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SF-Kleinverlage = E-Book-Muffel?


25 Antworten in diesem Thema

#1 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 01 October 2015 - 10:10

Anscheinend haben einige deutsche SF-Kleinverlage noch nicht mitbekommen, dass viele (ja, ich weiß, nicht alle) Leser (gerade in der SF) heutzutage gerne ein E-Book kaufen. Können sie aber nicht, weil: gibt's nicht. Und ich rede hier nicht von uninteressanten Selberverlags-Publikationen, sondern von Qualität.

 

Drei Beispiele, die mir persönlich aufgefallen sind:

  • Nova 23 (Amrun) - im Verlagsshop nichtmal als Print gelistet, geschweige denn als E-Book.
  • Bullet (mehrfach nominierte Anthologie) (pmachinery) - da steht seit Ewigkeiten "als E-Book in Vorbereitung" (und übrigens kein Link zu einer Bestellmöglichkeit für das Printexemplar)
  • Tiefraumphasen (mehrfach nominierte Anthologie) (Begedia) - nix zu sehen vom E-Book, aber das scheint auch für andere Bücher von Begedia zu gelten.

Daher sei die Frage an die hier ja vertretenen Verleger gestattet: Wo sind sie, die E-Books? Ist der Aufwand der Erstellung wirklich so hoch, dass es sich nicht lohnt? Obwohl bekanntermaßen der Erlös viel höher ist als bei Print? Ist es ein Rechteproblem? Zeitmangel? Oder habt ihr es schon versucht und niemand wollte eure E-Books?

 

 

Bin gespannt auf eure Antworten.


Bearbeitet von Uwe Post, 01 October 2015 - 10:46.

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#2 TheFallenAngel

TheFallenAngel

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Geschrieben 01 October 2015 - 10:23

von begedia gibts ne menge als ebook, zb alles von herrn falke, also quasi das halbe verlagsprogramm *g

 

auf der positiven seite der kleinverlage stehen auf jeden fall atlantis und wurdack, da würde ich die ebook-sparte fast als vorbildlich bezeichnen.

(der threadtitel pauschalisiert da schon ein bisserl, finde ich)



#3 T.H.

T.H.

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Geschrieben 01 October 2015 - 10:24

Vielleicht gibt es eine (berechtigte) Angst vor Raubkopien?


Phantastische Grüße,
Thomas

...meine "Phantastischen Ansichten" gibt's hier.
Auf FB zu finden unter phantasticus

(Hinweis: Derzeit keine Internetrepräsentanz meiner Bilder; schade eigentlich...)


#4 Gast_Guido Latz_*

Gast_Guido Latz_*
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Geschrieben 01 October 2015 - 10:46

Es gibt immer für alles Beispiele. Es gibt SF-Verlage, die machen nur eBooks. Es gibt welche, die machen Print und eBook. Und es gibt welche, die machen nur Print und es gibt welche, die machen überwiegend Print und ein bisschen eBook. Die Gründe hast Du schon genannt. Die reichen von "eBook ist Teufelszeug"/"Das geht wieder weg" bis "hat keiner gekauft" und "habe ich keine Zeit für"/"ist mir zu teuer/aufwendig".



#5 Ernst Wurdack

Ernst Wurdack

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Geschrieben 01 October 2015 - 10:47

Vielleicht gibt es eine (berechtigte) Angst vor Raubkopien?

 

Was verdient ein Verlag an Raubkopien: Nichts.

Was verdient ein Verlag an Büchern, die gebraucht x-Mal weiterverkauft werden: Ebenfalls nichts!

 

Wenn die Angst vor Raubkopien einen Verleger davon abhält, E-Books zu produzieren und zu verkaufen, dann kann ich das irgendwie nicht verstehen.

 

Abgesehen davon bin ich durchaus an E-Book-Rechten interessiert, falls jemand nur Printausgaben verlegen möchte. Eine Mail an mich genügt.



#6 Uwe Post

Uwe Post

    Preisträger'o'naut

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Geschrieben 01 October 2015 - 10:47

Danke für den Hinweis zu Begedia, hab's oben editiert.

Der Threadtitel ist mit Absicht etwas plakativ, aber es steht ja auch ein Fragezeichen dahinter.


Bearbeitet von Uwe Post, 01 October 2015 - 10:48.

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#7 Pogopuschel

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Geschrieben 01 October 2015 - 10:48

auf der positiven seite der kleinverlage stehen auf jeden fall atlantis und wurdack, da würde ich die ebook-sparte fast als vorbildlich bezeichnen.

