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Der Ersatz-Hitler aus dem All


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279 Antworten in diesem Thema

#271 Arl Tratlo

Arl Tratlo

    Temponaut

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Geschrieben 19 September 2011 - 00:34

Die Perry-Rhodan-Serie war schon immer staatskapitalistisch, weil die Dritte Macht bereits Kapitalismus mit Staatseigentum an den Schlüsselindustrien kombinierte.


Hmm... wir kennen die Details der Verträge zwischen der GCC und der Dritten Macht nicht wirklich.
Da wäre ich vorsichtig.

Und Lohnarbeit in der Produktion und Profitmaximierung gehören schon immer zur Serie dazu, sowohl in der Serie als auch als Groschenroman.


Kennst du einen Staat auf der Erde, der ohne Lohnarbeit funktioniert? Mir fällt spontan keiner ein.
Der jobmässig berufene Profitmaximierer Adams wurde dagegen oft genug überstimmt. Unter Profitmaximierungsgesichtspunkten war der Andromeda-Feldzug etwa blanker Unsinn - man hätte sich darauf beschränken können, Kahalo und den Sonnentransmitter abzusichern und gut.

Ähh.... Wahlkampfspenden für Sarah Palin?

Ansonsten interessanter Gedanke. Habe ich bisher noch nicht so gesehen, vielleicht weil mir bei dem globalen Staat immer etwas Föderales vorschwebt.



Palin hat damit nichts zu tun. Abgesehen davon, dass in der Tat die USA - also die Vereinigten Staaten (!) von Amerika - originär als föderales Gebilde konzipiert wurde.

Ansonsten sieht man gerade sehr schön am Beispiel der EU, wohin sich ein ursprünglich föderal angelegtes Konzept entwickeln kann.
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#272 Ming der Grausame

Ming der Grausame

    Evil Ruler of Mongo

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Geschrieben 19 September 2011 - 19:45

Die Perry-Rhodan-Serie war schon immer staatskapitalistisch, weil die Dritte Macht bereits Kapitalismus mit Staatseigentum an den Schlüsselindustrien kombinierte.

Hmm... wir kennen die Details der Verträge zwischen der GCC und der Dritten Macht nicht wirklich. Da wäre ich vorsichtig.

Fakt ist aber, dass Homer G. Adams als Leiter der General Cosmic Company Insider-Handel betrieb und außerdem noch ein besonders schwerer Fall von Börsenmanipulation vornahm, also all das, wofür Gordon Gekko im Kinofilm Wall Street von Oliver Stone aus dem Jahr 1987 für 23 Jahre in den Knast kam.

Und Lohnarbeit in der Produktion und Profitmaximierung gehören schon immer zur Serie dazu, sowohl in der Serie als auch als Groschenroman.

Kennst du einen Staat auf der Erde, der ohne Lohnarbeit funktioniert? Mir fällt spontan keiner ein.

Mir auch nicht und das hat schlicht damit zu tun, dass Lohnarbeit im Staatskapitalismus etwas Zentrales ist – übrigens auch im Staatssozialismus. Allerdings existieren weltweit durchaus noch sehr viele indigene Gesellschaften, die tatsächlich keine Lohnarbeit kennen.
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#273 Arl Tratlo

Arl Tratlo

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Geschrieben 19 September 2011 - 20:50

Fakt ist aber, dass Homer G. Adams als Leiter der General Cosmic Company Insider-Handel betrieb und außerdem noch ein besonders schwerer Fall von Börsenmanipulation vornahm, also all das, wofür Gordon Gekko im Kinofilm Wall Street von Oliver Stone aus dem Jahr 1987 für 23 Jahre in den Knast kam.


Adams hat seine Manipulationen aber bereits im Jahr 1971 betrieben. Ggf. waren da die diesbezüglichen Gesetze etwas lockerer.

Mir auch nicht und das hat schlicht damit zu tun, dass Lohnarbeit im Staatskapitalismus etwas Zentrales ist – übrigens auch im Staatssozialismus. Allerdings existieren weltweit durchaus noch sehr viele indigene Gesellschaften, die tatsächlich keine Lohnarbeit kennen.


