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Michael Iwoleit - Die neue Annäherung von Science Fiction und Literatur


100 Antworten in diesem Thema

#61 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 04 October 2015 - 16:43

Inwiefern?

 

Ist doch nicht schwer zu verstehn. Ralf hält so Sachen wie D9E eigentlich für schlechte SF und wer nicht ausserhalb des SF Labels sucht wird nicht nur keine Perlen finden sondern viel Schrott lesen.

 

Eine Meinung die ich im übrigen nicht teile.



#62 Gast_Guido Latz_*

Gast_Guido Latz_*
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Geschrieben 04 October 2015 - 16:47

So habe ich Ralf in dem Fall nicht verstanden. Sonst hätte er nicht 9 Bände gekauft und gelesen von D9E. In dem Fall glaube ich eher, dass er das so sieht, dass es seiner Meinung nach keinen Fortschritt in der Handlung gibt.


Bearbeitet von Guido Latz, 04 October 2015 - 16:47.


#63 lapismont

lapismont

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Geschrieben 04 October 2015 - 17:01

Inwiefern?

Meiner Erfahrung nach sind SF-Regale in Standard-Buchhandlungen angefüllt mit Meterware, Klassikern und gehypten Werken. Die Hälfte davon sind reine Clone, deren SF-Anteil sich auf das Erwähnen von Raumschiffen, Aliens oder Laserwaffen beschränkt.

Die Hälfte davon sind eigentlich ganz normale Abenteuergeschichten. Wäre SF ein Siegel, flögen sie im hohen Bogen  in eine andere Abteilung. Zu Walter Scott, Konsalik und Ian Fleming.

:devil:

 

Und Amtranik, soviel Schrott ist da gar nicht. Nur sehr viel Mittelmaß.

 

D9E braucht nicht mehr Handlung, sondern einen Fokus.


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#64 valgard

valgard

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Geschrieben 04 October 2015 - 17:20

Eigentlich sollte es eine große Auswahl ja leichter machen, das eigene Spektrum zu erweitern.

 


Bei diesem Satz stimmt was nicht. Zumindest verstehe ich ihn nicht.

Die Ansprüche an die eigene Arbeit sind eben nicht bei allen gleich.

 

Eine große Auswahl ist unübersichtlicher und mir entgeht mehr.
Das war aber früher ebenso.

Mein Spektrum zu erweitern habe ich keine Probleme, da ich schon weiß wo ich suche.
Nur manchmal reicht die Zeit nicht und man verzettelt sich dort...

 

Was ich noch alles lesen werde darauf freue ich mich schon.
Auch wenn ich weiß das mir vieles entgehen wird.



#65 T.H.

T.H.

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Geschrieben 04 October 2015 - 17:26

Kann es sein, dass Michael Iwoleit dann doch was anderes meint? Ich befürchte, der SF-Serien-Leser ist genau sein "Feindbild" - der Mensch, der eben nicht bereit ist, über den Tellerrand zu schauen. Anders herum ist es kein Manko, eben auch geliebte Serien zu konsumieren, warum auch nicht, aber sich halt nicht darauf zu beschränken.

Inzwischen hat eben der vor Kurzem noch viel gescholtene Mainstream die SF für sich entdeckt und dies sogar in einer hohen Qualität. Nur leider nimmt "das" SF-Fandom das nicht wahr, SO habe ich Micha Iwoleit verstanden, und an der Stelle würde ich ihm gern widersprechen, bzw,. ihn fragen, ob das wirklich so gemeint ist? 

"Das" SF-Fandom gibt es bei genauerer Betrachtung nicht, von daher wäre so eine Pauschalisierung unzulässig; und wenn man sich gerade hier im Forum umschaut, begegnet man sehr oft diesen vermeintlich missachteten Perlen ja...


Phantastische Grüße,
Thomas

...meine "Phantastischen Ansichten" gibt's hier.
Auf FB zu finden unter phantasticus

(Hinweis: Derzeit keine Internetrepräsentanz meiner Bilder; schade eigentlich...)


#66 HMP

HMP

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Geschrieben 04 October 2015 - 17:30

Nur manchmal reicht die Zeit nicht und man verzettelt sich dort...

 

Eben!

 

Ich bin - wie andere ganz sicher auch! - beruflich sehr eingespannt. Und mein Beruf hat so gar nichts mit SF - oder Phantastik überhaupt - zu tun. Hätte ich nun ein anderes Hobby als Schreiben (von Phantastik) zum Beispiel ... schreinern und würde das so intensiv betreiben, dann hätte ich in meiner Freizeit sicher besseres zu tun, als mich in Foren, auf FB, auf Phantastik-Cons usw. herumzutreiben, um mir meinen Lieblingslesestoff zu besorgen. Mal kurz in die Buchhandlung, mal kurz ins Internet. Viel Zeit für Suche und Recherche würde ich da nicht opfern. Was nicht abwertend gegenüber dem Genre zu verstehen ist oder an mangelnder Bereitschaft, meinen Horizont zu erweitern, liegt.

