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H. P. Lovecraft


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29 Antworten in diesem Thema

#1 pu_king81

pu_king81

    Mikronaut

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Geschrieben 30 October 2010 - 15:44

Hallo,

ich haette Bock mich ein wenig bei Lovecraft und seinem Mythos einzulesen. Kann mir jmd eine mglst sinnvolle Reihenfolge empfehlen? Womit fange ich am besten an?

Danke und Gruss,
pu

#2 Gast_Frank W. Haubold_*

Gast_Frank W. Haubold_*
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Geschrieben 30 October 2010 - 16:33

Hallo,

ich haette Bock mich ein wenig bei Lovecraft und seinem Mythos einzulesen. Kann mir jmd eine mglst sinnvolle Reihenfolge empfehlen? Womit fange ich am besten an?

Danke und Gruss,
pu


Aus stilistischer Sicht: am besten gar nicht. :thumb:

Kopfeinzieh

FWH

#3 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 30 October 2010 - 16:43

:thumb: Ich stimme Frank vorbehaltlos zu ;)
Stilistisch ein Grauen ohne Gleichen, welches jedem anständigen Lektor der heutigen Zeit in den Wahnsinn treiben und graue Haare wachsen lassen würde :o
Also passend zum Mythos um die großen Alten :lol:
Ansonsten kann ich dir aus der Phantastischen Bibliothek des Verlags Suhrkamp, Band 19, "H.P.Lovecraft, Cthulhu" empfehlen. ISBN 3-518-36529-0
empfehlen.

Da bekommst du einen schönen Einblick in den Mythos.

LG

Dirk :huh:

#4 Bungle

Bungle

    Infonaut

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Geschrieben 30 October 2010 - 19:53

Wenn du aus der SF-Ecke kommst, kann ich dir "Berge des Wahnsinns" und "Die Farbe aus dem All" empfehlen.
Man könnte meinen, der SF-Fan würde auf gutem Stil stehen ;)
Nicht alle Lovecraft-Fans sind stilblind, man kann auch mit einem schlechten Stil oder besser trotz eines schlechten Stils den Leser fesseln, und HPL konnte das. Aber manchmal überschreitet HPL die Grenze zur Selbstparodie.

#5 Nina

Nina

    Europas repräsentativster Fan ;-)

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Geschrieben 30 October 2010 - 20:05

Ich finde, dass Lovecraft einen wunderbaren Stil hat. Ich kann stundenlang nur in den Worten schwelgen.
Es ist halt Geschmackssache, was jemand mag. Ich beispielsweise bin Fan von langen Schachtelsätzen im Stile Lovecrafts, während ich mit den teils minimalistischen Sätzen von King wenig anfangen kann.

Aber die Frage lautete ja nicht "Schreibt Lovecraft gut?", sondern, womit man zu lesen anfangen sollte. Wer einen kurzen Eindruck/Überblick will, dem kann ich das Lovecraft-Lesebuch von Suhrkamp empfehlen. (Wer alles lesen will und am liebsten schöne Hardcover sammelt, dem weniger.) Da sind berühmte Kurzgeschichten drin wie "Ruf des Cthulhu" ebenso wie der meiner Ansicht nach sehr gelungene Kurzroman "Der Schatten aus der Zeit".
Eingefügtes Bild

#6 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 30 October 2010 - 22:10

Ich stimme Nina zu:
Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten :o
Lovecrafts Stil steht ja auch nicht zur Debatte, sondern sein Werk, eben der Mythos um Cthulhu.
Sorry, wenn dadurch meine ernst gemeinte Empfehlung unterging:

Ansonsten kann ich dir aus der Phantastischen Bibliothek des Verlags Suhrkamp, Band 19, "H.P.Lovecraft, Cthulhu" empfehlen. ISBN 3-518-36529-0
empfehlen.
Da bekommst du einen schönen Einblick in den Mythos.


