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Blade Runner 2049 (6. Okt. 2017)


113 Antworten in diesem Thema

#91 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 13 October 2017 - 06:47

Meine Meinung kurz gefasst: Ein würdiger zweiter Teil des Kultfilms: Wer vom ersten Teil fasziniert war, wird nicht enttäuscht! Wer hingegen das übliche Feuerwerk an Actionszenen konsumieren möchte, wird sich schwertun. Der Film setzt mehr auf Dialoge und Handlung sowie eine dichte, wenn auch leicht morbide Atmosphäre. Zugegeben: Wirklich Neues gibt es nicht; er ist vielmehr durch eine konsequente Weiterentwicklung des Themas eine gelungene Hommage an den originalen „Blade Runner“.



Niall Harrison hat auf auf Facebook geschrieben, Blade Runner 2049 sei für Fans von Blade Runner das, was The Force Awakens für Star-Wars-Fans war – also im Wesentlichen ein Remix mit hohem Nostalgiefaktor –, und ich denke, das trifft es ganz gut. Für mich hat der Film dort am besten funktioniert, wo er im Grunde nicht viel mehr macht, als Elemente des ersten Teils zu variieren. Da war ich auch erstaunt, wie emotional ich auf gewisse Dinge reagiert habe – Blade Runner steckt eben tief in mir drin. Je mehr der Film aber seine eigene Geschichte erzählt, umso schwächer wird er (nicht zuletzt, weil diese Geschichte nicht genug hergibt für die 2.5 Stunden).


Bearbeitet von simifilm, 13 October 2017 - 16:15.

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#92 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    Quadruplenominaut

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Geschrieben 19 October 2017 - 20:55

Ich kann mich dem überwiegend positiven Tenor nicht anschließen.

 

Ich fand ihn gerade zu Beginn viel zu langsam erzählt.

Die unterschiedlichen Fraktionen, die irgendwie ins Bild passen sollen, fand ich zu oberflächlich eingefügt (

Spoiler
).

In anderers Hinsicht ist der Film überraschend detailarm (

Spoiler
).

Auch dieser ständige Weltenwechsel hat mich gestört (Schnee, Regen, Dürre, Nebel usw usf) - alles dabei.

Verfügte der erste Teil über eine durchweg stimmige Atmosphäre, wird diese hier ständig unterbrochen. Das tut dem bereits erwähnten Nostalgiefaktor nicht gut.
 
Andererseits gibt es viele kleine, gute Ideen in dieser neuen Welt und vor allen Dingen K's Charakterzeichnung ist sehr gut geraten (Gosling kanns eben).

Dennoch: Ich habe den Film mit Pause anschauen müssen und fragte mich zu eben jener Hälfte (oder etwas darüber hinaus), was da noch kommen soll.

Nur einmal hat mich der Film tatsächlich berührt 

Spoiler
  und das allein hat mir gezeigt, dass er dann doch nicht so schlecht war.  :devil:


 In memoriam Christian Weis + Alfred Kruse  ______________________________________________________________________________________________________ meine Website .


#93 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 21 October 2017 - 10:00

Den Vorpost kann ich nachvollziehen, aber mein Urteil ist im G&G gut bis sehr gut! (Damit habe ich einen der besten Blogeinträge im SFN verlinkt, juchhu! Von Oliver; mein Kommentar folgt da weiter unten.) Die Überlänge wirkt hier und da etwas selbstgefällig - nachträglich las ich, dass die ganze Anfangsszene mit dem Hünen wahrscheinlich ein Gefallen war in Richtung Scott, der mit so einer Szene im Urfilm damals beginnen wollte (aber nicht durfte?).