 

Ja, Ralf, ich würde dort auf das von die genannte Regal stoßen. Ob in echt oder in vituell. Und dort zugreifen. Mehr Zeit habe ich leider nicht.

 

Label dienen vielen eben nicht als Siegel, sondern als Orientierungshilfe. Die können wir ihnen natürlich aus Gründen verweigern, die jeder selbst für sich haben mag.


Bearbeitet von HMP, 04 October 2015 - 17:32.

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Rettungskreuzer Ikarus

Die 9. Expansion


#67 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 04 October 2015 - 18:58

 

Inzwischen hat eben der vor Kurzem noch viel gescholtene Mainstream die SF für sich entdeckt und dies sogar in einer hohen Qualität. Nur leider nimmt "das" SF-Fandom das nicht wahr, SO habe ich Micha Iwoleit verstanden, und an der Stelle würde ich ihm gern widersprechen, bzw,. ihn fragen, ob das wirklich so gemeint ist? 

"Das" SF-Fandom gibt es bei genauerer Betrachtung nicht, von daher wäre so eine Pauschalisierung unzulässig; und wenn man sich gerade hier im Forum umschaut, begegnet man sehr oft diesen vermeintlich missachteten Perlen ja...

 

Genau so ist auch meine Meinung dazu. Und ich denke schon das es wie ich schon weiter vorne erwähnte, Leuten nicht zusteht sich zu beklagen andere würde Ihre bevorzugte Lektüre nicht genug wahrnehmen oder würdigen, wenn Sie gleichzeitig Naserümpfend SF Romane aus den Labelregalen abwertend vorverurteilen und Ihnen etwas abverlangen was ein großteil der interessierten Genreleser doch eigentlich gar nicht lesen will. Insofern empfinde ich den weiter oben verlinkten Kommentar von Ralf als Exotenmeinung. Jeder soll seinen Dath lesen der damit was anfangen kann aber genausogut sollte man auch zur Kenntnis nehmen das die Mehrheit der Leser das was Du Ralf dort kritisierst aber gut finden. Woher ich das weiß? Solche Sachen werden gekauft und gelesen. Serien Dathscher Prägung oder wie auch immer man das was Du Dir von einer "neuen SF-Serie" erwartest gibt es nicht auf dem Markt. Und das hat seinen Grund.

Kaum jemand will das lesen. Die wenigen greifen dann im Zweifel auch im Mainstreamregal nach einem Dath, Orths, Klein, Politycki und schmähen Naserümpfend das SF Regal wo diese Serien SF stehn würde.


Bearbeitet von Amtranik, 04 October 2015 - 18:59.


#68 simifilm

simifilm

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Geschrieben 04 October 2015 - 19:23

Solche Sachen werden gekauft und gelesen.


Das scheint bei solchen Diskussionen ja immer das Totschlag-Argument zu sein. Dazu kann ich nur sagen: Mich interessiert nicht die Bohne, wie viele etwas kaufen. Mich interessiert, ob mich etwas qualitativ überzeugt. Das ist bei SF nicht anders als bei anderer Literatur oder bei Filmen, Musik, Essen oder Notebooks. Was nützt es mir, wenn Millionen irgend etwas kaufen, das mich im besten Falle langweilt?


Signatures sagen nie die Wahrheit.

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#69 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 04 October 2015 - 19:38

Das scheint bei solchen Diskussionen ja immer das Totschlag-Argument zu sein. Dazu kann ich nur sagen: Mich interessiert nicht die Bohne, wie viele etwas kaufen. Mich interessiert, ob mich etwas qualitativ überzeugt. Das ist bei SF nicht anders als bei anderer Literatur oder bei Filmen, Musik, Essen oder Notebooks. Was nützt es mir, wenn Millionen irgend etwas kaufen, das mich im besten Falle langweilt?

Sicher und das ist ja auch dein gutes Recht. Und darin sind wir beide uns auch gar nicht uneinig. Dennoch sollte man die Augen nicht vor den Realitäten verschliessen und etwas fordern/einfordern das einfach so nicht umsetzbar ist. Und ganz wichtig auch:  man sollte keinesfalls so üerheblich sein und ignorieren das die Leser welche die mehrheitlich verkaufte SF lesen nicht genauso viel Spaß an Ihrer Lektüre haben wie Du an deiner und im Umkehrschluß wohlmöglich ähnlich gelangweilt sind und sich ähnlich nicht die Bohne für Romane interessieren die Du gerne lesen möchtest. Dennoch wird das doch von Herrn Iwoleit mit einer gewissen Überheblichkeit in seinem Essay gefordert und Du hast dich ähnlich positioniert. Wenn Du dich nicht die Bohne dafür interessierst was die Mehrheit liest, warum sollte die Mehrheit sich deiner Meinung nach und vor allem wie von einer Minderheit überzeugen lassen in Ihren Augen wohlmöglich langweilige und unverständliche Literarische Experimente zu konsumieren wenn Sie doch eigentlich was anderes wollen?