Dennoch finde ich, dass man kurz auf seine Art zu Erzählen eingehen sollte, damit der unbedarfte Neugierige, der bisher von dem Mythos vielleicht nur modernere Umsetzung kennt, keinen Kulturschock erleidet ;)
Ich habe zum Beispiel nur eine Kurzgeschichte gebraucht, bis ich meine "Atmung" gefunden hatte, mit der ich seine Schachtelsätze lesen konnte, ohne das ich aus dem Takt kam.
Es ging auf alle Fälle leichter als man vielleicht nach meinen Worten vermuten mag, denn sie können eine hypntotische Wirkung ausüben!
Sehr schöne Beispiele für diese Wirkung des lovecraftschen Erzählens sind für mich "Die Musik des Erich Zann" und die bereits genannte "Farbe aus dem All".

Meine Empfehlung lautet aber auf alle Fälle, die Geschichten Lovecrafts nciht in der Bahn oder so zu lesen.
Ein ruhiger Ort ohne Ablenkungen ist absolut empfehlenswert.
Nicht nur was das Lesen an sich betrifft, auch die Stimmung kommt so viel besser rüber.
Einen King verputze ich notfalls auch in der überfüllten S-Bahn, was ich mir bei Lovecraft nicht unbedingt zutrauen würde ;)

LG

Dirk ;)

#7 Gast_Jorge_*

Gast_Jorge_*
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Geschrieben 31 October 2010 - 00:41

"Berge des Wahnsinns"


Guter Tipp...die Verfilmung(R.: Guillermo del Toro, P.: James Cameron) wird gerade in Angriff genommen.

#8 ✝ Christian Weis

✝ Christian Weis

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Geschrieben 31 October 2010 - 08:54

Ansonsten kann ich dir aus der Phantastischen Bibliothek des Verlags Suhrkamp, Band 19, "H.P.Lovecraft, Cthulhu" empfehlen. ISBN 3-518-36529-0
empfehlen.

Da bekommst du einen schönen Einblick in den Mythos.

Oder "The Best Of H. P. Lovecraft" aus dieser Suhrkamp-Reihe (Band 332, ISBN 3-518-39052-X). Damit hab ich mir mal einen Überblick über Lovecrafts Werk verschafft (beinhaltet: Die Ratten im Gemäuer, Cthulhus Ruf, Der leuchtende Trapezoeder, Die Farbe aus dem All, Der Außenseiter, Der Schatten aus der Zeit, Schatten über Innsmouth). Nichts, was ich sonst noch gelesen habe (was allerdings nichts besonders viel ist), ist deutlich davon abgewichen - für einen Einstieg vielleicht ganz passend.

Ein Wort ist mir im Gedächtnis geblieben, das er immer wieder verwendet hat: Titanisch. ;)

#9 molosovsky

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Geschrieben 31 October 2010 - 09:50

Suhrkamps »Cthulhus Ruf« ist ein guter Einstieg.

Da aber die Übersetzung Lovecrafts heikel ist, empfehle ich, es mal mit Lovecraft im Original zu versuchen.
Quelle: Wikisource - Lovecraft

Grüße
Alex / molo

MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.

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#10 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 31 October 2010 - 10:52

Ich liebe Lovecraft. Zusammen mit Lem und Dick war er mein Einstieg in die Phantastik.

"Die Berge des Wahnsinns" sind ein guter Anfang, ebenso "Der Fall Charles Dexter Ward".

"Die Berge des Wahnsinns" ist auch als Hörbuch sehr gut, gelesen von David Nathan.

#11 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 31 October 2010 - 11:39

Da aber die Übersetzung Lovecrafts heikel ist, empfehle ich, es mal mit Lovecraft im Original zu versuchen.
Quelle: Wikisource - Lovecraft

Ein spannender Link. Da werd ich mich demnächst mal über die Originaltexte hermachen.

