Zum Inhalt wechseln


Foto

Michael Iwoleit - Die neue Annäherung von Science Fiction und Literatur


99 Antworten in diesem Thema

#1 Pogopuschel

Pogopuschel

    Temponaut

  • Fantasyguide Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 4585 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Hilgert

Geschrieben 23 September 2015 - 11:07

Da es bei Deutsche Science Fiction anscheinend keine Kommentarfunktion gibt, möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass in dem ausgezeichneten Artikel von Michael Iwoleit (dem ich eher selten zustimme) Die neue Annäherung von Science Fiction und Literatur mit dem erwähnten Dennis Mitchell in Absatz 2 vermutlich David Mitchell gemeint ist. ;)



#2 Naut

Naut

    Semantomorph

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3112 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt

Geschrieben 23 September 2015 - 11:17

Hatte mich auch gewundert.
Semantomorph: Mein Blog, meine Geschichten
Liest gerade: Kruschel: Das Universum nach Landau; Lansdale: Machos und Macheten

D9E: Das Haus der blauen Aschen | Die Seelen der blauen Aschen | Die Sonne der Seelen
Fieberglasträume | Tiefraumphasen | Gamer | biomAlpha

#3 Nina

Nina

    Europas repräsentativster Fan ;-)

  • Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 2689 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Leonding

Geschrieben 23 September 2015 - 18:10

Ich fände es höflicher, wenn jemand einen Fehler (falls es denn einer war) entdeckt, der sich in weniger als einer Minute rauseditieren ließe, das dem Autor/einem der Chefredakteure persönlich mitzuteilen, statt öffentlich damit rumzuwedeln. 


taff-174x131.jpg


#4 September68

September68

    Giganaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIP
  • 622 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 23 September 2015 - 18:27

Ich fände es höflicher, wenn jemand einen Fehler (falls es denn einer war) entdeckt, der sich in weniger als einer Minute rauseditieren ließe, das dem Autor/einem der Chefredakteure persönlich mitzuteilen, statt öffentlich damit rumzuwedeln.


Das halte ich für etwas übertrieben höflich. By the way, der Artikel ist wirklich gut!

"Die Größe eines Landes bemisst sich nicht daran, wie es mit den Mächtigen umgeht. Die Größe eines Landes bemisst sich daran, wie es mit den Machtlosen umgeht."

Jorge Ramos


#5 Naut

Naut

    Semantomorph

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3112 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt

Geschrieben 23 September 2015 - 18:36

Mir gefällt er auch. Michael stellt die Situation sehr bedacht und differenziert dar, ohne viel zu polemisieren.
Semantomorph: Mein Blog, meine Geschichten
Liest gerade: Kruschel: Das Universum nach Landau; Lansdale: Machos und Macheten

D9E: Das Haus der blauen Aschen | Die Seelen der blauen Aschen | Die Sonne der Seelen
Fieberglasträume | Tiefraumphasen | Gamer | biomAlpha

#6 Pogopuschel

Pogopuschel

    Temponaut

  • Fantasyguide Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 4585 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Hilgert

Geschrieben 23 September 2015 - 20:43

Ich fände es höflicher, wenn jemand einen Fehler (falls es denn einer war) entdeckt, der sich in weniger als einer Minute rauseditieren ließe, das dem Autor/einem der Chefredakteure persönlich mitzuteilen, statt öffentlich damit rumzuwedeln. 

 

Öffentlich rumgewedelt? :blink:  :confused:

 

Das ist doch nur ein einfacher Namensverdreher. Durch meine Anmerkung steht der Autor doch jetzt nicht öffentlich bloßgestellt da. Im übrigen habe ich den Artikel doch als ausgezeichnet bezeichnet.


Bearbeitet von Pogopuschel, 24 September 2015 - 10:20.


#7 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 03:00

Mir gefällt er auch. Michael stellt die Situation sehr bedacht und differenziert dar, ohne viel zu polemisieren.

 

Allerdings frage ich mich wirklich ob es nötig ist eine neue Bezeichnung ( falls ich ihn nicht mißverstanden habe ) für die Science-Fiction zu erfinden damit die Laufkundschaft die sich offenbar nicht so sehr in der Materie auskennt wie wir hier, das ganze nicht ständig mit Computerspielen und Superheldenfilmen vergleicht. Oder denkt, jedes Buch wo SF draufsteht ähnelt zwangsläufig Star Trek oder Star Wars. Er wollte doch immer den intelligenten Leser und hat sich auch hier im Forum schon mehrfach dahingegend geäußert das er die Massen der SF Leser für zu dämlich hält zu erkennen was Sie eigentlich für einen Mist lesen.