Wieso nur im Staatskapitalismus?
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#274 Hajo F. Breuer

Hajo F. Breuer

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Geschrieben 20 September 2011 - 08:31

Die Perry-Rhodan-Serie war schon immer staatskapitalistisch, weil die Dritte Macht bereits Kapitalismus mit Staatseigentum an den Schlüsselindustrien kombinierte. Und Lohnarbeit in der Produktion und Profitmaximierung gehören schon immer zur Serie dazu, sowohl in der Serie als auch als Groschenroman.

Was genau hat das jetzt mit Hitler zu tun? :D

Hmm... wir kennen die Details der Verträge zwischen der GCC und der Dritten Macht nicht wirklich. Da wäre ich vorsichtig.Fakt ist aber, dass Homer G. Adams als Leiter der General Cosmic Company Insider-Handel betrieb und außerdem noch ein besonders schwerer Fall von Börsenmanipulation vornahm, also all das, wofür Gordon Gekko im Kinofilm Wall Street von Oliver Stone aus dem Jahr 1987 für 23 Jahre in den Knast kam.

Da sieht man mal, wie gemein und grausam Hollywood sein kann.

#275 Ming der Grausame

Ming der Grausame

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Geschrieben 20 September 2011 - 15:43

Fakt ist aber, dass Homer G. Adams als Leiter der General Cosmic Company Insider-Handel betrieb und außerdem noch ein besonders schwerer Fall von Börsenmanipulation vornahm, also all das, wofür Gordon Gekko im Kinofilm Wall Street von Oliver Stone aus dem Jahr 1987 für 23 Jahre in den Knast kam.

Adams hat seine Manipulationen aber bereits im Jahr 1971 betrieben. Ggf. waren da die diesbezüglichen Gesetze etwas lockerer.

Mit dem Securities Exchange Act von 1934 wurde das Verbot der Insiderhandel in den Vereinigte Staaten von Amerika erstmalig normiert. Nach § 14 Wertpapierhandelsgesetz ist Insiderhandel auch in Deutschland verboten, war es aber auch schon während der Weimarer Republik. Sie werden hierzulande gemäß § 38 Abs. 1 WpHG jeweils mit Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen jedoch eher recht milde bestraft.

Mir auch nicht und das hat schlicht damit zu tun, dass Lohnarbeit im Staatskapitalismus etwas Zentrales ist – übrigens auch im Staatssozialismus. Allerdings existieren weltweit durchaus noch sehr viele indigene Gesellschaften, die tatsächlich keine Lohnarbeit kennen.

Wieso nur im Staatskapitalismus?

Weil Lohnarbeit sowohl in der Sowjetunion als im restlichen realexistierenden Sozialismus faktisch existiert hat, woraus folgt, dass die Bezahlung von Lohn für Arbeitskraft nicht nur eine zufällige Form ist, die in Wirklichkeit einen in der Tat nicht-proletarischen Inhalt zu verhüllen versucht und weil die Existenz von Lohnarbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft existentiell notwendig ist. Da bot es sich schon aus rhetorischen Gründen an, Staatskapitalismus und Staatssozialismus in einen Satz zu verwenden. Arbeiter, die als Waren nur ihre eigene Arbeitskraft besitzen und deren Wert mit einem Lohn entgolten wird, sind nämlich im marxschen Sinn überhaupt keine Proletarier. Zwischen bürokratischen Kapitalismus und bürokratischer Kollektivismus bestehen diesbezüglich keine nennenswerten Unterschiede – die kapitalistischen Wertgesetze sind universell gültig, selbst in eine stalinistische Gesellschaft.

Die Perry-Rhodan-Serie war schon immer staatskapitalistisch, weil die Dritte Macht bereits Kapitalismus mit Staatseigentum an den Schlüsselindustrien kombinierte. Und Lohnarbeit in der Produktion und Profitmaximierung gehören schon immer zur Serie dazu, sowohl in der Serie als auch als Groschenroman.

