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Der Blackthorn-Code: Das Vermächtnis des Alchemisten (Rezension, #48)

Geschrieben von Sierra in Metaphernpark, 17 July 2017 · 109 Aufrufe
Abenteuerroman, Blackthorn und 7 weitere...

Ein todesmutiger Held, der sich mit einer Alchemisten-Sekte anlegt, viel Old-London-Flair und Rätsel en masse, der »Blackthorn-Code« war beim ersten Durchgang der boys & books-Juryarbeit mein Favorit. Dabei mache ich einen weiten Bogen um Apotheker-Romane und um Werke mit »Vermächtnis« im Untertitel ... normalerweise.


Der Blackthorn-Code: Das Vermächtnis des Alchemisten (Rezension, #48)

Inhalt:

Christopher Rowe, ein vierzehnjähriges Waisenkind, lebt beim legendären Londoner Apotheker und Alchemisten Benedict Blackthorn. Christopher könnte eigentlich nicht glücklicher sein, denn sein Meister lehrt ihn nicht nur das gängige Apothekerhandwerk, sondern auch die Entzifferung von Geheim-Botschaften und Rätseln. Doch leider sind es unruhige Zeiten im Jahr 1665: Mörder treiben an der Themse ihr Unwesen und fast immer sind es Apotheker, die getötet werden. Obwohl Lord Richard Ashcombe, der Beschützer des Königs, und seine Leute den Verbrechern dicht auf den Fersen sind, fällt auch Blackthorn der Mordserie zum Opfer. Zusammen mit Tom Bailey, einem befreundeten Bäckersjungen, bleibt Christopher nur wenig Zeit, um die von Blackthorn hinterlassenen Geheimcodes zu entschlüsseln und die Mörder zu enttarnen. Dabei gerät Christopher in den Dunstkreis eines mächtigen Geheimbunds um den Alchemisten Oswyn, der eine Verschwörung gegen den Hofstaat von König Charles‘ plant und dazu eine hochexplosive Substanz – das sogenannte Feuer des Erzengels – herstellen will. In letzter Sekunde kommt Christopher Oswyns Plan auf die Schliche und auf einem abgelegenen Friedhofsgelände entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod.


Beurteilung:

»Geheimnisse über Geheimnisse. Codes innerhalb von Codes« (S. 314) – Dieser Abenteuerroman, der im historischen London des 17. Jahrhunderts spielt, ist ausgesprochen spannend! Kevin Sands gelingt es in der unterhaltsamen Geschichte bravourös rätselhafte, actionreiche und humorvolle Handlungselemente zu verbinden, sodass der junge Leser das Buch vermutlich gar nicht aus der Hand legen will. Christopher, der die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, ist ein sympathischer Protagonist, der in vielen brenzligen Situationen List und alchemistisches Wissen an den Tag legt. Obwohl er ein Waisenkind ist und vielen Lesern diese Lebenslage möglicherweise nicht vertraut ist, eignet sich Christopher dennoch gut als Identifikationsfigur. Sein Freund Tom übernimmt dabei die Rolle des unterstützenden Begleiters. Obwohl er nur ein »Möchtegerne-Soldat« (S. 11) ist, vermittelt er Christopher – und damit auch dem Leser – selbst an besonders geheimnisvollen Orten und in gefährlichen Situationen ein Stück Geborgenheit. Außerdem ist Tom immer für einen lustigen Wortwechsel mit Christopher gut, sodass der Humor in der Geschichte nicht zu kurz kommt.

Der »Blackthorn Code« greift eine ganze Reihe von interessanten Themen auf: Neben dem Kriminalplot, der natürlich sogleich an Arthur Conan Doyles Geschichten um »Sherlock Holmes« denken lässt, werden durch die Themen Freundschaft und die Alchemie – als eine spannende Geheim- und Grenzwissenschaft – weitere Leseanreize geschaffen. Die Geschichte ist aber auch wegen der Überschneidungen zum Mystery-Genre originell. Denn die Rätsel, die Blackthorn seinem Lehrling hinterlassen hat, sind sehr stimmig mit der Handlung verwoben und werden nur schrittweise gelöst. Zum einen wird der Leser aufgefordert, die Codes gemeinsam mit Christopher zu entschlüsseln und so auf beinahe interaktive Weise Anteil am Handlungsfortschritt zu nehmen. Zum anderen dienen die Rätsel als retardierende Elemente, um den dramatischen Höhepunkt der Handlung, die insgesamt nur wenige Tage umfasst, hinauszuzögern.

Der Roman lässt sich flüssig lesen und trumpft mit einem buchstäblich explosiven Showdown auf, bei dem die Verschwörer ihre geballte Ruchlosigkeit an den Tag legen. Für sensible Leser könnten allerdings einige der Kampfdarstellungen womöglich zu einer kleinen Belastungsprobe werden. Andererseits obsiegt Christopher letzten Endes immer dank seiner Cleverness und nicht wegen seiner Kampfkraft. (bf)


Gesamteindruck: ++++ (5 / 5)


Bibliografische Angaben: Kevin Sands: Der Blackthorn-Code. Band 1: Das Vermächtnis des Alchemisten. München: dtv, 2016. S. 330. ISBN: 978-3-423-76148-2. EUR 15,99.

Quelle: boys & books, Juli 2017

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Spider-Man: Homecoming

Geschrieben von Armin in Armin schreibt, 16 July 2017 · 66 Aufrufe

Spider-Man kommt nach Hause, und das sogar im doppelten Sinne. Einerseits bezieht sich das „Homecoming“ im Titel auf einen inhaltlichen Aspekt, den jährlichen Schulball an Peter Parkers High School. Viel wichtiger aber: Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft darf endlich unter dem Dach der Marvel Studios auf der Leinwand agieren. Zwar liegen die Rechte auch weiter bei Sony, doch hat man sich arrangiert und nach den drei Spider-Man-Filmen von Sam Raimi (2002 bis 2007) und den beiden Amazing-Spider-Man-Streifen von Marc Webb (2012 und 2014) wird der Spinnenmensch jetzt endlich ins sogenannte „Marvel Cinematic Universe“ integriert. Nach dem Gastauftritt in „The First Avenger – Civil War“ (2016) nun in einem absolut gelungenen Solo-Film unter der Regie von John Watts, dem erfreulicherweise mindestens zwei weitere folgen sollen.