Wenn also die Laufkundschaft zu dämlich ist, den Unterschied zwischen diversen Romanen zu erkennen indem man sich beispielsweise ein klein wenig mit der Materie auseinandersetzt, wieso müsste man dann ein neues Label erfinden nur damit diejenigen mit der Nase darauf gestoßen werden daß das ein oder andere Werk eventuell etwas für Sie wäre. Wie es derzeit läuft halte ich zwar für einigermaßen lustig ( das auf fast jedem Genreroman der abseits der Kleinverlage erscheint das Genre verheimlicht wird ) kann ich aber mit leben. Und die andere teils wirklich gute SF die in den Kleinverlagen erscheint erreicht die von ihm angesprochene Laufkundschaft ja sowieso nicht. Denn diese Romane muss man kennen und irgendwo bestellen da Sie seltenst beim stöbern in einer Buchhandlung gefunden werden können weil Sie dort schichtweg nicht ausliegen. Und es gibt Sie durchaus noch, diese literarisch angehauchten Romane die vom Feulleton hochgejubelt werden aber aus Sicht des Genre Lesers total uninteressant sind, ganz so wie Jeschke es in den 80ern bereits beschrieben hat. Oder ich habe in den letzten Jahren einfach Pech gehabt und zu oft daneben gegriffen.



#8 Naut

Naut

    Semantomorph

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3112 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt

Geschrieben 24 September 2015 - 05:39

Ich glaube nicht, dass Michael ein neues Label will. Er bemängelt eher, dass das Fandom die Bücher ohne Label ignoriert, statt sie einfach zu assimilieren.

Und ja, auch die hohle Pseudo-SF gibt es noch. Aber eben auch neue, gute Sachen wie eben Dath.
Semantomorph: Mein Blog, meine Geschichten
Liest gerade: Kruschel: Das Universum nach Landau; Lansdale: Machos und Macheten

D9E: Das Haus der blauen Aschen | Die Seelen der blauen Aschen | Die Sonne der Seelen
Fieberglasträume | Tiefraumphasen | Gamer | biomAlpha

#9 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 10:07

Ich glaube nicht, dass Michael ein neues Label will. Er bemängelt eher, dass das Fandom die Bücher ohne Label ignoriert, statt sie einfach zu assimilieren.

Und ja, auch die hohle Pseudo-SF gibt es noch. Aber eben auch neue, gute Sachen wie eben Dath.

 

Da würde ich aber durchaus widersprechen. Das Fandom wozu wir Foristen hier ja wohl auch gehören ist sich der allermeisten Romanneuerscheinungen die SF enthalten oder sind  obwohl Sie nicht als solche beworben werden sehr wohl bewußt. Jedenfalls ist das meine Wahrnehmung. Ich dachte auch eher es wären Leute ausserhalb des Fandoms gemeint, die glauben wo SF draufstünde wäre bäh drin weil das doch das Genre ist wo diese komischen Männer in absurden Kostümen Bösewichte in anderen Kostümen immer vermöbeln. Oder das Genre wo der Sohn den ganzen Tag an der Playstation hängt und Aliens abballert. Oder dieser komische Typ mit den spitzen Ohren vorkam.

 

 

Na ja. Ich habe mich redlich bemüht aber Dath ist für mich persönlich zu weiten Teilen einfach unlesbar. Ich gehe davon aus Du hast mehr als bloß Pulsarnacht gelesen? ( Ein Roman der für Dathsche Verhältnisse ja noch halbwegs zugänglich ist )

Und dennoch ist selbst dieser schon ziemlich eigen zu nennen und polarisiert wie bei Amazo nachzulesen die Lesermeinungen durchaus. Wenn Dath der Maßstab sein soll für gute SF im Sinne des Iwoleit Artikels dann kann ich da nicht mitgehn. Das ist irgendwie schon wieder auf eine spezielle Weise typisch Deutsch weil einfach zu abgehoben, hochgestochen beinahe jegliche Bodenhaftung vermissen lassend. Wers verdauen kann, dem sei es ehrlich vergönnt aber ich lese da wirklich lieber Sachen wie D9E oder Star Trek.


Bearbeitet von Amtranik, 24 September 2015 - 10:08.


#10 Ender

Ender

    Giganaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIP
  • 617 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 24 September 2015 - 11:06

Mir persönlich sagt Daths Stil zwar auch nicht unbedingt zu, aber grundsätzlich finde ich es doch schön, dass es Leute wie ihn gibt. Die SF wird dadurch facettenreicher und spricht tatsächlich auch Leser abseits des alteingesessenen Fandoms an. Oder beispielsweise auch Tom Hillenbrands "Drohnenland" oder Houellebecqs "Unterwerfung".

Wenn solche Romane vom Verlag dann NICHT explizit mit dem "Science Fiction"-Label versehen werden, dann finde ich das nicht schlimm. Ich gehe davon aus, dass wir Fans trotzdem schon darauf aufmerksam werden.

Und es ist nunmal leider wirklich so, dass ein Aufdruck "Science Fiction" für Otto Normalverbraucher ein Ausschlusskriterium ist. Also muss man ihn dann eben unbemerkt heranführen... :biggrin2:

 

Lustig finde ich es z.B. immer, wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die ganz klar sagen: "Science Fiction interessiert mich nicht. Das ist doch alles Quatsch."

