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PR 2887 - Tagebuch des Widerstands


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9 Antworten in diesem Thema

#1 Nibor

Nibor

    Temponaut

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Geschrieben 29 November 2016 - 11:39

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Leseprobe



#2 Toloceste

Toloceste

    Infonaut

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Geschrieben 12 February 2017 - 16:56

Gestern habe ich mich hingesetzt und mehrere Besprechungen fertiggestellt.

 

In der Januar-Ausgabe des CORONA-MAGAZIINE ist eine Besprechung mit einem ausführlichen Autorenbeitrag von Susan Schwartz. http://www.ifub-verl...ine-januar-2017

 

Hier ist mein Blogeintrag. Die Inhaltsangabe stelle ich neuerdings in die zweite Hälfte.

 

Im zweiten Teil der Trilogie »Die Tschubai-Chroniken« geht es mit dem Angriff der Gyanli auf de RAS TSCHUBAI weiter. Die zweieinhalb Meter großen humanoiden Amphibienabkömmlinge, deren Farblagen in der hellblauen Haut ihren Rang innerhalb der Clan wiedergibt, beherrschen mit rücksichtsloser Grausamkeit die Garaxis Orpleyd. Das dreieinhalb Kilometer durchmessende blaue Omniträgerschiff aus der Milchstraße, das so plötzlich in ihrem Machtbereich auftauchte, stört sie erheblich und sie entern es durch eine List. Die Besatzung wird überrascht und als Waffe eingesetzte Schwarze Löcher bringen Chaos. In Windeseile haben die Gyanli die Oberhand.

 

Hauptperson der Trilogie ist Col Tschubai, seines Zeichens Medienwart und Nachfahre des brühmten Teleporters, nach dem das Schiff benannt ist. Er ist wahrhaftig kein Soldat, kommt als Medienwart aber überallhin mit und hat dieses Holotagebuch, in dem er Zeugnisse seines Urahns aufbewahrt. So begleitet indirekt auch Ras Tschubai selbst die Widerstandsgruppe, der Col sich anschließt, trifft mit ihm auf Perry Rhodan, der von außen an Bord kam und wird Zeuge, wie Zähigkeit und Expertise des Unsterblichen entscheidend dazu beiträgt, das Blatt zu wenden. Sein Tagebuch wird das Tagebuch des Widerstands.

 

Die einheimischen Wuutuloxo, deren Schrulligkeit Suzan Schwarz mit großer Lebhaftigkeit gestaltete, unterstützen die Wiederstandskämpfer durch ihre unvorhersehbar effiziente Wundertechnik, mit der sie in Windeseile alles Benötigte herstellen können. Was die Handlung flott weiterbringt, aber auf Kosten antizipierbarer Handlungslogik und logischem Zusammenhang. Verstärkt wird beides durch die schwachen – also dramaturgisch bewältigbaren – telepathischen Fähigkeiten, welche die Larin Pey-Ceyan so überraschend entwickelt hat. Rhodans Enkelin Farye wird entführt? Pey-Ceyan merkt es, die Verfolgung beginnt – und die telepathische Fähigkeit versagt an passender Stelle.

 

Trotz dieser Methode laufen sämtliche Enter- und Kampfhandlungen übersichtlich aufgebaut und folgerichtig ab. Der Roman überzeugt durch die Personengestaltung. Einerseits die diversen Lebensäußerungen der »eilig stampfenden, schnatternden Wuutuloxo« (S.40), andererseits die Charaktergestaltung Perry Rhodans, der in dieser Trilogie eben kein Zauderer mehr ist, sondern entschlussfreudig, konsequent und nicht um jeden Preis rücksichtsvoll: persönliches Wohl steht hinter Gemeinwohl zurück, wenn er zwischen beiden entscheiden muss. Selbst bei Freunden. Und das, obwohl die personale Erzählperspektive sein Gefühlsleben zugänglich macht.

