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"Die Welt geht unter!" - Erdbeben nicht nur in Japan


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331 Antworten in diesem Thema

#61 Turbinenreiter

Turbinenreiter

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Geschrieben 14 March 2011 - 19:18

was ich nicht verstehe; man könnte doch auch mit photovoltaikanlagen reich werden, korruption betreiben (z.b. standorte), bei der produktion leute ausbeuten, ja sogar umweltschädliche stoffe freisetzen, lobbyarbeit betreiben und parlamente kaufen - sprich, auch mit sauberer energie könnte man so richtig schön böse und gierig sein. und das alles OHNE müll zu produzieren der jahrtausende lang strahlt und OHNE das risiko der verwüstung riesiger landsrtiche bei fehlfunktionen.

da man bei den erneuerbaren viel mehr forschen, entwickeln und neu bauen müsste, könnte man damit ja sogar noch viel mehr geld bewegen.

irgendwie bitter.
so viele sachen könnte man so einfach besser machen.

#62 † a3kHH

† a3kHH

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Geschrieben 14 March 2011 - 19:26

Und deshalb sind alle "Japse" dämlich?

Genauso wie die "Technologiebeherrschung [...] bei den fleißigen Japanern wohl maximal" ist. Ganz davon abgesehen habe ich nicht von allen Japanern gesprochen, sondern von genau denen, die diese Sch... zu verantworten haben.

#63 Pirx

Pirx

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Geschrieben 14 March 2011 - 19:32

was ich nicht verstehe; man könnte doch auch mit photovoltaikanlagen reich werden, korruption betreiben (z.b. standorte), bei der produktion leute ausbeuten, ja sogar umweltschädliche stoffe freisetzen, lobbyarbeit betreiben und parlamente kaufen - sprich, auch mit sauberer energie könnte man so richtig schön böse und gierig sein. und das alles OHNE müll zu produzieren der jahrtausende lang strahlt und OHNE das risiko der verwüstung riesiger landsrtiche bei fehlfunktionen.

da man bei den erneuerbaren viel mehr forschen, entwickeln und neu bauen müsste, könnte man damit ja sogar noch viel mehr geld bewegen.

irgendwie bitter.
so viele sachen könnte man so einfach besser machen.


Investitionen zählen heute zu den nicht wirklich beliebten Angelegenheiten. Egal ob in Wissenschaft, Wirtschaft oder auf dem Arbeitsmarkt. "Unternehmer" (auch die kleinen) bilden Fachkräfte nicht aus, sondern stöhnen durchgehend über deren Mangel.
Gruß

Pirx
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#64 Angela Fleischer

Angela Fleischer

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Geschrieben 14 March 2011 - 20:44

Vielleicht solltest Du Dich vor dem Posten einmal informieren. Oder zumindestens lesen, was andere hier bereits gepostet haben.
Die dämlichen Japse haben das AKW verfallen lassen, um noch mehr Profit da rauszuziehen. Nix "fleißige Japaner", nix "Technologiebeherrschung", sondern Korruption und Profitgier. Und keiner der "heroischen AKW-Mitarbeiter" hat vorher sein Maul aufgemacht und auf die Probleme hingewiesen. Auf gut deutsch : In der einen oder anderen Form war exakt so ein Desaster der japanischen Kernkraftwerke zu erwarten.


So viel ich weiß haben die in den höheren Ebenen eine Menge Druck. Wenn das Unternehmen in Konkurs geht, verlangt die Gesellschaft mehr oder weniger von den Betreibern, dass sie sich der Ehre wegen von einem Hochhaus stürzen. Ich finde es überhaupt nicht gut, was die Betreiber getan haben und immer noch tun, aber die Wurzeln des Unglücks liegen vielleicht teilweise auch in diesem mittelalterlichen Ehrenkodex.

Bearbeitet von Angela Fleischer, 14 March 2011 - 20:46.

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#65 † a3kHH

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Geschrieben 14 March 2011 - 20:56

So viel ich weiß haben die in den höheren Ebenen eine Menge Druck. Wenn das Unternehmen in Konkurs geht, verlangt die Gesellschaft mehr oder weniger von den Betreibern, dass sie sich der Ehre wegen von einem Hochhaus stürzen. Ich finde es überhaupt nicht gut, was die Betreiber getan haben und immer noch tun, aber die Wurzeln des Unglücks liegen vielleicht teilweise auch in diesem mittelalterlichen Ehrenkodex.

Ich bezweifle doch sehr stark, daß eine vernünftige Konzernführung gegen irgendeinen Ehrenkodex verstösst. Eher scheint es mir so zu sein, daß die Auslegung des "Gesicht wahrens" dazu geführt hat, daß Kriminelle geschützt werden.