 

Ich denke das mit der Überlänge hat aber auch damit zu tun, dass so viel Neues auf einen hinein prasselt. Und bei einem SF-Fan ev. auch weil ich mich an kaum einen SF-Film erinnern kann, der die düstere Zukunft der gesamten Erde so emotional ausführlich - v.a. visuell! - auf die Kinoleinwand brachte wie dieser. Cyberpunk trop noir! Die Macher haben effektiv einige Andeutungen des Urfilms beflissen extrapoliert. V.a. - @Frank - ist dies eine Erde, die die meisten Menschen die konnten, bereits verließen! U.a. deshalb fliegen kaum noch "Autos" umher - s. auch die sehenswerten YT-Shorts! ("Blade Runner 2049 short" bei YT eingeben.)

 

Vielleicht ist ja auch die trostlose Existenz eines Replikanten erneut ein Thema eines B.R.-Films - diesmal das Hauptthema. Wenn also das ganze etwas seelenlos wirkt, überträgt es ja ev. das "Innere" des Protagonisten getreu an den Zuschauer!

 

Übrigens finde ich den Plot nicht weniger interessant als den vom Urfilm. Beide Filme leben eher von der Inszenierung als von der Erzählung, finde ich.

 

Ich hätte dem aktuellen Film natürlich gewünscht, dass er so geschnitten wird, dass er auch bei insbes. jüngeren Kinogängern besser im Kopf ankommt/bleibt. (Immerhin sieht man Unmengen von wohlgeformten künstlichen Brüsten... :blush:) Aber für mich B.R.-Fan war er Ok, nur etwas viel fürs Erste. Zu viel "eye & ear candy" auf einmal...

 

P.S. (1h later edit): In folgendem Clip erzählt Ana de Armas - die übrigens die beste weibliche Rolle hatte im Film, fand ich, & diese beeindruckend ausschmückte - dass so gut wie alle Sets in denen Schauspielende herum laufen, echte Bauten waren, kein CGI, also wohl auch z.B. diese Riesenfiguren auf dem Weg zum Casino :o...

 


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 21 October 2017 - 21:50.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Dialog im November...

V.: Also, Schoch, woher hast du das?

S.: Es war plötzlich an meinem Schlafplatz.

V.: Wo schläfst du?

S.: [..] In einer Höhle an der Limmat.

V.: Hm.

S.: Es leuchtet im Dunkeln.

V.: (amüsiert) Würde mich nicht wundern.

(Elefantenfinder vs. baffer Ärztin, aus Elefant, Diogenes Verlag, Sn. 104/105, von Suter)

 


#94 klox

klox

    Cybernaut

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Geschrieben 25 October 2017 - 23:24

Mir hat der Film gefallen. Ich fand ihn auch zu lang, hatte zum Ende aber eher das Gefühl das zuviel rausgeschnitten war. Aber eventuell interpretiere ich das auch falsch und es ging in Wirklichkeit darum nur die Grundlage für weiter Sequels zu schaffen. Ich hab diese Fragmente dann als unvollständige Story interpretiert. Wer weiß...

#95 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 28 October 2017 - 22:59

etwas viel fürs Erste

Tja, und deshalb hab ich Prä-Seniler mir ihn heute nochmal angesehen, mal auf deutsch um auf die Dialoge fokussieren zu können. (Englisch & deutsch Gesprochenes Vergleichen hilft meinem Hirn darauf v.a. zu achten... q:p)

 

Fazit: Es gibt wirklich keine Logiklücken, die ich erkenne, und die vom Dialog her getriebene Story passt - überall. Sorry, klox, ich sehe keine offenen Punkte... Folgendes wurde u.a. klarer:

  • Das Warum von Wallaces Aufreißaktion ergibt sich m.E. aus dem Kontext von dem was er drum herum sagt - er will
    Spoiler
    & es ging mal wieder daneben...
  • Warum Ana - nicht die Schauspielerin, die Rolle im Film - weint.
  • Warum die Einäugige dem B.R. seinen letzten "retirement"-Auftrag gibt, & wie er diesen dann befolgt, passt in den allgemeinen Pinocchio-Faden des B.R.-Werdegangs.
  • Wie die Einäugige wohl dazu gekommen ist, einäugig zu sein.
  • Es gibt wahrhaftig neben dem auf dem Boden liegenden Kopf 2 Beine im Bild zwischen denen der B.R. länger steht! Insofern wird meine OZYMANDIAS-These im Oli-Blog-Kommentar gestützt (s. Link in meinem letzten Post, oben).
  • Es gibt einen klaren visuellen Hinweis in einer der Firmenlogos an den Gebäuden, dass dies keine Extrapolation unserer Zeit ist, sondern eine alternative Zeitlinie. War eh klar, aber den "Beweis" finde ich cool! q:D

