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Will Deutschland einen neuen Großcon, vielleicht sogar den EuroCon?


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140 Antworten in diesem Thema

#121 Audiovisionär

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Geschrieben 26 September 2012 - 15:58


Da ich ja ein »EuroCon-Erfahrener« bin (einige besucht, einen mitveranstaltet), erlaube ich mir den Hinweis, dass ich derzeit wenig Chancen für eine solche Veranstaltung sehe. Die Diskussion beweist es m.E. - es wird ja über völlig unterschiedliche Konzepte und Überlegungen diskutiert.

Wer einen ColoniaCon besucht, fühlt sich dort häufig sehr wohl. Warum sollte dieser Mensch auf einen EuroCon mit seriösem Anstrich gehen? Würde ein solcher EuroCon die »Heftchenszene« (was für ein Ausdruck?) überhaupt repräsentieren wollen? Wahrscheinlich nicht - man will ja etwas mit Niveau haben. Anders gesagt: Wer soll sich für einen solchen EuroCon interessieren, und warum?

Welche inhaltlichen Schwerpunkte soll es denn geben? Die Methode des »alles zusammenrührens« mag in Tschechien und in den Niederlnden klappen; in Deutschland gibt es aber zwischen Manga-Fans, die sich schrill verkleiden, und seriösen Science-Fiction-Fans, die mit Herrenhandtasche auflaufen, keinerlei Berührungspunkte. Warum soll ein Manga-Kid auf einen seriösen EuroCon fahren? Außer um die Optik für die älteren Science-Fiction-Herren aufzupolieren natürlich ...

Und ... Muss ein solcher EuroCon eigentlich vom Fandom organisiert werden? Wäre es nicht schlauer, irgendeine kommunale Einrichtung mit angeblich zu wenig Geld, aber einem riesigen Kultur-Etat (Dortmund ist pleite, hat aber für große Kulturprojekte außerhalb der SF richtig viel Kohle; Leipzig ist pleite, subventioniert aber den ElsterCon, wenn ich es richtig kapiert habe) anzusprechen und dann mal zu gucken, was man machen kann?

DAS wäre übrigens die Aufgabe für einen Science-Fiction-Club Deutschland e.V. mit entsprechendem Anspruch. (Aber bevor ich jetzt dieses Diskussions-Fass aufmache, entfleuche ich lieber ...)


... he - Klaus, bevor Du völlig entfleuchst:
Heftchencon und Niveau schließen sich nicht aus: Bei Euerem Perry-Weltcon in Mannheim habt Ihr ein Programm auf die Beine gestellt, das in vielen Bereichen erste Sahne war (Kneifel - Iny Klocke; Podiumsdiskussion Schätzing, Eschbach Scheck; Brauchen wir Helden ..., Landgraf-Science, die ESA-Modelle, und - auch wenn ich nicht alle Gags verstanden habe - die Nacht auf Lepso - als Wetten dass-Samstagabendshow-Anhänger fand ich die genial), also nichts gegen Heftchen - da kann man drumherum einiges bieten

und bei den kreischenden manga-Mädels bin ich bei Dir, das ist höchstens Knipserfutter für wamperte alte Herren mit Dickem ... Teleobjektiv ..
Warum das Fandom das machen soll oder diskutiert? Von alleine passiert nichts, und auch Leipzig. die letzte Stadt mit kulturellen Spendierhosen muss gebeten und gestreichelt werden, bevor das Säckel aufgeht. Die Phantastische Bibliothek Wetzlar ist ganz oben im Elfenbeinturm mit Ihren Hochliterarischen Events, das ist nicht breitenkompatibel.
Und der gute alte SFCD (bin Mitglied, darf lästern) kriegt ja nicht einmal seine eigenen Mitglieder von der Bettpfanne weg. Alle Nicht-Anhängel oder Solocons sind schlechter frequentiert als ein Darmstädter SF-Treff in der Ferienzeit.

Ich diskutiere das Thema, weil ich in Enlgand erlebt habe, was dort möglich ist (Eastercon) und träume von wenigen großen breit angelegten Events, statt diesen klenien Autistentreffs mit ihrerm Nischedasein. Wenn ich merke, dass ich alleine bin und alle weitermachen wie bisher, den Niedergang des DFandoms betrauern, die Wundenlecken, Zuschauer mehrfach zählen um dreistellig zu werden, dann ziehe ich meine Konsequenzen. ich entdecke zur zeit ein junges, aktives und anderes Fandom: Den Steampunk
Dortmund und Leipzig sind in meinen Augen übrigens leuchtende Beispiele im tiefen Sumpf der Kleinstkrämerei oder des Mediagewusels. Da muss nur wenig draufgelegt werden, um meinem idealen Con entgegenzukommen.

