



Viel Vergnügen damit!


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Freiheitsschwingen: Theodor Mundt, die Madonna und die geplatzte Vorlesung

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 26 September 2015 · 666 Aufrufe
Junges Deutschland, Vormärz und 3 weitere...
Ein weiteres Dokument zur Entstehung meines Romans "Freiheitsschwingen": Es geht um den Schriftsteller Theodor Mundt und seine geplatzte Antrittsvorlesung, die in den "Freiheitsschwingen" eine kleine, aber wichtige Rolle spielt. Meine Heldin ist Augenzeugin, als Mundts Universitätskarriere vor dem Start beendet wird. Hier ein Text, in dem ich die Hintergründe anhand seines Buchs "Madonna" näher untersucht habe.
Vor einigen Jahren habe ich ein paar Vorträge über Zensur zur Zeit des Vormärz und des Jungen Deutschlands gehalten und mich dabei vor allem auf Theodor Mundt und seinen Roman "Madonna" fokussiert. Erstmals habe ich über Mundts "Madonna" im "Literarischen Salon" an der Uni Hannover gesprochen, das war 1991, und ich versuchte damals, meine Kommilitonen für "Die beiden spannendsten Jahre im Leben Theodor Mundts" zu begeistern. Später hielt ich meinen Mundt-Vortrag, jeweils in überarbeiteter Form, zweimal beim Förderverein Rudolf von Bennigsen. Teile davon sind auch in meine Doktorarbeit eingeflosssen, die 2003 unter dem Titel "Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll" veröffentlicht wurden.

Hier also mein Mundt-Vortrag aus den "Nuller Jahren" in der bislang letzten Form und noch in alter deutscher Rechtschreibung. Viel Vergnügen damit!

"Ich will mir selbst etwas blasen! Jetzt fange ich an, es zu glauben, daß von einer allgemeinen Tonlosigkeit dies unser Zeitalter ergriffen sein muß, denn auch die deutschen Postillons lassen jetzt ihr schmetterndes Mundstück ungenutzt und schläfrig herunterhängen, und jeder sagt mir mißmuthig, ihm sei das Horn verstopft. Auf meiner ganzen Reise durch Deutschland habe ich noch keinen vernünftigen Schwager gehabt, der mir und dem lauschenden Waldecho ein lustiges herzerfrischendes Trarara! Trara! Trara! zum Besten gegeben hätte. Ihnen ist das Horn verstopft. Und ein Postillon ist doch kein deutscher Schriftsteller. Wovor fürchten sich denn die Postillons? Ist es die Censur? Sind es die großen demagogischen Untersuchungen? Mein Gott, ich will mir selbst etwas blasen!"
(Theodor Mundt: Madonna. Unterhaltungen mit einer Heiligen. Leipzig, 1835. S. 1.)

Der junge Mann, der hier so fröhlich auf dem Postwagen sitzt und ins Horn stößt, ahnt nicht, dass diese „Posthornsymphonie“ ihm wenige Monate später seine Universitätskarriere ruinieren wird. Und er weiß auch noch nicht, dass ihn der Deutsche Bundestag für das Buch, aus dem diese Sätze stammen, zum verbotenen Schriftsteller erklären wird, der nie wieder in seinem Leben einen Text veröffentlichen darf.

„Wie bitte?“ werden Sie fragen. „Ein harmloses, etwas überspannt klingendes Trarara vom durch die Lande rumpelnden Postwagen herabgeschmettert – dafür kann man doch nicht verboten werden.“

Aber wir schreiben das Jahr 1835, der Mann mit dem Posthorn ist der Schriftsteller Theodor Mundt, und der deutsche Bundestag hatte zu dieser Zeit nur den Namen mit dem Gremium gemein, das wir heutzutage als Bundestag bezeichnen.
Theodor Mundt hatte geschrieben: „Wovor fürchten sich denn die Postillons? Ist es die Censur?“ Es gab im Jahr 1835 keine harmlosen Sätze, die das Wort „Censur“ enthielten. Der junge Reiseschriftsteller hatte den Namen des Teufels ausgesprochen – und er kam.

*


Theodor Mundt, Jahrgang 1808, wuchs auf in einer Zeit, die wir heute als „Vormärz“ bezeichnen. Also in den Jahrzehnten vor der so genannten Märzrevolution des Jahres 1848, nach der in der Frankfurter Paulskirche erstmals ein frei gewähltes deutsches Parlament zusammentrat. Im Paulskirchenparlament 1848/49 wurden für die Bewohner der deutschen Staaten auch die Grundrechte formuliert. Rechte, wie sie uns heute selbstverständlich vorkommen. Darunter das Recht auf die Gleichheit vor dem Gestz und vor allem das Recht, die eigene Meinung frei zu äußern und sie in Wort und Schrift zu veröffentlichen.

Zu der Zeit, als Theodor Mundts Reiseroman „Madonna“ erschien, konnten die deutschen Schriftsteller und Journalisten von unser heutigen Meinungs- und Pressefreiheit nur träumen. Sie konnten auch von einem Staat namens „Deutschland nur träumen, denn statt eines einheitlichen Staatsgebildes gab es auf der damaligen Landkarte einen bunten Flickenteppich aus knapp 40 mehr oder weniger bedeutenden Kleinstaaten, von denen nur Preußen und Österreich als die beiden größten und vielleicht noch Bayern und Hannover überhaupt ein gewisses außenpolitisches Gewicht hatten.
Fast allen diesen Staaten aber war gemeinsam, dass sie von einem König oder Fürsten mehr oder weniger autoritär regiert wurden und dass der gemeine Mann in der Politik nichts zu melden hatte. Kritik am Herrscher war tabu, Kritik an der Kirche ebenfalls, der Bürger hatte seine Steuern zu zahlen und ansonsten die Klappe zu halten.
Allen diesen kleinen souveränen und zum Teil absolutistisch regierten Ländern war noch etwas weiteres gemeinsam: Sie besaßen eine „Zensurbehörde“. Das war ein Amt, in dem jeder, der etwas drucken lassen wollte, sein Werk vorzuzeigen hatte und um Genehmigung bitten musste.





*


Das Institut der Zensur ist schon sehr alt in den deutschen Ländern. Doch seit 1819 sind die Karlsbader Beschlüsse in Kraft, die den Umgang der Behörde mit Druckerzeugnissen extrem verschärft haben.
Das Amt für Zensur hatte sich auch beileibe nicht nur mit politischen Schriften auseinander zu setzen, die möglicherweise den herrschenden Fürstenhaus unbequem sein könnten. Sondern es ging wirklich um alles, was in die Druckerpresse sollte: Chinesische Grammatiken, Liebesromane, Eintrittsbillets, Fahrkarten, Skatblätter, Speisepläne, Gebrausanweisungen, Fahrpläne, Anatomische Lehrbücher, gedruckte Einladungen oder Glückwunschkarten, Lyrikbände, Homerübersetzungen, Bastelbögen, Reiseführer, Lexika, Adressenverzeichnisse, Stadtpläne ... Und der Beamte nahm dann seinen Rotstift und strich alles irgendwie missliebige aus. Im Druck standen dann meist an den Stellen Gedankenstriche.
Gestrichen wurden dabei: Politisch anstößiges, Erotisches, kritische Bemerkungen über die Kirche oder die Religion, persönliche Beleidigungen und meistens auch alle Äußerungen über die Einrichtung der Zensur selbst.
Wozu das alles? Nun, seit der Französischen Revolution von 1789 ging die Angst um unter den Herrschern. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass das Volk auf die Idee kam zu rebellieren. Und gerade erst – im Jahr 1832 – hatte es im Nachbarland Frankreich mit der Julirevolution eine Neuauflage von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit gegeben. Die Regierungen waren also hypernervös, die Zensoren in Alarmstimmung, und die jungen Schriftsteller freiheitsbegeistert und ständig dabei, ihre Grenzen auszutesten.

Ein Schlupfloch gab es, der Vorzensur zu entkommen: Von der Pflicht, sein Buch dem Zensor vorzulegen, war der Auto entbunden, wenn seine Schrift mehr als 20 Druckbogen umfasste. Ein Druckbogen sind 16 Seiten. Wer also ein Buch mit mehr als 320 Seiten schrieb, der konnte darin zunächst einmal alles sagen, was er wollte. Er durfte über Freiheit schreiben, über Wahlrecht, über die Gleichberechtigung der Frauen und Juden, über die Verschwendungssucht seines Landesherrn, über ungerechte Gesetze, über Sex, es war der Behörde egal. Jenseits der 320-Seiten-Schallmauer lag die große Meinungsfreiheit.

„Man verbietet, mit Schrot zu schießen, aber man erlaubt das Schießen mit Kanonen“, spottete der Journalist und Schriftsteller Ludwig Börne. Aber aus der Sicht der Behörden war diese Regel durchaus sinnvoll und logisch.
Ein Flugblatt war gefährlich. Ein dünnes politisches Programm. Eine kleine Kampfschrift gegen eine neue Steuer. Da kann es schnell passieren, dass die Volksseele überkocht, und plötzlich finden sich ein paar Weber, Bauern und Fischhändlerinnen zusammen und spielen Französische Revolution. Aber, du liebe Zeit, wer liest denn schon 320 Seiten dicke Bücher? Ein paar verstaubte Professoren und Studierstubengelehrte, die sitzen dann einsam sechs Treppen hoch in ihrer einsamen Spitzweg-Dachkammer, und wenn sie nach der Lektüre des Buches ganz doll erregt sind, dann setzen sie sich hin und schreiben ein neues Buch, das erscheint dann ein bis zwei Jahre später und hat ebenfalls mehr als 320 Seiten. Aber von solchen harmlosen, weltfremden Spinnern macht natürlich niemand eine Revolution. Gefährlich war allein die Masse. Und deren Lektüre wurde kontrolliert. Das hat seit 1819 auch recht gut funktioniert.

Bis zu dem Zeitpunkt, als eine neue Dichtergeneration die Augen aufschlug. Heinrich Heine stieg am Literaturhimmel auf, in Frankfurt machte der Journalist Ludwig Börne von sich reden. Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Ludolf Wienbarg und Theodor Mundt, die man später in Literaturgeschichten unter dem Namen „Das junge Deutschland“ zusammenfassen wird, machten eine Entdeckung: Sie fanden heraus, wie man auch ganz normale und weniger gebildete, also weniger kleidensfähige Leser über 320 Seiten bei der Stange hält.
Sie entwickelten einen völlig neuen Schreibstil, spickten ihre Texte mit Wortspielen, kühnen Metaphern und witzigen Anekdoten, schoben zwischenzwei kurzen politischen Absätzen mal eben eine fast pornografische Liebesszene ein und – was die Behörden bis zur Weißglut reizte – sie begannen, mit der Zensur zu spielen.