#66 Angela Fleischer

Angela Fleischer

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Geschrieben 14 March 2011 - 21:01

Ich bezweifle doch sehr stark, daß eine vernünftige Konzernführung gegen irgendeinen Ehrenkodex verstösst. Eher scheint es mir so zu sein, daß die Auslegung des "Gesicht wahrens" dazu geführt hat, daß Kriminelle geschützt werden.


Warum sparen sie am Material? Weil sie wegen der Konsequenzen, wenn sie pleite gehen, Angst haben. Aber die Gier könnte natürlich auch der entscheidende Motivator dabei sein.
Dass das "Gesicht wahren" Kriminelle schützt, kann ich mir auch gut vorstellen. Wahrscheinlich kommt es dort nicht so gut, dem Boss zu widersprechen oder ihn gar anzuzeigen.

Bearbeitet von Angela Fleischer, 14 March 2011 - 21:01.

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#67 Lomax

Lomax

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Geschrieben 14 March 2011 - 21:32

Ach so, die Japaner setzen auf Atomkraft, weil geothermische Energie so extrem gefährlich ist und sie die sauberen und billigen AKW's vorziehen.

Ich habe erst mal keine allgemeine Analyse zu "Geothermie vs. Atomenergie" in Japan angefangen. Ich habe nur ganz konkret deinen Vorschlag von der Anzapfung der Yellowstone-Magmakammer aufgegriffen. Was eine neue Technologie wäre. Die möglicherweise neue Risiken hat, die man vorher nicht bedenkt. Genau wie die Atomenergie irgendwann eine neue Technologie war, die andere Leute als "sichere und saubere Technologie" angepriesen haben, "bei der gar nichts passieren kann". Also so ziemlich genau wie du es jetzt mit der Geothermie getan hast.
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass Geschichte sich wiederholen könnte und dass man neue Technologien auch genau anschauen sollte, bevor man sie einführt.

Eine neue Technologie ist nicht schon darum gut und sicher, nur weil sie anders ist, als die "böse" Technik, die man jetzt hat, und weil man die Risiken noch nicht kennt. Ganz im Gegenteil ist das genau die Denkweise und der Weg, der bis heute zur Atomkraft geführt hat.
Ich wollte also nicht darauf hinweisen, dass "Geothermie extrem gefährlich sein könnte"; wer weiß das schon. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass deine Art, wie du jetzt Alternativen zur Atomkraft anpreist, sehr viel Ähnlichkeit zu der Denke hat, die uns in den 50er Jahren die heutigen Probleme eingebrockt hat, und dass man gerade, wenn man mit dem Status Quo nicht zufrieden ist, diese Fehler nicht wiederholen sollte und anstatt allzu viel Euphorie zu zeigen, schon im Vorfeld die möglichen Risiken bedenken sollte.

Ich möchte mal an dieser Stelle die Theorie in den Raum stellen, diejenigen, die die große gefährliche Technologie der Zukunft bauen und die damit Menschen gefährden und umbringen, das werden keine Dystopisten sein, die akribisch fiktive Risiken ausmalen. Die Schuldigen für die Katastrophen von morgen werden positive Utopisten sein, die sich nur die Vorteile einer neuen Technik ausmalen und alles für gut und sicher halten. Und vermutlich, lass mich raten, werden diese Leute zynisch reagieren, wenn jemand sie auf mögliche Risiken aufmerksam macht :fun:
"Modern Economics differs mainly from old Political Economy in having produced no Adam Smith. The old 'Political Economy' made certain generalisations, and they were mostly wrong; new Economics evades generalisations, and seems to lack the intellectual power to make them." (H.G. Wells: Modern Utopia)

#68 † a3kHH

† a3kHH

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Geschrieben 14 March 2011 - 21:43

Ich möchte mal an dieser Stelle die Theorie in den Raum stellen, diejenigen, die die große gefährliche Technologie der Zukunft bauen und die damit Menschen gefährden und umbringen, das werden keine Dystopisten sein, die akribisch fiktive Risiken ausmalen. Die Schuldigen für die Katastrophen von morgen werden positive Utopisten sein, die sich nur die Vorteile einer neuen Technik ausmalen und alles für gut und sicher halten. Und vermutlich, lass mich raten, werden diese Leute zynisch reagieren, wenn jemand sie auf mögliche Risiken aufmerksam macht :fun:

Das sehe ich etwas anders.
Ich bin vollkommen Deiner Meinung, was die Risikobetrachtungen vorhandener und "neuer" Technologien angeht. Ich glaube aber, und da fühle ich mich durch die Vorgänge in Japan bestätigt, daß die Gefährdung weniger von den Visionären als mehr von den Geschäftsführern ausgeht. Letztere haben nämlich meistens kein irgendwie geartetes Interesse an den Technologien, sondern nur an ihrem Geldbeutel. Und so wird fix alles, was der Vorsorge und den Sicherheitsinteressen dient, aus kommerziellen Gründen eingespart. Und gegen alles, was dem Lebensstandard der breiten Bevölkerung dient, wird opponiert. Beispiel Smog im Ruhrgebiet. Beispiel Bleifrei-Benzin und Kat. Beispiel Energieversorger in Deutschland ... und in Japan.

