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Steampunk - nichts als bloßer Dampf?


107 Antworten in diesem Thema

#91 Theophagos

Theophagos

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Geschrieben 21 April 2011 - 10:10

Das in dem Szenarion vorherrschende Element wird durch Dampftechnik ersetzt. Das kann jedes Genre und auch jedes Zeitalter betreffen.


In diesem Fall wäre mindestens K. W. Jeters "Infernal Devices" kein Steampunk, weil es keine nennenswerte Dampftechnik gibt; alles Uhr(räder)werke. Wenn ich mich recht erinnere, dann spielt dergleichen auch bei Powers "The Anubis Gates" keine große Rolle. Kann sich noch jemand ausreichend an Blaylocks "Homunculus" erinnern? Die drei gelten immerhin als Initialzündung des Steampunks.
Ich würde eher von phantastischer Technik der industriellen Revolution sprechen: Da sind dann Dampfmaschienen dabei, aber auch Uhrwerke, bizarre Strom-Experimente, Alchemie im Chemie-Labor etc.

Bearbeitet von Theophagos, 21 April 2011 - 10:12.

"Cool Fusion? What is 'Cool Fusion'?" - "As Cold Fusion is beyond our grasp, we should reach for something ... less ... cold. Cool Fusion."
- Dr. Karel Lamonte, Atomic Scientist (Top of the Food Chain, Can 1999)
  • (Buch) gerade am lesen:Annick Payne & Jorit Wintjes: Lords of Asia Minor. An Introduction to the Lydians
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  • • (Film) gerade gesehen: Ghost in the Shell (USA 2017, R: Rupert Sanders)
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  • • (Film) Neuerwerbung: Arrival (USA 2016, R: Denis Villeneuve)

#92 Angela Fleischer

Angela Fleischer

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Geschrieben 21 April 2011 - 10:18

Vielen Dank für die Empfehlungen/Links. Dann werd ich mal das eine oder andere Buch ausprobieren.

#93 Audiovisionär

Audiovisionär

    Infonaut

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Geschrieben 21 April 2011 - 15:24

... hallo Uwe, man kann durchaus auch darüber diskutieren, warum es das Genre hier schwer hat.

Hatten wir jemals ein positiv besetztes Analogon zum Viktorianischen Zeitalter mit Aufbruchstimmung und positiver Grundhaltung, wie Fortschrtittsgläubigkeit?

Fehlt es an Punks, Konterrevolutionären und Menshen, die sich vom Shcild "Rasen betreten verboten" nicht abschrecken lassen?

Ist die deutsche Fantastik-Szene nur träge, oder fehlt einfach das Steampunk-Gen?
Ich fände das sehr interessant, besonders da es ja durchaus eininge Kurzgeschichten-Anthos (von Feuer & Dampf) in der Kleinverlagsszene und einige Mainstream-Steampunk-Romande auch im Haupftgewerbe gibt.

Bei der Steampunk-Lesung von Chris Schlicht in 2010 war die BuCon-Bude gut gefüllt. Interessenten gibt ee also mindestens 20 -30 ..

Also wer macht mit: Hans Dampf in Allen Gassen - wann kommt Steampunk auch in Deutschland an?

Herzliche Grüße und ein frohes osterfest,

Jürgen

#94 molosovsky

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Geschrieben 21 April 2011 - 15:40

Nun tut mal nicht so, als ob Steampunk (Dieselpunk, Clockpunk) hierzulande so überhaupt gar nicht angekommen wäre.

Hier geht es zum wunderschönen Clockworker-Blog des umtriebigen Alex Jahnke (aka Captain Serenus Zeitbloom von der HMS Anastasia). Ich mag die Seite, vor allem, weil Serenus und seine Mannschaft auch einen Blick für Nostalgia-Links, Klamotten, selbstgefrickelte Technik-Gadgets, und was des wahren Steampunker-Herz sonst so erfreut, haben. — Bemerkenswert ist der assoziierte Rauchersalon, in dem ein ausgesprochen förmlich-höflicher Umgangston gepflegt wird … ganz entsprechend guter aller Sitte eben :offtopic:

Und dann gibt es noch ein zweites Blog, das ich empfehlen mag: Steampunk-Welten von Matthias Reppisch. Beschäftigt sich mehr mit Spielen, gibt aber hier auch Film und Buchzezis.