Peter Parker (Tom Holland) kam im „Civil War“ eher unverhofft zu seinem ersten Einsatz mit den Avengers. Nun wartet er darauf, dass sich Tony Stark (Robert Downey Jr.) oder dessen rechte Hand Happy Hogan (Jon Favreau) für die nächste Mission bei ihm melden. Die denken jedoch nicht daran, den Teenie gleich wieder ins kalte Wasser zu werfen. So hat der junge Held viel Zeit, seine Fähigkeiten auszutesten, sie seinem Kumpel Ned (Jacob Batalon) vorzuführen und der hübschen Liz (Laura Harrier) schöne Augen zu machen. Daneben kümmert er sich darum, dass in seinem Viertel in Queens Recht und Ordnung herrschen – und wenn dazu gehört, einer alten Dame den Weg zu erklären. Spider-Man nimmt aber auch die Verbrechensbekämpfung in die eigene Hand, als er auf einen Waffendeal stößt, in dem es offensichtlich um Alien-Technologie geht. Doch der skrupellose Vulture (Michael Keaton) erweist sich als nicht so leicht zu besiegen.

Gott sei Dank haben die Verantwortlichen nicht den Fehler begangen, zum dritten Mal binnen kurzer Zeit Spider-Mans Entstehungsgeschichte erzählen zu wollen. Kein Spinnenbiss, kein tränenreicher Verlust des Onkels – dankenswerterweise geht es gleich in die Vollen, die Handlung hat von Anfang bis Ende ein hohes Tempo, vor allem glänzt der Film aber mit viel, viel Witz. Damit kommt er deutlich leichtfüßiger als seine Vorgänger daher und ist nicht so sehr aufs ganz große Action-Spektakel ausgerichtet. Das ist überaus sympathisch, weckt Erinnerungen an den Superhelden-Kollegen Ant-Man und darf auch gerne so weitergehen. Dazu passt der neue Darsteller: Tom Holland sieht deutlich jünger aus als Toby Maguire und Andrew Garfield, kommt sehr frisch und frech daher und darf auch mal tollpatschig und übermotiviert sein – das macht einfach Spaß. Wunderbar auch sein Gegenspieler: Michael Keaton, früher als Batman der Held, jetzt der Superschurke, macht seine Sache sehr gut und ist ein ebenbürtiger Widersacher. Erwähnenswert auch: „Spider-Man: Homecoming“ ist endlich mal wieder eine Realverfilmung, in der sich die 3D-Effekte richtig lohnen.

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Radio-Lesung aus "Nestis und die verbotene Welle"

Geschrieben von Petra in PetraHartmann, 13 July 2017 · 36 Aufrufe
Nestis

So klingt die "Verbotene Welle": Mein neues Nestis-Buch ist zwar noch nicht erschienen, aber es gab kürzlich schon eine Radiosendung dazu. Wer die Ausstrahlung auf Radio Tonkuhle verpasst hat, kann die Sendung jetzt auf Youtube nachhören. Rausgeschnitten ist lediglich - aus rechtlichen Gründne - die Musik. Ich hatte die Sache stilecht mit Motörhead untermalt, denkt's euch einfach dazu, ja?

https://youtu.be/E8GVLCgGa2U

Viel Spaß beim Hören!

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Münchhausen [Carlsen/2016]

Geschrieben von yiyippeeyippeeyay in Kais Komik Blokk, 08 July 2017 · 194 Aufrufe
21.Jhdt., Carlsen

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Im Juni las ich diesen deutschen Comic, kam aber zum Monatsende zu dem Schluss, dass mir zu wenig einfällt dazu, um hier was zu schreiben. Ich kaufte das Werk, weil Flix auf dem Cover steht - er ist einer der bekanntesten Berliner Zeichner, und ich lernte ihn ein wenig kennen über die tolle regelmäßige Wochenend-Comic-Seite des TAGESSPIEGELs, die inzwischen leider wieder abgesetzt wurde. Ich ließ das Buch dann nochmal über eine Woche im Hinterkopf gären, und versuche es nun - verspätet - trotzdem.

Was mich stört ist v.a. der Untertitel "Wahrheit übers Lügen", das Kernthema des Plots, der als tragende Struktur die bekannte Geschichte anbietet, aber diesmal nacherzählt von einem alten Münchhausen in einem britischen Gefängnis, im Jahre 1939. Die Leitlinie deutet etwas Tiefsinnigeres an, das aber m.E. nie eingelöst wird. Die einzige Interpretation, die einigermaßen passt, ist dass der Protagonist 2 gewaltige Traumen zu verarbeiten hat, einmal den Untergang seiner Familie betreffend, dann nochmal um ein Jahrzehnt später eine verpasste Gelegenheit, einen großen Krieg zu verhindern. Gegen Ende des Bandes wird aber dann auch das wieder durch das in der Gefängniszelle vom Leser Gesehene widerlegt.

Ist also die erwähnte "Wahrheit", dass Münchhausen ein durch extrem eingreifende schlimme Geschehnisse - ev. PTBS auslösend - vor den Kopf gestoßener Fabulist ist? Dass diese 2 Dinge die einzig wahrhaft geschehenen sind, die er erlebte? Ich bin mir da gar nicht sicher.

Was wie immer bei den M.-Erzählungen Spaß macht, sind die Lügengeschichten "as is", hier durch ihre tolle visuelle Umsetzung. V.a. die Zeiten auf dem Mond - im Comic entgegen allen anderen Seiten in lebendigen Farben gehalten - lassen das Leserherz juchzen; später stellt sich heraus, dass es der Ort ist, wo wahre Menschen leben, die u.a. die Eigenschaft haben, sich in Rauch aufzulösen, wenn sie sterben... q:p

Visuell ist das Comic zu empfehlen, die Zeichnungen dynamisch und realistisch, wobei alle darin vorkommenden Figuren etwas disneyhaft wirken. Auch wirkt der Zeichenstil ab & an wie der von Flix höchstselbst, weswegen ich erst vor ein paar Tagen kapierte, dass Flix hier der Texter war, und Bernd Kissel der Zeichner! Ist es also Flixens 1. Ausflug ins reine Szenaristentum...?

Wer Münchhausen mag, sollte sich den Stoff ruhig mal antun; auch wer Psychoanalytisches in einem Roman bevorzugt. :qdevil: Mehr fällt mir aber in punkto einer Empfehlung nicht ein. Sorry.

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Phantastik-Mags CLN & IF – ein paar subjektive Eindrücke

Geschrieben von T.H. in Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten, 02 July 2017 · 195 Aufrufe

Ich habe die Wahl: Superhelden oder Geisterhäuser?
Oder Beides? Ja, warum denn nicht Beides?
Zwei Magazine – Fanzines ist ja fast schon untertrieben bei dem Format und der Aufmachung – also, 2 Fan-Magazine, die eher ohne kommerzieller Profi-Attitüde daherkommen, aber einen formidablen Eindruck beim Leser und Betrachter hinterlassen, goutierte ich.
Ja, da hat der Fan Recht, wenn er behaupte, der Hofmann ist der „Fanzine-Man“ (® by lapismont - hier). Na ja, das bin ich dann doch nicht, aber immer ein interessierter, neugieriger und dem gemeinen Fan-Erzeugnis ergebener Leser.
Was die neuen Medien aber auch so möglich machen: Dank des Onlinehandelsriesen kann man recht einfach und sogar kostengünstig sein eigenes Buch, oder eben auch Mag, raushauen. Und weil das Jede/r kann und macht, bin ich da eher skeptisch. Ein schönes Titelblatt macht noch keinen Frühling. Aber wenn Leutchen wie Eric Hantsch und Jörg Kleudgen, oder Tobias Reckermann etwas publizieren, dann darf man ruhig mal näher hinschauen.

