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Streitgespräch #2

streitgespräch uwe post sven klöpping dsf

24 Antworten in diesem Thema

#1 fictionality

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    Illuminaut

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Geschrieben 29 January 2012 - 14:14

Hallo Leute!

Nach langer Zeit des Schweigens hier nun endlich das zweite Streitgespräch zwischen mir und Uwe. Es geht darum, ob es überhaupt so etwas wie "deutsche SF" gibt ...

Wir sind auf eure Meinungen gespannt!

Link zum Artikel

Schönen Gruß, Sven

Bearbeitet von fictionality, 29 January 2012 - 14:15.


#2 Diboo

Diboo

    Kaisertentakel

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Geschrieben 29 January 2012 - 14:16

"Es meint die SF, die von neuen deutschen Autoren produziert wird, die eine eigene Sprache gefunden haben, und eigene Themen."

Ich gehöre also nicht dazu. Was für SF schreibe ich dann? Marsianische?

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)

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#3 fictionality

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    Illuminaut

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Geschrieben 29 January 2012 - 14:32

Wieso, du hast doch ein eigenes Thema? @Kaiserkrieger @Tentakel

#4 Diboo

Diboo

    Kaisertentakel

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Geschrieben 29 January 2012 - 14:38

Wieso, du hast doch ein eigenes Thema? @Kaiserkrieger @Tentakel


Blödsinn.
Die Kaiserkrieger sind eine abkopierte Mischung aus Flint/Drakes "Belisarius-Zyklus", vermischt mit Elementen aus dem "1632"-Zyklus von Eric Flint und Versatzstücken aus klassischen "Ship in Time"-Romanen. Das ist in etwa so originell - im Sinne von "eigen" - wie eine Portion Pommes bei McDonalds.
Die "Tentakelromane" sind ein Mischmasch aus dermaßen vielen Military-SF-Versatzstücken, dass ich Dir die entsprechenden Romane und Zyklen nicht einmal vollständig aufzählen könnte.
An alledem ist nichts "spezifisch" - weder spezifisch "deutsch" noch spezifisch "Dirk". Es ist alter Wein in neuen Schläuchen.

Bearbeitet von Diboo, 29 January 2012 - 14:38.

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#5 Uwe Post

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    Preisträger'o'naut

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Geschrieben 29 January 2012 - 14:41

Es heißt "Streigespräch", weil wir sofort anfangen, über einzelne Worte zu streiten, denn sonst wäre der Sonntag doch fürchterlich langweilig, oder?

FÜR IMMER 8 BIT!  |||  uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#6 Diboo

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    Kaisertentakel

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Geschrieben 29 January 2012 - 14:44

Es heißt "Streigespräch", weil wir sofort anfangen, über einzelne Worte zu streiten, denn sonst wäre der Sonntag doch fürchterlich langweilig, oder?


Natürlich. Ich streite ja mit :-)

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#7 fictionality

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    Illuminaut

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Geschrieben 29 January 2012 - 14:57

Also, ich kenne deine Romane nicht gut genug um darüber so fachmännisch zu urteilen. Aber auch ein Mix aus Bekanntem ergibt etwas Neues. Wieso hängst du dich an diesem Satz jetzt so auf?

#8 Diboo

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Geschrieben 29 January 2012 - 15:03

Also, ich kenne deine Romane nicht gut genug um darüber so fachmännisch zu urteilen. Aber auch ein Mix aus Bekanntem ergibt etwas Neues. Wieso hängst du dich an diesem Satz jetzt so auf?


Oh, ich hänge mich gar nicht auf. Ich fand ihn nur diskutierenswert. Das ständige Bedürfnis nach etwas "Neuem" ist ja verständlich, aber ich behaupte, dass es gar nichts oder kaum "Neues" gibt und wir dieses vor allem nicht zu einem Qualitätsmerkmal für eine regional begrenzte Ausformung der SF machen können. Es gibt Science Fiction. Die hat Themen. Fertig.

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#9 fictionality

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Geschrieben 29 January 2012 - 15:05

Wer hatte den Satz jetzt eigentlich gesagt? Uwe oder ich? Bestimmt Uwe.

#10 Diboo

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Geschrieben 29 January 2012 - 15:08

Wer hatte den Satz jetzt eigentlich gesagt? Uwe oder ich? Bestimmt Uwe.


