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Referendum Unabhängigkeit Schottlands (2014) / Brexit (2016)


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141 Antworten in diesem Thema

#61 lapismont

lapismont

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Geschrieben 18 September 2014 - 13:32

Die Luxemburger wissen aber, wie man das, was man einmal hat, auch behält.
Und wie man mittellose Flüchtlinge gleich an der Grenze abweist.Eingefügtes Bild

Gruß
Ralf

Darum leben wir ja jetzt alle in Berlin.
;)
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#62 Diboo

Diboo

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Geschrieben 18 September 2014 - 14:21

Ralf - Du bist Saarländer? Das wusste ich gar nicht!

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)

Mein Blog
 


#63 lapismont

lapismont

    Linksgrünversifft

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Geschrieben 18 September 2014 - 14:40

Ralf - Du bist Saarländer? Das wusste ich gar nicht!


klar. Wir sind Honeckers Enkel, hieß das bei uns.
Eingefügtes Bild

Bearbeitet von lapismont, 18 September 2014 - 14:41.

Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#64 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 19 September 2014 - 06:44

Schottland bleibt "groß" dabei: Mit 54% zu 46%. Der britische PM atmet auf. Ich sage voraus, dass die Schottische National-Partei es nicht dabei belässt.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-/Horror-Dialog im September...

I.: Nun, ich nehme mal nicht an, dass irgend jemand sich so eine Geschichte ausdenken könnte. Bei einer Sache liegen Sie allerdings schief. Mr.Winthrop hat Sie geschickt.

H.: Nein. Ich sagte Ihnen doch, er...

I.: Yeah, er sei tot. Bekam ich mit. Aber ich rede von seinem Geist. (Macht ihre Augen klein.) Ach? Sie sind zu schlau um an Geister zu glauben? Aber durchs Universum fliegen, das ist rational...

(Ältere Bewohnerin des fernen Planeten vs. akademisch verhinderter Astronomie-Kennerin, die den Planeten gerade aus Versehen besucht, grob übersetzt aus Lovecraft Country, HarperCollins Verlag, S. 195, by Ruff)

 


#65 yiyippeeyippeeyay

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    Interstellargestein

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Geschrieben 19 September 2014 - 19:41

Endergebnis laut NYT: 1,617,989 stimmten für "ja", 2,001,926 für "nein". Eine Stimmanalysekarte auf der Seite zeigt, dass die ländlichen Regionen eher Letzteres bevorzugten; es waren also wohl eher Städter, die für eine Loslösung waren. Die EU-Führung (und die NATO) hat sich m.E. im letzten Moment noch recht saumäßig benommen, indem sie in den letzten Tagen noch verlauten ließ, eine Neuaufnahme einer getrennten schottischen Nation dürfte wohl ziemlich lange dauern.

Die Schotten als Ganzes sind recht gut weggekommen, finde ich. Mehr als einer, auch im restlichen Königreich, wird sich inzwischen Gedanken machen über eine britische Staaten-Föderation, vielleicht so wie hier oder - noch deutlicher - in der Schweiz.

Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 19 September 2014 - 19:42.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-/Horror-Dialog im September...

I.: Nun, ich nehme mal nicht an, dass irgend jemand sich so eine Geschichte ausdenken könnte. Bei einer Sache liegen Sie allerdings schief. Mr.Winthrop hat Sie geschickt.

H.: Nein. Ich sagte Ihnen doch, er...

I.: Yeah, er sei tot. Bekam ich mit. Aber ich rede von seinem Geist. (Macht ihre Augen klein.) Ach? Sie sind zu schlau um an Geister zu glauben? Aber durchs Universum fliegen, das ist rational...

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#66 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 19 September 2014 - 19:48

Die Schotten als Ganzes sind recht gut weggekommen, finde ich. Mehr als einer, auch im restlichen Königreich, wird sich inzwischen Gedanken machen über eine britische Staaten-Föderation, vielleicht so wie hier oder - noch deutlicher - in der Schweiz.


Den Hinweis auf die Schweiz verstehe ich nicht.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

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Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktional Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#67 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 19 September 2014 - 21:54

Ich meine zu wissen dass die Kantone in der Schweiz noch autonomer ggü. ihrer Regierung sind als dt. Bundesstaaten. Ist es nicht so dass die Schweizer Regierung weniger zu bestimmen hat als andere? Dass weniger national gesetzlich geregelt ist? Mir war so. Hab aber jetzt nicht genau recherchiert...