#70 simifilm

simifilm

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Geschrieben 04 October 2015 - 19:52

Sicher und das ist ja auch dein gutes Recht. Und darin sind wir beide uns auch gar nicht uneinig. Dennoch sollte man die Augen nicht vor den Realitäten verschliessen und etwas fordern/einfordern das einfach so nicht umsetzbar ist. Und ganz wichtig auch:  man sollte keinesfalls so üerheblich sein und ignorieren das die Leser welche die mehrheitlich verkaufte SF lesen nicht genauso viel Spaß an Ihrer Lektüre haben wie Du an deiner und im Umkehrschluß wohlmöglich ähnlich gelangweilt sind und sich ähnlich nicht die Bohne für Romane interessieren die Du gerne lesen möchtest. Dennoch wird das doch von Herrn Iwoleit mit einer gewissen Überheblichkeit in seinem Essay gefordert und Du hast dich ähnlich positioniert. Wenn Du dich nicht die Bohne dafür interessierst was die Mehrheit liest, warum sollte die Mehrheit sich deiner Meinung nach und vor allem wie von einer Minderheit überzeugen lassen in Ihren Augen wohlmöglich langweilige und unverständliche Literarische Experimente zu konsumieren wenn Sie doch eigentlich was anderes wollen?

Die Mehrheit muss sich überhaupt nicht überzeugen lassen; es reicht, wenn sich einige wenige Engagierte (und Talentierte) das Ziel setzen, etwas zu machen, was über das, was ohnehin gemacht wird, hinausreicht.

 

Den Mainstream gibt es in jedem Fall. Er braucht niemanden, der ihn antreibt und unterstützt.


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#71 Amtranik

Amtranik

    Hordenführer

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Geschrieben 05 October 2015 - 02:35

Die Mehrheit muss sich überhaupt nicht überzeugen lassen; es reicht, wenn sich einige wenige Engagierte (und Talentierte) das Ziel setzen, etwas zu machen, was über das, was ohnehin gemacht wird, hinausreicht.

 

Den Mainstream gibt es in jedem Fall. Er braucht niemanden, der ihn antreibt und unterstützt.

 

Im Iwoleit Beitrag wird aber doch bemängelt das Fandom würde Mehrheitlich bestimmte Werke nicht zur Kenntnis nehmen und wie schlimm er das findet und Du pflichtest ihm bei. Nun reichen Dir also doch einige wenige engagierte?

Wobei mich dieser Einschub "engagiert" und "talentiert" schon wieder stört, weil dadurch ganz klar suggeriert werden soll die einen wären besser als die anderen. Glaubst Du nicht die vielen Trek Fans da draußen wären in Ihrem Hobby genauso engagiert? Und glaubst Du nicht das viele talentierte Leute da mitarbeiten? Wie im übrigen bei allen anderen sich gut verkaufenden SF Werken auch. Die Autoren von D9E und Ihr Herausgeber - sind die nicht engagiert und talentiert? Die Leute vom Crosscult Verlag die viel beliebte Serien SF in Romanform den Fans näherbringen. Claudia Kern und Andreas Suchanek, die ganz alleine eine Ebookserie in der jeden Monat ein neuer Teil erscheint auf die Beine gestellt haben die sich auch verkauft. Ist denn im Umkehrschluss, wennn Du schon von Totschlagargument sprichst dein Totschlagargument das alles was sich gut verkauft nur minderwertiger Schrott sein kann der langweilige Stereotypen bedient? Ihr macht euch das immer wieder viel zu einfach.


Bearbeitet von Amtranik, 05 October 2015 - 02:40.


#72 valgard

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Geschrieben 05 October 2015 - 03:10

Im Iwoleit Beitrag wird aber doch bemängelt das Fandom würde Mehrheitlich bestimmte Werke nicht zur Kenntnis nehmen und wie schlimm er das findet und Du pflichtest ihm bei. Nun reichen Dir also doch einige wenige engagierte?