herzliche Grüße,
Jürgen

#122 Nina

Nina

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Geschrieben 26 September 2012 - 16:46

Ich persönlich muss auch sagen: Ich selbst bin auch glücklicher, wenn eine Con sich ganz auf genau das konzentriert, was mich persönlich interessiert. Aber: Wenn es eine Großcon werden soll, dann geht das meiner Ansicht nach nicht, dass man nur Literatur und hochgeistige Vorträge anbietet. Die Veranstaltung ist dann erst mal neu und nur weil man es "Großcon" nennt und ein paar hohe Tiere (ich meine das übrigens respektvoll, die Personen, die bislang namentlich genannt wurden, machen ihre Sache gut) zusammen organisieren, bringt das nicht die Besucheranstürme. Da muss einfach das Publikum erweitert werden und nur weil man zusammenfassen möchte, nur vom Willen alleine, geht das nicht, dass plötzlich das ganze Fandom zusammenströmt. Vermutlich hat man dann im ersten Jahr grade mal die halbe Besucherzahl von bereits etablierten Literaturcons. Dazu ist auch das Problem mit den Sponsoren, denn in irgendeiner SF-Heftchen und Kleinverlagsszene ist halt auch nicht das Geld zu Hause. Und dann mit größerer Halle anmieten usw. stößt man ohne großartige Sponsoren vermutlich schnell an die Grenzen.
Dazu ist das wirklich sehr national. Selbst wenn ein Conbesucher Deutsch als Fremdsprache spricht, würde ich mal annehmen, dass einem Großteil davon eine deutschsprachige Lesung zu anstrengend ist - viele, die Deutsch können, können Englisch trotzdem besser. (Später gelernt und außerdem ist Englisch eine vergleichsweise einfache Sprache.) Und es gibt halt wie ich das erwähnt habe, Angebote auf Cons, wo die Sprache Nebensache ist. Da muss man nicht zwanghaft soundso viel Prozent englische Panels anbieten, auch auf die Gefahr hin, dass dann ein Deutscher drei deutschen Gästen was auf Englisch erzählt. Wenn man gleich was anbietet, was unabhängig von der Sprache konsumierbar ist, fällt die Gefahr aber weitgehend weg und man muss auch nicht rund um die Uhr englische Panels machen, sondern man macht halt sagen wir zwei und den Rest sollen die Leute sich die Zeit halt anders vertreiben.
Bei einem Eurocon, klar, da müsste zumindest immer eine Schiene auf Englisch sein, aber bei einem deutschen Con könnte man auch klein anfangen. Zumal sich hier die Katze in den Schwanz zu beißen scheint, dass man erst eine gewisse ausländische Besucherzahl voraussetzt. Das weiß man doch beim Erstversuch gar nicht. Und mal Hand aufs Herz: Wie viele Panels schaut sich denn so ein Conbesucher durchschnittlich an und wie viele Stunden verbringt er mit Kontakte knüpfen, tratschen oder wie immer man das nennen will? Ich würde mal auf vielleicht zwei Panels pro Gast tippen. Trotzdem braucht man natürlich Panels als Anreiz und auch dafür, dass überhaupt die interessanten Leute herkommen, mit denen man tratschen möchte. (Eventuell auch als Vortragende.)

Also ich würde das als praktikable Idee sehen, wenn man tatsächlich osteuropäische Gäste will: Man versucht erst mal die Leute des nächstgelegenen Landes anzusprechen. Ich wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, ausgerechnet zu den Slowaken auf eine Con zu fahren, aber ich habe ja mit welchen am Eurocon gesprochen und das Argument: "In einer Stunde bist du dort, schau es dir doch mal an", war ausschlaggebend. Da kann ja nun wirklich nichts schief gehen, sogar wenn das ein Verhau wird, war es immer noch ein lustiger Tagesausflug, der kein finanzielles Loch reißt.
Ich denke mal, beispielsweise Polen als Nachbarland zu Deutschland haben ein recht gut organisiertes Fandom und man könnte vielleicht, wenn einer der Organisatoren mal rüberfährt, zu einer Con oder einem größeren Vereinstreffen, vielleicht ein bisschen was "Gruppendynamisches" auslösen, also dass sich die Leute dort dann gezielt sich gegenseitig an den Termin erinnern, Fahrgemeinschaften bilden usw. Mit der Eurocon der Chairman macht das ja tatsächlich so, der hat umfangreiche Listen über Cons und SF-Vereine in diversen europäischen Ländern. Und das wirkt natürlich besser, als ob man meint, man setzt auf Englisch in einem Forum, das in einer anderen Sprache gehalten ist, als ersten und einzigen Beitrag eine Einladung zu einer Con ab. Und zufällig finden wird so eine Con erst recht keiner. Ist halt die Frage, ob das wer machen will - aber wenn nicht, stellt sich auch die Frage, warum man die Gäste überhaupt aus dem Ausland holen will. Wenn dann macht es ja nur Sinn, wenn die Beteiligten Spaß an solchen Kontakten haben und natürlich, für fünf Gäste mehr (und im ersten Jahr kann man froh sein, wenn überhaupt, aber man kann natürlich hoffen, dass die dann im nächsten Jahr wiederkommen, ihre Freunde, Vereinskollegen usw. überreden) wird es sich sicher nicht lohnen.

