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Rund um Perry Rhodan


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1120 Antworten in diesem Thema

#1111 Alphacentauri

Alphacentauri

    Nanonaut

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Geschrieben 08 June 2017 - 20:17

Interessantes und umfangreiches Interview. Einige der Antworten haben mich allerdings ins Grübeln gebracht. Zwei Sachen ganz besonders. Zum Beispiel vergleicht bei dem Thema im-Mittelpunkt-Stehen-des-Namensgebers Klaus N. Frick Perry Rhodan mit Harry Potter. Dieses Beispiel hat mich überrascht, denn gerade bei Harry Potter ist es eben nicht so daß es nur um Harry geht und sonst bloß ein paar Pappkameraden herumstehen und auf ihr Stichwort warten, sondern es gibt eine Menge gern auch mal exzentrische Nebenfiguren, die zum Teil sehr wichtige Rollen spielen. Jemand könnte behaupten genau das was bei PR heutzutage fehlt!

Das andere war der Hinweis auf den "ganz normalen Leser... der in keinen Netzwerk ist". Klar, natürlich sind diese Leser angenehmer als solche die sich lautstark zu Wort melden. Aber ich frage mich wer am Ende der Serie länger treu bleiben wird. Die Leser und Leserinnen denen PR wichtig genug ist um sich mit Lob und Kritik zu Wort zu melden oder diejenigen die nur konsumieren? Denn es muss ja nicht heißen daß letztere nun grundsätzlich zufriedener sind...

Bearbeitet von Alphacentauri, 08 June 2017 - 20:29.


#1112 MoiN

MoiN

    Galaktonaut

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Geschrieben 09 June 2017 - 09:20

Das andere war der Hinweis auf den "ganz normalen Leser... der in keinen Netzwerk ist". Klar, natürlich sind diese Leser angenehmer als solche die sich lautstark zu Wort melden.

 

Ich denke, Klaus wollte damit nur andeuten, daß der in Netzwerken aktive Leser nicht repräsentativ ist für DEN Leser, der PR kauft.


Bearbeitet von MoiN, 09 June 2017 - 09:56.


#1113 Gen. Bully

Gen. Bully

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Geschrieben 09 June 2017 - 17:38

 

Ich gehe beispielsweise davon aus, dass unsere Leser es schätzen, wenn unsere Helden kompetent sind - so hat es Frank Borsch mal formuliert - und eben wie Erwachsene handeln.

 

Ohne jetzt gleich wieder als Mopperer dastehen zu wollen...warum nur habe ich das Gefühl, daß dieser scheinbar selbst auferlegte Grundsatz nicht konsequent genug durchgezogen wird?


"Es gibt 5 Arten der Lüge: die gewöhnliche Lüge, den Wetterbericht, die Statistik, die diplomatische Note und das amtliche Kommuniqué" George Bernhard Shaw
"Bazinga!"

#1114 Elena

Elena

    Katzengöttin

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Geschrieben 10 June 2017 - 15:10

Du findest die Helden also nicht kompetent, Gen. Bully?


Lasse das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.

Dalai Lama


#1115 Alphacentauri

Alphacentauri

    Nanonaut

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Geschrieben 10 June 2017 - 15:41

Ich denke, Klaus wollte damit nur andeuten, daß der in Netzwerken aktive Leser nicht repräsentativ ist für DEN Leser, der PR kauft.

Ist mir schon klar. Nur wer ist DER Leser? Aber ich kenne diese Einstellung auch von der Arbeit. Da ist man in der Chefetage auch der Meinung daß es DEN Kunden gibt. :D So denken wahrscheinlich viele Firmen.


Mir ist noch etwas beim Lesen des Interviews aufgefallen. Da sagt der Fragesteller zu Klaus N. Frick als es um das Thema Kritik geht:

"Du hast Recht, wenn ich lese, dass Leser diese "neuerdings" kosmischen Dimensionen bemängeln, da muss ich immer schmunzeln, das sind nun wirklich Debatten, die wir schon vor Jahrzehnten hatten.