(Gute Nacht!)

/KB (blokkt auch auf dt.)

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#68 simifilm

simifilm

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Geschrieben 20 September 2014 - 05:47

Ich meine zu wissen dass die Kantone in der Schweiz noch autonomer ggü. ihrer Regierung sind als dt. Bundesstaaten. Ist es nicht so dass die Schweizer Regierung weniger zu bestimmen hat als andere? Dass weniger national gesetzlich geregelt ist? Mir war so. Hab aber jetzt nicht genau recherchiert...

(Gute Nacht!)


Die Schweiz ist stark föderalistisch, hier von einem Staatenbund zu sprechen, scheint mir aber kaum adäquat. Zudem ist der Grad an Unabhängigkeit der Kantone meines Wissens nicht sehr ungewöhnlich. Die US- Bundesstaaten sind in vielen Bereichen ebenfalls autonom und auch Bayern ist meines Wissens in manchen Pubkten deutlich autonomer als die Schweizer Kantone.

Mit einer Regelung wie in der Schweiz hätten die Schotten auf jeden Fall kaum mehr Unabhängigkeit als jetzt.

Bearbeitet von simifilm, 03 July 2016 - 15:49.

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#69 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 20 September 2014 - 20:29

(Danke. :thumb:)

/KB (blokkt auch auf dt.)

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I.: Nun, ich nehme mal nicht an, dass irgend jemand sich so eine Geschichte ausdenken könnte. Bei einer Sache liegen Sie allerdings schief. Mr.Winthrop hat Sie geschickt.

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#70 TheFallenAngel

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Geschrieben 25 June 2016 - 13:02

Nach britischem Brexit - Schottland bereitet zweites Unabhängigkeits-Referendum vor

Die schottische Regionalregierung trifft Vorbereitungen für ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit des nördlichen Landesteils von Großbritannien. Die notwendigen rechtlichen Schritte würden jetzt vorbereitet und eigene Gespräche mit der EU aufgenommen, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Samstag in Edinburgh nach einem Treffen des Kabinetts. „Das Kabinett hat zugestimmt, dass wir umgehend Gespräche mit EU-Institutionen und anderen EU-Mitgliedstaaten aufnehmen, um alle Möglichkeiten auszuloten, Schottlands Platz in der EU zu schützen.“

Sturgeon kündigte zudem an, in den kommenden Tagen ein Beratungsgremium einzurichten, dass aus nicht näher genannten Experten bestehen und die schottische Regierung in rechtlichen, finanzpolitischen und diplomatischen Fragen beraten soll.
...

 

das ging ja jetzt sehr schnell *g

 

(als chaos-liebhaber gefällt mir der brexit nat. sehr, wirtschafts- und gesellchaftspolitisch kann ich das allerdinx nicht einordnen [will ich auch garnicht]. wir leben aber schon in bewegten zeiten, wird nie langweilig *g)


Bearbeitet von TheFallenAngel, 25 June 2016 - 13:03.


#71 simifilm

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Geschrieben 25 June 2016 - 13:35

 

(als chaos-liebhaber gefällt mir der brexit nat. sehr, wirtschafts- und gesellchaftspolitisch kann ich das allerdinx nicht einordnen [will ich auch garnicht]. wir leben aber schon in bewegten zeiten, wird nie langweilig *g)

 

Kurz- bis mittelfristig sind die Folgen für alle – wenn man von fremdenfeindlichenDemagogen wie Nigel Farage absieht – nur negativ. Und das gilt sowohl für Grossbritannien – nicht zuletzt die ländlichen Gebiete, die dafür gestimmt haben, werden das Wegfallen der EU-Subventionen zu spüren kriegen – wie auch den Rest der Welt. Es wird für einige Zeit wirtschaftliche Turbulenzen geben, von denen niemand etwas hat.

 

Längerfristig kann es im besten Fall die positive Folge haben, dass die EU, die in ihrer heutigen Form wohl nicht mehr dem Bedürfnis all ihrer Mitglieder entspricht, zu einem flexibleren Gebilde wird (wobei das etwas ist, was die Mitglieder schon immer selbst in der Hand hatten. Die EU war und ist nie mehr als die Summe ihrer Mitgliederländer).