Zu den nicht-deutschen Besuchern: Mir als Österreicherin sagen auch immer wieder Leute: Fahr doch nach München, das ist nicht so weit! - Nun, das ist natürlich richtig, wenn man als Vergleichspunkte Hamburg, Berlin oder Frankfurt nimmt. Aber so mit fünf Stunden Fahrzeit (und dann steigt man ja nicht am Veranstaltungsort aus, das ist mal ein Minimalwert) finde ich es auch übertrieben, das als nahe zu sehen. Vor allem sollte man es immer ein wenig ins Verhältnis zur Dauer der Veranstaltung setzen und das man wohl, zumindest wenn man das halbwegs entspannt angehen will, um eine Übernachtung nicht drumherumkommt. (Natürlich kann man es machen, man kann auch so wie ich zwei Mal hintereinander die Strecke Wien-Frankfurt mit dem Nachtzug fahren mit BuCon dazwischen. Ihr könnt mir aber glauben, dass es seine Gründe hat, dass ich das auch dieses Jahr anders machen werde.) Dazu ist das österreichische Fandom allgemein recht dröge, man erreicht eigentlich nur hier und da so Leute, aber es gibt kaum Möglichkeiten, Fans "gebündelt" anzusprechen, z.B. über Fanclubs/vereine (ich glaube, die großen haben vielleicht 50 halbwegs nicht-karteileichige Mitglieder) oder nationale Cons. Österreichische Fans müsste man sich einzeln "zusammenfangen", was eine entsprechende Sisyphosarbeit darstellt. Gerade eine der Hauptzielgruppen kriegt man wohl am ehesten noch hin, indem das Hobbyautoren sind, die von ihren Verlegern informiert werden. (Ich war übrigens letztes Jahr am mucCon, so ist es ja nicht ...)

Wobei man gerade dann, wenn man auf "Weitgereiste" spekuliert, sich eventuell von eintägigen Veranstaltungen wegbewegen sollte. Ein Tag Con, zwei Übernachtungen ... also ich finde das irgendwie "witzlos". Ein Tag Con Vollprogramm (wo dann auch die Händler nicht um 16:00 zusammenpacken, weil sie ja unbedingt schon heimmüssen, weil viele Deutsche dann eben keine Übernachtung buchen) und ein Tag locker Programm, wo dann halt noch die Hartgesottenen da sind (oder überhaupt dreitägig), klingt da schon besser.

Bearbeitet von Nina, 26 September 2012 - 18:37.

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#123 Audiovisionär

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Geschrieben 27 September 2012 - 08:29

... deswegen diskutieren wir hier ...
Gibt es "Macher", die sich auf ein Konzept einigen können und am gleichen Strang und in die gleiche Richtung ziehen?
Gibt es "Kunden", sprich genug Interessierte im Fandom, die ein solches Konzept mögen, den trägen A*** hoch bekommen und sowohl finanzielle als auch zeitliche Kapazitäten mitbringen?
Die maue Resonanz hier im Forum der halbwegs Aktiven ist für mich ein Indikator.
Deine zitierten Frühabreisenden zeigen, dass viele Cons als Samstagas-Eintages-Events gesehen werden, das passiert auch in DD, L und in DO. Der Fan mag scheinbar lieber ins eigene Bettchen pupsen, als mal in eine Pension oder ein Hotel zu gehen.
Meine Vision eines länger dauernden, breit angelegten Cons stößt auf wenig Resonanz. Zersplittert wie das Fandom ist, voller Egoismen und Partikularinteressen wird es keinen Konsens für einen breit angelegten Mehrtages-Con geben.
Der Britische Eastercon findet in einem Land statt, das über 1.000 Jahre geeint ist (ok, Schotten sehen das anders ...), das Kleindeutschland gibt es gerade mal seit 70/71, das Große währte 1000 Zeitrafferjahre und das WIDER-Vereinigte ist zersplittert und uneins, wie die vielen Jahrhunderte vor 70/71. Diese Denke steckt in unseren Hirnen oder Genen und verhindert selbst so etwas, wie einen Deutschen Mehrtagescon.