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Die noch immer frische Ausgabe von Cthulhu Libria Neo widmet sich schwerpunktmäßig den Geisterhäusern in der phantastischen Literatur. Der geneigte Leser (die Leserin natürlich auch) findet überblickgebende Artikel, Rezensionen, auch Stories zum Thema. Schwerpunkt dieses Mags liegt auf dem Sekundärtext. Find ich gut. Die für mich besten Artikel, Beiträge waren das Interview mit Boris Koch und die sehr persönlichen Erinnerungen Uwe Sommerlads an Robert Bloch, anlässlich seines 100. Geburtstages. Der Artikel von und mit Boris Koch hat Jörg Kleudgen geschrieben. Interessanter Weise fügt er seine Interview-Ergebnisse in seinen Essay ein; eine Verfahrensweise, die mir schon früher aufgefallen und im Gedächtnis geblieben ist, als er noch in Gothic und Gothic Grimoire schrieb (eventuell heute noch? ich weiß es nicht, bin etwas weg davon).
Auch schön war Uwe Voehls Beobachtungen zu einem „Gespensterhaus“, auch sehr persönlich und subjektiv gehalten. Hey, Leute, diese persönliche Note – ich dachte ja, das wäre so ein „Alleinstellungsmerkmal“ den NEUEN STERNS! Also, ich mag das ja… Apropos, „wir“ kommen in einem „100 Wörter Horror“-Block auch vor; danke, lieber Uwe, für die guten Worte!
Lars Dangel steuerte zwei wichtig-gewichtige Artikel bei; der eine über Bibliografien, der andere, der mich persönlich mehr ansprach, über Oscar Wilde und dessen erste Übersetzung ins Deutsche. Lars trug viele interessante Personalien zusammen; ich staune mal wieder über sein enormes fundiertes Wissen, das auf eine intensive Erforschung der phantastischen Materie beruht.
Noch ein Interview, diesmal mit Michael Siefener. Auch superinteressant – und an einer Stelle schockierend traurig. Nur das förmliche „Sie“ hat mich irritiert.
An Primärtexten gibt es was ganz Altes und was ganz Junges: Eine Wiederentdeckung von Lars Dangel: Isolde Kurz, die im 19. Jahrhundert auch Phantastik schrieb, und eine Neuentdeckung von Jörg Kleudgen und seiner Goblin Press: Max P. Richter, der nun wirklich zeigt, dass die Phantastik nicht ausstirbt und „die Jugend“ durchaus noch was damit am Hut hat. Der Mann ist 1996 geboren… In der Goblin Press erschien ein Roman von ihm, der hier im Heft befindliche Text ist wohl ein Outtake daraus und zeigt, welche grusligen Gefahren in der skandinavischen Mythologie verborgen sind. (und ich habe so nebenbei dabei gelernt, dass „meine“ Nacht am 21. Dezember ist: Die Thomasnacht, der Beginn der Rauchnächte – am 12. Dezember habe ich Geburtstag… hat das nun was zu bedeuten?)
Insgesamt bin ich ziemlich begeistert und möchte dies hier auch gern an Euch weitergeben.

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Cover: Erik R. Andara !!!!
„Superhelden“ – kennt man aus Film und Comic. Auch aus dem (nur) geschriebenen Wort? Oh ja, gibt es. Ich erinnere mich gern an Michael Bishop und Lansdale, z.B. Und es gibt im deutschsprachigen Phantastikraum auch ein paar aktuelle Beispiele, wo Superhelden kämpfen und siegen und ihr tragisches Dasein fristen, zum einen „Gladium“ aus dem Hause Kastenholz und aus Austria: „ASH – Austrian Superheroes“, mit denen ich mich bis dato kaum befasst hatte; denen begegnen wir im Heft gleich in Form einer Story und in einem Comic. Unterm Strich liegt mir „Gladium“ mehr; ich scheue nur die Serie und ihre vielen Folgen (von denen es bald noch mehr gibt) zurück; Im Heft haben wir aber den schönen Prolog, ein Text voller Andeutungen (na, bravo, muss ich jetzt doch alles lesen?).
Christian Weis, so scheint es mir, ist derzeit sehr aktiv (Exodus…). Seine Superheldenstory ist im „Milieu“ angesiedelt. Das erinnerte mich – auch wegen der Ernsthaftigkeit, an Michael Bishop. Toll!
Sprachlich am besten gefiel mir „Ground Ultra“ von Tobias Reckermann. Na ja, ich habe jetzt – btw. – seinen Erzählungsband „Venom & Claw“ liegen; kurze, ganz kurze und längere Stories. Ich freue mich echt drauf! In dem Text hier kann man wieder die große Stärke des Tobias Reckermann erkennen: Seine große Freude am Formulieren und Philosophieren; ich habe so den Eindruck, dass mir seine Art, schöne, interessante, wichtige Gedanken in vortrefflichen Worten und Wendungen wieder zu geben, derzeit am besten gefällt. (Nun muss sich noch erweisen, dass mir die Ideen dahinter auch so gut gefallen; viele schöne Worte können natürlich auch was überblenden… na, bin gespannt)
„Ground Ultra“ also: Schon mal wieder völlig überraschend und irre, wie er ferne, dystopische, scheinbar völlig vom alltäglichen Erfahrungshorizont entfremdetes Setting mit sozial-ökonomischen, wirtschaftspolitischen Gedanken und Hintergründen verbindet. Wer macht sowas sonst noch? (na, China Miéville vielleicht, und sicher auch Dietmar Dath)
Ob die Stories wirklich Superhelden braucht? Die Welt, in der Tobias seine Story ansiedelt, ist ziemlich borderline; besondere Kräfte scheinen eher Teil des Problems, denn die Lösung zu sein.
Ich glaube, ich habe das richtig gemacht, als ich dachte, der Autor ist für die kurze Form noch besser als beim Romanschreiben. Sein „Gleismeer“ war ja schon eine Wucht, aber diese Art des Andeutens, damit Horizonte erweiternd, ist einfach großartig; ja, ich freue mich dann mal schon auf den… ach, hatte ich ja schon erwähnt.
Lustig wird es in Frank Tumeles „Fliegenpeters Drehbuch“. Das ist keine Superheldenstory, sollte aber eine werden, also ein deutscher Film mit einem Superhelden. Das Drehbuch ist provinziell, also so, wie man es oft deutscher Kinokunst unterstellt. Es ist eine Satire. Hübsch, mit Lokalkolorit und etwas Schenkelklopferhumor. Aber – ein beabsichtigter Kunstgriff? – mit einer schönen Überleitung zu einem anderen deutschen Superhelden: Captain Berlin. Ha, den kannte ich ja vorher schon! Da gibt es die Super8-Filme und jetzt die Comics von Jörg Buttgereit. Feine Sache, schön trashig. Ein langes Interview mit ihm, danke dafür!
Noch mal richtig weird wird es in „Der Gutter sieht das Licht das niemals scheint“. Also, wenn man nicht weiß, was das heißt, ich weiß es nach dem Lesen auch nicht so recht. Dieses „Licht…“ ist übrigens ein Name. Es ist eine weird fantasy, würde ich mal sagen. Das Setting bleibt unkonkret, poetisch ummantelt, irgendwo zwischen amerikanischer Moderne und Zauberer von Oz (oder jedem anderen beliebigen Fantasy-Land). Stil und Plot könnte man – ich mach das jetzt mal einfach so – als Mischung aus Ligotti und Hack’n’Slash bezeichnen (???).
Da es sich um den 2. Teil (Kapitel) einer längeren Story, die mit diesem auch nicht abgeschlossen ist, brauche ich mir vielleicht auch keine Birne zu machen, wenn ich da nicht durchsteige. Aber der Stil ist toll; der erinnert dann auch an den von Tobias: New Weird par excellence.
Das Interview mit Laird Barron wurde leider nicht ins Deutsche übertragen; Schade. Am Schluss noch ein Mini-Manifest zum Magazin-Titel: IF.
Eine für mich weitestgehend runde Sache, die mir irgendwie zeigt, dass es weitergeht mit der Phantastik.