(der threadtitel pauschalisiert da schon ein bisserl, finde ich)

 

Bei Golkonda erscheint meines Wissens nach auch alles als E-Book (obwohl der Verlagschef da kein großer Fan von ist).



#8 Harald Giersche

Harald Giersche

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Geschrieben 01 October 2015 - 11:15

Wir stellen um auf Distributor, und da hat vor allem Apple als Abnehmer besondere Anforderungen. Also müssen alle ebooks editiert und angepasst werden. Die ebooks, die es schon bei amazon gab, muss ich rausnehmen, damit der Distributor die dann dort reinstellen kann. Wer glaubt, dass das innerhalb ein/zweier Tage erledigt ist, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Ausgerechnet bei den Tiefraumphasen musste ich einen Haufen Tags, die beim ersten Herstellen übriggeblieben waren, entfernen oder ändern.

 

Hier --> http://www.amazon.de...k/dp/B015IU610E kann man sehen, dass es kommt. Der November als VK-Tag ist dadurch entstanden, weil ich sicher gehen wollte, dass der Distributor es auch schafft :-/

 

Natürlich ist auch der Grund 'Nur ein 1-Mann-Betrieb' ein Teil des Problems.

Im Augenblick werden peu â peu die ebooks 'erneuert'. Von neu nach alt. Stay tuned und uns gesonnen :-)


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#9 My.

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Geschrieben 01 October 2015 - 12:43

  • Bullet (mehrfach nominierte Anthologie) (pmachinery) - da steht seit Ewigkeiten "als E-Book in Vorbereitung" (und übrigens kein Link zu einer Bestellmöglichkeit für das Printexemplar)

 

Das ist nicht p.machinery, das ist das Imprint sternwerk @ p.machinery. Mein Verlag macht nur die Printbücher (Link zu Amazon unterhalb der Buchbeschreibung; ansonsten erwarte ich, dass Menschen, die des Lesens fähig sind, auch denken können und z.B. die Adresse eines Buchladens um die Ecke oder im Web kennen). Für die eBooks von Sternwerk ist unser gemeinsamer Freund Sven Klöpping zuständig.

 

Was die Verfügbarkeit anderer p.machinery-Titel als E-Book angeht, wird sich das in den nächsten Monaten durchaus umfangreich ändern. Es ist nämlich einfach, E-Books zu verlangen, wenn einem Alleinverleger (der ich bin) niemand sagen kann, wie man effektiv, einfach und einwandfrei gute E-Books erstellen kann. Es gibt keine vernünftigen Anleitungen (sorry, die Erstellung eines E-Books mit Tabellen, 1000 Abbildungen, 500 Millionen Fussnoten und automatisch erstellten Quellennachweisen interessiert mich nicht die Bohne), und sich so etwas selbst und praktisch ohne Hilfe anzueignen, ist eine Frage der Zeit - die ich als Alleinverleger oft genug nicht habe.

Inzwischen hat sich die Lage geändert. Dank der direkten und indirekten Unterstützung meiner Herausgeberin Marianne Labisch sowie einiger Einlassungen meines Herausgebers Ralf Boldt ist es mir gelungen, den gordischen Knoten der E-Book-Erstellung, wie ich sie brauche, zu lösen und eine eigene Anleitung zu schreiben.

Ich stelle meine E-Books ansonsten über bookrix ein, so dass sie in praktisch allen E-Book-Shops in allen erdenklichen Formaten zu finden sind. Der Leser möge seine Hirnzellen nutzen und selbst suchen (ISBN etc. werden auf pmachinery.de natürlich noch nachgereicht). Aktuell frisch zu finden sind "Rattensang" von Felix Woitkowski (Fantasy 18), "Schuldig in 16 Fällen" von Arno Behrend (AndroSF 39) und "Feuer am Fuß" von Dirk C. Fleck (AndroSF 49).

 

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#10 Armin

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Geschrieben 01 October 2015 - 15:24

Hier --> http://www.amazon.de...k/dp/B015IU610E kann man sehen, dass es kommt. Der November als VK-Tag ist dadurch entstanden, weil ich sicher gehen wollte, dass der Distributor es auch schafft :-/

 

Das ist doch mal eine sehr gute Nachricht!



#11 Valerie J. Long

Valerie J. Long

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Geschrieben 01 October 2015 - 16:06

Ich stimme zu: e-Books machen zusätzlich Arbeit, aber mit Unterstützung einiger Makros läuft das bei mir inzwischen zum guten Teil automatisch.

Echte Arbeit sind die Korrekturläufe, um zum xten Mal noch einen übersehenen Fehler zu finden. Das mache ich gern parallel mit der Übersetzung, und da hinke ich mittlerweile hinterher.


