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13 Antworten in diesem Thema

#1 fictionality

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    Illuminaut

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Geschrieben 23 May 2016 - 10:51

Liebe Leute!

 

Gerade habe ich einen Artikel zum Thema SF und deutsch(sprachig)e Bands/Komponisten geschrieben. Eure Meinung würde mich interessieren. Gerne darf dieser Thread auch ins Musikwissenschaftliche abgleiten!

 

Stichworte: Musikästhetik, elektronische Musik, kritische Songtexte ...

 

Hier der Link zum Artikel (mit vielen weiteren Links und Youtube-Videos). 

 

Hier der komplette Text:

 

-------------------------------

 

SF, Technik und Musik!

23. Mai 2016

 

Von Sven Kloepping

 

Gerade eben habe ich Christian Weis‘ Artikel über Kraftwerk gelesen – und natürlich gebe ich ihm Recht. Schon immer hatte (elektronische) Musik den „touch of future“. Technischer Fortschritt wurde vorausgeahnt und visionär vertont. Erstaunlich oft kamen dabei Player aus Deutschland ins Spiel …

 

Neben Kraftwerk ist das bekannteste Beispiel wohl Nenas „99 Luftballons“. Hierbei geht es um einen apokalyptischen, imaginären Krieg, der anscheinend aufgrund von „Überzivilisierung“ ausgelöst wird. Das Gegenstück hierzu – die menschliche Liebe – siegt am Ende über den jahrzehntelangen bewaffneten Konflikt … Im Gegensatz zu Kraftwerk, wo Technologie im Prinzip als etwas Positives dargestellt wird, das die Menschheit weiterbringt (mit gewissen ironischen Untertönen), stellt Nena diese als eher bedrohlich und gegenpolig zum relativen Menschsein dar.
 

Zukunftskritisch und radikal sind auch manche Texte aus der linken Szene. So zum Beispiel Slimes Gegen die Zeit (den ganzen Text gibt es hier):

 

„Nach dem großen Feuersturm
Regierten die Maschinen
Wenig Menschen, die übrig waren
Lebten in der Unterwelt
Erst als die Erde schwarz und leer
Hörten sie auf, dem Stahl zu dienen
Nachdem die Welt in Flammen ging
Und verbrannt war alles Geld …“

 

Grundsätzlich positiv gehen dagegen die Anhänger der Technobewegung ans Thema heran. Nicht umsonst heißt eine der wichtigsten Veranstaltungen Time Warp. Da hier schon die Musik an sich nach Zukunft klingt, brauchen sie weniger semantische Ergänzungen wie z. B. profane Texte. Der Frankfurter DJ Johannes Heil entwickelte so schon vor über zehn Jahren eine Möglichkeit, elektronisch produzierte Musik nach Sprache bzw. Lauten klingen zu lassen, je nachdem wie man Höhen und Tiefen, Bässe und Drums miteinander kombiniert. Das erinnert fast schon an das antike Prinzip der Einheit von Sprache und Musik … Und natürlich darf man in diesem Zusammenhang auch nicht Sven Väth vergessen, einer der Mitbegründer der internationalen Technoszene (nein, ich habe hier jetzt nicht den xten Link zu Electrica Salsa eingefügt, sondern einen thematisch passenden Song aus „The Harlequin, the Robot and the Ballet Dancer“).

 

 

Ein wichtiger Vorreiter/Großvater auf dem Gebiet der elektronischen Musik war (wie kann es anders sein) wiederum ein Deutscher: Karlheinz Stockhausen. Er experimentierte schon seit 1952(!) mit den Möglichkeiten, elektronische Klänge mit Livemusik zu kombinieren. So entstand z. B. sein Werk Kontakte, wo „die kompositorischen Basiselemente nicht mehr Sinustöne sind, sondern der Instrumentalmusik entnommene Klangkonzepte … die allerdings rein elektronisch realisiert werden.“ (Wikipedia)

 

Wer sich weiter mit elektronischer Musik aus Deutschland befassen möchte, dem seien folgende Websites empfohlen: Experimentalstudio des SWR, das Karlsruher ZKM und das Juicy Beats Festival im Dortmunder Westfalenpark.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass zwei Studenten von Stockhausen später in Köln die weltbekannte Band Can gründeten, die für ihre psychedelischen und phantastischen Themenalben bekannt wurde (z. B. Tago Mago, 1971 oder Future Days, 1973). Wer das Originalstudio besichtigen möchte, kann dies übrigens im münsterländischen Gronau tun (rock’n pop museum) …
 