Aber dann stellt sich oft im Laufe des Gesprächs heraus, dass sie z.B. "Drohnenland" oder "Unterwerfung" oder "Der Circle" oder "Tribute von Panem" oder "Little Brother" mochten. Dass sie dabei SF gelesen haben, war ihnen nur nicht so richtig bewusst...


Bearbeitet von Ender, 24 September 2015 - 11:42.


#11 Naut

Naut

    Semantomorph

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3112 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt

Geschrieben 24 September 2015 - 11:17

Da würde ich aber durchaus widersprechen. Das Fandom wozu wir Foristen hier ja wohl auch gehören ist sich der allermeisten Romanneuerscheinungen die SF enthalten oder sind  obwohl Sie nicht als solche beworben werden sehr wohl bewußt. Jedenfalls ist das meine Wahrnehmung. Ich dachte auch eher es wären Leute ausserhalb des Fandoms gemeint, die glauben wo SF draufstünde wäre bäh drin weil das doch das Genre ist wo diese komischen Männer in absurden Kostümen Bösewichte in anderen Kostümen immer vermöbeln. Oder das Genre wo der Sohn den ganzen Tag an der Playstation hängt und Aliens abballert. Oder dieser komische Typ mit den spitzen Ohren vorkam.

Kein Widerspruch, das ist ja genau das, was Michael darstellt: Der Buchhandel und die Verlage möchten das Label SF nicht haben, weil es ein Verkaufskiller ist. Daher lassen sie es eben weg.
Sein Eindruck ist nun, dass damit aber viele Romane, die "hohe" Literatur sind und dazu noch SF-Elemente enthalten, vom Fandom abgelehnt werden - aus welchen Gründen auch immer. Er argumentiert, dass uns das Label aber eigentlich egal sein kann, denn wir wissen ja, was SF sein kann, auch ohne den Aufkleber. Er fordert, diese "High-SF" einfach ganz selbstverständlich einzugemeinden, statt die Autoren als Outsider zu markieren.

Ist ja auch egal, ob er damit jetzt Dath oder sonstwen meint, den Ansatz finde ich schon mal gut. Man kann ja beides lesen und mögen, also, ich zumindest.
Ender hat das schon ganz richtig verstanden.
Semantomorph: Mein Blog, meine Geschichten
Liest gerade: Kruschel: Das Universum nach Landau; Lansdale: Machos und Macheten

D9E: Das Haus der blauen Aschen | Die Seelen der blauen Aschen | Die Sonne der Seelen
Fieberglasträume | Tiefraumphasen | Gamer | biomAlpha

#12 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 11:53

Ich bin mir jetzt nicht sicher wo Du in Enders Beitrag ausmachst das er was verstanden hätte was ich nicht verstünde. Zunächst mal bin ich ganz deiner Meinung bezüglich der Bandbreite und Facetten. Auch ich gehöre zu den Lesern die beides immer wieder lesen und probieren. Seien es Serien wie D9E, Heliosphere oder Bücher wie zb. Georg Kochs Marsroman oder Hannes Steins hervorragender Parallelweltroman etc. Ich würde auch Ender bei Drohnenland zustimmen - für mich einer der stärksten SF Romane aus Deutschland die ich bisher gelesen habe. Allerdings würde ich diesen nie in einen Topf mit Dath werfen. Dath ist aufgrund seiner sprachlichen Eigenheiten schon ein Sonderfall in meinen Augen.

Aber darum geht es nun eigentlich auch gar nicht. Ich sehe es eben nicht so eideutig, daß das Fandom solche Romane ablehnt oder ignoriert. Es gibt eine Gruppe von Lesern die in Ihrem Biotop bleibt und beispeilsweise neben Ihrem Perry oder Ihren Millitary Ebookserien nicht nach rechts oder links schaun und Romane wie den jüngst im Feulleton zu unrecht so hoch gelobte Roman von Leif Randt "Planet Magnon" nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würden. Im Umkehrschluß gibt es aber genauso jene Gruppe, die müde lächelnd auf Produkte wie Perry Rhodan oder ähnliches herabsieht und nie im leben zu dieser Lektüre greifen würde. Ich sehe diese Gruppen als einigermaßen gleichberechtigt.

 

Man möge mir bitte Titel und Romane nennen die zu Unrecht ein Maueblümchendasein gefristet haben oder fristen, obwohl Sie doch ganz tolle SF sind und noch literarisch wertvoll. Die würden mich wirklich mal interessieren.



#13 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 4003 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Lahnstein

Geschrieben 24 September 2015 - 12:11

Man möge mir bitte Titel und Romane nennen die zu Unrecht ein Maueblümchendasein gefristet haben oder fristen, obwohl Sie doch ganz tolle SF sind und noch literarisch wertvoll. Die würden mich wirklich mal interessieren.

 

Das fehlt generell bei dem Artikel. Literaturbeispiele bzw. -listen, die das geschriebene untermauern bzw. veranschaulichen und zwar nicht an einem einzelnen Beispiel.