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#12 My.

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Geschrieben 02 October 2015 - 08:13

Es ging und geht mir gar nicht so sehr um die (zusätzliche) Arbeit, die ist – wenn man weiß, wie es geht – überschaubar und eigentlich immer sehr ähnlich, da ja die Bücher, die ich mache, vom Aufbau her jeweils sehr ähnlich sind.

 

Mein Problem war einfach der Ablauf. Ich fange mit einem MS-Publisher-File an, denn natürlich habe ich Word-Vorläuferdaten, aber die fehlerfreieste Version ist die, die im Publisher steckt und die Printdruckvorlagen erzeugt hat. Ergo muss ich aus dem Publisher-File wieder ein Word-Doc machen – da beide Programme aus einem Haus stammen, ist das kein Problem. Aber dann geht es los …

Die Besonderheiten, die ich im Layout einbaute, um das Bild des Buches so hinzubekommen, wie ich es wollte, dass es gut aussieht, müssen wieder aufgehoben werden; die muss man aber suchen, die sieht man manchmal nicht sofort. Dann gehen teilweise Formatierungen verloren (warum auch immer – Publisher und Word sind halt nicht 100pro deckungsgleich): Aus ›‹ wird auf einmal ><, aus dem Dreipunkt … wird auf einmal nur noch ein einzelner Punkt und anderes mehr.

All das lässt sich verkraften, wenn man es dann weiß.

 

Der eigentliche Aufwand entsteht dadurch, dass ich in einem Word-Dokument mit Word alles machen kann: Eingeben, ändern, formatieren, abspeichern, ändern, neu speichern usw. Gleiches gilt für den Publisher. Bei einem E-Book muss ich das Word-Dokument so herrichten, dass das abgespeicherte HTM-File schon passt und sich im Calibre erfolgreich so umsetzen lässt, dass es so aussieht, wie ich es mir wünsche.

Der Calibre Editor ist schön, gut und nett – aber für große Arbeiten eignet er sich nicht, weil die Kapitel alle in einzelne HTM-Seiten aufgeteilt werden.

Also zurück zu Word, Korrekturen einfügen, ggf. neues HTM schreiben (ich traue Word als HTML-Editor nicht wirklich <g>), neu in Calibre verarbeiten. Und so weiter. Und so fort.

 

Wie gesagt, ich denke, ich habe den Punkt gefunden, wo ich den Ablauf für mich gefunden – und dokumentiert – habe. Im Oktober habe ich wenig bis gar keine Zeit, aber im November werde ich anfangen, aus den schon veröffentlichten, noch e-book-losen Büchern p.machinerys E-Books zu produzieren, bis der Arzt kommt <grins>.

 

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#13 TheFallenAngel

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Geschrieben 02 October 2015 - 09:40

@my - zum thema word/calibre - von sigil hast aber schon gehört, oder?

(soll heißen, details macht man damit, nicht mit calibre)


Bearbeitet von TheFallenAngel, 02 October 2015 - 09:43.


#14 lapismont

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Geschrieben 02 October 2015 - 11:02

Wenn man den Text erst einmal in Sigil hat, kann man damit wunderbar arbeiten.


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#15 Gast_Guido Latz_*

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Geschrieben 02 October 2015 - 11:52

Meint ihr nicht, dass ihr was übertreibt? Ich denke ja auch, dass man als Verlag Manuskripte lektorieren/korrigieren muss und die eBooks vernünftig formatiert gehören. Aber irgendwann ist auch mal Feierabend. Wenn von SPlern und selbst von Verlagen schlecht lektorierte/korrigierte/formatierte Bücher/eBooks angeboten und dann _gekauft_ und als _super_ angepriesen werden, dann braucht man da auch nicht bis ins letzte Zipfelchen Energie reinstecken. Irgendwann ist auch mal Schluss.


Bearbeitet von Guido Latz, 02 October 2015 - 11:55.


#16 Harald Giersche

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Geschrieben 02 October 2015 - 13:13

Meint ihr nicht, dass ihr was übertreibt? Ich denke ja auch, dass man als Verlag Manuskripte lektorieren/korrigieren muss und die eBooks vernünftig formatiert gehören. Aber irgendwann ist auch mal Feierabend. Wenn von SPlern und selbst von Verlagen schlecht lektorierte/korrigierte/formatierte Bücher/eBooks angeboten und dann _gekauft_ und als _super_ angepriesen werden, dann braucht man da auch nicht bis ins letzte Zipfelchen Energie reinstecken. Irgendwann ist auch mal Schluss.

Gilt ja nicht grundsätzlich und immer, aber dafür bekommst Du einen *thumb up!*   :bighlaugh:


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#17 My.