Habt ihr alle die Suhrkampbücher oder besitzt auch jemand die Gesamt-Ausgabe der Edition Phantasia bzw. aus dem Festa-Verlag?

#12 ShockWaveRider

ShockWaveRider

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Geschrieben 31 October 2010 - 13:02

Ein Wort ist mir im Gedächtnis geblieben, das er immer wieder verwendet hat: Titanisch. ;)

Mir blieb ein anderes Lovecraftsches Lieblingswort in Erinnerung: uralt. Im Original vermutlich "ancient".
So beschrieb er die Riesenamöben, auf die die Mittelschichtkinder aus den behüteten Dörfchen Neu-Englands in den verlassenen Bergwerken trafen. Viel mehr erfährt man über diese langlebigen, voluminösen, wirbellosen Troglodythen allerdings nicht.

Ihr merkt es vielleicht schon: Ich kann mit Lovecraft wenig bis gar nichts anfangen.
Deshalb gehe ich auch gleich wieder raus aus dem Thread.

Gruß
Ralf

Bearbeitet von ShockWaveRider, 31 October 2010 - 15:50.

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ShockWaveRiders Kritiken aus München
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Denn er tut sich verbitten
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  • (Buch) gerade am lesen:D. Lessing "Die sentimentalen Agenten im Reich Volyen"
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#13 Lucardus

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Geschrieben 31 October 2010 - 16:40

Ein spannender Link. Da werd ich mich demnächst mal über die Originaltexte hermachen.

Habt ihr alle die Suhrkampbücher oder besitzt auch jemand die Gesamt-Ausgabe der Edition Phantasia bzw. aus dem Festa-Verlag?

Die alten Suhrkamp-Taschenbücher. Bei den neueren finde ich, hat Suhrkamp aus jeder längeren Story ein eigenes TB gemacht. Früher waren oft zwei oder drei zusammengefasst, das kam für den Leser günstiger.

Eventuell ist ist Festa-Ausgabe eine Option, aber die kenne ich nicht.

Mich haben früher die Traumland-Geschichten fasziniert, vor allem "Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath" (oder so ähnlich).
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Wer mal reinschauen will: http://www.goodreads.com/

#14 pu_king81

pu_king81

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Geschrieben 31 October 2010 - 20:37

Hallo,

erstmal danke fuer die Antworten. Da ich aus der SF komme wuerde ich doch lieber nicht mit Berge des Wahnsinns anfangen da was ich aus der Wikipedia entnehme der Mythos SF-maessig aufgeklaert wird.

Ich habe eigentlich keine Ahnung von dem Zeug, und eigentlich hoert es sich auch ziemlich krank an was der Mann da zusammengeschrieben hat, aber irgendwie fasziniert es mich.

Ich wuerde fuer den Beginn erstmal das phantastische erhalten wollen um dann am Ende die "Aufloesung" zu bekommen (wenn ich denn die Wikipedia richtig verstanden habe).

Was den Stil angeht, ist der im Englischen auch so grauselig oder ist das hier eher ein Problem der Uebersetzung?

Gruss,
pu

#15 Susanne11

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Geschrieben 01 November 2010 - 09:57

Hallo,

erstmal danke fuer die Antworten. Da ich aus der SF komme wuerde ich doch lieber nicht mit Berge des Wahnsinns anfangen da was ich aus der Wikipedia entnehme der Mythos SF-maessig aufgeklaert wird.

Ich habe eigentlich keine Ahnung von dem Zeug, und eigentlich hoert es sich auch ziemlich krank an was der Mann da zusammengeschrieben hat, aber irgendwie fasziniert es mich.

Ich wuerde fuer den Beginn erstmal das phantastische erhalten wollen um dann am Ende die "Aufloesung" zu bekommen (wenn ich denn die Wikipedia richtig verstanden habe).

Was den Stil angeht, ist der im Englischen auch so grauselig oder ist das hier eher ein Problem der Uebersetzung?