Ich sehe wenig Chancen und werde mich aus diesem thread verabschieden. Vielleicht kann man in kleinen Grüppchen auf Cons vor der Frühabreise weiter diskutieren. Aber ich sehe hier weder Interesse, noch Konsens, noch Konzept.
Meine geparkten 1k€ haue ich für meine persönlichen Egoismen auf den Kopf und werde höchstens mal auf den NischenCons Nischenvorträge ohne Hoffnung auf frische Luft oder Zeit zum Umbau und Aufbau anbieten. Und ansonsten zuhause bleiben, den Mittelfinger ausfahren und im Keller sinnlose Dinge für desinteressierte Menschen basteln und diese niemanden zeigen.
Im nächsten Juli bin ich 10 Jahre zurück im Fandom, sehe keine/kaum Veränderungen. Sollen doch alle so weitermachen wie bisher. Sich in ihrer Nische freuen, nur nicht an Größeres denken ... (L, DO dezitiert ausgenommen, M könnte dazu toßen)
Ich fange bereits mit dem Aufhören an, mein multimedialer Jahresrückblick über Cons fällt für 2012 aus, alte Cons lasse ich sein, gehe lieber zum Muccon als zum Dreieicher Rollenspielcon und 2013 habe ich auch schon andere Ideen ...

Servus - bis irgendwann mal im wirklichen Leben, in der Nische oder beim Buchmessecon, an dem mich nur drei Dinge wirklich reizen: hat der neue Pächter durchgebackene Brezeln, was erzählt Bettina über Steampunk und wie wenig Gäste bleiben bis zum Elfenthal-Konzert.

Glück ab,

Jürgen

Und Samstag gehts - trotz oder wegen schlechten Wetters zu den Steampunks nach Luxemburg - zum nächsten big thing.

#124 Gast_Guido Latz_*

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Geschrieben 27 September 2012 - 08:39

Nische ist doch genau das richtige Wort. Wieso soll jemand, der sich für SF in Schrift interessiert auf einen Con gehen, wo Fantasy-Games eine Rolle spielen oder Leute in "komischen Kostümen" durch die Hallen wandeln? Das wird eher Leute davon abhalten, dorthin zu gehen, als dass sie sich sagen, da gehe ich hin. Das ist für die doch genau so weit weg, wie der Besuch des Musikantenstadls - wobei es Überschneidungen geben mag, aber wenn man _Ähnliches_ in einen Con steckt, werden die Besucher dennoch sich auf ihre jeweiligen Bereiche konzentrieren. Der Schneider von Kostümen wird auf so einem Con seine Kunden haben, die er auch woanders hat - der Leser von z.B. Splitter-Comics, der sich für "so was" nicht interessiert, wird den Schneider auch dort links liegen lassen.

#125 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 27 September 2012 - 09:11

Zu einem Con, der "alles" anbietet, kommen evtl. mehr "Neukunden" - also Leute, die den Fandom nicht kennen, bzw. noch nicht mal SF o.ä. konsumieren (außer gelegentlich im Kino). Wäre also evtl. auch ein Weg, das Bald-nur-noch-Rentner-Problem des SF-Fandoms ein wenig auszubremsen.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-Monolog im Juni...

H.: Da Sie Vorteil aus diesem Unfall ziehen wollen, bin ich Ihnen natürlich hilflos ausgeliefert. Jeder Gentleman ist bemüht, Brimborium zu vermeiden. Nennen Sie Ihren Preis.

(Das Erste was Hyde in höhnischem Ton von sich gibt, nachdem ihn einige Gentlemen stellen, nachdem er ein Mädchen schmerzhaft an einer Straßenecke abends hastig umgerannt hatte und versuchte, einfach weiterzugehen, grob übersetzt aus Dr. Jekyll & Mr. Hyde, Oxford Univ. Press Verlag, S. 10, by Stevenson)

 


#126 Gast_Guido Latz_*

Gast_Guido Latz_*
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Geschrieben 27 September 2012 - 10:32

Ich kann nur von mir sprechen. Ich habe mehr von einem kleinen Con, wo meine Zielgruppe überwiegt, als von einer Veranstaltung auf der andere die Mehrheit stellen, die sich abseits meines Angebots bewegt...Auch wenn diese Gruppe insgesamt dann deutlich größer ausfällt als die auf einem special interest con. Anders gesagt: 100 SF-Leser sind "besser" als 1000 Nicht-SF-Leser, unter denen sich deutlich weniger SF-Leser bewegen als auf einem "Fach-Con".

Bearbeitet von Guido Latz, 27 September 2012 - 10:35.