Ja, genau. Der sagt immer so komische Sachen.

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#11 Armin

Armin

    Entheetonaut

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Geschrieben 29 January 2012 - 15:36

Um mal kurz zum Thema zurückzukommen: Viel interessanter hätte ich gefunden, wenn ihr mal - von euren eigenen Werken abgesehen - ein paar Beispiele für originäre deutsche SF angesprochen hättet. Ein Halbsatz zu einem Ronald-M.-Hahn-Roman, das war's dann schon ...

#12 quitter

quitter

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Geschrieben 29 January 2012 - 15:53

Ich fand den Artikel lesenswert, aber eher zu kurz. Ich hätte gerne stärkere Polarisierung gehabt, was nicht heißt dass mein Verbesserungsvorschlag "regt euch künstlich auf und tut künftig bitte polarisierter" lautet. Nicht dass ich eigene, brillante Ansätze hätte- Für mich definiert sich "deutsche SciFi" schlichtweg über die Identität des Autors. Betonung auf "Identität", nicht "Herkunft", weil ich es für mich selbst daran festmache wie ein Autor sich versteht, verlegt wird, beworben wird, und wie er seine Schwerpunkte setzt. Beispielsweise würde ich mich in diesem Sinne hüten, Roland Emmerich als "deutschen Regisseur" zu bezeichnen (bestenfalls deutschstämmig), verstehe aber Till Schweiger (wie Hollywood es eindeutig auch tut) als deutschen Schauspieler (nicht dass das 'ne Zierde für die Nation wäre). Man möge mir die literaturexternen Beispiele verzeihen, aber ich kenne mich noch nicht genug in der deutschen Szene aus, um da ähnlich effektive Ausstellungsstücke auszugraben.

Damit erhebe ich natürlich keine Ansprüche auf Richtigkeit, das ist nur... formuliertes Bauchgefühl. Zu meinem formulierten Bauchgefühl gehört auch, dass deutsche Autoren viel eher dazu neigen als amerikanische, sich weniger auf die Nationalität von Figuren, Schauplätzen und Plottypik (falls es sowas gibt) festzulegen oder die Stories darüber zu definieren, und tendenziell weniger zu dem beliebten "United States of Earth"-Bild populärer SF in den Massenmedien neigen. Kann ich das belegen? Nö, auch nicht, aber ich empfinde es bisher so, und finde das sehr gesund. Andererseits liegt das US-zentrische Bild der Mainstream-SF sicher auch irgendwo darin begraben, dass der angepeilte Markt für die populärsten und gewinnträchtigsten (meist US-)Autoren, die sich in der weiten Welt verkaufen, nunmal die USA sind. Hinter den Figuren, Schauplätzen und kulturellen Prägungen entsprechend knallharte Kalkulationen stecken, damit sich die zahlenden Fans der primären Zielgruppe (seiens nun Leser, Kucker oder Spieler) auch ja mit all dem identifizieren können. Dass der Schauplatz / die Charakterherkunft USA durch die mediale Dominanz der letzten 60 Jahre weltweit beliebt und verständlich ist, tut dem ganzen natürlich auch keinen Abbruch. Nennen wir es "Verdaulichkeit".

Vielleicht ist die angenehme Unabhängigkeit der deutschen Autorenszene von diesen Faktoren, so weit ich sie wahrnehme, zumindest im Kleinverlagskontext auch geringerem "Schreib' gefälligst einem Mainstream-Millionenseller"-Druck zu verdanken. Oder mangelnden Aussichten, nicht vorhandener Hoffnung. Ich habe zumindest nicht das Gefühl, dass für das Gros der Leser "deutsche" Kultur / Figuren / Lokalitäten / Macken / Charakteristika ein selling point für sich darstellt, sondern eher im Sinne von "ah, mal was anderes" zur Kaufentscheidung beiträgt. Aber dafür täten es auch französische, spanische, oder meinetwegen serbische (und so weiter) Prägungen.

Sehr subjektiv, mein Kommentar. Nur um es nochmal zu betonen.

Gruß,
q

Bearbeitet von quitter, 29 January 2012 - 16:10.


#13 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 29 January 2012 - 18:34

Zum Thema "Neues in der Welt von Morgen" möchte ich meinem Namensvetter zustimmen und ein (schräges) Bild heranziehen.