Und die deutschen Steampunker mögen (noch) nicht überwältigend zahlreich sein, aber was Aktivitätsfreude angeht (also Cons, Life-RPG, Basteleien, Kostümmachen usw) brauchen sich die Damen und Herren nicht verstecken.

Grüße
Alex / molo

MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.

Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.

Mehr Gesabbel von mir gibts in der molochronik

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#95 Martin Stricker

Martin Stricker

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Geschrieben 21 April 2011 - 17:08

Es ist das neue Subgenre der SF, das neue Label, das Verlage auf ihre Bücher kleben.

Was bitte ist an Steampunk "neu"? Den gibt es mindestens seit Ende der 1980er Jahre (ist mir erstmals mit "The Difference Machine" Anfang der 1990er aufgefallen). Ich finde das Thema eigentlich eher durchgekaut... Hat das Thema jetzt 20 Jahre gebraucht, um in Deutschland anzukommen, oder wird das wieder ausgebuddelt?

Er meinte wahrscheinlich neu im Sinne von "kommend" oder "zum Trend werdend". Das habe ich auch an anderer Stelle schon gehört.

Ah, dann muß das ein Modetrend sein, die wiederholen sich ja auch alle 20 Jahre. :devil: :fun: :rofl1:

Alle neueren Werke sollten an den Ursprungswerken, an "Das Erbe des Uhrmachers", "Die Nacht der Morloks" von Jeter, "Homunculus" von Blaylock "Tore zu Anubus Reich" von Powers gemessen werden. Die haben mindestens 20 Jahre auf dem Buckel und sind fast schon "Klassiker". Da gibt es nicht viel Dampfkraft, dafür um sehr mehr Phantasie und anarchischen Genremix.

Zustimmung. Ich bin mal so dreist und stelle die bösartige ;) These auf, daß da keine der neuen Geschichten mithalten kann. Wenn doch, her mit den Leseempfehlungen, ich lasse mich ja gern eines Besseren belehren. :P

Ich glaube weiterhin, dass die Zukunft (Vorsicht, hihi, Wortspiel) im 'Biopunk' liegt: Nanotech, Biosynthese & klassische Genetik, Verschmeltzung von Psychologie, Neurologie und Sozialwissenschaften im Interesse der gläsernen Gesellschaft.

Zustimmung.

Ich befürchte, dass für den Steampunk dann die Geschichten bleiben, die zu naiv für den Biopunk sind: Z.B. weil in Kategorien des Nationalstaates statt postmoderner Machtnetzwerke gedacht wird, weil klassische Ressourcen Gold (statt Platin - wobei Nickel die Zukunft zu sein scheint) einfacher zu begreifen sind etc.

Wenn schon interessante Rohstoffe, dann Germanium, Niob, Tantal, einige Lanthanoide. Die sind echt nützlich, sonst hättest Du ein ziemlich klobiges Handy...

Und schließlich: Ja, auch für mich gehört zum Punk mehr als ein 'grim-'n'-gritty-streets-feeling'; zum Punk gehört die bewußte Ablehnung der hohen Kultur & des Mainstreams. Besonders im Bereich des Politischen.

Das trifft in etwa mein Verständnis von Punk. Der ist übrigens eher 30 Jahre alt...

Mir würde es bereits reichen, wenn man die Etikette nimmt, um mal wieder richtig was explodieren zu lassen und dabei für die Damen ordentliche Mieder zu schnüren.

Nee, laß mal. Viel zu umständlich, die da wieder rauszupuhlen. :wacko:

Für mich persönlich war der seminale Steampunk-Roman Die Differenzmaschine, wobei der m.E. so sehr weit unter seinem Potenzial endete. :( Man stelle sich eine Weiterentwicklung vor, und dann ein das "empire" umspannendes Entirenet oder so, getragen von Differenzmaschinen und autom. Telegraphen-Verteilern! :D Das wäre die Art von Steampunk, die mir gefallen könnte...

Volle Zustimmung meinerseits!

P.S.: Mich würde mal, da wir hier DEUTSCHE SF favorisieren, eine Liste der dt. Steampunk-Romane interessieren, die man gelesen haben sollte...

Mich auch. Wikipedias Steampunk-Eintrag listet zwar einige (bei manchen halte ich die Bezeichnung "Steampunk" für schlicht falsch), aber was interessantes scheint mir nicht dabeizusein.