#127 Klaus N. Frick

Klaus N. Frick

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Geschrieben 27 September 2012 - 10:52

Ich kann nur von mir sprechen. Ich habe mehr von einem kleinen Con, wo meine Zielgruppe überwiegt, als von einer Veranstaltung auf der andere die Mehrheit stellen, die sich abseits meines Angebots bewegt...Auch wenn diese Gruppe insgesamt dann deutlich größer ausfällt als die auf einem special interest con. Anders gesagt: 100 SF-Leser sind "besser" als 1000 Nicht-SF-Leser, unter denen sich deutlich weniger SF-Leser bewegen als auf einem "Fach-Con".


Exakt. Denn folgt man der Logik, dass man einfach nur genügend große Besucherzahlen braucht, sind wir bald an dem Punkt, den wir uns für den PERRY RHODAN-WeltCon überlegt haben - nicht ernsthaft ... Wir abeiten mit einem großen Radiosender zusammen, der dann seine große Party veranstaltet. Dann haben wir 10.000 Besucher mehr ... Und hinterher sagen die Leute, sie waren bei der großen Radio-Party; wir hätten nichts davon.

DAS ist ja eh der Punkt: Wer hat was von welchen Cons? Als normaler Fan ist für mich der ColoniaCon völlig in Ordnung - da treffe ich meine alten Kumpels. Als PERRY RHODAN-Redakteur ist für mich wichtig, dass viele Journalisten da sind, die hinterher positiv berichten ... und dann bin ich ja eher froh, wenn nicht zu viele Journalisten nach Köln in den Jugendpark kommen ...

#128 Nina

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Geschrieben 27 September 2012 - 16:24

Also ich sehe das ein wenig anders: Ich kenne fast keine SF-Fans, die nur stur SF mögen. Wenn dann dehnt sich der Lesegeschmack über 2-4 Genres aus, wobei selbst beim Lieblingsgenre nicht alles gefällt, was es gibt. Manchen SF-Fans gehen Space Operas auf die Nerven oder langweilen sich bei Hard Fiction oder mögen umgekehrt keine SF, die in den Bereich der Satire geht oder hassen die Schreibe eines bestimmten Autors ... Ich habe hier das Gefühl, dass hier jeder genau den Miniausschnitt aus einem Fandom will, den ihn persönlich interessiert und alles andere verbannen will. So kann das aber ohnehin nicht funktionieren.
Zumal der Großcon ja auch kein Ersatz für Spezialcons werden wird, also ich glaube nicht, dass wegen so was beispielsweise der Colonia Con abgeschafft wird. Ich stimme da auch yiyippeeyippeeyay zu, dass eben wenn man zu sehr auf einer bestimmten Art von Programm beharrt, dass es dann eben immer dieselben Leute sein werden, die da kommen werden. Zusätzlich ist noch die zusätzlich angesprochene Sache mit den eintägigen Events, die auch noch eine Sache verhindern, die jüngeren Leuten gefallen dürfte, nämlich irgendwelche partyähnlichen Aktivitäten nach dem Con. Beim Eurocon dieses Jahr war es eben auch ein guter Kompromiss, da war vier Tage Programm. Das meiste davon waren recht intellektuelle Vorträge, internationale und nationale. Ein Tag war dann eben auch für das junge Publikum reserviert. Zum einen gab es Kinderprogramm, was einige hiesige Fans ermutigt hat, mal mit den Kindern vorbeizuschauen (durchaus Leute, für die SF ein Thema ist, aber eben vielleicht nicht aus der eingeschworenen Nerd-Gemeinschaft), zum anderen eine Party, wo natürlich gerade die Studentenszene vor Ort einen Anreiz hatte. Dort gab es auch eine Art "Minikostümwettbewerb", es gab da auch einige Mangaoutfits, aber jetzt wirklich nicht so überlaufen, dass sich die Altfans davon belästigt gefühlt hätten. Aber es war halt doch eine frische Note in dem Ganzen und vor allem denke ich, dass so auch die jungen Leute leichter einen Einstieg in die Szene finden. Ich selbst habe mir ja sehr schwer getan. Auf einem Perry Con jedenfalls kommt man als junger Mensch nicht dazu.

Bearbeitet von Nina, 27 September 2012 - 16:26.

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#129 Pogopuschel

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Geschrieben 27 September 2012 - 16:57

@ Jürgen

Du bist aber schnell zu demotivieren. Gestern hast du noch vor Ideen gesprüht und nachdem sich ein zwei Leute melden, die gerne alles beim Alten belassen wollen, schmeißt du schon die Flinte ins Korn. Die, die an einem großen Con eventuell interessiert sind, hatten ja kaum Gelgenheit, sich Gedanken dazu zu machen und hier zu reagieren.

Aber zugegen, mir erscheint das SF-Fandom auch ein wenig unflexibel und eingestaubt. Soll es ruhig in Würe altern und aussterben. Ich freue mich auf den Worldcon in London.

Bearbeitet von Pogopuschel, 27 September 2012 - 17:00.