#69 simifilm

simifilm

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Geschrieben 14 March 2011 - 22:06

Das sehe ich etwas anders.
Ich bin vollkommen Deiner Meinung, was die Risikobetrachtungen vorhandener und "neuer" Technologien angeht. Ich glaube aber, und da fühle ich mich durch die Vorgänge in Japan bestätigt, daß die Gefährdung weniger von den Visionären als mehr von den Geschäftsführern ausgeht. Letztere haben nämlich meistens kein irgendwie geartetes Interesse an den Technologien, sondern nur an ihrem Geldbeutel. Und so wird fix alles, was der Vorsorge und den Sicherheitsinteressen dient, aus kommerziellen Gründen eingespart. Und gegen alles, was dem Lebensstandard der breiten Bevölkerung dient, wird opponiert. Beispiel Smog im Ruhrgebiet. Beispiel Bleifrei-Benzin und Kat. Beispiel Energieversorger in Deutschland ... und in Japan.


Ist das nicht praktisch, wenn man immer irgendwelchen geldgierigen Dunkelmännern die Schuld an allem Übel dieser Welt geben und sich selbst als mündiger Bürger, Stimmberechtigter und Konsument vollkommen aus der Verantwortung nehmen kann?

Mod-Bemerkung molosovsky: Ein Lang-Zitat mit so einer knappen spöttischen Bemerkung zu kontern ist schon schlechter Stil. Wenn das dann der erste Beitrag im Thread ist, doppelt schlechter Stil. Wenn Dein Beitrag zudem auf einen Forumsteilnehmer reagiert, mit dem Du schon öfter Geschimpfe zum Ärger dritter hattest, dreifach schlechter Stil.

Logo, kein Wunder, dass a3kHH sich im nächsten Beitrag sich dann hinreissen läßt, auf dem Nieh-pfau weiterzumachen. (Schade Schade. Ihr seid doch beide sonst zum Klugsein so befähigt.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

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Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#70 † a3kHH

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Geschrieben 14 March 2011 - 23:16

Ist das nicht praktisch, wenn man immer irgendwelchen geldgierigen Dunkelmännern die Schuld an allem Übel dieser Welt geben und sich selbst als mündiger Bürger, Stimmberechtigter und Konsument vollkommen aus der Verantwortung nehmen kann?

Wenn Du des Lesens mächtig wärst, hättest Du die Berichte über die Korruption der TEPCO lesen können. Aber es ist ja einfacher, rumzupöbeln als zu denken.

#71 Angela Fleischer

Angela Fleischer

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Geschrieben 15 March 2011 - 00:59

Tatsache ist jedenfalls, dass gerade Menschen, die sich für das Anhäufen von Geldmitteln interessieren, besonders tolle Manager sind. Denn wenn man etwas gerne macht und sich auskennt, ist man natürlich besser qualifiziert als einer, der das nicht so gerne macht und sich genauso gut auskennt.
Mein eigener Onkel ist auch Raubtierkapitalist.

Bearbeitet von Angela Fleischer, 15 March 2011 - 01:20.

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#72 Lomax

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Geschrieben 15 March 2011 - 01:26

Ich glaube aber, und da fühle ich mich durch die Vorgänge in Japan bestätigt, daß die Gefährdung weniger von den Visionären als mehr von den Geschäftsführern ausgeht.

Da kann ich dir nicht widersprechen. Es ist natürlich so, dass Innovationen, wenn sie erst mal etabliert sind und Gewinn abwerfen, letztlich "gemanagt" werden, und dass das menschliche Versagen dann meist auf dieser Stufe Einzug hält. Und dass die neuen Entwicklungen meist auch erst in den Händen dieser, hm, "Verwerter" ihr hässliches Gesicht zeigen.
Trotzdem steht am Anfang doch meist ein (unkritischer) Visionär, und das unangemessene Verhalten späterer Verwerter gehört im Grunde auch nur zu den Risiken, die in der ersten Euphorie nicht bedacht werden, obwohl sie im Grunde berechenbar sind. Auch das muss man halt vor Augen haben bei der Risikobewertung, dass halt jede Neuentwicklung später nicht "vernünftig" gebraucht wird, sondern vorzugsweise fehlertolerant genug sein sollte, um menschliche Dummheiten auszuhalten.
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#73 valgard

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Geschrieben 15 March 2011 - 04:57

Ist das nicht praktisch, wenn man immer irgendwelchen geldgierigen Dunkelmännern die Schuld an allem Übel dieser Welt geben und sich selbst als mündiger Bürger, Stimmberechtigter und Konsument vollkommen aus der Verantwortung nehmen kann?