Der Stil ist mitnichten grausig, sondern etwas altertümlich, was aber gut zu den Erzählungen passt.

Die Schachtelsätze sind garnicht so schachtelig und problemlos lesbar.

#16 Lucardus

Lucardus

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Geschrieben 01 November 2010 - 12:51

Was den Stil angeht, ist der im Englischen auch so grauselig oder ist das hier eher ein Problem der Uebersetzung?

Da gewisse Leute hier sowieso fast ausschließlich negative Aussagen vom Stapel lassen, würde ich an deiner Stelle erstmal einfach selbst rein lesen und mir das Lesen nicht von vornherein von den "Bewahrern der Lesekultur" vermiesepetern lassen.
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#17 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 01 November 2010 - 13:45

Hallo pu-king81

Hallo,

erstmal danke fuer die Antworten. Da ich aus der SF komme wuerde ich doch lieber nicht mit Berge des Wahnsinns anfangen da was ich aus der Wikipedia entnehme der Mythos SF-maessig aufgeklaert wird.


Kann ich verstehen. Aber welche Reihenfolge du da beim Lesen einschlägst ... puhh, da bin ich ratlos?

Ich habe eigentlich keine Ahnung von dem Zeug, und eigentlich hoert es sich auch ziemlich krank an was der Mann da zusammengeschrieben hat, aber irgendwie fasziniert es mich.


:lol: Das ist weniger krank, als vielmehr genial :D

Ich wuerde fuer den Beginn erstmal das phantastische erhalten wollen um dann am Ende die "Aufloesung" zu bekommen (wenn ich denn die Wikipedia richtig verstanden habe).


Dann vermute ich einfach mal, dass meine Empfehlung dir da am ehesten zusagen würde. Das TB beginnt recht "locker" mit der Geschichte "Pickmans Modell" und endet mit "Cthulhus Ruf", was einen schönen Querschnitt bietet, mit dem du eigentlich gut in den Mythos einsteigen kannst.

Was den Stil angeht, ist der im Englischen auch so grauselig oder ist das hier eher ein Problem der Uebersetzung?


Schwer zu sagen.
Wenn du bisher sprachlich eher moderne Sachen gelesen hast, egal ob im englischen Original oder in der Übersetzung, wirst du vielleicht einige Male die Stirn runzeln ;) Er schreibt eben so, wie es zu seiner Zeit angebracht war, was manchmal anstrengend ist, teilweise aber auch schon damals als überholt galt. Schachtelsätze, zahlreiche Adjektive und "Lieblinge des Monats" wie die bereits erwähnten Worte "titanisch" oder "uralt" kommen teilweise in Rudeln daher ;) Auch einige Beschreibungen seiner Geschöpfe, oder des Grauens, überlies Lovecraft gerne der Phantasie seiner Leser.
Heute würde man damit keinen Lektor aus dem Lesesessel reissen, was ich mit meinen launigen Bemerkungen zu Lovecrafts Stil ausdrücken wollte.
Lovecraft ist zudem nach meiner persönlichen Lesart (die nicht die eines "Bewahrers der Lesekultur ist ;) ) eher etwas für die gute Stube, als für ein Wartezimmer oder die S-Bahn.
Man gewöhnt sich aber nach meinem Gefühl recht gut an seinen Stil, wenn man dabei bleibt, und nicht zwischendurch noch andere Sachen liest ;)

LG

Dirk :rolleyes:

#18 molosovsky

molosovsky

    Phantastik-Fachdepp

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Geschrieben 01 November 2010 - 13:57

Ein paar Anmerkungen von einem, der als Teen und Twen ein ganz arger Lovecraft-Fan war.

1) Ich finde, dass Lovecraft weder als *genial* noch als *krank* am treffensten tituliert ist. Er war sehr *eigenartig*. Seiner Zeit zum Teil hinterher (Stil), teilweise aber auch vorraus (kosmisches Grauen).