 

Wirklich tragisch an der Sache ist, dass es bei der Abstimmung letztlich gar nicht um die EU ging. Ein nicht unbedeutender Teil der Brexit-Befürwörter dürfte wegen allen möglichen Gründen für einen Austritt gestimmt haben, der mit der EU wenig bis nichts zu tun hat. Z.B. war Migration ja ein grosses Thema; es ist aber absehbar, dass – egal, wie sich Grossbritannien in Zukunft mit der EU arrangiert – das Prinzip der offenen Grenzen kaum aufgegeben wird. Sprich: Gerade an der Migration dürfte sich wenig ändern.


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#72 Amtranik

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Geschrieben 26 June 2016 - 09:54


 

Wirklich tragisch an der Sache ist, dass es bei der Abstimmung letztlich gar nicht um die EU ging. Ein nicht unbedeutender Teil der Brexit-Befürwörter dürfte wegen allen möglichen Gründen für einen Austritt gestimmt haben, der mit der EU wenig bis nichts zu tun hat. Z.B. war Migration ja ein grosses Thema; es ist aber absehbar, dass – egal, wie sich Grossbritannien in Zukunft mit der EU arrangiert – das Prinzip der offenen Grenzen kaum aufgegeben wird. Sprich: Gerade an der Migration dürfte sich wenig ändern.

 

Du bist die Gründe die nichts mit der EU zu tun haben schuldig geblieben. Die würden mich schon sehr interessieren.



#73 simifilm

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Geschrieben 26 June 2016 - 10:26

Du bist die Gründe die nichts mit der EU zu tun haben schuldig geblieben. Die würden mich schon sehr interessieren.

 

 

Wie schon gesagt: Migration hat mit der EU als solches wenig bis nichts zu tun (die Schweiz etwa ist nicht Mitglied der EU und trotzdem Teil des Schengen-Raums. Und das dürfte für Grossbritannien auch nach dem Brexit nicht gross anders sein). Diverse wirtschaftliche Probleme Grossbritanniens, die zur Unzufriedenheit geführt haben, haben ebenfalls nichts mit der EU zu tun. Es geht – wie letztlich bei allen rechten Strömungen im Westen – darum, dass eine wenig gut ausgebildete Mittelschicht die Folgen der Globalisierung und neoliberaler Massnahmen zu spüren kriegt und Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg hat.

 

In einem Artikel, den ich diese Woche in der NZZ  gelesen habe, ging es um eine landwirtschaftliche Region in England, wo die Brexit-Befürworter klar die Oberhand haben. Im Gespräch brachten Bauern diverse schikanöse Gesetze und Reglemente als Beispiel dafür, wie sehr sie unter der EU leiden. Der Witz an der Sache: Keine dieser Bestimmungen hatte etwas mit der EU zu tun, es waren alles englische Eigengewächse, die nicht auf EU-Bestimmungen beruhten.


Bearbeitet von simifilm, 03 July 2016 - 15:50.

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#74 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 26 June 2016 - 12:30

Zum letzten Absatz: Es gibt sehr wohl EU-Vorgaben, die quatschig sind. Z.B. haben viele britische Fischer für einen Austritt gestimmt, weil die EU ihnen (zu niedrige) Fangquoten vorgibt sowie auch Methoden wie Fische zu fangen sind. So etwas mag im Mittelmeer und an der Westküste Afrikas sinnvoll sein, aber die EU hat es einfach allgemein für alle EU-Flotten geregelt, weil letztere in der Vergangenheit in der Mehrheit zu gierig waren. Dieses desinteressierte Alles-über-einen-Kamm-Scheren bei gleichzeitiger langsamer Verarbeitung von Einwänden kann ich mir sehr wohl bei der EU-Bürokratie vorstellen.

 

Ich bin mir nicht sicher, was hiermit gemeint ist...

 

[..] Teil des Schengen-Raums. Und das dürfte für Grossbritannien auch nach dem Brexit nicht gross anders sein

... aber Großbrittanien ist nicht Teil des Schengenraums. Das macht den Vorwurf der riesigen Flüchtlingsströme aus der EU ohne Grenzkontrolle der Pro-Brexiteers natürlich noch hanebüchener. JEDER Reisende in den großbritannischen Raum durchläuft eine Passkontrolle, schon seit sehr langem.