Da fallen mir zwei Sachen zu ein. Erstens stimmt es natürlich das die Gigantomanie schon seit Jahrzehnten beklagt wird, aber wäre es dann nicht vielleicht an der Zeit tatsächlich mal was neues zu probieren?
Und zweitens ist für mich seit das neue Team Montillion und Vandemaan die Exposes schreibt eine ich nenne es mal "religiöse Dimension" reingekommen die es so vorher nie gab. Bisher war es immer klar das Superintelligenzen, Kosmokraten, Chaotarchen usw. zwar sehr mächtige und sehr fremdartige Lebewesen sind, aber eben Lebewesen. Lebewesen die auch von Sterblichen bekämpft und manchmal wenn auch mit sehr viel Glück besiegt werden können.
Seit das neue Exposeteam für die Serie verantwortlich ist das gar nicht mehr so klar, da wird mit ganz viel religiösen Bildern gearbeitet, gerade bei der Thez Handlung wo ich mich an manchen Stellen fragte ob die JenZEITIGEN Lande nicht im Wirklichkeit JenSEITIGE Lande sind, und THEZ Gott ist... In der Sternengruft ging es dann darum das Rhodan sich sich der Hybris schuldig gemacht hatte als er versuchte Kosh zu stoppen und er das am Ende "gutmachen" musste indem er dafür sorgt das Kosh Orplyd zerstören kann.
Mir hat das dann gereicht und ich habe mit 2899 mit lesen aufgehört. Ich täte aber Lügen wenn ich behaupten würde das ich nicht trotzdem neugierig bin und mir immer noch die Spoiler ansehe. Wie es aussieht scheint man da jetzt komplett auf religiöse Themen umgeschwenkt zu sein.
Den Rest schreibe ich vorsichtshalber als Spoiler da es um die aktuelle Handlung geht.
Spoiler


Ich weiß nicht wie andere Leser das sehen aber mir gefällt es nicht. Wenn ich Perry Rhodan lese möchte ich Science Fiction lesen und das hat für mich mit SF nichts mehr zu tun. Nicht mal mit Fantasy. Vielleicht gibt ja es auch andere Leser denen es so geht, die bisher mit der Kosmologie der Serie klarkamen aber denen es jetzt zuviel geworden ist und deshalb werden wieder vermehrt die "kosmischen Dimensionen bemängelt"?

Bearbeitet von Alphacentauri, 10 June 2017 - 16:54.


#1116 Tifflor

Tifflor

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Geschrieben 10 June 2017 - 17:38

Interessante Beobachtung, Alphacentauri. Und im Wesentlichen stimme ich dir zu.

Aber geht diese Vergöttlichung der kosmischen Mächte nicht schon viel länger?

Hieß es nicht bereits in der Ära Feldhof, dass ES das Bewusstsein aller in seiner Mächtigkeitsballung Verstorbener in sich aufnimmt (auch im Zusammenhang mit dem Andomedafeldzug gegen die MdI), oder täusche ich mich da bzw verwechsle etwas?

 

Und dass heute die Gigantomanie beklagt wird, liegt sicher auch an den immer weiter ausufernden Langzeitplänen uä. Das ist die Fortsetzung der Gigantomie des Tiefenlandes und des Moralischen Kodes (eine der ähm unglücklichsten Ideen der Serie) mit anderen Mitteln.

 

Hinzu kommt, dass man den Terranern zwar die Möglichkeiten zu Fernreisen weitestgehen genommen hat, dafür aber eine Zeit lang ständig irgendwelche neuen kosmsichen Transportsysteme aus dem Hut zaubern musste, um unsere Helden dahin zu bringen, wo sie hin sollen, weil man die Handlung nicht der reduzierten Technik angepasst hatte.

 

Zu Rhodan als Hauptfigur: als ich das Lesen angefangen habe mit Heft Nr 998 EA war ich zuerst überrascht, dass Rhodan als Titelheld nicht so häufig die Hauptrolle spielt, wie ich das von meinen Comics (wo Superman, Lt Blueberry oder Asterix drauf steht, ist der auch drin) und Jugendbuchreihen gewohnt war. Wirklich gestört hat es mich aber nicht. Im Gegenteil hatte ich schnell andere Lieblinge (Gucky natürlich) bzw mich mit den Betschiden angefreundet, deren geradlinige Space Opera-Abenteuer mehr meinem Lesegeschmack entsprachen als die Rhodan-Handlungsebene.

Noch weniger erschließt sich mir aber, warum man gerade bei Miniserien (egal ob Heft oder Taschenbuch) so hartnäckig, fast schon verkrampft. an Rhodan festhält, statt hier anderen Charakteren eine Spielwiese einzuräumen (Bully, Gucky, Tolot ...). Gerade in der alten Taschenbuchserie hatten sich die Autoren doch von Anfang an frei geschwommen und Geschichten "frei Schnauze" erzählt, oft ohne Perry.

Übrigens lese ich gerade wieder den MdI-Zyklus und auffällig beim aktuellen Stand  (216) ist, dass Rhodan da durchaus häufiger im Hintergrund der einzelnen Romane bleibt und stattdessen Redhorse oder andere Besatzungsmitglieder der Crest die aktiv handelnden sind. Natürlich greift unser Held noch oft genug aktiv ein, aber selbst dann meistens im Rahmen einer Gruppe. Insgesamt wird das Potential das ein großes Schiff wie die Crest II an verschiedenen Charakteren bietet ausgeschöpft und andere Figuren erhalten ihre Zeit im Rampenlicht, um den Tag zu retten (mal Tolot, mal Redhorse, mal Gucky usw usf). Soll heißen, es ist nicht alles so explizit auf Rhodan zugeschnitten. Und so sind dann Charaktere entstanden, die im Gedächtnis geblieben sind.