Es gibt Äpfel.
Es gibt Birnen.
Beide sind nichts Neues, nicht weltbewegendes (zumindest bei uns)
Jetzt geht ein gewiefter Obstbauer hin, und züchtet eine Mischung aus Apfel und Birne.
E voilá, die Binapfel ist geboren.
Weich in ... äh ... wie eine Birne, säuerlich wie ein Boskopp, einfach neu.

Falsch Eingefügtes Bild

Es ist, wie Dirk schon sagte, alter Wein in neuen Schläuchen.
Ob ich jetzt den Kölner Dom in die Luft jage und den Rest der Stadt mit thermobaren Bomben desinfizieren lasse, oder ein anderer Autor dies mit New York tut, ist nur ein rein geografischer Unterschied.
Wenn Dirk statt einem amerikanischen Flugzeugträger eine handvoll Deutsche aus dem Ersten Weltkrieg in die Vergangenheit versetzt dito.
Und selbst die Amis waren mit Kirk Douglas nicht die Ersten (Der letzte Countdown, 1980), die Japaner waren schneller (Time Slip - Der Tag der Apokalypse, 1979)

Also ist das Faktum "Neu" schon mal sehr unergiebig, um die Qualität deutscher Sci-Fi irgendwie hervorzuheben.

Was aber anders ist, ist die Frechheit, mit der deutsche und andere europäische Autoren liebgewonnene Ikonen und Ansichten gerne mal über den Haufen werfen.
Mainstream?
Drauf gesch***!
Wenn eine handvoll Biker sich gut in der Weite der Prärie machen, muss das im engen Bochum doch viel besser abgehen, oder?
Warum die New Yorker U-Bahn schon wieder mit Mutanten und ähnlichem Getiers bevölkern?
Die Moskauer Metro ist viel interessanter!
etc.pp.

Alles keine unbedingt regional abgrenzbaren Sachen, alles nix neues ... aber eben "hausgemacht", was schon eher ein Qualitätsmerkmal sein kann.
Keiner kann einen Witz so gut erzählen, wie ein Muttersprachler.
DAS sollte ein Kriterium sein, an dem wir als Autoren uns messen lassen sollten.
An der Sprache und unserem Umgang mit diesem Rohstoff.

Meine bescheidene Meinung Eingefügtes Bild

LG

Dirk Eingefügtes Bild

#14 quitter

quitter

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Geschrieben 29 January 2012 - 18:39

Keiner kann einen Witz so gut erzählen, wie ein Muttersprachler.


Guter, flotter Kernsatz zum Thema, Dirk². Eingefügtes Bild Bringt deinen Punkt gut auf den... Punkt.
Ist hiermit geklaut und abgespeichert.

Gruß,
K-T-von-Quitterberg

#15 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 29 January 2012 - 18:41

No Prob, quitter Eingefügtes Bild

Wenn die Kohle bei dir eintrifft melde ich mich bei dir.
Wir können uns bestimmt außergerichtlich einigen Eingefügtes Bild

#16 fictionality

fictionality

    Illuminaut

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Geschrieben 29 January 2012 - 19:03

Wenn eine handvoll Biker sich gut in der Weite der Prärie machen, muss das im engen Bochum doch viel besser abgehen, oder?
Warum die New Yorker U-Bahn schon wieder mit Mutanten und ähnlichem Getiers bevölkern?
Die Moskauer Metro ist viel interessanter!
etc.pp.


Ja, das meinte ich auch mit "internationaler SF". Es gibt auf der Welt so viele schöne Schauplätze, warum immer das Weiße Haus oder das Pentagon in die Luft jagen? Du hast Recht, der Moskauer U-Bahn habe ich der von Paris und NY auch in meiner neuesten MegaFusion-Story den Vorzug gegeben. In Bezug auf Deutschland hieße das, nicht immer Berlin oder München als Schauplätze zu nehmen, sondern vielleicht auch mal das Dorf um die Ecke oder eine ganz normale Kleinstadt, wie es auch z. B. symptomatisch für Stephen Kings Romane ist. Ein Alleinstellungsmerksmal guter deutschsprachiger SF sollte sein, dass sie sich natürlich auch mit der Sprache auseinander setzt. Also in punkto "Muttersprache" gebe ich dir vollkommen Recht, auch wenn ich selbst im Zuge der Internationalisierung meiner MegaFusion-Storys auch viele Anglizismen oder auch schon mal spanische oder französische Wortspiele verwende ...