Es ist manchmal traurig, wie wenig heutige Steampunk-Enthusiasten von diesen Ursprüngen wissen, und wie blass ihre eigenen "Erfindungen" gegen diese ersten Steampunk-Geschichten wirken.

*abstempelundunterschreib*!!!!

Ronald Hahns "Socialdemokraten auf dem Mond" evtl.?

Hmmm, als Steampunk hatte ich den noch nicht betrachtet. Muß ich nochmal lesen, um mir da ein Urteil zu bilden.

Das Ganze hat mit einem Leserbrief angefangen, den K.W. Jeter im April 1987 an Locus geschrieben hat:
[...]
Ist im Internet z.B. hier zu finden. :offtopic:

Danke, habe ich als Beleg in den Wikipedia-Artikel eingebaut.

Wobei in "Symbiose" immerhin eine Dampflok vorkommt B)

Ja, fand ich gut. Einer der wenigen Stellen, an denen ich mich *echt* amüsiert habe - Steampunk trifft Biopunk. :rofl1:

Dass das Genre in GB blüht, liegt an der positiv besetzten Zeit des Elisabethiansichen Zeitalters. Fortschritt, Aufbruch, Expansion.

*hüstel* Victorianisches Zeitalter. Die erste Liesbett regierte lange vor der Erfindung der Dampfmaschine... :o

In meiner einzigen Steampunkerzählung "Asaker von Asgard" (bisher unveröffentlicht) habe ich das auch so verwirklicht. Die Anarchisten haben dort eine deutsche Marskolonie übernommen und leben eine Art utopischen Anarchismus, in dem sogar Frauen(!) gewisse Rechte haben ... :P

Klingt interessant. Mußt Du dringend veröffentlichen, die würde ich gern lesen!

der Wüstenplanet geht ebenfalls in diese Richtung (meine Meinung)

Ich verstehe, was Du meinst (insbesondere in Bezug auf den alten Film), auch wenn ich Dir nicht zustimme. ;)

ein Zeppelin macht sich bestimmt in jeder SteamPunk Story gut (und funktioniert auch wenn man nicht erwähnt ob er mit elektrisch, mit Diesel oder mit Dampf betrieben wird)

Eigentlich wird der Zeppelin mit Wasserstoff oder Helium betrieben. ;) Wenn man allerdings einen verläßlicheren Antrieb als den Wind will, braucht man noch etwas zusätzlich, will man nicht den Wasserstoff dazu verwenden...

Mag sein. Ich konnte allerdings mit Skycaptain und Wild Wild West auch nix anfangen. Bin aber durchaus willig, dem Genre irgendwann mal wieder eine Chance zu geben.
Kennt denn jemand guten, empfehlenswerten Steampunk?

Film: Wild Wild West. Sorry, aber ich fand ihn echt komisch. Der neue Sherlock Holmes war auch gut, wobei ich da mit der Zuordnung zum Steampunk nicht völlig einverstanden bin, aber das ist Geschmackssache. Vielleicht stößt mir auch nur die wenig originelle Recyclung des Gunpowder Plots auf...
Buch: Bruce Sterling, William Gibson: The Difference Machine (DIe Differenzmaschine), sieht man mal vom schwachen Ende ab.

(bin ja auch der Meinung, dass Star Wars eher Fantasy als SF ist

Star Wars ist ein Märchen. :devil:

Ich würde eher von phantastischer Technik der industriellen Revolution sprechen: Da sind dann Dampfmaschienen dabei, aber auch Uhrwerke, bizarre Strom-Experimente, Alchemie im Chemie-Labor etc.

Diese Art der etwas offeneren Definition gefällt mir. :rofl1:

Hatten wir jemals ein positiv besetztes Analogon zum Viktorianischen Zeitalter mit Aufbruchstimmung und positiver Grundhaltung, wie Fortschrtittsgläubigkeit?

Eigentlich schon, das Wilhelminische Zeitalter von 1871 bis etwa 1910. Das ist uns allerdings im Nachhinein vermiest worden durch die Aggressinspolitik von Willi Zwo...

Also wer macht mit: Hans Dampf in Allen Gassen - wann kommt Steampunk auch in Deutschland an?