 

Wogegen nationalistischere Briten aber auch sind, sind Ströme neuerer EU-Bürger aus armen EU-Mitgliedsländern wie z.B. Rumänien. Denen konnten sie nach EU-Gesetzen die Einreise nicht verweigern, auch nicht bei der Passkontrolle.

 

Wer in relativ hohem Luxus lebt ggü. der Weltnorm (so wie wir, v.a. wg. unseren Exporten in Richtung dieser Welt) zahlt eben irgendwann dafür einen Preis, zur Not in "Naturalien" wie zunehmender Anwesenheit ärmerer Leute. :qdevil:

 

P.S. zum Threadthema noch: Die Schotten haben bei einer Abspaltung aus der U.K. das Problem, dass sie dann eine echte Grenze zwischen sich und England hätten, und mit England sehr viel wirtschaften. Allzu empört über die Engländer können sie sich also nicht gebaren, da sie nach wie vor abhängig von ihnen sein werden.


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 26 June 2016 - 12:44.

/KB (blokkt auch auf dt.)

Yay! SF-/Horror-Dialog im September...

I.: Nun, ich nehme mal nicht an, dass irgend jemand sich so eine Geschichte ausdenken könnte. Bei einer Sache liegen Sie allerdings schief. Mr.Winthrop hat Sie geschickt.

H.: Nein. Ich sagte Ihnen doch, er...

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#75 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 26 June 2016 - 12:50

 

 

.

 

Wer in relativ hohem Luxus lebt ggü. der Weltnorm (so wie wir, v.a. wg. unseren Exporten in Richtung dieser Welt) zahlt eben irgendwann dafür einen Preis, zur Not in "Naturalien" wie zunehmender Anwesenheit ärmerer Leute. :qdevil:

 

Dieses in kollektive Schuld und Haftung nehmen der Bürger der EU für das Leid und Elend dieser Welt halte ich für problematisch. Was hatte ich als Bürger zb schon groß für eine Wahl? Aber mir wird jetzt gesagt hör mal weil es Dir so gut geht gehts andern so schlecht und deshalb musst Du jetzt von dem was Du hast abgeben. Andere in unserem Land oder anderen Ländern von Griechenland bis UK haben 5 Yachten und 3 Rolls Roys, eine Ehefrau und 5 Mätressen und sind im Zweifel viel eher die Urheber der Ungleichheiten dieser Welt als ich. Dennoch erzählen die und Ihre Handlanger mir welch Schuld ich doch habe und ich solle mich mal nicht so anstellen. Migration ist kein probates Mittel für die Bekämpfung der Armut und Ungleichheit dieser Welt. Für jede Million armer Leute die man aufnimmt wachsen in den ärmeren Regionen dieser Welt durch Demographie Millionen und aber Millionen neue potentielle arme Menschen nach. Die einzige Chance ist das vor Ort zu regeln. Ob das je möglich sein wird wage ich zu bezweifeln aber durch Migration ändert sich da nix.



#76 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 26 June 2016 - 12:58

Der Vorpost handelt überhaupt nicht mehr vom Threadthema, also ist Folgendes OT:

 

Ich hab nichts von Schuld usw. behauptet! Aber in Luxus leben und gleichzeitig offen sein ggü. der Welt geht eben schlecht gleichzeitig. Wenn also die EU expandiert und dabei sehr arme Regionen mit hinzu nimmt, hat sie auch in deinem Namen als EU-Bürger versucht, dies zu tun, wg. der Mechanik der Reise- & Arbeitsfreiheit. (Ich unterstütze diese europäische Integration, mache mir aber - insbes. seit dem Brexit - keine Illusionen darüber, dass das unbedingt glatt abläuft.) -- Und bei Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wie Syrien handelt es sich eh um etwas Anderes - das sind keine Migranten sondern zum größten Teil Menschen, zur Hälfte Kinder & Jugendliche, in großer Not!


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 26 June 2016 - 13:25.

/KB (blokkt auch auf dt.)