#130 Audiovisionär

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Geschrieben 27 September 2012 - 17:19

ich wollte ja nichts mehr schreiben aaaaaber ...
es sind nicht die beiden, deren Vorliebe für einen spezialisierten Nischencon nachvollziehbar ist.
es sind viele Diskussion in der hochaktiven Darmstädter Szene, die in 2012 einen kleinen, kaum besuchten Tolkien-Stammtisch, eine Ausstellung im tiefsten Odenwald, die Spacedays, die im Vorfeld viiiiel mehr Unterstützung benötigt hätten, den immergleichen Buchmessecon veranstalten, in Gründstadt und Speyer auf Massenmedia-kinderveranstaltugnen dabei sind ... und eben nicht THINK BIG, sondern klein, klein oder medialastig denken.
Es ist die bislang schweigende Mehrheit im Forum, die sich in manchen threads über andere Themen seitenweise ausläßt, aber hier durch seltene Anwesenheit glänzt.
Ich sehe hier keine ideelle Unterstützung eines breit angelegten Cons, kein Feuer, nichtmal Flämmchen.
Deshalb werde ich mit My und Ralf Boldt, ggf. Martin S im 6-Augengespräch antesten, ob wir Brüder im Geiste sind, oder doch eher diametrale Interessen haben.
Vielleicht ist es wirklich unmöglich, den Großcon quer durchs Genre zu veranstalten. (Einen literarischen Großcon halte ich für undurchführbar).
Es ist wie bei den Kaufhäusern: Die sterben aus. Lieber durch zig Spezialgeschäfte latschen und hier die Technik, dort die Socken und dahinten das Hemd kaufen.
Zugegeben, ich muss inzwischen auch in die Nischengeschäfte, weil K-Stadt und *leria nicht mehr meine Bedürfnisse abdecken, zugegeben, ich stelle auch bei den Spacedays aus von Nischennerd zum Besuchernerd... ich bin ja auch keinen deut "genreübergreifender" und habe gerade die Media-Allergie entwickelt - nachdem ich all die Kostüme ausgibg fotografiert habe - heheheee.
ich habe nur geträumt und hatte gestern nach Abschluss meines 156-Seiten Fotoalbums und upload des selbigen eine Phase der inneren Leere und der tiefschürfenden Erkenntnis (vieleicht war ´s auch Schlafentzug).

Versprochen: Ich werde im echten Leben mit Menschen sprechen und mein Engagement eben umorientieren, wenn ich alleiniger Rufer in der Wüste bleibe.
und jetzt geht ´s nach hause, für einen Nischensteampunk-Event in Luxemburg noch ein paar Zahnräder, PC-Lüfter und Kleinkram an meine aufgepimte Lederweste schrauben.
Hoffentlich regnet es nicht am Wochenende ...

herziche Grüße,
JÜrgen

#131 Klaus N. Frick

Klaus N. Frick

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Geschrieben 27 September 2012 - 18:06

Vielleicht ist es wirklich unmöglich, den Großcon quer durchs Genre zu veranstalten. (Einen literarischen Großcon halte ich für undurchführbar).


Ich glaube allerdings, dass so etwas sehr wohl zu machen ist. Es müssten halt die Verlage zusammenarbeiten: Heyne organisiert Dan Simmons und einen halbwegs populären Russen, Lübbe besorgt Andreas Eschbach und Peter F. Hamilton, Carlsen bezahlt die Kosten für Kai Meyer und Madame Rowling (ooookay, aber warum nicht?), Piper spricht Wolfgang Hohlbein und Terry Pratchett an. Und so weiter.

Das ginge schon. Und ich glaube auch, dass diese Mischung funktionieren würde - wenn man sie dann entsprechend multimedial unterfüttert. (Als wir letztes Jahr beim PERRY RHODAN-WeltCon eine Twitter-Wall einführten, waren damit viele Fans sehr überfordert. HALLO, wir haben 2012!!! Ich fand Umdruck-Fanzines auch toll und liebe sie heute noch. Aber wir haben nicht mehr die 70er-Jahre ...)

#132 Nina

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Geschrieben 27 September 2012 - 18:32

Das ist aber auch eine Sache, die ich angesprochen habe: Das deutsche/deutschsprachige Fandom ist teilweise recht "sponsorenscheu". Ich lese immer wieder mit Verwunderung, wie viele Projekte ganz stolz verkünden: "Wir sind unabhängig!" oder gar "Wir beziehen keine Förderungen!"
Warum eigentlich nicht? - Das käme doch den Fans zugute. Wenn z.B. eine Stadt im Sinne von Kulturförderung was zuschießt, sehe ich das als positiv. Wenn es nicht machbar ist, O.K., aber das wird ja praktisch als Leistung präsentiert, sich erst gar nicht beworben zu haben (warum auch immer), der Gedanke ist mir fremd. Das scheint mir fast so zu sein, wie die Argumentation eines BoD-Autors, der keinen Verlag will, weil da müsste er ja wen anderen von seiner Schreibe überzeugen und vielleicht was umschreiben. (Natürlich gibt es auch Projekte, für die es Sinn macht, sie alleine zu handhaben, aber mich verwundert eben, dass viele das grundsätzlich besser finden.)
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#133 My.