Plötzlich ist es nicht mehr nur ein pflichtbewusster Beamter, der Wörter und Sätze ausstreicht. Plötzlich setzen die Autoren selbst an den spannendsten Stellen ihre eigenen schwarzen Zensurlücken-Gedankenstriche und nehmen die Arbeit der Behörde ironisch vorweg. Einen der einprägsamsten Texte über das Thema Literaturzensur hat Heinrich Heine im 12. Kapitel von „Ideen. Das Buch le Grand“ geschrieben:

Die deutschen Zensoren - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Dummköpfe - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - .

Ludwig Börne, der seine Kritik an den politischen Zuständen in Theaterkritiken zwischen den Zeilen ins Publikum schmuggelte, oder doppeldeutige Buchbesprechungen verfasste, schrieb in einer Rezension eines politischen Buches zum Beispiel frech: „Dass dieses Buch gut ist, kann ich leichter behaupten als beweisen. Denn das Buch hat mehr als 20 Bogen – und meine Zeitschrift weniger."

Können Sie sich einen triumphierenderen Titel vorstellen als den Namen, den Georg Herwegh für eine Aufsatzsammlung fand: „21 Bogen aus der Schweiz“? Mehr Freiheit auf einem Buchdeckel anzukündigen ist eigentlich kaum möglich.





*


Als Theodor Mundt Anfang im Sommer 1835 seinen Roman „Madonna. Unterhaltungen mit einer Heiligen“ veröffentlichte, waren die Behörden bereits extrem gereizt. Sie witterten ein Komplott der Schriftsteller. Und der junge Theodor Mundt, der bereits durch einige politische Schriften von sich reden gemacht hatte, was ein Autor, auf den sie ein besonderes Augenmerk gerichtet hatten.

Mundts Buch ist 436 Seiten dick, musste also vor dem Druck nicht durch die Zensur. Aber was genau ist das eigentlich für ein Buch, und mit welcher Technik hält Mundt seine Leser wach?
Modern gesprochen betreibt Mundt „Literarisches Zapping“. Der äußere Rahmen ist eine Reisebeschreibung. Ein namentlich nicht genannter Ich-Erzähler ist unterwegs nach Prag und schildert seine Reiseeindrücke. Die Reisebeschreibung war ein beliebtes Genre der jungdeutschen Schriftsteller. Schließlich kann man unterwegs über Gott und die Welt plaudern und so ziemlich jedes Thema anschneiden. Und so ist auch Mundts Buch eher ein Literatur-Mix. Es finden sich darin eine Liebesgeschichte, mehrere Briefe mit Kunstschilderungen und Geschichtstheorien, eine historische Novelle, Angriffe auf Kirche, Adel und auf eine verklemmte Sexualmoral, ein Loblied auf Casanova und eine Literaturtheorie des „Nicht-Romans“.

Im Nachwort schreibt Mundt daher mit gespielt biederer Philologenverzweiflung:

"Und ihr Richter, wie wollt ihr dies Buch taufen, da es doch nun einmal ein christlich erzeugtes Buch ist, und als solches, wie jedes gute Kind, Namen und Taufe zu erhalten verdient? Wollt ihr ihm die Nothtaufe eines Romans geben, es mit dem Unschuldsnamen der Novelle benennen? Helft mir bei Zeiten aus dieser Verlegenheit da der Setzer stündlich auf das Titelblatt wartet! Oder besser, wir zerbrechen uns lieber alle durchaus nicht den Kopf damit. Ich erkläre mit feierlicher Resignation, daß es eigentlich gar kein Buch ist, das ich herausgebe, sondern bloß ein, Stück Leben, das sich, wie Schlangenhäutung, auf diesen zerstreuten Blättern abgelöst hat. Macht also nicht so viele Umstände mit einem Stück Leben! Seht zu, ob ihr es brauchen könnt, ob nicht, und taugt es euch zu keinem Dinge, so laßt es laufen, wie einen jungen Menschen, mit dem sich vor der Hand noch nichts Solides anfangen läßt. Laßt es laufen, laßt es laufen! Es läuft gern, denn es liebt die Bewegung!
Ja, wollt ihr ihm durchaus einen Büchernamen geben, so nennt es ein Buch der Bewegung! Nicht bloß, weil es der vagabundirende Verfasser auf Reisen geschrieben hat, sondern weil wirklich alle Schriften, die unter der Atmosphäre dieser Zeit geboren werden, wie Reisebücher, Wanderbücher, Bewegungsbücher aussehen. Die neueste Aesthetik wird sich daher gewöhnen müssen, diesen Terminus ordentlich in Form Rechtens in ihre Theorieen und Systeme aufzunehmen. Die Zeit befindet sich auf Reisen, sie hat große Wanderungen vor, und holt aus, als wollte sie noch unermeßliche Berge überschreiten, ehe sie wieder Hütten bauen wird in der Ruhe eines glücklichen Thals. Noch gar nicht absehen lassen sich die Schritte ihrer befriedigungslosen Bewegung, wohin sie dieselben endlich tragen wird, und wir Alle setzen unser Leben ein an ihre Bewegung, die von Zukunft trunken scheint. Und daher das Unvollendete dieser Bewegungsbücher, weil sie noch bloß von Zukunft trunken sind, und keiner Gegenwart voll!"

(Theodor Mundt: Madonna. S. 433f)





*


Werfen wir noch einige weitere in das Buch „Madonna“. Das Eingangskapitel, die „Posthornsymphonie“ hatten wir bereits gestreift. Es folgt eine Beschreibung des böhmischen Landes, allerdings unter der Maßgabe: „Schöne Gegenden werde ich nie beschreiben – die Zeit und ich, wir sind zu unruhig dazu.“
Es soll um Menschen gehen, um Politik, Geschichte und Lebensphilosophie. Daher ist auch anlässlich eines Besuches auf dem Schloss Dux eine lange Laudatio auf Casanova und seine Lebensweise eingefügt, die allein schon jedem Zensor die Schamesröte in die Bleistiftspitze treiben konnte. Und dann, endlich, begegnen wir der Titelfigur, dem böhmischen Mädchen Maria, vom Reiseschriftsteller als eine „weltliche Heilige“ bezeichnet.
Maria ist fromm, sehr fromm. Aber zugleich auch voller Weltliebe. Von ihrem Vater, einem bigotten alten Schulmeister unterdrückt und an religiöse Formen gefesselt, versauert sie hinter den böhmischen Bergen und träumt von der Welt. Maria und der Reiseschriftsteller schließen, da sie sich von Anfang an als verwandte Seelen erkennen, einen Pakt. Der Schriftsteller schreibt ihr Briefe von seinen Fahrten, und Maria bittet ihn ausdrücklich darum, ihr von der Welt zu schreiben und ihr auch die verbotenen Stellen darin mit sympathetischer Tinte zu zeichnen.

Hier mal eine der „verbotenen Stellen“, Mundt spielt mit der Betonung des Wortes "Damals“:

"Denn diese Mächte [Preußen und Österreich, P.H.] hatten schon nach der Schlacht bei Culm am 30. August 1813 ihre Hauptquartiere nacht Teplitz verlegt, um es für die vielen Bedrängnisse, welche diese Stadt erlitten, zu entschädigen, und unterzeichneten im September desselben Jahres jene Allianz-Tractate, die damals für die Befreiung Deutschlands von so großen Folgen wurden. Und ich bin wahrhaftig unschuldig daran, wenn hier jemand einfallen sollte, den Ton auf Damals zu legen. Was in aller Welt geht mich die Betonung meiner Sätze an. In diesem accentlosen deutschen Leben habe ich längst den Muth verloren, auf die rechte Stelle den Ton zu setzen, wo ich wohl möchte. Die Lehre, mit Accent und Nachdruck zu sprechen, ist eine gefährliche Wissenschaft, und sie wird Einem abgewöhnt in der Spießbürgerprosa unserer Redefreiheit. Ein mattes Leben, seine Aussprache ohne Accente! Da kann kein Schulmeister helfen!"
(Madonna, S. 154f)

Maria schickt ihm im Gegenzug ihre Lebensgeschichte. Und während sie von ihm aus Prag drei Briefe mit dem zensorenalarmierenden Titel „Katholizismus, Legitimität, Wiedereinsetzung des Fleisches“ erhält, schickt sie ihm im Tausch die „Bekenntnisse einer weltlichen Seele“.