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#77 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 26 June 2016 - 14:55

Die ersten bei den Punkte finde ich sehr passend
http://mobil.n-tv.de...le18047836.html

Die Motivation ungeliebte Gesetze und Veränderungen der EU in die Schuhe zu schieben findet sich in vielen Ländern, auch in Deutschland.
Und Amtranik: Klar, Schuld sind immer die anderen. Da Sind sich arm und Reich, rechts und links immer einig.

#78 simifilm

simifilm

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Geschrieben 26 June 2016 - 16:08

Die ersten bei den Punkte finde ich sehr passend
http://mobil.n-tv.de...le18047836.html

Die Motivation ungeliebte Gesetze und Veränderungen der EU in die Schuhe zu schieben findet sich in vielen Ländern, auch in Deutschland.
Und Amtranik: Klar, Schuld sind immer die anderen. Da Sind sich arm und Reich, rechts und links immer einig.

 

Da gibt es – wie auch schon in diversen Presse-Kommentaren hervorgehoben wurde – deutliche Parallelen zu den Republikanern in den USA. Wenn man während Jahren konsequent der "politischen Elite in Washington" die Schuld an allem gibt, muss man sich nicht wundern, wenn die eigenen Anhänger am Ende jemanden als Präsidentschaftskandidaten wählen, der nicht dieser Elite entstammt, sondern dessen Hautpverkaufsargument ist, dass er unabhängig ist (und der Parteidoktrin in zentralen Punkten widerspricht). Das Gleiche bei Cameron: Fortlaufend auf die EU einprügeln und sich dann wundern, wenn die Gefolgsleute das im entscheidenden Moment für bare Münze nehmen.


Bearbeitet von simifilm, 26 June 2016 - 16:10.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

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#79 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

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Geschrieben 26 June 2016 - 16:34

Und Amtranik: Klar, Schuld sind immer die anderen. Da Sind sich arm und Reich, rechts und links immer einig.

 

Und was willst Du jetzt damit sagen? Das es irgendwie hilfreich ist sich schuldig zu fühlen für Dinge für die ich weder Verantwortung trage noch in irgendeiner Weise beeinflußen kann?



#80 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 26 June 2016 - 18:07

Du warst derjenige, der die Schuldfrage aufbrachte.

#81 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

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Geschrieben 26 June 2016 - 20:24

Du warst derjenige, der die Schuldfrage aufbrachte.

Aber was denkst Du wirklich? Was bedeutet deine Feststellung - schuld sind immer die anderen? Ich wollts ja nur kapieren. Machst Du mir nen Vorwurf? Siehst Du es anders?

Oder wolltest Du einfach nur nen polemischen Spruch als anheizer loswerden?



#82 Trace

Trace

    Cyberpunk-o-Naut

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Geschrieben 26 June 2016 - 20:49

(die Schweiz etwa ist nicht Mitglied der EU und trotzdem Teil des Schengen-Raums. Und das dürfte für Grossbritannien auch nach dem Brexit nicht gross anders sein).

Das mit der Schengen-Raum Mitgliedschaft der Schweiz wusste ich gar nicht, die Schweiz ist auch noch in der EFTA (Europäischen Freihandelsassoziation). Das wäre auch etwas was für das Vereinigte Königreich möglich wäre. Selbst wenn könnte sicherlich ein Handelsabkommen mit der EU mit den Regeln auf dem aktuellen Niveau abgeschlossen werden, aber nur mit 3 Grundfreiheiten (Waren, Kapital, Dienstleistungen). Es würde sich dann wohl wirklich nicht viel ändern, da wohl eh alle Reglungen die von EU aufgestellt wurden, in nationales Recht umgesetzt wurden.
 
Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieser Prozess unglaublich spannend. Da es unmöglich ist diese Dinge zu Simulieren, kann man es nur in der Realität ausprobieren (also ein echtes Menschenexperiment). Damit besteht die Möglichkeit eine Menge über freien Handel zu lernen.
 

Die Schotten haben bei einer Abspaltung aus der U.K. das Problem, dass sie dann eine echte Grenze zwischen sich und England hätten, und mit England sehr viel wirtschaften. Allzu empört über die Engländer können sie sich also nicht gebaren, da sie nach wie vor abhängig von ihnen sein werden.

