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Iain Banks: Blicke Windwärts


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16 Antworten in diesem Thema

#1 Dave

Dave

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Geschrieben 31 October 2003 - 22:59

Weiter geht es ab dem neunten Kapitel ‚Land der Masten’. :)

#2 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 20 November 2003 - 11:13

So, ich habe jetzt mit der zweiten Hälfte angefangen. Ist noch jemand dabei oder sogar schon durch? Sullivan

#3 Skydiver

Skydiver

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Geschrieben 20 November 2003 - 12:20

Ich hole auf. Bis jetzt aber erst bis Kapitel 5 :jumpgrin: Gruss Alex

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It's all fun and game until someone loses an eye

  • (Buch) gerade am lesen:Robert B Parker

#4 Henrik Fisch

Henrik Fisch

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Geschrieben 20 November 2003 - 13:05

Ich bin bereits durch (habe es am 14.11.03 beendet) und es wurde zum Ende hin dann doch angenehm zu Lesen. Ich werde meine Meinung etwas später posten. Aber mein vorläufiges Fazit bleibt: Kapitel zwei bis inklusive sieben einfach überblättern. Bis dennen, Henrik Fisch
Gerade fertig gelesen
Gregory Benford, Larry Niven, "Himmelsjäger"
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#5 Dave

Dave

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Geschrieben 20 November 2003 - 19:34

So, ich habe jetzt mit der zweiten Hälfte angefangen. Ist noch jemand dabei oder sogar schon durch?


Alles klar, ich habe eine Pause eingelegt und fange jetzt auch mit dem neunten Kapitel an.

Bis jetzt aber erst bis Kapitel 5


Das zieht sich aber auch...

:D

Aber mein vorläufiges Fazit bleibt: Kapitel zwei bis inklusive sieben einfach überblättern.


Das klingt doch ganz gut, aber vielleicht will uns Henrik auch nur etwas aufpeppeln.
Bin mal gespannt...

:jumpgrin:

#6 Henrik Fisch

Henrik Fisch

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Geschrieben 21 November 2003 - 08:47

@Dave:

… aber vielleicht will uns Henrik auch nur etwas aufpeppeln.


Har, har … :jumpgrin:

Ich denke, ich komme heute Abend endlich einmal dazu, meine gesammelten Eindrücke zu den Kapitel im einzelnen und dem Buch insgesamt zu posten. Aber ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass das Ganze ab der hier bei uns im Lesezirkel festgelegten zweiten Hälfte wesentlich flüssiger und vor allem auch interessanter wird.

Bis dennen,
Henrik Fisch

Hinzugefügt am 21.11.03 08:54

Hmpf ... "Gefühl" kleingeschrieben und das trotz Word-Schreibhilfe. Bin wohl noch nicht ganz wach.

Bearbeitet von Henrik Fisch, 21 November 2003 - 08:49.

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#7 Sullivan

Sullivan

    Autarchonaut

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Geschrieben 24 November 2003 - 08:44

Hallo liebe Mitleser, diesmal haben wir ja einen etwas lahmen Lesezirkel - passend zum Titel. Nach fast genau 2/3 des Buches ergibt die Handlung endlich einen Sinn. Zwar keinen besonders originellen, aber immerhin hat man jetzt wieder einen Grund, bis zum Ende durchzuhalten. Ich hoffe mal, dieses Buch ist nicht der Maßstab für Banks andere Bücher. Die langen Dialog sind zwar zum Teil recht witzig, bringen die Handlung aber nicht voran. Im Gegenteil, für mich wirken sie aufgesetzt und zerstören sogar einen Teil der Atmosphäre. Die einzige Person mit etwas Tiefgang ist Quilian, aber so richtig sympathisch ist er mir nicht. Er lässt sich ausbilden für eine Selbstmordmission, weil er sich nach dem Tod sehnt, okay, und als loyaler Soldat befolgt er natürlich seine Befehle ohne nach den Hintergründen seiner Tat zu fragen. Im Grunde ist mir sogar egal, ob er Erfolg hat oder nicht, obwohl mir der Plan sehr komisch vorkommt. Wie genau soll Materie freigesetzt werden und wieso bekommt die hochentwickelte Culture das nicht mit obwohl sie Scans aus der 4. Dimension machen kann??? Mit Ziller kann ich nicht viel anfangen, er ist nur ein Bauer auf dem Schachfeld. Genauso Kabe, ein diplomatisches Wesen ohne Ecken und Kanten. Einmal musste ich schmunzeln als erwähnt wurde, dass er sich zum Essen immer abwendet um niemanden zu erschrecken. Ansonsten gibt er nur Stichwörter für die Diskussionen. So, mal sehen ob ich heute bis zum Ende komme. Ich denke nicht dass noch etwas überraschendes passiert. Sullivan