"So wenig hat wohl nie ein Kind von sich selbst gewußt, als ich bis in mein neuntes Jahr. Frühere Erinnerungen sind mir fast gar nicht übrig geblieben, und nur eines einzigen bestimmten Gefühls erinnere ich mich sehr deutlich. Dies war, daß mich Vater und Mutter gar nicht liebten, und mir nie ein Vergnügen machten. Und noch eine Aeußerung ist mir im Gedächtniß geblieben, denn welches Mädchen würde so etwas nicht behalten? Nämlich, daß einst der Pfarrer uneres Orts sagte, er habe noch nie ein Kind so hübsch lachen gesehn, wie mich. Es ist seltsam, daß manches Wort, das wir als Kind in der ungewissen Dämmerung unserer Sinne nur wie aus weiter Ferne über uns hören, wie ein Blitz in uns einschlägt, und, ich glaube, noch auf dem Sterbebette uns wieder einfallen kann. Diese Aeußerung, daß ich hübsch lachen konnte, habe ich nie vergessen. Ich muß also doch schon auf meine eigene Hand viel gelacht haben, ungeachtet mir meine harten Eltern nie Vergnügen machten. Aber der freundliche Pfarrherr schenkte mir auch ein Rothkehlchen, das ich sehr lieb hatte, mit dem ich viel sprach und mich freute. Es durfte auch nicht oft aus der Stube gehen, sowie ich, und mußte sich in seinen jungen Tagen damit abgeben, Fliegen zu fangen, sowie ich Sorgen. Ich half ihm redlich Fliegen fangen, und es half mir seinerseits, durch seine possirlichen Sprünge, über die ich herzlich lachen mußte, mir die Sorgen zu verscheuchen. Nur die Dummheit konnte ich ihm nie vergeben, daß er sich die Flügel hatte stutzen lassen, und wenn ich ihn mir auf die Hand stellte, und ihn vor mir aufrichtete, setzte ich ihn ordentlich deshalb zur Rede. Hätte ich Flügel, dachte ich, nie sollten sie mir die stutzen. Ich flöge gerade mitten ins Leben hinein, über alle die finstern böhmischen Berge hinweg, hinter denen ich geboren bin. Aber das Rothkehlchen wetzte sich den Schnabel, und schien sich mit seinen grellen närrischen Augen über mich lustig zu machen.
Ich hatte, ich weiß nicht mehr wo, etwas vom Leben gehört oder in meiner Bilderfibel gelesen, denn ich konnte schon lesen. Ich stellte mir unter diesem räthselhaften Worte etwas vor, das weder in meinem böhmischen Dorfe zu Hause ist, noch von dem Vater oder Mutter eine Ahnung hätten. Etwas ganz außerordentlich Liebreiches und Angenehmes, das hinter den Bergen zu haben wäre. Nie ging ich ins Bett, ohne beim Abendgebet daran zu denken, und jedesmal bat ich den lieben Gott von ganzem Herzen um Leben. So that ich in meinem thörichten Sinn auch beim Morgengebet. Mein Vater durfte nichts davon wissen, weil er mich sonst geschlagen hätte. Freilich wußte ich auch selbst nicht, um was ich bat, aber es war mir doch unbeschreiblich süß, immer auf ein so ahnungsvolles Wort meine Hoffnung zu setzen. Es war wie eine geheime Liebschaft, welche die Kinderseele mit der Zukunft führte, und oft jauchzte es in mir auf, wenn ich mir lebhaft vorstellte, was Alles hinter den Bergen sein müsse. Entweder hinter dem großen Milleschauer oder dem ernsten Erzgebirge dachte ich mir das Leben verborgen. Ich stand oft stundenlang, und wartete ab, bis die Sonnenscheibe hinter diesen Berggipfeln untersank.
So stand ich auch einstmals am Fenster, als ich plötzlich hinter mir die Worte hörte, daß ich nach Dresden solle. Ich sah mich erschrocken um, und die Thränen stürzten mir vor Ueberraschung aus den Augen. Der Vater hatte einen Brief in der Hand, und die Mutter sah ihm, mit lang vorgestrecktem Hals, lesend über die Schulter. Endlich erfuhr ich, daß eine reiche Tante in Dresden mich als ihr Kind anzunehmen wünsche, und daß sich nichts Vortheilhafteres für mein Glück finden lassen könne. Ich hörte zum ersten Mal etwas von Dresden, und fragte, indem alle Sehnsucht in mir losbrach, ob es hinter dem Milleschauer liege, wo auch das Leben sei? Dann wolle ich mit Freuden hingehn. Ich wurde über meinen Vorwitz ausgescholten, und nur die Mutter, die etwas milder war, lächelte, und nahm mich auf den Schooß, und machte mir die Zöpfchen zurecht, damit ich hübsch aussähe, wann ich nach Dresden käme. Der Vater ging aus dem Zimmer, um seine Schulstunden abzuhalten, und sagte kein Wort. Ich ließ mir doch im Stillen die Hoffnung nicht nehmen, daß ich in Dresden das Leben finden würde." (Madonna, S. 188ff)






*


War die „Madonna“ ein gefährliches Buch? Auf uns heutige wirken die politischen Forderungen wie banale Selbstverständlichkeiten, und die damals als frivol und schlüpfrig empfundenen Szenen könnte man locker im Kinderprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten senden.

Damals war das anders. Das verrät ein Blick auf die Folgen des Buches. Mundt, der Philosophie studiert und im Jahr 1830 seinen Doktortitel mit einer Arbeit über die Redekunst im antiken Sizilien erworben hatte, wollte eigentlich als Professor an die Universität gehen. In Berlin hatte er bereits Vorlesungen gehalten. Im Jahr 1834 hatte er sich für eine Professur beworben. Er hatte einflussreiche Fürsprecher wie zum Beispiel den Kultusminister von Altenstein. Im Juni 1835 war sein Habilitationsverfahren bereits so gut wie abgeschlossen, und alle Professoren bescheinigten ihm eine „geistreiche Auffassung, lebhafte, aufregende Darstellung und fleißiges Eindringen in den Stoff.“ Bereits im Sommersemester wollte Mundt seine Lehrtätigkeit aufnehmen. Einzig die Antrittsvorlesung stand noch aus und wurde von allen Beteiligten als eine reine Formsache betrachtet ...

Aber am Morgen vor dieser Vorlesung lagen plötzlich Auszüge aus der gerade erschienenen „Madonna“ auf dem Schreibtisch von Universitätsrecktor Heinrich Steffens. Mundts Denunziant hatte dem Rektor hilfsbereit sogar die gefährlichsten Stellen herausgeschrieben. Und Steffens, der es mit der Angst zu tun bekam, ließ in der ersten Panik die Aula der Universität sperren und vertagte die Veranstaltung auf unbestimmte Zeit.
Ich stelle mir die Geschichte immer so vor wie in der Feuerzangenbowle: Studenten scharen sich vor dem Tor, lesen auf einem Schild: „Wegen der Bauarbeiten ist die Aula heute geschlossen“ und gehen achselzuckend wieder weg.

Das Buch wird vom Preußischen Oberzensurkollegium nachträglich verboten. Das war gängige Praxis im Umgang mit Büchern, die die Vorzensur umgangen hatten. Damit konnten Mundt und seine Kollegen und Verleger rechnen. Aber dann passierte etwas, womit Mundt nicht rechnen konnte:

In Stuttgart begann der damalige Literaturpapst Wolfgang Menzel einen Feldzug gegen die „Junge Literatur“. Er warf den bekannteren Autoren der jungen Generation vor, sie seien gottlos und verderben die Jugend. Das war fast wörtlich die Anklage, mit der man in Athen Sokrates zum Tode verurteilt hatte.

Menzels Hauptgegner ist Karl Gutzkow, der zeitgleich mit Mundt seinen Roman „Wally die Zweiflerin“ veröffentlicht hatte. Auch dieses Buch ist ein Gemisch aus Briefen, politischen und theologischen Essays, Novellen und einer Liebesgeschichte. Die „Wally“ erregte einen Literaturskandal, da in einem Kapitel die Titelheldin sich ihrem Geliebten nackt zeigt.

Menzels monatelange Hasstiraden in Zeitungen gegen Gutzkow und seine angeblichen Spießgesellen zeigen langsam Wirkung. Schließlich ergreift Metternich die Initiative. Der österreichische Kanzler ist zu dieser Zeit der einflussreichste Politiker in allen deutschen Staaten. Als der Bundestag – die Versammlung der Abgesandten aller deutschen Landesfürsten – am 10. Dezember 1835 tagt, beschließen die Abgeordneten, reinen Tisch zu machen. Sie verbieten die Autoren Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Heinrich Laube und Ludolf Wienbarg – und weil man gerade so schön dabei ist, kann man im gleichen Atemzug auch mit dem ungeliebten Heinrich Heine abrechnen.

Verboten werden in allen deutschen Staaten alle Werke dieser fünf Autoren und – das ist bisher noch nie vorgekommen – auch alle ihre zukünftigen Werke. Für einen Berufsschriftsteller, der von den Werken seiner Feder leben muss, bedeutet dies das absolute Aus.

Heinrich Laube und Karl Gutzkow haben zusätzlich Gefängnisstrafen zu verbüßen. Wienbarg flüchtet in seine Heimatstadt Altona, die damals noch unter dänischer Herrschaft stand. Er kommt mehr und mehr herunter, ergibt sich schließlich dem Alkohol, verliert am Ende den Verstand und vegetiert die letzten zehn Jahre seines Lebens in einer Irrenanstalt dahin.
Theodor Mundt ist bei dem allen noch am glimpflichsten davongekommen, er ging zunächst auf Reisen nach Frankreich, England und in die Schweiz. Nach einiger Zeit wurden die Verbotsbestimmungen dann auch tatsächlich etwas gelockert. Die Autoren konnten unter verschärfter Spezialzensur wieder veröffentlichen, aber es war vorbei mit der Herrlichkeit des Jungen Deutschlands. Ein Buch wie die Madonna hat Mundt nie wieder schaffen können.


Mehr zum Hintergrund der "Freiheitsschwingen":
Das Hambacher Fest


© Petra Hartmann


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Freiheitsschwingen und die Anfänge: Mein erster Versuch zum Hambacher Fest

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 02 September 2015 · 470 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 1 weitere...
Ein interessantes Dokument zur Entstehungsgeschichte meines Romans "Freiheitsschwingen" habe ich neulich auf meiner Festplatte wiedergefunden. Es handelt sich um einen kurzen Artikel zum Hambacher Fest, den ich Ende 1995 als eine Art Selbstverständigungstext verfasst habe.
Ich bereitete mich damit auf meine mündliche Magisterprüfung im Fach Politik vor. Ein seltener Glücksfall hatte mich damals Professor Brockmeier kennen lernen lassen, der mich angesichts meiner Ratlosigkeit beim Abstecken der Themen, fragte: "Warum lassen Sie sich denn nicht über die Vormärz-Liberalen prüfen?" Damit konnte ich hervorragend den Schwerpunkt "Geschichte der politischen Bewegungen" abdecken. Und plötzlich war mir klar, dass "Hambach" wirklich mein Thema war - und sogar ausgezeichnet zu meinem literaturwissenschaftlichen Schwerpunkt - Vormärz und Junges Deutschland - passte.
Der Text ist, wie gesagt und wie ihr an den unaufgelösten ß und einigen anderen orthographischen Details erkennen könnt, schon älteren Datums. Die Schlusssätze würde ich heute etwas anders formulieren. Unter anderem würde ich darauf hinweisen, dass Wirth und Siebenpfeiffer zwar tatsächlich vor Gericht gewannen und freigesprochen wurden, aber trotzdem nicht vollständig gewonnen hatten. So wurde Siebenpfeiffer nach seinem Freispruch trotzdem zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wegen "Beamtenbeleidigung", konnte jedoch aus dem Gefängnis fliehen und fand Asyl in der Schweiz. Auch Wirth musste zwei Jahre wegen Beleidigung absitzen, danach eine weitere Haftstrafe, auch er flüchtete in die Schweiz.
Siebenpfeiffer wurde nur 56 Jahre alt, Wirth nicht ganz 50. Es ist richtig, dass Wirth 1847 mit großer Mehrheit ins Paulskirchenparlament gewählt wurde, aber er starb noch vor der Eröffnungssitzung. Die Verfolgung durch die Behörden, die Prozesse und Haftstrafen haben bei beiden Spuren hinterlassen.
Auch würde ich den positiven Ausblick auf die Grundrechte, die von Hambach über die Paulskirche den Weg in unser Grundgesetz gefunden haben, etwas nüchterner betrachten. Es müsste noch ein zynischer Kommentar über den zerstörten Asylartikel und den "großen Lauschangriff" folgen, der sich heute in eine massive Bürgerbespitzelung ausgewachsen hat ...
Aber, wie gesagt, der Text ist etwas älter, und damals ging es ja nur um Hambach und einen kurzen Blick auf die Folgen. Hier also meine Prüfungsvorbereitung zum Hambacher Fest:



Das Hambacher Fest

a) Zur Vorgeschichte

In den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts gab es das , was wir heute „Deutschland“ nennen, noch nicht, oder auch nicht mehr. Es existierte kein einheitliches Staatsgebiet, sondern auf der damaligen Landkarte fand sich nur ein bunter Flickenteppich aus fast vierzig souveränen deutschen Staaten, von denen jeder einzelne seine eigene Regierungsform, seine eigenen Maße und Gewichte, seine eigene Währung und seine eigenen - oft sehr hohen - Zölle hatte. Es gab zwei wirklich große deutsche Staaten, nämlich Preußen und Österreich, einige wenige mittelgroße (die beiden bedeutendsten waren die Königreiche Hannover und Bayern) und sonst nur winzige „Zwergstaaten“, die kaum politisches Gewicht hatten, aber eben darum desto eifriger ihre Souveränität hüteten. Die meisten dieser Staaten wurden von sogenannten absoluten Herrschern regiert, d.h. der Fürst hatte das Recht, alles zu tun, was ihm gerade einfiel, während die Einwohner weder auf politischer Ebene mitarbeiten und ihre Interessen vorbringen konnten noch über so etwas wie Grundrechte verfügten. Rechtssicherheit oder Demokratie gab es damals noch nicht in den deutschen Staaten. Es gab auch keine Möglichkeit, den jeweiligen Fürsten zu kritisieren; Zeitungen wurden vor dem Erscheinen von besonderen Beamten, den Zensoren, gelesen, die jeden Satz, der der Regierung nicht genehm war, einfach strichen. Wer etwas Kritisches schreiben wollte, mußte das so tun, daß der jeweilige Zensor es nicht merkte.
In diesem Zustand fand Napoleon die deutschen Staaten vor. Da diese Länder sehr klein waren, hatte er keine Probleme damit, einen Teil davon zu erobern. Das war für die Bewohner dieser Länder gar nicht einmal so unangenehm, denn gleich nach der Eroberung wurde dort der „Code Napoleon“ eingeführt, d.h. sie erhielten zum ersten Mal eine schriftliche, verbindliche Garantie ihrer Grundrechte und viele politische Freiheiten, die sie unter ihren alten Fürsten nicht gehabt hatten.
Als die Regierungen der anderen Kleinstaaten das bemerkten, bekamen sie es mit der Angst zu tun. In dieser Situation fiel ihnen eine geniale Strategie ein: Sie wandten sich an ihre Untertanen und erklärten: „Ganz egal, in welchem Staat ihr lebt, wir sind doch alle Deutsche, wir dürfen uns doch nicht von einen dahergelaufenen Franzosen regieren lassen“ (vorher war es eigentlich jedem egal, aus welchem Land sein Herrscher kam). Damit erwachte erstmalig ein deutsches „Nationalgefühl“, und die Einwohner der Kleinstaaten erhoben sich alle gemeinsam und vertrieben die französischen Eroberer („Befreiungskriege“). Die Propaganda der deutschen Fürsten hatten einen so durchschlagenden Erfolg, daß sogar die Bürger der eroberten Länder begeistert mitkämpften, den Code Napoleon wegwarfen und ihre alten Landesherren mit Jubel wieder aufnahmen.
Um eine solche Menge Menschen in Bewegung zu setzen, hatten die vereinigten Fürsten allerdings auch ein Versprechen ablegen müssen, sie versprachen nämlich ihren Völkern, nach der Vertreibung der Franzosen würde in jeden deutschen Land eine Verfassung erlassen werden.

b) Das Fest auf dem Hambacher Schloß


Unter den ehemals von Napoleon besetzten Gebieten befand sich auch ein Land, das man „Rheinbayern“ nannte (Pfalz). Dieses Land wurde nun dem Staat Bayern zugeschlagen. Es blieben zwar einige Sonderrecht erhalten, aber die Einwohner, die ja schon einmal eine Verfassung gehabt hatten, waren nun nicht mehr so leicht zu regieren wie vorher. An allen Ecken und Enden tauchten liberale, freiheitliche Gedanken und Vorstellungen auf, überall wurden oppositionelle Zeitschriften gegründet, die nicht mehr so einfach zu unterdrücken waren, es entstanden kleinere Gruppen politisch engagierter Menschen, überall traten Redner auf, und so sehr sie auch in anderen Dingen unterschiedlicher Meinung waren, über zwei Dinge waren sie sich einig: diese entsetzliche Kleinstaaterei muß ein Ende haben, und wir wollen endlich die versprochene Verfassung und eine wirklich festgelegte Garantie der Grundrechte.
Unter diesen Leuten befanden sich zwei Journalisten, Siebenpfeiffer und Wirth. Siebenpfeiffer leitete zwei Zeitschriften, „Rheinbayern“ und den „Westboten“, Wirth hatte gerade die „Tribüne“ gegründet. Beide gingen davon aus, daß das Wichtigste von allem sei, die Bürger über politische Ereignisse und Forderungen überhaupt ersteinmal zu informieren. In dieser Zeit entdeckte man zum ersten Mal die Macht der Presse. Die beiden gründeten zusammen den „Preßverein“, eine Vereinigung, die sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzierte und die Gründung und Verteilung von liberalen Zeitschriften förderte.
Wirth und Siebenpfeiffer luden alle liberal denkenden Menschen zu einer Versammlung nach Hambach ein. Am 27. Mai 1832 trafen sich ca. 25.000 Teilnehmer auf der Schloßruine von Hambach (Feste waren damals eine der wenigen politischen Demonstrationsformen, die nicht so leicht zu verbieten waren).
Es waren Delegationen aus fast allen deutschen Staaten gekommen und dazu zwei Abordnungen aus Frankreich und Polen (Frankreich als „Vaterland der Revolution und der Menschenrechte“; und Polen hatte gerade vergeblich versucht sich von der russischen Herrschaft zu befreien; beide Länder wurden von den deutschen Liberalen als ihre natürlichen Verbündeten betrachtet). Es wurden sehr viele Reden gehalten und viele zu diesem Fest eigens gedichtete Lieder gesungen; (die meisten Reden waren von der Qualität von Tischreden oder Trinksprüchen, die Lieder für heutige Ohren ungenießbar. Bemerkenswert sind die Reden von Siebenpfeiffer und Wirth. Siebenpfeiffer entwickelte in seinen Reden die Utopie eines freien Deutschland und Europa. Er dachte auch an die Gründung eines Völkerbundes (eine Art UNO-Vorläufer). Wirths Rede enthält


a) ein Wirtschaftsprogramm. Er meine, wenn erst die vielen innerdeutschen Grenzen wegfallen, wird der Handel florieren, und dann ist es auch endlich mit der drückenden Armut in Deutschland vorbei. Er dachte auch an einen freien Welthandel.

b) eine massive Kritik an Frankreich. Er wirft den französischen Liberalen vor, sie würden den deutschen nur helfen, wenn sie dafür die deutschen Gebiete auf der „linken“ (westlichen) Rheinseite bekommen (Elsaß und Lothringen waren damals die zentrale Streitfrage).

c) die Forderung, aus dem “Preßverein“ eine revolutionäre Vereinigung zu machen, also nicht nur Zeitungen zu verteilen.

d) will er „das Fest auf Dauer stellen“, d.h. er will zusammen mit den anderen Teilnehmern eine Organisation gründen und aus den auf dem Fest gesammelten Ideen konkrete Pläne und Programme gewinnen und diese umsetzen.

Wegen der Punkte b) und c) hat es sehr viel Tumult und Ärger gegeben, und er fand dafür keine Mehrheit.

Obwohl es schon vorher durchaus liberale Strömungen gegeben hat, gilt diese Veranstaltung als der Anfangspunkt der liberalen in Deutschland. Fast alle heutigen demokratischen Parteien leiten ihre Ursprünge aus dem Hambacher Fest ab.

c) Nachbereitung des Festes


Auf Wirths Vorschlag hin wurde eine Kommission gegründet, die bis zum 30. Mai in Hambach blieb und versuchte, die Gedanken des Festes fortzuführen. Es zeigte sich aber, daß man sich zwar über die Grundrechte einig war, sonst aber so unterschiedliche Ansichten hatte, daß man kaum auf einen gemeinsamen Nenner kommen konnte. Vor allem einige aus Norddeutschland angereiste Studenten waren dafür, mit dem Diskutieren aufzuhören und endlich anzufangen mit der Revolution. Andere meinten, man solle einige der Fürsten um ihre Mithilfe bitten und eine Reform „von oben“ durchführen.
Die Hambacher überlegten am Ende sogar, eine provisorische Regierung zu gründen, doch als sie darüber abstimmten, erklärte sich die Mehrheit, sie fühlten sich dazu nicht berechtigt. Heinrich Heine hat später eine sehr boshafte Schilderung darüber verfaßt: Da strömen von überall die Leute zusammen, um eine Revolution zu machen, stellen plötzlich fest, sie seien nicht kompetent, und gehen danach friedlich und etwas traurig auseinander ...
Diejenigen, die sich auf dem Fest hervorgetan haben, wurden wenige Tage darauf fast ausnahmslos verhaftet. Zum Teil saßen sie über ein Jahr in Untersuchungshaft. Als es dann aber zum Prozeß kam, stellte sich heraus, daß sich unter den Hambachern viele ausgezeichnete Juristen befanden (auch Wirth und Siebenpfeiffer hatten Jura studiert), ihre Verteidigung und ihre Reden waren so überzeugend, daß selbst die damaligen Gerichte alle Angeklagten freisprechen mußten. Die liberale Bewegung in den deutschen Staaten aber wurden allesamt niedergeschlagen, und es hat 16 Jahre gedauert, bis sie sich wieder erholten und endlich ihr Ziel erreichten:
Im Jahr 1848 versammelte sich in der Frankfurter Paulskirche das erste frei gewählte deutsche Parlament und arbeitete eine Verfassung für alle deutschen Staaten aus. Außer Siebenpfeiffer, der 1845 gestorben war, befanden sich alle Wortführer der Hambacher unter den Abgeordneten (z.B. Wirth, Hepp, Schüler, Savoye, Brüggemann). Erster Tagesordnungspunkt: Die Festschreibung der Grundrechte, die später auch Grundlage der Weimarer Verfassung wurden und auch heute noch im Grundgesetz der Bundesrepublik (Art. 1-19) wiederzufinden sind.