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Dubai Diaries - Episode 250

Geschrieben von Gallagher in Gallaghers Chronik, 17 June 2017 · 245 Aufrufe
Dubai, Diaries

Das war's. Ich bin dann mal weg.

Den letzten Nachmittag in Dubai haben wir damit totgeschlagen, uns im Kino den fünften "Flug in die Karibik" (oder so ähnlich) anzusehen. Mehr konnten wir auch kaum machen: aus dem Hotel mußten wir raus, draußen waren es 51 Grad im Schatten (ohne dass irgendwo Schatten gewesen wäre), und da immer noch Ramadan ist, kam Essen und Trinken in der Öffentlichkeit auch nicht in Frage.

Vorher hatten wir noch versucht, meiner Frau noch einen sogenannten Internationalen Führerschein zu beschaffen, aber die dafür notwendigen Vordrucke waren in der ganzen Stadt vergriffen. Offenbar waren wir nicht die einzigen Ausländer, die das Land verlassen und die gleiche Idee hatten.

Jetzt sitzen wir am Flughafen in der Lounge und warten auf den Flieger nach Europa. Und da wir seit nunmehr fast 19 Stunden auf den Beinen sind, wird es Zeit für ein Nickerchen an Bord.

Gute Nacht, Dubai! TI 29501 signing off...

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Ein paar Fragen an Eva Völler

Geschrieben von heschu in heschu's Blog, 13 June 2017 · 110 Aufrufe
Zeitenzauber, Jugendbücher und 2 weitere...

Die Autorin kennt man wohl eher durch ihre Frauenromane, von denen auch einer verfilmt wurde. Doch Eva Völler ist nicht einseitig. Sie schreibt auch Thriller, Krimis und Reiseromane und bedient das historische Genre.
Aber was mir außerdem noch positiv auffällt, sie verfasst Jugendbücher. Ihre "Zeitenzauber Trilogie" ist lesenswert. Ich mag den unglaublich leichten Schreibstil der Autorin sehr.
Am 21.7.17 kommt der erste Band von "Time School" heraus, ein Roman um eine Zeitreise-Akademie. Das Buch ist für Leser ab 12 Jahre geeignet.
Zum Interview geht es hier.

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Neun Filmkritiken

Geschrieben von Oliver in OliBlog, 13 June 2017 · 105 Aufrufe

Die Mumie
(The Mummy, Alex Kurtzman, USA 2017, 110 Minuten)
Gleich vorweg mal aufgeklärt: Die viele Ablehnung, die dem Film seit dem Start entgegen geschlagen ist, liegt weniger an der Qualität des Films, auch wenn dieser wahrlich kein Meisterwerk ist, sondern häufig daran, dass Marketing, Besetzung der Hauptrolle und Platzierung dieser neuen „Mumie“ im Kinosommer bei Publikum und Kritik völlig falsche Erwartungen geweckt haben – Zitat Variety: „ With Tom Cruise in the lead, the revival was poised to be a beat-the-heat, popcorn-flinging summer blockbuster, a nostalgia grab for millennial fans of the 1999 title..“
Nein!
Eben genau das will/soll der Film nicht sein, ob das nun gut oder schlecht ist, ist eine andere Frage. Dies ist eben nicht eine Fortsetzung der modernen Mumie-Trilogie von Stephen Sommers (ab 1999), die viele noch positiv im Gedächtnis haben. Nein, dieser neue Mumie Film schielt keinesfalls wie die vorherige Trilogie auf die Indiana Jones-Filme, sondern besinnt sich tatsächlich auf die alten Boris Karloff-Filme aus den 1930ern und zitiert auch andere Horror-Filme von (besonders deutlich) „American Werewolf“ bis „Night of the Living Dead“, sowie insbesondere die vier spanischen „Reitenden Leichen“-Filme mit ihren zum Leben erweckten untoten Kreuzrittern. Daraus bezieht diese „Mumie“ aber auch durchaus ihren Charme, auch wenn die Unentschiedenheit des Films ihn nie richtig fesselnd werden lässt. Er lässt sich zwar auf Horror ein, ist aber als Sommer Blockbuster dafür letztlich zu harmlos und nicht spannend genug, und es war sicherlich nicht die beste Idee, einen eigentlich reinen Horrorstoff in die Hülle eines Tom Cruise-Kinosommervehikels zu wickeln. Denn so bekommen wir schon ein wenig Action, aber nicht zu viel, etwas Humor, aber nicht zu viel, etwas Horror, aber nicht zu drastisch, so dass letztlich von allem nicht zu viel – zu wenig ist. Eine Katastrophe ist der Film nicht (ist das ein Lob?), aber schon irgendwie unrund; der Zug kommt an, aber schlingernd. Das mystische Brimborium macht durchaus Spaß, wenn man sowas mag und die ersten Spurenelemente des neuen Dark Universe (Universals Gegenangebot zum Marvel Cinematic Universe und dem DC Extended Universe) wecken auch Lust auf mehr – nicht, weil man unbedingt die hingeworfenen Handlungsbrocken erklärt oder weitergesponnen haben möchte, sondern einfach, weil dies alles schon Erzählpotential birgt. Das man aber natürlich in Zukunft auch richtig nutzen muss.
Aktivposten sind die toughe und bildhübsche Annabelle Wallis (bitte mehr solche Rollen für die Dame!) als Heldin und Love Interest von Tom Cruise, sowie ein glucksend aufgeblasener Russel Crowe als Nick Fury, äh nein, als (ja DER) Dr. Jekyll und Chef einer Geheimorganisation gegen das Böse™. Schöner Score von Brian Tyler, und vereinzelt gelingen Regisseur Alex Kurtzman einige sehenswerte Einfälle, auch wenn ihn wohl niemand als visionären Filmemacher bezeichnen würde.
Von einem gelungenen, runden Eindruck kann man ernsthaft bei dieser „Mumie“ nicht sprechen, dafür passt zu viel nicht zusammen und vor allem, zu viele Szenen handeln von Menschen, die in halbdunklen Kammern und Hallen herumstehen. Nur herumstehen, ein Glück ist dieses Werk für einen Sommerblockbuster recht kurz ausgefallen und man reitet in deutlich unter zwei Stunden dem Abspann entgegen. Als seltsamer Hybrid eines groß budgetierten Horror-Films ist der Film eine Sichtung aufgrund seiner Schauwerte und des dezenten Gothic-Touches aber durchaus wert. Natürlich vor allem für Zuschauer, die die Universal-Monster sowieso mögen (der Verfasser dieser Zeilen ist da zugegeben voreingenommen). Next Stop: ‚Frankensteins Braut‘ von ‚Gods & Monsters‘-Regisseur Bill Condon im Februar 2019 – das hört sich immerhin toll an. 7/10 Punkte