2) Loveceraft schrieb (größtenteils) mitnichten im Stil seiner Zeit, sondern orientierte sich mit seiner Schreibe zu einem Gutteil an der Vergangenheit, z.B. E. A. Poe oder Alexander Pope.

Gute Einsteiger-Geschichten? Ich rate zu den kürzeren, z.B. "Pickmans Modell", "Cthulhus Ruf", "Die Farbe aus dem All", "Die Musik des Erich Zann", "Der Flüsterer im Dunkeln", "Der leuchtende Trapezoeder". Von den längeren Geschichten empfehle ich "Schatten über Insmouth".

Grüße
Alex / molo

MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.

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#19 ANUBIS

ANUBIS

    Bibliophilus Maximus

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Geschrieben 01 November 2010 - 23:13

Die neu Überstzungen der Festa Ausgaben sind sehr gelungen und "leichter" zu lesen,weil sprachlich angepasst. Die alten Surkamp Ausgaben wurden ja bekanntlich von H.C.Artmann übersetzt und nicht annähernd originalgetreu;-)
Greetz
" Der erste Trank aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott "

Werner Heisenberg,Atomphysiker
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#20 Gerd

Gerd

    Giganaut

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Geschrieben 02 November 2010 - 00:18

Zur Übersetzung der Festa-Ausgaben kann ich nichts sagen, weil ich die nicht kenne, aber die Suhrkamp-Ausgaben sind mitnichten alle von H.C. Artmann übersetzt worden. Artmann hat nur den ersten Sammelband ("Cthulhu") übersetzt, der Großteil der restlichen Suhrkamp-Bände wurde von Rudolf Hermstein übersetzt, und er hat das imho sehr ordentlich gemacht.

Nicht alle Neuübersetzungen sind besser. Manche sind halt nur "neu" ... :lol:
Sudden moroseness. One hop too far.

#21 pu_king81

pu_king81

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Geschrieben 02 November 2010 - 20:36

Da von zwei verschiedenen Leuten "Pickmans Modell" und "Cthulhus Ruf" genannt wurden, so werde ich damit anfangen. Mal gucken was es da fuer Versionen auf booklooker gibt.

Was den sprachlichen Stil angeht, da bin ich nicht so empfindlich da ich sprachlich schon immer ne Niete war. Und ob das nun im schlimmsten Fall im Stile der Ilias/Oddysee ist, damit kann ich leben. Und schlimmer als die Schachtelsaetze im Kapital kanns wohl kaum sein ;-)

Also danke nochmal fuer die Tipps. Ein Vorschlag waere noch vielleicht ein Abstimmung ueber die beste Startgeschichte hier ins Forum zu stellen von einem der den Ueberblick ueber das Lovecraftsche Werk hat. Kann man ja dann sortieren und entsprechend sich die Buecher zusammenkaufen. Zumindest mir wuerde das sehr helfen.

Gruss,
pu

#22 ANUBIS

ANUBIS

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Geschrieben 02 November 2010 - 21:01

@Gerd
natürlich hast Du recht( ist die einzige S. Ausgabe die ich auf Deutsch besitze..ausser den neuübersetzten von Frank....ich habe Lovecraft nur i´m O. gelesen), aber ich habe niemals behauptet die Dt.Übersetzung wäre schlecht...im Gegenteil.IMHO ist sie sogar besser als das Original.Immerhin war Lovecraft ein stilistischer Dünnbrettbohrer.