Petra Hartmann





Mehr zum Hintergrund der "Freiheitsschwingen:
Theodor Mundts "Madonna"


© Petra Hartmann


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Newsletter berichtet über Freiheitsschwingen-Lesung

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 01 August 2015 · 234 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 3 weitere...
Der August-Newsletter der Hildesheimlichen Autoren berichtet über meine Lesung aus den "Freiheitsschwingen". Newsletter-Redakteurin Altje Hornburg schreibt über den Abend im Michaeliscafé Folgendes:


N a c h l e s e

Lesung von Petra Hartmann am 27.07.2015 aus ihrem 2015 erschienenen historischen Roman Freiheitsschwingen (vorgestellt im Juni- Newsletter).
Frauenpower!? - klingt wie eine Art „Mobilmachung“, und das im so friedlichen Michaelis WeltCafé. Wofür? Für Solidarität mit einer jungen klugen Frau, die sich zurzeit der 1830er Jahre dem weiblichen Rollenbild im monarchisch regierten Deutschland nicht unterwerfen will und mit revolutionärer Power für ein freies Deutschland und die Pressefreiheit kämpft. Ob das wohl gut geht? Aber eine gute Lesung hört da auf, wo sie noch spannender wird.
Nicht genug: P. Hartmann gab einführende Informationen zum politischen und gesellschaftlichen Bild Deutschlands jener Zeit, vor allem über die damals restriktive Praxis behördlicher Überwachung und Zensur freigeistiger Literaten und Journalisten. Bisweilen klangen da auch ironisch-heitere Töne an. Der Literaturabend war ein informativer und unterhaltsamer Genuss.

Bestell-Link: http://www.personaln...iheitsschwingen

Ein „personalisierter Roman“: Die Leser können sich bei der Bestellung die Namen und weitere Eigenschaften der handelnden Personen selbst aussuchen. Bei der weiblichen Heldin können unter anderem Haar- und Augenfarbe, Lieblingsduft, Lieblingsfarbe oder die in den Pass einzutragenden "unveränderlichen Kennzeichen" bestimmt werden.


Außerdem gibt es im Newsletter einen Hinweis auf meine beiden neuen Bücher, "Timur" und "Hut ab, Hödeken!". Dort ist zu lesen:


Neuerscheinungen

Petra Hartmann hat zwei neue Bücher veröffentlicht. In "Hut ab, Hödeken!" widmet sie sich einer Hildesheimer beziehungsweise Alfelder Sagengestalt und erzählt humorvoll und augenzwinkernd Geschichten rund um den kleinen Kobold mit dem großen Hut neu.
Sehr düster dagegen ist ihre zweite Neuerscheinung ausgefallen. Timur ist in Thema und Tonfall der Romantik und der Gothic Novel verpflichtet und wurde von einer Erzählung der Dichterin Karoline von Günderrode inspiriert.

"Hut ab, Hödeken!"
Klappentext:

"Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch, der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist aus dem Hildesheimer Land, frisch und frech nacherzählt von Petra Hartmann."
Buch-Infos: Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!, Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Taschenbuch, 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7

T i m u r
Klappentext:

"Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ..."

Beigaben:
Nachwort zur Entstehung
Original-Erzählung von Karoline von Günderrode
Autorinnenbiografien
Bibliografie

Buch-Infos: Petra Hartmann: T i m u r, Coverillustration: Miguel Worms Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015. ISBN: 978-3-943948-54-7 Taschenbuch, 136 S. Euro 9,95. eBook Euro 4,99.


In ihrem Schlusswort kommt Altje Hornburg noch einmal auf die "Freiheitsschwinge" und das Zensurthema zurück. Am Ende des Newsletters ist zu lesen:

Zum Schluss …
Die Lesung aus dem Roman Freiheitsschwingen von Petra Hartmann geht einem noch nach, und zwar Überwachung und Zensur jedweder schriftstellerischen und journalistischen Tätigkeit im Namen des deutschen Vaterlandes in den 1830er Jahren.
Man stelle sich nur einmal vor, bei den Lesungen der Hildesheimlichen Autoren würden im Publikum Spitzel mit polizeilichen Befugnissen sitzen, unvermummt, die genau registrieren, was am Text nicht wohlgefällig ist - eventuell sofort Beschlagnahmeaktion. Das ist lange her - und zugegeben, was uns Hildesheimliche angeht, stark dramatisiert. Wir lassen uns ja nichts zuschulden kommen … das Heimliche in unserem Namen vielleicht? Ach was. Auch ästhetisch keine Entgleisung: nichts Obszönes und Unflätiges, keine Satire und Sarkasmen gegen Gott und Vaterland, höchstens als Stilmittel. Jedenfalls würde u n s keine Zensur „den Text verstümmeln“, was Heinrich Heine 1844 im Vorwort zu seinem Wintermährchen noch beklagte. Bitterernste Freiheitsbeschränkungen für ihn und andere liberale Literaten.
Heutzutage haben wir Demokratie, haben wir Rede- und Meinungsfreiheit, haben wir das WWW – was haben wir nicht alles! Nur, die Spitzel überwachen längst weltweit und digital vermummt, und es heißt, sie würden sich schon das Richtige rauszupicken erdreisten aus der massenhaft freien und frechen Rede …
Bitterernste Freiheiten haben wir?
Freundliche Grüße und eine gute Zeit !
Altje Hornburg, Newsletter – Redaktion

Den August-Newsletter der Hildesheimlichen Autoren könnt ihr euch hier herunterladen:
http://www.hildeshei...r.htm?Auswahl=1


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Lesung aus "Freiheitsschwingen" - jetzt auf Youtube

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 31 July 2015 · 238 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 2 weitere...
Meine Lesung aus "Freiheitsschwingen" könnt ihr euch jetzt auf Youtube anhören und -sehen. Jens Volling, der "Multimedia-Man" der Hildesheimlichen Autoren, hat wieder mal ganze Arbeit geleistet. Ich denke, ihr werdet merken, was für eine beschwingte Runde es war, in der ich meinen historischen Roman vorstellte. Viel Vergnügen damit!




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Kehrwieder berichtet über "Freiheitsschwingen"

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 26 July 2015 · 228 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Hildesheim
Der "Kehrwieder am Sonntag" stellt in seiner heutigen Ausgabe meinen historischen Roman "Freiheitsschwingen" vor. Unter der Überschrift "Rebellion in Zeiten der Zensur" schreibt die Hildesheimer Wochenzeitung:

Sillium. "Freiheitsschwingen" heißt der neue Roman der Silliumer Schriftstellerin Petra Hartmann. Die 45-Jährige erzählt darin die Geschichte einer jungen, rebellischen Frau aus dem 19. Jahrhundert, die versucht eine politische Zeitschrift zu gründen.
Mit "Freiheitsschwingen" wagt sich Hartmann zum ersten Mal auf das Gebiet des historischen Romans. Bislang hatte die Autorin vor allem Fantasy-Romane und Märchen verfasst. Trotzdem ist die Zeit, in der ihre "Freiheitsschwingen" spielen, kein Neuland für die Silliumerin. Sie kennt sich mit der Literatur der 1830er Jahre bestens aus, hatte während ihres Germanistik-Studiums mehrere Hausarbeiten über Autoren des "Jungen Deutschlands" verfasst und schließlich ihre Doktorarbeit über den Schriftsteller Theodor Mundt geschrieben, der im Roman eine kleine, aber wichtige Rolle spielt. "Viel recherchieren musste ich eigentlich nicht - das Problem war eher das Auswählen und Weglassen", sagt Hartmann. "Wenn mich meine Lektorin nicht gebremst hätte, wäre das Buch bestimmt doppelt so dick geworden."
"Freiheitsschwingen" handelt von einer jungen Frau, die für Demokratie, Gleichberechtigung und eine freie Presse kämpft. Sie eifert Heinrich Heine und Ludwig Börne nach, besucht das Hambacher Fest, erhält Hilfe und Zuspruch von Wilhelm von Humboldt und bekannten Schriftstellern ihrer Zeit. Doch die Zensurbehörde und die Geheimpolizei sind ihr bald auf den Fersen. Als auch noch ihr Freund beim Drucken aufrührerischer Flugblätter erwischt und verhaftet wird, muss sie eine schwere Entscheidung treffen.
"Das Besondere an dem Buch ist, dass der Leser selbst zum Romanhelden wird", erklärt die Autorin. Der Verlag PersonalNovel veröffentlicht nämlich so genannte "personalisierte Romane". Das bedeutet: Wer das Buch auf der Verlags-Homepage unter tinyurl.com/Freiheitsschwingen bestellt, kann nicht nur die Namen der handelnden Personen aussuchen, sondern bei der Heldin auch Haar- und Augenfarbe, Lieblingsduft und "unveränderliche Kennzeichen" bestimmen - ein sehr persönliches und individuelles Geschenk für Leserinnen, die gern selbst einmal Heldin eines historischen Romans sein wollen.

Das ePaper des Kehrwieder findet ihr hier:
http://www.kehrwiede...es/20150726.pdf
(Der Artikel steht auf Seite 9)

Lesung:
Hier noch einmal der Hinweis auf meine erste Lesung aus den "Freiheitsschwingen": Dienstag, 28. Juli, im Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.


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Premiere: Ich lese aus "Freiheitsschwingen"

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 24 July 2015 · 206 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Hildesheim
Ich lese aus den "Freiheitsschwingen": Am Dienstag, 28. Juli, stelle ich meinen historischen Roman im Michaelis Weltcafé vor. Lasst euch entführen ins Deutschland der 1830er Jahre und euch über Literatur, Zensur und Nachrichtenschmuggel in jener Zeit erzählen. Ich werde die Gelegenheit nutzen, ein wenig über das Junge Deutschland und meine Lieblingsrautoren Theodor Mundt, Heinrich Heine und Ludolf Wienbarg zu sagen - und darüber, wie sie den Zensurbeamten ein Schnippchen schlugen.
Das Michaeliscafé findet ihr direkt an der Michaeliskirche, Langer Hagen 36, Hildesheim. Die Lesung beginnt um 19 Uhr.

Wer schon mal spicken möchte, findet hier eine Leseprobe aus dem Buch:
http://www.scifinet....heitsschwingen/


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Leserprobe aus den "Freiheitsschwingen"

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 22 July 2015 · 258 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 3 weitere...
Falls ihr mal in meinen neuen Roman "Freiheitsschwingen" hineinschnuppern mögt - hier eine Leseprobe aus dem ersten Kapitel: Die jugendliche Heldin ist zusammen mit ihrem Vater auf dem Hambacher Fest (und: Nein, ihr Vater ist ganz gewiss kein Revolutionär, der Mann hat andere Ziele). Wer auf dem Geschmack gekommen ist, kann sich den historischen Roman unter www.tinyurl.com/freiheitsschwingen bestellen.

Freiheitsschwingen. Historischer Roman von Petra Hartmann. München: PersonalNovel, 2015.