Generell wäre es schön die Diskussion zu Michaels Artikel abzutrennen, ich denke, die hat einen eigenen Thread verdient.



#14 Ender

Ender

    Giganaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIP
  • 617 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 24 September 2015 - 12:13

Drohnenland [...]    Allerdings würde ich diesen nie in einen Topf mit Dath werfen. Dath ist aufgrund seiner sprachlichen Eigenheiten schon ein Sonderfall in meinen Augen.

In einen Topf würde ich sie nur in dem Sinne werfen, dass durch beide auch Leser angesprochen werden, die normalerweise keine SF lesen.

Ansonsten sind sie sicher grundverschieden, das ist keine Frage.



#15 Naut

Naut

    Semantomorph

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3112 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt

Geschrieben 24 September 2015 - 12:16

Ich bin mir jetzt nicht sicher wo Du in Enders Beitrag ausmachst das er was verstanden hätte was ich nicht verstünde.

Habe ich nicht behauptet. Ich habe gemeint, dass Ender den Artikel von Michael so interpretiert hat, wie ich ihn auch verstehe.

Ich würde auch Ender bei Drohnenland zustimmen - für mich einer der stärksten SF Romane aus Deutschland die ich bisher gelesen habe. Allerdings würde ich diesen nie in einen Topf mit Dath werfen. Dath ist aufgrund seiner sprachlichen Eigenheiten schon ein Sonderfall in meinen Augen.

Häng Dich nicht so an Dath. Ender hat da schon ein paar mehr Beispiele gebracht.

Aber darum geht es nun eigentlich auch gar nicht.

Genau.

Ich sehe es eben nicht so eideutig, daß das Fandom solche Romane ablehnt oder ignoriert. Es gibt eine Gruppe von Lesern die in Ihrem Biotop bleibt und beispeilsweise neben Ihrem Perry oder Ihren Millitary Ebookserien nicht nach rechts oder links schaun und Romane wie den jüngst im Feulleton zu unrecht so hoch gelobte Roman von Leif Randt "Planet Magnon" nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würden. Im Umkehrschluß gibt es aber genauso jene Gruppe, die müde lächelnd auf Produkte wie Perry Rhodan oder ähnliches herabsieht und nie im leben zu dieser Lektüre greifen würde. Ich sehe diese Gruppen als einigermaßen gleichberechtigt.
 
Man möge mir bitte Titel und Romane nennen die zu Unrecht ein Maueblümchendasein gefristet haben oder fristen, obwohl Sie doch ganz tolle SF sind und noch literarisch wertvoll. Die würden mich wirklich mal interessieren.

Da müsste man tatsächlich mal Michael fragen, was ihm dazu einfällt.

Ich aber beobachte immer mal wieder, dass manchen Romanen zu hohe Komplexität oder Brüche vermeintlicher Konventionen vorgeworfen werden - oft sicher, ohne dass dem Kritiker diese Konventionen bewusst sind. Das reicht von einem falschen, aber über Jahrzehnte geprägten Verständnis von Naturwissenscahften, über normierte Geschlechter- und Rollenklischees bis zu Handlungsmustern, die so erwartet werden. Ich sage nicht, dass Krimileser da offener wären - das sind sie nicht. Aber nervig finde ich das schon, dass manche SF-Leser zwar einerseits für sich die inhaltliche Offenheit behaupten, denn sie wollen ja über exotische Aliens lesen, andererseits dann aber ein Problem bekommen, bloß weil der Protagonist schwul ist oder keinen amerikanischen Vornamen hat.
Semantomorph: Mein Blog, meine Geschichten
Liest gerade: Kruschel: Das Universum nach Landau; Lansdale: Machos und Macheten

D9E: Das Haus der blauen Aschen | Die Seelen der blauen Aschen | Die Sonne der Seelen
Fieberglasträume | Tiefraumphasen | Gamer | biomAlpha

#16 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 8037 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Zürich

Geschrieben 24 September 2015 - 12:19

Ich stimme Michaels Analyse weitgehend zu. Wenn man sich in der Gegenwartsliteratur umschaut – von Michel Faber und Michel Houllebecq über Vladimir Sorikin und Thomas Pynchon bis Dietmar Dath und Leif Randt –, dann wimmelt es nur so von hochgelobten Nicht-Genre-Autoren, die sich SF-Motive bedienen und das Genre teilweise auch sehr gut kennen (Houllebecq etwa ist zwar ein Trottel, kennt die Tradition der literarischen Utopie aber offensichtlich sehr gut. Pynchon ist ohnehin sehr genrebewandert). Es sind Werke, die zwar SF sind, aber nicht als SF verkauft werden (in meiner eigenen Terminologie: Sie gehören dem SF-Modus, nicht aber dem SF-Genre an).