Ein weiterer Ansatz zum Verständnis von Musik und ihrer Wirkung auf unsere Zivilisation und auf uns Menschen im besonderen stammt aus der Hirnforschung. Hier werden Wechselwirkungen von Körper und Musik untersucht:

„Interessant ist in diesem Zusammenhang die moderne elektronische Musik … nicht nur die Ausführenden, auch die Zuhörer geraten augenblicklich unter den Einfluss, welchen ein spezieller Rhythmus auf unser Gehirn ausübt, und diese Resonanz des internen Taktgebers moduliert die Gefühle der Anwesenden in einer ganz spezifischen Weise. Dazu wippen viele mit den Füßen oder nehmen den Rhythmus in anderen Bewegungen ihres Körpers auf. Es gibt keine traurige Musik in flottem Tempo und keine jauchzende Freude in sehr langsamer Musik, aber das Gegenteil hört man oft, weil die musikalische Manipulation der Rhythmen eine genau bestimmbare, physiologische Wirkung auf die Gefühle hat.“ (Quelle: Wikibooks – „Gehirn und Sprache: Gehirn und Musik“)

 

Wiederum kritisch beschäftigen sich Fee mit dem Thema SF und Zukunft. Sie thematisieren Überwachung, Kontrolle und Manipulation in ihrem Song Schweine im Weltraum:

 

Ja, gibt es denn überhaupt noch positive deutsche Texte über die Zukunft? Sind wir Deutschen am Ende wieder mal die ewigen Nörgler, die immer an der eigenen Vergangenheit zu knabbern haben? Es scheint fast so, als gäbe es allein in der Technobewegung noch echte Zukunftsgläubigkeit …

 

Auf der Suche nach einem passenden Lied aus einem anderen musikalischen Genre bin ich dann wenigstens noch auf Thomas Koppes Zukunft gestoßen, wo neben Kritik wenigstens auch Möglichkeiten und Chancen erwähnt werden … Ich find’s gelungen, denn es zieht seine Zuhörer mit in die Verantwortung:

 

In diesem Sinne wollen wir uns verabschieden und wünschen unseren Lesern eine mitbestimmte, volldemokratische, weltraumerschließende Zukunft voller Abenteuerlust und Risikobewusstsein!"



#2 ThK

ThK

    Biblionaut

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Geschrieben 23 May 2016 - 11:43

Ganz klar: Die "Band" oder sagen wir besser das Duo/Projekt "Software" von Mergener und Weisser, die die elektronische Musik der 80er und 90er Jahre stark geprägt haben. 

 

Michael Weisser schrieb außerdem mehrere Science Fiction Roman, die bei Suhrkamp und im Heyne Verlag erschienen sind. Näher sind sich Musik und Science Fiction nur selten gekommen.



#3 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 23 May 2016 - 12:02

Ist nur eine halbe Antwort auf den Text: Ich nahm vor ein paar Jahren an einem Seminar teil, in dem es just um die Frage ging, ob es so etwas wie SF-Musik gibt und falls ja, was diese ausmacht. Und wenn in den Diskussionen etwas klar wurde, dann, dass sich diese Frage kaum beantworten lässt.

 

Natürlich gibt es Musik, die wir irgendwie mit SF assoziieren, aber das liegt selten an einer inhärenten Qualität der Musik, sondern mehr daran, in welchem Kontext eine Musik erscheint. Nehmen wir Kraftwerk: Die Musiker von Kraftwerk haben alle eine klassische Musikausbildung hinter sich und in den frühen Alben ist der Anteil von tatsächlich elektronisch erzeugter Musik erstaunlich niedrig; da wird fast alles "von Hand gemacht". Dass Kraftwerk schon sehr früh als futuristische Band wahrgenommen wurde, hängt ganz stark damit zusammen, dass sie schon sehr früh – Auf Albencovern und bei Konzerten – einen Roboter-Look kultiviert haben. Umgekehrt sind die elektronischen Kompositionen Stockhausens nicht unbedingt das, was man als futuristische Sounds versteht.