Bei dem Gedanken eine EU Außengrenze zwischen England und Schottland zu haben, tauchten dann in meiner Vorstellung Bilder von Zäunen, Betonhindernissen und englischen Soldaten vor ihren Landrovern auf, wie es z.B. bei Children of Men oder bei 28 Weeks Later zu sehen waren. Hoffentlich wird die Wirklichkeit nicht abgedrehter als diese Fiktionen, nicht das wir am Ende noch Szenen aus V - Vendatta in den TV-Nachrichten mit ansehen müssen.



#83 simifilm

simifilm

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Geschrieben 26 June 2016 - 21:11

Das mit der Schengen-Raum Mitgliedschaft der Schweiz wusste ich gar nicht, die Schweiz ist auch noch in der EFTA (Europäischen Freihandelsassoziation). Das wäre auch etwas was für das Vereinigte Königreich möglich wäre. Selbst wenn könnte sicherlich ein Handelsabkommen mit der EU mit den Regeln auf dem aktuellen Niveau abgeschlossen werden, aber nur mit 3 Grundfreiheiten (Waren, Kapital, Dienstleistungen). Es würde sich dann wohl wirklich nicht viel ändern, da wohl eh alle Reglungen die von EU aufgestellt wurden, in nationales Recht umgesetzt wurden.


Die Schweiz hätte 1992 dem EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) beitreten sollen. Der EWR war als rein wirtschaftlicher Teil der EU gedacht (bin gar nicht sicher, wer heute noch dazu gehört resp. ob der EWR in seiner ursprünglichen Form noch existiert). Der Beitritt wurde aber in einer Volksabstimmung verworfen.

 

An den Folgen dieses Volkentscheids nagt die Schweiz  noch heute. In der Folge wählte man den so genannten bilateralen Weg. Sprich: Statt dem Gesamtpaket EWR wurden und werden alle Abkommen zwischen der Schweiz und der EU einzeln ausgehandelt. Im Endeffekt läuft es aber darauf hinaus, dass die Schweiz in praktisch allen Belangen der EU folgt; dafür wurde der schöne Begriff des "autonomen Nachvollzugs" geprägt. Was das bedeutet, ist, dass die Schweiz unzählige Bestimmungen der EU übernimmt, ohne irgendwie Einfluss darauf zu nehmen. Das Endergebnis ist also praktisch das Gleiche, wie wenn die die Schweiz Mitglied wäre, das Ganze ist aber sehr viel mühsamer, kommt unter dem Strich teurer, und als nicht EU-Mitglied (resp. EWR) hat die Schweiz keinen Einfluss auf die Beschlüsse der EU.

Für Grossbritannien wird das Ergebnis kaum gross anders sein. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die Hürde höher sein wird, weil die EU klar markieren will, dass sich ein Austritt nicht lohnt. Wirtschaftlich wäre es für Grossbritannien auf jeden Fall Selbstmord, auf alle Abkommen mit der EU zu verzichten. Diverse Normen wird man eh beibehalten; oder welches Interesse hätte die britische Exportwirtschaft daran, nicht mehr EU-kompatibel zu sein? Grossbritannien wird ähnlich wie die Schweiz neue Abkommen aushandeln müssen; um Zugang zum EU-Markt zu kriegen, wird man mit grosser Sicherheit nicht um die Personenfreizügigkeit herumkommen. Es wird sich also sehr wenig ändern.


Bearbeitet von simifilm, 27 June 2016 - 05:54.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

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Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktional Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#84 My.

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Geschrieben 27 June 2016 - 06:36

Zu den Schengenstaaten:

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#85 simifilm

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Geschrieben 27 June 2016 - 06:51

Zu den Schengenstaaten:

https://www.auswaert....html?nn=350374

 

 

Und?


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#86 Amtranik

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Geschrieben 27 June 2016 - 08:12

Die Schweiz hätte 1992 dem EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) beitreten sollen. Der EWR war als rein wirtschaftlicher Teil der EU gedacht (bin gar nicht sicher, wer heute noch dazu gehört resp. ob der EWR in seiner ursprünglichen Form noch existiert). Der Beitritt wurde aber in einer Volksabstimmung verworfen.