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Geschrieben 27 September 2012 - 20:37

(Lebenszeichen zwischendurch: Falls sich jemand über mein Schweigen wundert .. Ich bin im Stress, melde mich am Wochenende ausführlich zum Thema.)

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Ohne Hunde leben? Ich bin doch nicht blöd! (MediaMarkt)


#134 d'wolf

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Geschrieben 27 September 2012 - 20:53


Ich glaube allerdings, dass so etwas sehr wohl zu machen ist. Es müssten halt die Verlage zusammenarbeiten: Heyne organisiert Dan Simmons und einen halbwegs populären Russen, Lübbe besorgt Andreas Eschbach und Peter F. Hamilton, Carlsen bezahlt die Kosten für Kai Meyer und Madame Rowling (ooookay, aber warum nicht?), Piper spricht Wolfgang Hohlbein und Terry Pratchett an. Und so weiter.

Das sind doch genau die Ideen, die für so einen Con benötigt werden!
Man darf nicht in den bisherigen (kleinen) Bahnen denken, sondern muss seine kleinen Hirngrenzen überwinden.

Deshalb werde ich mit My und Ralf Boldt, ggf. Martin S im 6-Augengespräch antesten, ob wir Brüder im Geiste sind, oder doch eher diametrale Interessen haben.

Wir sind seeehr kompatibel in den Ideen!

Ralf Boldt

Stellvertr. Vorsitzender des SFCD



Und übrigens: Man kann ohne Hunde leben - es lohnt sich aber nicht! Heinz Rühmann

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#135 My.

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Geschrieben 27 September 2012 - 22:40

Wir sind seeehr kompatibel in den Ideen!

Ja, genau.

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#136 Diboo

Diboo

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Geschrieben 28 September 2012 - 08:01

Letztendlich benötigt man für so einen großen Con - egal, ob stark auf Literatur ausgerichtet oder als Crossover-Event (ich bin ja einer, der für Steampunk-Pushups plädiert) - weder einen Konsens (das wird stark überbewertet), noch die Zustimmung aller, sondern vor allem ein professionell agierendes Team mit einem ausreichenden Budget für Vorfinanzierungen. Und dann kommen die Leute oder sie kommen nicht. Ist ein Markt, nichts anderes.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

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#137 augenfisch

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Geschrieben 28 September 2012 - 09:38

Letztendlich benötigt man für so einen großen Con - egal, ob stark auf Literatur ausgerichtet oder als Crossover-Event (ich bin ja einer, der für Steampunk-Pushups plädiert) - weder einen Konsens (das wird stark überbewertet), noch die Zustimmung aller, sondern vor allem ein professionell agierendes Team mit einem ausreichenden Budget für Vorfinanzierungen. Und dann kommen die Leute oder sie kommen nicht. Ist ein Markt, nichts anderes.


Das unterschreibe ich. Aber sofort. Vor allem den Abschnitt über den Konsens, bzw die Zustimmung aller.

Bearbeitet von augenfisch, 28 September 2012 - 09:40.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Behrend

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#138 augenfisch

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Geschrieben 28 September 2012 - 10:42

Man darf nicht in den bisherigen (kleinen) Bahnen denken, sondern muss seine kleinen Hirngrenzen überwinden.


Es liegt manchmal vielleicht gar nicht an den "kleinen Hirngrenzen" sondern an der Umsetzbarkeit. Wenn ich sehe, wie sich große Verlage schon bei Sponsoringanfragen von 'kleinen' Veranstaltern bedeckt halten... nun gut, vielleicht muss man wirklich mal ein professionelles Marketing-erprobtes Team dran setzen, das die Zeit hat, Verlage und Städte anzusprechen, möglichst persönlich, solange bis man die richtige Location und das richtige Budget beisammen hat.
Zeit ist dabei ein wichtiges Gut, das nicht jedem zur Verfügung steht. (Ich könnte mir nicht vorstellen, neben meinem Job - der u.a. Schichtarbeit beinhaltet - so eine Leistung en passant zu erbringen. Und dabei ist das ein ganz normaler 8 bis 9 Stunden Job.)
Und so können 'kleine' Veranstalter oftmals nur in den 'kleinen' Grenzen des ihnen möglichen agieren und müssen dabei stets versuchen, so viel wie möglich aus den vorhandenen Ressourcen herauszuholen.