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Geschrieben 02 October 2015 - 14:26

@ TFA: Nein, von Sigil habe ich noch nicht gehört. Ich habe es ausprobiert. Muss ich dazu noch etwas sagen?
@ lapismont: Ja, WENN man es so weit hat.
@ Guido: Jeder hat seine Ansprüche. Ich bin ein Präzisionsparanoiker. Meine Ansprüche enden möglicherweise woanders <g>.

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#18 fictionality

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Geschrieben 24 July 2016 - 05:23

Ich biete bei sternwerk auch eBooks an. Bei mir ist es eher die Zeit/Energie, die oft fehlt, um das Angebot vielfältig erscheinen zu lassen. Das ändert sich hoffentlich irgendwann mal.



#19 My.

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Geschrieben 24 July 2016 - 07:06

Ich biete bei sternwerk auch eBooks an. Bei mir ist es eher die Zeit/Energie, die oft fehlt, um das Angebot vielfältig erscheinen zu lassen. Das ändert sich hoffentlich irgendwann mal.

 

Nun, deine bisherigen drei s*ernwerk-Titel sind ja eben als E-Books "erschienen" :) - gebaut von mir. Ich habe meinen Workflow zusammengestellt und im Griff. Aus den Printvorlagen der gedruckten Bücher dauert es je nach Umfang zwischen 45 und 60 Minuten; aus einem einfachen Word-Dokument, das nicht zu sehr kaputtformatiert ist, geht es schneller.

 

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#20 fictionality

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Geschrieben 25 July 2016 - 06:02

Danke für deinen Einsatz, Michael! Aber für eine Nominierung zum KLP reicht das noch nicht ;-)



#21 My.

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Geschrieben 25 July 2016 - 10:14

Danke für deinen Einsatz, Michael! Aber für eine Nominierung zum KLP reicht das noch nicht ;-)

 

Was soll ich denn mit einem KLP? Erstens hab ich schon einen und zweitens wäre mir der DSFP wichtiger :)

 

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#22 fictionality

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Geschrieben 25 July 2016 - 22:00

Ach, du hast ja schon einen. Stimmt. Muss ich halt weiter in die Ecke, heulen ...



#23 My.

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Geschrieben 26 July 2016 - 07:05

Ach, du hast ja schon einen. Stimmt. Muss ich halt weiter in die Ecke, heulen ...

 

Nein, mein Hase, rechne dir einfach Chancen auf einen DSFP aus.

Kein direkter für dich, aber einer für eine Kurzgeschichte, z.B. aus "Xibalba".

 

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#24 Nina

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Geschrieben 26 July 2016 - 20:54

Na ja, bei einigen Verlagen ist es allgemein das Problem, dass etwas so angeboten wird, dass Otto Normalverbraucher das auch realistisch kauft. Ich merke das bei meinen Veröffentlichungen, also auf irgendeiner Verlagshomepage, wo man über E-Mail (!) bestellen muss und im Voraus auch die Versandkosten nicht mitgeteilt bekommt. Bestellt halt jemand, der tief drinnen in der Szene ist (und selbst der nicht gerne). Neulich hat mich wieder zu einer Antho gefragt, wie das so ist. So was wie Amazon funktioniert aber gut - das kennt man, und: Jedes Buch portofrei. Das weiß jeder. (Wobei es inzwischen auch nicht mehr stimmt.)

 

Manche dieser Verlage haben halt auch kein Interesse, irgendwas anderes als mal ein paar Bücher zu machen, die im inneren Kreis unter die Leute zu bringen und fertig. Die werden wohl auch kein Amazon-E-Book machen oder so.

 

Umgekehrt gibt es viele Kleinverlage, die nur E-Books machen. Ich sehe das Problem, dass dadurch, dass man so was produzieren kann, ohne einen Euro in die Hand zu nehmen, die Qualität halt leidet. Man kann das machen, ohne finanzielles Risiko, muss nicht auf die Seitenzahl achten, aber es ist halt so eine Sache. Manchmal geht es auch weitgehend unlektoriert raus und wird später korrigiert (oder auch nicht), mit kostenlosem Umtausch, aber sorry, wenn ich ein Buch mal gelesen habe, ist mir die korrigierte Version erst mal schnurzegal. (Und bitte dreht mir keinen Strick, falls irgendwo in meiner Aussage ein Tipp- oder sonstiger -fehler zu finden ist, das ist kein Buch, sondern eine spontane Meinungsäußerung.)