#8 Sullivan

Sullivan

    Autarchonaut

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Geschrieben 25 November 2003 - 12:30

Ich bin durch! Ausführliche Einschätzung kommt später, jetzt nur ganz kurz: So wie das letzte Viertel hätte ich mir das ganze Buch gewünscht, ein paar meiner Fragen wurden beantwortet und Ziller hat sich mit seiner Komposition anscheinend selbst übertroffen. Sullivan

#9 Dave

Dave

    Hamannaut

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Geschrieben 25 November 2003 - 13:10

Es geht etwas schleppend voran mit mir, ich stimme allerdings zu, dass sich der Beginn der zweiten Hälfte etwas leichter liest. Dennoch hat eine derartige Häufung von sinnlosen Dialogen sicher Seltenheitswert. Ganz interessant finde ich, dass das Implantat von Quilan für etwas Unruhe sorgt, da es nicht für alle bekannt ist, zu was es nütze ist (Quilan’s Untermieter ist zur Zeit übrigens erstaunlich still).
Im Moment hoffe ich eigentlich nur noch darauf, dass Ziller’s Komposition zur Aufführung gelangt. Von dem Verlauf habe ich eine exakte Vorstellung: Die Posaunen werden rektal bedient, zwei handliche Zwillingswesen machen sich vortrefflich als Paukenschlegel nützlich, und Kleinstlebewesen hauchen wohlintoniert unter plumpen Fußsohlen ihren letzten Atem aus.
Ich bin schon wirklich gespannt, auf den Sinn der Handlung zu treffen, von dem Sullivan spricht.

Meinen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an diejenigen, die sich dazu entschlossen haben, dieses Buch gar nicht erst zu lesen.

Ziller hat sich mit seiner Komposition anscheinend selbst übertroffen.


Gute Nachricht!

Ich bin durch!


Wenn ich das nur von mir sagen könnte...

#10 Henrik Fisch

Henrik Fisch

    Soeinnaut

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Geschrieben 25 November 2003 - 16:59

@Dave:

Von dem Verlauf habe ich eine exakte Vorstellung: Die Posaunen werden rektal bedient, zwei handliche Zwillingswesen machen sich vortrefflich als Paukenschlegel nützlich, und Kleinstlebewesen hauchen wohlintoniert unter plumpen Fußsohlen ihren letzten Atem aus.


Nein Dave, nein! Leider ganz falsch! Ich möchte nicht zu viel verraten: Aber Deine Idee hätte dem Roman durchaus eine gehörige Portion Würze gegeben.

Bis dennen,
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#11 Henrik Fisch

Henrik Fisch

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Geschrieben 25 November 2003 - 17:39

Meine abschließende wohlüberlegte Empfehlung für „Blicke Windwärts“ lautet folgendermaßen:

Den Prolog lesen und sich durch das erste Kapitel quälen und dann schnurstracks zum achten Kapitel blättern um dort weiterzulesen. Dazwischen verpasst man nämlich nicht viel. Und das was man verpasst, wird spielend in den folgenden Kapiteln aufgeholt. Unser komischer pyramidenförmiger … (dammich, wie hieß denn der noch gleich, *raschel* *blätter*) … äh … Protagonist hat im folgenden Roman so gut wie keine Funktion mehr. Was mich um so mehr zu der Überzeugung bringt, dass der einfach nur Füllstoff für irgendwas war. Oder dem guten Iain waren die bereits geschriebenen Seiten zu kostbar, als sie einfach wieder zu löschen. Ebengleiches gilt für den Luftsphären-Springer … (gnaaa (!), und wie hieß der jetzt noch, *erneut raschel* *erneut blätter*) … äh … dessen Werdegang zum Schluss nur noch der Vollständigkeit halber und völlig ohne Bezug zum Rest des Romans aufgeklärt wird.

Die eigentlich interessanten Figuren sind dagegen unser verkappter Attentäter mit dem Mikro-Wurmloch im Kopf und Nabe, wobei letzterer noch am interessantesten ist, aber leider vergleichsweise knapp wegkommt. Immerhin schließt der Roman mit einer Art Vergleich zwischen Quilan und Nabe, und da hätte ich mir doch ein klein wenig mehr Tiefgang erwartet.