 

Das ganz besondere »Ding« des Romans, der optische Eindruck, der in Erinnerung bleibt, ist das elfenbeinfarben schimmernde Gitterschiff der Eonatores, das Wuutuloxo und Gyanli gleichermaßen bestaunen. Die alle Probleme lösende »Fehluhr« hat definitiv nicht dasselbe Charisma.

 

 

Kommen wir zur Handlung.

 

Zu Beginn des Romans gibt es überall an Bord der RAS TSCHUBAI Explosionen und viele Tote. Die Gyanli haben die Oberhand. Doch unter Kontrolle haben sie das Schiffe nicht: Die Betreuer des Zentralrechners ANANSI haben sie, als die Gyanli sie bedrohten, durch ein Codewort deaktiviert und kann von außen nicht aktiviert werden Damit sind die meisten wichtigen Systeme lahmgelegt. Die Semitronik wacht alle 3,65 Minuten für Nanosekunden auf und überprüft die Lage. Eine Widerstandsgruppe um Sichu Dorksteiger und den Kelosker Gholdorodyn beschäftigen sich mit dem Ausschalten von Redundanzsystemen, als Cols Gruppe sie findet.

 

Col Tschubai begleitet eine Gruppe fähiger Raumlandesoldaten unter dem Kommando von Licco Yukawa. Sie schlagen, wie zuvor die Gyanli, aus dem Hinterhalt zu, so dass die Angreifer in die Defensive geraten. zur RAS TSCHUBAI und stehen Durch ihre Angriffe drehen sie den Spieß um: S wiederfinden. Yukawa mag Col Tschubai nicht, doch als der ankündigt, all ihre Taten für die Nachwelt aufzuzeichnen, lässt er ihn gerne mitkommen.

 

Die Truppe gehört zur BJO BREISKOLL und bewegt sich auf die Andockmulde ihres MARS Kreuzers zu, als die Gyanli angreifen. Die Soldaten müssen untertauchen und speisen ein an versprengte Gruppen gerichtetes Signal ins Bordnetz ein. Tschubais Tagebuch empfängt die Botschaft »SOS« im Morsecode und einen Koordinatensatz, der sie zur Gruppe um Sichu führt, der schönen Ator mit den sich bewegenden Mustern auf der grünen Haut und dem langen, silberfarbenen Haar. Sichu ist die Chefwissenschaftlerin der RAS TSCHUBAI und Perry Rhodans Freundin. Allerdings haben sie nicht gemorst. Anscheinend hat ANANSI sie zusammengeführt.

 

Perry Rhodan möchte an Bord kommen. Die Wuutuloxo Perry Rhodan maskieren ihn als kleinwüchsigen Gyanli, Pey-Ceyan als Wartungsroboter. Sie haben eine Etho-Folie, die weit mehr als Mimikry bedeutet. Der Gestaltwandler Attilar Leccore verwandelt sich in den Gyanli Yayl. Die Wuutuloxo spielen Gefangene. Während sie einfliegen, sehen sie etwas Besonderes: Ein 700 Meter langes, asymmetrisches Gitterschiff, dessen Hülle wie Elfenbein schimmert. An den Knotenpunkten hat es unterschiedlich geformte Verdickungen. Die Wuutuloxo kennen Gerüchte, die wie alte Sagen tradiert werden: Das Gitterschiff ist die Fähre der Eonatores und hat etwas mit der Fertigstellung des geheimnisumwobenen Operandums zu tun. Die Gyanli sind ebenso aufgeregt und ehrfürchtig wie die Wuutuloxo.

 

Kaum an Bord, bemerkt Pey-Ceyanit ihren neuen telepathischen Fähigkeiten, dass eine Widerstandsgruppe angegriffen wird, bei der sich Rhodans Enkelin Farye Sepheroa befindet. Rhodan macht sich sofort an die Verfolgung, aber vergebens: Faryes Gruppe wird gefangen genommen und ins Gitterschiff gebracht. Nun kann Pey-Ceyan ihre Gedanken nicht mehr lesen. Gleich darauf empfängt auch Rhodans Armbandkom die Morsebotschaft, erreicht die Nebenzentrale. So treffen sich Perry und Sichu nach jahrelanger Trennung wieder, 131 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.

