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SF-Definitionen gesammelt...


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4 Antworten in diesem Thema

#1 Thomas Sebesta

Thomas Sebesta

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Geschrieben 08 April 2004 - 22:35

Ich in über einige Defiitionen stolpert, es gibt sicher noch mehr davon...

Aldiss, Brian W.
Science Fiction ist die Suche nach einer Definition des Menschen und seiner Stellung im Universum, die vor unserem fortgeschrittenen, aber verunsichertien Stand des Wissens bestehen kann, und sie wird charakteristischer Weise im romantischen oder nachromantischen Stil geschrieben, wie er durch die "gothic romances" geprägt wurde.

SF ist, was in den Bücherständern und Regalen der Buchhandlungen als SF angeboten wird.

Pohl Frederik
SF ist die der Wirklichkeit entsprechende Erweiterung einer Lüge

Bretnor Reginald
SF ist Literatur, die auf rationalen Spekulationen bezüglich menschlicher Erfahrungen mit der Wissenschaft und den daraus resultierenden Technologien basiert.

Campbell John W.
Es schreiben technisch Interessierte über technische Interessierte zur Befriedigung technisch Interessierter...

Sturgeon Theodore
...eine SF-Story ist eine Geschichte, die den Menschen als Mittelpunkt sieht, die ein menschliches Problem behandelt und eine menschliche Lösung bietet, die aber ohne ihren wissenschaftlichen Gehalt überhaup nicht zustande gekommen wäre.

Jeschke Wolfgang
Science Fiction ist Ausdruck von Wünschen und Ängsten. Sie ist das Ausfabulieren von erhofften oder befürchteten Ereignissen, die zur Zeit ihrer Darstellung in der Realität nicht stattfinden konnten, weil sie auf historischen oder wissenschaftlichen oder technischen Voraussetzungen aufbauen, die nicht gegeben waren, deren Eintreten zwar nicht notwendigerweise zu erwarten, aber immerhin möglich war, weil sie nicht im Widerspruch zum geltenden wissenschaftlichen Weldbild standen.

Franke Herbert W.
Science Fiction ist kontrollierte Spekulation

Amery Carl
Science Fiction ist die Fortsetzung des traditionellen Lügenromans mit anderen Mitteln

wer hat noch was auf Lager?

Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria<br />

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#2 Holger

Holger

    Temponaut

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Geschrieben 08 April 2004 - 22:51

Reduktionistisch, aber Definitionen:

Damon Knight: »Science Fiction ist das, worauf wir deuten, wenn wir es sagen«

Norman Spinrad: »Science Fiction ist alles, was als Science Fiction veröffentlicht wird«

Meine neue Referenz zum Thema "Definition der Science Fiction" (Überraschung! ):
http://www.epilog.de...nce_Fiction.htm

:)
"Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt."
(Georg Christoph Lichtenberg)

#3 Thomas Sebesta

Thomas Sebesta

    Biblionaut

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Geschrieben 01 October 2004 - 20:36

aus aktuellem Anlass:

Jeschke Wolfgang
...normale Literatur handelt von der Vergangenheit, ist rückwärts gerichtet und betreibt Nabelschau. SF dagegen beschäftigt sich mit der Gegenwart und jenem Augenblick, in der die Gegenwart in die Zukunft kippt...

(aus Shayol Jahrbuch zur Science Fiction 2003, Seite 23, Fußnote 10)

Simon Erik
...Science Fiction ist für mich die Sparte der phantastischen Literatur, die im Unterschied zu den anderen Spielarten und in Übereinkunft mit dem Leser so tut, als gäbe es für die in ihr vorkommenden Wunder eine Erklärung im Rahmen des wissenschaftlichen Weltbildes. Sie ist nicht wissenschaftlich, sondern wissenschaftsähnlich...

(aus Shayol Jahrbuch zur Science Fiction 2003, Seite 84)

Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria<br />

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#4 Nessuno

Nessuno

    Giganaut

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Geschrieben 01 October 2004 - 21:22

Tim Shippey: "SF is hard to define because it is the literature of change and it changes while your are trying to define it."
Clute-Nicholls: "SF is a label applied to a publishing category and its application is subject to the whims of editors and publishers."
Nessuno: "SF ist dasjenige Literaturgenre, welches so genannte "seriöse" Kritiker nicht nach ihren Spitzenleistungen, sondern nach ihrem Bodensatz beurteilen." http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/biggrin.png

Nessuno

Bearbeitet von Nessuno, 01 October 2004 - 21:25.


#5 MartinHoyer

MartinHoyer

    Temponaut

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Geschrieben 02 October 2004 - 11:31

John Clute (sagt bekanntlich viel zur SF, wenn der Tag lang ist): "Die SF ist eine Literatur möglicher Welt-Veränderungen, so unwahrscheinlich sie auch erscheinen mögen, sie ist die mögliche Fortsetzung der Historie über die Sandriffe der Jahrtausends, hinein in wackere neue Jahrhunderte." "SF-Autoren führen uns veränderte Welten mit Begriffen vor, die mit der Sprache und den Annahmen und Argumenten gegenwärtiger Wissenschaft oder mit Begriffen vereinbar sind, die unserem grundlegenden Gefühl entsprechen, daß die Geschichte der Menschheit ununterbrochene Realität ist und Veränderungen dem entströmen, was wir als Realität kennen. Gute SF sagt: Ist A eine Tatsache, folgt daraus, daß B passieren kann." Die erste Aussage empfinde ich zwar als zwar schön im ästhetischen Sinne, aber die zweite ist doch deutlich anwendbarer. Dieser möchte ich mich dann auch anschließen.
Though my soul may set in darkness, it will rise in perfect light;
I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
(Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)


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