Das Thema beginnt mich zu interessieren. Ich weiß allerdings nicht, ob ich bis dahin genug gelesen bekomme - bis Anfang August hat der DSFP Vorrang (aber da fällt ja die Steampunk-Antho drunter).

Und die deutschen Steampunker mögen (noch) nicht überwältigend zahlreich sein, aber was Aktivitätsfreude angeht (also Cons, Life-RPG, Basteleien, Kostümmachen usw) brauchen sich die Damen und Herren nicht verstecken.

Danke für die Links, Alex! Ich bin allerdings kein sonderlicher Karnevalsanhänger... ;) Mich interessieren in erster Linie Bücher. Gibts da was interessantes?
Herzliche Grüße,
Martin Stricker

Mitglied im Komitee zur Vergabe des Deutschen Science Fiction Preises
verliehen vom Science Fiction Club Deutschland e. V. (SFCD)
Deutsche Science Fiction
Science Fiction Rezensionen

#96 T.H.

T.H.

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Geschrieben 21 April 2011 - 18:02

In diesem Fall wäre mindestens K. W. Jeters "Infernal Devices" kein Steampunk, ...

.... Initialzündung des Steampunks.
Ich würde eher von phantastischer Technik der industriellen Revolution sprechen: Da sind dann Dampfmaschienen dabei, aber auch Uhrwerke, bizarre Strom-Experimente, Alchemie im Chemie-Labor etc.


Was einst als Steampunk entstand, hat wahrscheinlich mit dem, was heute unter der Bezeichnung vermarktet wird, nicht so viel zu tun. Hat sich eben weiterentwickelt, ob zum Besseren, kann man genre bezweifeln. Aber da soll man (ich mich) sich ueberraschen lassen.
Aehnlich wie beim Cyber-Punkt, oder Cow-Punk (was es alles gibt) und sonstigen Spielarten sollte man sicher nicht so viel Wert auf den Punk legen. Vielleicht ist der Punk dabei einfach eine respektlose Form des Umgangs mit der Ausgangsmaterial. Und das ist beim Steampunk das 19. Jahrhundert mit seinem dampfumwoelkten und gaslaternenerhellten Gassen, zugeknuepften Typen, Dickens'scher Helden, oder besser Anti-Helden.

Phantastische Grüße,
Thomas

...meine "Phantastischen Ansichten" gibt's hier.
Auf FB zu finden unter phantasticus

(Hinweis: Derzeit keine Internetrepräsentanz meiner Bilder; schade eigentlich...)


#97 fictionality

fictionality

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Geschrieben 22 April 2011 - 09:02

... hallo Uwe, man kann durchaus auch darüber diskutieren, warum es das Genre hier schwer hat.

Hatten wir jemals ein positiv besetztes Analogon zum Viktorianischen Zeitalter mit Aufbruchstimmung und positiver Grundhaltung, wie Fortschrtittsgläubigkeit?

Fehlt es an Punks, Konterrevolutionären und Menshen, die sich vom Shcild "Rasen betreten verboten" nicht abschrecken lassen?

Ist die deutsche Fantastik-Szene nur träge, oder fehlt einfach das Steampunk-Gen?
Ich fände das sehr interessant, besonders da es ja durchaus eininge Kurzgeschichten-Anthos (von Feuer & Dampf) in der Kleinverlagsszene und einige Mainstream-Steampunk-Romande auch im Haupftgewerbe gibt.

Bei der Steampunk-Lesung von Chris Schlicht in 2010 war die BuCon-Bude gut gefüllt. Interessenten gibt ee also mindestens 20 -30 ..

Also wer macht mit: Hans Dampf in Allen Gassen - wann kommt Steampunk auch in Deutschland an?

Herzliche Grüße und ein frohes osterfest,

Jürgen



Also, ich würde wohl mitdiskutieren, aber als Autor habe ich noch keinen Steampunk geschrieben, wohl aber mind. eine Story für den nächsten Story Center eingeplant.

Mir geht es ähnlich wie dir. Ich vermisse den Punk im Steampunk. Was da bis jetzt geschrieben wurde ist mir oft noch zu brav, auch von den internationalen Autoren. Wenn man das jetzt mal mit dem Cyberpunk vergleicht, müssten beim Steampunk originelle, schräge Settings erfunden werden, schillernde Figuren, die nicht nur optisch bunt aussehen, sondern auch sehr skurill agieren. Da muss mehr Farbe rein!