Immer noch schlimm finde ich es, dass bei manchen Schreibwettbewerben die Nicht-Siegergeschichten in ein E-Book gepappt werden. Was bitte soll das? Wer will das lesen? Und die Autoren haben dann eine verbrannte Geschichte (die sie anderswo kaum noch veröffentlichen können) und im Internet steht, dass sie nicht unter den besten 3, 10, 15, 20 oder sonstwas waren. Ja, super! *Ironiemodus an* Aber ihr seid ja alle so was von Autorenfreunde, die denen erzählen, dass ihr Werk ja nicht abgelehnt wurde, sondern ganz exklusiv und toll digital veröffentlich wird!

Dadurch hat gerade in Kleinverlagskreisen halt auch den Ruf einer Publikation zweiter Klasser.

 

Dadurch ist der Ruf von E-Books gerade unter Kleinverlagsautoren nicht so hoch. Man nimmt da gerne Abstand, außer man ist halt so einE hibbeligeR AutorIn auf ständiger Selbstfindung oder unerfahren. 

 

Zusätzlich, tja, ist es meistens wurst. Wenn der Verlag macht, macht er halt. Die kleinen Autoren sind eh für alles dankbar und in Verträge bei größeren Verlagen, da steht so was schon drin. 

 

Raubkopien sind immer mal ein Thema. Ich  glaube aber, dass die Meisten, die was wirklich wollen, auch dafür zahlen. Ich denke mal an einen gewissen Jemand, der hatte Filme zum Abwinken auf der Festplatte. Ich habe da mal geschaut, "interessanter Titel" gemeint und gefragt, wie der Film ist, und mir wurde dann erklärt, man hätte doch keine Zeit, das alles anzuschauen. Meiner Theorie nach sind viele Downloader (hat sich auch in Gesprächen mit anderen Bekannten bestätigt), praktisch "Jäger und Sammler". Das erbeutete Material kann ja mal gesichtet werden, für den Fall, dass man eben mal Zeit hat. Man hat aber fast nie Zeit. (Die warten wohl drauf, dass ein Alien sie für ein wissenschaftliches Experiment alleine auf einen unbewohnten Planeten setzt und Gott sei Dank den Computer nicht vergisst.)

Daher halte ich auch die Hochrechnungen, die Downloads angeblich verursachen, für stark übertrieben. Man geht immer davon aus, dass das Produkt auch gekauft worden wäre und schon überhaupt, dass der Downloader das überhaupt konsumiert hat. Das ist aber m.E. in den meisten Fällen nicht so. 


Bearbeitet von Nina, 26 July 2016 - 21:00.

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#25 Valerie J. Long

Valerie J. Long

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Geschrieben 26 July 2016 - 21:05

Was den Vertriebsweg angeht: Egal, ob E-Buch oder Druck - Amazon oder Smashwords stehen auch Verlagen offen.

 

Qualität: Es ist auch einem Kleinverlag möglich, ordentliches Lektorat und Korrektorat zu machen. Es ist möglich - zum Glück sehr selten - ein Buch aus einem großen Verlag in der Hand zu halten und sich zu fragen, wie dieser Murks durch alle Filter gerutscht ist.

 

Ich sehe da keinen notwendigen Zusammenhang. Es ist eine reine Frage des Wollens.


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#26 My.

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Geschrieben 27 July 2016 - 07:01

Ja. Man kann als Kleinverlag auch (markt-) präsent sein. CreateSpace/Amazon ist einfach, auch wenn die Druckqualität in Deutschland mehr und mehr zu wünschen übrig lässt (weil die Polen offensichtlich mit ihren Maschinen nicht umgehen können). Selbst der Amazon Marketplace (mit seinen mind. 3 Euro Aufschlag) funktioniert gut (ihr glaubt nicht, wieviele "GO! - Die Ökodiktatur" von Dirk Fleck ich über Amazon Marketplace verkaufe - und wie wenig über den Buchhandel).

E-Books mache ich - nachdem ich den Produktionsworkflow in den Griff bekommen habe - grundsätzlich, um Lücken zu füllen. Es gibt halt Menschen, die lesen "E" :) Und das ist auch gut so.

 

Die Verkaufszahlen von E-Books sind wie im Print mal so, mal so. Und manche Dinge sind verwunderlich. Mein allererstes Buch, das berühmt-berüchtigte Ikebana-Buch, ist seit über 10 Jahren ein Selbstrenner, Dauerläufer. Und man soll es nicht glauben: auch das E-Book, trotz der optisch anspruchsvollen bis komplizierten (und eigentlich auf einem Reader nicht wirklich gut darstellbaren) Materie "geht" - jeweils so zwischen 5 und 10 % der Printverkaufszahlen.

 

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