EInige Dialoge waren für mich mindestens zweiebnig - & das machte Spaß! Ein Beispiel:

 

Als des B.R.s Chefin zu ihm sagt "Sieh mich an!" spricht sie so wie mutigere/"art"-artige Filme in den späten Sechzigern bzw. frühen Siebzigern Dialoge laufen ließen - öfter mal Kommandoton. Wird noch dadurch verstärkt, dass die prominenteren Frauen im Film sich im damaligen Stil kleiden. Aber in diesem Moment ist die Polizei-Madam auch ein Mensch, der mit einem Replikanten - also einem Minderwertigen, wenn auch auf "geliebter Hund"-Niveau - spricht. Cool!

 

Auch die Zimmerhammermusik kam etwas besser 'rüber in einem nicht ganz so laut eingestellten (weniger von Jugendlichen frequentierten? :qdevil:) Kino. q:)d

 

Hab jetzt noch vor, ein letztes Mal B.R. im IMAX 3D zu besuchen. (Das 2D-Kino auf dt. um 19h30 war übrigens ziemlich leer - vielleicht so 10 Leute bei ca. 20 Mal sovielen leeren Sitzen...)


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 28 October 2017 - 23:08.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Dialog im November...

V.: Also, Schoch, woher hast du das?

S.: Es war plötzlich an meinem Schlafplatz.

V.: Wo schläfst du?

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V.: Hm.

S.: Es leuchtet im Dunkeln.

V.: (amüsiert) Würde mich nicht wundern.

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#96 Michael Iwoleit

Michael Iwoleit

    Yoginaut

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Geschrieben 29 October 2017 - 19:53

Anfänglich skeptisch, habe ich mir den Film am Freitag endlich angesehen und heute

diversen Freunden in einer Email wärmstens ans Herz gelegt. Ich zitiere:

 

"35 Jahre hat es gedauert, bis nun endlich eine Fortsetzung von "Blade Runner" in die

Kinos gekommen ist. Nach fast durchweg guten, mitunter geradezu hymnischen Kritiken

und mäßigen Besucherzahlen sieht es ganz so aus, als könnte es dem Sequel ähnlich

ergehen wie dem Original: ein Flop an der Kinokasse, ein Dauerbrenner für Kultisten.

Wir werden sehen.

Anfangs wollte ich den Film gar nicht sehen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß

noch einmal jemand einen Blockbuster dreht, der sich so viel Zeit für Atmosphäre und

Bilder nimmt wie das Original. Da wurde ich am Freitag, als ich mir "Blade Runner 2049"

doch noch anschaute, aufs Angenehmste überrascht.

Der Film hat über weite Strecken fast die spartanische Strenge eines Tarkowski-Films.

Man könnte spontan urteilen, daß "Blade Runner 2049" mit 160 Minuten zu lang

geworden ist und sich die eine oder andere Wendung im letzten Drittel hätte sparen

können. Aber ich vermute, der clevere Regisseur wußte genau, was er tut, und konnte

nur so einen im Ganzen derart ruhigen, konzentrierten Film im Hollywood-Studiosystem

durchsetzen. Letztlich möchte man keine der verblüffenden Wendungen der Geschichte

missen,nicht zuletzt, weil sie dem greisen Harrison Ford Gelegenheit geben,die vielleicht

beste schauspielerische Leistung seiner Karriere abzuliefern.

Das Ganze ist visuell grandios, strotzt nur so von brillanten Einfällen und intelligenten

Anspielungen an das Original, bis hin zu Kurzauftritten diverser Darsteller aus dem ersten

Teil. Einer der wenigen SF-Blockbuster, die man anspruchsvollen SF-Unkundigen als

repräsentativ für unser geliebtes Genre empfehlen kann: science fiction at its best.