 

Wenn dieses Forum in irgendeiner Weise repräsentativ ist für das deutsche Fandom, kann ich auch seinen zweiten Punkt bestätigen: Viele SF-Leser scheinen nicht sonderlich daran interessiert, ausserhalb ihres Gärtleins zu lesen. Das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn nicht gleichzeitig der Mythos gepflegt würde, dass das böse literarische Establishment SF nicht ernst nimmt. Ich fand die Reaktionen in diesem Thread zu einem Artikel von Günther Hack in der FAZ sehr aufschlussreich. Mit seiner eigentlichen Argumentation – der ich keineswegs voll zustimme –, setzte sich so gut wie niemand auseinander. Dass hier ein Autor in der FAZ – und für einmal nicht Dietmar Dath – SF wirklich ernst nahm, schien niemand zu bemerken. Stattdessen wurde das Ganze schnell auf die Frage reduziert, ob sich diese "neue SF" verkaufen würde. Nicht nur scheint es vielerorts kein Interesse an Nicht-Genre-Literatur zu geben, vielen scheint auch nicht recht wohl dabei, wenn das Feuilleton SF tatsächlich ernst nimmt.


Bearbeitet von simifilm, 24 September 2015 - 19:38.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zum SF-Film gibt es in diesem Buch, alles zur literarischen Phantastik gibt es in diesem Buch.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#17 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 8037 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Zürich

Geschrieben 24 September 2015 - 12:23

 

Man möge mir bitte Titel und Romane nennen die zu Unrecht ein Maueblümchendasein gefristet haben oder fristen, obwohl Sie doch ganz tolle SF sind und noch literarisch wertvoll. Die würden mich wirklich mal interessieren.

Under the Skin von Michel Faber, das Meiste von Thomas Pynchon, je nach Ansicht Kurt Vonnegut (will heissen: Vonnegut hat Jahre damit gekämpft, das Label SF loszuwerden. Inwieweit er heute noch als Genre-Autor wahrgenommen wird oder nicht, dürfte stark variieren. In den USA dürfte er schon seit längerem ein kanonischer Autor sein, und sei es auch nur wegen Slaughterhouse-Five. Wie er in Deutschland wahrgenommen wird, kann ich nicht wirklich beurteilen).


Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zum SF-Film gibt es in diesem Buch, alles zur literarischen Phantastik gibt es in diesem Buch.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#18 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 12:59

Under the Skin von Michel Faber, das Meiste von Thomas Pynchon, je nach Ansicht Kurt Vonnegut (will heissen: Vonnegut hat Jahre damit gekämpft, das Label SF loszuwerden. Inwieweit er heute noch als Genre-Autor wahrgenommen wird oder nicht, dürfte stark variieren. In den USA dürfte er schon seit längerem ein kanonischer Autor sein, und sei es auch nur wegen Slaughterhouse-Five. Wie er in Deutschland wahrgenommen wird, kann ich nicht wirklich beurteilen).

 

Und das habe ich hier im Forum zumindest anders wahrgenommen. Michel Faber jetzt weniger aber ich erinnere mich gut das Pynchon durchaus zur Sprache gebracht wurde. Vonnegut auch.

 

Immer wieder kommt es darüberhinaus vor das Autorennamen in den Ring geworfen werden die jetzt nicht unbedingt sofort mit dem SF Genre assoziiert werden. Das ist doch eher ein Widerspruch zur Iwoleit These und dem was Du sagst.

Den Hack Artikel, hmm da erinnere ich mich noch gut dran, allerdings wäre ich jetzt nicht zu deiner Analyse gekommen, dein Fazit überrascht mich durchaus. Ich persönlich muss zb nicht explicit jubeln wenn SF im Feulleton besprochen wird, es ist für mich naheliegend - gerade weil die allgemeine Bedeutung von SF und Phantastik Themen doch eigentlich sehr hoch sind auch wenn Sie wie mehrfach erwähnt wurde mittlerweile in gewissen Kreisen nicht mehr unter diesem Namen firmiert. Sie sind aber sehr präsent. Houllebeq wurde auch hier besprochen.



#19 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 8037 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Zürich

Geschrieben 24 September 2015 - 13:21

Und das habe ich hier im Forum zumindest anders wahrgenommen. Michel Faber jetzt weniger aber ich erinnere mich gut das Pynchon durchaus zur Sprache gebracht wurde. Vonnegut auch.

 

Kommt wohl darauf an, was man unter zur "Sprache kommen" versteht. Dass z.B. molo mal Pynchon erwähnt hat, glaube ich gerne. Dass daraus eine Diskussion wurde, an der sich mehr als zweieinhalb Nasen beteiligt hätten, wäre mir nicht bekannt.

 

 

Den Hack Artikel, hmm da erinnere ich mich noch gut dran, allerdings wäre ich jetzt nicht zu deiner Analyse gekommen, dein Fazit überrascht mich durchaus. Ich persönlich muss zb nicht explicit jubeln wenn SF im Feulleton besprochen wird, es ist für mich naheliegend - gerade weil die allgemeine Bedeutung von SF und Phantastik Themen doch eigentlich sehr hoch sind auch wenn Sie wie mehrfach erwähnt wurde mittlerweile in gewissen Kreisen nicht mehr unter diesem Namen firmiert. Sie sind aber sehr präsent. 