Was genau hat das jetzt mit Hitler zu tun? :D

Eigentlich gar nichts, schließlich wollte ich damit nur auf alexandermerows Argument eingehen, wonach sein Einwand zumindest im Perryversum nicht stichhaltig ist, weil das Perryversum selbst auf besagtem neoliberalistischen Zwischenkontext auf postmoderner Gedankenbasis ruht. Aber für dich kann ich gerne ein Zusammenhang herstellen: Auch Nazideutschland war staatskapitalistisch strukturiert. Und wenn es Winston Churchill nicht gelungen wäre, England zum Kampfe zu wecken, dann würde es überhaupt kein freies Land in Europa mehr geben. Andere Demokraten, Politiker und Schriftsteller mochten und mussten die Zukunft bewältigen. Winston Churchill bewirkte jedoch erst, dass unsere Gegenwart überhaupt existieren konnte. Besser so? :D
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#276 Arl Tratlo

Arl Tratlo

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Geschrieben 20 September 2011 - 17:43

Weil Lohnarbeit sowohl in der Sowjetunion als im restlichen realexistierenden Sozialismus faktisch existiert hat, woraus folgt, dass die Bezahlung von Lohn für Arbeitskraft nicht nur eine zufällige Form ist, die in Wirklichkeit einen in der Tat nicht-proletarischen Inhalt zu verhüllen versucht und weil die Existenz von Lohnarbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft existentiell notwendig ist. Da bot es sich schon aus rhetorischen Gründen an, Staatskapitalismus und Staatssozialismus in einen Satz zu verwenden. Arbeiter, die als Waren nur ihre eigene Arbeitskraft besitzen und deren Wert mit einem Lohn entgolten wird, sind nämlich im marxschen Sinn überhaupt keine Proletarier. Zwischen bürokratischen Kapitalismus und bürokratischer Kollektivismus bestehen diesbezüglich keine nennenswerten Unterschiede – die kapitalistischen Wertgesetze sind universell gültig, selbst in eine stalinistische Gesellschaft.


Mir ist der Begriff des "Staatskapitalismus" - wie auch der Begriff des "Staatssozialismus" übrigens - zu unscharf. Der Begriff des "Staatskapitalismus" - falls er nicht im Sinne der Stamokap-Theorie verwendet wird - drückt wenig aus, ausser der simplen Tatsache, dass sich kapitalistische Gesellschaften im Rahmen von Staatswesen entwickelt haben. Was wäre denn ein Kapitalismus, der nicht "Staatskapitalismus" ist? Eine Gesellschaft, wie sie von Ayn Rand konzipiert und von einigen Tea Party-Anhängern vertreten wird?

Ebenso verhält es sich mit dem "Staatssozialismus" - was wäre die Alternative? Munizipalistische/anarchistische Ansätze?
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#277 Ming der Grausame

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Geschrieben 20 September 2011 - 19:48

Weil Lohnarbeit sowohl in der Sowjetunion als im restlichen realexistierenden Sozialismus faktisch existiert hat, woraus folgt, dass die Bezahlung von Lohn für Arbeitskraft nicht nur eine zufällige Form ist, die in Wirklichkeit einen in der Tat nicht-proletarischen Inhalt zu verhüllen versucht und weil die Existenz von Lohnarbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft existentiell notwendig ist. Da bot es sich schon aus rhetorischen Gründen an, Staatskapitalismus und Staatssozialismus in einen Satz zu verwenden. Arbeiter, die als Waren nur ihre eigene Arbeitskraft besitzen und deren Wert mit einem Lohn entgolten wird, sind nämlich im marxschen Sinn überhaupt keine Proletarier. Zwischen bürokratischen Kapitalismus und bürokratischer Kollektivismus bestehen diesbezüglich keine nennenswerten Unterschiede – die kapitalistischen Wertgesetze sind universell gültig, selbst in eine stalinistische Gesellschaft.

Mir ist der Begriff des "Staatskapitalismus" - wie auch der Begriff des "Staatssozialismus" übrigens - zu unscharf.

Beide Begrifflichkeiten sind aber auf das innigste mit einem uralten Streitthema, das innerhalb der marxistischen Theorie im 20. Jahrhundert auf das Heftigste debattiert wurde, verbunden. Der größte Teil dieser Auseinandersetzung fand übrigens bereits unter Trotzkisten statt und findet seine Ursprünge schon in der linken Opposition in der UdSSR. Explizit darauf setzte dann Maos Fundamentalkritik an, als er erklärte, dass die Sowjetunion, nicht jedoch die Volksrepublik China, als staatskapitalistisch zu bezeichnen sei. Der Staatskapitalismus setzt demnach eine enge Beziehung zwischen dem Staat und den privaten bzw. vergesellschafteten Unternehmern voraus. Private oder staatssozialistische Kapitalisten produzieren also für einen zugesicherten Markt. Ein exzellentes Beispiel hierfür stellt die Militärindustrie dar, in der unabhängige Firmen für den Staat produzieren und nicht dem Konkurrenzkampf des Marktes unterworfen sind – der militärisch-industrielle Komplex.