Das Buch macht auf mich den Eindruck eines voller Elan gestarteten Werkes, dass mittendrin – aus Gründen die ich nicht nachzuvollziehen wage – irgendwo auf der Festplatte des ehrwerten Herrn Banks verstaubte, und dann später voller Elan zuende geschrieben wurde. Leider scheint Herr Banks zwischendurch komplett die Schaffensgründe für dieses Buch vergessen zu haben, weshalb er sich ungefähr ab Kapitel 9 komplett neu orientierte. Das erfreut das Leserauge hinterlässt aber den Verdacht, die vorangegangenen acht Kapitel irgendwie umsonst gelesen zu haben.

Alles in allem ist „Blicke Windwärts ein Buch, dass man wirklich nicht gelesen haben muss. Auch eines, dass man als Fan des „Kultur“-Zyklus wahrlich nicht obenan auf seine Leseliste setzen sollte. Es sei denn, die Kultur-Bücher sind alle so lahm, es existiert eine Unterkategorie der Spezies Mensch mit gefährlichen Suchtneigungen in Richtung Schlaftabletten-SF und Herr Banks verdient seinen Lebensunterhalt vorrangig mit der Schürung eben jener Entzugserscheinungen. Dann ist „Blicke Windwärts“ der Knüller!

Schulnote: 4 plus

Bis dennen,
Henrik Fisch

P.S.: Das „plus“ gibt es für die mittendrin doch durchaus komischen Dialoge und die netten Einfälle.
Gerade fertig gelesen
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#12 Dave

Dave

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Geschrieben 26 November 2003 - 18:46

Sullivan hat uns nicht belogen, in ‚Besiegte Echos’ kommen wir doch tatsächlich der Entwirrung der Geschichte ein großes Stück näher. Erstaunlich. Es gibt ein Wiedersehen mit den gigantischen Wesen Behemothaurum, welches erstmalig in dem chaotischen Kapitel um den verlorenen Stift erwähnt wurde. Quilan besucht es mittels eines Luftschiffes und es stellt sich heraus, dass sein Erinnerungsvermögen beeinträchtigt wurde, er selbst also nur schrittweise von der Mission erfährt, je weiter sie fortschreitet. Informiert ist lediglich der ‚Co-Pilot’ Hyler, von dem Quilan wiederum nichts weiß. Etwas später wird auch erwähnt, dass das Masaq Orbital von der chelgrianischen Faktion zerstört werden soll. Jetzt frage ich mich krampfhaft, ob die Sache mit dem Erinnerungsvermögen zu Beginn des Romans erwähnt wurde, und ich in aller Aufregung darüber hinweg gelesen habe. Dies ist zwar eine wichtige Information, aber ob sich dadurch der Roman insgesamt in ein besseres Licht stellt, wage ich doch zu bezweifeln. Man ist ja schon mit wenig zufrieden und jetzt gilt es den Schluss abzuwarten.

#13 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 26 November 2003 - 19:33

Hallo Dave, das mit dem Erinnerungsvermögen wurde erwähnt. Deswegen sollte sich Hyler seine Infos auch selber besorgen als er sich überlegte, die Mission überhaupt durchzuziehen. Quilan kannte nur die Tarngeschichte "zur eigenen Sicherheit". Insgesamt kann ich Henrik zustimmen. In der ersten Hälfte wartet man die meiste Zeit darauf, dass Quilan auf Maraq' ankommt. Um diese Leere zu füllen erschlägt uns Banks mit langen Dialogen, die wenig mit dem eigentlichen Buch zu tun haben. Selbst die zweite Hälfte beginnt sehr langsam, richtig gut hat mir erst das letzte Viertel gefallen: interessante Beschreibungen, Reibungspunkte zwischen den Protagonisten, einige lustige Dialoge und natürlich der Showdown. Hier merkt man besonders deutlich, wie wenig auf den Seiten davor passiert ist. Über das Attentat an sich sollte man lieber nicht soviel nachdenken. Dass die Hintermänner nicht gefunden wurden lässt Spielraum für einen Nachfolger, Hyler ist ein Doppelagent (ganz lahme Idee...), die Kultur kann nicht die Technologie orten die notwendig ist, um ein Mini-Wurmloch zu erzeugen - also bitte. Was bleibt übrig? AIs, die ganze Planeten kontrollieren (obwohl das natürlich nicht neu ist); die "Luftsphäre" mit dem Behemothaurum und die "Soulkeeper", die die Persönlichkeit speichern (auch nicht neu aber originell). Meine Wertung: SF und Ideen: 4- Erzählstil: 3- (der Schluss macht viel Boden gut) Gesamtnote: 4, nur für eingefleischte Banks Fans empfehlenswert Sullivan

Bearbeitet von Sullivan, 26 November 2003 - 19:34.