 

Perry Rhodan ist nicht nur eine lebende Legende, die den Menschen enormen Auftrieb gibt. Er ist auch ein überaus erfahrener und fähiger Soldat, der seine mehrtausendjährige Erfahrung nutzen kann. Um die Gyanli zu vertreiben, wollen sie all ihre Kampfroboter gleichzeitig außer Gefecht setzen. Sie finden einen übergeordneten externer Taktgeber für ihre inneren Uhren. Sichu, Gholdorodyn und Wuutuloxo-Gimmicks basteln schnell mal eine Fehl-Uhr, die Leccore in der CUUMORG am Taktgeber anbringt. Nun handelt der Bordrechner: ANANSI aktiviert die Sublichttriebwerke der RAS TSCHUBAI. Die Gyanli sind damit beschäftigt und achten nicht auf die Gruppe. Aus Sicherheitsgründen dockt die CUUMORG ab, doch das Gitterschiff bleibt verankert.

Die RAS TSCHUBAI geht auf Überlichtgeschwindigkeit, vor Zugriffen von außen sind sie sicher. Doch es sind mehrere tausend Gyanli an Bord und ihr Anführer Onodaurd beherrscht nach wie vor die abgeschottete Kernzelle. Rhodan stellt das Ziel auf, das Schiff noch an diesem Tag, dem 18. September 1522 NGZ, vollständig zurückerobern. Da meldet sich ANANSI zu Wort: Im Holotagebuch lässt sie Ras Tschubai entstehen. Seine tiefe Stimme verkündet, dass Onodaurd zu fürchten sei.


Bearbeitet von Anskis, 12 February 2017 - 16:57.


#3 Gen. Bully

Gen. Bully

    Perrynaut

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Geschrieben 15 February 2017 - 19:19

Oh mein Gott was eine Vollkatastrophe von Roman. Da stimmt gar nichts. Unlogisch handelnde Charaktere. Blödsinnige Actionszenen und eine an den Haaren herbeigezogene Auflösung, wie die gyanen Roboter ausgeschaltet werden.
Rhodan wird heiß und kalt als die Odysseus zur Identifizierung aufgefordert wird? Da wird mir auch heiß und kalt.
Die Wuutuloxo werden, voll ausgerüstet, als angebliche Gefangene mit aufs Schiff genommen. Was aber keine Sau interessiert, da sie plötzlich oft gesehene Unterstützer der Gyanli sind?
Der Zellaktivator muß Rhodan Herzschlag regulieren, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit panisch in der Gegend herum rennt...
Das Tschubaitagebuch hat plötzlich einen eingebauten Empfänger, der zur Kontaktaufnahme mit ANANSI dient. Genauso wird ein zufällig von Rhodan angelegter Armbandkom von ANANSI angesprochen. Klar doch.
An Bord vorhandene Widerstandsnester werden wütend von den Gyanli berannt, interessieren aber von jetzt auf plötzlich nicht mehr. Genauso scheint die Gyanli auch nicht die vielen einsatzbereiten Taras an Bord zu jucken...
Während des Gefechts wird mal kurz ins Tagebuch gelinst um eine Strategie zum Entkommen zu gewinnen. Ernsthaft?
Habe ich die Vorgängerromane noch gelobt, erfolgt hier prompt der Rückfall in schlechte Seriengewohnheiten und das von einer Autorin, die mittlerweile genügend Abstand vom Serienalltag haben müsste. Einfach ätzend.
Den Folgeroman werde ich auslassen. Überhaupt überlege ich ernsthaft den Rest des Zyklus auszulassen.
Irgendeine Empfehlung welcher der Nachfolgeromane sich wieder zu lesen lohnt?
"Es gibt 5 Arten der Lüge: die gewöhnliche Lüge, den Wetterbericht, die Statistik, die diplomatische Note und das amtliche Kommuniqué" George Bernhard Shaw
"Bazinga!"