Als Stimmberechtigter und Konsument hat man so viel Einfluß auch nicht!
Besonders da sich die meisten Stimmberechtigten und Konsumenten zu viel von gewissen Kreisen bevormunden lassen.
Oder zu faul und bequem sind manches zu hinterfragen und sich mal selbst Gedanken zu machen.
Da wir in einer Demokratie leben muß ich mich im Endeffekt mit dem abfinden was eben diese Masse wählt, ob es mir passt oder nicht.
Da in Dland ja das sogenannte Suoerwahljahr ist bin ich mal gespannt ob der Wähler gelernt hat Umzudenken.
Das Ergebniss sehen wir dann ja bei den Wahlen.
Aber leider halten auch die wenigsten Parteien ihre vorigen Versprechungen. Und als deren eventuelleer Wähler hab ich dann das nachsehen.

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#74 simifilm

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Geschrieben 15 March 2011 - 06:17

Aber es ist ja einfacher, rumzupöbeln als zu denken.


Stimmt.

Bearbeitet von simifilm, 15 March 2011 - 06:39.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

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#75 molosovsky

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Geschrieben 15 March 2011 - 07:11

Mod-Miteilung (07:10):
Ich gehe jetzt einmal durch den ganzen Thread. Das artet ja schon wieder aus hier.


(07:30) — In einigen Beiträgen Bemerkungen zu schlechtem Forums-Stil angebracht.

Kurzes Fazit: Es ist nicht cool, mit knappen spöttischen Sprüchen, mit denen andere bloßgestellt oder lächerlich gemacht werden, in einen Thread einzusteigen.

Grüße
Alex / molo

MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.

Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.

Mehr Gesabbel von mir gibts in der molochronik

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#76 Henrik Fisch

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Geschrieben 15 March 2011 - 08:10

Als Stimmberechtigter und Konsument hat man so viel Einfluß auch nicht!
Besonders da sich die meisten Stimmberechtigten und Konsumenten zu viel von gewissen Kreisen bevormunden lassen. ...

Mmmmm ... Einspruch Euer Ehren! :fun:

Unter den von Dir gemachten Einschränkungen als Individuum betrachtet gebe ich Dir Recht. Da haben die Leute natürlich wenig Chancen, irgend etwas zu verändern.

Als Gegenbeispiel mag gerade die heute getroffene Entscheidung gelten, sowohl die Laufzeitverlängerung der Atomkratwerke für 3 Monate auszusetzen als auch die Kraftwerke »Isar 1« und »Biblis« in Bayern vom Netz zu nehmen. Wenn es überhaupt keinen gesteigerten Widerstand in der Bevölkerung – und das ja über Jahrzehnte – gegeben hätte, dann wäre das wohl nicht passiert. Wobei natürlich die Gefahr besteht, dass jetzt die Bevölkerung einfach erst mal beruhigt werden soll, und es nach drei Monaten so weiter geht wie gehabt.

Und trotzdem: Unsere Politiker hängen meiner Meinung nach zwar viel zu sehr an den Lippen beliebiger Lobbyisten. Aber gewählt werden sie dann schlussendlich doch vom Volk. Irgend wann sind sie halt weg vom Fenster.

@molosovsky:
Ich kann mich da ja leider auch nicht immer ganz von ausschließen. Aber ich finde es im Moment auch spannend, dass ein Thema in einem SF-Forum und das bewusst eigentlich auf die SF gemünzt werden sollte, so emotional umschlägt und (wieder einmal) zum Kriegsschauplatz von Egos wird.

Bis dennen,
Henrik
Gerade fertig gelesen
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#77 Diboo

Diboo

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Geschrieben 15 March 2011 - 08:27

Ich kann mich da ja leider auch nicht immer ganz von ausschließen. Aber ich finde es im Moment auch spannend, dass ein Thema in einem SF-Forum und das bewusst eigentlich auf die SF gemünzt werden sollte, so emotional umschlägt und (wieder einmal) zum Kriegsschauplatz von Egos wird.


Wir haben Egos. Wir sind Egos. Anders geht es gar nicht.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)

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#78 valgard

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Geschrieben 16 March 2011 - 04:58

Mmmmm ... Einspruch Euer Ehren! ;)

Unter den von Dir gemachten Einschränkungen als Individuum betrachtet gebe ich Dir Recht. Da haben die Leute natürlich wenig Chancen, irgend etwas zu verändern.