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Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe
(Fifty Shades Darker, James Foley, USA 2017, 131 Min (extendcd cut)/118 Min Kinofassung)
Die Fortsetzung des großen Erfolgsfilms basierend auf den Millionen-Sellern von E.L. James erweist sich als ziemliche Mogelpackung: „Gefährlich“ ist hier nichts und „dunkler“ ist der Film auch nicht als der Vorgänger, eher im Gegenteil. Die Romanze von Ana und Christian dreht nach einer Versöhnung einfach eine weitere Runde und, nein, gipfelt kann man eigentlich nicht schreiben, also nicht gipfelt sondern enthält 3-4 kurze Sex-Szenen, die in Länge und mangelndem drauf einlassen das höchst seltsame Gefühl beim Zuschauen wecken, dass die Filmemacher diese schnell hinter sich bringen wollen – eine erstaunliche Attitüde bei einem Film, der nun schon hauptsächlich als Erotik-Film vermarktet werden soll. Vielleicht sind die weiblichen Fans dieser Reihe da genügsamer – wenn man z.B. einen Jurassic World-Film fast ohne Dinos in die Kinos bringen würde, würden sich wohl doch einige mehr beschweren. Die Handlung schleppt sich durch bemerkenswert lange 131 Minuten im extended cut von einer Verwicklung und Romance-Standard-Situation (leider ziemlich geschäftig abgehakt alles) zur nächsten, und bevor alles zu sehr still steht, darf Christian mal wieder kurz für maximal vier Sekunden zu der in solchen Filmen üblichen klebrigen Fahrstuhlmusik Ana von hinten.. Abblende. Eine Zod-Hommage („Kneel!“) wird immerhin bleiben von dem Film, die ist grandios – ob gewollt oder nicht, ist ja letztlich egal. Irgendwie sind diese Filme keine völlig totale Katastrophe, nüchtern gerechnet kommt man (und vor allem: Frau) mit einem baccara-Romanheft aus dem Supermarkt aber einfach günstiger weg. 4/10 Punkten.

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Nocturnal Animals.
(Tom Ford, USA 2016, 116 Minuten)
Der neue Film von Designer und Regisseur Tom Ford ist diesmal ein komplex und kunstvoll erzählter, düsterer Thriller, der sich freilich etwas zu sehr in seiner Düsternis und Kunstgewerblichkeit gefällt. Die bei Tom Ford üblichen erlesenen Bilder und einige wirklich großartige filmische Momente (wie zum Beispiel die Schlussszene) heben den Film aber schon weit aus der Masse heraus. 8/10 Punkte

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Split
(M. Night Shyamalan, USA 2017, 117 Minuten)
Der große Comeback-Film von M. Night Schyalalan erweist sich tatsächlich als unglaublich fesselnd gelungen. Ein grandios gestalteter Thriller, der aus seiner seltsamen Prämisse: ‚Schizophrener Täter mit 23 Persönlichkeiten hält drei junge Frauen gefangen‘ ein Maximum an Wirkung erzielt. James McAvoy empfiehlt sich mit seiner herausragenden Darstellung bereits jetzt für die nächste Oscar-Verleihung. Die Schluss Wendung will nicht so richtig zu dem Film passen, was man aber auch nicht ernsthaft als Vorwurf aufwerfen kann, da die Verbindung zu einer gewissen Trilogie (Teil 3 folgt in anderthalb Jahren) in Shyamalans-Werk sich ja auch erst am Ende erschließen soll. 8/10 Punkten

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Sully
(Clint Eastwood, USA 2016, 96 Minuten)
Man kann über Tom Hanks ja denken was man möchte, aber für solche Rollen wurde er geschaffen. Der Film erzählt die wahre Geschichte von der glücklichen Notlandung einer Passagiermaschine auf dem Hudson River aus dem Jahr 2009 nach und übt Kritik an den offiziellen Ermittlungen, wobei er die Flugaufsichtsbehörden in einem schlechten Licht darstellt, was insbesondere bei staatsgläubigen Filmkritikern einigen Backlash erzeugt hatte. Dies ist ein Film, wie ihn nur Clint Eastwood inszenieren kann: Denn er schafft es gleichzeitig packend, spannend und aufregend zu sein, aber auch völlig unaufgeregt und entspannt daher zu kommen. Eastwood erweist sich auch als bemerkenswert konzentriert – nicht jeder Stoff verlangt Eastwoods sonst übliche zwei Stunden Plus, hier kommt er tatsächlich mal mit gut anderthalb Stunden aus, was dem Film sehr gut tut. 8/10 Punkten