Ohne jetzt gleich wieder als Mopperer dastehen zu wollen...warum nur habe ich das Gefühl, daß dieser scheinbar selbst auferlegte Grundsatz nicht konsequent genug durchgezogen wird?

Dass dieses Zitat gerade von Frank NEO Borsch stammt, entbehrt nun wahrlich nicht einer gewissen Ironie


Bearbeitet von Tifflor, 10 June 2017 - 17:44.


#1117 Günther Drach

Günther Drach

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Geschrieben 10 June 2017 - 18:25

Zu Rhodan als Hauptfigur: als ich das Lesen angefangen habe mit Heft Nr 998 EA war ich zuerst überrascht, dass Rhodan als Titelheld nicht so häufig die Hauptrolle spielt, wie ich das von meinen Comics (wo Superman, Lt Blueberry oder Asterix drauf steht, ist der auch drin) und Jugendbuchreihen gewohnt war. Wirklich gestört hat es mich aber nicht. Im Gegenteil hatte ich schnell andere Lieblinge (Gucky natürlich) bzw mich mit den Betschiden angefreundet, deren geradlinige Space Opera-Abenteuer mehr meinem Lesegeschmack entsprachen als die Rhodan-Handlungsebene.

Noch weniger erschließt sich mir aber, warum man gerade bei Miniserien (egal ob Heft oder Taschenbuch) so hartnäckig, fast schon verkrampft. an Rhodan festhält, statt hier anderen Charakteren eine Spielwiese einzuräumen (Bully, Gucky, Tolot ...). Gerade in der alten Taschenbuchserie hatten sich die Autoren doch von Anfang an frei geschwommen und Geschichten "frei Schnauze" erzählt, oft ohne Perry.

Übrigens lese ich gerade wieder den MdI-Zyklus und auffällig beim aktuellen Stand  (216) ist, dass Rhodan da durchaus häufiger im Hintergrund der einzelnen Romane bleibt und stattdessen Redhorse oder andere Besatzungsmitglieder der Crest die aktiv handelnden sind. Natürlich greift unser Held noch oft genug aktiv ein, aber selbst dann meistens im Rahmen einer Gruppe. Insgesamt wird das Potential das ein großes Schiff wie die Crest II an verschiedenen Charakteren bietet ausgeschöpft und andere Figuren erhalten ihre Zeit im Rampenlicht, um den Tag zu retten (mal Tolot, mal Redhorse, mal Gucky usw usf). Soll heißen, es ist nicht alles so explizit auf Rhodan zugeschnitten. Und so sind dann Charaktere entstanden, die im Gedächtnis geblieben sind.

Inzwischen denke ich tatsächlich, dass eben das der Grund ist, warum mir die älteren Sachen einfach besser gefallen als die neuen: Da hat man diese Figur eben nicht dermassen in den Vordergrund gedrängt.

Seine ständige Präsenz ist für mich inzwischen nur Penetranz. Die Hauptfigur Rhodan finde ich inzwischen nur nervend.


now, take her from these stews and frozen lakes.
she will remember not what did occur,
but if it pleases you, tell her when she wakes ...
... a flower grows yet in hell that's named for her.


moore/bissette/totleben: down amongst the dead men
  • (Buch) gerade am lesen:Claire North: The End of the Day
  • • (Buch) Neuerwerbung: Warren Ellis, Bryan Hitch: Absolute Authority Vol. 1
  • • (Film) gerade gesehen: Tucker and Dale vs Evil
  • • (Film) Neuerwerbung: Rapunzel - neu verfönt

#1118 Gen. Bully

Gen. Bully

    Perrynaut

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Geschrieben 11 June 2017 - 22:00

Da muß ich euch Recht geben. Diese allzeitige Präsenz ist echt nervend.
"Es gibt 5 Arten der Lüge: die gewöhnliche Lüge, den Wetterbericht, die Statistik, die diplomatische Note und das amtliche Kommuniqué" George Bernhard Shaw
"Bazinga!"

#1119 Elena

Elena

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Geschrieben 11 June 2017 - 22:03

Zumal das ja auch auf Kosten anderer beliebter Figuren geht, von denen man entweder nur wenig zu lesen bekommt oder auf die man manchmal sogar verzichten muss, weil sie mal wieder geparkt sind, Atlan, Bully, Michael Rhodan ...


Lasse das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.

Dalai Lama


#1120 Nibor

Nibor

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Geschrieben 24 July 2017 - 10:21

KNF über sich und seine erste SF-Kurzgeschichte.



#1121 Nibor

Nibor

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Geschrieben 28 August 2017 - 12:21

Bald (geplant ist der 11.9.2017) wird die Perry Rhodan Seite des Verlages in neuem Glanz erstrahlen. Guckt man hier. Hoffentlich bleibt die alte Seite erreichbar, damit die alten Links nicht alle ungültig werden.






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