@Pu_king81

Sorry,ganz vergessen*gg*..ich würde als Einstieg unbedingt die Storysammlung"Cthulhu" empfehlen.Darin enthalten sind folgende Geschichten:
Celephais
Die Katzen von Ulthar
Das Verderben, das über Sarnath kam
Iranons Suche
Stadt ohne Namen
Arthur Jermyn
Das merkwürdige hochegelegene Haus im Nebel
Träume im Hexenhaus
Pickmanns Modell
Die Musik des Erich Zann
Grauen in Red Hook
Der Flüsterer im Dunkeln
Das Grauen von Dunwich
Cthulhus Ruf
Der Schatten aus der Zeit
und ein Nachwort:
H.P.L. : Anhänger der Dekadenz aus Neu-England

Aber vielleicht solltest Du Dir überlegen auch gleich etwas von Arthur Machen( von dem Lovecraft ordentlich "geklaut" hat) oder E.A.Poe mitzubestellen:-)
Greetz
Edit:Rechtschreibfehler

Bearbeitet von ANUBIS, 02 November 2010 - 21:25.

" Der erste Trank aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott "

Werner Heisenberg,Atomphysiker
  • (Buch) gerade am lesen:Der Totenerwecker von Wrath James Wright
  • (Buch) als nächstes geplant:???
  • • (Film) als nächstes geplant: ???
  • • (Film) Neuerwerbung: EUREKA-Season 5

#23 † a3kHH

† a3kHH

    Applicant for Minion status in the Evil League of Evil

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Geschrieben 02 November 2010 - 21:25

Aber vielleicht solltest Du Dir überlegen auch gleich etwas von Arthur Machen( von dem Lovecraft ordentlich "geklaut" hat) oder E.A.Poe mitzubestellen:-)

Oder die klassischen Mars-Romane von Leigh Brackett.

#24 Angela Fleischer

Angela Fleischer

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Geschrieben 09 March 2011 - 11:03

Ich persönlich finde den Stil ziemlich passend. Natürlich sind die Sätze oft verschachtelt und sehr altmodisch formuliert, aber genau dieses "barocke" Element verleiht den Geschichten eine gewisse Stimmung. Hin und wieder grenzt es an die Selbstparodie, stimmt schon, aber diese Abschnitte kann man überlesen.
  • (Buch) gerade am lesen:Asimov: The Currents of Space
  • • (Buch) Neuerwerbung: Wüstensehnsucht

#25 Jakob

Jakob

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Geschrieben 09 March 2011 - 14:03

Wenn ich noch meinen Senf dazugeben darf:

Wenn du Lovecraft als SF-Autor kennenlernen willst, lies "Die Farbe aus dem All", m.E. seine beste Geschichte.
Wenn dich die Mythologie interessiert, lies "Cthulhus Ruf" - finde ich persönlich allerdings eher schwach, wie sowieso der Cthulhu-Mythos für mich eigentlich ein eher uninteressanter Nebenaspekt von Lovecrafts Werk ist.
Schön gruselig und in Sachen Motive und Erzählweise eher klassische Schauerliteratur ist "Träume im Hexenhaus", damit wirst du am besten fahren, wenn du einfach Horror erwartest.
Wenn du schließlich ein verspieltes dunkles Märchen magst, lies "Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath".

Und wenn du kannst, nimm das Original. Wenn nicht, solltest du nach allem, was man hört, zumindest eher zu den Festa-Übersetzungen als zu denen bei Suhrkamp greifen.

Und ja, Lovecraft ist stilistisch teilweise verkorkst, seine Figuren sind, wenn überhaupt präsent, holzschnittartig, und viele Geschichten sind definitiv nicht "gut". Allerdings haben einige auch eine enorme Wucht, die schlicht und einfach durch die Konsequenz entsteht, mit der er seine Motive ausarbeitet. Frank Haubold hat diese Geschichten offenbar nicht gelesen oder verstanden, beachte ihn am besten gar nicht.
"If the ideology you read is invisible to you, it usually means that it’s your ideology, by and large."