 

An den Folgen dieses Volkentscheids nagt die Schweiz  noch heute. In der Folge wählte man den so genannten bilateralen Weg. Sprich: Statt dem Gesamtpaket EWR wurden und werden alle Abkommen zwischen der Schweiz und der EU einzeln ausgehandelt. Im Endeffekt läuft es aber darauf hinaus, dass die Schweiz in praktisch allen Belangen der EU folgt; dafür wurde der schöne Begriff des "autonomen Nachvollzugs" geprägt. Was das bedeutet, ist, dass die Schweiz unzählige Bestimmungen der EU übernimmt, ohne irgendwie Einfluss darauf zu nehmen. Das Endergebnis ist also praktisch das Gleiche, wie wenn die die Schweiz Mitglied wäre, das Ganze ist aber sehr viel mühsamer, kommt unter dem Strich teurer, und als nicht EU-Mitglied (resp. EWR) hat die Schweiz keinen Einfluss auf die Beschlüsse der EU.

Für Grossbritannien wird das Ergebnis kaum gross anders sein. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die Hürde höher sein wird, weil die EU klar markieren will, dass sich ein Austritt nicht lohnt. Wirtschaftlich wäre es für Grossbritannien auf jeden Fall Selbstmord, auf alle Abkommen mit der EU zu verzichten. Diverse Normen wird man eh beibehalten; oder welches Interesse hätte die britische Exportwirtschaft daran, nicht mehr EU-kompatibel zu sein? Grossbritannien wird ähnlich wie die Schweiz neue Abkommen aushandeln müssen; um Zugang zum EU-Markt zu kriegen, wird man mit grosser Sicherheit nicht um die Personenfreizügigkeit herumkommen. Es wird sich also sehr wenig ändern.

 

Auch wenn es stimmen sollte was Du sagst womit ich mich nicht besonders auskenne denn ich habe mich verständlicherweie nie besonders mit den bilateralen Verträgen der Schweiz mit der EU beschäftigt so ist doch der entscheidende Punkt, derjenige um den es wirklich geht der, das dort Verträge und Gesetze von vom Volk gewählten Vertretern beschlossen, zugestimmt oder abgelehnt werden und somit das Volk der Schweiz einen direkten Einfluß darauf hat. Sind Verträge schlecht so kann man seine Volksvertreter verantwortlich machen und diese bei der nächsten Wahl abwählen. Diese demokratische Möglichkeit haben die Bürger der Eu nicht. Die Schweiz gilt jetzt auch nicht als Armenhaus Europas es fällt also einigermaßen schwer der Argumentation zu folgen diei Schweiz leide darunter unabhängig zu sein. Und letztlich kann ein einziges Gesetz eine einzige Regel ausreichend und wichtig genug sein unabhängig zu bleiben und selber als Land und Volk zu entscheiden. Da spielt es keine Rolle ob man 70-80% der Verordnungen und Regeln der EU folgt oder nicht. Wenn Sie von Vorteil sind und besser als Ihnen nicht zu folgen was gibts daran zu kritisieren?



#87 simifilm

simifilm

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Geschrieben 27 June 2016 - 08:24

Auch wenn es stimmen sollte was Du sagst womit ich mich nicht besonders auskenne denn ich habe mich verständlicherweie nie besonders mit den bilateralen Verträgen der Schweiz mit der EU beschäftigt so ist doch der entscheidende Punkt, derjenige um den es wirklich geht der, das dort Verträge und Gesetze von vom Volk gewählten Vertretern beschlossen, zugestimmt oder abgelehnt werden und somit das Volk der Schweiz einen direkten Einfluß darauf hat. Sind Verträge schlecht so kann man seine Volksvertreter verantwortlich machen und diese bei der nächsten Wahl abwählen. Diese demokratische Möglichkeit haben die Bürger der Eu nicht.


Und die EU hat kein Parlament? Und die Minister, die jeweils verhandeln, sind nicht vom Volk gewählt? Ich stelle keineswegs in Abrede, dass die demokratische Legitimation der EU nicht optimal ist, aber so, wie du es darstellst, wirkt es, als würden da lauter Leute Dinge aushandeln, die überhaupt keine demokratische Legitimation haben, und das ist offensichtlich falsch.
 

Die Schweiz gilt jetzt auch nicht als Armenhaus Europas es fällt also einigermaßen schwer der Argumentation zu folgen diei Schweiz leide darunter unabhängig zu sein.