 

Von Jubeln habe ich auch nichts gesagt. Für mich kam in dem Thread nicht nur eine deutliche Abwehrhaltung zum Ausdruck, mir schien auch, dass sich viele einen Diskurs, wie er im Feuilleton oft geführt wird, offensichtlich nicht gewohnt sind. Dass man Literatur zuerst einmal als kulturelles Artefakt versteht, das mit der Kultur, in der es entstanden ist, im Austausch steht, schien für viele ein sehr befremdlicher Gedanke. Weshalb man sich dann auch schnell auf eine rein wirtschaftliche Perspektive beschränkte.

 

 

Houllebeq wurde auch hier besprochen.

 

Ich möchte mich ja nun wirklich nicht zum Anwalt von Houellebecq machen, den ich allenfalls in einer gewissen morbiden Weise interessant finde, aber definitiv nicht für einen guten Autor halte. Wenn ich im Forum nach seinem Namen suche, kommen zwar einige Threads hervor, aber auf die Schnelle sehe ich aber keinen, in dem die Beschäftigung mit ihm über die Nennung seines Namens in einem oder zwei Posts hinausgeht. Eine echte Diskussion kann ich nirgends entdecken.

 

Wie bereits geschrieben: Ich habe damit an sich keine Probleme. Was mich stört, ist, dass diese Mauerhaltung oft mit der Klage darüber einhergeht, dass die SF nicht angeblich ernst genommen würde.


Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zum SF-Film gibt es in diesem Buch, alles zur literarischen Phantastik gibt es in diesem Buch.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#20 Pogopuschel

Pogopuschel

    Temponaut

  • Fantasyguide Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 4585 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Hilgert

Geschrieben 24 September 2015 - 13:22

Immer wieder kommt es darüberhinaus vor das Autorennamen in den Ring geworfen werden die jetzt nicht unbedingt sofort mit dem SF Genre assoziiert werden. Das ist doch eher ein Widerspruch zur Iwoleit These und dem was Du sagst.

 

Wobei es doch immer die gleichen Leute sind, die solche Namen nennen und deren Bücher gelegentlich empfehlen, während der Rest (bis auf ein paar mutige Ausnahmen) meist in vertrauten Lesegefilden verbleibt (was kein Vorwurf sein soll, jeder soll so lesen, wie es ihm oder ihr Spaß macht). So zumindest mein Eindruck. Mir ist das in den letzten Jahren bei so einigen Titeln aufgefallen, die in allgemeinen Reihen erschienen sind, bei denen es sehr lange gedauert hat, bis mal ein paar Foristen auf sie aufmerksam wurden (wie z. B. "Die Landkarte der Zeit" von Felix J. Palma, das ich immer wieder gerne als Beispiel bringe).



#21 lapismont

lapismont

    Elfverhaut

  • Fantasyguide Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9230 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben 24 September 2015 - 13:27

Ich habe auch das Gefühl (für Simi: ganz ohne empirische Daten), dass im SF-Fandom die Jagdreviere eng und klassisch abgesteckt sind. Da gibt es den Perry-Wald, die englische Büchersee, die Kleinverlagsfan-Tundra und die Klassikerheide. 

Der Feuilliton-Dschungel wird eher gemieden.

 

Mir fällt es schwer, in den Foren etwas zu empfehlen, weil es meist keinerlei Resonnanz darauf gibt. Kann man nix machen, entweder liegts an mir oder tatsächlich an Desinteresse oder einfach an Foren-Abwesenheit.

 

Ich bin froh über die Vielfalt deutschsprachiger SF, habe in diesem Jahr erstaunliche 13 Neuerscheinungen gelesen und eigentlich ziemlich querbeet,

 

Dath war trotzdem der Beste  :devil:


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Fantasyguide
Saramee
Montbron-Blog

#22 Nadine

Nadine

    Illuminaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIP
  • 816 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Wetter

Geschrieben 24 September 2015 - 13:54

 

Mir fällt es schwer, in den Foren etwas zu empfehlen, weil es meist keinerlei Resonnanz darauf gibt. Kann man nix machen, entweder liegts an mir oder tatsächlich an Desinteresse oder einfach an Foren-Abwesenheit.

 

Oder es fehlt der "Zustimmen"-Knopf. Ich lese gerne Empfehlungen und Rezis, komme mir meistens doof vor, wenn ich nur ein "Klingt gut!" hinschreibe.


Europa ist nicht nur ein Kontinent.

D9E - Skolopendra erwartet euch

#23 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 14:03

Ich habe auch das Gefühl (für Simi: ganz ohne empirische Daten), dass im SF-Fandom die Jagdreviere eng und klassisch abgesteckt sind. Da gibt es den Perry-Wald, die englische Büchersee, die Kleinverlagsfan-Tundra und die Klassikerheide. 

Der Feuilliton-Dschungel wird eher gemieden.