Hambach, 27. Mai 1832
Unglaublich! So viele Menschen auf einem Platz! Nicht einmal auf der Kirmes in Kleinweltwinkel hatte Andrea so viele fröhliche Menschen gesehen. Da – wieder eine Fahne! Schwarz, rot und gold. Daneben die polnischen Farben. Und dort, der junge Mann neben ihnen, der hatte sich eine kleine Trikolore angesteckt und pfiff ungeniert die Marseillaise. Ein politisches Lied – pfui, ein verbotenes Lied! Und doch so fröhlich, dass Andrea gar nicht anders konnte. Ein Hüpfer nur, doch da hob ihr Vater schon drohend den Zeigefinger.
„Haltung, kleines Fräulein!“, zischte er. „Wir sind nicht hier, diesen Schabernack mitzutreiben.“
Andrea fiel gehorsam zurück in den würdigen Schritt an der Seite ihrer Eltern. „Kleines Fräulein“ – wie sie diese Anrede hasste! Immerhin war sie schon vierzehn Jahre alt. Sie rückte ihren blumengeschmückten Hut gerade und senkte den Kopf.
„Schabernack“ nannte ihr Vater das hier. Die Geburt eines neuen, freien Deutschlands, an der sie heute teilhaben durften. Ja, spürte der Herr Bürgermeister denn nicht, welche Bewegung hier in der Luft lag? Und wenn er an diesem Schabernack nicht teilhaben wollte, warum war er überhaupt mit Frau und Tochter nach Hambach gereist, ausgerechnet in der letzten Maiwoche des Jahres 1832, wo doch jeder wusste, dass alle freien und jungen Kräfte hier ein Fest feiern wollten? Ein Fest der Freiheit und der Zukunft! Und da stiefelte er jetzt neben ihr bergauf mitten im Strom der jungen Handwerksgesellen aus allen deutschen Ländern – Heinrich Hardenstein, jeder Zoll ein Bürgermeister – und schnitt ein grimmiges Gesicht dazu, als wolle er jeden Einzelnen von ihnen verhaften. Ach was! Kleinweltwinkel lag weit entfernt von hier. Heinrich Hardenstein konnte hier niemanden verhaften. Hier war er Bürger wie jeder andere auch. Andrea hätte niemals geglaubt, dass ihr Vater so sehr für die Sache der Freiheit begeistert war, dass er sogar diese weite Reise auf sich genommen hatte, um dabei zu sein, wenn in Hambach Geschichte geschrieben wurde.
„Allons, enfants de la patrie…”, sang der junge Mann mit der Trikolore neben ihr.
Andrea hatte Mühe, das Lächeln zu unterdrücken. Doch als die Sonne jetzt aus den Wolken trat und ihr mitten ins Gesicht schien, da konnte sie einfach nicht anders. Sie zwinkerte dem Handwerksburschen zu und formte mit ihren Lippen lautlos die Worte: „...le jour de gloire est arrivé…“
Hinter ihr klangen drei tiefe Männerstimmen auf, die ein „Noch ist Polen nicht verloren…“ anstimmten. Als sich Andrea halb umwandte, sah sie die weiß-rote Fahne wehen, getragen von polnischen Freiheitskämpfern. Ihr Herz krampfte sich zusammen, als sie an den polnischen Aufstand gegen die russische Besatzung dachte, und daran, wie hart er niedergeschlagen worden war. Einer plötzlichen Regung folgend, griff sie an ihren Hut und zog eine weiße Rose aus dem Hutband. „Nein, mein Herr, Polen ist noch nicht verloren“, sagte sie und überreichte dem hinter ihr gehenden Polen die Blume. „Nicht solange es so viele tapfere Angehörige Ihrer Nation gibt, die für die Freiheit kämpfen.“
„Dziekuje serdecznie!“, kam es überrascht zurück.
„Andrea!“
„Entschuldige, Vater. Aber findest du es nicht auch furchtbar, was in Polen geschehen ist?“
„Kind, das ist Politik. Das ist nichts für Frauen – und erst recht nichts für Kinder. Sieh dich lieber um und schau dir das Fest an. Wir sind bald oben bei der Burgruine.“
„Ja, Vater.“
Der alte Griesgram machte ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Dabei hatte sie ganz genau gesehen, wie elektrisiert er gewesen war, als er in der Zeitung den Aufruf zu diesem Constitutionsfeste gelesen hatte:
Völker feiern Feste des Dankes und der Freude beim Eintritte heilvoller großer Ereignisse. Darauf musste das deutsche Volk seit Jahrhunderten verzichten. Zu solcher Feier ist auch jetzt kein Anlass vorhanden, für den Deutschen liegen die großen Ereignisse noch im Keim; will er ein Fest feiern, so ist es ein Fest der Hoffnung; nicht gilt es dem Errungenen, sondern dem zu Erringenden, nicht dem ruhmvollen Sieg, sondern dem mannhaften Kampf, dem Kampf für Abschüttelung innerer und äußerer Gewalt, für Erstrebung gesetzlicher Freiheit und deutscher Nationalwürde.
Ein Fest, um eine Verfassung für ganz Deutschland zu schaffen! Gesetzmäßige Freiheit statt Fürstenwillkür in fast 40 Kleinstaaten, von denen das winzige Fürstentum Groß-Leuenstein nicht einmal der kleinste war – was für eine Vision!
Das Gedränge wurde nun so dicht, dass Andrea beinahe fürchtete, erdrückt zu werden. Als ein plötzlicher Windstoß die polnische Fahne erfasste, hätte das Mädchen beinahe den Hut verloren. Doch der freundliche Pole hinter Andrea hatte rasch zugegriffen und ihn am Davonfliegen gehindert.
„Hinauf, Patrioten, zum Schloss, zum Schloss!“ Mit Gesang zog eine Gruppe schlesischer Bäckergesellen an ihnen vorbei.
„Hoch flattern die deutschen Farben“, klang es weiter.
„Es keimet die Saat und die Hoffnung ist groß,
schon binden im Geiste wir Garben.
Es reifet die Ähre mit goldnem Band,
und die goldne Ernt‘ ist das Vaterland.“
Es wurde eng auf dem Weg, und für einen Augenblick fürchtete Andrea, von der Menge erdrückt zu werden. Wo waren Vater und Mutter geblieben? Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und konnte doch keinem der kräftigen Schmiedelehrlinge und Bauernsöhne über die Schultern sehen, die sie umringten. Aber dann erblickte sie vor sich den Turm der Burgruine. Ja, das war das Hambacher Schloss, und hierher hatten Wirth und Siebenpfeiffer alle eingeladen, die die Freiheit liebten. Ihr Herz machte einen kleinen Hüpfer. Und es war ihr egal, dass ihr Vater ihr Haltung geboten hatte.
Das Schloss war verfallen. Ein paar Mauerreste standen noch und Teile des viereckigen Turms. Leere Fenster und Bögen ließen das Blau des Himmels durch, der helle Stein leuchtete beinahe in der Sonne. Dort vorn an der Treppe wehten die schwarz-rot-goldene und die weiß-rote Fahne. Und dort, auf der blumenumkränzten Empore...
„Vivat!“, brüllte die Menge um sie herum.
Andrea sah nur die Umrisse eines Mannes, der dort oben aus dem Schatten getreten war, doch in die Menge kam Bewegung. Aufgeregt drängten sich alle heran, näher ans Schloss, näher an die Rednertribüne. Andrea blieb buchstäblich die Luft weg, als sie zwischen den kräftigen Leibern eingekeilt wurde.
„Vivat Börne, der große deutsche Patriot!“, brüllten alle um sie herum. „Er lebe hoch!“
„Hilfe!“, rief Andrea. Doch niemand hörte sie. Zu groß war die Begeisterung, den legendären Verfasser der Briefe aus Paris als Unterstützer des Festes zu wissen. Um Andrea herum wurde es immer enger, sie konnte nur noch flach atmen und fürchtete, im nächsten Augenblick zerquetscht zu werden. „Vater, Hilfe!“
Da – eine winzige Lücke in der Masse tat sich auf. Andrea nutzte ihre Chance. Sie zog sich zurück, noch zwei Schritte, nur raus aus diesem Gedränge! Endlich konnte sie wieder atmen. Tief holte sie Luft. Das hätte böse ausgehen können! Aufatmend wich sie noch einen Schritt zurück, bis sie den rauen Stein der verfallenen Umfassungsmauer in ihrem Rücken spürte.
„Vivat Börne!“, schallte es noch immer von überall.
Wenn sie ihn nur sehen könnte! Wieder ärgerte sich Andrea, dass sie noch so klein war. Für ihre vierzehn Lenze war sie zwar schon ein recht groß gewachsenes Mädchen, doch über die Köpfe all dieser Menschen zu blicken, das war, zumal das Gelände vor ihr noch anstieg, vollkommen unmöglich. Dabei hätte sie den berühmten Journalisten so gern gesehen! Seine Briefe aus Paris hatte sie verschlungen. Heimlich natürlich, das durfte der Vater nicht wissen. Aber Vetter Kuno hatte sie sogar die Waage lesen lassen, Börnes berühmte Zeitung. Und nun stand sie hier hinten, stand auf den Zehenspitzen und verrenkte sich den Hals, aber außer ein paar Hinterköpfen und geschwenkten Hüten konnte sie nichts sehen. Es war zu ärgerlich!
Etwas Sand rieselte herab. Plötzlich löste sich ein Stein aus der Mauer und zersprang kaum einen halben Schritt neben Andrea auf dem Pflaster. Erschrocken sprang sie zur Seite.
„Heh!“, rief sie empört aus und blickte nach oben.
Auf der baufälligen Mauer tauchte ein Gesicht auf, dann noch eins und noch ein drittes. Diese Bengel kletterten doch tatsächlich da oben herum!
„Seid ihr wahnsinnig?“, schimpfte sie. „Beinahe hättet ihr mich erschlagen! Kommt sofort runter da, das ist viel zu gefährlich!“
Das Gelächter der drei konnte sie trotz der neu aufbrandenden Vivat-Rufe hören. Dann beugte sich einer der drei Jungen zu ihr herunter. „Dich kenne ich doch! Du bist doch die kleine Hardenstein.“
„Und wenn?“, gab sie patzig zurück.
„Sieh an, des Fürstenfreundes Töchterlein auf einem revolutionären Fest. Was willst du denn hier? Die Mode der Damenhüte abgucken?“
Seine beiden Kumpane lachten.
Andrea stemmte die Hände in die Hüften und blickte giftig zu dem Jungen auf der Mauer hinauf. „Ich habe bestimmt mehr von Börne gelesen als du. Sogar die Waage, damit du’s nur weißt.“
„Donnerwetter! Und nun, wo du ihn gesehen hast – gefällt er dir?“
Andrea senkte den Kopf. „Ich wollte ja, ich könnte ihn sehen“, sagte sie ärgerlich. Sie blickte sich um. Sah jemand in ihre Richtung? Nein, alle waren viel zu sehr damit beschäftigt, auf die Tribüne zu starren, wo jetzt Wirth und Siebenpfeiffer dem Volk zuwinkten. „Los, hilf mir, zieh mich hoch!“, forderte sie.
„Spinnst du?“
Doch Andrea hatte schon mit der linken Hand ihren Rock gerafft und tastete mit dem Fuß nach einem wenig vertrauenerweckenden Mauervorsprung. „Nun fass schon an!“, sagte sie ungeduldig und streckte dem Jungen ihre rechte Hand entgegen.
Wenig später saß sie rittlings neben ihm auf der Mauerkrone und sah ihn neugierig an. Der Junge war nicht viel älter als sie. Seine kurzen, schwarzen Haare leuchteten im Sonnenlicht. Er blickte sie aus wachen grünen Augen verwundert an.
„Angst hast du wohl keine, Bürgermeisterstochter“, sagte er anerkennend.
„Und du, wer bist du, wenn du schon weißt, wer ich bin?“
„Fridolin. Fridolin Degenhardt. Aus der Alten Kaiserstraße. Ich hab dich schon ein paar Mal beobachtet, wenn du im Garten...“
„Still jetzt!“, unterbrach der größte der drei Jungen. „Siebenpfeiffer redet. Turteln könnt ihr zu Hause.“
Andrea reckte sich. Der hagere Mann auf der Tribüne – das war Siebenpfeiffer? Der Mann, der den Aufruf zu diesem Fest verfasst hatte? Lang und mager, das kränkliche gelbe Gesicht von schwarzen Haaren umrahmt, sah er nicht unbedingt aus wie das Heldenbild, das sie sich in ihrer Vorstellungskraft von ihm zurechtgepinselt hatte. Doch als der Journalist nun nach vorne trat und zu sprechen begann, ging ein Ruck durch seine schmächtige Gestalt. Der Körper straffte sich und strahlte eine Kraft und Energie aus – wie eine Maiensonne, die eine lichtere Zukunft verhieß.