 

Wenn man sich mal ausser Deutschlands umschaut. Ein Musiker, der stark mit SF assoziiert wird, ist David Bowie; die SF-Qualität von Songs wie Space Oddity oder Alben wie Ziggy Stardust liegt aber nicht in der Musik, sondern der Texten und der Inszenierung. Später wird Bowie dann elektronischer, aber ich behaupte, dass man ein Album wie Low vor allem deshalb mit SF assoziiert, weil Bowie auf dem Cover im Man-who-Fell-to-Earth-Look zu sehen ist.  Dito Nena: Musikalisch sehe ich bei 99 Luftballons wenig Futuristisches oder SF-Artiges.

 

Dass man gewisse Klänge wie z.B. das Theremin mit SF verbindet, liegt vor allem daran, dass es ab den 1950ern viel in SF-Filmen eingesetzt wurde. Dabei ging es vor allem darum, ungewohnte Bilder mit ungewohnten Klängen zu unterlegen; futuristisch war das Theremin zu diesem Zeitpunkt aber bereits nicht mehr, denn es wurde schon in den 1920ern erfunden. Es liegt natürlich eine gewisse Logik darin, futuristische Bilder mit futuristischen Klängen zu unterlegen, aber auch das Gegenteil kann wirkungsvoll sein: Kubrick hat in 2001 neben musikalischen Avantgardisten wie Ligeti, dessen Musik durchaus "neu", aber nicht unbedingt futuristisch war, auch klassische Komponisten wie Strauss eingesetzt. Beides sehr wirkungsvoll.


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Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktional Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#4 Naut

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Geschrieben 23 May 2016 - 12:16

Siehe hier:

http://www.scifinet....f-in-der-musik/

... wo alles, was in diesem Thread erwähnt wurde (und vieles mehr) aufgelistet ist.

#5 My.

My.

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Geschrieben 23 May 2016 - 12:20

Michael Weisser schrieb außerdem mehrere Science Fiction Roman, die bei Suhrkamp und im Heyne Verlag erschienen sind. Näher sind sich Musik und Science Fiction nur selten gekommen.

 

Im Falle von "Dea Alba" - von Herbert W. Franke und Michael Weisser - waren sie sich noch näher: Das Buch bei Suhrkamp wurde seinerzeit mit einer Musikkassette mit Musik von "Software" verkauft. Näher werden sich SF und Musik auch bei der Neuausgabe im Rahmen der "SF-Werkausgabe Herbert W. Franke" bei p.machinery und des "Dea Alba"-Specials bei Die|QR|Edition auch nicht mehr kommen (vorgesehen für 2017), denn wir wird zwischen Buch und Musik wohl eine Internetleitung zum Liegen kommen.

 

My.


Bearbeitet von My., 23 May 2016 - 12:21.

Kontaktdaten? Hier. Oder hier.

Ohne Hunde leben? Ich bin doch nicht blöd!


#6 fictionality

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Geschrieben 23 May 2016 - 12:53

Siehe hier:

http://www.scifinet....f-in-der-musik/

... wo alles, was in diesem Thread erwähnt wurde (und vieles mehr) aufgelistet ist.

 

Glaube ich dir gerne. In meinem Artikel geht es aber - getreu dem Website-Motto von dsf - um "deutsche" Musik, geprägt von deutschen Künstlern oder auf deutsch gesungen ... (und ein bisschen um Musikwissenschaft und Philosophie)


Bearbeitet von fictionality, 23 May 2016 - 12:57.


#7 fictionality

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Geschrieben 23 May 2016 - 12:56

Ganz klar: Die "Band" oder sagen wir besser das Duo/Projekt "Software" von Mergener und Weisser, die die elektronische Musik der 80er und 90er Jahre stark geprägt haben. 

 

Michael Weisser schrieb außerdem mehrere Science Fiction Roman, die bei Suhrkamp und im Heyne Verlag erschienen sind. Näher sind sich Musik und Science Fiction nur selten gekommen.

 

Ja, bestimmt. Wusste gar nicht dass Weisser auch Musik gemacht hatte. Ich habe seinen Roman "Digit" gelesen. Fand ich ganz gelungen ...



#8 Naut

Naut

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Geschrieben 23 May 2016 - 14:46

Glaube ich dir gerne. In meinem Artikel geht es aber - getreu dem Website-Motto von dsf - um "deutsche" Musik, geprägt von deutschen Künstlern oder auf deutsch gesungen ... (und ein bisschen um Musikwissenschaft und Philosophie)

Ja, war auch nicht als "gibt's schon" zu verstehen, sondern eher als "kann man auch mal nachgucken". :) (Fiel mir nur wg. insbesondere Weisser auf.)