Wobei mich dieser Einschub "engagiert" und "talentiert" schon wieder stört, weil dadurch ganz klar suggeriert werden soll die einen wären besser als die anderen. Glaubst Du nicht die vielen Trek Fans da draußen wären in Ihrem Hobby genauso engagiert? Und glaubst Du nicht das viele talentierte Leute da mitarbeiten? Wie im übrigen bei allen anderen sich gut verkaufenden SF Werken auch. Die Autoren von D9E und Ihr Herausgeber - sind die nicht engagiert und talentiert? Die Leute vom Crosscult Verlag die viel beliebte Serien SF in Romanform den Fans näherbringen. Claudia Kern und Andreas Suchanek, die ganz alleine eine Ebookserie in der jeden Monat ein neuer Teil erscheint auf die Beine gestellt haben die sich auch verkauft. Ist denn im Umkehrschluss, wennn Du schon von Totschlagargument sprichst dein Totschlagargument das alles was sich gut verkauft nur minderwertiger Schrott sein kann der langweilige Stereotypen bedient? Ihr macht euch das immer wieder viel zu einfach.

Dann könnte man auch sagen das es wieder auf das deutsche Schubladendenken hinauslauft.
Etwas was mir gar nicht gefällt.

 

Dann sollen die Besseren halt das Bessere lesen, was immer das sein mag.

Und es gibt sicher auch Viele die nicht in die Welt hinausposaunen was sie noch so lesen.

 

lothar



#73 simifilm

simifilm

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Geschrieben 05 October 2015 - 06:46

Im Iwoleit Beitrag wird aber doch bemängelt das Fandom würde Mehrheitlich bestimmte Werke nicht zur Kenntnis nehmen und wie schlimm er das findet und Du pflichtest ihm bei. Nun reichen Dir also doch einige wenige engagierte?


Ich kann nicht für Michael sprechen, aber ich glaube nicht, dass er der Ansicht ist, er könne die Mehrheit – wer immer das auch ist – von irgend etwas überzeugen. Ohnehin ist ein solcher Artikel natürlich polemisch zugespitzt und hat wohl in erster Linie zum Ziel, überhaupt eine Diskussion in Gang zu bringen.
 

Wobei mich dieser Einschub "engagiert" und "talentiert" schon wieder stört, weil dadurch ganz klar suggeriert werden soll die einen wären besser als die anderen. Glaubst Du nicht die vielen Trek Fans da draußen wären in Ihrem Hobby genauso engagiert? Und glaubst Du nicht das viele talentierte Leute da mitarbeiten?


Ich bezog mich hier primär auf die Autoren.
 

Ist denn im Umkehrschluss, wennn Du schon von Totschlagargument sprichst dein Totschlagargument das alles was sich gut verkauft nur minderwertiger Schrott sein kann der langweilige Stereotypen bedient?


Derartiges habe ich nie gesagt. Aber hier – und auch in diversen anderen Threads – wird bei derartigen Diskussionen immer wieder mantramässig vorgebracht "Wir machen eben das, was sich verkauft". Nichts dagegen, wenn das der einzige Anspruch ist, aber man muss sich eben auch nicht wundern, dass das jene, die einen anderen Anspruch haben, nicht befriedigt.


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#74 Gast_Guido Latz_*

Gast_Guido Latz_*
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Geschrieben 05 October 2015 - 07:10

Wie anders soll ich denn vorgehen? Wenn ich Manuskripte vorliegen habe, ist doch die Frage "Ist das "gut"?" doch nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist doch: "Kauft das jemand?". Es ist ja nicht so, als wenn man nun keine Erfahrung hat. Es ist ja nicht so, als wenn man mit anderen Verlegern nicht redet. Und es ist ja nicht so, als wenn man nun nie "was versucht" hat, es vielleicht gerade tut und es vielleicht auch künftig tun wird. Wenn aber die Zahlen sagen: "So was läuft" und "So was läuft nicht" - sollte man daraus nicht lernen? Wenn ich _weiß_, was bisher war - tue ich dem Autor einen Gefallen, wenn ich sein tolles Buch verlege, er viele tolle Rezis bekommt und er in den Foren hoch gelobt wird? Ja. Er wird sich deswegen gut fühlen. Dumm, wenn das Buch dann aber mal wieder weniger gekauft haben, als ein Buch von einem Autor, dessen tolles Buch nicht viele tolle Rezis bekommen hat, den niemand in Foren kennt. Und der dann ordentlich verkauft. Ich kann doch nicht den Lektoren und Zeichnern sagen: Sorry, die Bücher kauft niemand, Geld gibt es nicht mehr - lest euch mal die tollen Rezis durch bei Amazon, das ist doch auch was.


Bearbeitet von Guido Latz, 05 October 2015 - 07:15.


#75 Diboo

Diboo

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Geschrieben 05 October 2015 - 07:34

 Ich kann doch nicht den Lektoren und Zeichnern sagen: Sorry, die Bücher kauft niemand, Geld gibt es nicht mehr - lest euch mal die tollen Rezis durch bei Amazon, das ist doch auch was.

 

Das ist das Problem in dieser Diskussion. Genau so, wie mir Oliver Naujoks immer sagt, ich solle doch mal was Intellektuelleres schreiben. Für wen denn?