Der Begriff des "Staatskapitalismus" - falls er nicht im Sinne der Stamokap-Theorie verwendet wird - drückt wenig aus, ausser der simplen Tatsache, dass sich kapitalistische Gesellschaften im Rahmen von Staatswesen entwickelt haben.

Keinesfalls. Der Staatsmonopolkapitalismus ist nach marxistisch-leninistischer Lehrmeinung die Verschmelzung des imperialistischen Staates mit der Wirtschaft, die ihrerseits nur noch aus dünn maskierten Monopolen besteht, zu einem einzigen Herrschaftsinstrument unter Führung einer Finanzoligarchie, die dann die Endphase des Kapitalismus einleitet und so die Grundlage des Imperialismus darstellt. Hierbei handelt es sich IMHO schlussendlich lediglich um eine Theorie mangelnder Reichweite, da die schnöde Existenz von Unternehmen mit marktbeeinflussendem Charakter zwar die Wertgesetzlichkeit der Marktstrukturen modifiziert, sie jedoch definitiv nicht aufhebt. Ferner wird die Geschichte so als totaldeterminiert durch die strukturierenden Verhältnisse konzediert, die kaum Freiräume für individuelle Handlungen zulässt.

Was wäre denn ein Kapitalismus, der nicht "Staatskapitalismus" ist?

Laut Nikolai Bucharin wäre es schlicht ein Kapitalismus, der nicht imperialistisch ist, denn nach ihm sind fortgeschrittene imperialistische Länder immer staatskapitalistisch.

Eine Gesellschaft, wie sie von Ayn Rand konzipiert und von einigen Tea Party-Anhängern vertreten wird?

Ayn Rand sah den Übermenschen als Unternehmer, die ausschließlich nach eigenen Handlungsgesetzen agieren. Nach ihr leben wir nur im Geiste, die Existenz ist demnach lediglich der Versuch, dieses Leben in physische Realität zu überführen. Was die Tea-Party-Bewegung schlussendlich will, ist dagegen wohl so etwas wie ein gescheiterter Staat. In Somalia kann man all das haben, wovon die Tea-Party-Bewegung so träumt: keine Regierung, keine Steuern, maximale persönliche Freiheit und eine absolut durchdringende Liberalität beim Waffenbesitz.

Ebenso verhält es sich mit dem "Staatssozialismus" - was wäre die Alternative?

Gute Frage, nächste Frage?
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#278 Arl Tratlo

Arl Tratlo

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Geschrieben 22 September 2011 - 20:45

Mir ist der Begriff des "Staatskapitalismus" - wie auch der Begriff des "Staatssozialismus" übrigens - zu unscharf.Beide Begrifflichkeiten sind aber auf das innigste mit einem uralten Streitthema, das innerhalb der marxistischen Theorie im 20. Jahrhundert auf das Heftigste debattiert wurde, verbunden. Der größte Teil dieser Auseinandersetzung fand übrigens bereits unter Trotzkisten statt und findet seine Ursprünge schon in der linken Opposition in der UdSSR.

...

Laut Nikolai Bucharin wäre es schlicht ein Kapitalismus, der nicht imperialistisch ist, denn nach ihm sind fortgeschrittene imperialistische Länder immer staatskapitalistisch.


Nun ja, ich gebe zu, die trotzkistische Ideologie ist nicht wirklich meine Spezialität.
Bucharin war allerdings der Reissbrett-Staatssozialist schlechthin.

Inwieweit die Diskussion über die zukünftige "PR-Welt" allerdings mit trotzkistischen Kategorien zu führen ist, sei mal dahingestellt.