Aus: Freiheitsschwingen. Historischer Roman von Petra Hartmann. München: PersonalNovel, 2015.


© Petra Hartmann


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Warum "Freiheitsschwingen"? Mein Beitrag im PersonalNovel-Blog

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 11 July 2015 · 257 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 3 weitere...
Was hat die Autorin sich eigentlich dabei gedacht? Für das Verlagsblog von PersonalNovel habe ich ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich erzähle über meine "Freiheitsschwingen" und wie es dazu kam, dass ich einen historischen Roman über die Literatur der 1830er schreibe.
Wer mich näher kennt, weiß vermutlich, dass ich schon in der Schulzeit von Heinrich Heine besessen war und während des Studiums geradezu in der Welt des Jungen Deutschlands gelebt habe. Das Ganze gipfelte dann in einer Doktorarbeit über Theodor Mundt, meinen absoluten Lieblings-Jungdeutschen. Kein Wunder, dass es irgendwann auf einen historischen Roman aus dieser Epoche hinauslief.
Die Frage: "Da musstest du wohl sehr viel recherchieren?" beantworte ich dann auch eher mit einem verzweifelten: "Nein, das kannte ich alles ja schon. Die Schwierigkeit war das Aussuchen und Weglassen." :-)

Hier geht es zum Blogeintrag bei PersonalNovel:
http://www.personaln...heitsschwingen/

Viel Spaß damit!


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Freiheitsschwingen ab jetzt bestellbar

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 04 July 2015 · 241 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 1 weitere...
Er ist da! Mein historischer Roman "Freiheitsschwingen" ist ab sofort auf der Seite www.personalnovel.de bestellbar. Zuletzt kam uns noch der Poststreik ins Gehege, und es dauerte etwas, bis die Probedrucke ankamen, doch nun ist hoffentlich alles in Butter.

Hier der Klappentext:

"Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift - sehr zum Leidwesen ihres Vaters - selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem bürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen ..."

Das Buch ist ein personalisierter Roman, das heißt: Ihr könnt Namen, Haarfarbe, Augenfarbe, Lieblingsduft der Heldin und noch viel mehr selbst gestalten. Also das perfekte Geschenk für eine Freundin oder Verwandte, die für die Literatur des 19. Jahrhunderts schwärmt und selbst gern mit den Zensurbeamten gekämpft hätte.
Das Buch hat rund 196 Seiten (je nach gewählter Schriftart und -größe sowie Namensgebung) und ist ab Euro 24,90 erhältlich (wahlweise Taschenbuch oder gebunden, eigenes Covermotiv, Widmung etc.)

Personalisisieren und bestellen könnt ihr den Roman hier:
www.tinyurl.com/freiheitsschwingen

Viel Vergnügen damit!


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"Freiheitsschwingen" mit Cover Nummer zwei

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 26 May 2015 · 322 Aufrufe
Freiheitsschwingen, PersonalNovel
Die Mehrheit hat entschieden: Mein Roman "Freiheitsschwingen" erhält Cover Nummer zwei - das Tagebuchmotiv mit Metallschreibfeder, Blume und Siegel. So sieht es aus:

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Das Ergebnis ist überraschend eindeutig. Die Abstimmung auf Facebook ergab eine satte Zweidrittelmehrheit für den Siegerentwurf. Cover Nummer eins, das eine Schriftrolle, eine dunkle Vogelfeder und eine weiße Maske sowie ein paar alte Bücher zeigte, bekam rund ein Drittel der Stimmen, Cover Nummer drei - eine mit Gänsefeder schreibende Hand hinter einer durchbrochenen, mit dunkler Tinte beschrifteten Pergamentseite - hatte nur einige wenige Befürworter.
Interessanterweise waren die Mehrheitsverhältnsse in meinem Freundeskreis vollkommen anders. Vermutlich lag es daran, dass es sich dabei um viele Autoren, Grafiker und andere Layout-Erfahrene handelte. Jedenfalls gab es hier eine sehr überzeugende Dreiviertelmehrheit für Cover Nummer eins. Die meisten fanden die Beleuchtung besser und die Verteilung der Gegenstände - Maske, Feder, Schriftrolle - harmonischer.
Mein Favorit war jedoch der Siegertitel Nummer zwei, und zwar aus inhaltlichen Gründen. Das Maskenmotiv weckte bei mir sofort Assoziationen an Verschwörungen aus der italienischen Renaissance (übrigens kommt im Roman gar keine Maske vor), und Nummer drei erinnerte mich eher an die Schreibstube eines mittelalterlichen Klosters. So betrachtet bin ich ganz zufrieden mit der Abstimmung. Aber vielleicht lasse ich mich von Cover 1 noch inspirieren und schreibe irgendwann eine Geschichte, die auf einem Maskenball spielt ...


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Stimmt ab über das Titelbild der "Freiheitsschwingen"

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 21 May 2015 · 659 Aufrufe
Freiheitsschwingen, PersonalNovel
Wie soll das Titelbild der "Freiheitsschwingen" aussehen? Auf Facebook könnt ihr jetzt über das Cover meines neuen Romans abstimmen und mit etwas Glück ein Exemplar gewinnen. Drei Motive stehen zur Auswahl, und wer mich kennt, dürfte schon ahnen, welches der drei Bilder mein Favorit ist ...

Der Verlag schreibt dazu:

"Bald ist es so weit: Unser neuer personalisierbarer Roman ‚Freiheitsschwingen‘ erscheint.
Welches der drei Umschlagbilder gefällt Euch am besten? Macht mit und gewinnt eines von drei Taschenbüchern im Wert von EUR 24,95!
Lasst Euch in das Deutschland der 1830er Jahre entführen und schlüpft in die Rolle der jungen Bürgermeistertochter, die aus ihrem großbürgerlichen Dasein ausbricht und sich mit Tinte und Papier einem waghalsigen Kampf gegen die Fesseln von Obrigkeit und Zensur verschreibt.
Stimmt bis Dienstag in den Kommentaren für Euer Lieblingsbild. Mit etwas Glück könnt Ihr und Eure Freunde die Hauptrollen in unserem neuen personalisierbaren Roman spielen."

Hier geht's zur Abstimmung:
https://www.facebook...?type=1&fref=nf


Leider verzögert sich aufgrund technischer Probleme der Erscheinungstermin etwas, das Buch wird also erst nach dem 27. Mai zu haben sein, aber ich hoffe mal, dass ich meinen Roman dann auch bald in den Händen halte ...


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"Freiheitsschwingen": Zweitlektorat überstanden

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 21 April 2015 · 241 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Vormärz und 1 weitere...
Mein historischer Roman "Freiheitsschwingen" hat das Zweitlektorat überstanden. Es gab keine schmerzlichen Korrekturen, nur an einer Stelle müssen wir wohl noch einmal diskutieren. Meine beiden Lektorinnen würde gern die Residenzstadt Obertupfingen umbenennen in Leuenstein. Hm, ich hänge nicht am Namen Obertupfingen, so lange die andere Stadt, in der der Vater meiner Heldin Bürgermeister ist, weiterhin Kleinweltwinkel heißen darf. Mal sehen, wie der endgültige Name lauten wird.
"Freiheitsschwingen" wird voraussichtlich am 27. Mai, dem Jahrestag des Hambacher Festes, erscheinen. Hambach deshalb, weil der Roman mit einem Jugenderlebnis meiner Heldin beginnt: Sie ist mit dabei, als 1832 auf der Burgruine von Hambach das "Nationalfest der Deutschen" gefeiert wird und Wirth und Siebenpfeiffer zum Kampf um Freiheit und die deutsche Einheit aufrufen.
Das Buch kommt im Verlag PersonalNovel heraus und ist ein "personalisierter Roman", das heißt, ihr könnt selbst bestimmen, wie die Hauptfigur und elf weitere Charaktere heißen. Also, falls ihr einmal richtig tief in die deutsche Geschichte eintauchen möchtet: Hier könnt ihr live dabeisein. ;-)


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"Freiheitsschwingen" pünktlich zum Hambacher Fest

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 18 March 2015 · 260 Aufrufe
Freiheitsschwingen und 2 weitere...
Na, das ist doch mal ein schönes Datum: Für die Veröffentlichung meines Romans "Freiheitsschwingen" hat der Verlag PersonalNovel den 27. Mai 2015 vorgesehen, den Jahrestag des Hambacher Festes. Die Feier und Kundgebung der Demokraten an der Hambacher Schlossruine im Jahr 1832 bildet den Auftakt meines historischen Romans. Sehr schön, sehr passend gewählt. Es macht Spaß, mit einem Verlag zusammenzuarbeiten, der seine "EVT" nicht einfach nur mit dem Terminkalender der Druckereien und Techniker abstimmt.
Mein Buch handelt von einer jungen Frau, die in den 1830er Jahren versucht, eine politische Zeitschrift zu gründen. Gar nicht so weit hergeholt, wie jetzt manche denken werden, immerhin hatte schon Sophie von La Roche in den Jahren 1783/84 ihre eigene Zeitschrift, und um Louise Otto-Peters mundtot zu machen, wurde 1850 sogar ein eigenes Gesetz erlassen, das Frauen die Herausgabe von Zeitungen verbot, die so genannte "Lex Otto". Dass ich für den Kampf mit den Zensurbehörden noch aus Universitätstagen bestens ausgestattet bin, verdanke ich meiner Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller und Zeitschriften-Herausgeber Theodor Mundt, der auch im Roman eine kleine aber wichtige Rolle spielt. Schön, dass du wieder an Bord bist, Theodor. ;-)
Also, ich freue mich jedenfalls auf den Mai. Und wer sich bis dahin schon mal informieren will, was es bei PersonalNovel so gibt und wie das mit dem "Personalisieren" von Romanen funktioniert, der kann sich hier meinen ersten PN-Roman, "Die Schlagzeile" anschaun: http://www.personaln...die-schlagzeile