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La La Land
(Damien Chazelle, USA 2016, 128 Minuten)
Der eine der beiden großen Oscar Gewinner 2016 (neben „Moonlight“) erweist sich bei näherer Betrachtung doch ein wenig als Scheinriese. Dieses grundsympathische Musical um die alten Themen künstlerischer Erfolg vs. künstlerische Integrität erzählt seine sattsam bekannte Geschichte etwas zu sehr so, als wäre es etwas Neues, was doch leicht verwundert. Die Musicalnummern sind eher rar gesät, erstaunlicherweise. Ferner scheint die teilweise hysterische Liebe, die dem Film entgegen geschwappt war, wohl daher auch zu rühren, dass die in solchen Musicalnummern mögliche befreiende visuelle Fantasie in den letzten Jahren im Mainstream-Kino rar geworden ist und viele Zuschauer, die in der Regel sowieso mit Musicals fremdeln, sich dessen entwöhnt haben. Vielleicht ist das etwas ungerecht, aber da waren die MGM-Musicals vor acht Jahrzehnten durchaus gewagter, schmissiger und einfallsreicher. Die in sehr breitem Scope-Format (2,55:1) fotografierten, gesucht schönen Bilder bezaubern trotzdem, ebenso wie die beiden wirklich vortrefflichen und intensiven Hauptdarsteller Emma Stone und Ryan Gosling, weswegen der Film schon sehenswert ist. Vielleicht hatte man von Damien Chazelle nach dem bezwingenden, meisterlichen „Whiplash“ auch einfach etwas anderes erwartet, als ein solch entspanntes Zurücklehnen; was natürlich sein gutes Recht und kein Vorwurf ist. 7/10 Punkten

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xXx 3: Die Rückkehr des Xander Cage
(D.J. Caruso, USA 2017, 107 Miuten)
Vin Diesel erweckt seine alte Quasi-James Bond Franchise von vor 15 Jahren wieder zum Leben und gestaltet sie nunmehr im Stile seiner größten Erfolge, der Fast & Furious Filme: Wir bekommen also auch beim dritten Triple-X Film jetzt eine Art Film-Familie und völlig abgedrehte Action Szenen zu sehen. Wobei letztere natürlich auch schon die USPs bei den Vorgängern waren. Das alles ist eine Nummer kleiner als beim großen Bruder F&F in Budget, Aufwand und Einfallsreichtum, trotzdem sehr schön anzusehen, wenn diesmal eine noch deutlich internationalere Besetzung antritt mit großen süd- und ostasiatischen Stars. Letzteres erklärt wohl auch, dass der Film dort ein Riesen-Hit war – nicht aber in den USA. Da inzwischen die Kaufkraft des asiatischen Marktes (vor allem von China) mehr als ausreichend ist um Hollywood-Sequels anzuschieben, dürfte ein Teil 4 irgendwann amtlich sein. Trotz einiger wirklich fulminanter Action-Szenen (Regisseur D.J. Caruso hat sich nach dem katastrophal inszenierten und montierten „Eagle Eye“ (2008) deutlich gesteigert) muss man dem Film ein Verbrechen vorwerfen: Der in der Regel atemberaubende Tony Jaa wird kriminell ungenutzt verschwendet in seiner zu kleinen Rolle. 7/10 Punkten

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Lethal Warrior / Kill Zone 2 / SPL 2: A Time for Consequences
(Cheaung Pou-Soi, HK/China 2015, 118 Minuten)
Diese größer aufgestellte Fortsetzung zu dem modernen Hongkong Klassiker SPL von Wilson Yip aus dem Jahr 2005 hat mit dem Vorgänger eigentlich fast nichts gemein, bis auf ein, zwei Namen in der Besetzung, darunter auch Simon Yam, dessen Figur den Vorgänger nicht überlebte und der hier eine andere Rolle spielt. Dies hier ist ein Klopp-Vehikel für Tony Jaa, macht insofern also alles richtig, und enthält einige tolle Momente, vor allem ein wirklich grandios gestaltetes, eindrückliches Finale. Für Martial Arts Fans mehr als sehenswert. 8/10 Punkten

The Perfect Weapon
(Titus Paar, USA/SWE/SP 2016, 89 Minuten)
Kein übliches Steven Seagal-Vehikel (und sein siebenter, wiederhole SIEBENTER Film 2016!!), sondern eine Dystopie um eine Diktatur im ‚Hunger Games‘-Stil. Seagal spielt diesmal den bösen Diktator, der auch kurz einmal seine Martial Arts-Künste zeigen darf. Witze über Steven Seagals Körpergewicht und mangelnde Beweglichkeit die letzten 15 Jahre sind nun mehr als genug gemacht worden, insofern darf man hier eher traurig registrieren, dass man in einer Szene das untrügliche Gefühl hat, dass der arme Seagal sogar seine Arme nur noch schwer hoch bekommt – und alle anderen seiner Action-Szenen höchst seltsam montiert sind, so dass zwar Defizite kaschiert werden, aber keine Wucht aufkommen kann. Der bar jeglicher Einfälle und Esprit inszenierte, budgetmäßig verhungernde Film ist beim Abspann bereits vergessen, auch wenn einige nicht allzu blutige Action-Szenen zumindest leidlich unterhalten. 4/10 Punkte

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Rund um "Atlan in Not"

Geschrieben von MoiN in Parallele Universen 2, 31 May 2017 · 136 Aufrufe

(Hier werden von Zeit zu Zeit Beiträge erscheinen, die näher oder entfernter mit der Geschichte zu tun haben...)

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Kolumne: Die Geißel der Autoren: Lektoren!

Geschrieben von HMP in Haempes Gedankenspiele und anderes..., 23 April 2017 · 269 Aufrufe

Wer braucht schon Lektoren? Kann man sich doch alles sparen!


Die Geißel der Autoren: Lektoren!


Viel Lesevergnügen!

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Mengerbeben

Geschrieben von HMP in Die 9. Expansion, 17 April 2017 · 287 Aufrufe

Der offizielle Klappentext für "MENGERBEBEN", Band 16 unserer Reihe.

Sie sind von Hardan entkommen, ehe die Keimzelle explodierte und Hardan vom Mengerraum und somit vom Rest der Galaxis isolierte. Sind derartige Explosionen, für die man manipulierten MELK benötigt, ein Weg, die Hondh in die Knie zu zwingen?
Auf Uwardu schmiedet man aufgrund der Erkenntnisse, die Ganges und Go’Satis lieferten, parallel noch einen anderen Plan.
Doch die Fünfte Kolonne und die Rebellen um Ta‘Engos müssen erkennen, dass sie nicht die Einzigen sind, die einen Plan verfolgen. Und dass sie in diesem Plan nur Figuren auf dem kosmischen Schachbrett einer unbekannten Macht sind ...


Im September 2017 ist es soweit.