Als Gegenbeispiel mag gerade die heute getroffene Entscheidung gelten, sowohl die Laufzeitverlängerung der Atomkratwerke für 3 Monate auszusetzen als auch die Kraftwerke »Isar 1« und »Biblis« in Bayern vom Netz zu nehmen. Wenn es überhaupt keinen gesteigerten Widerstand in der Bevölkerung – und das ja über Jahrzehnte – gegeben hätte, dann wäre das wohl nicht passiert. Wobei natürlich die Gefahr besteht, dass jetzt die Bevölkerung einfach erst mal beruhigt werden soll, und es nach drei Monaten so weiter geht wie gehabt.

Und trotzdem: Unsere Politiker hängen meiner Meinung nach zwar viel zu sehr an den Lippen beliebiger Lobbyisten. Aber gewählt werden sie dann schlussendlich doch vom Volk. Irgend wann sind sie halt weg vom Fenster.


Ich sehe da keinen Einspruch!
Die Entscheidung wurde auf Druck und wegen der Wahlen getrogffen.
Zu Durchsichtig die Taktik. Darauf hin würde ich Keinen wählen.

Wenn diese nicht gewählt werde, dann eben das nächste Gesindel das mir auch gegen den Stirch geht.
Wie soll ich das verhindern?

valgard
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#79 Henrik Fisch

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Geschrieben 16 March 2011 - 08:21

...
Wie soll ich das verhindern?

valgard

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  • selber Politiker werden
  • in die Wirtschaft gehen und als Lobbyist die Politiker manipulieren
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  • dickes Fell zulegen
  • alt und weise werden und über das Gezucke der Politiker nur noch müde lächeln
;)

Bis dennen,
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#80 lapismont

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Geschrieben 16 March 2011 - 08:30

Investitionen zählen heute zu den nicht wirklich beliebten Angelegenheiten. Egal ob in Wissenschaft, Wirtschaft oder auf dem Arbeitsmarkt. "Unternehmer" (auch die kleinen) bilden Fachkräfte nicht aus, sondern stöhnen durchgehend über deren Mangel.

Ich habe hingegen auch schon gelesen, dass der Fachkräftemangel eine Fata Morgana ist. Zum einen werden von den Bildungsinstituten weiterhin ausreichend Leute "ausgestoßen", zum anderen müsste ein solcher Mangel zu besserer Bezahlung der "wenigen" vorhandenen Fachkräfte führen.
Das Problem sind eher strukturelle Diskrepanzen. Die Fachkraft ist nicht dort, wo sie gebraucht wird.

Was mich immer wieder ärgert und furchtbar aufregt, dass es von den Verantwortlichen bewusst hingenommen wird, einen Betrieb so zu besparen, dass er hinterher seinen Betriebszweck nicht mehr ausführen kann. Siehe die deutsche Bahn. Und selbst die Gwerkschaften gegen nur noch auf die Straße, wenn es um höhere Löhne geht.
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#81 Beverly

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Geschrieben 16 March 2011 - 10:13

Die dämlichen Japse haben das AKW verfallen lassen, um noch mehr Profit da rauszuziehen. Nix "fleißige Japaner", nix "Technologiebeherrschung", sondern Korruption und Profitgier. Und keiner der "heroischen AKW-Mitarbeiter" hat vorher sein Maul aufgemacht und auf die Probleme hingewiesen. Auf gut deutsch : In der einen oder anderen Form war exakt so ein Desaster der japanischen Kernkraftwerke zu erwarten.


Japan zeigt gerade, was mit einem Land geschieht, das auf Atomkraft setzt - es geht unter! In Deutschland sind wir nicht so abhängig von Atomkraft, dafür beziehen die Franzosen (noch) 80 Prozent ihres Stroms aus Atomkraft. Und der Wind weht meistens von Frankreich nach Osten und da liegt Deutschland.

Und was ich vom Krisenmanagement der Betreibergesellschaft Tepco mitbekommen, zeugt nicht von High Tec, sondern Low Tec! Die Mitarbeiter vor Ort sind offenbar auf sich allein gestellt, es gibt keine Hilfe durch Techniker von außerhalb resp. aus dem Ausland. Warum schicken Vattenfall, e-on und wie die Stromkonzerne alle heißen, nicht ihre Leute nach Fukushima?

Ich bin technikgläubig genug, um zu glauben, dass es entschlossenes Handeln noch die allergrößte Katastrophe verhindert hätte. Aber eine Energiewirtschaft, die dazu nicht in der Lage ist, gehört ausgeknipst!

#82 Beverly

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Geschrieben 16 March 2011 - 10:16

Und deshalb sind alle "Japse" dämlich?