Gruß, Sven

#98 Nina

Nina

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Geschrieben 01 May 2011 - 23:03

Vielleicht schafft man das ja mit Dir erwähnten Steampunk-Anthologie. Ich meine, Vatikan, Endzeit, Religion ... das wäre doch ein echter Ansatzpunkt, um Glauben und Werte in Frage zu stellen!
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#99 Zeitreisender

Zeitreisender

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Geschrieben 07 December 2014 - 18:47

Ich fasse es mal kurz zusammen...

 

- Steampunk -> Subgenre der Science Fiction

- Zeitraum: Viktorianisches Zeitalter/Wilhelminismus (19. Jahrhundert)

- Orte: Überwiegend Mitteleuropa (England, Deutschland, Frankreich) oder auch USA (siehe Wild Wild West)

- Spielt im Paralleluniversum (Alternate History), sonst wäre es Fantasy

- Waschechte Steampunk zeichnet sich durch technische Errungenschaften wie z.B. die Analytical Engine von Charles Baggage aus

- Politische und/oder gesellschaftliche Ereignisse aus unserem Universum können miteinfließen, damit Alternate History gestärkt wird

- Der Konsument muss eine Vorliebe für das Viktorianische Zeitalter/Wilhelminismus haben

 

Apropo Steampunk - nichts als bloßer Dampf?...

Wie schaut es jetzt aus? Immer noch im Trend?


Bearbeitet von Zeitreisender, 07 December 2014 - 18:48.


#100 Jorge

Jorge

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Geschrieben 08 December 2014 - 18:32

 - Zeitraum: Viktorianisches Zeitalter/Wilhelminismus (19. Jahrhundert)

- Der Konsument muss eine Vorliebe für das Viktorianische Zeitalter/Wilhelminismus haben

 

 

 

Nein.

 

Philip Jose Farmer

Weitersegeln! Weitersegeln!

 

Paul J. McAuley

Pasquales Florenz

https://www.sfsite.com/05b/pa81.htm

 

etc.



#101 GreatScifi

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Geschrieben 10 December 2014 - 10:43

Ich fasse es mal kurz zusammen...

 

- Steampunk -> Subgenre der Science Fiction

- Zeitraum: Viktorianisches Zeitalter/Wilhelminismus (19. Jahrhundert)

- Orte: Überwiegend Mitteleuropa (England, Deutschland, Frankreich) oder auch USA (siehe Wild Wild West)

- Spielt im Paralleluniversum (Alternate History), sonst wäre es Fantasy

- Waschechte Steampunk zeichnet sich durch technische Errungenschaften wie z.B. die Analytical Engine von Charles Baggage aus

- Politische und/oder gesellschaftliche Ereignisse aus unserem Universum können miteinfließen, damit Alternate History gestärkt wird

- Der Konsument muss eine Vorliebe für das Viktorianische Zeitalter/Wilhelminismus haben

 

Apropo Steampunk - nichts als bloßer Dampf?...

Wie schaut es jetzt aus? Immer noch im Trend?

Also ich liebe Steampunk. In den letzten Jahren sind einige ganz gute, aber leider viel zu wenig Produkte auf den Markt gekommen, unter anderem der Dreiteler "Tin Man", das Buch "Boneshaker" oder auch "Airlords, ein privat finanziertes Projekt von Dirk Müller, der bereits seit Jahren Geld für einen  Feature Film sammelt. Bisher hat er es auf einen rund 15 minütigen Promofilm gebracht, den er 2013 auf der Fedcon vorstellte. Ist ein tolles Projekt, dass sicherlich Beachtung verdient hätte.

Ansonsten scheint im Steampunk leider nicht allzu viel los zu sein. Das finde ich überaus schade, da das Spiel mit einer alternativen, auf Dampftechnologie basierenden, Welt absolut seinen Reiz hat. Steampunk ist halt ein Subgenre und spricht, ähnlich wie zum Beispiel der Cyber- oder Biopunk überwiegend eine bestimmte Zielgruppe an. So wirklich voll im Trend sehe ich keines dieser Subgenres.


Bearbeitet von GreatScifi, 10 December 2014 - 10:45.