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#76 Naut

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Geschrieben 05 October 2015 - 07:45

Das ist das Problem in dieser Diskussion. Genau so, wie mir Oliver Naujoks immer sagt, ich solle doch mal was Intellektuelleres schreiben. Für wen denn?

Für Oliver. Es ist doch offensichtlich, dass man als Leser nur aus seiner eigenen Perspektive argumentieren will.

Dass dieser eigene Lesergeschmack nicht mit 90% des Marktes übereinstimmt, ist eine ärgerliche aber unabänderbare Tatsache.



#77 lapismont

lapismont

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Geschrieben 05 October 2015 - 07:59

Für Oliver. Es ist doch offensichtlich, dass man als Leser nur aus seiner eigenen Perspektive argumentieren will.

Dass dieser eigene Lesergeschmack nicht mit 90% des Marktes übereinstimmt, ist eine ärgerliche aber unabänderbare Tatsache.

Mhm.

Die Kritik lautet: "Du verschwendest Dein Talent."

Die Antwort: "Aber es bringt Geld!"

 

Ich finde es lächerlich, hier im Amateur-Umfeld ständig auf den Markt zu verweisen.


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#78 Diboo

Diboo

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Geschrieben 05 October 2015 - 08:15

Mhm.

Die Kritik lautet: "Du verschwendest Dein Talent."

Die Antwort: "Aber es bringt Geld!"

 

Ich finde es lächerlich, hier im Amateur-Umfeld ständig auf den Markt zu verweisen.

 

Ich verdiene im Jahr zwischen 15.000 und 20.000 € mit dem Schreiben. Ich bin kein Amateur. Ich bin Schriftsteller, und gehöre damit zu jenen, die in dieser Diskussion etwas zu sagen hätten. Ich schweig jetzt aber lieber wieder, denn in einem hat Simon natürlich absolut Recht: Diese Diskussion dreht sich seit ewigen Zeiten im Kreis.


Bearbeitet von Diboo, 05 October 2015 - 08:15.

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#79 lapismont

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Geschrieben 05 October 2015 - 08:27

Ich verdiene im Jahr zwischen 15.000 und 20.000 € mit dem Schreiben. Ich bin kein Amateur. Ich bin Schriftsteller, und gehöre damit zu jenen, die in dieser Diskussion etwas zu sagen hätten. Ich schweig jetzt aber lieber wieder, denn in einem hat Simon natürlich absolut Recht: Diese Diskussion dreht sich seit ewigen Zeiten im Kreis.

Ich weiß, dass Du Geld verdienst. Lebst aber nicht vom Schreiben. 

Und ich weiß, dass Du schon lange nicht mehr rein für den Markt schreibst. So sehr Du damit kokettierst, auch Dein Anspruch hat sich verändert. Weil Du es Dir leisten kannst.


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#80 simifilm

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Geschrieben 05 October 2015 - 08:33

 

 

Wie anders soll ich denn vorgehen? Wenn ich Manuskripte vorliegen habe, ist doch die Frage "Ist das "gut"?" doch nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist doch: "Kauft das jemand?". Es ist ja nicht so, als wenn man nun keine Erfahrung hat. Es ist ja nicht so, als wenn man mit anderen Verlegern nicht redet. Und es ist ja nicht so, als wenn man nun nie "was versucht" hat, es vielleicht gerade tut und es vielleicht auch künftig tun wird. Wenn aber die Zahlen sagen: "So was läuft" und "So was läuft nicht" - sollte man daraus nicht lernen?

 

Ich kann dir nicht erklären, wie du deinen Job machen sollst. Und wenn du mit deiner Situation zufrieden bist, ist das ja schön für dich. Aber dennoch bin ich nicht sicher, ob Erfolg – bei aller Erfahrung – so kalkulierbar ist. Als William Gibson Neuromancer schrieb, war er überzeugt, einen Roman für ein extrem kleines Publikum zu schreiben. Dass er einen Vorabvertrag für dieses Buch erhielt, grenzte an ein Wunder. Nun, Gibson lag falsch (was sein Herausgeber sich dabei dachte, weiss ich nicht): Dieses scheinbar obskure Buch wurde zu einem Beststeller und zum wohl einflussreichsten SF-Roman des Jahrzehnts (dessen Wirkung weit über die SF hinausreichte).

 

Mhm.

Die Kritik lautet: "Du verschwendest Dein Talent."

Die Antwort: "Aber es bringt Geld!"

 

Ich finde es lächerlich, hier im Amateur-Umfeld ständig auf den Markt zu verweisen.