Vor einiger Zeit haben in Japan 600 000 Menschen in einer Petition gegen das Wiederanfahren eines AKW's protestiert - vergeblich! Schuld sind nicht die "Japse", sondern ihr Filz aus Politik und Wirtschaft, der ihr Land so krachend gegen die Wand gefahren hat, dass ich darüber staune.

#83 Angela Fleischer

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Geschrieben 16 March 2011 - 10:22

Japan zeigt gerade, was mit einem Land geschieht, das auf Atomkraft setzt - es geht unter! In Deutschland sind wir nicht so abhängig von Atomkraft, dafür beziehen die Franzosen (noch) 80 Prozent ihres Stroms aus Atomkraft. Und der Wind weht meistens von Frankreich nach Osten und da liegt Deutschland.

Und was ich vom Krisenmanagement der Betreibergesellschaft Tepco mitbekommen, zeugt nicht von High Tec, sondern Low Tec! Die Mitarbeiter vor Ort sind offenbar auf sich allein gestellt, es gibt keine Hilfe durch Techniker von außerhalb resp. aus dem Ausland. Warum schicken Vattenfall, e-on und wie die Stromkonzerne alle heißen, nicht ihre Leute nach Fukushima?

Ich bin technikgläubig genug, um zu glauben, dass es entschlossenes Handeln noch die allergrößte Katastrophe verhindert hätte. Aber eine Energiewirtschaft, die dazu nicht in der Lage ist, gehört ausgeknipst!


Wahrscheinlich, weil's für die Techniker in der Nähe der Reaktoren Selbstmord ist. Die meisten dürften eine heftige Strahlenkrankheit abbekommen, während sie dort arbeiten. Freiwillige Helfer zu finden ist eine Sache, aber wo finden sich Leute, die dafür sterben würden?
Österreich schickt übrigens ein paar Nuklearexperten, aber die werden wohl auch nicht direkt zu den Reaktoren vordringen.
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#84 Beverly

Beverly

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Geschrieben 16 March 2011 - 10:27

Ich sehe da keinen Einspruch!
Die Entscheidung wurde auf Druck und wegen der Wahlen getrogffen.
Zu Durchsichtig die Taktik. Darauf hin würde ich Keinen wählen.

Wenn diese nicht gewählt werde, dann eben das nächste Gesindel das mir auch gegen den Stirch geht.
Wie soll ich das verhindern?

valgard


Als die Rot-Grüne Bundesregierung seinerzeit den Ausstieg aus der Atomenergie beschloss, sagte ein Vertreter von CDU/CSU sofort: Wir werden den Ausstieg wieder rückgängig machen. Das ist so ziemlich das einzige Wahlversprechen, das Union und FDP gehalten haben.
Wie verblendet muss man da eigentlich sein, um nicht zu erkennen, von wem viele Politiker gesteuert werden? Wie naiv muss man eigentlich sein, um zu glauben, man könne diese Dinge als Konsument über den "Markt" steuern? Und wenn man bedenkt, wie Frau Merkel, die von den meisten Wählern nicht gewollt wurde, nur durch geschicktes Taktieren und Ausmanövrieren aller Widersacher Kanzlerin geworden ist und ausschließlich im Dienste ihrer Hintermänner agiert, frage ich mich, wie naiv man eigentlich noch sein muss, um zu glauben, als Wähler über die Personen an der Spitze und die von ihnen gemachte Politik zu bestimmen.

#85 Beverly

Beverly

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Geschrieben 16 March 2011 - 10:33

Wahrscheinlich, weil's für die Techniker in der Nähe der Reaktoren Selbstmord ist. Die meisten dürften eine heftige Strahlenkrankheit abbekommen, während sie dort arbeiten. Freiwillige Helfer zu finden ist eine Sache, aber wo finden sich Leute, die dafür sterben würden?
Österreich schickt übrigens ein paar Nuklearexperten, aber die werden wohl auch nicht direkt zu den Reaktoren vordringen.


Ich will dir nicht zu nahe treten, aber erzähl das mal den Menschen in der betroffenen Region. Mich persönlich erinnert so etwas nur an die Ausreden depperter handwerker, die nicht wissen, wo beim Schraubenzieher vorne und hinten ist. Wobei die von ihnen verursachten "Katastrophen" noch harmlos sind.

Wahrscheinlich bin ich noch immer selbst zu naiv, aber ich hatte gedacht, dass es nach über einem halben Jahrhundert Atomenergie für solche Situtationen mit Blei gepanzerte Strahlenschutzanzüge gibt und die Techniker immer wieder ausgetauscht werden, damit sie nicht zu viel Strahlung abbekommen.