Ayn Rand sah den Übermenschen als Unternehmer, die ausschließlich nach eigenen Handlungsgesetzen agieren. Nach ihr leben wir nur im Geiste, die Existenz ist demnach lediglich der Versuch, dieses Leben in physische Realität zu überführen. Was die Tea-Party-Bewegung schlussendlich will, ist dagegen wohl so etwas wie ein gescheiterter Staat. In Somalia kann man all das haben, wovon die Tea-Party-Bewegung so träumt: keine Regierung, keine Steuern, maximale persönliche Freiheit und eine absolut durchdringende Liberalität beim Waffenbesitz.


Hmm, sehe ich etwas anders. Um mal die Brücke zu PR zu schlagen: die Gesellschaftsform der Haluter wäre mit Sicherheit eine, mit der sich Rand sehr gut anfreunden könnte. Karl Marx allerdings, der den Kommunismus einst als "freie Assoziation freier Menschen" definierte, sollte das allerdings ebenfalls können.

Das Dilemma dabei ist, dass eine solche Gesellschaftsform offenbar nur dann funktioniert, wenn die Individuen sich abgeklärt und weise verhalten (was bei den Halutern dank der lemurischen Langzeitwaffe ja prächtig funktioniert) und überdies kein materieller Mangel herrscht. Einen "Youth Bulge" kennen die Haluter allerdings auch nicht.

In den abgegrenzten Siedlungen reicher Rentner in Florida funktionieren solche Modelle sicherlich auch.

Gute Frage, nächste Frage?


Eben. Das Problem haben wir alle.
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#279 Ming der Grausame

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Geschrieben 26 September 2011 - 20:28

Inwieweit die Diskussion über die zukünftige "PR-Welt" allerdings mit trotzkistischen Kategorien zu führen ist, sei mal dahingestellt.

Das Konzept der permanenten Revolution ist durchaus etwas, was auch im Perryversum vorkommt. Ich denke da vor allem an die Ewigen Krieger bzw. am Permanenten Konflikt. Überhaupt haben sich sehr viele trotzkistischen Ideen im kapitalistischen Gewand in unsere Welt hinübergerettet. Auf Anhieb fällt mir da der kontinuierliche Verbesserungsprozess – viele Qualitätsmanagementsystem operieren nämlich schlussendlich mit schnöden trotzkistischen Kategorien.Eingefügtes Bild
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#280 huepfer

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Geschrieben 27 September 2011 - 21:54

[...]
Hmm, sehe ich etwas anders. Um mal die Brücke zu PR zu schlagen: die Gesellschaftsform der Haluter wäre mit Sicherheit eine, mit der sich Rand sehr gut anfreunden könnte. Karl Marx allerdings, der den Kommunismus einst als "freie Assoziation freier Menschen" definierte, sollte das allerdings ebenfalls können.

Schon erstaunlich –sowohl Kommunisten als auch Anarcho-Libertäre können sich in der halutischen Gesellschaft wieder finden. Möglicherweise erklärt das ja auch zu einem Teil die anhaltende Beliebtheit dieser Typen. Die einzige wirkliche gesellschaftliche Utopie (na ja, neben den Vironauten) in fuffzich Jahren Perry Rhodan. ("Eigentlich wär‘ ich ja auch ganz gerne mal frei. Wenn’s mir bloß jemand erlauben würde…")

Das Dilemma dabei ist, dass eine solche Gesellschaftsform offenbar nur dann funktioniert, wenn die Individuen sich abgeklärt und weise verhalten (was bei den Halutern dank der lemurischen Langzeitwaffe ja prächtig funktioniert)

Natürlich konnte sich - um mal wieder die Brücke zu Hitler zu schlagen - KHS als Faschist – so wie auch die meisten seiner Leser - jeden zivilisatorischen Fortschritt - historical evidence to the contrary - immer nur als Konditionierungs- (Zweit-, Dritt-) oder Dressurakt vorstellen (siehe auch: Autoritäre Persönlichkeit). Eingefügtes Bild


In den abgegrenzten Siedlungen reicher Rentner in Florida funktionieren solche Modelle sicherlich auch.

In jedem Rentner steckt ein kleiner ULEB? Eingefügtes Bild Hm - da könnte was dran sein (siehe auch: Lothar Dombrowski).
Ich habe mich selber auf der Ignore-Liste!


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