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Die Rückkehr #14

Geschrieben von Peter Georgas-Frey in Peter Georgas-Frey's Blog, 26 February 2017 · 410 Aufrufe

Hinweis: Da war sie wieder: die ungewollte Pause! Ohne mich rausreden zu wollen, das Berufsleben :help: und das nahe Ende der Artikel-Reihe hat mich von diesem Beitrag abgehalten. Denn: Ja! Heute folgt der letzte Beitrag. :bigcry:
Kapitel 14 ist zeitgleich das Ende von Buch 1 der "Rückkehr" und ich bleibe beim gleichen Prinzip, wie bei der "Heimkehr": Nur Hintergründe zu Buch 1 (der 3).
Allerdings: dieses Mal werde ich die Arbeit an diesem Blog nicht, wie nach der "Heimkehr" einstellen, sondern im Rahmen meiner Möglichkeiten fortsetzen. :jumpgrin:
Bis zum Herbst steht die nächste Veröffentlichung an und auch, wenn der nächste Teil der Aurumer-Reihe noch warten muss, ich glaube, mit dem neuen Buch werde ich auch euren Lesegeschmack treffen. B-)


An diesem Punkt der Ereignisse sollte der Übergang vom Ende der "Heimkehr" zu den Ereignissen der "Rückkehr" geschafft sein. Zeit meinen Lieblingsbösewicht Curt Riens wieder ins Spiel zu bringen. :devil: Er hat es endlich geschafft jemand zu überzeugen, dass sein Niedergang nicht gerechtfertigt war und die Existenz der Aurumer keine Erfindung, sondern Tatsache.
Ein ehemaliger Mitarbeiter von ihm, der es zu Ansehen gebracht hat, ist bereit sich Beweise vorlegen zu lassen. Und die bietet Riens: in Form von Papieren und Dateien und einem reichen Satz an Unterlagen in einem Cloud-Speicher. :excl:
Langsam gelingt ihm, die Skepsis seines Gegenüber nach und nach abzubauen. Gerade, als er ihm in der Cloud, technischen Unterlagen zeigen will, die niemals von Menschenhand geschaffen sein können, beginnt jemand alle Dateien aus dem Online-Speicher zu löschen. :ninja:
Die beiden können nur zusehen, wie jemand versucht die gesamte Anwesenheit der Aurumer aus dem irdischen Bewusstsein verschwinden zu lassen :o


Liebe Besucher, ich danke euch sehr für das gezeigte Interesse, seit bitte geduldig, wenn die Einträge tröpfeln, kann ja auch sein, dass man mich :ufo: ... :whistling:

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Pause oder Ende ...

Geschrieben von valgard in Sternenportal, 02 February 2017 · 78 Aufrufe

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig ob ich hier schließen soll!?
Vorläufig ist PAUSE hier angesagt
Wie lange?

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Neuerscheinung "Der ganz reale Tod" von Frank Mause, tredition/Hamburg

Geschrieben von Frank Mause in Neuerscheinung "Der ganz reale Tod", 01 September 2016 · 965 Aufrufe
Buch, Science Fiction, Kassel und 2 weitere...

Neuerscheinung "Der ganz reale Tod" von Frank Mause, tredition/Hamburg Hallo!
Ich möchte euch meinen ersten Roman vorstellen, der am 2. August bei Tredition/Hamburg erschienen ist:

Trailer: https://youtu.be/ht-_3IsbDno

Titel: "Der ganz reale Tod - Verloren zwischen Netz und Wirklichkeit"
Autor: Frank L. Mause
Genre: Science-Fiction made in Germany, Thriller, Agententhriller, Kassel
Format: Paperback 15,99 €, Hardcover 24,99 €, Ebook 3,99 Euro

Inhalt:
Action, Technik, Verwirrung, Spannung - eingebettet in eine verrückte Welt in rund fünfzig Jahren, eine Welt, wie sie eigentlich niemand will! Doch ist das ganz real, mitten unter uns, hier, in Deutschland? Sie glauben völlig unmöglich? Nein, nur eben sehr unwahrscheinlich, so wie eine Kern­schmelze in einem Atomkraftwerk im Osten Frankreichs! Jah­re nach dieser nuklearen Katastrophe startet die Geschichte: Jorik Nigge arbeitet für das öffentliche Sicherheitsmanage­ment der UN in Kassel. Bei der Fahndung nach Terroristen verbringt er unanständig viel Zeit in der Realität. Als es end­lich eine vielversprechende Spur gibt, sterben Kollegen. Sein Chef lässt ihn fallen, wie eine heiße Kartoffel. Und dann ist da noch dieser undurchsichtige Joes Soestken, der vor der buchstäblich mangelhaften Wirklichkeit in eine Art virtuelle Wohlfühlwelt geflüchtet ist. Jetzt hat er Stress mit einem unheimlichen Wesen namens Hugo Weise aus dem Netz. Doch wie passt das zusammen? Jorik Nigge schlüpft in eine Tarnidentität und gemeinsam mit Joes Soestken verfolgen sie diesen Weise, einen Hybriden aus Mensch und Maschine. Die Jagd führt sie quer durch eine sich immer mehr ver­mischende Welt aus Realität und Virtualität. Auf dem Mond stellen sie schließlich fest: Der Tod ist ganz real!


Zum Autor:
Frank L. Mause, geboren 1964 in Bruchhausen an den Steinen (Hoch­sauerland), durchlief ab 1984 eine knapp zehn Jahre währende Lauf­bahn vom Rekrut bis zum Offizier. In dieser Zeit studierte er Geodäsie an der Universität der Bundeswehr München und leistete Verwaltungshilfe beim „Aufbau Ost“ in Sachsen-Anhalt. 1996 schloss er das 2. Staats­examen ab und trat in den hessischen Landes­verwaltungs­dienst ein. Seit 2010 ist er Leiter des Amtes für Boden­management Kor­bach.
Mause lebt mit seiner Familie in Bad Arolsen, fährt gern Rad und liest viel – meist natürlich Science-Fiction. Seine „Privatbibliothek“ umfasst mehr als 500 Romane, geschätzt noch einmal so viel lieh er aus. So auch den ersten Roman, an den er sich erinnert: „Das Sternenreich Mo“ von Richard Koch – vor ca. 40 Jahren für 5 Pfennige aus der Bibliothek der Kirchengemeinde.
Ausführliche Infos, Trailer und Leseprobe:
http://www.frankmause.de

Wenn Euch das Buch gefallen hat, bin ich an positiven Bewertungen und Rezensionen interessiert.