Schönen Gruß, Sven

#17 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 29 January 2012 - 19:18

Ah, Sven. Du solltest aber ein wenig differenzieren.

Warum kommt bei dir der eine oder andere Hüpfer in andere Sprachgewohnheiten?
Es liegt an dem von dir geschaffenen Universum.
Sie fügen sich ins Sprachbild ein, ja sind geradezu wichtig, um sich als Leser eben diese Welt vorstellen zu können.
Ich weiß das, immerhin werde ich demnächst auch in deinem Universum wildern Eingefügtes Bild

Hand aufs Herz:
Wann hat der letzte anglo-amerikanische Autor das gemacht?
Wann hat er mal so ein Mischmasch an Sprachen wirklich ausgenutzt, konsequent und gekonnt umgesetzt ... Erfolg damit gehabt?

Der einzige, der diese Entwicklung und Vermischung von Sprache nach meinem Wissen mal erwähnt hat, war Dick.
Träumen Roboter von elektrischen Schafen.
Da wurde auch so ein Slang gesprochen ... allerdings nur erwähnt.
Umgesetzt wurde es erst später von Ridley Scott im Film.

Den einzigen Dialekt oder "Sprachbruch" den ich von amerikanischen Autoren etc. kenne, ist einer, der sich schlecht übersetzen lässt.
Das sind regionale Eigenarten wie Yankees sprechen unendlich langsam, Texaner breit ...

Aber genau das ist der Punkt, wo wir als deutsche Autoren zum Beispiel einsetzen könnten.
Oder hast du jemals eine Übersetzung aus dem Englischen gelesen, in der ein Prota bayrisch fluchte? Eingefügtes Bild
Das ist eine Stärke, zusammen mit eben jenem typisch bayrischen Flair, die wir hier haben.
Oder Wiener Schmäh, spanisches Temperament, italienisches Dampfablassen ...

Wer aufhört nur noch auf den Teller des Nachbarn zu schielen und mal auf seinen eigenen sieht, wird sehr schnell feststellen, dass der Typ am anderen Tisch ebenfalls nur eine einfache Sättigungsbeilage auf seinem Porzellan liegen hat.
Vielleicht frittiert und nicht gekocht ... aber Kartoffel bleibt eben Kartoffel Eingefügtes Bild
Auf die Zubereitung kommt es an, um aus einer einfachen Kartoffel etwas zu machen, das Wiedererkennungseffekt hat.

Okay, jetzt habe ich Hunger bekommen und werde den Kühlschrank plündern gehen, wo noch ein großer Topf "Sättigungsbeilagensalat rheinische Art" auf mich wartet Eingefügtes Bild

LG

Dirk Eingefügtes Bild

Bearbeitet von Dirk, 29 January 2012 - 19:19.


#18 Andrew Underhill

Andrew Underhill

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Geschrieben 19 February 2012 - 01:29

Das ist ja der ähnliche Gedanke, der auch die Synchronisatoren der Serie "Die 2" dazu bewogen hatte, mehr in den Wortwitz zu gehen, statt (wie im Original) mit Dialekten zu arbeiten. In Büchern finde ich wirkt das Dialekte-Ausschreiben oft sehr bemüht, von der Lesbarkeit mal abgesehen ...

Es cha passiere, dass me mit öpperem zämehocket u mit ere Mischig vo Mitleid u gönnerhaftem Verständnis über anger Lüt redt u seit „so nen alti Frou“ oder „en eltere Maa“ u plötzlech chunnt vo töif ungerueche e Chlupf u müpft eim u chüschelet: „Du bisch ja gopferdeli sälber scho elter als die, wo d über se redsch!“ U de gseht me dene, wo me mit ne zämehocket, aa, dass si grad ds Glyche wie säge , u de seit me’s sälber u nimmt sich vor, mit wöll nümme, u de chöme so Sätz wi „Jä gäll, mir sy o nümm sibezgi“ oder „Früecher sy mer no jung u hübsch gsi – jetz sy mer nume no warm aagleit“ und de macht me no einisch „hmhm“ u probiert ds Thema z wächsle. (Fritz Widmer)


Auf der anderen Seite finde ich die ewige Diskussion um die Provinzialität Deutschlands im Vergleich zum Ausland nervig. Warum sollte es so sein, dass ein Satz "Am 13. Februar landeten die Aliens unbemerkt in Castle Rock, Maine" cooler ist als "Am 13. Februar landeten die Außerirdischen unbemerkt in Tübingen"?