#9 fictionality

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    Illuminaut

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Geschrieben 25 May 2016 - 08:57

Natürlich gibt es Musik, die wir irgendwie mit SF assoziieren, aber das liegt selten an einer inhärenten Qualität der Musik, sondern mehr daran, in welchem Kontext eine Musik erscheint. Nehmen wir Kraftwerk: Die Musiker von Kraftwerk haben alle eine klassische Musikausbildung hinter sich und in den frühen Alben ist der Anteil von tatsächlich elektronisch erzeugter Musik erstaunlich niedrig; da wird fast alles "von Hand gemacht". Dass Kraftwerk schon sehr früh als futuristische Band wahrgenommen wurde, hängt ganz stark damit zusammen, dass sie schon sehr früh – Auf Albencovern und bei Konzerten – einen Roboter-Look kultiviert haben. Umgekehrt sind die elektronischen Kompositionen Stockhausens nicht unbedingt das, was man als futuristische Sounds versteht

 

Dass man gewisse Klänge wie z.B. das Theremin mit SF verbindet, liegt vor allem daran, dass es ab den 1950ern viel in SF-Filmen eingesetzt wurde. Dabei ging es vor allem darum, ungewohnte Bilder mit ungewohnten Klängen zu unterlegen; futuristisch war das Theremin zu diesem Zeitpunkt aber bereits nicht mehr, denn es wurde schon in den 1920ern erfunden. Es liegt natürlich eine gewisse Logik darin, futuristische Bilder mit futuristischen Klängen zu unterlegen, aber auch das Gegenteil kann wirkungsvoll sein: Kubrick hat in 2001 neben musikalischen Avantgardisten wie Ligeti, dessen Musik durchaus "neu", aber nicht unbedingt futuristisch war, auch klassische Komponisten wie Strauss eingesetzt. Beides sehr wirkungsvoll.

 

Ja, das Problem ist eben, dass es sehr selten futuristische Klänge zusammen mit einem futuristischen Auftritt der jeweiligen Künstler gibt. In den 80ern waren Michael Jacksons Performances futuristisch, seine Musik auch, seine Texte eher weniger. Künstler, die bewusst auf SF als Marke oder als Stempel setzen, sind rar gesät. Mir fiel eben auf, dass es gerade in Deutschland (zur NDW-Zeit und in der Technobewegung) erstaunlich viele, international anerkannte Mitspieler gibt, die bewusst die Marke SF für ihre Promotion bzw. ihre Zielgruppen einsetzen. Das ist schon bemerkenswert wie ich finde. Klar ist Stockhausen nicht unbedingt ein Futurologe, aber wenn man sich anschaut, was aus seiner Idee geworden ist, ist er auch mind. eine Erwähnung wert.



#10 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 25 May 2016 - 10:23

[...] Mir fiel eben auf, dass es gerade in Deutschland (zur NDW-Zeit und in der Technobewegung) erstaunlich viele, international anerkannte Mitspieler gibt, die bewusst die Marke SF für ihre Promotion bzw. ihre Zielgruppen einsetzen. [...]

NDW war ja die deutsche Ausformung der New Wave, und da war es gar nicht so unüblich, mit SF-Themen in Text und Auftritt zu spielen. In der NDW gab es dann auch weitere (teils deutlichere) Vertreter als Nena: Andreas Dorau ("Fred vom Jupiter"), DÖF ("Codo"), Paso Doble ("Computerliebe"), Peter Schilling ("Major Tom", "Fehler im System") sind nur die Beispiele, die mir so spontan einfallen. Später bezogen sich Die toten Hosen in "Hier kommt Alex (Horrorshow)" auf "Clockwork Orange".

Mit Techno kenne ich mich wenig aus, aber es gibt auch dafür Vorläufer, gerade im Ambient-Bereich. Can wurden schon genannt, Tangerine Dream ("Alpha Centauri") fällt mir noch ein.

#11 Peter-in-Space

Peter-in-Space

    Temponaut

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Geschrieben 10 October 2017 - 17:13

"Major Tom" von Schillings ihrem Peterle ist aber auch nur ein Cover aus den (so glaube ich) 50er/60ern des letzten Jahrhunderts und hat eine ganz massive Pulp-Schlagseite.