Wir haben damals vermutlich alle etwas Zeit gebraucht, um die Qualitäten des originalen

"Blade Runner" zu erkennen - das Gebotene war einfach zu ungewöhnlich. So geht's mir

auch mit der Fortsetzung. Mein Urteil ist daher nur vorläufig, aber spontan würde ich sagen:

Das Original wurde übertroffen.

Also, schaut Euch den Film unbedingt an, bevor er wieder aus den Kinos verschwindet.

Lang wird es vermutlich nicht dauern."

 

Übrigens widerspreche ich deutlich der Behauptung, daß der Film thematisch nichts Neues

bringe. Er enthält tatsächlich jede Menge neue Ideen und Themen.

 

Schöne Grüße

Michael


Bearbeitet von Michael Iwoleit, 29 October 2017 - 20:01.


#97 Time Tunnel

Time Tunnel

    Infonaut

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Geschrieben 30 October 2017 - 16:10

Mal ne Frage zur Lautstärke des Films in den Kinovorstellungen: bei mir war es unfassbar laut im Kino (Cinemaxx). Die Dialogstellen waren ok, aber wenn Zimmers Musik in den "actionreicheren" Szenen dröhnte war es stellenweise so laut, dass sich Einzelne sogar die Ohren zugehalten haben. Total unangenehm. Einem Bekannten erging es in einer anderen Vorstellung des Films im gleichen Kino genauso. Da ich aus verschiedenen Gründen kaum noch in Multiplexx-Kinos gehe außer wenn es unbedingt sein muss (d.h. vielleicht 1 Mal im Jahr) würde mich mal interessieren, ob ich da einfach Pech hatte mit der Lautstärke in der Vorstellung, oder ob das eine neue Masche der Multiplexxe ist ("Laut ist geil" oder so). Habt ihr ähnliche Erfahrungen?


Plan für heute: eine komplette Erdumdrehung mitmachen.

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#98 Zack

Zack

    Giganaut

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Geschrieben 30 October 2017 - 22:16

Also beim IMAX im Filmpalast Karlsruhe ist es auch ziemlich laut, aber nicht unangenehm laut, da der Klang sehr gut und schön verteilt ist. In den normalen Vorstellungen (ich gehe meist in SF- und Actionfilme) ist die Lautstärke für mich unangenehmer, wobei es auch noch okay ist - finde es eher störend, dass moderne Filme meist einen so krassen Lautstärkeunterschied zwischen Dialog und Actionszenen haben, die Dialoge versteht man kaum, und dann hauts einen aus dem Kinosessel oder vom Sofa. Bei Blade Runner war das aber okay!


“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)


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#99 lapismont

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Geschrieben 10 November 2017 - 10:48

Oliver Kotowski (Theophagos) hat wieder einmal einen umfangreichen Kommentar geliefert:

Träumen Replikanten von geklonten Schafen?
Die conditio humana, der SF-Film und Blade Runner 2049


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#100 wurmlochdiesel

wurmlochdiesel

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Geschrieben 29 November 2017 - 22:17

Mann, war ich froh, die letzte Chance noch genutzt zu haben für einen Kinobesuch (heute).

Wow - was für ein episch guter Film!

Schon alleine die Bilder und der Sound würden den Kinobesuch lohnen.

Aber die Story ist auch genial und unkonventionell.

 

Lustig - kurz vor dem Ende dachte ich: Hoffentlich kein Hollywood-Ende voller Action, Krach und Remmidemmi - und

dann war das Ende so ruhig, dass ich mich fragte, ob ich nicht doch lieber ...

Aber nee - so ist es besser.

Dachte mir auch - es ist tatsächlich Platz für ein Sequel, und gleichzeitig wäre es aber auch jetzt schon eine runde Sache.

(Ich hätte aber gerne ein Sequel!!! Ich hoffe, der Erfolg (?) bereitet dafür die Basis.)