#86 † a3kHH

† a3kHH

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Geschrieben 16 March 2011 - 11:36

Wahrscheinlich bin ich noch immer selbst zu naiv, aber ich hatte gedacht, dass es nach über einem halben Jahrhundert Atomenergie für solche Situtationen mit Blei gepanzerte Strahlenschutzanzüge gibt und die Techniker immer wieder ausgetauscht werden, damit sie nicht zu viel Strahlung abbekommen.

Lies' mal in den entsprechenden Foren die Kommentare derjenigen, die in Japan gearbeitet haben. Und sieh' Dir einmal die Bilder mit den "Strahlenschutzmaßnahmen" der Bevölkerung an. Dann weisst Du, daß Leute wie Du und ich wirklich zu naiv denken.

Übrigens ist es an der Zeit, sich richtig Sorgen zu machen :

+++ Bundesamt für Strahlenschutz sieht kein Gesundheitsrisiko für Europa +++
[...] Gegenwärtig gebe es keine Anzeichen, dass es zu einer "irgendwie gearteten Konzentration" in Europa komme, die gesundheitsgefährdend sein könnte, sagte König am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". [...]

+++ WHO-Sprecher will Gerüchte über radioaktive Wolke unterbinden +++
[...] "Die Regierungen und Behördenvertreter sollten diese Gerüchte unterbinden, weil sie die öffentliche Moral schädigen", forderte O'Leary.

+++ Strahlung um Fukushima I "nicht unmittelbar gesundheitsschädlich" +++
Die japanische Regierung übt sich in Deeskalation: Wie deren Sprecher Yukio Edano am Mittwoch mitteilte, stelle die rund um die schwer beschädigten und von Kernschmelze bedrohten Reaktoren in Fukushima I gemessene Strahlung "kein unmittelbares Gesundheitsrisiko dar". [...]

Quelle : Spon-Liveticker
;)

#87 Beverly

Beverly

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Geschrieben 16 March 2011 - 11:49

Hallo @a3kHH,

Wolken aus Vulkanausbrüchen, die sich in Indonesien oder auf den Philippinen ereigneten, hatten Auswirkungen auf das Klima der ganzen Welt und auch in Europa und Nordamerika. Wenn sich deren Partikel überall verteilen, so tun das die Partikel einer radioaktiven Wolke aus dem AKW in Fukushima auch.

#88 Angela Fleischer

Angela Fleischer

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Geschrieben 16 March 2011 - 12:00

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber erzähl das mal den Menschen in der betroffenen Region. Mich persönlich erinnert so etwas nur an die Ausreden depperter handwerker, die nicht wissen, wo beim Schraubenzieher vorne und hinten ist. Wobei die von ihnen verursachten "Katastrophen" noch harmlos sind.

Wahrscheinlich bin ich noch immer selbst zu naiv, aber ich hatte gedacht, dass es nach über einem halben Jahrhundert Atomenergie für solche Situtationen mit Blei gepanzerte Strahlenschutzanzüge gibt und die Techniker immer wieder ausgetauscht werden, damit sie nicht zu viel Strahlung abbekommen.


Nur unzureichend. Die Bleiwesten sind nämlich nach einer Weile auch verstrahlt und können dann nicht mehr gebraucht werden (und sie sind schwer und behindern Bewegungen). Außerdem sind die Strahlungswerte vor Ort schon sehr hoch. Das haben sogar die Betreiber zugegeben und die sind nicht gerade die vertrauenswürdigste Quelle. 400mBq/h bedeutet Strahlenkrankheit nach 2 Stunden. Multiplizieren wir das mit 2 oder 3 (weil die Betreiber lügen) ergeben sich daraus tödliche Arbeitsbedingungen.

Hallo @a3kHH,

Wolken aus Vulkanausbrüchen, die sich in Indonesien oder auf den Philippinen ereigneten, hatten Auswirkungen auf das Klima der ganzen Welt und auch in Europa und Nordamerika. Wenn sich deren Partikel überall verteilen, so tun das die Partikel einer radioaktiven Wolke aus dem AKW in Fukushima auch.


Weil diese Vulkanpartikel sehr viel Schwefel erhalten, und der in den obersten Atmosphärenschichten zum Reflektieren von Sonnenlicht führen kann. Dass Partikel aus einer radioaktiven Wolke in die Stratosphäre und höher gelangen, kann uns aber relativ egal sein, solange es sie nicht rausregnet.
  • (Buch) gerade am lesen:Asimov: The Currents of Space
  • • (Buch) Neuerwerbung: Wüstensehnsucht

#89 Lomax

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Geschrieben 16 March 2011 - 12:10

Wenn diese nicht gewählt werde, dann eben das nächste Gesindel das mir auch gegen den Stirch geht.
Wie soll ich das verhindern?