 

Ansonsten fiele mir zum Thema nur noch Hawkwind ein. Das Fehlen deutscher Texte und deutscher Musiker wird durch die Anwesenheit des MEISTERS am melodischen Bass mehr als wieder wettgemacht. Die Rede ist von Ian Fraser Kilmister, genannt Lemmy.

 

Aus dem Nachbarland Frankreich fällt mir noch Space ein, deren Song "Magic Fly" ja wohl jedem bekannt sein dürften.

 

Aus dem Hard'n'Heavy-Genre die amerikanischen Amerikaner Vektor. Habe ich schon erwähnt, dass sie aus Amerika stammen, genauer gesagt aus Trumpdorf, neben Obamahausen?


„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

Galilei


#12 simifilm

simifilm

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Geschrieben 11 October 2017 - 07:23

"Major Tom" von Schillings ihrem Peterle ist aber auch nur ein Cover aus den (so glaube ich) 50er/60ern des letzten Jahrhunderts und hat eine ganz massive Pulp-Schlagseite.


«Major Tom» ist eine einzige Hommage an Bowies «Space Oddity» und «Ashes to Ashes», aber keine Coverversion.

Bearbeitet von simifilm, 11 October 2017 - 07:23.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

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#13 fictionality

fictionality

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Geschrieben 24 October 2017 - 14:37

NDW war ja die deutsche Ausformung der New Wave, und da war es gar nicht so unüblich, mit SF-Themen in Text und Auftritt zu spielen. In der NDW gab es dann auch weitere (teils deutlichere) Vertreter als Nena: Andreas Dorau ("Fred vom Jupiter"), DÖF ("Codo"), Paso Doble ("Computerliebe"), Peter Schilling ("Major Tom", "Fehler im System") sind nur die Beispiele, die mir so spontan einfallen. Später bezogen sich Die toten Hosen in "Hier kommt Alex (Horrorshow)" auf "Clockwork Orange".

Mit Techno kenne ich mich wenig aus, aber es gibt auch dafür Vorläufer, gerade im Ambient-Bereich. Can wurden schon genannt, Tangerine Dream ("Alpha Centauri") fällt mir noch ein.

 

Da haste schon Recht, Naut. Ich kenne auch die meisten von dir erwähnten Künstler/Lieder. Leider kennt die das breite Publikum nicht so sehr und für meinen Artikel wollte ich was Reißerisches, Polarisierendes, Ketzerisches: 99 Luftballons!!! ;-))



#14 Peter-in-Space

Peter-in-Space

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Geschrieben 30 April 2018 - 09:16

«Major Tom» ist eine einzige Hommage an Bowies «Space Oddity» und «Ashes to Ashes», aber keine Coverversion.

Das sagte ich auch nicht. Major Tom als Figur ist literarisch belegt.

 

Aber frag mich etwas Anderes. Ich kenne mich im Pulp-Genre nicht aus. Will es auch gar nicht.

 

Selbst Bowie bezieht sich auf diesen "Pulp".

Aber von Kraftwerk exisieren auf dem Album "Trans Europa Express" die zwei Songs "Europa Endlos"/"Endlos Endlos" (gehören zusammen) und "Franz Schubert". Und zumindest letzterer Tune klingt sehr futuristisch, da Ralfi-Ralf dazu gesagt hat, Franz Schubert wäre der Pate der Popmusik gewesen (so oder so ähnlich).

 

Edith erzählt noch von (Black-)Metal-Bands mit Weltraum-Bezug:

 

Darkspace (Schweiz)

Alrakis (Deutschland)

Iah (Spanien)

DVNE (?)

Monolithe (Frankreich)

Progenie Terrestre Pura (Italien)

Mesarthim (Australia)


Bearbeitet von Peter-in-Space, 30 April 2018 - 16:31.

„La filosofia è scritta in questo grandissimo libro che continuamente ci sta aperto innanzi a gli occhi (io dico l’universo), ma non si può intendere se prima non s’impara a intender la lingua, e conoscer i caratteri, ne’ quali è scritto. Egli è scritto in lingua matematica, e i caratteri son triangoli, cerchi, ed altre figure geometriche, senza i quali mezi è impossibile a intenderne umanamente parola; senza questi è un aggirarsi vanamente per un oscuro laberinto.“

 

Galilei




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