 

Ich weiss nicht, ob es lächerlich ist, ich finde es einfach fantasielos und zudem intellektuell anspruchslos, wenn eine Diskussion, die sich eigentlich um literarischen Gehalt drehen sollte, am Ende immer bei der Buchhaltung endet (und damit wäre ich wieder beim Anfang dieses Threads. Offensichtlich bereitet es manchen Mühe, in SF etwa anderes zu sehen als ein blosses Konsumgut).

 

Wenn Guido, Diboo et al. primär daran interessiert sind, finanziell über die Runden zu kommen, ist das ihr gutes Recht. Aber zugleich immer leicht pikiert sein, wenn jemand eben nicht das will, was sich primär gut verkauft, geht irgendwie nicht ganz auf.


Bearbeitet von simifilm, 05 October 2015 - 08:56.

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#81 Mammut

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    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 05 October 2015 - 09:00

Aber dennoch bin ich nicht sicher, ob Erfolg – bei aller Erfahrung – so kalkulierbar ist. Als William Gibson Neuromancer schrieb, war er überzeugt, einen Roman für ein extrem kleines Publikum zu schreiben. Dass er einen Vorabvertrag für dieses Buch erhielt, grenzte an ein Wunder. Nun, Gibson lag falsch (was sein Herausgeber sich dabei dachte, weiss ich nicht): Dieses scheinbar obskure Buch wurde zu einem Beststeller und zum wohl einflussreichsten SF-Roman des Jahrzehnts (dessen Wirkung weit über die SF hinausreichte).

 

Man fragt sich natürlich, ob Neuromancer hier in Deutschland einen Verleger gefunden hätte. Und ob der dann einen Markt gefunden hätte. Und dann kommt man natürlich auf die Ewige Kreis Frage, wie schafft man diesen Markt.

Also welche Verlage legen Wert darauf, mal etwas abseits des Mainstream zu verlegen?

Und natürlich dann die konkrete Frage: Wo unterstützt man selbst den Autor/Verlag/Herausgeber, der solche Werke verlegt? Oder greift man nicht selbst zum Gutbekannten und ist damit Teil des Marktes, den man andererseits verdammt?



#82 Diboo

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    Kaisertentakel

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Geschrieben 05 October 2015 - 09:07


Wenn Guido, Diboo et al. primär daran interessiert sind, finanziell über die Runden zu kommen, ist das ihr gutes Recht. Aber zugleich immer leicht pikiert sein, wenn jemand eben nicht das will, was sich primär gut verkauft, geht irgendwie nicht ganz auf.

 

Ich glaube nicht, dass die Reaktion "pikiert" ist.

Was vielleicht stört, ist der ständige, inhärente und oft nicht ausgesprochene Vorwurf gerade an Verleger, sie würden ja "nichts wagen" oder "ausprobieren" bei gleichzeitiger Ignoranz der Tatsache, dass der Rahmen dafür aus betriebswirtschaftlichen Gründen schlicht eng gesteckt ist. Es heißt ja nicht, dass es grundsätzlich nicht möglich wäre. Es muss nur in einer Gesamtkalkulation und Risikoabwägung zu wagen sein. Dass ein Verleger dann auch mal lieber "Nein!" sagt, wird dann von vielen ungern akzeptiert. Und dass ein Autor dann auch mal lieber "Nein!" sagt und (scheinbar vielleicht nur) auf Nummer Sicher geht, auch.

Ich bin absolut für das Experimentieren. Ich bin dafür, dass neue Stimmen zu Gehör gebracht werden. Um mit Mao zu sprechen: Lasst tausend Blumen blühen. Nur erwartet es nicht.


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#83 simifilm

simifilm

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Geschrieben 05 October 2015 - 09:13

Man fragt sich natürlich, ob Neuromancer hier in Deutschland einen Verleger gefunden hätte. Und ob der dann einen Markt gefunden hätte. Und dann kommt man natürlich auf die Ewige Kreis Frage, wie schafft man diesen Markt.


Die nicht sehr originelle Antwort: Die Kunst besteht wohl genau darin, kommerzielle Interessen und (literarischen) Anspruch fruchtbar zu verbinden. Das ist genau das, was grosse Verleger immer wieder geschafft haben. Damit das gelingt, ist viel Arbeit, Ausdauer und natürlich auch eine Portion Glück nötig. Man muss aber auch daran glauben, dass es für das Hochwertige einen Markt gibt. Ich habe mal vor Urzeiten eine Seminararbeit über das Wirken von Samuel Fischer – dem Gründer des S. Fischer Verlags – geschrieben. Fischer hatte praktisch alle grosse Namen der damaligen Zeit (resp. jene, die heute noch als grosse Namen gelten) unter Vertrag – von Thomas Mann über Arthur Schnitzler bis Hugo von Hoffmansthal. Und manche davon schon sehr früh, bevor sie Erfolg hatten. Thomas Mann etwa schrieb seinen ersten Roman Die Buddenbrooks auf Fischers Anregung hin. Fischer war zu Beginn durchaus skeptisch, ob das Buch Erfolg haben würde (zu dick, wer soll so etwas lesen?). Die erste Ausgabe schlug dann auch noch nicht ein; später wurde aus dem Roman – und seinem Autor – aber die Cash Cow des Verlags. Fischer war zweifellos beides – ein begeisterter Förderer der Literatur und ein cleverer Geschäftsmann –, aber wenn er nicht an seine Autoren geglaubt und auch Titel veröffentlicht hätte, die auf den ersten Blick kein sicherer Wert waren, wäre sein Verlag kaum zu dem geworden, was er noch heute ist.