Vielleicht geht es auch um den Typ Held? US-Helden in Deutschland "spielen" zu lassen wirkt halt transplantiert. Aber so jemand wie Mark Brandis (aus Berlin) wirkte halt authentischer. Schade, dass die Geschichten so oft im All und so wenig in Europa (oder eben Deutschland) spielten ...

Bearbeitet von Andrew Underhill, 19 February 2012 - 01:30.


#19 fictionality

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    Illuminaut

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Geschrieben 19 February 2012 - 01:59

@Dirk: Internationale SF sollte sich eben auch mit der Sprachvielfalt beschäftigen. Ich kann aber auch die Amis verstehen, die nicht auf jeder Seite eine Fußnote anbringen wollen mit Erklärungen, was das überhaupt alles heißt. Für das Verständnis von solchen Sprachspielereien müssen die Leser eine gute Allgemeinbildung mitbringen und ein gutes Sprachgefühl. Dann überlesen sie die Fußnoten einfach mal schnell. Für solche Leser schreibe ich z. B. unter anderem. Es ist aber üblicherweise so, dass man damit dann keinen großen finanziellen Erfolg landen kann. Deshalb halten sich die meisten auch damit zurück, was ich etwas schade finde. Denn ein Umdenken muss doch zunächst bei den Kreativen stattfinden, nicht bei den Konsumenten. Letztere müssen nach und nach "erzogen" werden. Aber das ist wieder ein anderes Thema ...

#20 Diboo

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Geschrieben 19 February 2012 - 09:13

Letztere müssen nach und nach "erzogen" werden.


Äh.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
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#21 HMP

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    Temponaut

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Geschrieben 19 February 2012 - 11:27

Letztere müssen nach und nach "erzogen" werden. Aber das ist wieder ein anderes Thema ...


Wie genau meinst Du das? Oder was meinst Du damit genau?

(gerne auch ein eigenes Thema)

Universal Columnist

Es gibt immer etwas, wozu es etwas zu sagen gibt. Immer!


#22 Lucardus

Lucardus

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Geschrieben 19 February 2012 - 12:01


Wie genau meinst Du das? Oder was meinst Du damit genau?

(gerne auch ein eigenes Thema)

Ihr solltet solche Äußerungen einfach nicht ernst nehmen. Das war bestimmt noch Teil der Büttenrede.
Goodreads: Ich lese gerade" (sorry, nur für "Mitglieder" sichtbar)
Wer mal reinschauen will: http://www.goodreads.com/

#23 fictionality

fictionality

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Geschrieben 19 February 2012 - 12:15


Wie genau meinst Du das? Oder was meinst Du damit genau?

(gerne auch ein eigenes Thema)


Von mir aus auch "überzeugt werden". Aber eigentlich erzogen. Ich meine damit, dass die Leute sich nicht in ihre eigene kleine Deutsch- resp. Amiwelt einigeln sondern sich wieder mehr dem Internationalen öffnen, das fängt bei Toleranz an und geht dann weiter über Sprache und Lebensgefühl.

@Büttenrede: Nicht vergessen, es handelt sich hier um eine Parodie auf Büttenreden.

#24 Gast_Dirk_*

Gast_Dirk_*
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Geschrieben 19 February 2012 - 12:17

Alles Quatsch :)

Der Sven ist in Wahrheit ein sehr dominanter Typ, der auf Unterwerfung steht. Und das ist hier einfach durchgeschimmert :D

Also ... auf die Knie, ihr Würmer Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

#25 fictionality

fictionality

    Illuminaut

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Geschrieben 19 February 2012 - 14:25

Alles Quatsch Eingefügtes Bild

Der Sven ist in Wahrheit ein sehr dominanter Typ, der auf Unterwerfung steht. Und das ist hier einfach durchgeschimmert Eingefügtes Bild

Also ... auf die Knie, ihr Würmer Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild


Genau! Was mach ich hier eigentlich noch vorm Computer? Ab ins SF- ... äh ... SM-Studio, Peitschen schwingen!

Bearbeitet von fictionality, 19 February 2012 - 14:29.




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