Da gäbe es eine Taktik, die konsequent vom Wahlvolk angewendet über die Jahre durchaus eine Politik selektiert hätte, die besser ist: Nämlich immer dann, wenn eine Partei sich unwählbar gemacht hat, sie nicht mehr wählen. Nie mehr. Und nicht nur bei der nächsten Wahl eine andere Partei wählen und bei der übernächsten wieder die erste.
Wenn jeder Wähler, der von der Politik so enttäuscht worden ist, dass er eine Partei nicht mehr wählen wollte, bei dieser Entscheidung auch konsequent geblieben wäre, dann wären alle etablierten Parteien längst weg vom Fenster - und bei den neuen Parteien wären sicher welche dabei gewesen, die gelernt hätten, dass man auch in der Zeit zwischen den Wahlen auf den Wähler hören muss, wenn man seine Posten behalten mag.
Aber tatsächlich wird halt lieber der erwiesene Betrüger gewählt, den man kennt, als dass man jemand neuem die Chance gibt, von dem man noch nicht viel weiß. Schlimmstenfalls wird der Betrüger bei einer Wahl abgestraft, weil man dann ja noch eine andere Alternative hat - einen anderen Betrüger, den man kennt. Was dazu führt, dass bei der übernächsten Wahl, wenn dieser andere Betrüger sich überraschenderweise auch wieder als Betrüger herausgestellt hat, wieder der erste Betrüger gewählt wird, weil man ansonsten nur noch unbekannte Kleinparteien übrig hätte. Und so lange der Wähler in der Masse so handelt, hat man halt nur die Wahl zwischen Betrügern.
Und die größte Bedrohung für die Demokratie sind dann sowieso die "Stammwähler", die immer denselben wählen, egal was er macht, weil es halt "ihr" Betrüger ist, über den man sich lieber zuhause aufregt, als ihm an der Wahlurne die Gefolgschaft zu kündigen. Diese Leute sind, wenn man es recht bedenkt, genauso skurrile Gestalten wie ein Kumpfel von mir, der bei jeder Pizzabestellung immer denselben Auflauf bestellt hat, sich jedesmal darüber beschwert hat, wie mies dieser Pizzadienst diesen Auflauf zubereitet - um ihn dann beim nächsten Mal wieder zu ordern (und sich erneut aufzuregen).

Aber zu viele Menschen sind halt so, ich sehe keinen Ansatz, wie sich das ändern sollte, und darum wird es so bleiben, wie es ist. Aber die Tatsache, dass "der Wähler" im Grunde selbst schuld ist, bleibt darum bestehen. Nicht, weil "der Wähler" als Einzelner etwas ändern könnte. Sondern weil es einfach eine zu große träge Masse unter den Wählern gibt, die den Status Quo zementiert und verhindert, dass das bestehende Personal in der Politik konsequent ausgetauscht und selektiert wird - nur weil das so ist, bleibt dem beweglichen Wähler nur die Wahl des kleineren Übels; aber auch diese Entscheidung, dass es so ist, wurde demokratisch vom Wahlvolk getroffen.
"Modern Economics differs mainly from old Political Economy in having produced no Adam Smith. The old 'Political Economy' made certain generalisations, and they were mostly wrong; new Economics evades generalisations, and seems to lack the intellectual power to make them." (H.G. Wells: Modern Utopia)

#90 lapismont

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Geschrieben 16 March 2011 - 12:22

Da gäbe es eine Taktik,
[...]
Aber tatsächlich wird halt lieber der erwiesene Betrüger gewählt, den man kennt, als dass man jemand neuem die Chance gibt, von dem man noch nicht viel weiß.

[...]
weil man ansonsten nur noch unbekannte Kleinparteien übrig hätte. Und so lange der Wähler in der Masse so handelt, hat man halt nur die Wahl zwischen Betrügern.

[...]

Sondern weil es einfach eine zu große träge Masse unter den Wählern gibt, die den Status Quo zementiert und verhindert, dass das bestehende Personal in der Politik konsequent ausgetauscht und selektiert wird [...]


Ich hab auch schon die Biertrinkerpartei und die Grauen Panther gewählt - allerdings aus Protest und nicht wegen ihres Wahlprogrammes.

Seien wir doch ehrlich, es gibt keine Wahlalternativen. Man entscheidet sich stets für das kleinere Übel. Wenn ich am die Wahl in Berlin denke, wird mir jetzt schon schlecht. Entweder Monarchie oder Inkompetenz. Der Unterschied ist winzig. Die Macht liegt nicht beim Volk oder den Parlamenten.
Vielleicht fang ich doch an mit Titanic-Lesen.
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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Montbron-Blog
  • (Buch) gerade am lesen:James A. Sullivan – Chrysaor


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