#14 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 01 December 2003 - 09:12

Um die Diskussion noch mal ein wenig anzuwerfen: Wie sieht es mit der politischen Aktualität aus? Gerade bei diesem Buch werden Parallelen gesucht und gefunden, weil die Chelegrian (oder wie sie heißen) einen Racheakt an die Kultur planen als "Ausgleich" für ihre Toten. Ich habe das eigentlich eher als Beiwerk empfunden, oder ist mir jetzt eine Kernaussage entgangen??? Sullivan

Bearbeitet von Sullivan, 01 December 2003 - 13:15.


#15 Skydiver

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Geschrieben 01 December 2003 - 12:34

Um die Diskussion noch mal ein wenig anzuwerfen:

Wie sieht es mit der politischen Aktualität aus? Gerade bei diesem Buch werden Parallelen gesucht und gefunden, weil die Chelegrian (oder wie sie heißen) einen Racheakt an Kultur planen zur Rache ihrer Toten. Ich habe das eigentlich eher als Beiwerk empfunden, oder ist mir jetzt eine Kernaussage entgangen???

Sullivan

Hallo,
ich habe jetzt noch ca 20 Seiten vor mir. Ich denke die können das Buch auch nicht mehr retten. Dieses endlose rumzicken von Ziller und seiner Kontaktgruppe gibt dem Buch den Rest. Man sucht im Buch nach „Perlen“. Versteckt unter endlosen, unwichtigen Dialogen. Der komplette Part „Ziller“ könnte gestrichen werden.

Da das Buch im Jahr 2000 herausgegeben wurde hängt der aktuelle Bezug etwas nach.
Eine direkte Einflußnahme auf fremde Kulturen birgt natürlich das Risiko von Widerstand. So wie die USA das seit Jahren praktizieren mit dem Risiko terroristischer Anschläge. Ein übermächtiger Gegner „befriedet“ eine Region und treibt den Widerstand entweder an den Verhandlungstisch oder in den Untergrund. Rache bzw. Vergeltung wird in Anschlägen gesucht. Nur das die USA nicht von Gehirnen geschützt werden !

Gruss
Alex

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#16 Dave

Dave

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Geschrieben 01 December 2003 - 22:15

Es ist vollbracht, endlich zog das Schlusskapitel an mir vorbei. So ganz bei der Sache war ich nicht mehr, wach geworden bin ich lediglich noch einmal bei der Duschkabinen-Horror-Szene. Die Botschaft dahinter ist aber nicht mehr bis zu mir durchgedrungen. Mit den verschiedenen Rassen bin ich immer wieder durcheinander gekommen und wusste auch nie so recht, für wen ich den Daumen drücken sollte. Sollen sie sich doch dezimieren, wie sie lustig sind. Wenn es die Idiotie des Krieges darstellen sollte, dann ist dies zwar gelungen, aber wem muss man diese Binsenweisheit denn eigentlich noch aufs Auge drücken? Gerade heute habe ich einen Kriegsinvaliden kennen gelernt, kaum die zwanzig überschritten und schon in Afghanistan zum Krüppel geworden, die Knallerei hört wohl nie auf. Und warum ein höheres Ziel es rechtfertigt, Kinder und andere Unschuldige in die Luft zu sprengen, wird mir immer schleierhaft bleiben. Kein Roman kann wohl so irrsinnig sein wie das Leben selbst, und wäre es nicht so traurig, müsste man darüber lachen. Insgesamt hat mir das Buch nicht gefallen, aus meiner Sicht besitzt es keine Leidenschaft, keine Begeisterung, es treibt dahin und ist sich selbst genug. Ernste Momente und interessante Aspekte werden durch Lächerlichkeit und Sarkasmus im Keim erstickt. Mir zumindest ist es absolut schleierhaft, wie ein solches Buch ein Gewinn für einen Leser darstellen könnte. Worin sollte dieser Gewinn bestehen, wenn man einmal von der Fabulierkunst des Autors absieht?

#17 Sullivan

Sullivan

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Geschrieben 02 December 2003 - 08:19

Das letzte Viertel ist doch gar nicht so schlecht... :rolleyes: Ich finde auch, dass Banks den Bogen nicht bekommen hat. Zu einem guten Buch gehört eben mehr als gewandt mit den Worten umgehen zu können. Für sich betrachtet sind die Einzelteile gar nicht so schlecht (z.B. die Luftsphäre), aber wenn man als Leser keinen Sinn erkennt und der Zusammenhang auf der Strecke bleibt, dann ist es einfach unbefriedigend. Sullivan P.S. Hoffentlich haben wir beim nächsten Lesezirkel ein besseres Händchen...


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