 

Mir fällt es schwer, in den Foren etwas zu empfehlen, weil es meist keinerlei Resonnanz darauf gibt. Kann man nix machen, entweder liegts an mir oder tatsächlich an Desinteresse oder einfach an Foren-Abwesenheit.

 

Ich bin froh über die Vielfalt deutschsprachiger SF, habe in diesem Jahr erstaunliche 13 Neuerscheinungen gelesen und eigentlich ziemlich querbeet,

 

Dath war trotzdem der Beste  :devil:

 

Na ja Ralf. Dann sind wir beide zumindest schon mal die rühmliche Ausnahme  Denn wir lesen ja aus all diesen Bereichen. Wobei ich nicht im englischen Lesen kann aber die Übersetzten Neuerscheinungen regelmäßig lese.

 

Aber ich mag das wirklich niemandem vorwerfen wenn er bei seinem bevorzugten Lesestoff bleibt. Und leider könnte ich aus Erfahrung sagen das so manch einer bestätigt werden würde wenn er denn mal literarisch angehauchte Phantastik probierte. Das ist halt teilweise schon sehr weit weg von der gängigen Wahre und muss weiß Gott nicht jedem gefallen.  Meine Erfahrungen damit sind auch durchaus durchwachsen. Manches hat meine Welt durchaus sehr bereichert und bei anderem wurden Vorurteile bestätigt oder zumindest Zeit vertan. Man könnte ja genauso argumentieren das gewisse Leute sich um die Kleinverlagszene oder Serien wie die hier im Forum entstandene D9E und andere nicht scheren weil das Vorurteil gepflegt wird, das sei alles eh nur schrott. Ich dürfte ja mal in Richtung Simi fragen der ja immer gern gleich zur Stelle ist wenn es darum geht eine Meinung wie die von ihm oben bestätigte zu verteten, wann er das letzte mal einen Genreroman ala Perry Rhodan, Star Trek, Star Wars oder D9E gelesen hat oder überhaupt schon mal. Ich will Dir damit nichts Simi, das möchte ich zudem sofort betonen aber wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen.



#24 lapismont

lapismont

    Elfverhaut

  • Fantasyguide Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9230 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben 24 September 2015 - 14:12

Oder es fehlt der "Zustimmen"-Knopf. Ich lese gerne Empfehlungen und Rezis, komme mir meistens doof vor, wenn ich nur ein "Klingt gut!" hinschreibe.

interessanter Hinweis. Vielleicht sollte ich im Fantasyguide sowas einbauen, dann hätte man zumindest eine zusätzliche Feeedbackmöglichkeit, wenn auch komplett anonym


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Fantasyguide
Saramee
Montbron-Blog

#25 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 14:12

In einen Topf würde ich sie nur in dem Sinne werfen, dass durch beide auch Leser angesprochen werden, die normalerweise keine SF lesen.

Ansonsten sind sie sicher grundverschieden, das ist keine Frage.

Ok. Ja sehe ich auch so.



#26 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 8037 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Zürich

Geschrieben 24 September 2015 - 14:16

Ich dürfte ja mal in Richtung Simi fragen der ja immer gern gleich zur Stelle ist wenn es darum geht eine Meinung wie die von ihm oben bestätigte zu verteten, wann er das letzte mal einen Genreroman ala Perry Rhodan, Star Trek, Star Wars oder D9E gelesen hat oder überhaupt schon mal. Ich will Dir damit nichts Simi, das möchte ich zudem sofort betonen aber wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen.

 

Du setzt jetzt Genreroman mehr oder weniger mit zeitgenössischer Franchise gleich, was ich keinesfalls tun würde. Von den genannten Titeln habe ich in der Tat nichts gelesen, aber an mehr oder weniger klassischen Genreautoren doch so einiges. 

 

Ich sehe übrigens nicht ganz, in welchem Glashaus ich sitzen sollte. Ich kritisiere eine bestimmte Haltung, nämlich darüber zu klagen, dass SF angeblich nicht ernst genommen würde und dabei nicht zu merken, dass überall SF geschrieben wird. Das Umgekehrte wäre dann wohl, über SF generell die Nase zu rümpfen und nicht zu merken, dass man schon die ganze Zeit SF liest. Und ich glaube das kann man mir schlecht vorwerfen.


Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zum SF-Film gibt es in diesem Buch, alles zur literarischen Phantastik gibt es in diesem Buch.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#27 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 14:31

Du setzt jetzt Genreroman mehr oder weniger mit zeitgenössischer Franchise gleich, was ich keinesfalls tun würde. Von den genannten Titeln habe ich in der Tat nichts gelesen, aber an mehr oder weniger klassischen Genreautoren doch so einiges. 

 

 

 

Aber wo willst Du dann genau die Grenze ziehn? Was ist ein Genreroman und was nicht. Von gleichsetzen ist gar keine Rede. Ich hab jetzt Serien genommen. Man könnte auch Dirk van den Booms Tentakelromane nennen oder andere. Star Trek und Star Wars ist halt klassischerweise das was in heutigen Buchläden im einzig vorhandenen Science-Fiction Regal so steht.