R. Scott Bakker

"We have failed to uphold Brannigan's Law. However I did make it with a hot alien babe. And in the end, is that not what man has dreamt of since first he looked up at the stars?" - Zapp Brannigan in Futurama

Verlag das Beben
Otherland-Buchhandlung
Schlotzen & Kloben
Blog
  • (Buch) gerade am lesen:Zachary Jernigan, No Return/James Tiptree Jr., Zu einem Preis
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel R. Delany, Dunkle Reflexionen/Thomas Ziegler, Sardor - Der Flieger des Kaisers
  • • (Buch) Neuerwerbung: Julie Phillips, James Tiptree Jr. (Biographie)
  • • (Film) gerade gesehen: Oblivion
  • • (Film) als nächstes geplant: Star Trek Into Darkness
  • • (Film) Neuerwerbung: American Horror Story (Serie)

#26 Lucardus

Lucardus

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Geschrieben 09 March 2011 - 19:06

Guter Tipp...die Verfilmung(R.: Guillermo del Toro, P.: James Cameron) wird gerade in Angriff genommen.

Offenbar leider nicht mehr.
Goodreads: Ich lese gerade" (sorry, nur für "Mitglieder" sichtbar)
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#27 Tiff

Tiff

    D9Expansionaut

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Geschrieben 26 August 2015 - 20:24

KNFs Meinung zu Lovecraft: http://enpunkt.blogs...ft-zum-125.html

 

 

Was hängen blieb, waren Bilder und Empfindungen, für die der Begriff »unwohl« echt passt.

 

Das unterschreibe ich. Stilistisch ist Lovecraft etwas eigenartig, aber er schafft es, ein Unwohlsein zu hinterlassen. Seine Erben, z.B. Michael Marrak, sind ja damit nicht minder erfolgreich. Der Stil hat sich etwas geändert, ist moderner geworden, aber die Vorlage ist unverkennbar.  Mehr als ein Drittel des eher schmalen belletristischen Werks von Lovecraft muss man nicht gelesen haben, Cthulhu sollte aber irgendwie dabei sein.



#28 quanat

quanat

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Geschrieben 10 April 2019 - 09:44

Der Verlag S. Fischer (Tor) hat 2017 eine mit über 900 Seiten umfangreiche Sammlungen aller wichtigen sogenannten Akham-Erzählungen in Neuübersetzung (Leslie S. Klinger) herausgebracht. Die Sammlung besticht insbesondere durch Ihre aufwendige Kommentierung und Zusammenstellung historischer Zeugnisse und Illustrationen. Neben dem Lesegenuss der Texte Lovecrafts findet der Leser hier textbegleitend eine bisweilen kritische und tiefer gehende Analyse, welche auch literarische und historische Kontexte offenlegt:

 

https://www.fischerv...k/9783596037087

 

Leseprobe: https://www.fischerv...596-03708-7.pdf

 

Die grösste Gnade, die uns die Natur hat zuteilwerden lassen,

ist wohl das Unvermögen des menschlichen Geistes,

alle seine Inhalte miteinander in Beziehung zu setzen.

Wir leben auf einer beschaulichen Insel
der Unwissenheit inmitten schwarzer Ozeane der Unendlichkeit,

und es ist nicht unsere Bestimmung, weit hinauszusegeln.

 

Erste Zeilen aus H. P. Lovecraft: Cthulhus Ruf

 

u1_978-3-596-03708-7.60898576.jpg



#29 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 10 April 2019 - 10:16

Das Buch ist sehr teuer, für echte HPL-Fans aber unverzichtbar.

 

Etwas umständlich zu lesen. Eigentlich wäre ein Steh-Pult angemessen, aber ein sehr stabiler Notenständer tut es auch.



#30 Waffeleisen

Waffeleisen

    Pyronaut

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Geschrieben 11 April 2019 - 08:43

Da muss ich erstmal richtig Geld verdienen ...


(Buch) gerade gelesen: Robert C. Wilson - Spin
(Buch) gerade am Lesen: Andreas Eschbach - Ultramarin
(Buch) als nächstes geplant: DvdB - Tod einer Agentin
(Buch) Neuerwerbung: Mark Lawrence - Waffenschwestern



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