  • (Buch) gerade am lesen:Jack Campell, Die verschollene Flotte 1
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#102 AnjaBagus

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Geschrieben 08 February 2015 - 12:31

Wie lustig ... ich hab den Thread hier mal überflogen. Gut, dass ich das alles nicht wusste, sonst hätte ich vielleicht nie Steampunk geschrieben. 

An einer Definition haben sich schon unzählige Leute die Zähne ausgebissen. Ich selbst finde das gerade das charmante daran. Steampunk ist sicher hochgradig visuell (Kleidung, Gadgets, etc). Aber als ich begann, meine Bücher zu schreiben, dachte ich nicht daran, die gängigen Klischees noch einmal aufzukochen. Korsetts, die man aussen trägt, mögen zwar "Punk" und ganz witzig sein (ich trage natürlich selbst welche, weil es zu meinem Outfit gehört, wenn ich auf Tour bin), aber in meinen Bücher sehe ich das so:

Ich mixe eine Prise Historismus (in meinem Fall nicht die viktorianische Ära, das ist mir zu öde, sonder die wilhelminische, in Deutschland) mit einem wunderbaren Schauplatz (Baden-Baden). Ich nehme ungewöhnliche Figuren (alle anderen wären ja auch wieder öde). Dazu kommt dann ein wenig Pulp und Horror. In meinem Fall erreicht durch den mysteriösen Aether, der weder ein Betäubungsmittel, noch ein unsichtbarer Stoff ist, sondern als grüner Nebel über den Gewässern aufsteigt. Das rühre ich alles fein um, würze es mit einer Lovestory und Toten, einer fetten Prise: was passiert, wenn eine Gesellschaft mit einer inneren Bedrohung umgehen muss (oh,die armen Preußen ...) und voila .. Spaß.

Sagte nämlich mal jemand: "Steampunk ist, wenns Spaß macht." Vielleicht entzieht es sich daher einer Definition. Und daher der PUNK. Wir wollen alle Spaß haben, ob viktorianisch oder Spacepirates oder ... wild wild west. 



#103 GreatScifi

GreatScifi

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Geschrieben 20 February 2015 - 13:12

Naja, Steampunk ist, wenns Spaß macht...da ist schon was dran, dennoch finde ich, sollte man als Leser ja eine leichte Vorstellung davon haben, was Steampunk bedeutet. Einigen kann man sich vielleicht generell auf siencefictionartige Technologie, die auf Dampfbasis funktioniert, ähnlich wie zum Beispiel im Film Mutant Chronicles darstellte, der tolle Steampunk Elemente beinhaltet. (Mutant Chronicles)


Bearbeitet von GreatScifi, 20 February 2015 - 13:13.

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#104 Jorge

Jorge

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Geschrieben 24 April 2015 - 20:04


Ausstellungstipp

 

Das mechanische Corps - Auf den Spuren von Jules Verne



#105 Gallagher

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Geschrieben 13 July 2015 - 17:29

Der Spiegel hat das Thema jetzt auch entdeckt und stellt es in Person des Chocolatisten vor.

Bearbeitet von Gallagher, 13 July 2015 - 17:30.

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#106 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

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Geschrieben 21 June 2016 - 15:21

Nur für den Fall, dass Ihr Felix de Palma nicht auf dem Schirm habt - ich halte seine Trilogie für Steampunk pur.


~~~ mich haut nur Rum wirklich um ~~~

 

jottfuchs.de

 

 


#107 fictionality

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Geschrieben 24 July 2016 - 05:29

Ich finde auch, Spezialisierung ist wie bei jedem Subgenre ein Thema. Viele AutorInnen suchen sich ein Genre aus und bleiben dann da, weil sie dafür bekannt werden und weil sie es irgendwann auch am besten beherrschen. Aber je mehr Subgenres es gibt, desto mehr schränken sich die AutorInnen freiwillig ein. Das kann für einige sinnvoll sein, für die Gesamtheit glaube ich aber ist es das nicht. Man sollte immer offen für Neues bleiben. Auch als Leser kann man sich in bestimmte Sparten verrennen und findet sich dann in einer Ecke wieder und wundert sich warum einen niemand mehr beachtet ... So. Öhm, Steampunk finde ich eigentlich ganz cool, hatte ich das schon erwähnt?



#108 Jorge

Jorge

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Geschrieben 02 June 2018 - 00:15

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April und die außergewöhnliche Welt





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