 

Krass, was so manchem hier aufgefallen ist - da bin ich vermutlich zu simpel gestrickt für, aber ich bin ja auch nur

ein einfacher Mann aus dem Ruhrgebiet.


Bearbeitet von wurmlochdiesel, 29 November 2017 - 22:17.

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#101 simifilm

simifilm

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Geschrieben 03 March 2018 - 22:26

Ich habe den Film nun zum zweiten Mal gesehen, und noch mehr als beim ersten Mal hatte ich den Eindruck, dass sein Hauptproblem in den letzten ca. 40 Minuten liegt. Es gibt schon vorher mindestens ein riesiges logisches Problem im Plot und Jared Leto ist eine Katastrophe, aber zumindest stimmungsmässig funktioniert der Film bis dahin recht gut. Aber ab dem Moment, als K auf Deckard trifft, fällt der Film vollkommen auseinander. Auf mich machte es den Eindruck, als hätten die Filmemacher von da an keinen Plan, was sie eigentlich erzählen wollten.

 

Spoiler

 

Und dazu ab einem gewissen Punkt dauernd Rückblenden, die alles im Detail erklären; als ob wir die Wendung – die so unerwartet nicht war – nicht längst begriffen hätten.


Bearbeitet von simifilm, 03 March 2018 - 23:57.

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#102 Pogopuschel

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Geschrieben 03 March 2018 - 23:38

Am Tag nach der Sichtung habe ich dem Film noch 7 von 9 Punkte gegeben, doch mit etwas Abstand kam ich zu demselben Schluss und kann dir da nur zustimmen.



#103 TheFallenAngel

TheFallenAngel

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Geschrieben 19 September 2018 - 08:36

Kommt eine Blade Runner TV Serie?



#104 simifilm

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Geschrieben 06 October 2018 - 16:51

Sehr spät hinterher hier noch ein Artikel von mir, den ich fürs Frame geschrieben habe. Der Artikel ist zwar zum Kinostart von Blade Runner 2049 erschienen, aber beim Verfassen hatte ich den Film noch gar nicht gesehen. Es geht primär um das Phänomen Blade Runner.


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#105 Zack

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Geschrieben 06 October 2018 - 20:59

Guter Artikel :)


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#106 derbenutzer

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Geschrieben 06 October 2018 - 21:10

Guter Artikel :)

Da schließe ich mich an: Wirklich sehr gut geschrieben. Dank und Kompliment an den Verfasser! :thumb:

 

Beste Grüße

 

Jakob


Austriae Est Imperare Orbi Universo


#107 My.

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Geschrieben 07 October 2018 - 06:45

Habe den BR 2049 gestern erstmals gesehen (aus irgendeinem Grund habe ich die Sky-Ausstrahlungen ignoriert und auf die Leih-BD gewartet; ich hatte wohl eine Ahnung). Ich bin mir selbst bekannt dafür, dass ich Filme gut finde, die schlechte Bewertungen bekommen; nicht immer, aber nicht selten (siehe "The Beacon Project", mein "all time favourite of all").

BR 2049 hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich fühlte mich von der Machart spontan an Tarkovskis "Stalker" erinnert - und erinnerte mich an diesen als "Actionreißer" im Vergleich zu BR 2049. Die "actionbedampften" Teile von BR 2049 gegen Ende empfand ich als aufgesetzt und völlig unnötig. Auch die ganzen Rückblenden kamen mir vor wie pure "Klugscheißerei"; ich bin zwar alt, aber nicht verkalkt und ich weiß auch noch, was im ersten "Blade Runner" gelaufen ist, obwohl mein letzter Filmgenuss ein wenig länger zurückliegt. Insgesamt fand ich den Film langweilig - und Ryan Gosling hat sich IMHO mit der Hauptrolle keinen Gefallen getan. (Aber ich schaue mir den Film auch noch ein zweites Mal an, um meine erste Reaktion zu verifizieren oder zu widerlegen. Man wird sehen.)

 

My.