Ich habe Mühe zu verstehen, was du meinst. Falls du damit zu Ausdruck bringen willst, ein kleines Land wie die Schweiz könne unabhängig von den Ländern, die es umgibt, prosperieren, dann unterliegst du einem Irrtum.

 

Und letztlich kann ein einziges Gesetz eine einzige Regel ausreichend und wichtig genug sein unabhängig zu bleiben und selber als Land und Volk zu entscheiden. Da spielt es keine Rolle ob man 70-80% der Verordnungen und Regeln der EU folgt oder nicht. Wenn Sie von Vorteil sind und besser als Ihnen nicht zu folgen was gibts daran zu kritisieren?


Den letzten Satz verstehe ich nicht; da fehlen wohl ein paar Kommas, und mit den Pronomen scheint auch etwas nicht zu stimmen. Abgesehen davon habe ich versucht zu erklären, warum die viel beschworene Souveränität nur eine scheinbare ist. Die Schweiz übernimmt fortlaufend Bestimmungen der EU, weil sie es sich gar nicht leisten kann, etwas anderes zu machen. Natürlich könnte man – um ein frei erfundenes Beispiel zu bringen – beschliessen, dass man in Zukunft eine eigene Norm für den Gehalt von Kakao in Schokolade einführt. Das Einzige, was man davon hätte, wäre, dass man Schokolade nicht mehr problemlos in die EU einführen könnte. Also übernimmt man – im ureigenen Interesse der inländischen Industrie – die EU-Norm. Allerdings hatte man beim Bestimmen dieser Norm keinen Einfluss, da das in einem EU-internen Prozess geschah. Auf diese Weise gibt die Schweiz in vielen Bereichen eindeutig Souveränität ab, weil sie ganz viele Bestimmungen übernehmen muss, auf deren Gestaltung sie keinen Einfluss hat.


Bearbeitet von simifilm, 27 June 2016 - 21:58.

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#88 Diboo

Diboo

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Geschrieben 27 June 2016 - 08:52

Simon ist in allem zuzustimmen. Die EWG-Länder sind EU-Mitglieder ohne Stimmrecht, und sie haben absolut keine andere Wahl, wenn sie sich nicht selbst massiv schaden wollen. Und das ist exakt das Gleiche, was GB passieren wird, wenn sie den Brexit durchziehen. Die werden sich noch wundern, und viele merken ja bereits jetzt, dass das eine verdammt schlechte Idee war...


Bearbeitet von Diboo, 27 June 2016 - 08:52.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

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#89 simifilm

simifilm

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Geschrieben 27 June 2016 - 08:54

Simon ist in allem zuzustimmen. Die EWG-Länder sind EU-Mitglieder ohne Stimmrecht, und sie haben absolut keine andere Wahl, wenn sie sich nicht selbst massiv schaden wollen. Und das ist exakt das Gleiche, was GB passieren wird, wenn sie den Brexit durchziehen. Die werden sich noch wundern, und viele merken ja bereits jetzt, dass das eine verdammt schlechte Idee war...

 

 

Juhu, der andere Diboo meldet sich mal wieder. Und dann sogar noch in zustimmender Weise.

 

Ist auch – auf eine tragische Weise – lustig zu sehen, wie die Brexit-Befürworter bereits fleissig zurückrudern und mehrere zentrale Versprechen, die während der Kampagne abgegeben wurden, schon widerrufen haben.


Bearbeitet von simifilm, 27 June 2016 - 10:11.

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#90 My.

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Geschrieben 27 June 2016 - 10:18

Das, was mich an der Sache am meisten stört (und auch ein wenig irritiert), ist etwas, das ich für einen grundlegenden Denkfehler halte. Wir sind seit vielen Jahrzehnten zunehmend Europäer. Wir sind auch dann Europäer, wenn es EU, EWG, Schengen & Co. gar nicht gäbe. Wir sind darüber hinaus auch Menschen.

Ich halte nationalistische und separatistische Tendenzen grundsätzlich für einen Fehler.

 

My.

 

 

P.S.: Simon, mein Hinweis auf die Website mit der Auflistung der Schengenstaaten bezog sich auf die irrige Annahme, Großbritannien gehöre dazu. Es diente als Nachweis der Aussage, dass dem nicht so ist.


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