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#84 T.H.

T.H.

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Geschrieben 05 October 2015 - 09:51

"Totschlagargument" Verkaufserfolg: Ist es denn so, dass sich die SF-Serien - Ihr habt D9E, oder Dirks Serien genannt - so stark verkaufen? So, dass "große" Verlage darauf aufmerksam werden? Andersherum: Ein David Mitchell (Wolkenatlas) verkauft sicher das eine oder andere Buch mehr, oder?
In der Diskussion zum Thema, das auf dem PentaCon geführt wurde, wo MKI dabei war, fiel ja oft genug der Wort von "SF als Verkaufskiller! (nicht -Förderung!); und mir schien es so, dass MKI da auch drauf azielte: Hey, Leute, schaut aus Eurem Häuschen mal raus, damit Ihr Euch nicht wundern müsst, wenn Ihr auf Euren Büchern sitzen bleiben wollt.

Unterm Strich sehe ich das aber wie simifilm: Verkaufsargumente sind egal, muss nur gut sein!

Bearbeitet von T.H., 07 October 2015 - 12:18.

Phantastische Grüße,
Thomas

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#85 Diboo

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Geschrieben 05 October 2015 - 10:38

"Totschlagargument" Verkaufserfolg: Ist es denn so, dass sich die SF-Serien - Ihr habt D9E, oder Dirks Serien genannt - so stark verkaufen? So, dass "große" Verlage darauf aufmerksam werden? Andersherum: Ein David Mitchell (Wolkenatlas) verkauft sicher das eine oder andere Buch mehr, oder?

 

Natürlich. Ich bin ein kleines Licht. Aber das ist ja immer eine Frage der Relation: was ist für einen kleinen Verlag "viel", "genug" oder "zu wenig"? Da hat jeder seine eigene Kalkulation. Die Tatsache, dass in dieser Diskussion immer wieder die kleinverlage herangezogen werden, hängt ja vor allem damit zusammen, dass bei den Publikumsverlagen in punkto deutschsprachige SF eher wenig zu finden ist, nicht mal Krachbumm.


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#86 Naut

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Geschrieben 05 October 2015 - 10:53

"Totschlagargument" Verkaufserfolg: Ist es denn so, dass sich die SF-Serien - Ihr habt D9E, oder Dirks Serien genannt - so stark verkaufen? So, dass "große" Verlage darauf aufmerksam werden? Andersherum: Ein David Mitchell (Wolkenatlas) verkauft sicher das eine oder andere Buch mehr, oder?

In der Diskussion zum Thema, das auf dem PentaCon geführt wurde, wo MIK dabei war, fiel ja oft genug der Wart von "SF als Verkaufskiller! (nicht -Förderung!); und mir schien es so, dass MIK da auch drauf zielte: Hey, Leute, schaut aus Eurem Häuschen mal raus, damit Ihr Euch nicht wundern müsst, wenn Ihr auf Euren Büchern sitzen bleiben wollt.

Ich kann nur für mich sprechen, aber meine D9E-Bände verkaufen sich etwa um den Faktor 5 besser als jede SF-Anthologie an der ich je beteiligt war. Für einen Großverlag liegt das dann im untersten rentablen Bereich, wie ich so gerüchteweise gehört habe, das ist aber nur eine Vermutung.



#87 simifilm

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Geschrieben 05 October 2015 - 13:04

Ich glaube nicht, dass die Reaktion "pikiert" ist.
Was vielleicht stört, ist der ständige, inhärente und oft nicht ausgesprochene Vorwurf gerade an Verleger, sie würden ja "nichts wagen" oder "ausprobieren" bei gleichzeitiger Ignoranz der Tatsache, dass der Rahmen dafür aus betriebswirtschaftlichen Gründen schlicht eng gesteckt ist.

Ich kenne den deutschen SF-Markt viel zu wenig gut, um jemandem etwas Konkretes vorwerfen zu können. Tatsächlich beziehe ich mich in meinen Posts auch nicht auf die tatsächlich existierende (deutsche) SF, sondern primär auf die Diskussion, wie sie u.a. in diesem Forum geführt wird.