Was den Vorschlag an sich betrifft - die Wirtschaft ins Boot zu holen - den finde ich klasse!
Aber m.M. nach muss man da echt mit Konzept, Präsentation und Überzeugungskraft anrücken - eine einfache email bringt da eher wenig. Schließlich warten die nicht auf uns.

Bearbeitet von augenfisch, 28 September 2012 - 10:42.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Behrend

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#139 d'wolf

d'wolf

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Geschrieben 28 September 2012 - 11:40


Was den Vorschlag an sich betrifft - die Wirtschaft ins Boot zu holen - den finde ich klasse!
Aber m.M. nach muss man da echt mit Konzept, Präsentation und Überzeugungskraft anrücken - eine einfache email bringt da eher wenig. Schließlich warten die nicht auf uns.


Das unterschreib ich wiederum!

Ralf Boldt

Stellvertr. Vorsitzender des SFCD



Und übrigens: Man kann ohne Hunde leben - es lohnt sich aber nicht! Heinz Rühmann

www.dasistmeinblog.de


#140 Arno Behrend

Arno Behrend

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Geschrieben 10 May 2013 - 17:34

Hallo!

Hier mal die letzten Infos zu unserer Bewerbung und ein damit zusammenhängendes Anliegen:

Das DORT.con-Team hat seine Bewerbung um den Eurocon des Jahres 2017 im April in Kiew vorgestellt. Dort kam es auch zu Gesprächen mit einem anderen Con-Komitee, das ehrgeizige Pläne verfolgt. Das Team von „Helsinki in 2015“ unter der Leitung von Eemeli Aro wird noch in diesem Jahr versuchen, den Worldcon in die finnische Hauptstadt zu holen. Nach dem in London im kommenden Jahr wäre dies ein weiterer europäischer Worldcon in kurzer Zeit und damit eine einmalige Gelegenheit, die Entwicklung des Fandoms auf dem Kontinent voranzubringen. Dem finnischen Bid werden echte Chancen eingeräumt, da die beiden amerikanischen Wettbewerber als eher schwach gelten.

Das DORT.con-Team hat zugesagt, diese Bewerbung zu unterstützen. Es sollen so viele deutsche Fans wie möglich gefunden werden, die für Helsinki stimmen. Die Zusammenarbeit bringt auch Vorteile für unser Eurocon-Vorhaben. Nur für den Fall, dass die Worldcon-Bewerbung scheitert, wollen die Finnen sich ebenfalls um den Eurocon des Jahres 2017 bewerben. Gelingt also der Worldcon-Plan für Helsinki, können beide Teams ihre Pläne verwirklichen und eine direkte Konfrontation im Jahr 2017 vermeiden. Deshalb bitten wir alle Freunde des DORT.cons, die uns bei der Eurocon-Bewerbung unterstützen möchten, ihre Stimme für Helsinki in 2015 abzugeben.

Die Abstimmung über den Austragungsort des Jahres 2015 findet auf dem Worldcon dieses Jahres, dem Lonestarcon in San Antonio, statt, der vom 29. August bis zum 2 September über die Bühne gehen wird. Von Deutschland aus kann mit abgestimmt werden. Dies erfordert allerdings eine Investition von insgesamt $100,- pro Person. $60,- kostet eine Supporting Membership beim Lonestarcon. $40,- beträgt die Wahlgebühr. Darin enthalten ist eine Supporting Membership bei dem Con, der den Zuschlag erhalten hat. Näheres findet sich auf der Website des Lonestarcons: http://www.lonestarc...ips/index.shtml.

Wir hoffen, dass sich möglichst viele von Euch bereitfinden, für einen höchst interessanten Worldcon in Europa zu stimmen und die Chancen für den Eurocon in Dortmund deutlich zu verbessern.

Grüße

Arno

#141 Nina

Nina

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Geschrieben 10 May 2013 - 19:51

Also bis zum Worldcon bin ich nicht vorgedrungen und ich glaube auch, dass es unrealistisch ist, da anzunehmen, dass jemand so viel zahlt, wenn er nicht an der Veranstaltung teilnimmt, nur um wählen zu können.Lustige fünf Euro vielleicht ... aber das ist halt schon ein bisschen mehr.
Aber die richtige Wahl ist ja so oder so am Eurocon. Und da fand ich es schade, dass ich das nicht schon dieses Jahr wählen konnte. Da war ja ansonsten die Wahl zwischen St. Petersburg und St. Petersburg. O.K., formell nicht, da konnte man noch eine zu Frankreich gehörende Karibikinsel wählen. Die hat übrigens Null Stimmen bekommen.

Bearbeitet von Nina, 10 May 2013 - 20:39.

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