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#108 simifilm

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Geschrieben 07 October 2018 - 07:59

Da schließe ich mich an: Wirklich sehr gut geschrieben. Dank und Kompliment an den Verfasser! :thumb:

 

Beste Grüße

 

Jakob

 

Danke.


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#109 Zack

Zack

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Geschrieben 13 October 2018 - 15:10

@My. - naja, viele jüngere Zuschauer haben den alten Blade Runner nie gesehen, daher wohl die vielen Rückblenden. Ich fands okay, aber insgesamt hätte der Film natürlich straffer sein dürfen (mir hat er trotzdem sehr gut gefallen).


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#110 My.

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Geschrieben 14 October 2018 - 06:37

@My. - naja, viele jüngere Zuschauer haben den alten Blade Runner nie gesehen, daher wohl die vielen Rückblenden. Ich fands okay, aber insgesamt hätte der Film natürlich straffer sein dürfen (mir hat er trotzdem sehr gut gefallen).

 

Das mag sein. Ist aber trotzdem doof. Denn _ich_ als Filmemacher (und vor allem Verleih) hätte mir gerade bei diesem Film gewünscht, dass auch die "alten" BD-Seher angesprochen werden. Das ist bei mir (nach dem ersten Schauen; der Film kriegt bei mir schon noch eine zweite Chance) nicht gelungen. Da war SW Episode VII - die reichlich aus Episode IV geklaut hat :) - deutlich besser (aber natürlich auch ein ganz anderer Film).

 

My.


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#111 Naut

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Geschrieben 14 October 2018 - 06:51

Also, mir hat Blade Runner 2049 sehr gut gefallen. Sicher, der Film ist sehr lang, aber wenn ich mir wünschen könnte, was herausgeschnitten gehört, dann wäre meine Antwort: Jared Leto.
Letos Charakter ist für die Geschichte des Films nahezu überflüssig. Er sondert nur pseudophilosophisches Gewäsch ab und taucht kaum auf. Da könnte man gut straffen.

#112 Ming der Grausame

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Geschrieben 14 October 2018 - 15:56

Ich fand es schon bezeichnend, dass die Handlung des Sequels ausgerechnet gegen die kaum vorhandene Handlung des Originals nicht mithalten kann – 'nuff said... a040.gif
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#113 Zack

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Geschrieben 14 October 2018 - 18:08

@My. Ich hab ihn damals im Kino gesehen und da kam er einfach wahnsinnig atmosphärisch rüber (es war auch die ganze Zeit echt totenstill im Saal, obwohl er ziemlich voll vor). Das war echt ein bisschen magisch und ich konnte nachvollziehen, wie sich ein Bekannter vor mir damals beim ersten im Kino gefühlt hat, der hatte mir das ähnlich beschrieben, wie ich es erlebt habe.

 

Hab ihn mir jetzt auf Blu-ray geholt, mal schauen, im Wohnzimmer wirkt er sicher anders, vielleicht fallen die Storyschwächen da auch mehr auf. (nichtsdestotrotz bin und bleibe ich megahappy, dass es mal wieder Cyberpunk zu gucken gibt ^^)


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#114 simifilm

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Geschrieben 04 September 2019 - 18:42

Für alle, die keine Angst vor geisteswissenschaftlichen Texten haben: In der neuen – nun als Open Access verfügbaren – Zeitschrift für Fantastikforschung hat es ein Forum zu Blade Runner und Blade Runner 2049. Forum bedeutet hier, dass sich verschiedene Autorinnen und Autorinnen – konkret Tobias Haupts, Barbara Flückiger, Lars Schmeink, Sherryl Vint sowie meine Wenigkeit – aus unterschiedlichen Perspektiven zu den beiden Filmen äussern. Die Idee der neuen Rubrik Forum ist, dass sie kurze Einwürfe enthält und nicht ausgewachsene Artikel, so dass jeweils ein kleines Kaleidoskop zu einem Thema entsteht.

 

Das ganze Forum gibt es hier.


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Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktional Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
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  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!



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