 

Wie experimentierfreudig deutsche SF-Verleger tatsächlich sind, weiss ich nicht. Was mir aber auffällt, ist, dass bei derartigen Diskussionen von Autoren- und Verlegerseite zumindest in diesem Forum oft rein kommerziell argumentiert wird. Und das finde ich nicht nur langweilig, es zielt nach meinem Dafürhalten auch an Michaels eigentlichem Anliegen vorbei (oder vielmehr: es bestätigt seinen Vorwurf bis zu einem gewissen Grad). Statt darüber zu diskutieren, ob Michaels Beschreibung zutrifft, und damit auch tatsächlich über SF-Literatur zu sprechen, wird das Ganze auf ein blosses finanzielles Problem reduziert.

 

Es hindert dich ja niemand daran, SF zu schreiben, die sich verkauft, und dennoch hier über interessante Nicht-Genre-Romane zu diskutieren (ich weiss, ich weiss, du liest nur die Art von Romanen, die du selber schreibst. Seltsamerweise kannst du in anderen Threads, wenn du mal nicht den Tentakel-Titten-Proll gibst, durchaus mit exotischeren Leseempfehlungen aufwarten).  


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#88 Amtranik

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Geschrieben 05 October 2015 - 13:05

Was mich hier ein wenig stört ist auch, das es schon wieder darauf hinausgelaufen ist, das wie selbstverständlich so getan wird das bspw D9E einzig weil es gekauft wird gemacht wird und ansonsten so könnte man den Eindruck haben einfach nur mindere Qualität hat. Ist das denn wirklich so? Haben die Autoren sich da einzig dem schnöden Mammon verschrieben und machen mit nur weil Sie Dollarzeichen in den Augen haben? Oder machen Sie das nicht auch bisweilen gerne und schreiben Abenteuergeschichten im Weltraum weil Sie selber das auch gerne lesen.

 

@Diboo ich weis ja nun schon das Du nicht immer alles tierisch ernst meinst und auch so manches mal mit deinem Kanonen und Titten Image kokketierst. Aber Du hast auch mal irgendwo geschrieben meine ich, das Du auch vor allem das schreibst was Du gerne selber liest. Ich hoffe mal das hast Du schon so gemeint. Wir geht es nämlich auch so. Ich kaufe D9E oder Star Trek oder Heilosphere weil es mir gefällt. Ich mag es und lese gerne Abenteuergeschichten im Weltraum. Derzeit lese ich das wundervolle Buch von Emily St.John Mandel " Das Licht der letzten Tage" das so ganz anders ist und eine ganz andere Seite in mir bedient. Dennoch habe ich den davor gelesenen Trek Roman mit genauso viel Freude gelesen denn es war ein in meinen Augen guter. Immer dieses gegeneinander kotzt einen an. Kristall von Falke hat mir weit weniger gefallen als Trilobiten von Boos und Mandel um Welten besser als Beuks ( beide gewannen den Arthur C. Clarke Award ). Aber hier werden kaum mal einzelne Werke gegeneinander gestellt sondern immer gleich in Weltanschaulicher Manier ganze Sparten/Subgenres/Bereiche über den Klee verdammt oder gelobt. Kleinkariert.



#89 Diboo

Diboo

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Geschrieben 05 October 2015 - 13:22

 

@Diboo ich weis ja nun schon das Du nicht immer alles tierisch ernst meinst und auch so manches mal mit deinem Kanonen und Titten Image kokketierst. Aber Du hast auch mal irgendwo geschrieben meine ich, das Du auch vor allem das schreibst was Du gerne selber liest.

 

So ist es. Ich habe wenig Lesezeit, ist vermeide daher jedes Risiko und lese nur Autoren, von denen ich weiß, dass sie mir gefallen. Und selbst da komme ich nicht hinterher. Eine rein ökonomische Herangehensweise :-)


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#90 Naut

Naut

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Geschrieben 05 October 2015 - 14:39

Was mich hier ein wenig stört ist auch, das es schon wieder darauf hinausgelaufen ist, das wie selbstverständlich so getan wird das bspw D9E einzig weil es gekauft wird gemacht wird und ansonsten so könnte man den Eindruck haben einfach nur mindere Qualität hat. Ist das denn wirklich so? Haben die Autoren sich da einzig dem schnöden Mammon verschrieben und machen mit nur weil Sie Dollarzeichen in den Augen haben? Oder machen Sie das nicht auch bisweilen gerne und schreiben Abenteuergeschichten im Weltraum weil Sie selber das auch gerne lesen.

Ich für meinen Teil habe in D9E bisher exakt die Romane geschrieben, die ich schreiben wollte. Als Zielpublikum hatte ich dabei 1. mich selbst und 2. meine Frau im Kopf. Und ich muss sagen, dass ich bei diesem Publikum gut angekommen bin :) (Bei 2-3 anderen Lesern auch.)





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