 

Das Problem ist ja auch in Zeiten ohne Label bzw falschem Label ( Thriller, Krimi etc. ) wer ist Genreautor und wer nicht. Das ist nicht immer so einfach zu beantworten wie bei einem Andreas Brandhorst zb oder einem Tom Hillenbrand.

 

Was ist mit Leuten wie Frank Schätzing, Andreas Eschbach?

 

Mir fehlen hier wirklich die einschneidenden Beispiele. Georg Koch, Hannes Stein, Markus Orths werden von mir und auch anderen durchaus zur Kenntnis genommen. Mir ist da egal in welche Schublade man die Leute tut. Oder Leif Randt gilt sicher gemeinhin nicht als SF Autor, obwohl er das selber wohl gar nicht mal ungern sähe aber er ist für den DSFP relevant - genau wie die vorher genannten. Aber bestimmte Leute würden "Die Zukunft des Mars" oder auch "Planet Magnon" auch dann scheisse finden und ablehnen wenn Sie von Brandhorst Jeschke oder sonst einem anerkannten Genre Autoren geschrieben worden wären. Das hat nichts damit zu tun ob die Romane mit SF gelabelt sind oder nicht.

 

Letztlich muss man auch irgendwo eine Auswahl treffen. Der Sub steigt immer weiter es gibt mehr Lesestoff als Lesezeit und im zweifel bleiben die Leute bei bewährtem. Erst recht wenn eventuell bei einem Ausflug über die Grenzen hinaus so ein langweiler aus Sie wartet wie zb Planet Magnon. Ich könnte niemandem verdenken der danach sagen würde das er sowas nie wieder in die Hand nehmen will weil das nix für ihn ist.


Bearbeitet von Amtranik, 24 September 2015 - 14:32.


#28 Naut

Naut

    Semantomorph

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3112 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt

Geschrieben 24 September 2015 - 14:45

Am, Du bist bestimmt auch nicht Adressat der formulierten Kritik. Du liest erwiesenermaßen breit gefächert.

Simi schreibt ja auch, dass es eher um Leute geht, die sich vom etablierten Kulturbetrieb ausgeschlossen fühlen, selbst aber einen Gutteil der SF-Produktion ignorieren. Das geht irgendwie nicht gut gleichzeitig.
Semantomorph: Mein Blog, meine Geschichten
Liest gerade: Kruschel: Das Universum nach Landau; Lansdale: Machos und Macheten

D9E: Das Haus der blauen Aschen | Die Seelen der blauen Aschen | Die Sonne der Seelen
Fieberglasträume | Tiefraumphasen | Gamer | biomAlpha

#29 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 8037 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Zürich

Geschrieben 24 September 2015 - 14:47

Aber wo willst Du dann genau die Grenze ziehn? Was ist ein Genreroman und was nicht. Von gleichsetzen ist gar keine Rede. Ich hab jetzt Serien genommen. Man könnte auch Dirk van den Booms Tentakelromane nennen oder andere. Star Trek und Star Wars ist halt klassischerweise das was in heutigen Buchläden im einzig vorhandenen Science-Fiction Regal so steht.

 

Das Problem ist ja auch in Zeiten ohne Label bzw falschem Label ( Thriller, Krimi etc. ) wer ist Genreautor und wer nicht. Das ist nicht immer so einfach zu beantworten wie bei einem Andreas Brandhorst zb oder einem Tom Hillenbrand.

 

Was ist mit Leuten wie Frank Schätzing, Andreas Eschbach?

 

Ich denke, wirklich unklar ist das eigentlich nicht in allzu vielen Fällen. 

 

Also, du willst wissen, was ich an Genre-Autoren gelesen habe? Ok, mal auf die Schnelle: An Klassikern oder nicht mehr ganz aktuellen Autoren wären da zu nennen Burroughs, Asimov, Heinlein, Clarke, Bradbury, Dick, Delany, Bester, Pohl, Disch. An aktuelleren Eschbach, Robinson, Scott Gard, Gibson. So, und jetzt?


Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zum SF-Film gibt es in diesem Buch, alles zur literarischen Phantastik gibt es in diesem Buch.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild

  • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
  • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
  • • (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
  • • (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!

#30 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 6028 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Harzheim/Eifel

Geschrieben 24 September 2015 - 14:52

Ich denke, wirklich unklar ist das eigentlich nicht in allzu vielen Fällen. 

 

Also, du willst wissen, was ich an Genre-Autoren gelesen habe? Ok, mal auf die Schnelle: An Klassikern oder nicht mehr ganz aktuellen Autoren wären da zu nennen Burroughs, Asimov, Heinlein, Clarke, Bradbury, Dick, Delany, Bester, Pohl, Disch. An aktuelleren Eschbach, Robinson, Scott Gard, Gibson. So, und jetzt?

 

Das weiß ich auch nicht.





Auf dieses Thema antworten



  


Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0