#4 Gen. Bully

Gen. Bully

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Geschrieben 15 February 2017 - 20:00

Den schlimmsten Bock habe ich gar nicht erwähnt. Obwohl alle Template zerstört wurden hindert das Leccore nicht daran sich passend in einen Gyanli zu verwandeln. Wie praktisch.
"Es gibt 5 Arten der Lüge: die gewöhnliche Lüge, den Wetterbericht, die Statistik, die diplomatische Note und das amtliche Kommuniqué" George Bernhard Shaw
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#5 Toloceste

Toloceste

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Geschrieben 15 February 2017 - 21:59

Das ist alles richtig. Die logische Ebene ist schwach, wie so oft. Trotzdem sind die Charaktere witzig, lebhaft, führungsstark und es gibt schöne Szenen - wenn man sich drauf einlässt, den Roman so zu nehmen, wie er ist. Das ist die Sache mit dem Halbvollen oder Halbleeren.



#6 Gen. Bully

Gen. Bully

    Perrynaut

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Geschrieben 16 February 2017 - 11:14

Sorry, aber wenn die Grundbedingungen, der logische Aufbau schon so vermurkst sind, daß es mich beim Lesen direkt aus der Story reißt, dann können das auch gut geschilderte Charaktere und Verläufe nicht mehr retten. Zumal ich persönlich den Roman alles andere als gut geschrieben fand. Langweilig, die Charaktere handeln wie Vollidioten. Nein das war gar nichts.
So was mag vielleicht bei einem Popcorn Kino Actionreißer funktionieren. Aber nicht als Roman.
Es knirscht ganz einfach mächtig im logischen Unterbau der Serie. Klar, nicht erst seit gestern. Der Negasphärenzyklus war der Anfang allen Übels als das erste Mal großmaßstäblich auf Logik und Nachvollziehbarkeit der Handlung zugunsten eines im Vordergrund stehenden Showeffekts verzichtet wurde.
Aber so kann es doch nicht weiter gehen. Ich kann mir doch nicht alle Nase lang die Handlung und Voraussetzungen, die in Romanen vorher gelegt wurden, so zurecht biegen wie ich es gerade brauche.
Aber was rege ich mich auf. Unter einem Expokraten Montillon, der in seinen eigenen Romanen schon auf Logik, Serientechnik und Grundlagen pfeift wird es nie eine Besserung geben...
"Es gibt 5 Arten der Lüge: die gewöhnliche Lüge, den Wetterbericht, die Statistik, die diplomatische Note und das amtliche Kommuniqué" George Bernhard Shaw
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#7 Elena

Elena

    Katzengöttin

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Geschrieben 18 February 2017 - 21:19

Gut, dass Montillon hier offenbar nicht mitliest. Das würde ihn bestimmt verletzen.


Lasse das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.

Dalai Lama


#8 MoiN

MoiN

    Galaktonaut

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Geschrieben 19 February 2017 - 11:27

Gut, dass Montillon hier offenbar nicht mitliest. ...

 

Er muß ja nicht gleich über jedes Stöckchen springen. :bighlaugh:



#9 Toloceste

Toloceste

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Geschrieben 19 February 2017 - 12:53

@Gen. Bully

In punco mangelnde Logik stimme ich dir zu. Nur finde ich so viel an der echten Realität unlogisch, dass ich mich mit ein bisschen guten Willen mittragen lassen kann - und dann fühle ich mich unheimlich wohl in dieser auf Effekte ausgerichteten Erzählweise. Gerade bei der Parallele zu Fernsehserien.



#10 Elena

Elena

    Katzengöttin

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Geschrieben 19 February 2017 - 18:34

Er muß ja nicht gleich über jedes Stöckchen springen. :bighlaugh:

 

Verletzte Gefühle interessieren sich aber nicht für Stöckchen.


Lasse das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.

Dalai Lama





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