Danke und viel Freude mit dem Buch
Frank L. Mause


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SF-Dinosaurier im Januar

Geschrieben von † a3kHH in SF-Dinosaurier, 20 December 2015 · 1419 Aufrufe

Ein neues Flugzeug - die Concorde
TERRA SF 490 - Murray Leinster : Die Lauscher in der Tiefe
Hightech 1965 - Lohnabrechnung mit IBM-Lochkarten
TERRA SF 489 - Eric Frank Russell : Das Grundrecht des Universums
Fritz-Otto Busch : Die Strandung der finnischen Bark "Paul"
Bionda / Krain (Hrsg.) : Funken der Unendlichkeit
Terra SF inside - TERRA lacht ... über Thor Konnat
TERRA SF 486/487 - Robert A. Heinlein : Abenteuer im Sternenreich
TERRA SF inside - Fandom 1966
TERRA SF 485 - Ernst Vlcek : Der Fluch der Unsterblichen
TERRA SF inside - Perry Rhodan (18)
TERRA SF 484 - Chad Oliver : Menschheitsdämmerung
TERRA SF inside - Perry Rhodan (17)
TERRA SF 483 - Kurt Brand : Im Para-Dschungel
TERRA SF inside - Perry Rhodan (16)
TERRA SF 482 - Daniel F. Galouye : Zweikampf der Giganten
Terra SF inside - Perry Rhodan (15)
TERRA SF 481 - Hans Kneifel : Der lautlose Fremde
TERRA SF 478/479 - Stanislaw Lem : Eden
TERRA SF 480 - Randall Garrett : Der Denker und die Rebellen
TERRA SF 477 - E. C. Tubb : Die Mondstation
TERRA SF 476 - H. G. Ewers : Der Scout und der stählerne Götze
TERRA SF 475 - Milton Lesser : Die Weltensucher
TERRA SF 474 - Richard Koch : Flug in die Antimaterie
TERRA SF 304 - H. G. Ewers : Der Tod eines Botschafters
Lois McMaster Bujold : Diplomatic Immunity
Michael K. Iwoleit : Ein paar wohlüberlegte Anmerkungen
Lois McMaster Bujold : A Civil Campaign
Lois McMaster Bujold : Komarr
Lois McMaster Bujold : Memory
Lois McMaster Bujold : Cetaganda
Lois McMaster Bujold : Ethan of Athos
Lois McMaster Bujold : Mirror Dance
Lois McMaster Bujold : Brothers in Arms
Lois McMaster Bujold : The Vor Game
Lois McMaster Bujold : The Warrior's Apprentice

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Schülerfragen

Geschrieben von Ines in Ines' Blog, 26 November 2015 · 5692 Aufrufe

Auf die Frage, was meinen Schülern so zum Thema durch den Kopf geht ... diese Fragen:

Warum kommen die Flüchtlinge zu uns?
Warum finden alle Deutschland toll?
Warum gibt es Krieg bei den Flüchtlingen?
Warum streiten sich so viele?
Wann kommt der Krieg zu uns?/ Kommt der Krieg zu uns?
Warum gibt es Krieg? Wie entsteht Krieg? Warum machen die Menschen das?
Warum sind die Anschläge genau losgegangen, als die Flüchtlinge zu uns kamen?
Woher kommt der Name/das Wort Flüchtlinge?
Wie geht es den Flüchtlingen?
Wer macht den Krieg?
Warum wollen sie jetzt auch Krieg in Deutschland führen?
Warum führen sie in Syrien Krieg?
Wie viele Menschen sind noch in Gefahr?
Wie viele Menschen kommen nach Deutschland?
Wie viele Flüchtlinge sind auf der Flucht?
Warum mag jemand die Flüchtlinge nicht?
Wann sind die Flüchtlinge hergekommen?
Was ist schlimmer: Bomben oder Krieg?
Warum bekommen die Flüchtlinge Geld von uns?
Gehen die Flüchtlinge auch nach China?
Welche Länder nehmen die Flüchtlinge auf?

Ich hab schon so eine Idee, wie ich das bei meiner Arbeit einbauen will. aber ... wie würdet ihr antworten? Pickt euch was raus!
Gruß Ines

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Neues von der Raumzeitlegende!

Geschrieben von Sah-Gahn in Raumzeitlegenden, 27 February 2015 · 1530 Aufrufe

Hallo liebe Science-Fiction Freunde!

Wie angekündigt, gibt es Neuigkeiten von der "Raumzeitlegende!" Das E-Book gibt es jetzt mit erweiterter Leseprobe.
Hinzugefügt ist das Kapitel - Die Orbitalstationen!
Hier noch mal der Link: http://bit.ly/1EvK4sr
Viel Spaß beim lesen wünscht,
Sah-Gahn!

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AGM-Magazin 23

Geschrieben von Nina in Von Chaos bis Zukunft - Ninas Blog, 23 February 2015 · 3238 Aufrufe
AGM-Magazin

Auch in der 23. Ausgabe des AGM-Magazins sind wieder Beiträge von mir über Bücher zu finden.

Eingefügtes Bild

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Das Richtungsding

Geschrieben von T. Lagemann in Oberon, 31 October 2014 · 1590 Aufrufe

Aufs Podest kann mein Text am 8.11. nicht mehr kommen, für den Publikumsentscheid sind andere Texte nominiert - aber "Hammer und Eisel" hat es immerhin in die kommende Ausgabe der Literaturzeitschrift "Das Richtungsding" - http://richtungsding.de/ geschafft. Nach dem 4. Platz beim Putlitzer Preis das zweite Mal in diesem Jahr, das ich mit "Literatur" Erfolg gehabt habe. Und da ich dieses Jahr, bedingt durch den Berufswechsel, sehr wenig geschrieben haben, kann ich also zufrieden sein - die "Quote" stimmt. Und das nehme ich zum Anlass, um ein paar Worte über das Oberon Projekt zu verlieren - tot ist das Ding nicht. Überhaupt nicht. Aber mir fehlt es leider an Zeit, um den Roman zu schreiben. Und so werde ich das Jahr mit drei Texten zu interessanten Ausschreibungen ausklingen lassen. Um dann im neuen Jahr, wenn das Arbeitsaufkommen geringer sein wird, voller Energie - und vor allem: durchgeplant! - das Projekt Oberon nicht nur anzugehen, sondern auch zu beenden. Ach ja, und natürlich bin ich nächste Woche Samstag bei der Premiere des Richtungsding VIII in Mülheim (Ruhr). Ich möchte hören, was die geschrieben haben, die um die Gunst des Publikums lesen.

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Vorankündigung- "Gedanken aus Übermorgen"

Geschrieben von Tobias Tantius in Tobias Tantius' Blog, 24 October 2014 · 3461 Aufrufe

Hallo zusammen,
noch ein paar Tage, dann beginnt (jedenfalls für mich) eine neue Ära.

Mein erstes Print-Buch GEDANKEN AUS ÜBERMORGEN erscheint demnächst.
Eine Sammlung meiner besten Sci-fi-Kurzgeschichten aus den letzten 20 Jahren.

Warum versagt eine Meisterin der Genesis?
Wer ist der Koffer-Mann oder was ist ein Sternensammler?
Was ist der Schatz von Paran und wo ist er zu finden?
uvm.

Antworten darauf findet ihr im Buch/E-Book Anfang November 2014.
Ich melde mich dann mit einem neuen Hinweis. :-)

Beste Grüße
Tobias Tantius
_______________________________
Links

http://www.unser38.de/wolfsburg-stadtmitte/kulturelles/unter-wolfsburg-neuer-roman-von-tobias-tantius-in-arbeit-d9469.html


Bücher:
http://www.xinxii.de/adocs.php?aid=37154 alle Bücher auch bei amazon, thalia usw.

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