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"Freiheitsschwingen" abgesegnet

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 21 January 2015 · 228 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Vormärz und 2 weitere...
Eben kam die Mail meiner Lektorin: Die letzten Änderungen am historischen Roman "Freiheitsschwingen" sind abgesegnet. Unter anderem wünschte sich die Lektorin zwei Sätze mehr zur Liebesgeschichte und ein paar eingefügte Datumsangaben zu den historischen Ereignissen.
Mir selbst ist beim "allerletzten" Blick auf das letzte Kapitel dann noch ein übler Patzer aufgefallen. Den hätten mir später vermutlich alle Mütter um die Ohren gehauen. Um Himmelswillen, da haben drei Leute das Manuskript schon mindestens zwölfmal gelesen, und plötzlich sehe ich: Die beste Freundin der Heldin war doch tatsächlich zwei Jahre lang schwanger. War aber keine große Sache, ich musste lediglich einen Absatz verschieben. So leicht geht Geburtenkontrolle im Roman. ;-)
(Den Vorschlag eines Kollegen, aus der Menschenfrau eine Elefantin zu machen, habe ich nach reiflichem Überlegen dann doch verworfen. Behalte ich aber im Hinterkopf für spätere Romane.)
Ansonsten hat noch der beste Freund der männlichen Hauptperson seine Haarfarbe verloren. Das muss so sein, da in einem personalisierbaren Roman die Nebenfiguren möglichst wenig beschrieben werden sollen. So gibt es weniger Widersprüche und Irritationen, wenn der Kunde dann Namen aus seiner Bekanntschaft einsetzt. Okay, damit kann ich leben.
Das Manuskript wird jetzt "personalisiert", das heißt so programmiert, dass die Kunden Namen, Haar- und Augenfarben, Lieblingsfarben, Lieblingsparfüms und vieles mehr selbst bestimmen können. Mit dem Erscheinungstermin im zweiten Quartal 2015 dürfte wohl alles klappen.

Wer mag, kann hier mein erstes PersonalNovel-Buch "Die Schlagzeile" anschaun. Die Geschichte einer Journalistin, die im Sommerloch ihre Zeitung füllen muss und dabei in einen Kriminalfall hineinstolpert.


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"Freiheitsschwingen" erscheint im 2. Quartal 2015

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 10 December 2014 · 212 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Vormärz und 3 weitere...
Es geht weiter mit den "Freiheitsschwingen": Soeben habe ich aus dem Lektorat von PersonalNovel mein lektoriertes Manuskript zurückbekommen. Die neue Lektorin bescheinigt mir einen schönen, lebendigen Schreibstil und gute Kenntnisse der Epoche. So weit ich es bisher überblicke, sind die Anmerkungen und Korrekturen nicht allzu schmerzhaft. Ich werde mich übers Wochenende mal durch den Text hindurchkämpfen.
Wenn alles gut geht, wird das Buch im zweiten Quartal 2015 erscheinen. Es ist ein historischer Roman, der in den Jahren 1832 bis 1838 spielt. Ich erzähle darin die Geschichte einer jungen Frau, die versucht, eine politische Zeitschrift zu gründen. Allerdings hat sie mächtige Feinde, vor allem die Zensurbehörden, die Geheimpolizei und ihren Vater, der von der Rolle der Frau etwas andere Vorstellungen hat als seine Tochter.
Für alle, die die Bücher des Verlags nicht kennen, hier noch der Hinweis: Es handelt sich um ein "personalisiertes Buch". Das bedeutet, ihr dürft Namen, Haarfarbe, Augenfarbe und noch eine Menge andere Merkmale der Hauptfiguren bestimmen und könnt gewissermaßen ganz persönlich in die Romanhandlung eintauchen. Oder eben einen lieben Menschen mit einem ganz persönlichen Buch beschenken.
Wer sich schon einmal informieren will, wie so ein personalisiertes Buch funktioniert, der kann hier in meinen Roman "Die Schlagzeile" hineinschaun.


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"Freiheitsschwingen" noch im Nest

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 14 September 2014 · 319 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Vormärz und 2 weitere...
Die Veröffentlichung meines historischen Romans "Freiheitsschwingen" wird sich noch etwas verzögern. Der Grund ist, dass meine Lektorin nicht mehr da ist.Laut Auskunft des Verlags PersonalNovel wird im Herbst eine neue Lektorin kommen und sich meiner annehmen. Das wäre dann meine dritte für dieses Projekt. Ich hoffe mal, dass es nicht an meinem Manuskript liegt. ;-)
Bis dahin ist das Buch erstmal im Wartezustand. Jedenfalls ist absehbar, dass der Roman nicht, wie geplant, im dritten Quartal dieses Jahres erscheinen wird. Ich hoffe aber, dass es dieses Jahr - und noch rechtzeitig vor Weihnachten - herauskommt. Also bitte alle mal die Daumen drücken, ja? Sowie es da ist, werde ich hier einen Jubelschrei posten, versprochen.


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Guten Flug, "Freiheitsschwingen"!

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 31 July 2014 · 214 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Vormärz und 2 weitere...
Geschafft: Heute habe ich das Manuskript meines Romans "Freiheitsschwingen" ein letztes Mal Korrektur gelesen, noch ein paar Kleinigkeiten ausgebügelt und dann auf "Senden" gedrückt. Jetzt heißt es: Abwarten und hoffen, dass der Text der Lektorin gefällt.
Der historische Roman "Freiheitsschwingen" spielt in den 1830er Jahren. Es ist die Geschichte einer jungen Frau aus dem fiktiven deutschen Kleinstaat Kleinweltwinkel-Obertupfingen, die versucht, eine politische Zeitschrift zu gründen. Inspirieren lassen habe ich mich von den Biographien einiger Vormärzlerinnen, speziell Luise Mühlbach, Luise Otto-Peters und Fanny Lewald, aber vor allem natürlich von den Autoren des Jungen Deutschlands, denen ja, wie einige von euch wissen, mein Herz gehört. Es war sehr spannend für mich, Theodor Mundts Kampf mit den Zensurbehörden, über den ich vor Urzeiten meine Doktorarbeit geschrieben habe, einmal mit den Mitteln eines Romanautors zu schildern. Nein, es wird nicht staubtrocken und literaturwissenschaftlich, versprochen. ;-)
Dass Themen wie Freiheit, Demokratie, Wahlrecht und Postgeheimnis gar nicht so unaktuell sind, wurde mir beim Schreiben immer wieder klar. Zum Beispiel, als ich schrieb, wie sich die Heldin fühlte, als sie einen Polizeispitzel dabei erwischte, wie er ihre geheime Box mit den Liebesbriefen ihres Freundes durchstöberte und auswertete.
Wenn alles klappt, wird das Buch noch innerhalb dieses Quartals im Verlag PersonalNovel erscheinen. Drückt mir die Daumen, dass die Lektorin hin und weg ist von der Geschichte.






Nestis und die verbotene Welle, Juni 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom” sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten” müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen …

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte …

… ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. – Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

Eingefügtes Bild


Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

Eingefügtes Bild


Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

Eingefügtes Bild

Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

Eingefügtes Bild

Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist – und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen – bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

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Nächste Lesungen / Termine

Lesungen

 

Sonnabend, 17. Juni: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Petra Hartmann mit ihrem neuen Kinderbuch "Nestis und die verbotene Welle". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

 

 

Messen, Cons, Büchertische

 

Donnerstag, 25. Mai: Nürnberger Autorentreffen. Vorträge, Gespräche mit Kollegen und die bekannte Nürnberger Gastfreundlichkeit auf der Kultveranstaltung von Ursula Schmid-Spreer. Natürlich bringe ich ein paar Bücher für den Büchertisch mit.

 

Sonnabend und Sonntag, 2. und 3. September: Die HomBuch: Saarländische Buchmesse in Homburg/Saar. Ich bin mit einem Büchertisch vertreten. (Eventuell auch mit einer Lesung). Kulturzentrum Saalbau, Zweibrücker Straße 22, 66424 Homburg. Öffnungszeiten: Sonnabend: 13 – 19 Uhr, Sonntag, 11 – 18 Uhr.

 

Donnerstag, 26., bis Samstag, 28. Oktober 2017: 1. Helgoländer „Lesefestival“. Ich bin voraussichtlich mit einem Büchertisch und einer Lesung aus meinem Helgoland-Märchen "Nestis und der Weihnachtssand" dabei. Infos folgen.

 

Links

Meine Heimseite: www.petrahartmann.de

Mein Gezwitscher: www.twitter.com/PetraHartmann

 

Facebook-Autorenseite: https://www.facebook...nPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei einer Tageszeitung. Anschließend war sie fünf Jahre Redakteurin.
Als Schriftstellerin hat sie sich dem fantastischen Genre verschrieben und verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Termine der Hildesheimlichen Autoren

Mai

 

Sonnabend, 20. Mai: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Bernward Schneider mit seinem neuen Buch "Der Teufel des Westens". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

 

 

Juni

 

Sonnabend, 17. Juni: High Noon mit den Hildesheimlichen Autoren auf Radio Tonkuhle. Diesmal zu Gast: Petra Hartmann mit ihrem neuen Kinderbuch "Nestis und die verbotene Welle". Beginn: 12 Uhr. Livestream: www.tonkuhle.de/livestream

Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms über den "ossianischen Roman": http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Diskutiert mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs über den Meermädchenroman:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Diskutiert mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl über die Anthologie der "Phantastik Girls": http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. In Vorbereitung.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.


Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.


eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012 (Download hier)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte – ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Meine Bücher 1998 - 2011

Angehängtes Bild: Cover_falkenfruehling.jpg

Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

Angehängtes Bild: dieletztefalkin2.jpg

Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus …


Angehängtes Bild: felsBig.jpg

Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ – dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen – etwa die Debatte um Armut und Bildung – in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ – ihren Stil – zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist.

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